Zukunfts-Szenarien, die ohne knallende Effekte auskommen, sind eher selten. Der neuseeländische Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol, der u.a. das Drehbuch zu „The Truman Show“ (1998) schrieb, erreichte 1997 mit seinem Debutfilm eine respektable Leistung über eine Welt, deren Regeln nicht so unwahrscheinlich erscheinen wie in manch anderen Sciencefiction-Filmen. In der Welt von „Gattaca“ werden Menschen nicht mehr nach Blut, Hautfarbe oder anderen äußeren Merkmalen unterschieden. Der genetische Code ist das Differenzierungsmerkmal, das hart diejenigen, deren genetische Kombination wissenschaftlich überwacht wurde – also Retortenmenschen, die „perfekt“ zusammengebaut wurden –, von denen unterscheidet, die noch auf „alte Art“ gezeugt wurden oder einen genetischen Defekt aufweisen. Die letztere Gruppe dieser Gesellschaft des 21. Jahrhunderts werden als „Invaliden“ eingestuft. Ihnen bleiben die Handlangerdienste in einer von den „perfekten“ Menschen geführten und streng kontrollierten und überwachten Gemeinschaft.
Inhalt
Vincent Freeman (Ethan Hawke) gehört zu den „Invalids“. Seine Eltern erfüllten sich in einer schon von der Gentechnologie und ihrer Ideologie des perfekten Menschen beherrschten Gesellschaft noch den Traum vom natürlich geborenen Kind. Sein jüngerer Bruder Anton (Loren Dean) dagegen gehört zu den Retortenkindern.
Vincent leidet unter starker Kurzsichtigkeit und hat schwere Herzprobleme. Die Ärzte sagten seinen Eltern voraus, dass er eine Lebenserwartung von nicht mehr als 30 Jahren habe. Schon als Kind wollte Vincent sein Schicksal nicht einfach hinnehmen. Im Wettschwimmen mit seinem Bruder verlor er zwar regelmäßig, doch eines Tages war er stärker als Anton und rettete ihm das Leben.
Als Erwachsener ist Vincent Mitglied einer Putzkolonne in den Räumen der Gattaca Aerospace Corporation. Sein Traum ist es, mit dem ersten bemannten Raumschiff zum Saturn, genauer zu einem seiner Monde zu fahren: Titan. Über einem kriminellen Mittelsmann bekommt er Kontakt zu Jerome (Jude Law), der zwar genetisch perfekt konstruiert, durch einen Unfall (Selbstmordversuch) aber an den Rollstuhl gefesselt ist. Jerome verkauft Vincent seine Identität, einschließlich Urin und Blut, soweit Vincent dies für die Kontrolluntersuchungen bei Gattaca benötigt, Fingerabdrücke, Haare und anderes. Von jetzt an scheinen sich Vincents Träume zu erfüllen. Er wird zum respektierten Mitarbeiter bei der Firma, steigt vom Programmierer auf zum Kandidaten für den Weltraumflug zum Saturn.
Eine Woche vor dem Start zu Titan allerdings gerät Vincent in eine gefährliche Situation. Einer der Direktoren der Gattaca Corporation wird ermordet. In einem Raum finden Polizisten unter Leitung des ermittelnden Inspektors Hugo (Alan Arkin) eine Wimper, die einem Invaliden zugeordnet werden kann – Vincents Wimper höchstwahrscheinlich. Für Vincent, der sich gerade mit der ebenfalls bei Gattaca arbeitenden Irene (Uma Thurman) angefreundet hat, beginnt ein Kampf nicht nur um die Teilnahme am Start, sondern um sein Leben. Wenn seine wahre Identität entdeckt wird, wird er als Mörder verurteilt werden für eine Tat, die er nicht begangen hat ...
Inszenierung
Slawomir Idziak fotografierte eine kalte, gefühllose, spartanische, elegant-langweilige Welt, in der Computersysteme und Gentechnologie über die soziale Zugehörigkeit entscheiden. Die Schärfe, die Härte dieser Spaltung in „Valids“ und „Invalids“ ist so enorm, dass zwar ein Abstieg zu den „Invalids“ möglich ist – wie bei Jerome –, ein Aufstieg zur Elite aber ausgeschlossen. Darüber wacht ein ausgeklügeltes System hochentwickelter technischer Kontrollen und der Polizeiapparat. Die
Welt von Gattaca, ist trist, trügerisch ruhig. Die Menschen bewegen sich wie Anhängsel einer automatisierten sozialen Szenerie. Die hochgesteckten Ziele – z.B. die Reise zu Titan – scheinen nur weitere Schritte einer Gesellschaft zu sein, in der gemacht wird, was machbar ist. Die Menschen leben länger, gesünder, sind wohlgeformt – aber wozu? Die Eltern bestellen sich perfekte Kinder, die keine Zeit damit verschwenden zu rebellieren, sondern schon früh ihre spätere Karriere im System der Perfektion angehen. Selbst klassische Musik wird zur Vollkommenheit geführt: ein Pianist spielt mit zwölf Fingern, um ein klassisches Musikstück zur vermeintlichen Perfektion zu treiben.
Mit dieser Welt kann sich Vincent nicht abfinden. Er will nicht sein Leben lang putzen. Doch was bleibt ihm? Ein Traum, der Traum, Titan von Nahem zu sehen, durch die Weite des Alls zu schweben. Für ihn ist Titan nicht irgendein Ziel um des Ziels willen. Wichtiger ist ihm der Weg, um dorthin zu kommen, das Ausleben seiner Phantasie, seiner Gefühle, seiner Leidenschaften, aber unter extrem erschwerten Umständen. In der Figur des Vincent setzt Niccol einen deutlichen Kontrapunkt zur „Neuen Welt“ von Gattaca. Vincent entwickelt Phantasie, die in seinem Fall nach den Gesetzen von Gattaca krimineller Energie gleichkommt, er muss geschickt sein, extrem vorsichtig usw.
In zwei, drei Szenen sieht man Vincent, wie er sich Haut und Haare bürstet. Man glaubt einen Neurotiker vor sich zu haben. Der Sinn liegt darin, keine Spuren zu hinterlassen, die seine Identität verraten könnten. Insbesondere nach dem Mord schnüffelt Inspektor Hugo hinter all diesen Dingen besonders penibel her. Die Reinlichkeit, zu der Vincent gezwungen ist, macht sie ihn vielleicht doch neurotisch? Dazu kommen Urin und Blut, die Jerome für ihn im Kühlfach sammelt und Vincent noch extremer seiner Identität berauben. Er ist auf die Körpersäfte, äußere Merkmale eines anderen fast vollständig angewiesen. Er ist nicht er selbst und kämpft verzweifelt darum, es wieder zu werden.
Vincent will zu Titan, das einzige Ziel, in dem er für sein Leben noch einen Sinn sieht, und muss dafür alles aufgeben, was er ist: sein Ich. Hätte er nicht Jerome, würde er wahrscheinlich daran zugrunde gehen. Jerome seinerseits hat nur noch ein Ziel in seinem Leben: Dass das sich fortsetzt, was ihm selbst durch den Unfall vergönnt ist: irgendwie wieder Mensch zu sein. Für Jerome, dem aus der Elite Herabgestürzten, dem „gefallenen Engel“ spielt vielleicht auch Rache eine Rolle, wenn er Vincent nicht nur seine Identität verkauft, sondern ihm in jeder Hinsicht und so gut er kann hilft, und die Einsicht, dass diese Welt keine menschliche mehr ist.
Vor allem aber verbindet beide eine unausgesprochene Zuneigung, die zwar daraus entsteht, dass beide aufeinander angewiesen sind, aus der unterschiedlichen Not, die beide zwingt, eine Zuneigung, die aber dennoch frei von Zwang wird. In beiden Figuren treffen sich sozusagen die Reste der Rebellion, des inneren Widerstandes gegen die soziale Kälte und Härte in Gattaca.
Irene steht da zunächst eher im Abseits. Auch Dr. Lamar (Xander Berkeley), der die medizinischen Kontrollen durchführt, bleibt im Verborgenen von Gattacas scheinbarer Übermacht. Erst gegen Ende des Films erweist sich, dass Jerome und Vincent nicht allein sind. Für Vincent ein Anfang, aber von was? Für Jerome das Ende.
Jude Law spielt einen verbitterten, enttäuschten Mann, der in Vincents Träumen eine Chance sieht, dem Sozialwesen entgegenzutreten, das ihn gnadenlos fallen gelassen hat. Ethan Hawke verkörpert einen Mann, der von seinem Kindheitstraum nicht lassen will, der ihm zur einzigen Chance geworden ist, der „Neuen Welt“ zu entkommen. Der Tod des einen ist die Flucht des anderen. An diesem Punkt kommt der tiefe Pessimismus des Films zum Ausdruck, obwohl Vincent sein Ziel erreicht.
Kritisch wäre anzumerken, dass im zweiten Teil – nach dem Mord an dem Direktor der Gattaca Corporation – der Film zu sehr in Richtung Kriminalstory entwickelt wird und insgesamt das Drehbuch zu wenig über die politischen Verhältnisse in der „schönen neuen Welt“ offenbart. Mir fällt dazu z.B. ein: Wie hätte eine Szene ausgesehen, in der Eltern miteinander darüber sprechen, wie ihre Kinder genetisch konstruiert sein sollen? Auch die Liebesgeschichte zwischen Irene und Vincent fällt ein bisschen aus dem Rahmen und ist zu lasch erzählt, um zur Handlung wirklich etwas beitragen zu können. Die Konfliktsituation, in die Irene kommt, nachdem sie erfährt, dass Vincent ein „Invalid“ ist, gibt es im Grunde im Film nicht, obwohl sowohl Loyalitätsprobleme als auch ein innerer Konflikt durch diese Enthüllung entstehen müssen.
Fazit
„Gattaca“ ist ein extrem ruhiger, gelassener Film. Diese Ruhe fühlt sich oft an wie die Ruhe vor einem vernichtenden Sturm, der alles zerbersten lässt. Doch wenn man genau hinschaut, ist schon fast alles zerrissen. Trotz einiger Mängel – wie dargestellt – eine exzellentes Beispiel für einen Sciencefiction, der ohne Weltraumkämpfe auskommt und sich an einer Vision abarbeitet, die nicht allzu fern liegen muss.
„Gattaca“ lief am 27.10.2002 in PRO7.
Gattaca
(Gattaca)
USA 1997, 112 Minuten
Regie: Andrew Niccol
Drehbuch: Andrew Niccol
Musik: Michael Nyman
Kamera: Slawomir Idziak
Schnitt: Lisa Zeno Churgin
Spezialeffekte: –
Hauptdarsteller: Ethan Hawke (Vincent Freeman), Uma Thurman (Irene Cassini), Jude Law (Jerome Eugene Morrow), Gore Vidal (Direktor Josef), Yander Berkeley (Dr. Lamar), Jayne Brook (Marie Freeman), Elias Koteas (Antonio Freeman), Blair Underwood (Gen-Spezialist), Chad Christ (Vincent als Kind), William Lee Scott (Anton als Kind), Ernest Borgnine (Caesar), Tony Shalhoub (German), Alan Arkin (Inspektor Hugo), Loren Dean (Anton)
Offizielle Homepage: –
Internet Movie Database: http://us.imdb.com/Title?0119177
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Gefangen in Perfektion
ein Testbericht von smylyatan2006-03-21 19:05:09vom 21.03.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Eindrucksvolle Story...Nachteile/Kritik: Nichtssagendes Cove
Gattaca ist ein Film, der in den Kinos nicht viele Zuschauer angelockt hat. Ich finde zu Unrecht, denn er ist gut besetzt und hat eine Story, die nicht so oft vorkommt. Ich habe den Film zum ersten Mal vor einem Jahr im Fernsehen gesehen und habe mir dann sofort die DVD gekauft, mitlerweile ist Gattaca mein Lieblingsfilm.
Der Titel
Der Titel Gattaca hat eine Bedeutung. Die Buchstaben GATC sind die, die die Erbinformationen tragen. Im Vorspann leuchten alle Gs,As,Ts, und Cs im Namen auf.
Die Story
Vincent merkt schon früh, dass er von seiner Umwelt nicht akzeptiert wird. Als seine Eltern erfahren, dass er schon mit 30 Jahren an Herzversagen sterben wird, wollen sie es beim nächsten Mal besser machen und zeugen ihr nächstes Kind mittels künstlicher Befruchtung. Den Ärzten ist es möglich, Krankheiten, Fehlbildung und sogar Alkoholabhängigkeit auszuschleißen. So kommt Vincents Bruder Anton auf die Welt, und schon bald ist Anton größer als Vincent und kann schneller schwimmen.
Vincents größter Traum ist es, Astronaut zu werden, doch das geht nicht so leicht, denn "normal" gezeugte Kinder haben keine Chance in der Gesellschaft. Warum sollte man sich für jemanden entscheiden, der Kurzsichtig ist und Herzprobleme hat, wenn es doch weiteaus perfektere Leute gibr? Überall gibt es Blut-, Haar- und Urinkontrollen, um die besseren Menschen (Valids) von den normal Gezeugten (Invalids) zu unterscheiden. Vincent merkt schnell, dass er keine Chance hat, solange er er selbst ist und kommt mit jemanden in Verbindung, der Leuten wie Vincent eine neue Identität verschafft. Er trift Jerome, einen Validen, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt. Die beiden treffen eine Vereinbarung, wonach Jerome Vincent seine Identität leiht, und Vincent für Jeromes Unterhalt aufkommt.
Nach einiger Zeit schafft Vincent es, bei Gattaca zu arbeiten und er fliegt bald zum Jupiter. Doch er muss sehr aufpassen, denn überall werden Substanztests gemacht, und er muss immer sichergehen, dass er Jeromes Blut usw zum testen gibt.
Vincent lernt Irene kennen, die ebenfalls bei Gattaca arbeitet. zuerst weiß sie nicht, wer er wirklich ist, doch als er es ihr sagt, scheint sie seine Kraft zu bewundern.
Dann taucht Vincents bruder Anton auf, den er viele JAhre nicht gesehen hat. Er ermittelt in einem Mordfall bei Gattaca und für alle ist klar, dass es ein Invalider gewesen sein muss. Vincent bekommt goße Angst, denn alle sind hinter seinem alten Ich her. Doch es stelt sich heraus, dass es ein Valider war, und zwar der Gattaca-Chef. Anton spührt Vincent auf und bittet ihn, mit dem Schwidel aufzuhören. Doch Vincent schlägt vor, noch einmal schwimmen zu gehen, und der Gewinner dürfe entscheiden.
Diese Szene ist für mich die wichtiste, denn als die Brüder schwimmen, kann Anton auf einmal nicht mehr und Vincent retet ihn. Anton fragt, wie Vicent das alles schaffe und Vincent sagt, er hebe sich nichts für den Rückweg auf. In dieser Szene wird deutlich, dass es kein Gen für den Willen gibt. Vincent wird klar, dass er, obwohl er benachteiligt ist, trotzdem stärker als sein Bruder ist.
Zum Schluss erfüllt sich Vincent seinen Traum und fliegt zum Jupiter.
Darsteller
Ethan Hawke (Vincent)
Jude
Law (Jerome)
Uma Thurman (Irene)
Elias Koteas (Anton)
Die Schauspielerische Leistung ist sehr sehr gut, Ethan Hawke spielt den verbitterten, enttäuschten sowie den mutigen, leidenschaftlichen Vincent überzeugend. Er wirkt niemals überzogen und sieht einfach toll aus.
Jude Law spielt den Validen Jerome, der eigentich mit allen Gaben gesegnet ist, sich aber trotzdem umbringen wollte. Er drückt die Gefühle von Jerome sehr gut aus.
Die Figur der Irene ist hin-und hergerissen. Sie liebt Vincent,aber kann es nicht fassen das er Invalide ist. Uma Thurman wirkt auf der einen Seite gewollt kühl, auf der anderen Seite emotional.
Persönliche Meinung
Ich bin fasziniert von dem Film, er zeigt, dass es nicht auf äußere Umstände ankommt, sondern auf den Willen, was man aus seinem Leben macht. Die Zukunfstvision ist sehr erschreckend, und vieleicht werden wir mal dahin kommen, wenn wir mit der Genforschung weitermachen. Ich finde, der Film warnt vor Genforschung, denn man sollte manche Sachen dem Zufall überlassen.
Die DVD
Das Cover finde ich zu nichtssagend im Vergleich zum Film, es sieht nicht schön aus.
Bild und Ton sind, auch wenn schon etwas älter, sehr gut.
Die DVD hat neben dem Film noch Extras:
Filmographien, Kinotrailer, Entfallende Szenen, Fotogalerie, Dokumentation
Die Entfallenden Szenen sind in englischer Sprache und haben keine deutschen Untertitel, was ich sehr schade finde. Außerdem ist die Qualität der entfallenden Szenen sehr schlecht.
Die Dokumentation ist auch in englischer Sprache, aber mit besserer Qualität. Ich finde die Dokumentation gelungen, der Regisseur erläutert einige Szenen und erklärt die Personen.
...
ein Testbericht von maybe19872005-03-13 21:25:40vom 13.03.2005Empfehlung: ja
Vorteile: toller film...Nachteile/Kritik: ?!
...und ich sag dir wieviel du wert bist!
Das ist das Motto was bei dem Film Gattaca ganz spontan einfällt.
Allgemeines zum Film:
Unter der Regie Andrew Niccol ist ein 102 minütiger Sci-Fi Thriller entstanden, der unter die Haut geht! Als Hauptdarsteller sind Uma Thurman (z.B. Pulp Fiction) und Ethan Hawke (Reality Bites)zu sehen. Ich selbst bin im Besitz der DVD (bei mir 7,99€) und kann berichten, dass der Film in Englisch wie auch in Deutsch ein wahres Erlebnis mit Dolby Digital ist!
Der Untertitel ist bei der DVD in diversen Sprachen einzustellen, so
z.B.Dänisch,Polnisch,Ungarisch,Hindi und natürlich Deutsch und Englisch.
Story:
Die Zukunft ist angebrochen und die Wissenschaft hat diverse Durchbrüche errungen, unter anderem ist die Zeugung von Kindern im Reagenzglas gesellschaftsfähig geworden und die Selektion des Nachwuchses nach IQ,Haarfarbe,Sehstärke oder Herzversagenswahrscheinlichkeit gehört zum guten Ton.Vincent-Antons Eltern lehnten dieses Verfahren bei seiner Geburt allerdings ab und so wurde er als "Gotteskind" geboren und hatte erhebliche Nachteile, wie z.B. 99%ige Chance auf Herzversagen und auch mit seiner Sehstärke war es nicht weit her.Sein jüngerer Bruder Anton allerdings hatte diese Probleme nicht, denn er war ein Retortenbaby und genetisch gesehen nahezu begnadet. Vincent aber hatte einen Traum:den Weltraum zu erforschen,an dem auch seine "Minderwertigkeit" nichts ändern konnte.Seine Willensstärke wurde belohnt, denn auf wahrlich beängstigende Weise nam er den genetischen Code eines Verunglückten Elitesportlers an und begann seinen Traum entgegen aller Erwartungen zu leben...
OPEN END;)
Meine Meinung:
Eigentlich ist Sci-Fi nicht ganz meine Welt, doch dieser Film hat das gewisse Etwas-Liebe,Ehrgeiz und Kriminelle Machenschaften runden die Story ab machen den Film echt sehenswert.Auch die schauspielerische Leistung der Darsteller ist überzeugend und sehr zufriedenstellend-also rundum gut gelungen und sehenswert!
Man sollte sich vielleicht nach dem Film fragen, ob wir in 10 Jahren wirklich nach genetischem Code und körperlicher Leistungsfähigkeit auswählen...wer weiß!?
...
ein Testbericht von gangster092004-10-21 18:54:12vom 21.10.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Handlung, schauspieler, Denkanstoß...Nachteile/Kritik: nichts
Hallo liebe Leser!
Ich möchte euch heute den Film Gattaca empfehlen, den ich durch die Schule kennen gelernt habe. Wir behandelten im Religionsuntericht gerade das Thema des Menschenbildes und somit kamen wir auf den Film. Das hängt damit zusammen, dass es in diesem Film darum geht einen perfekten Menschen zu schaffen.
Es spielt alles in der Zukunft, in der die Menschen mittlerweile durch das Reagenzglas auf die Welt gelangen können und die Eigenschaften erhalten, die die Eltern vorgesehen haben. Man kann sich also sein Wunschkind zusammenstellen. Diese künstlich erzeugten Kinder sind in
der Gesellschaft höher angesehen und somit ist es für die normalen Menschen schwer zu bestehen. In diesem FIlm geht es darum, dass ein normalgeborener Junge einen Traum hat. Er möchte ins Weltall fliegen, aber in der Firma werden nur die Elitemenschen eingestellt. Daher nimmt er eine andere Identität an. Nach einiger Zeit droht alles aufzufliegen und er muss versuchen alles zu vertuschen und vor den Ermittlern fliehen!
Mehr möchte ich euch da nicht schon erzählen, denn der Film ist so genial, den müsst ihr euch selbst anschauen...
Nun möchte ich euch noch meine Meinung zum FIlm darstellen. Zunächst möchte ich euch einmal sagen, dass ich zu Beginn ein wenig skeptisch war, da ich dachte, dass es hie rum irgend so einen komischen biologischen Film geht, der überhaupt keinen Menschen interessiert. Aber ganz im Gegenteil, dieser Film hat mich positiv überrascht. Die Schauspieler sind grandios gewählt vom Regisseur und sie spielen die Rollen perfekt. Dazu muss ich noch sagen, dass die Handlung an sich sehr schon ausgedacht ist. Der ganze Aufbau vom Beginn an ist klasse.
Außerdem muss ich hier erwähnen, dass dies nicht einfach nur ein Film ist, den man sich anguckt und gut, nein, es ist ein FIlm über den man richtig diskutieren kann und welcher auch sehr viel Gesprächsstoff liefert. Ich habe das in der Schule ja mitbekommen, da wir in den Stunden, nachdem wir den Film geguckt hatten, auch darüber diskutiert haben. Das Thema des "perfekten" Menschen betrifft uns alle und es liegt gar nicht mehr in so weiter Ferne, denn inzwischen ist man ja bereits in der Lage zu klonen!!!
Aus diesen ganzen Gründen und weil der Film zu dem noch sehr viel Spannung mit sich bringt, vergebe ich 5 Sterne und kann nur eine große Empfehlung aussprechen!! Ihr solltet euch diesen FIlm unbedingt einmal aus der Videothek ausleihen oder darauf warten, dass er mal wieder im TV kommt!!!
...
ein Testbericht von dreamweb2004-10-01 16:43:25vom 01.10.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Zeigt sehr viel über Hoffnung und den Sinn für die Zukunft zu kämpfen, sehr gute Bild- und Tonqualität der DVD, gute Extras...Nachteile/Kritik: sehr düstere Zukunftsperspektive, Zwei-Klassen-Welt, nichts für pure Action-Fans
Den Film Gattaca kenne ich schon seit längerem. Vor kurzem habe ich mir diesen Film im Angebot bei Amazon auch als DVD gekauft. Heute möchte ich Gattaca auf DVD hier vorstellen und natürlich meine Meinung dazu auch darlegen.
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INHALT
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Gattaca zeigt eine mögliche Zukunftswelt, die durch die Genetik erst ermöglicht wird. Und ich selbst hätte in dieser Zukunft wohl nicht die größten Chancen, denn diese haben nur noch gentechnisch manipulierte Menschen.
In der nahen Zukunft wählen Eltern sich ihre Kinder nach bestimmten genetischen Fähigkeiten aus, so dass sportliche und hochbegabte Menschen mit
Hilfe der Biochemie gezeugt werden können. Auf der anderen Seite gibt es aber in dieser Welt auch noch ein paar natürlich gezeugte Kinder. Diese haben aber keine großen Chancen für eine berufliche Zukunft und gehören eine Unterschicht an. Gleich nach der Geburt werden aber alle Kinder mittels eines Gentests genau untersucht und so erfahren die Eltern direkt, welche Gendefekte die natürlich gezeugten Kinder haben. So eine Kurzsichtigkeit, die ich habe, ist natürlich direkt ein bemerkenswerter Gendefekt. Auch die Lebenserwartung wird hier direkt nach der Geburt ermittelt.
Der junge Vincent hat Pech. Er wurde natürlich gezeugt und bei der Geburt wird den Eltern neben mehreren Gendefekten (Auch einer Kurzsichtigkeit) mitgeteilt, dass die Wahrscheinlichkeit bei 99 Prozent liegt, dass der Junge nicht über 30 wird. Keine Versicherung ist bereit, irgendeinen Vertrag für den Jungen zu übernehmen, so dass die Eltern immer besorgt sind, wenn sich Vincent wie ein normaler Junge verhält. Kurz darauf entschließen sie sich, einen weiteren Jungen zur Welt zu bringen, diesen aber gentechnisch zu optimieren. Und so kommt es auch.
Vincent wächst mit seinem ihm scheinbar sehr überlegenen Bruder auf, der ihm immer einen Sprung voraus ist. Als junger Mann hat er dennoch seine Zukunftsperspektiven und hofft darauf, dass die 99 prozentige Wahrscheinlichkeit nicht eintrifft und er älter als 30 wird. Zudem hat er einen Traum, den er verwirklichen möchte. Er möchte als Gattaca-Pilot den Weltraum erforschen. Leider kommt er durch seine Identität als natürlich geborener Mensch mit Gendefekten erst gar nicht in eine solche Position. Als einfacher Arbeiter darf er auf der Station arbeiten, auf der auch die Piloten ausgebildet werden.
Schließlich wird es ihm zuviel, das Ziel seiner Träume so vor Augen zu haben aber doch unerreichbar weit weg für ihn selbst. Er greift zu einer drastischen und unerlaubten Maßnahme. Die Medizin ist in allen Bereichen sehr viel weiter als heute. Vincent findet einen jungen, genetisch optimalen Mann, der aber aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sitzt. Und dieser Mann erklärt sich zu einem Identitätswechsel gegen ein gutes bequemes Leben bereit. Und der Arzt sorgt dafür, dass Vincent äußerlich zu Jerome wird. So heißt der andere junge Mann. Trotz allem bleibt es ein riskantes Unterfangen, da immer mit modernsten Mitteln überprüft wird, ob auch alle Körperdaten übereinstimmen. Aber Jerome und Vincent entwickeln ihr eigenes modernes Gegensystem.
Alles scheint gut zu gehen und Vincent führt als Jerome ein neues Leben. Er wird anerkannt und gilt als einer der besten Anwärter für einen geplanten Raumflug. Dann geschieht ein Mord und plötzlich ist man auch Vincent auf der Spur....
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REGIE UND HAUPTDARSTELLER
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REGIE:
Andrew Niccol
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Filme: Gattaca, Simone
HAUPTDARSTELLER:
Jude Law (Gerome)
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Filme: AI - Künstliche Intelligenz, Gattaca, Road To Pertition, Existenz, Duell - Enemy At The Gates u.a.
Ethan Hawke (Vincent)
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Filme: Taking Lives, Schnee der auf Zedern fällt, Eine geheimnisvolle Verabredung, Training Day u.a.
Uma Thurman (Irene)
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Filme: Eiskalte Leidenschaft, Batman & Robin, Gefährliche Liebschaften, Kill Bill 1, Kill Bill 2, Pulp Fiction u.a.
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MEINUNG ZUM FILM
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Es geht hier um einen Betrug. Einen gigantischen Betrug an einem System, das nur noch genetisch optimierten Menschen eine Chance auf Selbstverwirklichung gibt. Hier geht es aber auch darum, dass man seinen Traum unbedingt verwirklichen sollte und nicht einfach aufgeben darf. Hier ist der Betrüger der eigentlich betrogene, der sich nur versucht, ein anständiges Leben zurückzuholen. Und zumindest ich war bis zum Schluß auf der Seite von Vincent, der für sein Leben, seinen Traum und seine Zukunft kämpft.
Der Film Gattaca ist kein typischer SF und auch kein Action-Film, selbst wenn es genug Action-Szenen gibt. Er ist ein sehr anspruchsvoller Film, in dem es um Menschlichkeit, Hoffnung und eine Zukunft geht, in der die Chancen sehr ungleich verteilt sind. Gattaca ist ein sehr tiefsinniger Film, in dem die Spannung nicht durch rasante Actionszenen oder andere Effekte erzeugt wird. Nein, hier wird das Interesse an dem Film eher durch subtile Faktoren gesteigert.
Gattaca ist ein insgesamt ruhiger und dennoch spannender und sehr ergreifender Film. Immer wieder wird man als Zuschauer damit konfrontiert, dass es in dieser Zukunft nicht mehr ausreiche, körperlich normal auszusehen. Nein, bei der Geburt wird alles geplant und auch bei den wenigen Nicht-Genmanipulierten-Geburten wird abgecheckt, wie hoch die Lebenserwartung ist und auch welche Krankheiten jemand haben wird. Und somit gilt ein Mensch, der bei uns als normal angesehen wird in der Zukunft als Minderwertig und je nach Zukunftsdiagnose schon als chronisch krank, obwohl derjenige noch vollkommen gesund ist. Das Schlimme für mich an dem Film ist die Tatsache, dass diese Möglichkeiten zur Steuerung heute schon geschaffen werden. Man kann in dieser Zukunft Augenfarbe, Intelligenz, Körperliche Fähigkeiten und sonstige Punkte als Eltern auswählen und bekommt dann eben auch so ein Wunschbaby. Somit sind diese Kinder natürlich den normal geborenen Kindern mit ihren Vor- und Nachteilen überlegen. Und das zeigen sie auch.
Die Gesellschaft in Gattaca ist klar in zwei Klassen eingeteilt. Die eine Klasse sind die Normalen - also die genetisch erzeugten "Supermenschen". Die andere Klasse sind die minderwertigen Menschen zweiter Klasse, die nur einfache Arbeiten ausführen dürfen. Hier wird meiner Ansicht nach eine Welt geschaffen, die durchaus mal möglich ist, wenn es mit unserer Wissenschaft so weiter geht. Denn auch heute gibt es ja schon Ansätze, dass man bestimmte Eigenschaften bei Kindern manipulieren kann. Es ist sehr beeindruckend und für mich auch schrecklich mitzuerleben, wie realistisch die hier dargestellte Gesellschaft wirkt. Mensche, die genetisch nicht manipuliert werden, haben keine Chancen in der Gesellschaft. Denn überall, wo es darauf ankommt, gute Posten zu besetzen, gibt es Genproben. Anhand derer dann analysiert wird, ob sich nicht doch ein Minderwertiger versucht einzuschmuggeln. Gattaca wirkt von der Technik und Gestaltung her, als könne es schon morgen stattfinden und das macht den Film für mich so beklemmend. Selbst von der Technik könnte dieser Film heute - oder eben morgen spielen.
Das Besondere an Gattaca ist aber der Mensch Vincent, der hier gegen sein vorbestimmtes Schicksal als Untermensch (so die offizielle Bezeichnung im Film) ankämpft. Er zeigt auf eine ganz besondere Weise, was es bedeutet, noch Träume haben zu können und wie sehr es sich lohnt dafür zu kämpfen, so gering die Chancen auch sind. Als Brillenträger und möglicher Anwärter eines Herzinfaktes gehört er natürlich zu den Menschen, die keine Chancen in der Gesellschaft haben. Das lernt er auch von Kind an, denn als Beispiel hat er immer noch seinen etwas jüngeren natürlich genmanipulierten Superbruder vor sich. Dennoch lässt sich der sanfte und weich wirkende junge Mann nicht aufhalten. Mit sämtlichen ihm zur Verfügung stehenden Tricks betrügt er somit auf eine menschlich gut nachvollziehbare Art die Gesellschaft, die ihm keinerlei Chancen gibt und ihn als Untermenschen auch gar nicht für Ernst nimmt. Dennoch ist er durch die täglichen Kontrollen gezwungen, täglich immer wieder dafür zu sorgen, wie ein anderer zu scheinen und auch ohne die Eskalation durch den Mord verfügt der Film so über eine hohe Spannung. Man wird hier auf Kleinigkeiten aufmerksam, auf die man sonst nie achten würden. So kann sich schon ein kleines eigenes Häärchen verhängnisvoll auswirken.
Beeindruckene ist aber nicht nur, wie viele Tortouren Vincent auf sich nimmt, um Gerome zu sein und um sein Ziel zu erreichen. Der Film imponiert mir hier durch die Beharrlichkeit von Vincent, fast alles zu machen, um irgendwie seinen Traum zu realisieren. Und diesen Traum kann ich selbst auch gut nachvollziehen. Denn wenn ich die Möglichkeit hätte, dann wäre ich direkt im Weltall in einem Raumshuttle.
Dramatisch wird Gattaca aber nach dem Mord, durch den die Polizei darauf aufmerksam wird, dass sich ein "Untermensch" in dem Bereich befindet, in dem nur die Spitzenleute der Elite Zugang haben. Jetzt beginnt eine Jagd auf den Unbekannten und das Netz um Vincent zieht sich mehr und mehr zu. Spätestens hier bangt man um den jungen Mann, der scheinbar keine Chance hat, dem System zu entrinnen.
Interessant ist übrigens auch das Aufeinandertreffen der Brüder, auf das ich hier nicht näher eingehen werde, um den Film nicht zu verraten. Aber es ist eine ganz besondere Überraschung mit interessantem Ausgang.
Gattaca ist ein ruhiger Film ohne große Actionszenen. Wenn er mal "halbblind" über eine von Autos belebte Straße rennt, weil er ja keine Brille tragen darf und die Kontaktlinsen wegen einer Kontrolle nicht tragen konnte, ist das schon mit eine der actionreichsten Szenen. Ansonsten lebt der Film von der Handlung selbst, also von dem Versuch ein ungerechtes System auszutricksen und sich selbst zu verwirklichen.
Gelungen ist der Film aber auch, weil sämtliche Filmszenen irgendwie "düster" und "steril" wirken. Alles wirkt irgendwie zu perfekt, was hier passend für die Darstellung der Gesellschaft ist. Und da bildet der nicht perfekte "Kämpfer" bzw. "Trickser" Vincent noch deutlicher. Selbst die Musik unterstützt diesen Effekt noch äußerst gelungen. Insgesamt ist die Musik ruhig und geht auch manchmal ins Klassische über. Ich selbst mag diese Musikrichtung bei Filmen sehr.
Gelungen finde ich Gattaca aber auch wegen seines ironischen Ansatzes. Denn ist es nicht irgendwie schon ironisch, wenn so ein mit Mängeln behafteter "Untermensch" hier Jahre lang ein scheinbar perfektes System mit seinen "Elitemenschen" austrickst? Aber auch in kleinen Situationen bemerkt man oft diese Ironie. So erweist sich Vincent dank seiner Tricks, die scheinbar niemanden auffallen, als der beste seiner Gruppe. Und erst zu Ende des Filmes bekommt man heraus, dass auch andere Menschen ihn als Hoffnung ansehen und er gar nicht so perfekt mit seinen Täuschungen war. Das ist für mich auch eine gute positive Aussage des Filmes. Ironisch ist es aber auch beispielsweise wenn so ein "Supermensch" sein Leben weg wirft, weil er einfach nur Platz 2 als Platz 1 erreichte. Während man auf der anderen Seite sieht, wie sich der "Normalmensch" kämpfend immer näher seinem Ziel nähert, egal wie viel Unwegsamkeiten es gibt. Vielleicht möchte der Film aber auch nur ausdrücken, dass es gar nicht immer von Vorteil ist, zu perfekt zu sein. Aber das ist eine meiner persönlichen Auslegungen.
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MEINUNG ZU DEN SCHAUSPIELERN
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Gattaca lebt zudem von seinen Hauptpersonen. Es ist ein Film, bei dem schlechte Schauspieler in meinen Augen direkt den Film verderben würden. Und so sind es hier gerade die guten Schauspieler, die den Film neben der interessanten Story so gelungen tragen. Der sarkastisch gewordene Gerome ist dabei als ebenso gelungen zu bezeichnen wie der beharrliche Vincent. Sowohl Jude Law als auch Ethan Hawke spielen ihre Rolle eindrucksvoll und äußerst glaubhaft. Ich empfinde es dabei als sehr interessant, wie unterschiedlich die beiden jungen Männer sind, obwohl der eine ja den anderen in der Öffentlichkeit darstellt.
Aber auch Uma Thurman als Irene, eine der "perfekten Menschen" überzeugt im Film durch ihre eindrucksvolle Rolle bzw. wie sie diese darstellt. So hat selbst diese perfekte Frau trotz Genmanipulationen Einschränkungen, die sich aber erst relativ spät herausstellen. Insgesamt empfinde ich sie als sehr bemerkenswert, weil sie wirklich perfekt scheint und sich keine Blöße gibt. Aber dennoch erweist sie sich als mitfühlend und als eine junge Frau, die viel dafür riskiert, um jemand anderen eine Chance zu geben. Neben den beiden Männern, die diese Täuschung vornehmen ist sie die Person, die mich im Film am meisten in den Bann gezogen hat.
Aber auch viele der Nebendarstellern haben mir in Gattaca gut gefallen, weil sie eben sehr realistisch wirken. Denn bei einem Film kommt es nicht nur auf gute Hauptdarsteller an, die auch diese Rolle verwirklichen können, sondern auch auf das, was sich um ihnen herum abspielt. Und dazu gehören eben auch viele der Kleindarsteller. Als Beispiel nenne ich hier mal den Anführer der Putzkolonne.
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MEINUNG ZUR DVD
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1. Allgemein
Der Film Gattaca startet mit einem relativ einfach gestalteten aber gut überschaubaren Menü. So gibt es nur ein Hintergrundbild, das allerdings schön aussieht und ddie beiden Hauptdarsteller mit abbildet. In großer auffälliger Schrift befinden sich die Menüpunkte.
Auswählen kann man im Hauptmenü:
- Sprachauswahl/Tonauswahl
- Untertitel
- Szenenauswahl
- Zusätzliche Filminfos
- Film Starten
- Fortsetzen
Den Film Gattaca in der DVD-Version kann man sich in Deutsch und Englisch jeweils in Dolby Digital 5.1 ansehen. Hinzu kommt noch die Opteion Englich in Dolby Surround. An Untertiteln gibt es erfreulicherweise viele Möglichkeiten. So kann ich hier zwischen Deutsch, Englisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Hindi, Hebräisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Türkisch und Griechisch auswählen. So viele Untertitel werden eher selten geboten.
2. Bild und Ton
Die DVD Gattaca ist eine der wenigen DVDs, bei denen man zwei verschiedene Bildformate anbietet. So befindet sich auf Seite A die für mich interessantere Version im 16:9 Widescreen-Format. Auf der Seite B gibt es den gleichen Film noch einmal im älteren 4:3 Bildformat. Somit hat man den Film gleich doppelt vorliegen.
Das Bild ist sehr gut und kommt hinsichtlich Klarheit und Kontraste der Farben auch mit ganz neuen Filmen mit. Die Details sind immer sehr gut zu erkennen und Störungen sind auch keine aufgetreten. Für das Bild bekommt die DVD von mir die Bestnote
Interessant ist der Ton. Denn während auf der DVD-Hülle steht, dass der Film in Deutsch nur in Mono ausgestrahlt wird, wird er auf der DVD tatsächlich nicht nur in Dolby Digital 5.1 zur Auswahl angezeigt sondern auch so präsentiert. Da haben sich die Macher beim Druck der DVD-Hülle wohl leicht vertan. Der Ton wurde sehr gut realisiert. Der Surround Effekt kommt zwar nicht in allen Szenen, aber in sehr vielen handlungsbestimmenden Filmszenen sehr gut heraus.
3. Extras
Die Extras hier befinden sich im Menüpunkt Zusätzliche Filminfos:
1. Kinotrailer (Englisch)
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Der englische Kinotrailer wirkt sehr düster und zeigt gut, worum es in dem Film Gattaca geht. Der Spot hat eine angenehme Länge wirkt geheimnisvoll und Spannend aber auf alle Fälle verlockend genug, um sich diesen Film anzusehen
2. Dokumentation
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Die Dokumentation zum Film ist sehr interessant, allerdings gibt es keine deutschen Untertitel für die englischen Erklärungen zum Film. Gezeigt werden hier sehr viele Szenen aus dem Film, aber auch Teile der Dreharbeiten. Sehr viele Erläuterungen erfährt man hier auch über den Sinn des Filmes. Mir hat die Dokumentation sehr gut gefallen, da sie in vielen Punkten auch erklärend zum Verstehen des Filmes beiträgt.
3. Entfallene Szenen
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Die entfallenen Szenen werden nicht in dem guten Bild- und Tonformat der DVD präsentiert, darauf weist (gefällt mir) auch ein Warnhinweis beim Aufruf dieser Extras hin. Gezeigt werden hier insgesamt sieben entfallene Szenen. Einige der Szenen haben mir sehr gut gefallen. Sämtliche Filmszenen sind hier nur einzeln anwählbar. Mich hat das hier allerdings nicht gestört. Bemerkenswert ist auch der Punkt "Genies mit Fehlern", in dem viele bedeutendende Personen der Geschichte kurz eingeblendet werden. Darunter steht dann, welche Krankheit bzw. Behinderung sie haben. Von Einstein hin zu Stephen Hawking oder auch Vincent Van Gogh sind hier sehr viele bekannte Personen genannt.
4. Poster Galerie
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Die Poster Galerie ist ein Feature, das mich weniger interessiert. Man kann sich hier die Filmposter ansehen.
5. Fotos
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Hier gibt es einige gute Fotos aus dem Film bzw. während der Dreharbeiten zu sehen. Viele der Fotos haben eine gute Wirkung, daher hat mir dieses Feature gut gefallen, obwohl ich kein großer Foto-Fan bin.
6. Filmografien
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Hier befinden sich auf Tafeln die Filmografien zu Alan Arkin, Ethan Hawke, Jude Law, Loren Dean und Uma Thurman. Es handelt sich um einfach gestaltete Informationstafeln mit einem Bild des jeweiligen Schauspielers.
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Die Extras der DVD Gattaca sind zwar nicht mit einigen Top-Extras zu vergleichen. Aber mir haben sie insgesamt doch sehr gut gefunden. Zudem ist Gattaca auch ein Film günstigerer Preislage und dafür wartet er meiner Ansicht nach schon mit einigen sehr interessanten Features auf.
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DATEN
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Titel: Gattaca
Erscheinungsort und -jahr: USA 1997
Regie: Andrew Niccol
Produzenten: Danny De Vito; Michael Shamberg; Stacey Sher
Schauspieler:
Jude Law
Ethan Hawke
Uma Thurman
Xander Berkeley
Gore Vidal
Musik Michael Nyman
Länge ca. 101 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Studio Columbia Pictures
Genre Thriller; Science Fiction
Regionalcode 2 (PAL)
Vertrieb Columbia Tristar Home Entertainment
Tonformate
Englisch Dolby Surround 2.0
Englisch Dolby Digital 5.1
Deutsch Dolby Digital 5.1
Bonusmaterialien:
Deleted Scenes
Making of-Featurette
Photogalerie
Postergalerie
Kinotrailer
Preis: 8,99 Euro bei Amazon
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FAZIT
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Gattaca ist ein sehr interessanter Science Fiction, bei dem es nicht auf Action als auf den tieferen Sinn ankommt. Hier geht es um den beharrlichen Kampf eines jungen Mannes mittels betrügerischen Methoden gegen ein scheinbar perfektes System. Es ist ein düsterer aber dennoch auch hoffnungsvoller Film um eine Zukunft, in der Genmanipulation an der Tagesordnung steht.
redwomen, 01.10.2004
ja nicht so Recht, ob es so toll ist sich quotgenetischequot Kinder zu zeugen. Ich denke, dies ist ein sehr brissantes Thema. LG Maria
ein Testbericht von DSchäferhund2004-04-27 19:36:37vom 27.04.2004Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Story, reale Zukunft?...Nachteile/Kritik: etwas langatmig
Die Gene, prägende Merkmale des Lebens, sie entscheiden über Aussehen und andere Charakteristiken. Aber was ist wenn man nichts mehr dem Zufall überlassen will und selber Gott beginnt zu spielen, damit sind wir bei „Gattaca“ einer Zukunftswelt angekommen.
-=| Die Story: |=-
Vorab: Man unterteilt die Menschen in natürliche geborene und perfekte. Die natürlich geborenen haben ihre Gene durch den Zufall erhalten, bei den perfekten dagegen haben die Eltern die Gene ausgesucht, so das eine Gesellschaft von Invaliden, also den natürlichen und den Validen den perfekten entstanden ist!
Vincent Freeman gehört zu den
Invaliden, seine Eltern entschieden sich für einen natürliche Zeugung und Geburt. Er ist leider Kurzsichtig und leidet an schweren Herzproblemen, deshalb hat man ihm ausgerechnet das er höchsten 30 Jahre alt wird. Vincent nahm sein Schicksal aber nicht hin, er war immer ein Kämpfer
Dagegen sein kleiner Bruder Anton, er ist ein perfektes Kind, bei ihm suchten seine Eltern die Gene vorher aus.
Als Erwachsener arbeitet Vincent in einer Putzstaffel in der Firma Gattaca Aerospace Corporation. Er möchte gerne aufsteigen, ihm wird dies aber wegen seiner Gene verwehrt. Sein Traum ist es in der Firma aufzusteigen um Astronaut zu werden.
Er bekommt Den Kontakt zu Jerome, dieser ist genetisch perfekt aber durch einen Unfall an seinen Rollstuhl gefesselt. Vincent bekommt das Angebot seine Identität zu kaufen um einen perfekten Schein zu erwecken und endlich ein respektiver Mitarbeiter der Firma zu werden. Er macht dies!
Er wird Kandidat für einen Saturnflug genauer zum Mond Titan. Allerdings wird einer der Direktoren der Firma ermordet. In einem Raum finden Polizisten eine Wimper, die zu einem Invaliden(Vincent?) gehören muss.
Für Vincent beginnt ein Kampf um sein Leben und Tod, wenn er enttarnt wird, wird er für eine Tat verurteilt welche er nie begangen hat, ob alles ins Lot kommt .... .... werde ich nicht verraten!
-=| Die Eigene Meinung: |=-
Welch eine beklemmende Zukunft, Menschen werden erschaffen und ihre Fähigkeiten sind vorbestimmt.
Ein ständiges Problem in unserer heutigen Zeit. Wir sind zwar nur auf dem Stand Tiere zu klonen, haben es aber vor kurzem geschafft, eine Maus mit zwei Müttern zu erschaffen, also ohne Vater.
Gentechnik ist an sich positiv aber nur so lange wie jemand garantieren kann das sie nur zum Guten genutzt wird, ansonsten werden korrupte Ärzte den meistbietenden das erfüllen was sie wollen, wie wäre es mit einem Clon, falls der Körper nicht mehr funktioniert oder zu alt ist, wird das Gehirn in den Jungen Clon verpflanzt.
Für Sportler werden heute sogar Sehnen im Reagenzglas gezüchtet. Also wir haben die Möglichkeit ein Ersatzlager für alle Organe herzustellen.
Die Welt die in Gattaca entsteht ist eine Zweiklassengesellschaft, man unterscheidet sich nur durch seine Gene. Menschen können Individualinformationen anderer in Sekunden schnelle bekommen, ein Schutz der Privatsphäre ist also undenklich.
Auch die Menschen werden nicht nach Leistung sondern nach den Genen beurteilt wird, ist sehr bedenklich. Wäre es nicht ein Verlust, wenn unter den Menschen der Invaliden doch Genies sind, diese aber durch ihre „Behinderung“ sich nicht entfalten können.
Gattaca ist kein atemberaubender Science-Fiction-Film, er kommt mit leisen Tönen daher und wirkt sehr steril. Die Atmosphäre ist wirklich unbeschreiblich, also wirkt so steril und kalt.
Es gibt große kahle Betonbauten welche in einem kalten öffentlichen Raum gestellt werden. Die Menschen scheinen uniformiert zu sein. Auch interessant an zu sehen waren die Autos im Stile der 50er. Die Bilder sind von einem Gelben Licht geflutet, welches aber an anderen Stellen in ein Blau endet.
Die Kameraführung ist sehr ruhig und gelassen, alles wirkt auf den Zuschauer, so das jede Szene sich ihm erschließt.
Die Musik ist klassisch aber eher zurückhaltend, also eine Dezente Untermalung der Szenen.
Der Spannungsbogen wird bis zum Ende gehalten, ein langes Katz und Maus wird so bis zum Schluss gezeigt.
Als positiv zu erwähnen ist das die Zukunft nicht übertrieben dargestellt wird, sondern einfach in faszinierenden Bildern. Es wird keine Welt wie im Fünften Element gezeigt, sondern eine beklemmende Zukunft.
Die Schicksale der Menschen stehen in einer Welt wo die Perfektion regiert im Hintergrund aber in Gattaca drängen sie nach vorne. So untergräbt Vincent das System.
Regisseur war Andrew Niccol, von ihm ist auch das Drehbuch. Der Film ist von 1997 aus den USA und ca. 110 Minuten lang. Das Genre ist Science-Fiction.
Die Hauptdarsteller:
Vincent als Ethan Hawke, er verkörpert einen entschlossenen Charakter welcher sich nicht so schnell desillusionieren lässt. Er ist äußerst kühl und entschlossen was seine Ziele angehen und als sich ihm die Möglichkeit eröffnet, packt er sie beim Schopf.
Jerome als Jude Law, ist ein perfekter Mensch, aber seine Perfektheit scheint immer mehr zum Problem zu werden, denn er versucht alles Krampfhaft Perfekt zu machen, so das er einem Rückschlag nicht verkraftet. Auf ihm lastet der Druck der Perfektion.
Uma Thurman spielt Irene, sie ist die Kollegin von Vincent, sie ist perfekt aber nicht absolut perfekt denn sie leidet an einer Herzschwäche welche ihr es nicht erlaubt ins All zu fliegen. Sie reflektiert, die Kühle der Gattaca Welt sehr gut und wirkt sehr überzeugend.
Die restlichen Darsteller waren:
Yander Berkeley als Dr. Lamar, Gore Vidal als Direktor Josef, Jayne Brook als Marie Freeman, Elias Koteas als Antonio Freeman, Blair Underwood als Gen-Spezialist, Chad Christ als Vincent als Kind, William Lee Scott als Anton als Kind, Ernest Borgnine als Caesar, Tony Shalhoub als German, Alan Arkin als Inspektor Hugo und Loren Dean als Anton.
-=| Die Eigene Meinung: |=-
Für den einen eine faszinierende Zukunftsvariante für den anderen ein eher langweiliges Zukunftsspektakel. Das muss jeder für sich entscheiden.
Ich kann diesen Film nur empfehlen, wegen den fantastischen Bildern und der Story in der der Ausbruch aus einer festgeschraubten Zweiklassengesellschaft gezeigt wird.
...
ein Testbericht von Bjoern.Becher2002-10-28 11:42:16vom 28.10.2002Empfehlung: ja
Brave new world heißt ein äußerst bekanntes Buch von Aldous Huxley, das sicher die meisten, die gerade diese Worte lesen kennen werden. In Brave new World schildert Huxley wie die Menschen von Wissenschaftlern geschaffen werden, je nachdem was sie werden sollen, ausgestattet mit hoher Kraft und Intelligenz, oder blöd, hässlich und klein. Der heute von mir in diesem Bericht behandelte Film behandelt eine ähnliche Thematik, ist aber keine Kopie von Brave New World. Der Film heißt Gattaca und bevor ich ein paar Worte über meine Meinung zu diesem Film verlieren,
komme ich erst einmal zum Inhalt des Films.
Der Inhalt
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Irgendwann in einer nicht allzu fernen Zukunft, einer Zukunft in der die meisten Menschen nicht mehr natürlich gezeugt werden, sondern genetisch nach dem Wunsch ihrer Eltern, perfekt ausgestattet mit allen Fähigkeiten, ohne alle Krankheiten: Der junge Jerome Morrow (Ethan Hawke), Anfang 30, steht vor der Erfüllung seines großen Traums. In einer Woche darf er als Astronaut an einer einjährigen Mission teilnehmen. Seit seiner Jugend träumt er nur davon.
Doch was niemand in seiner Firma, Gattaca, weiß, Jerome Morrow ist nicht Jerome Morrow! Er ist nicht der Jerome Morrow für den ihn alle halten, der Jerome Morrow, durch die Gentechnik perfekt ausgestattet. Er ist Vincent Freeman, eines der letzten Gotteskinder, einer der wenigen noch natürlich gezeugten Menschen. Er ist ein "InValid", ihm stehen eigentlich keine Möglichkeiten offen, außer die in einer Putzkolonne zu arbeiten.
Ihm wurde schon bei Geburt ein früher Tod mit Anfang 30 prophezeit: Herzversagen, die Diagnose, Wahrscheinlichkeit: 99%.
Doch Vincent wollte nie seine Rolle im System annehmen, hart hat er gearbeitet um akzeptiert zu werden, hat sogar einmal seinen künstlichen Bruder Anton im Schwimmen geschlagen, doch alles hatte nichts geholfen, denn seine Gene waren falsch. Einer der regelmäßigen Blut und Urin–Tests und er wurde als InValid identifiziert, so dass keine seiner Bewerbungen erfolgreich verlief.
Doch eines Tages bekam er die Chance: Er traf auf Jerome Eugene Morrow (Jude Law), einen genetisch geschaffenen Menschen, dem das Schicksal aber einen Streich spielte. Jerome sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl. Er erklärte sich aber bereit Vincent seine Identität abzutreten, er rüstete ihn aus mit Proben seines Urins, seiner Haare, seines Blutes und Vincent Freeman wurde zu Jerome Morrow und konnte bei Gattaca anfangen zu arbeiten. Doch jeden Tag musste er auf der Hut sein, durfte keine Haare oder andere Spuren hinterlassen, die auf seine wahre Identität schließen lassen, musste stattdessen die Haare von Jerome hinterlassen, bei den Urintest betrügen, aber er hat es geschafft und ist nur noch eine Woche von seinem Traum entfernt.
Doch genau diese Woche bringt ihn in arge Bedrängnis. Ein Mann wird ermordet in seiner Firma, und in der Nähe des Tatorts findet man eine Wimper, eine Wimper von Vincent Freeman und für den Polizisten Hugo (Alan Arkin) ist der Fall klar: Dieser Mann ist der Mörder und dieser Mann muss sich bei Gattaca eingeschlichen haben und so werden die Kontrollen immer schärfer und die Probleme von Jerome alias Vincent immer größer. Nur der andere Polizist Antonio (Elias Koteas) hält den Invaliden nicht unbedingt für den Mörder, er reagiert sogar äußerst überrascht, als er von dem Invaliden hört und will diesen auch unbedingt finden, aber wie es scheint aus anderen Motiven.
Jerome alias Vincent hat aber noch eine weitere Sorge. Gerade jetzt in den letzten Tagen auf der Erde verliebt er sich in seine Kollegin Irene (Uma Thurman).
Meine Meinung
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Ich habe Gattaca jetzt zweimal gesehen und ich kann sagen, er gefiel mir noch besser als beim zweiten Mal. Gattaca ist ein Film, der vor allem mit seinen Bildern überzeugt. Die Bilder wirken alle wunderbar schön, alles wirkt steril und sauber, die Zukunft wirkt perfekt, sie ist es aber nicht, wie deutlich gezeigt wird.
Großartige Bilder sind aber auch oft versteckt. Da ist zum einen das verschmitzte Lächeln des Dr. Lamar (großartig gespielt von Xander Berkeley) in einer Situation als er Vincent / Jerome untersucht, das man beim erstmaligen Sehen nicht einordnen kann oder vielleicht auch auf seine Äußerung zum besonders großen Geschlechtsteil bezieht, das aber in Wirklichkeit darauf anspielen soll, dass er weiß wer Jerome wirklich ist nämlich Vincent. So ist auch seine Äußerung zu verstehen, mit der er deutlich macht, dass Vincent von der Natur (und nicht von den Forschern) so gut bestückt an einer Stelle ausgestattet wurde. Diese Anspielung versteht Vincent natürlich nicht, und auch der Zuschauer nicht, trotzdem ist sie sehr wichtig. Denn in meinen Augen ist Dr. Lamar der Rebell des Films. Er ist derjenige, der sich gegen das System auflehnt, wenn auch nur im Stillen, gerade er, der dazu da ist das System zu überwachen.
Der Film wurde oft kritisiert, dass er keine klare Stellung gegen die genetische Veränderung des Menschen bezieht. Diese Kritik kann ich aber nicht verstehen. Gerade die Person des Dr. Lamar ist die Kritik an der genetischen Veränderung, er der immer wieder hervorhebt, wie gerne er sich mit Jerome / Vincent unterhält, weil dieser nett ist und nicht kühl bis abweisend, macht deutlich, was für Vorteile der natürliche Mensch gegenüber dem genetischen Menschen hat. Der natürliche Mensch ist echt, er macht Fehler und Fehler machen ihn sympathisch und auch wenn Vincent so voller Eifer perfekt zu sein, fast wie ein genetischer Mensch ist, machen ihn doch seine kleinen Fehler erst sympathisch und nicht seine Perfektion.
Gattaca ist deswegen in meinen Augen eine ganz klare Ablehnung von gentechnisch veränderten Menschen und nur, weil der Film dies nicht offen alle 5 Minuten sagt, ist die Kritik von einigen Medien in meinen Augen verfehlt. Allein der Name Gattaca selbst ist ja schon ein Wortspiel in diese Richtung. Im Vorspann des Films werden in den Namen der Mitwirken immer die Buchstaben G, A, T und C hervorgehoben, warum? Die Buchstaben G, A, T und C kennzeichnen die Bausteine der DNS Guanin, Adenin, Thymin und Cytosin und aus diesen Buchstaben wurde der Name des Films und der Firma gebildet, der Firma, die nur perfekte Leute einstellt, Leute mit einer perfekten DNS, doch der beste unter ihnen ist ein InValid, einer mit Fehlern, mit einem schweren Herzfehler.
Regisseur Andrew Nicol hat an vielen Stellen mit Gattaca ein Meisterwerk geschaffen, doch zum ganz großen Wurf eines Meisterwerks fehlt im doch etwas. Die Person des Dr. Lamar ist überragend, genauso die beiden Hauptfiguren Vincent und Jerome, sowie ihre Darsteller Ethan Hawke und Jude Law.
Die Besessenheit von Vincent mit der er Jerome sein will, brillant dargestellt von Ethan Hawke, hat mich sehr beeindruckt. Die kleinsten Szenen wirken dabei überwältigend und sind detailgetreu dargestellt. Dazu ein klarer Gegensatz, Jerome, der eigentlich perfekte, der nach seinem Unfall im Rollstuhl sitzt, doch war es wirklich ein Unfall? Vieles deutet daraufhin, dass er selbst nicht perfekt sein wollte, bzw. selbst sagt, er ist nicht perfekt. Er wurde nur Zweiter bei den Schwimmwettkämpfen, ist das etwa perfekt? Dieser Gegensatz, der in jeder Begegnung der beiden offenbar wird, ist eins der Highlights des Films.
Aber was um Himmels Willen, soll die Rolle von Uma Thurman in diesem Film??? Die Liebesgeschichte ist in meinen Augen nicht nur sinnlos für den Film, sondern außerdem auch inhaltslos und langweilig und auch streckenweise voll von platten Dialogen. Die Zeit, die diese Liebesgeschichte in Anspruch nimmt, hätte man besser, deutlich besser, verwerten können.
Auch das Brüder Duell von Vincent und Anton ist nur am Anfang hilfreich für den Film. Dort ist es sogar sehr wichtig, da es deutlich zeigt, mit welchem Willen und weswegen Vincent so gekämpft hat um perfekt zu werden. Doch das er dann wieder auf seinen Bruder trifft, der nun Polizist geworden ist und gegen ihn ermittelt, ist einfach überflüssig, zumindest in der Art, in der es dargestellt wird. Dies hätte man entweder weglassen sollen, oder etwas breiter ausführen, aber so wie es ist, verkommt es zu einer unnötigen Randgeschichte. Vielleicht liegt das ganze auch an Elias Koteas der den Polizisten Antonio spielt, der wie sich für den aufmerksamen Zuschauer schnell herausstellt eigentlich Anton ist. Nur in Ansätzen sieht man in seiner Mimik die Zerrissenheit, erst dazwischen ob er seinen Bruder jagen soll, oder die Spur in einer andere Richtung lenken soll und danach dazwischen, wie er es schaffen kann die neue Identität seines Bruder zu entdecken, ohne dass dies sein Kollege mitbekommt und Vincent damit als Mörder verhaftet.
Genauso wird in einigen Szene auch angedeutet, dass auch Antonio ein Auge auf Irene geworfen hat, auch dies wird nicht konsequent zu Ende gebracht, oder auch nur irgendwie größer ausgeführt.
Trotzdem ist Gattaca ein sehenswerter Film. Gattaca zeigt eine Zukunft, die zu perfekt ist und damit eigentlich erschreckend ist, und dies zeigt Regisseur Andrew Niccol einfach perfekt und dies ist auch die große Stärke des Films.
Der Film ist außerdem auch äußerst spannend, wobei die Spannung nicht auf der Suche nach der Identität des Mörders liegt (dies ist dem Zuschauer eigentlich egal), sondern darin, wie es Vincent wohl diesmal schaffen wird, die immer strenger werdenden Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.
Der Film hat aber auch seine großen Schwächen und diese liegen vor allem in den Nebenhandlungssträngen, die in der Form wie sie vorkommen einfach fehl am Platz sind. Diese hätte man entweder weglassen müssen, oder ihnen mehr Raum geben müssen.
Der Film Gattaca bekommt von mir aber insgesamt 8 von 10 möglichen Punkten.
Titel Deutschland: Gattaca
Originaltitel: Gattaca
Genre: SF-Thriller
USA 1997, FSK 16, Laufzeit: 112 Minuten
Darsteller: Ethan Hawke (Vincent Freeman/ Jerome Morrow), Uma Thurman (Irene Cassini), Jude Law (Jerome Eugene Morrow) Gore Vidal (Direktor Josef), Xander Berkeley (Dr. Lamar), Jayne Brook (Marie Freeman), Elias Koteas (Antonio), Blair Underwood (Gen-Spezialist), Mason Gamble (Vincent als Kleinkind), Vincent Nielson (Anton als Kleinkind), Chad Christ (Vincent als Kind), William Lee Scott (Anton als Kind), Ernest Borgnine (Caesar), Tony Shalhoub (German), Alan Arkin (Inspektor Hugo), Loren Dean (Anton als junger Mann)
Regie: Andrew Niccol
Produzenten: Danny DeVito, Michael Shamberg, Stacey Sher für Jersey Films
Drehbuch: Andrew Niccol
Musik: Michael Nyman
Kamera: Slawomir Idziak
Ausstattung: Jan Roelfs
Schnitt: Lisa Zeno Churgin
Kostüme: Colleen Atwood
Na, wenn so unsere Zukunft aussieht, dann Prost!! Heute Abend ansehen!!!!!
ein Testbericht von martinius2002-10-27 16:23:09vom 27.10.2002Empfehlung: ja
Update:
Heute abend fällt die Wahl wirklich schwer, denn neben Gattacca läuft paralell Bowfingers große Nummer. Ich würde aber jedem empfehlen sich diese schreckensvision der Zukunft anzusehen!!!!! Es lohnt sich!
Der Titel des Filmes entstammt dem Genetischen Code, der sich nach den Auswertungsmethoden immer aus den Buchstaben G, A, T und C zugammensetzt. Warum dem so ist? Keine Ahnung. Hätte wahrscheinlich auch e, z, u und x sein können, aber das soll hier nichts zur Sache tun.
Die Namensfindung hat nicht Zufällig etwas mit dem Genetischen Code zu tun, sondern wurde deswegen gewählt,
weil der Film sich damit beschäftigt, aber liest doch selbst:
Der junge Vincent ist ein kein normaler Mitarbeiter des Raumfahrtkonzerns Gatacca, nein von seinen Leistungen her ist er meist überdurchschnittlich. Das findet aber niemand Merkwürdig, denn schließlich ist er ja Genetisch perfekt gezüchtet worden. Dumm nur, das er bei Gattaca gar nicht als Vincent auftritt, sondern als Gerome Morrow und auch dessen Blut und Urinproben verwendet. Denn Vincent ist ein Außenseiter, ein Kind der Liebe, und als solches in der schönen neuen Welt eher verpönt.
Gerome(Jud Law), der nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und damit die Chance hat Vincent zu unterstützen, wäre eigentlich an Vincents Stelle, aber durch seine Behinderung kann er eben nicht mehr.
Alles geht gut, Gerome kommt immer wieder an den Sicherheitsvorkehrungen vorbei, die mit Bluttest beim Eingang, regelmäßigen Urintests und sogar mit Untersuchungen der Hautschuppen am Arbeitsplatz sehr streng sind.
Vincent hat nur einen Traum, er will ins Weltall fliegen, also Astronaut werden, und da dies nur für Genetisch korrekte in Frage kommt muß Vincent da eben durch.
Doch dan passiert ein Mord. Und die Polizeibeamten, darunter Vincents Bruder Anthon, finden bei den Untersuchungen ein Haar von Vincent, irgendwo aud dem Gelände. Jedem ist sofort klar, das dieser Unreine der Täter sein muß. Und so beginnt die Suche.
Immer wieder gelingt es Vincent jedoch den Behörden ein Schnippchen zu schlagen, bis..........
Der Hauptstrang der Geschichte wird von der Liebesgeschichte zwischen Vincent und Irene (Uma Thurman) begleitet. Diese ist zwar Genetisch rein, aber durch einen klitzkleinen Fehler ist bei ihr das Risiko eines Herzversagen vorhanden, und so wird sie nie ihren Traum erfüllen, zu den Sternen zu reisen. Treffender als sie selbst könnte es wohl keiner sagen:“ Die einzige Reise, die ich im Weltraum machen werde ist die auf diesem Planeten um die Sonne!“
Doch klar, das sie eine der ersten ist, die Vincents Spiel durchschauen.
Das soll es zum Inhalt gewesen sein.
Der Film ist auf Grund der Tatsache, daß es sich um etwas handelt, was bald möglich sein wird (genetisch Manipulierte Kinder) sehr interessant, Erschreckend finde ich die Vision, daß dies dann die besseren Menschen sein sollen und Privillegien haben, die andere nicht haben. Da wird amn schon Nachdenklich.
Die Schauspieler sind für die Rollen gut gewählt.
Vor allem Uma Thurman, als etwas kalte Irene, und Ethan Hawk als Vincent haben mir sehr gut gefallen. Die beiden sind übrigens seit den Dreharbeiten ein Paar, und so viel ich weiß auch schon verheiratet.
Auf übermäßig viel Action kann der Film auf Grund der Spannung verzichten, und so werden Actionfilmfans nicht so sehr auf ihre Kosten kommen.
Trotzdem würde ich auch denen Empfehlen sich das ganze, das übrigens auch schon im Fernsehen lief mal anzuschauen.
ein Testbericht von __fachmann__2002-08-23 07:58:39vom 23.08.2002Empfehlung: ja
Wir leben in einer Zeit, in der die Gentechnik eines der am meisten wachsenden Gebiete in der Wissenschaft darstellt, in der sich Politiker die Köpfe einschlagen, ob das Klonen von Menschen gemacht werden soll oder nicht, und in der es bereits Zukunftsvisionen gibt, wo Menschen "produziert" werden und mittels Gentechnik verperfektioniert werden. Der Film Gattaca wirft einen Blick in jene Zukunft und beginnt mit einem dezenten Hinweis: "Irgendwann in der nicht allzu fernen Zukunft..."
Gattaca spielt in einer Welt, in der Menschen genetisch makellos designt werden. Bei der Geburt werden nur
die besten Gene der Eltern verwendet, um ein wahres Prachtstück zu erzeugen. In jener Welt gibt es bereits Gen-Analyser im Handy-Format. Nur wer absolut makellose Gene hat, wird in der Gesellschaft akzeptiert und kann aufsteigen; wer genetisch nicht manipuliert ist, gilt als "In-Valid", als jemand, der es in der Gesellschaft maximal zur Putzkraft bringen kann.
Gattaca erzählt die Geschichte zweier Brüder, der ältere namens Vincent kommt noch natürlich zur Welt, während der jüngere dank Gentechnik als perfekte Statur geboren wird. Und es dauert nicht lange, da zeigt der Jüngere dem Älteren wo es lang geht, wer der Stärkere und der Bessere ist. Während der Jüngere als Detektiv seine Karriere macht, bleibt Vincent weit entfernt von seinem Traum, zum Planeten Titan zu fliegen, auch wenn er studiert und trainiert wie ein Bekloppter. Durch einen Trick überwindet er aber den Raumfahrtkonzern Gattaca: Er nimmt die genetische Identität und das Äußere von Jerome an, der in allen Belangen perfekt ist, nur leider an den Rollstuhl gefesselt ist.
Vincent überlistet immer wieder mit Hautschuppen, Haaren und Urin von seinem Double die Sicherheitsvorkehrungen in Gattaca, und auch die Detektive können nichts herausfinden bei Vincents Tricks. Ein Mord auf Gattaca bringt die Detektive jedoch auf die Spur...
Der Film hat 3 völlig verschiedene Phasen: Die erste halbe Stunde erzählt die Geschichte der beiden Jungs auf rührende Art und Weise untermalt von sehr schöner vollvolumiger Filmmusik. Mit Spannung und Krimi hat dieser Teil nichts zu tun. Die erzählerische Stimme mit traumhafter Orchestermusik erinnert mehr an ein Familienepos als an einen Sci-Fi Film.
Es folgt ein ziemlich langweiliger Mittelteil mit einer Liebesbeziehung von Vincent und Kollegin Irene (Uma Thurman). Der ganze Film dauert ca. 100 Minuten; warum hat Regisseur Andrew Niccol nicht eine Viertelstunde aus dem Mittelteil herausgestrichen, um die Spannung aufrechtzuerhalten?
Der dritte und letzte Teil glänzt durch Spannung und ansprechende Szenen. Auf einmal muss der Zuschauer Detektiv spielen und mitdenken, was gerade passiert und was wer gerade denkt. Die Spannung steigert sich um so mehr, als sämtliche Pläne Vincents zu scheitern drohen.
Regisseur Andrew Niccol ist es gelungen, mehrere Handlungen ineinander zu verschachteln. Ich glaube, so richtig versteht man den ganzen Film nur, wenn man hochkonzentriert zuschaut, oder wenn man ihn zweimal ansieht. Ich frage mich heute noch: Ist Gerome der Sohn des Arztes, der hinter Vincent steht, und dessen Geschichte nie erzählt wird?
Gattaca ist ein sehr empfehlenswerter Film, der mit keinem allzu großen Etat gedreht wurde. Leider, denn so futuristisch die ganze Szenerie aussieht, so gering ist doch die Anzahl von verschiedenen Schauplätzen und beeindruckenden Szenen. So kann ich Gattaca jedem Science Fiction Fan empfehlen, für Action-Fans ist aber nicht viel dabei.
...
ein Testbericht von sili742002-08-01 10:39:32vom 01.08.2002Empfehlung: ja
Vergangenen Samstag war ich mit meinem Bruderherz in der städtischen Bibliothek und war ganz überrascht, dass es dort auch eine Abteilung mit DVDs gibt. Während mein Bruder auf Bücherfang war, stöberte ich bei den DVDs herum und wurde fündig. Die Kurzbeschreibung auf der Rückseite der schon etwas älteren DVD erweckte mein Interesse.
Die Story
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Die Geschichte spielt in einer nicht mehr allzu fernen Zukunft. Babys werden nicht auf natürlichem Wege gezeugt sondern mittels Gentechnik. Es ist möglich sich sein „Wunschkind“ zusammen zu stellen. Augenfarbe und Haarfarbe sind nicht mehr länger in Produkt
des Zufalls. Krankheiten, Behinderungen oder ähnliches werden bereits vor der Geburt ausgeschalten.
Vincent (Ethan Hawke) jedoch ist noch ein sogenanntes „Gotteskind“ oder „Kind der Liebe“. Er wurde auf natürlichem Wege gezeugt. Das bedeutet, dass er in der perfekten Welt in der er lebt als „invalid“ gilt. Eine starke Sehbehinderung, ein Herzfehler und eine Lebenserwartung von max. 30 Jahren lt Aussage der Ärzte, berauben ihn, trotz seiner hohen Intelligenz und seiner Willenkraft, jeglicher Karrierechancen. Und auch seinen größten Traum wird sich Vincent wohl nie erfüllen können – hinaufzufliegen zu den Sternen. Er arbeitet zwar bei Gattaca, der Nasa der Zukunft, aber nur beim Putztrupp. Ganz im Gegensatz zu seinem 2 Jahre jüngeren Bruder, der aufgrund seiner perfekten Gene eine glänzende Zukunft vor sich hat.
Vincent, der sich seinem Schicksal nicht ergeben will, wendet sich an einen DNA-Makler wendet, der ihm eine neue Identität verschafft. Die illegale aber gut geplante Verwandlung in Jerome Morrow (Jude Law) verhilft Vincent zu einer beneidenswerten Karriere. Der echte Jerome Morrow ist ein „Valider“, der durch einen Unfall jedoch querschnittgelähmt ist. Vincent finanziert durch seine Karriere den gehobenen Lebensstil von Jerome. Jerome seinerseits versorgt Vincent mit Blut- und Urin, Haaren und anderen Proben seiner „validen“ Gene. Da die Kontrollen bei Gattaca sehr genau durchgeführt werden, ist der ganze Schwindel jedoch sehr oft knapp davor, entlarvt zu werden.
Besonders heikel wird die Situation dann als bei Gattaca, kurz vor Vincents Flug zum Titan, ein Mord passiert. Wird Vincent auffliegen? Besonders da sein „valider“ Bruder Chef der polizeilichen Ermittlungen ist? Wird er sich seinen Traum zum Titan zu fliegen, tatsächlich erfüllen können? Wie geht es mit seiner Liebesbeziehung zu Irene (Uma Thurman) aus?
Das wird natürlich nicht verraten.
Meine Meinung
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Der Film kommt ohne große Spezialeffekte und bombastischen Szenen aus. Er zeigt sehr nüchtern und zugleich kritisch die sehr wahrscheinliche Zukunft unserer Gesellschaft. Denn so gut es auch sein mag, dass es mit Hilfe Gentechnik möglich werden kann Krankheiten oder Behinderungen bereits im Vorfeld auszuschalten, so gefährlich und beängstigend ist Erschaffung einer Zweiklassengesellschaft, die dadurch entstehen würde. Nicht, dass es dieses Problem heute noch nicht gäbe, aber die Auswüchse, die in diesem Film gezeigt werden, sind bei weitem schlimmer, als die heutige Situation.
Der Zuschauer erlebt die Schwierigkeiten dieser möglichen Zukunft aus der Sicht von Vincent, dem „Gotteskind“. Der sympathische Vincent und seine Träume werden sehr gefühlvoll rübergebracht, verstärkt noch durch die klassische Musikuntermalung. Die Affäre mit Irene, die ebenfalls bei Gattaca arbeitet, aber sich auf wohltuende Weise von den anderen dort arbeitenden affektierten „Validen“ unterscheidet und die durch den Mord entstehende Spannung werten den Film noch zusätzlich auf.
Die DVD
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Wie bereits erwähnt ist die DVD nicht mehr die jüngste, da der Film ja bereits aus dem Jahr 1997 stammt. Sie ist auf beiden Seiten beschrieben, was zwar nicht ganz up to date, aber auch nicht störend ist, da sich auf der einen Seite die komplette 4:3 Fernsehbild-Variante befindet und auf der anderen Seite die 16:9 Beritbild-Variante.
Das Bild ist gestochen scharf und der Ton 5.1 Dolby Digital – so steht einem perfekten digitalen Heimkinoerlebnis nichts im Wege. Der Film ist in englisch und deutsch sowie mit Untertitel auf der DVD gespeichert.
Auch einige nennenswerte Extras bietet die Gattaca DAD:
entfallene Szenen des Films
den original Kinotrailer aus den USA
Vorstellung der Hauptdarsteller
eine Fotogalerie sowie
eine Dokumentation
Zum Schluss noch einige Datails zum Film:
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Ha uptrollen: Ethan Hawke, UmaThurman
Regie: Andrew Niccol
Laufzeit: 102 Minuten
FSK: ab 12
USA, 1997
Fazit
*****
Gattace ist ein Film, der zum Nachdenken anregt. Was heute noch Sience Fiction ist, kann morgen schon traurige Realität sein. Der Film behandelt die Kontroverse um die Gentechnologie ohne große Emotionen und doch sehr ansprechend und gefühlvoll.
Alles in allem ein wirklich sehenswerter Film. Wer Gattaca im Kino verpasst hat, so wie ich, sollte sich die DVD unbedingt mal ausleihen. Auch diejenigen unter euch, die normalerweise nicht so auf Sience Fiction stehen, werden den Film aufgrund seines Themas sicher auch sehr gut finden. Seht ihn euch einfach mal an.
Wer von euch den Film schon gesehen hat, kann mir gerne eine Kommentar hinterlassen, wie er zur Gentechnologie eingestellt ist. Würde mich freuen eure Meinung dazu zu „hören“.