ein Testbericht von mmoritz2009-02-21 10:33:54vom 21.02.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Beeindruckende Hauptdarstellerin; Hochspannend; Erstklassig und atmosphärisch dicht inszeniert; Gestochen scharfes Bild & glasklarer Ton...Nachteile/Kritik: Etwas zu überzeichnetes Ende; Zu wenig verfügbare Sprachen auf der DVD
… dieser Grundsatz hilft Jennifer Lopez alias Slim in der Situation, in der sie sich unweigerlich befindet und aus der es - zumindest scheinbar - nur einen einzigen Ausweg zu geben scheint.
..:: Vorwort ::..
Leider hatte ich es damals verpaßt, ihn mir anzusehen, als der Film vor drei Jahren in den Kinos lief. Um so gespannter war ich also, als ich nun zu Weihnachten dieses Movie auf DVD geschenkt bekam, noch dazu als Special Edition, die als solche schon der Definition nach dem Käufer bzw. Sammler üblicherweise neben dem Film noch einiges an zusätzlichem Material zu bieten hat. Doch darauf soll nicht hier, sondern später eingegangen werden.
..:: Genug - Enough ::..
Slim (Jennifer Lopez) arbeitet in einem kleinen Imbiß namens Red Car Diner. Nach dem Tod ihrer Mutter leidet sie unter finanziellen Problemen, so daß sie sich als Kellnerin über Wasser zu halten versucht. Sie und ihre beste Freundin Ginny (Juliette Lewis) müssen sich dabei immer wieder gegen die Avancen aufdringlicher Gäste zur Wehr setzen. Vor allem Slim hat in der Vergangenheit schon einige schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, die sich immer dann eines Besseren besannen, wenn sie bekommen hatten, was sie wollten. Auch dieses schönen Tages taucht ein Gast auf, der ihr zwar rote Rosen mitbringt, sie doch letztendlich aber nur ins Bett bekommen möchte. Kurz bevor Slim einen weiteren Fehler begeht, wird sie von einem am Nebentisch sitzenden gut aussehenden Mann ganz gentlemanlike aus der Situation befreit. Auch wenn Slim zunächst noch zögert, wird sie von ihrer Freundin Ginny dazu ermutigt, Mitch (Billy Campbell), so heißt der Retter in der Not, nicht einfach gehen zu lassen.
Es kommt, wie es kommen muß: die beiden werden ein Paar und schon kurze Zeit später heiraten sie: Mitch, der wohlhabende Bauunternehmer und Slim, die Kellnerin. Zunächst scheint ein Traum für Slim wahr zu werden. Mitch überhäuft sie mit Geschenken, kauft dem Besitzer einer Villa diese kurzerhand weit über dem Marktwert ab, nur weil sie sich spontan in dieses Haus verliebt hat. Obwohl das Familienleben zunächst sehr harmonisch abläuft, fängt die Fassade schon sehr bald zu bröckeln an. Durch einen dummen Zufall kommt dabei ans Tageslicht, daß Slim nur eine Art Trophäe für Mitch ist, er liebt sie zwar nicht wirklich, wird sie aber auch um keinen Preis der Welt gehen lassen. Dies bekommt sie auch körperlich sehr deutlich zu spüren, merkt, daß er durchaus zum brutalen Schläger werden kann, wenn nicht alles nach seinem Willen läuft.
Von ihrer Freundin Ginny ermutigt, überwindet sich Slim und verläßt mitsamt ihrer Tochter das Zuhause, was zunächst als scheinbar unmöglich erweist, letztendlich aber doch klappt. Es folgt eine Hetzjagd quer durch Amerika und es scheint, daß, egal, wohin auch immer Slim in ihrer Verzweiflung flieht, es nur eine Frage von Stunden oder Tagen zu sein scheint, bis ihr Mann sie wieder gefunden hat, der dabei vor nichts zurückschreckt. Sogar mit dem Entzug des Sorgerechts für die gemeinsame Tochter droht er ihr. Slim bleibt also nichts anderes übrig, als sich der Situation zu stellen.
..:: Umsetzung ::..
Der Film "Genug" beginnt auf
für mein Empfinden recht unkonventionelle Art und Weise, zumindest, was die Erzählweise betrifft. Zu Beginn ist die Welt noch völlig in Ordnung, die Atmosphäre fröhlich und beschwingt, nicht zuletzt von der Musik der Pop- Sängerin Sheryl Crow unterstützt. Aber auch die Situation im Diner sorgt dafür, daß das Ganze sehr familiär wirkt. Doch nicht nur hier, in diesem im kalifornischen Marina del Rey gelegenen Schnellimbiß kommt dieser Eindruck zustande. Insgesamt sind die Schauplätze sehr rustikal gewählt und tragen intensiv zur Atmosphäre des Films bei. Das trifft für den Zufluchtsort San Francisco genauso zu wie für das kleine und sehr intime Küstenstädtchen Gig Harbor, in das sich Slim mit ihrer Tochter zeitweise zurückzieht. Eigentlich soll es ja in Michigan liegen, dies zumindest suggeriert die Handlung; tatsächlich liegt es aber in der Nähe von Seattle im Bundesstaat Washington.
Im Red Car Diner werden wir zunächst mit dem Leben von Slim (Jennifer Lopez) vertraut gemacht, das zwar sehr eintönig ist, ihr aber trotzdem bisher nicht den Spaß am Leben genommen hat, was man über die Männer, mit denen sie sich in der Vergangenheit einließ, nicht gerade sagen kann. Daß sie noch nicht verzagt hat, liegt nicht zuletzt an ihrer Freundin Ginny (Juliette Lewis), die sie durch ihre positive und abenteuerlustige Art immer wieder aufzuheitern vermag. Das kann sie jedoch nicht darüber hinwegretten, daß sie unter Geldproblemen leidet, schon nach dem Tod der Mutter mußte sie allein für die hohen Beerdigungskosten aufkommen, obwohl sie selbst kaum Geld hatte.
Nach der Einführung in die Situation, in der sich Slim befindet, wechselt der Rhythmus der Handlung und besinnt sich hier fast schon auf die lange Tradition der Stummfilme, bei denen mittels Texteinspielungen die sich anschließende Handlung zunächst erklärt wurde. Zwar muß man hier nicht auf die Dialoge und akustischen Untermalungen verzichten, doch das Konzept ist ungefähr das Gleiche. Dadurch wird vor allem erreicht, daß eine relativ große, die eigentliche Geschichte einleitende, Zeitspanne von mehr als 5 Jahren innerhalb sehr weniger Szenen abgehandelt werden kann, um sich anschließend um so ausführlicher den folgenden und viel interessanteren, weil dramatischeren Ereignissen zu widmen. Der Zeitraffer beginnt beim Kennenlernen in dem Restaurant und endet zu dem Zeitpunkt, als sie sich von ihrem Mann trennt.
Das zentrale Problem, das dieser Film thematisiert, ist, wie sich bei genauerer Betrachtung auch schon aus der kurzen Inhaltsangabe herauslesen läßt, psychischer und körperlicher Mißbrauch in einer Ehe, ein Thema, das trotz seiner Brisanz noch immer nur sehr zögerlich behandelt wird. Ich habe den auch bekannten sexuellen Mißbrauch hier bewußt außen vor gelassen, da er hier glücklicherweise keine Rolle spielt, im Gegenteil: um sich Befriedigung zu verschaffen, geht der Ehemann Mitch zu diversen Geliebten, die er sich hält, zwingt aber nicht seine eigene Frau. Seiner Ansicht bekommt er zu Hause nicht, was er braucht und so hat er zahlreiche Affären. Diese Einstellung schlägt irgendwann sogar ganz um: Weil er ja außerhalb bekommt, was er braucht, ist seine Frau in dieser, sehr körperlichen Beziehung, für ihn nicht mehr von Nutzen.
Doch für die Situation in „Genug“, nämlich mit Mitch zusammenzuleben und ihn geheiratet zu haben, ist die moderne Slim in gewisser Weise auch selbst verantwortlich. Denn obwohl sie schon im Restaurant sah, daß Mitch sehr grob gegenüber anderen werden kann, hat sie sich auf die Beziehung mit ihm eingelassen. Auch als der Hauskauf ansteht, schreitet sie nicht ein, obwohl sie mitbekam, daß der Hausbesitzer unverfroren genötigt wurde, ihnen sein Haus zu verkaufen.
Aber der Film geht noch weiter, als sich nur auf dieses Thema des ehelichen Mißbrauchs zu beschränken. Er zeigt, wie aus einer vermeintlichen Traumbeziehung ein menschlicher Horror werden kann, wenn einer der beiden Ehepartner, in diesem Fall der Ehemann, der sich als Rechtfertigung für seine permanenten Affären auf sein polygam veranlagtes Wesen eines Mannes beruft, plötzlich demaskiert wird und sich die Frau ganz und gar nicht mit dieser neuen und für sie so erniedrigenden Situation abfinden will, sondern dagegen aufbegehrt, ohne sich jedoch - wie Jennifer Lopez alias Slim hier am eigenen Körper zu spüren bekommt - in diesem Moment über die ganze Tragweite der sich daraus ergebenden Folgen im Klaren zu sein.
Hier zeigt sich auch, wie egoistisch Mitch’s Verhalten ist: daß er ihr damit emotional wehtun könnte, auf diese Idee kommt er gar nicht erst. Genauer betrachtet stellt sich sogar heraus, daß er überhaupt nicht darüber nachdenkt, was für Folgen sein Handeln nach sich zieht, nicht nur allgemein, sondern vor allem für andere. Das Einzige, was ihn interessiert, ist, daß er kriegt was er will und daß dabei hauptsächlich seine eigenen Bedürfnisse befriedigt werden.
Als sehr problematisch stellt sich für Slim hier die Erkenntnis ihres Mannes heraus, daß sie eines Tages von seinem Doppelleben erfährt. Dadurch, durch ihr Mitwissen, sieht er sich nun bemüßigt, sein Handeln gar nicht mehr verstecken zu müssen, sondern ganz im Gegenteil klar abzustecken, wie bei ihnen die Rollenverteilung aussieht: sie ist die Frau, die dankbar sein darf, daß der Mann sich um sie kümmert. Im Gegenzug hat sie sich in die klassische Mutterrolle zu fügen und für das Kind und ihren Mann da zu sein. Er, da er ja schließlich das Geld nach Hause bringen würde, hat stattdessen jegliche Freiheiten, darf sich nach Belieben in fremden Schlafzimmern austoben, während anschließend zu Hause ein warmes Essen auf ihn wartet.
Schon von daher war der Film "Genug" für mich sehenswert. Ich kann für mich, gerade weil ich selbst diesem Geschlecht angehöre, absolut nicht nachvollziehen, wie ein Mann sich so verhalten kann, erst recht, wenn er eine so schöne Frau wie Jennifer Lopez an seiner Seite hat. In diesem Fall mag es zwar nur filmische Fiktion sein, kommt aber in der Realität leider viel zu häufig vor. Und dabei findet nicht mal jede Frau, die sich in einer solchen Situation befindet, den Mut, sich dagegen aufzulehnen. Stattdessen reden sie sich selbst ein, daß der eigene Mann nun mal anstrengende Tage hätte, gereizt sei und deshalb die zweitweise die Kontrolle verlieren, ansonsten aber der perfekte Ehemann sein würde.
Unverkennbar ist die Hommage an alte Klassiker, die hier zum Tragen kommt, ganz speziell an den Film „Haben und Nicht Haben“ mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall in den beiden Hauptrollen. In diesem 1944 gedrehten Kriegsfilm, der gleichzeitig eine stürmische Liebesge-schichte erzählt, spielt Lauren Bacall die Widerstandskämpferin Marie Browning, die den Spitznamen „Slim“ trägt. Auch sie ist eine starke Persönlichkeit, die sich ihr Leben eben nicht diktieren läßt.
Und obwohl auch Slim alias Jennifer Lopez nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft, sowohl in ihrem Leben als auch auf der Flucht vor ihrem Ehemann, so findet sie doch immer wieder einen Ausweg. Dies zeigt sich schon daran, daß sie eben nicht diese Ausreden gelten läßt, um sein Verhalten zu rechtfertigen: „Das paßt nicht zu [ihr], denn [sie ist] keine Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird“. Trotz des Psychoterrors ihres Mannes ist sie zwar nicht ganz konsequent, will nämlich zunächst nicht, daß der Vater ihrer gemeinsamen Tochter ins Gefängnis gehen muß. Das ändert sich aber, als Mitch auch gegen das Kind handgreiflich wird. Nun versucht sie nicht mehr, mit „Angel Eyes“ die Lage zu entschärfen. Stattdessen brechen die auch von der Angst um das Sorgerecht genährten Mutterinstinkte in voller Stärke über sie herein und begründen die später von ihr getroffene Entscheidung. Und doch hat sie auch schon jetzt den Mut, sich jemandem anzuvertrauen. Zunächst ihrer Schwiegermutter, die jedoch über das Wesen ihres Sohnes erschreckenderweise Bescheid zu wissen scheint und ganz lapidar danach fragt, womit Slim ihn denn wütend gemacht hätte.
Diese Abfuhr soll nicht die letzte bleiben; auch später wird Slim relativ trocken und in meinen Augen auch emotionslos abgewiesen, als sie sich zum Einen an die Polizei wendet, der aber die Hände gebunden sind und die erst einschreiten kann, wenn etwas passiert ist; zum Anderen aber auch, als sie einen Anwalt aufsucht, der ihr aber ebenfalls nur kurz und knapp die Situation erklärt, in der sie sich befindet.
Schon früher kommt Ginny, ihre engste Freundin, ins Spiel, die ihr die Alternativen vor Augen hält: sich entweder bis ans Ende ihres Lebens in dieses physische und psychische Gefängnis sperren zu lassen, mit dem Risiko, eines Tages tot geprügelt zu werden, wenn sie sich noch einmal gegen ihren Mann auflehnt, oder die Flucht nach vorn anzutreten und zusammen mit ihrer Tochter aus dieser Situation auszubrechen. Ein weiterer Lichtblick in dieser Zeit ist Slim’s Exfreund Joe, der Frauen gegenüber sehr negativ und relativierend von sich redet, sich gerade aber dadurch für sie interessant macht, daß er eine niedrige Erwartungsschwelle vorlegt. Als Figur wird er zwar schon auf der Hochzeitsfeier vorgestellt wird und auch später tritt er nur ab und zu auf, aber immer dann fungiert er gewissermaßen als rettender Anker: er durchzieht die Handlung wie ein roter Faden, an dem sich Slim immer wieder festhalten kann. Joe hat ein für die Geschichte sehr starkes Gewicht und mithin ziemlichen Einfluß auf Slim und ihr weiteres Schicksal.
Nach einer nervenaufreibenden Hetzjagd durch halb Amerika, die nie langweilig, sondern im Gegenteil von Minute zu Minute immer aufreibender und aufregender wird, stellt sich Slim letztendlich ihrem Todfeind: ihrem eigenen Mann. Bis zu diesem Zeitpunkt läßt sie uns alle emotionalen Höhen und Tiefen ihres Daseins miterleben. Daß sie letztendlich ganz und gar nicht unvorbereitet auftritt, hat sie ihrem Lehrer zu verdanken, der ihr Krav Maga beibringt. Krav Maga heißt auf Hebräisch Nahkampf und bezeichnet einen Weg der Selbstverteidigung. Entwickelt in Israel, zunächst in palästinensischen Untergrundorganisationen, später dann für das israelische Militär adaptiert, hat es sich zu einer weltweiten verbreiteten Methode entwickelt, um sich effektiv und schnell gegen Angriffe jeglicher Art verteidigen zu können. Nicht durch Regeln eingeschränkt, sind Techniken jeglicher Couleur erlaubt, um den Gegner abzuwehren: Tritte, Schläge, Würgegriffe, aber auch Waffen dürfen zu Hilfe genommen werden.
Jennifer Lopez hatte zwar schon aufgrund der straff geplanten Dreharbeiten nur wenig Zeit, sich die grundlegenden Bewegungen und Techniken anzutrainieren, dies tat sie dafür aber um so gewissenhafter und ehrgeiziger. Und so ist es auch nicht verwunderlich, daß im Film die relativ kurze Vorbereitungszeit nicht im Geringsten zu erkennen ist. Dafür sorgte unter anderem auch Stunt- Coordinator Simon Crane, dessen markanter Stil unter anderem in „Cliffhanger“, im James Bond- Film „Die Welt ist nicht genug“ oder auch den beiden „Lara Croft“- Abenteuern zu sehen ist.
Über das Thema des ehelichen Terrors und die individuelle Selbstfindung hinaus zeigt der Film aber auch Züge vom gläsernen Menschen. Ich sage in diesem Zusammenhang nur "Big Brother is watching you": Was auch immer Slim tut, um sich ihrem Mann zu entziehen, es gelingt ihr einfach nicht. Kurze Zeit später hat er sie schon wieder aufgespürt, völlig egal, ob sie sich in Seattle oder San Francisco befindet oder in einem versteckt liegenden Küstendorf.
Möglich macht dies modernste Überwachungstechnik, derer sich Mitch nicht nur mittels des Einflusses, den er hat, bedient. Er zieht zusätzlich auch einen engen Freund zu Hilfe, der ihn tatkräftig unterstützt. So kann er mittels Rückverfolgung nicht nur den Standort eines Telefons ausfindig machen, von dem aus Slim telefoniert hat. Auch wenn ihre Kreditkarte oder die ihrer Vertrauten verwendet werden, führt ihn das auf ihre Spur. In einigen Momenten wird man hier in die guten alten Zeiten zurückgeführt, in denen Alfred Hitchcock das Zepter schwang und in seinen Filmen dafür sorgte, daß das Publikum immer etwas mehr wußte als der filmische Charakter.
Folglich ist es schon ziemlich beängstigend mitzuerleben, daß ihr und ihrer Tochter wirklich kaum Zeit blieb, um sich von den Strapazen zu erholen, bevor sie wieder die Unterkunft wechseln mußten. Daß dies ziemlich anstrengend und vor allem auch nervenaufreibend ist, formuliert ihre Tochter Gracie eines Tages treffend und auf ihre ganz eigene Art unheimlich witzig: "Weil ich die Nase gestrichen voll hab von dieser endlosen Umzieherei".
Wie ich persönlich finde, ist der Film nicht zuletzt durch die gestalterische Freizügigkeit so einzigartig geworden, die Regisseur Michael Apted seinen Darstellern einräumte, um den Film so authentisch und realistisch werden zu lassen, wie nur irgend möglich.
.:: Musik und Ton ::..
Für den akustischen Aspekt wollte Regisseur Michael Apted nichts dem Zufall überlassen. Folglich holte er sich den Grammy- Preisträger David Arnold ins Boot, der diesen Preis 1997 für seine Filmmusik zu „Independence Day“ erhalten hatte und auch Filmen wie „Stargate“ und „2 Fast 2 Furious“ oder den beiden Bond- Filme „Die Welt ist nicht genug“ und „Stirb an einem anderen Tag“ seinen Stempel aufdrückte.
Und die Entscheidung hat sich ausgezahlt, nämlich in einer ausgewogenen Mischung aus romantischen, aber auch die Spannung erhöhenden Kompositionen, die sehr dazu beiträgt, daß der Film neben den Schauplätzen als hintergründigem Aspekt auch musikalisch an Essenz und vor allem Ausdruck gewinnt.
Doch man hat sich nicht allein darauf verlassen. Um die Filmmusik noch zu verstärken und die Erzählung zugänglicher zu machen, hat man Musikstars wie Sheryl Crow und Aimee Mann gewinnen können, ihren Beitrag zu dem Film zu leisten. Sheryl Crow kommt dabei vornehmlich zu Beginn der Geschichte zum Einsatz und ihr Song „All I Wanna Do“ ist ideal, um dort zum Ausdruck kommende Lebensfreude zu verstärken. Später, als Slim von ihrem Vater abgewiesen wird, ist der zeitweise emotionale Tiefpunkt erreicht, und der Auftritt von Sängerin Aimee Mann mit ihrem gleichnamigen Song ‚Enough’ untermalt beeindruckend die sehr melancholische und bedrückende Stimmung.
..:: Darsteller ::..
Bevor Jennifer Lopez die Rolle von „Slim“ bekam, war eigentlich erst Sandra Bullock für die Hauptrolle im Gespräch. Auch wenn ich sie sehr mag, denke ich doch, daß der Regisseur letztendlich mit Jennifer Lopez die richtige Wahl getroffen haben, die zunächst sehr eifrig als Schauspielerin arbeitete, bevor sie sich der Musik zuwandte und seitdem auch hierzulande bekannt ist. Trotzdem hat sie sich immer wieder auf ihre Wurzeln zurückbesonnen und ist dem Film bis zum heutigen Tage treu geblieben. Zu ihren Stationen zählen beispielsweise der Psycho- Thriller "The Cell" als von den dem psychischen Wesen ihres Patienten gefangen genommene Psychiaterin oder sie traf im "Money Train" auf zwei sehr ungleiche Brüder, die als Polizisten auf die falsche Bahn geraten.
Während sie sich in früheren Rollen, und später, unter anderem in der Komödie "Wedding Planner", immer wieder auf relativ geradlinige Charaktere eingelassen hat, so legt sie in diesem Thriller einen unglaublichen Facettenreichtum. Ich muß ehrlich sagen, daß ich Jennifer Lopez beneide, nicht nur wegen ihres wahnsinnig tollen Aussehens, sondern auch dafür, daß sie neben einer fesselnden Gesangsstimme auch noch mit einem so reichen Schauspieltalent gesegnet ist, daß immer wieder faszinierend auf mich wirkt. Nicht nur in lustigen, sondern auch sehr ernsten und kontroversen Rollen macht sie eine gute Figur. So gefiel sie mir schon in "Out of Sight", in der Rolle des weiblichen US- Marshals Karen Sisco ausgesprochen gut, aber hier, in "Genug", ist ihre Darstellung der tyrannisierten Ehefrau Slim einfach grandios.
Dagegen kann auch ihr Filmpartner und -ehemann Billy Campbell nicht ankommen, der den sich hinter einer Fassade versteckenden Mitch verkörpert und eigentlich aus dem Fernsehen kommt, aber auch schon in Filmen wie „Max Q: Emergency Landing“ oder „Bram Stoker’s Dracula“ Erfahrungen sammelte. Obwohl er von Jennifer Lopez nicht nur im übertragenen Sinne an die Wand gespielt wird, versteht auch er es gut, seiner Figur eine entsprechende Überzeugungskraft mit auf den Weg zu geben. Daß er dabei dabei vom Zuschauer natürlich gehaßt wird, ist nur allzu verständlich: Wer empfindet schon Sympathie für einen Menschen, der seine Besitzansprüche nur mittels körperlicher Gewalt durchzusetzen vermag und diese obendrein nicht nur gegen die eigene Ehefrau, sondern auch noch gegen die gemeinsame Tochter richtet.
Diese Tochter wird gespielt von Tessa Allen, die für ihr junges Alter schon eine ganze Menge Erfahrung im Filmbusiness aufweisen kann: So spielte sie in dem Horror- Thriller „Sleepy Hollow“ die junge Lady van Tassel oder wurde nach dem Erfolg mit „Genug“ für die TV- Serie „General Hospital“ engagiert. Vor allem durch ihren kindlichen und unschuldigen Charme und die für ihr Alter typischen Kommentare schafft sie es immer wieder, diverse Situationen noch zusätzlich aufzulockern oder den Handlungsverlauf allgemein aufheiternd zu bereichern.
Aber natürlich darf man auch Juliette Lewis („Natural Born Killers“, „From Dusk Till Dawn“) als Freundin Ginny nicht vergessen, die immer für Slim da ist und mit ihr durch Dick und Dünn geht, sie letztendlich ja auch dazu ermutigt, sich von ihrem Mann zu trennen. Und da wären auch noch Noah Wyle (bekannt aus "Emergency Room"), der als Robbie in der Beziehung zwischen Slim und Mitch eine ganz besondere und überraschende Rolle spielt und dazu noch charakterlich selbst während seiner kurzen Auftritte gut zur Geltung kommt, sowie Dan Futterman als Slim's Ex-Freund Joe, bei dem sie während ihrer panischen Flucht zeitweiligen Unterschlupf und vorübergehende Geborgenheit findet. Er sorgt in gewisser Weise über die gesamte Handlungsdauer für den Ruhepol in Slim's Leben.
Erhoffte und zu Guter letzt doch unerwartete Hilfe erhält Slim alias Jennifer Loepz noch von ihrem Vater Jupiter (Fred Ward), der eine Internetfirma leitet und zu Anfang nichts von ihr wissen will, ihr nicht mal glaubt, als sie ihm von der dramatischen Situation erzählt, in der sie sich befindet. Erst die Tatsache, daß sich vermeintliche Bundesbeamte bei ihm einfinden, die sich nach ihr erkundigen, läßt ihn doch aufhorchen und bewegt ihn dazu, sich zu seiner Tochter zu bekennen und sie nach allen Kräften zu unterstützen.
..:: Special Edition- DVD ::..
Die Special Edition fällt schon dadurch auf, daß es sich um lediglich eine DVD handelt. Ein Vergleich zwischen den Inhaltsangaben auf dem Cover und der DVD läßt hier also erahnen, daß man zwar viele, dafür aber recht kurz und dürftig ausfallende Specials auf dieser DVD untergebracht hat. Doch dieses Urteil ist bei genauerer Betrachtung weit gefehlt.
Das Geheimnis liegt in der Herstellungsweise der DVD, die hier mit einem doppelschichtigen Datenspeicher ausgestattet ist. Dies ermöglicht es, auf einer einzigen DVD mehr Material unterzubringen, da zu diesem Zweck zwei übereinander liegende Schichten beschrieben werden. Im Endeffekt kommt es dadurch zwar möglicherweise zu einer kurzen und geradezu minimal ausfallenden Unterbrechung beim Wechsel zwischen den einzelnen Schichten. Dieser fällt jedoch absolut nicht ins Gewicht. Ich habe jedenfalls nichts bemerkt und selbst wenn, so wird dies durch die sehr schön gestaltete und animierte Menüführung perfekt kaschiert. Inhaltlich braucht sich diese Special Edition von Jennifer Lopez' "Genug" also keineswegs vor anderen gleichwertigen Ausführungen zu verstecken, die sich meist auf mehrere Scheiben erstrecken und somit auch finanziell ganz anders, da zum Teil wesentlich teurer, einzuordnen sind.
Da wäre zunächst einmal die Möglichkeit, einzelne Szenen direkt anzuwählen. Somit fällt es leichter, an eine bestimmte Stelle im Film zu springen, die man nochmals sehen oder an die man zurückkehren möchte, falls man den Film aus irgendeinem Grund unterbrechen mußte. Insgesamt wurde der Film zu diesem Zweck in 28 Einzelsequenzen untergliedert, die bildlich aufgelistet sind. Schon dies erleichtert das spätere Aufsuchen, da ein textliches Menü oft weniger aussagekräftig ist.
Weiterhin finden sich neben den Referenzen des Regisseurs Michael Apted und des Autoren Nicholas Kazan die Filmographien der Haupt- und Nebendarsteller Jennifer Lopez, Billy Campbell, Juliette Lewis und Noah Wyle. Diese sind jedoch allesamt lediglich auf eine Liste einzelner Filmtitel mit dem Entstehungsjahr beschränkt und handeln diese chronologisch auch nur bis zur Veröffentlichung der Special Edition ab, sprich: bis 2003.
Dafür entschädigt wird man nicht nur mit einem Einblick in die Dreharbeiten und drei kurzen Dokumentationen, in denen sowohl die Darsteller als auch die Verantwortlichen hinter der Kamera zu Wort kommen. Auch die verfügbaren gelöschten Szenen tragen in ihrer Aussage-kraft wesentlich zum besseren Verständnis der Intentionen der einzelnen Charaktere bei. Unter anderem beinhalten sie ein Gespräch zwischen Slim und ihrem Exfreund Joe, ein Telefonat zwischen ihr und ihrer Freundin Ginny, die sie über eine überraschende und auch tragische Entwicklung informiert und nicht zuletzt eine kleine Episode, wie sich Slim auf ihre Konfrontation mit Ehemann Mitch vorbereitet.
Zusätzlich wird man noch mit einem qualitativ erstklassigen Musikvideo zu Jennifer Lopez’s Titelsong „Alive“ verwöhnt. Dieser entstammt ihrem Album „J to tha L-O! The Remixes“ und ist eine sehr gelungene Mischung aus Studioaufnahmen, prägnanten Filmszenen und einigen Entstehungssequenzen, bei denen man Jennifer Lopez über die Schulter schauen darf, wie sie für dieses Lied das, was sie ausdrücken möchte, in Worte faßt.
Abgerundet wird das Ganze von zwei sich über die gesamte Laufzeit des Films erstreckenden Kommentaren, bei denen einerseits Regisseur Michael Apted und Autor Nicholas Kazan ihren Gedanken freien Lauf lassen, andererseits die beiden Produzenten Rob Cowan und Irwin Winkler ergänzen oder eigene Ansichten beisteuern.
Darüber hinaus gibt es auch noch eine Zahl von Trailern, also aus Filmszenen bestehende Videos, die im Allgemeinen zum Bewerben eines Films dienen. Diese sind hier sowohl vom Haupt- als auch vom Special Features- Menü ansteuerbar. Negativ fällt mir persönlich hier auf, daß zwar der Trailer zu „Genug“ vorhanden ist, darüber hinaus aber auch Werbefilme zu anderen Werken, die vom Filmstudio Columbia Tristar finanziert wurden. Dies reicht von Fantasy- Filmen wie „Spiderman“ und „Men in Black II“ über Thriller wie „24 Stunden Angst“ bis hin zu romantischen Komödien wie „Maid in Manhattan“, in der zwar auch Jennifer Lopez mitspielt, der Trailer selbst ist aber, zumindest für meine Ansprüche, nicht weniger deplaziert.
Sprachlich beschränkt sich die Special Edition auf Englisch und auf Deutsch. Diese beiden Sprachen sind neben Türkisch auch als Untertitel anwählbar. Zusätzlich finden sich hier die als Untertitel zuschaltbaren Kommentare, die als gesprochene Variante auch im Special Features- Menü vorhanden sind. Meine eigene Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß es nicht nicht unbedingt empfehlenswert ist, den Film zu schauen und dabei die Kommentare als Untertitel mitlaufen zu lassen. Die Konzentration kann man letztendlich nur auf eins der beiden lenken. Praktisch ist diese Option dagegen, wenn man sich den Film als Kommentar-version anschaut und dabei die deutschen oder englischen Untertitel mitlaufen läßt.
..:: Fazit ::..
In meinem Leben habe ich schon viele, wirklich viele Filme gesehen und nicht zuletzt dadurch einen reichen Erfahrungsschatz angehäuft, was es mir ermöglicht, ein recht fundiertes Urteil abgeben zu können. Geschrieben wurde „Genug“ vom Oscar- nominierten Drehbuchautoren Nicholas Kazan („Matilda“, „Der 200-Jahre-Mann“) und von Bond- Regisseur Michael Apted („Die Welt ist nicht genug“) in Szene gesetzt, der schon mehrmals unter Beweis gestellt hat, daß er sich vor allem für starke weibliche Charaktere interessiert, so unter anderem in „Nell“ oder auch bei den „Gorillas im Nebel“. Die Story von „Genug“ ist zwar nicht ganz neu, denn schon 1991 war Julia Roberts mit einer ähnlichen Situation konfrontiert; meiner Meinung nach ist die Geschichte mit Jennifer Lopez in der Hauptrolle jedoch um Klassen besser umgesetzt worden als "Der Feind in meinem Bett". "Genug" ist nicht nur ein über die Maßen spannender Thriller, der von der ersten bis zur letzten Minute wach hält und das Herz zu immer neuen Höchstleistungen zwingt.
Er ist dabei auch belehrend und ermutigend: Slim hat ihren Traumprinzen geheiratet, der im Verlauf der Ehe das genau gegenteilige Bild an den Tag legt, von dem, in was sie sich zu Beginn ihrer Beziehung verliebt hatte. Doch sie ergibt sich nicht etwa in dieses Schicksal, sondern nimmt ihr Leben in die eigene Hand, immer das Wohl der eigenen Tochter im Blick. Sie flieht; nicht nur vor ihrem derzeitigen Leben, sondern vor allem vor ihrem Mann Mitch, der sie bis aufs Ärgste nicht nur psychisch, sondern auch körperlich peinigt, sie dabei zwingt, sich ihm unterzuordnen und ihre Rolle als erbeutete Trophäe zu spielen. Während dieser Odyssee lernt Slim aber auch einiges über sich selbst, vor allem, wo ihre eigenen Stärken liegen.
Die Special Edition ist sehr gut ausgestattet, läßt nur bei der Anzahl vorhandener Sprachen und den weniger passenden Werbetrailern zu wünschen übrig. Für ästhetischen Genuß sorgen ein gestochen scharfes Bild und ein ebenso überzeugender und dank des Dolby Digital- Standards glasklarer Ton.
Eine Empfehlung auszusprechen fällt hier nicht ganz so leicht, da es fast schon grotesker Gewaltverherrlichung gleichkommt, einen Film zu empfehlen, in dem ein Mann seine Frau schlägt. Wer sich aber von der Thematik ein wenig distanziert und einfach nur einen hoch spannenden und erstklassigen Thriller sehen möchte, dem ist "Genug" wirklich ans Herz zu legen ...
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Es ist dein Recht dein Leben zu schützen...
ein Testbericht von Ananas2006-04-23 17:45:07vom 23.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Darsteller, Musik, Storry...Nachteile/Kritik: Untertitel bzw . Sprachen (bei der DVD)
"Es ist dein Recht dein leben und das deines Kindes zu schützen.", bekommt Slim (Jennifer Lopez) von ihrer besten Freundin zu hören. Slim ist eine junge Kellnerin in einem Lokal, in dem sie ihren jetzigen Ehemann kennen lernte. Anfangs sieht alles gut für die beiden aus und auch noch kurz nach der Hochzeit scheint sich kein Schatten über die beiden zu legen. Das ändert sich aber schlagartig als die beiden ihre Tochter bekommen und sie langsam heranwächst. Slim bekommt durch Zufall heraus das ihr "toller" Ehemann Mitch sie betrügt und stellt ihn zur Rede. Er reagiert fürsorgungsvoll und zeigt Reue, was sich leider Wochen später ändert. Slim lässt sich das nicht gefallen und versucht ihn nochmals zur Rede zu stellen, was aber mit einer harten Ohrfeige für sie endet. Durch Mitch eingeschüchtert geht sie nicht zur Polizei sondern sucht Hilfe bei ihrer besten Freundin. Diese rät ihr nach mehrmaligen Drohungen von Mitch, ihre kleine Gracie zu nehmen und zu verschwinden. Slim erklärt Mitch sie würde sich von ihm scheiden lassen, was dieser nur über ihre Leiche zulassen würde und deswegen packt sie mitten in der Nacht einfach ihr Kind und ein paar Taschen und versucht sich aus dem Haus zu schleichen................große Spannung!! Ihre Freunde warten draussen im Auto auf sie und es kommt wie es kommen muss......Mitch erwischt sie und schlägt sie bewusstlos. Durch die Hilfe ihrer Freunde kann sie doch noch entkommen und verkriecht sich in einem billigem Motel, in dem die beiden nochmals von dem gewalttätigen Mitch heimgesucht werden. Sie hat nur kurz einen Unterschlupf bei einem ihrer Freunde in einer anderen Stadt, den sie bald verlässt und ihren Vater Jupiter aufsucht. Ihr Auftritt hinterlässt Eindruck auf Jupiter und er gibt ihr eine Menge Geld, das sie in ein Haus für sie und ihre Tochter investiert. Jetzt würde man denken alles würde sich zum guten Wenden, dem ist aber so nicht und schon wieder wird sie in ihrem eigenem Haus von Mitch angegriffen. Gracie und Slim flüchten...............eine heiße Verfolgungsjagd beginnt und endet zum Glück gut für die beiden. San Francisco: Slim weiß sie muss etwas ändern und schickt ihre Tochter und ihre beste Freundin in den Urlaub um genügend Zeit für ihr Handeln zu haben. "Notwehr ist kein Mord" lautet hier ihre Devise und mit viel Kampftraining und diversen Tricks hat sie Mitch schließlich dort wo sie ihn haben möchte. Allein, in seiner Wohnung, wehrlos wie sie damals. Ein erbitterter und spannender Kampf entflammt zwischen den beiden und Slim zeigt richtige Willensstärke bis zum Ende. Sie lässt Mitch für alles büßen was er ihr angetan hatte und damit hat sie auch Erfolg...........was folgt dann?? Natürlich ein Happy End für sie und ihre Tochter.
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SCHAUSPIELER:
Slim - Jennifer Lopez (Sängerin; Filme: The Cell, Manhattan Love Story, Anaconda, Wedding Planner)
Mitch - Billy Campbell (Am Anfang, Bram Stocker's Dracula)
Gracie - Tessa Allen
Jupiter - Fred Ward
SONSTIG: Juliette Lewis, Noah Wyle, Christopher Maher
PRODUKTION: Irwin Winkler
REGIE: Michael Apted (James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug)
SPIELZEIT: ca. 110 Min
STUDIO: Columbia Pictures
ÜBER DIE DVD:
Sprachen: Englisch, Deutsch
Untertitel:
Englisch, Deutsch, Türkisch
Sound: Dolby Digital 5.1
-------------ZUSATZMATERIAL-------------- -
TRAILER: Genug, Men in Black 2, 24 Stunden Angst. Spider-Man, Manhattan Love Storry
(Manche auf Englisch, manche auf Deutsch.................ein bisschen komisch^^)
1 Kommentar Regisseur und Autor
2 Kommentar Produzenten
Die beiden Kommentare der Produzenten und Regisseure bzw. Autor kann man an- und ausschalten beim Filmanschauen.
Entfallene Szenen: 3 Entfallene Filmszenen und schon wieder ein Audiokommentar zum an- und ausschalten
Cinemax Special:
Ein kurzes Making-of vom Film (ca 10 min). Am Anfang läuft kurz der Trailer zum Film ab und das Special beginnt gleich mit einem Interview von Jennifer Lopez. Zwischen durch gibt es natürlich auch noch Interviews mit den anderen Hauptdarstellern und den wichtigen mitwirkenden Personen. Dann bekommt meinen einen Einblick in "Jenny's" Kampftrainign für den Film, der 3 Monate dauerte. Das wars dann auch schon wieder mit dem Making-of und es endet mit bekannten Filmsequenzen.
------------MEINUNG----------- ---
Ich fange mal lieber beim schlechten an: Meiner Meinung nach gibt es wirklich zu wenig Sprachen und die Untertitel sind auch nicht gerade Weltklasse. Da hätte man sich mehr Mühe geben können................auch ist das Zusatzmaterial nicht gerade besonders toll. Dafür das es eine Special Edition ist, kann man wirklich mehr erwarten. Ich fragte mich beim Ansehen der Filmtrailer die ganze Zeit warum die Hälfte davon auf Deutsch und die Hälfte davon auf Englisch ist........und es ist mir bis heute unerklärlich. Aber wenn es um die DvD geht war ich eigentlich von dem Cinemay Special am meisten enttäuscht. Man sieht nicht wirklich viel. Am meisten werden dort Filmszenen gezeigt, die man nach dem Film auch schon kennt und das Material hinter der Kamera war ein bisschen zu wenig. Aber um das gute nicht zu vergessen: Die Story ist echt cool und auch ziemlich real. Es kommt eigentlich nicht vor, das man denkt "Man is das weit her geholt". Wenn man sich den Film ansieht kann man sich richtig in die Hauptpersonen reinversetzen und das auch nicht ohne Grund, da dei Schauspieler wirklich gut aggieren. Nach "Genug" zeigt die Diva Jennifer Lopez ihre schauspielerische Begabung und bringt ihren Gespielten Charakter real herüber. Erfreulich ist auch die Musik zum Film, die macht das Ganze noch dramatischer.
---------FAZIT------------
Klass e!! Spitze!! Volle Punktzahl, auch wenn man an der Dvd allein schon ziemlich kritisieren kann............(wenn man so kleinlich ist wie ich^^ +grins*). Aber eigentlich ist doch die Hauptsache der Film (wobei dort die Verfolgungsjagd und der Endkampf so richtig unter die Haut geht!!).
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ein Testbericht von Sarah22092005-08-10 20:48:30vom 10.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Die Story....Nachteile/Kritik: Es ist nicht jedermanns Sache.
Facts zum Film:
Film von 2002, Spielfilmlänge 95 min, Freigegeben ab 12 Jahren (darüber lässt sich streiten)
Die Hauptrollen:
Jennifer Lopez als Slim
Billy Campbell als Mitch
Der Film:
Slim arbeitet in so einer Art Fast-Food-Restaurant, so würde ich es bezeichnen. Der Besitzer dieses Restaurants ist wie ein Vater zu ihr. Und eine Kollegin ist ihre beste Freundin.
Eines Tages kommt ein gutaussehender Kerl in das Restaurant und peng, mit einem Trick (wie sich später rausstellt), er (Mitch) und Slim heiraten und sind super glücklich. Das perfekte Paar. Als sie dann auch noch eine kleine, wirklich süße Tochter bekommen, ist
das Glück tatsächlich perfekt!
Doch nach einigen schönen Jahren muss Slim dann feststellen, dass Mitch sie betrügt. Sie ist natürlich am Boden zerstört, aber Mitch macht ihr schnell klar, dass sie keine andere Wahl hat, als es zu akzeptieren, wenn sie ihre Tochter nicht an ihn verlieren will. Denn er will beides, eine tolle Familie und seine Affäre. Dieses macht er ihr immer deutlicher, indem er sie regelmäßig sehr brutal verprügelt.
(Und später im Film, bringt er es sogar fertig, gegen seine Tochter vorzugehen!)
Doch Slim will ein solches Leben nicht leben und mit Hilfe ihres „Vaters“ und ihrer besten Freundin gelingt es ihr, mit ihrer Tochter vor Mitch zu fliehen. Dieser hat allerdings überall Kontakte und ist somit in der Lage, Slim überall aufzufinden und zu bedrohen. Slim ist verzweifelt und setzt sich ab, zu einem alten Jugendfreund. Aber auch dort erscheinen Männer, um nach ihr zu suchen, diesmal ohne Erfolg.
Eines Tages glaubt sie es geschafft zu haben und mit dem Geld ihres leiblichen Vaters, den sie um Hilfe gebeten hat, baut sie sich und ihrer Tochter ein neues Leben auf, mit neuen Namen in einem neuen Haus. Sie denkt alles ist in Ordnung, aber da taucht Mitch wieder auf und bedroht und verprügelt sie. Es gelingt ihr mithilfe eines von ihr ausgetüfftelten perfekten Plans noch ein letztes Mal zu entkommen. Sie gibt ihre Tochter in die Obhut ihrer besten Freundin und bereitet sich auf den Kampf ihres Lebens vor!
Sie trainiert hart, mit dem Ziel, Mitch gegenüber zu stehen und ihm einmal Angst zu machen. Das gelingt ihr auch. Sie dringt in seine Wohnung ein, macht Telefone und Handys funktionsunfähig, versteckt seine Waffen, prägt sich ein, wo welche Möbel stehen u.v.m., natürlich alles unbemerkt. Dann kommt Mitch nach Hause und der Kampf beginnt. Ein spannendes Ende. Wer gewinnt? Seht doch selbst, es lohnt sich!!!
Meine Meinung:
Es ist wirklich ein toller Film, sehr spannend, bis zum Schluss, wie ich finde. Ich finde er stimmt nachdenklich und schockiert. Ich finde es einfach hervorragend, wie Slim sich entwickelt, was sie für ihre Tochter alles auf sich nimmt und wie sie zurückschlägt! Ihre sämtlichen ausgeklügelsten Pläne sind einfach der Wahnsinn! Ich genieße es richtig, zu sehen, wie Mitch ALLES zurück kriegt und sein blödes Gesicht zu sehen! Er hat es verdient!
Dieser Film hat sogar meinen Freund begeistert!
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verbatim, 10.08.2005
da muss ich doch mal gleich in den CD-DVD Laden, aber trotzdem ist das nen bisschen zu viel Inhalt. Kannst du auch noch was dem Aussehen sagen? Bitte! Schreib doch in mein Gaumlstebuch. Danke. Man liest sich!