Gifford Thomas: Assassini
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Gifford Thomas: Assassini
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Gifford Thomas: Assassini

Testberichte Gifford Thomas: Assassini

 (Taschenbuch)
3.2 von 5
Platz 22 in der Kategorie "Bücher Krimis - A, B, C".
Bewertung: Kundenbewertung 3,30 / 5,00 3.2 von 5
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Gifford Thomas: Assassini Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,30 / 5,00 3.2 von 5
von 75% aller Autoren empfohlen (6/8).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • interessantes Thema, ab der Hälfte wird es spannender
  • spannend, unterhaltsam, gebraucht billig zu haben
  • Spannend, detaillierte Hintergrundinformationen, sympathischer Hauptcharakter
  • Spannende Handlung Sehr gut erzählt
  • Sogwirkung, Hauptfiguren
Nachteile/Kritik
  • recht mühsam zu lesen, anfangs sehr verwirrend, Ende vorhersehbar, große Überraschungen bleiben aus, das Buch ist zu lang
  • zahlreiche Klischees, sehr umfangreich, viele Opfer von Gewalt
  • Zu viele Seiten, etwas ausufernd mit Hintergrundinformationen
  • Nichts
  • zu viele Erzählstränge
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linnie

Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann?

ein Testbericht von 2005-02-13 21:14:18 vom 13.02.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: interessantes Thema, ab der Hälfte wird es spannender ...
Nachteile/Kritik: recht mühsam zu lesen, anfangs sehr verwirrend, Ende vorhersehbar, große Überraschungen bleiben aus, das Buch ist zu lang
Wie einige Leute bereits wissen, habe ich ein Faible für (Vatikan-) Verschwörungsthriller, deswegen konnte ich selbstverständlich nicht an Assassini vorbeigehen. Hätte ich das eventuell doch besser tun sollen???

** Über den Autor Thomas Gifford
Der 1937 geborene Autor begann seine schriftstellerische Karriere als Autor von Kriminalromanen. Sein interntionaler Druchbruch gelang ihm mit dem Buch "Assassini", zu dem er mit "Gomorrha" eine in sich abgeschlossene Fortsetzung schrieb. Gifford veröffentlichte auch Bücher unter den Pseudonymen Dana Clarins und Thomas Maxwell. Im Jahre 2000 verstarb Gifford in seiner Heimatstadt Dubuque in Iowa.

Von ihm erschienen sind weiterhin:
The wind chill factor
Intrige
Escudo
Aquila
Skandal
Benchwar mer Bob
Assassini
Protector
The first sacrifice
Gomorrha

Mehr Informationen unter:
http://www.krimi-couch.de/krimis/thomas-gi fford.html

** Der Inhalt
Schon zu Beginn lernt der Leser den Attentäter kennen, dessen Identität erst im späteren Verlauf des Buches aufgedeckt wird. Kunstvoll zieht er seine Bahnen auf einer Eisfläche, bevor er losgeht, um zwei Menschen zu exekutieren.

In Rom liegt der Papst Calixtus im Sterben, denn sein Herz spielt nicht mehr mit, außerdem wächst in seinem Kopf unaufhaltsam ein Hirntumor heran. Die beiden aussichtsreichsten Kardinäle bei der bald anstehenden Papstwahl sind Indelicato und D'Ambrizzi. Spielen sie im weiteren Verlauf des Buches eine Rolle?

Schwester Valentine Driskill ist nicht gerade das, was man sich traditionell unter einer Nonne vorstellt, denn sie macht, was sie will und hat sogar eine Affäre mit Curtis Lockhardt, den sie eventuell sogar heiraten will. Für ein geplantes Buch stellt sie Nachforschungen über die Kirche während des zweiten Weltkrieges an und macht dabei eine scheinbar unglaubliche Entdeckung, denn sie ruft aufgeregt ihren Bruder Ben an, um sich im Elternhaus mit ihm zu treffen. Doch zum verabredeten Zeitpunkt erscheint sie nicht und schließlich findet Ben sie erschossen in der Familienkapelle auf. Was hat Val herausgefunden, dass sie solche Angst hatte und nun ermordet wurde?

Als er von der Ermordnung seiner Tochter erfährt, bricht Hugh Driskill zusammen und muss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zu Vals Beerdigung reist auch ihre beste Freundin Elizabeth, ebenfalls eine Nonne, an. Ben und Elizabeth verstehen sich anfangs gut, doch als Ben ein Bild von vier Männern findet, das seine Schwester für ihn versteckt hat, will er seine eigenen Nachforschungen anstellen, um herauszufinden, was der Grund für Vals Ermordnung war. Elizabeth versucht, ihn davon abzuhalten und die beiden gehen im Streit auseinander.

Als erstes reist Ben nach Alexandria, um dort Vals Spuren zu verfolgen, aber auch Elizabeth macht sich in Rom an ihre eigenen Nachforschungen und stößt schon bald auf eine heiße Spur. Welche Rolle hat die Kirche wirklich während des zweiten Weltkrieges gespielt? Welche Leichen im Keller kann Elizabeth entdecken?

Kurz vor ihrem Tod hat Val sich nach einem toten Priester erkundigt, der im Garten ihrer Eltern vor etlichen Jahren Selbstmord begangen und sich an einem Baum aufgehängt hat. Welche Rolle spielt dieser Priester? Warum war es Val so wichtig, mehr über den Selbstmord herauszufinden?


** Kritische Betrachtung
Da ich Verschwörungsthriller sehr mag und leider schon oft von ihnen enttäuscht wurde, stand ich Assassini erstmal etwas skeptisch gegenüber, zumal insgesamt 779 Seiten zu lesen waren und ich von Longasc bereits gehört hatte, dass das Buch nicht recht in Schwung kommt. Und wirklich, obwohl zu Beginn drei Morde und ein Mordanschlag direkt hintereinander passieren, wird man von dem Buch nicht gepackt. Gifford hat einen sehr ausführlichen und ausschweifenden Schreibstil (ich habe mich unangenehm an Umberto Ecos Foucaultsches Pendel erinnert gefühlt...), der fast ohne direkte Dialoge auskommt und damit recht schwerfällig zu lesen ist. Am Anfang habe ich mich daher durch jede Seite gequält, weil keine rechte Spannung aufkommen wollte. Recht schwierig zu lesen ist das Buch anfangs auch dadurch, dass immer neue Personen auftauchen und man mit immer mehr Informationen eingedeckt wird, die erst später miteinander verknüpft werden. So hangelt man sich mühsam durch etliche Seiten, ohne überhaupt zu ahnen, wohin die Geschichte einen führen wird.

Erst als Ben Driskill nach Afrika reist, um die Spuren seiner Schwester zu verfolgen, beginnt Assassini, den Leser gefangen zu nehmen. Etwa ab der Hälfte wird das Buch dann deutlich spannender, weil man gespannt auf die Auflösung und die Aufdeckung eines großen Skandals wartet. Das führte dann doch dazu, dass ich das Buch innerhalb von weniger als 10 Tagen gelesen habe, obwohl ich nicht viel Zeit zum Lesen hatte. Leider kann ich aber nicht behaupten, dass Assassini an irgendeiner Stelle zu einem sogenannten "Pageturner" wurde, denn die Seiten blätterten sich leider nicht von selbst um :-)

Das Buch ist teilweise in der ersten Person aus der Sicht des Ben Driskill geschrieben, jedes zweite Kapitel trägt seinen Namen und ist dann auch aus seiner Sicht geschrieben. Das führt dazu, dass einem Ben sehr sympathisch wird, da man seine Gefühlsregungen und Ängste hautnah mitverfolgen kann. Die jeweils anderen Kapitel sind dann in der dritten Person geschrieben. Hier kann man sich immer darauf einstellen, dass Ben dann nicht auftauchen wird.

Insgesamt war ich doch etwas enttäuscht von dem Buch, weil ich immer auf den großen Skandal gewartet habe, der am Ende doch noch kommen musste, aber leider blieb er aus. Irgendwann auf der Hälfte des Buches macht Schwester Elizabeth eine Entdeckung, die dann schließlich auch der Auslöser für die Morde waren. Es ging im restlichen Verlauf des Buches nur noch darum, die schuldigen Männer zu identifizieren und die Guten von den Bösen zu unterscheiden. Im Prinzip gehört fast jede auftauchende Person mindestens einmal zum Kreis der Verdächtigen, weil immer Aspekte auftauchen, die jemanden verdächtig wirken lassen, dies führt zu einem ewigen hin und her, denn als Leser weiß man nicht mehr, was man glauben soll. Ich hatte das Gefühl, dass Gifford krampfhaft versucht hat, in seinem BUch Verwirrung zu stiften. Das ist ihm auch gelungen, aber mich persönlich hat es etwas genervt, dass ich nie wusste, woran ich bin.

Das Ende des Buches schließlich war völlig abgedroschen und flach. Schon lange vor dem Ende kamen nur noch zwei bis drei Personen als Verdächtige in Frage und am Ende ist es dann derjenige, von dem ich es schon lange vorher angenommen hatte. Assassini führt im Prinzip immer nur auf diese eine Person hin, sodass die große Überraschung am Ende ausbleibt und ich mich gefragt habe, wozu ich 800 Seiten lang gelesen habe. Der Titel des Buches verrät im Prinzip schon die Hälfte des Skandals und selbst bei der Identifikation der verdächtigen Personen gibt es keine großen Überraschungen.

Für mich war Assassini daher größtenteils sehr vorhersehbar, das genaue Ende will ich mal lieber nicht verraten, aber ich kann darüber nur sagen, dass ich es mehr als enttäuschend fand.

** Allgemeine Informationen
Assassini
779 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3404135091
Preis: 9,90 Euro
Titel der englischen Originalausgabe: The assassini

** Fazit
Mein Fazit kann nur negativ ausfallen, denn ein Buch von knapp 800 Seiten sollte über mehr Inhalt verfügen als Assassini. Es kommt während des gesamten Verlaufes nie richtig Spannung auf, da Gifford sich in seinem ausführlichen Schreibstil verfängt und es nicht schafft, den Leser mitzureißen und mitfiebern zu lassen. Die Morde lassen einen überraschend kalt, weil man doch mit ihnen rechnet. Schon auf der Hälfte weiß der Leser im Prinzip alles, was er wissen muss, den Rest des Buches versucht Gifford lediglich, nochmals zu verwirren und alles über den Haufen zu schmeißen, aber das fand ich nur noch unnötig.

Insgesamt vergebe ich 2 Sterne, da das Buch durchaus auch halbwegs spannende Passagen hatte und man stellenweise recht gut unterhalten wurde, eine Empfehlung möchte ich aber nicht aussprechen, da Assassini doch etwas zu langatmig geraten ist.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
princesse
princesse, 23.10.2005
muss frau wohl nicht gelesen haben, oder?
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Revan24

Ärgere niemals einen bockigen Anwalt und Ex-Jesuiten...

ein Testbericht von 2010-01-14 23:57:48 vom 14.01.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend, detaillierte Hintergrundinformationen, sympathischer Hauptcharakter...
Nachteile/Kritik: Zu viele Seiten, etwas ausufernd mit Hintergrundinformationen
Mit Assassini gab es mal wieder frisches "Kirchen-Thriller" auf dem Bücherteller und da ich diese Thriller ganz gerne lese, kam ich dann natürlich auch nicht an diesem Buch herum und dank Dan Browns Buch "Illuminati" war ich auch hier schon gespannt was die Assassinen wieder für Unfug treiben.

Kurz zum Inhalt:

Ben Driskills Schwester Valantine (eine Ordensschwester) wird ermordert und er macht sich natürlich auf die Suche nach dem Mörder. Als Hilfe dient ihm zunächst nur ein altes Foto aus dem alten Paris von 1943. Ben, ein Anwalt und ehemaliger Jesuit, muss also nun mit der Hilfe des Fotos, auf welchem 4 Männer abgelichtet sind, versuchen diese zu finden und hoffen das diese ihm weiterhelfen können, doch dass führt in auf eine Fährte ungelöster Todesfälle.

Irgendwie kommt er so auch wieder mit die Kirche in Verbindung, welche durch Abgesandte ihn darauf hinweist, gefälligst die Suche einzustellen, diese Dinge würden ihn nichts angehen, auch wenn seine Schwester eine Ordensschwester war.....

Zu meiner Meinung:

Ja, wie ist meine Meinung eigentlich, gute Frage, da ich das Buch über 3 Monate gelesen habe (zwischenzeitlich hatte ich eine "Leseunlust", aber ich denke das ich das Buch im "Normalfall" in wenigen Tagen verschlungen hätte).

Es enthält viele Informationen zu der katholischen Kirche, wie z.B. der "Geheimbund" der Assassini gegründet worden sein soll bzw. wo sie überhaupt herkamen und was der im allgemeinen Grundgedanke war, diese Gruppierung zu erschafften. Dazu natürlich eine nette Geschichte über eine anstehende Papstwahl und wie die jeweiligen moralischen Anschauungen von Kardinälen ist.

Dazu kommt dann ein Killer, der ohne Rücksicht auf Verluste morden tut (arbeitet er allein? ist er ein Auftragskiller?) und ein netter, aufbrausender, bockiger, sympathischer Anwalt der die Kirche durch persönliche Erlebnisse in der Kindheit verfluchen und verteufeln tut und damit in einen Zwiespalt gerät zu seiner Liebe einer Nonne gegenüber. Zum einen verliebt er sich in sie, zum anderen traut er keinem Kirchenanhänger über den Weg und natürlich will er mit aller Macht herausfinden wer an dem Mord seiner Schwester schuldig ist.

Kurzum...spannend geschrieben, bis zum Schluss kann man sich eigentlich nicht entscheiden wem man nun persönlich trauen kann oder nicht, eine Wendung jagd die Nächste. Leider ein bisl arg ausufernd ist was die allgemeine Geschichte zu der Kirchlichen Vergangenheit anbelangt (da hätte es auch gereicht Informationen die für den Handlungsablauf wichtig sind nur zu umschreiben, z.B. die Zusammenarbeit der Kirche mit den Nazis, was jedoch hier sehr interessant ist für den eigenen privaten Wissensschatz).
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Humor:Humor von Gifford Thomas: Assassini  (Taschenbuch): 3,0 mittelmäßig
Zielgruppe:Erwachsene
Niveau:Niveau von Gifford Thomas: Assassini  (Taschenbuch): 4,0 anspruchsvoll
Unterhaltungswert:Unterhaltungswert von Gifford Thomas: Assassini  (Taschenbuch): 4,0 hoch
Spannung:Spannung von Gifford Thomas: Assassini  (Taschenbuch): 4,0 hoch
Wie ergreifend ist die Story?:ergreifend
Aufmachung:Aufmachung von Gifford Thomas: Assassini  (Taschenbuch): 4,0 schön
Seitenzahl:über 400
Stil:neutral
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Kommentare
Hope_Tikva777
Hope_Tikva777, 25.01.2010
mir hat das buch damals, als ich es las, sehr gut gefallen : toller bericht
raZuuL
raZuuL, 18.01.2010
Guter Bericht, ließ sich flüssig lesen! Weiter so! MFG
Cessie47
Cessie47, 15.01.2010
Guter Bericht,liebe Grüße und ein schönes Wochenende
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Gering

Dick und anstrengend und deshalb nur Durchschnitt

ein Testbericht von 2009-03-20 16:55:22 vom 20.03.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: s.o...
Nachteile/Kritik: s.o
„Die Kirche ist ein unreiner, unsauberer Ort Weil auch Menschen niemals rein und sauber sind.“
Drei Menschen werden kaltblütig erschossen: Zum einen ist da die bekannte Nonne Valentine (Driskill), genannt Val, die durch zwei Bücher der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden ist, von der Kirche aber als aufrührerisch gefürchtet wird. Ihre Bekanntheit schützt sie aber vor Maßnahmen der kirchlichen Institutionen. Den damit gewonnenen Freiraum nutzt sie, um für ein drittes Buch zu recherchieren, dass die Geschichte der Kirche im Zweiten Weltkrieg behandeln soll.
Val ist die Tochter eines angesehenen und sehr einflussreichen Vaters, der selbst im krieg als Agent des OSS im besetzten Frankreichen Kontakte zum Widerstand und zu bekannten Kirchenpersönlichkeiten aufnehmen konnte.

Scheinbar aber verlaufen die Nachforschungen nicht so reibungslos, wie gedacht. Val meldet sich plötzlich bei ihrem Bruder Ben, einem ehemaligen Jesuiten und jetzigen Anwalt, und diesem wird die Angst, die seine Schwester hat, sofort deutlich.
Zum zweiten ist da der alte Freund des Vaters, Curtis Lockhardt, bekannt als Papstmacher. Lockhardt ist Finanzier und kennt sich in den Regionen des Vatikans meisterhaft aus. Durch gezielte Zuwendungen ist es ihm vor Jahren gelungen, den Wunschkandidaten auf den Papstthron zu setzen. Der Einfluss von Curtis auf die Kurie ist enorm, und da der jetzige Papst im Sterben liegt, beginnt er, erneut die Fäden zu spinnen und seinen Einfluss zu nutzen, um auch den neuen Papst bestimmen zu können.
Curtis ist gleichzeitig – moralische Abgründe tun sich hier auf (* g *) – der (richtige !!) Freund von Val. Als er sich mit einem einflussreichen Bischof trifft, um über die anstehenden Angelegenheiten zu sprechen, werden beide in profisioneller Manier im Büro des Bischofs durch gezielte Schüsse getötet.

Noch am selben Tag, Val ist inzwischen in ihrem Heim angekommen und betet in der hauseigenen Kapelle, trifft auch sie auf ihren Mörder: Durch einen Kopfschuss wird sie getötet. Vor ihrem Mörder aber bleibt eine pikante Spur zurück.
__________________________________________ ____
Ben, Vals Bruder und abtrünniger Jesuit, der mit der Kirche nichts mehr zu tun haben möchte, beschließt, den Mörder seiner Schwester zu jagen. Dass es aber nicht ganz ungefährlich ist, erlebt er am eigenen Leibe: Kurze Zeit nach dem Tod von Val überlebt er einen Mordanschlag schwer verletzt.
Die einzige Spur dessen, womit sich Val beschäftigt hat, ist ein Foto, dass sie kurz vor ihrer Ermordung versteckt hat. Dieses zeigt vier Männer während des Kriegs in Paris. Darunter zwei hohe Kirchenvertreter.
Dennoch nimmt er Nachforschungen auf, indem er die Reiseroute seiner Schwester nachvollzieht. Und dass Val auf höchstbrisantes gestoßen sein muss,, wird Ben insofern deutlich, als dass jemand versucht, die Gesprächspartner der Schwester zu ermorden, noch bevor er mit ihnen hat sprechen können.

Eines wird allerdings schnell klar: Der oder die Mörder stammen aus der Kirche selbst und auch die Auftraggeber für die Morde.
Eine Freundin Vals, Schwester Elisabeth, nimmt ebenfalls Ermittlungen auf, und sie stößt auf die Tatsache, dass die Morde nicht isoliert zu sehen sind, sondern dass insgesamt 9 Menschen bisher ihr Leben verloren haben.

Für beide beginnt ein Wettlauf mit dem Tod, denn der oder die Mörder versuchen, beide schnellstmöglich aus dem weg zu räumen ......
______________________________

Thomas Gliffords Buch ist im Volumen ein Epos, ein dicker Kirchen - Thriller. Nun sind eigentlich dicke Bücher ganz nach meinem Geschmack, nur ist die Dicke dieses Buches mit über 800 Seiten nicht gerade ein Qualitätsmaßstab.
Viel zu oft werden regelmäßig Nebensächlichkeiten seitenlang geschildert, z.B. Zimmereinrichtungen unwichtiger Personen oder Räume. Auch ist die Handlung bzw. der Handlungsverlauf relativ kompliziert und verschachtelt , was eigentlich erfordert, dass Buch relativ zügig zu lesen, um den Überblick zu behalten.
Auch lebt das Buch vom Spannungsbogen her vor allem von der Frage, wer die Mörder sind und warum sie morden. Der Weg zur Aufklärung freilich ist nur phasenweise spannend und fesselnd.
Das liegt auch darin begründet, dass der Autor den Hang zu Geschichtsreferaten hat, die nur leidlich spannend erzählt werden.

Nun ist diese Buch ein Beispiel dafür, wie und worüber Clifford schreibt, denn sämtliche Bücher von ihm grasen das Feld des klassisches Agenten – Groß – Thrillers ab. Aber: Ein Meister ist Clifford da bestimmt nicht, denn ein 800 Seiten- Buch sollte auf keinen Fall zu 50 % aus LÄNGEN bestehen.
Ich selbst empfand das Lesen des Buches als überaus anstrengend und nicht gerade interessant. Nur die Tatsache, dass ich Bücher ( bis auf zwei Ausnahmen) nie weglege, bevor ich sie zu Ende gelesen habe, war Grund, das auch bei diesem Buch zu tun.

____________________________
Zur Buchausgabe: Grundsätzlich bin ich mit der Qualität des Druckes nicht zufrieden: Ständig verblasste Buchstaben, ja ganze Sätze zeigen das im Grunde unterdurchschnittliche Layout dieses Buches aus dem Bastei Lübbe Verlages. Für 18.90 DM kann man schon ein halbwegs vernünftiges Druckerzeugnis erwarten.

Michael
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
timecode001
timecode001, 21.03.2009
Super geschrieben!

Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende.
timecode001
dohe1958
dohe1958, 20.03.2009
Das scheint es ja schon lange zu geben, wenn Du den Preis in DM nennst...
ingoa09
ingoa09, 21.03.2009
Nun fühle ich mich umfassend informiert!
Liebe Grüße,
Ingo
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mima007

Vorbild für "Sakrileg"? Leichen pflastern seinen Weg

ein Testbericht von 2007-07-20 15:28:17 vom 20.07.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, unterhaltsam, gebraucht billig zu haben...
Nachteile/Kritik: zahlreiche Klischees, sehr umfangreich, viele Opfer von Gewalt
Papst Calixtus geht es gar nicht gut, er ist sterbenskrank. Man bereitet die Wahl seines Nachfolgers auf dem Stuhl Petri vor. Leider tanzt ein amerikanischer Bischof aus der Reihe und muss bestochen werden. 10 Millionen Dollar dürften reichen. Einer der Geheimagenten des Vatikan wird beauftragt, die Sache zu managen. Leider ist er bald danach tot.

Seine Freundin, die Nonne Valentine, ist es bald danach ebenfalls. Sie hatte stets einen Aktenkoffer mit wichtigen Unterlagen für ihr geplantes Buch über die Aktivitäten des Vatikan während des 2. Weltkriegs dabei. Wie ihr entsetzter Bruder ben, den sie zu einem Treffen gerufen hatte, entdeckt, ist der Aktenkoffer mit den brisanten Unterlagen verschwunden. Neben Vals Leiche entdeckt er einen dunklen Fetzen: Er stammt vom Regenmantel eines katholischen Geistlichen, wahrscheinlich eines Jesuiten. Selbst von Jesuiten aufgezogen, erkennt er das Ding sofort.

Seine Ermittlungen führen ihn ins Herz des Katholizismus auf Erden, in den Vatikan. Dort, in den geheimen Archiven, hatte seine Schwester Val geforscht. Allerdings auch in Unterlagen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ihre und seine Nachforschungen führen ihn auf die Spur einer geheimen Mördertruppe, die Assassini. Diese kamen bereits im Mittelalter stets dann zum Einsatz, wenn alle anderen Mittel des Papstes versagten, insbesondere auch während der deutschen Besatzung Europas im 2. Weltkrieg.

Doch je näher Benjamin Driscoll der Wahrheit kommt, desto mehr geraten er selbst und seine Freunde und Helfer in Gefahr. Denn Attentäter lassen bekanntlich nicht mit sich spaßen.

Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°

Im Grunde bekriegen sich in der Geschichte zwei Parteien in der Kirche, die von Rivalen um den Papststuhl angeführt werden. Jede Partei hat ihre Anhänger. Undurchsichtig wird der Plot, wenn es um die Assassini geht: gedungene Mörder, die schon im 2. Weltkrieg aktiv waren.

Wie es scheint, sind nicht nur feste Parteigänger Mitglieder dieser Gruppe, sondern auch solche mit wechselnder Loyalität. Hinzukommt, dass alle Attentäter einen Decknamen tragen. Durch die gesamte Handlung hindurch ist Ben damit beschäftigt, die wahre Identität der Assassini hinter ihren jeweiligen Decknamen aufzudecken.

Und bis zum Schluss ist ihm (und somit uns, da er in der 1. Person von sich erzählt) unklar, wer sich hinter "Archduke" (Erzherzog) verbirgt. Daher ist fast zum Schluss für gehörig Spannung gesorgt, die sich in einem überraschenden und blutigen Showdown entlädt.

Man könnte fast sagen: "Leichen pflasterten seinen Weg". Denn wo Ben auch hinkommt, dort wird man bald auch eine Leiche finden. Er selbst entkommt mehrmals nur mit knapper Not einem der Attentate. Und als er sich in Schwester Elisabeth in Rom verliebt, gerät auch sie in Verdacht. Zum Glück weiß sie sich ihrer Haut zu wehren.

Unterm Strich
°°°°°°°°°°°°°

Die Handlung dieses Klerus-Thrillers ist reichlich verschlungen. Es gibt zahlreiche Akteure, deren Namen sowie Decknamen man sich am besten notiert. Viele segnen aber bald das Zeitliche, weshalb sie des Notierens vielleicht gar nicht wert sind.

Und es gibt drei verschiedene Zeitebenen: Gegenwart, 2. Weltkrieg und Mittelalter. Auf jeder Zeitebene spielt ein supergeheimes Dokument eine mysteriöse Rolle - was zu weiteren Opfern führt. Wenigstens spielen keine Figuren aus dem Mittelalter eine Rolle. Und die Figuren aus dem 2. Weltkrieg sind häufig die gleichen wie in der Gegenwart.

Über die kritische Aussage des Werkes mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Bevor ich mir hier den Zorn der Gläubigen zuziehe, möchte ich nur anmerken, dass die katholische Kirche vom Autor wie jede andere Machtorganisation dargestellt wird und somit zu allen Wohltaten und Verbrechen einer solchen Organisation fähig ist. Der Papst mag sakrosankt sein, aber weder seine Taten noch die seiner Organisation sind es nicht. Ich sage nur: Opus Dei.

Fazit: ein Klerikalthriller mit vielen Klischees, aber unterhaltsam.

Michael Matzer (c) 2006ff

Info: Assassini; Lübbe März 1994, Bergisch Gladbach; 812 Seiten; aus dem US-Englischen von Wolfgang Neuhaus, Preis: 9,90 EU.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
topware2002
topware2002, 15.05.2006
..................................................... .........................ö ö....................... SH-------oOO----OOo-----------
bodspy
bodspy, 15.05.2006
SEHR HILFREICH ausführlich informativ... Liebe Grüße... RenÖ
princesse
princesse, 28.05.2006
ich glaube nicht, dass ich mir den reinziehe, mein leben ist zu kurz für alle bücher, dieses wird aussortiert -
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zaubermaus558

Assassini

ein Testbericht von 2006-04-19 18:19:55 vom 19.04.2006
Empfehlung: nein
Originaltitel : The Assassini

Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3404135091
Seiten: 813
Bindung: Taschenbuch

zum Autor:
Thomas Gifford

Thomas Gifford wurde am 16. Mai 1937 geboren. Er begann seine schriftstellerische Laufbahn als Autor von Kriminalromanen. Den internationalen Durchbruch erzielte er mit dem Vatikan-Thriller "Assassini", zu dem er mit "Gomorrha" eine in sich abgeschlossene Fortsetzung vorlegte. Doch dem amerikanischen Publikum war er seit den siebziger Jahren bekannt als Autor von "Aquila", einem Buch, das seine Qualitäten als Erzähler zeigt. Gifford veröffentlichte auch Bücher unter den Pseudonymen Dana Clarins und Thomas Maxwell.

Die Gesamtauflage seiner Bücher in Deustchland beträgt über eine Million Exemplare.

Thomas Gifford verstarb am 31. Oktober 2000 in seiner Heimatstadt Dubuque in Iowa.

zum Buch
Der Mord an der jungen Ordensschwester Valentine lässt ihren Bruder Ben, einen Anwalt und früheren Jesuiten, nicht ruhen. Sein einziger Hinweis ist ein verblasstes Foto aus dem Paris des Jahres 1943. Auf der Suche nach den vier Männern, die auf dem Foto abgebildet sind - und dem fünften, der es aufgenommen hat -, stößt er auf eine Reihe ungeklärter Todesfälle. Interne Kirchenangelegenheiten, bedeutet man Ben, die ihn gefälligst nichts anzugehen hätten.

Alle Spuren führen nach Rom, zu den geheimen vatikanischen Archiven und weit in die Vergangenheit: Irgendwann in der Renaissance, so heißt es, unter den berüchtigten Borgia-Päpsten, gab es eine geheime Mördertruppe, Assassini genannt, die dann zum Einsatz kam, wenn alle anderen Mittel versagten. Hat irgend jemand diese Truppe wieder zum Leben erweckt? Hat der Vatikan Interessen, die er notfalls sogar mit Mord schützt?

mein Fazit

Ich habe das Buch nun auch endlich fertig gelesen und bin nicht wirklich begeistert. Enttäuscht bin ich zwar auch nicht, da ich mit keinen großen Erwartungen drangegangen bin (es wäre falsch, es mit Illuminati oder Sakrileg zu vergleichen, da es sich um ganz andere Hintergründe handelt), aber empfehlen würd ich es nicht. Es ist sehr sehr langatmig und man hätte den Inhalt mal ganz locker um einige 100 Seiten kürzen können! Auch der Schluss ist nicht gerade umwerfend, da schon früh vorhersehbar! Also da habe ich schon bei weitem besseres gelesen

Preis 9,95
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
SeriousError
SeriousError, 19.04.2006
Ein quotsehr hilfreichquot von mir für diesen tollen Beitrag. :o Gruß SeriousError!
sonarmaster
sonarmaster, 21.04.2006
Guter Bericht, also sh - lg Tom
Power_Surfer
Power_Surfer, 19.04.2006
sehr hilfreich... lg patrick
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Naffy

Eine weitere, dennoch gute dieser anscheinend modernen Verschwörungs-Geschichten

ein Testbericht von 2006-03-15 14:37:33 vom 15.03.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannende Handlung Sehr gut erzählt...
Nachteile/Kritik: Nichts
Moin denn….

Für alle Verschwörungstheoretiker möchte ich folgendes Buch vorstellen:

*** Assassini - Thomas Gifford ***

*** Infos zum Buch ***

ISBN: 3-404-13509-1
Erschienen bei: LÜBBE
Reihe:Bastei Lübbe Taschenbücher Nr.13509
Erscheinungstermin:03.1994
Einband: kartoniert/broschiert
Seiten: 812

*** Über den Autor ***

Thomas Gifford wurde am 16. Mai 1937 geboren. Er begann seine schriftstellerische Laufbahn als Autor von Kriminalromanen. Den internationalen Durchbruch erzielte er mit dem Vatikan-Thriller "Assassini", zu dem er mit "Gomorrha" eine in sich abgeschlossene Fortsetzung vorlegte. Doch dem amerikanischen Publikum war er seit den siebziger Jahren bekannt als Autor von "Aquila", einem Buch, das seine Qualitäten als Erzähler zeigt. Gifford veröffentlichte auch Bücher unter den Pseudonymen Dana Clarins und Thomas Maxwell.
Die Gesamtauflage seiner Bücher in Deustchland beträgt über eine Million Exemplare.
Thomas Gifford verstarb am 31. Oktober 2000 in seiner Heimatstadt Dubuque in Iowa.

*** Klappentext ***

Der Mord an der jungen Ordensschwester Valentine lässt ihren Bruder Ben, einen Anwalt und früheren Jesuiten, nicht mehr ruhen. Sein einziger Hinweis ist ein verblasstes Foto aus dem Paris des Jahres 1943. Auf der Suche nach den vier Männern, die auf dem Foto abgebildet sind - und dem fünften, der es aufgenommen hat -, stößt er auf eine Reihe unaufgeklärter Todesfälle. Interne Kirchen-Angelegenheiten, bedeutet man Ben, die ihn gefälligst nichts anzugehen hätten. Alle Spuren führen nach Rom, zu den geheimen vatikanischen Archiven und weit in die Vergangenheit: Irgendwann in der Renaissance, so heißt es, gab es eine geheime Mördergruppe, Assassini genannt, die dann zum Einsatz kam, wenn alle anderen Mittel versagten. Hat irgend jemand diese Truppe wieder zum Leben erweckt? Hat der Vatikan Interessen, die er notfalls sogar mit Mord schützt?

*** Aus dem Inhalt ***

Die Handlung dieses Buch spielt überwiegend im Vatikan, in Princeton, einer amerikanischen Universitätsstadt und im New York der 80-er Jahre. Die Schwester des Anwalts Ben Driskill, die lebenslustige Ordensschwester Valentine, Autorin zweier kirchenkritischer Bestseller und somit ein Dorn im Auge des Klerus, liegt erschossen zwischen den Kirchenbänken einer Kapelle in Princeton.
Obwohl die anschließenden Ermittlungen im vollen Gange sind, entschließt sich ihr Bruder Ben, ein Anwalt, selber Ermittlungen anzustellen. Er findet ein Foto, welches seine tote Schwester mit weiteren 4 Männern zeigt. Einer dieser Männer ist ein Kardinal und guter Freund der Eltern. Ebenfalls gilt dieser Kardinal als Favorit des in Kürze anstehenden Konklaves, da der amtierende Papst allem Anschein nach seiner schweren Krankheit erliegen wird.
Bald wird Ben klar, dass er seine Nase in etwas Größeres gesteckt hat, denn er entgeht nur knapp einem Mordversuch, ausgeführt von der Hand eines Priesters.
Die Suche nach den genauen Umständen des Mordes an seiner Schwester führt ihn u.a. nach Alexandria, wo er herausfindet, dass auch ein ehemaliger Nazi seine Hände im Spiel hat. Ihm kommt der Verdacht, das die Kirche und eine Gruppe Nazis eine Art illegalen Kunsthandel betreiben.
Das zu klären, führt Ben weiter nach Paris und zu einem Kloster in Irland ...
Und immer hat er den Priester auf den Fersen, der versucht hat, ihn zu ermorden, und der alle anderen, auf deren Spuren Ben ist, ohne jede Reue beseitigt.

*** Fazit ***

Das Buch reiht sich nahtlos in die Reihe dieser momentan modernen Vatikan-Verschwörungs-Thriller ein. Die Anfänge des Buches stammen aber bereits aus den 80-er Jahren. Das gesamte Buch wurde wohl in über 8 Jahren geschrieben. Diese akribische Arbeit und Liebe zum Detail spiegelt sich aber auch im Buch wieder.
Ich bin zwar nicht gerade ein Fan dieser Thematik, trotzdem gibt’s von mir 4 Punkte.

Gruß Naffy
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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Kommentare
TheLick
TheLick, 15.03.2006
Toller Bericht. Aber langsam könnten sich die Thrillerautoren wirklich was neues einfallen lassen! MFG The Lick
LovleyDesi
LovleyDesi, 16.03.2006
LesungGegenlesung bei mir, als kleines Dankeschön Alles liebe, Schaut bei mir vorbei!!! LovleyDesi
jenny123
jenny123, 09.04.2006
lg, Jenny123
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Machenschaften

ein Testbericht von 2005-10-04 09:29:51 vom 04.10.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Sogwirkung, Hauptfiguren...
Nachteile/Kritik: zu viele Erzählstränge
Verschwörung - dieses Stichwort übt auf so manchen eine riesige Faszination aus. Denn es ist schwierig oder gar unmöglich, alle Hintergründe aufzudecken. Ein Beispiel: Die Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy. Bis heute ist unklar, ob Oswald tatsächlich ein Einzeltäter war oder ob es eine Verschwörung gab, mit dem Ziel, den US-Präsidenten zu töten.
Verschwörung und Kirche, auch diese Kombination hat für manche einen sehr großen Reiz. Erst kürzlich habe ich einen Zeitungsartikel über die Archive des Vatikan gelesen - geschrieben von einem Wissenschaftler, aufgrund seiner eigenen Nachforschungen. Verschwörung und Kirche im Roman - das war auch ein Thema vin Dan Brown in seinem Roman "Illuminati". Die Machenschaften reichten bis in den Vatikan. Viel früher als dieser Kirchen-Thriller erschien schon Thomas Giffords "Assassini". Worum es in diesem Roman genau geht und ob er zu empfehlen ist? Dazu nun mehr. Aufgeteilt ist das Ganze in folgende Kapitel:

 1. ORT UND ZEIT DER HANDLUNG
 2. HAUPTFIGUREN
      a) BILL DRISKILL
      b) SCHWESTER ELIZABETH
 3. WAS SIND ASSASSINI?
 4. DIE HANDLUNG
 5. ERZÄHLUNGSSTRÄNGE
 6. THEMEN
 7. RECHERCHE
 8. AUSGABE
 9. FÜR WEN IST DIE GESCHICHTE GEEIGNET?
10. FAZIT


1. ORT UND ZEIT DER HANDLUNG:
********************************************
Eins kann ich hier schon verraten: Auch in "Assassini" ist der Vatikan ganz entscheidend - als ein Schauplatz und als Thema. Vatikan? Da könnte die Geschichte eigentlich zu ganz verschiedenen Zeiten spielen. Denn egal ob als historischer Roman oder als Geschichte der Gegenwart - was hinter den Kulissen des kleinsten Staates der Erde passiert, ist für die meisten Normalbürger doch eher geheimnisvoll. "Assassini" spielt tendenziell in der Gegenwart, zumindest in der, der der Roman verfasst wurde, in den 1980er Jahren. Das spielt auch eine gewisse Rolle. Denn so ist der Zeitabstand zum Zweiten Weltkrieg noch nicht zu groß, Gifford kann viele Überlebende präsentieren.
Neben dem Vatikan bzw. Roman ist auch die amerikanische Universitätsstadt Princeton ein wesentlicher Schauplatz. Die Reise führt nach Alexandria, nach Paris, in ein einsames irisches Kloster und nach Avignon. Doch die aller erste Szene spielt in New York.


2. HAUPTFIGUREN:
**************************
Da ich gerade schon am Anfang war: Der Mann, den man als Leser zuerst kennen lernt, ist zwar geheimnisvoll und irgendwie faszinierend: Ein schlittschuhlaufender Priester, der anscheinend zum Mörder wird. Doch er, ein Mann namens August Horstmann, ist abgesehen von den Morden, die er begeht, keine der eigentlichen handelnden Figuren. Und zu denen kommen wir jetzt:

a) BEN DRISKILL:
Ich mag Charaktere, die auch Brüche aufweisen. So einer ist auch Benjamin Driskill. Einerseits der kluge Sohn aus gutem Hause, der als Anwalt recht erfolgreich scheint. Er ist der große Bruder, der für seine Schwester in der Kindheit ein Held war und zu dem sie auch als Erwachsene ein sehr gutes Verhältnis hat. Doch zugleich ist Ben auch derjenige, der seinen übermächtigen Vater Hugh Driskill sehr enttäuscht hat: Denn eigentlich sollte er Priester werden. Wurde er auch, bei den Jesuiten. Doch Ben erkannte, dass er in der Kirche nicht zuhause war und nicht glücklich werden konnte und trat aus. Insofern ist immer noch unterschwellig ein Konflikt mit dem Vater vorhanden.
In "Assassini" spielt Ben die eigentliche Hauptrolle. Ganz besonders fällt das auf, weil die Geschichte in den Passagen, in denen man bei ihm ist, aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Der Leser erlebt diese Abschnitte also direkt durch Bens Brille.
Benwird zum aktiv Handelnden. Denn seine geliebte Schwester Val wird gleich zu Beginn in der Familienkapelle ermordet. Schnell vermutet Ben, dass Val sich durch ihre intensiven Nachforschungen über Verstrickungen der Kirche Feine gemacht hat. Und ihm ist klar, dass darin auch ein Motiv für den Mord liegen muss. Gezielt stellt er Nachforschungen an - und riskiert dabei ständig auch sein eigenes Leben.
Klar, dass wahrscheinlich jeder versuchen würde, die Hintergründe eines Verbrechens an einem geliebten Menschen aufzudecken. Die Figur Ben hat ihren Reiz durch drei Dinge: Die bereits erwähnten "Brüche", die ebenfalls angesprochene "Ich-Perspektive", die dafür sorgt, dass man sich mit der Hauptfigur identifizieren kann und durch die Thematik an sich.

b) SCHWESTER ELIZABETH:
Schwester? Bens Schwester? Nein, die Freundin von Bens Schwester Val. Elizabeth ist ebenfalls Nonne. Auch wenn sie so gar nicht den gewohnten Klischees, die zumindest ich von Nonnen habe, entspricht. Elizabeth erlebt man als Leser als eine attraktive junge Frau, die Jeans und Sweat-Shirt trägt und als Journalistin (einer Kirchenzeitschrift) auch einem fast weltlichen Job nachgeht.
Diese Figur ist wahrscheinlich wegen dieser Gradwanderung zwischen weltlichem und kirchlichem interessant, auch wenn ich mich frage, ob es derartige Nonnen wirklich gibt. Zunächst zögert sie, doch dann will Elizabeth genau wie Ben den Mord an Val aufklären. Schon ihr Engagement im Job ist ein Hinweis, dass man es mit einer durchsetzungsstarken Frau zu tun hat, die sich durch die Macht und durch die Verstrickungen innerhalb der Kirche nicht einschüchtern lässt.


3. WAS SIND ASSASSINI?
*********************************
Sicher kennt so mancher das englische Wort "assassin" = Attentäter. Entsprechend sind auch "Assassini" eine Art Auftragsmörder. Doch auch im Deutschen gibt es sogar den Begriff der "Assassinen". Sie findet man als einen islamischen Geheimbund der Ende des 11. Jahrunderts in Persien sowie Syrien entstand und durch Meuchelmörder unter anderem islamische Fürsten und Kreuzfahrer bedrohte.
In diesem Roman sind die Assassini aber vor allem ein Geheimbund, der innerhalb bzw. im Auftrag der Kirche wirkt und unliebsame Personen kaltblütig ermordet. In der Renaissance sollen im Namen der berüchtigten Borgia-Päpste zum Einsatz gekommen sein, wenn alle anderen Mittel versagten.
Wie in der Gegenwart des Romans die Verstrickungen im einzelnen aussehen, will ich nicht verraten. Denn die Spannung soll schließlich erhalten bleiben!


4. DIE HANDLUNG:
************************
DER PROLOG: Der Beginn, das ist eine Szene, die typisch amerikanisch erscheint und doch zugleich äußerst ungewöhnlich. Der Schauplatz: New York, die Eisfläche vorm Rockefeller Center, ein Bild, das auch immer wieder gerne für Spielfilme benutzt wird. Und das Ungewöhnliche? Der Mann, der hier beschrieben und begleitet wird, ist kein normaler Mann, es ist ein Priester. Bei mir macht sich Bewunderung breit, wenn man hört, wie gekonnt, wie elegant er übers Eis gleitet. Er könnte ebenfalls ein sympathischer Charakter sein. Doch diese Gestalt, dieser ältere Herr, hat auch etwas Bedrohliches an sich, das man vielleicht überliest: Er wirkt wie ein schwarzer Raubvogel ...
Ungewöhnliche Einblicke folgen auch im nächsten Abschnitt: Calixtus IV. ist in diesem Roman Papst. Er ist krank, weiß dass er relativ bald sterben wird. Und er denkt zurück an sein wirken, weiss, dass er wieder der charismatische Papst war, noch ein schlechtes Kirchenoberhaupt. Pragmatisch, so das Wort, mit dem er sich selber beschreiben würde. Der Reiz an dieser Passage (und an weiteren) ist, dass man tatsächlich recht dicht dran ist, am Papst und auch etwas von seinen Sorgen um die Geschehnisse der Vergangenheit mitbekommt.
Auch Station Nummer drei dieser Geschichte ist ungewöhnlich: Val ist eine mutige Frau, unabhängig, die ein klares Ziel verfolgt: Recherchen für ein Buch über die Rolle der Kirche im Zweiten Weltkrieg. Was möglicherweise recht harmlos klingt, ist ein sehr, sehr gefährliches Unterfangen. Denn sie rührt an alten Geschichten, die mit vollster Absicht vertuscht wurden, ist dabei, geheime Verbindungen aufzudecken. Doch nicht nur das macht sie zu einer außergewöhnlichen Person und Figur: Val hat eine Beziehung zu einem sehr mächtigen Drahtzieher, zu Curtis Lockhardt. Er war Freund ihres Vaters und ist Strippenzieher, auch wenn es darum geht, mit Hilfe von Geld Mehrheiten für die Wahl eines neuen Papstes sicher zu stellen. Doch neben ihren Recherchen und neben dieser Affäre gibt es noch einen Punkt, der Val in einem speziellen Licht erscheinen lässt: Sie ist nämlich Nonne, eine der modernen Sorte, ganz ähnlich wie ihre Freundin, Schwester Elizabeth.
WIE ES WEITER GEHT: All die Vorzeichen, die ich soeben geschildert habe, führen zu einem entscheiden Punkt: Val, Lockhardt und ein Geistlicher, mit dem er über die Wahl eines neuen Papstes verhandelt, werden ermordet - vom schlittschulaufenden Priester ...
Auch wenn offizielle Ermittlungen laufen: Vals Bruder, Ben Driskill, will die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Er entschließt sich, selber zu recherchieren - auch wenn alle Menschen in seinem Umfeld - inklusive Schwester Elizabeth, die zur Beerdigung ihrer Freundin nach Princeton gereist ist - in warnen, dass er sich selber in Lebensgefahr begibt. Val hat in einem Versteck aus Kindertagen ein altes Foto aus dem Paris des Jahrs 1943 hinterlassen: Darauf zu sehen sind vier Männer. Doch Ben erkennt nur einen, den jetzigen Kardinal D'Ambrizzi. Der war schon früher Freund von Hugh Driskill, dem Vater von Ben und Val. Und er ist nun einer derjenigen, die als aussichtsreichste Kandidaten für die Nachfolge von Calixtus gelten. Doch wer sind die anderen drei, die dort mit D'Ambrizzi sitzen? Und gibt es eine Verbindung zwischen dem Foto und der Tatsache, dass Val in Princeton etwas über den Priester in Erfahrung bringen wollte, der sich (angeblich) vor langen Jahren im Garten der Driskills erhängt haben soll?
Auch Elizabeth würde gerne wissen, wer und was hinter dem Mord an Val steckt. Doch zugleich ist sie vorsichtig. So warnt sie Ben nur vor weiteren Ermittlungen. Die beiden, zwischen denen es eigentlich geknistert hat, trennen sich im Streit.
Und tatsächlich: Ben wird auf der Eisfläche im heimischen Garten tatsächlich vom mörderischen Priester mit einem Messer angegriffen. Die Wunde ist nicht tödlich, behindert ihn jedoch sehr. Dennoch fliegt er nach Alexandria/Ägypten, auf den Spuren seiner Schwester. Dort stößt er auf Klaus Richter, einen ehemaligen Nazi. Dieser gibt zwar zu, dass auch Val bei ihm zu Besuch war, behauptet aber, dass er ihr nicht weiter helfen konnte. Doch Benfindet heraus, dass ein Foto von Richters Wand verschwunden ist - genau das Foto, das Val ihm hinterlassen hat. Und auf dem Bild, so wird Bill schnell klar, ist auch Richter zu sehen!
Beim Kunsthändler LeBecq löst der Besuch des Anwaltes Panik auf ... Erneut erkennt Ben eine Ähnlichkeit, vermutet, den dritten Mann des Bildes vor sich zu haben. Doch von LeBecq hört er, dass es sich um dessen Bruder handelt. Und dass ein gewisser Simon mit der Sache zu tun haben muss. Außerdem findet Ben heraus, dass es offenbar Verstrickungen zwischen Nazis und Kirche gegeben haben muss, aus denen ein illegaler Kunsthandel erwachsen sein soll. Der vierte Mann auf dem Foto ist Bischof Toricelli. Doch wer hat das Bild gemacht? Und was hatten die Männer miteinander zu tun.? Um das zu klären, fährt Ben nach Paris und zu einem Kloster in Irland ... Und immer hat er den Priester auf den Fersen, der versucht hat, ihn zu ermorden. Andere Männer, auf deren Spuren Ben ist, müssen durch den mordenden Priester sterben.
Auch Elizabeth versucht der Sache auf den Grund zu gehen: Sie forscht in den Geheimen Archiven des Vatikans nach der Spur, der auch Val nachgegangen ist.


5. ERZÄHLUNGSSTRÄNGE
**********************************
Ich hatte es vorhin ja erwähnt: Eine Hauptperson der Geschichte ist Ben Driskill. Nur bei ihm verwendet Autor Thomas Gifford die Ich-Erzähler-Perspektive. Über alle anderen Figuren - inklusive Schwester Elizabeth - schreibt er nur in der dritten Person, also in etwas größerer Distanz. Tatsächlich greift Gifford zu ziemlich vielen Handlungssträngen. Sinnvoll wäre es aus meiner Sicht gewesen, wenn er sich nach dem Prolog vor allem auf Benund Elizabeth und Ben konzentriert hätte. Doch statt dessen ist man während der gesamten Handlung bei ganz verschiedenen Figuren: Da sind zwei andere Geistliche in Princeton, nämlich Peaches, ein Jugendfreund von Val, der sie geliebt hat und der sich erst für die Kirche entschieden hat, nachdem sie Nonne geworden war und so für ihn verloren schien. Da ist auch Albert Dunn, ein komischer Vogel, Geistlicher und Schriftsteller zugleich. Sie beide stoßen auf Elemente, die auch zum großen Puzzle beitragen, das Val versucht hat aufzudecken. So weit, so interessant.
Zusätzlich ist man aber auch bei Sandanato, der rechten Hand von D'Ambrizzi. Er ist damit noch ein Geistlicher, er ist der Mann, der im Namen des Vatikans an Vals Beerdigung teil genommen hat und der mit sich und seinem Glauben kämpft, da er in Schwester Elizabeth mehr als nur eine Nonne sieht. Dann wird man auch immer wieder zu Calixtus geführt. Er trifft sich mit D'Ambrizzi und Indelicato, um über die Situation nach den Morden zu beraten. Und Calixtus erinnert sich an die Geschehnisse im Zweiten Weltkrieg.
Doch es geht noch weiter: Denn außerdem klappt Gifford in den einzelnen Handlungssträngen weitere auf, so z.B., wenn Sandanato Ben Driskill von Entwicklungen in der Kirchengeschichte erzählt oder wenn Elizabeth ihre Nachforschungen in den vatikanischen Archiven anstellt.
Durch all das wird die Handlung sehr verschachtelt, was nicht immer von Vorteil ist, da es schwer fällt, wirklich alle Details im Auge und im Kopf zu behalten. Hier wäre eine etwas klarere Struktur besser gewesen!


6. THEMEN
*****************
Themen? Eigentlich gibt es (fast) nur eins: Die KIRCHE. Man erhält neue, ungewöhnliche Einblicke: Wer sonst kommt den Gedanken eines Papstes und der Kandidaten, die seine Nachfolger werden könnten, so nah?
Innerhalb der Kirche gibt es natürlich verschiedene Unterthemen: Wie kommt DIE WAHL EINES NEUEN PAPSTES zustande? Dieses Thema ist natürlich doppelt interessant, da (fast) jeder etwas von der Wahl von Papst Benedikt XVI. mitbekommen hat. Auch hier wurde im Vorfeld über kirchenpolitische Taktik spekuliert, z.B. darüber, ob es ein Kirchenoberhaupt geben soll, das aus Afrika oder Lateinamerika kommt - mit dem Ziel, die Kirche auf diesen Kontinenten zu stärken. Im Roman tritt eine andere Facette zu Tage: Lockhardt, der die Fäden zieht und Stimmen für die Papstwahl kauft - eigentlich etwas, dass kirchlichen Regeln und Moralvorstellungen zuwider läuft.
Die MORAL ist auch auf anderen Ebenen ein Thema. So soll die Kirche - im Roman - in schmutzige Geschäfte mit den Nazis verstrickt gewesen sein, in Kunsthandel mit Gütern, die zuvor Juden abgenommen worden waren.
Vielleicht noch schlimmer: Die Kirche bzw. einzelne kirchliche Würdenträger als Auftraggeber für Morde - und Mönche/Priester als Mörder. Möglich, dass es dazu zu gewissen Zeiten gegeben hat. Aber kann so etwas auch heutzutage vorkommen?
Die LIEBE: Wer einen Liebesroman erwartet, der wird enttäuscht. Ich hatte diese Erwartungshaltung zwar nicht, man konnte aber schon relativ bald ahnen, dass aus Ben und Elizabeth ein Paar wird - auch wenn sie Nonne ist. Bis es dazu kommt, dauert es aber bis zur letzten Seite... Also: KEINE LIEBESGESCHICHTE!


7. RECHERCHE
**********************
Gerade bei dieser heiklen "Gemengelage" bei Geschehnissen, die den normalen Erwartungshaltungen über Kirche widersprechen, ist die Frage, ob alles rein auf Phantasie des Autors beruht oder doch etwas fundiert ist, nicht unerheblich.
Anscheinend gründet sich dieser Roman (auch) auf tatsächlichen Geschehnissen. Denn immerhin hat Thomas Gifford 9 Jahre dafür recherchiert. Schade nur, dass in seiner Vorbemerkung, in der er darauf hinweist, nicht deutlich wird, welche Elemente oder wie viel, von dem er geschrieben hat, Realität ist. Klar ist natürlich, dass ex Calixtus nicht als Papst in den 80er Jahren gegeben hat. Denn während des ganzen Jahrzehnts und bis zum März 2005 hieß der Papst schließlich Johannes Paul II. Ich schätze auch, dass die Gruppe, die auf dem Foto aus dem Zweiten Weltkrieg abgebildet war, so nicht existiert hat.


8. AUSGABE
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Ich habe "Assassini" in einer Zwitterform zwischen Taschenbuch und Hardcover in einer Ausgabe von Der Club - Bertelsmann gekauft. Es scheint optisch und auf Distanz wie ein Roman in festem Einband, hat aber tatsächlich einen relativ dünnen und damit auch knick-anfälligen Pappeinband. Ins Deutsche übertragen von Wolfgang Neuhaus
Meine Ausgabe hat mich 12 Euro gekostet, etwas zuviel für die Verarbeitung/Qualität der Ausgabe, aber günstig, wenn man die Dicke des Romans bedenkt:
GGP Media GmbH, Plößneck, Buch-Nr. 010318, 2004; 864 Seiten, relativ kleine Schrift.
Erstausgabe: 1990, The Assassini, Bantham Books, New York.
Deutsche Erstausgabe 1991, Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co KG, Bergisch Gladbach


9. FÜR WEN IST DER ROMAN GEEIGNET?
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Schon allein die Seitenzahl gibt einen Hinweis: Dieser sehr umfangreiche Thriller ist nichts für Leute, die Bücher schnell zur Seite legen ... Außerdem braucht man schon ein Stück weit auch Nerven - auch wenn die Spannung nicht zuuuuu nervenaufreibend ist ... Ich könnte mir vorstellen, dass schon jugendliche Fans von spannender Literatur ihren Spaß an Assassini haben werden und natürlich Erwachsene.


10. FAZIT
************
Egal ob Papstwahl oder Weltjugendtag - beides hat erstaunlich viele Menschen in den Bann gezogen. Auch wenn immer mehr Menschen aus der Kirche austreten, so scheint sie dennoch eine gewisse Faszination auszuüben - selbst auf Menschen, die nicht katholisch sind.
Diese Faszination spiegelt sich auch in diesem Roman wider: Kirche als unergründliche Einrichtung, positiv durch Figuren wie Calixtus, der auch ein gerechter Papst zu sein scheint, positiv durch Nonnen wie Val oder Elizabeth, die modern und unabhängig scheinen, negativ durch die Assassini, durch Brüche in der Moral und durch das Erbe der Vergangenheit.
Die Geschichte entwickelt eine Sogwirkung - trotz der ständigen Wechsel zwischen den Erzählungssträngen. Das liegt zum einen daran, dass gleich mehrere zur Auflösung der Rätsel um Vals Tod und um die Vergangenheit beitragen: Ben allen voran, Elizabeth, aber auch Father Dunn und Peaches. Man weiß nicht, was einen hinter der nächsten Ecke erwartet, auch wenn man spürt, dass der Atem des Assassin, des Killers in Kirchenkleidung, schon in Ben Nacken ist.
Wenn es etwas negatives zu sagen gibt, dann gilt das am ehesten kleinen Längen, die in dieser Geschichte stecken. Trotzdem kann ich sagen: Ein empfehlenswerter Roman und fünf Sterne von mir. 
...
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Kommentare
Gozo-Bernie
Gozo-Bernie, 06.10.2005
Toller Bericht - sehr aus fuerhlich - wenn du willst kannst du mich ueber deine Berichte immer informieren: Link rechts oben ueber dem Bericht, einfach e-mail einsetzen und senden - bernie.grubermysc.de
patsam
patsam, 05.10.2005
Bericht ist spitzenklasse, aber ich hatte das Buch Jahre stehen und konnte mich nie richtig einlesen..bis ich es weggab..naja,....aber super Bericht..lg
gitty_goes_shopping
gitty_goes_shopping, 04.10.2005
Tappe zwar yopi-mässig seit 2 Tagen durch ein dunkles Labyrinth, freue mich aber über jeden gefunden guten Bericht -, Brigitte
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geekai

Die Kirche lässt grüßen...

ein Testbericht von 2005-02-12 03:42:47 vom 12.02.2005
Empfehlung: ja
Die junge Ordensschwester Valentine, erfüllt von unbeschreiblicher Angst, will sich ihrem Bruder Ben Driskill, einen ehemaligen Jesuiten und jetzigen Anwalt anvertrauen. Doch an dem Abend, wo sich die beiden treffen wollten, findet Ben seine kleine Schwester erschossen in der Familienkirche auf...

Das Aussehen

Wie ja jeder selbst sehen kann, hat das Buch einen roten Umschlag, auf welchem vorne 3 Mönche in schwarz-weiß abgebildet sind.

Der Autor

Thomas Gifford wurde am 16. Mai 1937 geboren. Er fing als Autor von Kriminalromanen an, erlangte internationalen Durchbruch aber erst durch seinen Vatikan-Thriller Assassini.
Dem amerikanischen Leser war er aber bereits längere Zeit davor bekannt, und zwar als Autor seines Kriminalromans Aquila, mit welchem er erstmals seine Qualitäten als Erzähler zeigte.
Am 31. Oktober 2000 verstarb der Autor in seinem Heimatort Dubuque/Iowa.
Er veröffentlichte ebenfalls Romane unter den Pseydonymen Dana Clarins und Thomas Maxwell.

Die Auflage

Die Originalausgabe erschien erstmals unter dem Titel The Assassini im Jahre 1990.
Die deutsche Ausgabe folgte dann erstmals 1991 beim Verlag Bastei Lübbe.
Allein in Deutschland beträgt die Gesamtauflage bereits über 1 Millionen Exemplare.


  • 01.-08. Auflage: 1994
  • 09.-12. Auflage: 1995
  • 13.-16. Auflage: 1996
  • 14.-19. Auflage: 1997
  • 20.+21. Auflage: 1998
  • 22.+23. Auflage: 1999
  • 24. Auflage: Februar 2000

Mir ist durchaus bewusst, dass diese Liste etwas verwirrend ist, besonders die Jahre '96 und '97, allerdings steht es so in der letzten Auflage auf einen der ersten Seiten.

Der Inhalt

Beginnend steht, wie so oft, das Vorwort des Autors an erster Stelle. Hier bedankt sich Thomas Gifford bei einigen Personen (u. a. Charles Hartmann, Kathy Robbins und Beverly Lewis), welche ihm bei seinen Recherchen etc. hilfreich zur Seite standen.

Dann beginnt das Buch richtig.

Ein alter Priester fährt im Oktober 1982 auf der Eisbahn am Rockefeller Center in New York Schlittschuh. Der Autor beschreibt hier, wie der Mann sich fühlt, wie gerne er Schlittschuh läuft, wie andere Menschen in für sein Können bewundern, sogar, wie er einem Mädchen unter die Arme greift, bevor er dann aufbricht, um 2 Menschen zu ermorden.

Somit erhält der Leser schon direkt am Anfang einen Einblick auf den Mörder.

Nachdem dieser auch die junge Ordensschwester Valentine Driskill ermordet, welches sich mit ihrem Bruder treffen wollte, ist man mittendrin in einem Wettlauf mit der Zeit in den höchsten Kreisen des Vatikans.
Jeder könnte der Auftraggeber sein, jeder hat guten Grund, Menschen zu beseitigen, welche zuviel wissen.
Vor allen Dingen welche, die Papst werden wollen, denn der aktuelle liegt unheilbar krank im sterben.
Valentines Bruder Ben findet ein altes vergilbtes Foto, welches seine Schwester versteckt hat. Es ist sein einziger Hinweis. Und er nimmt die Fährte auf...
...Doch der Mörder seiner Schwester ist ihm und seinen Verbündeten immer auf der Spur und sie schweben in höchster Lebensgefahr...

Dem Leser werden Konflikte zwischen Menschen, zwischen der Kirche und der weltlichen Welt und Konflikte innerhalb der Kirche geboten.

Eine andere Person, welcher das Buch nicht so gut gefiehl, schrieb hier bereits, dass man in der ersten Hälfte des Buches bereits genügend Hinweise bekommt, wer hinter der ganzen Sache steckt und sie hat recht damit. Doch dem Autor Thomas Gifford gelingt es immer wieder, dass der mitfiebernde Leser alle bisherigen Erkenntnisse und Theorien über den Haufen wirft und wieder völlig verwirrt dasteht.

Der Umfang

[List]
  • Vorwort: knapp über 1 Seite
  • Prolog und Story: 804 Seiten
  • Leseprobe aus Thomas Giffords Buch Protector: 17 Seiten


    Die ISBN-Nummer

    ISBM 3-404-13509-1

    Übersetzung ins Deutsche

    Wolfgang Neuhaus unter Mitarbeit von Dörthe Emig

    Eigene Meinung

    Ich war begeistert von dem Roman. Ich fand ihn spannend und gut geschrieben zugleich. Immer wieder muss man seine Theorien neu überdenken.
    Der Autor versteht es, einen Text so zu schreiben, dass man sich in die Gefühle der Menschen bestens hinein versetzen kann.
    Auch find ich stellenweise das Buch recht humorvoll. So sind dort alte und leicht senile Kardinäle, lustige Sprüche von Ben als Konter etc.
    Deshalb volle Punktzahl von mir :)

    Allerdings will ich gleich sagen:
    Das hier ist mein Geschmack und muss sich nicht mit dem eines anderen decken. Ich kann es nur empfehlen, ob das nun etwas für euch ist, müsst ihr selbst erfahren ;)
    ...
  • Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
    Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
    1-8 von 8 Testberichten über Gifford Thomas: Assassini
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