Johann Wolfgang von Goethe – Die Leiden des jungen Werther
EINLEITUNG:
Ich habe Goethes Werther, wie wohl die meisten anderen auch, in der Schule gelesen und behandelt und möchte hier nun meine Erfahrungen weitergeben.
Der Text umfasst gut 150 Seiten und ist ein Briefroman.
Für alle, die ihr Gedächtnis über die genaue Handlung auffrischen, oder für die, die sich detailliert über den Inhalt informieren wollen, habe ich an dieser Stelle Kapitelzusammenfassungen vorbereitet (Achtung: Umfangreich !):
KAPITELZUSAMMENFASSUNGEN:
1. Buch:
- 4.5.1771: Er verlässt seine Freundin. Bei der Tante klärt er die Erbschaft. Schöne Natur.
- 10.5.: Naturbeschreibungen
- 12.5.: Brunnen
- 13.5.: Trauer
- 15.5.: Pöbel und Bekanntschaft am Brunnen
- 17.5.: Menschsein, Jugendliebe, Student kennengelernt. Klassische Archäologie, Ästhetik.
- 22.5.: Sinn des Lebens, Glück. (Soma = Körper, Kerker; Phsychäe = Hauch, Seele; Psycho[soma]tisch = Seelisch körperliche Wechselwirkungen)
- 26.5.: Zeichnung, Natur, Liebe
- 26.5.: Bekanntschaft mit der Mutter der Kinder, welche er am vorigen Tage gezeichnet hat. Schweiz = Tourismusland.
- 30.5.: Werther lernt einen Bauernburschen kennen, welcher eine Witwe liebt.
- 16.6.: Werther hat sich verliebt. Er beschreibt das Kennenlernen mit Lotte. Der Mann ist wegen einer Erbschaft verreist. (Erbschaft ist ein Motiv im Werther)
- 19.6.: Er ist unsterblich in sie verliebt.
- 21.6.: Wahlheim
- 29.6.: Kinder, Gott. Erwachsene sind alte Kinder.
- 1.7.: An einem Hof mit Lotte. Diskussion mit einigen Kindern.
- 6.7.: Spaziergang mit Lotten und den Kindern. Sie gehen zu dem Brunnen. Brunnen = Liebessignal, er ist verliebt.
- 8.7.: Er weiss nicht woran er bei Lotten ist.
- 10.7.: Er liebt Lotte sehr.
- 11.7.: Frau M. liegt im sterben, sie gibt zu, jahrelang Geld gestohlen zu haben und die Buchhaltung verfälscht zu haben.
- 13.7.: Werther ist sich sicher, dass Lotte ihn liebt.
- 16.7.: Sie fesselt ihn, ihre Musik, ihre Haut. Sie ist ihm heilig, als wäre sie ein Engel.
- 18.7.: Er spürt ein Wohlgefühl, als ob man eine Kerze entflammen würde.
- 20.7.: Mutter will, dass er aktiv ist, und er ist es.
- 24.7.: Er denkt über das Zeichnen nach, hat Lottens Portrait begonnen.
- 26.7.: Notiz an Lotte: Keinen Sand mehr auf das Papier.
- 26.7.: Er sieht Lotte oft.
- 30.7.: Albert, Lottens Mann, ist wieder zurück. Werther kann Lotten jetzt nicht mehr so oft sehen, was ihn stört.
- 8.8.: Er muss sich entscheiden, will er Lotte oder nicht. Wenn nicht, will er fort, weiss aber nicht wohin er gehen würde.
- Abends: Er merkt, dass er alles klar sieht, aber doch naiv handelt.
- 10.8.: Er findet es paradox, dass er sich mit Albert freundschaftlich über Lotte unterhalten kann.
- 12.8.: Er geht zu Albert und will sich eine Pistole leihen. Dieser ist ängstlich. Sie reden über Suizid. Sie haben unterschiedliche Ansichten.
- 15.8.: Die Liebe ist das Wichtigste auf der Welt.
- 18.8.: Er sieht die Natur klar. Doch er sieht in ihr ein Ungeheuer.
- 21.8.: Er vermisst Lotte.
- 22.8.: Er ist am Ende, weiss nicht was tun.
- 28.8.: Er hat Geburtstag. Albert schenkt ihm kleine Andenken an Lotte, die rote Schleife und zwei Büchlein.
- 30.8.: Sein Herzschmerz frisst ihn auf, er sieht keinen anderen Ausweg als den Tod.
- 3.9.: Er will fort, er muss.
- 10.9.: Er hat beschlossen zu gehen. Das letzte Mal gehen sie zu ihrem romantischen
Plätzchen, er verrät nichts von seiner Absicht, zu gehen.
Zweites Buch:
- 20.10.1771: Er ist "hier" angelangt. Er denkt über das Leben nach.
- 26.11.1771: Er hat viel zu tun, hat den Grafen C. kennengelernt.
- 24.12.1771: Der Gesandte nervt den Werther. Er ist ein schwieriger Mensch. Er lernt ein Fräulein B. kennen.
- 8.1.1772: Ihn stört die Sucht nach höheren Rängen der Leute.
- 20.1.: Er schreibt einen Brief an Lotte. Seine Lebenslust ist fort. Er erzählt von Fräulein B.
- 8.2.: Er war noch nie glücklich an seinem neuen Ort.
- 17.2.: Er hält es mit seinem Gesandten nicht länger aus.
- 20.2.: Er bedankt sich bei Albert und wünscht ihm und Lotte lebe wohl.
- 15.3.: Er will wieder fort. Er isst beim Grafen C. zu Abend. Frau B. ist auch da. Er wird später der Gesellschaft verwiesen, man redet über ihn.
- 16.3.: Fräulein B. erzählt ihm alles was über ihn geredet wird. Er ist wütend und enttäuscht. Am liebsten würde er sich umbringen.
- 24.3.: Er kündigt seine Berufung und geht auf die Güter von Fürst **.
- Zur Nachricht: 19.4: Er hat Geld vom Erbprinz erhalten, braucht also keines mehr von seiner Mutter.
- 5.5.: Morgen geht er.
- 9.5.: Er zieht an seinen Geburtsort, pilgert durch ihn und erinnert sich zurück an seine Zeit, als er noch hier gewohnt hatte.
- 25.5.: Er wollte in den Krieg, doch daraus wird nichts (--> Der Fürst **).
- 11.6.: Er will wieder fort von hier, die Zeit wird ihm lang. Er hat praktisch nur gezeichnet.
- 16.6.: Er ist ein Wanderer, sagt er.
- 18.6.: Er will wieder in die Nähe von Lotten.
- 29.7.: Er malt sich aus was gewesen wäre, wenn er Lottens Mann geworden wäre.
- 4.8.: Eines Tages geht er zu Lotte. Ihr jüngster Sohn sei gestorben und ihr Mann wäre krank. Werther kann darauf keine Antwort finden und geht wieder.
- 21.8.: Er erinnert sich an früher, wie gut und unproblematisch alles doch war.
- 3.9.: Vor lauter Liebe begreift er nichts mehr.
- 4.9.: Er trifft den Bauernburschen wieder. Dieser erzählt dem Werther seine Geschichte. Er würde eine Hausfrau lieben und ihr nachrennen. Als sie sich für ihn entschied, verlor er sie doch.
- 5.9.: Werther stellt sich vor, Lottens Frau zu sein.
- 6.9.: Er will den Frack ablegen, mit welchem er Lotte kennengelernt.
- 12.9.: Sie hat einen Kanarienvogel. Lotte reizt des Werthers Einbildungskraft.
- 15.9.: Einige Nussbäume wurden abgehauen. Alle sind traurig, vor allem jene, welche schöne Erinnerungen mit den Bäumen verbinden.
- 10.10.: Ihm genüge, wenn er ihre Auge sähe. Auch meint er, Albert nicht mehr so glücklich zu sehen.
- 12.10.: Er denkt nach und verspürt den Drang weiter, sich das Leben nehmen zu wollen.
- 19.10.: Die Liebe zu ihr frisst sein Herz auf, er sehnt sich nach ihr.
- 26.10.: Er ist bei Lotte. Diese redet mit einigen Freundinnen. Der Werther denkt nach, was wäre, wenn einer sterben würde.
- 27.10.: Er ist verwirrt.
- Abends: Er braucht sie, sieht nur noch eine Zukunft mit ihr zusammen.
- 30.10.: Er möchte ihre Nähe spüren, doch er kann nicht.
- 3.11.: Er hat schlechte Laune, merkt, dass der Grund bei ihm selbst liegt.
- 8.11.: Er ist am Ende.
- 15.11.: Ist Religion alles?
- 21.11.: Es zerstört die beiden. Sie nennt ihn das erste Mal lieb.
- 22.11.: Er fleht bei Gott um sie.
- 24.11.: Er sieht sie jetzt noch schöner, noch vollkommener.
- 26.11.: Er merkt, dass er nicht der Einzige auf der Welt ist mit diesen Gefühlen.
- 30.11.: Er trifft eine Frau beim Blumensuchen und sie unterhalten sich. Ihm geht ein Licht auf, es ist überall das Gleiche. Man muss zu sich selbst finden.
- 1.12.: Es wird ihm einiges klarer.
- 4.12.: Er ist bei Lotte, spielt auf ihrem Klavier und ihm fallen all die schönen Erinnerungen wieder ein. Lotte merkt, dass er nicht mehr ganz beisammen ist und bittet ihn, zu gehen.
- 6.12.: Er denkt nur noch an sie.
Vom Herausgeber an die Leser:
Der Werther wird immer wie verzweifelter und beschliesst eines Nachts zu sterben. Lotte möchte, dass er seine öfteren Besuche in Zukunft mässigt. Er schreibt einen Abschiedsbrief an Lotten. Als er das letzte Mal bei ihr ist, liest er ihr einige Gesänge Ossians vor, welche er übersetzt hatte:
Es geht um eine verliebte Frau, welche beide Freunde während einer Schlacht verlor.
Beide Weinen bittere Tränen zusammen, und der Werther liest zu Ende. Die beiden heulen, zittern und fallen leidenschaftlich über sich her, doch Lotte wird das zu viel und sie geht in ihr Zimmer. Lotte hat ein schlechtes Gewissen gegenüber Alberten. Werther verlangt die Pistolen von Alberten, angeblich für eine Reise.
Werther schreibt den Brief an Lotten zu Ende und gibt sich für Lotte die Kugel. Am nächsten Morgen, es ist der 24.12., stirbt er.
INFOS:
Goethes Werther, ein Briefroman ohne Ich-Erzähler, 1774 erschienen, ist eine Herausgeberfiktion aus der Sturm und Drang Zeit. Goethe gaukelt dem Leser vor, er hätte alte Briefe gefunden, was aber nicht stimmt.
Tatsächlich gibt es jedoch autobiographische Quellen, welche in das Werk einflossen. Goethe hatte Bindungsängste; war in Lotte Buff verliebt und erlebte den Tod des Legationssekretärs in Jerusalem, welcher Suizid beging.
Die Zeitstruktur spiegelt den psychischen Zustand des Werthers wider:
Der Roman beginnt im Frühling; 1. Buch hört im September auf.
2. Buch beginnt im Oktober und endet im Dezember des darauffolgenden Jahres.
Das Buch endet im Winter, in Werthers "dunkelster" Zeit.
Der erste Satz ist Keimartig, gibt also eine Vorschau auf das ganze Buch: "Wie froh bin ich, dass ich weg bin!". Schon der erste Satz enthält also Informationen über den Ausgang der Geschichte. Mir persönlich ist dies beim ersten durchlesen nicht aufgefallen, sondern erst beim näheren Beschäftigen mit dem Werk.
Was auch noch bemerkenswert ist, dass es kein laufender Bericht ist. Es werden nur emotionale Höhepunkte dargestellt. Ausserdem sind nur Briefe vom Werther abgedruckt. Antworten bekommt man keine zu Gesicht.
FAZIT:
Dieses Werk zu lesen, ist nicht einfach. Oft sind die Briefe sehr kurz, haben kaum einen Inhalt, dafür aber eine hohe interpretatorische Bedeutung.
Dennoch ist es eine sehr schöne Liebesgeschichte, welche tragisch endet und mir sehr gefallen hat. Man erkennt sich teilweise in Werther wieder. Man versteht ihn. Goethe hat die Gabe, seine Texte so emotional herüberzubringen, dass sie einem das Herz berühren. So war es jedenfalls bei mir.
Das Ende empfand ich als sehr traurig, und es regte mich zum nachdenken an.
Ich hatte am Ende die Geschichte zwar erfasst, tat mich aber schwer damit, das Buch interpretieren zu können. Dazu müsste man es meiner Meinung nach bestimmt einige Male lesen und gezielt nach Spuren auf die Suche gehen.
Empfehlenswert, viel mehr ein Muss, ist Goethes Werk eigentlich für alle, wenn es auch sehr anspruchsvoll ist.
Literarische Grüsse,
Ribok
P.S.: Wieder einmal mehr entschuldige ich mich für die Länge. Ich hoffe, es hat sich gelohnt und bringt dem einen oder anderen was.
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EINE LIEBE OHNE HAPPY END
ein Testbericht von dahi.koch@gmx.net2007-05-10 18:35:43vom 10.05.2007Empfehlung: nein
Vorteile: die Genialität Goethes...Nachteile/Kritik: der Traurige Schluss
Entscheidung zum Kauf:
Meine Deutschlehrerin ist ja so verliebt in die Reclam-Heftchen, deswegen müssen wir jede Lektüre in diesen Ausgaben kaufen. So auch dieses Jahr, und zwar ist das von Goethe „Die Leiden des jungen Werthers“.
***Die Geschichte (von amazon.de)***
Inhalt: Werther, ein intelligenter, hochsensibler, schwärmerischer junger Mann, schreibt zwischen dem 4.5.1771 und dem 23.12.1772 seinem Freund Wilhelm Briefe aus »Wahlheim«, in denen er ihm sein Innerstes eröffnet, seine Begeisterung über Natur und Liebe, seine Verzweiflung über deren Aussichtslosigkeit und über gesellschaftliche Zurücksetzung. Werther verliebt sich in Lotte, die zumindest seine aus der empfindsamen Literatur gespeiste Gefühlssprache erwidert.
Als ihr Verlobter, der brave Albert, von einer Reise heimkehrt, schließt man Freundschaft, doch Werthers Eifersucht wird, wie seine Briefe verraten, immer drängender. So schlägt die anfangs enthusiastische Stimmung, die ihn auch das ländliche Idyll im Horizont seiner R Homer-Lektüre interpretieren lässt, allmählich um in Pessimismus und Todessehnsucht, symbolisiert durch das Lesen in James McPhersons (1736 bis 1796) Ossian. Als er die Geliebte allein antrifft, kommt es noch einmal zu einer harmonischen Szene; beide sind »fürchterlich« bewegt, ihre Gefühle füreinander sprechen sich in Tränen aus, doch begegnet Lotte Werthers Küssen durch die Flucht ins Nebenzimmer. Der junge Mann schreibt einen Abschiedsbrief, leiht von Albert ein Paar Pistolen, kleidet sich wie beim Kennenlernen Lottes – es ist die nachmals berühmte »Werther«-Tracht mit blauem Frack und gelber Weste – und erschießt sich.
***Entstehung*** (von amazon.de)
Als Goethe 1772 in Wetzlar arbeitete, befreundete er sich mit Johann Christian Kestner und warb vergeblich um dessen Braut Charlotte Buff (1753–1828). Auf der abrupten Heimkehr nach Frankfurt erfasste ihn eine Leidenschaft für die junge Maximiliane La Roche.
Am 30.10. erschoss sich der unglücklich verliebte Legationssekretär Carl Wilhelm Jerusalem in Wetzlar mit einer von Kestner geliehenen Waffe.
Als der Frankfurter Kaufmann Peter Brentano Maximiliane heiratete, war dies für Goethe ein letzter Anlass, der ihn 1774 zur spontanen Niederschrift des Werks innerhalb von vier Wochen trieb.
Er betrachtete es als künstlerischen Befreiungsschlag, das ihn aus dem »stürmischen Elemente« gerettet habe.
In einer 1787 erscheinenden Neufassung, die Goethe, da er selbst kein authentisches Exemplar mehr besaß, auf der Grundlage eines unrechtmäßigen Nachdrucks herstellte, milderte er den impulsiven Sturm-und-Drang-Stil und arbeitete zwischenzeitliche Erfahrungen ein.
***Aufbau des Buches***
Die Kapitel sind nicht nach Kapitelanzahl geordnet, sondern begleiten Werther in seinem Leben. Das ganze Buch ist angeordnet als ein Briefroman. Werther schreibt Briefe an seinen Freund, seinen "Schatz", an Albert und an Lotte. Jedenfalls sind sie fiktiv an sie gerichtet. Er hofft, dass diese Personen eines Tages einmal lesen werden.
Bei den Briefen an seinen Freund weiß ich allerdings nicht, ob sie auch abgeschickt wurden, etc.
Aber es handelt sich ja nur um einen Roman. Aber ich weiß trotzdem nicht, ob die Briefe der fiktiven Person Werther an seinen fiktiven Freund fiktiv geschickt worden sind.
Jeder Brief trägt ein Datum, das fängt beim 4.5.1771 an und hört beim 23.12.1772 auf, dem Tag, als Werther den letzten Brief schreibt.
Außerdem gibt es einen fiktiven Herausgeber des Buches, der nach der 1. Hälfte des Buches sein Wort an den Leser richtet, auch am Anfang
des Buches (Es ist ein Buch, das dem Leser Trost spenden soll...) und am Ende, nachdem Werther sich selbst ermordet hatte.
***Die Hauptpersonen:***
Werther:
ein Mann, der sich nur von seinen Gefühlen leiten lässt, der noch nicht ganz genau weiß, was er will, der sich von den Menschen abwendet, hin zur Natur, dem sein Herz wichtiger ist als sein Verstand. Er ist sehr instabil was seine Gefühlswelt anbetrifft, er ist ein Künstler mit Leib und Seele. Er ist ungebunden, frei, genial und überschäumend. Er verzärtelt sein eigenes Herz. Er ist melancholisch und bestimmt vom Naturgefühl. Er ist außerdem gebildet, aber ziellos und eingeschränkt, immer nur fixiert auf eine Sache. Er lehnt die Akademie ab.
Lotte:
sie ist die Auserwählte von Werther, die seine Gefühle zwar erwidert, aber sich nicht von Albert, ihrem Verlobten, lösen will oder kann. Sie ist verantwortungsbewusst (wegen Werther), hilfsbereit (ihre Liebe zu ihren Geschwistern), immer gut gelaunt, pflichtbewusst, mitfühlend, unschuldig, lebensfreudig, und doch eine verkappte Romantikerin, die es nicht zugeben will. Man könnte meinen dass sie mit Werther spielt.
Albert:
er spielt nur eine geringe Rolle im Drama, kommt so gut wie nie vor, er wird meist nur im Schriftlichen erwähnt. Er ist brav (nach der Charakterisierung der Base), konservativ, realistisch und aufgeklärt.
***Meine eigene Meinung:***
Ich muss sagen, dass mir das Buch nicht wirklich gefallen hat. Dieser Mann, Werther, er ist zwar romantisch (so was findet man heutzutage eher selten  ) aber eben zu viel.
Er verliebt sich in Lotte, und er weiß, dass er sie nicht haben kann, steigert sich aber immer mehr in seine Liebelei hinein und denkt, dass er das Band zwischen Lotte und Albert zerreissen kann. Aber schon am Anfang wird klar, dass sie sich nie für ihn entscheiden wird, nicht ganz. Die „Base“ hat ihn auch davor gewarnt, sich zu verlieben.
Aber nein, er kümmert sich nicht darum und tut es trotzdem. Klar, die Wege der Gefühle und, wichtiger – die Wege der Liebe, sind unergründlich und oftmals nicht steuerbar.
Ich frage mich, weshalb Goethe diese ausweglose und traurige Liebesgeschichte schreiben musste, und wieso dadurch so viele junge Leute sich das Leben nahmen. Sehr traurig. Wieso musste er sich selbst umbringen? Nur weil Lotte sich nicht ganz für ihn entschieden hat?
Für mich, war diese Geschichte zu depressiv. Die Sprache ist schön poetisch und melancholisch, aber… ich kann den Lauf davon nicht so ganz akzeptieren oder auch verstehen. Es ist aber jedem selbst überlassen was er von diesem Buch hält.
Wenn man von de formalen Details der Ausgabe ausgeht, finde ich es wiedermal ganz umfangreich und vom Preis her sehr gut.
***Preis dieser Ausgabe***
Der beläuft sich auf 3,20 €, z.B. im Buchgeschäft bei Buch Kober oder im Internet bei amazon.de . Der Preis ist glaub ich überall gleich.
Fazit: wer Goethe mag, sollte dieses Buch lesen. Wer es nicht mag, wird es wohl irgendwann mal in der Schule lesen bzw. gelesen haben. Für alle melancholischen Romantiker lohnt sich das Buch allemal.
...
mima007, 03.02.2007
einfach unmöglich zu lesen! Du solltest wirklich die wichtigen Stichpunkte quotAufbauquot, quotInhaltquot usw. hervorheben. Wie ich sehe, ist die Inhaltsangabevon Amazon.de kopiert und macht weit mehr als 50 des Berichts aus. Dafür kommt deine eig
sindimindi, 09.02.2007
Die Kritik von quotmimaquot ist diesmal nicht unbegründet : zuviel wurde einfach kopiert, zudem ist der Text unübersichtlich gestaltet!
Die eigene Meinung kommt zu kurz, ist aber dennoch ein quothilfreichquot wert.
LG, Roland
antjeeule, 03.02.2007
Die Leiden des jungen Werther habe ich hier auch hautnah erlebt. Meine Tochter hat es im letzten Jahr in der 11. Klasse gelesen. Sie ist zu einem ähnlichen Schluss gekommen wie du. - LG, Antje
ein Testbericht von kurtm12003-10-27 16:21:34vom 27.10.2003Empfehlung: ja
Das Buch "Die Leiden des jungen Werthers" wurde von Johann Wolfgang
von Goethe, der 1749 in Frankfurt am Main geboren wurde verfasst.
Goethe studierte Rechtswissenschaften und Jura, konnte jedoch auf Grund
einer Krankheit nur Jura beenden. Goethe gehörte zu den Stürmern und Drängern
(1770-1785) und schrieb in dieser Epoche seinen Roman "Die Leiden des jungen
Werthers", mit der er sofort berühmt wurde. 1832 starb Goethe.
In Goethes Werk geht es um einen jungen Mann der sich unsterblich in eine
Frau verliebt, sie aber nicht bekommt, da ihr bereits ein Mann eine gesicherte
Zukunft bietet. Goethe bringt in seinem
Roman viel seiner persönlichen Erfahrungen
ein, da auch er ähnliches erlebte, wie die Hauptfigur Werther.
INHALT: Wilhelm überbringt einem in Leipzig ansässigen Verleger, die Briefe seines Freundes Werther. Gemeinsam erfahren sie über das Schicksal des Mannes, welches vor ihren Augen wieder auflebt. Werther lernt Lotte, die Tochter eines Amtsangestellten, auf einem Ball kennen, und wird Freund der Familie. Doch es dauert nicht lange bis sich Werther in Lotte verliebt. Allerdings ist diese Liebe hoffnungslos, da sie bereits mit Albert verlobt ist, und er ihr eine gesicherte Zukunft bietet. Werther trennt sich von Lotte und nimmt eine dumme Arbeit in einer Kanzlei auf. Als Werther die Sinnlosigkeit seiner Arbeit begreift, kehrt er in die Umgebung von Lotte zurück. Diese ist inzwischen mit Albert verheiratet. Werther versucht erneut eine Beziehung aufzubauen, doch Lotte weist ihn ab. Werther ist zutiefst verzweifelt, und wählt den Freitod.
Werther handelt so wie es ihm am besten gefällt. Er denkt nicht über Konsequenzen nach, und es ist ihm gleich ob andere Menschen unter seinem Tun leiden. Dadurch das Werther Künstler ist, steht er auch manchen Bereichen der Gesellschaft kritisch gegenüber. Er kann auch nicht verstehen das das was einen Menschen ausmacht, sein Charakter, und seine Fähigkeiten, in dieser Welt nicht beachtet wird. Die soziale höhere Stellung anderer kann laut Werther nicht wichtiger sein. Werther ist für seine Zeit zu
modern, und von der Kirche aus gesehen, eher bedenklich.
Lotte liebt Musik und Romane in denen sie sich selbst findet. Sie entspricht der
damaligen christlichen Vorstellung, und hält Albrecht die Treue. Lotte führt ein
leichtes, freies Leben, schließlich wird sie ja durch Albert finanziell gesichert.
Sie entscheidet sich also für den der ihr mehr fürs Leben bringt, und nicht für
den, der sie vielleicht mit seiner Verrücktheit und Phantasie unterhalten hätte.
Albert ist genau die Gegenperson zu Werther. Er denkt genau das andere, tut genau
das andere und ist daher eine wirkliche Kontrastperson Werthers. Allgemein ist
Albert ein ruhiger Typ, ohne große Ideen, oder sonstigen Verrücktheiten. Albert
hält Lotte durch finanzielle Sicherheit bei sich, und beide denken den optimalen
Lebenspartner gefunden zu haben.
Werther: Werther wird zunehmend unglücklicher, und denkt die ganze Welt sei gegen
ihn. Als letzten Ausweg, seine Leiden zu beenden sieht er den Selbstmord.
Lotte: Lotte liebt Werther zuerst wirklich. Doch dann heiratet sie, christlich die
richtige Entscheidung, Albert, und weist Werther zunehmend ab.
Albert: Albert ist eigentlich alles gleich, ihn kümmert das ganze um Werther nicht,
da er sowieso weiß dass er am längeren Ast sitzt.
Persönliche Beurteilung:
Werther ist ein Vorreiter seiner Zeit, und möchte gerne alles ändern. Ein revolutionärer
Mensch, der die Grenzen die es in dieser Zeit gibt, ändern bzw. überschreiten will.
Lotte handelt so wie viele Menschen auch heute noch: Geld zu haben ist das wichtigste,
den Charakter des Partners muss man halt so hinnehmen wie er ist.
Albert ist sich seiner Macht bewusst, und wartet daher einfach ab. Er kann sich die
Frau aussuchen die er will.
Briefform: Durch die Briefform kann sich jeder Leser seine eigenen Vorstellungen der Personen schaffen. Es wird kein Aussehen oder ein Alter, einer Person vorgegeben. Die Erzählung erfolgt nicht immer andauernd, es werden immer kleinere oder größere Zeitsprünge vollzogen.
Sprache: Die verwendet Sprache ist natürlich und verständlich, und daher genau so wie Werther denkt und spricht. Wie es eben aus Werthers Mund kommen würde.
...
ein Testbericht von Dana16w2003-08-19 11:19:59vom 19.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Immernoch modern, obwohl es schon alt ist.
Hohe Identifikation mit der Hauptfigur...Nachteile/Kritik: Durchschaubar
Hallo, liebe Leser,
heute möchte ich euch meine Meinung über das Buch die Leiden des jungen Werthers unterbreiten.
Aber erst einmal die Geschichte wie ich zu dem Buch kam.
Nun ja, es ist eine sehr einfache Geschichte. In der Schule lesen wir es gerade. Folglich musste ich das Buch auch lesen und dachte mir, dass es eines Berichtes wert ist.
Anfangs grauste es mir vor diesem Buch, kein Wunder, ich sollte darüber eine Klausur schreiben, ohne jemals auch nur eine Seite dieses Buches gelesen zu haben. Okay, ich sollte über die erste Seite schreiben,
die ich dann natürlich abgezogen bekommen habe.
Jetzt, nachdem ich es gestern Nacht ganz durchgelesen habe, bin ich jedoch angenehm überrascht von dem Buch, aber lest selber.
_____Handlung_____
Die Hauptperson heißt Werther, ein bürgerlicher des ausklingenden 18.Jahrhundert.
Die Anfangsszene beschreibt seine Flucht aus seiner Heimat. Ein Mädchen, dass er namentlich nicht nennt, hat sich unsterblich in ihn verliebt, wobei er jedoch eher von ihrer Schwester schwärmt.
Er kam mit der Sirtuation nicht mehr klar und floh.
Nun bemitleidet er das Mädchen und ist geplagt von Schuldgefühlen. Er wirft sich vor das Mädchen aufs tiefste verletzt zu haben und sich an der Verehrung ihrerseits gelabt zu haben.
Auf seiner Flucht ist er in ein wunderschönes kleines Städtchen gekommen. Hier schafft er sich schnell Freunde, wie überall auch. Die Leute scheinen regelrecht an ihm zu klaben, irgendetwas scheint sie anzuziehen.
Voller Emotionaler Inbrunst beschreibt er einen wunderschönen Garten, der bald sein sein soll. Überhaupt beschreibt er alle Naturgebundenen Sachen mit einer Leidenschaft, die man kaum nachvollziehen kann.
Bald ist es jedenfalls so wiet, dass er eine Frau zum Tanzen ausführt, nur als Tanzpartner, mehr nicht. Mit einer Kutsche fahren sie los und wollen erst aber noch ein anderes Mädchen abholen. Die Tanten von Werthers Tanzpartnerin schwärmen von der Schönheit des Mädchens, das sie abholen wollen. Lotte heißt diese. Jedoch warnen sie Werther, dass sie schon verlobt sei. Diesen kümmert das nicht sonderlich, da er eh keine Lust hat sich momentan zu verlieben.
Doch dann sieht er Lotte und ist einfach hingerissen von ihr. Schnell kommen sie auf Bücher zu sprechen und Werther merkt, wie intelligent sie ist, was er am allermeisten an Frauen schätzt, denn gut sehen viele aus, doch es ist schwer eine Frau zu finden, die über Äußerlichkeiten hinwegsieht und die wirklich intelligent ist, so denkt Werther zumindest.
Er verliebt sich unsterblich in Lotte undfreut sich unheimlich, als sie dann zusammen Walzen bei dem Tanzabend.
Doch der Tanz wird durch ein Unwetter gestört, das alle Frauen in schiere Panik versetzt. Die Gesellschaft sucht ein wenig Ablenkung und Lotte schlägt ein Spiel vor. Sie geht im Kreis herum und zählt sozusagen die Sitzenden aus. Jeder muss seine Zahl sagen, wenn sie an ihnen vorbeikommt. Wenn er seine Zahl nicht weiß, bekommt er eine Ohrfeige von ihr. Das Spiel soll bis tausend gehen und Lotte wird immer schneller und schneller, die Ohrfeiden fliegen nur so. Werther bekommt auch einige ab und denkt ganz stolz, dass seine Ohrschellen kräftiger waren als die übrigen.
Bald ist der Abend auch schon vorbei und Werther bringt Lotte nach Hause und verabredet sich mit ihr für den nächsten Tag.
Tag für Tag kommt er nun zu ihr und die beiden freunden sich an, er glaubt sogar, dass sie ihn auch liebt.
Doch ihr Glück wird getrübt. Lottes Verlobter Albert kommt zurück. Werther bricht es fast das Herz, er will Lotte für sich haben, will sie nicht teilen. Wenn Albert Lotte umarmt, dann verzweifelt er jedes Mal aufs Neue.
Doch leider ist Albert kein schlechter Kerl, was es Werther viel leichter gemacht hätte. Er freundet sich mit Albert an, auch wenn der schon lange weiß, was Werther für seine Verlobte empfindet.
Die Situation wird immer schlimmer und schlimmer und so beschließt Werther auf immer Lotte zu verlassen.
Er hat ein Angebot bekommen ein hohes Amt zu bekleiden. Er denkt, dass er sich durch Arbeit aus seinen Depressionen retten kann und flieht wieder vor seinen Problemen.
Er arbeitet und arbeitet, doch er wird immer depressiver. Er hat zwar einen guten adligen Freund, doch wird er in adligen Gesellschaften alles andere als gerne gesehen. Sie verachten ihn und würden lieber die Veranstaltungen verlassen, als mit ihm zu feiern.
Ihm wird alles zu viel, auch hat er Stress mit einem Arbeitskollegen und merkt, dass diese Arbeit überhaupt nichts für ihn ist.
So geht er zurück in das kleine Städtchen zu Lotte. Dort angekommen muss er jedoch feststellen, dass Lotte Albert geheiratet hat. Verzweiflung macht sich in ihm breit und Albert will den Umgang seiner Frau mit Werther nicht mehr sehen.
Werther sieht nun nur noch einen Ausweg um wieder glücklich zu werden, und zwar - nein, das verrate ich nicht, lest selber.
_____Über das Buch_____
Das Buch ist ein Briefroman, das heißt, dass fast der gesamte Roman nur aus Briefen besteht. Werther richtet diese Briefe an einen guten Freund. Zwei Briefe richtet er auch an Lotte und Albert.
Was wirklich interessant ist, ist dass dieser Roman eigene Erlebnisse Goethes widerspiegeln. Er hat sich in Lotte genannt, die in Wirklichkeit Charlotte Kestner hieß. Der zweite Teil, den ich nicht verraten wollte, sind die Erfahrungen des Arbeitskollegen, mit dem er nicht klargekommen ist. Somit ist dieser Roman zum großen Teil eine wahre Geschichte.
Das Buch ist sehr emotionsgeladen geschrieben, manchmal aber ein wenig zu sehr ausschweifend.
Man könnte sagen, es ist ein typisches Sturm und Drang Buch.
Ich besitze einen Sonderband von Cornelsen, der außer dem Roman noch Zusatztexte beinhaltet. Dieser Band hat etwa Din A-5 größe und ist 118 Seiten lang. Er ist außerdem sehr teuer, kostet 7,80 Euro. Die Reclam Fassung ist mit 11,90 sogar noch teurer (Quelle bol,de)
ISBN:(Sonderausgabe) 3-464-12118-6
ISBN:(Reclamfassung) 3-15-050067-2
Ich kann die Sonderausgabe wirklich nur empfehlen, da man das Buch viel besser versteht.
_____Sturm und Drang_____
Ich habe bereits erwähnt, dass dieses Buch typisch für die Epoche des Sturm und Drang ist, deshalb noch ein paar Zusatzinfos zum Sturm und Drang.
Der Sturm und Drang war eine rein literarische Epoche und ist im ausklingenden 18.Jahrhundert anzusiedeln. Diese Epoche gab es nur in Deutschland, nirgendswo sonst.
Besonders typisch waren die Stilmittel, hier die häufigsten mit Erklärung.
Elipsen: Auslassung von Worten
Inversionen: Heute war es kalt, kalt war es heute
Ausrufe: o, ach weh
Das Schreiben war charakterisiert durch eine sehr naturbezogene Schreibart. Die Natur wurde stets als ungeheuer Gealt dargestellt, wohingegen der Mensch mächtig klein war.
Das Ziel war stets die Auflehnung gegen den Adel, die Durchsetzung als Individuum.
Das war nur eine kleine Zusatzinfo, die man beim Lesen vielleicht mal überprüfen sollte.
_____Meine Meinung_____
Also erst einmal liebe ich diese altertümlich Sprache, in der das Werk verfasst wurde. Die Naturbeschreibungen haben mich wirklich überwältigt, Goethe beschreibt sie so präzise, dass es manchmal schon zu viel des Guten ist.
Was mir jedoch nicht so gefallen hat, war das völlige Fehlen von Spannung. Und natürlich ist das Buch auch sehr schnulzig. Eigentlich mag ich Liebesgeschichten so gar nicht, diese war aber wirklich gut.
Sehr gefühlvoll beschreibt Goethe er den Werther, der von seinen eigenen Gefühlen so überwältigt wird, dass er sich sogar lieber den Irrsinn wünscht, einfach weil es so weh tut dies alles mit ansehen zu müssen. Man setzt sich wirklich in diese Person hinein und leidet mit ihr.
Ich persönlich konnte mich mit Werthers Denkungsart einwenig identifizieren.
Die Sprache ist jedoch sehr schwer zu verstehen, da es auch viele Wortneuschöpfungen gibt. Bei meiner Fassung gab es jedoch Lesehilfen, d.h. unbekannte Worte wurden unten angegeben.
Aufgrund der Komplexität der Sprache und auch des Inhalts ist das Buch nichts für sehr junge Menschen. Vielleicht bin ich selber sogar zu jung für das Buch, aber ich habe es verstanden, also kann ich mich nicht beklagen.
_____Fazit_____
Die Leiden des jungen Werthers ist ein wirklich sehr packendes Buch, das sehr einfühlsam geschrieben ist, manchmal jedoch ein wenig zu schnulzig.
Über den Stil kann man sich keineswegs beklagen, die Sprache jedoch ist sehr komplex, nichts für Menschen die die geschwollene Sprache nicht mögen.
Ein wahrliches Meisterwerk für Goethe, mit dem er seinerseits für wahren Aufruhr sorgte, 4 Sterne für den Werther Roman.
ein Testbericht von Doerki2003-08-15 21:32:29vom 15.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: sehr inspirierend...Nachteile/Kritik: komische Sprache und Schreibweise : überteuerter Preis
Die Leiden des jungen Werthers, geschrieben von Johann Wolfgang Goethe ist der Klassiker überhaupt den man in der gymnasialen Oberstufe liest.
Insgesamt geht es in dem Buch um die verzweifelte Liebe zwischen dem Werther und Lotte, doch diese ist inzwischen verlobt. Das ganze Buch setzt sich aus den Briefen des Werthers zusammen, beginn am 04.May 1771, Ende am 20.Dezember 1772, wobei es dann noch in den Kommentaren ( jedenfalls im Buch von der Suhrkamp BasisBibliothek ) weitere Auszüge aus anderen Briefen sind.
Sicherlich hat (fast) jeder dieses Buch gelesen, daher
habe ich am Anfang dieses Berichtes auch nur einen kurzen Überblick über den Inhalt gegeben, nun möchte ich auf den Tatsächlichen Hintergrund hinweisen.
Die Leiden des jungen Werthers spielen hauptsächlich in der hessischen Stadt Wetzlar, wobei der Werther in dem Dorfe Garbenheim ( im Buch heißt dieser Ort Wahlheim ) sich aufhält. In diesem Ort ist der Werther vollkommen von der Natur fasziniert, denn für ihn ist die Natur die Wiederspiegelung Gottes ( Auszug aus dem Brief vom 10. May 1771 : Wenn ich das Wimmeln der kleinen Welt zwischen Halmen, die unzähligen, unergründlichen Gestalten, all der Würmgen, der Mückgen, näher an meinem Herzen fühle, und fühle die Gegenwart des Allmächtigen, der uns all nach seinem Bilde schuf.... ).
Jedenfalls findet Werther schnell Kontakt zu den "einfachen" Bürgern ( Auszug aus dem Brief vom 17.May 1771 : Ich habe allerley Bekanntschaft gemacht... ).
Wenn man sich mit Goethe allgemein befasst, spiegelt dieses Buch "sein" Leben wieder, denn es gibt einige Verbindungen zu Ihm, er war selber unsterblich in eine verheiratete Frau verliebt, dafür seine Heimatstadt aufgibt und in die Ferne zieht. Auch der Selbstmord am Ende des Buches gab es in der Realität, jedoch brachte sich Goethe nicht um ,sondern ein Freund von ihm , Jerusalem ( gibt es auch im Buch ). Vielleicht war Goethe von diesem Tode so stark betroffen, dass er seinen langen Entschluss endlich wahr machte, und sein Buch " Die Leiden des jungen Werthers" schrieb.
Trotz des Alters und der ungewohnten Schreibweise Goethes ist dieses Buch heutzutage eine Art Bestseller, denn es gehört zu den meistgelesenen Bücher neben Franz Kafka mit "Die Verwandlung" und Berthold Brecht mit "Mutter Courage".
FAZIT
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Jeder der etwas von der klassischen Literatur erfahren möchte, sollte sich dieses Buch kaufen, denn es gehörte zu den Ersten, die die "Ich-Perspektive" wiedergefunden haben.
ein Testbericht von Spockvv2003-01-19 23:16:25vom 19.01.2003Empfehlung: nein
Kurze Allgemeine Information:
Name: Die Leiden des jungen Werther
Autor: Johann Wolfgang Goethe
Erscheinungsdatum: ca. 1772
Preis: 2,50 bis 5 Euro (je nachdem, welche Ausgabe)
ISBN 3-15-000067-X (Reclam Durchgesehene Ausgabe 1986)
Inhalt:
Das Buch „Die Leiden des jungen Werther“ von Johann Wolfgang Goethe handelt von einem jungen Mann, der aus einer reichen Familie, des Bürgertums kommt.
Es spielt um 1771 in größtenteils in dem erfunden Wahlheim in Deutschland.
Das Buch besteht im Größtenteil aus Briefen, die der junge Werther an seinen Freund Wilhelm schreibt. In ihnen erzählt er von den Dingen, die er erlebt, philosophiert er über die Umwelt
Gesellschaft und andere Dinge und versucht sein Gefühlsleben und seine Gedanken seinem Freund zu vermitteln.
Werther zieht in den Ort Wahlheim, in dem er versucht, ein bisschen Ruhe für sich zu finden und Abstand, von der alten Umgebung zu finden. Er geht oft spazieren und hält sich am liebsten in der Natur auf. Er macht Bekanntschaft mit den Leuten aus dem Dorf und lernt an einem Tanzabend Lotte kennen, in die er sich sofort verliebt. Doch Lotte ist schon Albert, einem Geschäftsmann versprochen, doch da dieser sich zurzeit auf Reisen befindet, denkt Werther nicht sehr darüber nach. Er steigert sich immer mehr in die Leidenschaft zu Lotte herein und seine Gefühle zu ihr werden so stark, dass er sie jeden Tag sehen muss. An einem Tag, hat er leider keine Zeit sie zu besuchen, doch seine Gefühle sind so stark, dass er seinen Diener zur ihr schickt, nur dass er am Abend in der Gesellschaft von jemandem ist, der Lotte an diesem Tag gesehen hat (nach eigenen angaben in einem Brief, hätte er den Diener am liebsten geküsst, wenn er sich nicht geschämt hätte). Eines Tages kommt Albert zurück, doch die Geschichte nimmt genau den gegenteiligen Verlauf, wie jeder normale Mensch es vermutet hätte. Werther schätzt Albert sehr und liebt ihn (nach eigenen Angaben) ebenfalls (keine Leidenschaftliche Liebe, sondern eher eine Liebe von Freund zu Freund) und auch Werther ist für Albert, nach Werthers Einschätzung, eine sehr eng befreundete Person.
Doch trotz alldem ist Werther unglücklich und beschließt Walheim eines Morgens, ohne dass es jemand weiss zu verlassen. Er findet sich in einer Adelsgesellschaft wieder, in der es ihm überhaupt nicht gefällt. Und so kehrt er eines Tages zurück nach Walheim.....
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da ich dem Leser, der sich dieses Buch kaufen möchte nicht die Spannung nehmen will. Ich denke, dass diese Übersicht schickt, um sich ein Bild über die Handlung zu machen.
Meine Meinung:
Auf den ersten Blick hört sich die Story ja ganz OK an, wäre da nicht das ABER!
Um mich genauer verstehen zu können, zitiere ich an diese Stelle mal einen unbedeutenden Absatz des Buches:
„Ich redete mit Lotten über die unglaubliche Verblendung des Menschensinns, dass einer nicht argwohnen soll, dahinter müsse was anders stecken, wenn eins mit sieben Gulden hinreicht, wo man den Aufwand vielleicht um zweimal soviel sieht. Aber ich habe selbst Leute gekannt, die des Propheten ewiges Öl ohne Verwunderung in ihrem Hause angenommen hätten.“
Das ist nur ein kleiner Absatz des Buches und noch nicht mal der schlimmste.
Das ganze Buch ist in einer solchen Schrift geschrieben und ich kann nur sagen, dass es die reinste Tortur ist das zu lesen (ich hab dass auch nur getan, weil ich das Buch in Deutsch lesen musste). In manchen Briefen ist das sogar so schlimm, dass ich sie 2 bis dreimal gelesen habe, weil ich mich nicht auf den Inhalt konzentrieren konnte und ihn einfach vergessen hatte.
Ich muss zugeben, gegen Mitte des Buches, ist dass nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang, weil man sich schon ein wenig in die Sprache hereingelesen hat, aber Spaß beim Lesen hat man deswegen noch lange nicht!
Fazit:
Dieses Buch ist wirklich nur was für Menschen, die in Literatur interessiert, oder Goethe- Fans sind. Für den „Otto-Normalverbraucher“ ist dieses Buch auf keinen Fall empfehlenswert. Auch wenn dieser Werther ein faszinierender Charakter ist (wenn auch ein bisschen übertrieben sensibel, da er in jedem 3.-4. Brief mal davon erzählt, dass er wieder geheult hat) und in dem Buch sehr viel philosophiert wird.
nachträglicher Hinweis: Meine Ausgabe sit nicht die, die auf dem Bild gezeigt wird, der Inhalt dürfte aber identisch sein
...
ein Testbericht von snikkaz2002-11-28 16:59:30vom 28.11.2002Empfehlung: ja
Also hier bin ich wieder!
In der Schule besprechen wir momentan das bekannteste Buch Goethes :
DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER
Und ich weiß, dass das nicht gerade das interessanteste Buch für viele Schüler ist.
Also so schlau und sozial wie ich bin, hab ich mir gedacht, dass ich die ganzen Aufsätze, die ich zu dem Thema schreiben werde hier reinsetze und auch auf meine Homepage, und die Leute, also ihr...oder so sie euch einfach nehmen könnt, da hab ich ehrlich nix dagegen, weil ich oft selber keine Lust hab einen Aufsatz zu schreiben,
aber mich dazu zwing. Was eigentlich ziemlich praktisch für andere ist! Na ja, also das erste Thema ist:
WERTHER UND DIE KINDER!
Dieses Thema wird bestimmt in jedem Deutschunterricht besprochen, in dem man das Buch liest, weil es schon ziemlich wichtig ist. Also fang ich mal an. Als erstes hab ich einige Stichpunkte gesammelt. Was vielleicht noch wichtig ist, ist, dass ich den Werther im Reclamheftchen gelesen hab, also auch die Seitenzahlen aus dem Reclamheftchen nehme.
Also:
Stichpunkte:
-Innige Beziehung zu Kindern
-Bei ihnen fühlt er sich wohl
-Er kann sich benehmen, als wäre er selbst noch eins
-Es gibt nur junge und alte Kinder
-Hohe Meinung und Respekt zu Kindern
-Unverdorbensten, reinsten und mutigsten Geschöpfe
-Kein Unterschied zwischen adligen und nicht adligen Kindern
-Erwachsene verderben die Kinder
-Haben keine verfestigten Vorstellungen/Einstellungen
-natürlich
Werther und die Kinder
In dem Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe geht es um den jungen Werther, dieser fühlt sich nicht wohl in seiner Gesellschaft, da diese nicht akzeptiert, dass er ein eigenes Individuum sein möchte. Daher vergleicht er sich mit den Kindern, da er meint, dass sie ihm am nächsten sind , „[...] meinem Herzen sind die Kinder am nächsten auf der Erde [...]“ (Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther, Reclam, Stuttgart, 2001, S.34, Z.3/4). Bei ihnen fühlt er sich wohl, er spielt und tollt mit ihnen, als wäre er selbst noch eins“[...]auf der Erde unter Lottens Kindern, wie einige auf mir herumkrabbelten, andere mich neckten, und wie ich sie kitzelte und ein großes Geschrei mit ihnen erregte.“(a.a.O., S.33,
Z.2-4) Nicht nur er ist den Kindern zugewandt, sondern er ist auch eine recht beliebte Person bei ihnen ,“[...]die geringen Leute des Ortes kennen mich schon und lieben mich, ganz besonders die Kinder.“(a.a.O., S9, Z.1/2)., denn oft schenkt er ihnen Zucker, wenn er Kaffee trinkt oder gibt ihnen auch etwas von seinem Essen ab und jeden Sonntag schenkt er ihnen einen Kreuzer , „Die Kinder sind ganz an mich gewöhnt, sie kriegen Zucker, wenn ich Kaffee trinke, und teilen das Butterbrot und die saure Milch mit mir des Abends. Sonntags fehlt ihnen der Kreuzer nie[...]“(a.a.O., S.18, Z.1,S17, Z.31-33).An dieser Textstelle kann man belegen, dass Werther Kinder wichtig sind, er möchte sie um sich haben und deshalb schenkt er ihnen viel. Er weiß, dass die Kinder die einzigen sind, die zu ihm halten und die ihn auch als eigenes Individuum respektieren, sie achten nicht auf Äußerlichkeiten, und es kümmert sie auch nicht aus welchem Stand ihr Spielgefährte ist. Deshalb hat Werther eine hohe Meinung von ihnen und mehr Respekt als vor manchen Erwachsenen, wie zum Beispiel dem Doktor, der die höhere Gesellschaft repräsentiert, den er als „dogmatische Drahtpuppe“(a.a.O., S.33, Z.23) beschreibt. Seine hohe Meinung von Kindern kommt daher, dass sie nicht wie eine Drahtpuppe, also gesteuert von anderen handeln, sondern meistens tun und lassen, wonach ihnen beliebt. Sie lassen ihren Gefühlen freien Lauf und gerade das schätzt Werther an den Kindern, auch dass sie keine verfestigten Vorstellungen haben wie der Adel. Für Werther sind die Kinder das Gegenteil des Adels. Werther ist ein Mensch, der einsieht, dass der Klassenkampf in der Gesellschaft einen Sinn hat, jedoch sieht er die Menschen, egal aus welcher Klasse als ebenwürdig an. Genauso ist es bei den Kindern, er macht keinen Unterschied, ob es adlige oder arme Kindern sind, was für Werther zählt ist die Unverdorbenheit, die Reinheit und der Mut der Kinder.
Für Werther wimmelt die Welt nur so von Kindern. Erwachsene sind für ihn genauso Kinder, da sie nicht wissen was sie wollen und wie Kinder nach Süßigkeiten und Schlemmereien greifen, nur dass ihre Schlemmereien und Süßigkeiten Macht, Ruhm, Geld und Gewinn sind
(„ [...] dass aber auch Erwachsene gleich Kindern auf diesem Erdboden herumtaumeln, und wie jene nicht wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen, ebenso wenig nach wahren Zwecken handeln, ebenso durch Biskuit und Kuchen und Birkenreiser regiert werden[...]“ a.a.O.,S13,Z7-11).
Werther ist der Meinung, dass der Mensch nur glücklich sein kann, wenn er lebt wie ein Kind, also genießt und sich auch von kleinen Dingen beeindrucken lässt. Für ihn gilt, „dass diejenigen die Glücklichsten sind, die gleich den Kindern in den Tag hinein leben.“(a.a.O.,S13,Z.15/16)
Für Werther sind die schlimmsten Feinde der Kinder, und auch seiner selbst, die Erwachsenen. Sie erziehen die Kinder zu Ordnung und Maß, setzen für sie Maßstäbe und bringen ihnen die Normalität bei. Werther identifiziert sich mit den Kindern. So wie für die Kinder ihre Eltern, ist für Werther „Maßstabs- und Normalitätserzieher“ die Gesellschaft.
Werther macht ähnliche Stimmungsschwankungen durch wie ein Kind. Ein Kind fängt plötzlich an zu weinen aber von der einen auf die andere Minute kann es wieder lachen.
Werther ist so hingerissen von der kindlichen Natürlichkeit, Liebe und Hingebung beim Betrachten Lottens, als sie den Kindern Brot verteilt und diese strahlend lachen und danken, dass er eins auf den Arm nimmt und küsst („ [...] und ich konnte mich nicht enthalten, ihn, ungeachtet seines kleinen Rotznäschens, herzlich zu küssen.“, a.a.O.,S.23,Z.17/18).
Werther ist jemand der Unverdorbenheit, Reinheit, leidenschaftliche Hingebung, Mutigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit sehr schätzt. Das alles besitzen die Kinder, das macht sie zu Individuen. Werther versteht nicht warum die Gesellschaft so negativ reagiert, für ihn sind das alles positive Eigenschaften, die er selbst an sich sehen mag. Dadurch ist die Beziehung zu den Kindern sehr innig und ihm überaus wichtig, da er da sein ich zum Ausdruck bringen kann und er selbst sein kann!
snikkaz
Diese Arbeit wurde mit 14 Punkten benotet.
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