Die Nackenschminke, welche Schamlippen symbolisieren soll

Ein Kimono von Hinten mit dem typischen Obi (komplizierter Knoten)

Goldens Inspiration Mineko Iwasaki

Golden Arthur: Die Geisha
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Golden Arthur: Die Geisha
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Testberichte Golden Arthur: Die Geisha

 (Taschenbuch)
4.9 von 5
Platz 105 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
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Golden Arthur: Die Geisha Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.9 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (7/7).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • wunderbare Geschichte, toller Einblick in Geishakultur
  • preis-leistungsverhältnis, spannende story, informativ
  • tolle Geschichte, viele Informationen
Nachteile/Kritik
  • eigentlich nichts- uneigentlich siehe Bericht
  • nichts
  • zu schnell gelesen :-D
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Geishas- japanische Prostituierte?

ein Testbericht von 2006-06-27 15:48:08 vom 27.06.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: wunderbare Geschichte, toller Einblick in Geishakultur...
Nachteile/Kritik: eigentlich nichts- uneigentlich siehe Bericht
"Endlich mal wieder ein Bericht"... oder "Boah nee...wieder seitenweise Geschafel" oder auch "Soll ich mir das jetzt wirklich durchlesen? -Hier haste dein sehr hilfreich" Jaja... ich kann eure Gedanken lesen, nicht wahr?
Aber nun geht`s los mit meinem neuen Bericht über das Buch "Die Geisha" von Arthur Golden, welches ich gestern endlich fertig gelesen habe.

1. Inhalt (Vorsicht laaaang, Kurzfassung darunter für die, die die lange Version abschreckt)
2. Das Buch (Entstehung, Vorbild)
3. Der Autor
4. Fakten zum Buch (Preis, Verlag...)
5. Wie fand ich`s?
6. Mein Fazit

1. Inhalt

Jeder von uns hat sicher schon einmal auf Bildern eine japanische Geisha gesehen und fast jeder von uns weiß kaum etwas über das Leben dieser geheimnisvollen weiß geschminkten Frauen mit ihrer geisterhaften Erscheinung.
"Prostituierte" werden viele denken oder zumindest so etwas ähnliches.
Doch die Geschichte der Geisha Sayuri zeigt uns ein ganz anderes Bild vom Geisha-Dasein und erzählt uns ihre Biografie.
In den 1930er Jahren lebt das kleine japanische Mädchen Chiyo mit ihren Eltern in einem alten armen Fischerdörfchen am Meer. Dort genießt die Kleine ein, zwar nicht ganz einfaches, aber unbeschwertes Leben- bis ihre Mutter krank wird und zu sterben droht. Denn ihr Vater ist schon sehr alt und glaubt Chiyo und ihre ältere Schwester Satsu nicht allein aufziehen zu können, da er auch nicht das ewige Leben hat. So scheint die zufällige Bekanntschaft, welche Chiyo mit dem Fabrikbesitzer Herr Tanaka macht mehr Schicksal als Zufall zu sein.
Chiyo glaubt er wolle sie und ihre Schwester adoptieren, doch wie sich herausstellen soll kauft er dem Vater die Mädchen ab, um sie nach Kyoto zu bringen.
Ihrer Familie entrissen und in eine völlig fremde Welt verschleppt trennen sich auch die Wege der Schwestern- die ältere Satsu wird an jorou-ya (ein Bordell) verkauft und muss dort als Prostituierte arbeiten, währen Chiyo in einer Okiya unterkommt. Eine Okiya ist ein Haus, in welchem nur Frauen leben- die Okiya lebt nur von den Einnahmen der dort lebenden Geisha (meist nur 1-3). Der Rest der dort ansäßigen Frauen sind die Familienmitglieder oder Bediensteten. Man könnte nun also meinen Chiyo hätte Glück gehabt in einer solchen Okiya unterzukommen. Doch dort wird das Mädchen nicht mit offenen Armen empfangen, denn die Herrin des Hausen, "Mutter" hat vor aus ihr Profit zu schlagen. Chiyo muss die erste Zeit die harte Arbeit einer Bediensteten übernehmen und hat dabei wirklich nichts zu lachen. Alles, was Chiyo an Nahrung, Medizin etc. benötigt, muss sie später an die Mutter zurückzahlen. Dazu muss sie jedoch erst eine Geishaausbildung beginnen, welche ebenso kein Zuckerschlecken ist, wie ihr sehen werdet. Wie ich schon erwähnte, wurde Chiyo nicht mit offenen Armen empfangen, denn die Geisha, welche das Geld für die Okiya verdient, Hatsumomo, sieht in der Neunjährigen eine Konkurrentin, da sie schon früh ihre Schönheit entdeckte- Chiyo hat, wie es für Japaner ungewöhnlich ist, sehr helle, graue Augen.
Hatsumomo erweist sich als Hausdrachen, welcher keine Möglichkeit auslässt, Chiyo zu Beschimpfen oder in Schwierigkeiten zu bringen, was ihre Schulden bei der Mutter selbstverständlich erhöht. Chiyo ist nicht das einzige Mädchen in der Okiya- außer ihr lebt noch ein anderes junges Mädchen dort, welches alle "Kürbisköpfchen" nennen. Die beiden Mädchen befreunden sich, doch zum spielen oder ähnlichem bleibt natürlich keine Zeit, da sie den ganzen Tag arbeiten.
Doch bald darauf beginnt Chiyos Ausbildung zur Geisha, welche aus Unterricht im Tanz, dem Shamisenspiel (ein japanisches Instrument) und weiteren Instrumentenunterricht, der Erlernen der Teezeremonie und so weiter bestand- also alles, was eine gute Gesellschafterin benötigt, um Männer unterhalten zu können. Das klingt natürlich nicht anstrengend, doch neben der Schule waren die Mädchen nicht von ihren Pflichten im Haus freigestellt und mussten nachmittags zusätzlich üben, sowie nachts warten, bis Hatsumomo von Engagements nach Haus kam, um ihr dann zu dienen.
Chiyo hält das anstrengende Leben in der Okiya bald nicht mehr aus und als sie erfährt, wo ihre Schwester sich befindet, macht sie sich natürlich auf dem Weg, um sie zu suchen. Als sie sie gefunden hat, machen beide einen Termin aus, an dem sie flüchten wollen. Doch Chiyo gelingt es nicht- sie möchte über das Dach des Hauses fliehen, fällt jedoch und bricht sich den Arm. Daraufhin erklärt die Mutter, sie sei keine lohnende Investition und bricht ihre Ausbildung ab... Chiyo steht nun ein Leben als Dienerin bevor- oder nicht?
Nein, denn nachdem sie 2 Jahre schon nicht mehr die Schule besucht, wird sie von einer der führenden Geishas Gions (das Geishaviertel Kyotos) Memeha, der Erzfeindin Hatsomomos, ausfindig gemacht, welche die Mutter überredet die Kleine wieder zur Schule zu schicken.
Mameha wird Chiyos "ältere Schwester"- solche familiären Titel haben in Japan nicht nur die Bedeutung, wie wir sie kennen. Denn die Herrin der Okiya heißt schließlich auch Mutter, ohne die leibliche Mutter zu sein, oder alle nennen ihre Schwester "Tantchen" und die "ältere Schwester" ist eine erfahrene Geisha, welche sich einer Maiko (Lerngeisha) annimmt und sie mit Kunden und dem Leben der Geisha vertraut macht.
Durch Mameha schafft es Chiyo schnell sich in Gion einen Namen zu machen und erlebt auch bald ihre mizuage- dies ist die Entjungferung, welche an den Höchstbietenden Mann geht und wird auch einige Zeit später eine richtige Geisha, welche Kürbisköpfchen, die nun die "jüngere Schwester" Hatsumomos ist, in ihrem Erfolg übersteigt. Die Mutter ist davon so begeistert, dass sie Chiyo, welche als Geisha den Namen Sayuri bekam, adoptiert- das heißt, dass sie später die Okiya leiten wird. Doch auch ihr danna- ihr Geliebter (obwohl von Liebe keine Rede sein kann- ein danna hat das Privileg mit der Geisha zu schlafen, muss aber dafür ihre Schule, ihre Kimonos etc bezahlen) ist ein reicher Mann, welcher ihr und der Okiya Wohlstand beschert.
Sayuris Leben scheint eine wundervolle Wende genommen zu haben, doch sie ist alles andere als glücklich, denn als kleines Mädchen machte sie, ebenso zufällig wie die mit Herrn Tanaka, die Bekanntschaft mti einem Direktor, welcher sie weinen sah und ihr ein Taschentuch schenkte. Dies war damals der einzige Mensch, der freundlich zu ihr war- seit sie also ein kleines Mädchen war, träumte sie davon den Direktor wiederzusehen und dies tat sie auch als Geisha, doch Geishas konnten sich nicht einfach ihre Männer heraussuchen- sie mussten denen Gesellschaft leisten, welche sie engagiert hatten, oder welche am reichsten waren und sich für sie interessierten. Der Direktor jedoch tat die`s augenscheinlich nicht, jedoch aber sein bester Freund- ein sehr erfolgreicher, aber sehr entstellter Mann namens Nobu. Nobu gelang es nicht Sayuris mizuage zu ersteigern und auch nicht ihr danna zu werden, dennnoch verband sie eine enge Freundschaft. Selbstverständlich konnte Sayuri angesichts des Interesses, welches Nobu an ihr zeigte, nicht seinem besten Freund, dem Direktor mehr Aufmerksamkeit schenken und so erfüllte sich ihr Traum von einem Zusammenleben mit dem Direktor nicht...nicht gleich, denn 1944 wurde auch Japan sehr stark in den Weltkrieg involviert und das Vergnügungsviertel Gion geschlossen- Sayuri verlor ihren danna und arbeitete in der Kimonoherstellung- Nobu hatte sie damit vor der Arbeit in einer der schlimmen Fabriken bewahrt.
als der Krieg vorüber war, versuchte Nobu Sayuris danna zu werden, was sie sehr erschütterte, da sie ihn nicht verletzen wollte, doch das hätte sie unweigerlich getan, wenn sie mit ihm geschlafen hätte, da sie ihn nicht liebte und auch nicht begehrte. Also schmiedete sie einen Plan, um Nobu davon abzuhalten ihr danna zu werden- sie ließ sich dabei erwischen, wie sie mit einem anderen Mann schlief. Doch statt Nobu erwischte sie der Direktor, was zunächst eine Katastrophe zu sein schien, doch es stellte sich heraus, dass Nobu so bös auf Sayuri war, als er davon Wind bekam, dass es jeglichen Kontakt abbrach- dies ebnete den Weg eines gemeinsamen Lebens mit dem Direktor- denn auch er begehrte Sayuri schon seit er sie das erste Mal sah, konnte wegen Nobu aber nie seine Gefühle zeigen.
Bis zu seinem Tod blieb er Sayuris danna, welche ein unglaublich schönes "Restleben" mit ihm genoss- denn sie hatte das erreicht, nach dem sie sich ihr ganzes Leben sehnte.

Um es kurz zu machen:
Es ist die Geschichte der kleinen Chiyo, welche von ihrem Vater verkauft wird und muss eine schwere Ausbildung zur Geisha machen. Sie sehnt sich ihr Leben lang nach einem Leben, was ihr gehört und nach einem Mann- diesen kann sie jedoch nicht haben, da sie als Geisha dazu verpflichtet ist den Mann zu nehmen, welcher finanziell am besten dasteht. Dennoch gelingt es Sayuri (den Namen trägt sie als Geisha) am Ende ihr Glück zu finden, nachdem sie qualvolle Jahre überstanden hat.

2. Das Buch (Entstehung, Vorbild)

Ich muss leider sagen, dass das Buch keine Biografie ist, sondern ein erfundener Roman- Warum leider? Das erkläre ich später. Dennoch ist es keine rein aus dem Hut gezogene Story, denn Arthur Golden ließ sich sehr stark von den Erzählungen einer echten Geisha inspirieren- Mineko Iwasaki, von welcher man schon einmal gehört haben sollte. Sie war eine der erfolgreichsten Geishas Japans und wurde durch ihre Biografie "Die wahre Geschichte der Geisha" berühmt.Golden hat jahrelang Recherchen angestellt und ist sogar nach Kiyoto gefahren, um einen richtigen Blick auf die Dinge zu bekommen. 1997 erschien der Roman, welcher ein Bild gerade rückt- Geishas als Frauen mit Schicksal, als Gesellschafterinnen, als Kunstwerk, als Geliebte und nicht als bloße Prostituierte.
Golden beschreibt dies auch am Ende des Buches in seiner Danksagung und es wird deutlich, dass er tiefe Einblicke in diese fremde Kultur hatte, welche bin heute noch den meisten Augen verschlossen bleibt. Er erarbeitete dieses Buch in fast 10 Jahren Arbeit und es sollte daran deutlich werden, wie detailverliebt er die Geschichte erzählt- obwohl es dabei wirklich nicht zuletzt um das Schiksal Chiyos/Sayuris geht, sondern darum, zu zeigen wie das Leben in dieser fernen abgeschotteten Welt der Okiyas und Teehäuser aussieht.
Golden studierte japanische Kunst und Geschichte und lebte selbst jahrelang in Japan- wir können also sichergehen, dass "Die Geisha" kein Hirngespinst eines Mannes ist, auch wenn Dinge, wie die Ersteigerung der mizuage (Entjungferung) so etwas manchmal vermuten lassen könnten.

3. Der Autor

Wie ich schon erwähnte, studierte Arthur Golden Japanische Geschichte und Kunst, sowie Anglistik in Harvard und an der Columbia University- kann also kein dummer Mann sein, denke ich mir mal. Er wurde 1957 in Tennessee geboren. Die Geisha ist sein erstes Werk, zu welchem ihm die Bekanntschaft mit dem Sohn einer Geisha inspirierte.
Heute lebt er mit seine Frau und seinen zwei Kindern in Massachusetts.

4.Fakten zum Buch

Originalausgabe erschien in den USA 1997
Originaltitel: "Memoirs of a Geisha"
dt. broschierte Ausgabe beim btb Verlag erhältlich für 10€ (Ausgabe von 2000)
ISBN: 3442726328
572 Seiten
Die gebundene Ausgabe gibt`s so gut wie nirgends mehr, aber
ISBN: 3570001555

5. Wie fand ich`s?

Ja, ich mag es, auch wenn es zum Teil schlechte Kritiken bekommen hat. Doch ich bin Golden dankbar für die Aufklärungsarbeit, die er da geleistet hat, auf so eine Art, dass man es nicht einmal mitbekommt.
Ich kann jedem erklären, was ein danna, eine Okiya, eine mizuage ist, oder wieso Lerngeishas rote Kissen in ihrer Frisur haben, die "Gespaltener Pfirsich" heißt, oder was ein Obi ist und wann Geishas welche Kimonos tragen, denn all diese Dinge werden, ohne es aufdringlich erscheinen zu lassen, erklärt. Natürlich sollte man Vorsicht walten lassen, da es ja nur ein erfundener Roman ist- die Männer in den Teehäusern sind zum Teil sehr sexistisch und so etwas erwartet man von Japanern nicht, ebenso dass die Parties in Trinkgelagen enden. Doch ich wusste dies ja am Anfang nicht und glaubte, es handle sich hier um die wirkliche Geschichte eine Geisha namens Sayuri, doch nachdem ich erfuhr, dass es nur Goldens Fantasie entsprungen ist, fing ich an, manche Stellen anzuzweifeln, was natürlich nicht zum Lesevergnügen beitrug. Denn plötzlich erschienen mir die Zufälle zu zufällig und manche Dinge einfach zu unglaubwürdig. Hätte ich dies nie erfahren, würde ich sagen, es sei die bewegenste Geschichte gewesen, die ich je lesen durfte. Denn es gab Momente, in denen es mir nicht gelang das Buch wegzulegen, da ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht, wie Chiyo wieder einmal von den Menschen in ihrer Umgebung benutzt wird. Denn mir wurde klar, ohne hier ein überemanzipiertes Statement abgeben zu wollen, dass die Geishas nur dazu da sind, dafür leiden, um Männern die Abende schön zu gestalten- die haben sie zu unterhalten, schön auszusehen, ihnen Sake nachzuschenken und wenn möglich ihnen die Nacht zu versüßen, jedoch niemals wahre Emotionen zeigen, etwas selbst bestimmen wollen.
Natürlich sind sie irgendwie Prostituierte, doch das ist nicht ihre Hauptaufgabe. Sie sind viel mehr und ihr Leben ist so komplex, dass es mich in seinen Bann gezogen hat- ich verschlinge alles, was ich über das Leben von Geishas finden kann, denn die Fremdartigkeit dieses Lebensstils begeistert mich. Dieses Buch hat mich dazu gebracht einen tiefen Einblick zu bekommen. Ich durfte eine herzergreifende Geschichte lesen und gleichzeitig meinen Horizont erweitern- dafür danke ich Arthur Golden.

6. Fazit

Natürlich empfehle ich es euch! Und es ist nicht nur ein Buch für Frauen- ich kenne schon 2 Männer, die ebenso begeistert waren, wie ich.
Am besten ihr lest es, ohne euch Gedanken darüber zu machen, ob die Geschichte wahr ist, oder nicht, dann ist es eine wirklich interessante Geschichte- nicht spannend, nicht mitreißend, aber außergewöhnlich und anfangs sehr fremd. Doch am Ende hat man einen Einblick in diesen Teil der japanischen Kultur, ohne trockene Lektüre gelesen zu haben, dennoch sollte man den Abstand wahren können und sagen, dass nicht alle Japaner in Vergnügungsviertels gehen und betrunken mit Geishas schlafen wollen, dass aber solche die gern die Gesellschaft dieser Damen in Anspruch nehmen, sehr wohl wissen, dass die Streifen in ihem Nacken Schamlippen symbolisieren.
Am besten man stöbert danach noch etwas bei wikipedia- es fällt dann leichter die Geschichte der kleinen Chiyo von dem zu trennen, was Golden und wirklich über die Kultur mitgibt.
Ich wollte eigentlich erst einen Stern abziehen, aber da dieses Buch eines meiner Lieblingsbücher geworden ist, bekomme ich es nicht über`s Herz- denn am Ende bin ich ja selber schuld, dass ich schon zu früh Nachforschungen angestellt habe und mir somit die Lesefreude ein wenig getrübt habe.
Also kauft es euch, oder leiht es aus- es interessiert sicher nicht jeden, aber wer eine schöne Geschichte lesen möchte, über das Bedürfnis nach Liebe, Selbstbestimmung und Freiheit oder wer einfach seinen Horizont erweitern möchte, kann sich ruhig im Buchhandel mal umschauen.
Wer fragen hat, kann sich an mich wenden.

Ich freue mich über Kommentare und Anregungen
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Kommentare
Lillavatten02
Lillavatten02, 27.06.2006
für diesen Bericht würde ich dir gerne ein Besonders hilfreich geben, aber das gibt es leider nicht. Ich habe den Film gesehen und auch das Buch gelesen, beides ist Klasse und dein Bericht auch :o Lg Lillavatten02
Fantomiss
Fantomiss, 29.06.2006
SH, nur schade, dass du schon so viel vom schluss verraten hast :
Estha
Estha, 28.06.2006
978897889788 ... lg susi ... 978897889788
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Der Autor Arthur Golden
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Eine "normal geschminkte" Geisha
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Geishadreams

ein Testbericht von 2006-04-19 17:57:44 vom 19.04.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: preis-leistungsverhältnis, spannende story, informativ...
Nachteile/Kritik: nichts
++Inhalt++
1. Einleitung
2. Die Story
3. Meine Meinung
4. Fakten
5. Fazit

++Einleitung++
Und wieder einmal hat mich die Leselust gepackt. Bisher hab ich noch über keine meiner Lieblingslektüren berichtet, aber ich werde nun mal damit beginnen. Auf meinem Nachttisch befindet sich im Moment das Werk von Arthut Golden. Es wird wohl ein jeder schon von seinem Buch DIE GEISHA gehört haben, zumal vor einem halben Jahr der auf dem Buch basierende Film Kinobesucher in der ganzen Welt verzauberte.

++Die Story++

Das Fischermädchen Chiyo Sakamoto und ihre Schwester Satsu werden von ihrem Vater verkauft, als die Mutter im Sterben liegt. Die beiden werden nach Kyoto gebracht, wo sie voneinander getrennt werden. Satsu wird als Prostituierte in ein Freudenhaus gebracht während Chiyo in eine Okiya getseckt wird. In dieser Okiya soll sie zu einer Geisha ausgebildet werden. Doch das Leben in dem Haus ist hart, denn Chiyo muss sich zunächst als Dienerin bewähren, bevor Geld für ihre Ausbildung investiert wird. Hatsumomo, die einzige Geisha in der Okiya versucht dies mit aller Macht zu verhindern, da sie in Chiyo eine Konkurrentin sieht, den Chiyo hat ungewöhnliche graue Augen und wächst zu einer wahren Schönheit heran. Chiyo denkt anfangs nur daran ihre Schwester zu finden. Als ihr dies gelingt, plant man die gemeinsame Flucht, doch Chiyo misslingt der Versuch, während Satsu frei ist. Durch ihren Fluchtversuch wird ihr die bereits begonnene Ausbildung für die Zukunft untersagt und Chiyo blibt eine einfache Dienerin. Als Chiyo erkennt, dass es für sie keinen Ausweg gibt, nimmt sie ihr Schicksal an und entschliesst sich um ihre Ausbildung zur Geisha zu kämpfen. Das Buch berichtet nun vom harten Kampf Chiyos auf dem Weg eine Geisha zu werden, denn Hatsumomo versucht Chiyo das Leben schwer zu machen. Doch mit Hilfe der grossen Geisha Mameha, Hatsumomos grösster Konkurrentin, sieht Chiyo eine Chance, Hatsumomo zu stoppen. Und ausserdem gibt es da noch einen Mann, dessen Herz Chiyo unbedingt erobern will....

++Meine Meinung++
Mit „Die Geisha“ hat Arthur Golden ein Meisterwerk geschaffen. Das Buch ist durchweg spannend, auch wenn der Einstieg etwas schleppend ist. Arthur Golden versteht es den Leser in die bezaubernde, aber auch harte Welt der Geishas einzuführen. Der Leser erhält einen tiefen Einblick in die fernöstlichen Traditionen. Jedes kleine Detail der Geishaausbildung wird anschaulich und verständlich erklärt. Die farbenprächtige Welt ist so nicht mehr weit weg, sondern direkt beim Leser, er kann vor seinem inneren Augen jede Szene problemlos miterleben.
Durch Hatsumomos Intriegen sieht man sleber oft keine Ausweg mehr für die arme Chiyo, aber dann tuen sich plötzlich unerwartete Lösungsmöglichkeiten auf.
Ich habe teilweise bis spät in die Nacht gelesen und erst aufgehört als mir die Augen zufielen.
Besonderes Interesse habe ich seitdem auch an der fernöstlichen Kultur, und ich habe öfter im internet genauer recherchiert.

++Fakten++

Erschienen ist die Geschichte der kleinen Chiyo im btb-Verlag. Das Buch ist sowohl in gebundener Form (ca. 12 Euro), als auch als Taschenbuch (ca 10 Euro) erhältlich. Autor des Buchs „Die Geisha“ ist Arthur Golden, als Vorlage für sein Werk nutzte er die Biografie einer von Japans grössten Geishas: Mineko Iwasaki . Auf 573 Seiten wird man in das Leben als Geisha eingeführt. Im Winter 2005 war der auf dem Buch basierende Film in den deutschen Kinos zu sehen, regisseur war Steven Spielberg.

++Fazit++
578 Seiten für 10 € ist ja schonmal nicht teuer. Aber bei dem Werk das man jeztt erhält, kann man das ganze nur noch als Schnäppchen beschreiben, denn Arthur Goldens Roman ist ein Meisterwerk, das ein jeder gelesen haben sollte!
...
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Kommentare
SeriousError
SeriousError, 19.04.2006
Ein quotsehr hilfreichquot von mir für diesen tollen Beitrag. :o Gruß SeriousError!
Venezianerin_2005
Venezianerin_2005, 25.04.2006
Scheint ein tolles Buch zu sein. Klasse Bericht SH LG Ina
Cicila
Cicila, 20.04.2006
Schöner erster Bücherbericht! LG Cicila
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Luckybrina

Die Welt einer Okiya selbst erleben

ein Testbericht von 2006-03-06 11:42:43 vom 06.03.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: tolle Geschichte, viele Informationen...
Nachteile/Kritik: zu schnell gelesen :-D
Normalerweise behandelt mein bevorzugter Romanlesestoff ja mehr das europäische Mittelalter oder andere Zeiten von anno dazumal - das vorliegende Buch jedoch wurde mir bereits vor zwei Jahren von einer Freundin ans Herz gelegt. Irgendwie hab ich es aber dann doch immer wieder auf Seite geschoben. Als ich mich nun im Januar ans Packen meiner Kliniktasche machte, wollte ich zumindest mal wieder neuen Lesestoff abarbeiten, den ich noch nicht kenne - und fand in meinem Bücherregal mit der Sparte "noch ungelesen" nur wenig Vorrat. Mein Wahl fiel daher auf das Buch "Die Geisha" von Arthur Golden.

Zum Buch:
Titel: Die Geisha
Autor: Arthur Golden
Verlag: btb-verlag München
Taschenbuchausgabe - 10 Euro - ISBN 3-442-72632-8 - 573 Seiten

Zum Inhalt:

Zu Beginn der 30er Jahre lebt die junge Chiyo mit ihrer Schwester und ihren Eltern in einem kleinen Fischerdorf. Die Familie ist arm, die Mutter krank, als ein "Gönner" sich anbietet, die beiden Mädchen nach Kyoto, die alte Kaiserstadt, zu bringen. Der Vater willigt ein und läßt zu, dass seine Töchter im Vergnügungsviertel Gion ausgebildet werden. Chiyo wird in ein Geisha-Haus gebracht, da ihre außergewöhnlichen grauen Augen erhoffen, aus ihr eine gute Geisha machen zu lassen, die Schwester hingegen wird (wie Chiyo und der Leser erst später erfahren) zu einer Prostituierten gebracht, um auch sie dort "auszubilden".
Chiyo hat nichts anderes im Kopf, als mit ihrer Schwester zu fliehen, da sie dem Leben in der Okiya (dem Geisha-Haus) nichts abgewinnen kann und auch sehr unter der Haus-Geisha Hatsumomo leidet. Hatsumomo nutzt ihre Wichtigkeit für das Haus als Alleinverdienerin aus, läßt alle unter ihren Launen zittern und hat stets die Rückendeckung der "Mutter". Dennoch entscheidet die Mutter des Okiya, dass beide in der Okiya aufgenommenen Mädchen zu einer Geisha ausgebildet werden sollen. Aus Chiyo wird "Sayuri", aus dem anderen Mädchen "Kürbisköpfchen". Dies missfällt Hatsumomo, welche sich dadurch in ihrer "Alleinmacht"-Stellung bedroht fühlt.
Als Sayuri nach dem Auffinden Ihrer Schwester zu fliehen versucht, hat Hatsumomo ihr Ziel erreicht: Aus Sayuri wird eine Dienerin der anderen Geishas. Nach einer "zufälligen" Begegnung mit einem "Direktor" während eines Botenganges reift in Sayuri der Entschluss, nun doch Geisha zu werden. Doch der Weg zurück in die Ausbildung ist aufgrund ihres Fluchtversuches fast unmöglich und die Schikanen von Hatsumomo unerträglich. Bis zu dem Tag, an dem sich ausgerechnet Hatsumomos Erzfeindin und größte Konkurrentin Mahema einschaltet und Sayuri anbietet, ihre "große Schwester" zu werden, die sie in die Welt der Geishas einführt. Hatsumomo nimmt sich während dessen "Kürbisköpfchen" - die beiden Jung-Geishas können ihre Freundschaft nicht aufrechterhalten und der "Kampf" beginnt...

------------------------------------ -------------------------------------------------- ------

Meine Meinung:
Das Buch entführt malerisch und realistisch in die farbenprächtige Welt der fernöstlichen Vergnügungsviertel. Der Schreibstil ist sehr schön und ausschmückend mit vielen Hintergrundinformationen über die Kultur und die Denkweise, die uns Mitteleropäern doch recht fremd ist. Es war gut, dass ich nur wenige Tage im Krankenhaus war, denn mein Lesestoff war bei diesem Buch sehr schnell verbraucht.
Die Schilderungen sind meiner Meinung nach sehr emotional - man fühlt die Not von Chiyo durch Hatsumomos Attaken, aber auch die kleinen Triumphe auf ihrem Weg nach oben. Sehr interessant fand ich auch die leichte Einflechtung der Hintergrundinformationen, die einem die schwere Ausbildung einer Geisha sowie die äußeren Einflüsse dieser Welt gut verständlich machen. Dennoch ist die Geschichte an sich rein fiktiv!

Ein sehr gutes Buch!

Zum Autor:
Von einer Freundin seiner Großutter, welche Geisha war, wurde Arthur Golden zu diesem Buch inspiriert. Er selbst studierte japanische Kunst und Geschichte. In Tokio lernte er außerdem den unehelichen Sohn einer Geisha kennen. Diese Begegnung soll ihn so fasziniert haben, dass er sich etwa zehn Jahre lang besonders mit den Details der Geisha-Kultur befasst haben soll. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Brookline, Massachusetts.
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Kommentare
Lotosblüte
Lotosblüte, 07.03.2006
Hab ich schon gelesen....und auch der Film, der gerade bei uns in Ö läuft, muss toll sein. lg
swissflyer
swissflyer, 16.03.2006
----- -S H- ----- Jetzt sag isch mal nischts -
frauohneahnung
frauohneahnung, 13.03.2006
Schönes Buch, habe es selbst gelesen. Echt empfehlenswert.LG
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inchen8

Die Welt der Geishas!

ein Testbericht von 2006-01-28 16:53:20 vom 28.01.2006
Empfehlung: ja
Durch eine Freundin wurde ich auf das Buch „Die Geisha“ von Arthur Golden aufmerksam gemacht. Da ich sehr gerne lese, habe ich mir auch dieses Buch gekauft.
Und ich muss sagen, die Investition hat sich gelohnt.
Denn in diesem Roman wird nicht nur das Thema Liebe und Leid behandelt, es werden auch historische Hintergründe der 30er bis 60er Jahre detailliert erklärt.
Dies finde ich persönlich sehr interessant, da reale geschichtliche Aspekte in das Buch mit aufgenommen wurden.
Mit dem Lesen dieses Buches lernt man einige wichtige Aspekte der japanischen Geschichte kennen.

Der Name „Die Geisha“ viel in den letzen Wochen und Monaten sehr häufig in den Medien, denn das Buch von Arthur Golden wurde endlich verfilmt.
Die Verfilmung hat übrigens Steven Spielberg übernommen.


über den Autor:
---------------------------

Arthur Golden wurde 1957 in Tennessee geboren.
Nach seinem Abitur studierte er japanische Geschichte und verbrachte des Weiteren mehrere Jahre in Japan.
„Die Geisha“ war übrigens sein erstes Buch, mit dem er auch sofort einen Weltbestseller erreichte.
Eine gute Freundin seiner Großmutter, die selbst eine Geisha war, hat ihn übrigens zu diesem Buch inspiriert.
Heute der lebt der Autor mit seiner Frau und zwei Kindern in Brookline, Massachusetts.


Angaben zum Buch:
---------------------------

Titel: Die Geisha
Autor: Arthur Golden
Verlag: btb
ISBN: 3-442-72632-8
Preis: 10€ (Taschenbuch)
Seitenzahl: 573


Eine Geisha:
---------------------------

Geisha war ein Beruf, der im 18. und 19. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte.
Die Geishas galten als Alleinunterhalterinnen, die gerne von reichen Männern gebucht wurden. Ein anderer Ausdruck für eine Geisha ist auch eine Edelprostituierte, doch mögen viele Geisha-Kenner dieses Wort nicht zu gebrauchen und reden daher lieber von einer Künstlerin oder aber auch Kunstgewerblerin. Sie waren immer schick gekleidet und galten damit als Trendsetterinnen der Mode.
Die Geishas lebten in Vergnügungsvierteln, den Blumen-Vierteln, welche auch Hanamachi genannt wurden.
Doch lebten die Geishas dort meist nicht alleine, sondern in weiblichen Großfamilien. Jedoch ist der Begriff Familie hier anders zu deuten, da die Geishas meist nicht verwandt waren und aus ganz verschiedenen Provinzen stammten.
Die meisten japanischen Städte hatten diese Blumen-Viertel gehabt.
Das Zentrum der japanischen Geisha Kultur war und ist heute immer noch in Kyoto.
Heutzutage gibt es aber nur noch sehr wenige Geishas, aufgrund des exklusiven und fast nicht mehr erschwinglichen Preises.


Hauptdarsteller:
------------------ -------

Chiyo (nach der Ausbildung als Geisha heißt sie jedoch Sayuri)
Hatsomomo (die Erzfeindin von Sayuri)
Mameha (sie bildet Sayuri zur perfekten Geisha aus)
Mutter (Mutter der Okiya)
Tantchen (gehört auch zur Familie der Okiya)
Kürbisköpfchen (Geisha)
Direktor
Dr. Krebs
Nobo


Inhalt:
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Chi yo ist ein einfaches Fischermädchen, dass zusammen mit ihrer Schwester Anfang der 30 Jahre, vor dem 2. Weltkrieg nach Kyoto gebracht wird, nachdem ihre Mutter gestorben ist, denn ihr alter Vater hat nicht die Kraft und das Geld die Kinder alleine zu erziehen.


In Kyoto lebt die kleine Chiyo getrennt von ihrer älteren Schwester und wächst in einem Geisha Haus, auch Okiya genannt, als Hausmädchen auf. Das kleine Mädchen entwickelt sich zu einer wunderhübschen Frau, doch während diesen Jahren führt sie ein qualvolles Leben, da ihre Rivalin Hatsumomo keinen Augenblick auslässt um ihr das Leben zur Hölle zu machen.
Doch schafft Chiyo den Durchbruch und wird eine der berühmtesten Geishas von ganz Japan.
Leider kann ihre Schwester nicht ein Leben als gut verdienende Geisha führen, da sie in einem kleinen Hotel als billige Prostituierte arbeitet.
Sie wird die legendäre Geisha Sayuri. Von allen wichtigen Männern des Landes wird sie begehrt und ist abends meist ständig ausgebucht und in irgendwelchen teuren Teehäusern Kyotos anzutreffen.
Doch ist sie im inneren ihres Herzens unglücklich, da sie einen ganz bestimmten Mann liebt, der sie nur ab und zu besuchen kommt.

Die Geisha Kultur wird jedoch mit dem 2. Weltkrieg vollständig zerstört.
Auch Sayuri findet ihr inneres Glück erst nach dieser Zeit und dann auch nicht mehr als Geisha.

Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn ich möchte euch natürlich noch einen Ansporn geben selbst das Buch zu lesen.


Leseprobe:
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In der Okiya half mir Tantchen beim Auskleiden. Anschließend erbarmte sie sich und ließ mich eine halbe Stunde schlafen. Nun, da all meine törichten Fehler hinter mir lagen und meine Zukunft noch rosiger zu werden schien als Kürbisköpfchens, war ich von ihr in Gnaden wieder aufgenommen worden. Nach meinem Schläfchen weckte sie mich, und ich lief, so schnell ich konnte, ins Badehaus hinüber. Um fünf Uhr war ich mit dem Ankleiden fertig und legte mein Make-up auf. Wie Sie sich vorstellen können, war ich schrecklich aufgeregt, denn seit Jahren hatte ich Hatsumomo und in letzte Zeit auch Kürbisköpfchen zugesehen, wie sie nachmittags und abends als wunderschöne Frauen ausgingen, und nun war endlich meine Zeit gekommen.


Eigene Meinung:
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„Die Geisha“ ist eines von meinen Lieblingsbüchern, da das Buch so lebendig geschrieben und auch beschrieben wird, dass man sich in jede Szene sehr gut hineinversetzten kann.
Das Buch ist übrigens sehr emotional, d.h. man kann das Leid und auch die Freude die die Geisha Sayuri erlebt richtig spüren.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt.
Arthur Golden zieht einem in den Bann des Lebens von Japan. Auch die geschichtlichen Hintergründe werden gut erklärt, so dass man beim lesen richtig was lernen kann.

In dem Buch werden interessante Einblicke einer für uns meist unbekannten Welt sehr gut in Szene gesetzt. Und ich muss sagen, seit diesem Buch bin ich immer häufiger auf der Suche nach japanischen Büchern, da mein Interesse geweckt wurde noch mehr über diese faszinierende und gleichzeitig auch geheimnisvolle Welt zu erfahren.


Rezensionen:
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Die Geisha ist ein Roman voll beeindruckender Intensität. Golden ist ein Meisterwerk gelungen.
Hannoversche Allgemeine Zeitung

Es ist ein wunderbares Buch, eines der ganz seltenen Bücher, mit denen man die Nacht zum Tag macht, weil die Faszination der Geschichte jede Müdigkeit vertreibt.
Deutsche Welle
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
Lotosblüte
Lotosblüte, 01.03.2006
toller Bericht, habe das Buch selber und mit Genuss gelesen. Aber die Dame hat ja dann den Autor verklagt, weil er das mit der Jungfräulichkeit so genau geschildert hat... lg
tobbbbi
tobbbbi, 26.01.2006
Schöner Bericht, gefällt mir. Gegenbewertungen sind übrigens immer erfreulich - LG Tobias
WreckRin
WreckRin, 26.01.2006
schöner Bericht, freu mich über Gegenlesungen LG Sandra
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Ed2001

Ein faszinierendes Thema!

ein Testbericht von 2004-08-18 09:41:02 vom 18.08.2004
Empfehlung: ja
Die kleine Chiyo, ein cleveres, achtjähriges Mädchen, lebt mit ihrer Familie in einem armseligen Fischerdorf im Nirgendwo von Japan. Als ihre Mutter krank wird und zu sterben droht, entschließt sich ihr alter Vater zu einem verzweifelten Schritt: Er verkauft Chiyo und ihre Schwester. Chiyo hat dabei noch verhältnismäßig Glück, durch ihre außergewöhnliche Schönheit landet sie in einem Geisha - Haus in Kyoto, der alten Kaiserstadt Japans. Ihre plumpere Schwester endet in der Prostitution. Auf sich allein gestellt sieht sie sich dem mörderischen Konkurrenzkampf mit anderen Mädchen ausgesetzt und einer gnadenlos harten Ausbildung: Sie lernt Tanzen und Singen, das Auflegen der Make-Up Maske, lernt, wie man Tee zubereitet und reicht, musizieren und Konversation treiben. Sie lernt, eine Geisha zu sein, eine Position, die sie zugleich fürchtet und glorifiziert.
Zu allem Überfluß muß sie sich dabei mit mißgünstigen Konkurrentinnen auseinandersetzten, erleidet die verzweifelte, unerwiderte Liebe. Doch aus der kleinen, unsicheren Chiyo wird die selbstbewußte Sayuri, die beliebteste Geisha ihrer Zeit. Sie lebt ein Leben, wie sie es sich niemals hätte Träumen lassen – bis eines Tages der Krieg ausbricht...

Die Welt der japanischen Geishas, mit ihren alten Traditionen, einer Mischung aus Kunst, Romantik und Kommerz, kennt kein Äquivalent in den westlichen Zivilisationen. So bleibt die Geisha für uns eine mysteriöse und faszinierende Figur. Ihr Leben bietet wahrlich genug Stoff für einen Schriftsteller, doch sieht sich ein solcher vor ein großes Problem gestellt: Der Verschwiegenheit. Um so mehr ist die Leistung Arthur Goldens zu würdigen, denn mit „Die Geisha“ führt er den Leser in jene beinahe sagenumwobene Welt.
Zehn Jahre hat Arthur Golden für seinen Debütroman recherchiert. Der in Tennessee geborene Schriftsteller studierte zunächst Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt japanische Kunst, bevor er nach seinem Abschluß seinen Master of Arts in japanischer Geschichte machte. Golden lernte Mandarin und lebte einen Sommer lang in Peking bevor es ihn nach Tokyo verschlug. Dort lernte er den unehelichen Sohn einer Geisha kennen. Von diesem Treffen fasziniert, beginnt er ,die Kultur der Geishas zu erforschen. Bei seinem Buch in „Die Geisha“ stützt er sich größtenteils auf die Erfahrungen der Geisha Mineko Iwasaki.

Für „Die Geisha“ muß Arthur Golden dann auch ein großer Dank ausgesprochen werden, schafft er es doch, die Welt und das Leben der Geishas für den Leser wieder auferstehen zu lassen. Es ist eine bemerkenswerte Leistung, diese beinahe untergegangene Kultur so lebendig erscheinen zu lassen, daß man als Leser das Gefühl hat, die Geisha Sayyuri hätte tatsächlich gelebt. Die Schilderungen der Geishaviertel, der Ausbildung und des Lebens einer Geisha sind so real, so lebensnah, daß es einem manchmal den Atem verschlägt. Die alte Kultur erscheint lebendig. Man erlebt den Untergang derselben im zweiten Weltkrieg mit, den Glanz und den Schmerz, der mit dem Leben einer Geisha verbunden ist. Arthur Golden hat eine Welt wieder erschaffen und die japanische Kultur in seinen Worten eingefangen, Worten, die zwar einfach aber elegant sind.
Doch so herausragend diese Leistung ist, so gilt es auch die Geschichte zu bemängeln, die Golden erzählt. Die Figuren sind zu schemenhaft, zu prototypenmäßig. Die böse Konkurrentin, die gute Förderin, ja sogar die Figur der Sayuri/Chiyo selbst, sie alle sind zwar deutlich gezeichnet, lassen jedoch an Motiven und Charaktertiefe missen. Und die eingewobene Liebesgeschichte - armes Mädchen verliebt sich in unerreichbaren Mann, lernt Mann kennen, verliert Mann, findet Mann wieder und heiratet ihn – ist weder neu, noch neu und aufregend erzählt.
Und dennoch ist „Die Geisha“ ein empfehlenswertes Buch. Zwar mit Schwächen in der Dramaturgie jedoch einem so ausgezeichneten Rahmen, das man es von der Welt der Geishas fasziniert nicht mehr aus der Hand legen möchte bis die letzte Seite gelesen ist.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Michi23

Konkurrenzkampf der kleinen Geisha Chiyo

ein Testbericht von 2004-03-18 11:45:27 vom 18.03.2004
Empfehlung: ja
Heute möchte ich mal von einem Buch berichten, welches ich kürzlich erst gelesen habe. Viel habe ich schon darüber gehört, ob es nun hier auf der Plattform oder im Verwandten- und Bekanntenkreis war. Dieses Buch hatte wirklich schon jeder gelesen, den ich gefragt hatte. Nun denn. Da ich nicht die einzige sein wollte, die dieses Buch noch nicht kennt, habe ich es mir gekauft und um Dich jetzt nicht länger auf die Folter zu spannen, will ich Dir nun meine Eindrücke zu dem Buch

~~~~~~~~ DIE GEISHA von Arthur Golden ~~~~~~~~~

mitteilen.

Hauptfiguren:
~~~~~~~~ ~~~
Chiyo / Sayuri
Hatsomomo
Mameha
Mutter
Tantchen
Kürbi sköpfchen
Dr. Krebs
Nobo
Der Direktor

u. a. Nebenfiguren

Das Buch hat 572 Seiten und ist in gebundener Form für ca. 10 Euro in den Buchhandlungen oder auch bei Amazon erhältlich. Es ist im Goldmann Verlag erschienen und zwar unter der ISBN: 3442726328.

Zum Inhalt:
~~~~~~~~~~
Ich will natürlich auch nicht zu viel verraten, aber um Dir das Buch ein bisschen näher zu bringen, muss ich Dir wohl ein wenig zu dem Inhalt sagen. Das Ganze spielt sich zunächst in den 30er Jahren in Japan ab. Die kleine Chiyo, damals 8 Jahre alt, lebt mit ihrer älteren Schwester und ihren Eltern in einem ärmlichen Fischerdorf. Sie nennt es immer „das beschwipste Haus“ weil es an einem Hang liegt und so ausschaut. Ihre Mutter ist schwer krank und als sie letztlich im Sterben liegt, wird Chiyo und Ihre Schwester verkauft und zwar werden sie nach Kyoto verschleppt. Jedoch bleiben nicht beide beieinander, sondern Chiyo kommt in ein Geisha Haus und ihre Schwester woanders hin. Wo, das will ich nicht verraten, aber es stellt sich im Laufe der Geschichte noch heraus.

Chiyo muss hart arbeiten; aus ihr soll einmal eine Geisha werden, doch das ist gar nicht so einfach, denn natürlich stellt sich hier auch eine Konkurrentin in den Weg namens Kürbisköpfchen bzw. Hatsumomo, die ihr das Leben zur Hölle macht und es zu einem Abbruch kommen könnte. Wird Chiyo den harten Konkurrenzkampf mit den anderen Mädchen überstehen. Wie kommt sie mit der Situation zurande, dass sie ohne ihre Eltern in einer wildfremden Stadt bei wildfremden Menschen leben muss....Findet man in diesem Leben die Liebe....? Eins steht fest. In ihrem Leben trifft sie auf sehr viele Menschen. Sie trifft viele Männer, nicht nur zum Tee und muss viel Hass und Neid ertragen.

All das wird in diesem Buch sehr schön umschrieben und aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle auch nicht mehr verraten.

Meine Eindrücke:
~~~~~~~~~~~~~~~
Um ganz ehrlich zu sein, war mir vorher gar nicht so richtig bewusst, wie ein Leben einer Geisha aussehen kann. Ich wusste auch nicht wirklich viel über den Begriff Geisha, doch hat man das Buch gelesen, so bekommt man nicht nur Eindrücke über eine Geisha geliefert, sondern ich habe auch sehr viel über die japanische Kultur gelernt. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es so ein harter Kampf sein wird, bis man es endlich zu einer Geisha geschafft hat. Die Ausbildung ist ein wirklich harter Kampf, in dem es darum geht, richtig Tee zu kochen, ihn richtig einzuschütten, Musikinstrumente wie z. B. den Shamisen perfekt zu spielen und sich auch bei Musik grazil zu bewegen. Wichtig ist weiterhin, dass man gut aussieht und das ist wohl mit eine große Tortur, denn bis eine Geisha fertig für eine Party ist, vergehen Stunden. Das machen sie auch nicht alleine, sondern sie haben einen sog. „Ankleider“, der für das richtig Make-Up und die richtige Kleidung sorgen.

Bei der Teezeremonie allerdings kann die Geisha sich beliebt machen und es ist gar nicht mal so einfach in Japan und es erfordert tatsächlich viel Geschick.

In diesem Buch wird dies sehr schön verdeutlich. Die Ängste, die Qualen und auch die Freude wird hier sehr gut zum Ausdruck gebracht und dieses Buch hat wirklich alles, was ich mir von einem guten Roman erhoffe. Es ist spannend, traurig, manchmal sogar unfassbar und ich habe kopfschüttelnd davor gesessen und es nicht fassen können, was ich da gerade gelesen habe.

Besonders die Beschreibung vom „Ersten Mal“ musste ich zweimal lesen, bis ich es verstanden habe. Ich sage nur „Aal“.....Ich konnte mit dem kleinen Wesen so sehr mitfühlen. Auch dass sie nur ganz selten mitessen durften. Sie waren halt nur dafür da, die Gäste zu unterhalten und Arthur Golden, der 1957 in Tennessee geboren wurde, hat diese Eindrücke, die er durch eine gute Freundin seiner Großmutter erlangte, sehr gut zum Ausdruck gebracht. Man versteht das Buch und ich kann auch nicht sagen, dass ich Schwierigkeiten hatte, mich in das Buch einzulesen. Eigentlich war es für mich schon gleich nach den ersten 10 Seiten so fesselnd, dass ich weiterlesen musste.

Ich würde sagen, dass die Geisha von Arthur Golden in jedem Fall ein Buch ist, was man nicht so schnell wieder aus der Hand legt und ich kann ihm wirklich nur alle erdenklichen Punkte geben und eine Lesempfehlung aussprechen. Es genial und interessant.

Fazit:
~~~~~
Seit dem Buch weiß ich auch endlich, was Geishas tun und was sie sich für eine harte Ausbildung hingeben müssen. Geishas sind Personen, die von der Kunst leben und zwar nach den traditionellen Künsten. Und obwohl ich mit der Materie überhaupt nicht vertraut war, habe ich dieses Buch ohne große Schwierigkeiten verstanden. Es war mir möglich ganz entspannt zu lesen, ohne groß Nachzuschlagen. Alles ergibt sich von selbst und wenn nicht, dann übersetzt Arthur dies im gleichen Atemzug....

Wenn Du mehr wissen möchtest, dann lies es. Du wirst begeistert sein.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Clau2411

Arthur Golden – Die Geisha

ein Testbericht von 2003-10-25 12:49:36 vom 25.10.2003
Empfehlung: ja
Inhalt:
Die achtjährige Chiyo lebt in einem armseligen japanischen Fischerdorf. Als die Mutter im Sterben liegt, verkauft der Vater seine Tochter, die eine außergewöhnliche Schönheit zu werden verspricht, an ein Geisha – Haus in der alten Kaiserstadt Kyoto. Hier absolviert sie im mörderischen Konkurrenzkampf mit anderen Mädchen die harte Ausbildung zur Geisha.

Ich persönlich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Das mag teils daran liegen, dass ich schon seit langer Zeit von der japanischen Kultur fasziniert bin, teils aber auch daran, dass Golden es versteht, den Leser zu faszinieren, indem er an den richtigen Stellen Zeit rafft; an den Wichtigen jedoch detailgetreu Beschreibungen einbringt.
So verliert der Roman an kaum einer Stelle die Spannung.
Ich denke die Thematik ist für jeden interessant, vor allem dadurch, dass man normalerweise kaum etwas bis nichts darüber weiß.
Der Leser bekommt das ganze Leben einer Geisha mit.

Darum mein Fazit: unbedingt lesen!!!!!!!!!!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
1-7 von 7 Testberichten über Golden Arthur: Die Geisha
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