Regie Maria von Heland
Drama
Deutschland 2002
Länge 87 Minuten
Darsteller : Anna Maria Mühe, Karoline Herfurth, Josefine Domes und natürlich viele andere
Zur Story :
Kati (Anna Maria Mühe) und Steffi (Karoline Herfurth) sind 17 Jahre alt und die dicksten Freundinnen überhaupt die man sich vorstellen kann.
Beide gehen durch dick und dünn und haben so schon manche Party, die Schulzeit und natürlich Jungs überlebt, besser gesagt durchgelebt! Doch wie so oft gibt es ja natürlich die eine die besonders viel auf den Kerbholz hat und das ist Steffi.
Die nämlich dreht fast total durch als sie ihren Vater mit seiner Kollegin Janette bei einem Seitensprung erwischt!!
Nun gibt es nur noch eins im Leben von Steffi : RACHE – aber nicht am Vater, sondern an Janette und ihrer Tochter Tessa ( Josefine Domes).............
Das fand ich gut :
Besonders toll find ich an dem Film das er von den wirklichen Problemen der jungen Menschen im allgemeinen handelt. Ohne diese dabei besonders verharmlosend oder irgendwie ähnliches zu werden. Besonders angetan war ich vom Film, als ich erfahren hatte, daß die Regisseurin im Vorfeld Interviews mit jungen Mädchen durchführte um mehr über ihre Ängste, Träume und Wünsche zu erfahren.
Man merkt wie engagiert Maria von Heland sich für ihren ersten Kinofilm ins „Zeug“ gelegt hat!
Das fand ich schlecht :
Der Film an sich war ja nicht schlecht. Und an den Schauspielern und der Geschichte gibt es auch nichts zu meckern. Einzig nur wie Steffi mit dem Fremdgehen ihres Vaters umgeht. Hier hätte man doch man doch versuchen sollen mehr Vorbild zu sein, als vielleicht nur zu zeigen wie es realistisch sein könnte! Da zum Fremdgehen meines Erachtens mindestens zwei gehören manchmal mehr ( bei Verheirateten )!!!!!!!!
Fazit :
Ein wirklich gelungenen Film über das „Erwachsenwerden“ Jugendlicher. Sollte man sich nicht entgehen lassen!!!!
ein Testbericht von Spacefly2004-07-26 19:40:12vom 26.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: wie im Leben, tolle Schauspieler...Nachteile/Kritik: --------------
Heute möchte ich mich, wie ich finde, an einen schweren Bericht versuchen. Eigentlich finde ich deutsche Filme nicht sehr gut, aber dies ist einer der wenigen deutschen Filme, die ich wirklich gut finde!
Die Handlung
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ACHTUNG:
Wer nicht die ganze Handlung lesen, sondern selber sehen möchte, der sollte diesen Block überspringen!
Die gleichaltrigen besten Freundinnen Steffi und Kati kennen sich schon seit sie 6 Jahre alt sind. Seit dem stehen sie alles zusammen durch, egal was auch passiert.
Der Film spielt in der Zeit, wo die beiden Mädchen 17 Jahre alt sind.
Katis Eltern sind sehr konservativ und würden es gerne sehen, dass ihre Tochter mit hoch verschlossenen Klamotten in ihrem Zimmer rumhängt und sich nicht mit Freunden trifft. Leider streiten sich die Eltern von Kati sehr oft, so dass sie und ihre kleine Schwester sich schon wünschen, dass sie sich endlich scheiden lassen. Katis Mutter scheint den Anschein zu haben, dass sie mit der ganzen Welt nicht klar kommt und ist darum sehr labil. Sie rastet sehr schnell aus.
Steffis Eltern sind sehr offen und kumpelhaft. Es scheint nach Außen hin eine normale harmonische Familie zu sein. Kati ist gerne bei ihr.
Steffi und Kati sind frech und beliebt. Sie gehen abends gerne aus und treffen sich mit Jungs. Steffi hat eigentlich einen festen Freund, den Carlos, aber zwischen den beiden häufen sich die Streitereien.
Eines Tages treffen die beiden Klaus und Jani in einer Bar. Die Männer nehmen die Mädels in den Club der Schwester von Klaus, in den sich Kati gleich verliebt. Dies scheint aber auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Denn Katis Liebesleben lief bis dahin alles andere als gut, denn ihre Liebe hatte sich in Yvonne verliebt.
Naja, in diesem Club erleben die beiden, wie diese schöne Partywelt zusammenbricht, wie ein Kartenhaus. Steffis Vater saß mit deiner Kollegin knutschen in der Ecke des Clubs. Für Steffi bricht eine Welt zusammen. Sie kann es nicht glauben, denn ihr Vater schien ja so glücklich mit seiner Familie zu sein.
Steffi entwickelt einen großen Hass. Gegenüber sich selbst, ihrer Familie und auch ihren Freunden. Ihr Vertrauen gegenüber der Menschheit ist zerbrochen. Sie versucht mit ihrer Mutter zu sprechen, aber traut sich dennoch nicht.
Dadurch, dass sie ihren Frust nicht abbauen kann, will sie sich rächen. Und wo trifft man die heimliche Geliebte am Meisten? Ihre Tochter!
Yvonne ist jetzt mit Katis Ex zusammen, erzählt Steffi, dass sie von ihrem Vater geschlagen wird. Um das Geld zusammen zu bekommen, um abzuhauen, geht sie in einer unseriösen Firma strippen. Sie sagt, es sei einfach, man muss einfach nur seine Sachen ausziehen. Kurze Zeit später wird Yvonne vermisst. Die Polizei sucht vergeblich, bis die Leiche von Yvonne gefunden wird. Sie wurde von dem Mann getötet, der sie in seiner Firma beim Strippen gefilmt hat.
Tessa ist die Tochter, gegen die der Hass ausgespielt werden soll. Yvonne ist leidenschaftliche Sängerin und spielt auch Instrumente. Carlos, Steffis Freund, sucht für seine Band noch eine Sängerin. So fing die Intrige gegen Tessa an. Steffi läd Tessa zu einem Vorsingen ein. Carlos ist begeistert, was Steffi nicht
sehr gefiel. Sie fingen an zu streiten und trennten sich dann. Noch ein Grund Tessa zu hassen!
Yvonne hatte damals Steffi die Visitenkarte von der Firma gegeben, wo Yvonne strippen ging. Um Tessa richtig in Schwierigkeiten zu bringen, machte Steffi mit dem Herrn einen Termin aus und erzählte Tessa, dass es sich um ein Vorsingen handelt.
Tessa ging hin und erlebte den brutalsten Tag ihres Lebens. Kati hatte ein sehr schlechtes Gewissen, denn sie zu dem Zeitpunkt konnte sie nur erahnen, was mit Yvonne passiert war. Sie eilt schnell zu dieser Firma und rettet Tessa im letzten Moment das Leben. Natürlich erzählt Kati Tessa alles, die es ebenfalls ihrer Mutter erzählt.
Diese ist total geschockt und geht zu Steffi nach Hause, wo die ganze Familie einschließlich Kati sitzt und alte Filme anschaute. Steffis Mutter ist geschockt und verlässt sofort die Familie. Steffi und ihr Vater bleiben alleine zurück.
Steffis Welt bricht total zusammen. In ihrer blinden Wut verliert sie nach und nach die Kontrolle über die ganze Situation und das Vertrauen ihrer Freunde.
Sie weiß nicht mehr was sie machen soll. Nach vielen Partys voller Drogen und Sex, versucht sie sich das Leben zu nehmen. Kati vermisst ihre eigentlich immer noch beste Freundin sehr in der Schule. Also beschließt sie zu ihr nach Hause zu gehen und sie zu besuchen. Dort finden sie Steffi in ihrem Bett liegend mit aufgeschnittenen Pulsadern. Kati kann Steffi noch das Leben retten.
Steffi war seelisch völlig am Ende und verbringt nach ihrem Selbstmordversuch einige Zeit in der Nervenklinik. Kati besucht sie aber regelmäßig.
Was finde ich an dem Film so toll?
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Wie gesagt, ich finde deutsche Filme eigentlich nicht sehr gut, da diese mir meistens in der Story einfach zu trocken sind. Aber dieser Film hat es mir einfach angetan.
Auch wenn es mir nie passiert ist, kann ich mich in die Lage von Steffi gut versetzen. Ich kann es nachvollziehen, wie sehr sie Hass empfand. Was letztendlich alles passierte, bis es für Steffi zu Ende ging, ist echt heftig. Viele Mädchen würde erstmal in sich kehren und alles in sich hinein fressen. Aber Steffi lässt alles heraus. Sie zeigt zwar nicht, dass es ihr schlecht geht, aber sie zeigt, dass irgendwas Schlimmes passiert ist. Sie hat ihre Persönlichkeit um 180 Grad gedreht und damit viele Freunde verloren.
Der Untertitel des Films ist „Sogar beste Freundinnen teilen nicht jedes Geheimnis“. In diesem Satz steckt soviel Realität und ist andererseits echt heftig.
Steffi verschließt sich und verletzt auch ihre allerbeste Freundin Kati. Diese nimmt es aber so hin und hält dennoch zu Steffi.
Der Film ist aus dem Leben gegriffen und das spielen die Schauspieler supergenial!!
Einige Infos zum Film
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Darsteller:
Anna Maria Mühe (Kati)
Karoline Herfurth (Steffi)
Josefine Domes (Tessa)
Tilbert Strahl-Schäfer (Klaus)
David Winter (Carlos)
Stefan Kurt (Hans)
Nina Petri (Ann)
Gabriela Maria Schmeide (Ingrid)
Matthias Brandt (Jost)
Teresa Harder (Jeanette)
Chiara Steinmüller (Lotte)
Hyun Wanner (Jani)
Jennifer Ulrich (Yvonne)
Conny Warmuth (Jochen)
Dieter Laser (Herr Winter)
Regie: Maria von Heland
Laufzeit: 88 Minuten
FSK: 12
Genre: Drama
Produktion: 2002
Die Laufzeit finde ich genau richtig! Es wird an keiner Stelle langweilig und es wirken auch keine Szenen als langatmig. Ich finde es schrecklich, wenn ein Film so lange geht und er dadurch Stellen hat, die langatmig werden. Sonst werden die Filme ja auch gekürzt! ;-)
FSK 12 finde ich definitiv zu niedrig! Deutschland ist doch sonst so hart in diesen Dingen, aber hier ist es echt zu niedrig. Der Film hat viel mit Drogen und Sex zu tun und das sollten noch keine 12 Jährigen sehen. Obwohl die Jugend heutzutage sehr in dieser Szene sind. Ich würde es höher setzen, aber das muss ja jeder selber entscheiden, ob sein Kind den Film sehen darf oder nicht!
Mein letztes Fazit
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Ganz klar! Ansehen!!!! Er ist für eine deutsche Produktion einfach total genial. Das hätte kein Amerikaner besser hinbekommen!!!! ;-) Hiermit spreche ich meine Empfehlung für jeden aus, der sich ein schönes Drama ansehen möchte.
Aber ich denke, dass es wohl eher Frauen mögen werden. Da es sich ja um ein Mädchen handelt, der es so ergeht. Ich weiß nicht, ob sich ein Mann da so richtig reinversetzen kann. Mein Verlobter konnte es jedenfalls nicht! Für ihn war es einfach zu anstrengend gewesen, den Film zu sehen. Als für mich nicht!