Hamburg Dungeon
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Testberichte Hamburg Dungeon

4.5 von 5
Platz 13 in der Kategorie "Reiseziele Hamburg".
Bewertung: Kundenbewertung 4,60 / 5,00 4.5 von 5
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Hamburg Dungeon Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,60 / 5,00 4.5 von 5
von 92% aller Autoren empfohlen (11/12).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Idee des Infotainments gut.
  • gruselig, nette Aufmachung
  • Geschichtsunterricht mal auf eine andere Art !
  • Interessante Variante, etwas über die Geschichte zu erfahren
  • spannend und lustig zugleich man wird in die Handlungen mit einbezogen sehr unterhaltsame und überzeugende Darstellung durch die Schauspieler
Nachteile/Kritik
  • Umsetzung, Preis, Enge, Wartezeit...
  • Kinder ??
  • Eintrittspreise sehr hoch !
  • kaum Grusel, Preis,
  • Gruppe war mit 30 Leuten etwas zu groß
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t567

Hamburg Dungeon: Au weia!

ein Testbericht von 2007-03-04 19:48:10 vom 04.03.2007
Empfehlung: nein
Vorteile: Idee des Infotainments gut....
Nachteile/Kritik: Umsetzung, Preis, Enge, Wartezeit...
Wie im Titel erwähnt: Au weia! Auch wenn ich von vornherein skeptisch war, ob ein derartiges Spektakel für mich die richtige Art der Unterhaltung oder der zu erwartende Informationsgewinn meinem (offenbar zu hohem) Anspruch genügen würde, so gab ich dem Wunsch meiner Freundin nach, dem HH Dungeon einen Besuch abzustatten. Sie versprach sich davon eine Mischung aus Kurzweil und Aufklärung über die spannende Geschichte Hamburgs und wurde nur enttäuscht. Immerhin ist die Idee, Geschichte mit etwas Lebendigkeit zu würzen nicht verkehrt, um sie so auch Menschen nahe zu bringen, die von einem Museumsbesuch eher absehen würden. Aber das!?!

Die Details des Spektakels sollen hier keine Erwähnung finden; die sind in anderen Meinungen auf dieser Seite ausführlich wiedergegeben. Meines Erachtens reicht deren Lektüre auch aus, um einen Eindruck des Debakels zu bekommen - Letzteres selbst sollte man sich eh sparen.

Nun, vielleicht denken Sie jetzt: wer sich das nicht antun will, kann ja zuhause bleiben. Stimmt. Hinterher ist man eben immer schlauer. Damit das anderen nicht auch passiert, schreibe ich diese Zeilen. Nun will ich aber nicht lediglich herumnörgeln, sondern meine Kritik auch begründen, indem ich meine heute gemachte Erfahrung im Hamburger Dungeon kurz untermauere:

Das erste Erlebnis war definitiv nicht von Kurz- sondern von Langeweile geprägt – wir standen etwa 1 Stunde in einer Schlange aus (noch) mehr oder weniger erwartungsfrohen Besuchern an, um uns dann, als wir endlich bis ins Vestibül vorgerückt waren, mit dem mäßig penetranten Gebaren eines Gesellen konfrontiert zu sehen der uns zu einem gestellten Schnappschuss animieren wollte. Na ja – immerhin konnten wir uns ihm ohne Androhung physischer Gewalt entziehen.

Um es vorweg zu nehmen: der größte Schrecken dürfte Ihnen an der Kasse begegnen; der Eintritt beträgt saftige 16,50 € pro Person (Schüler, Studenten und Senioren zahlen dagegen nur 15,50 € - super!); weiterer Grusel bleibt Ihnen erspart. Sie müssen durch das, was jetzt folgt, aber durch; es gibt keine Möglichkeit, sich dem Unsinn zu entziehen. Vielleicht haben Sie ja Glück und ein Technikausfall lässt die Tour früher enden; in unserem Fall funktionierte die letzte Station (Sturmflut…) nicht, und wir durften die zuvor bestiegenen Rettungsboote (haha) wieder verlassen. Das ersparte uns allerdings nicht den Schmu zwischen Ein- und Ausgang, der, gespickt mit mäßiger bis schlechter Schauspielerei und Effekten gleicher Qualität, etwa anderthalb Stunden währte.

Der Informationsgehalt der Veranstaltung war dürftig; die wenigen Erläuterungen, die hie und da an den Wänden hingen, aufgrund des viehtriebartigen Geschiebes und der Enge kaum lesbar – man hatte schlicht nicht die Zeit oder wurde durch das bedauernswürdige Agierenden der im Dungeon beschäftigten Komparsen daran gehindert. Apropos Enge; wer sich in beengten Verhältnissen nicht wohl fühlt oder gar klaustrophobisch veranlagt ist, sollte den Dungeon meiden. Die Veranstaltung würde durch ein geringeres Maß des Zusammenferchens sicher ein wenig mehr an Qualität gewinnen können – wir wurden immerhin mit etwa 25 anderen Personen umhergeschoben.

Als letztes mussten wir uns noch durch die Kommerzabteilung (Café und Nippes-Shop) kämpfen, den Ausgang finden und das Auto befreien, alles in allem zwar um eine Erfahrung reicher, primär jedoch um etwa 35 € und zwei Stunden Lebenszeit ärmer.

Tipp: Wenn Sie etwas über die Geschichte Hamburgs erfahren und eindrucksvolle Informationen sammeln möchten, dann besuchen Sie doch das Städtische Museum (hamburgmuseum.de); dort können Sie selbst über Tempo und Inhalt entscheiden, finden nicht nur langweilige Texttafeln, sonder anschauliche Modelle, Ausstellungen und kurzweilige Information in Form von Videovorführungen; auch für Kinder bestens geeignet. Es gibt dort sogar eine Modelleisenbahnanlage, die auch die kleinen Besucher begeistern wird. Der Eintritt beträgt übrigens nur 6 und nicht 16,50 € - auch das ein Gewinn!





Fazit: Ich würde den Hamburger Dungeon selbst dann nicht (noch einmal) besuchen, würde man mir 16,50 € zahlen.
...
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Kommentare
Asterisque
Asterisque, 29.05.2007
Ich schließe mich an - furchtbar langweilig und unnötig. Zum Glück hatten wir einen Guteschein quot2 Seelen zum Preis von 1quot.LG. Asterisque
astroboy33
astroboy33, 04.03.2007
sh, freue mich über Gegenlesungen...:D
Sweeaty
Sweeaty, 04.03.2007
guter bericht! : liebe grüße!!
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Ein schaurig schönes Geschichtserlebnis!

ein Testbericht von 2006-09-24 23:03:00 vom 24.09.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Geschichtsunterricht mal auf eine andere Art ! ...
Nachteile/Kritik: Eintrittspreise sehr hoch !
Vor 3 Tagen am 06.06.06, hatten mein Mann & Ich unseren 4. Hochzeitstag! Da wir diesmal etwas Besonderes unternehmen wollten, was wir Beide schon sehr lange vorhatten, besuchten wir die Hamburger Attraktion "Hamburg Dungeon"!

Damit Ihr aber schon mal einen kleinen Eindruck bekommen könnt, was gleich auf Euch zukommt, gebe ich Euch zunächst einmal eine Inhaltsangabe:

01. Was ist "Hamburg Dungeon"?
02. Eingang
03. Der Fahrstuhl des Grauens
04. Die Bibliothek der dunklen Geschichte
05. Die Kammer der Qualen
06. Der große Brand von Hamburg
07. Die Inquisition
08. Das Labyrinth der Verlorenen
09. Das Pestkrankenhaus
10. Störtebeker und seine Exekution
11. Die Sturmflut 1717
12. Fotoshop, Restaurant, Souvenir-Shop, Toiletten
13. Wichtige Informationen (Anschrift, Anfahrtsweg, Öffnungszeiten + Eintrittspreise)
14. Meine Meinung


01. Was ist "Hamburg Dangeon"?
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° °°°
"Hamburg Dungeon" - Hamburgs dunkles Geschichtserlebnis! Hinter seinen Mauern wird man von professionellen Schauspielern auf eine packende interaktive Zeitreise (1.000 Jahre), in Form von einem 90-minütigen Showrundgang in die dunkle Vergangenheit der Hansestadt entführt (Seuchenausbruch, Naturkatastrophen, schwere Verbrechen, Folter u.s.w.). "Dungeon" ist das englische Wort für Verlies oder Kerker. Weitere Dungeons befinden sich in Amsterdam sowie in den britischen Städten London, Edinburgh + York, die nach gleicher Machart, die Geschichte der jeweiligen Städte darstellen.


02. Eingang
°°°°°°°°°°°°°°
Am Eingang erlebten wir unsere erste Überraschung! Statt eines Kassenhäuschens empfing uns ein junger Mann mit einer schwarzen Kutte. Er wollte wissen, ob wir Beide zusammen gehören, wir nickten. Daraufhin bat er uns, ihm in den Vorraum zu folgen. Zunächst sahen wir dort nur einen Richtblock stehen. Der junge Mann drückte mir ein Beil in die Hand und meinte: So, nun wird dein Mann erst mal einen Kopf kürzer gemacht! Er forderte meinen Mann dazu auf, seinen Kopf in die Rundung des Richtblockes hineinzulegen. Mein Mann wollte nicht! Da meinte der Kuttenmann nur: "Du willst doch nicht kneifen und wirklich wollen, dass deine Frau sich aufopfern soll"? Mein Mann gab sich geschlagen und meinte: Nun ja, wenn ich schon sterben soll, dann doch lieber als Held! Der junge Mann meinte dann nur noch: Selbstverständlich wird das Ganze per Foto festgehalten, für den Fall, dass Ihr Euren Besuch im Dungeon nicht überleben solltet! So könnten unsere Angehörigen wenigstens im Nachhinein noch nachvollziehen, wie wir unsere letzten Stunden unseres Lebens verbracht haben! Ich nahm das Beil und schlug zu! Mein Mann überlebte, da das Beil nur aus Kunststoff war *g*!

Anschließend durften wir den Vorraum verlassen, um durch einen dunklen Gang zum Kassenhäuschen zu gelangen. Zunächst wurden wir freundlich begrüßt und durften erst einmal für unsere Tickets ins "Ungewisse" löhnen. Wir wussten ja schließlich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was uns noch alles bevorstehen würde! Ich stupste meinen Mann an und machte ihn auf das Display der Kasse aufmerksam. Dort war zu lesen: "Das nächste Opfer bitte"! Mein Mann zahlte und wir gingen durch einen Vorhang. Auf dem Weg zum Fahrstuhl war eine geisterhafte Atmosphäre, unheimliche Geräusche und Geflüster nahmen wir wahr. An der Wand sahen wir eine Tafel mit den 10 Geboten des Hamburg Dungeon:

01. Bringe Deinen nächsten Sprechapparat zum Schweigen!
02. Öffne niemals Pforten und Tore!
03. Gebe Dich nicht dem Teufel Alkohol hin!
04. Bändige Deine Lust nach Nikotin!
05. Instrumente zur Beleuchtung unserer dunklen Hallen sind nicht erlaubt!
06. Schweige und lausche, wenn die Kreaturen der Dunkelheit zu dir sprechen!
07. Behandle die Kreaturen mit Ehrfurcht und Respekt!
08. Wesen, mit mehr als zwei Beinen und weniger als acht Armen, müssen draußen bleiben!
09. Du sollst nicht begehren fremdes Eigentum!
10. Wenn Dir nicht wohl ist, so bitte die Kreaturen um Hilfe!


03. Der Fahrstuhl des Grauens
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Am Fahrstuhl des Grauens angekommen, warteten bereits weitere 20 Personen. Die Fahrstuhltür öffnete sich und wir wurden von einer dunklen Gestalt empfangen. Wir wurden zum Eintreten aufgefordert. Alle Personen stellten sich instinktiv an die Geländer, an den Innenwänden des Fahrstuhls. Der Fahrstuhlführer forderte uns mit energischem Ton auf, in die Mitte zu gehen, uns nicht am Geländer festzuhalten! Er erzählte uns, dass es immer wieder während der Fahrt vorkommt, dass 1 oder 2 Fahrstuhlwände während der Fahrt sich immer mal lösen und dass man dann von irgendwelchen Kreaturen gepackt wird, die einem die Hände oder sogar die Arme abhacken würden! Dieser Fahrstuhlführer war nicht sonderlich vertrauenswürdig, erzählte lauter Schauermärchen. Er schlich ständig hin und her, verhinderte somit, dass sich Keiner von uns doch heimlich am Geländer festhielt. Endlich setzt sich der Fahrstuhl in Bewegung und befördert uns in die Tiefe. Während der Fahrt wackelt und ruckelt es und man hört unheimliche Geräusche und die ganze Fahrt fand zudem auch noch im Dunkeln statt! Unten endlich angekommen, pickte er ein junges Pärchen aus unserer Gruppe. Sie mussten ihre Namen sagen und sollten von nun an, die Gruppe in Sicherheit, weiterbegleiten und stets als Erste durch offene Türen gehen. Wir liefen wieder durch einen dunklen Gang und kamen schließlich bei der Bibliothek an, wo sich dann unser Fahrstuhlführer auch von uns verabschiedete.


04. Die Bibliothek der dunklen Geschichte
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Nun waren wir ganz allein in dieser finsteren Bibliothek, rundherum verstaubte Bücherregale. Plötzlich erschien auf einem Buch ein Gesicht (Projektion). Es sprach zu uns und versuchte, uns Angst einzujagen. Anschließend öffnete sich wieder eine Tür, durch die wir raus eilten und durch einen dunklen Gang zum nächsten Raum gelangten.


05. Die Kammer der Qualen
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Hier fanden wir eine Frau in langen Lumpenkleidern vor. Sie bewachte 2 Gefangene hinter Gittern, eine Frau und einen Mann. Sie wollte ein Geheimnis von den Beiden erfahren, die es aber nicht verrieten. Zur Strafe drückte sie der Frau ein heißes Brandeisen auf die Schulter, der Mann bekam eine Schüssel Wasser über den Kopf geschüttet. Sie konnte aus den Beiden nichts herausbekommen, daher befahl sie dann einer jungen Frau aus unserer Gruppe, sich auf einen Stuhl zu setzen. Nun wurde diese junge Frau aufgefordert, ihr das Geheimnis zu verraten, welches sie aber auch für sich behielt. Die Frau in den Lumpenkleidern griff zu einer langen Zange. Sie drohte ihr, dass sie ihr die Zunge lang ziehen wolle und sie ihr dann einmal um den Hals legen wolle. Einer der Gefangenen wollte ihr dann das Geheimnis verraten, daraufhin ließ sie die junge Frau in Ruhe und wir verließen den Raum. Wir liefen im Dunklen weiter und kamen zum nächsten Raum.


06. Der große Brand von Hamburg
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In diesem Raum sahen wir über eine Leinwand einen kleinen Film. Es wurde über das große Feuer berichtet, dass am 5. Mai 1842 in der Innenstadt von Hamburg ausbrach. Dadurch fielen etliche Häuser und 3 Kirchen den Flammen zum Opfer. Über 20.000 Hamburger wurden obdachlos und 51 Menschen starben bei diesem großen Brand!
Der Film war noch nicht ganz zu Ende, da merkten wir, wie langsam Rauchschwaden durch die vor uns liegende Holztür drangen. Wir sahen auf einmal ganz viele Flammen, die immer näher an uns herankamen. Wir flüchteten durch einen Gang, über eine schwankende Brücke und durch eine Röhre. Diese Röhre hatte rotierende Wände, sodass eine Orientierung schwierig wurde. Endlich kamen wir dann zu einer weiteren Tür, durch die wir in den nächsten Raum gelangten.


07. Die Inquisition
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In der Mitte des Raumes befand sich die Anklagebank, davor eine Kanzel. Der Inquisitor, der bereits auf seiner Kanzel auf uns wartete, schaute mit einem strengen und ernsten Blick zu uns herunter und zitierte einen Mann aus unserer Gruppe zur Anklagebank. Er forderte ihn auf, ein Geständnis abzulegen, welches der Mann aber verweigerte. Der Inquisitor sagte ihm, dass es Zeugen für seine begangene Tat gibt. Er wirft ihm sexuelle Nötigung vor, weil er vor den Nonnen nackt im Kloster herumgelaufen ist. Der Mann sieht das nicht als Straftat an, sondern als einen Spaß! Wieder und wieder verlangt der Inquisitor ein Geständnis von ihm! Da der Inquisitor ein dringendes Bedürfnis verspürte, wartete er das Geständnis gar nicht mehr ab, sondern verurteilte den Mann zur Kastration! Uns schickte er dann ins Labyrinth, mit der Bemerkung: Nur wer frei von Sünden ist, findet den Weg aus dem Labyrinth auch wieder heraus!


08. Das Labyrinth der Verlorenen
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Dieses Labyrinth hatte es wirklich in sich! Vom Rummel her, kennen wir ja schon den Irrgarten, mit den durchsichtigen Scheiben. Dies hier ist aber ein Spiegellabyrinth. Es war gar nicht so leicht, sich hier durchzuschlagen. Wir verliefen uns ständig, erkannten mehrmals einen Brunnen, an dem wir bereits schon mehrere Male vorbeigekommen waren. Letztendlich fanden wir aber dann doch noch den Ausgang.


09. Das Pestkrankenhaus
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Ei ne Ärztin klärt uns ausführlich über den Verlauf der Pest auf. Angesteckt wird man durch Flöhe und Ratten. Symptome sind geschwollene Lymphknoten, die aufplatzen und schwarze Flüssigkeit freigeben, daher auch schwarze Pest genannt. Der erlösende Tod tritt nach 5 Tagen ein. Anhand eines Toten, der auf einer Bahre lag, veranschaulichte sie uns das Ganze, indem sie dessen Pestbeulen aufschnitt, draufdrückte und wir somit vollgespritzt wurden. Anschließend waren wir froh, diesen Raum verlassen zu können. Wir durchliefen noch den Bereich mit der Cholera und landeten schließlich im nächsten Raum.


10. Störtebeker und seine Exekution
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Uns wurde die Geschichte von Klaus Störtebeker durch einen kurzen Film erzählt. Unsere Gruppe wurde zu Piraten ernannt und wir hatten die schwierige Aufgabe, Störtebeker zu befreien. Wir folgten einem Matrosen auf ein Schiff. Es wurde eine stürmische Seefahrt, dadurch war es recht unruhig und wackelig auf diesem Schiff. Leider gelang uns die Befreiung von Störtebeker nicht.

Auf einer Leinwand mit einem Schattenspiel wurde die Szene der Verurteilung und Hinrichtung von Störtebeker vorgeführt. Er hatte einen letzten Wunsch: alle Mannschaftsmitglieder sollten begnadigt werden, an denen sein geköpfter Körper vorbeilief. Sein Wunsch wurde zwar bewilligt, als er jedoch die elfte Person passierte, wurde der Lauf durch einen Hieb unterbrochen und entgegen dem Versprechen wurden alle Mitglieder seiner Mannschaft hingerichtet.


11. Die Sturmflut 1717
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Einige Tage vor Weihnachten gab es eine heftige Sturmflut, die 3 Tage lang anhielt. 20.000 Menschen starben, 5.000 Häuser wurden zerstört und mehr als 100.000 Nutztiere starben.

Mit jeweils 6 Leuten stiegen wir in Boote und trieben durch Hamburgs überflutete Straßen. Es war stockduster und wir stürzten rückwärts in die Tiefe, aber wir haben es überlebt!


12. Fotoshop, Restaurant, Souvenir-Shop, Toiletten
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Nach dem ca. 90-minütigen Rundgang kommt man automatisch am Fotoshop vorbei. Hier kann man sich die Fotos auf großen Monitoren anschauen, die ganz am Anfang bei der Hinrichtung sowie zum Schluss bei der Bootsfahrt gemacht wurden. Die Aufnahmen sind knapp 23 x 15 cm groß. Kosten: 1 Foto 7,50 €, 2-3 Fotos 6,50 €, danach ab 5,50 € abwärts.

Anschließend kommt man am Restaurant vorbei. Da wir vor dem Besuch von Hamburg Dungeon gerade zu Mittag gegessen hatten, kann ich zu den Preisen und der Auswahl der Speisen leider keine Angaben machen.

Jetzt hat man noch die Möglichkeit, sich einige Souvenirs im Shop zu kaufen. Es werden viele Scherzartikel, T-Shirts, Schlüsselanhänger, Mützen, Kaffeebecher u.s.w. mit dem Hamburg-Dungeon-Logo angeboten.

Einen kurzen Blick in die öffentlichen WC's konnte ich mir letztendlich nicht verkneifen. Wenn man reinkommt, sieht es etwas schaurig aus. Die Wände sind mit Blutspritzern, Hilferufen und aufgemalten Spinnen verziert. Bei näherem Hinschauen, sind die Toiletten aber recht sauber.


13. Wichtige Informationen (Anschrift, Anfahrtsweg, Öffnungszeiten + Eintrittspreise)
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~ Anschrift ~

Hamburg Dungeon
Kehrwieder 2
20457 Hamburg
Tel.: 040/ 36 00 55 20
Fax: 040/ 36 00 55 55
www.hamburgdungeon.com
eMail: info@hamburgdungeon.com


~ Anfahrtsweg ~

Am Besten benutzt man die öffentlichen Verkehrsmittel, da es bei der Anfahrt mit dem PKW nur begrenzte Parkmöglichkeiten gibt, die meist auch noch gebührenpflichtig sind.

U-Bahn: Linie U3 bis Station Baumwall (ca. 5 Min. Fußweg)
Linie U1 bis Station Messberg (ca. 10 Min. Fußweg)
Bus: Linie 6 bis Haltestelle Auf dem Sande (direkt vor der Haustür)


~ Öffnungszeiten ~

Täglich 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr (letzter Einlass), am 24.12 geschlossen. Im Juni, Juli und August von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr (letzter Einlass). Es kann vorkommen, dass sich eine Schlange vor der Eingangskasse bildet. Vorverkaufte Tickets werden dann bevorzugt berücksichtigt. Vorverkauf von 08.00 - 20.00 Uhr über die Hamburg Hotline Tel.: 040-30051512. Für Gruppen ab 15 Personen und Schulklassen reserviert man unter Tel.: 040-36005520.

Für Abendveranstaltungen oder Betriebsfeiern der besonderen Art kann man das Hamburg Dungeon mieten. Infos unter Tel.: 040-36005520 oder info@hamburgdungeon.com.

Das Hamburg Dungeon ist für Kleinkinder nicht geeignet. Kinder bis einschließlich 14 Jahren haben nur in Begleitung eines Erwachsenen Zutritt.


~ Eintrittspreise ~

Erwachsene 14,50 Euro
Ermäßigte 12,50 Euro
Kinder 10,- Euro
Ermäßigungen für Gruppen und Familien.


14. Meine Meinung
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Uns hat es im Hamburg Dungeon sehr gut gefallen. Es war gruselig, spannend, lustig und lehrhaft zugleich, daher wurde es uns auch auf keinen Fall langweilig. Wir haben Einiges über die Hamburger Geschichte erfahren, anhand von Videoaufzeichnungen und Vorlesungen - so macht Geschichtsunterricht mal richtig Spass!

Die gesamten 2.200 qm des Grusel-Kerkers in der historischen Speicherstadt sind bis ins letzte Detail gestaltet und mit jeder Menge furchterregender Effekte und technischen Raffinessen gespickt. Der besondere Clou sind jedoch die professionellen Schauspieler, die mit viel Ironie und überzeugender Darstellung der Geschichte Leben einhauchen. Sie beziehen die Besucher voll mit ein, sodass man ganz und gar mittendrin im Geschehen ist. Die 90 Minuten vergingen echt wie im Flug. Das Hamburg Dungeon ist auf jeden Fall einen Besuch wert, für uns wird es ein wunderbares und unvergessliches Erlebnis bleiben.


Gruselige Grüße, Birgit

© Tigermaus2609
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Kommentare
lara03
lara03, 04.11.2006
waren schon dreimal davorgestanden aber unsere Tochter 9 hat bisher gestreikt...schade, vielleicht kriegt sie ja in den nächsten Jahren mal Mut....lG Lara
ich88
ich88, 27.07.2006
da war ich auch schon mal drin und fahr da diesen sommer sicher auch noch mal hin. man kommt sich da so doof vor, dass es schon wieder lustig ist.
schraddel
schraddel, 27.09.2006
Nicht nur ein super Bericht, sondern auch eine super Schreibe! Ich war noch nie in Hamburg, aber jetzt fahr ich erst recht nicht dort hin... o
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Comenter

Das gruselige Erlebnis in der Speicherstadt

ein Testbericht von 2006-03-22 07:54:22 vom 22.03.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Gruselstimmung, Video- und Sprachaufnahmen, Schauspieler sind echt gut...
Nachteile/Kritik: der Preis
Stadtbrand, Pest, Inquisition, Störtebeker und Sturmflut. Dies hat Hamburg bereits alles erlebt. Und jetzt kann man im Hamburg Dungeon dies alles auch erleben. Und dies nicht einmal schlecht umgesetzt.

Lage:
*******
Hamburg Dungeon findet man in der Speicherstadt. In der Nähe der U-Bahn-Station Baumwall. An den Eingangsbereichen zur Speicherstadt kann man sich dann informieren, wo es genau hin geht.

Attraktionen:
***********
Man wird am Eingang erst einmal fotografiert. Das Bild ist ganz nett, aber keine 7 Euro wert. Sag ich gleich mal vorab.

Dann geht es zur Kasse und danach muss man sich in der Schlange einreihen, bevor man von einem gruseligen Führer abgeholt wird. Wir hatten Glück, dass er die Schulklasse vor uns extra nahm und wir in die nächste Gruppe konnten. Denn an solchen Orten ist es schlecht mit schreienden Kinder, die Angst haben und diese durch ihr völlig überdrehtes Verhalten zeigen, den Dungeon zu durchschreiten. Dungeon ist übrigens englisch für Kerker oder Verlies.

Man fährt also mit einem Fahrstuhl weit hinunter. Unten angelangt wird man in eine Bibliothek gebracht und hier auf die Gefahren des Dungeon hingewiesen. Es werden dann vom Führer zwei Auserwählte bestimmt. Also nicht zu weit in Richtung des sprechenden Kopfes, denn dort stehen die Auserwählten. Diese müssen dann die Gruppe anführen.

Danach erlebt man den Stadtbrand von Hamburg. Rauch vernebelt einem die Sicht und dann muss man durch eine Röhre, in der einem ganz mulmig wird. Hat man dies hinter sich gebracht, so kommt man vor die Inquisition.

Hier werden einige Besucher aufgerufen und zu ihren Sünden gefragt. Bei uns wurde eine Hexe verurteilt und jemand, der nachts nackt um ein Nonnenkloster gelaufen ist. Es war eigentlich sehr lustig, weil die Besucher so gut mitgemacht haben. Danach folgt die Wanderung durch ein Labyrinth. Dieses ist sehr gut gestaltet. Durch Spiegel hat man das Gefühl in einem riesigen Gewölbekeller zu sein.

Wenn man das Labyrinth gemeistert hat, so nimmt man an einer Pestvorlesung teil. Meine Freundin, Medizinstudentin, konnte es natürlich nicht lasse, wie im wirklichen Leben auch, gleich mir alles zu erzählen. Das passte der Dozentin jedoch gar nicht. Meine Freundin musste aufstehen und das wiederholen, was die Dozentin gerade gesagt hatte. Danach durfte sie sich wieder setzen. Die Leiche, die vorne lag war sehr gut gemacht. Leider wurden ein paar von uns mit der Pest infiziert. Sie werden wohl in den nächsten Tagen sterben.

Das nächste Event heißt „Störtebeker.“ Hier kann man sich richtig als Pirat fühlen. Ein Schiff rudern und Störtebeker aus den Händen der Hanse befreien. Am Ende erfolgt noch eine Bootsfahrt durch die Sturmflut, die Hamburg 1717 erreichte. Die Fahrt ist jedoch sehr kurz.

Die ganze Vorstellung geht etwa 90 Minuten.

Preise:
******
Erwachsene bezahlen 14,50 Euro. Dies finde ich sehr teuer. Doch es gibt einen Trick, wie man sich 50% spart. Ich habe im Sparmarkt in der Nähe der Börse eingekauft. Auf der Rückseite des Einkaufszettels ist dann ein Gutschein, mit dem eine Begleitperson bei einem Vollzahler umsonst hineinkommt. So kostet der Dungeon nur noch 7 Euro, was ich vollkommen ausreichend finde. Es wird einem zwar ziemlich viel geboten, aber 14 Euro finde ich echt heftig.
Sonstige Ermäßigungen:
Kinder bis einschl. 14 Jahre 10,- € Schüler/Studenten/Senioren 12,50 €

Öffnungszeiten:
*************
täg lich (außer Heiligabend) 11:00-18:00 Uhr,
Juli - August 10:00-18:00 Uhr

FAZIT:
******
Mir hat es im Hamburg Dungeon sehr gut gefallen. Es war gruselig und lehrhaft sogleich. Man hat einiges über die Hamburger Geschichte erfahren. Vor allem durch Videoaufzeichnungen oder Vorlesungen (z.T. von an den Wänden hängenden toten Köpfen). Die Besucher werden richtig integriert und somit hat man mehr Spaß an der Geschichte. Nur das Eintrittsgeld finde ich zu hoch. Wer mehr erfahren will, kann auch auf die Homepage www.hamburgdungeon.com
Die 90 Minuten vergingen echt wie im Flug. Es ist einem eigentlich nie langweilig geworden. Meiner Meinung nach können Touristen wie auch die Hamburger den Dungeon besuchen, da es für beide gleichermaßen interessant ist.
Der Hamburg Dungeon gehört übrigens zu einer Kette, die in Edinburgh, London, York und Amsterdam ähnliche Gruselerlebnisse anbieten.
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Kommentare
star87
star87, 22.03.2006
Sehr hilfreicher Bericht... Würde mich freuen wenn du auch bei mir lesen würdest!! Suche noch Leser für all meine Berichte. Ich lese dann natürlich zurück : LG Jenny
sascha6525
sascha6525, 22.03.2006
lg, Sascha6525freu mich über Gegenlesungen.
lara03
lara03, 22.03.2006
da will ich auch jedesmal, wenn wir in HH sind rein, aber meine Tochter spielt noch nicht mit 8, sh lg
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Die dunkle Vergangenheit!!

ein Testbericht von 2005-05-15 12:39:46 vom 15.05.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Interessante Variante, etwas über die Geschichte zu erfahren...
Nachteile/Kritik: kaum Grusel, Preis,
Hier wieder ein Erlebnis, welches wir während unserem Aufenthalt in Hamburg im April hatten. Auf der Suche nach der Modellbahnausstellung sind wir am Hamburg Dungeon vorbei gekommen. Allerdings standen gerade zu viele Menschen an. So entschieden wir uns für einen Besuch am nächsten Tag. Wir nahmen nur ein Prospekt mit.

*** Was ist Hamburg Dungeon?***

Diese Frage haben wir uns als erste gestellt.
Dungeon kommt aus dem Englischen und heißt Verlies bzw. Kerker. Im Hamburg Dungeon wird die Geschichte von Hamburg auf eine andere Art aufgezeigt. Wie, werdet ihr noch erfahren.


***Allgemeine Infos***

Zu finden ist Hamburg Dungeon in der Speicherstadt.

Hier die genaue Anschrift:

Hamburg Dungeon
Kehrwieder 2
20457 Hamburg

Tel. 040 36005-520
Fax: 040 36005-555

www.hamburgdungeon.com

info@hambur gdungeon.com

Öffnungszeiten:

Täglich 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Juni, Juli, August bereits ab 10:00 Uhr

Eintrittspreise:
14,50 Euro pro Erwachsener
12,50 Euro pro Ermäßigter
10,00 Euro pro Kind

Wir haben zusätzlich eine Broschüre für 3,00 Euro gekauft.

Hamburg Dungeon ist für Kleinkinder ungeeignet. Kinder bis 14 Jahre nur im Beisein von Erwachsenen teilnehmen.

Das Ganze umfasst eine Fläche von 2.200 qm.

Foto- und Videoaufnahmen sind nicht gestattet.

***Was war denn nun los? ***

Nachdem wir nur ca. 10 Minuten bis zur Kasse anstehen mussten und unsere Tickets gekauft hatten, kamen wir in einen dunklen Raum. Hier wurden wir von der ersten dunklen Gestalt empfangen. Zu jeweils 30 Personen sollte der Gang durch die Geschichte Hamburgs erfolgen. Als wir dran waren, mussten wir den sogenannten Fahrstuhl des Grauens betreten.
Drinnen ging es los. Zuerst mussten alle 30 Menschen sich aneinander in der Mitte des „Fahrstuhls“ drängen. Das war notwendig, um das Gefühl eines fahrenden Fahrstuhls erleben zu können, denn der Boden des mittleren Teiles des Raumes bewegte sich. Es war nicht schlecht gemacht.
„Unten“ angekommen verließen wir den „Fahrstuhl“ und gingen einen kurzen Gang entlang und kamen in „Die Bibliothek der dunklen Geschichte“.
Unser „Fahrstuhlpersonal“ gab uns noch so einige Informationen und vor allem den Tipp, niemals eine Tür zu öffnen. Das wird von selbst passieren, wenn die Zeit dafür reif ist.

In der „Bibliothek“ war es ebenfalls dunkel. Eine Stimme teilte uns mit, was uns erwarten wird und wünschte uns Erfolg, wobei nicht unbedingt Hoffnung auf Überleben gemacht wurde. Das ging schon mal gut los.

Dann öffnete sich die Tür. Alle 30 Menschen mussten die Bibliothek verlassen. Wir kamen in einen nächsten Raum.

Hier war „Der große Brand von Hamburg“ im Jahr 1842 nachgestaltet. Über eine Art Videowand erfuhren wir, was damals genau los war. Dabei strömte Rauch (war wohl eher aus der Nebelmaschine) in den Raum. Alles sah ein wenig so aus, als ob es hinter der nächsten Tür brennt. Diese Tür öffnete sich und eine weitere Stimme drängte uns, den Raum zu verlassen. Wir kamen in den nächsten mit einem Typen, der noch was zum Großbrand erzählte. Auch hier qualmte es. Er wollte unser Leben retten, aber nur gegen Herausgabe sämtlicher Wertsachen. Keiner gab was von seinem Schmuck ab und so mussten wir in unser Verderben laufen.

Über den nächsten Gang kamen wir wieder in einen Raum. Hier ging es um „Die Inquisition“. Die Blütezeit der Inquisition war im 13. Jahrhundert. Ein Typ stand erhöht und kam uns mit eindringlicher Stimme ziemlich nah. Es ging um Sünde und Buße. 3 Mitleidende mussten das Spiel mitmachen, haben es aber natürlich ohne Probleme überstanden. Der Inquisitor ließ uns nach ca. 5 Minuten gehen.

Doch dieses Mal nicht direkt in einen weiteren Raum. Wir mussten durch „Das Labyrinth der Verlorenen“. Der Inquisitor gab uns den Hinweis mit auf den Weg, dass nur derjenige es schafft, das Labyrinth zu verlassen, dessen Seele rein ist.
Es war ein Labyrinth mit 22 Spiegeln (diese Anzahl habe ich im nachhinein gelesen) und dabei sehr dunkel. Alle bewegten sich verhältnismäßig langsam, um nicht gegen einen Spiegel zu laufen. Ich hatte das Gefühl, wir laufen spiralförmig. Nach einiger Zeit hatten es alle geschafft, das Labyrinth in der richtigen Richtung zu verlassen.


Jetzt kamen wir einen Raum mit 2 Reihen Bänken. Hier ließen wir uns nieder. Ein eher unangenehmer, leicht ekeliger Duft breitete sich hier aus. Es war das sogenannte Pestkrankenhaus. Der Geruch gehörte wohl dazu. Wie erfuhren von der 1713 ausgebrochenen Pest. Auf etwas witzige Art erzählte uns eine „Mitarbeiterin“ dieses Pestkrankenhauses, welche Pestarten es gab. Es ging hauptsächlich um die Lungen- und Beulenpest. Auf dem Tisch des „Pestkrankenhauses“ lag ein nicht mehr ganz lebender Körper (war natürlich eine Puppe). Die „Krankenschwester“ drückte auf den Arm. Gut, dass wir nicht in der Schusslinie saßen, denn eine Flüssigkeit verbreitete in Richtung Publikum. Wir erhielten so einige Informationen zur damaligen Pestepidemie. Doch nach einer Weile mussten wir auch diesen Raum verlassen.

Jetzt wurde es seemännisch. Wir kamen in einen Raum, in dem uns ein „Seefahrer“ empfing. Hier ging es um „Störtebeker und seine Exekution“. Wieder über eine Videowand erfuhren wir was über die Taten des Störtebekers.
Somit waren wir in der Geschichte von Hamburg im Jahr 1400 angekommen. Nach den wichtigsten Infos über Störtebeker gingen wir weiter in den Raum, wo Störtebeker öffentlich geköpft wurde. Ja, wir konnten miterleben, wie er nach dem Köpfen kopflos davonlief. Doch, so richtig gruselig war es nicht.

Nun ging es weiter. Im nächsten Raum wurden wir von einer „netten Dame“, die eher wie eine Hexe aussah, empfangen. Dieses Mal war die „Sturmflut von 1717“ Thema. Direkt zu Weihnachten brach damals diese Katastrophe in Hamburg aus. 20.000 Menschen kamen ums Leben. Nie hatte ich vorher von dieser Sturmflut gehört. Ich hatte also wieder etwas gelernt.
Dann ging es in 6er Gruppen weiter. Nun stiegen wir in kleine „Boote“. Jeder, der mal mit einer Wildwasserbahn gefahren ist, weiß wie diese aussehen. Wir fuhren also mit dem Boot. Wind und Blitze begleiteten uns. Es war natürlich keine so rasante Fahrt, wie in einem großen Freizeitpark. Immerhin waren wir in einem Haus in der Speicherstadt. Das letzte Stück der Fahrt ging rückwärts. Dabei wurden wir fotografiert. Dieser Teil des Ganzen umfasst 500 qm. 24.000 Liter Wasser sind notwendig, um das Ganze am Laufen zu halten.

Zum Schluss liefen wir den letzten Gang entlang. Oh, dieser Gestank. Ich kann gar nicht beschreiben, wonach es eigentlich roch. Jedenfalls nicht appetitlich. Hier wurde „Die Cholera von 1892“ nachgestaltet. Damals starben 8.000 Menschen an der Krankheit. Auf der rechten Seite des Ganges war eine Art Verlies, in dem ein Typ „Blut spuckte“. Er tat jedenfalls so. Die Geräuschkulisse und der Typ an sich waren beeindruckend. Diesen Teil von Hamburg Dungeon gibt es erst seit April 2005. Es war also ganz neu, als wir dort waren.

Danach war der „Spuk“ zu Ende. Es waren 1,5 Stunden vergangen.

Nun kamen wir dort an, wo das gemachte Foto für 7,00 Euro gekauft werden konnte. Wir haben uns das verkniffen.


Der Ausgang ist nur über das angeschlossene Restaurant möglich. Hier hatten wir am Vortag bereits gesessen und was getrunken und gegessen. Ich war erstaunt, wie preiswert und reichlich die Portionen waren. Ich hatte eine riesige Ofenkartoffel (war fast 20 cm lang) und eine Masse Sauerrahmsoße. Dazu noch reichlich Salatdeko. Der Preis dafür lag bei 3,50 Euro. Mein Mann hatte Kartoffelecken mit Sauerrahmsoße. Er ist ein guter Esser. Aber diese Portion hat er einfach nicht geschafft. Hierfür mussten wir 4,00 Euro bezahlen. Das Bier (Flensburger hell) kostet 2,30 Euro (0,3 l) bzw. 3,05 (0,4 l). Wir haben insgesamt 12,85 Euro bezahlt und waren absolut gesättigt und zufrieden.
Im Restaurant finden 110 Hungrige/Durstige Platz.

Um aus dem Restaurant zu kommen, muss man den Weg nach oben wählen. Hier kommt man erst mal in den Shop. Toll, was es so an Gruselartikel zu kaufen gibt. Wir haben aber nichts mitgenommen. Die Toiletten sind auch auf dieser Ebene. Wie waren entsprechend dem ganzen Ambiente dekoriert, so mit „Blut“ an den Wänden und Geräuschen über Lautsprecher (tropfender Wasserhahn mit Hall). Wir waren dann endlich draußen. Ist schon raffiniert gemacht. Um nach draußen zu kommen, muss man alles durchlaufen.

***Sonstiges***
Ich habe gelesen, dass das Hamburg Dungeon für verschiedenste Anlässe gemietet werden kann. Dabei findet ebenfalls der Rundgang statt (innerhalb oder auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten) und anschließend kann im Restaurant ordentlich gefeiert werden. Bei der Show kann dann auch auf spezielle Wünsche der Gäste eingegangen werden.
Für Menschen, die unterwegs irgendwelche Probleme haben, gibt es immer wieder Notausgänge. Mir sind dieses zwar nicht aufgefallen (ich habe einfach nicht darauf geachtet), aber es soll sie geben.

***Fazit***

Gut, wir haben es gesehen. Der Preis ist hoch. Das Gruselerlebnis eher minimal. Ich habe mich kaum erschreckt. Vielleicht war ich auch zu sehr auf irgendetwas in der Art gefasst. Trotzdem hätte in Sachen Grusel mehr passieren können oder auch müssen. Die „Darsteller“ waren sehr überzeugend in ihrer Ausstrahlung (Kleidung und Maske) und Stimme. Es waren alles junge Leute, die wohl die Schauspielerei gelernt haben.
Die Dekorationen der einzelnen Räume waren aufwendig und passend.
Mir hätte es besser gefallen, wenn die Reihenfolge der Ereignisse mit der Reihenfolge in der Geschichte übereingestimmt hätte. Das war das, was mich am meisten gestört hat.
Im Großen und Ganzen muss ich gestehen, es hat mich nicht gerade vom Hocker gehauen.
Trotzdem bin ich froh, etwas über die Geschichte von Hamburg erfahren zu haben. Ich habe viel gelernt.

Von mir bekommt Hamburg Dungeon 3 Punkte. 2 Punkte ziehe ich ab. Das Prospekt hatte mir Grusel versprochen. Doch dieser trat bei mir nicht ein.
Für alle, die was über die Geschichte Hamburgs erfahren wollen, ist es eine interessante Angelegenheit. Wem dazu der Preis nicht zu hoch ist, sollte das Hamburg Dangeon besuchen.

Dass der Besuch von Hamburg Dangeon nicht zu empfehlen ist, kann ich nicht sagen. Ich empfehle es trotz der zwei abgezogenen Punkte.

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.

blonde_lady
...
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Kommentare
falke
falke, 15.05.2005
doch sehr interessant. Naja, der Eintrittspreis ist vielleicht etwas hoch. Aber ansonsten evtl. doch sehenswert. Das der Grusel nicht so ruumlberkommt haumlngt wahrscheinlich an der Erwartungshaltung. Und als moderne Menschen sind wir ja auch sehr viel
Sang_il
Sang_il, 17.01.2006
Sehr schöner, ausführlicher Bericht! Weiter so! Viele Grüße Sangil
bodenseestern
bodenseestern, 05.01.2007
sh
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Grusel pur

ein Testbericht von 2004-07-16 10:38:21 vom 16.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: gruselig, nette Aufmachung...
Nachteile/Kritik: Kinder ??
Hallo ihr da!!

Unserer letzter Ausflug mit meiner Berufsschul-Klasse ging es in die Speicherstadt von Hamburg zum Zoll-Museum und zum Hamburg Dungeon, von dem ich heute berichten möchte.
Kurz etwas zum Geschichtlichen!!! Im Dungeon werden die schwersten Erlebnisse, die die Hansestadt Hamburg geprägt hat, in gruseliger Weise gezeigt. Hat also schon einen gewissen Hintergrund. Und man lernt so auch gleich etwas über die Geschichte von Hamburg. ;-)

Für mich war schon alleine der Gedanke daran ein Horror, dass ich da reingehen soll. Da ich aber von anderen gehört hatte, dass es dort ja ach-so-toll sein soll, bin ich voller Erwartung mit reingegangen. Obwohl ich trotzdem etwas Angst habe, da ich sonst nicht gerade auf Horror-Kram stehe. Mich kann man auch als Angsthase bezeichnen, aber ich habe mir nichts anmerken lassen, denn ich war nicht die Einzige, die etwas Angst hatte.

Um 11 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr) gingen die Türen vom Dungeon auf und wir stellten uns an die schon sehr lange Schlange an. Schon am Eingang wirkt das Dungeon sehr geheimnissvoll und macht schon Angst... Der Eingang ist mit roten Vorhängen verhängt und es ist dunkel drin und man hörte laute Schreie aus den Boxen kommen. Soweit konnte man es schon von aussen sehen bzw. hören. Als wir dann reingingen, war die Angst fürs erste gebannt. Als wir den Gang etwas weiter gegangen waren, kamen wir erstmal bei etwas genervt Frauen an, die von uns ein Foto an einem Pranger machen wollten. Widerspenstig taten wir, was die von uns wollten. Stellten uns zurecht, kreischten laut und schon hatten wir dieses einschneidene Erlebnis hinter uns. Was wir eigentlich garnicht vorhatten zu tun. Naja, was solls!! Einen Gang weiter kamen wir dann auch schon bei der Kasse an. Der nette Herr hinter der Scheibe wollte für eine Person 12,50 EUR haben. Da ich aber ein ADAC-Mitglied bin und das „Show your card“-Zeichen auf meiner Karte habe, konnte ich eine Person umsonst mitnehmen. So haben wir beide uns den Eintritt geteilt. Auch ganz praktisch!!!!
Nachdem wir gezahlt hatten, ging neben uns die Wand auf und wir durften durchgehen. Diese schloss auch gleich wieder hinter uns. Jetzt kamen wir in einen großen Warteraum, wo wieder eine lange Schlange war.

Dort war auch ein Monitor zu sehen, dort wurde ein Fahrstuhl gezeigt. Der in die Tiefe fährt und dann ist nur noch Schnee auf dem Monitor zu sehen. Oh wie gruselig!! Nach einiger Zeit sah man den Fahrstuhl wieder hochkommen. Die Tür ging auf und eine junge Dame kam raus. Ganz gruselig geschminkt und schrie mehr oder weniger rum... Schon waren wir an der Reihe und wurden von der „netten“ Dame in den Fahrstuhl geleitet. Mir blieb fast das Herz stehen, weil es alles vollkommen echt wirkte. Es standen schon welche im Fahrstuhl, denn es werden in Etappen Leute in den Fahrstuhl geholt, bis er losfuhr. Sie standen in der Mitte des Fahrstuhls und hielten sich an den Händen. Wir sollten uns zu ihnen in einen Kreis stellen und zwar ganz eng. Weil dann merken wir nicht so das Rütteln... Also machten wir es und schon schlossen sich die Türen und es ging los. Die Frau war echt gut darin, den Leute Angst zu machen und so krallte ich mir meinen Klassenkameraden und hielt mich bei ihm fest... (Ich ließ ihn den ganzen Weg bis zum Ausgang auch fast nie los!!!) Die Frau sagte uns auch, dass der Fahrstuhl lebt und er sich auch nur langsam an Menschen gewöhnt und wir ihn deswegen ansprechen sollten, was wir dann auch im Chor machten. Denn jeder war total verschreckt. Selbst zu Leuten, die man nicht kennt und niemals vorher gesehen hat, hat man plötzlich eine Gemeinsamkeit.. Angst und das Ungewisse...

Nach ein paar Minuten rütteln und wackeln und Stromausfall des Fahrstuhl waren wir dann doch „unten“ angelangt und es öffnete sich eine andere Tür hinter uns, die uns rausließ. Schon waren wir in einem anderen Raum. Der Bibliothek... Die Frau verabschiedete sich und gab uns einen guten Tipp. Nämlich wir sollen, egal wo wir sind, niemals eigenhändig Türen öffnen, denn die Türen öffnen sich selber und werden uns schon den richtigen Weg zeigen. Und sie verschwand... Wir sollten sie aber bald wiedersehen!! Nun standen wir alleine in dem Raum mit bestimmt fünf Türen. Es war nicht sehr hell in der Bibliothek und es gab überall unheimliche Schatten. Es dauerte bestimmt einige Minuten bis ein Video anfing zu laufen und uns eine Geschichte erzählte. Aber diese Minuten waren schrecklich. Alle haben sich in die Mitte des Raumes aneinander gedrängt, vor lauter Angst. Weil es könnte ja eine Tür aufgehen und jemand würde uns wieder erschrecken. Nach dem Video ging eine Tür hinter uns auf und wir konnten einen langen Gang gehen, aber erst traute sich keiner, da es sehr dunkel in dem Gang war...

Im nächsten Raum war dann die Frau wieder... Wir sahen an den Wänden eine Stadt und Leute... Alles in schwarzer Pappe hinterlegt... Sie erzählte uns, dass damals ein großes Feuer in Hamburg herrschte... Und schon fing es in dem Raum an zu qualmen und hinter der Pappwand sahen wir Feuer. Sie schrie uns an wir sollen laufen, sonst würden wir verbrennen und schon ging eine Tür auf und wir rannten los. Vor uns war ein Tunnel (der Feuertunnel). Er drehte sich und war voller Feuer. Als wir da durch waren, war uns alle recht schwindelig.

Im nächsten Raum kamen wir ein Gericht. Wir stellten uns alle an die hintere Wand und schauten nach oben, wo einige Puppen (ob es Puppen waren weiß ich nicht genau!) mit Kapuzen waren. Eine junge Dame erschien zwischen den Puppen und erzählte uns, dass es in diesem Gericht entschieden wurde, ob jemand eine Hexe oder ein Hexer ist, die ja dann getötet wurden. Vor ihr lag ein Buch, das Buch der Qualen. Sie wählten einen Jungen aus meiner Gruppe aus. Schlug in dem Buch nach und kam zum Entschluss, dass sie ihn laufen lässt. Nach einigen Panikattaken, dass man rangenommen werden kann, schickte sie uns weiter.

Jetzt kamen wir in einem Raum, wo ich schon viel von gehört habe, das Pestkrankenhaus. Ein junger Mann war so heftig geschminkt, dass es total so aussah, als wäre er selbst von der Pest befallen. Auf dem Tisch hinter ihm lag eine Leiche (Puppe), die überall mit Pestbeulen übersäht war. Er erzählte uns einiges, wie die Pest zustande kam und wie die Krankheit sich bemerkbar machte. Angst machte er uns damit, dass er mit seinem blutverschmierten Handtuch rumwarf. Und uns mit einer Flüssigkeit vollspritze, die aus einer Pestbeule der Puppe kam. Zum Schluß wählte er einen aus, der schonmal weiter gehen sollte. Kaum war dieser um der Ecke verschwunden, hörte man lautes Übergeben... Sie muss sich wohl angesteckt haben, sagte der junge Mann und er schickte uns hinterher.

Im nächsten Raum standen wir lange einfach nur rum. Hier war ein tierischer Gestank und überall waren Puppen, die voller Blut und mit irengwelchen Gegenständen in sich steckend da rum standen. Mehr nicht... Es sollten die Invasoren vor Hamburg, also die Wikinger, sein. Naja, Gott sei Dank wurden wir schnell von einem Piraten heraus gelockt.

Er sagte, er war damals einer der Piraten, die gegen Störtebeker gekämpft haben. Wir durften uns erstmal in dem Raum hinsetzen und ausruhen und einen Film über Störtebeker schauen. Ann wurden wir die Treppe hinauf in ein Schiff geführt. Dort mussten wir uns zu zweit an die Seiten stellen und rudern... Mehr oder weniger... Dazu ein Lied singen... Plötzlich wurde es im Raum dunkel und es fing an zu blitzen und zu donnern. Jetzt sahen wir an der Decke, dass sich ein 2. Schiff näherte. Es ist das Schiff von Störtebeker. Ein Mädchen, dass vorher ausgewählt worden ist sollte die Kanone betätigen und schoß das andere Schiff ab. Jetzt wurden wir aus dem Schiff entlassen und vom Piraten in ein anderen Raum geführt.

Hier war es sehr dunkel und wir konnten kaum etwas sehen. Plötzlich ging vor uns ein Licht an und wir sahen wir Störtebeker (als Schatten) geköpft werden würde. Wurde er dann auch... Als der Hänker zuschlagen wollte, ging das Licht aus und genau neben mir wieder an, wo plötzlich eine Puppen ohne Kopf umfiel. Man, so sehr habe ich mich noch nie erschrocken. Und wir gingen ganz schnell raus.

Jetzt sollten wir die neue Attraktion von dem Dungeon ausprobieren. Die Fluten war eine kleine Wasserbahn, wo wir uns zu viert reinsetzen sollten. Wir fuhren durch einen kleinen Gang und zum Schluß rückwärts einen Abhang runter. Das wars!! Nix spektakuläres und gruseliges. Naja, wir haben es gesehen und damit ist gut.
Ausgestiegen kamen wir auch gleich bei dem Fotoshop an, wo wir unser Bild begutachten konnten, welches wir ganz am Anfang gemacht haben. Dann erwartete uns der Mitbringsel-Shop und das Restaurant. Wir waren also durch. Und das solls gewesen sein???

Also, ich fand es gut im Dungeon. Auch wenn es in einigen Teilen doch recht langweilig war, war es in anderen Teilen wieder so gruselig, dass einem fast das Herz stehen blieb. Leider blieben in der ganzen Tour (sie ging gut 1 ½ Stunden), die furchtbar geschminkten Leute aus, die einen mit Pestbeulen oder so erschrecken sollten. Kam vielleicht, weil Schulklassen mit etwas kleineren Kindern auch da waren. Was ich echt schade fand. War aber vielleicht auch besser so für mich!! *Lach*

Hier möchte ich mich nochmal entschuldigen, dass ich vielleicht etwas ausgelassen habe. Ich weiß es nicht mehr so genau, da es schon fast 1 Jahr her ist, dass ich da war.
Wir werden aber in gut 2 Wochen da nochmal hinfahren und ich hoffe, dass dann dort etwas mehr los sein wird. Ich freue mich schon tierisch darauf!!! Und vielleicht kann ich dann noch ein Update machen. Und euch berichten, wie es denn so war!!!

Wer sich anderweitig noch informieren möchte, kann unter

www.hamburgdungeon.com

oder telefonisch unter 040/36005500 etwas erreichen.


Öffnungszeiten:

MO bis SO von 11 bis 18 Uhr
Im Juli und August bereits ab 10 Uhr


Eintritspreise:

Erwachsene: 12,50 €
Kinder bis 14 Jahre: 9,50 €
Senioren, Studenten und Behinderte: 10,50 €

Familienkarten:
2 Erw. + 1 Kin. + 1 Souvenirheft : 34,00 €
2 Erw. + 2 Kin. + 1 Souvenirheft : 43,00 €
2 Erw. + 3 Kin. + 1 Souvenirheft : 52,00 €


Anschrift:

The Hamburg Dundeon
In der Speicherstadt
Kehrwieder 2
20457 Hamburg

Ich hoffe, mein etwas längerer Bericht hat euch gefallen. Wir beide freuen uns über eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare jeglicher Art.

Lieben Gruß
Spacefly
für Ciao & Yopi
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
nikosternchen

Feuer, Pest und andere Gruseligkeiten

ein Testbericht von 2004-01-07 09:24:54 vom 07.01.2004
Empfehlung: ja
In den finsteren Katakomben der Hamburger Speicherstadt, umgeben von den Relikten der Vergangenheit, liegt das Hamburg Dungeon...

Hamburg hat in seiner Geschichte viele Katastrophen mitgemacht, viele Schicksalsschläge und viele Tote beklagt. Das Dungeons nimmt sich dieser Thematik sehr kreativ an... Vorstellen muss man sich das als eine Ausstellung mit Showeinlage.. in etwa.

Morgens gegen 11 Uhr öffnet es seine Pforten. Bereits vor der Türe hängt ein Skelett und weist darauf hin das man Kinder MINDESTENS unter 12 besser vor der Türe lassen sollte. Nun zahlt ein Erwachsener als Einzelperson 12,50 € Eintritt. Wer schlau ist schließt sich zu einer Gruppe von mindestens 15 Leuten zusammen und zahlt dann nur noch 10 € pro Person. Dies ist keine Schwierigkeit, denn ein wenig Anstehen ist hier wohl keine Seltenheit.

Geöffnet ist täglich von 11- 19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr.

Einen sehr schönen Einblick bekommt man auch auf www.hamburgdungeons.de


Nun wird eine Gruppe von etwa 30 Leuten in einen ziemlich dunklen Raum gepfercht, wo dann eine schrickelige kleine Hexe uns „einweist“. Natürlich gibt es Regeln in einem „Museum“, und auch hier ist also rauchen, das Öffnen von Türen und irgendetwas anfassen verboten.

Nach etwa einer viertel Stunde, geleitete uns die kleine schrickelige Hexe in einen Fahrstuhl, der uns ruckelnderweise in das eigentliche Geschehen brachte. Im Fahrstuhl sollten wir dann alle weg von der Wand und ganz eng beieinander in der Mitte stehen. Ein Mitbesucher wurde von der kleinen krächzenden Gestalt auserwählt unsere Gruppe weiterhin zu führen. Immer wieder wurde betont das wir hier eh nicht lebend herauskommen würden und es war die Rede von Stromstößen und blutrünstigen Gestalten.

Den Fahrstuhl überlebten wir dennoch unbeschadet :o)...

Und kamen in eine verstaubte, ebenfalls sehr enge Bibliothek. Dort verabschiedete sich die Fahrstuhlführerin von uns und eine Maske die mit einem Projektor animiert wurde übernahm ihren Job der Führung. Die Stimme wies uns nochmal an nichts an zu fassen und keine Türen zu öffnen und erwähnte ebenfalls noch einmal das wir ja demnächst der Vergangenheit angehörten!


DAS GROßE FEUER VON 1842
Nun sprang eine Tür auf und wir kamen durch einen zappendusteren Gang in eine Welt von brackeligen zerstörten Häusern und qualmiger Luft.
Per Projektor wurden wir zunächst mal über die Geschehnisse damals aufgeklärt. Während das Filmchen lief fing es bedenklich um uns herum an zu qualmen....

Ein kleines Mädchen mit einem Teddy und zerissenen Kleidern führte uns dann weiter und erzählte uns das es seine Mama suche. ...


DIE INQUISITION
In einem Raum der einer Kirche glich in dessen Mitte eine Anklagebank stand wurden 3 Leute aus der Gruppe ihrer Sünden angeklagt und auf den Scheiterhaufen geschickt.

Sehr amüsant, natürlich weil ICH nicht betroffen war ;o)...


DIE PEST
In einem Hörsaal wurde uns die Pest etwas näher gebracht. Unser Tutor erzählt uns in leckeren Einzelheiten die Symptome und veranschaulichte uns das ganze mit einem Toten der auf einer Bahre lag dessen Pestbeulen er aufschnitt...


Dann wurden wir verscheucht...


KLAUS STÖRTEBEKER
Durch einen Film wurden wir erst mal aufgeklärt wer überhaupt Störtebeker war. Danach wurden wir aufgefordert diesen zu retten. Wir wurden auf ein Schiff angeheuert, wo die Piratenanführerin zunächst mal lustige Lieder mit uns anstimmte :o)...

Als wir vom Boot kamen wurden wir Zeugen der Hinrichtung dessen.


DIE STURMFLUT
Jetzt wurde es richtig spannend. Wer Wildwasserbahnen liebt ist hier genau richtig ausgehoben. Mittels einer genau solchen wurden wir durch das damalige Hamburg geschifft. Sehr Eindrucksvoll und vor allem NASS war es...


RATZFATZ sind 90 Minuten vorbei..


Direkt kamen wir natürlich in ein schauriges Dungeons- Restaurant. Auf der Toilette konnte ich noch mal Einzelheiten über die Pest und Cholera nachlesen, damit mir dort auch bei einer längeren Sitzung ja nicht langweilig wird :o).



MEINE MEINUNG
Insgesamt hat mir das Dungeons sehr, sehr gut gefallen. In jedem Fall ist es ein Besuch wert. Ein Geschichtsunterricht der wirklich Spaß gemacht hat, der sehr anschaulich war und von dem einiges hängen geblieben ist und wohl auch bleiben wird.
DIE SCHAUSPIELER haben sich wirklich Mühe gemacht, sie wirkten glaubhaft und es machte Spaß mit ihnen dort zu spielen.
DIE KULISSE ist insgesamt sehr dunkel, was die aber genau diese dunklen Seiten von Hamburg sehr gut unterstrich.
DIE WARTEZEITEN machten das ganze etwas schleppend. Allerdings muss man ja beachten das immer Gruppe für Gruppe weitergeschleust wurde und ALLE irgendwie mehr oder weniger warten mussten, daher würde ich auch hier keinen Punktabzug verteilen.

Ein interAKTIVES Vergnügen aus dem man trotz aller bösen Vorhersagen dann doch lebend herauskommt. Mir hat es Spaß gemacht und ich empfehle es jedem der ein bisschen Zeit in Hamburg verbringt und dort übrig hat es sich einmal anzusehen.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Locke1771

Ich habe überlebt...!

ein Testbericht von 2004-01-04 23:45:43 vom 04.01.2004
Empfehlung: ja
Vorteile:  spannend und lustig zugleich man wird in die Handlungen mit einbezogen sehr unterhaltsame und überzeugende Darstellung durch die Schauspieler ...
Nachteile/Kritik: Gruppe war mit 30 Leuten etwas zu groß
Ich möchte euch heute von einem nicht ganz gewöhnlichen Ausflug erzählen, den ich vor kurzem zusammen mit meinen Kollegen unternommen habe. An einem Freitag Nachmittag im November 2003 bin ich durch Feuer gelaufen, bin der Folter und Todesstrafe gerade noch entkommen, habe mich mit der Pest angesteckt, schließlich gemeinsam mit den anderen versucht, den Seeräuber Klaus Störtebeker zu befreien und - als ob das noch nicht reicht, hätte ich so manches Mal tot umfallen können... vor Lachen!

Aber ich lebe noch, und der eine oder andere fragt sich jetzt wahrscheinlich, ob da gerade jemand völlig den Verstand verloren hat. Nein, ich denke nicht, denn ich spreche vom Hamburg Dungeon, das ist Stadtgeschichte mal ganz anders.

Ich bin Hamburgerin, aber was das Dungeon eigentlich ist, wusste ich bis dahin nicht. Sicher, gehört hatte ich schon davon. Dass es um bestimmte geschichtliche Ereignisse der Hansestadt geht, eine Art Ausstellung mit Showeinlagen? Wie sich herausstellen sollte, hatte ich eine vollkommen falsche Vorstellung.

Das Dungeon befindet sich in der Speicherstadt, am Kehrwieder 2 und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. In der Nähe ist die U-Bahnhaltestelle Baumwall, wo wir uns auch trafen. von der U-Bahn bis zum Dungeon geht man ungefähr sieben Minuten.
Nachdem wir das Gebäude betreten hatten, kamen wir zunächst in einen dunklen schmalen Gang, wo schon zahlreiche Gäste auf’s Bezahlen warteten. Kaum hatten wir uns in die Schlange eingereiht, kriegten wir auch schon Besuch. Von vorne näherte sich ein Mönch. Er ging langsam an uns vorbei, schien dabei jeden genau zu begutachten und begrüßte uns schließlich mit den Worten: „Na wartet..., gleich seid ihr dran!“ Ja hallo, wo war ich denn hier gelandet?

Nachdem auch wir an der Kasse unsere 12,50 € abgeliefert hatten, konnten wir weitergehen und befanden uns nun in einer noch dunkleren Höhle, wo wir wieder warten mussten. Es vergingen aber höchstens ein paar Minuten, bis eine Tür geöffnet wurde und wir den Fahrstuhl des Grauens betreten durften. Da ich Fahrstuhl fahren im „richtigen Leben“ überhaupt nicht mag, war ich froh, ein Geländer zu finden, an dem ich mich festhalten konnte. Doch fast im selben Moment hörte ich die heisere, unfreundliche Stimme des Fahrstuhlführers: „Weg da von der Wand, hier wird nix angefasst!“ Wir mussten alle in die Mitte, schön dicht zusammen. Der Fahrstuhlführer, der nicht gerade wie jemand aussah, mit dem man sofort Freundschaft schließen möchte, betonte immer wieder, dass unsere Überlebenschance gleich Null wäre, sprach von giftigem Viehzeug, Stromschlägen und von einer Spinne, deren Lieblingsspeise Menschenfleisch ist. Seine Worte bekräftige er durch ständiges Kichern, aus dem die Schadenfreude nicht zu überhören war. Endlich setzte sich der Fahrstuhl in Bewegung und beförderte uns in die Tiefe. „unten“ angekommen sprach der Fahrstuhlführer eine Frau an, fragte sie, ob sie die Gruppe beschützen werde. Als sie verneinte ging er wortlos weiter, hielt ausgerechnet bei mir an, stellte mir die gleiche Frage. Auch ich sagte „nein“. Nun wurden wir beide „bestraft“, denn wir mussten das erste Stück des Weges vorangehen. Erst wenige Augenblicke später durften die anderen uns folgen.

Unsere nächstes Station war eine alte staubige Bibliothek. Hier verabschiedete sich der Fahrstuhlführer von uns, wünschte uns noch „schönes Verrecken“ und verschwand einfach. Da waren wir nun, allein und verlassen in dieser finsteren Bibliothek. Eine Stimme teilte uns mit, was uns noch bevorstehen würde und dass bald auch wirTeil der Vergangenheit sein würden...

Das große Feuer von Hamburg

Zunächst bekamen wir einen kurzen Film zu sehen, der uns über das große Feuer von 1842 informierte. Der Film war noch nicht ganz zu Ende, als man schon den Geruch von Qualm vernehmen und aufflackerndes Feuer erkennen konnte. Das Feuer kam immer näher, erreichte auch uns, wir mussten fliehen, durch einen Tunnel, der lichterloh brannte...

Die Inquisition

Der Raum, in dem wir uns befanden sah aus wie eine alte Kirche. Aus unseren Reihen wurden drei Leute für ihre Sünden angeklagt und verurteilt. Diesmal hat es mich nicht erwischt – Erleichterung!

Die Pest

Wir betraten einen alten Hörsaal und durften uns einen Vortrag über die Pest anhören. Ein Arzt erzählte uns in allen Einzelheiten über den Verlauf der Krankheit, von der Ansteckung, über die ersten Symptome, bis hin zum „erlösenden Tod“. Doch es blieb nicht nur bei Erklärungen...

Störtebeker

Durch einen Film erfuhren wir, wer Klaus Störtebeker war. Wir wurden nun vor die schwierige Aufgabe gestellt, Störtebeker zu befreien und folgten einem Matrosen auf ein Schiff. Das Schiff schaukelte beachtlich, denn wir fuhren durch einen Gewittersturm. Leider gelang uns die Befreiung nicht und wir mussten live miterleben, wie Klaus Störtebeker hingerichtet wurde.

Die Sturmflut

Mit jeweils 6 Leuten stiegen wir in Boote und trieben durch Hamburgs überflutete Straßen. Die Fahrt war sehr kurz, aber Achtung, nass werden ist hier durchaus möglich.
Mit dieser Fahrt hat das Ganze dann auch ein Ende.

So schnell vergehen 90 Minuten. Es waren 90 spannende Minuten, in denen oft genug auch die Lachmuskeln ordentlich strapaziert wurden. Eine Zeitreise durch die dunkelsten Kapitel der Hamburger Geschichte. Das gelungene Zusammenspiel von Technik, der Gestaltung der Räume und – nicht zu vergessen – der sehr unterhaltsamen und äußerst überzeugenden Darstellung der Schauspieler machen das Dungeon zu einem Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Das Besondere daran: Man wird als Besucher ständig in die Handlungen mit einbezogen. Da nützt es auch nichts, sich hinter seinem Nachbarn zu verstecken, irgendwann erwischt es einen sowieso.

Wenn ihr also mal unsere schöne Stadt besucht und ein bisschen Zeit übrig habt, solltet ihr das Dungeon ruhig mit einplanen, es lohnt sich wirklich. Mehr Infos bekommt ihr unter www.hamburgdungeon.com oder unter Tel. 040/36 00 55 00

Ich jedenfalls habe beschlossen, mir das Dungeon demnächst noch ein zweites Mal anzusehen. Solltet ihr an dieser Stelle länger nichts von mir hören, dann war es vielleicht mein Kopf, der in der Speicherstadt gerollt ist... :-)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Ostseekrabbe

Gruseln in Hamburgs Speicherstadt

ein Testbericht von 2003-10-09 14:12:09 vom 09.10.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Geschichtsunterricht mal ganz anders...
Nachteile/Kritik: eventuell die Preise, aber ist das nicht überall so???
Vor einiger Zeit hat es uns in die Speicherstadt verschlagen. Eigentlich wollten wir nur zur Miniatur-Wunderland Ausstellung, aber das ist Stoff für eine andere Meinung.

Vom Dungeon hatte ich bereits einiges gehört, aber ich hatte dennoch keine genaue Vorstellung, worum es dabei wirklich geht. Kurz entschlossen gingen wir hinein. Auf dem Weg zur Kasse wurden wir von einer jungen Frau aufgehalten die uns erklärte, sie bräcuhte einen Henker und ein Opfer. Da ich grundsätzlich nichts von Frauen in der Opferrolle halte, war ich natürlich der Henker. Mein Mann mußte sich über ein Schaffott hängen und ich durfte ihm (natürlich nur nachgestellt) den Kopf abschlagen. Das ganze wurde durch ein Foto dokumentiert.

Dann gingen wir weiter zur Kasse und ich mußte zum ersten Mal kräftig Schlucken, denn Euro 12,50 Eintritt für etwas von dem ich überhaupt nicht wußte worum es geht fand ich doch ziemlich happig! Aber da man solche Dinge ja nicht jeden Tag macht bezahlten wir den Eintritt und gingen dann weiter.

Was ich hier vielleicht noch erwähnen sollte ist, das bereits direkt hinter der Eingangstür alles so aussieht, als würde man durch eine alte Burg oder Kerker laufen. Alles ist in schummriges Licht getaucht und strahlt nicht gerade das was man Gemütlichkeit nennt aus.

Wir gingen nun auf eine Gruppe wartender Besucher zur die sich vor einem Fahrstuhl befanden. Nach dem wir einen kurzen Moment gewartet hatten betraten wir nun in einer Gruppe von ca. 15 Personen zusammen mit einer wenig vertrauenserweckenden Fahrstuhlführerin den Fahrstuhl. Die Tatsache, daß diese auch noch die ganze Fahrt über anwesend war machte die Sache nicht weniger unangenehm! Personen die unter Platzangst leiden sei gesagt: Überlegt Euch ob ihr Euch das wirklich antuen wollt, denn es handelt sich nicht um eine normale Fahrstuhlfahrt!

Irgendwann hielt der Fahrstuhl wieder an und alle waren glücklich wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Die nächste Station war die Bibliothek, völlig verdreckt, mit Spinnweben zugewuchert. Kurz einfach ekelig. Hier wurden bekamen wir weitere Instruktionen und Anweisungen für das was noch vor uns lag.

Da die Fahrstuhlführerin bereit wieder verschwunden war, mußten wir uns nun alleine auf den Weg durch das Gewölbe machen und landeten mitten in dem großen Feuer von Hamburg. Qualm stieg auf, es wurde immer wärmer, Menschen schrien und ein Mann suchte verzweifelt nach seiner Frau. Er war aber deenoch so nett uns auch gleich aus dem feuer zu retten. Also stolperten wir hinter ihm her durch diverse Gänge bis zu einem Lagerraum, da dieser auch anfing Feuer zu fangen mußten wir weiter. Unser Retter gab uns noch einige Informationen mit auf den Weg und verschwand dann.

Wieder auf uns alleine gestellt stolperten wir mitten in die Arme der Inquisition. Da man auch unter den Personen unserer Gruppe Hexen und dergleichen vermutete mußten wir uns alle dem hohen Gericht stellen. Wir wurden über Vergehen und die dafür vorgesehenen Strafen belehrt.

Dann ging es weiter durch einen Gang in dem die verschiedenen Foltermethoden dargestellt und auch genau beschrieben wurden. Am Ende diese Gangen wurden wir bereits sehnsüchtig erwartet...

Unsere Gruppe wurde zu Medizinstudenten und die Ärztin bei der wir mehr über die Pest lernen sollten wartete bereits ungeduldig auf uns. Ich kann jedem Besucher nur raten sich nicht in die erste Reihe zu setzen!

Dann folgte eine kleine Verschnaufpause. Die nächste Station besteht überwiegend aus einem Leseteil wo auf Bildern und Tafeln erklärt ist, was sich damals zwischen den Römern und den Germanen abgespielt hat.

Nach dieser kurzen Ruhephase ging es wieder rund. Unsere Gruppe sollte sich auf machen um Klaus Störtebeker zu retten. Für dieses Vorhaben benötigten wir jedoch ein Schiff. Auch dieses wurde organisiert und bei einem extrem starken Seegang machten wir uns auf den Weg.

Leider lohnten sich all die Strapazen nicht, denn als wir Störtebeker endlich fanden, konnten wir nur noch bei seiner Hinrichtung zusehen. Dies ist gleichzeitig auch die letzte Station vom Dungeon.

Auf dem Weg nach draußen kommt man zunächst an dem Fotostand vorbei. Hier kann man sich das Foto, das am Eingang gemacht wurde ansehen und auf Wunsch für Euro 6,00 auch kaufen. Weiter geht es durch ein im gleichen Stil angelegtes Restaurant. Als letztes kommt man nun noch durch den Fanartikel-Shop in dem es nicht nur Dinge die die Ausstellung betreffen gibt.

Was ich als wirklich ekelig empfand, war der Geruch der einen auf der ganzen Führung begleitet. Modrig, muffig eigentlich unbeschreiblich dieser Gestank.

Die komplette Führung dauer gut eine Stunde.
Alles in allem hat mir das Dungeon sehr gut gefallen, aber den Eintrittspreis halte ich doch für sehr heftig, zumal es nur diesen einen Preis gibt. Es wird nicht zwischen Kindern, Erwachsenen, Studenten, Schülern, Behinderten etc. unterschieden.

Wer sich nun fragt: Und was soll daran gruselig sein? Dem sei gesagt:
Jeder Mensch hat da ein anderes Empfinden. Ich habe das Dungeon als sehr unterhaltsam empfunden, allerdings hatten wir einen jungen Mann in der Gruppe bei dem ich mehr als einmal das Gefühl hatte er würde gleich umkippen. Die Betreiber selber schreiben dazu:

Das Hamburg Dungeon ist spannend, aber keine Horrorshow, es ist historisch korrekt, aber kein staubiges Museum und vor allem ist es eine unterhaltsame, ironische, lusitge, gruselige und nicht ganz ernstzunehmende Show von professionellen Schauspielern für alle kleinen und großen Leute zwischen 10 und 100.

Die Öffnungszeiten sind von Mo.-So. von 11.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlaß 18.00)

Nähere Informationen bekommt ihr auch unter Tel.: 040 / 36 00 55 00.



Dieser Bericht wurde bereits vor geraumer Zeit von mir bei Dooyoo veröffentlicht!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Kela4

Dungeon schön gruselig!

ein Testbericht von 2003-02-02 20:08:35 vom 02.02.2003
Empfehlung: ja
Letzes Jahr war ich mit meinem Freund ein paar Tage in meiner Lieblingsstadt Hamburg. Am letzten Tag vor unserer Abreise wollten wir noch etwas spannendes in Hamburg erleben. Kino war zu langweilig. Auf dem Kietz waren wir auch schon 3x. Bis mein Onkel dann meinte wir sollten doch ins Dungeon in die Speicherstadt gehen. Er hat uns den Weg erklärt und dann ging es los.

Als wir angekommen sind, war schon eine riesige Schlange vor der Tür die auf den Einlass gewartet hat. Wir waren auch schon sehr gespannt was uns da drinnen wohl erwarten würde.

Endlich war es dann so weit. Bevor es ans bezahlen ging musste man ein Foto mit seinem Partner machen. Einer legt sein Kopf auf ein Holzbrett und der andere soll mit einer Gummiaxt so tun als würde er den Kopf abschlagen. Das Bild kann man sich zum schluss denn gegen Entgeld mitnehmen. Dann ging es an die Kasse zum bezahlen. Und los ging der Grusel. Es wurden immer Gruppen gebildet mit ungefähr 20 Leuten und einen Gruppenführer der Mittelalterlich gekleidet war, denn Dungeon erzählt die Geschichte wie es in Hamburg vor ein paar Hundert Jahren abgelaufen ist. Alles war schön dunkel und man wurde durch enge Gassen zum nächsten Raum geführt, wo dann immer ein Stück aus dem alten Hamburg erzählt wurde. Natürlich gab es in jedem neuen Raum neue Geschichten von anderen Darstellern die gruselig geschminkt waren. Sie haben immer jemanden aus der Gruppe zu sich geholt und derjenige musste dann was machen. Die ganze Führung hat um die 1 1/2 Std. gedauert und war das Geld voll wert.

Dungeon hat mich ein bischen an eine Geisterbahn erinnert. Man hat sehr viel über das damalige Hamburg erfahren können und konnte bei vielen Sachen selber mitmachen.

Ein Besuch ist es auf alle fälle wert.

Öffnungszeiten: 7 Tage die Woche von 10 - 19 Uhr

Weitere Infos auf der Homepage: www.hamburgdungeon.com
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
city-flitzer

Schaurig schön

ein Testbericht von 2003-01-02 08:17:43 vom 02.01.2003
Empfehlung: ja
#### Einleitung ####
Letzte Woche haben wir einen Kurztrip nach Hamburg gemacht. Neben Stadt- und Hafenrundfahrt standen noch weitere Höhepunkte auf dem Programm. So sollte auch etwas originelles in Hamburg besucht werden. Wir dachten zuerst an das Panoptikum, wurden aber durch einen Prospekt, der in unserem Hotel auslag auf das Hamburger Dungeon aufmerksam gemacht. Da uns das, was wir da lasen neugierig gemacht hatte, zogen wir los in die Speicherstadt!


#### Anschrift und Anfahrt ####
Das Hamburg Dungeon liegt, wie gesagt in der Speicherstadt und zwar direkt am Rande in der Kehrwieder 2, 20457 Hamburg. Am Besten ist es mit der U3 zu erreichen. Ab Haltestelle Baumwall sind es nur noch 5 Minuten Fußweg. Die Parkplätze am Hause sind sehr begrenzt und daher sollte man eine Anfahrt mit dem Pkw vermeiden!


#### Öffnungszeiten und Preise ####
Es war ein kalter und nasser Tag und es wurde schon langsam dunkel, als wir uns dem Haus näherten. Vor dem Haus brannte auf einem Sockel eine Flamme. Sonst war alles ziemlich trübe und kalt. Vor dem Haus erfuhren wir, dass das Dungeon um 11:00 Uhr öffnet und dass die letzte Führung um 18:00 Uhr beginnt. Diese würden wir noch gut schaffen, dachten wir, aber dann kam der erste Schock, die Eintrittspreise waren ganz schön happig. Eine Einzelperson sollte glatt 12,50 EURO berappen. Wir hatten, Gott sei dank eine HHcard und konnten mit 2 Erwachsenen und einem Schüler für 32,50 EURO das Haus betreten. Gruppen sind etwas günstiger, müssen sich aber vorher anmelden.


#### Das Dungeon ####
Was ist das den jetzt eigentlich, Dungeon? Lt. Prospekt ist es
„.... ein Spaß für die ganze Familie, aber keine Horrorshow, es ist historisch korrekt aber kein staubiges Museum. Es ist eine unterhaltsame, ironische, lustige, gruselige und nicht ganz ernst zu nehmende Show von professionellen Schauspielern für alle kleinen und großen Leute von 10 bis 100.“
Und vorweg gesagt: ein Kind unter 10 würde ich nicht mitnehmen wollen!

Dungeons gibt es wohl in mehreren Städten, so z.B. auch in London. Hier wird die individuelle Stadtgeschichte sehr plastisch dargestellt. Meist sind es aber nur die Schattenseiten der Stadtgeschichte, wie der nun folgende Rundgang etwas verdeutlichen wird:

#### Rundgang ####
Alles beginnt vor dem Fahrstuhl des Grauens. Dort wartet man in einer dunklen Höhle, dass der Fahrstuhl kommt und einen in die Tiefen der Erde befördert. Unterhalten oder vielmehr zusammengetrieben wurden wird von einem schmutzigen, dicken Mönch, der ständig betonte, was für ein Abschaum wir doch wären usw.! Alles gruselig hoch drei, aber lustig!
Der Fahrstuhl, (noch dunkler als die Höhle vorher) kommt und der Mönch befördert uns in die Tiefe, natürlich nur scheinbar, denn die Fahrt des Aufzuges wird nur durch wackeln und Kettengerassel simuliert.
In der Tiefe angekommen betreten wir die Bibliothek der dunklen Geschichte. Plötzlich ist der Mönch weg und wir bekommen ziemlich eindrucksvoll durch eine Stimme mitgeteilt, dass wir selber sehen könnten, wie wir da jetzt wieder herauskommen.

Eine Tür öffnet sich und wir betreten einen Raum, wo wir die Geschichte der großen Feuer von Hamburg erzählt bekommen. Alles begleitet von viel Rauch, Gestank und Hitze. Wir müssen flüchten, denn in diesem Raum ist es nicht mehr auszuhalten. Zum Glück öffnet sich eine Tür und wir betreten den Raum der Inquisition, wo gleich zwei aus unserer Runde für ihre Sünden angeklagt werden. Ein Schauspieler mimt in äußerst überzeugender und unterhaltsamer Weise den Inquisitor.

Danach werden wir entlassen und dürfen in das Pestkrankenhaus, wo wir an einer Vorlesung über die Pest teilnehmen dürfen. Da kommt es auch schon mal vor, dass die Flüssigkeit aus einer Pestbeule ins Publikum spritzt. Außerdem werden hier Beispiele für den Pestbefall gegeben, begleitet vom eindrucksvollen Würden einiger Lungenpestbefallenen.

Wem bis hier noch nicht schlecht ist, der wird auch bestimmt Gefallen an den Foltermethoden der Wikinger haben, die als nächstes auf dem Programm stehen. In dieser Abteilung wird sehr plastisch dargestellt, zu welchen Gräueltaten dieser Volksstamm fähig war.

Aber wir bleiben nicht lange, denn am Ende dieses Raumes steht ein Matrose, der uns anheuern möchte. Er erklärt uns, wer Klaus Störtebeker ist und dass er unbedingt befreit werden muss. Wir sind dazu auserwählt ihn zu befreien. Wir willigen sofort ein und ab geht’s auf ein Schiff. Einer wird abgestellt um Ausschau zu halten, ein anderer muss den Anker lichten und dann geht’s los. Das Schiff schaukelt und bebt. Bis plötzlich die Schiffe der Hanse uns umzingeln und wir müssen fliehen. Unsere flucht endet auf dem Marktplatz, auf dem gerade Klaus Störtebeker geköpft wird. Schade eigentlich!

Es geht in den letzten Raum, in dem die große Flut von 1717 gargestellt wird. Hier gibt es etliche Hinweistafeln, denn wir müssen auf eins der Boote warten, die uns hier wegbringen sollen.

6 Personen in einem Boot, die Fahrt geht los, ist aber vollkommen harmlos und sehr kurz. Dann hat das Ganze ein Ende.

Zum Schluss kann man sich noch anschauen, ob das Foto, was ganz am Anfang von einem geschossen wurde, zum kaufen animiert (6 EURO). Weiterhin kann man nach dem ca. 1,5-stündigem Rundgang noch etwas in der Bar zu sich nehmen. Man muss aber damit rechnen, dass an dem Tisch auch noch ein Skelett sitzt.

Weiterhin gibt es noch den typischen Andenken-Shop, der aber auch relativ üppige Preise hat.

Was man aber auf gar keinen Fall verpassen sollte ist der Gang zu Toilette. Die ist, wie hätte man es hier anders erwartet, blutbespritzt und aus den Geräten quellen eklige Massen, wie die Innereien bei Lebewesen.


#### Fazit ####
Hamburg Dungeon ist eine Art Stadtgeschichte zu erfahren, wie man sie nicht kennt. Praktisch interaktiv erfährt man viele Sachen von Hamburg. Das es dabei nur um dunkle Ereignisse handelt, spielt eigentlich keine Rolle. Das Ganze ist sowohl von der Dekoration, als auch von den Schauspielern, die einen begleiten perfekt bestückt und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ich kann daher das Hamburg Dungeon, trotz des hohen Eintrittspreises, auf jeden Fall weiterempfehlen. Wir hatten einen Mordsspaß, und werden unseren Besuch sobald nicht vergessen.

Übrigens:
Wir waren alle vollzählig und unbeschädigt, als wir das Haus verließen ;-))

Gruß
city-flitzer
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