Eines Tages standen Mokli und ihr Freund in der riesigen Spielabteilung eines Laden. Da entdeckten sie einen kleinen, aber feinen Karton auf dem mit großen Lettern
CARCASSONNE
stand. Hm, das soll das Spiel des Jahres 2001 sein? Na, das schauen wir uns doch mal näher an...
Das Äußere
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Hm, wie heißt es doch gleich so schön? Der erste Eindruck entscheidet! Und der erste Eindruck war durchaus positiv. Es handelt sich um einen (im Gegensatz zu anderen Spielen) etwas kleineren Karton (27 cm x 19 cm x 6,5cm) auf dem alles Wichtige steht (sprich wie lange eine Spielrunde dauert, ab wievielen Jahren das Spiel geeignet ist und wieviele Spieler es spielen können!), sowie eine kurze Beschreibung des Spieles, die auf den Inhalt neugierig macht. O.k., das Äußere passt. Dazu handelte sich um das Spiel des Jahres 2001 und das ganze noch zu billigem Preis (nicht mal 18 DM! - inzwischen kostet es wohl so um die 15 Euro). Da haben wir beide einfach zu geschlagen und ab ging´s nach Hause. Und da haben wir uns auf´s Eingemachte gestürzt...
Der Inhalt
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- 72 Landschaftstafeln (davon ist eine die Anfangskarte, die eine dunklere Rückseite hat als die anderen Karten und dadurch auch gut erkennbar ist)
- Eine Wertungstafel (auf der die Punkte der einzelnen Spieler durch Gefolgsleute (pro Spieler ein Gefolgsmann) gezählt werden)
- 40 Gefolgsleute aus Holz in fünf verschiedenen Farben (also acht Gefolgsleute pro Person, wobei ja einer, wie bereits gesagt, für die Wertungstafel benötigt wird)
- Eine Spieleanleitung natürlich
- Eine Antwortkarte (ein besonderer Service des Hans-Im-Glück-Verlags, denn wer sich durch diese Antwortkarte registriert, nimmt nicht nur am monatlichen Gewinnspiel teil, sondern bekommt auch noch bei eventuellem Verlust von Spielmaterial kostenlosen Ersatz!)
- Ein Prospekt, der auf viele weitere Spiele neugierig macht
LOOOS GEHT´S!
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Oder auch anders genannt: Der Kampf durch die Spielanleitung beginnt! Ihr kennt das bestimmt: Man ist ganz heiß auf das neue Spiel, aber dazu muß man ja erst mal die Regeln kennen – d.h. immer erst mal eine ewig lange Anleitung durcharbeiten. Dies hält sich bei Carcassonne Gott sei Dank in Grenzen! Denn die Anleitung begrenzt sich auf vier gut geliederte und dazu auch noch bunt bebilderte Seiten. Also, schnell durchgelesen... Und wir stellen fest, dass gar nicht viel vorbereitet werden muß: Die Startkarte wird offen in die Mitte des Tisches gelegt, die restlichen Landschaftskarten werden gemischt und in mehreren verdeckten Stapeln so platziert, dass jeder gut hinkommt. Nun erhält noch jeder Spieler acht Gefolgsleute in der Farbe seiner Wahl, wobei einer dieser Gefolgsleute als Zählstein bei „0“ auf die Wertungstafel gesetzt wird. Und das war´s auch schon an Vorbereitungen!
UND JETZT ABER WIRKLICH: LOOOS!
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1.) Aktion (muß ausgeführt werden)
Der Spieler, der an der Reihe ist, zieht eine Landschaftkarte aus einem der verdeckten Stapeln und legt sie an eine der bereits vorhandenen Karten an (an eine oder mehrere Seiten, jedoch nicht Ecke an Ecke!), wobei Wiesenstück an Wiesenstück gelegt werden muß, Straße an Straße, etc.! (Wie das genau sein muß, wird
in der Anleitung durch bunte Bildchen bestens dargstellt!).
2.) Aktion (kann ausgeführt werden)
Der Spieler, der gerade an der Reihe ist, kann nun einen Gefolgsmann, der noch in seinem Vorrat ist, auf die eben gelegte Karte setzen. (Es darf nur ein Gefolgsmann gesetzt werden!). Wird der Gefolgsmann in einen Stadtteil gesetzt, so handelt es sich um einen Ritter, bei einem Straßenabschnitt um einen Wegelagerer, bei einem Wiesenstück um einen Bauern und bei einem Kloster um einen Mönch. Dabei muß noch beachtet werden, dass auf den durch die neue Karte verbundenen Stadtteilen, Wiesenstücken oder Straßenabschnitten kein anderer Gefolgsmann (auch kein eigener) stehen darf, was aber auch in der Anleitung gut dargestellt wird.
3.) Aktion (Wertung von fertigen Straßen, Städten und Klöstern)
Diese Aktion wird ausgeführt, wenn eine Straße, eine Stadt oder ein Kloster fertig ist. Denn dann werden diese gewertet und die dort eingesetzten Gefolgsleute kehren zu ihren Besitzern zurück (und können so erneut gesetzt werden).
- Stadt: 2 Punkte für jeden Stadtteil (Anzahl der Karten) und für jedes Wappen (auf manchen Stadtkarten sind Wappen) zwei zusätzliche Punkte.
- Kloster: 9 Punkte (pro Landschaftskarte ein Punkt)
- Straße: Pro Landschaftskarte ein Punkt.
4.) Aktion (Schlusswertung)
Zu guter Letzt werden jetzt erst einmal alle nicht fertigen Straßen, Städte und Klöster gewertet. Es gibt hierbei für jeden Teilabschitt einen Punkt, auch ein Wappen zählt nur einen Punkt.
Und last but not least kommen die Bauern zum Zuge. Denn jede fertige Stadt, die auf der Wiese eines Bauerns liegt (oder an die Wiese grenzt), gibt zusätzliche drei Punkte.
Who´s the winner?
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Gewinner ist natürlich der, der die meisten Punkte hat!
Für wen das Spiel geeignet ist?
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Das Spiel ist ab acht Jahren, dauert laut Karton ca. 30-45 Minuten (bei uns meistens länger, weil ich immer so lange Denkpausen brauche *g*) und ist für zwei bis fünf Spieler geeignet. Meistens ist jedoch so, dass Spiele erst mit mehreren Spielern interessant sind. Da ist dieses Spiel eine große Ausnahme, denn es kann auch super zu zweit gespielt werden (steht auch extra auf der Verpackung) – und wahrscheinlich ist es deshalb auch bei meinem Freund und mir so beliebt. Denn egal ob zu zweit oder zu fünft: Das Spiel macht einfach jede Menge Spaß!!!
FAZIT:
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Das Spiel hat sich den Titel „Spiel des Jahres 2001“ wirklich verdient! Es ist ein Spiel, dass einfach nicht langweilig wird (da immer wieder andere Legesituationen stattfinden). Zudem ist es für Taktiker super geeignet, aber auch für Leute, die einfach aus dem Bauch heraus spielen! Zudem noch ein super Preis. Was will man mehr...?!
Also, voller Spieltrieb voraus ... oder wie hieß das doch gleich? ;-)
Über Eure zahlreichen Kommentare freue ich mich wie immer sehr!
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Ein toller Spiel - deshalb auch das Spiel des Jahres
ein Testbericht von phun232002-02-13 10:40:52vom 13.02.2002Empfehlung: ja
Carcasonne ist das Spiel des Jahres 2001 ? nach dem Öffnen der Verpackung findet man 72 quadratische Landschaftskarten (sehen aus wie Memorykarten), jeweils 8 Spielfiguren in vier Farben und eine Wertungstafel.
Ziel des Spieles ist es, durch geschicktes setzen der Spielfiguren möglichst viele Punkte zu sammeln.
Am Anfang wird die Start-Landschaftskarte ausgelegt und die restlichen Karten verdeckt in diversen Stapeln abgelegt. Der jüngste Spieler zieht nun eine Karte und legt diese an die bestehenden Karten an (dabei muß die Karte genau passen, d.h. wenn eine Straße auf der Karte ist, muß diese an den entsprechenden Seiten auch an den bereits ausliegenden Karten vorhanden sein ? eine Straße kann somit nie einfach in einer Wiese der nächsten Karte enden bzw. anfangen, sondern nur in einer Stadt oder einer Kreuzung ...).
Auf den Karten gibt es folgende Symbole:
- Städte
- Straßen
- Kloster
- Wiese
Hat man die Karte abgelegt, so darf man eine Spielfigur auf die soeben abgelegte Karte setzen, z.B. auf die Straße, in die Stadt oder ins Kloster ? wobei jede Einheit immer nur von einer Figur besetzt sein kann. Wird diese Stadt nun vollendet, so bekommt der Spieler, der seine Spielfigur in dieser Stadt hat, pro Stadtkarte zwei Punkte und seine Figur zurück. Ebenso bei Vollendung einer Straße (1 Punkt pro Karte) oder eines Klosters (9 Punkte).
Zusätzlich kann man seine Figuren auch auf eine Wiese setzen, diese Figuren bekommt man aber nicht mehr zurück, sondern sind wichtig für die Endabrechnung.
Sind schließlich alle Karten angelegt, so wird abgerechnet:
Für alle nicht vollendeten, aber mit Figuren besetzten Felder gibt es je einen Punkt
Für alle von einer Figur besetzten Wiese, erhält der Besitzer der Figur je drei Punkte pro vollendeter Stadt, die an diese Wiese angrenzt.
Carcasonne ist ein lustiges Spiel für zwei bis vier Personen und ist einfach zu spielen ? das Auslegen der Karten erfordert jedoch schon etwas Geschick, damit die Punkte dann auch bei einem selber landen und man nicht dem Gegner Punkte schenkt.
Da es kein festes Spielbrett gibt, wird das Spielfeld bei jeder Partie neu aussehen und damit wiederholt sich auch kein Spiel. Zu zweit macht Carcasonne auch viel Spaß, aber wie bei fast allen Spielen, kommt der richtige Spaß erst mit weiteren Mitspielern. Das Spiel wird für ca. 12 bis 16,- EUR verkauft und ist sein Geld auf jeden Fall wert ? zudem ist es ein wirklich gutes Spielkonzept und kommt ganz ohne Würfel aus.
Carcassonne - Dieses Spiel hat den Titel 'Spiel des Jahres 2001' verdient!
ein Testbericht von TheGreatMaster2002-02-12 23:36:14vom 12.02.2002Empfehlung: ja
Ich gebs zu ich bin abhängig! Abhängig von Carcassonne, dem 'Spiel des Jahres' 2001. Jedesmal aber auch jedesmal, wenn ich bei meiner Freundin bin wird dieses Spiel herausgekramt und bis zum abwinken gezockt. Im Grunde genommen sieht dieses Spiel recht simpel aus hat aber ein enormes Suchtpotenzial, wie es kaum ein anderes Spiel aufzuweisen hat.
Carcassonne ist ein Spiel von dem Hersteller 'Hans im Glück' und ist im Laden wirklich ein Schnäppchen. Man bekommt es in vielen Geschäften schon unter 15 Euro das ist für ein richtiges Brett- oder in diesem
Falle Legespiel unschlagbar günstig.
Jetzt fragt ihr Euch bestimmt, worum geht es! Carcassonne ist im Grunde genommen ein recht simples Legespiel. Der Sinn dieses Spieles besteht darin, durch geschicktes Legen von Burg-, Straßen- oder Klosterkarten am meisten Punkte zu sammeln von allen.
Spielen kann man Carcassonne von 2-5 Spielern. Meiner Meinung nach ist das Spiel aber reizvoller, wenn man es mit einer mittleren Anzahl von Spielern spielt. Mit 5 Leuten kann man nicht soviele Karten legen, wie beispielsweise nur mit 3 Leuten.
Die Karten bei Carcassonne beinhalten wie ich oben schon angedeutet habe Burgenteile, Straßenabschnitte und Kloster. Punkte bekommt ein Spieler, wenn er entweder eine vollständige Burg zusammengebaut hat und diese besetzt hat, eine besetzte Straße verbunden hat oder ein Kloster inne hat und die umliegenden Felder ebenfalls besitzt. Schlußendlich kann der Spieler auch mit sogenannten Bauern Punkte machen, die die umliegenden Wiesen besetzen. Das klingt jetzt vielleicht etwas wirr, ist aber total einfach, wenn man Carcassonne einmal gespielt hat. Reiherum zieht jeder eine Karte und legt diese an das Spielfeld an. Jeder Spieler kann selbst entscheiden wo er die Karte hinlegt.
Auf dieser gelegten Karte kann ein Spieler dann einen seiner 7 Spielfiguren plazieren und entweder eine Burg besetzen, einen Wegelagerer auf die Straße setzen oder einen Bauer legen, der eine abgegrenzte Wiese besetzt.
Diese Figuren bekommt der Spieler wieder, wenn er entweder eine Straße oder eine Burg fertig hat. Nur die Bauern liegen bis zum Ende des Spieles auf dem Spielbrett und sind schlußendlich oftmals spielentscheidend.
Für jeden Burgenabschnitt bekommt der Spieler, wenn er die Burg fertig gebaut hat einen Punkt. Ist die Burgenkarte aber mit einem Schild versehen gibt es 2 Punkte für genau diesen Bauabschnitt einer Burg.
Straßen werden einfach abgerechnet und jedes besetztes Straßenplättchen zählt einen Punkt.
Wenn man ein Kloster besetzt hat, dann zählen bei der Abrechnung alle benachbarten Felder des Klosters mit einem Punkt. Ein vollständiges Kloster zählt also 9 Punkte.
Die Bauern bleiben ja bis zum Spielende auf dem Spielbrett und zählen später 3 Punkte pro angegrenzter Burg. Wenn man also eine Menge Miniburgen baut, dann kann man mit einer Bauernüberzahl in einer zentralen Position auf den Schlag locker über 20 Punkte auf einmal machen.
Die Punkte des Spieles werden auf einem seperaten Brett erfasst und so sieht man immer, welcher Spieler gerade in Führung liegt. Aber früht Euch nicht zu früh, auch jemand der hinten liegt kann schnell nach vorne Stürmen, wenn beispielsweise sein Kloster fertig wird.
Gerade diese Unberechenbarkeit dieses Spieles macht es so interessant. Nach längerem Spielen ist uns zwar aufgefallen, daß die Kloster eine recht spielentscheidende Position einnehmen, aber diese haben die Bauern auch inne. Nur wem es gelingt seine Spielfiguren geschickt einzusetzen wird bei diesem Spiel gewinnen. Der Glücksfaktor ist zwar auch relativ hoch, aber kein alleiniger Faktor.
Vielmehr ist es schon wichtig, daß man es schafft beispielsweise gleichzeitig eine Burg und eine Straße weiterzubauen in dem man Kombikarten mit Straße und Burg geschickt einsetzt und somit doppelt Punkte kassiert mit einer Karte.
Desweiteren sollte man zusehen, daß man die Bauernoberhand behält in der Region, wo es die meisten Burgen gibt. Denn Bauern geben in der Endabrechnung eine Menge Punkte.
Mehr gibt es zu dem Spielprinzip eigentlich nicht zu sagen. Dieses Spiel entwickelt seinen Reiz daher, daß es sehr entspannend ist dieses Spiel zu spielen. Es kostet keine allzuhohe Aufmerksamkeit, aber man darf die Taktik auch nicht völlig außer Acht lassen, wenn man gewinnen will.
Designt sind diese Karten recht schön. Wenn das Spielfeld fertig belegt ist, dann hat man eine richtige Mittelalterliche Infrastruktur aufgebaut.
Was aber nötig ist für Carcassonne ist ein großer Tisch, denn das Spiel breitet sich in jede Richtung aus. Kommt natürlich darauf an, wie man die Karten legt.
Es wundert mich garnicht, daß dieses Spiel den Titel 'Spiel des Jahres' bekommen hat. Denn es gibt kaum ein Spiel, was so schön kurzweilig ist, ca. 40 Minuten lang, und dennoch jedesmal wieder eine andere Spielsituation bietet.
Außerdem gibt es nicht sehr viele Spiele, die man genausogut mit 2 wie mit mehreren Spielern spielen kann.
Somit mein Fazit:
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Früher war ich ja begeisterter Computerspieler. Aber seit dem ich Carcassonne kennengelernt habe, habe ich meine Faszination für Gesellschaftsspiele wiederentdeckt. Ein Preis von knapp 15 Euro ist wirklich ein absolutes Schnäppchen. Wann bekommt man schon ein 'Spiel des Jahres' so preisgünstig!
Carcassonne ist jetzt eigentlich schon ein Kultspiel, auch wenn es noch nicht allzulange auf dem Markt ist. Viele begeisterte Brettspieler können nicht mehr von diesem Spiel los. Ich auch nicht! Aber das macht doch nun wirklich ein gutes Brettspiel aus.
Somit mein Tipp. Nicht länger warten, holt Euch Carcassonne. Aufgrund des sehr niedrigen Preises werdet ihr es sicherlich auch nicht bereuen.
Dann wünsche ich Euch viel Spaß beim Spielen von Carcassonne in einer gemütlichen Spielerunde.
Endlich mal wieder ein "Spiel des Jahres", das den Namen verdient
ein Testbericht von NestorAparatschik2002-02-12 16:55:39vom 12.02.2002Empfehlung: ja
In der Kürze liegt die Würze! Eine Spielrunde dauert bei „Carcassonne“ höchstens 30 bis 40 Minuten. Trotzdem oder gerade auch deswegen ist „Carcassonne“ ein sehr unterhaltsames abendfüllendes Spiel, denn aus einer Runde werden schnell mehrere und man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht.
------------ Fakten -----------
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Design: Doris Mathäus
Verlag: Hans im Glück
Spieleranzahl: 2-5
Empfohlenes Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30 min
Auszeichnungen: Spiel des Jahres 2001, 1. Platz Deutscher Spielepreis 2001
-------- Spielmaterial --------
Neben einem Spielplan, der allerdings nur die Wertungsskala enthält, besteht das Spiel aus 72 Landschaftskärtchen und je 8 Holzspielfiguren
in 5 Farben. Die Landschaftskärtchen, wie auch die Wertungsskala sind liebevoll von der Grafikerin Doris Mathäus gestaltet und machen dieses Spiel auch zu einer echten Freude für das Auge. Sie zeigen Stadteile, Wege, Wiesen und Klöster.
Eine Auflistung aller vorhandenen Kärtchen findet sich auf der Internetseite des Verlages (www.hans-im-glueck.de). Und sollte mal ein Kärtchen bzw. eine Spielfigur verloren gegangen sein, so genügt es einen frankierten Rückumschlag an „Hans im Glück“ zu schicken und man bekommt schnell und unkompliziert die fehlenden Teile zugesandt.
---------- Spielregel ----------
Die dreiseitigen Regeln enthalten alles was das Herz begehrt. Von einer ausführlichen Anleitung über Beispiele bis zu einer Zusammenfassung der einzelnen wichtigen Punkte auf einer Spalte am Rand des eigentlichen Textes. Etwas merkwürdig an dieser Spalte ist nur, dass hier teilweise zusätzliche Punkte erwähnt werden, die im normalen Regeltext nicht vorkommen.
Sollten noch Fragen bzgl. der Regeln bestehen, dann findet sich auf der Website www.hans-im-glueck.de bestimmt die Antwort. Dort finden sich übrigens auch reichlich Regelvarianten, für alle die, die nach zusätzlicher Abwechslung suchen.
--------- Spielablauf ----------
Ein Zug läuft folgendermaßen ab: man zieht eine der verdeckt ausliegenden Landschaftskärtchen und legt dieses passend an eine bereits ausliegenden Karte an. Danach kann man noch auf die eben gelegte Karte eine Spielfigur einsetzen. Setzt man auf einen Weg, so handelt es sich um einen Wegelagerer, setzt man auf eine Stadt, dann handelt es sich um einen Ritter. Eine Figur, die ein Kloster gesetzt wird, ist ein Mönch und ein Bauer wird auf die Wiese gelegt.
Beim einsetzen muß man allerdings beachten, dass man Spielfiguren nur auf bisher unbesetzte Wege, Städte und Wiesen setzen darf.
Sobald ein Weg auf beiden Seiten durch eine Stadt, Kreuzung oder ein Kloster beendet wurde, findet eine Wertung für diesen Weg statt. Alle, die die meisten Spielfiguren auf diesem Weg sitzen haben, erhalten einen Punkt pro Karte, über die der Weg führt. Eine Stadt wird ebenfalls sofort gewertet, wenn sie vollendet ist. Hier gibt es für jede Karte, die an der Stadt beteiligt ist 2 Punkte plus 2 Punkte für jedes Wappen, das auf einer Stadtkarte enthalten ist. Eine Ausnahme von der 2-Punkteregel sind „Mini“-Städte aus 2 Karten, diese zählen insgesamt nur 2 Punkte. Ein Kloster zählt einen Punkt für die Klosterkarte und je einen Punkt für jede direkt angrenzende Karte. Ist ein Kloster komplett mit Landschaftskarten umgeben, erfolgt auch hier sofort die Wertung.
Einzig die Bauern müssen bis zum Ende ausharren, einmal gelegt bleiben sie bis zum Spielende liegen. Jetzt erhält man für jede (vollendete) Stadt, die an die Wiese grenzt 3 Punkte, natürlich nur, wenn man wieder die Mehrheit an Bauer auf dieser Wiese hat.
Für unfertige Wege, Klöster und Städte gibt es am Spielende ebenfalls Punkte. Diese werden genauso errechnet, wie im Spielverlauf, nur zählt jetzt jedes Stadtteil und jedes Wappen nur einen Punkt.
Besonders sinnvoll ist es sich an von den Mitspielern erbaute Städte und Wege „anzuhängen“. Das bedeutet, man baut ein Stadtteil direkt neben die bestehende Stadt des Mitspielers und setzt dort einen Ritter ein, was man ja darf, da noch keine weiteren Ritter in der Stadt sitzen. Dann versucht man die eigene mit der Stadt des Mitspielers zu vereinigen und schon bekommt man ebenfalls die Punkte für die Stadt des Mitspielers, in der nach dem Zusammenschluß zwei Ritter sitzen.
Wenn alle Karten aufgebraucht sind, erfolgt die Schlusswertung und man kann zur nächsten Runde Starten.
------------- Fazit -------------
„Carcassonne“ – benannt nach einer französischen Stadt – ist mit Recht zum „Spiel des Jahre 2001“ gewählt worden. Auf der einen Seite ist es schnell erklärt und eine Partie dauert auch höchstens 30 bis 40 Minuten, auf der anderen Seite bieten sich immer neue Möglichkeiten. Das Spiel ist sowohl geeignet für richtige Strategen, die durch geschickt ausgelegte Karten, die Mitspieler am vollenden ihrer Städte hindern, als auch für die „Bauherren“ unter den Spielern, die gerne ihre Städtchen vor sich hinbauen ohne gestört zu werden.
Einmal angefangen, bekommt man Probleme „Carcassonne“ schnell wieder in die Ecke zu legen, aus einer Runde werden 2, aus zweien 3 usw.
Besonders schön finde ich, dass sich das Spiel auch hervorragend zu zweit spielen lässt. Beim Spiel zu zweit sollte man zwar etwas strategischer agieren, aber ansonsten unterscheidet es sich nicht vom Spiel mit mehreren Mitspielern.
Zu „Carcassonne“ gibt/gab es von „Hans im Glück“ auch eine kostenlose Erweiterung/Variante: „Carcassonne – Der Fluß“, die aber leider nicht mehr erhältlich ist. Man kann sich die Karten aber auf der Website von „Hans im Glück“ downloaden und sich daraus selbst Kärtchen basteln.
Demnächst soll dann auch eine richtige Erweiterung mit bisher nicht vorhanden Karten herauskommen.
Mein Fazit zu „Carcassonne“ ist: Dieses Spiel darf eigentlich in keiner Spielesammlung fehlen, es ist sich das Highlight des letzten Jahres gewesen.
Auch "Nicht"- bzw. "Lange-nicht-mehr"-Spieler sollten sich einfach mal die Zeit für eine Runde "Carcassonne" nehmen und so mancher wird sicher sehr positiv überrascht sein.
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Hat sich den Titel "Spiel des Jahres" wirklich verdient!
ein Testbericht von slartidan2002-02-11 23:03:12vom 11.02.2002Empfehlung: ja
Carcassonne ist Spiel des Jahres und das wirklich zurecht!
Wie einst das weitverbreitete "Siedler von Catan" beschreitet Carcassonne ganz neue Wege! Es ist kein Würfelspiel in dem jeder nur auf ein Sechser-Pasch wartet oder ein Strategiespiel indem jeder Stundenlang braucht um sich die passenden Spielzüge den folgenden drei Runden auszutiffteln, sondern einfach eine gemütliche und unterhaltsame Sonntagnachmittagsbeschäftigung, bei der 2 bis 5 schon bald begeisterte Kontrahenten mitspielen können.
Auf dem Tisch, der unbedingt groß genug sein sollte wird, anfangend mit dem Anfangsstein nach und nach, Karte für Karte angelegt wodurch die Landschaft
aus Wiesen, Städten und Klöstern sich ständig vergrößert und sich in jedem Spiel neue Formen und Figuren ergeben.
Bei den ersten Spielen wird wahrscheinlich der Drang zu Gewinnen noch Nebensache sein, was sich aber von Zeit zu Zeit zu einem Konkurrenzkampf entwickelt, bei dem sich jeder durch die größten Städte die meisten Punkte holen will, doch Vorsicht, ein gewitzter Gegner hat noch bis zu letzt die Chance mit einer größeren Anzahl von Rittern sich die Punkte zu klauen.
Das alles in allem doch sehr friedliche Spiel ist für 2 bis 5 Spieler über 10 Jahren bestens geeignet und die 15 Euro zahlen sich allemal aus!
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