ein Testbericht von Silentcat2008-05-14 08:27:49vom 14.05.2008Empfehlung: ja
Vorteile: -Von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd
...Nachteile/Kritik: -Achtung! Suchtgefahr ;)
Zuerst einmal, habe ich das Buch hier nicht auf deutsch sondern auf englisch vor mir liegen, was jedoch nichts am Inhalt ändert (ausser halt, das ich der Meinung bin das auf deutsch einiges durch die Übersetzung verloren geht - hatte mir das Buch mal zum Vergleich auf Deutsch ausgeliehen).
~~Zum Inhalt~~
Das Buch erzählt von Sookie Stackhouse. Sie ist Kellnerin in der kleinen Stadt Bon Temps. Allzuviele gute Freunde hat sie nicht, und meist ist sie eher fr sich, da sie ein kleines Handycap hat. Schon immer konnte sie Gedankenlesen. Das hat dazu geführt das sie von den meisten für Verrückt gehalten wird. Die Gedanken anderer ausblenden ist garnicht so einfach, deshalb ist sie hellauf begeistert als sie Bill kennenlernt. Seine Gedanken kann sie nicht lesen, weil er schon lange lange tot ist. Vor kurzem haben sie die Vampire an die Öffentlichkeit gewannt und den Vampirismus als eine Art Virus abgestempelt. Daraufhin sind Vampire jetzt in der Öffentlichkeit geduldet.
Zwischen dem ersten Mal sehen und dem immer besserem kennenlernen der Zwei vergeht nicht viel Zeit und ist für Sookie eine wahnsinnig schöne Zeit. Als dann Bekannte von Bill zu Besuch kommen wird sie das erste mal mit dem - Menschen gegenüber - verächtlichen und hochnäsigen Verhalten konfrontiert. Fast zeitgleich wird auch noch eine Leiche mit eindeutigen Bissspuren entdeckt und Sookie versucht mit Bill's Hilfe herauszufinden was passiert ist.
~~Meine Meinung~~
Normalerweise finde ich Romane über Vampire eher langweilig, dieses jedoch hatte mich vollauf begeistert und auch zum Kauf der Folgebände bewegt. Es ist ne Mischung aus Krimi und Lovestory mit etwas Humor. Z.B. der Vampir Bubba der Katzenblut dem Menschenblut vorzieht und der durchdreht wenn man ihn zum singen auffordert... Sookies Gedanken und auch ihr Handeln konnte ich größtenteils sehr gut nachvollziehen, die Lovestory fand ich einfach nur wahnsinnig schön und die entworfene Welt interessant. Zur keiner Zeit fand ich das Buch langweilig und habs immer nur sehr schwer aus der Hand gelegt.
Was mich nach 7 Bänden ziemlich begeistert hat, ist der Gedanken wie geplant die Autorin schon im ersten Band vorgegangen ist. Jeder der doch ziemlich genau beschriebenen Personen im ersten Band, kommen immer wieder vor und erhalten auch teilweise wichtigere Rollen in Folgebänden, sofern sie sich nicht irgendwann dank Blutarmut oder ähnlichem verabschieden müssen^^. Es ist wie eine langsame Vorbereitung darauf, immer mehr von der Welt die Charlaine Harris entworfen hat, zu sehen. Für mich war jeder Cent den ich in das Buch investiert habe gut angelegt, wenn ich mir überleg, wie oft ich das Buch schon durchgelesen habe.
P.S. an alle die die Serie kennen: Mein heimlicher Favorite für Sookie ist ja Sam... ^^
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Das beißen beginnt
ein Testbericht von Dana16w2011-09-09 03:56:59vom 09.09.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend, Charakterisierung der Vampire
...Nachteile/Kritik: Nichts
Wie ich zu diesem Buch bzw. zu dieser Buchreihe kam??
Ich weiß nicht genau wie viele Jahre es her ist, ich denke knapp 2 Jahre. Es war spät, ich langweilte mich und schaltete den Fernseher an. Dort liefen gerade die Scream - Awards, klang interessant, ich blieb dabei. Eine mir bis dato unbekannte Serie räumte eine Unmenge von Preisen ab, immer wieder wurden kleine Clips eingeblendet und machten mich neugierig.
Die besagte Serie hieß True Blood und ich wurde schnell süchtig nach ihr.
Mein Freund und ich sahen oft mehrere Folgen am Tag und waren total entsetzt, als wir feststellen mussten, dass wir schon alle Folgen gesehen hatten.
Und dann erfuhr ich, dass sie Serie auf den Büchern von Charlaine Harris beruhten.
Ich hatte mir schon länger vorgenommen mir die Bänder zuzulegen und dann überraschte mich mein Freund an meinem Geburtstag mit den ersten drei Bändern der Reihe.
Allgemeine Infos
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Feder & Schwert; Auflage: 5. Nachdruck der veränderten Neuaufl. (20. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867620555
ISBN-13: 978-3867620550
Preis: 9,95 Euro
Die Autorin
Charlaine Harris wurde im Mississippi-Delta geboren und wuchs inmitten von Baumwollfeldern auf. Obwohl ihr Werk hauptsächlich Geistergeschichten umfasst, schrieb sie in ihrer Zeit im College auch Gedichte und Theaterstücke. Nach dem College folgten zunächst einige Jahre mit Gelegenheitsarbeiten, bis sie endlich vom Schreiben leben konnte. Mit der Zeit wurden ihre Geschichten immer dunkler, und damit wuchs auch ihr Erfolg. Mit dem Buch "Dead Until Dark" (auf Deutsch: "Vorübergehend tot") fand diese Entwicklung in einer Vampirgeschichte ihren Höhepunkt und mündete in dem ganz persönlichen Stil der Autorin, einer Mischung aus Science-Fiction, Liebes- und Gruselgeschichte sowie Märchen. Charlaine Harris engagiert sich in der Kirche und im Berufsverband der Schriftsteller. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Süden von Arkansas.
Inhalt
Sookie Stackhouse jobbt als Kellnerin in einer Bar in dem kleinen Ort Bon Temps in Louisiana.
Eigentlich ist sie eine ganz normale Frau, wenn da ihre “Behinderung”, wie sie es nennt nicht wäre.
Sie kann die Gedanken anderer Menschen lesen. Es ist nicht so, dass sie in ihre Köpfe reinschauen wollte, nein. Wenn sie nicht sehr vorsichtig und konzentriert ist, brechen alle Gedanken über sie herein.
Für sie ist es ein ganz normaler Arbeitstag, an dem etwas unerwartetes geschieht. Der Vampir Bill Compton betritt die Bar und sitzt an einem ihrer Tische.
Die Vampire sind durch ein Gleichstellungsgesetz geschützt, dass aufkam, nachdem chinesische Wissenschaftler es geschafft hatten synthetisches Blut herzustellen. Dieses Blut, so geht es durch die Nachrichten, ermöglicht es Vampiren unter Menschen zu leben ohne sich von ihnen zu nähren, da alles was sie benötigten in dem synthetischen Blut, genannt True Blood, enthalten sei.
Sookie hatte sich schon lange darauf gefreut einen Vampir kennen zu lernen und nun sitzt einer direkt vor ihr. Das schönste daran ist, dass sie seine Gedanken nicht hören kann. Von ihm kommt nur ein angenehmes Schweigen.
Doch schnell verschwindet der Vampir mit zwei zwielichtigen Gestalten. Sookie weiß, dass die beiden sein Blut haben wollen. Vampirblut ist nämlich eine hochwirksame Droge.
Sookie rettet ihren Vampir und die beiden kommen sich allmählich näher.
Gleichzeitig geht ein
Mörder in Bon Temps um. Alle ermordeten Frauen haben Bisspuren eines Vampirs an sich. Schnell stellt sich die Frage, war es ein Vampir? Oder war es ein Mensch, der nichts von Vampir - Anhängern hält?
Leseprobe
Als der Vampir das Lokal betrat, hatte ich schon jahrelang
auf ihn gewartet.
Seit Vampire vor vier Jahren ganz offiziell hatten aus
ihren Särgen kriechen dürfen (wie sie selbst es scherzhaft
zu beschreiben pflegten), hatte ich immer gehofft, einer
von ihnen würde auch nach Bon Temps kommen. Alle
anderen Minderheiten waren schließlich in unserer Stadt
vertreten, warum sollte dann diese eine, die neueste, fehlen,
die der rechtlich anerkannten Untoten? Aber anscheinend
war der ländliche Norden Louisianas für Vampire
nicht attraktiv genug. New Orleans dagegen hatte
sich rasch zu einem richtigen Vampirzentrum gemausert:
Anne Rice und all diese Geschichten, Sie wissen schon.
Von Bon Temps bis New Orleans ist es nicht weit, und
alle Besucher unserer Kneipe wussten zu erzählen, dort
träfe man, wenn man an einer Straßenecke einen Stein
aufhob und warf, unter Garantie einen Vampir - auch
wenn man das ja lieber sein lassen sollte.
Ich jedoch wartete auf meinen eigenen Vampir.
Meine Meinung
Ich kannte natürlich schon die Serie in und auswendig, daher war die Spannung vorweg einwenig genommen. Dafür erwischte ich mich immer wieder dabei, dass ich mich freute, dass die Serie sich eben doch in vielen Punkten sehr an den Büchern orientierte.
Überrascht war ich nur, dass einige Charaktere, die in der Serie eine große Rolle gespielt hatten nicht auftauchten. Andererseits kann das ja noch kommen.
Zur Person von Sookie. Die kleine ist einfach zum Anbeißen, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine erwachsene Frau, die so wundervoll naiv ist. Versteht mich nicht falsch, sie ist nicht dumm, eben nur naiv. Was einerseits einleuchtend ist, da sie aufgrund ihrer Gabe eher etwas abgeschieden lebt, andererseits verwundert, da sie schließlich in die Köpfe der Menschen hineinsehen kann.
Bei mir war es wirklich so, dass ich sie gleich liebgewonnen habe.
Bill Compton hingegen ist ein wenig düsterer, Geheimnis umworben und wird dadurch ungemein interessant.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist zwar genau so fest und tief, wie wir es aus anderen Vampirschnulzen wie Twilight kennen, doch das ganze ist doch etwas rauer und durchaus nur für Erwachsene geeignet.
Wer die Serie kennt, weiß dass es heiß hergeht. Das Buch ist nicht ganz so pornografisch angehaucht wie die Serie, hat aber durchaus seinen erotischen Touch.
Was mir sehr gut gefällt, ist das die Vampire hier keine perfekten, unnahbaren mythischen Wesen darstellen, sondern handfeste Kreaturen sind, die sich zwar in die Gesellschaft einfügen aber ihr blutrünstiges Wesen behalten, sich gegen ihre Natur als Jäger nicht wehren können.
Der Schreibstil ist sehr simpel, lässt sich daher gut lesen, wer ein anspruchsvolles buch lesen möchte, sollte zu etwas anderem greifen. Dieses Buch dient einzige der leichten Unterhaltung und unterhalten tut es einen wirklich sehr gut.
Vielen Dank für Lesungen, Bewertungen und Kommentare.
...
ein Testbericht von Gaja822010-08-29 20:37:10vom 29.08.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Stil, Unterhaltung...Nachteile/Kritik: kleine Schrift
Huhuuuuu ihr Lieben,
ich habe heute mal wieder ein Buch beendet, das ich euch gerne vorstellen möchte. Seit der Biss-Reihe bin ich ja Opfer von Vampirbüchern geworden. Und dazu lese ich sehr gerne Reihen/Serien.
Also habe ich mir von ein paar Reihen die erste Ausgabe bestellt und was mir gefällt wird dann weiter gelesen. So handelt es sich auch hier um den ersten Teil einer Reihe:
*~* Charlaine Harris – Vorübergehend tot*~*
Schon öfters habe ich von „True Blood“ oder der „Sookie Stackhouse-Reihe“ gehört, mich aber nie weiter damit befasst. Mehrere Personen haben mir
dieses Buch hier empfohlen und erst als ich es in den Händen hielt fiel mir auf, dass es dich um ein Buch aus genannten Serien handelt und mittlerweile sogar als Serie verfilmt wurde. Da ich True Blodd gerne sehen möchte werde ich erst die Bücher dazu verschlingen und dann schauen. Andersrum macht es meist keine Freude.
*~*~*Der Preis und Umfang*~*~*
Gekostet hat das Buch mit seinen 328 Seiten 9,95€.
Es handelt sich hier eine Taschenbuchausgabe.
ISBN: 978-3-86762-055-0
Das Buch ist in 12 Kapitel eingeteilt, die für meinen Geschmack recht lang sind. So habe ich es abends im Bett nicht immer geschafft ein Kapitel zu beenden, was ich eigentlich nicht so mag. Dazu kommt, dass die Schrift sehr klein ist, was meine Augen immer schnell müde werden ließ. Also habe ich dieses Buch hauptsächlich tagsüber gelesen und war auch relativ schnell damit durch.
*~*~*Weitere Bücher der Reihe*~*~*
Teil 2: Untot in Dallas
Teil 3: Club Dead
Teil 4: Der Vampir, der mich liebte
Teil 5: Vampire bevorzugt
Teil 6: Ball der Vampire
Teil 7: Vampire schlafen fest
Teil 8: Ein Vampir für alle Fälle
Teil 9: Vampirgeflüster
*~*~*Die Autorin*~*~*
Charlaine Harris begann bereits als Teenager mit dem Schreiben von Gedichten über Geister. Während ihres Studiums am Rhode College in Memphis verfasste sie Theaterstücke und Kurzgeschichten. Nach ihrer ersten Ehe arbeitete sie für verschiedene Tageszeitungen in Clarksdale (Mississippi) und Greenville (Mississippi) als Schriftsetzerin. Kurz nach ihrer zweiten Hochzeit begann sie mit dem ersten Teil ihrer Aurora Teagarden-Serie und erhielt eine Nominierung für den Agatha Award. Nebenbei war sie aktive Gewichtheberin und Karatekämpferin.
Mitte der 1990er Jahre konzentrierte sich Harris verstärkt auf andere Werke und veröffentlichte erst 1999 wieder einen Teil der Aurora Teagarden-Serie. Eines dieser neuen Werke war die Shakespeare-Serie. Seit 2001 verfasst sie die Sookie-Stackhouse-Buchreihe, welche von Vampiren und anderen übernatürlichen Geschöpfen handelt. Für diese Serie gewann Charlaine Harris einige Preise, darunter den Anthony Award. Der Drehbuchautor Alan Ball konzipierte eine gleichnamige Serie mit Anna Paquin in der Rolle der Sooki Stackhouse, die seit September 2008 vom US-amerikanischen Fernsehsender HBO ausgestrahlt wird.
Im Oktober 2005 veröffentlichte Harris eine weitere Mystery-Serie Harper Connelly, welche wie ihre anderen Serien in den Südstaaten der USA angesiedelt ist.
Charlaine Harris gehört der American Crime Writers League und der Vereinigung Mystery Writers of America an. Sie ist Mitglied der St. James Episcopal Church (Anglikanische Gemeinschaft).
(Quelle: www.wikipedia.de, im Buch selber ist nichts zu finden)
*~*~*Kurzinhalt Buchrücken*~*~*
Sookie Stackhouse jobbt in einer Kleinstadt in Louisiana als Kellnerin. Sie ist still, introvertiert und geht selten aus. Nicht, dass sie nicht hübsch wäre. Im Gegenteil. Sookie hat nur, na ja, eben diese „Behinderung“. Sie kann Gedanken lesen. Das macht sie nicht gerade begehrenswert. Doch dann taucht Bill auf. Er ist groß, düster, gutaussehend – und Sookie hört kein Wort von dem, was er denkt. Er ist genau die Art Mann, auf die sie schon ihr ganzes Leben lang wartet ...
Doch auch Bill hat eine Behinderung: Er ist ein Vampir. Ausserdem hat er einen schlechten Ruf. Er hängt mit einer verdammt unheimlichen Clique herum, deren Mitglieder alle – Überraschung! – Mordverdächtige sind. Als dann noch eine Kollegin Sookies ermordet wird, befürchtet sie, sie könnte die nächste sein ...
*~*~*Inhalt*~*~*
Sookie Stackhouse hat in ihrem Leben schon viel erlebt. In jungen Jahren verloren sie und ihr Bruder Jason die Eltern bei einem Unfall und wurden von der Großmutter grossgezogen, in deren Haus Sookie noch immer lebt. Sie arbeitet als Kellnerin in einer Kleinstadt und geht ihrem Job eigentlich gerne nach. Doch in ihrem Privatleben findet sie kaum Ausgleich, denn sie hat mit ihrer „Behinderung“ zu kämpfen. Sookie kann Gedanken lesen und das macht ihr Leben nicht gerade so leicht, auch wenn diese Gabe im ersten Moment als Traum erscheint. Sie muss sich wahnsinnig konzentrieren und eine Art Mauer in ihrem Kopf errichten, um nicht alle Gedanken zu empfangen. Doch bei Berührung empfängt sie alles, was dazu führte, dass sie bisher keine ernsthafte Beziehung hatte. Es ist für sie absolut schlimm die Gedanken des Partners zu lesen und daher meidet sie jegliche private Verabredung oder Beziehung.
Doch dann tritt Bill in ihr Leben. Er ist der erste Vampir, den Sookie richtig kennenlernt, obwohl diese immer häufiger auftreten und ganz normal in der menschlichen Gesellschaft leben, mal abgesehen von den unterschiedlichen Schlafenszeiten ...
Bill fasziniert Sookie vom ersten Moment an. Und das nicht nur wegen seines Aussehens und seinem Auftreten, sondern wegen der Stille, die ihn umgibt. Sookie ist nicht in der Lage Bills Gedanken zu hören, was ihn noch interessanter für sie macht.
Am Tag ihres Kennenlernens bekommt Sookie mit, wie zwei menschen planen Bill ausbluten zu lassen, um sein Blut teuer zu verkaufen. Das würde für Bill das Ende bedeuten. Sookie schafft es im letzten Moment Bill zu retten und wird dabei schwer verletzt. Aber Bill kann sie heilen und die beiden kommen sich näher.
Sich treffen sich öfter, lernen sich immer besser kennen und schnell wird klar, dass aus dem Kennenlernen eine Beziehung wird. Doch das Glück ist den beiden nicht gegönnt. Zu viele Menschen aus Sookies Umgebung stehen Vampiren noch immer sehr skeptisch gegenüber und trauen der Beziehung zwischen Mensch und Vampir nicht.
Zur gleichen Zeit kommt es zu unheimlichen Mordfällen in der Gegend und natürlich geraten Bill und seine Vampirkollegen schnell unter Verdacht. Aber auch Sookies Bruder Jason gerät in das Visier der Polizei, denn er hatte zu allen ermodeten Frauen sexuellen Kontakt. Sookie versucht mit Hilfe ihrer „Behinderung“ an Informationen zu kommen und die Morde aufzuklären, aber dabei gerät sie selber immer wieder in Gefahr und muss letztendlich um ihr Leben fürchten. Die Morde hören nicht auf ...
Hat die Beziehung der beiden eine Chance?
Kann Sookie den Mörder enttarnen?
Stecken ihr Bruder oder Bill dahinter?
Lest selbst ...
*~*~*Leseprobe*~*~*
„Dann dachte ich kurz nach. Der einzige Ort, der halbwegs Zurückgezogenheit bot und an den die Rattrays meinen Vampir folglich gelockt haben könnten, befand sich am hinteren Ende des Parkplatzes, dort, wo bereits Äste der umstehenden Bäume über die geparkten Autos ragten. Also schlich ich so rasch, aber auch so geräuschlos es irgend ging in die Richtung.
Alle paar Sekunden blieb ich stehen, um zu lauschen. Bald schon konnte ich Stöhnen und leise Stimmen hören. Ich schlängelte mich zwischen den geparkten Autos hindurch und entdeckte die drei genau dort, wo ich sie erwartet hatte. Der Vampir lag mit schmerzverzerrtem Gesicht rücklings auf dem Boden, und eine glitzernde Kette floß ihm im Zickzack von den Handgelenken bis zu den Knöcheln. Silber! Neben Denises Füßen lagen bereits zwei kleine Ampullen voll Blut, und vor meinen Augen befestigte sie eine weitere leere Vakuumröhre an der Nadel, die unterhalb der Aderpresse, die über dem Ellbogen des Vampires schmerzhaft in dessen Arm schnitt, in der Haut steckte.
Die Ratten standen mit dem Rücken zu mir, und der Vampir hatte mich noch nicht gesehen. Ich wickelte die Kette von meiner Hand, bis ein guter Meter dicker Kettenglieder frei schwang, wobei ich mich fragte, wen ich mir als erstes vorknöpfen sollte. Beide Ratten waren recht klein, und beide waren hinterhältig.
Ich erinnerte mich an die verächtliche Art, in der Mack mich als unwichtig abgetan hatte, und daran, dass er mir nicht ein einziges Mal ein Trinkgeld hatte zukommen lassen. Zuerst also Mack!“
Bis zu diesem Abend hatte ich nie an einer Schlägerei teilgenommen, aber irgendwie freute ich mich richtig darauf. Mit einem Satz sprang ich hinter einem Pick-up hervor, holte aus, und die Kette traf Mack, der neben seinem Opfer am Boden kniete, mit voller Wucht in den Rücken. Mit einem Aufschrei sprang er auf.“
(Kapitel 1, S. 13)
*~*~*Mein Fazit*~*~*
Ich glaube ich habe wieder eine neue Reihe gefunden, die ich lesen werde, denn dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen.
Anfangs wurde ich wie gesagt von der kleinen Schrift abgeschreckt und musste mich echt daran gewöhnen. Das Cover fand ich jetzt auch nicht so ansprechend, aber an den vielen Empfehlungen musste doch was dran sein. Also musste ich lesen, und lesen, und lesen, und lesen ...
Schnell habe ich die Protagonistin Sookie in mein Herz geschlossen, wenn man das so nennen kann. Da das Buch in der Ich-Erzähler-Form geschrieben ist lernt man recht schnell viel aus Sookies Leben und von ihren Sichtweisen kennen. Sookie ist einfach niedlich und auch bemittleidenswert. Aber sehr sympathisch, so dass man immer mit ihre mitfiebert und hofft, dass alles klappt.
Dieses Buch verbindet mal wieder verschiedene Geschichten.
Das ist die Beziehung zwischen Sookie und Bill, die von romantisch und niedlich, über leidenschaftlich zu kompliziert geht, aber nie langweilig wird. Und wir haben das Leben der Vampire, dass man als Leser eben auch durch Sookies Sicht kennenlernt und sehr spannend vermittelt bekommt.
Und eben Sookies Gabe des Gedankenlesens, mit der sie verschiedene Aufgaben im Alltag meistert und mit der sie versucht die Morde zu klären.
Dann gibt es ein paar humorvolle Szenen und ein paar Familiengeschichten der Stackhouses.
Viele kleine Stories, die alles für sich interessant sind, und zusammen ein echt nettes Buch ergeben, dass ich sehr gerne gelesen habe.
Anfangs musste ich mich auch ein wenig mit dem Stand der Vampire zurecht finden.
In manchen Büchern sind es die unheimlichen, mystischen Wesen, die immer versteckt leben und von der Allgemeinheit gefürchtet werden. In anderen Büchern sind es Vampirgemeinden, die ihr Leben dort führen. Und hier sind die Vampire eben nahezu normale Bewohnder in den Städten, haben aber auch ihre eigenen Gesetze, Ränge und Lebensarten. Man bekommt das aber alles recht schnell mit, zumal Bill ein unheimlich netter Vampir ist, so dass man als Leser schon wieder aufpassen muss nicht ins Schmachten zu geraten.
Bisher war ich Edward-resistent, aber Bill klingt schon interessant und ich bin gespannt auf die Verfilmung :-)
Ich kann euch Frauen dieses Buch nur empfehlen, für die männlichen Leser wird es eher nichts sein, wenn diese nicht gerade auf Vampistories stehen. Es ist mal wieder eine unterhaltsame Mischung, die Lust auf mehr macht. Der zweite Teil liegt schon bei mir und wird mit Sicherheit bald gelesen. Man sollte allerdings keine atemberaubende Literatur erwarten. Das hier ist eher etwas seichtes für Zwischendurch, aber wie gesagt echt niedlich.
Ich vergebe volle Punktzahl, da ich gut unterhalten wurde!
Liebe Grüße
Eure Gaja, die sich jetzt zum erstenmal an Markus Heitz traut ...
...
ein Testbericht von Hope_Tikva7772010-01-09 00:18:04vom 09.01.2010Empfehlung: ja
Autor: Harris, Charlaine
Titel: Vorübergehend tot
Originaltitel: Dead Until Dark
Verlag: Feder & Schwert
Erschienen: Mai 2004
ISBN 10: 3937255141
ISBN 13: 978-3937255149
Seitenzahl: 328
Einband: Taschenbuch
Serie: Sookie Stackhouse 01
* Autorenportrait:
Charlaine Harris (* 25. November 1951 in Tunica, Mississippi) ist eine „New York Times“-Beststeller-Autorin und schreibt bevorzugt Mystery-Geschichten. Aufgewachsen im Mississippi-Delta begann sie bereits in ihrer Jugend mit dem Schreiben. Ihre frühen Werke handeln meist von Geistern und Teenagern. Sie lebt jetzt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Magnolia (Arkansas).
Quelle: wikipedia
* Inhalt:
Sookie Stackhouse jobbt in einer Kleinstadt in Louisianna als Kellnerin. Sie ist still, introvertiert und
geht selten aus. Nicht, dass sie nicht hübsch wäre. Im Gegenteil. Sookie hat nur, na ja, eben diese "Behinderung". Sie kann Gedanken lesen. Das macht sie nicht gerade begehrenswert. Doch dann taucht Bill auf. Er ist groß, düsster, gutaussehend - und Sookie hört kein Wot von dem, was er denkt. Er ist genau die Art Mann, auf die sie schon ihr ganzes Leben lang wartet...
Doch auch Bill hat eine Behinderung: Er ist ein Vampir. Außerdem hat er einen schlechten Ruf. Er hängt mit einer verdammt unheimlichen Clique herum, deren Mitglieder alle - Überrashung! - Mordverdächtige sind. Als dann noch eine Kollegin Sookies ermordet wird, befürchtet sie, sie könnte die nächste sein...
~ Meine Meinung ~
Anfangs war es wirklich schwer für mich, eine Verbindung zur Protagonistin Sookie Stackhouse herzustellen. Der Schreibstil der Autorin war mir einfach etwas suspekt, weswegen ich auch mit Sookie nicht warm wurde. Nach ein paar Kapiteln hatte ich mich allerdings an die Ich-Erzählperspektive gewöhnt und konnte nun ganz der Geschichte folgen.
Sookie hat eine Gabe, in ihren Augen eher eine Behinderung, die sie jedoch mehr und mehr zu schätzen weiß, als sie Bill kennen und lieben lernt. Sie kann Gedanken lesen, alle, bis auf Bills, da dieser ein Vampir ist. Wodurch sie sich in seiner Gegenwart immer wohl fühlt.
Als allerdings immer mehr Frauen, die mit Vampiren verkehrt haben, ermordet werden, wird Bill, der sesshaft werden möchte, sofort von der Polizei verdächtigt. Doch mein erster Verdacht fiel auf Sam, Sookies Boss. Dieser konnte seine Gedanken nämlich ebenfalls vor ihr verbergen und das war mir plötzlich nicht ganz geheuer. Er ist zwar kein Vampir, trotzdem ist er anders und er konnte Bill von Beginn an nicht wirklich leiden. Die Auflösung um Sams Geheimnis ist eine kleine Überraschung und auf den tatsächlichen Mörder wäre ich nie gekommen.
Was die Beziehung zwischen Sookie und Bill betrifft, war sie meiner Meinung nach anfangs etwas langweilig beschrieben. Ich hatte erst gar nicht den Eindruck, dass sich in der Richtung was tut, bis sie plötzlich zusammen im Bett landeten. Trotzdem sind die Charaktere gut beschrieben.
Die Kapitel sind teilweise sehr lang, aber durch Abschnitte sauber aufgeteilt, sodass man auch mal eine Pause einlegen kann.
Da ich anfangs Schwierigkeiten hatte mit dem Schreibstil klarzukommen, bekommt der Roman von mir drei Sterne.
...
ein Testbericht von momo232008-12-17 17:36:57vom 17.12.2008Empfehlung: ja
Vorteile: flüssig geschrieben, humorvoll legerer Schreibstil, sehr sympathische Heldin...Nachteile/Kritik: sehr schnulzig teilweise
Feder und Schwert Verlag
Kostenpunkt € 9,95
ca. 300 Seiten
Inhalt:
*******
Sookie Stackhouse ist eine junge, hübsche Frau, die Bon Temps (USA, Südstaaten) in einer kleinen Bar als Kellnerin ihr Geld verdient. Sookie ist aber keine ganz normale junge Frau, sondern sie hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann die Gedanken anderer Leute lesen. Auf Grund dessen erscheint sie vielen Leute suspekt. Leider hat sie noch immer nicht gelernt mit ihrer "Gabe" richtig umzugehen, so dass auf Grund dessen so einiges in die Brüche ging (Liebesbeziehungen, Freundschaften, schulische Karriere etc.) Verständlich, wem macht es
schon Spaß mit einem Mann auszugehen, in dessen Gedanken man lesen kann, dass er einen viel zu fett findet.. ,)
An einem eigentlich ganz nornalen Arbeitstag passiert es dann. Endlich... In Bon Temps läßt sich der erste Vampir häuslich nieder, da seine Vorfahren früher einmal hier gelebt haben. Dies ist eigentlich nicht besonders überraschend, da vor kurzer Zeit in Harris Phantasiewelt die Vampire als ganz normale Bürger anerkannt worden sind. Sookie ist dementsprechend aufgeregt den ersten eigenen Vampir von Bon Temps kennen zu lernen.
Dieses Kennenlernen läßt auch nicht lange auf sich warten, den Bill hat "Hunger" und kommt deshalb in die Bar in der unsere Sookie arbeitet. Selbstverständlich wird hier auch synthetisches Blut ausgeschänkt, so dass sich Bill der Vampire zivilisiert aus der Flasche ernären kann.
Wie es der Zufall will, findet nicht nur Sookie den Vampire fantastisch - Bills Gesellschaft ist so entspannend für sie, denn wie sie merkt, kann sie Vampirgedanken nicht lesen - sondern auch Bill findet Sookie toll. Es kommt also wie es kommen muss, es funkt gewaltig zwischen den beiden.
Aber natürlich gibt es nun kein Friede Freude Eierkuchen - Happy End. Der Frieden wird jeh gestört:, als Bills Vampirkollegen in Bon Temps auftauchen. Die sind nicht so zivilisiert wie Bill, im Gegenteil. Das sind so richtig harte Burschen, die sich viel lieber "herkömmlich ernähren" anstatt das synthetische Blut zu trinken. s
Dazu kommt auch noch, dass Eric, der sehr attraktive Chef von Bill, sehr an Sookies "Gabe" interessiert ist. Dieser möchte daher Sookie gerne für seine Zwecke nutzen. Da er Bills Chef ist kann sie leider auch nicht wirklich nein sagen, da er damit droht Bill etwas an zu tun.
Des Weiteren passieren in der Gegend von BonTemps auch noch rätselhafte Frauenmorde. Und will soll es anders sein.... Sookie paßt perfekt ins Beutschema......
Meine Meinung:
**************
Ich muss zu erst sagen, dass ich ein riesen Fan von Vampir-Romanen bin. Ich liege die Anita Blake-Reihe abgöttisch. Da es aber mit den Übersetzungen immer so lang dauert, bin ich immer auf der Suche nach Material zum Überbrücken der Zeit.
Auf meiner immer während Suche, bin ich auf diese Reihe gestoßen. Allerdings habe ich nicht mir dem ersten Roman begonnen, sondern mit dem 4. Das war wahrscheinlich mein Glück, denn ich muss sagen der erste Roman dieser Reihe überzeugt mich nicht wirklich.
Es ist zwar sehr flüssig aus der Ich-Perspektive geschrieben und auch der legere humorvolle Stil kommt gut bei mir an, allerdings inhaltlich ist es mir ein wenig zu schnulzig. (Sookie und Bill, oh wie toll -> ich will nicht zu viel veraten, diejenigen die es noch lesen wollen, sollen sich ja noch überraschen lassen)
Des Weiteren muss man hier einfach ganz klar sagen, wer hier viel Blut und Horror sucht, ist an der falschen Adresse. Es ist einfach ein netter unterhaltsamer Roman, der zum schmunzeln einlädt und den man ganz einfach EINmal so lesen kann.
Aber wie schon gesagt, das ist erst der 1. Teil der Reihe und die wird meiner Meinung nach immer besser....
...
ein Testbericht von vampire-lady2005-07-21 20:02:55vom 21.07.2005Empfehlung: ja
Sookie Stackhouse ist nicht vorübergehend tot, aber Kellnerin in einer Bar in einem amerikanischen Südstaatenkaff namens Bon Temps, Nähe New Orleans. Dem Elend ist noch nicht genügend getan, ist sie doch auch noch mit der Fähigkeit des Gedankenlesens gesegnet – da sie damit nicht umzugehen gelernt hat, mehr ein Fluch denn ein Segen für die gute. Eigentlich hat ihr die Fähigkeit so ziemlich alles kaputtgemacht, weil sie zwar als hübsch, aber eben als spleenig gilt. Karrieremäßig führte es zum Schulabbruch und auch privat hat sie wenig Spaß mit Männern, weil
es keinen Spaß macht, einen Typen zu daten und dabei festzustellen, daß er sich Gedanken über die Größe des Hinterteils seines Gegenübers macht.
Eines schönen Tages passiert dann, worauf Sookie seit einigen Jahren neugierig war: ihr Heimatkaff bekommt Zuwachs in Form eines Vampirs, welche neuerdings ebenfalls gesellschaftlich als Bürger anerkannt ganz offen existieren dürfen. Zwischen den beiden funkt es bald, da Bills Gesellschaft so entspannend ist – sie kann Vampirgedanken nicht lesen.
Aber der Frieden der aufkeimenden jungen Liebe wird gestört:
Bills Vampirkumpels sind nicht so freundlich und handzahm wie er, und sie stehen auch nicht aus synthetisches Blut. Außerdem findet besonders Eric, der Obervampir der Gegend, Sookie sehr interessant, weil sie kein normaler Mensch ist. Gleichzeitig werden in der Gegend junge Frauen ermordet, denen zwei Dinge gemeinsam sind: sie tragen Vampirmale und wurden erwürgt. Auch Sookie scheint dieses Schicksal zu drohen.
Ich hatte das Buch mal bei Amazon gesehen:
Charlaine Harris „Vorübergehend tot“ (orig. „Dead until Dark“) aus dem Feder und Schwert Verlag, Kostenpunkt € 9,95, knapp 300 Seiten
Als ich auf der Jagd nach Büchern von Laurell K. Hamilton war. Harris hörte sich von der Materie ähnlich an und mir blieb der Titel in Erinnerung. Ich habe das Buch dann mal wieder zufällig eintauschen können, sonst wäre es in absehbarer Zeit nicht in meinen Dunstkreis gelangt.
Genremäßig ist das Buch schwer einzuordnen, irgendwo Vampirschund mit Schnulzroman und Krimitouch, ordentlich bei Hamilton zusammengeklaut und bei Anne Rice entliehen, entdeckt man doch einige Parallelen, die man eigentlich nicht wirklich entdecken müsste. Der humoreske Aspekt des Buches sollte auch Erwähnung finden, liegt er doch in den Besonderheiten des Dorflebens. Der provinzielle Mief treibt dem Leser doch das Grinsen ins Gesicht.
Der Schwerpunkt liegt meiner Ansicht nach zunächst auf der Beziehung von Sookie und Bill. Sookie muß sich mit einigen vampirischen Dingen abfinden, womit sie sich schwer tut – und sei es nur die Umstellung, daß ihr Lover tags schwer erreichbar ist, weshalb man sich des nachts gern um so intensiver mit Sookies Abkehr von der Jungfernschaft beschäftigt. Ganz amüsant ist zunächst der Name des Vampirs: Bill. So schlicht so einfach, so uramerikanisch, wo doch sonst immer gern die Franzosen als Vampir herhalten müssen. Damit braucht Harris aber nicht angeben, wählt sie doch auch die amerikanischen Südstaaten, wo sich so einige Blutsauger anderer Autorinnen bereits tummeln, als Standort ihrer Erzählung. Also nicht zu originell werden! Allerdings ist Bill herrlich normal – so durchschnittlich, wenig geheimnisvoll und fast schon zu nett. Eigentlich schon öde, wenn nicht sein Boss Eric aufgetaucht wäre – reich, chic, blond... irgendwo ein Lestat-Double (vgl. Anne Rice) mit Jean-Claude-Gehabe (s. L. K. Hamilton), der der Heldin dann auch folgerichtig Blumen ins Hospital schickt, was Bill bisher nicht zu Wege gebracht hat. Also Bill ist einfach zu nett für einen Vampir, man muß ihm aber zu Gute halten, daß er sehr wohl willens ist, Sookies Feinde zu beseitigen.
Vielleicht ist aber auch das wenig spektakuläre an den Figuren genau das, was sie dem Leser sympathisch macht. So hat mich Sookies Großmutter irgendwie an Tante Pittypat aus „vom Winde verweht“ erinnert, worunter Bill zu leiden hatte. Sie ist ja so begeistert über Sookies neuen Freund (endlich mal einer), daß sie erst mal einen Großputz hält, bevor er zu Besuch kommen darf – echt süß die alte Schachtel. Genauso wie Sookies Chef Sam, der auf tapsige Art ebenfalls um ihre Sicherheit besorgt ist.
Reichlich nervend sind die Personenbeschreibungen der Autorin. Die Art wie die Ich-Erzählerin Sookie sich zunächst selbst beschreibt, erinnert mich auf Seite 1 mal wieder an Lestat, allerdings ist Sookie dann doch nicht so selbstverliebt. Bill stärkt ihr Selbstbewusstsein aber so, daß sie zum Ende sogar richtig Biss bekommt. Trotzdem hätte ich echt nicht lesen müssen, wie die zahlreichen Dorfbewohner durch die Welt tapern.
Wenig gelungen empfinde ich die Tatsache, daß Harris ihre literarischen Vorbilder auch noch aufzählt, von Tom Cruise bis Bela Lugosi finden so einige genreverbundene Leute hier Erwähnung. Ich finde das muß nicht sein, vor allem, wenn man es nicht schafft, es besser zu machen. Ich guckte eher verzweifelt. Ganz vom Glauben viel ich aber angesichts eines komplett verblödeten Vampirs namens Bubba ab. Sein Übergang hat nicht ganz funktioniert und er hat dabei einige Hirnzellen eingebüsst. Vielleicht waren es aber auch vorher schon die Hamburger oder die Tablettensucht? Zumindest ist das der Typ, der auch „Love me Tender“ gesungen hat....... schulligung, ich mag das einfach nicht aussprechen – es schmerzt.
Ich hätte es vorgezogen, wenn die Autorin ihre Vampirfiguren besser entwickelt hätte. Mir ist immer noch nicht klar, wie die nun auf Kreuze, Weihwasser und Fledermäuse reagieren. Auch wenn das jetzt die üblichen Klischees sind: damit muß sich ein Autor nun einmal beschäftigen.
So ganz nachvollziehbar war auch der Krimiteil für mich nicht. Natürlich ermittelt Sookie als terristische Saftschubse nicht selbst, da ist das eben kompliziert. Aber mir erschließt sich beispielsweise nicht ganz, warum welche Figuren unter Verdacht geraten – und warum am Ende der Mörder es ausgerechnet darauf abgesehen hatte, einer bestimmten Figur die Morde in die Schuhe zu schieben. Überhaupt waren die Morde für einen Vampirroman einfach viel zu ......... blutarm!
Insgesamt betrachtet will ich das Buch mal als ganz putzig beschreiben. Vielleicht für die Vampirfreundin gedacht, die sich nicht wirklich für allzu viele Blutlachen und Splatterszenen erwärmen kann. Zumindest Sookies Bemühungen mit einem Vampir zusammen zu leben, treiben dem Leser immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht.
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