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Ralf Höcker: Lexikon der Rechtsirrtümer
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Testberichte Ralf Höcker: Lexikon der Rechtsirrtümer

 (Taschenbuch)
4.8 von 5
Platz 1 in der Kategorie "Rechtsratgeber".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.8 von 5
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Ralf Höcker: Lexikon der Rechtsirrtümer Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 4.8 von 5
von 75% aller Autoren empfohlen (3/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • - Gut verständlich geschrieben - Hinweise auf die Paragrafen - Preis
  • 3 Dinge habe ich dazugelernt; verständlich erklärte Beispiele
  • Sehr nützlich für den Rechtsalltag, unterhaltsam geschrieben, presiwert (€ 8,95 EUR)
  • Sehr hilfreich in Rechtsfragen
Nachteile/Kritik
  • nicht unbedingt zum "Am - Stück - Lesen" zu empfehlen
  • Inhalt des Buches und der Preis
  • Leider keine Rechtsirrtümer aus den Bereichen Reise- und Nachbarrecht
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evafl

Hm... Umtausch.... da gab's doch was....

ein Testbericht von 2007-04-23 09:00:55 vom 23.04.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: - Gut verständlich geschrieben - Hinweise auf die Paragrafen - Preis...
Nachteile/Kritik: nicht unbedingt zum "Am - Stück - Lesen" zu empfehlen
Ja, so gings mir vor kurzem mal wieder. Ein Badregal mit einer Art Saugnäpfen kam mir entgegen.... sehr nette Erfahrung.... und nachdem ich nun endlich die Faxen damit dicke hatte, hab ich gleich mal im

Lexikon der Rechtsirrtümer

gesucht, ob es da was gibt wg. Umtausch, da ich das einzeilige-Regal schon im Januar gekauft hatte. Und ein neues wollte ich nicht, also wollte ich "nur" mein Geld zurück.

Das Buch habe ich aber nun schon länger - und nicht ausschließlich wegen solcher "Umtauschfälle" gekauft.


* Titel *

Lexikon der Rechtsirrtümer

Zechprellerei, Beamtenbeleidigung und andere Juristische Volksmythen

Taschenbuch mit 333 Seiten


* Autor *

Dr. jur. Ralf Höcker, geboren 1971, arbeitete als Rechtsanwalt in internationalen Großkanzleien in London und Köln und betreibt heute eine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Köln.
Er berät Unternehmen und Künstler in Fragen des Medien-, Marken-, Urheber- und Wettbewerbsrechts.

Ein Foto von Ralf Höcker findet man hier:

http://www.greyhills.eu/an_hoecker.htm




* Verlag *

erschienen im Ullstein Verlag
Ullstein Buchverlag GmbH, Berlin

im Internet unter www.ullstein-taschenbuch.de


* Herausgabe *

Das Buch wurde in der 1. Auflage im Mai 2004 und in der 10. Auflage im Jahr 2007 herausgegeben.


* Hinweis im Buch *

Die Angaben und Ratschläge in diesem Buch sind von Autor und Verlag sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden.
Eine Haftung des Autors bzw. des Verlags und seiner Beauftragen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.


* ISBN *

ISBN 978-3-548-36659-3


* Preis *

8,95 Euro bei Hugendubel


* Inhalt *

Das Buch gliedert sich in verschiedene Beriche:

- Allgemeines Privatrecht
- Arbeitswelt
- Familie
- Gericht und Polizei
- Medien und geistiges Eigentum
- Mieterrechte
- Öffentliches Recht
- Strafrecht
- Straßenverkehr

(sowie eine Vorbemerkung, Einleitung, Anmerkungen, Gesetzestexte und Dankworte)

Zu den jeweiligen Bereichen sind im Inhaltsverzeichnis auch die konkreten Fälle aufgeführt, die im Buch behandelt werden.
z.B.( je ein Punkt zu den oben aufgeführten Bereichen in der gleichen Reihenfolge)

- Getränkeverbot im Fitnessstudio
- Nebentätigkeitsverbote
- Ehe und Eigentum
- Gefahr im Verzug
- GEZ und ihre Rechte
- Grillen auf dem Balkon
- Ausweispflicht
- Fahrerflucht
- Rechts überholen bei Stau


* was so drin steht... *

Zuerst macht der Autor in der Vorbemerkung darauf aufmerksam, dass es sich beim den berücksichtigen Rechtssprechungen und dem Schrifttum um den Stand Februar 2005 handelt.

Dann kommt eine Einleitung - mit einem Beispiel über Mord und Totschlag - was hier der Unterschied ist bzw. was die meisten vermuten was hier der Unterschied ist. Er macht darauf aufmerksam, dass oft anders vermutet wird, als es der Fall ist.

Anschließend geht es dann gleich im ersten Kapitel los.

Zuerst wird das "Problem" in einer kurzen Überschrift geschildert, darunter dann Irrtum: .... - hier steht dan ausführlich formuliert, was viele Denken.
Darunter dann Richtig ist: ... - mit der richtigen Lösung.

Dann folgt ein ausführlicher Text über das ganze "Problem", anschließend in kursiven Schriftstil ein Hinweis auf die Gesetzesstelle.

Die Seitenzahlen sind links bzw. rechts oben auf den Seiten angegeben, daneben ist der Titel des Kapitels gedruckt.


* Beispiel *

Aus dem Berieich: Medien und geistiges Eigentum:

Internet und geistiges Eigentum

Irrtum: Inhalte, die frei zugänglich ins Internet gestellt werden, dürfen benutzt und kopiert werden.

Richtig ist: Das Urheberrecht gilt auch im Internet.

Den Text werde ich nun nicht übernehmen, sondern das ganze kurz wiedergeben.

Man findet im www mal schnell einen Text, ein Logo oder Foto, dass man gerne auf der eigenen Seite hätte... Schnell ist es kopiert und man verwendet es nun nach belieben.
So geschieht das auch massenhaft.
Das Internet ist jedoch kein rechtsfreier Raum, hier gilt auch das Urheberrecht.
So können Texte, Musikstücke, Fotografien, Gemälde, technische Zeichnungen, Pläne, Karten und Tabellen auch urheberrechtlich geschützt sein.
Wer also auf Fotos, Texte, Bilder, etc. aus dem Internet zurückgreifen möchte, der sollte die Erlaubnis des Berechtigten einholen oder sicherstellen, dass er keine rechtlich geschützten Vorlagen verwendet - vor allem wenn diese für geschäftliche Zwecke genutzt werden sollen.

Bei Interesse hierzu:

§ 2 UrhG - Urheberrechtsgesetz "Geschütze Werke"


* Anmerkungen *

Hier sind die Anmerkungen nummerisch aufgeführt - z.B. aus welchen Büchern bzw. woher die Informationen stammen.
(Vielen ist das evtl. auch von Arbeiten an der Uni bzw. FH
bekannt.)


* Gesetzestexte *

In diesem Kapitel zum Schluss sind Auszüge aus Gesetzen zu finden, die Gesetze sind alphabetisch gegliedert.

Mit der AO (Abgabenordnung) fängt es an, über das PatG (Patentgesetz) bis hin zur ZPO (Zivilprozessordnung) - anschließend sind noch drei ausländische Rechtsnormen aufgeführt.

Hier ist das jeweilige Gesetz als "Überschrift" fett gedruckt, anschließend werden jeweils einige Paragrafen aufgeführt - eben diese, die auch im Buch zitiert werden bzw. auf die er am Schluss des jeweiligen Berichts hinweist.


* Dank *

Zum Schluss dankt der Autor noch einigen Menschen.


* Fazit *

Ich finde dieses Buch klasse.
Es ist kein Buch, dass man am Stück lesen kann bzw. sollte, so sehe ich dies zumindest. Es ist ja ein Lexikon, so dass man hier nachschlagen kann, wenn man denn ein Problem hätte - bzw. bei "richtigen Problemen" sollte man natürlich zum Anwalt gehen.

Dieses Buch ersetzt keinen Anwalt, dient jedoch zu einem kurzen Einblick in die Welt der Irrtümer - hier wird also vieles klar gestellt.

Ich finde dieses Buch sehr verständlich geschrieben, gut gegliedert, auch die "Gegenüberstellung" von Irrtum und Richtig finde ich gut, so weiß man schon nach einem kurzen Blick wie es denn richtig ist.

Zum Teil finde ich das Buch richtig zum Schmunzeln - z.B. bei Themen wie der letzte zahlt die Zeche - und sehr informativ z.B. bei Reklamation nur mit Kassenbon (stimmt ja gar nicht...!!!).

Eine bestimme Zielgruppe hat das Buch meiner Ansicht nach nicht - es kann jedem mal hilfreich sein. Vom Schüler bis zum Rentner kann ja jeder mal "betroffen" sein - sei es nur in der Hinsicht, dass mal etwas im Geschäft reklamiert werden muss.
Für Betriebe aber auch Steuerberatungskanzleien kann ich das Buch eigentlich nur empfehlen - da ja auch Fälle im Arbeitsrecht bzw. gerade was das Urheberrecht (Internet) aufgeführt sind.
(Und das im Betrieben bzw. Kanzleien ja auch manchmal gefragt wird - auch von den Mandanten. Kann ich aus eigener Erfahrung dazu sagen)

Den Preis finde ich für dieses Buch absolut gerechtfertigt, da 8,95 Euro wirklich nicht viel sind und es wirklich sehr informativ ist.

ALSO:
Wer an solchen Fällen interessiert ist, und dann evtl. ein bißchen "klug scheißen" möchte - sollte sich dieses Buch sofort kaufen....

5 von 5 Sternen


* Da war noch was *

Ich habe übrigens beim Umtausch des Badregals ohne Probleme mein Geld zurückbekommen.... was ich nie gedacht hätte.... manchmal macht man sich vorher viel zu viele Gedanken über das, was sein könnte...


* Noch was *

Auf den Autor sind wir übrigens aufmerksam geworden bei einer der netten Freitagabend Gesprächsrunden - sei es nun NDR oder MDR - denn dort war Ralf Höcker als Gast dort und hat uns gleich überzeugt. :-)

Und: Ich habe Internet-Adressen lediglich als "Service-Information" angegeben - für die Inhalte sind die Betreiber dort selbst zuständig.


* Und noch was...*

Die Bilder hab ich selbst gemacht.... die gehören also mir... ;-)))


verfasst im April 2007 zum Welttag des Buches
...
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Kommentare
LittleSparko
LittleSparko, 23.04.2007
ich hab die neue ausgabe, die berücksichtigt urteile bis Mai 05. aber mit den leuten, die meinen, sich im netz alles grabschen zu können, hat mein anwalt auch gut zu tun. eigentlich erstaunlich, dass das viele denken. man könnte ja auch meinen: alles was a
tobbbbi
tobbbbi, 23.04.2007
Das muss ich mir auch endlich mal holen ... soll ja echt toll sein und du bestätigst das auch wieder. Prima Bericht! LG Tobias
dreamlike
dreamlike, 23.04.2007
Sehr ausführlich. Habe über das Buch schon einen Berich im Fernsehen gesehen. Nagel auf den Kopf getroffen. SH und LG
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Baselitz

Unterhaltsam und informativ

ein Testbericht von 2004-07-26 13:09:15 vom 26.07.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr nützlich für den Rechtsalltag, unterhaltsam geschrieben, presiwert (€ 8,95 EUR)...
Nachteile/Kritik: Leider keine Rechtsirrtümer aus den Bereichen Reise- und Nachbarrecht
Beamtenbeleidigung gibt es nicht. Zechprellerei ist - anders als in der Schweiz - in Deutschland nicht strafbar. Es gibt keine Ausweismitführpflicht und Eltern haften nicht für ihre Kinder.

Über diese und viele andere verbreitete Irrtümer klärt das "Lexikon der Rechtsirrtümer" auf. Über 100 Kapitel behandeln Themen aus allen Rechtsgebieten. Das Buch ist verständlich und witzig geschrieben und man lernt eine ganze Menge, was man im Alltag gebrauchen kann, z.B., dass man auch ohne Kassenbon umtauschen kann, dass Wirte sehr wohl für verlorene oder gestohlene Garderobe haften oder dass man verlorene Verzehrkarten in der Disco nicht unbedingt bezahlen muß. Auch, wie man um die Zahlung der GEZ-Gebühren herumkommt, kann man diesem Buch entnehmen. Ich kann das Buch daher nur weiterempfehlen ;-))
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Bewertung Testbericht:nicht hilfreich
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Kommentare
Paukenfrosch
Paukenfrosch, 20.03.2006
ich lach mich tot. deshalb also deine rachebewertung. du bist ja ein ganz kluger...
Gemeinwesen
Gemeinwesen, 03.03.2007
Bitte keine leeren Versprechen, PF. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
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Paukenfrosch

Wer diesen Irrtümern unterliegt, lebt hinterm Mond

ein Testbericht von 2004-07-14 08:25:27 vom 14.07.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: 3 Dinge habe ich dazugelernt; verständlich erklärte Beispiele ...
Nachteile/Kritik: Inhalt des Buches und der Preis
Vor mir liegt ein Lexikon besonderer Art. Es ist ein

„Lexikon der Rechtsirrtümer“.

* * * * *

Allgemeines zum Buch
-------------------------------

Das 336-seitige Taschenbuch erschien erstmals im Mai 2004 vom Ullstein Verlag. (www.ullstein-taschenbuch.de) In meinem Besitz ist die bereits 3. Auflage mit der ISBN-Nummer 3-548-36659-7. Der Preis für dieses Buch beträgt 8,95 €.

Der Autor des Buches ist Dr. jur. Ralf Höcker (geb. 1971). Nachdem er in London und Köln für internationale Großkanzleien tätig war, betreibt er heute seine eigene Rechtsanwaltskanzlei in Köln.

* * * * *

Inhalt des Buches inkl. meiner Meinung
----------------------------------------- -----------

Ralf Höcker schrieb dieses Buch für uns Laien. Er will mit einigen verbreiteten Rechtsirrtümern aufräumen und erklärt anhand von Beispielen die tatsächliche Rechtslage. Bezogen sind diese natürlich auf Deutsches Recht.

Schlagworte auf dem Cover sind Zechprellerei und Beamtenbeleidigung und auf der Rückseite des Buches ist in einer kurzen Inhaltsangabe zu lesen, daß Eltern nicht immer für ihre Kinder haften.

Ein grober Blick ins Inhaltsverzeichnis des Buches gab folgende Themengebiete preis:

Allgemeines Privatrecht
Arbeitswelt
Familie
Gericht und Polizei
Medien und geistiges Eigentum
Mieterrechte
Öffentliches Recht
Strafrecht
Straßenverkehr

Das hört sich sehr interessant an und so dachte ich, daß mir dieses Buch viele nützliche Tips geben kann, die mir eventuell auch in meinem alltäglichen Leben weiterhelfen können. Und? Ich kaufte dieses Buch.

* * * * *

Nach einer etwa 20-seitigen Einleitung geht es nun endlich los.

Zu jedem Themengebiet gibt es mehrere Unterpunkte. Begonnen wird mit einem Schlagwort, dann folgt der Irrtum und darauf die Richtigstellung in knappen Worten.

Bsp.:

GEZ und ihre Rechte

Irrtum:
Die GEZ darf in Wohnungen nach nicht angemeldeten Fernsehern und Radios suchen.

Richtig ist:
GEZ-Mitarbeiter dürfen gegen den Willen der Bewohner keine Wohnung betreten.

Nach Irrtum und Richtigstellung wird anhand von Fallbeispielen die derzeitige Rechtslage erklärt. Das ist manchmal nur eine halbe Seite der erklärenden Worte, manchmal sind es aber auch zwei.

Die Beispiele sind gut gewählt und mit wirklich einfachen Worten treffend formuliert, so daß es für jeden Menschen verständlich und einleuchtend ist.

Zum Abschluß gibt es noch Hinweise zu Gesetzestexten, wo man bei Bedarf nachlesen kann.

* * * * *

Zu jedem Thema gibt es verschieden viele Beispiele.

Allgemeines Privatrecht - 25
Arbeitswelt - 4
Familie - 7
Gericht und Polizei - 18
Medien und geistiges Eigentum - 11
Mieterrechte - 5
Öffentliches Recht - 4
Strafrecht - 18
Straßenverkehr -11

Bei dieser Übersicht ist für mich doch sehr enttäuschend, daß es zum Arbeitsrecht und zum Mietrecht nur eine sehr geringe Anzahl von Beispielen gibt. Oder sollte das eventuell aussagen, daß es zu diesen Themen weniger Irrtümer gibt? Sicherlich gibt es gerade hier die meisten Streitigkeiten per Gericht zu klären, so daß die Menschen hierüber auch sehr gut informiert zu sein scheinen.

* Allgemeines Privatrecht

Im ersten Kapitel erfährt man unter anderem, daß es in Deutschland kein gesetzlich geregeltes Bankgeheimnis gibt, daß man mit einem 2.Klasse-Ticket nicht in der 1.Klasse sitzen darf, daß eine Zahlung auch ohne Mahnung gerichtlich eingeklagt werden kann und auch daß es keine gesetzliche Grundlage für Taschenkontrollen im Supermarkt gibt. Wirklich neu war hier für mich nichts…

* Arbeitswelt

Die 4 Beispiele zu diesem Thema machten mich ebenfalls nicht schlauer. Mir ist sehr wohl bekannt, daß Krankheit ein Kündigungsgrund ist, daß eine Kündigung keiner Begründung bedarf, daß auch Aushilfen Rechte haben und daß Nebentätigkeiten sehr wohl erlaubt sind, wenn sie nicht die Belange des Arbeitgebers beeinträchtigen.

* Familie

Weiß jeder, daß ein Testament nur handgeschrieben Gültigkeit besitzt? …daß Haustiere nicht erben können? …daß Eltern nicht für ihre Kinder haften? usw. Ich glaube schon. Das sind ja auch sehr beliebte Themen, die hin und wieder in den Zeitungen und Zeitschriften erklärt werden.

* Gericht und Polizei

Bei „Aussage gegen Aussage“ gilt nicht immer „in dubio pro reo“. Wer regelmäßig die Richtersendungen in den Nachmittagsprogrammen sieht, dem ist dies bekannt.

Dann folgen etliche Beispiele, die man aus amerikanischen Filmen kennt: „Euer Ehren“, „Sie haben das Recht zu schweigen…“, Kreuzverhör, Hammer auf dem Richterpult… Doch das sind amerikanische Gepflogenheiten, die in Deutschland nicht üblich sind. Wer aber kommt denn auch auf solche Ideen?

Somit fand ich auch dieses Kapitel trotz vieler Beispiele nicht lehrreich.

* Medien und geistiges Eigentum

Das GEZ-Beispiel, welches hier zu finden ist, habe ich bereits erwähnt. Doch es geht auch um das Urheberrechtsvermerk und erlaubte Schleichwerbung. Daß die Gesetzeslage zu Schleichwerbung bzw. vergleichende Werbung vor noch gar nicht all zu langer Zeit geändert wurde, ist wohl hinlänglich bekannt. Ist aber auch bekannt, daß es keinen Haftungsausschluß für Links auf seiner Homepage gibt? Jeder ist sehr wohl für die Inhalte der Internetseiten mitverantwortlich, die er als Link auf seiner HP angibt. Da nützen auch die sehr oft zu lesenden Zeilen nichts, daß man sich davon distanziert. Das wäre ja auch all zu einfach.

* Mieterrechte

Partylärm ist generell nicht erlaubt, Grillen auf dem Balkon auch nicht und ebenfalls kann man die Kaution nicht abwohnen. Auch in diesem Buchabschnitt gibt es nichts Neues zu erfahren.

* Öffentliches Recht

Einer der vier genannten Punkte bezieht sich auf das Mitführen des Ausweises, welches nicht Pflicht ist. Endlich mal ein Irrtum, dem auch ich unterlag. Ich dachte eben auch, daß man sich stets ausweisen können muß. Das ist jedoch nicht der Fall.

* Strafrecht

Beim Thema Strafrecht werden wieder viele Beispiele genannt. Erklärt wird der Unterschied zwischen Mord und Totschlag, daß es weder das Delikt Beamtenbeleidigung noch Polizistenmord gibt und ebenfalls auch keine Zechprellerei. Sicherlich gibt es diese Sachen, aber sie sind nach Deutschem Recht kein strafbares Delikt. Es heißt nur Beleidigung, Mord und Diebstahl. Was hilft mir das? Es sind strafbare Handlungen, wie man das Kind auch nennt…

* Straßenverkehr

Zum Schluß sollen noch einige Irrtümer bezügliche des Verhaltens im Straßenverkehr beseitigt werden. So ist man verpflichtet, sein Auto beim Verlassen stets abzuschließen, man wird über den Sinn des Reißverschlußverkehrs aufgeklärt und daß das Rechtsüberholverbot generell und ohne Ausnahme gilt. Für Führerscheinbesitzer sollten das keine böhmischen Dörfer sein. Aber eine Sache habe ich hier gelernt, die ich kurz mit einem Zitat erwähnen möchte:

Irrtum:
Man darf die Lichthupe nicht benutzen, um auf der Autobahn den Vordermann zu einem Wechsel auf die rechte Fahrspur zu veranlassen.

Richtig ist:
Außerhalb geschlossener Ortschaften ist es sogar eine Hauptaufgabe der Lichthupe. Überholabsichten anzukündigen.

Das erinnert mich an meine letzte Fahrt auf der Autobahn. Auf der entsprechenden Strecke war eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h vorgeschrieben und ich fuhr bereits 130 km/h. Da kam ein dicker Mercedes von hinten und benutzte die Lichthupe, weil er wohl an mir vorbei wollte. Das empfand ich aber doch schon eher als Nötigung und nicht als gerechtfertigtes Ankündigen einer Überholabsicht.

Obwohl – wie man im Strafrecht-Kapitel nachlesen kann - ist dieses Verhalten zwar rechtswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden, jedoch ist das keine Nötigung, weil die Gewaltanwendung fehlt und der Nötigungserfolg. Somit muß diese Art der Belästigung auf mehrere hundert Meter erfolgen, ehe man es als Gewaltausübung betrachtet und es muß dann tatsächlich ein erzwungener Spurwechsel des Vordermanns erfolgen und somit der Nötigungserfolg eintreten. Das freut doch die Drängler, oder?

* * * * *

Nach diesem ausführlichen Hauptteil des Buches folgen noch knapp 100 Seiten Anmerkungen und Gesetzestexte, die in direktem Zusammenhang mit den behandelten Themen stehen. Wer es also ganz genau wissen möchte, für den ist dieser Anhang sehr nützlich…

* * * * *

Fazit
-------

Meine Meinung zu dem Inhalt der einzelnen Kapitel habe ich bereits genannt. Zusammenfassend kann ich somit sagen, daß ich 3 Irrtümern unterlag – Ausweispflicht, Lichthupe und Nötigung. Schön zu wissen, aber es hilft mir nicht weiter, denn ich mache mich weder strafbar, wenn ich meinen Ausweis doch dabei habe, noch bin ich ein Lichthupenbenutzer oder habe mich gegen solche gewehrt (nur oft geärgert) und ich habe auch noch niemanden genötigt. Selbst genötigt wurde ich ebenso wenig.

Deshalb tun mir die knapp 9 Euro für dieses Buch schon sehr weh, denn ich habe mir wirklich sehr viel mehr von diesem Buch versprochen. Es werden viele Irrtümer genannt, die für mich einfach keine Irrtümer waren oder sind. Daher hat dieses Buch für mich keinerlei Wert.

Der Autor ist so alt wie ich. 33 Jahre wird er dieses Jahr. Da stellen sich mir einige Fragen: Wie lange braucht ein Mensch, um Jura zu studieren und seinen Doktor zu machen? Zieht man diese Jahre von seinem Lebensalter ab, da bleibt nicht mehr viel über. Und in dieser kurzen Zeit hat Ralf Höcker Berufserfahrungen in Köln und London gesammelt? Er scheint mir doch noch sehr grün hinter den Ohren zu sein.

Doch sein Buch scheint ja reißend Absatz zu finden, wenn es erst im Mai 2004 erschien und es bereits jetzt schon die 3. Auflage gibt. Da haben sich wohl noch viele andere Leute zum Kauf verleiten lassen, so wie ich.

Vielleicht kann ich dies mit meinem Bericht ändern, denn alle beinhalteten Infos des Buches kann man auch durch Recherche im Internet oder in den Bibliotheken mit anderer Lektüre erwerben.

Sorry – aber für dieses Buch gibt es keine Empfehlung.


(14. Juli 2004)
...
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Kommentare
Baselitz
Baselitz, 26.07.2004
Sorry, aber mit diesem Testbericht konnte ich gar nichts anfangen. Ich habe das Buch trotz Deiner Bewertung gekauft, weil ich schon geahnt habe, dass ich da etwas lernen kann. Und genau so war es!

Wenn Du nur bei 3 der uumlber 100 Irrtuumlmer im Buc
Gemeinwesen
Gemeinwesen, 03.03.2007
Ich lese einfach mal über Langatmigkeit, Erbsenzählerei, überheblichen Tonfall und die Autoren- und Leserbeschimpfung hinweg, die in der Überschrift beginnt ich lebe wahrscheinlich auch hinter dem Mond und muss hinzulernen - Letzteres scheint für die Urhe
kleinvolli
kleinvolli, 14.07.2004
da hab ich ja grad noch so die Kurve bekommen. Fast haumltt ichs mir gekauft. Wollte es eigentlich gestern besorgen, habs aber nicht geschafft. 9 Euro gespart. Danke
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godjul

RECHTSIRRTÜMER - NA DAS IST JA INTERESSANT

ein Testbericht von 2004-06-09 08:09:49 vom 09.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr hilfreich in Rechtsfragen...
Nachteile/Kritik: -
Ich danke yopi, das es so schnell meinen Produktvorschlag bearbeitet hat, denn ich habe hier vor mir ein total interessantes Buch liegen, welches ich Euch heute etwas näher bringen möchte.
Auf dieses Buch wurde ich durch den Rundfunk aufmerksam, in dem es vorgestellt wurde und zwar handelt es sich hier um ein Lexikon der Rechtsirrtümer. Ja, ja auch sowas gibt es und es ist ganz interessant, wieviele Irrtümer es auf dieser Strecke gibt.

Als ich von diesem Buch hörte, rannte ich am gleichem Tag los und wollte es mir kaufen, man konnte es nicht glauben, es war total vergriffen und auch nicht zur Zeit vom Verlag anforderbar.
Ich fand eine ganze Seite bei Ebay, wo dieses Buch gehandelt wurde. Bei dieser Nachfrage schien dieses kleine Taschenbuch ja echt gut zu sein.

Nach einiger Suche bekam ich dann eines Tages och mein Lexikon der Rechtsirrtümer.
Ein kleines Taschenbuch, cremefarben mit lila Aufschrift:

°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_° _°_°_°_
Dr. Jur. Ralf Höcker
Lexikon der
Rechtsirrtümer
Zechprellerei, Beamtenbeleidigung
und andere juristische Volksmythen
°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_°_° _°_°_°_

Ullstein-Verlag
1. Auflage Mai 2004
ISBN 3-548-36659-7

332 Seiten für 8,95€

Was erwartet uns in diesem Buch?
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Ich gebe Euch mal einen kleinen Einblick in die Einführung zu diesem Buch:

„Und ich dachte immer ....* so oder so ähnlich beginnendie Erklärungsversuche von Leuten, die plötzlich erkennen müssen, das sie in rechtlichen Dingen einem weit verbreitetem Irrtum aufgesessen sind.
Rolf Höcker, Rechtsanwalt und prom. Jurist klärt in diesem Buch über viele juristische Irrtümer auf und gibt in vielen Beispiele Auskunft über die tatsächliche Rechtslage.

Übrigens arbeitet Ralf Höcker als Rechtsanwalt in einer internationalen Rechtskanzlei in London und Köln. Dort berät er Unternehmen und Künstler in Sachen Medien,- Marken,-Urheber- und Wettbewerbrechten.
So das war ein kleiner Einblick, welcher uns am Anfang des Buches gegeben wird.

Dieses Buch wird in neun Hauptthemen untergliedert und das wären dann:
* Allgemeine Privatrechte
* Arbeitswelt
* Familie
* Gericht und Polizei
* Medien und geistiges Eigentum
* Mietrechte
* Öffentliches Recht
* Strafrecht
* und zum Schluß kommt der Straßenverkehr

Wie Ihr seht, handelt es sich um Themen, welche einem im täglichen Leben begegnen.
Leide kann ich Euch nun nicht zu jedem Thema einen Einblick geben, denn das wäre an dieser Stelle zu umfangreich, ich suche Euch mal einige interessante Sachen raus, damit Ihr erfahrt, wie das Buch aufgebaut ist.

Interessant finde ich zum Beispiel das Thema „Reklamation nur gegen Kassenbon"
Jedes Thema beginnt immer mit:

(S.52 des Buches)
Irrtum:
°°°°°°°°°
Mangelhafte Ware kann ich nur reklamieren, wenn ich den Kassenzettel noch habe.

Richtig ist:
°°°°°°°°°°°°°°°
Ein Kassenzettel ist nicht nötig, wenn ich andere Beweise für den Kauf bei einem bestimmten Händler habe.

So beginn dann jedes Thema mit dem Irrtum, wie man meistens denkt und dann wie es richtig gesetzlich lautet.
Das ist jedoch nicht alles zum Thema natürlich werden dann noch die Probleme ausgebaut, beschrieben, Ratschläge gegeben, Gesetze aufgezählt, welche man am Ende des Buches nochmal genau nachlesen kann. Am besten finde ich, das alles so beschrieben ist, das man es einfach und schnell begreift.

Was wäre noch interessant für Euch?
Wusstet Ihr, das es das Delikt „Beamtenbeleidigung" gar nicht gibt? Laut diesem Buch sind Beamte Personen wie jeder andere auch und ihre Ehre ist nicht mehr oder weniger wert als von nicht beamteten Personen.
Taschenkontrollen im Supermarkt sind übrigens weder vom Kassenpersonal als auch von anderen Angestellten nicht erlaubt, weil es ein Recht auf Taschenkontrolle nicht gibt. Ein frisch ertappter Täter darf nur von der Polizei durchsucht werden. Na ja, dieses Thema betrifft uns ja wohl kaum! :O)

Herstellergarantie, Haftung der Garderobe, üble Nachrede, Mundraub (den es allerdings auch nicht gibt, Mundraub ist Diebstahl), Nötigung, Zechprellerei, Krankheit als Kündigungsgrund und ganz viele Themen mehr findet man in diesem kleinen Büchlein.

Ich habe gestaunt, wieviele Rechtsirrtümer es doch im täglichen Leben gibt und was einem oft fälschlicherweise im täglichen Leben eingeredet wird, wie man oft von förmlich verar...t :O))) wird.

Als ich dieses Buch zum ersten mal in der Hand hielt, konnte ich es nicht wieder weglegen, weil es total interessant geschrieben wurde. Keine hochgestochene Ausdrucksweise, welche man eventuell nicht versteht. Alles ist total sachlich und verständlich beschrieben und es hilft einem sicher oft in bestimmten Fragen des Lebens weiter, zumindest weiß man, wie es rechtlich aussieht und wie man sich zum Beispiel bei Reklamationen verhalten kann. Wie oft wird man da vom Personal verdummt und wieder weggeschickt. Ist es nicht von Vorteil, wenn man da manche Gesetze kennt?

Mein Endresultat
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Dieses kleine Taschenbüchlein ist sein Geld wert, es berät in total vielen Fragen des täglichen Lebens, Dinge über welche man oft nachdenkt und konfrontiert wird.
Wie oft ist man im Recht und man weiß es gar nicht.
Ein Blick in dieses Büchlein und man ist echt ein wenig schlauer als vorher.

Ich kann dieses Buch echt weiterempfehlen, es ist interessant und hilfreich zugleich und den Preis von 8,95€ gibt man dafür gerne aus.

Eure godjul
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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equimaxx
equimaxx, 09.06.2004
Ich hatte im Fernsehn von diesem Buch gehoumlrt, und wollte es schon laumlngst bestellt haben. Nach der Lektuumlre Deines Berichts bestelle ich es jetzt wirklich. Danke sehr! LG Ralf
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