Liebe Leser und Leserinnen,
viel Spaß beim Lesen, Bewerten und Kommentieren dieses Berichtes wünscht euch eure treue Schreiberin, die auch noch viel mit euch vorhat ;-)).
Einleitung
Ich habe mich nun schon einiges an Büchern ausgesetzt. Bücher, die ich nicht so richtig inhaltlich mochte und Bücher in anderen Sprachen, die aber meistens sehr mochte. Nun versuchte ich mich an einem Buch, das mir inhaltlich nicht besonders interessant, sprachlich aber umso interessanter vorkam, „Brave New World“. Von diesem Buch möchte ich euch in diesem Bericht auch erzählen, da es ja frisch gelesen ist.
Wege zum Buch
Ich gebe es zu: es war nicht die Bücherei. Ich gebe auch zu: freiwillig kann man das Ganze auch nicht nennen. Eher im Gegenteil, in diesem nahezu einmaligen Fall wurde Madame gezwungen zu lesen. Und auch noch dieses Buch. Wer machte es möglich? Englisch Leistungskurs. Aber sagen wir mal so: gegen Literatur habe ich ja eigentlich sowieso nie wirklich was.
Inhalt
Bernard Marx ist anders als die anderen und dessen ist er sich vollauf bewusst. In einer Gesellschaft, 632 A.F. (after Ford, nach Ford) ist nichts so, wie es für uns heute ist. Nach einem Krieg ist die uns bekannte Zivilisation zu Ende gegangen, der sogenannte Neun-Jahres-Krieg. Beendet wurde der Krieg dadurch, dass es der Diktatur gelungen ist die Kontrolle zu erlangen und somit eine Stabilität in die Gesellschaft zu bringen. Das Motto dieser neuen Gesellschaft lautet: Gemeinschaft, Gleichheit und Stabilität. Stabilität kann nur erhalten werden durch genaue Pläne über Typen von Bürgern, die benötigt werden und in verschiedene „Klassen“ aufgeteilt werden. Es gibt Alphas, Betas (die einzigen zwei Gruppen, die Individuen sind), aber auch Deltas, Gammas und Epsilons (die durch ein Verfahren entstehen, dass tausende von Klone von ihnen machen lässt), die von den Alphas nicht geachtet werden. Kinder entstehen nicht mehr durch Sex, sondern in Brutkästen und werden so je nachdem besonders gefördert oder nicht. Es gibt keine Familien mehr, heiraten ist verboten. Kinder werden von klein auf konditioniert. Alles wird über den Markt, Angebot und Nachfrage reguliert. Nachdenken ist nicht normal, Schwangerschaften auch nicht. Diese Dinge sind anormal und sogar schon widerlich. Bernard aber fühlt sich in einer solchen Gesellschaft nicht wohl, ist sowieso anders als die anderen, da er zwar ein Alpha ist, aber ein wenig „deformiert“. Er interessiert sich für ein Reservat, in dem Menschen noch Leben wie in früheren Zeiten mit echten Schwangerschaften und Geburten, Liebe und Zuneigung. Doch in diesem Reservat schlummert ein Geheimnis, von dem bisher niemand wusste und dass die ganze Gesellschaft auf den Kopf stellen könnte...
Fakten Preis: 9,30 Euro Erschienen: September 2004 Seiten: 229 Seiten Autor: Aldous Huxley Verlag: Random House Verlag ISBN: 0-09-947746-7
Meine Meinung
Schulbücher haben eigentlich immer schon einen bedeutenden Nachteil gegenüber „normalen“ Büchern. Denn Schulbücher liest man ja nicht freiwillig und manchmal ekelt man sich durch das Buch, um am Ende glücklicher zu sein, als jemals zuvor. Diese Nachteile können aber auch Vorteile haben, besonders eklige Bücher werden dann nämlich mal ausnahmsweise bis zum Ende ertragen. Dann weiß man wenigstens, wie das Buch ausgeht. Nun kann man sich bei dieser Einleitung denken, dass das Buch wohl nicht ganz den
Geschmack der Leserin getroffen hat. Und mit diesem Gedanken liegt man dann auch gar nicht so falsch.
Bücher, in denen Utopien ein Thema sind, beziehungsweise das ganze Buch eine einzige Utopie ist, mag ich nicht besonders gerne. Sie mögen oft zum Denken über Gott und die Welt anregen, sind manchmal aber so abgedreht und unrealistisch, dass man nur den Kopf schütteln kann und einfach nicht verstehen kann, wie der Autor zu der Idee kommt. Zeitweise habe ich bei „Brave New World“ wirklich leiden müssen, denn das Buch handelt von einer Utopie, die nicht einmal nach unserer Zeitrechnung geht und auch sonst ist wirklich alles ganz anders als es jetzt ist. Eine Welt, die rein theoretisch sicher möglich ist, denn wer glaubt denn nicht, dass es noch einen Krieg geben kann, dass Menschen nicht mehr auf natürliche Weise geboren werden, dass Sprachen wie Deutsch, Französisch und Polnisch aussterben und dass eventuell wieder Klassengesellschaften entstehen. Insofern denke ich schon, dass so was passieren könnte, auch wenn ich die Vorstellung ganz ehrlich ziemlich eklig, furchtbar und erschreckend finde, denn es gibt doch gute Gründe, wieso es nicht mehr so ist. In Normalfall sind wir Menschen doch sehr lernfähige Wesen und haben auch die Chance zu lernen.
Ein Beispiel wäre das Lernen aus der Vergangenheit. Aus Fehlern der Geschichte. Zum Beispiel aus dem schlechten Verhalten der Deutschen, beziehungsweise, man will es ja nicht pauschalisieren, aus dem zweiten Weltkrieg und dem Nationalsozialismus. Solche Dinge passieren ja nicht aus Spaß und gerade weil man daraus lernen kann, sollte man die Vergangenheit nicht verdrängen, sondern man sollte sie sich gerne ab und an mal vor Augen halten (ohne es natürlich zu übertreiben, was leider auch sehr oft passiert). In „Brave New World“ wird die Vergangenheit, also eigentlich unsere jetzige Welt als ziemlich furchtbar dargestellt und alles, was mit der Geschichte zutun hat, wird versucht zu vertuschen, zu verdrängen, am Liebsten soll es unsichtbar gemacht werden. Durch eine Diktatur wird Literatur entweder bewilligt oder nicht. Menschen sollen keinen Spaß mehr am Lesen und an der Natur empfinden. Aber das finde ich noch halb so schlimm.
Am schlimmsten finde ich eigentlich, wie die Menschen mit Liebe umgehen oder gerade nicht umgehen. Es gibt keine Liebe mehr, keine Familien, keine Zusammengehörigkeit wie bei Paaren. So was gibt es einfach nicht mehr. Aber Sex gibt es schon. Keine Monogamie, sondern jeder gehört jedem und somit ist alles sozusagen frei. Eine so lieblose Welt möchte ich niemals erleben. Eine Welt, in der es um den Profit geht, in der sich die Zeit totgeschlagen wird mit Drogen und mit sonstigem, in der es keine Liebe und keine Freundschaft geben darf.
Es gibt sie aber trotzdem. Bernard fühlt, dass er anders ist und er entwickelt tiefere Gefühle, auch wenn man sich das nicht so vorstellen darf, dass er wirklich liebt. Aber er merkt tatsächlich, dass es nicht der Sinn des Lebens sein kann, dass er immer wieder eine andere Frau hat und dass er Drogen nimmt. Er hat auch einen Freund, der das ähnlich sieht und deswegen möchte er auch mit Lenina ins Reservat fahren. Auf Lenina hat er schon seit langem ein Auge geworfen, was auch nicht gewöhnlich ist, denn man bevorzugt keine Liebhaber und Liebhaberinnen. Ein Reservat von Indianern, die noch an Götter und Gott glauben, in denen es „normale“ Menschen gibt, in denen es Liebe gibt, Familien, Väter, Mütter, Kinder. Dort leben zum großen Teil nur Indianer, aber eben nicht nur und genau dieser Punkt macht die Geschichte dann besonders interessant. Das Reservat war für mich der Höhepunkt der ganzen Geschichte und vielleicht auch noch die erste Zeit nach dem Reservat, denn man beginnt plötzlich das ganze Gedankengut der neuen Welt ganz zu begreifen und noch viel schlimmer zu finden, als man es früher getan hat. Außerdem kommt man zu der dritten Hauptfigur, John Savage, die für mich eigentlich sogar viel interessanter ist als Lenina, die wirklich eine typische Frau der neuen Welt ist. Bernard hingegen zieht wirklich durch sein Benehmen nicht nur die Aufmerksamkeit des Lesers, sondern auch die seiner eigenen Welt auf sich. Am sympathischsten fand ich bei diesem Buch aber ehrlich gesagt niemanden, was nicht nur sehr untypisch ist, sondern auch ein schlechtes Zeichen. Keine Person, mit der ich besonders mitgefiebert hätte. Bernard und John sind schon interessant und anfangs fand ich Bernard auch sehr sympathisch, so weit es mir möglich war, doch gegen Ende hin, wandelt er sich und wird mir unwichtig, da stehe ich ihm absolut neutral gegenüber. John ist schon interessant, aber auch er ist nicht der Drehpunkt, an dem meine Freude ihren Höhepunkt findet.
Mich hat das Buch eine sehr lange Zeit doch gelangweilt, weil die Thematik an sich zwar schon ganz nett ist, aber gerade, weil Freundschaften, Beziehungen und Zwischenmenschliches gar nicht wichtig ist, war der Anfang sehr schleppend und auch sehr störend, um ehrlich zu sein. Die ganze Sache wird erst ab dem ersten Drittel des Buches etwas interessanter, flacht aber ehrlich gesagt zum Ende hin wieder ab, so dass die Mitte des Buches sehr interessant ist und auch schnell vorbei zu sein scheint, was faktisch ja nicht stimmt. Das ganze dann noch auf Englisch und ich muss sagen, dass meine Lust ins unendliche gesunken ist und ich nur noch wirklich so konsequent weitergelesen habe, weil ich es ja so und so bis zu einem bestimmten Termin gelesen habe musste. Die ersten Kapitel ist die Sprache relativ schwer, da biologische Vorgänge und auch neue Dinge, die es noch gar nicht gibt, erklärt werden, die schon ziemlich komplex sind und deswegen auch sicher auf Deutsch nicht sehr verständlich sind. Als ich dann in die interessante Mitte gekommen bin, wurde meiner Meinung nach das Englisch nicht sonderlich einfacher, aber man hat sich dann schon reingelesen und hat keine Probleme mehr und das meiste versteht man ja auch aus dem Zusammenhang. Nach den ersten zwanzig Seiten habe ich ganz sicher nichts mehr nachgeschlagen. Davor ab und an schon. Ob die Geschichte auf Deutsch besser ist, bezweifle ich, denn wegen der Sprache hat mir das Buch nicht weniger gefallen, trotzdem glaube ich (und man hat es mir auch erzählt), dass es auf Deutsch doch um einiges einfacher gewesen wäre.
Fazit
Utopie, die noch sonderlich sympathisch ist. Utopie, die hoffentlich nie der Realität entsprechen wird. Nicht für jeden Geschmack etwas, vor allem auf Englisch.
topfmops, 05.02.2007
Schade, dass Dich eine exzellente Beschreibung einer fürchterlichen Zukunft gelangweilt hat. Lies039 Dich einfach mal bei Huxley ein. 039Ends and Means039 oder 039The Tibetan Book of the Death039 oder 039Die Teufel von Loudun039. Irgen
willibald-1, 23.04.2007
Ich habe das Buch auch in der Schule lesen müssen, habe es mir damals auf Deutsch dazugekauft, um den Inhalt zu kapieren. War halt in Englisch keine Leuchte. - Sicherlich muß man es, wenn man es heute liest, auch in die Zeit stellen, in der es geschrieben
Herzenspiratin, 05.02.2007
mal eine sehr persönlich aufgebaute Interpretation schön! Was mir grade auffällt: alle länger existierenden Hochkulturen habenhatten merkwürdigerweise Kasten- und Klassensysteme. grusel
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ein schockierendes Zukunftsbild
ein Testbericht von gamzef2008-10-07 22:38:42vom 07.10.2008Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Geschichte
Protagonisten sind erfrischend anders
...Nachteile/Kritik: nicht gerade leichte Kost, zumindest nicht auf Englisch
anspruchsvoll
Brave New World.... das heißt so viel wie "schöne, neue Welt".
Das "Schön" ist mit Sicherheit nicht ernst gemeint von Aldous Huxley .
---- Inhalt -----
Es wird von einer Welt erzählt, in der Menschen nach Qualitäten und Intelligenz von Geburt an in
sogenannte Alphas, Betas etc. gruppiert werden und 10 Menschen, sogenannte World Controller,
Gott spielen und in kühlen Laboratorien Leben erwecken.
Auch der Lebensstil der Bürger der "schönen, neuen Welt" ist erschreckend anders.
Jeder hat mit jedem unverbindlichen Geschlechtsverkehr, bei der kleinsten
Stimmungsschwankung dröhnen sich alle mit der Droge Soma zu und vergessen alles
um sich herum.
Brave New World präsentiert ein Leben in der Zukunft mit enormen, schockierenden Veränderungen.
Geschichte, Poesie und Natur gehören der Vergangenheit an.
Familien existieren gar nicht mehr. Als ein Dritter aus einem Reservat, dessen Leben unserem mehr
ähnelt, das moderne World State betritt, verschärfen sich die Diskrepanzen der zwei verschiedenen Welten.
Nur wenige Figuren im Weltstaat der Zukunft sind mit der Lage unzufrieden, doch Meinungsfreiheit gibt
es dort nicht. Alle die den Weltstaat kritisieren, werden zu Outsidern und müssen ins Iceland.
----- Sprache -----
Zum Sprachstil ist zu sagen, dass Huxley viele Ellipsen, also
Sätze mit fehlendem Prädikat benutzt. Dadurch gelingen ihm
seine Beschreibungen gut. Seinen Charakteren hat er interessante
Namen gegeben, die der Leser selbst entschlüsseln muss.
Huxleys Vokabular ist niveauvoll. Viele Begriffe muss man nachschlagen.
Das soll aber die Leselust nicht verringern.
----- die Protagonisten ----
Lenina Crowne
Sie ist eine bildhübsche, in der Kindheit auf die "schöne neue Welt" konditionierte Beta-Frau.
Die Beta-Kaste besteht aus intelligenten Menschen, die wichtige Aufgaben im Weltstaat übernehmen,
also die 2. höchste Kaste. Sie verliebt sich in John aus dem Reservat,
jedoch versteht sie durch ihre Konditionierung unter Liebe nur Sex,
was zu Diskrepanzen führt..
John, the Savage (-der Wilde)
Er ist weder Indianer, noch ein World-State-Bürger.
Nirgendwo fühlt er sich wohl und ist auf der Suche nach Liebe,
Vertrauen und Gerechtigkeit. Er verliebt sich in Lenina, doch
das System des Weltstaates ist seiner Liebe ein dunkler
Schatten geworden. Er resigniert.
Bernhard Marx
Er ist ein intelligenter Alpha, ist jedoch durch einen "Produktions-
fehler" viel kleiner als die anderen begehrten Alphas.
Man sagt, man hätte bei seiner "Herstellung" zu viel Alkohol in
sein Glas geschüttet, was ihn wie einen kleinen Gamma-Mann
erscheinen lässt. Er ist nicht von dem World State begeistert,
jedoch ist er zu feige um daran was zu ändern.
Er ist viel mehr daran interessiert, populär zu werden.
John nutzt er dabei aus, als Mittel zum Zweck.
----- Meine Meinung -----
Brave New World ist aktueller denn je. Es spricht auch den schockierenden
Fortschritt in der Biotechnologie und den zunehmenden negativen Einfluss
der Medien an. Auch wenn das Buch anspruchsvoll ist und man sich als
jemand, der nicht Englisch als Muttersprache hat, richtig
konzentrieren muss, um alles gut zu verstehen,
"Brave New World" ist ein Muss.
Besonders gut konnte ich mich mit der Figur "John"
identifizieren, weil seine Gefühlswelt und Position
genau geschildert wird und die ach so schöne Welt
mit kritischen Augen betrachtet.
Mehr als eine Schullektüre, eine ernstzunehmende Warnung
von Huxley persönlich! Ist Brave New World eine leicht
übertriebene Zukunftsprognose?
Zuletzt noch ein paaar Basics zu meiner Cornelsen Ausgabe:
222Seiten
18 Kapitel
Englisch
Erklärungen/Übersetzungen zu sämtlichen Vokabeln auf jeder Seite
Mehr möchte ich nicht verraten. Sonst ist
kein Anreiz mehr da,
es sich durchzulesen.
...
try_or_die87, 17.10.2008
Dieses Buch war unsere Vorbereitung aufs Abi ... ich hätte unsere Lehrerin am liebsten erschossen, weil es absolut nichts gebracht hat grummel Liebe Grüße
l.x.klar@gmx.net, 14.11.2008
hab ich im englischen original gelesen. greetz
Bunny84, 08.10.2008
Einen schönen Tag und liebe Grüße aus dem Münsterland sendet dir Anja
ein Testbericht von Wuschel_F2005-10-27 09:28:07vom 27.10.2005Empfehlung: ja
Vorteile: auch heute noch aktuell, unterhaltsam, gut geschrieben...Nachteile/Kritik: nichts
Heute will ich euch mit einem Bericht zu Aldous Huxleys “Brave New World” beglücken. Gelesen hab ich das Ganze in Englisch, was ich bei diesem Roman auch nur empfehlen kann. Ist glaub ich auch eine beliebte Schullektüre für den Englischunterricht, zumindest hatte mein Vater das Büchlein noch aus seiner Schulzeit und ich hab es mir doch einfach mal ausgeborgt um meine literarischen Kenntnisse etwas zu erweitern und nicht immer nur Schundheftchen (wie mein Papa meine Horrorromane nennt) zu lesen. Kosten tut das gute Stück so um die 7 oder 8€
neu kriegt man aber sicher auch schon billiger.
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+ STORY +
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Um die Story zu kapieren muss man vorweg nehmen, dass der Roman 1932 geschrieben wurde und seiner Zeit noch Jahre voraus war. Es handelt sich also wie z. B. bei George Orwells „1984“ um einen utopischen Roman in dem wie sooft sehr viel Wahres steckte. Es war das erste Werk seiner Art, da es eine scheinbar ideale hochtechnologisch entwickelte Welt beschreibt, die einer Art Terrorregime untersteht.
Der Roman spielt im Jahr 632 nach Ford (der in dieser neuen Welt als eine Art Gott verehrt wird), nach unserer Zeitrechnung wäre das im 26.Jahrhundert. Die Menschen in diesem System haben keine Eltern mehr, sie werden nicht auf die herkömmliche Art geboren sondern werden gezüchtet. Es gibt Alphas, Betas, Deltas, und Epsilons. Je nach Rang werden diese neuen Menschen unterschiedlich ausgebildet und haben unterschiedliche Aufgaben im Staat. Da die Menschen nie etwas anderes als ihre Arbeit und ihre Klasse kennen gelernt haben sind alle zufrieden mit dem was sie sind und tun. Dazu trägt auch eine Art Droge, das „Soma“ bei, das ihnen hilft wenn sie unzufrieden sind und mit dem sie hinreichend versorgt werden. Die neueste Errungenschaft sind die Bokanowski-gruppen. identische Zwillinge, die ganze Betriebe füllen können und ideal zusammen arbeiten können.
Religion, Kunst, freies Denken, Trauer, Angst, Not alles was Gefühlsregungen auslösen könnte wurde abgeschafft, selbst der Tod wird zu etwas Natürlichem auf den man von Jugend an vorbereitet wird. Nicht das die Menschen prüde wären – nein, Partnertausch ist etwas völlig normales, wer sein Leben nur mit einem Partner verbringen möchte wird als Außenseiter verpönt.
Die Hauptfigur des Romans: Bernard Marx passt nicht so wirklich in dieses Schema. Bei ihm wurde angeblich in der Brutzeit ein Fehler gemacht. Er ist ein Alpha und in einer Führungsposition, dennoch hat er nicht viele Freunde, weil er irgendwie anders ist. Die Idee von Partnertausch verwirrt ihn eher, dennoch lässt er sich mit Lenina ein, mit der er in ein Reservat in den urlaub fliegt in dem die Leute noch in altertümlichen Lebensweisen hausen. Lenina ist total geschockt von diesen Menschen und flüchtet sich gleich nach dem ersten Abend in einen Soma-Rausch aber Bernhard ist begeistert, er beschließt eine Frau, die ursprünglich aus ihrer neuen Welt stammte und verbannt wurde, weil sie schwanger geworden war, zusammen mit ihrem Sohn John zurück in ihre Zivilisation zu nehmen. Er bekommt die Erlaubnis dazu und von da an gerät sein Leben und das der „Unzivilisierten“ total aus den Fugen.
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+ KLAPPENTEXT DT. VERSION +
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"Die schöne neue Welt, die Huxley hier beschreibt, ist die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft »im Jahre 632 nach Ford«, einer Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber auch Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind. Eine totale Herrschaft garantiert ein genormtes Glück. In dieser vollkommen »formierten« Gesellschaft erscheint jede Art von Individualismus als »asozial«, wird als »Wilder« betrachtet, wer - wie einer der rebellischen Außenseiter dieses Romans - für sich fordert: »Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Poesie, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!«
Eine Zukunftsvision, die selbst für uns heute noch sehr utopisch wirkt, auch wenn sich seit 1932 in der technischen Entwicklung etc. natürlich sehr viel weiter entwickelt hat. Retortenbabys sind mittlerweile möglich und nicht mehr bloße Utopie, eine Wohlstandsgesellschaft in der alle Menschen zufrieden sind scheint mir jedoch mehr als utopisch. Das Menschen keine Eltern mehr haben sondern von „Geburt“ an so erzogen werden, wie es der Staat will ist so schrecklich, dass ich es mir gar nicht vorstellen möchte. Der Gedanke, dass so schöne Dinge wie Romane, Gedichte, Kunst etc, verbannt wurden ist ebenso unvorstellbar. Nun stellt man sich natürlich die Frage: Wäre so etwas überhaupt möglich? – Ich denke nicht… aber man kann ja nie wissen.
Im großen und ganzen ist diese „schöne neue Welt“ recht gut durchdacht und dass es eine Droge gibt um alle ruhig und zufrieden zu halten erinnert eher an eine psychiatrische Anstalt als an eine dauerhafte Staatsanordnung.
Am Anfang das Romans sieht man diese ganzen Dinge aber gar nicht so, erst wird alles positiv dargestellt, es gibt keine Not, kein Elend mehr, keinen Hunger, keine Krankheiten, keine Trauer etc. auch vor dem Tod muss sich niemand mehr fürchten, niemand altert, eine Gesellschaft voll junger, zufriedener Menschen, die alle ihre spezielle Aufgabe haben, keiner fühlt sich nutzlos. Alles schön und gut, gäbe es nicht immer ein paar „Freidenker“ die nicht sein wollen wie alle anderen, egal wie schön alles scheinen mag. Der Ausflug ins Reservat tut alles Übrige. Etwas seltsam fand ich, dass das Reservat gar so sehr wie ein Eingeborenendorf beschrieben ist, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint mit keinerlei Luxus und eigenartigen Bräuchen. Aber vermutlich sollte der Gegensatz zwischen den beiden Welten einfach nur ganz extrem gezeichnet werden und das ist sehr wohl gelungen. Für uns klingt es jedoch etwas seltsam, wenn sich Lenina z. B. an den alten runzeligen Leuten erschrickt. Mich schreckt eher eine Vorstellung von alten Leuten die nicht altern. Als dann auch noch zwei der „Wilden“ in die Zivilisation eingeführt werden beginnt man selbst die „Fehler“ dieser schönen neuen Welt zu sehen. Es kommen philosophische und theologische Fragen auf über die man selbst nachdenken kann. Diese „neue Welt“ die Huxley hier aber wie eine Art Alptraum beschreibt aus unserer Sicht, ist das aber nicht genau das, worauf unsere Wissenschaft hinarbeitet? Es gibt Hautcremes du Mittel gegen das Altern, Alkohol und Tabletten um Schmerzen zu lindern und Depressionen zu vermeiden und Retortenbabys… daran wird ja auch heftig gearbeitet….
Das Buch regt also wirklich zum nachdenken an und da nicht alle Vorhersehungen eingetroffen sind aber durchaus noch eintreffen könnten ist der Roman auch heute noch aktuell und erzielt seine Wirkung genauso wie damals.
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+ ZUM AUTOR +
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Auldous Huxley wurde am 26.7.1884 in Godalming, England geboren. In Eton studierte er von 1908-1913, dann in Oxford und 1916 bekam er einen Abschluss in Anglistik.
1932 schrieb er den Roman „Brave New World“
1973 Umzug nach Kalifornien
1954 „Doors of Perfection“
1958 „Brave New World Revisited“
Am 22.11.1963 verstarb er.
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+ INFOS ZUM BUCH +
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Alle folgenden Infos beziehen sich auf die von mir gelesene Ausgabe des Romans:
OT: Brave New World
Autor: Aldous Huxley
Verlag: Penguin Modern Classics
Land: GB
Seitenzahl: 201
ISBN: Keine Ahnung, hinten steht als kleine Nummer 14 001052 1 (sonst nix)
Preis: laut Buchaufschrift 25p (UK), Australia $0.85, Canada $1.15 - *lach* ist wohl schon ziemlich veraltert, bitte lieber bei amazon oder so die Preise prüfen ;-)
Liebe Grüße vom brave new Wuschel!!!!
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!!
...
Brita2905, 28.05.2006
Klingt spannend und erschreckend zugleich aber so manche Utopie wurde tatsächlich Wirklichkeit... Na ja, das muß aber nicht für alles zutreffend sein... o
Youknowwho, 27.10.2005
Super Bericht! Das Buch musste ich im Englischkurs in der Schule lesen! Sabrina
A really efficient totalitarian state would be one, where people live like slaves but love their ser
ein Testbericht von Bacchus_212004-08-25 21:19:05vom 25.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: schön ausgemalte und bedrohliche Zukunftsutopie, um eine Zeit, wo totalitäre Systeme zu einer Bedrohung für die Menschheit wurden...Nachteile/Kritik: maue storyline, schnell durchsichtiger Ausgang
Das Buch "Tapfere neue Welt" von Aldous Huxley wurde zum ersten Mal im Jahre 1932 veröffentlicht und dieses Jahr wird gleichzeitig als Jahr Null für die Zeitrechnung des Buches genommen, A.F. 632 ("The year of stability"). A.F. steht dabei für "After Ford" und ist eine Referenz auf Henry Ford, der in den Jahren 1908-1927 sein Auto Modell T entwickelte, zum ersten Mal in der Weltgeschichte aus purer Massenproduktion. Henry Fords Wirtschaftsimperium wurde damals von ihm in ein gestrenges Kastensystem eingeteilt, wo Mitarbeiter keine Aufstiegschancen besaßen.
Wie in der Überschrift gesagt,
wäre also der perfekte totalitäre Staat bestehend aus glücklichen Sklaven und so funktioniert die "Tapfere neue Welt". Es gibt die Alpha, Beta, Gamma, Delta und Epsilon Kaste, wobei die Alphas die Position der Denker übernehmen und die meisten Privilegien genießen in der Gesellschaft und die Delta und Epsilons noch nicht mal der menschlichen Sprache fähig sind. .
Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Londoner "Menschen" Fertigungsanstalt und gleichzeitig das Zentrum für Konditionierung, die Bernard Marx ein frisch gemachter Alpha Plus erhält, deren Entwicklung der Leser im Laufe des Buches erfahren wird. Bernard Marx entwickelt im Gegensatz zu den meisten seiner "Mitklone" das Verlangen aus seiner Existenz auszubrechen, er vermutet einen höhere Verschwörung hinter dem ganzen fadenscheinigen System.
Die Philosophie des Staates ist eine geregelte Arbeitszeit und in der Freizeit werden die Mitmenschen in Kinos und Radioveranstaltungsräume gesteckt und zwischendurch gibt es immer wieder das sogenannte Soma, eine Droge, die der Leser und vor Allem Bernard Marx im LAufe des Buches zu verstehen beginnt.
"Tapfere Neue Welt" bietet eine gesellschaftskritische Utopie einer Zukunft, die im Jahre 1932 wohl die Gefahr eines totalitären Staates nicht explizit genug ausdrücken konnte. Das Buch selbst hat einen sehr überschaubaren Handlungsverlauf bietet aber einen kunstvoll-utopischen Schreibstil, der vollzogen ist mit Metaphern und Namen aus der Gegenwart, wie Herr Bernard "Marx" oder "Helmholtz" Watsen (Helmholtz war einer der grundlegenden Erforscher des Hörmechanismus und des Sehapparats :)).
Also ich kann das Buch empfehlen, allerdings empfehle ich die englische Version, die sehr gut zu lesen ist und mehr Spas smacht als die Deutsche und ich kann eine schön ausgedachte und gleichzeitig bedrohliche Utopie versprechen, deren Entfaltung leider etwas zu lasten der Handlun geht :).
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-08-25 21:19:05 mit dem Titel A really efficient totalitarian state would be one, where people live like slaves but love their ser
Das Buch "Tapfere neue Welt" von Aldous Huxley wurde zum ersten Mal im Jahre 1932 veröffentlicht und dieses Jahr wird gleichzeitig als Jahr Null für die Zeitrechnung des Buches genommen, A.F. 632 ("The year of stability"). A.F. steht dabei für "After Ford" und ist eine Referenz auf Henry Ford, der in den Jahren 1908-1927 sein Auto Modell T entwickelte, zum ersten Mal in der Weltgeschichte aus purer Massenproduktion. Henry Fords Wirtschaftsimperium wurde damals von ihm in ein gestrenges Kastensystem eingeteilt, wo Mitarbeiter keine Aufstiegschancen besaßen.
Wie in der Überschrift gesagt, wäre also der perfekte totalitäre Staat bestehend aus glücklichen Sklaven und so funktioniert die "Tapfere neue Welt". Es gibt die Alpha, Beta, Gamma, Delta und Epsilon Kaste, wobei die Alphas die Position der Denker übernehmen und die meisten Privilegien genießen in der Gesellschaft und die Delta und Epsilons noch nicht mal der menschlichen Sprache fähig sind. .
Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Londoner "Menschen" Fertigungsanstalt und gleichzeitig das Zentrum für Konditionierung, die Bernard Marx ein frisch gemachter Alpha Plus erhält, deren Entwicklung der Leser im Laufe des Buches erfahren wird. Bernard Marx entwickelt im Gegensatz zu den meisten seiner "Mitklone" das Verlangen aus seiner Existenz auszubrechen, er vermutet einen höhere Verschwörung hinter dem ganzen fadenscheinigen System.
Die Philosophie des Staates ist eine geregelte Arbeitszeit und in der Freizeit werden die Mitmenschen in Kinos und Radioveranstaltungsräume gesteckt und zwischendurch gibt es immer wieder das sogenannte Soma, eine Droge, die der Leser und vor Allem Bernard Marx im LAufe des Buches zu verstehen beginnt.
"Tapfere Neue Welt" bietet eine gesellschaftskritische Utopie einer Zukunft, die im Jahre 1932 wohl die Gefahr eines totalitären Staates nicht explizit genug ausdrücken konnte. Das Buch selbst hat einen sehr überschaubaren Handlungsverlauf bietet aber einen kunstvoll-utopischen Schreibstil, der vollzogen ist mit Metaphern und Namen aus der Gegenwart, wie Herr Bernard "Marx" oder "Helmholtz" Watsen (Helmholtz war einer der grundlegenden Erforscher des Hörmechanismus und des Sehapparats :)).
Also ich kann das Buch empfehlen, allerdings empfehle ich die englische Version, die sehr gut zu lesen ist und mehr Spas smacht als die Deutsche und ich kann eine schön ausgedachte und gleichzeitig bedrohliche Utopie versprechen, deren Entfaltung leider etwas zu lasten der Handlun geht :).
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