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Infogrames V-Rally
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Testberichte Infogrames V-Rally

 PS1 Spiel
4.0 von 5
Platz 21 in der Kategorie "PS1 Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
Meinungen:
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Infogrames V-Rally Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • geile Grafik, tolles Feeling, viele Strecken, fordernd, lizenzierte Rally - Wagen
  • Sehr flüssige Grafik, tolle Hintergrundlandschaften, riesige Streckenauswahl, großer Spielumfang, zahlreiche freispielbare Strecken und Autos, interessante Spielmodi sowohl im Einzel- als auch Zweispielermodus, sehr gute Kameraführung, hohe Langzeitmotivat
Nachteile/Kritik
  • scheiss Steuerung, hässliche Autos, popups, nerviger Soundtrack, hässliche Motoren - Sounds
  • Viel zu sensible Steuerung, zu schnelle Dreher, unfaire Computergegner
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Voodoo-Benshee

Ab durch den Dreck!

ein Testbericht von 2009-08-16 00:07:41 vom 16.08.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: geile Grafik, tolles Feeling, viele Strecken, fordernd, lizenzierte Rally - Wagen...
Nachteile/Kritik: scheiss Steuerung, hässliche Autos, popups, nerviger Soundtrack, hässliche Motoren - Sounds
Servus ihr da draußen. Heute ist Retro-Zeit, denn ich befinde mich gerade mitten in dieser Phase. Ich bin gerade dabei, meine komplette Playstation 1 Sammlung zurück zu erobern.
Und deshalb kommen wir zu meiner jüngsten Perle, die eigentlich jeder Playstation Besitzer kennen sollte: V-Rally.

Damals aus dem Hause Infogrames (heute Atari) erschien es 1997 erstmals auf der Playstation. V-Rally sollte auf der Playstation ein komplett neues Erlebnis werden und ich erinnere mich noch bestens an die Previews diverser Fachzeitschriften.
Man man man, das sah alles so wahnsinnig geil aus, und die Features, die versprochen wurden – ließen einem das Wasser im Mund zusammen laufen.

Über 30 verschiedene Rennstrecken, verteilt über den ganzen Globus. Original lizenzierte Fahrzeuge der 97er Rally-Saison: Peugeot, Citroen Seat Lancia, Renault, Skoda, Mitsubishi, Toyota und Subaru. Die Fahrzeuge sind logischerweise in ihre Stärken eingeteilt. Erst kommen die kleinen Frontantriebler, dann die Mittelklassewagen, dann Heckantrieb und die starken Allradler.
Fakt ist, mit diesem Argument konnte man damals ordentlich punkten.

Ich konnte es kaum erwarten als das Spiel rauskam und ich hab gut und gern mal eben ca 90 DM (ja damals war das noch D-Mark *g *) ausgeben wollen.

Sobald das Spiel in der guten alten grauen Kiste landet stellt man auf deutsch und landet gleich im Menü. Wieso es kein Intro gibt, um den Spieler aufzuheizen ist mir heute noch schleierhaft, aber gut. Immerhin startet ganz nach Automaten-Manier eine selbstlaufende Demo, wenn man im Menü eine Weile nichts anrührt.

Nun kann es losgehen. Klassisch können wir mit dem Arcade Modus beginnen. Das ist sozusagen das schnelle Spiel. Je nach Schwierigkeitsgrad müssen wir diverse Strecken abfahren. Aber ganz so einfach ist das nicht. Hier muss man in einer ablaufenden Zeit sämtliche Checkpoints passieren, bevor die Zeit abläuft. Das kann sich aufgrund der recht aggressiven Gegner gern als äußerst schwierig gestalten. Je höher der Schwierigkeitsgrad eingestellt ist, desto mehr Strecken müssen absolviert werden und das kann echt richtig übel werden.

Der zweite Modus ist die Meisterschaft.Hier müssen pro Etappe drei Rennen gefahren werden und wenn möglich als Erster punkten. Die Reise streckt sich dabei vom dicht bewaldeten tropischen Indonesien, über die trockene heiße Safari, dem regnerischen England, dem staubigen Corsica, schwülem New Zealand, dem heißen trockenen Spanien bis zum klirrekalten verschneiten Schweden. Also an der Vielfalt kann man absolut nicht meckern, zumal jedes Land seine Wetterverhältnisse und verschiedenen Bodenverhältnisse zeigt, wie Sand, Schnee, Schlamm, und Asphalt.

Und da kommen wir glatt zur Grafik. Man muss beachten, V-Rally erschien erstmals 97 auf der Playstation 1. Ein Konsole die heute zwei Generationen hinter uns liegt – somit kann man das nicht mit dem heutigen Standard vergleichen. Aber generell muss man sagen, es sieht immernoch echt genial aus. Gut, Polygon-Gewitter und Popups sind Krankheiten, die auf der Playstation 1 nicht so leicht zu besiegen sind – und V-Rally leidet manchmal doch sehr stark darunter, aber im Großen und Ganzen ist das schon ein schönes Stück.

Nicht ganz so toll sind die Fahrzeuge, die fand ich damals schon ziemlich hässlich. Man kann zwar problemlos die Marken erkennen, aber ein paar mehr Polygone hätten sie denke ich mal noch gut vertragen können.
Selbiges gilt den Sounds. Ganz ehrlich, die Motoren klingen erstens bei allen Fahrzeugen gleich und zweitens, die klingen wie ein Fliegenschwarm. Also irgendwie wurde das nicht wirklich clever durchdacht.

Anders sieht es aber bei weitem zum Thema Level Design aus. Ganz ehrlich, noch heute bin ich von der Streckenvielfalt und die unglaubliche Liebe zum Detail überrascht. Alle Strecken sind so unglaublich hübsch und detailliert, da können sich sogar noch heutige Titel mal ein Beispiel dran nehmen. Untergemischt werden da noch schöne Ambiente-Sounds, Lens-Flairs und schöne Wetter-Effekte – da macht das durchheizen gleich doppelt soviel Spaß.
Aber auch hier sieht man oft, dass die Playstation 1 schnell an ihr Grenzen schreitet. Je detailreicher die Strecken, desto später der aufploppende Bildaufbau, was manchmal schon dafür sorgte, dass man nicht rechtzeitig die nächste kommende Kurve einschätzen konnte.
Aber im Großen und Ganzen kann man das eigentlich verschmerzen, zumal das Gesamtbild einfach stimmt.

Aber es gibt noch einen üblen Beigeschmack. Das Handling der Fahrzeuge. Ohne scheiss, ich hab noch nie eine so verkackte Steuerung gesehen wie hier. Es wurde mit Realismus umher geschmissen, aber wenn das realistisch sein soll, dann gute Nacht. Die Steuerung ist so unglaublich hardcore empfindlich – das geht mal gar nicht. Ein falscher Zug und das Fahrzeug steht quer. Ein Rempler, eine Unebenheit abseits der Straße oder eine falsche Kurvenhaltung und die Karre steht quer oder liegt auf dem Dach. Das Ganze ist nicht nur hyperfrustrierend, sondern kann durchaus dafür sorgen dass man den Controller in die Ecke pfeffert – das Spiel aus macht und nie wieder anrührt. Ich bin auch der Meinung, wenn man das Spiel mit den Analogsticks spielen könnte, wäre das Problem nicht ganz so dramatisch – denn leider kann man hier nur mit der digitalen Steuerung spielen, oder wer das Necgon (spezieller Rennspiel-Controller von Namco) besitzt wird auch hier seine Vorteile haben.

Man muss sich im Endeffekt gut ne Stunde Zeit nehmen, damit man weiss wie das Fahrzeug auf gewisse Situationen regiert. Dann, bin ich ehrlich, funktioniert das schon irgendwie und man kann durchaus auch Rennen locker gewinnen. Aber das funktioniert nicht immer, denn die Gegner sind meistens bei einem Dreher oder Überschlag nicht unschuldig, so aggressiv wie die drauf sind.
Ausserdem muss jeder noch entscheiden, welche Kamera er verwendet. Kennt man jede Strecke in und auswendig, ist die Stoßstangen-Kamera am besten geeignet, weil man so viel besser das driften und die direktere Kurvenlage einschätzen kann, Einsteiger sollten lieber zur 3rd Person-Kamera greifen, schon allein weil man mehr von der Strecke sieht.

Wem der Arcade -und Meisterschafts Modus nicht reicht, kann sich natürlich auch um Bestzeiten im Time Trial herumschlagen. Hier hat man alle Strecken frei zur Verfügung. Bestzeiten werden, wenn man sie nochmal schlagen will, mit seinem Ghostfahrzeug begleitet. So besteht nochmal ein Ansporn, seine vorherige Zeit zu schlagen bzw zu sehen wo man bestimmt Stellen noch besser fahren müsste.

Ansonsten gibt’s noch die klassischen Spieleinstellungen wo man seinen Controller konfigurieren kann, den Schwierigkeitsgrad auswählen kann, welches Bildformat (4:3, 16:9) gewünscht ist, Speicherkarten Funktionen, Spieler erstellen und löschen, Soundeinstellung ect pp)

Übrigens unterstützt das Spiel 100%ig den Zwei-Spieler Modus. Das heisst, alle Spielmodi – auch die Meisterschaft können zu zweit absolviert werden. Man sucht sich dann aus, wie der Bildschirm geteilt werden soll – vertikal oder horizontal und schon kann der Spaß beginnen.

Fazit: V-Rally ist definitiv eine Perle für die Playstation 1 und sollte jeder Sammler besitzen. Wahnsinns Grafik und tolles Rallye-Ambiente sind die absoluten Stärken des Spiels. Punkt Abzug gibts vor allem beim Handling, die Fahrzeuge sind nicht so hübsch und Motorensounds. Eigentlich müsste ich hier noch einen Punkt abziehen wegen des Soundtracks. Untermalt werden die Rennen normalerweise mit irgendwelchem Rockgedudel und dem Co-Piloten, der uns sagt – was für Kurven und Hindernisse auf uns zukommen. Den Soundtrack hab ich im Menü abgeschaltet, weil der echt nervig ist.
Trotz dieser Mankos werden sehr viele Sachen durch sehr gute Gegenargumente wieder wett gemacht und somit zählt V-Rally zu einem der besten Rennspiele.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Mondlicht1957
Mondlicht1957, 18.08.2009
Sehr hilfreich und liebe Grüsse
Danke für eure Lesungen meiner Berichte auf Seite 5 - Ablaufkandidaten
lydialucia
lydialucia, 16.08.2009
Sehr hilfreich und liebe Grüße aus Darmstadt! Ich freue mich über Gegenlesung! :D
testwriter
testwriter, 05.09.2009
toller bericht.. freue mich ganz bestimmt über gegenlesung lg
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Yasmeen

Lust und Frust

ein Testbericht von 2004-09-22 08:21:57 vom 22.09.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr flüssige Grafik, tolle Hintergrundlandschaften, riesige Streckenauswahl, großer Spielumfang, zahlreiche freispielbare Strecken und Autos, interessante Spielmodi sowohl im Einzel- als auch Zweispielermodus, sehr gute Kameraführung, hohe Langzeitmotivat...
Nachteile/Kritik: Viel zu sensible Steuerung, zu schnelle Dreher, unfaire Computergegner
Das Videospiel, über welches ich diesmal berichte, ist auch heutzutage jedem auch nur halbwegs an Konsolenspielen Interessierten ein fester Begriff. Dies liegt nicht nur daran, dass mit dem Erscheinen von „V-Rally“ eine völlig neue Art des Rennspiels zu Hause gespielt werden konnte, was man bis dahin eigentlich nur von den Automaten in Spielhallen kannte, sondern auch daran, dass nach dem Erscheinen dieser Version für die Playstation (dem allerersten V-Rally überhaupt) unzählige Nachfolger für alle möglichen Spielsysteme in den folgenden Jahren erschien, sowohl für den PC, die Playstation, das Nintendo 64, den Sega Saturn, die Playstation 2, den Nintendo Gamecube, die Microsoft X-Box und, und, und. Für Rennspiele ist immer schon mein älterer Bruder „zuständig“ gewesen, bezahlt hat er damals im Jahre 1997 ungefähr 100 DM. Heute sieht das natürlich viel besser aus, für diesen Urahn, eben den ersten Teil der berühmten Rennspielserie müsst Ihr heute im Internet höchstens noch 10 Euro ausgeben. Und glaubt mir, wenn das Wort „Kultspiel“ überhaupt seine Berechtigung hat, dann in diesem Fall hier bei V–Rally.

Insgesamt erwarten Euch über sage und schreibe 30 verschiedene Rennstrecken, wobei ein besonderes Gewicht auf eine möglichst realistische Umsetzung gelegt wurde. Wenige Monate zuvor hatte „Sega Rally“ auf dem Sega Saturn riesige Erfolge feiern können, doch dieses sollte nun übertrumpft werden. Da es sich hier nicht um einen Arcade-Racer, sondern um eine Rallyesimulation handelt, kommt Ihr mit einem „wilden Drauflosrasen“ nicht weit, vielmehr sind ein erhöhtes Maß an Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen im Umgang mit Gas und Bremse gefragt, Ihr könnt eben nicht „mal so eben“ mit 250 km/h gegen eine Mauer, einen Baum oder einen Zaun fahren und dann direkt weiterrasen, nein, Ihr solltet peinlichst genau darauf achten, die ganze Zeit über auf der Rennstrecke zu bleiben, die Zeitverluste wären sonst enorme, kleine Fahrfehler wirken sich sofort negativ aus. Wie es sich für eine richtige Rennsimulation gehört, wurde genauestens die Steuerung, das Bremsverhalten, die Beschleunigung und speziell das Crash-Verhalten der Fahrzeuge überprüft und insofern habt Ihr dann auch tatsächlich meistens den Eindruck, dass sich die Autos sehr realitätsgetreu fortbewegen.

Die Automarken der Rallyewagen dürften Euch sehr bekannt vorkommen, denn Ihr startet mit insgesamt elf verschiedenen Fahrzeugen in das Rallyeabenteuer, so zum Beispiel von Lancia, Skoda, Peugeot, Renault, Citroen, Seat, Mitsubishi, Toyota oder Subaru. Zunächst entscheidet Ihr Euch zwischen dem Einzel- oder Zweispielermodus, wobei der Zweispielermodus sowohl mit vertikalen als auch mit horizontalen Bildschirmausschnitten gefahren werden kann. Habt Ihr Euch für den Einzelspielermodus entscheiden, stehen Euch erst einmal drei unterschiedliche Spielmodi zur Verfügung. Im Arcade-Modus absolviert Ihr die Rennkurse innerhalb einer vorgegebenen Mindestzeit, die jeweiligen Checkpoints zwischendurch, zeigen Euch dabei an, wie gut Ihr gerade in der Zeit liegt. Schafft Ihr es nicht rechtzeitig zu solch einem Checkpoint, ist das Rennen für Euch vorbei. Besteht Ihr jedoch den ersten Rennkurs bzw. die drei Kurse des Landes, wird ein weiterer freigeschaltet und so weiter. Habt Ihr alle vier Rennen auf dem Easy-Niveau erfolgreich absolviert, schaltet Ihr sechs Medium-Strecke frei und solltet Ihr schließlich auch dort erfolgreich sein, erwarten Euch acht schwere Rennen auf Experten-Niveau.

Die Rennstrecken könnten dabei nicht unterschiedlicher sein und gerade das ist eine der gro-ßen Pluspunke dieses Rennspiels. Denn Ihr jagt quer über den ganzen Globus und das bei grundlegend verschiedenen Witterungsverhältnissen und zu verschiedenen Tageszeiten, so zum Beispiel auf Korsika bei Sonnenschein, in Indonesien zur Abenddämmerung, im bewölkten und nebligen England, in brütender Hitze in den Steppen Afrikas, im regnerischen Neuseeland, in den Alpen bei Nacht, auf Eis und Schnee in Schweden oder im sonnigen Spanien. Die Straßen sind dabei selbstverständlich auch völlig unterschiedlich, ob auf verstaubten Straßen, matschigen Wegen, auf Glatteis, Asphalt, Schotter oder auf Sand, alles ist da, was das Herz eines Rallyefans erfreut.
Dann gibt es natürlich das reine Zeitfahren, was in erster Linie natürlich der Kennenlernphase der Autos und Rennstrecken dienen soll und nicht zu vergessen das Aufstellen der Rekordzeiten. Dabei beeindruckt ein gewaltig großes Menü, denn bei jeder einzelnen Strecke werden die sechs besten Zeiten festgehalten. Ein durchsichtiges „Geisterfahrzeug“ begleitet Euch bei Euren Runden, es stellt die bis dahin beste Rundenfahrt von Euch dar. Natürlich könnt Ihr dort zwar noch nicht alle Rennstrecken und schon gar nicht alle Rennautos fahren (diese müssen nämlich erst nach und nach erspielt werden), doch einen ersten Vorgeschmack auf das Euch Bevorstehende bekommt Ihr auf jeden Fall. Ich empfehle Euch auch wirklich, zunächst erst einmal alle möglichen Kurse einmal ausprobiert zu haben, denn später wird ja alles durch die Computergegner noch viel hektischer und unübersichtlicher. Vielleicht erkennt Ihr schon frühzeitig, welches der Startautos Euch am Besten gefällt und dann kann es schließlich losgehen mit dem Hauptmodus, nämlich der Meisterschaft.

Im Meisterschaftsmodus sind die Bestzeiten eigentlich nicht mehr besonders interessant, sondern vielmehr die genaue Platzierung. Ihr kämpft dort mit drei anderen Computerfahrern um wertvolle Meisterschaftspunkte. In jedem der insgesamt acht Länder sind jeweils drei Strecken zu fahren und nach Ablauf der drei Rennen müsst Ihr unbedingt den ersten Platz belegen, um Zugang zum nächsten Land zu erhalten. Das Hervorragende hierbei ist (und das ist ein weiterer großer Pluspunkt! ), dass Ihr diese Wettbewerbe auch zu zweit gleichzeitig fahren könnt, also mit zwei menschlichen Fahrern und zwei Computergegnern. Und genau das hat mir am Meisten Spaß gemacht.

Dabei gestaltet sich das Vorankommen allerdings alles andere als leicht, denn V-Rally hat gerade, was den Schwierigkeitsgrad angeht, doch auch seine Schwächen. Ich habe nichts gegen anstrengende Spiele und hohe Anforderungen, doch leider gibt es hier eindeutig zahlreiche unfaire Spielelemente. Gleich am Anfang müsst Ihr Euch nämlich mit den Tücken der extrem sensiblen Steuerung auseinandersetzen, unverhältnismäßig oft kommt es auch nur bei leichtem Übersteuern zu folgenschweren Drehern. Aber okay, das könnte ich ja noch akzeptieren, denn schließlich soll es sich ja um eine realistische Rennsimulation handeln. Dass Ihr aber völlig unverschuldet in Unfälle mit den andere Autos geratet, die oft aus Fehlern der Computerfahrer entstanden sind, diese sich dann aber schleunigst aus dem Staub machen können, Ihr aber erst mühsam fast schon im Stand die richtige Richtung erst einmal anpeilen müsst und dann erst weiterfahrt und wertvolle Zeit verloren habt, ist mehr als unfair und hat mich zu Beginn unheimlich geärgert. Und zwar so stark, dass ich fast nach wenigen Stunden schon aufgehört hätte, was ich aber zum Glück dann doch nicht gemacht habe.

Das Problem ist dabei, dass diese Unfälle viel zu oft vorkommen, oft ist es wirklich ein Drahtseilakt, wenn Ihr zwischen den Kurven an de Gegnern vorbeifahren wollt. Nichts gegen ein hohes Maß an Realismus, aber dann sollten die Chancen von Mensch und Computer doch halbwegs gerecht sein, so hat aber fast immer der Computer in solchen Momenten die Nase vorn. Ein kleiner Trost ist dabei allerdings, dass auch den gegnerischen Autos gar nicht einmal so selten Fehler passieren und nichts ist doch schöner, wenn zwei CPU-Gegner miteinander kollidiert sind und Ihr lächelnd an diesen vorbeirauscht. Doch leider sind diese schönen Momente viel zu selten im Vergleich zu den eben erwähnten unfairen Passagen. Mit etwas Übung und sehr viel Geduld habt Ihr auch dann nach einigen Stunden aber so halbwegs an die Eigenarten dieses Spiels gewöhnt und nach und nach wurden die unfaire Stellen etwas weniger, doch fast immer müsst Ihr jede Sekunde höllisch aufpassen, während es phasenweise so scheint, als könnten sich die computergesteuerten Autos so gut wie alles erlauben.

Touchiert Ihr auch nur ganz leicht einen Zweig, eine Böschung oder streift Ihr ein anderes Auto auch nur hauchzart, so erleidet Ihr einen doppelt und dreifachen Überschlag und es dauert ewig, bis Ihr wieder losfahren könnt. Natürlich ist das realistisch, doch müsst Ihr dabei bedenken, dass die Straße teilweise unglaublich eng ist, dass oft nur gerade Euer Auto auf die Straße passt und Ihr zudem oft durch matschiges oder vereistes Gelände schliddert, so dass Ihr Euch notgedrungen jede Sekunde auf einen Salto Mortale gefasst machen müsst. Das, was jedoch Spaß macht, ist die Tatsache, dass Ihr manchmal einen Gegner genau ausgucken könnt und Ihr diesen dann im richtigen Augenblick von der Strecke schubst, woraufhin Ihr dann oft noch kurz im Rückspiegel noch die folgenschweren Überschläge grinsend betrachten könnt. Volle Konzentration ist jedenfalls die ganze Zeit absolut Pflicht. Mit sehr viel Geduld, Ausdauer, Feingefühl und nach mehreren kleinen Wutausbrüchen erreichte ich dann eines Tages über 40 Spielstunden später doch noch mein Ziel.

Die Grafik setzte damals jedoch eindeutig neue Maßstäbe und beeindruckte das ganze Spiel über durch ihren sehr flüssigen Ablauf. Die Hintergrundlandschaften sehen atemberaubend schön aus, V-Rally gehört zu den in grafischer Hinsicht am Schönsten präsentierten Rennspielen auf der Playstation. Egal ob bei Tag oder Nacht, mit welchem Auto und auf welchem Untergrund, es sind so gut wie keine Schwächen auszumachen, die Optik ist einfach sensationell gut. Ob durch trockene Wüstengebiete, sumpfige Waldgebiete, verstaubte Steppengebiete, verschneite Gebirgslandschaften oder auf klirrendem Eis, die Grafik macht hinsichtlich der Autos und Hintergründe immer eine sehr gute Figur. Ebenso überzeugen die Kameraperspektiven, wobei Ihr die ebenfalls zur Verfügung stehende Egoperspektive nur zu Spaß benutzen solltet, diese ist zwar sehr spektakulär, aber im Grunde unbrauchbar. Daher blickt Ihr von hinten auf Euer Auto und erkennt somit (zumindest oft) noch rechtzeitig die zahlreichen Tücken der jeweiligen Rennpiste verschiedenfarbige Pfeilsymbole zeigen Euch (zumeist) noch rechtzeitig an, was für eine Kurvenart Euch wann erwartet.

Die Begleitmusik fällt hingegen deutlich ab, hier wird Euch nur Durchschnittliches geboten. Die rockigen Klänge wiederholen sich sehr oft und nutzen sich schnell ab, die Klänge sorgen jedenfalls nicht dafür, dass Ihr in einen Spielrausch versetzt werdet. Damit wir uns nicht falsch verstehen, der Sound passt schon einwandfrei zum jeweiligen Spielgeschehen, er reißt nur eben niemanden vom Hocker, glaube ich. Was die Soundeffekte angeht, hören sich die unterschiedlichen Motorengeräusche beim Beschleunigen ja noch ganz gut an, der Synchronsprecher, welcher Euch in seiner Funktion als Copilot auf dem Rennkurs begleitet, klingt irgendwie sehr unmotiviert und langweilig.

Insgesamt haben wir es hier mit einer grafisch prachtvoll in Szene gesetzten Rallyesimulation zu tun, die damals völlig neue Maßstäbe setzte und für große Begeisterung sorgte. Dazu kommen noch die zahlreichen Rennstrecken, die nicht nur eine rekordverdächtige Anzahl aufweisen, sondern mich durch ihre völlig unterschiedlichen Landschaften begeistern konnten. Hatte ich mich erst einmal halbwegs mit der komplizierten und etwas zu sensiblen Steuerung angefreundet, trat ein ungewöhnlich hoher Suchtfaktor auf, den ich erfreulicherweise auch zu zweit gleichzeitig mit einem menschlichen Mitspieler gegen die beiden anderen Computerfahrer erleben konnte. Konnte ich dann den eher mageren Sound noch ziemlich locker verschmerzen, so machten mich die immer wieder auftretenden unfairen Stellen ab und zu rasend vor Wut aber auch das legte sich dann irgendwann einmal. Der Abwechslungsreichtum und die Langzeitmotivation von V-Rally sind jedenfalls riesengroß, so dass in Verbindung mit der tollen grafischen Präsentation tatsächlich ein echtes Highlight im Genre der Rennsimulationen geschaffen wurde. Trotz der zweifellos vorhandenen Frustpassagen handelt es sich somit um einen Top-Titel auf der Sony Playstation.
...
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