Franz Kafka: Die Verwandlung
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Testberichte Franz Kafka: Die Verwandlung

 (Taschenbuch)
4.8 von 5
Platz 1 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.8 von 5
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Franz Kafka: Die Verwandlung Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.8 von 5
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Spannung,interessant zu lesen,aussagekräftig
  • die Geschichte, lässt dich gut lesen, preiswert
  • literarischer Wert; einfache Lektüre; Idee;
  • leicht zu lesen . . .
Nachteile/Kritik
  • Einband nicht stabil
  • nichts;
  • . . . aber nicht so einfach zu verstehen
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ShitHappens85

Franz Kafka,Die Verwandlung-unbedingt lesen!

ein Testbericht von 2004-03-10 18:26:26 vom 10.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannung,interessant zu lesen,aussagekräftig...
Nachteile/Kritik: -
Hallo allemiteinander,

heute schreibe ich über Die Verwandlung von Franz Kafka.Jeden Sommer lese ich ca. 7 klassische Werke,zu denen im letzten Sommer auch dieses Buch gehörte(ja,ich weiß,wie krank,und das auch noch freiwillig ;-) ) aber es beeindruckt Lehrer!
Nun komme ich mal zu dem Werk:

1. Angaben zum Werk

Titel/Autor: Die Verwandlung,Franz Kafka
Ausgabe: Hamburger Lesehefte Verlag, 187. Heft
Preis: nicht sicher,so zw. 1-2 Euro
Seitenzahl: 50 Seiten,plus Anhang 53 Seiten

Diese Erzählung ist 1915 erstmals veröffentlicht worden,noch zu Lebzeiten Kafkas,dessen berühmteste Werke größtenteils erst nach seinem Tode erschienen. Sie enthält übrigens viele Hinweise auf Franz Kafkas eigenes Leben,da dieser zeit seines Lebens unter seiner Arbeit litt(er hatte nie genug Kraft zum schreiben seiner Texte). Auch sein gestörtes Verhältnis zu seinem Vater und die allgemeinen Probleme mit Frauen flossen stark in den Text ein.

2. Das Werk an sich(nicht lesen wenn man das Ende nicht wissen will!!)

Die Hauptfigur,Gregor Samsa, ist nicht sehr zufrieden mit seinem Leben,besonders nicht,als er eines morgens als riesiger Käfer erwacht. Anfangs mag er es nicht glauben,obwohl der Chitinpanzer und die unzähligen Beinchen doch sehr eindeutig sind. Seine bisherigen Probleme,wie die Unzufriedenheit mit seinem anstrengenden Job und die große Verantwortung,die er als alleiniger Ernährer seiner Eltern und seiner Schwester trägt,treten in den Hintergrund. Natürlich versucht Gregor diesen "peinlichen Umstand" vor der Familie zu verbergen,was ihm allerdings nur sehr kurz gelingt. Es kommt was abzusehen war, seine Familie will wissen weshalb er sein Zimmer nicht verlässt,sieht ihn zu einem gigantischen Monster verwandelt und bricht in Panik aus.Es fällt ihnen sichtlich schwer in diesem widerwärtigen Wesen noch ihren Sohn zu erkennen,lediglich Gregors kleine Schwester versucht sich um ihn zu kümmern,obwohl ihr ihr Ekel deutlich anzumerken ist.
Der Vater hingegen verstößt seinen Sohn. Erst drängt er ihn gewaltsam (mit einem Besen!!) wieder in das kleine Zimmer und sperrt ihn ein und schließlich fühlt er sich durch die Anwesenheit des Käfers derart bedroht dass er ihn mit Äpfeln bewirft,um ihn zu verletzen. Ein Apfel dringt in Gregors Rücken ein,wo er in den folgenden Wochen in der offenen Wunde vergammelt.
Schließlich,als sich sogar seine Schwester,die nun all seine Aufgaben übernommen hat, ganz offen gegen ihn stellt,gibt Gregor auf. Ohnehin abgemagert und krank,beschließt er dass es für alle am besten sei wenn er weg wäre,und stirbt.

3.Fazit

Nun gut,es ist ja nichts Neues dass die Werke von Kafka hoch gehandelt werden. Was mich an diesem Werk besonders faszinierte war die leicht verständliche Bildsprache,der überarbeitete Vertreter,der seine Familie ernährt und alles tut was sein Vater verlangt,erwacht eines Tages als riesiger Käfer ==> so einfach wird es einem nicht oft gemacht,ein Werk,zumindest in den grundlegenden Punkten,zu durchschauen! Außerdem fand ich es interessant,wie Kafka seine eigenen Probleme verarbeitet hat, er hat auch sein Leben lang Tagebuch geführt,doch da ihm dies als Erleichterung nicht reichte,entstand Die Verwandlung.
Meiner Meinung nach ein brilliantes Werk mit allen wichtigen Punkten die eine Ezählung nur enthalten kann,perfekt geschrieben,spannend,tieftraurig,lehrreich und aussagekräftig!!!

Soweit von mir,nur eines noch:
Natürlich ist mir klar das man noch sehr viel mehr dazu hätte schreiben können,doch da ich euch den Lesespass nicht verderben wollte habe ich das Buch so knapp wie möglich zusammengefasst,damit auch Leute,die die Inhaltsangabe gelesen haben noch interessante und unbekannte Punkte an dem Werk entdecken können!

Viel Spaß beim lesen,
Mit lieben Grüßen, Anne
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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KruemelMonsterLisa

Lektüre zum Nachdenken

ein Testbericht von 2011-11-03 18:26:55 vom 03.11.2011
Empfehlung: ja
Das Werk "Die Verwandlung" von Franz Kafka ist unsere derzeitige Schullektüre, weshalb ich mich entschlossen habe, heute Abend noch einmal einen Bericht darüber zu schreiben.
Ich persönlich habe auch eine taschenbuch ausgabe und zwar die aus der Reihe der Hamburger Lesehefte. Ich habe es im Buchladen für 1,30€ gekauft.

Zum Buch:

Bei meinem Buch handelt es sich um ein Hamburger Leseheft, dass insgesamt etwas 50 Seiten umfasst.

Zum Cover:

Das Deckblatt des Buches ist grau, mit einem schwarzen großen Käferdrauf, in dem Mann noch die gesichtszüge eines Mannes erkennen kann. Ich finde dieses Deckblatt schön einfach und schlicht, aber dennoch sagt es schon aus, worum es in dem Buch gehen wird. Doch dazu gleich.

Zum Inhalt:

Inhaltlich geht es um den Hauptcharakter Gregor Samsa, der eines Morgend aufwacht und sich seltsam fühlt. Sein Körper hat sich verändert und er findet sich in einen Käfer verwandelt wieder. Als er es entlich umständlich schafft, sich aus seinem Zimmer zu befreien, stellt er mit Entsetzen fest, dass seine Eltern ihn nicht erkennen, ihn nicht verstehen und ihn ohne Rücksicht auf ihn zurück in sein Zimmer jagen.es
Für Gregor begonnt nun eine schwere Zeit. Die Eltern können ihren Schrecken nicht überwinden. Und auch seine geliebte Schwester kommt nur täglich einmal in das Zimmer, um ihm etwas zu Essen zu geben und das Zimmer zu kehren. Aber auch das nur, wenn sich Gregor versteckt hält.
Da Gregor bisher den gesammten Unterhalt der Familie bestritten hat, liegt es nun an er Familie, ihr Leben einzuschränken und selber arbeiten zu gehen.
Derweilen wird die Ausgrenzung Gregors imer schlimmer und niemand will mehr seine menschliche Gestalt in diesem schrecklichen Käfer sehen.
Gregor zieht sich immer weiter in sein Käferleben zurück und wird immer einsamer. So sehr er sich auch bemüht, Kontakt zu seiner Familie herzustellen, alles scheidert.
Letztendlich stirbt er, als er vom Vater die Worte hört, dass es sich unmöglich um Gregor handeln kann, denn der währe aus Rücksicht schon längst verschwunden.
Und somit endet das Buch mit der Erlösung der Familie durch de Tod von Gregor.

Fazit:

Insgesammt finde ich das Buch wirklich gut geschrieben. Die Handlung ist fesselnd, aber auch verwirrend, da man nicht genau weiß was wirklich mit Gregor geschehen ist.
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
templerthomas
templerthomas, 03.11.2011
die Rechtschreibung solltest du nochmals überprüfen gesammten, imer, ausgabe, außerdem ist die eigene Meinung sehr minimal - aber keine Sorge hier wird eh alles abgeklickt
Summertime_1981
Summertime_1981, 04.11.2011
Prima vorgestellt. Würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir rein schaust. GLG
Miraculix1967
Miraculix1967, 03.11.2011
Schönen Herbstabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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+++ exzellentes Meisterwerk Kafkas +++

ein Testbericht von 2009-01-04 20:27:41 vom 04.01.2009
Empfehlung: ja
Vorab: Das Werk hat mich das letzte halbe Jahr meines geliebten Deutsch-Leistungskurs begleitet und dieser Testbericht ist sehr tiefgründig. Er erschien ebenfalls als Rezension bei amazon.de und ist nach dem literarischen Standard eines Testberichtes (Literatur) geschrieben.

Leser, die keinen Wert darauf legen, eine Novelle vor dem Hintergrund der persönlichen Erfahrungen des Autors zu betrachten sind bei Kafka an der falschen Adresse. Das Antimärchen "Die Verwandlung" handelt von Gregor Samsa, der eines Morgens erwacht und erkennen muss, dass er sich in einen Käfer verwandelt hat. Er ignoriert diese Verwandlung zunächst und ist kaum verwundert. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich Gregor an seinen neuen Körper, er wird jedoch von Schuldgefühlen geplagt, da er bisher dir Familie alleine durch sein Einkommen ernährt hat. Der Familie gelingt es dennoch die Schwierigkeiten der veränderten Situation zu bewältigen, der Vater und die Tochter finden eine Arbeit und auch die kranke Mutter verdient ein bisschen dazu, in dem sie von Zuhause Näharbeiten erledigt. Durch die Selbständigkeit der Familie wird Gregor mehr und mehr isoliert und als Belastung angesehen. Die scheinbar heile Familienidylle treibt Gregor schließlich in den Tod. Die Verwandlung ist als eine Art literarische Lebensbewältigung Kafkas anzusehen und durchaus interessant zu lesen und zu interpretieren. Ohne die Intention des Textes zu beachten ist es abnorm sich eine Vater vorzustellen, der seinen Sohn mit einem Apfel bewirft, statt sich Gedanken darüber zu machen und zu verstehen, warum sich sein Sohn in einen Käfer verwandelt hat und welche Gründe dafür eine Rolle spielen. Betrachtet man dieses im Zusammenhang mit Kafkas Intention, so stellt man im Vergleich mit anderen Werken, wie etwa "Das Urteil" oder "Eine kaiserliche Botschaft", fest, dass Kafka in seinen Werken das Herkömmliche durch etwas Fremdartiges interpretiert und somit die Wahrheit, die sich hinter der Fassade des Herkömmlichen versteckt hat, auf wundervolle Weise zum Vorschein bringt. Die Verwandlung in einen Käfer ist also symbolisch zu deuten. In Gestalt eines Käfers ist Gregor machtlos, es wird deutlich, dass Gregor es vorher ebenfalls schon war, die Idylle des sorgenden Sohnes wird zerstört, besser gesagt, es gab sie nie. Gregor war zeit seines Lebens seinem Vater und seinem Arbeitgeber untergeordnet. Die Verwandlung verbildlicht seine Situation und seine Minderwertigkeit gegenüber seiner Familie und Chef. Liest man die Verwandlung ohne biografisches Hintergrundwissen, bleiben also viele Fragen offen, warum etwas Gregor sich nicht über seine Verwandlung wundert. Doch nach näherer Beschäftigung wird vieles klarer, besonders die Ähnlichkeit zwischen Kafka und Gregor wird deutlich. Auch Kafka hatte eine jüngere Schwester, zu der er ein besonderes und inniges Verhältnis aufrechterhielt, Ottla. Das Konkurrenzverhalten zwischen Gregor und seinem Vater lässt sich mit dem ödipalen Konflikt in Verbindung bringen, der besagt, dass der Vater und der Sohn sich konkurrierend gegenüber stehen. Verständnisvoller wird es also, wenn man den Konflikt zwischen Kafka und seinem Vater analysiert. Auch Kafka fühlte sich nie von seinem Vater anerkannt, wie Gregor, der nie ein Lob von seinem Vater zu hören bekam, für all die Arbeit die er für die Familie erledigte. Beide waren also einer dominanten Vaterfigur untergeordnet. Kafka versuchte zunächst seine Kindheit in einem Brief an seinen Vater seine meist erniedrigenden Auseinandersetzungen mit dem Vater zu verarbeiten. Doch er fürchtete sich, diesen Brief seinem Vater zu übergeben. Mit der grandiosen Darstellung des Vater-Sohn-Konfliktes in seiner Novelle verarbeitete Kafka also seine Kindheit auf andere Weise.
Sprachlich ist sein Werk ebenfalls exzellent gelungen. Mit seiner realistischen Schreibweise und durch exakte und genaue Beschreibungen ist es dem Leser möglich, eine objektiv wertungsfreie Darstellung der Situation zu erhalten. Dialoge zwischen den Charakteren verdeutlichen das Scheitern einer Verständigung innerhalb der Familie Samsa. "Die Verwandlung" fordert den Verstand des Lesers heraus, man hat Angst jeden morgen selbst als Käfer zu erwachen und als Verlierer enttarnt zu werden. Das Buch zieht einen vollständig in seinen Bann vom ersten Satz: "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt."bis zum letzten "Und es war Ihnen wie eine Bestätigung ihrer neuen Träume und guten Absichten, als am Ziele ihrer Fahrt die Tochter sich erhob und ihren jungen Körper dehnte".


Vielen Dank an diejenigen die sich die Zeit nehmen meinen Bericht zu lesen und ein ehrliches Kommentar abgeben.
...
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Kommentare
panico
panico, 04.01.2009
Wäre was für mich ,aber mir fehlt immer die Zeit dafür .... Allerliebste Sonntagsgrüße von panico:-
frankensteins
frankensteins, 05.01.2009
Erinnerungen an meine Schulzeit geweckt, da war dies unser Lesestoff. toll beschrieben lg
l.x.klar@gmx.net
l.x.klar@gmx.net, 05.01.2009
bock auf 1:1-leserunde ? bitte in mein pgb wieviel. greetz
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dani___

Gregor Samsa und der Käfer

ein Testbericht von 2007-10-28 10:17:31 vom 28.10.2007
Empfehlung:
Vorteile: literarischer Wert; einfache Lektüre; Idee;...
Nachteile/Kritik: nichts;
Gregor Samsa wacht eines Morgens auf. Anders als sonst, denn jetzt sitzt er als Käfer im Bett und kann weder ein noch aus. Ein Albtraum beginnt, denn die Verzweiflung übermannt ihn, als er daran denkt, was dies alles für Folgen für seine Familie haben wird. Er versorgt diese allein, sein Vater war vor Jahren ein geschäftstüchtiger Mann, vor einiger Zeit aber ging sein Geschäft in die Knie. Was sollen sie nun machen, wenn sie merken, dass Gregor Samsa nicht mehr das ist, was er einmal war?
Und wie soll er seiner Arbeit als Güterverkäufer nachkommen, wenn er aus diesem neuen Körper nicht mehr herauskäme? Soweit soll es nicht kommen - Gregor Samsa versucht sein jämmerliches Dasein zu beenden, versucht, wieder ein Mensch zu werden, was in Anbetracht der Situation ziemlich aussichtslos ist.
Gregor Samsa versucht seine Verwandlung anfangs vor seiner Familie geheim zu halten, sie vor dem Schock zu bewahren, weil er sich sicher ist, dass er eine Lösung finden würde. Doch umso mehr Zeit verstreicht, umso hoffnungsloser wird Gregor.

Es kommt wie es kommen muss: Die Verwandlung fliegt auf und die Familie gerät ins Straucheln. Gregor nun als Käfer? Wer versorgt die Familie denn nun? Und wie geht man mit dem neuen alten Familienmitglied um?
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Die Verwandlung ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
"Die Verwandlung" von Kafka ist wahrlich ein Klassiker. Keine andere Erzählung beinhaltet so viel Schockierendes in so wenig Zeilen. Den wahrlich sehr weit her geholten Einfall, man verwandle einfach einmal jemanden in einen Käfer entwickelt sich zu einer interessanten und spannenden Geschichte. Einziges Manko: wer sich nicht in die Geschichte hineinfinden kann, wird sie auch niemals nachempfinden können.

Der Aspekt der kränkelnden Vater-Sohn-Beziehung wird hier, wie auch in anderen Romanen Kafkas, deutlich. War die Beziehung zwischen Gregor Samsa vor der Verwandlung schon nicht die Beste, so hat der Alte ihn doch als Geldbeschaffer respektiert, ihn in Ruhe gelassen. Nun, da er für die Familie nutzlos und unbrauchbar geworden ist, will er seinen Sohn nur noch loshaben. Es bedeutet ihm nichts, dass Gregor verzweifelt ist, sich selbst und die Welt nicht versteht und scheucht ihn mit einem Stock zurück in sein Zimmer.
Franz Kafka versteht es, seine Leser in den Bann zu ziehen, ihnen die Gedankengänge näher zu bringen, sie in die Geschichte hineinziehen zu lassen, wenn man das auch möchte. Man kann nachvollziehen, welche Scheu Grete, Gregors Schwester, gehabt haben musste, als sie ihren fremden Bruder versorgte. Sie, zwischen den Stühlen, zwischen Gregor und ihrem Vater. Bemerkend, dass ihr Bruder nun ein hässlicher, riesiger, Angst einflößender Käfer geworden ist.

Kafka schrieb "Die Verwandlung" in der Epoche des Expressionismus (ca. 1910-1920). Diese Zeit war geprägt von Themen wie Ich-Verlust, Zerfall, Angst, Krieg (und vieles mehr), was sich in Kafkas Erzählung deutlich widerspiegelt. Besonders der Punkt des Ich-Verlustes wird betont, indem gerade das Hässliche von Gregor Samsas neuem Dasein herausgearbeitet wird, wie es im Expressionismus üblich ist.
All jenen, die sich an Klassiker nicht rantrauchen: Probiert es! Bei Franz Kafka kann man nichts falsch machen. Seine Erzählungen sind einfach und nachvollziehbar. Man muss nur im Erzählten die Nachricht entdecken, die dahinter steckt.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Autor ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Franz Kafka wurde am 03. Juli 1883 in Prag geboren und studierte Jura. Später arbeitete er als Angestellte, wohnte aber noch zu Hause bei seinen Eltern. Über die Beziehung zu seinem Vater ist bekannt, dass sie sich nicht verstanden und der Vater ihm wohl wenig Verständnis zeigte.
Neben seiner Arbeit schrieb Kafka leidenschaftlich gern, was sich in seinen zahlreichen Veröffentlichungen widerspiegelt.
1924 starb Franz Kafka an einer Kehlkopftuberkulose.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Eckdaten ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Titel: Die Verwandlung
"Die Verwandlung" wurde in vielen Verlagen gedruckt, zu sehr unterschiedlichen Preisen.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ Fazit ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Kafkas Erzählung ist zweifelhaft etwas Besonderes, die man ohne Weiteres empfehlen kann.
Daher fünf von fünf Sternen.

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Daniela.
...
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Kommentare
PrinceofLies
PrinceofLies, 27.11.2006
den Prozess fand ich ja noch halbwegs ertragbar,aber die Verwandlung war so ziemlich das nervigste was aus dem Schulunterricht von einst,das noch immer in meinem Gedächtnis rumgeistert
Markusgeiger86
Markusgeiger86, 17.12.2007
Klasse beschrieben! Mfg, Markus
Zuckermaus29
Zuckermaus29, 17.11.2007
Liebe Grüße Jeanny :o
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BlackDog7

Hilfe! Ich bin ein Käfer!

ein Testbericht von 2005-12-06 15:34:46 vom 06.12.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: die Geschichte, lässt dich gut lesen, preiswert...
Nachteile/Kritik: Einband nicht stabil
Hallo lieb Testberichtleser und Testberichtleserinnen!
Ich selbst habe dieses Buch für die Schule gelesen und ich war positiv überrascht.

1.Inhaltsangabe
2.Eigene Meinung


1.Inhaltsangabe
In dieser Erzählung von Franz Kafka wird beschrieben wie Gregor Samsa eines morgens als Käfer aufwacht. Er muss die Schulden seines Vaters abarbeiten und ist somit der Ernährer. Aber seine Familie sieht dies als selbstverständlich an und er muss trotzdem das tun was sein Vater möchte. Als er ein Käfer ist, wird er von seiner Familie völlig verstoßen und in seinem Zimmer eingesperrt und nur seine Schwester kümmert sich anfangs noch um ihn, indem sie ihm Speißereste bringt. Alle müssen sich nun einen Job suchen. Dabei stellt sich heraus, dass der Vater noch Ersparnisse hatte, von der sein Sohn nichts wusste und die er nicht für das abbezahlen der Shulden verwendet. Als die Mutter ihren Sohn sehen möchte fällt sie in Ohnmacht. Der Vater erfährt dies und beschiest Gregor mit Äpfeln. Einer bleibt in Gregors Panzer stecken und macht diesen fast Bewegungsunfähig.
Die Familie behällt Gregor nur noch bei sich, weil sie die Hoffnung haben, dass er wieder ein Mensch wird. Als sie besprechen, ihn loszuwerden, hört Gregor dies und stirbt in der folgenden Nacht.

2.Eigene Meinung
Ich selbst finde die Geschichte interessant und kann sie nur empfehlen, da es mal etwas anderes ist. Die Geschichte ist leicht verständlich und lässt sich sehr gut lesen. Bei den Hamburger Leseheften kostet das Buch 1,30€ und es lohnt sich auf jeden Fall.
Es hat etwa 50 Seiten und ist interessant geschrieben.
Ich selbst habe dieses Buch wirklich gern gelesen und war auch schnell fertig damit, obwohl ich sonst eigentlich nicht so schnell lese. Ich finde das Ende traurig.
Das Buch ist nicht sehr stabil eingebunden und muss dshalb sorgfältig behandelt werden , da sonst Eselsohren entstehen.
...
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Kommentare
melle1301
melle1301, 29.04.2008
ich fand die geschichte eher langweilig
mausi4
mausi4, 06.12.2005
lg...gegenlesen macht freude
try_or_die87
try_or_die87, 13.12.2005
lg
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ikagaga1

Schatz, wo ist das Insektenspray?!?

ein Testbericht von 2005-07-31 23:21:30 vom 31.07.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: leicht zu lesen . . ....
Nachteile/Kritik: . . . aber nicht so einfach zu verstehen
Nachdem ich gestern meine Deutschklausur zum Thema "Die Verwandlung" von Franz Kafka geschrieben habe, wage ich mich diesmal, eine Buchrezension anzugehen.
Ich habe zwar schon einige Werke von Kafka gelesen, aber durch "die Verwandlung" bin ich auf diesen Ausnahme-Schriftsteller aufmerksam geworden.

*****Die Story...*****

Protagonist der "Verwandlung" ist Gregor Samsa, ein Mitte-zwanziger, der als Vertreter auf Reisen sein Geld verdient und damit auch seine gesamte Familie ernährt, welche aus Mutter, Vater und der "kleinen" 17-jährigen Schwester besteht.
Vater Samsa ist bereits etwas älter, nach der Pleite seines Geschäfts hoch verschuldet und der Meinung, er könne nicht mehr arbeiten. Da Mutter und Schwester an Asthma leiden bzw. noch zu jung sind, lastet der Erhalt der Familie einzig und allein auf Gregors Schultern.
Obwohl er von seinem Vater ständig belogen und betrogen wird, unterlässt der Einzelgänger Samsa - der anstatt abends weg zu gehen lieber Zeitungen und Fahrpläne studiert - es nicht, für vier Menschen zu arbeiten und kaum Dank dafür zu bekommen.

Zu allem Überfluss trifft ihn eines Morgens noch ein überaus seltsamer Schicksalsschlag: "Als er (Gregor Samsa) eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuten Ungeziefer verwandelt.", so das Zitat des ersten(!) Satzes der Erzählung.
Dieser Anfang zeigt schon, dass wir es hier nicht mit einer gewöhnlichen Geschichte zu tun haben. Trotz seiner Verwandlung verhält er sich sehr normal, ärgert sich sogar, dass er seinen Zug verpasst hat und möchte sich noch beeilen, den nächsten zu bekommen.

So ungewöhnlich Gregor sich verhalten mag, desto verständlicher ist die Reaktion der Familie als er zum ersten Mal seit dem "Vorfall" sein Zimmer verlässt. Beim ersten "Kontakt" wird geschrieen (Mutter), nach ihm geschlagen (Vater) und auch geweint (Schwester). Da man nicht weiß, was man mit dem "Ungeziefer" der Familie machen soll, wird es zunächst zurück ins Zimmer getrieben, wo es dann auch den Großteil der Erzählung bleibt.

Nachdem Familie Samsa jetzt Gregor - als Ernährer - verloren hat, muss sie sich jetzt Gedanken machen, wie man weiterlebt. Zunächst werden geheime Ersparnisse hinter den Schränken hervorgeholt, von denen Gregor zuvor nichts wusste. Als diese dann nicht ausreichen suchen sich die Familienmitglieder, die vorher zu gebrechlich bzw. jung waren um zu Geld zu verdienen allesamt einen Arbeitsplatz und führen ein normales Leben (mit einem Riesenkäfer im Nebenzimmer). Im weiteren Verlauf der Geschichte muss jedoch aus Geldmangel ein Teil der Wohnung an drei unsympathische Zimmerherren vermietet werden.

Gregor währenddessen macht aus seinem Zimmer sein eigenes kleines dunkles Kellerloch, in dem er auf Wänden und Decke herumkrabbelt und sich immer mehr wie ein Käfer benimmt, obwohl seine beschriebenen Gedanken stets die eines Menschen sind. In der Anfangszeit kommt die Schwester, zu der Gregor vor seiner Verwandlung ein inniges Verhältnis hatte, noch zweimal am Tag herein, putzt und bringt Gregor etwas zu essen (eigentlich wäre "fressen" eher angebracht, zumal er verdorbene Speisen nun zu seinen Favoriten zählt).

Bei einem erneuten Ausbruch aus seinem "Käfig" erwischt ihn der Vater und bewirft ihn mit Äpfeln, von denen einer durch seinen harten Panzer dringt und während weiterer Wochen des Eingesperrtseins zu schimmeln beginnt. Diese Verletzung wird Gregor letztendlich zum Verhängnis, an dem er verendet.
Wiederum ist das für den Rest der Familie die Möglichkeit zu einem Neuanfang, der alle erleichtert, wenn sie auch Gregors Fehlen - als Mensch - vermissen.


*****...und was ich davon halte*****

Als ich die Geschichte vor ca. 2 Jahren zum ersten Mal gelesen habe, hielt ich es für eine amüsante Lektüre, die sehr einfach zu lesen ist, was am überaus einfachen Sprachstil liegt, den Kafka gewöhnlich benutzt und mit dem er eine seltsame Atmosphäre über die Geschichte legt. Gregor handelt größtenteils so, als ob es das Normalste auf der ganzen Welt wäre, ein Käfer zu sein. Beispielsweise bleibt er völlig ruhig, als die Familie ihn erstaunt und panisch anstarrt. Auch im Übrigen werden selten Emotionen dargestellt. Die Stimmung ist kühl, hat aber einen "bitteren" Beigeschmack, bei dem man eine leichte Gänsehaut bekommt, wenn man sich genau vor Augen führt, wie die Situation gerade ist (Ein Mensch hat sich in einen Käfer verwandelt!!!).

Einen besonderen Reiz hat "die Verwandlung" auch, wenn man sich Gedanken über die Hintergründe macht, auf der sie basiert. Diese habe ich mir auch erst gemacht, als ich es im Deutschunterricht machen MUSSTE *g*.
Von der Familie Samsa können nämlich unzählige Parallelen zum Leben Kafkas gezogen werden. Dieser war ein "typischer" Gregor: Er pflegte kaum soziale Beziehungen außerhalb der Familie und lebte hauptsächlich für die Arbeit und die Familie. Des Weiteren hatte Kafka zu seiner Schwester ein sehr herzliches Verhältnis - ebenso wie Gregor zu Grete.
Wenn man sich noch mehr über Kafkas Biografie informiert, bemerkt man, wie sehr "die Samsas" mit "den Kafkas" zusammenhängen und wie viele Verknüpfungen hierbei herrschen.
Auf diese möchte ich jedoch nicht weiter eingehen, da man so zu sehr in die Interpretationsschiene gerät.

*****Fazit*****

Abschließend empfehle ich dieses Buch wirklich jedem:
Zum einen denen, die interessante, leicht zu lesende Geschichten mögen und eine spannende Story geliefert bekommen wollen und deshalb nicht besonders viel geistige Arbeit hineinstecken wollen.
Zum anderen besonders jenen, die "zwischen den Zeilen" lesen wollen und gerne etwas Zeit damit verbringen, Dinge in Geschichten zu interpretieren und Zusammenhänge zu entdecken. Letzterer Lesertyp wird das Interpretieren wohl nicht in seiner Freizeit machen wollen/können, deshalb ist das Buch auch eine prima Lektüre für den Deutschunterricht.

Ich kann nur sagen, dass jeder "die Verwandlung" gelesen haben sollte, da sie meiner Meinung in einer Weise zum deutschen Kulturgut gehört und von diesem Platz auch gar nicht weg zu denken ist.

Für mich gibt es da die vollen 5 Sterne und für jeden, dem mein Bericht nicht gefällt üble Mutationen zu Käfern.

***Preis****

Ist auf jedenfall Günstiger als das Buch, aber dennoch genau mit dem selben Inhalt!
...
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nadine1202
nadine1202, 31.07.2005
musste das buch in der schule lesen und fand es nicht schlecht -
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1-6 von 6 Testberichten über Franz Kafka: Die Verwandlung
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