ein Testbericht von sindimindi2005-05-04 18:49:36vom 04.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: stark wirkendes Herbizid - zuverlässig,wurzeltiefe Wirkung...Nachteile/Kritik: teuer,bei hoher Konz. eventuell auch für Nutzinsekten tödlich
Vom Eise befreit sind sind Bäche und Flüsse – der Frühling ist da!
Alles grünt und blüht und erstrahlt in neuem Frühlingsglanz – die schönste Zeit für den Hobbygärtner scheint gekommen - wenn da nur nicht schon wieder das lästige Unkraut wäre...
Als Gartenbesitzer kann man ein Lied davon singen – Unkräuter wachsen nicht nur viel schneller als die kultivierten Pflanzen,sie sind auch noch nahezu unverwüstlich! Selbst Hitzeperioden,bei denen der letzte Grashalm verdorrt,können
hartnäckigen Unkräutern nichts anhaben – sie überleben.
Wer selbst Hand anlegt und versucht die unerwünschten Gartenbewohner herauszureißen,stellt bald fest,dass Wurzelrückstände zurückbleiben und der nächste Regen schon bald wieder für die unerwünschte Regeneration des Unkrauts
sorgt...was also tun?
Zum Glück hat die Firma Bayer Vital GmbH ein universal anwendbares Herbizid auf den Markt gebracht:
Es heißt: „Keeper“ – und hält den Garten weitgehend von Unkräutern frei - so zumindest in der Theorie...
Hier nun die harten Fakten von Keeper:
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Keeper Unkrautfrei ist ein nicht selektiv wirkendes Herbizid mit systemischer Wirkung.
Es wird über die grünen Teile der Pflanze aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in der gesamte Pflanze bis hin zu den Wurzeln verteilt. Auch Unkräuter die schon mehrere Jahre alt sind ,werden sicher bekämpft.
Das Pflanzengift hat keine Bodenwirkung.
Wirkstoff: Glyphosat
Inhalt: 100 ml
Preis: ca. 10 bis 12 Euro
Anwendungszeitraum ist Frühjahr bis Herbst.
Anwendungshinweise:
Das Herbizid kommt am besten bei Temperaturen von 15-25°C zum Einsatz.
Die volle Wirkung des Produktes setzt nach etwa 10-14 Tagen ein.
Wenn das Gift erst in den Blättern eingewirkt ist, kann auch nachfolgender Regen dem Unkraut nicht mehr helfen – es ist dem Tode geweiht und muss vergehen...
Trotzdem sollten zwischen Anwendung und Regenfall etwa 6 Stunden vergehen um ganz sicher zu sein.
Welche Unkräuter werden nun eigentlich bekämpft?
Es sind dies: alle Ampfer Arten, Berufkraut , Bingelkraut ,Große Brennessel, alle Distel-Arten ,Ehrenpreiss-Arten, Weißer Gänsefuß, Hahnenfuß, Hohlzahn – Arten,Honiggras,Huflattich,Kamille,Klettenabkraut, Knöterich,Kreuzkraut,Löwenzahn,Melde,Gemeine Quecke,Farn,Rispenarten,Schilf,Vogelmiere ,Wegerich, Weißklee,Wiesenkerbel ,Ackerwinde.
In der Schachtel enthalten ist ein Messbecher bis 15 ml Inhalt.
Es wird empfohlen 5 ml Herbizid mit einem Liter Wasser zu verdünnen und auf 10 qm verunkrautetes Terrain zu
Verspritzen.(Mit Gießkanne oder Spritzbalken)
Ebenso bei Kulturvorbereitung für Stauden,Blumen und Gehölze oder bei Kernobst.
Für das Streichverfahren bei Einzelbehandlung von Unkräutern beim Zierpflanzenbau,auf Rasenflächen,Wegen,Terassen und Plätzen werden 30 ml in 100ml Wasser empfohlen.(Bepinseln und Betupfen mit hochkonzentrierter Lösung)
Vorsichtsmaßnahmen:
Bei Plattenwegen und Terrassen, die an Rasenflächen grenzen besteht Abschwemmungsgefahr!
Blätter von Kulturpflanzen und Triebe von Sträuchern und Bäumen dürfen nicht mit der Spritzbrühe in Berührung gebracht werden. Bei starkem Wind sollte nicht gespritzt werden,da sonst Nachbarkulturen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.Bei direkt an die Unkräuter grenzenden Kulturen wird generell die Ausbringung mit einem Spritzschirm empfohlen.
Eigene Erfahrungen mit „Keeper“
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Das Herbizid wirkt tatsächlich bei ausreichender Anwendung einwandfrei gegen die meisten im Garten beheimateten Unkräuter – besonders wirkungsvoll kommt „Keeper“ bei verunkrauteten Wegen,Hofeinfahrten,und Terrassen zum Einsatz,
da das Gift Tiefenwirkung hat und bis in die Wurzel des betreffenden Unkrauts vordringt – ein erheblicher Vorteil gegenüber des manuellen Herausreißens,da meist die „Wurzel des Übels“ unter den Platten verbleibt und sich nach Regenfall meist wieder regeneriert.
Bei größeren Flächen hat sich „Keeper“ jedoch weniger bewährt,da entsprechend viel Spritzbrühe aufgebracht werden muss und die Kosten für die Unkrautvernichtung in
astronomische Höhen schnellen können – bei größerem Bedarf empfiehlt sich die Bestellung einer Profimenge bei einer WLZ.Auch ist das Ausbringen des Pflanzengiftes in der Nähe hochwertiger Kulturpflanzen(Koniferen,Edelsträucher) ein Risiko – hier sollte man besser manuell vorgehen!
Fazit
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Wer einen unkrautfreien Garten haben will, kommt um den Einsatz dieses hochwirksamen Herbizids nicht herum – auch
Wenn manche Unkräuter wieder relativ schnell nachwachsen – besser als sie alle mit der Hand auszureißen ist der „Süsse Tod von Bayer“ für den leidgeprüften Gartenfreund allemal...auch wenn das die todgeweihten Unkräuter wahrscheinlich anders sehen...
ERGÄNZUNG:
Das Herbizid "Keeper" ist anscheinend doch nicht so harmlos wie von mir angenommen.Bei hoher Konzentration
des Wirkstoffes Glyphosat werden anscheinend auch MicroOrganismen und Nutz-Insekten vernichtet...wer kann,sollte es möglichst in geringer Konzentration anwenden oder(noch besser) ganz weg lassen!
Hier ein Link,der mir freundlicherweise von k.jacobi
zugänglich gemacht wurde:
"http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeits chrift_SWB/SWB_2000/SWB03_00/Ticker_03_00/pestizid e___gifte_03_00.html" - natürlich ist so eine Aussage von Laien nur schwer zu verifizieren - aber mißtrauisch sollte es einen schon machen!
Einen allzeit schönen,blühenden und (möglichst)unkrautfreien Garten wünscht
PaterBrown, 24.02.2008
...zur Kenntnisnahme: es gibt keine Un-, sondern nur WILDkräuter, die zudem meist ernährungs- oder medizinische Nutzefeekte haben. Die von XXLALF angesprochene Betondecke hält dem Druck von Löwenzähnen nicht lange stand, die stoßen irgendwann durch :D
XXLALF, 22.02.2008
Bei Unkraut hilft nur ein 10 cm dicke geschlossene Betondecke alles andere hat langfristig keinen Erfolg. Einen Vorteil hat die Betonfläche sie ist sehr pflegeleicht. Lg
Lucia007, 21.11.2007
Bei Neurasen im vorgarten habe ich das mal benutzt - klappt super. Aber sehr teuer und nicht ganz biologisch einwandfrei, da hast du Recht.
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Eine Arbeitserleichterung !!!!
ein Testbericht von marioh12004-07-06 08:00:22vom 06.07.2004Empfehlung: ja
Der Wonnemonat Mai, alles grünt und blüht, doch so schön das alles ist, es bringt auch Nachteile mit sich und damit meine ich die Unkräuter.
Im Großen und Ganzen stören mich die Unkräuter nicht, aber an bestimmten Stellen finde ich sie eher unschön.
Genauer gesagt auf unserer Auffahrt zum Grundstück und der Gehweg der an unserem Haus entlangführt.
Das Entfernen der Unkräuter per Hand ist doch sehr mühselig, denn die Auffahrt und der Gehweg sind knapp 30 Meter lang und 5 Meter breit. Des Weiteren lässt sich per Hand nur das Grüne zwischen dem Pflaster entfernen, die Wurzel hingegen bleibt im Boden und es dauert nicht mal 2 Wochen dann sprießt es wieder und das ganze Theater geht von vorne los.
Die Zeit und die Mühe erspare ich mir und daher schwinge ich die chemische Keule.
Und genau um diese chemische Keule geht es in diesem Bericht.
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KEEPER®
Unkrautfrei
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Der Hersteller beschreibt sein Produkt so, es handelt sich um ein nicht selektives Herbizid mit systemischer Wirkung. Es wird über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in die komplette Pflanze, somit auch in die Wurzeln und Ausläufer weitergeleitet.
Auch mehrjährige Unkräuter und Ungräser werden auf diese Weise sicher bekämpft.
Das Produkt hat keine Bodenwirkung.
Sehr gut finde ich, dass das Mittel nicht gefährlich für Spinnen und Käfer ist und auch für Bienen ist dieses Mittel nicht gefährlich.
Allerdings sollten alle Besitzer von Gartenteichen oder anderen Gewässern vorsichtig sein, denn das Mittel ist für Fische und Algen giftig.
Unkrautgifte sind recht teuer, und daher gehe ich besonders sparsam damit um.
Ich gebe es wirklich nur auf die Areale die mit Unkräutern bewachsen sind. Von einer großflächigen Anwendung nehme ich Abstand, denn die Auffahrt ist nur an den Stellen bewachsen die nicht regelmäßig befahren werden.
Auf Grund meiner Sparsamkeit wählte ich die kleinste im Baummarkt erhältliche Verpackungseinheit.
In dieser Verpackung sind 4 kleine Tuben eingeschweißt die mit jeweils 2, 5 Milliliter gefüllt sind.
Der Inhalt einer Tube wird mit 500 Milliliter Wasser angesetzt.
In der Tube ist das Gift in flüssiger Form enthalten, so dass das Mischen von Wasser und Gift völlig problemlos und schnell von statten geht.
Zum Ausbringen des Giftes verwende ich eine Sprühflasche, wie es sie in jedem Baumarkt zu kaufen gibt.
Hiermit kann ich sehr sparsam und wohl dosiert das Gift genau dort ausbringen, wo es wirken soll, nämlich auf dem Unkraut.
Einen Blick aufs Wetter habe ich immer vor der Anwendung, denn regnen sollte es nicht während des Auftragens und auch mindestens 6 Stunden nach der Anwendung sollte es trocken bleiben.
Weiterhin achte ich darauf, dass der Wind während der Ausbringung nicht zu stark weht.
Das Gift kommt nämlich recht fein aus der Düse und der Wind würde es sicherlich forttragen und eventuell auf unsere Blumenbeete, und da soll es sicherlich nicht wirken.
Ein kleiner Nachteil, wie ich finde ist, dass das Unkraut erst einmal wachsen muss um das Gift wirksam aufnehmen zu können, so sehen die Flächen doch erstmal recht unansehnlich aus.
Aber meisten in der ersten Maiwoche erfolgt dann der erste Durchgang.
Nach dem Ausbringen des Giftes gehen in der Regel noch mal 7
Tage – 10 Tage ins Land bis ich dann die ersten Wirkungen beobachten kann. Denn nach dieser Zeit sehe ich wie sich die behandelten Pflanzen gelblich Verfärben und nach und nach absterben und langsam vertrocknen.
Das Nachwachsen einer Pflanze die erstmal vergiftet war habe ich bisher noch nicht beobachten können.
Schon im letzten Jahr habe ich dieses Gift verwendet und, dass auch mehrjährige Pflanzen bekämpft werden erkenne ich daran, dass in diesem Jahr schon deutlich weniger Unkräuter auf den 150 qm Weg und Auffahrt gewachsen sind.
Den zweiten Durchgang führe ich dann Anfang Juli durch, da doch einige Spätzünder sich den Weg durch den Weg bahnen, so sind dann auch diese entfernt.
Im Großen und Ganzen ein zuverlässiges Mittel.
Zum Schluss die Preisfrage.
Wie gesagt habe ich die kleinste Verpackungsform gewählt. Für die 4 Tuben mit jeweils 2,5 Milliliter Gift habe ich 5,11 €uro im Toom-Baumarkt bezahlt.
Daraus ergeben sich 2 Liter fertige gemischte Spritbrühe.
MEIN FAZIT
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Im Endeffekt ein zuverlässiges und effektives Unkrautgift.
Die Zubereitung sowie das Ausbringen des Mittels sind sehr einfach und unkompliziert.
Anwenden kann ich es erste wenn das Unkraut schon gewachsen ist, so dass die Flächen zu Beginn etwas ungepflegt aussehen.
Die Wirkung setzt dann aber recht schnell ein, und für den Rest des Jahres ist dann Schluss mit dem Unkraut.
ein Testbericht von CyberQueeny2003-05-26 14:47:51vom 26.05.2003Empfehlung: ja
Vorteile: hilft...Nachteile/Kritik: stinkt
Hallöchen alle zusammen!!
Da ich gerade über das Thema Unkrautbekämpfung in unserem Garten gesprochen habe, möchte ich euch nun ein Mittel vorstellen, welches mein Vater ausprobiert hat. Es hat den Namen Keeper Unkrautfrei
**PREIS**
Eine Flasche kostet 9,99Euro bei uns im Gartenfachhandel. Dafür bekommt man 100ml.
**HERSTELLER**
Das Produkt wird von der Bayer Vital GmbH & Co. KG hergestellt.
**VERPACKUNG**
Verpackt ist die Falsche in einer Schachtel. Auf der Schachtel ist ein Plattenweg und ein Beet abgebildet. Darüber befindet sich der Name des Produktes. Ansonsten findet man die üblichen Infos über Inhaltsstoffe, den Hersteller und die
Anwendungshinweise. Ebenfalls kann man nachlesen, dass das Produkt biologisch abbaubar ist und deswegen verwendet mein Vater es auch. In der Packung befindet sich ein kleiner Messbecher und die Plastikflasche. Diese hat einen kindersicheren Verschluss, wie man es von Medikamenten her kennt.
**ANWENDUNGSZEITRAUM**
Da Unkraut bekanntlich mit dem Frühling beginnt zu wachsen und mit dem Herbst langsam aufhört, ist der Zeitraum genau für diese Zeitspanne gedacht.
**FLÄCHE**
Eine Flasche reicht für die Fläche von 200m². Bei einem großen Grundstück wie wir haben, ist das nicht gerade viel, aber was solls.
**INHALTSTOFFE**
Darauf gefunden habe ich nur den Hinweis, dass es aus Glyphosate besteht. Was genau das ist, weiß ich nicht.
**ANWENDUNG**
Für eine Gießkanne mit 10 Litern nimmt mein Vater immer einen Messbecher, der 15ml enthält. Eigentlich soll man pro Liter 5ml verwenden, aber da wir einen recht großen Garten haben, hat mein Vater sich diese Dosierung angewöhnt. Alleine für den Hof benötigt er 10 Gießkannen, wenn er recht sparsam alles verteilt.
Das Unkraut nimmt das Wasser auf und leitet es an die Wurzel weiter. Die Wurzel stirbt dann recht schnell ab und so ist das Unkraut beseitigt. Das Unkraut ist nach 10-14 Tagen wirklich beseitigt. Man sollte beim Gießen nur bedenken, dass es vor dem Vernichten nicht geregnet hat und auch einige Tage später nicht regnen wird. So wirkt das Mittel am Besten und das Unkraut kann sich nicht erholen. Ist ein regenfreier Tag vergangen, dann kann demUnkraut nicht mehr geholfen werden.
Es reicht wirklich, wenn man die Pflanzen nur leicht besprüht, sie müssen gar nicht im Wasser schwimmen.
Alle drei Monate geht mein Vater neu über die Fläche. So kommt nicht allzu viel Unkraut nach und er braucht weniger Mittel beim zweiten Mal.
**FAZIT**
Das Mittel wirkt wirklich gut. Wie gesagt, das Unkraut kommt schnell wieder, aber trotzdem. 20Euro im Jahr reichen und der Hof ist bei uns ohne Unkraut. Im Beet haben wir es nie versucht. Der Grund dafür ist, da wir einfach Angst um die anderen Pflanzen haben und da bleiben wir lieber bei den einfachen Kieshof. Dort kann man nichts falsch machen.
Der Nachteil bei diesem Mittel ist, dass es auch andere Dinge mit vernichtet. An der Stelle wo wir dies gießen sind danach erstmal sehr lange ameisenfrei. Seitdem passen wir auch extrem auf, dass unser Katze nicht ausversehen das Wasser trinkt. Für viele ist es sicher ein Vorteil, dass die Ameisen verschwinden, aber im Kies stören sie nicht und im Grunde sind sie sogar ganz nützlich. Außerdem stell ich mir dann vor, dass auch andere Kleintiere getötet werden. Muss also nichts ein.
Mein Vater hat das Mittel zwei Jahre hintereinander gekauft. Dieses Jahr hat er sich wieder für ein anderes Mittel entschieden. Das Unkraut wird mit der Zeit wohl dagegen resistent. Jedenfalls stirbt nicht mehr alles ab und da nimmt er lieber wieder etwas anderes.
**BEWERTUNG**
Das Mittel ist nicht schlecht, aber wie gesagt, wollen wir dann doch vermeiden, dass es solche Chemiebomben sind.Aus diesem Grund gibt es nur drei Sterne und unsere Empfehlung. Die Empfehlung gibt es nur, wenn man das Ganze sparsam dosiert und nicht allzu oft verwendet. Zum Grund reinbringen ist es gut, man sollte danach aber auf andere Mittel zurückgreifen oder wirklich zupfen.
ein Testbericht von kerlimaus992003-04-29 17:37:46vom 29.04.2003Empfehlung: ja
Vorteile: wirksam und effektiv, recht preiswert...Nachteile/Kritik: ist halt ne chemische Keule
Meinem eigentliche Beitrag über das Produkt möchte ich zunächst ein paar allgemeinere Bemerkungen voranstellen, die ihren Ursprung beim Begriff Unkraut haben, gibt es so etwas überhaupt. Zunächst könnte man meinen ja, denn wenn man als nützlich geltende Pflänzchen als Kräuter bezeichnet, sind halt die unnützen Unkräuter, wäre zumindest logisch, aber ist natürlich falsch. Gewöhnlich werden nämlich nicht nur Pflanzen ohne Anwendung und Verwendungszweck so bezeichnet, sondern auch Pflanzen, die im falschen Moment an der falschen eben unerwünschten Stelle wachsen, deshalb halte ich diesen Begriff generell für etwas unglücklich und würde
eher von unerwünschten Pflanzen sprechen, ist zwar auch nicht viel besser, aber wenigstens etwas.
Wie Ihr sicher bemerkt habt, geht es diesmal um ein ganz anderes Produkt, was eher mit dem Garten oder Grundstück zu tun, namlich um ein Mittel gegen eben diese unerwünschten Pflanzen.
Nun bewohne ich ja mit meinen Vermietern ein recht großes Grundstück und da wächst durchaus schon mal das eine oder andere Pflänzchen der diversesten Art an Stellen, wo man am liebten keine hätte. Also muß man dagegen etwas unternehmen. Da wäre dann natürlich erstmal das klassische Unkrautjäten, was aber sehr mühselig sein kann, wenn die Pflanzen zwischen Platten hervorkommen und meist hat man damit nur teilweise oder zeitweise Erfolg, denn oft bleiben Wurzelteile zurück und nach einer gewissen Zeit geht das Spielchen wieder von vorne los.
Hierbei möchte ich noch erwähnen, daß wir keineswegs Leute sind, die einen hysterischen Anfall bekommen, wenn das Gras mal 2 mm länger ist oder sich auf der Rasenfläche, der eine oder andere Löwenzahn ausbildet, ja sogar manch Maulwurfhügel wird toleriert, also kommt auch nur eine Bearbeitung oder Behandlung von Flächen in Betracht, wo es wirklich Überhand nimmt, so zwischen den Platten der Wege und Terassen und um die Gartenlaube und dort wo außer diesen unerwünschten Pflanzen eigentlich nichts mehr wächst.
So entschlossen wir uns vor Jahren, ob wir nicht jemanden anderes die Arbeit für uns machen lassen, dachten dabei aber eher nicht an einen Aushilfsgärtner, wär natürlich auch gegangen, sondern an eines dieser sogenannten Unkrautvertilgungsmittel oder vielleicht besser als Herbizid bezeichnet. So probierten wir Keeper Unkrautfrei von Bayer aus und da wir damit sehr zufrieden sind, blieben wir auch dabei.
Um was handelt es sich. Hierbei handelt es sich um ein Blattherbizid mit einem breiten Wirkungsspektrum, daß über die oberirdischen Pflanzenteile aufgenommen wird, aber auch bis tief in die Wurzeln wirkt, also ist hinterher alles ratzeputz weg. Man kann es zwar während der gesamten Vegetationsperiode anwenden, aber wir manchen das einmal zu Beginn des Frühjahres, also vor ein paar Wochen und einmal kurz vor Ende des Herbstes und ebenso behandeln wir damit Flächen an denen Rasen neu eingesät werden soll, natürlich vorher. Denn es handelt sich um ein nicht selektiv wirkendes Herbizid, also so einfach großflächig auf dem Rasen ausbringen und die unerwünschten Pflanzen verschwinden und der Rasen nimmt keinerlei Schaden ist deshalb wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken.
Es wirkt aber insbesondere gegen sehr viele Arten von unerwünschten Pflanzen, so gegen Löwenzahn, Knöterich, Kreuzblatt, Kamille, Huflattich und viel, viele andere, gegen wenige bestimmt aber auch eben nicht, so etwa bei Giersch, Mauerpfeffer und Schachtelhalmen und einige anderen. Hier alle Positiv- und Negativ-Indikationen aufzuzählen, würde wohl diesen Beitrag sprengen und kann daher der Packungsbeilage entnommen werden oder im Fachgeschäft einfach mal nachfragen.
Wie soll man es nun anwenden und wie und wo wenden wir es an. Zum flächenmäßigen Ausbringen mischt man 5 ml unter einen Liter Wasser oder stellt halt eine entsprechend größere Menge her, auf jeden Fall reicht dann 1 Liter für etwa 10 Quadratmeter und es kann durchaus mit einer feinen Gießkanne ausgebracht werden. Unter Kernobst sollte man 5 ml auf 400 ml Wasser mischen, ebenfalls für 10 qm. Aber auch eine Einzelbehandlung der unerwünschten Pflanzen durch Bestreichen ist möglich, wo zu man 30 ml Keeper und 70 ml Wasser mischt und dann die Pflanzen benetzt, wobei es nicht so schlimm ist, wenn man nun nicht jedes einzelne Blatt erwischt.
Wie schon kurz angesprochen verwenden wir es hauptsächlich gegen die Pflanzen zwischen den Platten der Einfahrt, der Terassen, der Gartenwege und rund um die Gartenlaube, wo wir es natürlich flächenmäßig ausbringen. Ebenso machen wir es bei mit unerwünschten Pflanzen überwucherten Flächen. Einzelbehandlung kommt so gut wie kaum vor, dann lassen wir es dort lieber wachsen.
Nun sollten zwischen dem Ausbringen und einem eventuellen Regenschauer mindestens sechs Stunden liegen, wie immer man das im vorhinein abschätzen kann, mag jeder für sich selbst entscheiden, also am besten an Tagen an denen es nach Regen aussieht und man mit Niederschlag rechnen müsste ganz auf die Anwendung verzichten und lieber einen anderen Tag wählen. Natürlich ist auch die Anwendung bei starken Wind problematisch und eher nicht zu empfehlen, aber das versteht sich wohl eigentlich von selbst, oder.
Die Wirkung ist auf jeden Fall mehr als zufriedenstellend, denn den unerwünschten Pflanzen wird ein für alle mal, zumindest für eine wirklich lange Zeit der Garaus gemacht und man hat seine Ruhe. Wirkstoff des ganzen sind übrigens Glyphosate, die mit 360 Gramm je Liter enthalten sind und schnell biologisch abbaubar sein sollen und auch keine Bodenwirkung haben sollten. Insbesondere sollen lebende Organismen nicht betroffen sein, zumindest solange man sich an die empfholene Dosierung hält, so daß Insekten das wohl mehr oder weniger unbeschadet überstehen, aber mein Hund muß an solchen Tagen auf seinen geliebten Garten ebenso verzichten wie die Meerschweinchen, die sich aber normalerweise eh nicht dort aufhalten, wo das Mittel ausgebracht wird und somit ein natürlicher Bekämpfer von Löwenzahn und Co, in den Rasenflächen mittels Wechschmackofatzen sind, ist auch billiger.
Wie kann man es nun bekommen. Also dieses Mittel kann man in unterschiedlichen Packungsgrößen bekommen, nämlich als Blisterkarte mit 4 Tuben à 2,5 ml und in Faltschachteln mit 30, 100 oder 250 ml Inhalt, denen jeweils ein Messbecher mit 15 ml Inhalt beigelegt ist. Wir nehmen immer die zu 100 ml, weil das für uns ausreicht, ergibt ja immerhin 200 Quadratmeter und kostet so um die 10,- Euro pro Packung, mal etwas mehr, mal etwas weniger, je nach Geschäft eben.
Nun mal zu meiner Bewertung, wo ich doch eigentlich von chemischen Mitteln meist nicht so begeistert bin, bin ich auch nach wie vor nicht, aber wenn ich mir aussuchen kann, stundenlang auf den Knien zu liegen und die Fugen der Platten von Pflanzen zu befreien, nur damit es nach der nächsten feuchten Periode wieder genauso aussieht und alles von vorne beginnt oder ich benutze dieses Mittel und habe langfristig meine Ruhe, dann weiß ich, daß ich mich für Keeper entscheide.
Wer also ein gut wirkendes Mittel gegen unerwünschte Pflanzen sucht, der ist hier sicher an einer richtigen Adresse, ich jedenfalls kann es nur empfehlen und vergebe auch fast die volle Punktzahl, einen kleinen Abzug gibt es, da es halt auch eine chemische Keule ist, deren Spätfolgen eventuell nur noch nicht bekannt sind. Einfach mal mit einer kleinen Menge ausprobieren, ob es auch den für Euch gewünschten Effekt hat, aber ich bin mir ziemlich sicher, Ihr bleibt dann auch dabei.
In diesem Sinne, verbringe ich die gesparten Stunden lieber in meinem Gartenstuhl.
Sollte etwas Wichtiges oder Wissenswertes fehlen, so würde ich mich über Hinweise und Anregungen in Kommentaren, die ich bei einem eventuellen Update berücksichtigen kann ebenso freuen wie über jeden anderen Eurer hoffentlich wieder zahlreichen Kommentare, die herzlich willkommen sind wie immer.
Danke für Euer Interesse sowie das Lesen und Bewerten meines Beitrages.