ein Testbericht von ko1234562008-06-27 13:42:43vom 27.06.2008Empfehlung: ja
Vorteile: - angenehm leise
- sehr gute Verarbeitung...Nachteile/Kritik: - hoher Preis
Ich bin bereits seit mehreren Jahren im Besitz des Heimtrainers Kettler Stratos. Ich habe das Produkt im Jahr 2006 reduziert bei Kaufhof gekauft.
Ich nutze den Heimtrainer etwa 5 bis 6 x in der Woche für jeweils 30-40 Minuten. Was mir an dem Heimtrainer gefällt, ist dass er angenehm leise ist. So kann ich ihn ganz gut beim Fernsehen benutzen, ohne dass ich den Fernseher ganz laut stellen muss.
KETTLER Stratos verfügt über einen LCD-Trainingscomputer mit einem Tachometer. Zusätzlich wird Zeit, zurückgelegte Trainigsstrecke, Gesamtkilometer, Trittfrequenz, Energieverbrauch, Herzfrequenz, Pulsobergrenze etc. angezeigt. Der eingebaute Pulsmesser funktioniert ganz gut. Puls lässt sich entweder über den mitgelieferten Ohrclip oder über Handsensoren messen. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass die Messung über Ohrclip wesentlich genauer ausfällt. Habe die Werte mit anderen professionellen Messgeräten verglichen und war erstaunt über die Genauigkeit der Ohrclip-Messung.
Der Heimtrainer verfügt über 10kg Schwungmasse, was ein gutes Trainigsergebnis gewährleistet.
Der KETTLER Stratos ist ein guter Heimtrainer für Einsteiger. Er verfügt über ein robustes Gehäuse und einen LCD-Computer mit wichtigsten Basis-Funktionen. Wer gerne viele Eistellungen, Messungen etc. vornehmen möchte, wird vielleicht ein wenig enttäuscht sein.
Sehr erfreulich ist der leise Betrieb. Ich habe in der Preisklasse selten ein Gerät gesehen, das so angenehm leise wäre.
Ich würde das Gerät jedem empfehlen, der großen Wert auf Verarbeitung legt. KETTLER steht für Qualitätsprodukte. Leider sind die Geräte nicht ganz billig. Ich habe für meinen Heimtrainer damals 329 Euro bezahlt (reduzierter Preis). Ich nutze meinen Heimtrainer nahezu jeden Tag und bin mit ihm schon seit Jahren zufrieden.
Meinen Bericht werde ich bei Bedarf aktualisieren.
Feiertage sind ja eine wunderschöne geruhsame Zeit. Besonders, wenn sie, wie bei diesem Jahreswechsel, sehr arbeitnehmerfreundlich liegen. Das bedeutete jedenfalls für mich über 2 Wochen Urlaub und u.a. auch Ferien bei Mama, wo ich aufgrund der Entfernung nur unregelmäßig hinkomme. Sowas birgt allerdings auch gewisse Gefahren. Und zwar rede ich hier nicht nur von den Tücken des norddeutschen Blitzeises, welches die Region Niedersachsen zur Weihnachtszeit heimsuchte und einen ein paar Tage mehr oder weniger zum Hausarrest verurteilte, sondern auch von der reichhaltigen Verpflegung, die damit verbunden war. Riesige Portionen und Rotwein bis zum Abwinken, dazu abends die eine oder andere Süßigkeit, das war es, was ich mir über eine Woche lang nicht ganz unfreiwillig einverleibte. Die Strafe für solche Völlerei (es gibt doch nicht nur einen Völler !) folgt natürlich auf dem Fuß: meine Tanita Körperfettwaage zeigte mir nach meiner Rückkehr +3kg an und das Erreichen einer neuen Rekordmarke.
Also gilt zu retten, was noch zu retten ist, bevor ich mich nächste Woche von meinen Kollegen mustern lassen muss. Ich sage „Mick, komm, wir gehen ins Schlafzimmer“. Nicht dass ich etwas mit Mick Jagger hätte, aber ich schnappe mir dessen CD „Wandering“ und gehe damit an den Ort, wo mein Hometrainer steht, um ein paar Runden zu drehen, Mick im CD-Player, ich auf dem Stubenfahrrad. Natürlich muss ich den Hometrainer erst mal abräumen, denn ich nutze ihn auch gerne als Kleiderständer. Wenn er vollgehängt ist, lästert LosGatos’ Freundin oft, dass wir noch ein solches Sportgerät bräuchten, damit man noch ein paar Klamotten mehr aufhängen könne.
Immerhin habe ich diesen Hometrainer schon knapp 6 Jahre. Damals hatte ich mir zunächst bei Neckermann ein No-Name-Gerät gekauft, bei dem ich vor Inbetriebnahme erst einen Eisenwarenhändler aufsuchen musste, weil die mitgelieferten Montageschrauben nicht passten und viel zu kurz waren. Nach dem Zusammenbau und zwei- oder dreimaliger Benutzung vernahm man beim Treten ein zyklisch auftretendes sehr störendes Geräusch, das auf einen Lagerschaden hindeutete. Jedenfalls habe ich irgendwann die Firma Neckermann unter Einschaltung meines Anwalts aufgefordert, den Schrotthaufen wieder bei mir abholen zu lassen, was auch irgendwann geschah. Unabhängig davon war ich kurzerhand in das nächste Sportgeschäft gefahren und habe mir ein Markengerät gekauft. Von billig hatte ich erst mal die Nase voll und habe statt dessen ein Kettler-Gerät erworben, und zwar das Modell „Stratos“. Kettler gilt ja als Mercedes unter den Sportgeräten. Dementsprechend war der Hometrainer damals mit 799DM etwa doppelt so teuer wie das Neckermann-Produkt.
Damals hatte ich das Gerät im Wohnzimmer nahe dem Fenster platziert, sehr zur Freude meines Katers. Ja, damals wohnten Los Gatos noch bei LosGatos, und Kater Boris war häufiger Nutzer dieses Gerätes. Zwar kann man den Sattel nicht so tief stellen, dass er mit seinen Pfoten auch an die Pedalen herangekommen wäre, aber man kann ihn so hoch stellen, dass man vom Sattel einen hervorragenden Ausblick zum Fenster hinaus hatte. Die Spuren seiner Krallen im Sattel sind auch heute noch Beweis der damaligen häufigen Nutzung. Somit hätte ich den Beitrag auch unter „Tipps & Tricks zu Kratzbäumen“ posten können. Zumindest theoretisch,
denn zu dem Thema habe ich ja schon einen Bericht verfasst.
Soweit zu Erinnerungen und Geschichte. Mittlerweile steht das Ding ja im Schlafzimmer. Ein solcher Transport wird übrigens dadurch erleichtert, dass man das Gerät am Griff, der sich hinten am Sattel befindet, anheben kann und über Rollen, die sich an den vorderen Füßen befinden, bequem durch die Wohnung schieben kann.
Also, Mick Jagger singt schon „Wired All Night“ und fordert mich damit auf, endlich loszulegen. Apropos „wired“, auch ich hänge gleich am Draht. Denn das Gerät ist nicht nur zum Treten da, sondern führt auch bestimmte Messungen durch, z.B. die der Pulsfrequenz. Dazu werde ich über ein Kabel, dass ich mit einem Clip am Ohrläppchen befestige, mit dem Messgerät verbunden. Die Pulsfrequenz zu messen ist deshalb ratsam, weil man aufhören sollte, wenn diese einen bestimmten Wert übersteigt. Als Faustregel gilt dabei : Anzahl der Pulsschläge pro Minute minus 100 sollte das Lebensalter nicht übersteigen. Das heißt, für einen alten Sack wie mich sollte bei 149 Schläge/ Minute Schluss sein.
Die Pulsschläge werden an einem LCD-Display angezeigt, welches mit 4 Batterien à 1,5 Volt betrieben wird. Wird der Schwellwert überschritten, ertönt ein akustisches Signal. Darüber hinaus zeigt das Display auch die umgerechnete Geschwindigkeit in km/h und die entsprechende Strecke in km an, außerdem die Menge der verbrauchten Energie in Kcal sowie die abgelaufene Zeit, die man sich gequält hat. Dabei kann man Vorgaben machen, so dass ein akustisches Signal ertönt, wenn das gewünschte Ziel erreicht ist. Damit man nicht jedes Mal alles neu einstellen muss, kann man 4 verschiedene personenbezogene Profile speichern. Dabei gibt man Geschlecht und Alter ein und individuelle Limits. Ich setze mir immer als persönliches Ziel, 30 Minuten zu radeln und dabei mindestens 200kcal zu verbrennen. Je nach Geschwindigkeit wird entweder das eine oder das andere zuerst erreicht. Aber für mich ist immer erst nach Erreichung des zweiten Solls Schluss.
Natürlich kann man die Höhe des Sattels verstellen, ebenso wie die Position des Lenkers. Der geschwungene Lenker ermöglicht einem 3 verschiedene Griffhaltungen. Entweder gestützt auf das Fahrrad „mit der geraden Lenkstange“. Oder ich stoße mich eher an den senkrechten Griffen ab. Und schließlich kann ich auch eine total aufrechte Sitzhaltung wählen. Die Füße können aufgrund der Pedalschlaufen nicht abrutschen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich über eine Stellschraube stufenlos regeln und wird im Bereich von 1-10 am Display angezeigt. Und der Hometrainer läuft fast lautlos, von störenden Geräuschen keine Spur. Kettler steht somit tatsächlich für Qualität. Die Investition hat sich gelohnt. Und wenn ich einfach zu faul bin, mich zu quälen, findet das Gerät in LosGatos’ Freundin einen anderen Nutzer.
Mick, ich danke dir. Ohne dich würde ich das monotone Radeln nicht bewältigen können. Nach 20-25 Minuten singst du mir dein „Evening Gown“, mein Lieblingslied auf dieser CD. Country Rock. Untypisch für Jagger. Aber unglaublich schön. Das motiviert mich, mein Ziel zu erreichen.
Und zur Belohnung für alle, die zu Ende geradelt (gelesen) haben, hier der Text von „Evening Gown“:
People say that I'm high class
But I'm low down all the while
People think that I'm crazy
When I flash that California smile
But I can still paint the town
All the colours of your evening gown
While I'm waiting for your blonde hair
To turn grey
People say I'm a drinker
But I'm sober half the time
People say I'm a loser
But I get lucky on the side
Yeah but I can still paint the town
All the colours of your evening gown
While I'm waiting for your blonde hair
To turn grey
All my life I waited for
Someone who would
Show where the bliss is
All my life I waited for
Someone who would
Take me past the kissing
People say I'm a loner
I like to get lost in the crowds
People call me a dresser
I wear my sports clothes way too loud
Yeah but I can still paint the town
I can shake it and turn it upside down
While I'm waiting for your blonde hair
While I'm waiting for your blonde hair
While I'm waiting for your blonde hair
To turn grey
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 3.1.2003
Veröffentlicht bei Ciao, Yopi, Talk-On und vielleicht Dooyoo
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