Stephen King: Der Sturm des Jahrhunderts Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.1 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Humor:
wenig humorvoll
Spannung:
sehr hoch
Niveau:
leichte Kost
Unterhaltungswert:
sehr hoch
Aufmachung:
in Ordnung
Zielgruppe:
Erwachsene
Wie ergreifend ist die Story?:
sehr ergreifend
Seitenzahl:
über 400
Stil:
ausschmückend
Vorteile
sehr spannend, ungewöhnliche Schreibweise,. sehr bildliche Darstellung
- mal was anderes als ein Roman
- Original Filmdrehbuch
- der Preis
spannend, unterhaltsam, dramaturgisch gut aufgebaut
superspannend
Nachteile/Kritik
man muss sich an diesen Drehbuchstil gewöhnen, nichts für schwache Nerven
- es kommt einen vor, als müsste man was auswendig lernen
- nicht so mitreißend wie ein Roman
sehr fernsehgerecht
nichts - oder der Film ;)
Äußerst empfehlenswertes Drehbuch des Grauens
ein Testbericht von dreamweb2004-04-24 12:01:10vom 24.04.2004Empfehlung: ja
Vorteile: sehr spannend, ungewöhnliche Schreibweise,. sehr bildliche Darstellung ...Nachteile/Kritik: man muss sich an diesen Drehbuchstil gewöhnen, nichts für schwache Nerven
Schon vor Jahren habe ich mir als großer Stephen King Fan auch das Buch Sturm des Jahrhunderts gekauft. Es ist das erste Drehbuch, das von Stephen King in kompletter Form als Buch herausgekommen ist. Hier meine Meinung zu Sturm des Jahrhunderts
INHALT
Der Sturm des Jahrhunderts handelt (wie bei King so oft) von einem kleinen Städchen. Bloß ist dieses auf einer Insel und wichtig hierbei ist, dass Inselbewohner oft anders reagieren, als Festlandbewohner. Es sind oft verschworene Gemeinschaften, die andere sehr schlecht eingliedern. Der kleine Ort Little Tall Island ist der Hauptort der Geschehnisse.
Ein großer Sturm (Jahrhundertsturm) mit Schneeverwehungen wird gemeldet. Alle schulpflichtigen also älteren Kinder befinden sich auf dem Festland. Gut zweihundert Bewohner der Stadt sind noch auf der Insel geblieben, darunter auch viele kleine Kinder. Gleichzeitig mit Beginn des Sturmes kommt auch ein geheimnisvoller Fremder in das Örtchen. Aber er kommt nicht einfach hinein, sondern ermordet (scheinbar ohne Grund) eine alte Frau. Seltsame Dinge geschehen hier schon und der Fremde scheint alles von jeder Person, die noch im Ort ist zu wissen. Er wird gefangen genommen, bzw. läßt sich gefangen nehmen. Denn Linoge hätte viele Chancen zur Flucht gehabt. Schon während er abgeführt wird, konfrontiert er einzelne Bürger mit ihren dunklen Seiten, und das vor anderen Anwesenden. Und was das Seltsame ist, es handelt sich um Dinge, die eigentlich nur die Personen selbst wissen.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er die alte Dame mit einem seltsamen Stock mit Wolfskopf erschlagen hat. Denn dieser Wolfsstock spielt eine Große Rolle bei den weiteren Geschehnissen.
Mit der Gefangennahme verstärkt sich auch der Sturm. Und irgendwie scheint es, als ob Linoge, der Fremde, den Sturm steuert und anfeuert. Seltsame Dinge geschehen mit den Einwohnern des Örtchens. Einge begehen Selbstmord, andere töten Menschen, die ihnen viel bedeutet haben. Und irgendwie hat der Gefangene seine Hand im Spiel. Bei allen Opfern befindet sich die Nachricht : "Gebt mir was ich will,.dann werde ich verschwinden". Diese haben die Opfer übrigens noch geschrieben, bevor sie sich (nicht gerade freiwillig) töteten. Und immer ist auch der Wolfsstock anwesend, wenn etwas geschieht.
MEINUNG
Drehbuch des Grauens beschreibt meiner Ansicht nach am Treffensten, wobei es sich bei dem Buch "Sturm des Jahrhunderts" handelt.
Es handelt sich um das Originaldrehbuch zu dem Film "Der Sturm des Jahrhunderts". Denn hier hatte Stephen King die Idee, einen Filmroman zu schreiben. Er geht in dem Taschenbuch, das ich besitze, sehr genau auf dieses Thema ein. Als Unterschied zum Roman gibt er an, es mit einem anderen Programm geschrieben zu haben. Das Buch ist wirklich sehr eindrucksvoll und obwohl mich diese beschreibende Art des Drehbuches anfangs etwas störte, habe ich mich schnell daran gewöhnt und finde es ziemlich plastisch, wie Stephen King hier schreibt.
Da ich den Film schon kannte, viel mir das Lesen dieses Drehbuches noch leichter. In diesem Fall entspricht der Film wirklich einmal dem Buch. Einiges wirkt hier eindrucksvoller, zumal man in Filmen doch schon mal einige Details gar nicht so mitbekommt. Wenn ich ganz ehrlich bin, wollte ich mir dieses Buch gar nicht kaufen und war
entsetzt wie ich es im Club zum ersten Mal in den Händen hielt. Damals störte mich dieser seltsame Drehbuch-Schreibstil zutiefst. Nachdem ich aber den tollen und spannenden Film des Grauens gesehen habe, kaufte ich mir jetzt doch noch das Buch.
Den Vorteil, den ich jetzt habe, ist der, dass ich mir einige Stellen noch besser vorstellen kann. So weiß ich ja, wie der kleine süße Robbie oder der bösartige Linoge ausgesehen haben. Ich erinnere mich beim Lesen wieder an den Klang des Liedes vom Teekännchen und ein Schauer läuft mir dabei über den Rücken. Einn faszinierendes Buch, dass man als Freund von Stephen Kings Horrorgeschichten einfach gelesen haben muss.
Sehr interessant ist wirklich, dass Stephen King hier auf den ersten 21 Seiten Erklärungen zum Entstehen dieses ungewöhnlichen Buches abgibt. Und auch noch zu einigen Szenen. Wen das nicht interessiert, der sollte ab Seite 22 anfangen.
Eine der beeindruckendsten Personen neben Linoge ist Mike Anderson. Dieser besitzt einen kleinen Laden und ist nebenbei noch Dorfpolizist. Aus seiner Sicht wird auch alles immer wieder mit geschildert. Mike ist derjenige, der noch am wenigsten dunkle Seiten zu haben scheint und der sich auch nicht aufgibt, als alle anderen Einwohner eine Entscheidung treffen. Nur leider ist er Chancenlos. Denn Linoge stellt schließlich seine Forderung an die verängstigten und verunsicherten Bürger des kleinen Ortes. Und diese müssen eine sehr unmoralische Entscheidung treffen.
Stephen King ist es hier wieder meisterhaft gelungen, etwas Böses in eine ansonsten gute Gemeinschaft hereinzubringen, die langsam aber immer mehr Macht zeigt und bekommt. Noch nicht einmal die Träume sind sicher vor Linoge, der hier das absolut Böse verkörpert. Und der mit den Menschen, mit ihrem Tod und ihrem Schlechten Gewissen spielt. Am Ende ist die Gemeinschaft auch durch das Wissen um einige sehr schlimme Taten und durch die Entscheidung nicht mehr das, was sie vorher war. Und selbst am Schluß des Romans, wo man meint, langsam alles zu wissen, da kommt noch ein unheimliches Geschehnis nach.
Ich kann hier allen Freunden von Horror-Romanen und insbesondere von Stephen King nur raten, holt euch den Roman, bzw. ist ja keiner. Holt euch dieses Drehbuch und lest es. Es ist spannend vom Anfang bis zum Ende und die 505 Seiten sind auf keinen Fall langweilig.
Ich selbst habe das Heyne Buch vor Jahren zum Preis von DM 17,90 werworben. Es hat die Bestell-Nr. 01/13150 und gehört zur allgemeinen Reihe.
DATEN:
Titel: Der Sturm des Jahrhunderts
Autor: Stephen King
Art: Horror-Thriller
Eignung: Erwachsene - ältere Jugendliche
Seiten: 505
Taschenbuch: EUR 9,95 bei Amazon
ISBN-Nr. 3453171551
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FAZIT
Auch wen ein Drehbuch in der Art etwas anders geschrieben ist als man es von Romanen gewöhnt hat, so ist Der Sturm des Jahrunderts ein spanendes und sehr interessantes Buch von Stephen King, das ich hier auch empfehlen möchte.
*** "Der Sturm des Jahrhunderts" von Stephen King ***
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Ich hatte das Buch Jahre lang im Regal stehen, ohne ihm Beachtung zu schenken. Was mich solange vom Lesen abhielt, war die Tatsache, dass es sich bei dem Buch um das originale Drehbuch vom gleichnamigen Film handelt. Man findet neben Regieanweisungen hauptsächlich die Dialoge der Figuren in wörtlicher Rede - wie man es eben von einem echten Drehbuch gewohnt ist. Ich stellte es mir nicht so besonders spannend vor, ein Drehbuch zu lesen - aber ich kann schon mal verraten, dass ich eines Besseren belehrt wurde.
*** Zum Autor ***
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In seinem Buch "Das Leben und das Schreiben" kann man sich umfassend über Kings Biographie informieren:
Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren (wo übrigens auch viele seiner Bücher spielen). King Englisch an der Universität von Maine, wo er seine spätere Frau Tabitha Spruce kennenlernte. Am 2. Januar 1971 heirateten die beiden. Ab 1971, nach Abschluss seines Studiums, unterrichtete King in der Stadt Hampton in Maine als Englischlehrer. Sein Einkommen reichte jedoch kaum aus, um seine Familie zu ernähren, weswegen er nebenbei nachts in einer Wäscherei arbeitete. So blieb ihm nur wenig Freizeit, die er nutzte, um Kurzgeschichten zu schreiben. Obwohl es ihm hin und wieder gelang, eine Geschichte zu verkaufen, war er noch weit davon entfernt, seinen Lebensunterhalt allein durch die schriftstellerische Tätigkeit bestreiten zu können. Vor seinem ersten Erfolg schrieb King mehrere Romane, die aber von den Verlegern nicht angenommen wurden. Diese Frühwerke überarbeitete er und veröffentlichte sie später unter dem Pseudonym "Richard Bachman". In einem gemieteten Wohnwagen begann King, seinen Roman "Carrie" zu schreiben. Wie King in "Das Leben und das Schreiben" verriet, hielt er das "Carrie"-Manuskript beim Durchlesen für schlecht und beförderte es in den Mülleimer. Seine Frau fand es dort, fischte es heraus und spornte King dazu an, den Roman zu vollenden. King tat dies, und 1973 akzeptierte der Verlag "Doubleday" den Roman. Kurz darauf erwarb die New American Library die Taschenbuchrechte für die Rekordsumme von 400.000 Dollar. Durch dieses Ereignis und durch die erfolgreiche Verfilmung des Buches wurde King schlagartig bekannt. Überschüttet von Geld und Ruhm entschloss er sich, den Beruf des Lehrers aufzugeben und sich ganz dem Schreiben zu widmen. Wenig später erschien sein Buch "The Shining", das ebenfalls ein Bestseller wurde. In den nächsten Jahren folgten weitere Verkaufsschlager.
Meine Meinung zu Stephen King:
Stephen King zählt für mich zu den genialsten Autoren von Unterhaltungsliteratur. Seine Bücher sind bekannt dafür, dass sie von der ersten Seite an einen immensen Spannungsbogen aufbauen und den Leser kurz vor Ende noch mal mit absolut überraschenden Wendungen konfrontieren. Ich habe bisher über 20 King-Bücher gelesen und war von keinem einzigen enttäuscht. Interessant ist es, dass man in einigen Büchern auch Anspielungen auf andere Bücher findet. Diese Anspielungen nimmt man aber nur wahr, wenn man das jeweils andere Buch gelesen hat. Von daher ist es auch immer wieder interessant, das ein oder andere Buch ein zweites Mal zu lesen. Die beiden Bücher "Dolores" und "Das Spiel" haben
zum Beispiel solche Querverbindungen. Hab ich allerdings auch erst gemerkt, als meine Schwester es mir verraten hat ;)
Vor einigen Jahren habe ich mal ein Interview mit Stephen King gesehen. Er wurde gefragt, wie lange er noch vorhabe zu schreiben. Er antwortete, dass er noch genau so lange schreiben werde, bis endlich die ganze Welt verstanden hätte, dass er verrückt sei. Hehe, ja, also, ich hab es verstanden, Herr King ;) Nee, aber im Ernst, bei manchen Büchern muss man sich schon ehrlich fragen, wie krank man eigentlich sein muss, um sich so etwas auszudenken - aber das macht die Bücher eben auch so interessant. Stephen King greift in seinen Werken immer wieder auf reale Krankheitsbilder bzw. reale psychische Störungen zurück, wenn er Täter und Opfer charakterisiert. Für diese Figuren recherchiert er in umfangreicher Weise, indem er mit Betroffenen spricht oder auch Ärzte und Psychologen zu den Themen interviewt. Denkt man beispielsweise an die Tochter von Dolores Clairbone, die mehrere Jahre lang von ihrem Vater missbraucht wurde, dann bekommt man Gänsehaut, wenn man sich vorstellt, dass King im Vorfeld mit mehreren missbrauchten Mädchen gesprochen hat, bevor er versuchte, das Thema Missbrauch in die Geschichte eines außergewöhnlichen Mordes einzubetten. Die Gedanken und Gefühle der Figuren sind also deshalb so authentisch, weil Stephen King sich intensiv mit den Problemen und Erlebnissen seiner Figuren beschäftigt hat.
Stephen King hat mit seinen Büchern immer wieder einen wahnsinnigen Erfolg - heute kann man sich kaum noch vorstellen, dass er bei seinen ersten Aufträgen für Magazine noch wartend vor dem Briefkasten stand, als der Postbote mit dem Gehaltsscheck kam - schließlich wusste er teilweise nicht einmal, wie er die Medikamente für seine Kinder finanzieren sollte.
Wer noch mehr über das Leben und die Werke von Stephen King wissen möchte, kann sich beispielsweise auf Wikipedia darüber informieren:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_King
Außerdem ist auch das Buch "Das Leben und Schreiben" von Stephen King zu empfehlen - in diesem erfährt man viele Details aus seinem Leben: von dem ersten Alkohol-Rausch über seine Kokainsucht bis hin zu den ersten, schweren Jahren mit seiner eigenen kleinen Familie. Für Stephen-King-Fans ist dieses persönlichste Werk eine absolute Pflicht!
Weitere King-Bücher, die ich absolut empfehlen kann:
- Das letzte Gefecht
- Das Spiel
- Dolores
- Sie
- Duddids
- The Shining
*** Zum Inhalt des Buchs ***
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Die Geschichte spielt auf der kleinen Insel Little Tall Island. Ein Jahrhundertsturm mit Schneeverwehungen bahnt sich an. Die älteren, schulpflichtigen Kinder befinden sich auf dem Festland, aber mehr als zweihundert Bewohner sind noch auf der Insel, darunter auch viele kleine Kinder. Mit dem Sturm erreicht auch ein geheimnisvoller Fremder die kleine Insel. Er trägt einen Stock mit einem Wolfskopf am Griff mit sich. Scheinbar grundlos erschlägt er mit diesem Stock eine alte Frau. Später lässt er sich ohne Protest festnehmen (wie man später erfährt, hätte er die Kraft gehabt, sich bedenkenlos gegen die Verhaftung zu wehren - doch ist auch diese nur ein Teil seines lang gehegten Plans). Schon während er abgeführt wird, konfrontiert er einzelne Bürger mit ihren dunklen Geheimnissen, und das vor anderen Anwesenden. Das Verbüffende daran ist eben vor allem, dass es sich hier um Ereignisse handelt, von denen eigentlich nur die betroffenen Personen selbst wissen. Es scheint also nicht mit rechten Dingen zuzugehen.
Mit der Gefangennahme wird der Sturm stärker. Man hat das Gefühl, dass Linoge, der Fremde, den Sturm steuern kann. Außerdem passieren seltsame Dinge mit den Einwohnern von Little Tall Island, es kommt zu sinnlosen Selbstmorden und Morden. Es geht nicht mit rechten Dingen zu und in irgendeiner Weise hat Linoge seine Finger im Spiel. Auch wenn der Leser noch nicht ahnen kann, wie Linoge agieren sollte - schließlich sitzt dieser im Gefängnis. Besonders spannend ist es, dass an jedem Tatort dieselbe Nachricht gefunden wird: "Gebt mir, was ich will - dann werde ich verschwinden".
Den Höhepunkt bildet Linoge, als er sich schließlich als Initiator sämtlicher Morde und Selbstmorde outet und eine verhängnisvolle Forderung an die verängstigten und verunsicherten Bürger der Insel stellt. Eine wahnsinnig schwere und unmoralische Entscheidung muss getroffen werden. Die folgenschwere Entscheidung kostet letztendlich nicht nur eine Ehe, sondern noch viel mehr ...
Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, um niemandem das Lesevergnügen zu verderben - wer es jetzt aber vor Neugier nicht mehr aushalten kann, darf mir gerne mailen, dann verrate ich gerne, was Linoge von den Insulanern haben wollte.
*** Meine Meinung über das Buch***
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Ich habe alle 500 Seiten mit Genuss gelesen und war absolut begeistert von dem Buch. Dass die Geschichte als Drehbuch veröffentlicht wurde, hat mich beim Lesen überhaupt nicht gestört. Das Buch ließ sich super flüssig lesen und war eigentlich an keiner Stelle in irgendeiner Weise unverständlich. Durch die Regieanweisungen erfährt man regelmäßig zusätzlich Dinge, die sich aus dem Dialog allerhöchstens erahnen lassen. Meine Befürchtungen, dass das Drehbuch sich nicht gut lesen lasse, wurden also zum Glück absolut nicht bestätigt. Im Gegenteil - durch den Drehbuchcharakter wirken die Figuren sehr lebendig und die Handlung wird sehr anschaulich. King könnte seine Bücher gerne öfter mal als Drehbücher veröffentlichen - zumindest für meinen Geschmack ;)
Die Figuren, die Stephen King in diesem Werk geschaffen hat, sind - wie bereits erwähnt - alle recht lebendig und anschaulich. Schon nach einigen, wenigen Seiten ist man in seiner Fantasie ein Mitglied des Dorfes und weiß seine Mitbürgern einzuschätzen. Little Tall Island kann man sich dabei klasse vorstellen - man ist einfach mitten drin, statt nur dabei.
Der Spannungsbogen reißt einen ab der 1. Seite mit und spitzt sich bis zum Höhepunkt hin immer weiter zu. Erst kann man nur erahnen, dass der Fremde in irgendeiner Weise mit den schrecklichen Vorkommnissen auf der Insel in Verbindung steht. Mit Verlauf der Handlung wird diese Vorahnung immer deutlich, bis sie letztendlich in dem Geständnis Linoges und seiner unverschämten Forderung gipfelt. Dadurch dass der Leser von Anfang an, eine enge Beziehung zu den Dorfbürgern aufbaut, kann er auch am Ende bei der folgenschweren Entscheidung in besonderer Weise mitfühlen und mitleiden. Man kann es kaum fassen, was Linoge haben will. Versetzt man sich in die einzelnen Bürger hinein, ist man regelrecht unter Psychoterror gesetzt. Für schwache Nerven ist das Buch also nicht besonders gut geeignet ;)
Was das Ende des Buchs so interessant macht, ist, dass es kein Happy End gibt. Erwartet man doch irgendwie lange noch, dass sich alles zum Guten wendet, wird man letztendlich mit einem harten Ausgang konfrontiert, der zum Nachdenken anregen kann. Besonders dieses ungewöhnlich Ende macht das Buch für mich zu einem ganz besonderen King-Buch.
Zusammenfassend kann ich nur jedem King- und Psychothriller-Fan empfehlen, das Buch zu lesen. Die Mischung aus Psychoterror, Horror und Übersinnlichem lässt alle 500 Seiten spannend erscheinen. Ich hätte echt noch weitere 500 Seiten auf Little Tall Island bleiben können ;) Und auch die ungewöhnliche Form als Drehbuch bringt mal etwas Abwechslung ins Bücherregal. Ich kann nur jedem empfehlen, es einfach mal selbst zu lesen und zu urteilen - aber ich find es mehr als klasse.
*** Meine Meinung über den gleichnamigen Film, der aus diesem Drehbuch entstanden ist ***
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Nachdem ich von diesem Buch so wahnsinnig begeistert war, habe ich schon überlegen müssen, ob ich den Film sehen will. Denn ich muss ehrlich zu geben - bei aller Liebe zu Stephen King - das einige der Verfilmungen seiner Bücher echt unter aller Kanone sind. Manch ein Film war so schlecht, dass er mir im Nachhinein das Buch doch glatt noch verdorben hat.
The Shining zum Beispiel ist vielleicht als Film nicht wahnsinnig grottenschlecht, aber auch wirklich alles andere als gut. Wenn man davor das Buch gelesen hatte, musste man von dem Film einfach massiv enttäuscht sein. Denn das Buch war echt um Welten besser. Auch das Buch zu Dolores war alles andere als so schlecht wie der Film. Die Bücher von Stephen King haben eben eine ganz besondere Art, die sich einfach auch schwer in einem Film umsetzen lassen. Schade, dass man sich da nicht mehr drum bemüht.
Und auch beim Film zu "Der Sturm des Jahrhunderts" war es ähnlich. Der Film wurde vor c.a. 2 Jahren in 2 Teilen im TV gezeigt. Ich hab mich überwunden und ihn angeschaut. Naaaajaaaa, also, der Film ging schon und wenn ich das Buch nicht gelesen hätte, hätte ich ihn vielleicht auch nicht ganz so schlecht gefunden. Aber wie ich es bei so vielen anderen King-Verfilmungen auch empfunden habe, bringt das Buch so viel mehr rüber als der Film. Die Vorahnungen bezüglich Linoge werden im Buch einfach viel mehr geschürt, so dass der Spannungsbogen viel deutlicher wird als im Film. Die Figuren kann man nicht ganz so eng für sich gewinnen wie es im Buch der Fall ist - dadurch fällt auch die folgenschwere Entscheidung am Ende der Geschichte nicht so stark ins Gewicht wie sie es im Buch tut. Damit geht für mich schon ein ganz großer Teil des Psychoterrors flöten.
Trotz allem zählt dieser Film nicht zu denen, die einem im Nachhinein das Buch versauen - eher erinnert man sich gerne an die so bekannten und vertrauten Figuren zurück, auch wenn man sie im Film nicht ganz so deutlich wahrnimmt.
*** Mein Fazit ***
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Stephen King ist und bleibt einer meiner Lieblingsautoren. Das Buch ist genial, der Film leider nur Durchschnitt. Ich kann das Buch an alle King-Fans und die, die es werden wollen, empfehlen. Den Film muss man nicht unbedingt gesehen haben - wichtig ist nur: immer erst die Bücher lesen ;)
Hot_Rider, 30.03.2010
Bitte nur unsere obersten 16 Berichte bewerten da die anderen die 5 Euro 20 Grenze schon erreicht haben und jede Bewertung der alten Berichte die die Vergütung von 5 Euro 20 schon erreicht haben verringert unser Guthaben wieder. DANKE !
forlornsailor, 05.04.2010
Das Buch von King kenn ich selber noch nicht, habe früher sehr viel von ihm gelesen. Schöne Vorstellung ! Die Filme kommen wirklich nie an die Bücher ran, auch wenn sie manchmal gar nicht so schlecht sind.
AChristoteles, 22.01.2010
Sehr schön und ausführlich, allerdings hoffe ich das King weiterhin bei seinem ausschmückenden Stil bleibt und nicht weitere Drehbücher in Buchform veröffentlicht LG Chris
ein Testbericht von NancyNoack2005-07-29 11:21:10vom 29.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: - mal was anderes als ein Roman
- Original Filmdrehbuch
- der Preis...Nachteile/Kritik: - es kommt einen vor, als müsste man was auswendig lernen
- nicht so mitreißend wie ein Roman
Der Sturm des Jahrhunderts ist mal etwas anderes als die typischen Romane von Stephen King, denn hierbei handelt es sich um ein Filmdrehbuch.
Als ich mir dieses Buch gekauft habe, habe ich nicht gesehen, dass es sich um ein Drehbuch handelt. Das habe ich erst festgestellt, als ich es angefangen habe zu lesen. Es ist mal was anderes ein Drehbuch zu lesen. Eine interessante Erfahrung, sich mal durch so ein Buch zu arbeiten. Jedoch muss ich sagen, dass mir Stephen Kings Romane und Kurzgeschichten sehr viel besser gefallen. Ich finde es
doch um einiges interessanter, sich in eine Geschichte vertiefen und so richtig mitfühlen zu können. Das konnte ich bei Sturm des Jahrhunderts leider nicht. Aber deswegen ist das Buch nicht gleich schlecht. Es ist eben einfach nichts für mich. Mich muss ein Buch so richtig fesseln. Bei dem Drehbuch hatte ich eher das Gefühl, etwas auswendig lernen zu müssen. Die Story ansich ist jedoch nicht uninteressant.
Aussehen des Buches:
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Auf dem Cover ist ein stark bewölkter Himmel zu sehen mit einem Sonnenuntergang und ein Turm. In weiß steht der Name des Autors drauf und in rot der Buchtitel.
Auf der Rückseite findet ihr eine kurze Zusammenfassung der Story.
Die Story:
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Als ein Jahrhundertssturm die Küste von Maine bedroht, verlassen die meisten Einwohner der vorgelagerten Insel Little Tall Island ihre Häuser. Die verbliebenen Inselbewohner versuchen sich so gut wie möglich auf das Unwetter vorzubereiten. Doch mit dem Sturm bricht das Unheil auf die kleine Inselgemeinschaft ein. Es beginnt einem brutalen Mord an der achtzehnjährigen Martha, dem weitere Morde und Selbstmorde folgen. Bei allen Opfern befindet sich die Botschaft: > Gebt mir was ich will und ich verschwinde.< Misstrauen, Missgunst und Feindseeligkeit machen sich unter den Bewohnern breit. Zwar setzt Polizist Mike Anderson den mutmaßlichen Täter fest, einen Fremden Namens Linoge, doch das Grauen nimmt kein Ende. Zumal der Fremde mit dämonischem Blick Dinge von einzelnen Dorfbewohnern weiß,die sie mit gutem Grund immer geheim gehalten haben. Und schließlich wird offenbar, was die mysteriöse Nachricht bei den Opfern zu suchen hat. Linoge verlangt ein Kind, das er zu seinem Schüler machen will. Mit aller Macht, zerstört der dämonische Linoge das dörfliche Leben, schleicht in die Träume der Bewohner und macht unmissverständlich klar, dass er keine Ruhe geben wird, bevor die verzweifelten Insulaner seinem Wunsch nachgeben...
Kleine Leseprobe:
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169. INNEN: DAS CONSABLE'S OFFICE
Henry döst. Die Männer im Laden spielen Karten. Robbie geht mit der waffe in der Hand zur Zelle hinüber. Linoge sitzt da und beobachtet ihn, während er näher kommt. Als Linoge spricht, tut er es mit der Stimme einer alten Frau - der von Robbies Mutter.
LINOGE
Wo ist Robbie? Ich will meinen Robbie sehen, bevor ich sterbe. Er hat gesagt, er würde da sein. Wo bist du, Robbie? Ich will nicht sterben, ohne dass jemand meine Hand hält.
Henry bewegt sich ein bisschen im Schlaf und rutscht dann noch ein Stück tiefer. Robbie reagiert mit Überraschung, Entsetzen und Scham...und dann verhärtet sich sein Gesicht.
ROBBIE
Ich glaube, diese Stadt hat entgültig genug von dir.
Er hebt die Waffe und zielt damit zwischen den Gitterstäben hindurch.
170. AUSSEN: DAS RATHAUS - NACHT
Eine Seitentür öffnet sich, und mehrere Männer kommen heraus, bereit, die Wachmannschaft im Laden zu verstärken. Wie versprochen, sind sie echte Kraftpakete: Upton, Sonny, Johnny Harriman, Alex Haber und Stan Hopewell, Daveys Vater. Stan ist Hummerfischer, den wir warscheinlich im ersten Teil schon mal kurz gesehen haben, als er sein Boot an dem jetzt nicht mehr vorhandenen Kai der Stadt Sturmfest gemacht hat. Mühsam stapfen sie durch den Schnee zum >Island Service< - Wagen. Zwei weitere Gestalten verweilen noch einen Moment in der Tür: Mike und Molly. Molly trägt ein Umhängetuch, das sie zum Schutz vor der Kälte enger um sich zieht...
Der Autor:
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Stephen King ist der populärste Schriftsteller der Vereinigten Staaten und der meistgelesenste Horrorautor der Welt. Viele seiner Romane wurden erfolgreich verfilmt, z.B. >Shining<, >Es<, >Sie< oder >Green Mile<. >Der Sturm des Jahrhunderts< lief als Tv- Mehrteiler sehr erfolgreich in den USA und ist in Deutschland bislang auf Video oder DVD zu sehen.
Whiteghost, 07.08.2005
Der Ausschnitt liest sich langweiliger als der Filminhalt von Traumschiff! Doch der Rest des Berichts gleicht das super aus! Lg, Whiteghost
hjid55, 12.07.2008
Sehr hilfreich und liebe Grüße Sarah
Fernsehgerechte Katastrophen - mit und ohne Horror
ein Testbericht von mima0072004-02-23 17:10:50vom 23.02.2004Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, unterhaltsam, dramaturgisch gut aufgebaut...Nachteile/Kritik: sehr fernsehgerecht
Dieses Buch umfasst das erste veröffentlichte Originaldrehbuch von Stephen King. Der Film soll inzwischen auch gedreht worden sein. Formal beachtet King alle Bedingungen des TV-Genres, und er legt eine Beherrschung etlicher wirkungsvoller Tricks an den Tag.
Handlung
°°°°°°°°°°
Deutschen Lesern ist die kleine Insel Little Tall Island vor der Küste Maines bereits bekannt – aus King Roman "Dolores Claiborne". Und obwohl Dolores in diesem Buch nicht auftaucht, hilft doch die Erinnerung bei der Orientierung, mit welchen Menschen und welcher Umgebung man es nun zu tun hat. Der Drehbuchautor King stößt den Leser des
öfteren mit der Nase darauf, daß es sich um eine sehr kleine Gemeinschaft von Menschen handelt, ein tägliche "Seifenoper, bei der man alle Figuren kennt". Dies ist nicht die einzige zynische Bemerkung, die sich King nicht verkneifen kann.
Der Vorhang zum ersten Akt des Dramas hebt sich, als ein unbekannter Fremder namens Andre Linoge (engl. "lineage" = Stammbaum, Abkunft) die alte Dame Martha Clarendon ohne ersichtlichen Grund mit seinem Gehstock zu Tode prügelt. Der Knauf des Stocks hat die Form eines grinsenden Wolfskopfes. Und genauso sieht Linoge auch aus – selbst noch dann, als er bereits im Inselgefängnis von Sheriff Michael Anderson sitzt. Linoges Forderung: "Gebt mir, was ich will, und ich verschwinde." Mit seinen Bemerkungen über die Menschen verrät er hellseherische Kräfte und läßt Beziehungen in Trümmer gehen. Und mit seinen telepathischen Kräften treibt er einen nach dem anderen in den Selbstmord.
Wegen des außerordentlich heftigen Schneesturms, der die kleine Insel umfangen hält, haben sich die Bewohner in den Schutzraum unter dem Rathaus geflüchtet. Es kommt zu tragischen Vorfällen, und weitere Menschen sterben. Die meisten der Todesfälle scheinen unter fremdem Einfluß begangen worden zu sein – der Leser ahnt bereits, unter wessen Einfluß. Als Linoge aus dem Gefängnis entkommt, macht er sich an die Kinder – acht an der Zahl – heran und bringt sie unter seinen telepathischen Einfluß. Er stellt die im Rathaus versammelte Gemeinde vor eine grausame Wahl: "Gebt mir, was ich will, und ich verschwinde." Alle bis auf einen sind bereit, den grausamen Handel mitzumachen, alle bis auf Mike, den polizisten. Doch alle bezahlen später einen hohen Preis für ihre Wahl.
Fazit
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In seinem Horror-Fetzer greift King tief in die Trickkiste seines angestammten Genres: Telepathie, reihenweise Mord und Selbstmord, der namenlose Fremde, der gerechte Vergeltung verlangt – das kennt man schon aus "The Fog" und aus "In einer kleinen Stadt". Die Schicksalsafrage lautet wieder einmal: Sind Menschen dazu bereit, für ihre Rettung in der Gegenwart bereit, einen Sündenbock aus ihrer Mitte zu wählen und diesen zu opfern – auch um den Preis der Zukunft?
Dieses Buch ist "The Stand" näher etwa "Dolores Claiborne". Hier werden Klischees und Zuschauererwartungen bedient. Da lob ich mir doch Romane wie "The girl who loved Tom Gordon", die zumindest auf ein gewisses Maß an Psychologie als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte setzen.
Immerhin kann man sich fragen, ob Linoge – ein Anagramm von "Legion" (vgl. das Markus-Evangelium) – für alle verbrecherischen Eroberer und Verführer steht, die die Zukunft einer Gemeinschaft geraubt haben. Ich denke da an die Länder, die die Nazis erobert hatten.
Info: The Storm of the Century, 1999; Heyne 8/2000, München; 480 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen von Peter Robert; Taschenbuch: ISBN 3453171551
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1-4 von 4 Testberichten über Stephen King: Der Sturm des Jahrhunderts
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