Stephen King: Im Morgengrauen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.1 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (5/5).
Bewertungsverteilung:
Humor:
wenig humorvoll
Spannung:
hoch
Niveau:
mittelmäßig
Unterhaltungswert:
hoch
Aufmachung:
in Ordnung
Zielgruppe:
Erwachsene
Wie ergreifend ist die Story?:
ergreifend
Seitenzahl:
200-300
Stil:
neutral
Vorteile
Die Erzählungen "Morgenlieferungen", "Omi", "Der Mann der niemanden die Hand geben wollte" und ganz besonnders "Der Nebel"
- extrem spannend, - sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, - Horror ist meistens sehr unterschwellig
kurzweilig
nicht nur schaurige Geschichten
Interessante Geschichten, die Geschichte "Der Nebel"
Nachteile/Kritik
Die beiden kürzeren Geschichten
- sind zu schnell zu Ende
nur Kurzgeschichten
nicht alle Geschichten sind spannend
Geschmackssache, nicht alle Geschichten sind spannend
Stephen King für Frühaufsteher
ein Testbericht von winterspiegel2004-07-30 11:49:13vom 30.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Die Erzählungen "Morgenlieferungen", "Omi", "Der Mann der niemanden die Hand geben wollte" und ganz besonnders "Der Nebel"...Nachteile/Kritik: Die beiden kürzeren Geschichten
Der erste Band der Geschichtensammlung „Sceleton Crew“ ist im deutschen unter dem Titel „Im Morgengrauen“ erschienen. „Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte“, „Achtung – Tiger!“, „Omi“, „Morgenlieferungen“ und „Der Nebel“, sind die einzelnen Erzählungen die eigentlich in keiner vernünftigen Stephen King-Sammlung fehlen sollten. Interessant aber auch vor allem wegen der 200 Seiten langen – und somit fast schon an Novellenlänge heranreichende - Gruselmär „Der Nebel“, die auch für alle Freunde der gepflegten Gänsehaut-Lektüre einen starken Kaufanreiz bieten dürfte.
Aber erst mal schön der Reihe nach...
Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte
1919 Henry Brower, ein Mitglied der Handelskommission in Bombay verursacht durch Verkettung unglücklicher Umstände, den Tod eines kleinen indischen Jungen. Der Vater des Jungen belegt wiederum Brawer mit einem satanischen Fluch. Alles lebende, dass Brower danach je mit seinen Händen berührt, ist zum Tode verurteilt. Der Kaufmann lebt seitdem zurückgezogen und allein.
Doch da kann er eines Tages einem Fremden sehr behilflich sein. Als der sich bei ihm bedanken will schaut Brower voller Entsetzen auf die Hände des Mannes, die mit einem Mal näherkommen und seine eigenen, todbringenden schütteln wollen...
Diese Geschichte wird im Club der 249 B East 35 th Street in New Jork erzählt. Jener Club, der schon Schauplatz und Ausgangspunkt von Kings Erzählung „Atemtechnik“ war. Von dort aus gehend entwickelt sich eine Geschichte in ähnlichem Stil, wie dem des Bachman-Buches „Der Fluch“, wenn auch in viel stärker komprimierter Form. Alles in allem eine nette und verrückte Episode; halt eine außerordentlich unterhaltsame Begebenheit, wie sie sich King so gerne von der Seele zu schreiben pflegt.
Achtung – Tiger!
Charles muss mal austreten. Und das mitten im Unterricht. Als er merkt, dass er es bis zum Ende der Stunde nicht mehr aushält, fragt er schließlich seine Lehrerin, die ewig nörgelnde Miß Bird.
Als Charles direkt vor den Toiletten angekommen ist, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen, als er einen ausgewachsenen Tiger am anderen Ende des Waschraums erblickt. Als sein Klassenkamerad Kenny Griffith vorbeikommt um zu sehen, wo er so lange bleibt, glaubt der Charles natürlich nicht als er davon erzählt, und betritt die Jungentoilette um nachzusehen...
Es gibt das Zitat, dass Stephen King seine Wäscheliste veröffentlichen könne, und es würde immer noch ein großer Erfolg werden. So weit will ich natürlich nicht gehen. Doch diese nur wenige Seiten lange, unausgegorene Fingerübung (mehr ist es denn nun wirklich nicht) schrammt wohl einigermaßen knapp an so einem hanebüchenen Vergleich vorbei. Andererseits ist die „Tiger-Sache“ sehr schnell überflogen und wohl auch genauso schnell wieder vergessen.
Omi
Der elfjährige George Brückner muss daheim bei seiner kranken Oma bleiben, da sein Bruder mit gebrochenem Bein im Krankenhaus liegt und die Mutter zu ihm fahren will. Doch Großmutter hat öfters schlimme Anfälle, die den Jungen sehr ängstigen. Als einer dieser Anfälle schließlich zum Ableben von Oma führt, während Charles alleine zu Hause ist, versucht er in seiner ersten Aufregung ruhig Blut zu bewahren. Doch Omi, tot oder nicht tot, hat gar nicht vor im Sterbebett liegenzubleiben. Also steht sie auf und geistert durch die Wohnung,
um dem kleinen George den Schrecken seines noch so jungen Lebens einzujagen...
Hier zeigt sich wieder einmal Kings phänomenale Fähigkeit sich quasi in die Seele eines Kindes zu versetzen. Deshalb ist die flott von der Hand erzählte Gruselgeschichte vom kleinen George Brückner und seiner so seltsamen und furchteinflössenden Großmutter so überaus fesselnd. Denn nicht nur ein paar hübsche Schockmomente werden dem geneigten Leser geboten, sondern er darf auch ein Stück weit in das aufgewühlte Herz eines Kindes schauen, dass mit dem Unglaublichen konfrontiert wird.
Und somit wird er zu einem Verbündeten des verzweifelten, aber sich dennoch vehement gegen die finstere Mächte zur Wehr setzenden Jungen.
Morgenlieferungen
In aller Herrgottsfrühe geht Spike Milligan seinem Geschäft als Milchmann nach. Doch seine Morgenlieferungen erschöpfen sich nicht allein in der Zustellung verschiedener Milchprodukte, sondern er hinterlässt als besonderen, hinterhältigen Bonus zwischen Butter und Quark immer noch etwas extra tödliches...
Noch eine besonders kurze Abhandlung aus der Feder des Horror-Kings. Diesmal über einen Boten des Todes der etwas anderen Art, der sich sozusagen als wahrer Wolf im Schafspelz darbietet. Eine weitere Fingerübung des Schriftstellers. King veranschaulicht gewissermaßen, wie er das Grauen in aller Heimlichkeit in die Häuser von arglosen Familien bringt, um sie dann für immer aus dem Gleichgewicht zu werfen.
Ich hoffe sie sind noch alle da. Es wäre nämlich äußerst schade, das eigentliche Glanzstück dieses Bandes verpasst zu haben. Als ich diese Geschichte zum ersten Mal gelesen habe, hat sie mich sogleich in ihren unwiderstehlichen Bann gezogen. Es ist eine phantastische Erzählung bei der einfach alles zu stimmen scheint, um von ihr gefesselt zu werden: Die genau richtige Länge, die einnehmenden Akteure, der geradlinige Stil, die unglaubliche Atmosphäre... und natürlich nicht zu vergessen der mysteriöse, geheimnisvolle Nebel.
Der Nebel
David Drayton lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in einem idyllischen Häuschen am Long Lake in Bundesstaat Maine. Eines Tages wollen es die Umstände, dass David und sein Sohn Billy zusammen mit seinem Nachbarn in den Supermarkt der nahegelegenen Stadt fahren. Zuvor hatte ein heftiger Sturm getobt, der am Haus der Draytons und dem seines Nachbarn großen Schaden angerichtet hat. Doch schon beim Aufbrechen bemerken die zwei Männer und der Junge vom See her einen seltsamen Nebel aufziehen.
In der Stadt angekommen, gehen sie in den Supermarkt um ihre Einkäufe zu erledigen. Nicht lange danach kommt eine Person völlig hysterisch in den Markt gerannt und faselt etwas von Monstern und Nebel. Als David Drayton nach draußen durch das Schaufenster blickt, merkt er wie der Nebel sich tatsächlich immer dramatischer ausbreitet. Und als er angestrengter in den weißen Schleier stiert, glaubt er unaussprechliche Umrisse darin zu erkennen - Konturen, die in vergessen lassen zu atmen...
Wer kennt sie nicht, die Indianer und Cowboy-Filme bei denen die arglosen Siedler sich in ihrer Wagenburg verschanzen, um sich vor den hinterhältigen Attacken der Hollywood-Rothäute zur Wehr zu setzen. King hat dieses klassische Motiv in seine Welt des Unheimlichen gekonnt übertragen. So sind seine Siedler ganz normale Bürger, die sich dem hereinbrechenden Grauen gegenübersehen und sich in ihrem Äquivalent einer Wagenburg – einem zentral gelegenen Supermarkt verstecken.
Den Part der angreifenden Indianer wird dagegen von besonders ekligem Viehzeugs übernommen, dass sich gewaltsam Zugang zu den Eingeschlossenen erzwingen will. Ob da die rettende Kavallerie noch rechtzeitig eintrifft, wie in den dementsprechenden Western das immer passiert, weiß man beim Horror-Meister allerdings immer nie so genau im voraus.
Stephen King gibt in beispielloser Art jedem der eingeschlossenen Personen Charakter, um ihnen eine möglichst große Bandbreite an glaubwürdigen menschlichen Emotionen zu entlocken. So spielt sich nach und nach in den verbarrikadierten Supermarkträumen, ein Drama sonders gleichen nach dem anderen ab. King scheint sich nicht darum zu kümmern, ob nun eine besonders sympathische Romanfigur von den Ungeheuern erwischt wird, oder ob ein richtiggehender Kotzbrocken vom Zeitlichen gesegnet wird. Wenn es dem Autor danach gelüstet, kann es nämlich so gut wie jeden von seiner Schar an illusteren Darstellern treffen.
Dies, und die sich daraus ergebenden Fragen, machen diese ganze Angelegenheit so nervenzerreisend spannend: Welchen Verlauf nimmt die immer aussichtslosere Situation für die Protagonisten, wer von ihnen wird überleben, oder werden sie gar alle wie sie da sind, dem tödlichen Horror nicht mehr entkommen können.
Resümee
Wenn ich die reichlich abstruse Mini-Erzählung „Achtung – Tiger!“ einmal außer Acht lasse, sind die restlichen Storys faszinierende Geschichten des Übernatürlichen und Phantastischen. Mehr noch: das einen schon mit den ersten Zeilen nicht mehr loslassende, mit filmischer Präzision und virtuosem Spannungsaufbau als wahres Highlight des Buches sich herauskristallisierende Kleinod, ist die Erzählung „Der Nebel“. Jede Menge dichte Atmosphäre kennzeichnen den klassischen Spannungsaufbau, sodass diese so unwirklich wirkende Geschichte fast aus ihrem fiktiv-phantastischen Rahmen, in den Raum des greifbaren-Realen fällt.
Mit anderen Worten: Nicht gleich die Nerven verlieren, wenn das nächste Mal sich etwas unbekanntes aus dichtem Nebel schälen sollte, dass auf den ersten Blick nicht gleich als relativ harmlos zu entlarven ist.
„Endlich mal wieder einen richtigen Kruselschocker!“ dachte ich beim Griff in der Bibliothek zu diesem Buch. Irgendwie war das dann aber doch anders.
Klappentext:
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Stephen Kings unheimliche Erzählungen beginnen meist als Idyllen, die jäh in beklemmende Visionen umschlagen. Er versteht es meisterhaft, das Grauen zu beschreiben, das hinter der alltäglichen Fassade der Wirklichkeit lauert. Die Macht des Übernatürlichen wächst ins Ungeheuerliche, der Wahnsinn zieht immer weitere Kreise...
Fünf seiner besten Horrorgeschichten sind in diesem Band gesammelt.
Inhalt:
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Dies ist kein Stephen King-Roman im herkömmlichen Sinn. Es sind mehr oder weniger Kurzgeschichten. Ich will nun au die einzelnen Geschichten kurz eingehen:
Der Mann, der niemanden die Hand geben wollte: Diese Geschichte ist so geschrieben, als wenn ein alter Mann die Geschichte erzählt. Er hat sie quasi erlebt. Ein Mann will niemandem die Hand geben. Er erklärt es, aber die Wahrheit behält er für sich. Die Tatsache, dass eine Berührung mit seiner Hand jemanden den Tod bringt, verkraftet er nicht wirklich.
Achtung – Tiger!: Vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Ein Tiger auf dem Schulklo, der alle umbringt, die an seine Existenz nicht glauben wollen.
Omi: Eine Mutti mit ihren Kindern zieht zur Omi. Diese ist krank und benötigt Pflege. Gerade als der jüngste Sohn mit der Omi allein ist, stirbt diese. Doch auch nach ihrem Tod ist sie noch sehr aktiv.
Morgenlieferung: Hier wird die Arbeit eines Milchlieferanten beschrieben. Allerdings macht er seine Arbeit nicht so, wie er soll.
Der Nebel: Nach einem Sturm zieht ein ungewöhnlich dichter Nebel auf. Doch in dem Nebel lauern die verschiedensten Monster auf ihre Opfer. Das Ende bleibt offen, was irgendwie unangenehm wirkt.
Fazit:
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Unheimliche Geschichten sollten es sein. Aber das waren sie nicht wirklich. Gut, normal war die Handlung nicht, aber gefesselt hat sie mich auch nicht. Den Friedhof der Kuscheltiere hat noch keines seiner weiteren Werke übertroffen.
Das buch ist nicht sehr dick, aber trotzdem hatte ich elend lang zu tun. Wenn die Handlung fesselnd wurde, war die Geschichte vorbei und ein komplett anderer Sachverhalt begann.
Vom Einfallsreichtum kann ich aber nichts negatives behaupten. Auf solche Handlungen muss man erst einmal kommen. Mit unter frage ich mich auch, was Stephen King für ein Mensch ist. Nach seinen Schriften zu urteilen ein ganz bösartiger… Hat er Familie?
Dieses Buch jedenfalls wirkt auf mich eher wie gerade mal eben nebenbei geschrieben. In einer Zeit in der er auch nicht unbedingt viel Lust gehabt hat. Ich habe wohl den Fehler gemacht und sein bestes Werk zuerst gelesen. Dieses hier ist definitiv keine seiner Glanzleistungen.
Für einen richtig harten Fan ist das wohl Pflichtlektüre, aber ansonsten nicht weiter lesenswert.
Buchdaten:
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Titel : Im Morgengrauen
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne
ISBN: 3-453-02134-7
Seiten: 281
Preis: 6,95 (bei bookstra.de; mein Exemplar stammt aus der Bibliothek)
ein Testbericht von AngelikaR2009-05-11 21:04:09vom 11.05.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Interessante Geschichten, die Geschichte "Der Nebel"
...Nachteile/Kritik: Geschmackssache, nicht alle Geschichten sind spannend
Vor langer Zeit habe ich dieses Taschenbuch von Stephen King schon einmal gelesen. Für Euch habe ich es noch einmal hervorgeholt und möchte heute davon berichten. Der Titel dieses Buches lautet:
****** Im Morgengrauen ******
Dieses Taschenbuch erschien erstmals 1985 im Heyne Verlag. Der Titel der Originalausgabe lautet: Sceleton Crew.
1985 war das Buch zu einem Preis von 6.80 DM erhältlich.
Die Neuauflage erschien im Ullstein TB Verlag
Das Buch umfasst 282 Seiten. Es beinhaltet 5 unheimliche Kurzgeschichten von Stephen King. Auf der Vorderseite befindet sich ein Hinweis auf die Geschichte „Der Nebel“, die erfolgreich
verfilmt wurde.
Im Ullstein Verlag kostet dieses Buch heute 7.95 Euro.
****** Fünf Geschichten ******
1. Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte
2. Achtung – Tiger
3. Omi
4. Morgenlieferungen
5. Der Nebel
****** 1. Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte ******
Eine Männerrunde in einem Haus in New York. Sie sitzen zusammen, bis der Butler Stevens einem von ihnen ein weißes Päckchen überreicht. Derjenige, der das Päckchen bekommt, ist an der Reihe, eine Geschichte zu erzählen. An diesem Abend ist es der 85 jährige George Gregson und er erzählt eine Geschichte aus dem Jahr 1919, als er gerade 20 war. Seine 19 jährige Verlobte war vor ein paar Monaten an der Grippe gestorben. Verabschieden konnte er sich nicht, denn er kehrte erst 5 Monate später aus dem 1. Weltkrieg zurück.
Sein einziger Trost zu der Zeit waren Pokerspiele und eine Flasche Whiskey.
An einem dieser Abende lernt er Henry Brower kennen. Einen netten, jungen Mann, der sich bereit erklärt, den fehlenden Mann beim Poker zu ersetzen. Er wird sofort von allen akzeptiert, obwohl er scheinbar eine panische Angst davor hat, andere Menschen zu berühren.
Das Pokerspiel verläuft ruhig, bis zum letzten denkwürdigen Spiel. Brower gewinnt wider Erwarten und im Eifer des Gefechts berührt ein junger Mann die Hand Browers. Dieser springt entsetzt auf und rennt hinaus. George rennt ihm hinterher, um ihn zu beruhigen und um ihm das gewonnene Geld zu geben. Er findet Brower auf der Straße. Um George das ganze Ausmaß des Geschehens klar zu machen, berührt Brower einen herumstreunenden Hund, verspricht dann aber, zu warten, bis George mit dem Geld zurück ist. George geht, um das Geld zu holen, doch als er zurückkommt ist Brower weg und der Hund liegt tot auf der Straße.
In den folgenden Monaten versucht George den geheimnisvollen Mann zu finden. Er findet heraus, dass Brower glaubt, verflucht zu sein.
Merkwürdige Dinge passieren, die George nie vergessen wird, doch diesen geheimnisvollen Mann sieht er nie wieder.
****** 2. Vorsicht – Tiger ******
Miß Bird scheint Spaß daran zu haben, Charles vor der Klasse zum Erröten zu bringen, besonders, wenn er während des Unterrichts zur Toilette muß.
Es ist jedes Mal furchtbar beschämend, doch noch mehr Angst hat er davor, in den Waschraum für Jungen zu gehen, denn darin lauert ein Tiger.
****** 3. Omi ******
Das Telefon klingelt. Buddy hatte einen Unfall und liegt mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus. Seine Mutter muss zu ihm.
Zum ersten Mal bleibt der elfjährige George allein zuhause, allein mit seiner Omi. Doch er hat keine Angst, denn er ist ja schließlich nicht mehr sechs.
Er versucht sich zu beschäftigen, weiß er doch, seine Mutter kommt bald wieder, doch sie kommt nicht. Die Minuten verstreichen nur langsam.
Mehr und mehr drängen sich Erinnerungen in Georges Kopf. Merkwürdige Gespräche, die er über seine Großmutter mitgehört hat, auf die er sich aber keinen Reim machen kann. Unerklärliche Dinge, die sich im Leben seiner Oma abgespielt haben. Die seltsamen Worte, die sie murmelt, wenn sie einen ihrer „Anfälle“ hat.
Dann hört er Geräusche aus dem Zimmer seiner Großmutter. Er sieht nach. Scheinbar ist sie gestorben. Was soll er tun?? Noch immer ist er allein. Klar, den Arzt anrufen, doch das Telefon ist tot.
Er versucht sich zu beruhigen. Seine Mutter wird bald kommen. Doch dann, wieder Geräusche aus ihrem Zimmer.
Verängstigt sieht er nach und dort ist sie, seine Oma. Nicht im Bett, sondern sie kommt auf ihn zu: „ Komm her zu mir Georgie, ich will Dich umarmen:“ …
****** 4. Morgenlieferung ******
Ein fröhlich pfeifender Milchmann liefert morgens seine Ware aus. Dieses macht er auf seine ganz eigene Art…
****** 5. Der Nebel ******
Nach einem großen Sturm versuchen sich einige Menschen in einem Supermarkt mit Lebensmitteln einzudecken. Schon bald sind sie von diesem geheimnisvollen Nebel eingeschlossen. Es dauert nicht lange, bis ihnen klar wird, dass in diesem Nebel grauenhafte Monster lauern, die ihnen nach dem Leben trachten.
****** Meine Meinung ******
Kurzweilige Geschichten, die einem durchaus die Zeit vertreiben können.
Auf den ersten Blick erscheinen die Geschichten etwas überholt, da das Taschenbuch schon im Jahre 1985 erschienen ist, aber im Grunde können sich diese Geschichten immer und zu jeder Zeit ereignen.
Wie ich schon Anfangs erwähnt habe, befindet sich auf dem Buch Cover ein Hinweis auf die Geschichte „Der Nebel“.
Diese Geschichte gefiel mir schon, als ich sie das erste Mal gelesen habe. Seitdem sind viele Jahre vergangen. Ich habe sie einige Male gelesen, bis sie schließlich im Jahr 2007 erfolgreich verfilmt wurde. Wobei mir das Ende in der geschriebenen Geschichte weitaus besser gefiel, als in dem Film.
Dieses Buch ist nicht unbedingt der „Reißer“, aber durchaus lesenswert.
...
ein Testbericht von Saturn19852005-10-14 22:40:47vom 14.10.2005Empfehlung: ja
Vorteile: - extrem spannend, - sehr unterschiedliche Kurzgeschichten, - Horror ist meistens sehr unterschwellig...Nachteile/Kritik: - sind zu schnell zu Ende
Stepehn King - Im Morgengrauen
Heute will ich mal wieder über ein Werk meines Lieblingsautors berichten und zwar mit von ihm weniger bekannten Kurzgeschichten. Es ist schon sehr lange her, dass ich mir dieses Buch gekauft habe, aber es ist immer wieder, mittlerweile zum fünften Mal, lesenswert :) Viel Spaß mit meinem Bericht!
Preis: damals 12,90 DM, heute ist es zumindest bei uns für sieben Euro erhältlich :)
Seiten: 282
Erschienen: erstmals 1985, und ich besitze sogar ein Exemplar der deutschen Erstauflage, weil ich es auf dem Flohmarkt ergattert habe :) (Mich hat es
reell glaube ich nur zwei Mark gekostet)
Verlag: Heyne
Über den Autor:
Wie gesagt, Stephen King ist heute weltweit einer der erfolgreichsten Schriftsteller aller Zeiten und seine Werke haben sich mehr als hundert Millionen Mal verkauft. Er lebt zusammen mit seiner Frau Tabitha, die übrigens auch Schriftstellerin ist und seinen Kindern zusammen in Maine. Der Durhcbruch gelang ihm 1973 mit "Carrie", nachdem viele seiner vorherigen Kurzgeschichten von Verlagen abgelehnt wurden. Die weiterhin bekannten Werke sind unter anderem "Es", "Sie", "Tommyknocker", "Christine", "Dolores" und mittlerweile wohl auch "The Green Mile" und "Dreamcatcher. Seine Kurzgeschichten sind meistens nicht so bekannt geworden, allerdings verkauften sich auch diese sehr erfolgreich. Außerdem muss man noch anmerken, dass viele seiner Werke auch verfilmt wurden, meistens aber minder erfolgreich und mit geringer Qualität. Gerade die verfilmten Kurzgeschichten sind gute Beispiele dafür, da wären "Manchmal kommen sie wieder", "Kinder des Zorns" und "Trucks", allesamt richtig schlechte Filme, obwohl die Kurzgeschichten gut waren. Andererseits wurden andere Verfilmungen wie "Misery", "The Green Mile", "Carrie", "Dreamcatcher" und "Dolores" zu großen Erfolgen, die auch von den Kritkern hoch gelobt wurden. Aber das reicht erstmal zum Autor.
Wobei man noch anfügen kann, dass viele sich Stephen King als sehr verschrobenen Kauz vorstellen, aufgrund seiner offensichtlcih unendlich vorhandenen kranken Fantasien. In Interviews dagegen erscheint er aber als freundlicher und älter gewordener Herr, dem man diese Werke gar nicht zutraut. Ich bin deshalb mittlerweile der Überzeugung, dass Stephen King definitiv auch qualitativ zu den besten und intelligentesten Autoren der letzten 200 Jahre zählt, nicht nur zu den erfolgreichsten.
Cover:
Auf dem Cover ist in ocker oben groß der Name Stepehn King zu lesen, darunter in weiß der Titel "Im Morgengrauen - Unheimliche Geschichten". Als Motiv sieht man das Gesicht eines Kindes oder Jugendlichen, blau gefärbt, nur an den Konturen zu erkennen, mit gelb-leuchtenden Augen. Über dem Kopf ist alles schwarz. Auf der Rückseite ist eine Kritik der Süddeutschen Zeitung zu lesen, sowie eine charakteristische Beschreibung von Kings' Kurzgeschichten. Die Rückseite ist in einem sehr dunklen Grün gehalten. Insgesamt ein gelungenes Cover, allerdings lässt die Papierqualität sehr zu wünschen übrig, was wohl aber auch am Alter des Buchs liegt :)
Die fünf Kurzgeschichten:
1.)Der Mann, der niemandem die Hand geben wollte
Seite 7 - 33
2.)Achtung - Tiger!
Seite 34 - 40
3.)Omi
Seite 41 - 84
4.)Morgenlieferungen
Seite 85 - 91
5.)Der Nebel
Seite 92 - 282
Beschreibungen, Leseproben und Bewertungen der Kurzgeschichten:
ANFANGS GLEICH DIE WARNUNG: ALLE, DIE DAS BUCH NOCH LESEN WOLLEN SOLLTEN DEN INHALT ÜBERSPRINGEN!!!!!!
1)Inhalt:
In dieser Geschichte geht es um eine Clique von ein paar älteren Herren, die sich zum Pokern trifft. Der Erzähler trifft hierbei auf eine sehr absonderliche Gestalt, die sich, wie der Titel schon sagt, weigert, anderen Menschen die Hand zu geben. Warum findet er aufgrund einiger Nachforschungen heraus. Er erfährt von einer Reise dieses Herrn, die dessen Leben völlig verändert hat und ihn praktisch dazu zwingt, sich anderen Menschen nicht zu sehr zu nähern.
Leseprobe:
"Wie lautet der Fluch"? fragte ich.
"Ich dachte, sie würden von allein darauf kommen", erwiderte Greer. "Der Heilige brüllte, dass ein Mann, der gegen ein kleines Kind Zaubermittel anwende, ein Paria, ein Ausgestoßener werden müsse. Von nun an würde jedes Lebewesen, das Brower mit seinen Händen berühre,..."
Ich will euch ja auch nicht zuviel verraten :)
Bewertung:
Diese Geschichte bekommt von mir drei von fünf Punkten. Sie ist, sehr untypisch für King, sehr langatmig geschrieben und auch das Thema Flcuh passt nicht so ganz. Andererseits sind die überraschenden Wendungen sehr gut eingesetzt und das groteske Ende macht alle Negativpunkte wider wett. Ihr könnt euch auf ein sehr schockierendes Ende freuen, das trägt einen über die Geschichte hinweg!
2.)Inhalt:
Diese Geschichte ist sehr kurz, im Prinzip geht es einfach um einen Jungen, der plötzlich einen Tiger sieht, überall, aber niemand anderes scheint diesen zu bemerken. Ein in der Literatur schon sehr häufig benutztes Leitmotiv.
Leseprobe:
Vielleicht hatte er sich den Tiger nur eingebildet.
Er öffnete die Tür einen Spalt, gerade weit genug, um mit einem Auge in den Waschraum hineinspähen zu können.
Der Tiger spähte ebenfalls - hinter der Ecke des L hervor. Sein grünes Auge funkelte. Charles glaubte, in diesem tiefen Glanz einen winzigen blauen Punkt erkennen zu können, so als hätte das Auge des Tigers sein eigenes Auge gefressen. So als...
Bewertung:
In der Kürze liegt die Würze. Diese Geschichte erhält von mir vier von fünf Punkten, sie ist kein bisschen langweilig und macht soagr ein bisschen nachdenklich. Und wieder ist auch hier das Ende eine große Stärke. Es kommt unerwartet und reißt einen richtig mit, erschreckend, wie sehr einen so ein paar gedruckte Buchstaben aufwühlen können. Auf jeden Fall sehr lohnenswert und in zehn Minuten fertig "verschlungen".
3.)Inhalt:
Hier geht es um einen Jungen, der sich gleichzeitig mit der Gegenwart und der Vergangenheit auseinanderzustzen hat. Immer wieder wechselt die Erzählung aus Vergangenem und Gegenwärtigem. Der Junge wohnt bei seiner Mutter und diese hat vor kurzem auch noch ihre eigene, also seine "Omi", bei sich aufgenommen, weil diese sehr krank geworden ist. Die aktuelle Situation ist, dass er alleine mit Oma zu hause bleiben muss, weil seine Mutter Besorgungen machen muss, "und er ja schon alt genug sei". Von Anfang an ist offensichtlich, dass er riesige Angst vor seiner Oma hat und nach und nach wird ersichtlich warum und dass das vielleicht sogar begründeter ist, als er selbst weiß oder ahnen könnte.
Leseprobe:
Das war sein erster Gedanke. Dann bemerkte er, dass die gelbe Hand, die auf der Decke gelegen hatte, jetzt schlaff an der Bettkante herunterhing, und dass die langen Fingernägel fast den Boden berührten. Und ihr Mund stand weit offen, runzelig und eingefallen wie ein Loch in einer fauligen Frucht.
Zögernd und fruchtsam ging George auf das Bett zu.
Bewertung:
Erstklassige Kurzgeschichte. Auf jeden Fall fünf von fünf Punkten. Man fühlt sich erstklassig in die Situation dieses Jungen hineinversetzt, diese Zerrissenheit zwischen Angst und dem Pflichtgefühl, der Oma helfen zu müssen, weil sie eventuell gerade am sterben ist. Alleine diese Situation ist schon spannend und anstrengend genug, doch was sich in der zweiten Hälfte der Geschichte an Abgründen und Geheimnissen offenbart ist nichts für schwache Nerven. Was genau passiert und noch erzählt wird, will ich offenlassen, aber es ist definitiv eine der spannendsten Kurzgeschichten, die ich je gelesen habe.
4.)Inhalt:
Viel gibt es über den Inhalt nicht zu berichten. Es wird einfach nur der ganz "normale" Morgen eines Milchmannes einer kleinen amerikanischen Vorstadt erzählt und beschrieben, seine Tätigkeit und, ja, mehr gibt es eigentlich nicht darüber zu sagen.
Leseprobe:
Spike, der Milchmann, bückte sich, hob einen Kieselstein auf, der hervorragend für das Hüpfspiel geeignet schien, weil er auf einer Seite flach war, und warf ihn. Der Stein landete auf einer Kreidelinie. Spike schüttelte den Kopf, grinste und ging pfeifend auf das Haus zu.
Bewertung:
Hier vergebe ich drei von fünf Sternen. Die Geschichte ist zu belanglos, das Ende zwar sehr originell und mal wieder völlig unerwartet, aber die Geschichte macht erst nach sehr langem Überlegen überhaupt ein bisschen Sinn und das ist bei ihrer Kürze übertrieben. Aber das Ende ist wirklich lesenswert, wie immer :)
5.)Inhalt:
Es geht um eine kleine Schar von Menschen, die sich nach einem plötzlich auftauchenden Nebel in einen Supermarkt rettet, mehr zufällig. Nach und nach decken sie auf, dass sich in diesem Nebel menschenmordende Monster aufhalten und zwar in riesigen Massen und dass sich der Nebel immer weiter ausbreitet und langsam auch die Technik sowie die Medien immer mehr ausfallen. Es gibt, soviel sei verraten, kein Happy end, aber auch kein ganz negatives Ende.
Leseprobe:
"Da gibt es nichts zu reden", rief Norton. Jetzt tauchte sein Gesicht aus der Dunkelheit auf. Es war wild entschlossen, aber zugleich irgendwie verhärmt und unglücklich. Er hatte eine der beiden seiner Guppe zugeteilten Taschenlampen in der Hand. Die korkenzieherförmigen Haarbüschel standen hinter seinen Ohren immer noch hoch und erinnerten an einen Hahnrei.
Bewertung:
Fünf von fünf Sternen. Diese Geschichte ist fast dreimal so lang wie die vier anderen zusammen und ist im Prinzip nur für Kings Verhältnisse eine Kurzgeschichte, bei anderen Autoren wäre es schon ein Roman. Die Geschichte wirkt real und gerade daher beängstigend, der Schrecken kommt überraschend und unaufhaltsam, es gibt weder Erklärungen noch Fluchtmöglichkeiten und deshalb bleibt diese Geschichte konstant auf hohem Niveau spannend und ist deshalb sehr empfehlenswert.
Schreibstil:
Stephen King schriebt immer sehr ausschmückend, er beschreibt alles, was in seiner Geschichte vorkommt höchst detailliert ohne zu langweilen. Kennzeichnend für ihn ist außerdem, dass er die Charaktere auch in wenigen Seiten sehr schnell zum Leben erwecken kann und sie einem sehr schnell ans Herz wachsen oder zuwider werden.
Fazit:
Ich kann diese Sammlung nur höchst empfehlen. Es ist faszinierend, mit welchen Mitteln King aus ganz normalen Situationen plötzlich beängstigenden Horror entstehen lässt und wie er selbt Kurzgeschichten mit soviel Inhalt füllen kann, wie andere gute Autoren mit 500 Seiten nicht. Außerdem sind seine Geschichten keineswegs 08/15 Ware oder niveaulos, wenn man länger über sie nachdenkt, kann man sogar einen tieferen Sinn dahinter entdecken, zumindest meistens :)
In der ersten Geschichte geht es beispielsweise um Isolation und gleichzeitig den Aberglaube an alte Flüche und Riten. Inder dritten geht es dagegen meiner Meinung nach um den Konflikt zwischen Kindern und alten Menschen, der Angst der Kinder vor dem Nicht verstehen des Sterbens.Doch King reicht es nicht, seine Leser mit diesen Fragen zu konfrontieren und zu unterhalten. Er schockt sie zudem mit krassen Wendungen und heftigen Schockmomenten, die in keinem Film besser sein könnten. Also- sehr empfehlenswert!!!!
MfG, geschrieben für mymeinung, ciao, yopi und dooyoo, kommentiert fleißig :)
...
susanne2002, 15.10.2005
Ich war früher mal großer King Fan....habe aber die letzten Jahre nichts mehr von ihm gelesen. Das hört sich echt gut an. LG Susanne
Nicoleoprz, 17.10.2005
Von dem Buch hab ich komischerweise noch nie was gehört, hört sich aber echt super an. LG nici
flowerdoro, 14.10.2005
sh, wie bei ciao : auch hier liebe ich stephen king :
ein Testbericht von K-Rainer2004-03-01 13:53:29vom 01.03.2004Empfehlung: ja
Vorteile: nicht nur schaurige Geschichten...Nachteile/Kritik: nicht alle Geschichten sind spannend
Hallo liebe Leserinnen und liebe Leser,
in der jetzigen Jahreszeit gibt es für mich eine Sache die ich mit Vorliebe mache, das Lesen.
Um das Lesen soll es auch in diesem Bericht gehen. Ich möchte euch ein Sammelband mit fünf Kurzgeschichten von Stephen King vorstellen.
Der Titel des Buches lautet **Im Morgengrauen**. Die fünf enthaltenen Geschichten stammen aus dem großen Sammelwerk **Blut**.
**Im Morgengrauen** erschien im Frühjahr des Jahres 1985 im New Yorker Putnam Verlag unter dem Originaltitel **Skeleton Crew**, Band 1.
Im Sommer des gleichen Jahres gab der Wilhelm Heyne Verlag, München, die deutsche
Übersetzung heraus. Ins deutsche übersetzt wurde das Buch von Alexandra v. Reinhardt.
Der Schriftsteller:
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Wer King-Fan ist, kennt ja in etwa seinen Lebenslauf und kann getrost beim nächsten Punkt weiterlesen. Wer mehr über ihn erfahren möchte, bitte hier weiterlesen.
Stephen King wurde am 21.09.1947 in Portland, Maine geboren.
Zwei Jahre später geht sein Vater eines Abends Zigaretten holen und kommt nie mehr zurück.
Stephen ist ein sehr kränkliches Kind und verbringt viel Zeit zu Hause.
1958 lassen sie sich in Durham, Maine, nieder, wo Stephen die Schule besucht.
Sechs Jahre später wird Stephens erste Geschichte"I was a Teenage Grave Robber" veröffentlicht.
Während seiner Studienzeit lernt er Tabitha Spruce kennen.
1970 schließt er die Universität erfolgreich ab und heiratet ein Jahr später Tabitha.
Im Herbst 1971 bekommt er schließlich einen Job als Englischlehrer an der Hamden Academy.
Seine Frau fand Ende 1972 im Papierkorb ein dickes Bündel beschriebenes Manuskript-Papier. Sie überredete ihren Mann, die Geschichte zu Ende zu schreiben. Das Ergebnis war sein erstes Buch mit dem Titel „Carrie“.Veröffentlicht wurde dieses Werk dann 1974.
Mit diesem Roman begann die steile Schriftstellerkarriere des Stephen King.
Stephen King ist plötzlich in der Lage seine Lehrerstelle aufzugeben und sich nur noch auf das Schreiben zu konzentrieren.
Auch die Romane "Das letzte Gefecht", "Das Attentat", "Feuerkind" und "Cujo" erklimmen die Bestsellerlisten.
Von 1977-1984 veröffentlicht er 5 Romane unter dem Pseudonym Richard Bachmann.
Am Samstag, den 19.Juni 1999, hält die weltweite Fangemeinde den Atem an.
Bei einem Spaziergang wird Stephen King von einem Kleinlaster erfaßt und schwer verletzt.
Glücklicher Weise leidet seine Schriftstellerkarriere nicht unter diesem Unfall.
Anmerkung: Teile der Biographie habe ich dem Buch „Das große Lexikon über Stephen King“, entnommen.
Nun zu den fünf Kurzgeschichten:
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1. Titel: **Der Mann, der niemanden die Hand geben wollte**
Originaltitel: **The Man Who Would Not Shake Hands**
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In dieser Kurzgeschichte erzählt ein Mann, George Gregson, seinen Freunden eine unheimliche Geschichte. Diese handelt von Henry Brower, der von einem Inder mit einem Fluch belegt wird, weil er für den Tod des Inder-Sohnes verantwortlich ist.
Jedes Lebewesen, das Brower mit den Händen berührt, muß sterben.
Durch unglückliche Zufälle ist er am Tod eines weiteren Menschen Schuld. Da er mit dieser Situation und mit seinen Qualen nicht mehr fertig wird, entschließt sich Henry Brower........
Fazit:
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Diese Geschichte ist sehr spannend und gleichzeitig doch sehr unterhaltsam. Stephen King hat es geschafft Textpassagen einzubauen, die dem Leser ein Lächeln abringen.
Beim Lesen dieser Geschichte bin ich auf zwei Dinge aufmerksam geworden. Zum einem ähnelt diese Story einer Geschichte, **Der Fluch** ,die Stephen King unter seinem Pseydonym Richard Bachmann geschrieben hat. Auch der Ort in dem diese Geschichte erzählt wird, war schon einmal Ausgangspunkt einer Story. Es handelt sich hierbei um den New Yorker Club **249 B East 35 th Street**, in dem schon die Geschichte **Ein Wintermärchen-Atemnot** seinen Anfang nahm (siehe Bericht: Frühling, Sommer, Herbst und Tod).
2. Titel: **Achtung-Tiger** (Here There Be Tygers)
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Hier geht es um den kleinen Charles, der in den Waschräumen seiner Schule einen großen Tiger entdeckt.
Sein Klassenkamerad Kenny scheint bereits Opfer der Bestie geworden zu sein. Ehe Charles sich versieht, steht seine Lehrerin, genannt Schreckschraube, in den Waschräumen und........
Fazit:
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ja was soll ich zu dieser Kurzgeschichte sagen. Einfach grausam!! Langweilig, null Spannung, emotionslos...einfach überflüssig. Mich würde mal interessieren warum Stephen King diese Geschichte geschrieben hat und ob er dabei nicht ein paar Promille zu viel im Blut hatte. Eine Geschichte die völlig aus dem Rahmen fällt und absolut nicht das Niveau eines Stephen King hat. Das Vergessen der Story geht schneller als das Lesen.
3. Titel: **Omi** (Gramma)
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Der Bruder von George Bruckner bricht sich bei einem Baseballspiel ein Bein und kommt in das Krankenhaus von Castle Rock. Während seine Mutter ins Krankenhaus fährt, muß George allein mit seiner Omi zu Hause bleiben.
An einem dieser Nachmittage stirbt die Omi. Nach nur kurzer Zeit steht Omi wieder auf und der Horror beginnt.
Fazit:
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Na also, es geht doch Herr King. Hier zeigt sich wieder der °°normale°° Stephen King.
Eine fesselnde Geschichte in der King mit den Ängsten eines Kindes jongliert. Er versteht es meisterhaft sich in die Gefühle eines Kindes hineinzuversetzen ohne dabei den Zeigefinger zuerheben. Im Gegeteil, er öffnet dem Leser das Herz eines kleinen Jungen und läßt den Leser an den Ängsten teilhaben.
4. Titel: **Morgenlieferung** (Morning Deliveries)
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Spike Milligan ist Milchmann und beliefert jeden Morgen die Kunden der Stadt.
Jeder einzelne Kunde bekommt von ihm eine Gratis-Beigabe, mal eine Tarantel, mal Säure-Gel oder Zyanidgas.
Nachdem die Beigaben ihre Wirkung zeigten, betritt Spike die Wohnungen der Opfer um.........
Fazit:
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Diese Geschichte ist wieder sehr kurz und hat sich nicht unbedingt in mein Gedächtnis eingeprägt. Ziemlich banal beschreibt Stephen King wie ein Milchmann den Horror in die Häuser bringt. Die Geschichte liest man, sagt ok war ganz nett und vergißt sie wieder. Spannung kommt während des Lesens nicht auf, nur der Charakter des Spike Milligan regt ab und zu zum Nachdenken an.
5. Titel: **Der Nebel** (The Mist)
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Dies ist die längste und für mich auch die beste Erzählung in diesem Sammelband. Hier spielt King mal wieder mit den Urängsten eines jeden und läßt Alpträume wahr werden..
Diese Geschichte spielt in einer kleinen Stadt von Maine (wo auch sonst).
Nach einem Sommergewitter zieht plötzlich ein eigenartiger Nebel auf. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich David Drayton und sein Sohn Billy in einem Supermarkt. Hier haben schon mehrere Einwohner der Stadt Zuflucht gesucht. Als der Nebel das ganze Land verschluckt, beginnt das Grauen.
Insekten mutieren zu Monstern und lassen die Menschengruppe im Supermarkt schrumpfen. Ein kläglicher Rest der Gruppe kann aus dem Supermarkt fliehen, aber der Horror geht weiter. Kaum in Freiheit........
Fazit:
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Wie schon erwähnt ist dies die beste Geschichte in diesem Sammelband, einfach atemberaubend, derb, gruselig und sehr spannend. In dieser Story läßt Stephen King zwei verschiedene Gruppen gegeneinander kämpfen. Auf der einen Seite die Bürger der Stadt und auf der anderen Seite diese Monster. Stephen King läßt es zu, das sich der Leser mit bestimmten Personen im Supermarkt identifizieren kann. Dies geschieht durch die sehr unterschiedlichen Charaktere die King seinen Hauptakteuren gegeben hat. Beim Lesen kommen dem Leser automatisch Bilder aus Filmen in den Sinn, in denen sich Leute verschanzt haben und die Gegenseite versucht diese Leute aus ihrer Festung zu holen. Nur stehen diesmal Monster auf der gegnerischen Seite und diese haben nur das Töten im Sinn. Absolut lesenswert!!
Schlußworte:
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Für mich ist dieses Buch immer wieder lesenswert, denn es sind spannende Geschichten die dem Leser das Übernatürliche und Phantastische vermitteln. Die Geschichte über den Tiger muß ich hier allerdings ausklammern, denn diese Geschichte ist absoluter Schrott.
Trotzdem kann ich dieses Buch weiterempfehlen und hoffe das es noch viele Leser findet.
Mit etwas über 280 Seiten ist es auch nicht zu umfangreich.
Gekauft habe ich diese Taschenbuchausgabe für 8,90 DM ( ca.4,50 Euro) in unserer Buchhandlung.
Bestellen könnt ihr dieses Buch direkt beim Wilhelm Heyne Verlag GmbH & Co.KG, München oder in der Buchhandlung unter: Heyne allgemeine Reihe Nr.01/8900.
Vielen Dank für die Lesungen, Bewertungen und Kommentare
Herzliche Grüße Rainer
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1-5 von 5 Testberichten über Stephen King: Im Morgengrauen
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