Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif
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Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif
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Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif

Testberichte Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif

 (Taschenbuch)
4.9 von 5
Platz 12 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - M".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 4.9 von 5
Meinungen:
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Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 4.9 von 5
von 86% aller Autoren empfohlen (6/7).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • locker und flockiger Schreibstil, die Probleme einer Frau werden auf erfrischende Weise geschildert
  • einfach alles: Schreibstil, Inhalt, Aufmachung, Autorin,...
  • Das Lesen macht Spaß ! Ja? Ja, aber . . . . Aber?
  • interessante Schreibweise, unterhaltsam, leichte Lektüre, authentische Figuren
  • Ein Buch zum entspannen und genießen
Nachteile/Kritik
  • das Buch ist viel zu schnell durchgelesen, wohl nichts für den Großteil aller Männer, literarisch nicht "hochwertig", zu viele Klischees?!
  • nichts
  • Aber ! ! ! ! ! ! ! !
  • zu kurz!
  • Für Männer nicht alles verständlich
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linnie

Kein Schwein ruft mich an...

ein Testbericht von 2005-01-24 10:44:02 vom 24.01.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: locker und flockiger Schreibstil, die Probleme einer Frau werden auf erfrischende Weise geschildert...
Nachteile/Kritik: das Buch ist viel zu schnell durchgelesen, wohl nichts für den Großteil aller Männer, literarisch nicht "hochwertig", zu viele Klischees?!
Nach einem guten Wallanderkrimi muss auch mal wieder ein entspannender Frauenroman her und dank eines Angebots vom Club Bertelsmann bin ich endlich in den Besitz von "Mondscheintarif" und "Herzsprung" gekommen.

** Die Autorin
Ildiko von Kürthy lebt in Hamburg und ist Journalistin beim "Stern". Ihr
erster Roman "Mondscheintarif" (1999) wurde auf Anhieb zum Beststeller
und ist auch bereits verfilmt worden. Nach Mondscheintarif veröffentlichte sie noch die beiden Romane "Herzsprung" (2001) und
"Freizeichen" (2003).

** Inhalt
Zu Beginn des Buches lernt der Leser Cora Hübsch kennen, eine 33 jährige
Singlefrau, die am Samstagnachmittag zu Hause sitzt und auf den Anruf
des Mannes wartet, mit dem sie am Mittwoch zuvor ihren ersten Sex hatte.
Je später es wird, umso verzweifelter wird Cora, weil sie sich immer
sicherer wird, dass Dr. med. Daniel Hofmann, ihr Angebeteter, nicht
anrufen wird. Der Leser erlebt den gesamten Samstagnachmittag und
-abend zusammen mit Cora Hübsch und erfährt nebenher allerlei über die
Hauptperson des Buches, denn Cora hat ein gespaltenes Verhältnis zu
ihren Füßen und ihren Haaren, ihre letzte Beziehung zu Sascha ging in
die Brüche, weil die beiden nichts gemeinsam hatten und Daniel hat sie
auf der Verleihung eines Filmpreises kennen gelernt, als sie der
Toilettenfrau Hummer vom Büffet bringen wollte und diesen samt Daniel zu
Fall gebracht hat.

Rein inhaltlich passiert nicht viel mehr, als dass die Zeit am Samstag
verstreicht und Cora aus Verzweiflung zwischendurch mit ihrer besten
Freundin, der schönen Johanna, und ihrem guten Freund „Big Jim“ telefoniert. Nette Episoden aus Coras Vergangenheit, die sie dem Leser zum besten gibt, lockern das Buch dabei auf. Schlussendlich beschließt Cora, ihren nadellosen 6 Monate alten Tannenbaum im Park zu entsorgen und hat dort eine schicksalhafte Begegnung....

** Allgemeines zum Buch
Als Bertelsmann Clubausgabe:
Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif (142 Seiten) und Herzsprung (248 Seiten)
Buch-Nr. 006571
Preis: 14,95 Euro (gebundene Ausgabe)
Fotos im Innenteil von Jens Boldt und Kristin Schnell

Als Rowohlt Taschenbuch:
Broschiert - 141 Seiten - Rowohlt Tb.
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 3499226375
Preis: 8,50 Euro

** Kritik
Ich habe das Buch an nur einem Abend durchgelesen und das liegt nicht nur daran, dass es nur 142 Seiten hat, sondern auch daran, dass es sehr leicht zu lesen ist und mich köstlich amüsiert hat. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Cora Hübsch geschrieben, sodass der Leser hautnah all ihre Probleme und Sorgen miterlebt und irgendwie in jeder Situation dabei ist und mitfühlen kann. Viele beschriebenen Situationen konnte ich mir bildlich vorstellen und musste bei Coras Schilderung oftmals schmunzeln. Ein wenig hat Cora mich an Bridget Jones erinnert, denn auch Cora mäkelt gerne ausgiebig an sich rum und ist selbstverständlich viel zu dick. Manche Szenen sind einfach nur urkomisch, zum Beispiel, als Cora die Leiden des Epilierens schildert, da fühlt man als Frau wirklich mit. Man merkt hier doch deutlich, dass eine Frau dieses Buch geschrieben hat, denn sie weiß, wovon sie spricht! Das Buch ist wirklich urkomisch geschrieben. Außerdem werden selbstverständlich sämtliche Klischees bedient, denn Cora ist diejenige, die nach dem ersten Sex zu Hause am Telefon auf den Anruf ihres Geliebten wartet. Zu dem Thema eine kleine Leseprobe:

S. 44/45:
„Der Anrufbeantworter hat uns Frauen eine zweifelhafte Freiheit wiedergegeben. Früher schickte der Galan seiner Angebeteten Briefe oder tauchte zu später Stunde unter ihrem Balkon auf, um ihr etwas Selbstkomponiertes zu Gehör zu bringen. Das heißt: Dame musste warten, um ihn nicht aus Versehen zu verpassen. Ich weiß noch, wie ich vor etwa zwanzig Jahren auf einen Anruf wartete. Jakob Rödder, unser anbetungswürdiger Klassensprecher, hatte mir in Aussicht gestellt, mich eventuell zu einem Eishockeyspiel mitzunehmen. Natürlich hab es in unserem Haushalt weder einen Anrufbeantworter noch ein schnurloses Telefon. Der vorsintflutliche Apparat, mit einem unerhört leisen Klingeln und einem Hörer, der in etwa soviel wog wie eine Lammschulter mit Knochen, stand im Flur. Das heißt, ich konnte mich weder in meinem Zimmer aufhalten, noch laut Musik hören, noch Fernsehen gucken, noch baden, noch duschen, noch im Keller nach Schokolade suchen. Ich war dazu verdammt, den Nachmittag in dem zugigen Flur zu verbringen.“

Die Sprache ist recht einfach, die Sätze meist kurz und prägnant, denn fast sämtlicher Text des Buches ist in Form von Coras Gedanken abgefasst, sodass die Sprache nicht wirklich als Schriftsprache gezählt werden kann. Der Leser (die Leserin...) liest, was Cora denkt und da ihr manchmal sehr wirre Gedanken in den Sinn kommen, ist auch die Sprache dementsprechend locker und „flockig“, was dazu führt, dass man das Buch in einem Zuge durchlesen kann, ohne dass einem die Augen dabei müde werden.

Im Verlauf des Buches gibt es immer wieder Sprünge in Coras Vergangenheit, aus der man mehr über ihren Exfreund Sascha erfährt und über das Kennenlernen mit Daniel. Diese Absätze aus der Vergangenheit sind etwas eingerückt, durch eine andere Schriftart gekennzeichnet und durch „wunderschöne“ rosa Balken vom restlichen Text abgesetzt, sodass man auch rein optisch immer weiß, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Zwischendurch ist das Buch aufgelockert durch ein paar Fotos (zumindest in meiner Ausgabe), meist passen die Fotos genau zur jeweiligen Szene, so sieht man ein Paar nackter Füße, als Cora sich darüber beklagt, wie hässlich ihre eigenen sind, man sieht eine Waage, als Cora einfällt, dass sie zu dick ist, auf einem anderen Foto ist ein Anrufbeantworter abgebildet, der zur oben aufgerührten Szene gehört, außerdem gibt es ein Epiliergerät zu sehen und noch vieles mehr. Das macht das Buch auch zu einem optischen Lesevergnügen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich vom Text so begeistert war, dass ich die Bilder beim Lesen kaum beachtet habe.

Der Inhalt des gesamten Buches spielt sich an diesem einen besagten Samstagnachmittag bzw. –abend ab, an dem Cora auf den Anruf ihres angebeteten Dr. med. wartet, dennoch wird das Buch an keiner Stelle langweilig, weil immer so viele kleine Episoden aus Coras Nähkästchen erzählt werden, dass das Buch zu einem kurzweiligen Leseerlebnis wird. Selbst auf diesen wenigen Seiten wächst Cora einem richtig ans Herz, sodass man jede Gefühlsregung mitfühlt und sich anfängt über Daniel zu ärgern, der einfach nicht anrufen will!

** Fazit
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für alle Bridget Jones Fans und Liebhaberinnen guter Frauenromane. Ildiko von Kürthy hat mit Mondscheintarif ein herzerfrischendes Romandebüt abgeliefert, das wirklich lesenswert ist. Der einzige Nachteil dieses Buches ist die Kürze, denn 142 Seiten sind für einen Roman wirklich zu wenig. Dennoch gibt es volle fünf Sterne und eine Empfehlung für alle weiblichen Leserinnen oder alle männlichen interessierten Leser, die schon immer einmal in die Seeler einer verzweifelten Frau blicken wollten!
...
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Bea_im_Netz
Bea_im_Netz, 22.12.2005
sh
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XXLALF

Kein Schwein ruft mich an

ein Testbericht von 2010-05-11 08:10:40 vom 11.05.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Ein Buch zum entspannen und genießen...
Nachteile/Kritik: Für Männer nicht alles verständlich
Vor ein paar Tagen, als ich wieder mal das Bücherregal auf Vordermann gebracht habe, fiel mir ein Buch in die Hände, das ich vor langer Zeit einmal gelesen hatte. Das Taschenbuch Mondscheintarif von Ildikó von Kürthy. Mit seinen 142 Seiten die ideale Urlaubslektüre, oder zum dazwischen lesen, wenn’s einem danach ist. Und so war es bei mir. Bei der abendlichen Programmauswahl im Fernsehen wurde ich überstimmt, und so legte ich mich, gut zugedeckt, mit dem Buch Mondscheintarif ins Bett. Da ich ein relativ zügiger Leser bin, schaffte ich es in 3 Stunden.


Und nun zum Buch. Der Klappentext des Buches ist wirklich treffend geschrieben, so dass ich Teile daraus entnehme.


Cora Hübsch ist 33. Alt genug, um zu wissen, dass man einen Mann niemals nach dem ersten Sex anrufen darf. Also tut sie das, was eine Frau tun muss: Sie wartet. Auf einen Anruf. Stundenlang.


Die Story beginnt an einem Samstagabend um 17.12 Uhr. Vor drei Tagen, hatte sich Cora mit Daniel getroffen, und nun wartet sie darauf, dass er sie anruft, obwohl sie mit ihm gar nicht verabredet war, oder sonst eine Abmachung darüber getroffen worden wäre. Wieso wartet sie überhaupt auf diesen Anruf? Nur weil sie dieses Jahr nicht schon wieder mit ihren Eltern zusammen Weihnachten verbringen möchte? Und weil sie endlich das Singleleben satt hat?
Könnte doch auf eigene Faust, oder mit ihrer besten Freundin Johanna zusammen etwas unternehmen. Nein, diese Frau wartet den ganzen Samstagabend bis endlich das Telefon bei ihr klingelt. Nun ja, sie wartet auf den Mann Daniel, mit dem sie vor ein paar Tagen, erstmals Sex hatte. Um bei ihm nicht den Eindruck zu erwecken, sie hätte ihn, und den Sex jetzt bitter nötig, wartet sie bis er sie anruft. Anrufen möchte sie ihn schon, aber nicht so schnell. Mit Hilfe ihre beste Freundin Johanna entwickelt sie eine Theorie, wann Daniel sich spätestens bei ihr melden muss, sollte er weiter an Cora interessiert sein. Dieser Samstagabend, der muss es sein, denn danach gab es kaum mehr Hoffnung. Deshalb lauert sie regelrecht stundenlang am Telefon, und probiert ob die Leitung auch funktioniert. Wenn es da nicht noch eine Nebenbuhlerin geben würde, die sie gerne ins abseits drängen würde, bei der sie sich aber noch im Unklaren ist, wie hoch deren Stellenwert überhaupt bei Daniel ist. Bei so viel Verunsicherung, ist es klar, dass Cora im laufe des Samstagabends von so manchen Selbstzweifel geplagt wird. Schon mit ihren Füssen geht es los, einer eher weitgehenden unerschlossenen weiblichen Problemzone.


Bis die Geschichte schließlich um Mitternacht endet, wissen wir so ziemlich alles, was für uns eigentlich nichts neues mehr ist. Aus der Ich Perspektive, unter Angabe der Uhrzeit, erzählt Cora von ihren Plagen. Angefangen bei ihren Zehen, den wahnsinnigen Schmerzen die man beim Epilieren ertragen muss, den Problemen mit den Haaren, wenn sie sich ständig verselbstständigen, und vielen, vielen Alltagssorgen mehr, mit denen sich nun mal Frauen im mittleren Alter so herumschlagen müssen. Immer wieder wird dazwischen ein Stück näherer Vergangenheit aufgerollt, die von der peinlichen Entstehungsgeschichte der Bekanntschaft erzählt. Das ausharren vor dem Telefon wird aber auch durch Besuche der Nachbarn unterbrochen, die ihre Beziehungsprobleme los werden wollen, oder durch Coras Entschluss, endlich den Weihnachtsbaum zu entsorgen.


Zum Mondscheintarif telefoniert man (Frau) schließlich zu später Stunde.
Cora hat Daniel auf äußerst peinliche Art kennengelernt, rein zufällig hat sie ihn dann wieder getroffen. Durch ihre eigene Schusseligkeit, hätte sie um ein Haar ein weiteres Wiedersehen verpatzt. Kommt es nun zu einem Happyend oder nicht, das möchte ich nicht verraten.


Das Buch ist einfach genial, witzig, ironisch und unterhaltsam zugleich. Da werden Probleme der Frauen amüsant und geistreich beschrieben, bei denen viele Männer nicht mal auf die Idee kommen würden, dass es so was überhaupt gibt. Vor allem die selbstkritische und selbstironische Art, kitzeln auch noch die letzten Lachmuskeln. Nun frage ich mich selber, warum ich nicht schon öfter nach dem Buch gegriffen habe. Denn so unterhaltsam und lustig wie dieses Buch geschrieben ist, da bleibt kein Auge trocken.


Ganz ehrlich, in diesem Buch findet sich jede Frau detailliert in der Beschreibung, in der Rolle von Cora wieder, sodass man gerade zu gezwungen ist, dieses Buch zu verschlingen. Und das wird mit unter, der Grund sein, wieso dieses Buch besonders bei Frauen sehr beliebt ist. Denn welche Frau wünscht sich nicht insgeheim, einmal so wie Cora zu sein, die fast alle Facetten der weiblichen Rasse auslebt, und dennoch eigentlich nur ganz normal sein will.


Das Taschenbuch Mondscheintarif ist beim rowohlt Taschenbuchverlag erschienen und kostet 8,50 Euro. Die ISBM-Nummer lautet 3499226375 Das Buch ist teilweise mit fotographischen Illustrationen aufgemacht, aber keinesfalls wie ein Bilderbuch.
Die Titelseite des Buches gehalten in einem rosa Toutch, zeigt eine Badewanne aus der die Füße, teilweise bedeckt mit Badeschaum, aus der Wanne reichen. Und das ist wohl der Anfang der Geschichte.


Die Autorin Ildikó von Kürthy wurde 1968 in Aachen geboren, jetzt lebt sie aber in Hamburg, wo sie als Redakteurin beim Stern arbeitet. Mondscheintarif ist ihr erster Roman, der 1999 erstmals erschien. Inzwischen gibt es mit Herzsprung einen weitern Roman.


Das Buch kann ich jedem mit gutem Gewissen weiterempfehlen, ob Männlein oder Weiblein.
Denn das ist Unterhaltung pur. Ihr werdet weinen vor lachen.
Und wie heißt es doch so schön, lachen ist gesund, und man verbrennt dabei noch eine menge Kalorien. So zum Beispiel, wenn man 10 – 15 Minuten am Tag lacht, verbraucht man bis zu 40 Kalorien. Und wer es bis zu einer Stunde schafft, hat sich eine Tafel Schokolade extra verdient. (Das ist der Energieverbrauch von einer Stunde lachen) Was gibt es also schöneres, als ein Buch zu lesen, und dabei noch so nebenbei abzunehmen. Wenn das nicht Grund genug ist, diese Buch zu lesen.

Viel Unterhaltung dabei wünscht Euch XXLALF
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Leseratee
Leseratee, 20.11.2007
Wie kann man sich beim Fernsehprogramm nur überstimmen lassen.....schmunzelt, aber mit dem Buch hätte ich mich wahrscheinlich auch verkrochen. Gruß Leseratee.
enkkad
enkkad, 19.05.2007
Super Bericht wünsch dir noch ein zauberhaftes wochenende LG enkkad
moniseiki
moniseiki, 10.12.2007
-SH--LESEN UND GELESEN WERDEN---Liebe grüße moniseiki
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CyberQueeny

Erfahrungen einer jeden Frau

ein Testbericht von 2008-08-24 18:27:32 vom 24.08.2008
Empfehlung: ja
Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

===Kaufgrund===
Da ich im Moment sehr viel Lese, in der Bücherei oft nichts Gescheites vorhanden ist und die meisten Bücher teuer, habe ich mir bei Ebay ein Überraschungsbuchpaket bestellt. Hier war auch dieser Titel enthalten.

===Allgemeines===
Titel: Mondscheintarif
Autor: Ildikó von Kürthy
Verlag: rororo
Preis: 8,50€
ISBN: 3-499-22637-5
Seitenzahl:142
Jahr: 2002
Rubrik: Liebesroman
Art: Taschenbuch

===Autor/in===
Ildikó von Kürthy ist die Tochter einer Buchhändlerin und eines Hochschullehrers, und wurde 1968 geboren.. Ihr Vater Tamás G. Kürthy lehrte Pädagogik an der RWTH Aachen.
Aufgewachsen ist sie in Aachen-Laurensberg. Nach dem Abitur am Kaiser-Karls-Gymnasium besuchte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitete anschließend bei der Zeitschrift Brigitte.
Von 1996 bis 2005 war sie Redakteurin im Ressort „Kultur und Unterhaltung“ beim Magazin Stern. (wikipedia)

===Das Buch===
Das Buch ist in zwei Zeiten gegliedert. Die aktuelle Zeit ist etwas größer und bis zum Rand geschrieben. Zwar gibt es hier auch Rückblenden in die Vergangenheit, aber es gehört trotzdem in die Gegenwart.
Die zweite Zeit ist die Rückblende, damit der Leser die ganze Situation zum Thema warten versteht.
Die einzelnen Abschnitte sind in Uhrzeiten gegliedert. Es geht um 17:12 los und endet um 00:01 mit einem Anruf.

Kommen wir nun zum Inhalt.

Cora Hübsch ist 33 Jahre alt und Single. Durch ihre Freundin Jo lernt sie Daniel Hoffmann, einen Arzt kennen. Dieser ist mit einer Begleitung auf einer Party und wird von Cora über den Haufen gerannt. Aus den Augen aus dem Sinn, doch wie es der Zufall will, ist Daniel die Vertretung für ihren Hausarzt und sie nimmt all ihren Mut zusammen, und gibt ihm ihre Nummer. Dabei unterläuft ihr ein Fehler und sie gibt ihm die Nummer von Jo. Nach einigem Hin und Her kommt es zwischen den Beiden dann doch zum Treffen. Es folgen weitere Treffen und es kommt zum ersten Sex.
Eine emanzipierte Frau wie Cora weiß nun, dass es an der Zeit ist zu warten, bis der Mann sich bei ihr meldet. Damit befinden wir uns in der Gegenwart. Sie sitzt den ganzen Abend zu Hause und versucht die Zeit totzuschlagen, um ihn nicht als erste anzurufen. Während dieser Zeit lässt sie das Kennenlernen, frühere Beziehungen , Freunde und ähnliches Revue passieren.
Ob er sich bei ihr meldet, müsst ihr nun aber selbst lesen.


===Leseprobe===
Als Leseprobe wähle ich eine Seite per Zufall und such mir dort einen kleinen Text raus. So schaut man sich Bücher im Laden auch an und man bekommt einen realen Eindruck. Zumindest finde ich dieses besser, als wenn ich eine bestimmte Passage raus suche.

S. 45
Ich weiß noch, wie ich vor etwa zwanzig Jahren auf einen Anruf wartete. Jakob Rödder, unser anbetenswürdiger Klassensprecher, hatte mir in Aussicht gestellt, mich eventuell zu einem Eishockeyspiel mitzunehmen.
Natürlich gab es in unserem Haushalt weder einen Anrufbeantworter noch ein schnurloses Telefon. Der vorsintflutliche Apparat , mit einem unerhört leisen Klingeln und einem Hörer, der in etwa soviel wog wie eine Lammschulter mit Knochen, stand im Flur. Das heißt, ich konnte mich weder in meinem Zimmer aufhalten, noch laut Musik hören, noch Fernsehen gucken, noch baden, noch duschen, noch im Keller nach Schokolade suchen.
Ich war dazu verdamm, den Nachmittag in einem zugigen Flur zu verbringen. Auch um meinem Vater zuvorzukommen.

===Meine Meinung===
Ich kannte dieses Buch vom Titel her, aber hatte es noch nie in der Hand gehabt. Die Kritiken vom Spiegel, Wolfgang Joop und der Max waren auf der Rückseite aber so gut, dass ich es einfach sofort lesen musste. Gerade weil es hieß, dass man viel Lachen kann und ich gerade selbst Liebeskummer hatte, wollte ich mich damit aufmuntern.

Ich nahm mir das Buch vor und muss auch zu geben, dass ich es in einem Zug durchgelesen habe. Das liegt ganz einfach daran, dass es sehr einfach geschrieben ist und jede Frau dürfte sich darin wieder erkennen. Ich für meinen Teil habe schon so oft solche Situationen erlebt, nur nicht mit dem Hintergrund, dass ich nach dem ersten Sex gewartet habe, sondern nach dem ersten oder zweiten Date, wenn ich dann schon mehr Interesse an der anderen Person hatte und nicht wusste, wie sie das sieht. Oder weil man auf einen Anruf oder Brief oder Mail oder ähnliches von einer Person wartet. Jede weibliche Person, die verliebt war oder ist, kennt das. Man macht alles mögliche, um sich abzulenken und nicht aufs zum Beispiel aufs Handy zu gucken und stellt dann fest, es sind trotz der großen Ablenkung gerade mal fünf Minuten vergangen und es ist immer noch nichts passiert.

Viel Lachen musste ich dann doch nicht, da hatte ich dann doch deutlich mehr Humor erwartet. Zwar merkt man schon, die spaßige Seite des Buches und man kann sicher schmunzeln, aber wirklich Lachen konnte ich nicht. Genauso fand ich, dass das Buch stellenweise recht lang gezogen wurde, weil alles sehr ausführlich beschrieben wurde. Trotzdem möchte man wissen, wie es weiter geht und liest einfach. Am Ende hat man schon etwas ähnliches erwartet, aber trotzdem nicht ganz so, wie es dann doch gekommen ist. Zumindest lag ich, was die Beziehung zu Carmen angeht, etwas falsch.

===Bewertung===
Wer etwas leichtes zum Lesen sucht, sollte sich dieses Buch definitiv kaufen und einmal lesen. Mir hat es so gut gefallen, dass es fünf Sterne bekommt. Einfach weil es mich so sehr an mich erinnert.

Danke fürs Lesen und Bewerten.


Eure Sarah
...
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Kommentare
Bunny84
Bunny84, 24.08.2008
Ein schönes Restwochenende und liebe Grüße aus dem schönen Münsterland.
Baby1
Baby1, 25.08.2008
.: :. Liebe Grüße Anita .: :.
sandieheinrich
sandieheinrich, 09.09.2008
Grüßle
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Die schlimmste weibliche Problemzone heißt: Mann

ein Testbericht von 2007-02-14 15:58:39 vom 14.02.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Bericht...
Nachteile/Kritik: siehe Bericht
Hallo ihr Lieben!

Gestern habe ich in für mich Rekordzeit ein Buch durchgelesen.
Drei Stunden und einige Lacher später, war es auch schon zu Ende. Somit kommt heute dann auch schon der zugehörige Bericht.

>> Mondscheintarif - Ildikó von Kürthy <<

Bezugsquelle & Preis

Gekauft habe ich das Buch bei Ebay. Bezahlt habe ich 3,49 € zzgl. Versand.
Bei www.amazon.de bekommt man es neu für 8,50 € und gebraucht auf dem Marketplace ab 1,80 €.
Preise vergleichen lohnt sich also hier auch mal wieder.

Kaufgrund

Vermutlich erinnert ihr euch noch daran, dass ich in den letzten Wochen verstärkt über alles, was mit Helen Fieldings Bridget Jones zusammenhängt, berichtet habe. Da waren beiden Bücher sowie beide Filme. Eigentlich habe ich mich nie für so was interessiert. Dadurch, dass ich durch Zufall aber auf "Bridget Jones" stieß und so begeistert war, wollte ich noch mehr solcher Lektüre lesen. Unweigerlich kam ich dann auch bei Ildikó von Kürthy und ihren Frauenbüchern an. "Mondscheintarif" und "Herzsprung" habe ich mir dann gleich zusammen ersteigert.

Eckdaten zum Buch

Titel: Mondscheintarif
Autorin: Ildikó von Kürthy
Erscheinungsjahr: 1999
Fotos im Buch: Jens Boldt
Seitenzahl: 142 Seiten
Meine Ausgabe: Sonderausgabe Juni 2005

Die Autorin - Ildikó von Kürthy

von Kürthy wurde als Tochter eines Pädagogikprofessors und einer Buchhändlerin geboren. Nach dem Abitur am Kaiser-Karls-Gymnasium besuchte sie die Henri-Nannen-Schule und arbeitete anschließend bei der Frauenzeitschrift Brigitte. Seit 1996 ist sie Redakteurin im Ressort "Kultur und Unterhaltung" bei der Zeitschrift Stern. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem ebenfalls beim Stern beschäftigten Autor Sven Michaelsen in Hamburg. Die Protagonistinnen in Kürthys Romanen Mondscheintarif, Herzsprung, Freizeichen und Blaue Wunder sind moderne junge Frauen, die selbstironisch ihre eigenen Schwächen und ihre Malheurs im Umgang mit dem anderen Geschlecht schildern. Mondscheintarif wurde 2001 unter der Regie von Ralf Huettner verfilmt.

Quelle: www.wikipedia.de

Der Inhalt

Cora Hübsch ist 33 Jahre alt und Single.
Es ist ein sonniger und sommerlicher Samstag und sie verbringt den gesamten Tag und Abend damit, auf den Anruf von Daniel Hofmann zu warten, mit dem sie einige Tage zuvor Sex hatte. Natürlich tut sich nichts. Während Cora das Telefon beschwört, ihre beste Freundin nervt und zur Krönung noch ihre Küche als Schlachtfeld für eine Ehekrise ihrer Nachbarn zur Verfügung stellt, denkt sie zurück daran, unter welchen bescheuerten Umständen sie Daniel eigentlich kennen gelernt hat. Nämlich auf einer piekfeinen Preisverleihung zwischen haufenweise Promis, als sie der Toilettenfrau etwas vom Büffet bringen wollte, dabei stürzt und Daniel auch noch in die Weichteile tritt...

Aber nicht nur an diesen folgenschweren Abend erinnert Cora sich.
Nein, sie geht in Gedanken auch ihre Beziehung mit Sascha durch, mit dem sie absolut nichts gemeinsam hatte. Nebenbei denkt sie aber auch noch über sich selbst nach und über ihre beste Freundin, die erfolgreich im Job und dazu auch noch verdammt hübsch ist.
Als Cora spät abends beschließt, ihren Weihnachtsbaum im naheliegenden Park zu entsorgen, begegnet sie Daniel - Arm in Arm mit einer rothaarigen Schönheit, die sie schon bei ihrem kleinen Unfall auf der Preisverleihung kennen lernen durfte. Gekränkt und verletzt macht sie sich auf den Weg zurück nach Hause. Da taucht die rothaarige Dame plötzlich auf, um mit ihr zu reden...

Meine Eindrücke

Zugegeben - ihr habt da eben eine wirklich sehr knappe Inhaltsangabe gelesen. Mehr passiert aber auch tatsächlich nicht. Die gesamten 142 Seiten spielen an einem Samstagnachmittag bzw. -abend. Diese Stunden wurden von Ildikó von Kürthy eingefangen. Und das sehr eindrucksvoll, voller Selbstironie der Protagonistin und vor allem mit unendlich viel Humor. Amüsant beginnt die ganze Sache bereits, als Cora über ihre Füße nachdenkt, die sie nicht leiden kann. Oder ihre Brüste, die: [Zitat] "... nicht der Rede wert sind und weit auseinander liegen. Schaue ich die eine an, habe ich die andere schon wieder aus den Augen verloren..." Ich denke, diese Stelle muss wohl nicht mehr kommentiert werden. Denn kennen die meisten Frauen so etwas nicht auch? Kritische Blicke in den Spiegel, bei denen man am liebsten nicht glauben möchte, was man sieht, es aber dennoch hinnimmt - mit Humor. So wie Cora Hübsch. Von solchen selbstironischen Stellen gibt es im Übrigen Unzählige. Man kommt als Leserin aus dem Schmunzeln, Kichern und regelrechten Lachen überhaupt nicht mehr raus. Eine der Passagen, die es mir angetan haben war die, in der sich Cora für ihr erstes Date mit Daniel fertig macht. Sie überlegt wirklich penibel, nicht nur, was sie anzieht, wie sie ihre Haare macht oder welches Make - Up sie auflegt [das ist ja normal] sondern auch noch, über welche Themen die beiden sprechen könnten. Ausgewählte Themen werden dann auf kleinen Kärteikärtchen in der Handtasche versteckt. Das mag vielleicht den meisten von uns unrealistisch vorkommen, trifft die Wirklichkeit mindestens aber dennoch in Ansätzen, wie ich finde. Im Allgemeinen wirkt "Mondscheintarif" auf mich auch deutlich realistischer als es die beiden "Bridget Jones" Romane getan haben. Zugegeben - man macht sich doch als Frau schon wirklich zumeist unnötig viele Gedanken über sich selbst, seine Wirkung und natürlich auch vor einem Date. Ildikó von Kürthy stellt diese Situationen aber mit super viel Wortwitz dar, der nur so von passenden Adjektiven strotzt. Grade zum Ende hin läuft sie noch einmal zu Höchstform auf. Zum Ende muss ich allerdings sagen, dass es da vorbei ist mit jeglichem Realismus. Um das allerdings zu erläutern, müsste ich spoilern. Das möchte ich nicht, da ich denjenigen unter euch, die das Buch noch nicht kennen, den Spaß nicht nehmen möchte.

Was bleibt mir noch zu sagen, ohne zuviel vom Buch zu verraten und euch die Lust auf's Lesen zu nehmen? Ich denke, dass klar sein sollte, dass "Mondscheintarif" sehr locker flockig geschrieben und erzählt ist. Es gibt keinerlei Längen, weder in den kleinen gedanklichen Rückblicken noch in der hauptsächlichen Handlung. Vorn im Bucht steht in Zitat von Susanne von Borsody. Sie rät, alle Verabredungen abzusagen, sich in die Badewanne mit diesem Buch zu legen und dabei die Zeit zu vergessen. Dem ist in der Tat so. Ich habe mich gestern Nachmittag mit dem Buch auf die Couch gelegt. Eigentlich mit dem Ziel, müde zu werden und ein wenig Schlaf nachzuholen. Zwar wurde ich leicht schläfrig - dennoch konnte ich das Buch nicht weglegen. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht, ob Daniel anruft und welche absurden Gedanken Cora noch bekommt.
Mir bleibt also wirklich gar nichts andres übrig, als fünf Sterne zu vergeben. Klar, dies ist ein Frauenbuch. Aber ich denke, dass es durchaus auch Männer gibt, die die eine oder andere weibliche Macke nachvollziehen und darüber schmunzeln können.

Leseprobe

[...] Ich lugte hinter meinem Baum hervor. Und erstarrte. Wo war das sich auftuende Loch im Erdboden, um mich gnädig zu verschlucken? Man möge sich an dieser Stelle bitte noch einmal mein Erscheinungsbild in Erinnerung rufen: Ich stehe nachts barfuß, mit einem schäbigen Kleidchen in einem Park, mit einem Tannenbaum - Gerippe in der rechten Hand, den dem noch Lamettareste hängen und das mein schamrotes Gesicht nur unzureichend verdeckt. Ich tat das einzige, was man in so einer Situation tun kann. Ich tat, als sei nix. "Ach, hallo, Daniel. Wie geht's?" Ich schaffte es sogar, Ute Koszlowski schmallippig anzulächeln. Die glotzte mich an, als sei ich eine Frau, die mitten im Sommer einen Weihnachtsbaum unterm Arm hat. [...]

Diese Stelle habe ich gewählt, da es eine der vielen ist, die man sich so was von bildlich vorstellen und einfach nur drüber schmunzeln kann.



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-blessed be-
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Kommentare
kimse
kimse, 06.03.2007
Ich fand dieses Buch einfach nur Klasse und dein Bericht ist auch super LG
diana75
diana75, 15.02.2007
GRUSS
angela1968
angela1968, 14.02.2007
auch schon gelesendrüber gelacht lgsh
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Nine19

Kein Schwein (oder Mann) ruft mich an....

ein Testbericht von 2005-08-15 11:04:57 vom 15.08.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: Das Lesen macht Spaß ! Ja? Ja, aber . . . . Aber?...
Nachteile/Kritik: Aber ! ! ! ! ! ! ! !
******Zitat 1: Wolfgang Joop*****

"Ich musste nachts eine Schlaftablette nehmen, weil Lachzwang mich am Einschlafen hinderte. Die moderne Heldin dieses Romans verschreibt vielen Brüdern und Schwestern ein probates Mittel: Ironie! Als begeisterter Leser bleibt mir nur zu hoffen, dass Fortsetzung folgt."


*****Zitat 2: Zeitschrift "Max"*****

"Hera-Lind-Hasser aufgepasst: Dieser Frauenroman ist geistreich, vooller Witz und selbstkritischem Spott. Ein Buch, das auf jeder Seite Spaß macht."


*****Zitat 3: DER SPIEGEL*****

"Ausgesprochen witzig und schwungvoll erzählt sind Kürthys Einblicke in die verwirrte moderne Frauenseele."


*****Zitat 4: BONNER GENERALANZEIGER*****

"Von Kürthy beschreibt die Widrigkeiten weiblichen Single-Daseins so witzig und pointiert, dass daran nur eines schade ist: Die 141 Seiten dauern gerade mal zwei Stunden. Treffer!"




Welches Buch kann wohl solch Lobeshymnen aus allen Seiten für sich verzeichen? Na? Na? Genau!
In Verbindung mit "verwirrte moderne Frauenseele" (was auch immer das sein mag) kann es sich nur um ein Werk der "Autorin" Ildikó von Kürthy handeln. (Trifft nämlich auf jedes ihrer einzelnen Bücher zu, gewissermassen eine Universalbewertung - und ja, ich gestehe ich hab alle ihre Werke gelesen und hoffe nun auf Absolution!)

Hier soll es nun um ihr Erstlingswerk "Mondscheintarif" gehen. Wie ich zu diesem Buch kam? Nun ja, es gab einmal ein 15-jähriges Mädchen, dass gerade von ihrem ersten Freund verlassen wurde (und das auch noch für eine künstliche Wasserstoffblondine *heul*). Als Seelentrösterin diente ihre beste Freundin S., deren Tröstungsversuche aus solch hilfreichen Kommentaren wie "Gibt es eigentlich Gott? -Es gibt Dieter Bohlen und die Anne. Also nichts mit Gott." bestanden.
Und von diesem geborenen Kummerkasten bekam die frisch Verlassene "Mondscheintarif" mit den Worten "Das Beste gegen Liebeskummer" überreicht. (Hätte allerdings schon damals wissen müssen, dass das schief geht!) Blöd wie ich war vertraute ich ihr- aber seltsamerweise fühlte ich mich weder während noch nach der Lektüre des 141-Seiten-Buches besser. Im Gegenteil: Zu den "Warum hat er mich verlassen? Was hat sie was ich nicht habe? War ich ihm nicht gut genug?"-Fragen kam auch noch die bösartigste, weil hinterhältigste, dazu: "Warum ruft er mich eigentlich nicht mehr an?" (Wieso ich auf einen Anruf von ihm wartete weiß ich allerdings heute nicht mehr.) Was folgte waren wirklich grausame Stunden vorm Telefon, neben dem Telefon, unter dem Telefon....Doch es blieb stumm. Den ersten Tag, den zweiten Tag, die dritte Woche..... Nix mit Happy End wie bei Kürthy. So kam ich also zu "Mondscheintarif" (wo kann man den eigentlich buchen? Bei der Bahn etwa???).

Und Chris, wenn du das hier lesen solltest, ich habe die drei Wochen nach unserer Trennung natürlich wirklich im Urlaub verbracht und habe nicht mit tränenverkrustenden Augen am Telefon auf einen Anruf von dir gewartet.


.....So, jetzt gehts aber mal wirklich los.....




-----> Zur "Autorin" <-----

"Autorin" ist bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn nicht jeder der etwas schreibt, ist gleich ein Autor, auch wenn diese Berufsbezeichnung leider nicht geschützt ist (daher darf sich auch Dieter Bohlen ungestraft als Autor bezeichnen - welch Schmach für all die schimmernden "Vorgänger"!).
Viel gibt es zu Ildikó von Kürthy (schöner Name übrigens) eigentlich nicht zu sagen: 1968 wurde sie in Aachen geboren und ist irgendwann (ich hab´s leider entgegen aller frauenfreundlicher Vorurteile wirklich nicht mit Jahreszahlen und Jubiläen) als Redakteurin des Magazins "Stern" bekannt geworden, dort arbeitet sie meines Wissens bis heute noch (soviel zum Drang nach Abwechslung der charakteristisch ist für ihre Romanheldinnen).
Und nun ratet mal, wo sie wohnt? -Genau, natürlich in Hamburg. Denn anscheinend ist die Hansestadt im Norden Deutschlands für die schreibende deutsche Zunft zu dem mutiert, was bisher Paris für "brotlose" Künstler und Sylt für die sogenannte deutsche "Elite" war.


-----> "Mondscheintarif" <-----

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
"Autorin": Ildikó von Kürthy
Erschien: 1999 (2002 bereits in der 27. Auflage)
ISBN: 3 499 226375
Preis: 8,50 Euro
Umfang: fast 150 Seiten


*****Äußeres Erscheinungsbild*****


Naja, also ehrlich gesagt erinnert mich dieses Buch eher an ein "Heftchen", was wohl an den paar vollgeschriebenen (und wie bei Kürthy gewohnt, mit viiiiiiiiiielen nichtssagenden Bildern beschmückten) Seiten liegt. Wäre dieses Buch nur wenige Zentimeter niedriger und nicht in rosa sondern in gelb gehalten, könnte es glatt von "Reclam" verlegt werden. Wenn. Ist aber nicht so.

Auf dem Deckblatt sind weibliche Füße - natürlich mit lackrierten Nägeln - abgebildet, die aus einer Badewanne mit Badeschaum ragen. Und falls sich jemand einmal die Mühe gemacht hat, sich darüber Gedanken zu machen was eigentlich nackte, badende Füße mit dem "Mondscheintarif" zu tun haben, hier die Auflösung von Seite 7:

"Der Fuß ist eine weitestgehend unerschlossene weibliche Problemzone. Ein Satz, wie in Stein gemeißelt. (...) So könnte ein Artikel in einer Frauenzeitschrift anfangen. Oder in >Psychologie Heute>."

Oder eben der Roman "Mondscheintarif".


*****Inhalt*****

Eigent lich ließe sich der Inhalt mit einem Satz zusammenfassen: Frau lernt Mann kennen, schläft mit ihm und wartet danach auf seinen Anruf. Aber warum einfach wenn es auch kompliziert geht? Der Beweis findet sich auf dem Buchrücken und folgt sogleich:

"Sie findet sich nicht schwierig, sondern interessant. Ihre beste Freundin hat die größeren Brüste - und ist trotzdem ihre beste Freundin. Cora Hübsch ist 33. Alt genug, um zu wissen, dass man einen Mann NIEMALS nach dem ersten Sex anrufen darf. Also tut sie das, was eine Frau tun muss: Sie wartet. Auf seinen Anruf. Stundenlang. Bis sich ihr Leben verändert. Zum Mondscheintarif."

Äääääh.......ja, danke. Und noch was: Setzen, sechs!


----->Und nun meine Inhaltswiedergabe/Interpretation<-----


"Mondscheintarif" lässt den Leser an einigen Stunden im Leben der Hauptdarstellerin Cora Hübsch teilhaben - wenn er denn lang genug dazu gewillt ist.
Die Ich-Erzählerin wartet und wartet und terrorisiert nebenbei ihre Nachbarn mit Gesprächen von Balkon zu Balkon, ihre beste Freundin Johanna (genannt Jo) am Telefon und ihre Leser mit nervigen und unglaubwürdigen Erzählungen. Und ja, sie wartet. Und wartet. Und wartet auf einen Anruf des Mannes, mit dem sie einige Tage zuvor geschlafen hat. Sein Name: Daniel Hofmann. Dr. Daniel Hofmann. Sein Beruf: Arzt (na klar, wer hätte etwas anderes erwartet?). Das ist der eigentliche Handlungsstrang des vorliegenden Buches.
Um 17.12 Uhr beginnen Kürthys bzw. Coras Monolog und die zerstörerische Warterei. Bis 00.01 Uhr durchlebt sie - gemeinsam mit ihren Lesern, sofern diese noch da sind - unendliche seelische Quälereien, die nur noch von den sinnlosen Gedanken aufgelockert werden. Kostproben gefällig? Hier folgen einige (Ein Rechtsanspruch auf Schmerzensgeld besteht allerdings nicht, lesen auf eigene Gefahr):


Seite 27

17.57 Uhr
Weiß jetzt, warum er nicht anruft. Bin zu dick. Bin sehr unglücklich.

17.58 Uhr
Fettverbrennung. Im Grunde ist das die einzige ehrliche Antwort, die man geben kann.

(Entschuldigung, aber: hääääääääääh???)


Seite 136

23.15 Uhr
Mist. Habe keine Zigaretten mehr.

23.16 Uhr
Werde aufhören zu rauchen. Jetzt. Muß meinem Leben einen neuen Sinn geben. Bin ab sofort Nichtraucher.

23.17 Uhr
Gehe noch mal schnell Zigaretten holen.

23.18 Uhr
Schleiche mit gesenktem Haupt auf die Straße. Bin ein Nichtsnutz. Schaffe es nicht mal, mit dem Rauchen aufzuhören. Kein Wunder, dass mich keiner will.



Depressionen, Selbstmitleid und -zerstörung, dazwischen gaaaaaaaaaaaanz luschtische Anekdoten und noch bessere Sprüche (zum Beispiel auf Seite 17: "Ganz oben auf den Teller platziere ich - mahnendes Symbol für die Dekadenz der herrschenden Klasse - einen Hummer. Teuer - aber tot!")
Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Außer: Um 00.01 Uhr ruft der Gott in Weiß doch noch an und damit dreht sich die Welt wieder in den geregelten Bahnen. Ein Schelm, der bei Kürthy etwas anderes als ein Happy End erwartet hat.
Und um diese (mehr oder weniger sogenannte) "Inhaltswiedergabe" gekonnt zu beenden, noch ein Auszug (aber wirklich nur ein ganz kurzer, versprochen!):


20.03 Uhr

"Jo?"
-"Und?"
"Er war nicht da!"
-"Hast du ihm aufs Band gesprochen?"
"Nee, natürlich nicht. Dann wüsste er ja, dass ich angerufen habe."
-"Cora?"
"Mmmmh?"
-"Du hast ´nen Knall."


Und diesem letzten Satz schließe ich mich ohne jeglichen Kommentar an.




*****Zitat 5: "Hamburger Morgenpost" + Fazit von mir *****


"Die Lektüre ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein Vergnügen. Jeder Satz ist eine Pointe."
Und nun zu meinem letzten "Wort zum Mondscheintarif": Nur hintereinander aufgereihte Pointen machen weder einen guten Roman noch eine gute Geschichte aus. Ebenso wenig wie das normale Leben aus Klischees besteht. Punkt? Punkt!!!!

Und nun entschuldigt mich, ich will noch meinen begehbaren und übervollen Schuhschrank ausräumen, bevor meine drei besten und dazu noch außergewöhnlich erfolgreichen Freundinnen aus Mainhatten kommen, um ein bisschen zu quatschen.
Aber nicht zu lange, denn schließlich habe ich heute noch großes vor: Die Entgegennahme eines wichtigen Anrufs.......
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
PublicEnemy
PublicEnemy, 01.08.2005
Hey, den hab ich im Kino gesehen! Eigentlich dachte ich, dass sich die Maumldels uumlber dieses klischeebeladene Frauenbild aufregen, aber nein! Sie waren hinterher am Boden zerstoumlrt, weil sie sich so wiedererkannt haben! Traurig, wieviel man mit
plötzlichpapa
plötzlichpapa, 17.08.2005
hast Du Dir echt verdient. Du schreibst sehr schoumln.
Viele liebe Gruumlszlige,
Uwe
Sternegucker2005
Sternegucker2005, 25.08.2005
auch gelesen, echt lustig, sehr zu empfehlen
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malana

Deutsche Bridget Jones

ein Testbericht von 2004-11-16 11:52:16 vom 16.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Schreibweise, unterhaltsam, leichte Lektüre, authentische Figuren...
Nachteile/Kritik: zu kurz!
Samstag Abend habe ich «Bridget Jones II» im Kino gesehen (ich bin begeistert!) wollte ich was ähnliches lesen. Da ich schon alle Bücher von Helen Fielding gelesen habe, fiel mich ein, dass ich «Mondscheintarif» noch nicht gelesen habe. Und ich habe sie gefunden – die deutsche Briget Jones!


INHALT

Die Hauptheldin ist hübsch. Kein Scherz, sie heißt Cora Hübsch, sie ist 33 Jahre alt und arbeitet als Fotografin. Mit ihrem Job ist sie nicht ganz zufrieden, da sie vor allem Photos von Möbel für ein Magazin macht, aber vonn ihrem Job ist in diesem Buch eigentlich nicht die Rede...
Die Handlung beginnt an einem Samstagabend. Cora sitzt vorm Telefon und wartet auf einen Anruf. Und dann beginnt sie zu erzählen (der Roman ist in der Ich-Form geschrieben)...
Vor kurzem war sie mit ihrer besten Freundin Jo auf einer Party und dort hat sie (wörtlich) auf einen gutaussehenden Mann gestoßen. Da sie ein paar Tage später zum Arzt gegangen ist (sie wollte sich krank schreiben lassen), wurde sie von demselben Mann untersucht – denn er ist ein Arzt, Dr. Med. Daniel Hoffmann. Sie macht etwas unerwartetes – lässt ihm ihre Telefonnummer, so hat sie auch gedacht. Sie wartet auf seinen Anruf, er ruft nicht an. Sie hat ihm zufällig die Nummer von ihrer Freundin gegeben! Sie ruft Daniel an und sie gehen gemeinsam essen, aber sie will noch nicht mit ihm schlafen. Das macht sie nach dem zweiten Date und dann passiert es eben – der beste Sex ihres Lebens.
Und was nun? Alle wissen, dass eine Frau niemals einen Mann nach dem ersten Sex anrufen darf!
Da schon Samstag Abend ist (und der erste Sex passierte am Mittwoch) ist Cora schon verzweifelt. Sie wartet von 17:25 Uhr bis 23:18 Uhr, und in dieser Zeitspanne versucht sie, sich abzulenken. Dabei helfen ihr ihre Freundin Jo und ihr Freund «Big Jim», mit denen sie ständig telefoniert.
Am Ende beschließt Cora, ihren nadellosen Tannenbaum (es ist schon Sommer!) im Park zu entsorgen. Im Park hat sie ien schicksalhafte Begegnung und sie erkennt dass sie beinahe alles vermasselt hätte...



MEINE MEINUNG

Das Buch habe ich in etwa 2 Stunden gelesen, da es sich um eine sehr leichte Lektüre handelt und da das Buch total amüsant und unterhaltsam ist. Man (Entschuldigung, FRAU) kann sich sehr leicht mit Coras Probleme und Sorgen identifizieren, da jede Frau einmal auf einen Anruf von einem Mann gewartet hat.
Cora, Jo, Big Jim, Daniel – solche Typen kennen wir alle, die sind wir und unsere FreundInnen oder Partner.
Ein tolles Frauenbuch für einen schönen Nachmittag oder Abend, die versucht, eine Antwort auf die (etwa 100 Jahre alte) Frage zu geben: Wer soll wen anrufen?

Interessant im Buch: zwei Schrifttype, um die Gegenwarts- und die Vergangenheitshandlung zu trennen. Das Buch sieht deswegen noch authentischer aus, da das Ganze wie ein Tagebuch wirkt.



AUTORIN

Ildiko` von Kürthy wurde 1968 in Aachen geboren und lebt mit ihrem Mann in Hamburg. Sie arbeitet als Redakteurin beim "Stern".
1999 ist ihr erstes Buch "Mondscheintarif" im Rowohlt Verlag erschienen, welches auch inzwischen verfilmt wurde. Nach Mondscheintarif veröffentlichte sie noch die beiden Romane "Herzsprung" (2001) und
"Freizeichen" (2003).


BUCHDETAILS
Autorin: Ildiko von Kürthy
Titel: Mondscheintarif
Verlag: Rowohlt Verlag
Broschiert, 141 Seiten
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 3499226375
Preis: bei Amazon 8,50 Euro, bei eBay ab 1 Euro
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Angel05

Selbstironie in Vollendung...

ein Testbericht von 2003-08-24 14:17:46 vom 24.08.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: einfach alles: Schreibstil, Inhalt, Aufmachung, Autorin,......
Nachteile/Kritik: nichts
"Mondscheintarif" - wie oft stand ich schon vor der Bestsellerliste und habe dann doch etwas anderes gekauft. Wie konnte ich auch ahnen, das sich hinter diesem unscheinbaren Titel so ein Knaller verbirgt?! Meine beste Freundin hat es mir schließlich mit einer supersüßen Widmung geschenkt und seit dem bin ich absoluter Fan der Autorin Ildikó von Kürthy. Und jede Frau, die das liest, wird mir zustimmen... Wahrscheinlich auch der ein oder andere Mann.

Der Inhalt
**********

Protagonistin des Romans "Mondscheintarif" ist Cora Hübsch, die uns an einem kurzen Zeitraum ihres (Noch-)Singlelebens teilhaben läßt. Der Inhalt läßt sich recht kurz zusammen fassen: Eine 33jährige Singlefrau lernt auf kurioseste Weise einen Herrn Doktor kennen, in den sie sich auch prompt verliebt. Mit der besten Freundin gilt es nun eine Strategie auszuarbeiten, immer wieder seine Selbstzweifel zu bändigen, kurz vor der Verzweiflung zu stehen (weil da irgendwie noch eine andere Frau ist), und immer daran zu denken: Nach dem ersten Sex muss der Mann anrufen. NIEMALS die Frau. Und deswegen wartet und wartet sie und hat viel zu viel Zeit, nachzudenken und zu verzweifeln...

Meine Meinung
*************

"Das ist schon alles?" wird jetzt vielleicht der ein oder andere von Euch denken. Ja, inhaltlich ist das eigentlich schon alles. Aber er hat es in sich. Und wie. Denn die Art und Weise, wie die Autorin (zu der später mehr) ihre Protagonistin den Lesern gegenüber treten läßt, ist einfach einmalig.

Die Story wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Unter Angabe der Uhrzeiten, die die Dramatik einiger Situationen erheblich amüsanter gestaltet, beschreibt die Autorin den üblichen Wahnsinn einer modernen, mitten im Leben stehenden Frau über 30, die dazu noch (!!!) Single ist. Und glaubt mir: Jede Frau findet sich so detailliert in diesen Beschreibungen wieder, das es einem schon fast Angst macht. Aber gerade diese Selbstironie, die die Protagonistin immer wieder verzweifeln läßt, kitzelt auch noch den letzten Lachmuskel. So viel wie beim Lesen dieses Buches, habe ich vermutlich noch nie an einem Stück gelacht. Mein Schatz hat sich morgens beim Frühstück machen (ich habe selbstverstänlich noch im Bett gelegen und geschmökert) schon aufgrund meiner Geräuschkulisse amüsiert.

Ich glaube, man kann den wesentlichen Erfolg dieses Buches (zumindest bei den weiblichen Lesern) auf folgendes zurückführen: Man kann sich als Frau so sehr mit der Protagonistin identifizieren, das man das Buch geradezu verschlingen muss und dabei immer wieder einen Spiegel vorgehalten bekommt. Und manchmal wünscht man sich auch, ein wenig wie Cora Hübsch zu sein, die sämtliche Facetten der weiblichen Rasse auslebt und dabei doch eigentlich nur ganz normal sein will.

Die Autorin
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Meine neue Heldin - Ildikó von Kürthy - wurde 1968 in Aachen geboren. Seit einiger Zeit lebt sie in Hamburg und arbeitet dort als Redakteurin für die Zeitschrift "Stern". Das Schreiben ist Ihr also auch hauptberuflich nicht ganz fern. Wobei für sie die Rolle als Buchautorin mittlerweile auch eine Art Hauptberuf geworden sein sollte. Schließlich steht "Mondscheintarif" als ihr erster Roman gleich zu Beginn und seitdem schon einige Jahre permanent auf der Bestsellerliste. Und ich sage Euch: Wenn der "Stern" Artikel in diesem Schreibstil enthalten würde, wäre ich Dauerabonnentin...

Das Buch
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Der Roman "Mondscheintarif ist im September 1999 im Rowohlt Verlag erschienen und ist derzeit in der 34. Auflage erhältlich. Das Taschenbuch umfaßt 142 Seiten. Auf dem Cover sind neben dem Namen des Buches und dem der Autorin nur ein Paar aus einer Schaumbadewanne ragenden Füße zu sehen. Auf einzelnen Seiten ist der Text mit fotografischen Illustrationen aufgemacht worden, die jeweils zur Textstelle passen, an der man sich gerade befindet, ansonsten jedoch wirklich nur Beiwerk sind.

Der Roman kostet übrigens 8,50 Euro, die ihr Geld absolut wert sind. Die ISBN lautet 3-499-22637-5.

Mein Fazit
**********

Lesen, lesen und nochmal lesen. Egal ob Männlein oder Weiblein, Ihr werdet alle Euren Spaß haben. Versprochen...

Vielen Dank für´s Lesen und Bewerten und bis bald.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
leuchttuermin
leuchttuermin, 05.06.2006
ich fand das buch so gut, dass ich mir gleich die anderen von Frau von Kürthy geholt habe!
Bea_im_Netz
Bea_im_Netz, 22.12.2005
sh
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1-7 von 7 Testberichten über Ildiko von Kürthy: Mondscheintarif
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