L.A. Crash Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.9 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (9/9).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
realistische Aufgreifung gesellschaftlicher Probleme in Amerika, gute und komplexe Story-Line, Einzigartigkeit, emotioanlle Darstellung, herzergreifende Stimmung und Spannung durchweg
Schauspieler,ergreifend
Intention des Films und Umsetzung, macht nachdenklich, Regieführung, Musik, nicht der übliche Hollywood - Kitsch, kein amerikanischer Patriotismus
klasse Schauspieler, Episodenfilm
Hochkarätige und lange Starbesetzung ! Hat viele Aussagen dieser Film, wo meist keine Worte für benötigt werden ! Er berührt ungemein, vor allem zum Schluss hin ! Viele Einzelschicksale die wunderbar kombiniert worden sind ! Keinesfalls kitchig ! Filmmusik
Nachteile/Kritik
Gewaltszenen (wenn Kinder zuschauen, ansonsten natürlich absolut in Ordung)
keine Ahnung
Gewalt ist nicht positiv . (Gewalt als Kontra) aber manchmal muss man gewisse Umstände aufzeigen (Pro)
keine
Nichts, nur das ich ihn noch nicht auf DVD habe, doch das werde ich ändern, zu 100% !
Heute möchte ich Euch gerne einen Film, den ich schon vor einigen Jahren einmal gesehen habe und vor zwei Tagen wieder vorstellen. Dieser Film hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich fand ihn wirklich gut. Deshalb mag ich Euch heute diesen Film etwas näher bringen. Viel Spaß dabei!!!
++TECHNISCHE DATEN++
Titel: L.A. Crash
Produktionsland: USA
Entstehungsjahr: 2004
Länge: 110 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 2.35:1
Tonformat: Dolby, PAL, Surround Sound
Regionalcode: 2
++BESETZUNG++
Sandra Bullock als Jean Cabot
Jennifer Esposito als Ria
Matt Dillon als Sgt. Ryan
Don Cheadle als Detective Graham Waters
William Fichtner als Jake Flanagan
Terrence Howard als Cameron
Brendan Fraser als Richard “Rick” Cabot
Tony Danza als Fred
Ryan Phillippe als Officer Hanson
Thandie Newton als Christine
Chris Bridges als Anthony
Larenz Tate als Peter Waters
Keith David als Lt. Dixon
Shaun Toub als Farhad
Michael Pena als Daniel
Jack McGee als Waffenladen Besitzer
Loretta Devine als Shaniqua Johnson
Bahar Soomekh als Dorri
Daniel Dae Kim als Park
Marian Sirtis als Shereen
Nona Gaye als Karen
Karina Arroyave als Elizabeth
Yomi Perry als Maria
++STAB++
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis, Robert Moresco
Kamera: James Michael Muro
Produktion: Don Cheadle, Paul Haggis, Robert Moresco, Mark R. Harris, Cathy Schulman
Schnitt: Hughes Winborne
Musik: Mark Isham
++STORY++
Die ganze Geschichte spielt in der amerikanischen Metropole Los Angeles. In der ersten Szene wird einem ein Autounfall gezeigt. Ein Polizist namens Graham Waters ist mit seiner Kollegin Ria darin verwickelt. Der Unfall passierte am Tatort, an dem die beiden Kollegen gerufen wurden.
Danach werden einem einige Rückblenden, was vor dem Unfall passiert ist gezeigt. Man sieht dass ein junger Bezirksanwalt der Rick Cabot heißt mit seiner Frau Jean und seinen zwei Kindern von Afroamerikanern überfallen und ausgeraubt wurden. Die beiden Afroamerikaner heißen Peter und Anthony. Sie bestehlen das Ehepaar, da sie es auf ihr Auto abgesehen haben. Dabei lassen die beiden Afroamerikaner schon ziemlich rassistische Sprüche gegenüber allen anderen Rassen außer der Schwarzen los. Man sieht dass es in Amerika nicht nur rassitische Weiße sondern auch rassistische Schwarze, Mexikaner, etc gibt. Kurz gesagt, fahren die beiden Freunde gleich darauf zu einem bekannten Hehler und verkaufen ihm das Auto. Doch auf dem Weg zum Hehler überfahren sie den Koreaner Choi Jin Gui. Dieser lag neben dem Auto auf der Straße. Als sie merken was passiert ist, bringen sie den Mann ins Krankenhaus.
Das überfallene Ehepaar hat große Angst, da die Gangster auch ihre Schlüssel im Besitz haben, deshalb tauschen sie vorsichtshalber alle Schlössser aus, damit sie nicht noch ein weiteres Mal überfallen werden können. Doch als der Mann vom Schlüsseldienst kommt, traut ihm der Ehemann nicht, da es sich um einen Hispanic handelt und auch Rick ein rassistischer weißer Amerikaner ist, der nur den weißen traut. Doch als man Daniel, so heißt der Mann vom Schlüsseldienst in der darauffolgenden Szene sieht merkt man, dass alles nur Vorurteile sind, und er gar nicht die Absicht hatte, etwas Illegales zu tun. Denn er ist ein ehrlicher, treuer Familienvater.
Das schwarze Ehepaar Christine und Cameron bekommen ebenfalls Probleme mit einem weißen, rassistischen Polizisten namens Ryan. Denn die beiden fahren ein Auto, welches ähnlich aussieht wie das Auto das zuvor dem Bezirksstaatsanwalt Rick Cabot gestohlen wurde.
Aufgrund dieser Tatsache kontrolliert der bösartige Polizist das Ehepaar. Als er mit einer Lampe ins Auto leuchtet, sieht er dass Christine den Kopf zwischen Camerons Beinen hat, da das in Amerika nicht erlaubt ist, plant er schon seine nächste Attacke auf das Ehepaar. Aber zuerst fordert er den Fahrer auf auszusteigen, denn er will nachsehen ob der Mann Alkohol getrunken hat. Dann beginnt er damit die Frau namens Christine abzutasten. Aber auf eine ganz andere Art und Weise. Ja er belästigt die junge Frau sogar sexuell und will somit ihren Ehemann provozieren, damit er endlich einen richtigen Grund hat ihn zu verknacken. Doch Cameron weiss was der Polizist im Schilde führt und geht nicht darauf ein. Er entschuldigt sich sogar für das Verhalten von seiner Liebsten. Nur um dem Ärger aus dem Weg zu gehen. Doch nach einer Weile gibt der penetrante Polizist auf und das Ehepaar kann weiter fahren. Da der Partner von dem bösartigen Polizisten gesehen hat was passiert ist, und er seine Tat als schlecht heiß, geht er sofort zu seinem Vorgesetzten und sagt ihm was aufgefallen ist. Doch der Vorgesetzte von Hanson rät ihm ab, dass er Ryan deswegen angeht, er solle lieber keinen offiziellen Protest wegen dieser Sache eingehen, da er sonst selbst auch in Schwierigkeiten geraten könne, da er jahrlang der Vorgesetzte von Ryan gewesen ist. Darum soll er besser einen anderen Grund nennen, weshalb er nicht mehr mit ihm auf Streife gehen will.
Als nächstes sieht man Ryan, wie er zu Hause ankommt und seinen kranken Vater pflegt. Dieser hat Prostataprobleme und Ryan hilft ihm wo er nur kann. Als er am nächsten Tag mit einer Sachbearbeiterin der Krankenversicherung reden will, da s um die Behandlung seines Vaters geht, sieht man, dass er von der afroamerikanischen Sachbearbeiterin abgewiesen wird. Daraufhin wird Ryan erneut ausfällig und sagt er, dass eine Weiße für diesen Job besser wäre. Er bittet sie verzweifelt seinem Vater und nicht ihm zu helfen und erzählt die traurige Geschichte seines Vaters. Er sagt dass dieser Gebäudereiniger gewesen sei der sich irgendwann selbstständig gemacht hat. ER hatte insgesamt 23 afroamerikanische Mitarbeiter, die er alle nach Tarif bezahlte. Obwohl dies keine Vorschrift war. Als er nach 30 Jahren keine Aufträge von der Stadt mehr bekam, da diese ausschließlich etnische Minderheiten für dies anstellte, ging sein Vater bankrott. Doch trotz allem weist sie ihn ab, worauf er wütend das Büro verlässt.
Waters, von dem man in der Anfangsszene von dem Unfall am Tatort gehört hat, sieht man in der nächsten Szene wie er seine Mutter, die heroinabhängig ist besucht. Er macht sich große Sorgen um sie. Sie beauftragt ihn, nach seinem seit Tagen verschollenen Bruder zu suchen, doch erst schaut er in ihren Kühlschrank wo er nur verdorbene Lebensmittel vorfindet.
So da ihr nun die meisten Protagonisten kennt, will ich Euch an dieser Stelle nicht mehr verraten. Denn das Meiste müsst Ihr Euch selbst anschauen...Alles wird nicht verraten. ;-).
++BILD & SOUND++
Bild & Ton sind ebenfalls passend zum Film. Besonders gut gefällt mir am Bild, dass die Farben sehr kräftig sind und die Schnitte zwar schnell aufeinanderfolgen aber trotzdem den Stil des gesamten Films noch verstärken. Die Schnittfolge ist sehr schnell und erinnert an Videoclips. Der Film ist eben etwas anderes, nie dagewesenes und das soll auf diese Weise nochmals besonders unterstrichen werden. Ansonsten kann ich nur sagen, dass das Bild durchgehend scharf und ruhig ist, es keine Pixel- oder Farbfehler gibt. Der Schwarzwert ist ebenfalls optimal. Auch der Ton ist sehr raumfüllend und ebenfalls fehlerfrei. Man versteht jedes gesprochene Wort. Auch die Filmmusik passt perfekt zu dem Film.
++EXTRAS++
· Hinter den Kulissen
· Musikvideo
· Audiokommentar
· Kinotrail er
++PREIS++
15€
++BEZUGSORT++
Media Markt
++FILMTECHNIK++
Der Bild erscheint im 2.35:1Breitbandformat. Dies sorgt allgemein für ein gutes und ausgeglichenes Bild. Man findet auch hier die etwas schmaleren Balken am oberen und unteren Rand des Bildes. Die Konturen der Bilder sind durchweg sauber und rahmen das Geschehen perfekt ein. Die Farben sind kräftig und alles wirkt sehr plastisch. Der Schwarzwert ist gut, alle Details erkennt man darin sehr gut. Die trostlose urabane Welt wird auch sehr gut und eindrucksvoll durch eher schmutzige verwaschene Farben mit grau und Brauntönen dargestellt. Auch der Transfer ist sehr gut. Er weist eine hochwertige und sehr saubere Bildkomposition auf.
++STATEMENT++
Ich kann Euch diesen tiefgründigen Film nur empfehlen. Er zeigt einmal die andere Seite des ach so sozialen Amerikas, nämlich dass es hier durch und durch rassistisch zugeht. Nicht nur die weiße Rasse lässt ihre Abneigung gegen anderen Hautfarben und Kulturen wiederspiegeln, sondern auch alle anderen Rassen gehen ihren Mitmenschen ziemlich übel und rassistisch ans Leder. Man sieht dass man den Rassismus auf jede Kultur und Rasse beziehen kann und nicht nur alleine auf die Weißen. Der Film zeigt endlich mal wie es in diesem Land wirklich zugeht, wie engstirnig die Menschen hier sind. Ich weiß das nämlich auch von einer Freundin die ein Jahr in den USA verbracht hat. Sie hat mir erzählt dass sie sich mit einer Latina angefreundet hat. Daraufhin wurde sie von den weißen diskriminiert und ihr wurde gesagt, dass sie die Freundschaft wegen ihrer Latina-Freundin mit ihr kündigen und ihrer Latinafreundin ist es auf Seiten der Latinos genauso gegangen. Auch hier hieß es, dass sie nicht mehr länger mit ihr befreundet sein werden, wenn sie weiterhin mit der Weißen abhängt. Da bin ich gerade froh, dass man hier in Europa nicht so rassistisch ist. Klar gibt es diese blöde Einstellung überall, aber in Amerika ist der Rassismus sehr weit verbreitet, auch wenn sie es in ihren Hollywood-Schnulzfilmen immer anders darstellen wollen, dass in Amerika ja alle Rassen friedlich zusammen leben. Von wegen. Eine größere Ansammlung von weißen, schwarzen, etc Rassisten habe ich noch selten irgendwo gesehen wie in Amerika. Doch nun genug zum Thema, ich finde der Film bringt das amerikanische Leben deutlich auf den Punkt! Was ich sehr gut finde. Die Grundstimmung des Films ist sehr nachdenklich und irgendwie auch traurig. Schön finde ich, dass man von den einzelnen Protagonisten immer ihre Geschichte erfährt, und dass sie eigentlich alle nichts miteinander zu tun haben. Naja vorerst zu mindest. Er zeigt viel über die Charaktere und man erfährt sehr viel über sie. Man erkennt auch wieso der ein oder andere diese Einstellung trägt und weshalb er zu so einem Menschen geworden ist.
Die Schauspieler finde ich auch alle mehr als überzeugend. Hier haben mir alle Leistungen sehr gut gefallen. Sie spielen die Charaketer sehr überzeugend und gut. Jedem nimmt man den Charakter und die Einstellung ab.
Auch das Bonusmaterial kann ich hier empfehlen!!!
Somit heißt die Devise: ANSCHAUEN!!!!!!!!!!
...
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Unbedingt ansehen!
ein Testbericht von nowi822009-07-01 20:28:50vom 01.07.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Thema +Umsetzung+ Schauspieler...Nachteile/Kritik: -
wir sind auf der suche nach einer antwort
wir bewegen uns vorwärts
wir finden zusammen
wir entfernen uns voneinander
wir kollidieren unweigerlich miteinander
l.a. crash
Dies sind die einführenden Worte zum Kinotrailer von L.A. Crash, einem der besten Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe. Ich bin eigentlich ganz zufällig auf diesen Film gestoßen. Wir waren für ein paar Tage verreist und wollten uns einen gemütlichen DVD-Abend machen, hatten allerdings keine große Auswahl im Discounter nebenan.
L.A.Crash klang ganz gut im Vergleich zu den anderen Titeln, also packten wir die DVD in den Korb.
Preis
´´´´´
Im Discounter kostete die DVD damals 7,99€. Also nicht zuviel für einen Film, den man nicht kennt.
DVD - Daten
´´´´´´´´´´´
Universumfilm, ufa
Spielzeit: 108min
Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph codiert )
Ton: Deutsch, Englisch - Dolby Digital 5.1
Untertitel: für Hörgeschädigte Deutsch; Englisch
Regionalcode: 2
FSK: ab 12 Jahre
Menü
´´´´´
Das Menü ist sehr einfach und übersichtlich konzipiert. Man wählt zwischen Filmstart - Einstellungen - Kapitel - Bonusmaterial - Trailershow.
Extras
´´´´´
Diese sind sehr schön. Neben den Audiokommentaren vom Regisseur , dem Autor und dem Schauspieler Don Cheadle, gibt es ein Hinter den Kulissen - Special mit Erklärungen von vielen Darstellern, dem Autor Boby Moresco, und der Produzentin Cathy Schulman. Jedoch nur in Englisch. Ein dritter Punkt ist das Musikvideo "if I neva see you again" von Kansascali. Neben dem Kintotrailer des Films gibt es ganze 6 Trailer: Hotel Ruanda, Maria voll der Gnade, The Woodsman, Der Stille miteinander, The Statement und Die fetten Jahre sind vorbei. Alle samt sehr interessant.
Schauspieler
´´´´´´´´´´´
Sandr a Bullock
Don Cheadle
Matt Dillon
Jennifer Eposito
Brendan Fraser
Terrence Howard
Ludacris
Thandie Newton
Ryan Phillippe
Larenz Tate
Michael Pena
Inhalt
´´´´´
Zunächst der Hüllentext:
Mord, Rassismus und zufällige Begegnungen in Los Angeles: Das meisterhafte Episodendrama von Million Dollar Baby - Autor Paul Haggis!
36Stunden in L.A. - 36Stunden im Leben einer Hand voll Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch führt das Schicksal sie zusammen, lässt ihre Wege sich kreuzen und wieder auseinander gehen, ihr Leben für kurze Zeit in den gleichen Bahnen laufen. Sie sind Bewohner einer Megacity im ganz normalen Ausnahmezustand, hin- und hergerissen zwischen Angst, Wut und Verzweiflung und der alles überwindenden Kraft der Hoffnung und des Glücks.
Mit diesem Hüllentext können wohl die Wenigsten etwas anfangen, weil es ja doch recht schwammig beschrieben ist. Da ich jedoch auch kein Fan davon bin, die Handlung in so einem Bericht komplett zu verraten, hier ein paar Geschichten, die sich miteinander verstricken. Der Film beginnt mit einem kleinen Auffahrunfall als 2 Detectives an einen Tatort gerufen werden. Schon hier kommen Vorurteile wie "Mexikaner können alle nicht Auto fahren" und "Blöde Bohnenfresserin" auf den Tisch. Allerdings ist dies nur der Anfang und nur eine kleine Randhandlung... Vom Abend an dem die Detectives den Tatort betreten, geht der Film einen Tag zurück. Von da an werden die vielen kleinen Verstrickungen von Vorurteilen aufgezeigt. Ein amerikanischer Waffenhändler, der -arabisch aussehenden-Persern keine Waffen verkaufen möchte, weil er meint sie wären Terroristen. Der Perser, der denkt Mexikaner würden ihn betrügen und nur abzocken wollen. Zwei farbige Jugendliche, von dem einer denkt die Bedienung hätte ihm absichtlich keinen Kaffee eingeschenkt, weil er nicht weiss ist und der sich aufregt, dass eine
weisse Frau Angst bekommt, wenn sie Schwarze auf der Strasse sieht. Daraufhin verhält er sich wie man es von ihm "erwartet" und überfällt das Päarchen. Weiter geht es mit diesem Paar. Jeans Ängste verstärken sich durch den Überfall und sie lässt die Schlösser in ihrem Haus austauschen, befürchtet allerdings der Schlüsseldienst wäre ein Gangster, da dieser mexikanischer Herkunft ist. Ihr Mann Rick - Generalstaatsanwalt von L.A. - hat indess ganz andere Sorgen, da er befürchtet die Stimmen der Schwarzen zu verlieren, wenn er sich falsch verhält. Dabei zeigt er jedoch gleichzeitig wie ignorant er ist, in dem er Irakis und Afroamerikaner nicht auseinanderhalten kann, da Schwarz für ihn gleich Schwarz ist. Weiterhin spielen 2 Cops eine Rolle. Der eine ein offensichtlicher Rassist, der dies auch gerne im Einsatz und privat zeigt. Und der andere ein Anfänger, der nicht weiss wie er sich richtig verhalten soll. Die Detectives vom Anfang sind natürlich auch ein wichtiger Part des Films. Bishin zur Asiatin, die ihnen am Tatort aufgefahren ist. Die vielen Verstrickungen der Personen und ihre gegenseitige Beeinflussung machen diesen Film so spannend.
Medienmeinungen
´´´´´´´´´´´´´´´
& quot;Ein Film, der zutiefst anrührt, schockiert und zerstört" Cinema
"Meisterhaft! Dieser Film geht unter die Haut" Bild
Meine Meinung
´´´´´´´´´´´´
Ich würde soweit gehen, dass das man sich diesen Film einfach ansehen muss. Nicht nur weil er lehrreich ist und einem vor Augen führt, wo wir im Alltag überall auf Vorurteile stoßen, sondern auch wegen der genialen Umsetzung des Themas. Der Film ist in den ganzen 104Minuten nicht einen Moment langweilig oder langatmig. Ganz im Gegenteil die vielen Verstrickungen nerven oder überanstrengen den Zuschauer nicht, sondern reissen ihn mit. Es ist spannend die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen. Der Film zeigt auf, dass es nicht einfach nur Vorurteile gibt und man sagen kann: Der ist Rassist und böse und der andere nicht. L.A. Crash zeigt die Geschichten dahinter. Die Dinge, die zu den Vorurteilen führten. Es wird einem bewusst, dass alle Bevölkerungsgruppen mit Vorurteilen leben und zeigt die Missverständnisse, die dazu führen. Ich mag Filme, die einem zum Nachdenken anregen und über die ich noch lange mit Freunden reden kann. Und dieser Film gehört auf jeden Fall dazu. Die Wendungen der Charaktere wird spannend dargestellt. Und auch die Filmmusik ist sehr passend und berührt an den richtigen Stellen. Es ist ein ernsthafter Film, der allerdings auch viel Gewalt zeigt. Meiner Meinung nach sind die FSK von 12 Jahren zu niedrig angesetzt. Zudem denke ich nicht, dass man in dem Alter die vielen Hinweise und Fingerzeige versteht. Die Extras der DVD gefallen mir auch. Wenn ich auf das Musikvideo auch verzichten könnte, die Trailer bringen eine auf neue gute Filme. Eins noch zu den Darstellern. Normalerweise bin ich kein Fan von Filmen mit einer langen Reihe bekannter Schauspieler. Doch in L.A. Crash ist das anders. Alle machen ihren Job gut ohne sich in den Mittelpunkt zu spielen. Anfangs ist es komisch eine Sandra Bullock als Rassistin zu sehen, die von ihrer Angst getrieben wird. Allerdings bringen alle Darsteller die Geschichte authentisch rüber. Und ich denke das ist auch der Sinn hinter diesen vielen brillianten Schauspielern. Man kennt sie und sie vermitteln einem ein Gefühl der Nähe, wodurch man sich nochmehr fragt, ist unsere Gesellschaft wirklich so... Ich kann der Bild diesmal nur zustimmen. Der Film ist ein "Meisterwerk" und ihr solltet ihn euch unbedingt ansehen.
...
ein Testbericht von dahi.koch@gmx.net2007-07-07 22:47:51vom 07.07.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Intention des Films und Umsetzung, macht nachdenklich, Regieführung, Musik, nicht der übliche Hollywood - Kitsch, kein amerikanischer Patriotismus...Nachteile/Kritik: Gewalt ist nicht positiv . (Gewalt als Kontra) aber manchmal muss man gewisse Umstände aufzeigen (Pro)
L.A. Crash
WE’RE ALL LIVIN’ IN AMERICA
der Kreis des Teufels
Ich habe mir den Film L.A. Crash gestern auf DVD angesehen und werde euch heute meine Erfahrungen schildern, die ich während und nach dem Sehen gemacht habe, und welche Gedanken ich mir gemacht habe.
DIE STORY:
“It's the sense of touch.
Any real city,
you walk.
You know?
You brush by people,
they bump into you.
In L.A. nobody touches you.
We’re always behind this metal and glass.
It's the sense of touch.
I think we miss that touch so much
that we crash into each other
just so we can feel something.”
Dies ist der
Anfangsmonolog des Films in der Originalversion. Man hört ihn, während man durch Glas in die regnerische Nach ausblickt.
L.A.
Ein paar Tage im Leben verschiedener Menschen.
- ein weißer Waffenhändler der einem arabisch aussehenden Mann keine Pistole verkaufen will und ihn beschuldigt, ein Terrorist zu sein.
- Ein Perser der mit seiner Familie ein kleines Geschäft führt und eines Tages ausgeraubt wird und damit alles verliert (denn die Versicherung bezichtigt ihn der fahrlässigen Handlung und bezahlt den Schaden nicht)
- zwei schwarze Kleinkriminelle, die Autos klauen und verkaufen, und eines Tages einen alten Chinesen überfahren
- ein schwarzer Mann beim Fernsehen, dessen Frau von einem rechts-radikalen Polizisten sexuell belästigt wird
- ein weißes Ehepaar, dessen Auto von zwei schwarzen Verbrechern geklaut wird.
- ein schwarzer Mann beim Gericht, der mit Vorurteilen zu kämpfen hat.
- zwei Polizisten, die sich nicht leiden können
- ein junger, weißer Polizist der einen Schwarzen durch ein trauriges Missverständnis erschießt
- usw.
Gewalt, Hass, Fremdenfeindlichkeit, Extremismus, Terror, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Kriminalität und Menschenhandel beherrschen das Leben dieser Menschen. Denn jeder ist gegen jeden.
Die Hölle auf Erden?
Mag sein. Aber durch all diese Dunkelheit schimmert ein oder zweimal ein kleiner Lichtstrahl der Hoffnung durch – Freude, Glück, Hoffnung, und die Liebe.
Die Dunkelheit überwiegt, doch es gibt auch Sonnenschein. Wenn nicht oft, so doch vereinzelt. Das ist doch auch was.
Jeder gegen Jeden.
FORMALE DETAILS ZUR DVD:
Sound-Formate sind zu finden in Dolby, PAL, Surround Sound (ich empfehle hierbei Dolby Surround)
Sprachen auf der DVD sind: Deutsch, Englisch
Altersfreigabe ab 12 Jahren (ist ein bisschen zu tief, ich würde es eher bei 16 ansetzen, da viele 12 Jährige die Parallelen und Handlungen im Film nicht verstehen werden, und da der Film doch sehr grausam ist)
Erscheinungstermin der DVD: 9. Januar 2006
Extras auf der DVD:
* Audiokommentar (vom Regisseur und Schauspielern)
* Hinter den Kulissen (Infos zu den Dreharbeiten)
* Musikvideo (zum Titelsong des Films)
* Kinotrailer (auf deutsch und englisch)
FORMALE DETAILS ZUM FILM:
- Regisseur: der Oscar-Prämierte Paul Higgins, der auch Drehbücher für Filme wie „Short Cuts“ und „Million Dollar Baby“ schrieb, wofür er letzteres den Oscar gewann, für das beste Drehbuch.
- Land, in dem gedreht wurde: Hauptsächlich Amerika (L.A.)
- Originaltitel: Crash
- Filmlänge: 108 Minuten
- Offizielle deutsche Homepage zum Film: http://www.rtl.de/film/specials/crash_derfilm/
- Award: Oscar als bestes Drehbuch, bester Schnitt und bester Film.
- Cover: das Cover zeigt den jungen schwarzen Schlosser, mit seiner Tochter. Er schreit, da der Perser gerade auf ihn, bzw. auf seine Tochter geschossen hat, und glaubt, sie verblutet…
BESETZUNG:
Nur einige von vielen Schauspielern im Film, aber die bekanntesten:
* Sandra Bullock: Jean Cabot (die Frau des Bezirksanwalts Richard Cabot)
* Don Cheadle: Detective Graham Waters (ein Polizeiinspektor, liiert mit einer Hispano-Frau)
* Matt Dillon: Sgt. Ryan (der rassistische Polizist, der die schwarze Frau belästigt)
* Jennifer Esposito: Ria (die geliebte des Polizeiinspektors Graham Waters)
* William Fichtner: Jake Flanagan
* Brendan Fraser: Richard „Rick“ Cabot (der Bezirksanwalt)
* Terrence Howard: Cameron
* Chris Bridges: Anthony
* Thandie Newton: Christine
* Ryan Phillippe: Officer Hanson (der junge weiße Polizist, der einen Schwarzen erschießt)
* Larenz Tate: Peter Waters
* Tony Danza: Fred
* Keith David: Lt. Dixon
* Shaun Toub: Farhad (der persische Geschäftsinhaber)
* Michael Peña: Daniel
* Loretta Devine: Shaniqua Johnson
WEITERE WERKE VON DEN SCHAUSPIELERN:
- Sandra Bullock: „Miss Undercover 1 & 2“, „Das Haus am See“
- Brendan Fraser: „Die Mumie 1 & 2 & 3“, „Tintenherz“, „Der stille Amerikaner“
- Matt Dillon: „To Die For“, “Grace of my Heart”, “City of Ghosts”
- Don Cheadle: „Traffic“
FILMMUSIK:
Mark Isham ist der Komponist der Filmmusik. Er schrieb schon die Musik für Filme wie „The Black Dahlia“, „Antarctica – Gefangen im Eis“, „The Hitcher“, „Save the Last Dance“, „Blade“ und „Was Frauen wollen“. Und natürlich viele weitere mehr.
MEINE MEINUNG:
Der Film hat mich sehr beeindruckt. Und schockiert. Und wütend gemacht. Und fasziniert. Ein Film, der einem die Augen öffnen möchte, für die wahren Lebensumstände in den USA, dem „Land der Träume“.
Besser wäre wohl: „das Land der Alpträume“, in dem jeder an Waffen gelangen kann und in dem jeder seine Vorurteile gegen den anderen hat.
Amerika ist eigentlich ein Schmelztopf der Kulturen. Und im Grunde ist hier keiner Einheimisch, sondern irgendwann eingewandert, bzw. die Vorfahren. Die einzigen Menschen, die man wirklich als „native americans“ bezeichnen kann, sind die Indianer. Aber lassen wir das weg. Darum geht es nicht in diesem Film.
Es geht darum, dass „die anderen“, eben alle anderen Menschen aller Kulturen behaupten, sie wären die Menschen, die im Recht sind. Die einheimisch sind.
Und über andere bestimmen können.
Und wozu führt das? Zu Missverständnissen. Zu Komplikationen. Zu Neid und Missgunst. Zu Hass und Fremdenfeindlichkeit.
Da sind die Schwarzen gegen die Weißen, die Weißen gegen die Hispanos, die Hispanos gegen die Asiaten, die Asiaten gegen die Schwarzen, die Perser gegen die Chinesen, die Schwarzen gegen die Perser.
Und durch mangelhafte Kommunikation und Sprache führt das widerum zu Missverständnissen, die tödlich ausgehen können. Oder könnten.
So z.B. im Film bei dem Perser, der die Eingangstür von seinem Geschäft reparieren lässt, bzw. das Schloss. Ein schwarzer wirkt hierbei als Schlosser und will abkassieren, erklärt dem Perser allerdings, dass das Schloss nicht die Ursache des Problems ist, sondern die gesamte Tür. Der Perser versteht es nicht, da er nur gebrochenes Englisch spricht, und bezichtigt ihm der Abzockerei. Der schwarze geht, ohne abzurechnen. Und der Perser, dessen Tochter vor kurzem zum Schutz eine Pistole gekauft hat, will den Schwarzen durch Gewalt androhen, ihm sein Geld zu geben. Der Schwarze versteht nicht, und der Perser bedroht ihn mit der Waffe.
Die Tochter des Schwarzen kommt auf ihn zu gerannt und springt zwischen ihn und ihren Vater. Und die Waffe knallt!
Aber nichts passiert, da es nur Luft-Patronen sind, die sich in der Pistole befinden. Und es geht doch gut aus.
Das ist auch nur einer der Fälle, die im Film vorkommen. Ich habe oben in der Inhaltsangabe schon beschrieben, welche Fälle im Film vorkommen. Dies sind fast alle Fälle.
Und im Grunde ist das Schicksal all dieser Menschen miteinander verwoben, wie der Regisseur und der Drehbuchschreiber es eingerichtet haben. Alle haben etwas miteinander zu tun.
z.B. sind die 2 schwarzen Kriminelle, die die weißen Leute ausrauben, auch die zwei Schwarzen, die im Allgemeinen Autos klauen und weiterverkaufen. Und es sind auch dieselben, die einen alten Chinesen überfahren, welcher dann von seiner Frau in jedem Krankenhaus der Stadt gesucht wird. Und diese Frau hatte einen Unfall, bei dem auch ein Schwarzer und seine lateinamerikanische Frau zu schaden gekommen sind.
Und einer des schwarzen Kriminellen-Duos befreundet sich mit einem weißen Polizisten. Er fährt mit ihm im Auto und lacht, der Polizist versteht das falsch und erschießt ihn. Er öffnet seine Hand und sieht anstatt der Pistole, die er dort vermutet hatte, eine silberne Figur – den Schutzheiligen der Autos – welche auch er in seinem Auto hat.
Glück und Unglück gehen Hand in Hand.
Die Schicksale der Menschen gehen Hand in Hand und sind alle miteinander verwoben. Im Guten wie im Schlechten.
Wenn man es auf einer höheren Ebene betrachten möchte, wie im elisabethanischen Zeitalter beispielsweise, könnte man das nicht nur auf den Film im Genauen beziehen, sondern auch auf das Leben der Menschen in Amerika im Allgemeinen.
Der Film sagt: alle Menschen sind Individuen. Jeder Mensch hat seine eigene Kultur, sein eigenes Leben. Und alle Menschen sind sich doch von Grund auf verschieden. Und doch gehören alle zusammen. Und alle Menschen in Amerika hat es doch eines Tages nach Amerika verschlagen. Manchmal aus demselben Grund. Das verbindet die Menschen. Doch häufig nehmen sie es nicht wahr. Und so erkennen sie nicht ihren Zusammenhalt. Und sind gegeneinander.
Missverständnisse bieten einen Grund für Gewalt und Kriminalität.
Glück erkennt man z.B. daran, dass der rassistische Polizist der schwarzen Frau, die er belästigt hatte, das Leben rettet, indem er sie aus einem bald in die Luft gehenden Bus befreit.
Das Leben beschreibt sich wie folgt:
„Es gibt nur zwei Themen zwischen Geburt und Tod: Liebe und Macht. Alle anderen Themen sind Derivate davon.“
Diese weisen Worte stammen von Vito von Eichborn aus der aktuellen Ausgabe des BOD-Magazins.
Und diese Worte lassen sich womöglich auch auf Amerika im Allgemeinen beziehen (oder sogar die ganze Welt – wenn nicht sogar die ganze Menschheitsgeschichte), sondern auch auf den Film „L.A. Crash“ im Besonderen.
Sind es nicht die Weißen, die Angst haben, ihre MACHT zu verlieren, seit die Schwarzen sich in vielem durchsetzen konnten, und sie deswegen wieder unterdrücken müssen, um ihre Macht behalten zu können? Und ist es dann nicht der HASS, der der Liebe keinen Platz mehr lässt, der sich in den Herzen der Schwarzen, wie auch der Weißen entwickelt, und dann erstere dazu verleitet, Gewalttaten zu begehen?
Das ist auch der Grund, welcher das schwarze Kriminellen-Duo antreibt, das weiße Pärchen ihrem Auto zu entledigen, weil sie wütend sind, da die Frau bei deren Anblick Angst bekam?
Und so geht der Teufelskreis weiter.
Am Ende bekommen alle Protagonisten einen Einblick in ihr wahres Leben. Oder sie erkennen, was sie falsch gemacht haben, oder wie sie wirklich sind.
So erkennt eben der junge Polizist – welcher den jungen schwarzen erschoss – dass er trotz seiner Toleranz immer noch Vorurteile in sich hegt (denn er dachte, dass der schwarze ihn erschießen will).
Sein Ex-Partner, der rassistische Polizist, sagt irgendwann im Film zu ihm: „Du denkst du weißt, wer du bist? Du hast keine Ahnung“.
Weise Worte. Im Nachhinein. Hätte er denn selbst wissen können, dass er den Schwarzen Mann erschießt, bevor er es getan hatte? Aus welchem Gefühl ist dieser Schuss entsprungen?
Im Nachhinein bereut man…
Oder die junge Frau, die Vorurteile gegen andere Ausländer hegt, erkennt, dass sie ihre Fehler zuerst bei sich selbst suchen muss. Und dass sie durch ihre Selbstsucht, und ihre Angst alles verloren hat. Und dass nur ihre lateinamerikanische Haushälterin eigentlich wirklich zu ihr steht. Nicht ihr Mann. Nicht ihre Freundinnen.
Und am Ende des Films wird eine Szene vom Anfang eingeblendet. Ein toter Junge wurde im Busch gefunden. Und ein Autounfall passiert WIEDER zwischen einer Schwarzen und einer Chinesin in Chinatown.
So erkennt man, dass alles wieder von Vorne anfängt. Und dass man den Teufelskreis nicht stoppen kann.
Der Film hat mich sehr nachdenklich gemacht. Und mir wieder einmal bestätigt, dass sich die Menschen nicht geändert haben. Nicht seit Anbeginn der Zeit. Und bis heute nicht. Und sie werden sich auch nicht ändern. Auch nicht in der Zukunft. Aber manchmal erkennt er sich selbst und benimmt sich, wenn auch nur an einem Tag, richtig.
Die Musik hat sein letztes zur Stimmung im Film beigetragen. Im Film selbst herrscht eine so eigene Atmosphäre, die einen bedrückt.
Von Zeit zu Zeit wollte ich ausschalten. Doch ich konnte nicht, da ich weiterschauen musste. Ich war hin- und her gerissen. Die Musik bestärkt das Bedrückende noch. Leise Töne, teilweise mit arabischen Einflüssen. Eine Frauenstimme, die klagende Töne singt.
Die Regieführung ist oftmals sehr wackelig. Das bestärkt den authentischen Ausdruck des Ganzen. Es scheint manchmal, als hätte ein Amateur das ganze gedreht.
Der Regisseur wollte den Anschein erwecken, es handle sich um einen Dokumentarfilm. Und das ist ihm auch gelungen.
Auch bei den Schauspielern wurde nichts verschönert. Nichts wird verschönert am Leben. Es scheint nicht wie eine normale, kitschige Hollywood-Produktion, in der alles Friede Freude Eierkuchen ist. Die Schauspieler bieten eine großartige Leistung. Es wird auch nicht bekannt, wer denn nun Hauptdarsteller ist, und wer nicht.
Man könnte vielleicht annehmen, es wären Brendan Fraser und Sandra Bullock, die die Hauptrollen spielen, da sie die – ich nehme mal an – bekanntesten der Schauspieler waren. Vielleicht noch Matt Dilon. Aber das stimmt so nicht. Sandra Bullock kommt nur vereinzelt vor. Und in einer der Schlussszenen, in der sie im Krankenhaus ihre hispanische Haushälterin umarmt und ihr sagt, dass sie ihre einzige Freundin ist.
Nein: jeder bietet seinen besonderen Beitrag im Film an. Alle sind Nebendarsteller im Film. Oder alle sind Hauptdarsteller. Es gibt eigentlich keine Rolle, die nicht wichtig im Film erscheint. Und alle spielen brillant, undverfälscht, authentisch, extrem realitätsnah, herzergreifend gut.
Ein klasse Film. Ein Film, der gesehen werden muss. Da er einem selbst auch die Augen öffnen kann. Weil er echt ist. Weil er nicht verstellt und verschönert. Weil er die Wahrheit zeigt und zeigen will.
Schon andere Rezensenten meinten, dass es bemerkenswert ist, dass der Film überhaupt gedreht werden konnte. Das glaube ich auch. Denn es geht um Themen, die sich die Amerikaner in ihrem Patriotismus und ihrer Landesliebe oftmals nicht eingestehen wollen – sowie auch die „Traumfabrik Hollywood“ die den Themen Fremdenhass, Klassenunterschiede, Korruption im Staatssystem und bei Gericht adieu sagt und sich nicht mal mit ihnen beschäftigt.
Das tut aber dieser Film. Und auch noch in so intelligent verstrickter und erzählter Weise, dass der Film die besten Auszeichnungen verdient hat.
ein Testbericht von Skywalkeratwork2007-01-30 11:31:34vom 30.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Hochkarätige und lange Starbesetzung ! Hat viele Aussagen dieser Film, wo meist keine Worte für benötigt werden ! Er berührt ungemein, vor allem zum Schluss hin ! Viele Einzelschicksale die wunderbar kombiniert worden sind ! Keinesfalls kitchig ! Filmmusik...Nachteile/Kritik: Nichts, nur das ich ihn noch nicht auf DVD habe, doch das werde ich ändern, zu 100% !
Vorwort
-----------------
Wenn ich schon einmal hohe Erwartungen an einen Film hatte, dann war es sicherlich hier der Fall, bei L.A. Crash. Hier hörte ich nur positive Meinungen über diesen Film und ich mag Dramen ja auch sehr gerne sehen und somit ging ich also wie gesagt mit hohen Erwartungen an diesen Film und ich kann euch versprechen, selbst diese wurden noch übertroffen, alles weitere folgt :-)
Kurze Infos zum Film
----------------------------------
Freige geben ab 12 Jahren
Spielfilmdauer 108 Minuten
DVD Erscheinungstermin 9. Januar 2006
Studio Ufa
Preis bei Amazon.de ab 9,99 Euro
Regisseur Paul Haggis
Produktion 2005 in den USA
Genre Drama
Für
Paul Haggis dem Regisseur war dies übrigens das Debüt und ich muss sagen, das hat er einfach nur genial hinbekommen. Es gibt diesen Film in 3 Versionen, jedoch ist der Unterschied höchstens in den Specials oder was die Director´s Cut Edition angeht die Spielfilmdauer von 2 Minuten. Und die gesamten positiven Bewertungen sind nicht umsonst kann ich ruhig sagen, daher nun weiter zu der erstklassigen Besetzung!
Die Schauspieler
------------------------------
Sa ndra Bullock spielt Jean Cabot
Brendan Fraser spielt Rick Cabot
Don Cheadle spielt Graham Waters
Jennifer Esposito spielt Ria Waters
Chris "Ludacris" Bridges spielt Anthony
Larenz Tate spielt Peter
Matt Dillon spielt John Ryan
Ryan Phillippe spielt Thomas Hansen
Thandie Newton spielt Christine Thayer
Terrence Dashon Howard spielt Cameron Thayer
Shaun Toub spielt Farhad
Michael Pena spielt Daniel
William Fichtner
Was soll ich hierzu noch groß sagen, schaut sie euch an die Namen der Schauspieler, da sind einige Hochkaräter mit dabei und alleine dies macht diesen Film schon so besonders, bei der Starbesetzung. Angefangen mit Sandra Bullock, die man aus Speed oder Miss Undercover her kennt und hier an der Seite von Brendan Fraser sieht, dem Hauptcharakter von der Mumie, ein gutes Paar geben die beide ohnehin ab. Don Cheadle kennt man aus Hotel Ruanda oder Oceans Twelve und Jennifer Esposito spielt die Frau von ihm, hat aber eher eine Nebenrolle. Ludacris folgt nun, eigentlich eher ein Sänger, spielt hier zusammen mit Larenz Tate ein kleines kriminelles Duo was Autos klaut. Dies sind eher unbekannte Namen, bis auf Ludacris im Musik-Bereich selbstverständlich, daher direkt weiter mit Matt Dillon, den ich vor ein paar Tagen erst in der Neuauflage zu Herbie gesehen habe und hier spielt er einen zweispältigen Charakter, einerseits hart und streng, am Ende aber zeigt er auch seine andere gefühlvolle Seite, toller Charakter den er hier darstellt. Ryan Phillippe folgt nun, er spielt anfangs noch den Partner von Matt Dillon und sieht im Verhältnis dazu blutjung aus, ist aber trotzdem am Ende ein sehr entscheidender Charakter in diesem Streifen. Am Ende sage ich nur noch William Fichtner, war wohl zu sehen in Ultraviolet, den ich unbedingt noch sehen möchte und alles in allem eine Traum-Besetzung, die man nicht hätte besser machen können!
Die Handlung
--------------------------
Detective Graham Waters nimmt mit seiner Partnerin Ria einen neuen Fall auf, wo am Straßenrand ein junger Schwarzer tot aufgefunden wird. Dieser Todesfall jedoch ist kein herkömmlicher "Fall" für Graham, denn es betrifft ihn selbst und wird sein Privatleben erschüttern. Daher beginnt alles von vorne, damit auch der Zuschauer sich hineinversetzen kann, wie sehr es ihn erschüttert und wie es dazu gekommen ist. 36 Stunden zuvor nämlich ist dieser Zwischenfall passiert, wo zwei junge Schwarze ein weißes Ehepaar auf der Straße bedrohen und ihnen das Fahrzeug stehlen. Seine Frau ist ziemlich geschockt und ihr Leben läuft seitdem an ihr vorbei, denn den beiden wurden auch die Schlüssel für die Wohnung gestohlen, alles muss ausgetauscht werden und selbst der Mann von der Schloss-Firma kommt ihr nun verdächtig vor und sie stellt alles in Frage. Ihr Bild von Schwarz und Weiß ist leider bislang ziemlich gestört seit diesem Zwischenfall...
Ein iranischer Ladenbesitzer hat zudem auch keinen guten Tag, sein Schloss funktioniert nicht mehr richtig, deshalb ruft er eine Firma an die es reparieren soll, doch sagt er, das er eine neue Tür benötigt, dies sieht er nicht ein und prompt passiert das wo er nicht mit gerechnet hat, eines Nachts wurde sein Laden demoliert und komplett ausgeraubt, nur weil er kein Geld ausgeben wollte für eine neue Tür. Jetzt hat er den Salat, denn die Versicherung zahlt nicht da er grob fahrlässig gehandelt hat und aus Frust das er alles verloren hat was er besitzt, will er sich am Mann vom Notdienst rächen, in dem er bei ihm vor der Haustüre auftaucht mit einer Waffe, damit er seinen Schaden von ihm ersetzt bekommt...
Viele Themen spielgen sich hier wieder, einerseits das Problem Weiße und Schwarze in L.A., dazu die Gewalt und die Kriminalität und daraus resultiert dann die Angst einzelner und auch sonst, geht es um Eheprobleme und vieles weitere und alles hängt mit einander zusammen, was besonders gut dargestellt worden ist. 36 Stunden in L.A. werden hier perfekt in Szene gesetzt, mit vielen Einzelschicksalen, ich glaube es waren ca. 5 Schicksale die alle irgendwie miteinander verbunden sind, daher schwierig zu erklären die Handlung im Allgemeinen und ich denke es ist jetzt nicht sinnvoll auf jedes einzeln einzugehen, denn das Gesamtbild muss passen und das tut es, zusammen mit dramatischer Musik und einer Reihe Stars. Was will man mehr in Sachen Drama, ich denke es gibt nichts was man hier hätte verbessern können!
Meine Meinung
-----------------------------
Wie schon erwähnt, meine Erwartungen waren mehr als hoch, ich liebe solche Art von Filmen und dazu gab es ja nur positive Kritiken oder Meinungen die ich über diesen Film gelesen habe, klar das die Erwartungen dann auch so hoch sind und trotzdem, wurden sie erfüllt und zwar wurden sie noch überboten meine Vorstellungen. Der Anfang ist noch etwas schleppend, klar man muss sich erst einmal an die Art der Erzählerei der Geschichte gewöhnen, dazu gibt es viele Charaktere, die man erstmal als Zuschauer in gewisser Art und Weise lernen muss zu schätzen, kennenzulernen und aufgrund der Vielzahl ist das schon nicht so einfach bzw. braucht etwas Zeit. Das ist aber auch der Grund warum der Film je länger er dauert, immer besser wird und man möchte eigentlich nicht das er aufhört sondern immer weitergeht. Der Schluss endet traurig, aber am Ende kommt noch einmal eine lustige Szene und die traurige Stimmung die vorher herrschte nochmal aufzulockern, was ganz gut gelungen ist. Wir beginnen also am Ende des Films ganz kurz und springen nun 36 Stunden in die Vergangenheit und nun wird begonnen diese Zeit zu erzählen und wie es zum Ende gekommen ist. Dazu die dramatische und richtig schöne Musik, die passt einfach zu jeder Situation und der Film macht nicht nur Laune und ist durchgehend interessant, er ist auch an einigen Stellen traurig und zeigt, wie wichtig auch die Kleinigkeiten sind und wie die Zufälle so manchmal miteinander spielen. Man sollte immer genau nachdenken was man tut, denn es gibt auch Fehler die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, all dies sind nur einige Aussagen dieses Films, die ihn so besonders und anders machen wie andere Filme die ich bereits in diesem Genre gesehen habe. Dazu kommen dann noch die hochkarätigen Schauspieler, noch nie habe ich soviele davon in einem Film gesehen, außer höchstens bei Ocean´s Eleven bzw. Twelve. Also ein Film den ich mir persönlich auf alle Fälle auf DVD noch kaufen werde und damit sage ich hier ist Ansehen Pflicht und das habe ich meiner Frau auch gesagt!
Am Ende kann ich mich wieder einmal nur bei euch bedanken für das Interesse und Lesen meines Berichtes und ich freue mich schon den nächsten für euch zu schreiben, euer Sky!
...
Ergreifend und ehrlich - ein Blick in Amerikas 'Rassenproblem'
ein Testbericht von HabKeinNamen2006-08-20 11:33:05vom 20.08.2006Empfehlung: ja
Vorteile: realistische Aufgreifung gesellschaftlicher Probleme in Amerika, gute und komplexe Story-Line, Einzigartigkeit, emotioanlle Darstellung, herzergreifende Stimmung und Spannung durchweg...Nachteile/Kritik: Gewaltszenen (wenn Kinder zuschauen, ansonsten natürlich absolut in Ordung)
Ergreifend und ehrlich - ein Blick in Amerikas 'Rassenproblematik
Kurz vorab. Dieser Film ist ein definitives MUSS und ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Ohne maßlos zu übertreiben, kann ich offen und ehrlich behaupten dieser Film gehört zu den bessten seiner Klasse. Nicht umsonst gewann der so viele Preise. Er ist emotional und glänzt in seiner traurigen Kernaussage.
Die Story-Line ist komplexer als anfangs vermutet. Nicht nur eine Geschichte - oder sagen wir Schicksal - wird behandelt. Nein! Mehrere ineinandergreifende Stories vereinen sich zu einem sehenswertem Gesamtbild. Es geht um Drogenprobleme,
Liebe und Hass, Vorurteile und natürlich Rassismus im heutigen Amerika. Crash reflekiert Unterschiede im kulturellem Bereich und wie Afro-Amerikanische Familien von dem sterotypischen Verhalten vieler Weißen zu leiden haben.
Der Film L.A. Crash ( in der amerikanischen Version nur Crash) behandelt offen und ehrlich Probleme der Gesesslschaft von heute, die immer noch dazu tendiert nach Herkunft und Hautfarbe zu differenzieren. Doch dieser Film ist keineswegs eine Anprangerung des bösen ''white man from California''. Nein - er spiegelt ein authentisches Bild wieder, von der Situation wie sie numal ist. Zwar herrschen keine rassistischen Gesetze mehr aber in den Köpfen scheint es doch noch sehr großer Unterschiede zu geben. Doch auch das Drogen Issue wird behandelt. Die Problematik in den hauptteils von African-Americans bewohnten neighborhoods ist offensichtlich. Die Kriminalität ist hoch, Arbeitslosenquote ebenso... und Drogen gehören zum Alltag. In diesem Film wird offen und ehrlich mit den Karten gespielt. Nichts wird blümchenhaft verschönert. Nein nicht in diesem Werk.
Emotionale Zerissenheit, Spannung, Ärger und Trauer habe ich die gesamte Zeit des Filmes verspürt. Das Drama wurde in einer Leistungskurs Englisch Klasse gezeigt. Während des Schauens sind mehreen Schülern die Tränen gekommen. Der Film ist herzergreifend und es tut weh, gewisse Ungerechtigkeiten zu sehen. Dramatische Momente sind vom Regisseur perfekt in Szene gelegt wurden, ohne unwirklich zu erscheinen. Es wurde auf dem richtigen Level der Authentizität gespielt.
Ein sehr großer Pluspunkt, die die am Ende doch sehr nüchterne Aufforderung, wenn man es denn so nennen kann. Dieses Werk hat auf keinen Fall einen moralischen Zeigefinger Beigeschmack. Doch der aufmerksame Zuschauer wird es von selbst tun, nämlich gewissen Aktionen bezüglich Rassismus nicht weiterhin akzeptieren oder ausführen.
Einer der wenigen Minuspunkte, stellt die Schauspielerbesetzung dar. Ludacris - ein recht bekannter schwarzer Rapper aus Amerika - probiert sich in diesem Film seiner schauspielerischen Qualitäten aus. Vergebens! Er kann nur schwer glänzen. Ist vielleicht sogar eine kleine Enttäuschung, hatte man doch soviel von ihm erwarte. Aber seine Filmrolle ist nicht die größte, somit fällt dieser Kontrapunkt nicht weiter ins Gewicht.
...
ein Testbericht von wildheart2006-06-10 11:58:22vom 10.06.2006Empfehlung: ja
„Es ist das Gefühl der Berührung.
In einer normalen Stadt geht man
zu Fuß. [...] Man berührt einander,
rempelt sich an. In L.A. berührt
dich nie jemand. Wir sind doch
immer nur hinter Metall und Glas.
Ich glaube, diese Berührung
fehlt uns so sehr, dass wir
miteinander kollidieren müssen,
um überhaupt etwas zu spüren.”
(Graham zu Ria)
Tatsächlich fußt das, was man gewöhnlich als Rassismus bezeichnet, auch auf so etwas wie „fehlender Berührung”. Jedenfalls ist dies möglich. In Japan gibt es Antisemitismus ohne Juden. Die assimilierten Juden des Kaiserreichs und der Weimarer Republik waren als solche „nicht sichtbar”. Zu den in Ghettos ausgrenzten (traditionell lebenden) Juden in Teilen Europas vor dem Holocaust gab es keine oder kaum Berührung, eben weil sie räumlich ausgrenzt waren. Etwas ähnliches galt für die Gettoisierung von Afroamerikanern in Amerika. Erst das antisemitische bzw. rassistische Trugbild macht „die anderen” in ihrer ethnischen oder religiösen Eigenheit zu „etwas anderem”, Fremden.
Die (gewaltsame) Kollision ist insofern eine unter bestimmten weiteren Annahmen ableitbare und im Sinne entsprechender Konzepte zwingende Folge – bis zum Holocaust. Der Nationalstaat und seine Konstruktion als „Hülse” für „nationale Identität” (als ob es sich bei „Nation” um ein Subjekt handeln würde!),
als Muster der Identifizierung einzelner sowie die damit verbundene Aufsplitterung der Ganzheit des Subjekts in „fremd” und „eigen” – diese konstruierten Projektionen schlugen um in Hass, Gewalt und Vernichtung.
Doch wie verhält es sich in einer Gesellschaft, die seit etlichen Jahren „political correctness” auf ihre Fahnen geschrieben hat? Wie verhält es sich, wenn in einem Gebiet nicht nur zwei Ethnien, sondern unzählige zusammen- oder nebeneinander leben? Wie verhält es sich mit Menschen, die nicht ein (partei-)politisches Interesse an einer ausgearbeiteten rassistischen Konzeption haben, aber dennoch als „bürgerliche” Subjekte die innere Spaltung in „Fremdes” und „Eigenes” (unbewusst oder nicht) akzeptiert haben und dies nochmals projizieren, nämlich auf andere, personalisieren, indem sie sich als Eigene („Volk”) und sie „die anderen” als Fremde stilisieren?
„L.A. Crash” ist der Versuch, einige dieser Fragen zu konkretisieren, bildhaft zu machen, nicht unbedingt eine Antwort zu finden, aber auf Spurensuche zu gehen. Dabei hat Paul Haggis durchaus so etwas wie einen Ansatz von Antwort. Er „verwebt” etliche Einwohner von L.A. in ein Netzwerk aus Handlung, Sprache, Beziehung, Abhängigkeit, Überzeugung, Mentalität, aber eben auch mit (selbst verschuldeten oder sich aus den Umständen ergebenden) Defiziten an Kommunikation und Wissen. Er verwebt einen Tag im Leben dieser Menschen zu einem Beziehungsgeflecht, das vielleicht im nachhinein konstruiert wirkt, dessen Überzeugungskraft paradoxerweise darunter aber trotzdem nicht zu leiden hat, weil man sich die Dinge gut vorstellen kann.
Der Film beginnt und endet mit dem Fund der Leiche eines jungen Mannes. Inspektor Graham (Don Cheadle) wird zum Tatort gerufen und soll den Mordfall untersuchen. Zwischen diesem Ausgangs- und Endpunkt des Films schildert Haggis den Tag vor dem Mord.
Wir treffen auf zwei afroamerikanische Autodiebe, Anthony (Ludacris) und Peter (Larenz Tate), die sich über vermeintlich unterschiedliche Eigenschaften von Weißen und Schwarzen streiten, um kurz darauf das Auto des Generalstaatsanwalts Rick Cabot (Brendan Fraser) und seiner Frau Jean (Sandra Bullock) zu stehlen, indem sie den beiden die Waffe vor die Nase halten und sie aus dem Wagen werfen. Cabot hat nun Sorge, dass er die Stimmen der afroamerikanischen Bevölkerung bei der nächsten Wahl nicht erhält, wenn er gegen zwei von ihnen ermittelt!
Wir treffen auf Officer Ryan (Matt Dillon), der mit seinem jungen Kollegen Hanson (Ryan Philippe) einen Wagen desselben Typs wie das Auto der Cabots anhält, in dem der TV-Direktor Cameron (Terrence Howard) und seine Frau Christine (Thandie Newton) sitzen. Ryan behandelt die beiden, die offensichtlich und nach den vorgelegten Papieren kein Auto gestohlen haben, wie den letzten Dreck, vor allem Christine, die Ryan am ganzen Körper auf ekelhafte Weise begrapscht, um die beiden zu demütigen.
Wir treffen auf den Schlosser Daniel (Michael Pena), der im Haus der Cabots die Schlösser auswechselt, während Jean von ihrem Mann verlangt, am nächsten Tag nochmals die Schlösser auswechseln zu lassen, weil sie Daniel, geschockt durch den Überfall der zwei Autodiebe, mit diesen in einen Topf wirft. Auch Daniel ist dunklerer Hautfarbe.
Wir treffen auf den aus dem Iran stammenden Geschäftsinhaber Farhad (Shaun Toub), der sich eine Waffe besorgt hat, um sein Geschäft zu schützen. Daniel soll bei ihm ein Schloss reparieren, stellt jedoch fest, dass eigentlich die Tür ausgetauscht werden müsste, was er Farhad klar zu machen versucht, der jedoch aufgrund von Sprachproblemen dies nicht versteht und annimmt, Daniel wolle ihn betrügen.
Diese Episoden – und einige andere – verknüpft Haggis zum einen zu einer Geschichte, in der das Handeln jeder einzelnen der genannten Personen und einiger weiterer mit dem der anderen verknüpft ist. Es entsteht ein Handlungs- und Beziehungsnetzwerk, in dem jede Änderung einer „Variable” zur Änderung aller anderen „Variablen” führt.
Zum zweiten aber geht es nicht nur um das Aufeinandertreffen verschiedener Personen unterschiedlicher ethnischer Herkunft, wie in den oben beschriebenen Beispielen, sondern eben und vor allem auch um die Hintergründe des Verhaltens der Akteure in diesen Situationen. So hat Officer Ryan einen schwer kranken Vater zu Hause, dem sein bisheriger Arzt offenbar nicht helfen konnte. Die Vertreterin der Krankenkasse, Shaniqua (Loretta Devine), lehnt einen Wechsel des Arztes ab; das könne sie nicht finanzieren. Ryan reagiert aggressiv, spricht davon, dass erst Menschen wie sein Vater Menschen anderer ethnischer Herkunft die Chance gegeben habe, Arbeit zu finden. Sein Kollege Hanson, geschockt durch das Verhalten Ryans gegenüber dem Ehepaar Cameron und Christine, beantragt bei seinem (schwarzen) Vorgesetzten, einem anderen Kollegen zugeteilt zu werden, weil Ryan ein Rassist sei. Der Vorgesetzte lehnt diese Begründung ab, weil er die Befürchtung hat, das könne seiner Position schaden. Hanson solle sich einen „persönlicheren” Grund für einen Wechsel ausdenken.
Farhad macht den Schlosser Daniel für einen kurz danach erfolgenden Einbruch in sein Geschäft verantwortlich, greift zu seiner Waffe und begibt sich zu Daniels Haus, um von ihm das Geld für den Schaden zu verlangen, den die Versicherung wegen der nicht einbruchssicheren Tür nicht bezahlen will. Graham wird von seiner Mutter inständig gebeten, seinen verschwundenen, in kriminelle Aktivitäten verwickelten Bruder zu suchen. Doch Graham ist derart überfordert, dass er die Suche nach seinem Bruder vernachlässigt – was schwerwiegende Folgen nach sich zieht.
Und so weiter.
Ryan, der erfährt, dass Hanson beantragt hat, nicht mehr mit ihm, sondern einem anderen Kollegen Streife zu fahren, ahnt, welche Gründe dafür vorliegen. Er sagt zu Hanson: „Du glaubst, du wüsstest, wer du bist. Aber du hast keine Vorstellung davon.” Dieser Satz könnte für jeden in dieser Geschichte stehen. In kritischen Situationen stehen viele der Akteure quasi „neben sich selbst” und „außer sich”. Es gibt in diesem Film auch wirklich offenen Rassismus, etwa von Seiten des Waffenverkäufers, der Farhad als Araber beschimpft. Doch für die Mehrheit der Beteiligten ist dies nicht so eindeutig, wie die „offizielle” Theorie des Rassismus dies glaubt verkünden zu können. Haggis zeigt, wie persönliche Probleme und Konflikte alle – außer dem Schlosser Daniel übrigens – dazu verleiten, ihre Aggressionen, ihre Wut, ihre Enttäuschung auf Menschen anderer ethnischer Herkunft zu projizieren.
Dabei geht es nicht nur um Schwarz gegen Weiß respektive umgekehrt, sondern auch anderer Ethnien, ja sogar zwischen solchen gleicher Herkunft. So wirft Christine ihrem Mann Cameron aus Wut, Verletzung und Enttäuschung vor, Ryan nicht davon abgehalten zu haben, sie zu betatschen. Im Zusammenhang dieses Streits fällt der Satz, er sei kein „richtiger” Schwarzer. Cameron selbst muss sich während einer TV-Produktion von seinem weißen Produzenten Fred (Tony Danza) sagen lassen, einer der schwarzen Schauspieler habe seine Rolle nicht wie ein „richtiger” Schwarzer gespielt. Ob er einen Sprachkurs gemacht und seinen Slang dabei verloren habe.
All dies sind zum einen typische Beispiele für das, was man „Übertragung” nennen könnte: Man überträgt seine Vor-Urteile respektive seine Aggression aufgrund äußerlich unterschiedlicher Merkmale oder unterschiedlicher Herkunft auf andere. Doch nicht nur dies. „Crash” zeigt, wie schwierig und auch gefährlich eine Theorie der (ethnischen) Identität in jedem Einzelfall ist, wenn Identität nicht als ein permanenter Prozess im Leben einzelner, sondern als etwas Fixes, Unumkehrbares bezogen auf eine Ethnie verstanden und verinnerlicht worden ist – wie bei den meisten hier Handelnden.
Umso erstaunlicher ist, dass am Schluss des Films (fast) alle aufgrund ihres (Fehl-)Verhaltens zumindest in praktischer Hinsicht etwas gelernt haben, ohne dass dies vielleicht schon ein wirkliches Lernen darstellt. Zwei Schlüsselszenen zeigen dies besonders deutlich.
Daniel erzählt seiner Tochter, die sich wegen eines Schusses, den sie angeblich gehört hatte, unter ihrem Bett versteckt hat, die Geschichte einer Fee, die ihm als Kind erschienen war (ein Märchen natürlich, das die Kleine beruhigen soll). Weil auch Daniel oft Angst gehabt habe, habe die Fee ihm einen unsichtbaren Mantel geschenkt, den er seitdem ständig trage und der ihn vor allen Gefahren schützen würde. Er hänge diesen Mantel nun ihr um, damit sie geschützt sei. Als Farhad bei Daniel auftaucht und ihn mit der Waffe bedroht, rennt seine Tochter aus dem Haus in die Arme ihres Vaters, um ihn mit dem ihr jetzt gehörenden Mantel zu schützen. Dann fällt ein Schuss, und Daniel glaubt, seine Tochter sei tot. Doch sie lebt, ist unverletzt. Ein Wunder? Nicht im herkömmlichen Sinn. Denn Farhads Tochter hatte, nachdem der Waffenhändler ihren Vater beleidigt hatte, irgendwelche Patronen für die Waffe gekauft. Platzpatronen, wie man annehmen muss..
Also doch ein Wunder, ein glücklicher Umstand, der Schlimmes verhindert und vor allem – angesichts der unbekannten Umstände ein Umdenken auslöst.
Eine weitere Schlüsselszene zeigt einen Verkehrsunfall, bei dem Christine in ihrem Auto eingekeilt wird und bei dem ausgerechnet Officer Ryan, der sie zuvor gedemütigt hatte, zu Hilfe kommt. Entsetzt und voller Wut und Angst lehnt Christine seine Hilfe zunächst ab, bis Ryan sie beruhigen und kurz bevor das Auto explodiert retten kann. Sie schaut zurück, fragend, verunsichert, versteht die Welt nicht mehr.
Noch ein Wunder. Aber beide „Wunder” sind nicht vom Zufall bestimmt. Haggis inszeniert die Geschichte überzeugend durch die netzwerkartig angelegten Handlungen und macht damit zudem deutlich, dass alle doch aufeinander angewiesen sind, ohne diese Einsicht immer zu haben und die damit verbundenen Chancen zu nutzen. Trotzdem sind (fast) alle am Schluss ein bisschen besser, ein bisschen reifer, auch wenn man vielleicht nicht von einem regelrechten Lernprozess sprechen kann. Das sind die glücklichen Momente des Films. Die unglücklichen bestehen u.a. im Tod des jungen Mannes, dessen Umstände Graham aufklären soll. Und es ist Officer Hanson, der am Schluss sich den Satz seines Kollegen Ryan noch einmal vor Augen führen muss.
Das Eigentümliche des Fremden ist, dass es ohne das Eigene gar nicht existieren kann. Schon Georg Simmel wusste: „Das Fremde ist ein Element der Gruppe selbst, nicht anders als die Armen und die mannigfachen ‚inneren Feinde’ – ein Element, dessen immanente und Gliedstellung zugleich ein Außerhalb und Gegenüber einschließt” (1). Das gilt vor und abseits aller rassistischen Vorurteilskonstruktion bereits im Verhältnis zweier Menschen zueinander. Und trotzdem wäre das Fremde als solches gar nicht artikulierbar oder zu verstehen, wenn es außerhalb dieser Welt wäre. Es ist das, was uns fern erscheint und doch zugleich ganz nah ist – zu spüren schon in jedem Liebesverhältnis zweier Menschen. Indem ich zu dem Fremden auf Distanz gehe, ist es mir „sofort” ganz nah. Die „Eigenwilligkeit” unserer Kultur allerdings „will” es, dass aufgrund nationalstaatlicher Konstruktion des Zusammenlebens sich das Fremde in dem Fremden und das Eigene in dem, was wir „unsere Identität” nennen derart personalisieren – auch ein Konstrukt! – und kampfbereit machen lässt, dass es zu Feinschaft und Gewalt tendiert oder zumindest tendieren kann. Metall und Glas (siehe Anfangszitat) sind dabei nur die „modernen” Metaphern für die Berührungsarmut der modernen Gesellschaft, die sich selbst fremd geworden ist.
Im Film kommt dies an mannigfachen Stellen deutlich zum Ausdruck Und dies macht die unnachahmliche Qualität dieses Kunststücks aus.
(1) Georg Simmel: Exkurs über den Fremden (1908), in: Almut Loycke (Hrsg.): Der Gast, der bleibt: Dimensionen von Georg Simmels Analyse des Fremdseins, Frankfurt am Main, New York 1992, S. 9-16, hier: S. 10.
Wertung: 10 von 10 Punkten.
Prädikat: Besonders wertvoll.
L.A. Crash
(Crash)
USA 2004, 113 Minuten (DVD: 108 Minuten)
Regie: Paul Haggis
Drehbuch: Paul Haggis, Robert Moresco
Musik: Michael Becker, Paul Haggis, Mark Isham, Oliver Nathan, Shani Rigsbee, Kathleen York
Director of Photography: Dana Gonzales, James Muro
Montage: Hughes Winborne
Produktionsdesign: Laurence Bennett
Darsteller: Sandra Bullock (Jean Cabot, Frau Ricks), Brendan Fraser (Rick Cabot, Generalstaatsanwalt), Don Cheadle (Graham, Inspektor), Beverly Todd (Grahams Mutter), Jennifer Esposito (Ria, Kollegin Grahams), William Fichtner (Flanagan, Staatsanwalt), Matt Dillon (Officer Ryan), Ryan Phillippe (Officer Hanson), Loretta Devine (Shaniqua, Angestellte Krankenversicherung), Terrence Howard (Cameron, TV-Direktor)), Thandie Newton (Christine, Frau Camerons), Tony Danza (Fred, TV-Produzent), Ludacris (Anthony, Autodieb), Larenz Tate (Peter, Autodieb), Michael Pena (Daniel, Schlosser), Shaun Toub (Farhad, Geschäftsinhaber), Bahar Soomekh (Dorri, Tochter Farhads), Greg Joung Paik (Choi)
Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0375679
topfmops, 10.06.2006
Wer jetzt noch Beiträge liest und nicht bewertet, handelt unsolidarisch. Ersiees bringt den Schreiberling um den verdienten, wenn auch kargen Lohn. Und ihmihr sollen alle Zähne ausfallen, bis auf einen!! Für Zahnweh!!!
LilaLisa, 10.06.2006
Also ehrlich das ist mal wieder ein SPITZEN-BERICHT von Dir,
füg dich auch endlich mal schnell zu meiner Freundschaftsliste hinzu -
Liebe Grüsse Lisa
XXLALF, 07.11.2010
die gedanken zu diesem film, die du eingangs erwähnt hast, finde ich wirklich grandios, genauso wie dein ganzer bericht, bw und ganz liebe grüße
ein Testbericht von Rivaldo19852006-05-30 12:13:37vom 30.05.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Schauspieler,ergreifend...Nachteile/Kritik: keine Ahnung
L.A. Crash
L.A.Crash war oder ist wohl der meist unterschätzteste Film in Deutschland seit langem.Die Besucherzahlen in den Kinos waren mäßig bis schlecht.Ich muss sagen, dass die Werbung für diesen Film allerdings auch nicht sehr zahlreich war, wenn ich dies mit anderen Filmen vergleiche.Das erste Mal habe ich von dem Film in einer DVD Zeitung gelesen, als der Film schon überhaupt nicht mehr in den Kinos war also.Ich habe mir die DVD dann schon weit vor der Oscarverleihung angesehen und war begeistert.Als dann die Oscarverleihung kam und ich hörte, dass
L.A. Crash zum besten Film dieses Jahres gewählt wurde, habe ich mich riesig gefreut, da ich mir sicher war, dass der Film jetzt wenigstens noch durch die DVD in die breite Öffentlichkeit in Deutschland gelangt.Doch meiner Meinung nach blieb der zu erwartende Boom aus.....
Aber jetzt zum Film....
Wenn man sich zu aller erst einmal die Schauspiel Besetzung ansieht ist man stechen vor allem die beiden Namen Matt Dillon und Sandra Bullock heraus.Die anderen Schauspieler Don Cheadle, Jenniffer Esposito, Brendan Fraser, Terrence Howard, Chris Bridges, Thandie Newton, Ryan Phillippe, Larenz Tate und Michael Pena dagegen sind einem namentlich in der Regel unbekannt.Allerdings kommen die Gesichter aus Nebenrollen von anderen Filmen, den meisten sicherlich bekannt vor.
In erster Linie handelt es sich bei L.A. Crash um einen Episodenfilm der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe aufeinanderprallen lässt.Dabei handelt es sich zum Beispiel um einen rassistischen Polizisten (Matt Dillon), der einen Schwarzen aufgrund seiner Hautfarbe anhält, 2 Schwarze Gelegenheitsgangster, die sich darüber wundern, dass ein wohlhabendes weißes Ehepaar die Straßenseite wechselt als es die Beiden sieht.Nach der Verwunderung stehlen die beiden Schwarzen übrigens wie geplant das Auto des Ehepaares.Mehr will ich zu den einzelnen Geschichten gar nicht sagen, da ich denen die den Film noch nicht gesehen haben nichts vorwegnehmen will.
Im Grunde handelt es sich bei den Geschichten um Alltagssorgen Menschen in den einzelnen Situationen.Der Autor Paul Haggis hat es also wirklich geschafft eine realistische Darstellung für seinen Film zu schaffen.Durch die Überschneidung der einzelnen Episoden werden die einzelnen Schicksale weiterverfolgt, der Zuschauer bekommt somit auch die Hintergründe für Taten zu sehen und zwar nicht nur bei einzelnen Figuren, sondern eben bei allen.Man kann deshalb auch nicht von klassischen Hauptrollen sprechen, sondern man hat in diesem Film im Prinzip 11 Hauptrollen.Dies ist sicherlich ein Grund warum dieser Film sich von vielen anderen unterscheidet und warum er mir so gefällt.Der Film hat keinen Oscar für einzelne Schauspieler bekommen, sondern für das Gesamtpaket, für das Kollektiv.Jeder der Schauspieler hat seinen Teil dazu beigetragen und eine Sandra Bullock hat deshalb auch nicht mehr zum Film beigetragen als einer der weniger bekannten Schauspieler.
Meine Beurteilung.....
Wie ich schon erwähnt habe gefällt mir der Film unheimlich.Es geht mir dabei nicht nur darum, dass die Schauspieler realistisch gespielt haben und der episondenhafte Aufbau den spannenden Plot natürlich noch unterhaltsamer macht.Mir gefällt vor allem auch, dass der Film Aussage besitzt über die es sich lohnt nachzudenken.Natürlich beschäftigt sich der Film mit Diskriminierung und Rassismus, aber aus einem erweiterten Blickwinkel.Es wird eben nicht nur der „Weiße“ dargestellt, der rassistisch ist und der „Schwarze“ der das Opfer ist.Nein, der Film will vor allem Probleme aufzeigen, die jeder Mensch besitzt egal ob Schwarz oder Weiß.Jeder Mensch besitzt seine Probleme und jeder versucht so gut wie möglich mit ihnen fertig zu werden.Im Film wird gezeigt, dass ein bestimmtes rassistisches Verhalten durch die eigenen Probleme entstehen kann, kein Mensch kommt auf die Welt und ist ein Rassist.Es wird gezeigt, dass es sowohl weiße als auch schwarze wohlhabende Ehepaare gibt und dass beide mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.Im Film wird darüber hinaus deutlich, dass wir ganz allein Schuld an der Diskriminierung sind, nämlich durhc die Blockaden in unseren Köpfen.Dies zeigt am besten der einzige Tote in diesem Film, der weil er eine Gemeinsamkeit zwischen einem Schwarzen und einem Weißen entdeckt hat von einem Polizisten erschossen hat der genau diese Blockade im Kopf besitzt die erst durch eine rassistische Denkweise seines Partners entstanden ist.
Alles in allem also ein absolut sehenswerter Film den ich nur weiterempfehlen kann.Meiner Meinung nach sollte es mehr dieser Art Filme geben.Wer nur ein bisschen Einfühlungsvermögen besitzt wird einige Situationen in der einen oder anderen Form sicherlich auch schon in seinem Leben wiederfinden.
Zur DVD....
Die DVD bietet nur wenige Extras (Audiokommentar,Hinter den Kulissen,Musikvideo und Kinotrailer) allerdings ist das wichtigste doch immer noch der Film und der hat zurecht den Oscar für den besten Film gewonnen.
- Laufzeit beträgt 108min
- Ton in Engschlisch und Deutsch in DolbyDigital 5.1
- Freigegeben ab 12 Jahren
- Bild und Tonqualität sehr gut.
...
topfmops, 30.05.2006
172 imehls von yopi auf einen Schlag. Siehste Helga, geht doch!! Jetzt will ich mir mal ein gemütliches Lesestündchen gönnen und werd dauernd rausgeschmissen. DAS IST NICHT FAIR!! Habt Ihr nichts anderes zu tun, als Berichte zu schreiben??
phobee, 30.05.2006
Werd ich mir merken, den will ich unbedingt mal sehen. Toller Bericht! LG, Pia
Nurse20, 31.05.2006
Nichts für mich, aber dennoch klasse Bericht!LG Sandra
ein Testbericht von dreanelk2006-03-15 09:43:50vom 15.03.2006Empfehlung: ja
Vorteile: klasse Schauspieler, Episodenfilm...Nachteile/Kritik: keine
L.A ist ein große Stadt und dennoch laufen die vielen kleinen
Geschichten, die von Regisseur Paul Haggis, der gleichzeitig auch noch Produzent und Co-Drehbuch Autor war zusammen.
Fast erschreckend wie in dieser riesigen Metropole voller
Widersprüche, Details und Charaktere einander beeinflussen und
begegnen.
Da wäre zum einen Staatsanwalt Rick Cabot, gespielt von Brandon
Fraser, der sich in allem was er tut, politisch korrekt verhalten muss und so nach dem sein Wagen seiner Frau, gespielt von Sandra Bullock, unter dem Hintern weggeklaut wird. Als erstes mit seinen Beratern bespricht wie er sich verhalten soll, anstelle seine Frau
zu trösten.
Dann sind da John Ryan, gespielt von Matt Dillon und Thomas Hanson gespielt von Ryan Philipp zwei Cops, die auf der Jagd nach dem Wagen des Staatsanwalts, einen schwarzen TV-Produzenten und seine bildhübsche Frau anhalten. Und diese muss sich einem widerlichen Verhör unterziehen, in dem Officer John Ryan seinen Frust und seinen Rassismus ausleben kann.
Dann sind da noch Graham Waters und seine Partnerin Rita, sein Bruder der erschossen am Straßenrand liegt und viele kleine Geschichten, die alle miteinander verwoben, Menschen beeinflussen und so in Katastrophen münden oder Rettung bringen.
Was dieser Film nicht macht, ist beschönigen.
Vorurteile werden ausgelebt und bestätigt oder widerlegt.
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Paul Haggis
Buch: Paul Haggis
Musik: Mark Isham
Format: Dolby, Surround Sound, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Englisch (Dolby Digital 5.1)
Schauspieler
---------------------------- -----
Karina Arroyave .... Elizabeth
Dato Bakhtadze .... Lucien
Sandra Bullock .... Jean
Don Cheadle .... Graham
Art Chudabala .... Ken Ho
Sean Cory .... Motorcycle Cop
Tony Danza .... Fred
Keith David .... Lt. Dixon
Loretta Devine .... Shaniqua
Matt Dillon .... Officer Ryan
Jennifer Esposito .... Ria
Ime Etuk .... Georgie (as Ime N. Etuk)
Eddie J. Fernandez .... Officer Gomez (as Eddie Fernandez)
William Fichtner .... Flanagan
Howard Fong .... Store Owner
Bildformat: 16:9, 2.35:1
DVD Erscheinungstermin: 9. Januar 2006
Produktion: 2004
DVD Features:
----------------------------
Audiokomm entar
Hinter den Kulissen
Musikvideo
Kinotrailer
3 Oscars
-------------------------
Das Drehbuch, als bester Film und der Schnitt von L.A. Crash erhielten einen Oscar.
Die Episodenhaftigkeit des Films, wird durch den Schnitt unterstrichen.
Die Vielzahl von hochkarätigen Schauspielern unterstreicht die Güte des Films und auch der Aspekt, dass die Academy, die Wähler für den Oscar hauptsächlich aus Schauspielern besteht, unterstreicht das Lob an die Schauspieler.
Das Drehbuch stammt wie bereits erwähnt von Paul Haggis und Robert Moresco.
Im Orginal heißt der Film nur Crash. Im deutschen mußte der Titel noch etwas abgewandelt werden um hervorzuheben, dass der Film in L.A. spielt unnötig wie ich finde. Denn es ist egal in welcher Stadt der Film spielt da es doch nur um den Crash die Kollision geht.
Einer der Werbeslogans des Films ist die Aussage von Detective Graham Waters einem der Fäden durch die Geschichte. Er sagte "Die Menschen in Los Angeles befinden sich alle hinter Glas und müssen miteinander kollidieren um Berührung zu spüren."
Diese Aussage ist eine der wesentlichen Aspekte des Films.
----------- Kollidieren um etwas zu spüren. -----------
Die Charaktere des Films leben Extreme aus.
Ich hoffe meine Beschreibung des Filmes hat meine Meinung deutlich gemacht und ich möchte Euch diesen Film ans Herz legen. Mir hat der Film sehr gut gefallen und deshalb kriegt er auch 5 Sterne.
Die Vielzahl von hochkarätigen Schauspielern. 3 Oscars und eine
ungeschönte Geschichte, machen diesen Film sehr interessant. Wobei die 3 Oscars nicht dazu beitragen dass der Film besser ist, sondern nur ein Zeugnis der Güte des Films sind.
Als ich den Film im Kino sah, hätte ich niemals gedacht, dass der Film solche Aufmerksamkeit erhalten würde. Sicherlich die Vielzahl bekannter Schauspieler hat dazu beigetragen, dass die Zuschauer auf den Film aufmerksam wurden.
Doch das Thema Rassismus ist in meinen Augen ein Tabuthema.
Zu wenige Menschen können zugeben, dass sie Vorurteile haben und dass das etwas ganz natürliches ist, dass es nur an jedem selbst liegt, wie man mit den Vorurteilen umgeht und ob man trotzdem offen auf Fremde zugehen kann.
Der Film bekommt ganz klar fünf Sterne und ich empfehle ihn jedem weiter.
Vielen Dank fürs lesen, kommentieren und bewerten.
guts2607, 12.04.2006
So hab nun mal deine Berichte durch. Sind ganz gut, aber für meinen Geschmack gibt es bei den DVDs zu viele Daten, dieauf der Hülle zu sehen sind... aber dafür lass ich das ganz weg. ist eben geschmackssache -
Freu mich, wenn du auch mal bei rein sc
swissflyer, 15.03.2006
S H
Wie kann es sein, dass ich den Film nicht kenne? -
oxalife, 22.04.2006
So, hat Spaß gemacht deine Berichte zu lesen jetzt mußt du einen neuen schreiben LG Oxalife
ein Testbericht von atrachte2005-09-17 14:42:57vom 17.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: packende Story die einfach klasse erzählt wird, klasse Schauspieler, die Botschaft hinter dem Film,...Nachteile/Kritik: gar nichts,
Manchmal gibt es Filme auf die freut man sich schon im Vorfeld. So erging es mir mit dem Film "Crash" welcher bereits im letzten Jahr die Wege ins amerikanische Kino gefunden hat und bereits im Vorfeld hochgelobt wurde. In Deutschland läuft er nun fast ein Jahr später unter dem Namen "L.A. Crash" in den Kinos. Anders wie einige vielleicht im ersten Augenblick denken würden handelt es sich bei "L.A. Crash" nicht um einen Actionfilm sondern um ein Gesellschaftsdrama welches die alltägliche Situation in Los Angeles schildert. Das besondere am ganzen
ist aber das "L.A. Crash" ein Episodenfilm ist. Nun werde ich aber erst einmal versuchen die Story ein wenig zu erläutern was bei Episodenfilmen nicht ganz so einfach ist. Ich wünsche euch aber trotzdem viel Spaß beim lesen und freue mich über eure Kommentare.
Story:
Detective Graham Waters blickt aus dem Fenster seines Autos. Aus dem Auto in welchen er mit seiner Kollegin Ria, mit der er auch eine Affäre unterhält, von einer Chinesin angefahren wurde. Er redet über Sinn und Unsinn des Daseins. Nachdem Ria ihren Kollegen gefragt hat ob alles mit ihm in Ordnung ist, steigt sie aus dem Auto aus. Detective Waters tut es ihr gleich. Während Ria die Situation mit der chinesischen Frau klärt geht Detective Waters zu dem Tatort, zu welchen er gerufen wurde, welcher direkt neben seinem Auto liegt. Wenige Meter von der Straße entfernt wurde ein junger Schwarzer Tot aufgefunden. Nachdem er mit einen Kollegen gesprochen hat sieht er wer der tote Junge ist...
36 Stunden zuvor.
Der persische Kleinladenbesitzer Farhad wurde schon einige male in seinem Laden überfallen. Um sich zu schützen will er eine Waffe kaufen. Seine Tochter begleitet ihn in den Waffenladen. Der Verkäufer weigert sich erst Farhad eine Waffe zu verkaufen und lässt ihn anschließend rausschmeißen. Nachdem Farhad´s Tochter das Geld zurück verlangt gibt der Waffenladenbesitzer ihr doch einen Revolver. Die Munition soll sie selber wählen.
Anthony und Peter verlassen gerade ein Café in einer der schöneren Gegenden von Los Angeles. Anthony redet davon das er in diesen "Gebiet" der Weißen Angst haben sollte und nicht die Weißen vor ihm und Peter. Plötzlich ändert sich die Situation: Anthony und Peter ziehen zwei Revolver aus ihren Jacken und überfallen den Staatsanwalt Richard Cabot und dessen rassistisch eingestellte Frau Jean. Für Richard Cabot ist es ein Problem das ausgerechnet zwei Schwarze ihm das Auto gestohlen haben. Denn er muss in einiger Zeit Wahlkampf führen und will nicht die Stimmen der Farbigen verlieren. Daher plant er das ganze Geschehene zu vertuschen. Derweil wechselt der mexikaner Daniel alle Schlösser im Haus der Cobots aus da ansonsten Jane überhaupt keine Ruhe mehr finden würde. Am nächsten Tag wird Daniel noch ein Schloss im Laden von Farhad reparieren. Er rät Farhad aber das er sich eine ganz neue Tür einbauen lässt woraufhin dieser Daniel als Betrüger beschimpft. Daniel haut ab. Bald schon wird der Laden von Farhad wieder ausgeräumt und er plant Rache an Daniel.
In der gleichen Nacht wird der Fernsehproduzent Cameron mit dessen weißer Frau von Officer Ryan angehalten. Dieser kann Nachts nicht schlafen da sein Vater schwer krank ist und ihm eine Behandlung von der Versicherung nicht bezahlt wird. Daher lässt er nun die Wut an Cameron aus und belästigt vor dessen Augen seine Freundin Christine . Der Partner von Ryan, Officer Hanson, reicht am nachfolgenden Tag Beschwerde ein und besteht auf einen neuen Partner.
Meine Meinung zu L.A. Crash:
Puh, gar nicht so leicht das ganze Grundgeschehen von "L.A. Crash" zusammen zu fassen ohne zu viel zu verraten. Wie man merkt ist die Story ziemlich Umfangreich (welche ein Wunder bei einen Episodenfilm). Und da liegt bekanntlich bei vielen Episodenfilmen schon das scheitern, da einfach zu viele Ideen und Charaktere in einen Film reingenommen werden. Da überrascht es doch sehr das Paul Haggis es geschafft hat alle Ideen perfekt umzusetzen und jeden Charakter genug Spielraum zu geben sodass man nicht das Gefühl bekommt der eine Darsteller hätte mehr Aufmerksamkeit bekommen als der andere. Die Story von " L.A. Crash" hört sich zu Anfang sehr verwirrend an, was sie sicherlich auch ist. Aber gegen Mitte des Filmes erkennt man immer wieder die klaren Verbindungen zu den einzelnen Charakteren und wie letztendlich das Ende zu Stande kommt. Ich will wirklich nicht zuviel verraten daher halte ich mich kurz: Was die Story angeht ist " L.A. Crash" wirklich Spitze. Alle Elemente wurden sehr Gut umgesetzt und man ist immer wieder von den Wendungen in der Handlung überrascht.
Das Thema das " L.A. Crash" behandelt ist sicherlich ein ziemlich heißes Pflaster. Ich habe selten einen Film gesehen der das Thema Rassismus mit all seinen Seiten so gut beleuchtet und anspricht wie es " L.A. Crash" tut, und dabei trotzdem noch sehr Authentisch und keinesfalls überzogen wirkt. Dem Zuschauer wird die Denkweise so vieler Personen gezeigt welche alle Unterschiedlicher kaum sein könnten. Da währe zum einen Jane Cabot welche zwar eine Mexikanerin als Haushälterin für sich arbeiten lässt aber ansonsten nichts für Leute übrig hat die nicht Weiß sind. Zum Ende hin macht aber das gesamte Weltbild von Jane eine 180 Grad Wende und sie lernt mit nicht Weißen Menschen normal umzugehen. Ähnlich denkend ist Anthony. Man sollte meinen da er Schwarz ist sollte er eigentlich anderen Nationalitäten etwas mehr aufgeschlossen sein. Das ist er aber keinesfalls. Er sieht so gut wie jede Alltagssituation als Diskriminierung von Schwarzen an und predigt seinen Freund Peter irgendwelche absurden Thesen. Wer den Film wirklich Ernst schaut wird aber erkennen das hinter jedem Charakter eigentlich nur die Angst vor den Menschen steckt die eine andere Nationalität haben. Das liegt sicherlich auch daran das die Trennung der verschiedenen Menschen (ich will Extra das Wort Rassentrennung nicht benutzen da es für mich etwas wie Rassen nicht gibt) in Amerika doch sehr ausgeprägt ist. Sind es in den Ghettos meist Farbige die ausgegrenzt werden ist wohl nach dem 11. September eine weitere Gruppe zur Randgruppe fungiert. Nämlich die Muslimen. So lernt der Zuschauer in "L.A. Crash" Farhad kennen welcher sich eigentlich nur eine Waffe zu Selbstverteidigung kaufen will, wobei das wiederum sowieso Schwachsinn ist denn gäbe es keine Waffen gäbe es auch nichts gegen das man sich verteidigen muss. Die Meinung vieler nicht Muslimen wird in "L.A. Crash" in einer Situation sehr gut dargestellt nämlich als Farhad versucht eine Waffe zu kaufen. Sofort geht der Verkäufer mit Bemerkungen wie dem "Dschihad" und "Attentäter" auf Farhad los und schmeißt ihn anschließend aus dem Laden raus. Was mir sehr Gut gefallen hat ist die Tatsache das man wirklich Wert auf die Entwicklung der Charaktere gelegt hat. So kommt "L.A. Crash" völlig ohne große Actionszenen und wilde Schießereien aus sondern zeigt dem Zuschauer nur das Alltägliche Leben. Ebenfalls sehr Gut gemacht ist das ende. Es gibt kein typisches Hollywood Happy - End, eigentlich gibt es überhaupt kein Happy - End. Jeder Charakter muss mit seinen Entscheidungen leben, es gibt keine höhere Macht die ihnen aus ihrer Lage heraus hilft und ein glückliches Ende herbeiberuft. Also handelt es sich bei "L.A. Crash" wirklich um einen sehr untypischen Film. Einzig und allein möchte ich Kritik an den Filmnamen üben wie er in Deutschland verwendet wird. Ich frage mich ob die Leute die die Übersetzungen von den Originalfilmtiteln zu Blöd sind oder die Filme nicht verstehen. Denn im englischen heißt der Film einfach nur "Crash". In den deutschen Kinos läuft der Film bekanntlich unter "L.A. Crash". Haben die Leute nicht verstanden das es diese Probleme nicht nur in Los Angeles gibt sondern auch direkt vor unserer Haustür? Aber es ist ja der Film und nicht der Filmtitel den es hier zu bewerten gilt.
Komme ich nun endlich zu den Schauspielern und deren Leistung in "L.A. Crash". Wie einige vielleicht schon mitbekommen haben spielen in "L.A. Crash" einige sehr bekannte Gesichter mit, obwohl der Film eigentlich kein sehr hohes Budget hatte. Es ist also recht Schwer einen Hauptdarsteller zu ermitteln da jeder Charakter für die Ausgangssituation relativ Wichtig ist. Mache ich mal den Anfang mit Don Cheadle welcher Detective Graham Waters spielt. Detective Graham Waters ist eigentlich der Charakter den man am meisten beobachtet. Nach der kurzen Einleitung, als er im Auto mit seiner Kollegin sitzt, bekommt man ein ganz anderes Bild von Graham. Denkt man in den ersten Minuten noch das er ein ruhiger Detective der nur seinen Beruf verrichtet so lernt man ihn einige Minuten später als jemanden kennen dem es die Frauen doch sehr angetan haben und der vor seiner Vergangenheit in den Slums, anscheinend, weg zu laufen versucht. Don Cheadle spielt seine Rolle ziemlich Überzeugend und Authentisch so dass man ihn von Anfang an Gut leiden kann. Eine Schauspielerin die wohl die meisten kennen ist Sandra Bullock welche in die Rolle von Jean Cabot schlüpft. Zwar bekommt man Sandra Bullock, im Vergleich zu Don Cheadle, eher selten zu sehen dafür spielt sie ihre, für sie, untypische Rolle sehr gut. Ebenfalls sehr bekannt sollte Matt Dillon sein. Er übernimmt die Rolle von Officer Ryan. Eigentlich hat Ryan keinen Grund abwertig gegen Farbige zu denken. Aber seit sein Vater schwer Krank ist gehen mit ihm wohl die Nerven völlig durch und er lässt seine aufgestaubte Wut oft an Schwarzen aus. Aber auch Ryan kommt im Film an einen Punkt an welchem er erkennt wie Schwachsinnig das alles doch ist. Auch Matt Dillon konnte mich als, anfangs unsympathischer Cop, sehr überzeugt. Die anderen Darsteller nun weiter zu erwähnen halte ich für Unsinnig da ich sonst nie fertig werden würde. Was man aber zu allen Darstellern sagen kann ist das egal ob es nun Ryan Phillippe als Officer Hanson oder Rapper Ludacris als Anthony, jeder Darsteller spielt seine Rolle sehr überzeugend. Vor allem zeigen die Darsteller großes Talent zu Charakterdarstellungen welche man gerade von Leuten wie Ludacris sicherlich nicht erwarten würde.
Original Filmtitel:
Crash (2004)
Länge des Filmes:
Ca. 113 Minuten
Schauspieler:
Don Cheadle (Detective Graham Waters)
Matt Dillon (Officer Ryan)
Sandra Bullock (Jean Cabot)
Ludacris (Anthony)
Jennifer Esposito (Ria)
Regisseur:
Paul Haggis
FSK:
Ab 12 Jahren
Fazit:
Mit "L.A. Crash" ist dem Regisseur wirklich ein Meisterwerk gelungen. Zwar handelt es sich bei "L.A. Crash" um einen Episodenfilm allerdings ist er so Gut gestrickt das man die Beweggründe der einzelnen Personen niemals aus dem Auge verliert auch wenn sie mal für 20 Minuten nicht auf der Leinwand zu sehen ist. Sehr schön ist auch das der Film durchweg Spannend bleibt. Es gibt also keine Stelle die irgendwie langweilig wirkt. Ebenfalls sehr Gut gelungen ist der Sozialkritische Aspekt welcher in "L.A. Crash" eindeutig der wichtigste Bestandteil der gesamten Handlung ist. Geradezu perfektioniert wird das ganze nur noch durch die Schauspieler die alle, ohne eine einzige Ausnahme, ihre Rolle sehr Glaubwürdig darstellen. Regisseur hat also ein echtes Meisterwerk geschaffen das es so im aktuellen Kinogeschehen leider nur sehr selten gibt. Wer also einen Film mit einer klug erzählten Story und einer hohen Klasse an Schauspielern sehen will der ist mit "L.A. Crash" bedient. Wer sich lieber Popcornkino anguckt ist bei Filmen wie "Mr. & Mrs. Smith" wohl besser bedient.
Homepage von L.A Crash:
http://www.crashfilm.com
...