ein Testbericht von Kuschelwuschel2004-01-30 08:25:55vom 30.01.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Schauspieler, Filmmusik, Geschichte...Nachteile/Kritik: das Ende des Films
Diesmal habe ich die Preview von "Laurel Canyon" im Metropolis Kino in Frankfurt gesehen. Dieser Film läuft am Donnerstag, den 29.01.2004, in den deutschen Kinos an.
Allgemeines:
Laurel Canyon
Drama
USA 2002
ca. 103 Minuten
Start: 29.01.2004
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Lisa Cholodenko
Darsteller: Frances McDormand, Christian Bale, Kate Beckinsale, Natascha McElhone, Alessandro Nivola, Louis Knox, Barlow Russell, Pollard Imaad Wasif, Mickey Petralia, Melissa De Sousa, Alexandra Carter, Michelle DeMirjian
Drehbuch: Lisa Cholodenko
Kamera: Wally Pfister
Produzenten: Susan Stover, Jeffrey Levy-Hinte
Ausführende- / Koproduzenten: Scott Ferguson, David McGiffert, Dara L. Weintraub
Casting: Tricia Wood, Deborah Aquila
Musik: Craig Wedren
Schnitt: Amy E. Duddleston
Ton: Steve Nelson
Inhalt:
Sam (Christian Bale) möchte nach bestandener Prüfung und ausgestattet mit dem Harvard Medical School Diplom einen Posten als Psychiater in seiner Heimatstadt Los Angeles annehmen. Zusammen mit seiner Verlobten Alex (Kate Beckinsale) möchte er praktischerweise in dem Haus seiner Mutter wohnen.
Eigentlich wollte diese nicht dort sein, wie es aber so ist klappt etwas mit beim Produzieren nicht und sie wohnt nun doch noch in dem Haus.
Sams Wiedersehensfreude mit seiner Mutter Jane (Frances McDormand) hält sich stark in Grenzen. Jane ist der komplette Gegensatz zu ihrem Sohn, während dieser etwas biederwirkende Mann sein Leben durch ein gutes Studium und einem festen Job voll im Griff und geplant hat, ist Jane als Platten-Produzentin in der Rock'n'Roll Szene doch eher hipp und ausgeflippt.
So treffen Sam und Alex bei ihrer Ankunft nicht nur auf Jane, sondern auch auf eine Rock-Band mit denen Jane gerade eine Platte produziert! Neben ausgelassener Stimmung wird eben auch Alkohol getrunken und ein wenig gekifft. Sam fand das Zusammenleben mit seiner Mutter und den wechselnden Typen schon damals nicht toll und es hat sich daran auch bis heute nichts geändert.
Auch die Tatsache, dass Jane mit einem 13 Jahre jüngeren Mann zusammen ist, macht das Verhältnis zu seiner Mutter schwieriger für Sam.
Jane muss die Platte noch fertig bekommen und solange muss sie noch in dem Haus mit dazugehörigem Studio bleiben, also müssen sich alle irgendwie arrangieren.
Während Sam seine Stelle antritt, arbeitet Alex an ihrer Dissertation über das Fortpflanzungsverhalten der Fruchtfliegen. Trotz der Bitte Alex bei ihrer Arbeit nicht zu behindert oder zu stören, wird sie zumindest doch auch abgelenkt. Und zwangsläufig laufen sich Alex und die Bandmitglieder über den Weg. Die anfängliche Scheu von Alex gibt sich nach und nach und sie findet Interesse an dem ungezwungenen Leben der Gruppe und an Ian (Alessandro Nivola) dem Sänger der Band. Dieser ist allerdings mit Jane zusammen.
Sam freundet sich in der Zwischenzeit mit seiner Kollegin Sara (Natascha McElhone) an, die ihn täglich mit zur Arbeit nimmt. Außerdem ist sie sehr verständnisvoll und sieht sehr gut aus. Sam möchte ein Haus für sich und Alex zu finden, damit ihr Leben wieder in ruhigen und normalen Bahnen verlaufen kann. Außerdem bekommt er am Rande mit, dass Alex abgelenkt durch seine Mutter und die Band ist. Alex die mit der Haussuche beauftragt wird, hat allerdings kein Interesse Jane, Ian und den Rest der Gruppe zu verlassen und so behauptet sie, dass die Häuser und Wohnungen schon vergeben sind. Auch die Arbeit an
ihrer Dissertation bleibt durch die vielen Ablenkungen liegen.
Während Alex immer mehr ausprobieren möchte, findet Sam immer mehr gefallen an Sara!
Wie es weitergeht müsst ihr schon selbst rausfinden, sonst ist ja die ganze Spannung des Films weg. *grins*
Was passiert mit Alex? Lässt sie sich mit Ian ein? Wie verhält sich Jane? Betrügt Sam Alex mit Sara? Oder ziehen Alex und Sam doch gemeinsam aus? Was wird aus dem Verhältnis von Sam zu seiner Mutter?
Rollen:
Jane - Frances McDormand
Sam - Christian Bale
Alex - Kate Beckinsale
Sara - Natascha McElhone
Ian - Alessandro Nivola
Fripp - Louis Knox Barlow
Rowan - Russell Pollard
Dean - Imaad Wasif
Mickey - Mickey Petralia
Claudia - Melissa De Sousa
Darla - Alexandra Carter
China - Michelle Demirjian
Wyatt - Rick Gonzalez
Mr. Elliot - Dennis Howard
Mrs. Elliot - Catherine McGoohan
Tom - Marcus Ashley
Filmographie:
Frances McDormand: u.a. "Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses", "Fargo", "Zwielicht", "Almost Famous - Fast berühmt", demnächst im Kino "Was das Herz begehrt". Für ihre Rolle in "Mississippi Burning" wurde sie 1988 für den "Oscar" nominiert und für ihre Rolle in "Fargo" hat sie ihn dann 1997 erhalten.
Christian Bale: u.a. "Das Reich der Sonne", "Die Schatzinsel", "Betty und ihre Schwestern", "Ein Sommernachtstraum", "American Psycho", "Shaft - noch Fragen?", "Die Herrschaft des Feuers"
Kate Beckinsale: u.a. "Viel Lärm um nichts", "Haunted - Haus der Geister", "Pearl Harbor", "Weil es dich gibt ", demnächst in "Underworld" und "Van Helsing"
Natascha McElhone: u.a. "Vertrauter Feind", "Die Truman Show", "Ronin", "Killing Me Softly", "Fear Dot Com", "Solaris"
Kuschelwuschel's Meinung und Fazit:
"Laurel Canyon" ist ein interessanter Film bei dem zwei unterschiedliche Arten von Menschen auf einander treffen. Auf der einen Seite Jane und die Bandmitglieder, die auch hart für ihren Erfolg arbeiten, Terminvorgabe haben usw. Die dafür aber auch wieder Freiheiten haben sich die Arbeitszeit individueller einzuteilen und das Leben mehr zu genießen bzw. auch mehr Spaß zu haben. Dies äußert sich auch durch mehr Freizügigkeit bei Alkohol, Drogen und Sex. ! Sex, Drugs and Rock'n'Roll! Auf der anderen Seite ist Alex und Sam die ein normales (!?), biederes (!?) Leben führen und gewisse Ziel vor den Augen haben. Durch diesen geplanten Lebenslauf verzichtet sie eben auch auf andere Dinge.
Diese beiden Gegensätze prallen auf einander und sorgen schon für eine Art von Spannung und Interesse, da man weiß, dass das Zusammensein wahrscheinlich schwierig werden wird. Durch diese unterschiedliche Lebensauffassung gibt es auch ein generelles Problem zwischen Sam und seiner Mutter. Sam der als Psychiater anderen Menschen zuhört und versucht zu helfen, scheitert aber anscheinend an der Problembewältigung mit seiner Mutter.
"Laurel Canyon" ist ein Film über Gegensätze, Gemeinsamkeiten, Neugier, Experimente, Zusammenhalt und Vertrauen. Im übrigen heißt so die Straße, die durch das Herz der Hollywood Hills in Los Angeles führt und zu deren Anwohnern seit Jahrzehnten hauptsächlich Musiker und andere kreative Menschen gehören.
Alle Schauspieler haben ihr Rolle gut dargestellt. Allen voran, Frances McDormand die schon morgens durch ihr verknautschtes Gesicht einfach zum Schiessen ist. Und die die Rolle der alternden, ausgeflippten, offenen Plattenproduzentin sehr gut darstellt. Auch Christian Bale spielt die Rolle des etwas spießigen, strebsamen jungen Mannes recht gut. Vor allem auch das hin- und hergerissen sein zwischen Sara und Alex. Kate Beckinsale, die anfangs genauso strebsam und spießig ist wie Sam, sich dann durch ihre Neugier immer mehr öffnet und auf einmal recht experimentierfreudig erscheint, macht dies auch sehr glaubhaft. Abgesehen davon finde ich sie einfach süß. Das Pendant dazu dürfte für Frauen Alessandro Nivola sein, der unkonventionelle, freche und spaßig Typ.
Ein Highlight des Films ist die Filmmusik die zwischen Rock und Ballade schwankt. Um die Authenzität des Films zu erhöhen wurden die Rollen der Band mit echten Musikern besetzt und Alessandro Nivola singt auch Lieder im Film ("Shade And Honey", " Someday I Will Treat You Good") selbst.
Was mich enttäuscht hat war der Verlauf des Films am Ende und das Ende an sich, ich hätte dort mehr erwartet und erhofft! So bleiben für mich mehr Fragen als Antworten und offene Filmenden sind meiner Meinung nach meistens nicht so toll. Bei diesem Film bleiben einem aber zu viele Möglichkeiten offen.
So hätte der Film für ein besseres Ende und einem besseren Schlussteil ruhig vorher etwas gekürzt werden können. Dieser Film wird sicherlich keine Besuchermassen ins Kino locken. Der Film hat Humor, Anspruch und auch etwas Erotik. Vor allem aber kann man sich auch hinterher darüber unterhalten und Gedanken machen und sich nicht einfach nur berieseln lassen.
Ich findet "Laurel Canyon" trotz ein paar Abstrichen empfehlenswert, allerdings muss man diesen Film nicht unbedingt im Kino sehen. Es genügt, wenn man wartet bis er in der Videothek zu erhalten ist. Der Film eignet sich vor allem für Fans dieses Genres, der Darsteller und für alle die nicht nur einfach durch Action und Special Effects berieselt werden möchten.
Die Altersfreigabe von Filmen lässt mich auch öfter mal schmunzeln, in dem Film gibt es zwar keine Albtraum verursachende Dinge und die lieben Kleine sind ja heute auch schon weiter als wir. Allerdings gibt es doch ein paar derbe Worte, etwas Drogen und Sexualität. Abgesehen davon ist dies ein Film den wahrscheinlich Kinder noch gar nicht verstehen und/oder überhaupt sehen wollen.
Weitere Informationen über den Film könnt ihr euch auf der Homepage ansehen: http://www.laurel-canyon.de/
Viel Spaß beim Ansehen, wünscht euch Kuschelwuschel.
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ein Testbericht von Tuvok2004-03-22 22:56:10vom 22.03.2004Empfehlung: ja
Vorteile: erotik und schauspieler...Nachteile/Kritik: eine langweilige umsetzung
SAM ( Christian Bale ) wohnt in L.A. Er hat vor kurzem das Studium zum Psychiater absolviert und ein Harvard Medical School Diplom nach Hause gebraucht. Er will mit seiner Verlobten Alex ( Kate Beckinsale ) in das Haus seiner Mutter ziehen.
Seine Mutter JANE ( Frances McDormand ) ist Musikproduzentin, oft auf Reisen, nur dieses Mal klappt es nicht mit dem Produzieren, und sie zieht auch in Ihre Wohnung, in das selbe Haus in das auch SAM mit ALEX ziehen will, wo er ungestört mit Ihr zusammenleben will. JANE ist eher der hippe Typ, eher lustig, mal oft einen Joint in der Tasche, ist eher ziemlich aufgedreht, und führt eben ein richtiges Rock´n Roll Leben von dem Ihr Sohn SAM sich eher distanziert, denn er ist eher so ein biederer Mensch, eher brav, ruhig, ein richtiger Student, mit richtig guten Vorsätzen, will seine Verlobte ALEX heiraten, und ist eher der besonnene Mensch der sehr zurückgezogen lebt.
JANE ist so über 45 und lebt mit Ihrem Freund zusammen der erst gerade um 16 Jahre jünger ist als sie. Wenn SAM wüsste, das die auch sehr biedere ALEX, Ihr Studium gegen Songschreiben wechselt, für das sie JANE begeistert, dann würde er sofort mit Ihr ausziehen, denn auch sie kostet vom wüsten Leben. Sex mit dem Freund von JANE, eine lesbische Gruppensexparty im Pool, und ein Joint, darauf lässt sich ALEX ein, als sie einmal alleine ist. Und es gefällt Ihr etwas, doch die Gewissensbisse werden immer größer. Und es ist noch gar nicht lange her, als ALEX eine Dissertation über das Paarungsleben der Fruchtfliegen schreibt, die sie für Ihr Botanikstudium braucht.
SAM hingegen wird in die Arbeit von seiner Kollegin SARA ( Natasche McElhone ) täglich gefahren, und sie beichtet ihm schon nach kurzer Zeit was sie für ihn empfindet, und auch er kann sich dieser durchaus nicht so ganz kühlen Blondine entziehen, und landet schon bald nach ehrlichen Gesprächen über Liebe und Sex, mit seinen Lippen auf den Ihren, kann sich aber weiteren Ungerechtigkeiten gegen sein Gewissen gerade noch entziehen, bevor sie ihn ganz auszieht.
IAN der Freund von JANE, ist auch bald der Liebhaber von ALEX, die von dem Bandmitglied höchst fasziniert ist, da seine wilde erotische ungezwungene Lebemannbereitschaft für Sex, ALEX mehr fasziniert, als Ihr langweiliger Freund SAM. Der will hingegen ein Haus für seine Verlobte ALEX und für sich finden, um bald endlich wieder zu neuen Taten zu schreiten und einen neuen Lebensmut für sich und seine Freundin zu finden.
ALEX hat die Aufgabe in Ihrer Freizeit ein Haus zu finden, und als Ausrede, weil sie dieses schöne neue Leben nicht verlassen will, berichtet sie SAM immer wieder, das sie nichts gefunden hat, so kann sie viel länger in Sex und Untreue mit IAN und JANE zusammenleben.
Sam hingegen findet eine große Sympathie zu SARA, und wies weitergeht, das sagt euch der Film wenns Licht ausgeht.
Die Charaktere in dem Film sind meiner Meinung nach irgendwie eindimensional gezeichnet, auch wenn Bale und Kate einen sehr guten Part haben, sie sind
mir etwas zu ruhig. Die Mimik die sie verziehen, lässt leider nicht an ein Method Acting hoffen, sondern eher daran das es Laien sind die in einer Videoproduktion sehr gut spielen, sie passen auch gut rein in den Film der so ähnlich ist wie „Verrückt/Schön“ mit einem Schuss
„Unterwegs mit Jungs“ und ein bisschen „Valley Girl“ Eigentlich nur ein Film für Fans von Liebeskomödien die eher anspruchsvoll sind, denn unterhalten habe ich mich hier nicht. Der Film hätte nämlich ein richtiger Erotikreisser sein können, so reißerisch, das aus dem Kino nur 248 schwangere Frauen rauskommen würden, die vorher ewige Keuschheit geschworen hätten, denn als SARA mit SAM im Auto eine Art Telefonsex Szene hat, ohne Telefon, wird klar, aus dem Film hätte man viel mehr rausholen können. Er ist auch gut gespielt, die Regie, sie ist irgendwie anmutig ruhig, aber das ganze ist mir dann doch zu fade gewesen.
Sehr hervorheben muss man Frances, denn dieser Film der wie einer von den Coen Brüdern wirkt, ist hier besonders gut, weil Frances eben das richtige Gesicht hat für eine alternde Rock´n Roll Diva Hippie Braut, die noch draufkommt, das mehr zwischen Ihren Beinen steckt als ein Tampon, und somit Ihrem Eros und der Libido die sie vor kurzem entdeckt hat, einfach nachgibt, und süchtig wie ein junges Butterbrot nach Schnittlauch Ihrem Lover Ian sich hingibt.
Bale spielt den ruhigen Antimacho richtig besonnen gut, Kate sieht immer hübsch drein, die braucht gar nicht gut schauspielern, sie hat ja schon alles gut gemacht in „Pearl Harbor“. Hier allerdings hat sie einen eher erotischen einfachen Part, und sie spielt den auch gut aus, nur Ihre Reize, die sieht man eher nicht so sehr, sie ist nämlich der erotische Typ der eher einen Keuschheitsgürtel im Hirn hat als in der Hose, und als Schauspielerin wirkt sie eher wie die städtische Müllabfuhr, streng nach Plan, und weg mit den alten Regeln, nur leider nicht so intensiv wie man es sich erwartet hätte. Frances hat ne Menge mehr drauf.
Ich fand die Regie, die Schauspieler gut in dem Film, nur die Story war langweilig meiner Meinung nach, obwohl sie einen 100 Minuten Film gut ausgefüllt hat, und alles andere rundherum war keinen Kinobesuch wert, ich kann nur raten, warten bis er auf DVD kommt.