Ich fand das Buch bei den Sonderangeboten eines großen Buchladens. Für einen Euro kaufte ich alle möglichen Romane und div. Sachbücher, so auch den gemieteten Mann von Hera Lind.
Die Fernseh-Moderatorin und Mutter dreier Kinder, nemens Karla, verheiratet mit Paul Stein, einem berühmten Dirigenten nimmt, ohne Einverständnis ihres Gatten ein Angebot, zur Moderation einer TV-Show, namens WörtFlört an, und wird daraufhin von ihm verlassen. Ihre ordentlich-langweilig-spießige, alleinstehende und kinderlose Schwester, zieht bei Karla ein, um sie bei ihren Mutterpflichten zu unterstützen. Zusätzlich mietet Karla sich einen Mann - ein Au-pair-Männchen.
Obwohl Paul, Karla und ihre Schwester, Senta finden, daß Karla völlig ungeeignet für WörtFlört ist, bzw. beides überhaupt nicht zusammenpassen würde, gibt Karla ihre Zusage. Frau Mahlzahn, die Produzentin, der Show, ein gigantischer wabernder Fettkloß, bekleidet mit einem Zweimannszelt will ihre Sendung etwas modifizieren, weshalb sie auf Karla Stein gekommen war, die durch ihre bisherige Moderation von „Endlich allein“, als die Scheidungsfrau Deutschlands bekannt war. Diesem Vorhaben zu Trotz verlangt Frau Mahlzahn, daß Karla sich der Kuppelshow anpaßt. Sie soll trotz ihrer fast 50 Jahre jünger wirken, hip sein, schlank für bauchfreie Spaghettiträger-Shirts und so weiter. So muß Karla eine demütigende Prozedur durchmachen, die von der Anprobe viel zu kleiner Kostümchen, über Fettabsaugen, Fastenkur bis zu einem Fit und Schlank Seminar mit und von dem Fitneßpapst Strunz (alles von Mahlzahn bezahlt) ging. Bei all ihren Reisen, ob Fastenkur oder Bayernaufenthalt, um die Sendung zu machen, begab sie sich mit allen drei Kindern und ihrem Au-Pair-Männchen, Emil vor Ort.
Im fortgeschrittenen Teil des Buches, ist ein perfekter Mord und eine sehr ansprechende Liebesgeschichte eingebaut.
Das Buch hat ein wahnsinniges Happyend – eigentlich schon zu gut.
Hera Lind übt Kritik, in dem sie sich lustig macht, hat aber auch zum Spaß viel Witz. In ihrem Roman beschreibt sie wahre Begebenheiten, die sie etwas umbenannt und ausgeschmückt hat. Sie war selbst früher Moderatorin bei einem der privaten deutschen Fernsehsender. Sei kritisiert sehr viel: Unter anderem die Blödheit der Mode, bzw. die Modeunterworfenheit, den Schlankheitswahn, den Trend zur Jugend – auch als Jugendwahn bezeichnet. Die Unterwürfigkeit von Frauen gegenüber Männern, die Ehe als Institution u.v.m.
Lind hat einen sehr angenehmen Stil, niveauvoll und sehr origninell mit viel Witz in der „Handschrift“. Der Roman ist meistens lustig, aber auch manchmal spannend.
Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin sicher, daß ich es mindestens noch einmal lesen werde.
Preise: Der Originalpreis ist / war 16,90 DM (~ 8,45 €) und ich habe es für 1,-€ im Remittenden – Bereich gefunden.
Angaben zum Buch: Lind, Hera.: Der gemietete Mann. 1999.Frankfurt a.M., Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, Reihe Frau in der Gesellschaft. ISBN-Nr.: 3-596-14443-4.
Abschließend noch ein paar Zeilen zu der Autorin: H. Lind ist Sängerin, Romanautorin und Fernsehmoderatorin, und lebt mit vier Kindern und einem Lebensabschnittsgefährten in Köln. Ihr erster Roman „Ein Mann für jede Tonart“ (1989) wurde ein Bestseller, verfilmt und kam in’s Kino. Darauf erschien als Fortsetzung der Roman „Frau zu sein bedarf es wenig“ (1992), der vom ZDF verfilmt wurde. 1994 folgte der Roman „Das Superweib“, der ebenfalls ein Bestseller, verfilmt
und 1996 in die Kinos kam. Der 1995 erschienene Roman „Die Zauberfrau“ wurde für SAT1 verfilmt. 1997 veröffentlichte sie das Kinderbuch „Der Tag an dem ich Papa war“ und ihren fünften Roman „Das Weibernest“, die ebenfalls beide verfilmt wurden.
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==Blick hinter die Kulissen oder Finger weg==
ein Testbericht von CyberQueeny2010-01-14 16:45:10vom 14.01.2010Empfehlung: nein
===Kaufgrund===
Da ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, habe ich mir wieder ein Buchpaket bei Ebay ersteigert, um auch mal etwas zu lesen, was ich sonst nie in die Finger bekommen hätte. Darunter war auch dieses Exemplar.
===Autor===
Hera Lind, geboren am 2.11.1957 in Bielefeld
Ausbildung: Abitur, Lehramts-Studium Theologie, Musik, Gesangsstudium
Karriere: Neben Tourneen und TV-Engagements (u. a. "Hera Lind & Leute") schrieb sie am Romandebüt "Ein Mann für jede Tonart". Weitere Bestseller u. a.: "Das Superweib", "Die Zauberfrau". Außerdem CD "Du wirst nie eine Dame".
Privat: 4 Kinder aus ihrer Beziehung zu Dr. Ulrich Heidenreich. (amazon.de)
==NACH DEM LESEN==
===Inhaltsangabe===
Die erfolgreiche Fernsehjournalistin Karla Stein erhält das verlockende Angebot, die Jugend-Kult-Sendung "Wört-Flört" zu moderieren. Beherzt greift sie zu, merkt jedoch bald, dass sie mit dem, was die Jugendlichen interessiert, nichts anfangen kann: Waschbrettbauch, Piercing, Tatoos. Als sie für ihre vier Kinder einen jungen Mann als Au-Pair-Männchen einstellt, erlebt sie jedoch einige Überraschungen. Was in ihm steckt, übersteigt bei weitem ihr Vorstellungsvermögen. Karla lernt viel über Schein uund Sein.
===Leseprobe===
Seite 98: „Wir alle sind hier angehalten, Nougatriegel zu essen, weil wir uns mit unserem Sponsor identifizieren sollen“, sagte Sasche sanft über meinen Fingernägeln. „Aber die einzige, die das seit Jahren macht, ist Oda-Gesine.“ „Ach, was“, sagte ich. „Da wäre ich nicht drauf gekommen.“
===Meine Meinung===
Hera Lind ist mir natürlich ein Begriff gewesen.Wer kennt nicht „Das Superweib“. Der Buchinhalt klang auch recht interessant, also hab ich mich gleich ans Lesen gemacht. Nach 200 Seiten dachte ich nur Autsch und nach 441 Seiten dachte ich nur „Und so einen Schrott kaufen Millionen Leser“. Sorry, ich will damit niemanden angreifen. Ihr werdet meine Meinung aber sicher gleich besser nachvollziehen können.
Die Autorin schreibt anfangs frei Schnauze von der Trennung, dem Senderwechsel und der Geburt ihres vierten Kindes. Dabei ist es wie im Zeitraffer und man fragt sich schon, warum das vierte Kind erst nach der Geburt erwähnt wird, die Scheidung nur am Rande erwähnt wird etc.. Trotzdem ist man schnell in der Geschichte. Danach geht es gleich damit weiter, dass sie sich einen männlichen Au-Pair holt, der kein Wort deutsch und dann urplötzlich doch alles versteht. Der Senderwechsel und gerade der Senderalltag werden im Vergleich zu den vorher angesprochenen Themen sehr detailliert geschildert. Die Kinder werden von ihrer Schwester versorgt (damit geht Karriere natürlich) und sie kann sich so dem Stillen der Jüngsten und der Arbeit im Sender widmen. Diese Tätigkeit wird vom Kleiderkauf über Maske, Anprobe, Kandiatenauswahl, Anmoderation, Sendung, „Negerablesen“ bis zur Regie und den Fanbriefen ausgeführt. Dabei sollte man beachten, dass der Sender in Bayern ist und die Autorin auch den Dialekt verwendet. Statt Janet heißt es dann Dschanet. Oder Emil, der mit seinem schlechten Deutsch auch komisch redet. Man hat schon mit der Sprache zu kämpfen wie ich finde und das dann nicht gerade was spannendes passiert, macht das Buch nicht gerade interessanter. Ständig hat die Hauptperson wilde Gedankengänge, die die
Autorin auch noch lang und breit erzählt. Man bekommt mit jeder Seite immer mehr das Gefühl, dass die Autorin hier mit ihrer Vergangenheit insbesondere ihrem Sender abrechnet. So detailliert wie sie über die Kuppelshow berichtet und wie sie genau funktioniert. Dazu sollte angemerkt werden, dass sie früher für Herzblatt moderiert hat. Lediglich die letzten zwei Seiten sind ok zu lesen, da es spannend und witzig ist, wie sie die Entführung ihrer Tochter rächt.
Ich hätte nicht gedacht, dass die Autorin einen solchen Stil hat, da der Film „Das Superweib“ zwar nicht fünf Sterne, aber doch ok war. Dies hier ist einfach nur langweilig. Kein Humor wie ich finde, und wenn sie zum Beispiel auf den grünen Rest zwischen den Zähnen hinweißt in Gedanken und nach 100 Seiten ist wieder so was, dann ist es nicht heiter, sondern nervig. Keine Spannung, da ich den Alltag einer Moderatorin nicht spannend finde. Kein guter Schreibstil, da zu viele Gedankengänge und Dialekte verwendet werden. Dann kommt noch hinzu, dass das Buch keine Kapitel hat. Ab und an kommen einige Absätze, aber da kann man schlecht pausieren, so dass man meist mitten im Buch abbrechen muss, wenn man wie ich unterwegs liest. Zu Hause mag dies noch akzeptabel sein. Trotzdem würde man sich da auch eine Kapiteleinteilung wünschen, damit man einfach mal eine gute Verschnaufpause einlegen kann.
Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Das lag aber daran, dass ich am nächsten Tag durchgedreht wäre oder einfach abgebrochen hätte, wenn ich das Buch hätte da weiter lesen müssen. War heute schon schwer genug gewesen, sich dazu durch zu ringen, da ich schon nach 200 Seiten keine Lust mehr hatte, aber wenigstens wissen wollte, wer die Tochter später entführt, was im Buchtext (innen) angeführt wird.
Vom Alter her denke ich, dass das Buch gut ab 12 Jahren gelesen werden kann. Sofern man solche Bücher mag.
Empfehlen. Tja, das ist so eine Sache. Es gibt sicher Fans der Autorin, die es gerne lesen oder wer Abrechnungsbücher mag, sicher auch. Da ich aber einfach nur denke, dass es eins der schlechtesten Bücher seit langem ist, kann ich es definitiv nicht empfehlen.
===Bewertung===
Da das Buch weder spannend, noch humorvoll, sondern eher langweilig ist, bekommt es einen Stern. Mehr kann ich einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
Mondlicht1957, 14.01.2010
Bitte um fleißiges Lesen um das unerklärliche Minus auf meinem Konto wieder auszugleichen :O
Bin auch bereit eure Verluste auszugleichen
senora, 15.01.2010
Einen guten Start ins Wochenende wünsche ich dir
Hope_Tikva777, 21.01.2010
würd mich über gegenlesung freuen g