Charlotte Link: Das Haus der Schwestern
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Charlotte Link: Das Haus der Schwestern
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Charlotte Link: Das Haus der Schwestern

Testberichte Charlotte Link: Das Haus der Schwestern

 (Taschenbuch)
4.7 von 5
Platz 301 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Das".
Bewertung: Kundenbewertung 4,70 / 5,00 4.7 von 5
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Charlotte Link: Das Haus der Schwestern Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,70 / 5,00 4.7 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (9/9).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • super spannend
  • unterhaltsam und spannend geschrieben
  • Spannend, lehrreich, sprachlich schön
  • Interessant, Spannend
  • spannend, schöne Charaktere, ereignisreich
Nachteile/Kritik
  • nichts
  • für manche zuanspruchsvoll
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SchwesterE

"Geschwisterliebe" im Wandel der Zeiten

ein Testbericht von 2006-09-13 22:36:53 vom 13.09.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: super spannend...
Nachteile/Kritik: -----
Charlotte Link- Das Haus der Schwestern. An sich ein Buchtitel der nicht unbedingt gleich anspricht und auch die Aufmachung fordern in meinen Augen auch nicht unbedingt zum Lesen auf, trotzdem bin ich ganz hin und weg von dem Buch.

Aber fangen wir von vorne an. Ich bat meine Mutter mir doch irgendein Buch mitzubringen. Ja was denn Kind? Mensch Mama, mir egal. Irgendwas eben was du daheim hast. Egal ob ich es schon gelesen habe. An sich hatte ich mich da so halb schon auf Henning Mankell eingestellt. Und den lese ich schon ziemlich gerne. Muttern kommt und drückt mir eine Tüte in die Hand. Voller Stolz: Das hat dein Bruder gekauft! Innerlich stöhne ich schon halb auf. Wenn ich dem jungen Mann eine Woche vor Heilig Abend sage er soll den neuen Ken Follett kaufen, liegt unterm Weihnachtsbaum garantiert ein Gutschein für einen Buchladen. Ich erwartete also nicht wirklich viel. An sich eher was in Richtung Stephen King. Eventuell noch das Buch von Ken Follett das meine Mutter seiner Freundin zu Weihnachten schenkte. Als Muttern endlich weg ist, packe ich aus. Charlotte Link. In meinem Kopf rattert es. Hmmm. Schriftstellerin kenne ich schon mal*g*. Gelesen habe ich von ihr auch schon einiges. Von der Sturmzeitsaga war ich ganz hin und weg. Als ich den Titel ansehe, denke ich nur, Stopp, das haste schon. Na ja, zum Glück doch nicht *g*

Das Äußere:
~~~~~~~~~~~~~
Das Äußere interessiert mich bei Büchern weniger. Der Inhalt muss mir gefallen. Aber für Euch gebe ich doch gerne eine Außenbeschreibung wieder*g*. Das Buch ist eine Taschenbuchausgabe aus dem Hause Goldmann. Auf dem Titelbild ist ein Haus auf einer Wiese zu sehen. Dahinter Wald. Ganz im Vordergrund noch verschiedene Steine. Das Haus soll wohl ein Herrenhaus darstellen, denn um so eines geht es in dem Buch. Na ja ich finde, es sieht eher wie ein bisschen besserer Bauernhof aus und es könnte auch ein Bild aus dem Rheingau sein.
Der Himmel ist lila. Und ich stelle fest, das ich im Schlafzimmer, wo mein PC steht eindeutig mehr Licht brauche*g*

Zur Autorin:
~~~~~~~~~

Irgendwie war ich fest der Meinung Charlotte Link sei keine deutsche Schriftstellerin. Warum auch immer.
Charlotte Link ist 1963 geboren. Noch etwas was mich verwundert. Die gute Frau ist gerade mal 10 Jahre älter als ich *g*. Ihr bekanntestes Werk ist in meinen Augen die Sturmzeit Saga. Aber sie hat noch verschiedene andere Bücher geschrieben.

Zum Inhalt:
~~~~~~~~~

Das Buch beginnt mit einem Prolog. Der Prolog ist mir Frances Gray unterzeichnet. Sie schreibt in "ihrem" Prolog grob warum und wie sie das Buch verfasst hat.

16 Jahre später geht es weiter. Die Deutschen Ralph und Barbara verreisen. An sich hat Barbara ihrem Mann diese Reise zu seinem Geburtstag geschenkt. Inoffiziell möchte sie versuchen mit der Reise ihre Ehe zu kitten. Die Reise geht nach Yorkshire, Westhill House. Einem Anwesen, das durch die Besitzerin regelmäßig vermietet wird um die Instandhaltungs- und Unterhaltskosten des Anwesens tragen zu könne. Die Besitzerin verreist in den Zeiten dann immer zu ihrer Schwester.

Die Reise von dem deutschen Ehepaar scheint allerdings unter keinem guten Stern zu stehen. Schon bei der Anreise sind die die meiste Zeit nur am streiten. Gleich in der ersten Nacht werden sie eingeschneit. Kein Strom, kein Essen. Doch die schwierige Situation bringt die Eheleute nicht gerade zusammen.

Auf der Suche nach Feuerholz und was Essbarem findet Barbara sowohl ominöse Verträge wie auch ein verstecktes Tagebuch. Gegen den Willen ihres Mannes fängt sie an es zu Lesen und braucht auch nicht lange um von dem Buch gefesselt zu sein. Da ahnt sie noch nicht, welche Folgen das für sie und ihren Mann haben wird.
Das war's grob zum Inhalt. Ich empfehle selberlesen *g*

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

In meinen Augen teilt sich das Buch quasi in mehrere "Teile". Einmal den Prolog, dann die Geschichte um Barbara und Ralph ,das Tagebuch von Frances Gray, Laura die Besitzerin des ehemaligen Herrenhauses und um die "Zeit" nach dem Barbara das Tagebuch gelesen hat.

Die "Geschichten" werden von Charlotte Link quasi gleichzeitig laufengelassen. Unterteilt wird das durch Jahreszahlen über den Kapiteln. Ich fand die Zeitsprünge teilweise in wenig heftig. Auf der einen Seite war ich noch total gefesselt um die Geschichten um Frances und dann "stritten" sich auf einmal mal wieder Barbara und Ralph oder Laura nölte ihrer Schwester die Ohren voll. Aber da kommt man im Endeffekt recht gut mir zurecht.

Haupthandlung ist das Tagebuch. Eingebettet in die Reise des Ehepaares. Die Story hätte aber ohne weiteres alleine bestehen können. Denkt man zumindest. Obwohl ich bis heute noch auf eine anderes Ende warte*g*. In dem Tagebuch spielt nämlich auch ein Deutscher Soldat eine relativ große Rolle und Laura war anfangs weniger begeistert Deutsche in ihrem Haus aufzunehmen.

Die einzelnen Personen sind zum Teil recht genau rausgearbeitet. Man kann ihrem Handeln ziemlich leicht folgen. Es gibt auch nicht wirklich viele wichtige Personen. Man steht also nicht am Ende des Buches da und überlegt, wer war das denn noch mal.

Hauptperson des Romans ist Frances Gray. Sie erzählt ja ihre Lebensgeschichte. Angefangen von den ersten "Annäherungen" mit dem Nachbarsjungen John bis hin zu ihrem Tot quasi.
Frances ist ein Mädchen aus gutem Hause. Im Elternhaus bekommt sie durch Zufall über ihren Bruder Kontakt zur englischen Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts und möchte ihr Leben erst mal Leben, bevor sie an Heirat und Kinder denkt. Ein Aufenthalt in London folgt und fast der Bruch zum Elternhaus. Frances lernt das "wirkliche" Leben kennen und das zum Teil auf recht harte Art und Weise. Aber das hat sie wohl auch zu dem gemacht, was sie später ausmachte.
Als sie wieder "heimkehrt" heiratet die Schwester ihren Jugendschwarm. Das Verhältnis der Schwestern wird dadurch natürlich nicht besser. Die "Hartgewordene" France hat auch wenig Verständnis für ihre weinerliche Schwester Viktoria. Trotzdem setzt Frances alles dran, nach dem Tod der Mutter das Anwesen zu halten und den handlungsunfähigen Vater zu unterstützen. Während sie schuftet, ist Viktoria quasi nur am rumjammern. An den Stellen erinnerte mich Frances sehr an Scarlett O´Hara aus Vom Winde verweht. Allerdings war Frances nicht gar so zickig*g*

John spielt natürlich auch eine große Rolle im Tagebuch von Frances. Frances hat ihn wohl bis ans Ende ihrer Tage geliebt. Jahrelang hatte sie ein Verhältnis mit ihm, obwohl dieser mit ihrer Schwester Viktoria verheiratet war. Als Viktoria und John geschieden werden, kommt es trotzdem zu keiner wirklichen Annäherung. Erst als John wieder heiratet, wird Frances glaube ich klar, dass sie nun endgültig alle Chancen verpasst hat.

Viktoria. Tja. Ehrlich gesagt, nicht unbedingt meine Lieblingsperson in dem Buch. Weinerlich, verwöhnt. Das trifft es wohl am ehesten. Im Gegensatz zu Frances lässt sie sich gerne von hinten bis vorne bedienen. Frances kommt John vor allem näher weil sie sich mit ihm auseinandersetzt als dieser aus dem Krieg wiederkommt. Frances ist nur am rumjammern das sie nicht schwanger wird.

Und dann ist da wohl noch Laura. Frances Bruder George brachte einst seine Freundin Alice mit ins Elternhaus. Als dem Vater bewusst wird, dass Alice eine Frauenrechtlerin ist, schmeißt er sie raus. George folgt ihr. Und bald auch Frances. Die drei führen zeitweise ein Leben zu dritt. Erst als George schwer psychisch krank aus dem Krieg heimkehrt, bemerkt Alice wie viel sie an ihm hatte. Denn sie lehnte vorher die Ehe ab. Irgendwann zieht es Alice wieder nach London zurück. Dort heiratet sie und bekommt zwei Kinder. Diese schickt sie während des Zweiten Weltkrieges zu Frances. Diese ist weniger begeistern, nimmt die Kinder der Freundin aber auf. Eines dieser Kinder ist Laura. Diese hängt recht bald sehr an dem Anwesen und Frances. Das ganze hält bis nach dem Tod von France und Laura erbt das Anwesen. Recht deutlich zeigt Charlotte Link auf, was in dem Kind vorgeht. Wie sehr es unter den Eindrücken des Kriegsgeschehens in London gelitten hat. Und wohl auch unter der Schwester.

Auf Barbara und ihrem Mann wird nicht so detailliert eingegangen, aber sie spielen im Grunde auch nur eine Nebenrolle in dem Roman. Aber auch hier wird zum Teil sehr genau dargestellt, wie fremd sich beide geworden sind. Und wie sehr beide doch auf eine Besserung ihrer Beziehung hoffen und zeitweise! auch darum versuchen zu kämpfen.

Ich bin gerade sehr erstaunt, wie Charlotte Link es geschafft hat, eine Story die an sich nicht nur das Leben von Frances und ihren Geschwistern umfasst, sondern auch das der Eltern und zum Teil der Grosseltern, in ein Buch zu packen. Hochachtung. Für mich sind die familiären Beziehungen nachvollziehbar. Und auch warum die einzelnen Familienmitglieder so reagieren und agieren wie die Autorin sie darstellt.

Ich kann jedem der gerne Familiensagas liest, das Buch unbedingt zu lesen. Und obwohl es eine Familiensaga zu sein vermag, wird auch auf zeitgeschichtliche Einzelheiten eingegangen. Zu nennen wären da eben der Untergang der Titanic, beide Weltkriege, die englische Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts.
Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass nicht seitenlang irgendwelche Landschaften beschrieben werden, sondern sie Autorin soviel Liebe ins Detail der einzelnen Personen gesteckt hat. Und auch manches heiße Eisen unserer Generation mit rein gebracht hat.

Und für 600 Seiten sind die 9 Euro die das Buch kostet echt gut angelegt.

Ich widme den Bericht meinem Bruder *g*
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
MasterT86
MasterT86, 14.09.2006
Toller Bericht. Schade das man nicht besser bewerten kann als sh. Lg Tobias
whitejunglehb1
whitejunglehb1, 14.09.2006
Schöner Bericht von Dir.LG Bernd
phobee
phobee, 14.09.2006
Sehr hilfreich! LG, Pia
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CyberQueeny

Fesselnd und Genial

ein Testbericht von 2010-02-10 16:30:39 vom 10.02.2010
Empfehlung: ja
==Fesselnd und genial==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

==ALLGEMEINES==

===Kaufgrund===
Da ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, habe ich mir wieder ein Buchpaket bei Ebay ersteigert, um auch mal etwas zu lesen, was ich sonst nie in die Finger bekommen hätte. Darunter war auch dieses Exemplar.


===Buchdaten===
Autor: Charlotte Link
Titel: Das Haus der Schwestern
Originaltitel:
Verlag: Goldmann
Erschienen:1999
ISBN-10: 3442444365
ISBN-13: 978-3442444366
Seiten:600
Einband:
Serie:

== =Autor===
Charlotte Link (* 5. Oktober 1963 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart.

==NACH DEM LESEN==

===Inhaltsangabe===
Während Ralph und Barbara durch ein einsetzendes heftiges Schneetreiben immer mehr von der Außenwelt abgeschnitten werden, dringt Barbara in eine verbotenene Welt ein, in der sie nichts zu suchen hat. Sie liest ein versteckte Manuskript, das sie bei ihrer Suche nach Brennholz in einem alten Schuppen des Westhill House findet. Es birgt ein schreckliches Geheimnis und Barbara wird sich erst am Ende der Lektüre der Aufzeichnungen von Frances Gray der Gefahr bewußt, in die sie sich begibt. Sie taucht unerlaubterweise in die Geschichte von Frances Gray ein, einer selbstbewußten, energischen und sehr fortschrittlichen Frau, die sich allen Konventionen ihrer Zeit widersetzt und in der Liebe wenig Glück erfährt. Statt ihren Geliebten John Leigh, einen begüterten Sohn aus besseren Kreisen, zu heiraten, bricht sie nach London auf, um sich den Suffragetten anzuschließen. Sehr viel später gesteht sich Frances diesen Fehler ein, für den sie bitter bezahlen muß.

===Leseprobe===
Es war ein Bild von beinahe schmerzhafter Intensität. Und wie ein Gemälde kam es Frances auch tatsächlich vor: eine Darstellung von etwas, das nichts mit der Wirklichkeit zu tun hatte. Es war, als bewegten sich alle Personen an unsichtbaren Fäden, als habe jemand im Hintergrund sie arrangiert und lasse nun eine Szene ablaufen wie auf einer Bühne. Das Stück hieß: Hochzeit.
Die Hauptdarsteller waren John Leigh und Victoria Gray.
Sie saßen an der längsten Tafel, die von einer Breitseite des Saales zur anderen reichte. Sie thronten genau in der Mitte, und vor ihnen stand ein gewaltiges Blumenbukett. John trug eine dunkle Uniform aus der Zeit seiner kurzen militärischen Ausbildung; sie hatte einen hohen , steifen Kragen und war geschmückt mit ein paar Abzeichen seines Regiments und verschiedener Vereinigungen, denen er angehörte. Victoria war bekleidet mit einem cremefarbenen Brautkleid und einem Schleier aus weißer Spitze, der mit einem Blütengesteck in ihrem Haar befestigt war. Sie sah bildschön aus und war während des vergangenen Jahres auf geheimnisvolle Weise Erwachsen geworden. Als Frances fortging, war sie gerade noch vierzehn gewesen, nun stand sie kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag. Das fünfzehnte Jahr schien sie genutzt zu haben, sich von Matrosenkleidchen, Stirnfransen und unentwegtem Gekicher zu befreien. Ihr Anblick erregte Übelkeit in Frances, und unwillkürlich presste sie die Hand auf den Mund.
Neben John saßen Maureen und Charles, neben Victoria Johns Mutter und Großmutter Kate. Sie alle waren in Gespräche vertieft. Es war schließlich Maureen, die ihre Tochter als erste entdeckte, als sie zufällig aufblickte. Sie erstarrte, und Frances konnte sehen, wie ihr Mund ihren Namen formte.
"Frances!"
Jetzt schauten auch Charles und John auf. John wurde blass. Victoria zuckte zusammen. Kate, die mit dem Herrn zu ihrer rechten plauderte, hielt inne. Und auf eigentümliche Weise setzte sich die Irritation, die bei den Hauptpersonen ihren Anfang genommen hatte, nach und nach durch alle Reihen fort. Schließlich verstummten alle Gäste, und endlich hörten sogar die Musiker, völlig verunsichert, auf zu spielen. Eine Geige klang noch einsam mit ein paar Tönen nach, dann senkte sich stille über den Saal, und an die hundert Augenpaare wandten sich Frances zu.
Sie stand da in ihrem blauen, zerknitterten Kleid, mit ihren vom schnellen Laufen und der Wärme des Tages geröteten Wangen, und begriff ganz langsam - als wolle sich etwas in ihr gegen den jähen Schock wappnen -, was geschehen war.

===Meine Meinung===
Das Buch war mir schon ein Begriff, als ich es aus dem Karton genommen hatte, da ich es meiner Mutter damals als Hardcover zu Weihnachten geschenkt hatte. Leider habe ich es nie gelesen, obwohl sie es als genial bezeichnet hat. Dementsprechend freute ich mich, dass ich erneut die Gelegenheit bekam.

Den Einsieg in die Geschichte muss man zwei Mal machen. Zum Einen erfährt man die Geschichte von Ralph und Barbara, die ihren Weihnachtsurlaub in Yorkshire machen. Die Eheprobleme werden sehr gut geschildert, so dass man von Anfang an gleich ein gutes Bild von beiden Partnern hat. Dazu kommt der Einstieg in Frances Lebensgeschichte. Ihr gehörte das vermietete Haus früher und vor ihrem Tode hat sie ihre Lebensgeschichte verfasst. Durch Zufall entdeckt Barbara dieses Manuskript und man beginnt mit dem Einstieg in Frances Leben. Diese Geschichte ist so fesselnd und tragisch geschrieben, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Man möchte einfach wissen, ob sie mit John doch noch zusammen findet und welche schwere Entscheidung sie damals gefällt hat, die im Prolog genannt wurde. Dazwischen taucht man in kleinen Abschnitten wieder in die Gegenwart von Barbara und Ralph, welche ich aber irgendwie störend fand. Zwar ist es immer passend, so dass man das Gefühl hat, sie würde wirklich das Manuskript lesen, aber man möchte nicht aus dieser Zeit gerissen werden, da diese Gegenwart doch gar nicht spannend ist. Die Landschaften, Menschen, Emotionen und das ganze Leid, sind so präzise geschrieben, dass man alles real miterlebt. Man merkt dadurch gar nicht, wie die Seiten an einem vorbei fliegen. Als ich an dem Punkt war, dass das Manuskript zu Ende war, war ich richtig erstaunt, wie schnell ich es gelesen hatte. Danach war irgendwie der Anreiz weiterzulesen kurz erloschen, da Barbaras Eheprobleme und ihre Notlage im Schneechaos gar nicht mehr so interessant waren. Doch auch hier wird es noch richtig spannend, so dass man es bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen kann.

Ich habe die 600 Seiten in genau zwei Tagen gelesen und bin sogar etwas traurig, weil es so schnell durchgelesen war.

Es ist eine geniale Mischung aus Thriller, Romantik, Historie und Gegenwart. Nach diesem Werk freue ich mich immer mehr auf weitere Werke dieser Autorin und werde sie zu meinen Lieblingsautorinnen zählen.

Empfehlen kann ich das Buch nicht nur Leseratten, die die Autorin mögen, sondern allen die spannende Bücher lieben, Liebesromane und historische Romane schätzen. Es ist ein gelungener Mix.


===Bewertung===
Von mir erhält dieses Buch, da es alles hat, was ein gutes Buch ausmacht, volle fünf Sterne. Spannend, romantisch und dazu ein guter, bildhafter Stil.

Pro: Stil, Thema
Contra: nichts

Danke fürs Lesen und Bewerten.


Eure Sarah
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
AChristoteles
AChristoteles, 10.02.2010
Hallo, erstmal sh für die tolle Buchvorstellung und zweitens vielen Dank, dass du dieses Buch beschrieben hast. Das suche ich nämlich schon länger, hatte aber den Titel vergessen LG Chris
Zzaldo
Zzaldo, 10.02.2010
Liebe Grüße sendet dir Stephan
l.x.klar@gmx.net
l.x.klar@gmx.net, 11.02.2010
greetz from wallcity beartown
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Fantaghiro

Eingeschneit in der Vergangenheit

ein Testbericht von 2006-04-15 07:30:45 vom 15.04.2006
Empfehlung: ja
Hallo,
heute möchte ich die Liste der Buchkritiken fortsetzen und euch von einem Buch einer Autorin berichten, das ich kürzlich gelesen habe. Der Schreibstil dieser Autorin hat mich überzeugt und ich habe bereits mehrere Bücher von ihr gelesen. Doch möchte ich meine Meinung nicht vorausstellen , sondern mich als erstes mit dem Buch beschäftigen. Das ich mir übrigens von meiner Schwester geliehen habe und von ihr empfohlen bekam. Aber nun genug mit dem Geschwafel, kommen wir zum eigentlichem Thema dieses Berichtes....
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen ...

***Autor***

Zuerst möchte ich ein paar Worte über die Autorin verlieren, bevor ich zum eigentlichen Bericht über das Buch komme.
Charlotte Link wurde 1963 geboren. Sie ist eine vielseitig begabte Autorin, die sich sowohl mit großen Gesellschaftsromanen wie der Sturmzeit Trilogie (wurde im ZDF verfilmt), als auch mit fesselnden psychologischen Spannungsromanen einen Namen. Außerdem schrieb sie auch erfolgreiche Kinderbücher, Kurzgeschichten und journalistische Beiträge. Sie wohnt in der Nähe von Frankfurt am Main.

***Die Aufmachung***

Man sieht auf dem Cover des Buches eine weite grüne nach hinten bräunlich werdende Landschaft. Im Vordergrund sieht man ein weißes Haus. Das Haus steht inmitten der Landschaft und das ganze sieht recht idyllisch aus und versetzt einen schon in die richtige Stimmung um das Buch zu lesen. Im oberen Teil sieht man einen dunklen wolkenbehangenen Himmel. Oben stehen auch der Name der Autorin und darunter der Titel des Buches. Unten auf rotem Grund der Verlag.

***Inhalt***

Die Ehe von Babara und Ralph Amberg ist am Ende, beide erfolgreiche Anwälte sehen sich kaum noch und dementsprechend ist auch ihre Beziehung zueinander. Um diesen Zustand zu ändern schenkt Babara ihrem Mann zum Geburtstag eine Reise nach Yorkshire, wo dieser schon immer einmal hinwollte. Doch die Reise wird zu einem Erlebnis das die Beiden nie vergessen werden....
Als sie am späten Nachmittag in Leigh´s Dale ankommen beschließen sie im Laden nur für den Abend einzukaufen und am nächsten Morgen Vorräte für die Feiertage zu besorgen. Was wie sich später herausstellt ein verheerender Fehler war. Denn am nächsten Morgen ist alles zugeschneit, der Schnee liegt Meterhoch und der Weg zum Dorf ist unpassierbar. Eingeschneit, ohne Vorräte , ohne Strom und Heizung müssen sie sehen wie sie zurecht kommen. Sie schaffen es mit großer Mühe den Weg zum Schuppen frei zu graben, um Holz für die Öfen zu hacken und somit zumindest ein wenig Wärme in das Haus zu bringen. Unter Hunger leidend spitzt sich die Situation zu.
Als Babara nun Holz holen will, gibt eine Holzlatte im Boden des Schuppens nach und sie findet eine Stahlkassette. Als sie diese öffnet findet sie ein Manuskript, bzw. eine Tagebuch von Frances Gray. Frances hat früher in diesem Haus mit ihrer Familie gelebt und schreibt in diesem Tagebuch über ihr Leben durch zwei Weltkriege hindurch. Babara liest es mit Begeisterung, obwohl Ralph es gar nicht gut findet. Babara beginnt Frances zu verstehen und sich mit ihr zu solidarisieren. Sie ist ganz gefesselt von dem ?Buch?, das sie gar nicht merkt wie die Zeit vergeht.
Die ganze Situation spitzt sich zu und der Hunger wird unerträglich, so dass Ralph sich mit Skiern auf den Weg macht um Vorräte aus dem Dorf zu holen, doch wird er der Weg finden, oder wird er sich rettungslos verirren und in der Kälte erfrieren?
Falls ihr wissen wollte wie es weitergeht dann müsst ihr das Buch schon selber lesen, denn mehr verrate ich euch nicht, denn es soll ja spannend bleiben.

***Meine Meinung***

Nun kommen wir mal zu dem was ich zu diesem Buch zu sagen habe. Zuerst möchte ich ein paar Worte zu der Aufteilung sagen. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der ein paar Ereignisse im Voraus beleuchtet. Der weitere Teil des Buches in verschieden lange Abschnitte aufgeteilt. Diese ereignen sich in zwei verschiedenen Zeiten, einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit, zur Zeit als Frances Gray lebte. Es gibt immer Zeitsprünge, die aber gut nachvollziehbar sind, da immer die Daten angegeben sind.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist spannend geschrieben und durch die Darstellung der Extremsituation kommt es zu immer neuen interessanten Situationen. Man kann sich in die verzweifelte Lage hinein versetzen und so gelingt es einem die Geschichte mitzuerleben. Auch die Rückblicke ins Leben der ehemaligen Bewohner des Hauses lassen einen in eine Welt aus längst vergangenen Tagen eintauchen. Das Schicksal der jungen Frances nachvollziehen und mit ihr leiden. Man erlebt das sich zwei Frauen aus verschiedenen Zeiten doch ähnlicher sind als man denkt oder sie selber denken.
Charlotte Link ist ein Meisterwerk gelungen, das sich einfach toll lesen lässt man taucht in den Roman ein und auf einmal ist man durch ohne zu merken wie die Zeit vergeht. Ein fesselnder Roman, in dem es vor allem um die Zwischenmenschlichen Beziehungen verschiedener Menschen und Generationen geht. Dabei werden alltägliche Dinge in der früheren Zeit dargestellt. Und da waren sie lange nicht so alltäglich und alles vor allem zu Kriegszeiten wesentlich dramatischer. Die Autorin schafft es immer wieder tolle Romane zu schreiben. Auch dieser wurde für das ZDF verfilmt. Charlotte Link scheint es zu mögen in der Zeit der Weltkriege zu schreiben, da auch alle anderen Werke, die ich bisher von ihr gelesen habe in dieser Zeit spielen, allerdings aber alle einen anderen Schwerpunkt setzen und somit von der Thematik anders liegen. Charlotte Link gelingt somit immer wieder interessante Bücher zu schreiben, die ich gerne lese und somit auch anderen nahe legen möchte. Meiner Meinung nach also ein super Buch.

***Fazit***

Zum Schluss gibt es noch zu sagen, das es mir riesig Spaß gemacht hat dieses Buch zu lesen und ich allen nur empfehlen kann das Buch selber einmal zu lesen. Den Film dazu habe ich allerdings nicht gesehen, aber bei Sturmzeit habe ich festgestellt das Buch und Film sich sehr unterscheiden. Wie das bei diesem Werk aussieht kann ich nicht sage. Ich würde dieses Werk auf jeden Fall weiterempfehlen, es lohnt sich in jedem Fall.

***weitere Romane der Autorin***

Sturmzeit (41066)
Wilde Lupinen (42603)
Die Stunde der Erben (43395)
Die Sterne von Marmalon (9776)
Schattenspiel (42016)
Verbotene Wege (9286)
Die Sünde der Engel (43256)
Der Verehrer (44254)
Die Rosenzüchterin (00103)

***Autor & Co.***

Das Haus der Schwestern
Charlotte Link
Goldmann
ISBN 3-442-44436-5
www.goldmann-verlag.de
Seitenzahl: 600
Preis: 9,00 ?

Hiermit bin ich am Ende des Berichtes angekommen und danke euch fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren. Ich freue mich schon auf eure zahlreichen Kommentare ....
Bis dann man liest sich Liebe Grüße Fantaghiro :o)>.
...
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Kommentare
claudimaus
claudimaus, 15.04.2006
Das Buch habe ich auch schon gelesen! Es ist wirklich spannend geschrieben. Ich konnte mich auch sehr gut in diese Situation hineindenken - die Kälte - der Hunger -. . . LG Claudia
sahara86
sahara86, 15.04.2006
quot quot quot quot 039o039 039o039 -,,-,,- ,,-,,-.........Klasse Bericht! LG und frohe Ostern!!
kesseKirsche
kesseKirsche, 15.04.2006
0,,,0 039039 ,quotquot, 039039039SH039039039039 Lg Nicole quotquot,,,,,,,,,
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Ein düsteres Geheimnis um das Haus...

ein Testbericht von 2005-11-23 16:15:01 vom 23.11.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Interessant, Spannend...
Nachteile/Kritik: xxx
Und mal wieder hat es mich zum Lesen getrieben. Diesmal handelt es sich um „Das Haus der Schwestern“ von Charlotte Link. Normalerweise lese ich mehr Thriller, Krimis etc. deswegen hat mich der Anfang des Buches auch ein wenig gelangweilt. Ich musste mich ehrlich gesagt schon durchkämpfen. Aber ab Seite 100 ungefähr, konnte ich das Buch dann gar nicht mehr weglegen, weil es mich einfach fasziniert hat.

Inhalt:

Das deutsche Ehepaar Barbara und Ralph haben über die Weihnachtsferien ein abgelegenes Haus in Yorkshire gemietet. Dies war ein „Geschenk“ von Barbara an ihren Mann, der Geburtstag hat. Die gemeinsamen Ferien sollten dazu dienen, dass sich das Ehepaar einmal ausspricht, da die Ehe der beiden schon länger nicht mehr so funktioniert, wie es sein sollte.
Direkt einen Tag nach der Ankunft auf Westhill schneien die zwei komplett ein. Es besteht keine Möglichkeit Kontakt zur Außenwelt herzustellen, der Strom ist ausgefallen, kein warmes Wasser ist vorhanden und zu allem übel auch nichts zu Essen im Haus.
Die Hausbesitzerin / Vermieterin Laura macht sich große Sorgen. Allerdings macht sie sich mehr Sorgen um das Haus. Sie befürchtet, dass ein autobiografisches Manuskript gefunden wird, wonach sie bereits jahrelang verzweifelt gesucht hat. Es wurde geschrieben von Frances Gray, der ursprünglichen Besitzerin des Hauses. Laura vermutet im Inhalt, dass ein schreckliches Geheimnis aufgedeckt werden könnte...
Als Barbara durch Zufall dieses Manuskript findet, und in dem verschneiten Haus keine andere Beschäftigung anfällt, beginnt sie, das Buch zu lesen.

Frances Gray erzählt in diesem Manuskript ihre Lebensgeschichte. Bereits als Kinder waren sie und der Nachbarsjunge John Leigh ineinander verliebt. Doch als John Frances einen Heiratsantrag macht, lehnt sie ab. Frances zieht es vor, sich selbst zu finden und geht nach London zu ihrer Tante. Dort beginnt Frances, gemeinsam mit der Freundin ihres Bruders George, für die Frauenrechte zu kämpfen. Durch Alice kam es zuvor zum Bruch zwischen George und seinem Vater. Es kommt, wie es kommen muss und Frances wird bei einer Demonstration verhaftet. Sie wird verdächtigt, einem Polizisten mit einem Stein erschlagen zu haben. Ihr Vater Charles setzt sämtliche Hebel in Bewegung, um sie aus der Gefangenschaft zu holen, verzeiht ihr aber nie den Ärger, den sie ihm bereitet hat.
Frances erholt sich nur langsam von den Geschehnissen im Gefängnis. In dieser Zeit steht ihr Philipp bei. Ein junger Mann, der ebenfalls bei ihrer Tante untergekommen ist. Philipp ist ein sehr labiler junger Mann, der sich unsterblich in Frances verliebt, die aber nicht mehr als brüderliche Gefühle für ihn aufbringen kann.
Das Heimweh nach Westhill treibt Frances wieder zurück nach Westhill. So beschließt sie Philipp einen Abschiedsbrief zu schreiben, dass sie seine Gefühle nicht erwidern kann. Daraufhin nimmt dieser sich das Leben.

Bei ihrer Rückkehr nach Westhill erlebt Frances einen Schock. Ihre große Liebe John hat ihre Schwester Victoria geheiratet, was Frances das Herz bricht. Sie flieht wieder nach London zu ihrem Bruder George und dessen Freundin Alice. Als George schließlich an die Front gerufen wird – der 1. Weltkrieg ist inzwischen ausgebrochen - verzweifeln beide fast vor Sorge. Als George schwer verletzt wird, fahren Alice und Frances nach Frankreich in das Lazarett, indem George verwundet liegt. Frances hilft dort wo sie nur kann, doch George kann sie nicht helfen. Dieser hat einen schweren psychischen Schaden davon getragen.

Auch John, der ebenfalls eingezogen wurde, liegt verletzt in einem Krankenhaus. Als Frances erfährt, wo dieser ist, sucht sie ihn sofort auf. Die beiden geben sich ihrer Leidenschaft hin und beginnen ein Verhältnis. Trotz, das John noch immer mit Victoria verheiratet ist.
Frances kehrt dann wiederholt nach Westhill zurück und findet erneut ein Delirium vor. Ihre Mutter Maureen ist gerade bei der Geburt ihres dritten Kindes gestorben. Frances übernimmt nun die Verwaltung von Westhill, da ihr Vater mit dem Tod seiner Frau nicht zurecht kommt. Als dann auch Victorias Ehe zerbricht, gibt das Charles den Rest: Er stirbt.

Wie sich alles in allem weiter entwickelt und geschieht, solltet ihr selber lesen. Ich möchte ja nicht zu viel verraten...


Meine Meinung:

Das Buch wurde in einem einfach zu verstehendem Stil geschrieben. Zeitraum des Manuskripts ist 1907 bis 1980, wo auch auf Ereignisse, wie 1. und 2. Weltkrieg, der Untergang der Titanic etc. eingegangen wird. Es ist sehr interessant zu erfahren.
Wie ich bereits oben erwähnt habe, viel es mir Anfangs sehr schwer, mit dem lesen. Was dann aber schlagartig umgeschlagen ist in „ich will wissen, was das Geheimnis ist und lese jetzt weiter“. Ich kann dieses Buch empfehlen, wer Liebesgeschichten oder auch geschichtliche Sachen interessant findet. Durch den nüchteren Schreibstil, viel es mir auch leicht zu lesen. Nichts wurde zu ausführlich beschrieben. Das Buch ist sehr realitätsbewußt geschrieben. Das heißt, es sind keine Phantasien oder solche Gestalten hinzugefügt worden, was den Leser sich sehr leicht mit der eigentlichen Hauptperson "Frances" identifizieren lässt. Das eben deshalb, da diese Geschichte doch durchaus auch in der Realität so ablaufen könnte.

Charlotte ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen! Auch, wenn sie viele Bücher gecshrieben hat, die sonst nicht meinem gewohnten Genre entsprechen. Aber auch diese sind es wert gelesen zu werden!

Die Autorin:

Charlotte Link wurde 1963 geboren. Sie ist eine vielseitig begabte Autorin, die sich sowohl mit großen Gesellschaftsromanen wie z.B. der Sturmzeit Trilogie, als auch mit fesselnden psychologischen Spannungsromanen einen Namen gemacht hat. Außerdem schrieb sie auch erfolgreiche Kinderbücher, Kurzgeschichten und journalistische Beiträge. Sie wohnt in der Nähe von Frankfurt am Main.

Weitere Romane:

Die Sünde der Engel
Am Ende des Schweigens
Die Täuschung
Die Rosenzüchterin
Etc.

Allgemeine Angaben zum Buch:

Erschienen im Goldmann Verlag für 9,90 Euro.
ca. 600 Seiten
ISBN: 3-442-44436-5
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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Kommentare
swissflyer
swissflyer, 17.03.2006
S H Grüsse aus der Schweiz, Patrik
Angelina88
Angelina88, 27.11.2005
Schöner Bericht - aber ich glaube das Buch wär nichts für mich... LG, Angelina
Lotosblüte
Lotosblüte, 22.11.2005
Guter Bericht, habe aber noch nichts von ihr gelesen. lg
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Zicke20

Vergangenheit dramatisiert Gegenwart

ein Testbericht von 2005-06-06 11:59:49 vom 06.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend, lehrreich, sprachlich schön ...
Nachteile/Kritik: für manche zuanspruchsvoll
Charlotte Link Das Haus der Schwestern

~~~Eine kurze inhaltliche Einführung:~~~

Westhill House, ein einsames Farmhaus im Hochmoor Yorkshires, ist das Ziel einer Weihnachtsreise des deutschen Ehepaares Barbara und Ralph Amberg. In der dortigen Einsamkeit wollen sie gemeinsam über sich und die Konsequenzen für ihre Ehe nachdenken. Gibt es für die beruflich sehr erfolgreichen Ehepartner einen Weg zu einer echten Partnerschaft oder steht das Ende ihrer Ehe bevor?

Doch eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten müssen zunächst einmal die elementaren Bedürfnisse wie Wärme und Nahrung befriedigt werden. Auf der Suche nach Verwertbarem stößt Barbara auf die bis dahin gut versteckten Aufzeichnungen über die Lebensgeschichte der früheren Besitzerin des Gutes Westhill, Frances Gray.

Sie beginnt die tagebuchähnlichen Schriftstücke zu lesen, ohne zu ahnen, dass sie mit diesem Fund noch eine verhängnisvolle Reaktionskette auslösen wird.

Im Roman wechseln jetzt ständig die drei Gedankenblickwinkel. Zum einen Barbara und Ralph im täglichen Hungers- und Wärmekampf, im Versuch ihre Beziehung auszuloten, die Sorge ihrer Vermieterin Laura, die sich zu Besuch bei ihrer Schwester aufhält, um ihr eingeschneites Haus, aber auch vor Angst, dass die Aufzeichnungen von Frances gefunden und gelesen werden könnten und hauptsächlich der Blickwinkel Frances Gray, ihre Lebensgeschichte.

Mehr möchte ich vom Handlungsbogen her nicht verraten.

~~~Was gefällt mir bzw. was gefällt mir weniger an diesem Gesellschafts- oder Schicksalsroman mit Kriminalromanelementen?~~~

Für mich ist die Beschreibung der historischen Ereignisse aus Sicht einer eher zufällig im Kampf um die weibliche Gleichberechtigung engagierten Normalbürgerin das Besondere des Romans.
Geschichte spielt hier hinein in die persönliche Entwicklung einer Frau, die selbst aktiv mit Hoffnungen, Leiden, Enttäuschungen umzugehen hat. Man (oder nur ich?) gewinnt Verständnis für Handlungen, die nicht der gesellschaftlichen Moralnorm entsprechen, die aber wohl im menschlichen Naturell liegen.

Unter der Oberflächliche gutbürgerlicher Familien spielen sich wahre Dramen an Liebe, Hass, Eifersucht, Macht- und Besitzstreben, kurzum aller möglichen Leidenschaften eng verknüpft mit den politischen Auswirkungen der damaligen Epoche ab.

In einer sicher eher schmerzlichen, aber auch notwendigen sinnlichen Erfahrung gelangt Barbara zu einem besseren Selbstverständnis und der bereits siebzigjährigen Laura gelingt es noch, sich von den Schatten und Illusionen der Vergangenheit zu befreien, zu einer lebenswerteren, selbst bestimmten Lebenshaltung zu finden.

*** Fazit und Leserempfehlung ***

Wer einen spannenden Kriminalroman sucht, der ist hier fehl am Platz. Wer sich nur an einer spannenden, dramatischen Liebesgeschichte berauschen will, auch für den gibt es bessere Möglichkeiten.
Wer jedoch dramatische Schicksalsromane mit gut recherchierter historischer Verknüpfung liebt, Romane, die von allen menschlichen Leidenschaften und Verhängnissen handeln, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Persönlich hat es mit sehr gut gefallen, auch wenn ich immer in der Gefahr bin, mit meinen Lieblingspersonen zu stark mitzuleiden und die Ohnmacht, die Ungerechtigkeiten der Welt nicht ändern zu können, oft kaum ertragen kann. Sprachlich ist dieser Roman von 600 Seiten, als Club Taschenbuch zu 15,90 DM bei Bertelsmann erschienen, auf jeden Fall ein wahrer Genuss.

~~~Lesebeispiel~~~
"Sie hätte ihm gern gesagt, wie schwach sie sich in diesem Moment fühlte, schwach genug, sich von ihm umarmen zu lassen und ihr Gesicht an seiner Schulter zu vergraben. Er war ein Feind - und doch als Mensch verletzbar und zwiespältig genug, dass sie ihn nicht hassen konnte. Es schien ihr, sie könne gar nichts mehr empfinden, nichts als grenzenlose Erschöpfung."

Nun seid ihr dran mit euren Kommentaren und hoffentlich netten Bemerkungen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Da hat mein Computer Pause...

ein Testbericht von 2005-06-03 17:42:50 vom 03.06.2005
Empfehlung: ja
Lesen gehört für mich zum Alltag dazu, und so lese ich manchmal sogar zwei Bücher gleichzeitig. Es gibt Bücher, die ich beim ersten Leseversuch frustriert aus der Hand lege und erst beim zweiten Anlauf Zugang zu der story finde. Bei Literatur von Charlotte Link stellte sich dieses Problem noch nie und ich habe schon einige ihrer Bücher „verschlungen“. Verschlungen ist das richtige Wort, denn wer sich auf einen ihrer Romane einlässt und ganz besonders auf den Folgenden, ist hoffnungslos verloren und kann das Buch nur schwer aus der Hand legen.

Das Buch:
_____________

Der Roman heisst „Das Haus der Schwestern“ und erschien als Taschenbuch im Goldmann Verlag. 600 Seiten stark ist er und dürfte heute ca. 10 Euro kosten. Ich erwarb das Buch noch zu DM- Zeiten.

Die Autorin:
______________________

Charlotte Link wurde 1963 geboren und lebt heute in München. Mit 16 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, dem viele weitere folgen sollten. Sie schreibt spannende und gesellschaftskritische Romane, ist mit Kinderbüchern erfolgreich und verfasst journalistische Beiträge.

Es erschienen von ihr:
________________________

Wilde Lupinen
Die Stunde der Erben
Schattenspiel,
Verbotene Wege
Die Sünde der Engel
u.v.m.

Inhaltsangabe:
_________________ ____

Barbara Amberg schenkt ihrem Mann Ralph eine Weihnachtsreise als Geburtstagsgeschenk, und zwar ins Hochmoor von Yorkshire. Die Reise soll ihnen beide Ruhe bringen und sie aus ihrer, ins Straucheln geratene Ehe, helfen. Sie mieten dort das Westhill House, das eine tragische Familiengeschichte in sich trägt. Die derzeitige Vermieterin hat das Anwesen für die Urlaubstage verlassen, so dass Barbara und Ralph völlig allein und ungestört sind. Sie unterschätzen die drohenden Schneestürme und decken sich nur spärlich mit Lebensmitteln ein.

Durch meterhohe Schneeverwehungen, abgeschnitten von der Außenwelt, findet Barbara, mit knurrendem Magen, Zeit, im Haus herum zu stöbern. Durch Zufall entdeckt sie ein 400 Seiten umfassendes Schriftstück, das über eine tragische Familiengeschichte, die sich in diesem Hause abgespielt hatte, berichtet. Barbara beginnt zu lesen und wird immer mehr von den Menschen, die hier lebten und starben, in den Bann gezogen. Die Verfasserin dieser 400 Seiten ist France Gray, eine unabhängige und entschlossene Frau, der dieses Anwesen gehörte. Es ist ihre Lebensgeschichte, in die sich Barbara selbstvergessend vertieft.

Da nichts Essbares mehr im Haus zu finden ist und das Schneetreiben noch lange nicht aufzuhören scheint, macht sich Ralph auf den Weg, um Hilfe zu holen. Barbara ist völlig allein in dem riesigen Anwesen....

Mehr möchte ich nicht verraten, damit die Spannung während des Lesens nicht verloren geht. Bis zur letzten Seite und dem überraschendende Schlusskapitel, bleibt dieses Buch absolut fesselnd.

Allgemeines:
___________________

Ein Buch mit 600 Seiten ist schon ein dicker „Schmöker“ oder auch „Wälzer“ und sicher wird mancher davon abgeschreckt. Doch die Autorin hat vorgesorgt. So beginnt der Prolog des Buches bereits so interessant, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Im Grunde finden wir hier zwei Erzählungen. Einmal die Geschichte um Barbara und Ralph, die in langen Gesprächen und Streitereien, Missverständnissen und Zuneigung hin und her gerissen sind und um ihre Ehe und später, als die Lebensmittel knapp werden, sogar ums Überleben kämpfen und die Geschichte um France Gray und das Schicksal von Westhill House mit seinen unterschiedlichen Bewohnern und Besuchern.

Die Autorin versteht es immer wieder, beide Geschichten miteinander zu verknüpfen, so dass es mir stets leicht fiel, von der Realität der Beziehungskrise von Barbara und Ralph abzutauchen in die Vergangenheit von France Gray und ihrer Familie. Diese Übergänge sind sehr fließend und unglaublich geschickt mit einander verbunden.

Was das Lesen dieses Buches erleichtert ist die klare und doch ausdrucksstarke Sprache. Die Sätze sind zwar oft verschachtelt, doch nie unübersichtlich lang oder verschwommen in ihrer Aussage. Klar und deutlich und gut verständlich ist alles formuliert und da sehr viel wörtliche Rede in der Handlung vorkommt, fällt das Lesen sehr leicht.

Fazit:
______________

In diesem Buch findet man eigentlich alles: Liebe und Verzicht, Sehnsucht, Tod und Trauer, Feste und Freude, Krieg und Angst. Dazu kommt eine klare aber starke und doch gut verständliche Ausdrucksweise. Ich legte das Buch nur aus der Hand, wenn es gar nicht anders ging und ich denke es wird jedem so ergehen, der dieses Buch aufschlägt.


Liebe Grüße

Catty
...
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Kommentare
feldhase
feldhase, 03.06.2005
Ein sehr schoumlner Buchbericht! Alles drin und sehr gut strukturiert! - wie immer - Ich lese auch sehr gerne und bin fuumlr jeden Tipp dankbar! Es soll sich ja auch lohnen... LG vom Feldhasen
redwomen
redwomen, 03.06.2005
Tip. Ich habe mir zwar jetzt gerade drei Buumlcher gekauft, wo ich auch jeweils davon hier einen Bericht gelesen habe, aber dieses Buch werde ich mir vormerken. LG Maria
Kruemelbluemchen
Kruemelbluemchen, 24.06.2005
toll an...kommt gleich auf meine Liste! Ausserdem hast du den Bericht echt gut geschrieben ohne selbst nen Roman draus zu machen! Kruumlmelbluumlmchen
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Geli3006

Ein ungewöhnliche Lebensgeschichte

ein Testbericht von 2005-03-05 11:39:30 vom 05.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: unterhaltsam und spannend geschrieben...
Nachteile/Kritik: nichts
Da ich auch eine begeisterte Buchleserin bin, möchte ich heute auch mal einen Bericht über ein Buch berichten, daß ich vor einiger Zeit gelesen habe.

Die Autorin
:::::::::::::::

Charlotte Link wurde 1963 geboren und lebt in Wiesbaden. Sie ist eine der bekanntesten deutschen Autorinnen, deren Romane in verschiedene Sprachen übersetzt und einige auch verfilmt wurden. Sie beeindruckt durch Ihr Erzähltalent und Ihre Vielseitigkeit.
Ihre bekanntesten Werke sind:
Sturmzeit; Die Täuschung; Die Rosenzüchterin, Die Stunde der Erben, Die Sünde der Engel ect.


Inhalt
::::::::::

Babara und Ralph, ein Anwaltsehepaar aus Deutschland, haben im Hochmoor von Yorkshire über Weihnachten ein Haus gemietet, als Geburtagsgeschenk für Ralph und als letzten Versuch Ihre Ehe zu retten.
Nachdem Sie gleich in der ersten Nacht eingeschneit werden und dadurch von der Außenwelt abgeschnitten sind, machen Sie sich auf die Suche nach etwas essbarem.
Durch Zufall stößt Barbara hierbei auf handgeschriebene Aufzeichnungen. Ihre Neugier ist geweckt und Sie beginnt mit dem Lesen.


Es handelt sich hierbei um die Lebensgeschichte der Frances Gray, einer Frau, die so entschlossen, unabhängig und widersprüchlich war, daß sie Ihrer Zeit stets einen Schritt voraus war, die immer tat was Sie für richtig hielt, manchmal sogar gegen Ihre eigenen Gefühle. Die für die Menschen, die Sie liebte, alles tat, jedoch nicht den Mut fand den einzigen Mann, den sie i in Ihrem Leben geliebt hat,zu heiraten.

Diese Geschichte spielt überwiegend auf einer Farm in Yorkshire, teilweise in London und auch in Frankreich.

Beschrieben wird das Leben von Frances, die im Alter von 17 Jahren nach London zu Ihrer Tante zieht.
Dort trifft Sie Alice wieder, die Freundin Ihres Bruder George. Mit dieser schließt Sie sich einer Frauenbewegung an, wodurch Sie schließlich im Gefängnis landet und schwer krank wird.

Aus dem Gefängnis entlassen, fährt Frances wieder nach Yorkshire, wo Sie in die Hochzeit Ihrer großen Liebe John mit Ihrer Schwester Victoria platzt.

Darüber tief enttäuscht kehrt Sie zurück nach London.
Der erste Weltkrieg verschlägt Sie und Alice schließlich nach Frankreich, wo Sie Ihren
Bruder im Lazarett pflegen. Schließlich trifft Sie John, den Mann Ihre Schwester wieder und beginnt mit Ihm eine Affäre. Als dieser wieder an die Front muß, kehrt Frances zurück nach Yorkshire.

Dort kümmert Sie sich um die Familie und die Farm. Sie nimmt auch die Kinder Ihrer Freundin Alice bei sich auf, nachdem diese in London ausgebombt wurden.

Schließlich nimmt Ihr Leben einen dramatischen Verlauf.


Das Cover zeigt ein Farmhaus im Hochmoor von Yorkshire, so daß man sich das dortige
Geschehen lebhaft vorstellen kann.


Erschienen ist dieses Buch bei Blanvalet.
ISBN:3-7645-0033-6
Seitenzahl 600
Zu dem Preis kann ich nichts sagen, da ich das Buch in der Bücherei ausgeliehen habe.

Ich habe mal ein wenig im Internet geforscht, das Buch kostet zum Beispiel bei Amazon 9,00 Euro
und ist dort zur Zeit auch ab 1,50 Euro gebraucht zu bekommen.
Warum es da vom Goldmann Verlag stammen soll, kann ich nicht sagen.
Aber Blanvalet wie auch Goldmann unterstehen der Verlagsgruppe Bertelsmann.

Meine Meinung
:::::::::::::::::

Dieses war das erste Buch der Autorin Charlotte Link, welches ich gelesen habe.
Es ist sehr spannend und fazinierend geschrieben. Der Schreibstil ist gut verständlich.

Die Figur der Frances wird in den Mittelpunkt gestellt, die Ihr Leben lang für Ihre Familie und Freunde da ist. Ihre eigene Wünsche und Gefühle in den Hintergrund stellt. Die schwierige Situationen mit Bravur meistert.
Bein Lesen konnte ich mich sehr gut in die Hauptfiguren, Frances, Babara ect. reinversetzen. Auch die Zeitsprünge sind gut nachvollziehbar.
Mich hat es völlig in den Bann gezogen und ich konnte es nur sehr schwer weglegen.



Ich hoffe, ich habe Euch neugierig gemacht.

Geli3006
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
campino
campino, 06.05.2005
die falsche Kategorie. Hier sollte ein Bericht uumlber das Houmlrbuch stehen. Yopi ist sicher bereit, den Bericht in der richtigen Kategorie unterzubringen. Dann bewerte ich gerne um.
Gruszlig, Andrea
novit
novit, 05.05.2005
...hast wirklich dein testbericht quotsehr nuumltzlichquot geschrieben.

wuumlrde mich fuumlr ein gegenbesuch sehr freuen.
claudimaus
claudimaus, 18.04.2006
Ich konnte die Kälte fast körperlich spüren, die sie umfing. Ein fesselnder Roman! LG Claudia
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butterkeks

Wie ein Fels in der Brandung

ein Testbericht von 2004-11-22 11:25:10 vom 22.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, schöne Charaktere, ereignisreich...
Nachteile/Kritik: nix
Heute möchte ich euch ein weiteres Werk von Charlotte Link schmackhaft machen, das ich in den letzten vier Tagen förmlich verschlungen habe: „Das Haus der Schwestern“

Allgemeine Informationen:

Ich habe die Bertelsmann Club Ausgabe für 7,90 Euro erstanden und diese hat genau 600 Seiten.

Inhalt:

Barbara und Ralph wollen ihr Weihnachtsfest einmal in einem abgelegenen Haus in Yorkshire verbringen, da die Ehe der beiden kriselt und sie sich über ihre Gefühle klar werden wollen, was an einem einsamen Ort nach Barbaras Ansicht leichter zu bewerkstelligen ist. Leider schneien die zwei vollkommen ein und die Hausbesitzerin Laura macht sich große Sorgen um das Haus. Allerdings macht sie sich nur Sorgen, weil sie befürchtet, dass die beiden ein Manuskript finden könnten, das ihre Herrin Frances vor über 16 Jahren geschrieben hat; ein autobiographisches Werk, das ein schreckliches Geheimnis aufdecken könnte.
Barbara findet das Manuskript durch Zufall und fängt auch prompt an zu lesen, um sich die Zeit zu vertreiben, denn Ralph bricht nach ein paar Tagen ins nächste Dorf auf, weil ihnen die Lebensmittel ausgegangen sind.

Frances Gray erzählt in diesem Manuskript von ihrem Leben, in dem so manches vorgefallen ist. Schon als Kind war sie in den Nachbarsjungen John verliebt und als er ihr schließlich einen Heiratsantrag macht, reagiert sie nicht so wie sie es sich vorgestellt hat. Sie merkt, dass sie John im Moment noch nicht heiraten kann, weil sie in ihrem Leben noch nichts erlebt hat. Frances stand von jeher im Schatten ihrer kleinen Schwester Victoria, die hübsch und lieblich war und von ihrem Vater mehr geliebt wurde. Frances beschließt also nach London zu gehen, denn kurz vorher hatte ihr Bruder George seine Freundin mit nach Westhill gebracht, die in London für die Frauenrechte kämpfte, also eine sogenannte Suffragette war. Durch diese Frau kam es zum Bruch zwischen George und seinem Vater und als Frances einige Zeit später im Gefängnis landet, weil sie mit den Suffragetten sympathisiert, setzt ihr Vater zwar sämtliche Hebel in Bewegung, um sie aus der Gefangenschaft zu retten, verzeiht ihr aber nie den Ärger, den sie ihm bereitet hat.
Frances erholt sich nur langsam von den Folgen des Gefängnisses und Philipp, ein junger Mann, der bei ihrer Tante untergekommen ist, steht ihr in der schlimmen Zeit bei. Philipp ist ein sehr labiler junger Mann, der sich unsterblich in Frances verliebt, die aber nicht mehr als brüderliche Gefühle für ihn aufbringen kann. Als Frances nach Westhill zurück kehrt, schreibt sie Philipp in einem Brief, dass sie seine Gefühle nicht erwidern kann und Philipp nimmt sich daraufhin das Leben.

Bei ihrer Rückkehr nach Westhill findet Frances ihre alte Welt zerstört vor. Ihre große Liebe John hat mittlerweile ihre Schwester geheiratet und es bricht Frances fast das Herz. Sie zieht zurück nach London zu ihrem Bruder George und dessen Freundin Alice, doch die Frauen verstehen sich nicht allzu gut und als George schließlich an die Front gerufen wird, verzweifeln beide fast vor Sorge. Der zweite Weltkrieg ist ausgebrochen und als George schwer verletzt wird, zieht es Alice und Frances nach Frankreich in ein Lazarett. Frances hilft dort wo sie nur kann, doch George kann sie nicht helfen, weil er einen psychischen Schaden davon getragen hat. Aber sie findet nach einigen Schwierigkeiten John und die beiden leben ihre Liebe aus, obwohl er immer noch mit Victoria verheiratet ist.
Frances kehrt erneut mit George nach Westhill zurück und findet das Haus in Trauer vor, da ihre Mutter noch einmal schwanger geworden war und sowohl Mutter als auch Kind die Geburt nicht überlebt haben. Frances übernimmt nun die Verwaltung von Westhill, weil ihr Vater am Tod der Mutter zerbricht. Victorias Ehe zerbricht und das gibt dem Vater den Rest: Er stirbt an gebrochenem Herzen.

In London hat Alice sich einen neuen Mann gesucht und zwei Kinder von ihm bekommen: Laura und Marjorie und sie bittet während der Bombenangriffe Frances darum die Kinder bei sich aufzunehmen. Laura fühlt sich wohl auf Westhill, doch Marjorie ist ein durch und durch boshaftes Kind und geht schließlich wieder zurück zu ihren Eltern nach London. Laura findet auf einem Spaziergang einen verletzten Mann, einen Deutschen, der sich als Spion herausstellt. Sie päppeln den jungen Mann wieder auf und bewahren alle samt das Geheimnis, dass er bei ihnen lebt.
Als es wieder einmal zum Streit zwischen Frances und Victoria kommt, beschließt Victoria den jungen Deutschen, der ihr kurz zuvor einen Korb gegeben hat, der Polizei auszuliefern. Da sich aber auch alle Anwesenden strafbar gemacht haben, muss Frances ihre Schwester davon abhalten...

Meine Meinung:

Ich bin froh wieder ein Buch gelesen zu haben, das mich absolut begeistert hat! Charlotte Link hat hier einen pfiffigen Übergang von der Gegenwart zur Vergangenheit geschaffen, in dem sie Barbara das Manuskript lesen lässt.
Die Geschichte der Frances Gray, einer äußerst starken Persönlichkeit, ist wieder einmal wunderbar detailliert dargestellt und die Autorin hat ihre Charaktere mit Worten so fein gezeichnet, dass man sich ohne Probleme in die Geschichte und die Gefühle der Menschen hereinversetzen kann. Auch bei den recht vielen wichtigen Personen ist ihr dies gelungen, jede einzelne in ihren verschiedenen Lebenslagen sympathisch oder auch unsympathisch zu machen.

Frances hat in ihrem Leben wirklich sehr viel mitmachen müssen und hat doch alles mehr oder weniger gut wegstecken können. Die unerfüllte Liebe, die Angst um die geliebten Menschen, der Bruch mit dem Vater, der ewige Streit mit der selbstgefälligen und jammernden Victoria, der Kampf für die Frauenrechte, der Krieg und seine Folgen, die Verantwortung für Laura und Marjorie, die Verwaltung Westhills und schließlich die Aufnahme des jungen deutschen Spions. Sehr viel für nur ein Leben, aber Frances steht wie ein Fels in der Brandung, aber es wirkt wirklich nicht wie Fiktion, sondern wie die pure Realität.

Dann ist da noch die Geschichte von Barbara und Ralph. Mit ihnen kann sich der Leser auf jeden Fall identifizieren, denn die beiden stammen schließlich aus unserer Zeit, sind Anwälte und haben sich in ihrer Ehe auseinander gelebt. Hier tauchen sie in die Abgeschiedenheit Westhills ein und sehen sich mit Problemen konfrontiert, die wir in unseren modernen Häusern und Wohnungen kaum mehr kennen: keine Elektrizität, nur eine sehr knappe Lebensmittelration, abgeschnitten von der Außenwelt.
Ralph schafft es natürlich die Lebensmittel zu besorgen, aber als er wieder nach Westhill zurück kommt, abgekämpft und durchgefroren, erwartet ihn eine unangenehme Überraschung, die ich aber hier nicht verraten möchte, denn sonst geht die ganze Spannung des Buches flöten.

Mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Autorin diesmal nicht zu sehr auf den eigentlichen Krieg eingeht, wie sie es in der Sturmzeit-Trilogie gemacht hat. Hier hat sie die Ereignisse nur kurz angerissen, denn sonst wäre die Geschichte aus dem Ufer gelaufen...wieder ein Pluspunkt für „Das Haus der Schwestern“!

Fazit:

Das Buch ist spannend, ereignisreich, realistisch, liebenswert, hart, brutal, ergreifend und detailliert geschrieben. Es wird nicht auf einer Seite langweilig und lässt einen intensiven Leser die Welt um sich herum vergessen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mir dadurch teilweise den Unmut meines Freundes eingehandelt, da ich kaum mehr ansprechbar war. Meist habe ich nicht vor zwei Uhr in der Nacht das Licht ausgeschaltet und hatte das Buch bei jeder Gelegenheit in der Hand.
Ich kann euch den Roman nur ans Herz legen, um lange Winterabende zu verschönern und ich denke, dass euch „Das Haus der Schwestern“ genauso fesseln wird wie mich.

Charlotte Link erhält mal wieder die volle Punkt- oder Sternenzahl von mir!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
JanoschBerlin
JanoschBerlin, 22.11.2004
sehr netter Testbericht. Vielleicht ein gutes Weihnachtsgeschenk... Gruszlig Janosch
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Ed2001

Setzt neue Maßstäbe dieses Buch!

ein Testbericht von 2004-08-16 09:52:19 vom 16.08.2004
Empfehlung: ja
Mitten in der Einsamkeit im Hochmoor Yorkshires steht Westhill House, ein altes Farmhaus mit einer langen, bewegten und geheimnisvollen Vergangenheit. Hierhin reisen zwei deutsche Touristen, um ihre Ehe zu retten. Es ist Weihnachten, doch anstatt es sich in festlicher Stimmung vor dem Kamin gemütlich zu machen und über die Differenzen zu sprechen, sehen sich die beiden mit gewaltigen Problemen konfrontiert: Ein wahrer Schneesturm bricht los, Barbara und Ralph sind von der Umwelt abgeschnitten. Doch mehr noch, ihnen gehen die Lebensmittel aus, Strom- und Telefonleitungen sind unterbrochen und alle Probleme ihrer Beziehung treten immer deutlicher zu Tage.
Um nicht zu erfrieren macht sich Barbara auf die Suche nach Brennholz und stößt dabei auf ein gut verstecktes, altes Manuskript. Neugierig beginnt sie zu lesen, und bemerkt, daß es sich um die Lebensgeschichte der früheren Hausbesitzerin Frances Gray handelt.

Frances Gray war eine starke, fortschrittliche Frau, ihrer Zeit immer ein wenig voraus. 1893 geboren wächst in behütet in einer großen Familie in der Idylle Yorkshires auf. Einen wahren Freund findet sie in dem Nachbarjungen John, der immer zur Stelle ist, wenn sie Beistand braucht. Doch bereits in jungen Jahren zeichnet sich eine große Rivalität zu ihrer Schwester Victoria ab, ein hübsches, braves Ding ohne rechten Verstand.
Frances kämpft um ihren Platz in der Welt, zieht zu Verwandten in London, um zu sich selbst zu finden. Sie kämpft um das Frauenwahlrecht, gerät auf üble Weise mit der Polizei aneinander und läßt sich auf eine tragische Affäre ein. Für ihren Vater zur persona non grata erklärt, ist Frances viel zu schnell erwachsen geworden. Sie hat bereits mehr erlebt als andere Frauen, als der erste Weltkrieg ausbricht. Und ihr Bruder kämpft genauso an der Front gegen die verhaßten Deutschen wie John...
Frances Gray erlebt sehr turbulente Jahre, überlebt zwei Weltkriege und viele persönliche Tiefschläge. Doch unaufhaltsam treibt die Familie auf eine große Katastrophe zu.

Mit "Das Haus der Schwestern" ist Charlotte Link ein absolutes Meisterwerk gelungen! Obwohl der Titel etwas vollkommen anderes erwarten läßt, entfesselt sie ein wahres Feuerwerk. Die Geschichte ist hoch dramatisch, äußerst spannend und ausgeklügelt erzählt. Hier wird nicht nur ein sehr tragisches, außergewöhnliches Lebensschicksal erzählt, "Das Haus der Schwestern" ist zugleich ein hervorragender Gesellschaftsroman über die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Charlotte Link schafft es, die Angst, Verzweiflung und Beklemmung einer ganzen Nation während zweier Weltkriege überzeugend spürbar werden zu lassen, sie zeigt, wie Menschen daran zerbrechen, Familien zu Grunde gehen und der Weg eines ganzen Landes beeinflußt wird. Sie erzählt von der Brutalität, sinnlosen Gewalt, dem Elend des Krieges und weist doch auf die Hoffnungsschimmer hin, die das Überleben ermöglicht haben. Sie zeigt eine Gesellschaft im Wandel auf dem Weg in eine unbekannte Zukunft.
Die eigentliche Handlung des Buches, das Leben der Frances Gray, bettet sie dabei in eine interessante Rahmenhandlung. Wenn sich beide Ebenen gegen Ende des Buches vereinen, wenn das dunkle Geheimnis von Westhill House seine zerstörerische Kraft bis in die Gegenwart ausstrahlt, das Schicksal von Menschen an der Tragödie von einst zu zerbrechen droht, ist das Dramatik pur.
Dabei ist "Das Haus der Schwestern" kein Krimi im klassischen Sinne. Es gibt hier kein Verbrechen, das nach und nach aufgeklärt wird, keine Verdächtigen, keine verstrickten Ermittlungen. Insofern irrt auch der Klappentext, der Vergleiche zu Minette Walters und Elisabeth George zieht. "Das Haus der Schwestern" ist anders, eher psychologischer Spannungsroman denn Krimi. Und spannend ist dieses Buch in der Tat, sogar außerordentlich spannend. Doch die Spannung entsteht aus den sehr gut gezeichneten Charakteren und deren Zusammenspiel, deren Konflikten, Lei den und Freuden. Der Stil von Charlotte Link läßt den Leser den Atem anhalten und den nächsten Seiten entgegen fiebern. Dieses Buch ist ein Musterbeispiel dafür, wie man mit Erzählkunst und Tiefe bei Charakteren und Handlung wesentlich mehr erreicht als mit wilden Verfolgungsjagden und Schießereien.

Mit "Das Haus der Schwestern" gelang Charlotte Link der große Durchbruch, der Roman hielt sich wochenlang in den Bestsellerlisten. Bekannt geworden ist diese junge Autorin, die heute in München lebt, mit der "Sturmzeit" Trilogie, der bewegenden Geschichte einer preußischen Familie.
"Das Haus der Schwestern" ist von einer ganz seltenen Klasse, so hervorragend, daß Charlotte Link auch Vergleiche mit absoluten Klassikern wie "Rebecca" von Daphne du Maurier nicht zu scheuen braucht. Im Gegenteil, mit Charlotte Link hat eine großartige Erzählerin die internationale Bühne betreten, die neue Maßstäbe setzt. Ein ganz großer Wurf!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
zuchtperle
zuchtperle, 28.04.2005
Ein klasse Buch, welches du dir ausgesucht hast. Den Bericht haumltte ich nicht besser schreiben koumlnnen. Congratulation! Nicol
Zarte_Scotty
Zarte_Scotty, 16.08.2004
ist eines meiner Lieblingsautorinnen!! Du schreibst suuuper berichte!! Lg Sandra
Annabell234
Annabell234, 15.04.2006
sehr gut LG und auf wiederlesen :-
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1-9 von 9 Testberichten über Charlotte Link: Das Haus der Schwestern
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