Das Buch die Wanderhure

Die Rückseite meines buches

Das ist mein -buch

Iny Lorentz: Die Wanderhure
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Iny Lorentz: Die Wanderhure
Iny Lorentz: Die Wanderhure
Iny Lorentz: Die Wanderhure

Testberichte Iny Lorentz: Die Wanderhure

 (Taschenbuch)
4.8 von 5
Platz 33 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.8 von 5
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Iny Lorentz: Die Wanderhure Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 4.8 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (14/14).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • langer Lesespaß, wirkt sehr realistisch, es gibt Nachfolgeromane
  • Handlung, Spannung, eine neue und unglaubliche Sichtweise in das Mittelater
  • spannend, fesselnd, interessante Geschichte
  • Zeitnah, sehr schön geschrieben
  • sehr ausdrucksvolle Sprache, interessante Handlung
Nachteile/Kritik
  • teilweise etwas brutal und mit etwas obszöner Ausdrucksweise
  • viel Sex
  • Am Anfang etwas langatmig
  • manchmal etwas zu deteiliert beschrieben
  • Am Anfang etwas Zähflüssig
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Josi354

Der rote Faden oder die gelben Bänder des Lebens

ein Testbericht von 2008-07-04 22:19:06 vom 04.07.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: langer Lesespaß, wirkt sehr realistisch, es gibt Nachfolgeromane...
Nachteile/Kritik: teilweise etwas brutal und mit etwas obszöner Ausdrucksweise
"Die Wanderhure"... zu dem Buch bin ich gekommen, als wir mit meiner Mutter im Urlaub waren und sie sich zum Zeitverteib dieses Buch zulegte. Da ich ja ein Bücherwurm bin, habe ich auch mal ein - zwei Blicke in dieses Buch geworfen und war mir sofort im Klaren, dass ich dieses Buch auch haben musste. Daraufhin stöberte ich ein wenig bei buecher.de und bestellte so einige Dinge, darunter auch dieses Buch.

Zum Buch selbst:

"Die Wanderhure", erschien im Jahre 2004, als erster Teil einer Trilogie. 2005 erschien der Nachfolgeroman "Die Kastellanin" und 2006 "Das Vermächtnis der Wanderhure".
Im Oktober 2008 soll der vierte Teil folgen, der den Titel "Die Tochter der Wanderhure" tragen wird. Der Roman ist in die Kategorie der historischen Romane einzuordnen.

Hier die ISBN für alle drei bisher erschienen Bücher, welche jeweils zu 8.95 Euro bei buecher.de ohne Porto zu bestellen sind.

Die Wanderhure ISBN 3-426-62934-8
Die Kastellanin ISBN 3-426-66113-6
Das Vermächtnis der Wanderhure ISBN 3-426-66202-7

Iny Lorentz

Hinter dem Namen Iny Lorentz steckt eigentlich das Ehepaar Iny und Elmar Lorentz. Aus Vertriebsgründen entschieden sie sich dann mit dem Verlag darauf, den Namen Iny Lorentz auf den Büchern erscheinen zu lassen.

Iny Lorentz wurde 1949 in Köln geboren. Sie ging dort zur Schule und machte eine Ausbildung zur Arzthelferin und holte auf dem Abendgymnasium ihr Abitur nach. Danach ließ sie sich zur Programmiererin umschulen und zog 1981 nach München, wo sie seit dem bei einer Versicherung arbeitet.

Elmar Lorentz wuchs in Bayern in einem kleinen Bauerndorf mit fünf Höfen auf. Dort blieb er bis zu seinem 30. Lebensjahr. Er interessierte sich schon früh für Literatur und das Schreiben.
Nachdem er später in verschiedenen Firmen gearbeitet hat, kam auch er 1981 nach München und bekam eine Stelle in der selben Versicherung wie Iny Lorentz.

Iny und Elmar Lorentz kannten sich da aber schon seit einigen Jahren durch ihre Schreiberei. Sie heirateten im Jahre 1982, blieben Kinderlos und widmeten sich gemeinsam dem Schreiben.
Unter anderem sind Bücher von ihnen unter den Pseudonymen Eric Maron, Mara Volkers und Anni Lechner erschienen.

Unter Iny Lorentz erschienen folgende Romane:

Die Kastratin, 2003,
Die Goldhändlerin, 2003,
Die Wanderhure, 2004,
Die Tatarin, 2005,
Die Kastellanin, 2005,
Die Löwin, 2006,
Das Vermächtnis der Wanderhure, 2006,
Die Pilgerin, 2007,
Die Feuerbraut, 2007,

Allesamt haben sie gemeinsam, dass sie historische Romane sind. Alle kosten als Taschenbuch 8,95 Euro außer der letztere, der bisher nur als gebundene Ausgabe für 19.90 Euro zu kaufen ist.


Der Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1410. In Konstanz lebte Marie Schärer, eine sehr junge, wunderhübsche langhaarige blonde Frau mit engelsgleichem Gesicht und blauen Augen, bei ihrem Vater Matthis Schärer. Matthis Schärer war ein erfolgreicher Kaufmann, dem jedoch immer wieder seine Herkunft unter die Nase gerieben wurde. Sein Vater, Richard Schärer, hatte es geschafft, sich von einem Knecht zum Kaufmann hochzuarbeiten und sich so ein kleines Vermögen erarbeitet, so dass er sich das Bürgerrecht der Stadt Konstanz erkaufen und dort ein recht ordentliches Leben führen konnte. Matthis Schärer schaffte es, den Besitz seines Vaters nahezu zu verzehnfachen, was Marie zu einer reichen Partie machte, die nicht ohne eine große Mitgift in eine Ehe treten würde. Matthis Schärer war sich dessen bewußt und lehnte somit den Wunsch seines Schreibers Linnhard, seine Tochter Marie zur Frau zu nehmen, ab. Auch der einzige gute Freund Maries, der Michel Adler, hatte keine Chance an Marie zu kommen, da der Standesunterschied der beiden einfach zu groß war, war Michel doch nur der fünfte Sohn eines Schankwirtes.

Magister Ruppert Splendidus, ein angesehener Advocatus von 24 Jahren, hielt bei Matthis Schärer um die Hand seiner Tochter Marie an - und das obwohl er Marie vorher noch nie gesehen hatte. Magister Ruppert Splendidus war der Sohn des Grafen Heinrich von Keilburg. Der einzige Makel, der an ihm haftete war der, dass seine Mutter nur eine Magd war und er so als Bastard angesehen wurde. Dies bedeutete, dass Ruppert kein Erbe der Keilburger zu erwarten hatte. Jedoch besaß er einige Ländereien und Häuser. Somit machte sich Meister Matthis keine Sorgen um den Standesunterschied von Ruppert und seiner Tochter.

Marie hingegen fragte sich, was sie Magister Ruppert Splendidus denn ohne die Goldmünzen seines Vaters Wert gewesen wäre, da sie sich noch nicht kennen gelernt hatten.
Die Hochzeitsvorbereitungen liefen schon auf Hochtouren, da kam Michel, der Sohn des Schankwirtes, und brachte den Wein für die Hochzeitsgäste... nicht ohne Marie vor ihrem Verlobten, den Magister, warnen zu wollen, denn er habe schon viel Böses von den Gästen seiner Schänke über ihn reden gehört.
Marie wußte nicht, was sie von den Anschuldigungen an ihren Verlobten halten sollte und wies Michel mit dem Gedanken, dass er wohl eifersüchtig auf Ruppert wäre, einfach ab.

Am Abend vor der Hochzeit kamen der Magister Splendidus mit einigen seiner Gefolgsleute zu Meister Schärer um den Hochzeitsvertrag zu unterzeichnen. In diesem wurden sämtliche Vertragspunkte festgehalten, so z.B. welcher Besitz nach der Hochzeit auf Marie und somit auch auf Magister Ruppert übergehen würden. Auch stand in dem Vertrag die Klausel, dass Marie als Jungfrau in die Ehe treten muss.

Nach einigen Krügen Wein wurde der Vertrag von beiden Parteien unterschrieben.

Nachdem Meister Schärer schon ziemlich viel Wein getrunken hatte, war er doch stolz darauf, einen Schwiegersohn solchen Standes zu bekommen, und auch sein Schwager Mombert schon eine schwere Zunge vom Wein hatte, klopfte es heftig am Hoftor.
Utz Käffli war gekommen, um Marie zu beschuldigen, keine Jungfrau mehr zu sein. Sie hätte mit ihm geschlafen und sich dafür mit Gold oder schönen Dingen beschenken lassen. Letztes Mal war es ein Schmetterling aus Perlmutt...
Nun konnte auch Linhard nicht mehr an sich halten, es sprudelte aus ihm heraus, dass auch er sich schon mit Marie vergnügt hätte. Somit, so befand man, hätte man doch einen Grund, die Kammer Maries, die inzwischen schlafen gegangen ist, nach dem Schmetterling aus Perlmutt zu durchsuchen.
Es war eigentlich keine Frage - man fand ihn in ihrer Kammer. So wurden die Intrigen immer weiter gesponnen...



Bis hierhin habe ich recht ausführlich den Inhalt des Buches "Die Wanderhure" wiedergegeben. Wie der Titel schon ankündigt, wird Marie natürlich wegen Hurerei verurteilt und nachdem man sie halbtot geschlagen und in einen gelben Kittel gesteckt hat, der sie als Hure kennzeichnete, lebenslang aus der Stadt Konstanz vertrieben. Wenn Huren diesen gelben Kittel nicht mehr trugen, so mussten sie sich gelbe Bänder an ihr Kleid nähen, damit sie überall als Huren zu unterscheiden waren.
Sie wurde am Wegesrand von einer Hure (Hiltrud), die mit einer Gauklertruppe unterwegs zum nächsten Jahrmarkt war, aufgesammelt und von ihr gesund gepflegt. Für Marie gibt es jetzt nur zwei Möglichkeiten: Entweder zieht sie als Wanderhure durchs Leben oder sie geht in's Wasser um zu ertrinken.
Marie hadert mit ihrem Schicksal und ist der Meinung, dass es Gott nicht gut mit ihr gemeint hat und selbst der Tod es jetzt nicht gut mit ihr meint, sonst wäre sie schon längst an ihren schlimmen Wunden, die sie durch die Peitschenhiebe in Konstanz erlitten hatte, gestorben.
Sie versuchte, sich an das Leben einer Wanderhure zu gewöhnen und lebte es mit einigen Höhen und Tiefen... aber in ihrem Kopf rang sie nur nach Rache, Rache ihren Peinigern!
Auch freundete sie sich mit Hiltrud an, die ihr ja das Leben gerettet hatte.
Wie diese Geschichte am Ende aussehen wird, werde ich hier nicht verraten, weil dann keiner mehr lesen muss.



Leseprobe 5. Kapitel, Seite 130

In den nächsten Tagen mied Marie die Budengassen. Sie hüllte sich in eine Decke, mehr um den gelben Kittel zu verbergen, als sich gegen den Wind zu schützen, setzte sie sich an die Straße, die über Singen nach Konstanz führte, und hielt nach ihrem Vater Ausschau. Hiltrud ließ sie gewähren, denn dort schien ihr das Mädchen nicht in Gefahr zu sein, und sie hatte ihr Zelt wieder für sich und die Freier. Das war auch notwendig, denn bei dem anhaltend schönen Wetter besuchten ungewöhnlich viele Leute den Merzlinger Jahrmarkt, und die Fuhrleute brachten bis in die mondhellen Nächte hinein neue Fracht.
Während die Frauen meist nur Augen für Stoffe, Töpfe und andere nützliche Dinge hatten und viel Zeit mit Feilschen verbrachten, strichen die meisten Männer mit begehrlichen Blicken um die Zelte der Huren, um das herrschende Angebot weidlich zu nutzen. Trotz der Konkurrenz der wachsenden Hurenschar verdiente Hiltrud recht gut, denn sie sah sauber und appetitlich aus. Auch übte ihre Körpergröße eine starke Anziehungskraft auf klein gewachsene Männer aus, die beweisen wollten, welch tolle Kerle sie waren, weil sie mit der größten Hure auf dem Markt schliefen. Hiltrud kam ihnen dabei entgegen, denn sie gab ihren Freiern das Gefühl, ihre Manneskraft sei so gewaltig, wie sie es selbst gerne glaubten. Das brachte ihr etliche Münzen über den Liebeslohn hinaus ein.
Als die Händler am letzten Nachmittag des Marktes begannen, ihre Stände wieder abzubauen, gesellte Hiltrud sich zu Marie, die auch an diesem Tag neben der Straße im Gras saß. "Ich werde morgen weiterziehen. Da dein Vater bis jetzt noch nicht aufgetaucht ist, solltest du dich mir anschließen."
Marie schüttelte heftig mit dem Kopf. "Ich will hier bleiben und auf ihn warten. Irgendwann wird er kommen."
Hiltrud hieb mit der Rechten ärgerlich durch die Luft. "Du bist verrückt. Von was willst du denn leben?"
"Wenn nötig, bettele ich."
"Ach ja?", höhnte die Ältere. "Weißt du überhaupt, was das heißt? Für die Bürger drüben in der Stadt bist du dann nur noch ein Ärgernis, das verjagt werden muss, und wenn du glaubst, das Betteln schütze dich vor Willkür und Gewalt der Männer, bist du im Irrtum. Als allein stehende Frau kannst du noch so alt und hässlich sein, irgendein aussätziger Bettler wird dich ins Gebüsch schleifen und dich benutzen. Und ein junges und hübsches Mädchen wie du zieht jeden losen Gesellen an wie faules Obst die Wespen. Der Almosengeber im Kloster wird dich ebenso ins Heu zerren wie der Stallknecht der Herberge, vor der du betteln willst. Wenn du dich einer Gruppe von Bettlern anschließt, geht es dir auch nicht besser. Du wirst dem Anführer der Gruppe und seinen Freunden ebenso zu Willen sein müssen wie den Männern, an die sie dich für eine Stunde oder eine Nacht verschachern."
Marie senkte den Kopf und kaute auf ihren Lippen. "Mein Vater wird kommen", wiederholte sie störrisch. "Spätestens morgen ist er da."
Hiltrud sah ihre Augen flehend auf sich gerichtet und seufzte. "Also gut, ich bleibe bis übermorgen früh. Dann fährt ein Wagenzug in Richtung Trossingen ab. Ich frage den Anführer, ob wir uns ihnen anschließen dürfen. Ulrich ist ein netter Kerl, und für seinen Schutz mache ich gern die Beine breit."
Marie kamen die Tränen bei dem Gedanken, dass Hiltrud beinahe jeden Schritt in ihrem Leben mit der Preisgabe ihres Körpers bezahlen musste. "Wenn mein Vater kommt, wirst du dich nie wieder verkaufen müssen, das verspreche ich dir."
Hiltrud schürzte die Lippen und blickte in die Ferne, doch ihre Miene verriet, dass sie nicht an Matthis Schärers Auftauchen glaubte. Als Marie ihre Zweifel spürte, fühlte sie, wie die Hoffnung, die sie in den letzten Tagen aufrecht gehalten hatte, in ihr zerstob und eine schreckliche Leere hinterließ. Sie wußte nicht mehr, was sie tun sollte. Bei Hiltrud mochte sie nicht bleiben, denn es war ihr klar, dass sie dann früher oder später ebenfalls Männer mit ins Zelt nehmen musste...


Meine Meinung

Dieses Buch hat nicht umsonst lange auf vielen Bestsellerlisten gestanden. Die Geschichte selbst ist sehr glaubhaft geschildert und der Lebenswandel um 1400 wird eindrucksvoll wiedergegeben. Da ich nicht so der Geschichtsfreak bin (zumindest was Jahreszahlen und Orte anbelangt), habe ich mich beim Lesen des Öfteren gefragt, ob einige Situationen wahrheitsgetreu in den Roman übernommen wurden. Nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass viele Ereignisse, die in diesem Buch geschildert wurden, der Wahrheit entsprechen. So liest man z.B. davon, wie Jan Hus der Ketzerei schuldig gesprochen, dem Scheiterhaufen zugeführt wird und dass Luther, der seine 95 Thesen an die Tür zur Schloßkirche zu Wittenberg schlug, u.a. auch Jan Hus zum Vorbild hatte..

Hierzu ein kurzer Auszug aus dem Buch, Seite 553

Marie zog die Stirn kraus und sah den Grafen kopfschüttelnd an. "Nach allem, was ich gehört habe, predigt Magister Hus nichts, was gegen Gott und die von ihm geschaffene Ordnung gerichtet ist. Dass er die Unmoral der Prälaten und die Prunksucht der Äbte und Bischöfe anprangert, müsste im Sinne jedes wahren Christen sein. Schließlich sind diese Herren zu Hirten der Christenheit ernannt worden und nicht zu ihren Kerkermeistern."
Graf Eberhard lächelte nachsichtig. "Lass diese Worte niemanden hören, Marie, sonst gilst auch du als Ketzerin. Solche Ansichten bedrohen die Autorität der Kirchenfürsten und damit auch die des Papstes und des Kaisers..."


Durch diese geschichtsnahe Beschreibung der Geschehnisse wirkt dieses Buch richtig echt, nicht gekünstelt. Es liest sich recht gut, ab und zu kommt man etwas ins Stocken durch die teilweise "alte Schreibweise", die aber in dieses Buch passt, da es ja das Leben im 15. Jahrhundert wiedergibt. Des Öfteren wird schon mal mit etwas obszöneren Worten hantiert, was aber in einem Buch, welches sich "Die Wanderhure" nennt, nicht sonderlich überraschend sein sollte, auch kommen manche Passagen etwas brutal daher. Aber so ist eben das Leben der Marie Schärer, mal hat es Höhen, mal wieder Tiefen. Also wer da etwas empfindlich drauf reagiert, der sollte dieses Buch dann lieber nicht lesen. Ich selbst konnte das Buch an vielen Stellen einfach nicht mehr aus der Hand legen, weil ich einfach wissen musste, wie es wohl weitergehen wird.

Da ich noch nie einen historischen Roman dieser Art gelesen habe, sondern eher ein Verfechter der Ildikó von Kürthy-Romane (und anderer) sowie Bücher über persönliche Erfahrungen von Menschen bin, war dieser Roman eine willkommene Abwechslung in meinem Lesealltag. Damit würde ich sagen, dass man nicht unbedingt ein großer Anhänger dieser historischen Romane sein muss, um an diesem, hier von mir vorgestellten Roman, gefallen zu finden.
Ich für mich habe entschieden, die Folgeromane auch zu kaufen, wobei ich "Das Vermächtnis der Wanderhure" schon zu Hause habe und das andere gleich bei buecher.de bestellen werde.
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Kommentare
sindimindi
sindimindi, 04.07.2008
Mit Historienromanen ist das immer so eine Sache...aber Erfahrungen von lebenden Zeitzeugen sind äußerst selten - wenn sie nicht junge Schildkröten waren, die heute 200 Jahre alt sind...- RS
NancyNoack
NancyNoack, 05.07.2008
Das Buch hatte mir meine Schwester auch schon empfohlen. Ich glaube, ich werde es mir tatsächlich mal holen. Klasse Bericht den du hier verfasst hast! Lg, Nancy
luxusklasse1
luxusklasse1, 11.07.2008
Ich glaube, ich habe über kein Buch hier mehr Testberichte gelesen. LG
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Iny Lorentz: Die Wanderhure kaufen
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kleinerengel262

Das grausame Schicksal der Wanderhure

ein Testbericht von 2011-02-03 12:57:03 vom 03.02.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: Ein spanender Roman, man kann nicht aufhören zu lesen...
Nachteile/Kritik: nichts
Hier ein kleines Update von mir ich habe noch ein weiteres Foto eingestellt da ja einige der Meinung sind das es nicht das Buch ist sondern die DVD aber es gibt auch das Buch zum Film wo beide gleich aussehen.



Heute möchte ich das Buch „Die Wanderhure“ vorstellen von der Autorin Iny Lorentz. Bis vor Kurzem um genau zu sein bis Weihnachten hatte ich einfach keine Lust und auch keine Zeit mal ein Buch in die Hand zu nehmen und habe mich immer amüsiert wenn mein Freund zu jeder Gelegenheit ein Buch in die Hand nahm. Dann kam ich auf das Buch „Die Wanderhure“ denn meine Mutter schwärmte so sehr davon das ich es lesen musste und ich wurde nicht enttäuscht.

**Autorin**

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman „Die Kastratin“ die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit der „Wanderhure“ gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft.

Hompage: www.iny-lorentz.de

Diese Bücher sind bereits erschienen von diesen Autoren: Die Kastellanin, Das Vermächtnis der Wanderhure, Die Tochter der Wanderhure, Die Kastarin, Die Goldhändlerin, Die Löwin, Die Tatarin, Die Pilgerin, Die Feuerbraut, Dezembersturm und Aprilgewitter

**Das Buch**

Das Buch „Die Wanderhure“ kostest 9,99 Euro was ich in Ordnung finde für das Buch. Die ISBN Nummer ist 978-3-426-50768-1 falls jemand doch Lust bekommt nach diesem Bericht sich das Buch zuzulegen.

„Die Wanderhure“ ist das erste Buch der 4 Bände ( 2 Band Die Kastellanin, 3 Band Das Vermächtnis der Wanderhure, 4 Band Die Tochter der Wanderhure) und ein sehr interessanter Roman.

**Der Erste Band „Die Wanderhure“

Konstanz im Jahre 1410 Marie Schärer soll mit Ruppertus Splendidus verheiratet werden obwohl Marie ihn so gar nicht kennt und Glücklich darüber ist sie so gar nicht denn sie wollte sich ihren Mann alleine Aussuchen und nicht „Verheiratet werden“. Der Vater Matthias Schärer kann sein Glück gar nicht fassen denn er ahnte ja auch nicht das es Ruppert dem adeligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und so nahm das Schicksal von Marie seinen Lauf. Ruppert hegt eine sehr gemeine Intrige aus. Der Ehevertrag wird aufgesetzt wo insbesondere drin steht das Marie „Jungfräulich“ ist der Vater Matthias unterschreibt dies mit ruhigen gewissen denn er wusste das seine Marie so rein wie ein Engel ist.
Am Abend vor der Hochzeit wird Marie dann der Unzucht bezichtigt und Ruppertus lässt sie in den Kerker sperren. Im Kerker wird Marie dann auf Brutalste Weise „Vergewaltigt“ und das dann auch noch gleich von drei Männern. Am nächsten morgen sollte dann die Jungfräulichkeit von einer Nonne bestätigt werden obwohl sie die Verletzungen sah und sie auch abwusch behauptet die Nonne vor Gericht Marie sei „keine Jungfrau“ mehr. So urteilte das Gericht das Marie 20 Peitschen Hiebe bekommen soll und aus der Stadt verbannt werden soll. Marie wurde an den Schandpfahl gebunden und bekam 20 Peitschenhiebe. Sie konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und wurde ohne Rücksicht auf sie aus der Stadt gebracht. Nach dem ihre Kräfte nachgelassen haben lag sie leblos am Straßenrand. Eine Vorbei gehende junge Hure nahm sich ihrer an. Hiltrud pflegt sie wieder gesund aber alles soll auch sein Preis haben. Die einzigste Möglichkeit die Marie blieb war selbst als Hure tätig zu sein. Marie wurde ab da an eine der begehrtesten Huren überhaupt auf gut Deutsch eine „Edelhure“ denn sie ist Hübsch und auch noch gepflegt und machte ihre Beine nicht für Pfennige breit. Sie erlebt viel in der Zeit als Hure schöne dinge aber auch machte sie viele Schmerzvolle Erfahrungen. Ein Ziel hatte Marie aber immer vor Augen ihre „Rache“. Ob der Tag kommt das müsst ihr dann lesen. Denn ich möchte ja auch nicht alles von dem Buch preisgeben sonst macht euch das lesen nachher auch keinen Spaß mehr und das möchte ich ja nicht.

Das Buch solltet ihr unbedingt lesen es lohnt sich absolut vor allem was Marie aus ihrem Neuen Leben macht.

Wenn man einmal angefangen hat zu lesen kann man nicht mehr aufhören. Dieses Buch ist auch so toll geschrieben das man sich da reinfühlen kann wie es Marie da ging. Es ist einfach fantastisch geschrieben. Ich habe angefangen das Buch zu lesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen es wurde so toll geschrieben das man sich es richtig toll Vorstellen konnte was damals passiert ist und was Marie durchlebt hat. Und anhand dieses Buches sieht man auch das auch Frauen einfach unverschuldet in die Prostitution rutschen und egal was sie machen es ist einfach verdammt schwierig da wieder raus zu kommen. Selbst wenn man da wieder rauskommt klebt die Vergangenheit an einem wie Kaugummi.
In dem Buch geht es auch um die Mittelalterzeit was mich persönlich auch immer sehr interessiert denn ich finde diese Zeit schon faszinierend denn man glaubt es kaum wie wenig wert Frauen in dieser Zeit waren. Frauen waren weniger wert als ein Tier. Rechte hatten Frauen gar keine wollte ein Man sich an ihr Befriedigen nahm er sich es ohne auch ein „Nein“ der Frau zuzulassen. Pflichten dagegen hatte eine Frau viele und wehe dem sie kam ihren Pflichten nicht nach.

Nun bin ich gerade bei der „Kastellanin“ und bin gespannt wie es mit Marie weitergeht.

Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen.
...
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Kommentare
Miraculix1967
Miraculix1967, 09.03.2011
Schöner Bericht, schönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
uhlig_simone@t-online.de
uhlig_simone@t-online.de, 03.02.2011
würde mich sehr über deine gegenlesungen freuen.liebe grüße v.simone
austin77
austin77, 03.02.2011
Ich lese bei dir und du bei mir so macht yopi Spaß. Liebe Grüße
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Das Buch die Wanderhure
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HEIDIZ

Schon fast ein Klassiker

ein Testbericht von 2010-02-01 16:15:19 vom 01.02.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Text...
Nachteile/Kritik: siehe Text
... Man kann dieses erste Buch einer Serie über Maria - die Wanderhure - schon bald als einen Klassiker der Literatur bezeichnen.
Es ist schon ein Weilchen her, dass ich dieses Buch las, aber heute möchte ich gern über meine Erfahrungen damit berichten, wie ich das Lesen empfunden habe.
Daten zum Buch:
=============
Taschenbuch: 606 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (1. April 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426629348
ISBN-13: 978-3426629345
Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 4,4 cm
PREIS: 9,95 Euro
Inhalt und Gliederung:
=================
Das Buch ist in 6 Teile untergliedert.
1. Teil: Der Prozess (Konstanz, 1410)
2. Teil: Ausgestoßen 3. Teil: Burg Arnstein
4. Teil Gefährliche Wanderschaft
5. Teil: Das Konzil
6. Teil: Der Aufstand der Hübschlerinnen
Epilog
Die Bürgerstochter Marie und Graf Ruppert, der sie heiraten möchte, sind die Hauptpersonen. Maries Vater ist überglücklich, aber er ahnt nicht, was hinter des Grafen Heiratsplänen steckt. Er sieht hat nur "die Dollarzeichen" in seinen Augen.
Eine schreckliche Intrige (sie wird der Hurerei beschuldigt, obwohl sie keine Schuld trifft.) zwingt Marie, aus der Stadt (Konstanz) zu flüchten. Sie muss sich verkaufen, um überleben zu können.
Aber nicht nur, dass sie schändlich behandelt wird, im Gefängnis unmenschlich behandelt, nein, auch noch das Geld ihres Vaters wird ihm abgenommen. Sie wid innerhalb weniger Stunden verurteilt, sodass sie sich überhaupt nicht verteidigen kann.
Zu ihrem Glück trifft sie Hedwig, die es in ihrer aufopfernden Weise schafft, Marie gesund zu pflegen. Ihr verdankt sie ihr Leben.
Lange Jahre verdient sie sich so mühsam ihr Brot, um überleben zu können. Sie zieht gemeinsam mit Hedwig durch die Lande. Dann kommt es zum Konzil von Konstanz.
meine Meinung zum Buch:
=====================
Wanderhuren gab es im Mittelalter, und so hat Iny Lorentz diesen historischen Stoff in einem atemberaubenden Roman (mehreren Romanen) verarbeitet. Es handelt sich um einen leichten eingängigen mittelalterlichen Roman, wo eine Frau die Heldung ist, die viel durchleben, viel Leid erleben muss, aber immer mutig ihre Frau steht. An ihrem Beispiel, wie das in vielen anderen Roman auch verarbeitet wurde, wird gezeigt, wie schwierig die Zeiten waren, wie die Frau zu heldenhaftem Leben gezwungen wrude, um zu überleben.
Klar, es ist ein mittelalterlicher roman, aber kein Sachbuch, deshalb kann ich mich mancher Meinung nicht ganz anschließen, die da behauptet, dass historische Fakten zu wenig hinterlegt sind. Es basiert auf dem Stoff und der Tatsache, dass es Wanderhuren gab, und viele andere Details sind historisch hinterlegt, aber ein solcher Roman muss nicht gezwungenermaßen komplett historisch recherchiert und hinterlegt sein.
Es soll hohen Unterhaltungswert besitzen und das tut es allemal. Lorentz hat flüssig geschrieben, hält den Spannungsfaden von Anfang bis Ende aufrecht und spinnt ihn sozusagen immer weiter, weil immer wieder etwas passiert, was den Leser am Stoff fesselt.
Iny Lorentz stellt Gut und Böse gegenüber, stellt dem Leser die handelnden Charaktere bildhaft gegenüber und lässt den Leser in die Handlung eintauchen. Ich habe es sehr genossen, diesen Roman zu lesen und auch zwei weitere aus ihrer Feder habe ich schon gelesen und werde sie bei Gelegenheit rezensieren.
Der Folgeroman von der Wanderhure ist "Die Kastellanin" darauf folgte "Das Vermächtnis" und danach "Die Tochter der Wanderhure" - soviel ist mir bekannt.
Als relativ handliche Taschenbuchausgabe ist dieses Buch in jede Tasche passend und als Urlaubslektüre oder für einen gemütlichen Abend am Kamin bestens geeignet.
Iny Lorentz ist in Mittelalter-Roman-Kreise kein ungeschriebenes Blatt mehr, man kennt diesen Namen und kommt kaum an ihm vorbei. Aber wer steckt hinter diesem Namen. Es handelt sich um Iny und Elmar Lorentz, die beide - miteinander verheiratet - in München leben und arbeiten. Seit Anfang der 80er Jahre schreiben sie schon Kurzgeschichten. Begonnen hat ihre bekannte Arbeit mit "Die Kastratin" und - so habe ich gerade gelesen - "Die Pilgerin" ist ihr neustes Werk. Die Bücher gehen weg wie warme Semmeln und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Eine überaus spannende und bildhafte Schreibweise zeichnet ihre Romane aus. Sie schreiben für Jedermann. Man versteht, was die Geschichte sagen soll. Es ist irgendwie ein Hintergedanke dahinter, auch wenn die guten und bösen Charaktere teilweise klischeebehaftet sind, was mich überhaupt nicht stört, so sind die Romane eine gelungene Unterhaltung für Mittelalterfans. Das Mittelalter ist so weit zurück liegend, aber Iny Lorentz schafft es, dieses Zeitalter vor dem geistigen Auge ihrer Leser wieder aufleben zu lassen.
Beste Unterhaltung !!!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
senora
senora, 01.02.2010
Wann wird die Sonne sich wieder blicken lassen ? Bei dir hoffentlich bald. LG
cleo1
cleo1, 01.02.2010
Schöner Bericht. Einen schönen Montag noch und LG cleo1
Lakisha_1
Lakisha_1, 01.02.2010
schön berichtet. wünsche noch eine ruhige nacht.lg
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sabinerolli

Die Wanderhure

ein Testbericht von 2008-08-29 11:03:20 vom 29.08.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: Super spannendes Buch...
Nachteile/Kritik: Am Anfang etwas Zähflüssig
So ihr lieben heute stelle ich euch wieder mal ein Buch vor das ich kürzlich gelesen habe. Hierbei geht es um die Taschenbuch Ausgabe Die Wanderhure. Gekauft habe ich mir dieses Buch auf dem Trödelmarkt und dafür bezahlt habe ich 5,90 Euro da es sich hierbei um ein Mängel Exenplar handelt. Dies fand ich habe überhaupt nicht schlimm denn lesen kann man darin alles genauso gut grins.

Im Handel kostet dieses Buch 8,95 Euro und dieses Buch umfasst 606 Seiten Lesespaß.

Über die Autorin
============
Iny Lorentz wurde in Köln geboren und hat in verschiedenen Berufen gearbeitet. Seit den frühen achtziger Jahren hat Sie mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht. Ihre Romane Die Kastratin und Die Goldhändlerin waren große Erfolge.

Die Homepage der Autorin: www.iny-lorentz.de


Leseprobe
=======
Konstanz, im Jahre des Herrn 1410

Marie schlüpfte schuldbewusst in die Küche und versuchte, unauffällig wieder an ihre Arbeit zu gehen. Wina, die Haushälterin, eine kleine, breit gebaute Frau mit einem ehrlichen, aber strengen Gesicht und bereits grau werdenen Zöpfen, hatte ihr Fehlen jedoch schon bemerkt und winkte sie mit tadelnder Miene zu sich. Als Marie vor ihr stand, legte sie ihre Hand auf die Schulter und seufste tief.

Seit Meister Matthis Ehefrau im Kindbett gestorben war, hatte Wina versucht, dem Mädchen die Mutter zu ersetzen. Es war nicht einfach gewesen, den richtigen Weg zwischen Nachsicht und Strenge zu finden, aber bisher war sie mit Maries Entwicklung zufrieden gewesen. Aus dem neugierigen und oftmals viel zu übermütigen Kind war eine gehorsame und gottesfürchtige Jungfer geworden, auf die ihr Vater stolz sein konnte. Seit dem Tag allerdings, an dem Marie erfahren hatte, dass sie verheiratet werden sollte, war sie wie ausgewechselt. Anstatt vor Freude singend und tanzend durchs Haus zu springen, tat sie ihre Arbeit it mürrischen Gesicht und benahm sich so wild wie ein Füllen, dem man zum ersten Mal Zügel anlegen wollte.

Andere Mädchen jubelten, wenn sie erfuhren, das ein Mann aus angesehender Familie um sie warb. Marie hatte jedoch völlig verstört reagiert, so als fürchte sie sich vor dem wichtigsten Schritt im Leben einer Frau. Dabei hätte sie es kaum besser treffen können. Ihr Zukünftiger war Magister Ruppertus Splendidus, der Sohn eines Reichsgrafen, wenn auch nur von einer leibeigenen Magd. Trotz seiner Jugend war er ein bekannter Advokat, dem eine glänzende Zukunft bevorstand.


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Nunja Marie war sichtlich entsetzt darüber das man sie einfach so erheiraten wollte ohne das sie gefragt wurde und ohne das sie diesen Mann kannte. Doch ihr Vater hatte die Verbindung schon voller stolz beschlossen und Marie konnte sich dem nur fügen. Denn die vorbereitungen für die Hochzeit waren da schon im vollen Gange und Marie konnte nichts dagegen tun und fügte sich in ihr Schicksal. Marie hatte totale Angst vor dieser Verbindung und auch die Alte Wina konnte ihr diese Ängste einfach nicht nehmen, schließlich war sie doch gerade erst 17 geworden und das einzige Kind ihres Vaters und hatt gedacht das sie nicht so bald Heiraten müsste. Doch der Vater hat entschieden und sie sollte in ein Paar Tagen schon die Frau eines Mannes werden für den sie überhaupt keine Gefühle hatte.


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Marie war froh das ihr Vater sie nicht mit Linhard verheiratet hatte, denn sie mochte ihne nicht. Der Schreiber dienerte vor ihren Vater wie ein Leibeigener vor seinen adligen Besitzer, die Fuhrknechte und das Gesinde aber behandelte er on oben herab, als wäre er der Herr im Haus. Mit diesem Mann wäre siegewiss nicht glücklich geworden. In diesem Moment hatte sie das Gefühl, das sie froh sein musste, einen gebildeten Herren wie Magister Ruppertus zum Gatten zu bekommen.

Michel ließ sich weder durch ihre knappe Erklärung noch durch ihre abweisende Miene abschrecken. Liebt er dich ?
Marie passte sein Tonfall nicht, daher fiel ihre Antwort schroffer aus als beabsichtigt. Ich nehme es an. Sonst hätte er nicht um mich geworben.

Michel schnaubte verärgert. Weißt du überhaupt, was für ein Mensch der Magister ist ?

Er ist ein angesehener und gelehrter Mann, und es ist eine Ehre für mich, das er mich erwählt hat. Das waren fast die gleichen Worte, mit denen ihr Vater ihr seine Entscheidung mitgeteilt hatte.

Michel trat näher und blickte sie ernst an. Glaubst du wirklich, das du mit ihm glücklich wirst ?

Marie hob angriffslustig ihr Kinn. Am liebsten hätte sie ihm gesagt, das ihm das nichts anginge. Gleichzeitig hofte sie, dass Michel ihr etwas über ihren Bräutigam erzählen konnte.
Gegen ihren Willen lächelte sie wehmütig. Wie kann ich das wissen? Liebe und Glück kommen mit der Ehe, so heißt es doch .

Ich wünsche es dir, brach es aus Michel herraus. Aber ich bezweiflel es. Nach allem was ich gehört habe, ist Ruppert ein gefühlsarmer, berechnender Mensch, der um eines Vorteils willen über Leichen geht.

Marie schüttelte unwillig den Kopf. Woher willst du das wissen ? Du kennst ihn doch nicht persönlich.
Ich habe so einiges mitbekommen, was Reisende in der Schankstube über ihn berichtet haben. Dein Magister ist ein bekannter Advokatus.

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Marie wollte von den warnungen nichts hören und Michel konnte nichts tun und musste zusehen wie sie in ihr verderben rannte. Denn er war nur der 5 Sohn eines Schankwirtes und hatte keinerlei Rechte und konnte so sein geliebte Marie nicht selber Heiraten. Sie waren schon seit ihrer Kindheit befreundet, aber als Marie dann ihrer ersten Weiblichen reize bekam dfte sie Michel nicht mehr sehen und auch ohne begleitetung das Haus nicht mehr verlassen, denn sie musste ja ihre Tugendhaftigkeit und Jungfreulichkeit schützen. Ja so war das eben zu dieser Zeit kein Mädchen das sich nicht als lasterhaft und der Hurerei beschuldigt werden wollte musste sich dem fügen was der Vater für sie bestimmte. Wenn Marie zu diesem Zeitpunkt schon gewusst hätte was auf sie zu kommt wäre sie sicherlich geflohen und hätte sich in einem Kloster verborgen um nicht das zu erleben was sie erlebt hat aber dazu gleich mehr in der nächsten Leseprobe. Dort werdet ihr auch dann erfahren was Marie passiert. Denn hier steht eine Menge für Marie und ihrem Vater aufs Spiel da sie sehr vermögend waren. Nachdem nun alle Sachen und der Vertrag für die Ehe unterzeichnet waren ging es los mit dem bösen Inrigenspiel rund um Marie und ihren Vater.


nächste Leseprobe
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Die Männer saßen noch lange zusammen und feierten, als Marie und die Mägde längst im Bett lagen. Den anderen Gästen fiel nicht auf, dass der Magister nur an seinem Becher nippte, während sie sich ein ums anderer mal nachschenken ließen. Meister Jörgs Zunge war so schwer geworden, dass seine Worte kaum noch zu vertsehen waren, aber das hinderte ihn nicht, langatmige Anekdoten zu erzählen.

Ihr müsst zugeben, ihr hättet es schlechter treffen können alsmit meiner Nichte. sagte Meister Mombert zu Ruppertus, während er ihm den Arm um die Schulter legte und ihn an sich zog.

Wenn ich euch einen Rat geben darf, so als erfahrender Mann zu einen jüngeren, dann............ Er kam nicht mehr dazu, sein Weisheiten an den Mann zu bringen, denn im selben Augenblick pochte jemand heftig an das Hoftor.

Ich gehe nachsehen, rief Linhard und verliß den Raum, ehe sein Herr reagieren konnte.

Kurze Zeit später kehrte er ganz uasser Atem zurück. Herr Magister, unten ist ein Mann der dringend mit euch sprechen will.

Warum hast du ihn nicht mit hochgebracht? fragte Meister Matthies ärgerlich.

Linhard zitterte am ganzen Körper, als wäre er einem Gespenst begegnet. Der Mann will den Magister unter vier Augen sprechen.

Wenn dem so ist, muß ich wohl hinuntergehen. Ruppert stand auf und nahm seinen Mantel vom Haken, um sich gegen die Kühle Nachtluft zu schützen. Während sein Schritt auf der Treppe verklang, blickten sich die Gäster fragend an.

Es wird doch nicht ein Bote seines Vaters gekommen sein, um ihm die Heirat mit eurer Tochter zu verbieten ? Das schiefe Grinsen des Leinwebers zeigte deutlich, wie sehr ihm diese Wendung der Dinge gefallen würde.

Meister Matthies wischte diese möglichkeit mit einer heftigen Hanbewegung beiseite. Wir habe den Ehe und Erbvertrag unterschrieben und besiegelt, also muß Magister
Ruppertus meine Marie morgen heiraten.

( Wir machen hier mal einen kleinen sprung bis zu nächsten Stelle wo es spannend wird. )

Als Ruppert zurückkehrte war sein Gesicht zornerfüllt. Er blieb vor dem Hausherrn stehen und sah auf ihn herab wie auf ein wiederliches Insekt. Matthis Schärer, Ihr seit ein elender Betrüger ! Ihr habt mir tugendsame Jungfrau zur Ehe angeboten. Dabei ist Eure Tochte eine widerwertige Metze, die es schon mit unzähligen Männern getrieben hat..

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Schlimm da wird doch Marie der Hurerei beschuldigt obwohl sie sich hat nichts zu schulden kommen lassen, und sie kann sich noch nicht einmals dagegen wehren, denn diese anschuldigungen liegen hart in der Luft und nun geht es ihr und ihren Vater ohne Gnade an den Kragen. Wie geht es nun weiter ???????????????

Nungut ich gebe euch noch ein bischen preis aus meinem Buch und lege eine Leseprobe dazu Grins


Leseprobe
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Ruppert schob ihn zum Tisch. Utz Käffli, ein Furmann, den ich als ehrlichen braven Mann kenne.
Er ist uns bekannt. Jörg Wölfings Ton war nicht zu entnehmen, ob er sich Rupperts Urteil über den Fuhrmann anschließen wollte oder nicht.

Meister Matthis kam schwankend auf die Beine und starrte den Mann mit offenem Mund an. Natürlich ist er uns bekannt. Er hat auch schon für mich gearbeitet. Was soll das Utz?? Was erzählst du für Lügen über meine Tochter ??

Der Fuhrmann lachte mit heruntergezogenenen Mundwinkeln. 'Das sind keine Lügen. Gott soll mich strafen wenn ich nicht die Wahrheit spreche. Ich hätte nbie etwas schlechtes über Marie gesagt, aber ich kenne Herrn Magister Ruppertus als edlen und vornehmen Mann, den ich nicht ins Unglück rennen lassen möchte.

Der Leinweber Gero sah den Fuhrmann erwrtunsvol an. Hast Du selbst gesehen, wie Marie von einem anderen Mann beschlafen wurde ?

Ich selbst habe sie schon etliche Male besessen.

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Selbst der Schreiber Linhard lügt mit und gibt bekannt das auch er Marie beschlafen hat So gibt es keine andere Wahl als das Zimmer von Marie zu durchsuchen und den Gegenstand den sie Als bezahlung genommen habe sollte zu finden und man fand das Schmuckstück und Marie wurde daraufhin den Kerkermeister übergeben und in den Turm gesperrt mit nichts weiter an als einem dünne Nachthemd.

Damit sie später vor dem Kirchengericht auch dementsprechend bestraft wird hatte sich Ruppert und seine Verbündeten alles fein ausgedacht damit sie nicht als Jungfrau da steht. Noch in der selben nacht wierd Marie von dem Kerkermeister, Utz und Linhard auf brutalste weise Geschändet und vergewaltigt damit sie am nächsten Tag vor Gericht keinen Meineid ablegen mussten. Und am nächsten morgen sollte sie eine ätere Bürgerin untersuchen und ihre Jungfreulichkeit bestätigen, doch diese war in diesem Komplott mit verwickelt und hatte nur böse Worte für Marie übrig. Sie richtete Marie so gut her das niemand sehen konnte das siegeschändet worden war alles Blut der Nacht wurde abgewaschen und ihr ein Tuch zwischen die Beine gesteckt damit keines nachlaufen konnte und somit der Betrug auffällt.

Tja die arme Marie wurde als Hure vom Gerichtverurteilt und bekam die schlimmste Strafe für sowas, sie wurde in ein Schandkleid für huren gesteckt und auf dem Markt öffentlich ausgespeitsch und anschließend aus der Stadt verbannt.

Michel begab sich auf die suche nach Marie, denn er wollte ihr helfen doch hat er sie gefunden?????????

Na , na ihr glaubt doch jetzt nicht allen ernstes das ich euch alles aus dem Buch verrate ;o)
Nein natürlich nicht. Wenn ihr wissen wollt wie es mit Mari, Michel und so weiter geht dann müsst ihr euch das Buch schon selber holen und lesen. Ich kann euch an dieser Stelle das Buch nur Empfehlen und sagen das ich auch das zweite schon zwischen den Fingern habe und eifrig lese ,aber das ist hier wieder eine andere Geschichte die ich euch in meinem nächsten Bericht nahe legen werde, da ich es ja noch lese.

So und noch was, solltet ihr hier Tippfehler finden, ist ok die dürft ihr gerne behalten die möchte ich nicht wieder haben.

So nun viel Spaß beim lesen und bewerten.
...
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Kommentare
cybermaus
cybermaus, 29.08.2008
Super geschriebener Bericht! Ich wünsche dir noch ein wunderschönes Wochenende! Deine cybermaus
NancyNoack
NancyNoack, 29.08.2008
Das hat mir meine Schwester auch schon empfohlen. Muss es wohl echt mal lesen.
K1972
K1972, 29.08.2008
Hört sich sehr interessant an , wie es wohl weitergeht ??? Sehr hilfreich !
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dom1022

Die Wanderhure - Einblick ins Mittelalter

ein Testbericht von 2008-04-29 14:40:52 vom 29.04.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr ausdrucksvolle Sprache, interessante Handlung...
Nachteile/Kritik: manchmal etwas zu deteiliert beschrieben
-- Vorwort ?-

Zu beginn muss ich sagen, dass ?Die Wanderhure? von Iny Lorentz mein erster historischer Roman war. Eigentlich entspricht diese Kategorie nicht meiner bevorzugten Stilrichtung, doch als ich das Taschenbuch in der Buchhandlung entdeckt habe, musste ich es unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.


-- Das Buch im Handel ?-

?Die Wanderhure? wurde vom Knaur Taschenbuchverlag publiziert und ist als Taschenbuch oder Hörbuch verfügbar. Mit 606 Seiten ist es ein ziemlich umfangreicher Roman, der in mehrere Teile und Kapitel unterteilt ist. Mit 9,20 ? ist es ein ziemlich preiswertes Werk, woran aber keinesfalls die Qualität zu messen ist!


-- Die Autorin ?-

Wie auf der Homepage vom Knaur Taschenbuchverlag ersichtlich ist, steckt hinter dem Namen ?Iny Lorentz? ein Münchner Autorenpaar, dessen Romane bereits alle zu Bestsellern wurden.


-- Die Personen ?-

- Marie Schärerin
Hauptperson in allen Teilen. Mit 17 Jahren wird sie mit Magister Ruppertus verlobt, der Sie als Hure anklagt und dadurch ihre Mitgift für sich selbst behält.
- Mathis Schärer
Vater von Marie. Arrangiert die Verlobung zwischen Marie und Magister Ruppertus. Wird von den Handlangern umgebracht.
- Hiltrud
Eine Wanderhure, die Marie auf dem Weg findet und gesund pflegt. Sie wird zu Maries Gefährtin als Hübschlerin.
- Graf von Württemberg
Marie muss die Gunst eines hohen Herrn erlangen, um eine Anhörung bei Kaiser Sigismund zu bekommen, und ihre Peiniger anklagen zu können.


-- Die Handlung ?-

Marie wird von ihrem Verlobten als Hure angeklagt, damit er ihr Vermögen für sich behalten kann. Dies geschieht durch zwei Stadtbüttel und den Schreiberling der Familie, die sie der Unzucht beschuldigen, was sie auch beweisen können, indem sie ein Schmuckstück in Maries Kammer platzieren, von dem sie behaupten, es ihr nach dem vollzogenen Akt geschenkt zu haben. Marie wird bis zu ihrem Prozess im Turm eingesperrt und von den dreien vergewaltigt, damit die Hebamme eine tatsächliche Entjungferung bei dem Prozess beweisen kann.
Marie wird als Hure verurteilt, am Konstanzer Marktplatz ausgepeitscht und in einem gelben Schandkittel auf Lebenszeit aus der Stadt getrieben.
Als die Wanderhure Hiltrud das Mädchen am Straßenrand findet, lädt Sie es auf ihren Wagen und nimmt es mit auf den nächsten Marktplatz, an dem sie ihre Zelte für die Freier aufschlagen will. Marie wird von ihr gesund gepflegt und muss fortan das Leben einer Wanderhure führen, da sie als solche verurteilt wurde und man sie hinrichten würde, falls sie versuchte, dies zu leugnen.
Auf einem großen Markt, wird Marie durch einen Zufall von Mechthild von Arnstein auf ihre Burg eingeladen, da die Burgherrin für die Zeit ihrer Schwangerschaft eine Bettgenossin für seinen Mann sucht. Auf Burg Arnstein lernt Marie den Grafen von Württemberg kennen, der durch ihre außergewöhnliche Schönheit sofort auf sie aufmerksam wird. Marie wird zu einer guten Vertrauten des Grafen und somit schaffen die beiden es später, auf dem Konstanzer Konzil eine Audienz bei Kaiser Sigismund zu erhalten um Maries Peiniger anzuklagen, die sie damals als Hure verleumdet haben.
So gewinnt Marie ihren ursprünglichen Stand und ihr Leben zurück und wird mit ihrem Jugendfreund, Michel Adler, verheiratet, welcher in der Fortsetzung noch eine größere Rolle spielen wird.


-- Die Fortsetzungen ?-

- Die Kastellanin
Maries Glück wird erneut gestört, als Kaiser Sigismund auch ihren Mann Michel, den Herren über Rheinsobern in den Krieg
einberuft.

- Das Vermächtnis der Wanderhure
Von Eifersucht getrieben schmiedet Maries Erzfeindin Hulda von Hettenheim den Plan, sie entführen und für tot erklären zu lassen.


-- Das Resümee ?-

- Sprache
Durch die zahlreichen altertümlichen Ausdrücke wird ein passendes Gefühl für das Mittelalter geschaffen. Außerdem bekommt jeder Charakter seine eigenen Merkmale, welche in allen Teile beibehalten werden.

- Informationen
Unglaublich viele geschichtliche Daten werden in diesem Roman verarbeitet und jedes Ereignis wird genau geschildert, sodass die damalige Zeit zum Greifen nahe wird.

- Persönliche Meinung
Obwohl der Roman sehr lange und detailliert geschrieben ist, wird er einem kaum langweilig, weil immer neue Szenarien beschrieben werden und es sich niemals um nur eine feste Handlung dreht.
...
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Kommentare
NavySeall
NavySeall, 29.04.2008
Na das ist ja mal ein Titel, weckt auf jeden Fall Interesse. Sehr guter Bericht, LG NavySeall
Mondlicht1957
Mondlicht1957, 06.05.2008
Sehr hilfreich, klasse beschrieben, Gruß aus dem sonnigen Berlin
Miraculix1967
Miraculix1967, 29.04.2008
Schönen Gruß aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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Lilliana

Vom Mittelalter und tiefsten Seelenabgründen

ein Testbericht von 2006-12-31 00:47:14 vom 31.12.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Handlung, Spannung, eine neue und unglaubliche Sichtweise in das Mittelater...
Nachteile/Kritik: ///
Liebe Leserinnen und Leser!

Während der besinnlichen Weihnachtszeit, gab es oft Minuten, wo ich mich gerne mal zurückgezogen habe um mir ein Buch zur Hand zunehmen. Dabei sind es oft historische Romane, die ich viel und gerne verschlinge; eines davon möchte ich heute etwas näher vorstellen.
Das Mittelalter und die Abgründe der menschlichen Seele spielen in dem Buch

>>>> Die Wanderhure <<<<

eine wichtige Rolle und werden von der Autorin Iny Lorentz gekonnt in Szene gesetzt.




>>>> INY LORENTZ <<<<
Iny Lorentz wurde in Köln geboren und hat in verschiedenen Berufen gearbeitet. Seit den frühen achtziger Jahren hat sie mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht. Heute ist sie bei einem Berliner Unternehmen als Programmiererin tätig.
Romane wie:

- Die Kastratin
- Die Goldhändlerin
- Die Tatarin
- Die Löwin

haben ihr zu großem Erfolg verholfen.




>>>> DER HISTORISCHE HINTERGRUND <<<<

A.D. 1410 - Die Lage im Heiligen Römischen Reich der deutschen und in der katholischen Christenheit ist gleichermaßen verworren. König Ruprecht ist tot, und um sein Erbe streiten sich die beiden Vettern Sigismund und Jobst von Mähren. Sigismund wird sich durchsetzen, aber auch er ist nicht in der Lage, die Fehde und das Machtstreben der großen Geschlechter zu beenden, außerdem stellt ihn die Situation der Christenheit vor schier unlösbare Probleme.

Nicht nur ein oder zwei, nein gleich drei Kirchenfürsten erheben den Anspruch, die legitimen Nachfolger des Apostels Petrus zu sei, und bekämpfen einander mit aller Macht. Gleichzeitig erleidet der Klerus einen Niedergang, der aus Mönchen und Priestern Hurenböcke und aus Äbten und Bischöfen Landesherren macht, denen weniger die anvertrauten Seelen als ihr eigener Reichtum und ihre eigene Größe am Herzen liegen.

Aus diesem Grunde beruft der Kaiser Sigismund ein Konzil nach Konstanz ein, bei dem es zwar gelingt die Papstfrage zu lösen, aber in allen anderen wichtigen Punkten versagt.
Weder wird dem Prunk und der Unmoral der Kleriker ein Riegel vorgeschoben noch ein ehrlicher Dialog mit den Kritikern der Kirche gesucht.

Im Verlaufe des Konstanzer Konzils lockern sich die Sitten in der Stadt in einer Weise, dass der Minnesänger Oswald von Wolkenstein sie spöttisch ein Hurenhaus nennt, das von einem Stadttor bis zum anderen reiche.
Die angereisten Hübschlerinnen müssen sich daher mit radikalen Mitteln gegen die unlautere einheimische Konkurrenz zur Wehr setzen.
Die Stadt Konstanz hat noch lange nach dem Konzil mit dessen Nachwirkungen zu kämpfen, und selbst eine Generation danach stellt der Begriff "Konziliumskind" die schlimmste Beleidigung dar, die ein Konstanzer einem anderen an den Kopf werfen kann.




>>>> DIE GESCHICHTE DER WANDERHURE <<<<

Zur Zeit des Konstanzer Konzils spielt sich auch die Lebensgeschichte der Wanderhure Marie Schärer ab.
Bevor sie aber zu einer der beliebtesten Hübschlerinnen ihrer Zeit wird, hat die junge Frau sich vielen Zerreißproben gegenüber zustellen.

Als Kind lebt sie wohlbehütet bei ihrem Vater Matthis Schärer auf, der sich einen angesehenen Bürger Konstanz' nennen darf. Als Marie 14 Jahre alt wird, soll sie mit Ruppertus Splendidus, einem Magister aus gutem Hause, vermählt werden.
In ihrer Position als baldige Frau eines Magister und Reichsgrafen, um die sie jedes andere Mädchen wohl beneidet hätte, bereitet sie sich auf ihre Hochzeit in einer naiv-kindlichen Art vor, dass niemand die Intrigen ihres Zukünftigen bemerkt.
In der Nacht vor der Trauung schließen Matthis Schärer und der Magister den Ehevertrag ab, den Marie, aber auch ihr Vermögen an Ruppertus bindet.
Doch kurz darauf kommt es zum Eklat:
Ruppertus beschuldigt Marie der Unzucht und durch seine Intrigen gelingt es ihm auch, dies fälschlicherweise zu beweisen.

Marie wird aus ihrer heilen Welt herausgerissen und in den Kerker gesteckt, wo sie bis zu ihrer Gerichtsverhandlung wegen Unzucht bleiben muss.
Sie selber hält das alles für einen bösen Traum, denn sie hatte sich nie dieser Verleumdung schuldig gemacht. In ihrer kindlich-naiven Art glaubt sie daran, dass am nächsten Morgen sich alles aufgeklärt hatte und sie sich in ihrem wohlbehüteten Zuhause wieder finden würde.

Gerade 30 Seiten verbringt der Leser in Maries kindlich-heiler Welt bevor sich ihr Leben vollkommen ändert und sie von einer angesehenen Bürgerstochter zu einer Sünderin absteigt - alles wegen einer gemeinen Intrige.

Da der Magister keineswegs an Marie interessiert ist, sondern nur an deren Mitgift und Matthis' Vermögen, lässt er seine Handlanger unglaubliches tun:
Er lässt Marie am Abend vor dem Gerichtsbeginn vergewaltigen um deren Unzucht zu beweisen. Maries heile Welt und auch ihre Seele liegen in Trümmern, dennoch versucht sie noch immer sich aus dieser unwirklichen Situation zu befreien.
Aber weder das Gericht, noch die Bürger Konstanz glauben ihr und verurteilen sie schließlich zur Auspeitschung und Vertreibung aus der Stadt.
Marie findet sich plötzlich im kalten, blutigen und grausamen Mittelalter wieder, welches ihr bisher verborgen blieb.

Auf dem Marktplatz wird das junge Mädchen schließlich entblößt und ihr Rücken mit mehreren brutalen Peitschenhieben verunstaltet. Auf wackelnden Beinen und ohne jegliche Kraft wird sie schließlich aus der Stadt vertrieben.
Niemand ist länger an ihr interessiert - nur Michel. Ein Junge aus der Nachbarschaft, der Marie von Anfang an sein Herz geschenkt hatte.

Schließlich bricht die junge Frau am Straßenrand zusammen, ohne jeglichen Willen weiterzuleben. Erst als die Wanderhure Hiltrud das blutüberströmte Mädchen findet, scheint sie dem Tode entrinnen zu können. Die Frau nimmt sich nach einigen Überlegungen Marie an und sorgt dafür, dass ihre Wunden, die noch immer von der Vergewaltigung und der Auspeitschung zeugen, gut versorgt werden. Mithilfe eines Apothekers gelingt es der Hübschlerin Marie das Leben zu retten.

Marie sieht sich ab jetzt einem ganz neuen Leben gegenüber. Hiltruds Aktivitäten als Hure sind für sie unverständlich, aber dennoch bleibt auch ihr nichts anderes übrig als ihren Körper zu verkaufen. Denn Marie hat sich Rache geschworen - Rache an ihrem ehemaligen Verlobten Ruppertus und dessen Handlangern.

Nach langem zetern, wird auch die junge Marie zur Hure. Durch ihre unverkennbare Schönheit und ihrem engelsgleichen Gesicht, mausert sie sich allerdings zu einer der beliebtesten Huren der Umgebung.

Auf den Wanderungen der beiden Huren, die inzwischen sehr gute Freundinnen geworden sind, sehen sie immer wieder Gefahren entgegen, die kaum überwindbar scheinen.
Maries Vorhaben Rache zu üben, steht also auf Messers Schneide….




>>>> DIE HAUPTFIGUREN <<<<

>>Marie Schärer<<

Am Anfang der Geschichte zeigt sich in der jungen Marie ein schönes, aber sehr naives Kind, das abrupt aus seiner heilen Welt gerissen wird. Im Laufe des Buches allerdings wächst sie zu einer starken Frau heran, die genau weiß was sie will und in all ihren Handlungen von nur einem Wunsch geführt wird:
Rache an ihrem ehemaligen Verlobten und dessen Handlangern.


>>Hiltrud<<
Hiltrud ist eine Wanderhure, die sich Maries annimmt, als diese halbtot am Wegesrand liegt. Sie führt das Mädchen in die Geschicke ihres Gewerbes ein und geht mit ihr durch Dick und Dünn. Die beiden entwickeln eine tiefe Freundschaft, die kein Mann der Welt zerstören kann.


>>Ruppertus Splendidus<<
Ruppert ist Magister und Bastard des Reichsgrafen von Keilburg. Er soll Maries Ehemann werden, doch führt dieser nur böses im Schilde. Durch ihn wird Marie der Unzucht verurteilt. Doch deren Rache ist ihm gewiss.


>>Michel<<
Michel ist seit seiner frühsten Kindheit mit Marie befreundet, doch hegt er innigere Gefühle für sie. Als fünfter Sohn eines Wirtes hat er aber keine Chancen eine angesehene Bürgerstochter zur Frau zu bekommen.


>>>> DAS BUCH IM GANZEN <<<<

… ist der Autorin Iny Lorentz hervorragend gelungen.
Schon zu Anfang der Geschichte ist der Leser fasziniert von der detailgetreuen Widergabe der mittelalterlichen Zustände. Der Leser taucht quasi in das Geschehen voll ein und es fällt einem schwer das Buch aus der Hand zulegen.

Faszinierend aber sogleich in einer schockierenden Art und Weise erzählt die Autorin die Geschehnisse um Marie Schärer und lässt sie lebendig werden.
Selbst Szenen wie die Vergewaltigung der jungen Bürgerstochter schildert sie so detailliert, dass dem Leser beinahe der Atem stockt. Das tiefste Empfinden Maries, aber auch der Vergewaltiger kommen zur Geltung, sodass die Autorin den Blick auf die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele frei gibt.

Die Autorin berichtet in einer Epoche unglaublicher Grausamkeit, in der Tod, Verachtung und Rache wie das tägliche Brot zum Leben dazugehören. Das Mittelalter stellt sie in einer meist unfassbaren Sichtweise dar, und man mag kaum glauben, dass diese wahre Wurzeln hat.
Iny Lorentz ist mit diesem Buch ein klasse Roman geschaffen, der unbedingt lesenswert ist.
Die Spannung was als nächstes Geschehen mag, zieht sich durch die ganze Geschichte. Es ist wie ein Zeitsprung - ein Zeitsprung in eine Welt, die sich nicht nur in ihrem Rechtsverständnis von der unseren unterscheidet.
Es gibt kaum Bücher, die mich je so fasziniert haben wie der Roman "Die Wanderhure" von Iny Lorentz.
Für mich gehört es zu den besten Büchern und bekommt daher auch die volle Punktzahl. Ich bin sehr gespannt auf die fortführenden Bände über Maries Leben.
Lesenswert bis zum letzten Wort!
...
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Kommentare
morla
morla, 31.12.2006
wünsche dir einen guten rutsch ins neue jahr. l. g. petra
Annna13
Annna13, 31.12.2006
sh! Einen guten Rutsch ins neue Jahr!
bigmama
bigmama, 02.01.2007
sh Gesundes, neues Jahr! LG Anett
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kyrilia

uhuhu Mittelalter :D

ein Testbericht von 2006-10-18 14:49:55 vom 18.10.2006
Empfehlung: ja
Hallo,

ich habe, wie denke ich viele, sehr viel von "Die Wanderhure" gehört. Die ganze Zeit wollte ich mir das Buch kaufen, bis mir auf Fehmarn die Oma meines Freundes das Buch schenkte, was ich dankbar verschlang!
Was daraus geworden ist?...

DAS BUCH

Das Buch gibt es in fast jeder Buchhandlung zu kaufen. Es kostet 8.95 als Taschenbuch. Ausleihen (zum Beispiel in der Bücherei) oder Ebay sind gute und günstigere Alternativen zum Kauf.

THEMATIK

Mittelalter-Drama in Deutschland (Konstanz)

AUSSEHEN

Das Buch ist etwas dicker als gewöhnliche Taschenbücher, aber im allgemeinen Format. Die Grundfarbe ist rot. Vorne sieht man die Zeichnung des Körpers einer Frau die ein Gefäß in Händen hält. Der Titel ist gold.

INHALT

Marie ist ein wunderschönes, junges Mädchen, durch ihre Mädge wohlbehütet und gut erzogen, trotz Verlust der Mutter. Sie ist die Tochters einen bedeuten Bürgers in Konstanz. Das Glück scheint perfekt als Graf Ruppert um die Hand der Jungfrau anhält, doch er spielt ein fieses Spiel mit beiden. Sie werden hintergangen, da Ruppert nur das Geld des Kaufmanns gesehen hat. Durch den Vorwurf, Marie sei keine Jungfrau, nach der Hochzeit, bekommt er das ganze Geld, die Tochter, die vor der Anklage im Kerker brutal vergewaltigt wurde, wird verbannt und ausgepeitscht. Marie überlebt, dank einer Hure, und muss sich verkaufen um zu überleben. Anfangs weigert sie sich, doch bald wird sie sehr beliebt durch ihre Hygiene und die Schönheit. Sie möchte sich an ihrem Exmann rächen und sucht verzweifelt nach ihrem Vater - doch auch jemand anders sucht sie...


MEINE MEINUNG

Ich muss gleich sagen - ich mag eigentlich kein Mittelalterzeug! Aber irgendwie wollte ich doch unbedingt das Buch lesen und konnte es auch garnicht aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin fesselt sehr. Das Buch ist nicht schwer zu lesen, aber man muss genau aufpassen, denn es passiert einiges. Insgesamt ist das Buch sehr traurig, schon allein die Geschichte regt mich irgendwie auf. Das Buch hat wirklich Höhen und Tiefen die der Leser mit Marie durchleben muss. Das Buch ist relativ brutal, so dass eine Vergewaltigung (nunja, nicht nur eine) sehr ausgeschmückt ist. Ich fands grausam - aber es gehört irgendwie zum Buch. Man kann sich sehr gut in das Mädchen hinein versetzen, genau auch wie in ihre Umwelt, da alles gut beschrieben ist. Die Geschichte ist wirklich mal etwas anderes und sehr sehr sehr spannend! Ich hatte das Buch innerhalb einiger Tage durch. Es lohnt sich wirklich.

DAS ENDE

müsst ihr schon selbst lesen, aber - es gibt einen 2. Teil :)

DIE AUTORIN

Iny Lorentz wurde in Köln geboren und arbeitete in mehreren Berufen. Sie hat viele Erfolge z.b. Mit der Kastratin.

INFOS

Das Buch hat 606 Seiten. Es ist im Knaur-Verlag erschienen.

LESEPROBE

Es war Marie, als sei sie nicht mehr sie selbst, sondern nur ein Geist, der neben ihrem Körper herschwebte und ungläubig auf ihn herabblickte. War sie das, die da barfuß und in einem dünnen Hemd durch die nächtlichen Gassen gezerrt und gestoßen wurde? War das ihr Körper, den eine grobe Hand an Stellen abfingerte, an denen sie sich selbst kaum anzufassen wagte? Das alles konnte doch nicht wahr sein. Sicher hatte sie sich zu sehr wegen der morgigen Hochzeit gegrämt und wurde von einem besonderes hässlichen Albtraum gequält...

FAZIT

Ein wunderbarer, spannender, aber auch trauriger Roman über ein Mädchen, dass in eine Intrige geraten ist und sich als Hure verkaufen muss. Ich kann es nur empfehlen, es ist sehr packend und wunderschön geschrieben. 5 Sterne.
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 24.12.2007
Man kann auch Zeit schenken. Die Zeit für einen Brief zum Beispiel. Unsre hektischen Zeiten sorgen dafür, dass diese Zeit ein immer selteneres und vornehmes Geschenk wird. Erst einmal alles Liebe für Dich und deinen Lieben zu den Weihnachtsfesttagen. XXLAL
sandraberg
sandraberg, 05.11.2006
sorry, hat etwas gedauert, aber ich hatte für das cis von yopi kaum zeit. natürlich hole ich wie immer, alles noch. glg sandra
Gozo-Bernie
Gozo-Bernie, 25.10.2006
Gruss aus http:maps.google.itmaps?oieumapqCatania20hlit
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irmi1967

Nicht nur für Liebhaber :-)

ein Testbericht von 2006-07-12 14:27:27 vom 12.07.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Einfach ein toller historischer Roman....
Nachteile/Kritik: Kein kontra
Mein letztes Buch, das ich gelesen habe – war:

DIE WANDERHURE von Iny Lorentz

KLAPPENTEXT

Eine Frau kämpft in der grausamen Welt des Mittelalters um ihr Glück Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückscheut. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaustreibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf ...

DIE AUTORIN

Iny Lorentz wurde in Köln geboren und hat in verschiedenen Berufen gearbeitet, bevor sie als Programmiererin in einer Münchner Versicherung begann, wo sie noch heute tätig ist. Seit den frühen achtziger Jahren hat sie mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht, meistens mit ihrem Mann Elmar Lorentz.


Erschienen sind von ihr noch:.

- Die Kastellanin
- Die Goldhändlerin
- Das Vermächtnis der Wanderhure
- Die Tatarin
- Die Kastratin
- Die Löwin ( noch nicht erschienen )



PREIS und WO GIBT ES DAS BUCH ?

Ich habe das Buch neu für 8,95 Euro gekauft. und zwar bei Amazon. Ich hätte es zwar sicherlich bei Ebay oder booklooker günstiger haben können, aber ich wollte es unbedingt schnell haben und lesen, da ich bisher fast nur gute Rezensionen über das Buch gelesen hatte.
Es ist im Knaur Verlag erschienen, erreichbar unter www.knaur.de. Es hat die ISBN-Nr. 3426629348
. Das Buch ist erst im April 2005 erschienen, es umfasst stolze 606 Seiten, also ranhalten beim lesen, da die Schrift auch nicht gerade die grösste ist :-)

UMSCHLAG

Auf dem Umschlag sieht man eine Frau/Mädchen mit einem Weinkrug in der Hand.

LESEPROBE

Marie bemerkte Annes neiderfüllten Blick und zog unbehaglich die Schultern hoch. Sie musste nicht in den Spiegel sehen, um zu wissen, dass sie ungewöhnlich hübsch war. Das hatte sie in den letzten zwei Jahren beinahe von jedem Mann aus der Nachbarschaft zu hören bekommen. Die Komplimente waren ihr jedoch nicht zu Kopf gestiegen, denn der Pfarrer hatte ihr erklärt, dass nur die innere Schönheit zählte. Doch seit der Magister aufgetaucht war, fragte Marie sich, was sie ohne den Glanz der Goldstücke ihres Vaters wert war. Ruppert hatte um sie geworben, bevor er sie kannte, und deswegen nahm sie an, dass er sie nicht ihres Aussehens oder ihrer Tugenden wegen zur Frau nehmen wollte. Oder hatte er sie vorher schon einmal erblickt und sich in sie verliebt? So etwas gab es. Aber in dem Fall hätte er sich ihr gegenüber gewiss anders betragen.

Anne betrachtete unterdessen ihr Spiegelbild auf der glänzenden Oberfläche des kupfernen Suppenkessels. Zu ihrem Leidwesen war sie ein ebenso farbloses, unscheinbares Geschöpf wie ihre rundliche Schwester. Sie beide besaßen kaum mehr als die Kleider, die sie auf dem Leib trugen, und mussten auf Freier hoffen, die eine zugreifende Hand körperlicher Schönheit vorzogen. Manchmal wurden Mägde von Gesellen zur Frau genommen, denen ihre Meister die Erlaubnis zum Heiraten gaben. Aber die meisten jungen Männer achteten darauf, dass ihre Bräute nicht nur sich selbst, sondern auch eine ansehnliche Mitgift in die Ehe brachten.

Marie war mit den beiden Mägden aufgewachsen und wusste daher, dass Anne sich ähnliche Gedanken machte wie sie, nur von einem anderen Standpunkt aus. Wenn sie ihr Schicksal mit dem der Schwestern verglich, war sie froh und auch ein wenig stolz darauf, als gute Partie zu gelten. Gleichzeitig fühlte sie sich verunsichert, denn wie konnte sie glücklich werden, wenn ein so welterfahrener Mann wie Ruppertus Splendidus, der bei Ratsherren und Kirchenfürsten ein und aus ging, sie wegen ihrer Mitgift heiratete?



PERSÖNLICHE MEINUNG

Ein sehr beeindruckendes Buch ! Marie wächst als Bürgerstochter auf - wohlbehütet, als Jungfrau. Sie soll mit Rupertus Splidenus verheiratet werden. Sie möchte das nicht, kann sich aber auch nicht dagegen wehren.
Am Tag, als die Verträge unterzeichnet werden sollen, nimmt alles seinen tragischen Lauf...

Rupertus hat es nur auf das Vermögen von Maries Vater abgesehen. Als die Verträge unterschrieben sind, tauchen plötzlich Zeugen auf, die erklären, sie hätten mit Marie geschlafen und sie wäre schon lange keine Jungfrau mehr, sondern würde jeden Mann über sich drüberlassen. Sie wird in den Kerker geworfen und denkt sich, dass sich ja alles aufklären wird, da sie am nächsten Tag von einer Frau untersucht werden soll. In der Nacht wird sie von 3 Handlangern von Rupertus besucht und brutal vergewaltigt.

Eine Intrige seinesgleichen ! Marie wird rasch abgeurteilt, fürchterlich ausgepeitscht und im Schandkittel aus der Stadt vertrieben. Ihr Vater stirbt daraufhin voller Gram. Rupertus ist an das Vermögen von Maries Familie gekommen, wie er es geplant hatte.

Michel, ein Jugendfreund, versucht noch, ihr zu folgen, verliert aber ihre Spur...

Sie wird schwerverletzt von Hellwig aufgelesen, einer routinierten Wanderhure. Sie wird von ihr gesundgepflegt. Maries Hoffnung, ihr Vater würde sie da wieder rausholen, verpufft, da sie auch nicht weiß, dass ihr Vater mittlerweile tot ist.

Ihre Rachegedanken halten sich über die nächsten 5 Jahre. Sie zieht mit Hellwig durchs Land, es werden ihre Erfahrungen als Wanderhure, oder auch Hübschlerinnen genannt, erzählt. In dem Buch fehlen weder obszöne Worte noch die Beschreibung von den Geschlechtsakten, aber halt alles auf historisch gemacht :-)

Nach 5 Jahren kommt der Kaiser nach Konstanz, ihrer Heimatstadt... Sie wird angeheuert, als Hure in Konstanz zu arbeiten, was sie mit ihrer Freundin auch macht.

Kommt ihre Rache jetzt zum Zug ? Ich möchte nichts mehr verraten - ich habe das Buch auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite sehr genossen ! Auch wenn man mit historischen Romanen nichts am Hut an ( ich mag die eigentlich nicht so besonders ), ist man mit diesem Roman gut beraten.

Historisches erfährt man nebenbei und ist auch interessant.

Von mir bekommt dieses Buch 5 Sterne von 5 !!

Danke fürs Lesen.

Danke fürs Lesen !!
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Kommentare
luna1011
luna1011, 03.04.2006
Ein sehr schöner Bericht! Es sind alle wichtigen Informationen enthalten und er ist gut strukturiert., so das man ihn gut lesen kann! Aus diesem Grund bekommst du näturlich auch ein sehr hilfreich von mir!! Schöne Grüße Luna1011
popipu
popipu, 30.03.2006
Wie immer ein Klasse bericht, aber bei ihnen hätte ich ehrlich gesagt auch nix anderes erwartet einfach weiter so. daumen hoch. gegenlesen macht Spass!
NancyNoack
NancyNoack, 30.03.2006
ein sehr schöner bericht, der sich gut lesen lässt und alles enthält was wichtig und interesannt ist. dafür gibt es von mir ein sehr hilfreich. Lg, Nancy
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feuermohn

Die Wanderhure... mehr als nur zu empfehlen....

ein Testbericht von 2006-04-30 13:57:07 vom 30.04.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Allem in allem Gut...
Nachteile/Kritik: nichts
Die Wanderhure
Ein Buch welches man einfach so weg liest. Eines was einem unter die Haut geht…
Bücher von Iny Lorenz sind empfehlenswert. Hab sie alle gelesen. Hier etwas über die Wanderhure:

Eigentlich kann Wina stolz sein auf Marie. Als Maries Mutter im Kindbett starb, hatte sich die Haushälterin des Säuglings angenommen: Nach einer kurzen Sturm- und Drangphase ist das Mädchen nun zu einer "gehorsamen und gottesfürchtigen Jungfer" geworden. Seit Marie aber weiß, dass sie an Graf Ruppert verheiratet werden soll, schleicht sie sich immer öfter verstohlen aus der Küche fort. Wo "andere Mädchen jubelten, wenn sie erfuhren, dass ein Mann aus angesehener Familie um sie warb", macht das Kind von Meister Matthis ein miesepetriges Gesicht.
Es war schon ein unfreies Leben in Konstanz zu Anfang des 15. Jahrhunderts -- und unfrei soll es für Marie auch in der Folge weitergehen. Denn der Graf entpuppt sich als intriganter, krimineller Mitgiftjäger, der es nur auf das Geld des Vaters abgesehen hat. Schließlich bleibt Marie nur die Alternative zwischen Selbstmord und einem Dasein als Wanderhure, die zum Vergnügen der Männer unstet durch die Lande zieht. Marie wählt letztere Variante -- auch und gerade, um sich an jenem Menschen rächen zu können, der sie auf diese Lebensbahn gestoßen hat.

Ich kann Euch dieses Buch nur empfehlen. Auch die Nachfolgenden Bücher von Iny Lorenz sind mehr als nur gut.
Ich fand das Buch so gut, dass ich es in jeder freien Minute zur hand genommen habe.
Es hat mich mit genommen - es war in keinem Fall irgenwann einmal Langweilig - Für mich ist dieses Buch ein Muss für jeden, der Historische Romane mag.

Hoffe ich konnte Euch damit ein wenig Helfen!
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Kommentare
topware2002
topware2002, 30.04.2006
..................................................... .........................o o....................... SH-------oOO----OOo-----------
Estha
Estha, 30.04.2006
.. quot quot... quot quot.. . 039o039 . 039o039 . - ,,-,, - ,,-,,-.........super geschrieben o
sprachlos69
sprachlos69, 30.04.2006
Ich hab schon so viel von dem Buch gehört und gelesen - ich sollte es mir jetzt doch auch mal selbst holen. LG Sylvia
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Sex, Sex und nochmal Sex

ein Testbericht von 2006-04-23 14:25:45 vom 23.04.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, fesselnd, interessante Geschichte...
Nachteile/Kritik: viel Sex
Da ich in letzter Zeit eigentlich hauptsächlich Krimis gelesen habe, wollte ich dann doch einmal wieder ein bisschen Abwechslung in meinen Lesealltag bringen und da stand in meinem Bücherregal noch ein historischer Roman, nämlich "Die Wanderhure". Historische Romane waren für mich ja nichts neues und die Inhaltsangabe auf der Rückseite hörte sich nun wirklich nicht schlecht an. Folglich führte ich mir dann diesen Roman zu Gemüte.

Einband

Bei dem Roman handelt es sich um ein Taschenbuch, auf dessen Vorderseite neben dem Titel des Buches und dem Namen der Autorin der Unterleib einer Frau in einem roten Kleid zu sehen ist, die in der Hand einen goldenen Kelch hält. Auf der Rückseite befindet sich eine kurze Inhaltsangabe.

Die Autorin Iny Lorentz

Iny Lorentz, geboren 1994 in Köln, konzentrierte sich nach einem sehr bewegten Arbeitsleben (Tierpflegerin, Lehre als Arzthelferin, abgebrochenes Medizinstudium, EDV-Operator) auf das Schreiben. Sie verfasste zusammen mit ihrem Mann Elmar, mit dem sie seit 1982 verheiratet ist, erst Anthologien und dann Kinderbücher. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten historischen Roman "Die Kastratin". Es folgten weitere historische Romane wie zum Beispiel "Die Wanderhure". Heute lebt sie mit ihrem Ehemann in München und beide sind sehr erfolgreich im Bücherschreiben.

Inhalt

Die Jungfrau Marie Schärerin, eine Bürgerstochter aus Konstanz, soll mit dem Sohn des Grafen Heinrich von Keilburgs, Magister Ruppertus Splendidus, verheiratet werden. Doch plötzlich klagt der Magister Marie an, nicht mehr Jungfrau zu sein und Marie wird in den Kerker geworfen. Marie weiß nicht wie ihr geschieht, denn sie ist noch Jungfrau und hat sich keines Vergehens schuldig gemacht. In der Nacht kommen drei Männer in den Kerker zu Marie und vergewaltigen sie. Als Marie am nächsten Tag vor den Richter gestellt wird, ist sie keine Jungfrau mehr und der Richter erklärt sie der Hurerei für schuldig. Sie wird zu dreißig Rutenschlägen und ewiger Verbannung aus der Stadt Konstanz und dem Umland verurteilt. Nachdem sie die Rutenschläge erhalten hat, wird sie aus der Stadt geworfen. Sie ist dem Tode nahe als die Hure Hiltrud sie am Wegesrand aufliest und sie gesund pflegt. Sie erhofft sich davon, dass Marie bald ebenfalls ihr Gewerbe ausübt und für sie anschaffen geht.
Marie wird wieder gesund, doch sie findet das von Hiltrud ausgeübte Gewerbe ekelig und will nicht die selbe Arbeit leisten. Doch sie weiß auch nicht wohin sie soll, denn nach Konstanz kann sie nicht zurück und Geld hat sie auch keines. Einzig der Gedanke sich irgendwann an den Männern, die sie vergewaltigt haben, zu rächen, hält sie am Leben. Doch Marie merkt, dass sie ohne Geld nichts ausrichten wird, denn einer Verdammten und einer Hurerei bezichtigten Person wird man nie glauben. So entschließt sich Marie doch das Gewerbe von Hiltrud auszuüben und wird zur "Wanderhure". Gemeinsam zieht sie mit Hiltrud durch die Lande und wird schon bald aufgrund ihres guten Aussehens zur Hure so manchen vermögenden Bürgers und Adeligen. Doch Marie vergisst nicht die Menschen, die sie in diese Lage gebracht haben und sinnt weiterhin auf Rache.

(Welche Abenteuer Marie bestehen muss und ob sie letztlich ihre Rachegedanken in die Realität umsetzen kann: lest selber!)

Meine Meinung zum Buch

Der historische Roman von Iny Lorentz "Die Wanderhure" ist sehr spannend und fesselnd. Die Autorin erzählt die Geschichte von Marie, die von einer Tochter aus gutbürgerlichem Haus durch eine Intrige zur Wanderhure wird. Dabei behilft sich die Autorin eines ausschmückenden Schreibstils, der jedoch nie extrem ausschmückend wird, so dass gewisse Passagen zu langgezogen wirken und der Roman dadurch langweilig werden könnte. Ganz im Gegenteil. In jedem Kapitel passiert etwas, so dass Langeweile erst gar nicht aufkommt. Die historischen Hintergründe, auf die sich die Autorin bezieht, werden zum Teil in einem Epilog in dem Buch bestätigt, jedoch hat die Autorin auch eine Menge Fantasie mit in das Buch eingebracht, die nicht auf historische Fakten beruhen.
Auch vermittelt die Autorin einen moralischen Hintergrund, so dass der Leser manchmal ins Grübeln kommt. Sie arbeitet stark nach dem Eindruck: Recht haben ist eines, aber Recht bekommen eine ganz andere Sache, besonders für Menschen niederen Ranges. Letztlich bekommt der Leser jedoch am Ende genau das geliefert, was er sich die ganze Zeit über beim Lesen dieses Buches wünscht, nämlich gerechte Strafe für die Intrigenschmieder, die der Hauptprotagonistin dieses Romans so schreckliches angetan haben.
Da "Die Wanderhure" nun mal, wie man bei dem Titel schon vermuten kann, von Hurerei handelt, kommt sehr viel Sex vor und das Vokabular der Autorin passt sich dem ältesten Gewerbe an. Die Schilderungen sind meist sehr lieblos und ohne Gefühl, so eben, wie die Wanderhure nun einmal ihr Gewerbe ausübt. Folglich ist dieses Buch nicht gerade für Kinder geeignet, wie man sich denken kann. Es vergeht eigentlich kaum ein Kapitel, in dem nicht Schilderungen von Sexualverkehr vorkommen.
Die Autorin weiß die Geschichte der Wanderhure den Lesern so gut nah zu bringen, dass man förmlich emotional mitgerissen wird und den bösen Menschen der Geschichte selbst am liebsten die Pest an den Hintern wünscht.

Sonstiges

ISBN 3-426-62934-8
Preis: 8,90 EUR
www.knaur.de

Weitere Romane von Iny Lorentz

Die Kastellanin
Die Goldhändlerin
Das Vermächtnis der Wanderhure
Die Kastratin
Die Tartarin
und viele weitere.
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Kommentare
BelgiumKing
BelgiumKing, 01.05.2006
s--ss..ssss. s. s Os sss s
topfmops
topfmops, 23.04.2006
er Bericht vieles dickes Dankeschön für diese Empfehlung!!! Du weißt das: Wer andere zum Lesen animiert, verdient es nicht anders: ein so etwas von bollenfettes 039SH039 wie es hier steht.
eisengelchen
eisengelchen, 10.03.2007
schöner Bericht, allerdings würde ich den vielen Sex in dem Buch nicht als Kontra bewerten wollen- schließlich geht es um eine Wanderhure, deren Geschäft.. tja, das wissen wir ja. o
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