Einmal im Jahr besuche ich meine schwäbische Verwandtschaft in Stuttgart. Mit ambivalenten Gefühlen nähere ich mich jedes Mal der Stadt meiner Kindheit. Es soll ein Anstandsbesuch werden, ein "Bsüchle", wie man auf schwäbisch sagt. Aufgrund familienimmanenter Querelen ziehe ich es jedoch vor, von einem "Psychle" zu sprechen.
Onkel Albert und Tante Berta stehen auf dem Programm. Ich will sie zum Essen in ein Restaurant einladen. Neutrales Terrain scheint mir zur Besprechung unserer "choses familiaires" geeigneter, als die Vereinnahmung durch privaten Wohnraum. Doch da gehen die Probleme auch schon los. Wo kann man in Stuttgart noch gut essen gehen?
Mit seinen nasalen Brunft-, Gurr- und Nuschellauten hatte es das Schwäbische schon schwer genug, sich im Kompottpourri der deutschen Dialekte zu behaupten, geschweige denn, ernst genommen zu werden. (Das Wort "unangenehm" beispielsweise spricht sich auf Schwäbisch "oh'ah'gneem", möglichst guttural, alveolar und nasal vergrunzt). Mit seiner Küche tut sich das Schwabenländle noch schwerer. Nicht, dass die Schwaben keinen Geschmack hätten, nein, aber sie ziehen es vor, zuhause zu kochen - des isch billigor.
Wie sagt mein Onkel Albert immer: "Ha, worom soll I ena ma Lokal sieba Mark fuffzich fir a Viertele zahla, wenn e dafir em Lada a ganze Liddorflasch krieg?" (Freihändig übersetzt: "Warum soll ich in einem Restaurant DM 7,50 für einen Schoppen Wein berappen, wenn ich dafür im Laden eine ganze Literflasche bekomme?)
Nur durch diese schwäbische Grundhaltung ist es zu erklären, warum Stuttgart wahrscheinlich die einzige deutsche Großstadt ist, die jedwede kulinarische Identität vermissen lässt. Standardisierte Franchise-Burgerketten, Dönerklitschen, Currywurst-Pommes-Buden, fetttriefende Cevapcici-Hallen und laute Pizzerien gibt es zuhauf, aber wirklich regionsverbundene, authentisch schwäbische Küche ist Mangelware.
WENN DIE SPÄTZLE TRAUER TRAGEN.
Gourmets wie Gourmands werden es in Stuttgart schwer haben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu muss man schon ins Umland fahren. Nach Uhlbach beispielsweise in den HASEN. Schade eigentlich, denn die Stuttgarter Küche kann in der Tat mit einigen Köstlichkeiten der einfachen bis einfachsten Art aufwarten, wie "Gaisburger Marsch", "Kässchpätzla", "Ochsamaulsalat", "Schupfnudla mit Sauerkraut" und "Saitawirschtla mit Lensa ond Schpätzla".
Zwar haben sich inzwischen sogar die multi-kulti Italiener in Stuttgart dazu bemüßigt, SPÄTZLE auf ihren Speisekarten als "Sättigungsbeilage" zu führen, um die Schwaben anzulocken, doch vergeblich. Wenn's nach Tante Berta geht, kann man diese nicht essen:
"Des isch a lommeligs Zeug, abor koine Spätzla"
(Sie sind ihr beim Italiener nicht "al dente", nicht kernig genug). Man unterscheidet übrigens zwei Arten von Spätzla, evangelische und katholische. Die "Evangelischen", das sind die länglichen, die entweder vom Brett geschabt oder durch eine Quetsche ins kochend heiße Wasser gedrückt werden. Die "Katholischen" kommen ursprünglich aus dem Allgäu und sind eher rundlich, knödelig, weshalb sie auch "Knöpfla" genannt werden. Wen wundert's also, dass man in Bayern bevorzugt die "Knöpfla" isst, München ausgenommen. Die SPÄTZLE haben übrigens ihren Weg über den großen Teich gemacht. Sowohl in Kalifornien als auch in New York habe ich kürzlich Spätzla auf der Speisekarte entdeckt. Dort heißen sie (heaven knows why) "Swiss Dumplings", also Schweizer Knödelchen. EXILSCHWABEN in Pennsylvania haben ihr "Gschäft" im Land der unbegrenzten Möglichkeiten entdeckt, und beliefern sämtliche Staaten der USA mit ausschließlich "evangelischen Spätzle".
Klar, in Stuttgart
gibt es (noch) die "Alte Kanzlei" und die hervorragende Brauereigaststätte KETTERER in der Marienstraße, aber da kann ich Onkel Albert unmöglich hinbewegen, hält er doch ein Aktienpaket der Konkurrenzbrauerei. Verarmungsängste würden ihn martern, quälende Befürchtungen über eine bevorstehende Baisse der "Dinkelacker-Aktie" würden unseren ohnehin schon heiklen Familienabend vollends zunichte machen, so ich meinen Willen durchsetzte. Unverantwortbar. Außerdem müsste ich mir dann wieder das ganze pietistische Geschwätz über Genügsamkeit und sonstiges Geschwafel über schwäbische Tugenden anhören, derer ich mich angeblich seit Lebzeiten versündigt habe. Onkel Albert und Tante Berta fahren einen Mercedes C 280 T-Modell und sind zugleich Weltmeister im Sparen. Auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich, ja ich weiß schon. Aber nicht, wenn's nach Onkel Albert geht:
"Oin Daimlor helt lengor als fenf von denna Gruschtelkärrala aus Wolfsburg" (Ein Mercedes hält länger als fünf Schrottkisten aus Wolfsburg).
HEILIGS BLECHLE.
Kurz und gut, ich hab mich breitschlagen lassen, mich von Tante Berta beköcheln zu lassen - scho widdor gschpart. Es gab zuerst "Gschmelzte Maultascha mit ma gmischta Salat", dazu einen Haberschlachter Trollinger aus dem Remmstal (schwerer aber zugleich blumig erfrischender Rotwein). Zum Nachtisch "Scheiterhaufen mit Vanillesauce".
Maultaschen haben wahrscheinlich jenseits des Weisswurschtäquators Erklärungsbedarf. Maultaschen sind Ravioli-ähnliche Teigtaschen (nur wesentlich größer) mit einer Füllung aus Fleischbrät, Weißbrot, Speck, Petersilie, Spinat, Zwiebeln und diversen Gewürzen. Drei schwäbische Zubereitungs- oder Darreichungsarten sind mir bekannt. Die eine, als Suppeneinlage. Die andere, das sind die geschwenkten, und dann eben die in Schmalz geschmelzten und mit Zwiebeln leicht angerösteten Maultaschen. An Sonntagen darf auch mal ein Spiegelei darüber. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, im Schwabenländle als Prasser, als Lebemann und verschwendungssüchtiger, tunichtguter Playboy zu gelten, so man sich werktags mit einem Spiegelei auf den Maultaschen erwischen lässt. Die typischste aller schwäbischen Ausreden, nämlich "Des han i mir vom Essa abgschpart", funktioniert in diesem Falle nicht, ja muss gar jämmerlich versagen.
Man rechnet pro Person mit vier Maultaschen in der "geschmelzten" Version und mit einer Maultasche als Suppeneinlage. Bei den VI. Leichtathletik Weltmeisterschaften im Jahre 1993 waren sämtliche Stuttgarter Fußgängerzonen gespickt mit Ständen, die GESCHMELZTE MAULTASCHEN feilboten. Die Welt horchte auf. Amerikaner, Australier, ja Japaner fragten nach, was das denn sei, und verschlangen sie zuhauf. Womöglich hat das Schwabenländle damit einen kulinarischen Beitrag zur Globalisierung geleistet. MOUTHPOCKETS bald in aller Munde?
Die schwäbische Kochkunst meiner Tante Berta lag uns allen so schwer im Magen, dass wir hernach zu selbstzufrieden und zu müde waren, um unsere Familienzwistigkeiten auszutragen. Ja, Maultaschen haben mich, zumindest an diesem Abend, sowohl mit meiner schwäbischen Herkunft als auch Familie versöhnt.
Wenn immer ich in Stuttgart bin, lasse ich es mir nicht nehmen, einen Tagesvorrat an LAUGENBREZELN mit nach München zu nehmen. Das können die Schwaben, wie wahrlich kein anderer. Die bayerischen Brezeln mag ich nicht. Die sind eher ein Biergebäck, zu hart, zu salzig und beim Aufschneiden zerbröseln sie einem meistens in der Hand. Die schwäbischen Laugenbrezeln hingegen sind im oberen, dünnen, kunstvoll verdrillten Teil knusprig, und im unteren, bauchigen Teil weich. Sie eignen sich hervorragend zum Aufschneiden, Bestreichen mit Butter und Belegen mit Käse, Wurst oder vorzugsweise Salami. Es gibt in ganz München nur einen Bäcker, der sich HALBwegs auf die Zubereitung Schwäbischer Laugenbrezeln versteht - Der HÖFLINGER am Kurfürstenplatz in Schwabing.
Meine Frau hasst Stuttgart, will mich aber ob meiner Herkunft nicht beleidigen. Diplomatisch wie die Amerikaner nun mal sind, verpackt sie ihre versteckte Kritik immer in folgende Redewendung: "Stuttgart is a very nice place to come from, but certainly not to live at." Meine Antwort darauf lautet immer: "Solang Du koine Spätzla vom Brett macha kosch, brauchsch Du gar net läschtara". Aber in einem stimme ich mit ihr überein: Die schönste Aussicht auf Stuttgart hat man durch den Rückspiegel.
Als EXILSCHWABE habe ich mir im Laufe der Jahre ein Maultaschen-Rezept hinübergerettet ins barocke, cholesterinbejahende Bayern, womit ich sogar den Gesundheitswahn meiner Frau halbwegs befriedigen kann.
Schnell zubereitet, billig, köstlich.
GESCHNETZELTE MAULTASCHEN:
Zutaten für zwei Personen:
Zwei Packungen MAULTASCHEN zu je vier Stück.
Drei Schalotten oder eine Zwiebel.
Eine gelbe und eine rote Paprika.
Frischer Koriander (beim Asiamarkt).
Ketchap Benteng Manis (dickflüssige Sojasauce vom Asiamarkt)
Distel- und Olivenöl
Zubereitung:
Während man ein 3/4 Distel- 1/4 Olivenölgemisch bei mittlerer Heizstufe in einer Pfanne erhitzt, zuerst die kleingehackten Schalotten oder die Zwiebeln anbräunen. Die Paprika in quadratzentimetergroße Stücke schneiden und kurz blanchieren. Maultaschen in 1cm breite Streifen schneiden und hinzugeben. Etwa 10 Minuten unter mehrmaligem Wenden vor sich hin rösteln lassen. Erst ganz zum Schluss den feingerupften Koriander hinzugeben und etwas Ketchap Benteng Manis darunter rühren. Nochmals alles kräftig wenden - fertig.
Der fruchtige Paprikageschmack ist auf die Maultaschen übergegangen. Das malzig süße Aroma der Sojasauce (Ketchap Benteng Manis) co-aromatisiert aufs trefflichste mit den Zwiebeln und dem frischen Koriander. Zwar würde ich dieses Rezept im Schwabenländle allenfalls als Frevler unters Volk bringen können, doch der Preis könnte sich auch dort durchaus sehen lassen. Pro Portion schätze ich mal DM 4,00. Die Maultaschen von SETTELE bei NORMA sind die besten und mit DM 1,99 für die Viererpackung die billigsten weit und breit. Wahrscheinlich gibt man für die Getränke mehr aus, als für die sättigende und überaus aromatische Mahlzeit. Auf alle Fälle schmeckt es sogar meiner Frau, und wenn die schon mal was "succulent, juicy and yet crispy" nennt, dann muss es ihr wirklich geschmeckt haben.
Übrigens: Wieso ist es für einen Schwaben schlimmer, an PARKINSON zu erkranken als an ALZHEIMER?
Antwort: Weil für ihn der Gedanke unerträglicher ist, sein Viertele zu verschütten, als es ganz zu vergessen.
jabberwocky666, 02.03.2002
So send mir halt! Sell war oin wirklich koumlschtlicher Bericht, der mi sehr zom schmonzla bracht hat. Wenn Du in Schtuagert guat esse willsch, dann musch weiter naus fahre in Plieningen gibts die Traube und die Sonne, in Bernhause uf de Fildra findesch
antjeeule, 02.03.2002
Schade, dass der Bericht schon zu Ende ist. Da haumltte ich schon noch gerne weiterlesen moumlgen. Also ich bevorzuge dann mal evangelische Maultaschen!
Alusru, 02.03.2002
Einfach wunderschoumln geschrieben und so wahr, ganz lieben Gruszlig Uschi.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
(Grün)Donnerstags gibt's Maultaschen
ein Testbericht von campino2007-04-04 08:52:31vom 04.04.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Es kommt doch keine gekaufte Maultasche an die selbstgemachte ran. Ehrenwort!...Nachteile/Kritik: Selber fabrizieren ist schon ganz schön aufwändig
....denn das ganze Jahr über gibt es Donnerstags bei Bäckern, die was auf sich halten und die im Schwabenland ansässig sind, frischen Nudelteig, eingerollt in Pergamentpapier für eben diese in der Überschrift angesprochenen Maultaschen zu kaufen.
Und genauso wie in vielen Landstrichen Freitags Fisch gegessen wird, weil „man“ eben Karfreitag Fisch isst, ist Donnerstags „Maultaschentag“ weil „man“ Gründonnerstag Maultaschen isst.
Das es den Nudelteig zu kaufen gibt, hält die schwäbische Hausfrau jedoch nicht davon ab, ihren Teig höchstselbst zu fabrizieren. Gehören doch Eier und Mehl zu den Haupt-Grundnahrungsmitteln der Schwaben und das Nudelholz (Wellholz) zu den geschätztesten Küchenartikeln.
Und mehr braucht es erst mal nicht, um den Teig herzustellen.
Der Teig:
500 g Mehl
4 – 6 Eier (kommt auf die Größe an)
Das Mehl am besten auf einem Backbrett oder auf dem Tisch (Tischdecke vorher entfernen!) zu einem Berg „aufhäufeln“, dann in die Mitte eine Vertiefung drücken, so dass das Gebirge nun eher an ein Eifel-Maar erinnert und in diese Vertiefung die Eier aufschlagen.
Wir lassen die Wände des Kraters einstürzen und kneten aus unserem Landschaftsschutzgebiet einen glatten Teig. Auch hier ist, wie schon beim Spätzle herstellen von mir angemerkt, einiges an Kraft erforderlich, aber die Aussicht auf den späteren Genuss weckt ungeahnte Kräfte!
So, fertig geknetet? Jetzt kommt das Nudelholz zum Einsatz: Aus dem Teig, der jetzt wie eine glatte Kugel aussehen sollte, rollen wir nun ein dünnes Rechteck aus. Wird der Teig nicht sofort verwendet, sollte er mit einem feuchten Küchentuch bedeckt werden, damit er nicht brüchig wird.
Geschafft!, Teig fertig, jetzt geht’s an die Füllung. Mit der Füllung ist das fast so wie mit dem Kartoffelsalat. Rezepte gibt es viele. Mit Brät oder Hackfleisch, mit Spinat oder ganz exklusiv mit Lachs. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Thaddäus Troll schrieb über die Maultaschen: (Zitat)“In einem unliebenswürdigen Gewand verbirgt sich ein delikater Kern. Sie schmecken *hehlinge gut.“(Zitat Ende).
(*so viel wie heimlich, unbeobachtet).
Die Gründonnerstagsmaultasche muss natürlich was Grünes in sich haben. Traditionell wird dazu Spinat genommen.
Die Füllung:
300 g frischer Spinat
3-4 altbackene Brötchen (vom Vortag)
3-4 Lauchzwiebeln (alternativ geht auch eine normale Zwiebel)
100 g gekochter Schinken
250 –300 g gemischtes Hackfleisch
3-4 Eier
etwas Margarine zum dünsten
weißer Pfeffer, Salz, geriebene Muskatnuss
etwa ein halber Bund Petersilie
Eiweiß zum Bestreichen der Ränder
1,5 l Fleisch- oder Gemüsebrühe
Die Brötchen in Wasser einweichen. Den Spinat putzen und kurz kochen. Brötchen ausdrücken und Spinat gut abtropfen lassen.
Die Lauchzwiebeln in dünne Ringe schneiden und fein hacken. Den Schinken ebenfalls ziemlich klein schneiden.
Die Margarine in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch kurz andünsten. Lauchzwiebeln dazugeben und den Schinken untermischen. Pfanne vom Herd nehmen.
Den Spinat mit den Brötchen und Petersilie durch den Fleischwolf drehen und mit dem Inhalt der Pfanne vermengen. Eier dazutun. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.
Alles sehr gut zu einem streichfähigen Teig verrühren.
Auf unsere zuvor gefertigte Teigplatte setzten wir nun kleine Häufchen (etwa esslöffelgroß) von der Füllung. Immer soviel Abstand lassen, das von einer Teigbahn die andere Hälfte über die Fleischmasse geklappt werden kann. Das obere Ende des Teiges mit Eiweiß bestreichen, umklappen und mit den
Zinken einer Gabel festdrücken. (Das hält nicht nur gut, sondern ergibt auch ein Muster auf dem Rand.
Die Maultaschen einzeln in die kochende Brühe geben und ca. 12-15 Minuten gar ziehen lassen.
Puh, geschafft!
Die Maultaschen werden in der Brühe serviert. Als Garnierung passt Schnittlauch sehr gut dazu.
Der Kenner geht so vor: Zunächst wird die Brühe ausgelöffelt. Dann werden die Maultaschen mit Kartoffelsalat serviert.
Man kann das Ganze natürlich auch ganz prosaisch als Maultaschensuppe essen.
Übriggebliebene Maultaschen (eine Ereignis, dass ich mir gar nicht vorstellen kann), werden in Streifen geschnitten und mit Ei angebraten. Auch dazu schmeckt Kartoffelsalat.
So, das war die aufwändige Variante.
Es geht auch einfacher:
Teig beim Bäcker kaufen
Füllung: 300 g TK-Spinat
Als Brötchenersatz: Semmelbrösel
Die restlichen Zutaten wie oben angegeben.
Hierzu braucht man weder Fleischwolf noch Wellholz.
...aber einmal im Jahr, am Gründonnerstag (quasi als Entschuldigung jetzt, vor Ende der Fastenzeit schon Fleisch zu essen) kennt der Schwabe nix. Da ist Handarbeit (siehe oben) angesagt.
Ich wünsche Euch fröhliches und nicht zu schweißtreibendes Schaffen und dann:
der_Baer, 10.04.2003
jawoll, selber machen ist angesagt. Bei uns heiszligen die Dingers Kasnudeln, auch wenn gar kein Kas drinnen ist. Aber normalerweise werden sie mit Quark und Pfefferminze gefuumlllt. Nur fleischfressende Baumlren fuumlllen lieber mit Hack, Speck un
schraddel, 23.03.2005
Kannst Du mir nicht mal so 039nen schwaumlbischen Maultaschenteig nach Niederbayern runterschicken? Unsere Baumlcker machen am Gruumlndonnerstag alle schon blau, scheint mir. Jedenfalls gibt039s da dann nicht mal mehr g039scheite Semmeln.
Carmilein, 27.03.2002
Wow! ... Ich gestehe - habe noch nie Maultaschen selbst gemacht - aber das wird sich aumlndern! Bei uns gibt es Karfreitag auch Fisch, Gruumlndonnerstag aber traditioneller Weise Kartoffeln,Spinat und Ei. Gruszlig, Carmilein
ein Testbericht von traumstern1112004-02-19 07:56:15vom 19.02.2004Empfehlung: ja
Vorteile: lecker...Nachteile/Kritik: leider sehr zeitaufwendig
Gekaufte Maultaschen sind gut, aber "Selbstgemachte" sind unübertrefflich!
Und hier nun mein Rezept für Maultaschen!
Zutaten für den Teig:
500 g Mehl
4 Eier
etwas Salz
Zutaten für die Füllung:
4 Zwiebeln
50 g magerer Speck
250g Schweinehackfleisch
250g fertiger Spinat
100g Petersilie; gehackt
1 Paar geräucherte Bratwürste/ oder Wurstbrät
Nun zur Zubereitung:
Für den Teig das gesiebte Mehl zu einem Kranz auf dem Backbrett formen.Eier und Salz in die Mitte geben und daraus einen glatten Teig kneten.Diesen dann hauchdünn ausrollen.
Wem dies zu Zeitaufwendig ist, im Kühlregal gibt es schon fertigen Nudelteig*gg*
Für
die Füllung dünsten wir die Zwiebeln und den Speck an. Danach vermischen wir alle Zutaten sorgfältig. Diese Masse verteilen wir dünn und gleichmäßig auf die TEigblätter.
Zusammenrollen und die Ränder zusammendrücken. In viereckige Stücke teilen, und auseinander schneiden.
Die Maultaschen in eine kochende Brühe legen, mit Muskat und Suppenwürze abschmecken.
Auf kleiner Hitze ziehen lassen bis sie oben schwimmen.
Man kann Maultaschen auch andere essen. Angebraten, in Tomatensoße usw.
...
ein Testbericht von schlumpf-ine2003-08-09 17:24:09vom 09.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Superleckeres Essen!...Nachteile/Kritik: ?
Hallo liebe Leserinnen und natürlich Leser,
(denn dieses Rezept kann echt jede(r)!)
Heute möchte ich mich mal im Rezepte schreiben probieren.
Da wir zur Zeit fast jedes Wochenende am Grillen sind, wollte ich unseren Gästen zur Abwechslung mal etwas anderes anbieten.
Das Rezept bekam ich von einer Kollegin, und ich muss sagen, es hat nicht nur mich begeistert, sonder kam auch bei unseren Freunden sehr gut an!
Um was es sich denn nun handelt?
...um einen überbackenen Maultaschenauflauf!
Lest selbst... er ist absolut empfehlenswert!
Was man dafür braucht
~~~~~~~~~~~~~~
Ich beschreibe nun die Zutaten für 2 Personen. Je
nach dem, zu wievielt Ihr seid, einfach die Menge vergrößern...
- 2 Päckchen Maultaschen (Ich nehme immer die Bürger Maultaschen...)
- 2 Päckchen pürierte Tomaten a 500 g
- 2x Sahne a 200 g
- 2 Gläser Pilze
- 200 g Schinken
- 200 g geriebener Käse (Gouda, Emmentaler...)
- Zwiebeln
- Knoblauch
Wer keine Zwiebeln bzw. keinen Knoblauch mag, kann diese Zutaten weg lassen. Es schmeckt genauso lecker...!
Zubereitung
~~~~~~~~
Zuerst werden die Maultaschen in kleine Würfel geschnitten.
Für 2 Päckchen Maultaschen genügt eine Auflaufform, in der man die Würfel hineingibt. Für eine größere Menge nimmt man dann das Backblech.
Als nächstes wird der Schinken in kleine Stückchen geschnitten.
Die Pilze werden abgesiebt und mit dem Schinken über die Maultaschenwürfel gegeben.
Jetzt kommen die Zwiebeln und der Knoblauch zum Einsatz. Wie schon gesagt, wer das nicht mag, einfach weglassen!
Wer’s mag, ebenfalls schneiden bzw. pressen und in die Form bzw. auf das Blech geben.
Dann die pürierten Tomaten und die Sahne in einen Topf geben und kurz aufkochen.
Nach Belieben würzen und abschmecken.
Zum Schluss wird der Käse darrübergegeben
Nun wird das Ganze bei 175°C (Umluft) ca. 30 Minuten gebacken.
Geschmack
~~~~~~~
Einfach genial! Für die, die Maultaschen mögen, ist es eine Abwechslung zum herkömmlichen Geschmack.
Es ist der Tomatengeschmack, der sehr stark durchkommt. Dazu die übrigen Zutaten,
... es schmeckt ganz einfach gigantisch!
Sogar Kinder sind begeistert und können nicht genug davon bekommen...
Zubereitungszeit
~~~~~~~~~~
Diese s Essen ist eigentlich sehr schnell zubereitet. Man(n) bzw. Frau braucht ca. 30 Minuten zum Zubereiten, 30 Minuten für’s Backen, macht insgesamt also 1 Stunde, bis das Essen auf dem Tisch steht.
Preis
~~~
Der Maultaschenauflauf ist außerdem extrem günstig.
Bei uns kostet ein Päckchen Maultaschen ca. 0.99 €, Käse, Schinken, pürierte Tomaten und die Pilze zusammen ca. 4 - 5 €. Das kommt dann auf eine Gesamtsumme von ungefähr 6 - 7 €.
Es gibt dementsprechend viel, so dass es evtl. für 2 Tage reichen kann, da die Maultaschensoße doch sehr stopft.
Fazit
~~~
Dieser Maultaschenauflauf ist eines unserer Lieblingsgerichte geworden.
Er kommt immer gut an und kann auch ein super Gericht für eine Geburtstagsfeier sein.
Dazu ein schönes Glas Rotwein und für die Kids eine Cola, das passt wirklich hervorragend!
Auch ein gemischter Salat als Beilage und Baguettebrot kann hierzu angeboten werden.
Er ist einfach in der Zubereitung und man kann eigentlich nichts falsch machen. Er gelingt immer! Davon bin ich überzeugt...
Wen die Menge etwas abschreckt, kein Problem.
Denn unserer Meinung nach, schmeckt der Auflauf am nächsten Tag noch besser, da er „durchgezogen“ ist.
Kalt ist er übrigens auch sehr gut zu genießen!
Guten Appetit!
Probiert’s einfach mal aus! Ich freue mich auf Eure Kommentare...
Vielen Dank für’s Lesen, Bewerten und Kommentieren!
ein Testbericht von wilder_sueden2002-06-06 20:46:01vom 06.06.2002Empfehlung: ja
Feine Fischmaultäschchen in Safranbutter
Damit lässt sich mächtig Eindruck schinden, klingt relativ aufwendig und schwierig, ist aber recht einfach gemacht.
Für 4 Personen als Vorspeise oder Zwischengericht:
Für die Füllung:
Ca. 250 g Fisch. Gut geeignet ist Lachs, Hecht, Zander, Seezunge. Weniger gut geeignet ist Seelachs.
1 Eiweiß
ca. 200 –250 g Sahne
Salz, Pfeffer
1 Paket Nudelteig (in vielen großen Supermärkten gekühlt oder tiefgekühlt erhältlich)
1 Eigelb
0,1 g Safranfäden oder Pulver
Den gut gekühlten Fisch grob kleinschneiden, in der Küchenmaschine oder Moulinette pürieren. Dabei aufpassen, dass die Masse
nicht warm wird und gerinnt (ausflockt). Lieber nach dem Kleinschneiden nochmals in den Kühlschrank. Nach und nach unter den pürierten Fisch langsam ½ - 2/3 der Sahne zugeben und weiter zerkleinern /mixen. Zusätzlich das Eiweiß zugeben. (Bei Hecht Eiweiß nicht nötig, der bindet selbst sehr gut). Die Masse sollte ungefähr die Konsistenz von „Brunch“ oder Margarine haben. Also nicht so fest wie ein Teig, aber auch nicht flüssig. Deshalb erst nach dieser Prüfung den Rest oder Teil der Sahne zufügen. Beim Abstechen mit einem Kaffeelöffel muß die Masse in Form bleiben. Das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer die rohe Masse nicht probieren mag (mag auch kein Sushi ), gart ein Klößchen im fast kochenden Wasser und probiert das fertige Ergebnis. Masse kühl stellen.
Den Nudelteig nach Anleitung des Herstellers auftauen, ausbreiten ...... und mit einem Ausstecher (Weihnachten?) ca. 8-10 cm runde Scheiben ausstechen. Wer keinen Ausstecher hat kann mit einem Teigrädchen oder auch mit Messer entsprechende Teigstücke zuschneiden. Ein Teil mit dem verquirlten Eigelb ; kann mit etwas Wasser gestreckt sein, einpinseln. Darauf jeweils einen Klecks der Masse setzen, zweites Teil drauf, gut andrücken.
Die fertigen Täschchen in fast kochendem Salzwasser garziehen lassen. Dies dauert je nach Größe c. 5 – 8 min. Herausnehmen und auf Küchenkrepp (oder im feinen Sieb abtropfen lassen)
In der Zwischenzeit in einer Pfanne Butter schmelzen, Safranpulver und oder Fäden zufügen (0,1 g sind ausreichend) und die abgetropften Maultaschen vorsichtig durchschwenken. Lieber ein zu großes Kochgeschirr verwenden!!
Dazu passen, auch optisch, gedünstete und mit etwas Weißwein, Salz und Pfeffer abgeschmeckte Gemüsestreifen.
Variationen:
In die heiße Butter zum Safran kleingeriebenes Weißbrot mitrösten. Frisches Toastbrot ohne Krume ist optimal geeignet. Bitte keine fertig gekauften, trockene Semmelbrösel verwenden.
In die Fischmasse nach der Fertigstellung kleine Muschelstücke geben, oder Shrimps (am besten die in der Salzlake, sind weicher als die TK –Ware. Oder etwas Räucherlachs, .......Spinatstreifen........
Die Maultaschen lassen sich gut einen Trag vorher vorbereiten. Dann allerdings lieber über Nacht eingefrieren. Rohe Massen mit Ei und Sahne sind mikrobiologisch sehr empfindlich.
Dazu passt hervorragend ein trockener Weißwein, ich bevorzuge einen trockenen Riesling.
...
ein Testbericht von herzelieb2002-03-01 15:19:27vom 01.03.2002Empfehlung: ja
Chinesische Maultaschen
Wie ich festgestellt habe, sind nicht nur im Schwabenländle, sondern auch in China sind Maultaschen sehr populär. Besonders in der Kaiserprovinz Xian werden sie häufig gereicht. Ich habe mir bei meiner letzten Reise mal das Rezept von dem dort verarbeiteten Teig mitgebracht
Maultaschenteig (für ca. 25 Stück, bzw. 3 - 4 Personen)
Zutaten:
250 g Mehl
15 g Zucker
3,5 g Trockenhefe (= 1/2 Päckchen)
125 ml lauwarmes Wasser
1/2 TL Salz
Aus den Zutaten wird ein Hefeteig hergestellt. Dazu Mehl, Zucker und Hefe miteinander vermischen, dann das Wasser und anschließend das Salz zugeben. Alles mit
der Hand oder bequemer mit einer Küchenmaschine, die ich dort selten gesehen habe, ordentlich durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen Teig abdecken und ca. eine halbe Stunde gehen lassen. Aber nicht so weit gehen lassen*gggg* Anschließend muss dieser Teig für die Maultaschen jetzt möglichst flach ausgerollt werden. Am besten gelingt das mit einer Nudelmaschine (bei mir zu Hause), es geht aber auch mit einem einfachen Nudelholz. Aus dem Teig werden z.B. mit einem Teigschneider (ein scharfes Messer tut`s auch) Rechtecke geschnitten bzw. mit einem Glas runde Flächen ausgestochen. Eine Hälfte mit Füllung belegen, die zweite Hälfte draufsetzen oder einfach die erste Hälfte zuklappen und nach Möglichkeit mit einem Teigschneider um die Ränder fahren. Dadurch werden diese gut verklebt, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Maultaschen wieder aufgehen. Sollte man einen solchen nicht zur Hand haben, erreicht man den gleichen Effekt wenn man mit dem Messerschaft den Rand zusammendrückt. Es können hier verschiedene Füllungen verwendet werden, sowohl herzhafte als auch süße. Maultaschen können auch sehr gut mit Sauce kombiniert werden.
Als Füllung schlage ich mal folgendes vor:
Füllung "Glückliches Alter":*lach*
Zutaten:
125 g Schweinemett
200 g Chinakohl, kleingeschnitten
2 Frühlingszwiebeln, in Röllchen gehackt
1 EL Reiswein
2 EL Sojasauce
1 TL Ingwer, zerhackt
Chinesisches Fünf-Gewürzepulver (bekommt in jedem Asia-Laden) oder Salz, Pfeffer, Curry
Zubereitung:
Mett, Chinakohl und Frühlingszwiebeln in eine Schüssel geben und mit Reiswein, Sojasauce und Ingwer vermengen. Dann nach Geschmack kräftig würzen. Für eine Maultasche rechnet man ca. 1 Teelöffel Füllung. Dann in heißem Fett schön knusprig frittieren .
Dazu passt z.B. eine leckerer süss-saure Sauce.