Zur Information: Ich spiele dieses Spiel oft und sehr gerne. Es ist gut geeignet für Spiele mit den Großeltern.
Fakten rund um " Mensch ärgere Dich nicht"
Der Erfinder
Josef Friedrich Schmidt (* 24.11.1871 in Amberg, gestorb. 28.09.1948 in München) entwickelte für seine drei kleinen Söhne im Winter 1914 in einer kleinen Werkstatt in der Münchner Lilienstraße im Arbeiterviertel Giesing ein Spiel, das zum "populärsten Gesellschaftsspiel der Nation" (Der Spiegel, 1987) wurde.
"Mensch ärgere Dich nicht" war die Wurzel des Schmidt Spiele-Verlags, der bis 1997 von den Nachfahren des Erfinders geführt wurde. Seit Mitte 1997 gehört die Schmidt Spiel + Freizeit GmbH zur Blatz-Gruppe in Berlin.
Der Durchbruch
1914 produziert Josef Friedrich Schmidt erstmals "Mensch ärgere Dich nicht" in einer kleinen Serie und verschenkt diese Erstauflage an die Lazarette zum Zeitvertreib der Frontsoldaten.
1920 stehen bereits über eine Million "Mensch ärgere Dich nicht" in den Wohnzimmern der Deutschen, die für den neuen Spielestar ganze 35 Pfennige auf die Kassenteller des Handels legen mußten; kaum mehr als für ein Pfund Zucker.
1999 und gut 85 Jahre später sind weit über 60 Millionen Exemplare dieses Evergreens verkauft worden.
Das Original
Wie bei einem Rezept, lassen sich auch die "Zutaten" für eine Spielidee nicht schützen. Das ist auch der Grund, warum es weltweit eine Unzahl von Spielen gibt, die sich (bewußt) an die erfolgreiche "Mensch ärgere Dich nicht"-Idee und -Optik anlehnen. Der Titel "Mensch ärgere Dich nicht" und die unverwechselbare Grafik der roten Packung und des Spielplans jedoch sind geschützt. Und: Die Plagiate haben nie den Erfolg des Originals erreicht, denn natürlich kennt die "Mensch ärgere Dich nicht"-ldee keine Grenzen. In der Schweiz ärgern sich die Eidgenossen bei "Eile mit Weile", unterm Eifelturm würfeln die Franzosen mit "J'en fais pas", die Italiener fragen "Non tarrabiare?", in Spanien nennt sich der deutsche Spielehit kurz "Parchis", die Amerikaner haben daraus "Frustration", die Engländer "Ludo" gemacht. In Holland heißt der Spielehit "Mens ergerje niet". Auch wenn ein anderer Name draufsteht, allein in den Niederlanden ist auch das Original "Mensch ärgere Dich nicht" drin...
Die Varianten
"Mensch ärgere Dich nicht" gibt es beim Schmidt Spiele-Verlag natürlich nicht nur in seiner Originalgröße mit Figuren aus Holz und dem doppelseitigen Spielbrett mit viel Platz zum Rauswerfen, sondern auch in der Größe eines Taschenbuchs oder A4-Heftes. Besonders originell ist ein aufklappbarer "Mensch ärgere Dich nicht"-Quader, bei dem die Würfelseiten (7,5 cm) den Spielplan ergeben. Wer "Mensch ärgere Dich nicht" etwas größer möchte, würfelt und spielt mit großen Pöppel auf einem quadratmetergroßen Spielplan am Boden.
Zum 85. Geburtstag von "Mensch ärgere Dich nicht" in diesem Jahr hat der Schmidt Spiele-Verlag zwei Spiele entwickelt, die auf der Spielidee des Klassikers aufbauen, ohne ihn jedoch zu kopieren: das "Mensch ärgere Dich nicht"-Knobelspiel und das "Mensch ärgere Dich nicht"-Kartenspiel.
Die Kuriositäten
Der Unterwasser-"Mensch ärgere Dich nicht"-Rekord liegt bei 36 Stunden.
Der Rekord im "Mensch ärgere Dich nicht"-Dauerspielen liegt bei 121 Stunden.
Das größte "Mensch ärgere Dich nicht"-Spiel mißt 6 x 6 Meter.
Es gab bereits "Mensch ärgere Dich nicht"-Meisterschaften mit über 300 Teilnehmern.
Und natürlich hat "Mensch ärgere Dich nicht" auch schon den PC-Bildschirm erobert: Es gibt dieses Spiel im Internet unter http://www.schmidtspiele.de
Ganz
schön arg die Qual der Wahl
Mensch, was war das für eine gute Idee, die J. F. Schmidt da hatte! 85 Jahre später gibt es das "Spiel der Spiele" in unterschiedlichen Ausführungen (und Preisen):
"Mensch ärgere Dich nicht"- Bodenspiel mit großen Würfeln und einem 1 x 1 m großen Spielplan; ca. 36 Mark.
Disney-"Mensch ärgere Dich nicht" mit Micky Maus, Goofy und Co. als witzige Spielfiguren; ca. 29 Mark.
Bring-mich-mit-"Mensch ärgere Dich nicht" so groß wie ein Taschenbuch; ca. 10 Mark.
"Mensch ärgere Dich nicht"- Das Kartenspiel eine witzige Variante mit Karten und taktischer Raffinesse; ca. 10 Mark.
"Mensch ärgere Dich nicht" die Standardversion für 2 bis 6 Spieler; ca. 25 Mark.
"Mensch ärgere Dich nicht"-Würfelbox zum Ausklappen und Spielen; ca. 7,90 Mark.
"Mensch ärgere Dich nicht"- Das Knobelspiel mit viel Spaß beim Buchstabenknobeln; ca. 39 Mark.
"Mensch ärgere Dich nicht", so wie's sein soll: mit Figuren und Würfel aus Holz und dem doppelseitigen Spielbrett mit viel Platz zum Rauswerfen; ca. 35 Mark.
Danke für die Lesebegeisterung
Eurer Furthy
Und probiert es mal selbst aus es ist sehr lustig.
Leider sind hier die Peise noch in DM angegeben, dafür "Sorry"
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Ein Nachmittag voller Begeisterung, zur Nachahmung empfohlen ;-)))
ein Testbericht von Sellina2002-02-25 18:39:47vom 25.02.2002Empfehlung: ja
In der letzten Woche bat mich meine Nachbarin um Hilfe. Oma war in Urlaub und es fehlte eine Aufsichtsperson für die Kids ( 4 + 6 Jahre alt).
Null Problemo, Sellina hilft ja gern, und so war ich zur verabredeten Zeit zur Stelle. Und schon schauten mich verschmitzte Kinderaugen an. Duuuuu, spielst du war mit uns??????? Na klar, was habt ihr denn so im Kinderzimmer? Komm`mit nach oben, wir haben gaaaaaaz viele Spiele. Der kleine Tim nahm mich an die Hand und zog mich die Treppe hoch.
Der Schrank flog auf, meine Augen erblickten unzählige Spielkartons. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie viele Spiele wir in der nächsten Stunde auf-und abgebaut haben, die Kids beherrschten sie ALLE aus dem "ff". Mir ging es alles viel zu schnell, gab es denn nix was ein wenig länger dauert?
Und schon kam mir die Idee ;-)))!
Habt ihr denn kein Mensch-ärgere-Dich-Spiel? Und schon sprudelte es aus beiden Plappermäulchen gleichzeitig als wäre es das Stichwort schlechthin gewesen.
Nee, Mama kauft es uns ja nicht, aber bei Oma und Opa spielen wir es immer.
Tja und nu, was machen wir denn da? Der kleine Tim hatte sofort wieder die passende Antwort. Dann geht es ja wohl nicht, wir müssen Mama nachher sagen, das Spiel brauchen wir UNBEDINGT. Logo, darauf wartet Mama bestimmt ;-)))).
Sellina hat ja manchmal auch gute Gedanken, und schon hörte ich mich sagen:
Hey Kids, wir "BASTELN" uns das Spiel selber. Jipeeeee, Kulleraugen schauten mich fragend an - jaaaaa, aber wie - ????? Kannst du das denn auch?
Ja Sellina, jetzt mal Butter bei die Fische, das wirste ja wohl noch gebacken bekommen. Na gut, wir brauchen eine Pappe, ein Lineal, einen Stift und 4 Buntstifte - blau - gelb - rot - grün. Die Kids sausten davon und meine Gedanken versuchten das Spiel schon mal "aufzumalen". Oh je, wie war das denn noch gleich, hatte es auch schon Ewigkeiten nicht mehr gespielt.
Auf einem Blatt Papier machte ich schnell eine Skizze. Geht doch, mein kleines Selbstgespräch und die "Zählarbeit" war abgeschlossen. Und da waren sie auch schon wieder, alle Utensilien wurden auf den Tisch gelegt, mönsch Kidds, ihr habt ja wirklich nichts vergessen - suuuuuuper -!
Und schon huschten sie auf ihre Stühle, die Bastelstunde konnte beginnen. Die Pappe wurde in die Mittel gelegt und Sellina markierte die 4 Eckfelder. Also los, Lasse malt auf seiner Seite die zwei Kästchen mit den jeweils 4 Kreisen - Tim auf der anderen Seite. Köstlich, ich hatte meine Freude mit welchem Eifer hier die ersten "Kuller" entstanden.
Und schon wurden die Buntstifte gebraucht, es gab überhaupt kein Murren, jeder hatte nur seine Seite im Auge. So, die Ecken waren fertig, ich teilte die Pappe mit dem Lineal in 4 gleiche Teile, in der Mitte malte ich ein Rechteck. Von diesem Punkt konnten schnell die 4 "Heimfelder" gemalt werden, die ebenfalls bunt ausgemalt wurden.
Und dann wurden die Kreise für das Spiel aufgemalt. Lustiges Geplapper: eins-zwei-drei-vier, ups, Kurve und wieder eins-zwei-drei-vier, das Spiel nahm
richtig Formen an. Und schon flogen die Stifte auf den Tisch - F E R T I G -!
Nee, noch nicht ganz, die Startfelder müssen noch bunt gemacht werden. Klaro, sonst sieht man ja auch nicht, wo es los geht ;-)))).
Das war also geschafft, huch, wir haben ja gar keine Figuren. Ich hatte es noch nicht ganz ausgesprochen, schon waren meine Jungs wieder auf Tauchstation und schon standen lustige Männchen auf dem Spielfeld - und Hut ab - auch die Würfel wurden ohne Ansage von mir mitgebracht.
Ich war nur noch begeistert mit welchem Elan sie bei der Sache waren, die Wangen waren schon ganz rot.
Seeeeellina, ich hab`sooooo`n Durst, iiiiiiiiiich auch kam das Echo. Dürfen wir ein Glas Apfelsaft? Bei unserem Eifer war selbst das Trinken in Vergessenheit geraten. Aber bevor das Spiel begann gab`s erst mal ne`kleine Sause: Saft und Kekse, wie konnte ich das nur vergessen ;-))))) ???????
Und, fragte ich vorsichtig in unserer kleinen Pause, kennt ihr denn auch die Spielregeln? Wie konnte ich nur, tzzz, klar, spielen wir doch immer bei Oma und Opa. Also gut, Gläser beiseite. Lasse wählte die grünen Männchen, Tim entschied sich für rot, Sellina wie immer blau.
Wer die höchste Zahl würfelte durfte anfangen. Lasse machte das Rennen und durfte dreimal würfeln um eine 6 zu bekommen, denn damit kommt das erste Männchen ins Spiel. Hat man keine 6, wird der Würfel weiter gegeben, Warteschleife bis zur nächsten Runde.
Hat man aber die ersehnte 6, kommt das Männchen nach draussen, danach darf noch einmal gewürfelt werden und die entsprechende Zahl wird gesetzt. Vier Männchen stehen ja im Haus, die alle nacheinander per 6 ins Rennen kommen, wenn man an der Reihe ist.
Im Uhrzeigersinn wird jetzt gewürfelt und gesetzt, manchmal zügig z.B. bei einer 5, manchmal im Schneckentempo bei einer 1. Aber die Tücke es Spiel`s ist schnell erkannt: Steht ein Männchen einer anderen Farbe auf dem Feld, wohin dich die "Würfelaugen" bringen, wird dieser mit einem mehr oder weniger ironischem Lächeln rausgeworfen (autsch) und wird zurück ins Haus geschickt. Dort wartet er dann auf einen Neustart hi hi ;-))))).
Hat man aber schon mehrere Figuren auf dem Brett kommt die Taktik hinzu: Wer wird rausgeschmissen? Natürlich der, der vielleicht schon ein Männchen im Zielhäuschen hat, der muss natürlich gehemmt werden sein Ziel zu erreichen.
Eine Überlegung ist es auch, ob man sich auf das Anfangsfeld einer anderen Farbe stellt. Bei der gefürchteten 6 darf man dann auch wieder ins Häuschen zurück. Aber es gibt ja wieder die Chance bei einer 6 herauszukommen.
Ziel des Spiel`s ist es, seine Männchen nach "Hause" zu bekommen, also genau eine Runde, dort sind die 4 Felder der jeweiligen Farbe mit der man spielt. Wer es bis dahin geschafft hat, ist in Sicherheit, da kann nix mehr passieren.
Unsere letzte Runde war an Spannung kaum noch zu überbieten, denn wir standen alle kurz vor dem Haus. Jeder hatte seine 3 Männchen bereits im Häuschen. Es zählten also die letzten Würfe, wer war der SCHNELLSTE? Rauswerfen war nicht mehr, es ging nur noch um Augen. (kj)
Die Kids waren schier aus dem Häuschen, es war wirklich ein Wettrennen. Tim war der Sieger, der kleine "Pups" ist vor lauter Freude fast vom Stuhl gefallen. Und Lasse war beim nächsten Wurf im Haus. Arme Sellina, da haste wohl verloren ;-))))))).
Nee, hab`ich gar nicht, denn allein das Spiel mit den Kids zu basteln war Freude genug. Für mich war es ein wunderschöner Nachmittag. Vielleicht fehlt euch diese Spiel ja auch, die Utensilien gibt es in jedem Haushalt, ich kann die Machart und das Spiel nur empfehlen.
expansin, 25.02.2002
Klingt wirklich nach eine quirligen Nachmittag ohne Aumlrger. Zum Rezept, einfach mal ausprobieren, es lohnt sich auch ohne Gaumlste. Gruszlig, expansin
uteker, 04.03.2002
Ich hasse immer noch quotMensch-aumlrgere-dich-nichtquot, gesteht Ute
funnyy, 26.02.2002
not macht erfinderisch lacht ist aber wirklich ein geniales spiel.
ein Testbericht von Das_Ei2002-02-21 14:03:50vom 21.02.2002Empfehlung: ja
Ich spiele gerne Brettspiele und lasse dafür alles stehen und liegen. Zu meinen Lieblingsspielen zählt auch Mensch ärgere Dich nicht.
Bei diesem Brettspiel versucht man möglichst alle Spielsteine als erster ins Ziel zu bringen.
Jeder bekommt vier Spielsteine in einer Farbe. Jeder Spieler bekommt eine andere Farbe zugewiesen. Mit einem Würfel wird bestimmt wer Anfangen darf. Wer die höchste Punktzahl hat beginnt. Würfelt er eine 6 darf er einen Stein nehmen und auf den Weg bringen. Das Spielfeld ist ein Brett oder eher eine Pappplatte auf der der Weg als
Kreuz dargestellt ist. Da er auf dem Weg an den anderen Spielern vorbei muss, kann es natürlich passieren, dass zwei gegnerische Steine sich ein Feld teilen müssen. Das geht aber nicht darum darf der, der zuletzt gekommen ist den Gegner wieder nach Hause schicken und er muss mit seiner Spielfigur wieder von vorne beginnen. Gewonnen hat, wer alle Spielsteine durchbringt und am Ziel deponieren kann.
Wie gesagt ich habe bei diesem Spiel einfach kein Glück, fast immer werde ich rausgeschmissen. Aber das macht mir nicht aus, denn ich habe trotzdem meinen Spaß dabei.
Das Spiel kann man mit 2-4 Mitspielern zuhause Spielen und ist kinderleicht zu erlernen, sogar mein 5 Jähriger Neffe spielt mit.
Da wir das Spiel schon so ewig lange haben, weiß ich nicht mehr was es gekostet hat. Ich denke aber mal so 10 Euro.
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