Robert Merle: Das Idol
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Testberichte Robert Merle: Das Idol

 (Taschenbuch)
4.2 von 5
Platz 197 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Das".
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.2 von 5
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Robert Merle: Das Idol Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.2 von 5
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Bewertungsverteilung:
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Die schönste Frau Italiens

ein Testbericht von 2010-02-16 16:56:11 vom 16.02.2010
Empfehlung: ja
==Die schönste Frau Italiens==

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

==ALLGEMEINES==

===Kaufgrund===
Da ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, habe ich mir wieder ein Buchpaket bei Ebay ersteigert, um auch mal etwas zu lesen, was ich sonst nie in die Finger bekommen hätte. Darunter war auch dieses Exemplar.


===Buchdaten===
Autor: Das Idol
Titel: Robert Merle
Originaltitel:
Verlag: AtV
Erschienen: 2000 6. Auflage
ISBN-10: 3746612209
ISBN-13: 978-3746612201
Seiten: 541
Einband: TB
Serie:

===Autor===
Robert Merle (* 28. August 1908 in Tebessa, Algerien; † 28. März 2004 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Romancier. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er 1972 durch seinen Roman Malevil bekannt, der die Folgen eines Atomkrieges zum Thema hat. Daneben schrieb Merle auch eine Biografie des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro und Theaterstücke. (wikipedia)

==NACH DEM LESEN==

===Inhaltsangabe===
Vittoria Accoramboni war die schönste Frau Italiens im 16. Jahrhundert - großherzig, klug, begehrt, vergöttert für ihre Schönheit. Aber diese Schönheit wurde auch ihr Fluch. Eben dadurch wurde sie zum bloßen Objekt einer Männerwelt, die Macht, Besitz und das Recht auf Sinneslust für sich gepachtet hatte. In den Machtkämpfen zwischen prunksüchtigen Kirchenfürsten und selbstherrlichen Adelsfamilien zerrieben, bezahlte sie ihre erste wirkliche Liebe mit dem Leben. Um diese junge Frau, "die in unserer Zeit ein Star gewesen wäre", schrieb Robert Merle einen wie immer spannenden Abenteuerroman.

===Leseprobe===
Ich wollte gern näher herangehen, aber das Gitter der Fenstertür war verriegelt. So blieb ich stehen, blickte auf den Käfig und bemerkte, dass um ihn herum Vögel flatterten, die das gleiche Gefieder hatten. Sie wollten in den Käfig hineingelangen, so wie die gefangenen Vögel begierig waren herauszukommen. Auch uns geht es so, dachte ich: wir sehnen uns danach, uns mit dem geliebten Menschen zu verbinden, und sind diese Bande einmal geschmiedet, finden wir sie auf Dauer zu schwer.

===Meine Meinung===
Der Autor Robert Merle ist dafür bekannt antimodern zu schreiben. Er schrieb unbeirrt weiter realistisch-politische Romane im Stile Stendhals. Bis dato hatte ich noch kein Werk dieses Autoren in der Hand gehabt, aber da auf Amazon, die Rezensionen gut sind, war ich begierig auf dieses Werk.

Die Geschichte um Vittoria wird von Merle durch verschiedene Personen aufgebaut. Er lässt eine bunt zusammengewürfelte Handvoll Personen, die alle irgendwie beteiligt sind, abwechselnd erzählen. Dies mag zwar ein guter Erzählstil sein, mir persönlich hat es aber den Einstieg erschwert. Kaum hat man eine Person näher kennen gelernt, kommt schon die nächste Person und man muss wieder herausfinden, wie sie zu Vittoria steht. Nach und nach kommt man zwar zu einem schön Bild, welches Vittoria, aber auch ihre Umgebung darstellt, aber das dauert. Jeder der Erzähler gehört einem anderen Stand an, jeder redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, und jeder besitzt ein Stück des Puzzles. Aber keiner von ihnen weiß alles. Der Leser allein erkennt bald, wie sich ihrer aller Schicksale in einem einzigen Knoten - Vittoria - verflechten. Er entdeckt Glanz und Elend einer Welt, in der sich alles um drei Dinge drehte: Sex, Macht und Religion. Und er bangt um Vittoria, die in ebendieser Welt aus ihrer festgeschriebenen Rolle ausbricht und an ihrer unvergleichlichen Schönheit schließlich zugrunde geht.
Je mehr man liest, desto gefesselter ist man von diesem Roman. Auch wenn man an einigen Stellen sicher Schwierigkeiten mit der Sprachwahl bekommen wird. Die Sprache ist an die damalige Zeit angepasst und oft ist der Satzbau anders und es kommen Worte vor, die ich seit Jahren nicht mehr gehört habe. Dazu kommt, dass es in Italien spielt und somit auch viele italienische Worte vorkommen. Einiges wird dem Leser mit Fußnoten übersetzt, andere sollte man wohl kennen. Trotzdem ist seine Wortwahl so gelungen, dass man alles vor seinem Auge sieht und man das Gefühl hat in jeder Person zu stecken.

Ich habe das Buch an zwei Tagen gelesen, da man ab Seite 100 kaum noch das Werk aus den Händen legen kann. Einfach weil man wissen möchte, wie es mit Vittoria weitergeht.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der gerne historische Bücher liest, da es sich um ein gelungenes Werk handelt. Man sollte aber bedenken, dass er eine eigene Schreibweise hat und alles sehr politisch angehaucht ist. Für einige Leser dürfte dieses Werk sicher nichts sein.

===Bewertung===
Von mir erhält das Buch vier Sterne. Abzug gibt es, da der Stil doch recht gewöhnungsbedürftig ist und man bei den vielen wechselnden Personen doch schon durcheinander kommt.

Pro: historischer Hintergrund
Contra: Stil

Danke fürs Lesen und Bewerten.


Eure Sarah
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Bunny84
Bunny84, 16.02.2010
Klasse Bericht. Lg Bunny84
PS: Freue mich über Gegenlesungen
sigrid9979
sigrid9979, 16.02.2010
Wünsche noch einen schönen Dienstag Abend..Lg Sigi
rainbow90
rainbow90, 16.02.2010
Ein sehr schöner Bericht. LG
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margy

das idol

ein Testbericht von 2011-11-13 18:28:37 vom 13.11.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: siehe bericht...
Nachteile/Kritik: siehe bericht
Zum Buch:

Das 467seitige Taschenbuch erschien im Aufbau Taschenbuch Verlag in der 1. Auflage am 1. August 1996 in deutscher Sprache. Unter der ISBN 978-3746612201 ist es im Handel zu einem Preis von 10 € erhältlich. Übersetzerin: Brigitte Kautz. Originaltitel: L´Idole

Buchumschlag:

Der Buchumschlag ist grün und darauf zu sehen ist eine junge Frau aus vorigen Jahrhunderten mit braunem, nach hinten gekämmten Haar und schwarzer Haube.

Autor:

Robert Merle (* 28. August 1908 in Tebessa, Algerien; † 28. März 2004 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Romancier. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er 1972 durch seinen Roman Malevil bekannt, der die Folgen eines Atomkrieges zum Thema hat. Daneben schrieb Merle auch eine Biografie des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro und Theaterstücke.

Klappetext:

Vittoria Accoramboni war die schönste Frau Italiens im 16. Jahrhundert - großherzig, klug, begehrt, vergöttert für ihre Schönheit. Aber diese Schönheit wurde auch ihr Fluch. Eben dadurch wurde sie zum bloßen Objekt einer Männerwelt, die Macht, Besitz und das Recht auf Sinneslust für sich gepachtet hatte. In den Machtkämpfen zwischen prunksüchtigen Kirchenfürsten und selbstherrlichen Adelsfamilien zerrieben, bezahlte sie ihre erste wirkliche Liebe mit dem Leben. Um diese junge Frau, "die in unserer Zeit ein Star gewesen wäre", schrieb Robert Merle einen wie immer spannenden Abenteuerroman.

Zum Inhalt:

Hier schreibt Robert Merle im Vorwort folgendes:

In unserer Zeit wäre Vittoria ein Star gewesen, die als eine der schönsten Frauen der italienischen Renaissance galt. Ihre blendende Schönheit macht sie zum Objekt der Begierde. Die Söhne der italienischen Aristokratie liegen Vittoria Accoramboni zu Füßen. Der finanzielle Ruin ihrer Familie erzwingt jedoch die rasche Heirat mit dem ungeliebten Neffen des Kardinals Montaldo. Ausgerechnet im Hause des sittenstrengen Kardinals begegnet Vittoria schließlich ihrer großen Liebe, dem Fürsten Orsini, und findet in ihm einen ihr ebenbürtigen Partner. Der Mord an Vittorias Ehemann lässt die beiden Liebenden, obwohl unschuldig, ins Zwielicht geraten, und die kurz darauf vollzogene Ehe mit Orsini wird vom Papst persönlich annuliert. Als der Papst überraschend stirbt und Kardinal Montalto als sein Nachfolger in den Vatikan einzieht, scheint der Weg in die Zukunft endlich geebnet. Doch nur einen Sommer lang währt das Glück in der Villa am Gardasee, bevor mörderische Gewalt über Vittoria hereinbricht....

Weiter sagt er:

Am Ufer des Gardasees ssah ich den Palast, in dem Vittoria 1585 ihren letzten glücklichen Sommer verlebt hatte....

Leseprobe:

Es war vor fünf Jahren - um genau zu sein, am 5. Dezember 1572 sieben Uhr morgens -, als ich die Treppe zum Vatikan emporstieg und dabei so unglücklich fiel, dass ich mit dem Hals auf eine Stufenkante aufschlug. Durch diesen Aufprall quetschte ich mir den Kehlkopf und wäre auf der Stelle erstickt, wenn nicht ein Bader in der Nähe gewesen wäre, der mir mit einer kleinen Schere die Kehle aufschnitt. Die Wunde verheilte, doch ich blieb stumm.
Es gab zu jener Zeit nicht mehr als zehn Bader in Rom. Wenn nun die Vorsehung einen der geschicktesten Vertreter dieser Zunft meinen Weg so früh am Morgen kreuzen ließ, schloss ich daraus, dass die kaum glaubliche Abfolge der Ereignisse, die mein Leben fürderhin bestimmen sollten, ausdrücklich von ihr gewollt war: mein Sturz, die Kehlkopfquetschung, der Eingriff des Baders, meine Stummheit und meine Begenung mit Kardinal Montalto.

Schreibstil:

einfach, flüssig geschrieben, spannend und interessant, verführt zum Weiterlesen

Meinung:

Schnell und gut zu lesen, steigert sich die Spannung der Geschichte bereits zu Beginn schon ins Unermessliche. In rasendem Tempo begann ich, die Abschnitte zu verschlingen.
Die Geschichte ist aus dem Blcikwinkel eines Erzählers in der Ich-Form geschrieben.
Vittoria steht in der Geschichte des 16. Jahrhunderts als Protagonistin, als Titelheldin hier. Sie ist die Frau, die alle bewundern für ihre Schönheit. Doch hinter ihrer Maske der Schönheit verbirgt sich das Geheimnis, dass ihre Eltern kein Geld mehr haben.
Sie als Frau, als eine Frau während der Zeit, als die Scheiterhaufen noch allerorts brannten, stand sie zwischen vielen Männern, heiß begehrt. Das brachte die Missgunst bei den Männern auf,was ihr letztendlich zum Verhängnis wurde.
Sie besaß trotz ihres Ranges und der Schönheit nicht die Macht, sich den Mann an ihrer Seite auszusuchen. Ihre Eltern bestimmten, wen sie zu heiraten hatte. Ihnen ging es um das Ansehen und um das Erhalten des Ansehens, des Geldes und der Macht.
Das Glück und das Wohl der Tochter waren dabei zweitrangig, wenn es überhaupt einen Rang hatte. Frauen mussten zu dieser Zeit noch heiraten, um nicht als vogelfrei zu gelten und finanziell abgesichert zu sein.
Zu dieser Zeit gab es noch keine Schulen für Mädchen, also hatten sie keine Bildung und arbeiten in einem Beruf war auch ganz selten.
Mit dem Wunsch der Eltern begann ihr Verhängnis. Sie heiratete den Neffen des Kardinals und lernte dort den Mann kennen, den sie liebte.
Doch andere buhlten auch um sie. Unter den Männern begann ein Feuer zu schüren um eine einzige Frau, die ja nur einen Mann an ihrer Seite haben durfte.
Als ihr Mann, den sie keinen Augenblick liebte, dann starb, heiratete sie den Mann, den sie liebte. Doch die Rachegelüste der restlichen männlichen Meute war dann stärker.
Vittoria büßte mit ihrem Leben.
In unserer Zeit kann man sich so etwas gar nicht mehr vorstellen. Jeder sucht sich den Partner aus, den er haben möchte, mit dem er zurechtkommt und sich ein Leben an seiner Seite vorstellen kann.
Natürlich ist es gut, Geld zu besitzen, reich zu sein, aber ist das wirklich alles, was ein Leben ausmacht?
Grausam und brutal, erschütternd und entsetzlich ist die Zeit dargestellt mit allen Intrigen, die gesponnen werden können. Es ist unvorstellbar, dass es so etwas wirklich gegeben hat und wenn ich die Worte Merles richtig deute, hat es die Geschichte so oder so ähnlich wirklich gegeben.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Miraculix1967
Miraculix1967, 13.11.2011
Schönen Sonntagabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
giselamaria
giselamaria, 14.11.2011
ist ja ein interessanter Autor ! - LG gisela
anjaangelina123
anjaangelina123, 13.11.2011
Liebe Grüße, freue mich über Gegenlesungen.
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