Ein Film, zu schön um wahr zu sein und seit ich ihn vor kurzem das erste Mal gesehen hab’ gehört er an die Spitze meiner „All-time-Favorites“ und da muss natürlich ein Bericht her, der ihm annähernd gerecht wird….
### STORY ###
Eigentlich kam der arme Poet Christian 1900 ins Pariser Künstlerviertel Montmartre, um dort über Freiheit, Wahrheit, Schönheit und Liebe zu schreiben, doch wie soll man das machen, wenn man noch nie richtig geliebt hat?
Doch als auf einmal ein bewußtloser Argentinier durch Christians Zimmerdecke stößt und ein als Nonne verkleideter Zwerg in sein Zimmer stürmt, ändert sich alles. Die zwei gehören zu einer Schauspieltruppe, die für das Moulin Rouge ein Theaterstück inszenieren wollen. Sie gewinnen Christian für sich, da sie selber keine guten Ideen haben, jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der Kurtisane des Moulin Rouge Santine. Darum macht sich die Truppe in den Lusttempel auf.
Doch durch eine Verwechslung denkt Santine, das Christian der Duke ist, ein Geldgeber der für den Erhalt und den Betreiber des Moulin Rouge Ziedler sehr wichtig ist.
Nach der Aufklärung des Problems fängt das eigentliche erst an. Christian hat sich in Santine verliebt, doch diese erwidert zuerst seine Liebe nicht, da sie erstens keine echte Liebe kennt und zweitens dem echten Duke versprochen ist. Bekommt er Santine nicht, spendet er kein Geld und ihre erhoffte Schauspielkarriere erfüllt sich nicht.
Doch bekanntermaßen ist Liebe stärker als die Macht des Geldes und auch Santine fängt an Christian zu lieben, zuerst heimlich doch als der Duke dann die Wahrheit erfährt ist die Katastrophe unausweichlich...
### OPTIK ###
Wegen dieser überfrachteten Optik wollte ich eigentlich nicht ins Kino gehen obwohl ich so was gern sehe. Den Trailer fand ich wirklich klasse und beeindruckend, aber der war ja auch nur 2 Minuten und ich konnte mir nicht vorstellen das über 2 Stunden zu ertragen. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Und hier von visuellem Overkill zu reden wird dem Film nicht gerecht, denn Overkill würde ich als negativ ansehen und eher diesen seelenlosen Werbefilmchen wie „Stigmata“ oder „The Cell“ ankreiden. Ein visueller Overkill ist für mich mit sterilen, emotionslosen, unterkühlten Bildern verbunden, die auf die Dauer nicht fesseln sondern ermüden. Hier allerdings kann ich mich nicht an dieser kitschigen Pracht aus französischer Mode des vorletzten Jahrhunderts und unübersehbaren indischen Einflüssen satt sehen. Gold, Rot und Blau, kräftig und penetrant wie es nur geht haben hier die überhand aber trotzdem wird die komplette Farbpalette in fast jeder Szene komplett abgedeckt. Das Wort detailreichtum muß nach diesem Film neu erfunden werden und kitschig und überladen ist hier deutlich untertrieben, aber durch die konsequente Umsetzung (von dem 20thCent.Fox-Logo bis zum Abspann!), die stellenweise comicartige Darstellung der Charaktere und den daraus erzielten Humor wirkt das alles stimmig und fesselnd wie kaum ein Film.
Auch sonst weiß der Film zu überzeugen, denn neben der grandiosen Kulisse überzeugt der Film durch genauso exzessive Kamerafahrten und Schnitte die durch grandiose Special Effects noch ausgefallener als erdenkbar geraten sind. Doch Luhrmann setzt nicht nur auf diese "Videoclipastehtik", es gibt auch genug ruhige Szenen, die hauptsächlich
die Beziehung zwischen Christian und Satine vorantreiben. Und auch anders als in anderen Musicalfilmen gehen diese hier nicht vor lauter Stil nicht unter. Einfach gesagt : Der Oberhammer. Wirklich. Ich könnte mir den Film 24 Stunden am Tag angucken.
### MUSIK ###
Bei Musicals spielt die Musik ja logischerweise immer eine übergeordnete Rolle und da macht auch Moulin Rouge keine Ausnahme, im Gegenteil, noch nie paßte sich die Musik (bei der Fatboy Slim und Ozzy Osborne bei jeweils einem Lied halfen) und die Gesangseinlagen der Akteure so perfekt in das Gesamtbild ein, und das obwohl das wohl das erste Musical ist für das die Lieder nicht extra geschrieben wurden, sondern sich der Klassiker der letzten 50 Musikjahrzehnte bedient, so daß der Wiederkennungswert trotz der genialen Veränderungen der Lieder gewährleistet ist. Aus Klassik wurde Pop und Pop wurde zu Oper und aus mehreren Liedern wurde eine komprimierte Songbombe.
Selten hat mich wirklich ein Soundtrack so begeistert und Tanz- und Gesangsszenen in einem Film so bewegt egal in welcher Weise. Spaß, Romantik und Tragik waren noch nie so intensiv erlebbar wie hier. Darum hab' ich den besten Songeinlagen (sind fast alle geworden) hier besondere Achtung geschenkt:
***The CanCan***
Nach einem Absinth-Rausch und Kyle Minogue’s Miniauftritt als Fee findet sich Christian zum ersten Mal im Moulin Rouge und mit ihm der Zuschauer und so ist diese Ouvertüre natürlich ein beeindruckender Einstieg in die Pop-Oper. Angefangen mit dem Cover von Petty LaBelle's Lady Marmalade fangen die "GoGo-Girls" des Moulin Rouge zu tanzen und ihre Röcke zu schwingen und ohne Vorwarnung fangen auf einmal die männlichen Besucher in Frack und Zylinder Textzeilen aus dem Nirvana Song "Smells like teen spirit" zu singen und tanzen dazu in "A Chorus Line" Manier zu tanzen und ehe man sich versieht ist man in einer genialen Kombination beider Lieder unterlegt mit Technobeats. Atmen nicht vergessen.
***Diamonds are a girls best friend***
Santine singt für ihre Fans/Freier Marylin Monroes Klassiker „Diamonds are a girls best friend“ und welches Lied geht da unweigerlich mit einher? Klar, Madonna's „Material Girl“.
***Your Song***
Während Santine sich noch am Boden wälzt, fängt Christian unerwartet und mit einer gewaltigen Stimme an Elton John's „Your Song“ zu interpretieren, aber nicht in der zurückhaltenden Originalversion, sondern als astreine wunderschöne Popversion und wenn dazu nachher noch beide Akteure zusammen wie in einem 50er Jahre Musical auf den Wolken tanzen und Placido Domingo als Mond mit einstimmt möchte man, daß diese Szene nie zu Ende geht. Doch leider tut sie das. Aber dank Ewan McGregor's Wahnsinnstimme (ja er hat wie alle selbst gesungen) und der Unterstützung durch einen Chor hab ich selbst danach noch Gänsehaut. Jedesmal.
***Spectacular, Spectacular***
Eher lustig als bewegend wird hier ein klassisches Lied, das jeder vom hören kennt, aber kaum einer wie ich den Namen dieses Liedes kennt. Hat aber durchaus Ähnlichkeiten mit dem CanCan (dem Original nicht der obigen Version).
***Lovesong-Medley***
Eigentlich ist das weniger ein Medley als ein gesungener Dialog zwischen Santine und Christian, der aus Liebesliedern der verschiedensten Jahrzehnten zusammengestellt wurde. Von „All you need is love“ der Beatles über „I was made for loving you“ von Kiss zu Donna Summers „Don't leave me this way“ und Joe Cockers „Up where we belong“ und alles endet in einem geradezu optisch orgiastischen Finale mit einem Herzfeuerwerk und Whitney Houstens „I will always love you“. Und...schon wieder ne Gänsehaut. Jedesmal.
***El Tango de Roxanne***
Aus Stings eher dezenter Version von Roxanne und einem klassischen Tango wurde wohl auch optisch in Ahnlehnung an Luhrmanns‘ Strictly Ballroom ein emotionaler tragischer gerade zu theatralisch vorgetragener Song gemacht, den der Argentinier mit seiner rauen Stimme vorträgt und dann durch Christian unterstützt wird, bis beide am Ende fast zu schreien anfangen. Eine der wohl intensivsten Szenen des Films und ein Wendepunkt in dem sich Santine für die Liebe und gegen das Geld entscheidet und damit aber auch das Ende des Moulin Rouge's besiegelt wird. Dramatisch bis zum letzten. Wer hät's gedacht durch die grandiose Darstellung krieg ich... mal wieder ne Gänsehaut. Jedesmal.
***The Show must go on***
Aus dem Popklasiker von Queen wurde ein orchesteruntermaltes ergreifendes Opernlied durch die kräftige Stimme des Moulin Rouge - Leiters. Dadurch wurde aus dem Lied das eigentlich Hoffnung geben soll, ein tragisches und geradezu deprimierendes Lied.
***Like a Virgin***
Ziedler kann auch komisch, denn hier will er den Duke überzeugen das Santine nicht aufgetaucht ist weil sie beichten will und als Quasi-Jungfrau ihn heiraten will und was paßt da besser als Madonna's "Like a Virgin, touched for the very first time".
***Das Finale***
"Come what may", der einzige extra für den Film geschriebene Song, der zwischendurch schon mal leise angestimmt wurde, findet hier seinen pompösen Höhepunkt und endet als rockige Prunkversion.
### STORYKRITIK ###
Oft dient die Story in Musicals ja nur um einen Song mit dem nächsten zu verbinden und ohne Musik würde es keinen wirklich interessieren.
Moulin Rouge fesselt aber auch hier, was vor allem an der unverschämt romantischen alten Geschichte eines armen Poeten der eine Frau liebt die an einen reichen Mann versprochen ist, liegt. "La Bohème" läßt grüßen und tatsächlich ähnelt der Film mehr einer Oper als einem klassischen Musical. Eine Oper endet fast ausnahmslos tragisch mit dem Tod eines oder beider Hauptcharaktere, Moulin Rouge macht da keine Ausnahme, dadurch wird der Film aber auch ehrlicher, ernster und romantischer als diese "Feel Good"-Musikfilme. Und er hat eine wunderschöne Aussage und zelebriert die wahre altmodische Liebe.
FREEDOM.TRUTH.BEAUTY.LOVE.
FREIHEIT.WAHRHEIT.SC HÖNHEIT.LIEBE.
Simpel aber effektiv. Und zudem kommt, zumindest in der ersten Hälfte der Humor nicht zu kurz, vor allem ausgelöst durch die abstrusen Charaktere, die beabsichtigt lächerlich wirkenden Tanzeinlagen und einige Cartoon-Soundeffekte sowie Schauspieler die wie in alten Komödien á la „Stan Laurel und Oliver Hardy“ agieren, dazu gehört natürlich auch das viel zu schnelle Bewegen wie in alten Stummfilmklassikern und dieser „Generationskonflikt“ von einer alten Story und Aufmachung mit modernen Musikstücken sorgt auch für den ein oder anderen Schmunzler.
### SCHAUSPIELER ###
Das Ensemble ist genial besetzt, von den beiden Hauptdarstellern Kidman und McGregor bis zu den kleinsten Nebenrollen und das ist ja gar nicht so einfach wenn man gute Schauspieler braucht die auch noch wirklich (!) singen können. Zudem gibt’s hier keine schwrz/weiß-Malerei, jede Figur hat mindestens zwei Seiten.
~ Ewan McGregor ~
Er spielt den sympathischen armen Poeten mit einer Hammerstimme, auch wenn wahrscheinlich mit dem Computer etwas nachgeholfen wurde gehören seine Lieder absolut zu den Höhepunkten und auch sonst paßt er perfekt in die Rolle und spielt mit Spaß und Begeisterung wie sonst nur in den kleineren Produktionen wie „Trainspotting“, „Lebe lieber ungewöhnlich“ (beide von Danny Boyle) oder „Die Bettlektüre“ von Peter Greeneway, seine Blockbusterkarriere in der neuen Star Wars Trilogie sehe ich mal als Ausrutscher an, wo er gnadenlos unterfordert ist.
~ Nicole Kidman ~
Seit der Trennung von Tom Cruise tritt die Australierin endlich aus dessen Schatten und konnte mit dieser Rolle einen Golden Globe gewinnen und eine oscarnomminierung ergattern, um später auch mit „The Others“ zu begeistern. Vorher sah man sie zusammen mit ihrem Ex-Mann in „In einem fernen Land“ und in Stanley Kubrick’s letztem Film „Eyes Wide Shut“. Kidman spielt die Kurtisan, die ihre Karrierehoffnung aufgibt, um mit dem Mann zusammen zukommen, der ihr gezeigt hat, daß auch sie wirklich lieben kann. Noch nie habe ich Nicole Kidman so warm und lustig, gesehen wie hier und sie kann auch ganz gut singen.
~ John Leguizamo ~
Er spielt nach „Romeo und Julia“ schon wieder in einem Baz Luhrmann Film mit und unterhält als quirliger Zwerg Toulouse-Lautrec, der Christian in die Welt des Moulin Rouge’s bringt.
Leguizamo kann man auch als Monsterclown in „Spawn“ sehen, sowie in Spike Lee’s „Summer of Sam“ oder als Transvestit in „Too Wong Foo“ sehen.
~ Richard Roxburgh ~
Der australische Schauspieler beweist hier als Duke von Monroth sowohl komisches als auch dramatisches, ernstes Schauspieltalent. Musikalisch sieht’s (beabsichtigt) leider schwach aus. Dem internationalen Publikum dürfte er hauptsächlich als linke Hand des Bösen in „M:i-2“ bekannt geworden sein.
~ Jim Broadbent ~
Wie eigentlich alle Charaktere des Films ist er auch keine eindimensionale Figur. Am Anfang denkt man er sei ein gefühlskalter, profitorientierter Zuhälter, doch am Ende merkt man, daß er sich auch um Santine Sorgen machen kann und wird überraschend sanft emotional. Jim Broadbent gewann dieses Jahr den Oscar als bester Nebendarsteller für „Iris“ und spielt in dem hoffentlich bald erscheinenden neuen Scorsese Film „Gangs of New York“ neben Cameron Diaz und Leonardo DiCaprio. In seiner langen Karriere spielte er auch in den Filmen „Brazil“, „Bullets over Broadway“ oder „Fräulein Smilla’s Gespür für Schnee.
###REGIE###
Baz Luhrmann
Der Australier hat bisher nur drei Filme gedreht die er selbst als seine „Red Curtain“-Trilogie ansieht, weil sie alle mit Tanz oder Theater zu tun haben, alle aber auf ihre eigene Art. Zudem haben alle seiner Filme die Gemeinsamkeit, dass Luhrmann tarditionelles/altes mit modernem verbunden hat.
*“Strictly Ballroom“ (1992) handelt von einem Mann dessen Obsession es ist bei einem wichtigen Tanzturnier zu gewinnen, doch durch seine neumodischen Tanzschritte bei den konservativen Juroren, durch zufallen scheint. Optisch zwar schon nett aber noch nicht so überladen und bunt wie seine zwei Nachfolger.
*„Romeo und Julia“ (1996) erzählt die alte Geschichte von William Shakespeare, Luhrmann transferierte sie jedoch in genialen Bildern in die Neuzeit, benutzt aber weiterhin die alten Dialoge.
*Last but not least natürlich „Moulin Rouge“, als meiner Meinung nach stärkster Teil dieser Trilogie.
### FAZIT ###
Weniger ein Musical als eine überwältigende, vor Ideen schäumende Pop-Oper. Die Optik ist weniger gewöhnungsbedürftig als ich gedacht habe und fesselt zusammen mit dem BESTEN Soundtrack den ich je gesehen hab‘ auch wenn von vielen Liedern oft nur ein bis zwei Textzeilen gespielt werden. Innovativ wie kaum ein anderer Film und ein grandioser Abschluß von Luhrmann’s „Red Curtain“-Trilogie.
Entweder man vergöttert diesen Film oder man findet ihn nur lächerlich. Weil der Film selbst so extrem (in allen erdenklichen Weisen) ist, gibt’s dazwischen wohl nichts.
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Ein Must-See!
ein Testbericht von webstylist2005-09-05 18:18:38vom 05.09.2005Empfehlung: ja
Was für ein Spektakel! Moulin Rouge ist ein zweistündiges, musikalisches audiovisuelles Feuerwerk erster Güte und als solches eine willkommene Abwechslung zu den sonstigen Standardfilmen.
Das Bild
Man nehme einen Eimer, fülle ihn mit Musik, Tanz, Farben, Energie und einer gehörigen Portion Vitalität (Vorsicht, Ablaufdatum beachten!), mische das ganze und spritze es auf die Filmleinwand. Was man dabei erhält wird sich wohl nicht viel von Moulin Rouge unterscheiden.
Die Musik
Nicht jeder muss ein Musicalliebhaber sein. Doch auch jenen, denen dieses Genre nicht viel sagt, werden ihre Freude haben. Regisseur Baz Luhrmann hat neuzeitliche und jedermann bekannte Musik in die Atmosphäre des Paris im 19. Jahrhundert eingeflochten. Ein Experiment, das meiner Meinung nach gelungen ist.
Die Schauspieler
Nicole Kidman,Ewan McGregor und Co leisten überzeugende Arbeit. Und hey, die können sogar singen, und dies nicht mal schlecht! Die Truppe versprüht Witz und Charme. Wer beispielsweise beim Versuch den Duke für ihr Theaterstück zu begeistern nicht mindest ein amüsiertes Lächeln im Gesicht hat... dem ist eh nicht mehr zu helfen! :)
Das Fazit
Ein Must-See! Nicht jedem wirds gefallen, dies ist klar. Doch die Chancen sind gross dass es auch Dir gefallen wird.
Next Stop: Broadway.
ein Testbericht von Maggie2005-08-11 16:52:40vom 11.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Schauspieler, Musik, Kameraführung, Inszenierung, Story, uvm. ...Nachteile/Kritik: nichts.
Handlung:
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Paris 1899. Der junge, englische Schriftsteller Christian (Ewan McGregor) kommt nach Paris, um dort sein Glück zu versuchen und ein Buch über die Liebe zu schreiben. Wie es der Zufall so will, fällt gerade in dem Moment, wo er an seiner Schreibmaschine ansetzt, ein an Narkolepsie leidender Argentinier durch die Decke seines Hotelzimmers. Der war gerade dabei mit der Truppe um Toulouse Lautrec (John Leguizamo) ein Theaterstück zu proben.
Christian erweist sich als hilfsbereit und ersetzt in kurzerhand in seiner Rolle als britischen Schriftsteller.
Begeistert von Christians Talent verpflichtet er ihn
gleich dazu, das Bühnenstück zu schreiben.
Um nun die schöne Satine (Nicole Kidman) zur Mitarbeit an genau diesem Schauspiel zu überzeugen, arrangiert Toulouse ein geheimes Treffen zwischen ihr und Christian.
Jedoch sollte noch ein anderer Mann Satine an jenem Abend treffen: Der Duke (Richard Roxburgh). Er ist der neue Geldgeber des Moulin Rouge, des berühmtes Nachtclubs, in dem Satine der Star der Show ist.
Jedoch trifft Satine Christian anstelle des Dukes, verwechselt beide und beide verlieben sich unsterblich ineinander.
Da sie jedoch schon dem Duke versprochen wurde, müssen beide ihre Liebe geheim halten, denn während des Umbaus des Moulin Rouge in ein Theaterhaus ist dieser immer in ihrer Nähe und hofft immernoch auf die Gunst von Satine.
Kurzinfo:
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FSK: 12 Jahre
Länge: 127 min
Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2002
Schauspieler:
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Nicole Kidman - Satine
Ewan McGregor - Christian
John Leguizamo - Toulouse-Lautrec
Jim Broadbent - Harold Zidler
Richard Roxburgh - The Duke
Garry McDonald - The Doctor
Jacek Koman - The Unconscious Argentinean
Matthew Whittet - Satie
Kerry Walker - Marie
u.a.
Regie:
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Baz Luhrmann ("Romeo + Julia", "Strictly Ballroom - Die gegen die Regeln tanzen")
Wissenswertes zum Film:
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- "Moulin Rouge" ist der abschließende Film zu Baz Luhrman's "Red Curtain"-Trilogie. Die anderen Filme, die ebenfalls dazu gehören sind "Strictly Ballroom" und "Romeo + Julia". Für die Unterstützung zur Erzählung der Filme nutze er jeweils drei verschiedene Kunstformen. In "Strictly Ballroom" war es das Tanzen, in "Romeo + Julia" die Sprache Shakespears und in "Moulin Rouge" der Gesang.
- Alle Lieder wurden original von den Schauspielern gesungen. Ausnahme: Harold Zidler (Jim Broadbent)
- In dem Film ist allein das Lied "Come what may" ein original. Alle anderen sind jeweils Coverversionen oder Medleys von berühmten Songs wie "Your song" von Elton John oder Madonna's "Material Girl".
- Kylie Minogue hat einen Gastauftritt als Grüne Fee.
Eigene Meinung / Wertung:
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Ein Meisterwerk!
Wie wahrscheinlich jeder, der Moulin Rouge zum ersten Mal sieht, war ich anfangs skeptisch und mochte den Film überhaupt nicht. Aber dann sah ich ihn wieder und wieder und lernte den Film immer mehr lieben. Man muss ihn erleben und sich auf ihn einlassen.
Wenn man das begriffen hat, fällt es einem gar nicht mehr schwer, sich mit dem Film auseinander zu setzen. Nach einiger Zeit spürt man alles was im Film geschieht und lebt die Geschichte selber mit den einzelnen Charakteren durch.
Besonders die Schauspieler haben es hier zu Glanzleistungen gebracht. Eine perfekte Besetzung lässt den Zuschauer eintauchen in das Boheme Viertel Montmartre.
Besonders überrascht war ich über Ewan McGregor. Der Mann hat so eine unglaubliche Stimme, die sich dann auch noch so wundervoll mit der von Nicole Kidman ergänzt.
Zusammen spiegeln beide perfekt die Gefühle von Christian und Satine wieder, sodass die Charaktere wirklich in den beiden Schauspielern aufleben.
Ich kann meine ersten Worte nur wiederholen: Ein Meisterwerk.
Allein schon der Film ist durch das Zusammenspiel von perfekter Regie, Kameraführung und Schauspielerei ein Erlebnis an sich.
UNDBEDINGT KAUFEN!
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ein Testbericht von giftbluemchen2005-06-19 14:55:59vom 19.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Tolle Darsteller, super gespielt, atemberaubend! ...Nachteile/Kritik: -
STORY:
1900. Die Welt dreht sich um Paris – und alles in der Stadt der Liebe dreht sich um den berühmtesten Nachtclub der Stadt, das Moulin Rouge. Auch der junge Schriftsteller Christian (EWAN McGREGOR) kann sich der explosiven Atmosphäre und der Sinnlichkeit des Cancan nicht entziehen. Vor allem aber fasziniert ihn Satine (NICOLE KIDMAN), der Star des Moulin Rouge, die unnahbare Kurtisane mit dem großen Traum von einer Karriere als Schauspielerin. Indem Satine sich einem reichen englischen Duke hingibt, soll die Finanzierung eines aufwendigen Theaterstücks im Moulin Rouge gesichert werden. Doch
dann tritt Christian in Satines Leben und erobert ihr Herz im Sturm. Sie muss eine Entscheidung treffen: zwischen ihrem Traum und der wahren Liebe, zwischen dem Moulin Rouge und Christian …
(Quelle: film.de)
INFORMATIONEN:
Der Film 'Moulin Rouge' lief am 18.10.2001 in den deutschen Kinos an & war dort ein riesen Erfolg. Die Hauptdarsteller sind Nicole Kidman & Ewan McGregor. Außerdem hat Kylie Minogue eine Rolle als die "Grüne Waldfee" bekommen ;) Er dauert knapp über 2 Stunden und ist freigegeben ab 12 Jahren. Regie geführt hat Baz Luhrmann.
MEINUNG:
Moulin Rouge ist einer meiner Lieblingsfilme! Er ist wunderbar gespielt, die Story ist sehr interessant und sehr mitreißend. (Einer der ganz, ganz wenigen Filme bei denen ich am Schluss geweint habe).
FAZIT:
Ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall sich den Film auszuleihen/zu kaufen. Er ist wirklich atemberaubend & sehr bewegend. Ich würde ihn sofort weiterempfehlen! Sicherlich trifft er nicht jeden Geschmack, aber ich liebe den Film. Auf der DVD ist auch etliches an Bonus-Material enthalten, was noch einen Pluspunkt gibt :)
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ein Testbericht von sape262005-06-16 17:22:15vom 16.06.2005Empfehlung: ja
Moulin Rouge....Baz Luhrman, Ewan McGregor, Nicole Kidman-Kitsch hoch 1000, Spiele mit den Farben,wie man sie zuvor nur selten in einem Film gesehen hat!Musik,die unter die Haut geht..Musik, die man einfach kennt!amüsant und dramatisch-das sind die wesentlichen Bestandteile eines gut gemachten Films. Ewan McGregor und Nicole Kidman mit überraschend guten Stimmen!hochqualitative Schauspieler und wunderschöne Choreographien in einem bunten, fast übertriebenen jedoch wunderschönen Bühnenbild!jedoch ein Film,der berührt und bei vielen bestimmt Tränen über die Wange kullern läßt!;)Moulin Rouge-ein Film,der verleitet ihn öfter als 2x anzusehen.Ein Film,der einen nur langsam wieder losläßt
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yerusha, 07.07.2005
hier gilt leider dasselbe wie bei der anderen filmkritik. der bericht ist einfach zu kurz und enthaumllt fast nichts auszliger quotheiszlige luftquot. waumlre gut wenn du ihn uumlberarbeitest.
lg, yerusha
Gozo-Bernie, 24.09.2006
Gruss aus dem Sueden - bernie
ein Testbericht von ZordanBodiak2005-01-22 11:03:40vom 22.01.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Überragende Kameraarbeit... Herrlich überzeichnete Figuren... Grandiose Darsteller... Göttliche Songs... Schlichtweg: SPECTACULAR! SPECTACULAR!...Nachteile/Kritik: Definitiv nichts - wer den Film nicht mag, hat einfach Pech gehabt!!!
Vorschusslorbeeren für ein ausdrucksstarkes Musical. Die (angebliche) Neudefinition der Visualisierung. Schnell geschnitten. Ohne Atempause. Rastlos – und wahrlich ein Hochgenuss für den (musical-)begeisterten Cineasten! Ob dieses Kritikerlob jedoch geteilt werden kann? Wenn man auf die schwache Story vom in eine Kurtisane verliebten Dichter blickt, möchte man daran doch stark zweifeln. Wie oft hatte man doch schon eine verbotene Liebe auf der Leinwand erleben müssen, die vermutlich tragischen enden wird. Unvoreingenommen lehnt man sich zurück, versucht jegliche Vorurteile in Bezug auf die kitschige Liebesgeschichte zu verdrängen – und wird gänzlich umgehauen!
Schon die Eröffnungssequenz ist derartig ästhetisch – und lässt den exzentrischen Charme des Filmes vermuten. Eine rasante Kameraführung durch die engen Gassen Paris, langsam sich einfärbende Bilder. Von einem kleinwüchsigen Sänger [Toulouse-Lautrec] wird Christian – ein junger Londoner Dichter – eingeführt, den es entgegen der Warnungen seines Vaters in das sündige Montmartre gezogen hat. Wie von einem „schwarzen Loch“ wird der Zuschauer in diesen hektischen ersten Minuten schon in den Film hineingesogen. Hat jegliche Zweifel bezüglich der seichten Liebesgeschichte abgelegt. Verfällt der Sucht. Der Sucht nach neuen visuellen Einfällen – und diese bedient „Moulin Rouge!“ nur zu offensichtlich.
„Moulin Rouge!“ ist wild. Hektisch. Eine Herausforderung für die Augen – die zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd die Möglichkeit bietet sich zu entspannen. Viel zu schnell prasseln die von Jill Bilcock zusammengeschnittenen Bilder auf den Zuschauer herein. Werden noch von der rastlosen und stetig herumkreisenden Kamera Donald McAlpine formgerecht unterstützt. Vielleicht mag dies von vielen als „visueller Overkill“ bezeichnet werden – es ist aber gänzlich zweckgerichtet um den Charme der Pariser Boheme bebildern zu können.
Baz Luhrman – der schon vor wenigen Jahren den alternden Shakespeare mit „Romeo + Juliet / Romeo + Julia“ entstaubt hat – unterzieht dem scheinbar in Rente gegangenen Filmmusical einer bombastischen Verjüngungskur. Nicht nur visuell wird „Moulin Rouge!“ aufgepeppt. Auch inhaltlich wird die simple Geschichte vom mittellosen Dichter Christian, der irrtümlich für einen reichen Investor gehalten wird und bei seinem ersten Treffen dem Charme der Edel-Kurtisane Satine verfällt, phantastisch aufgewertet: Selbstverständlich wird in einem Musical als Dialogersatz viel gesungen – doch die Liedtexte werden mit größter Kreativität aus einzelnen Balladen-Klassikern der Pop-Geschichte zusammengestückelt. Elton Johns „Your Song“ vermischt sich urplötzlich mit Kiss’ “I was made for loving you” zu der ultimativen Liebesbotschaft. Madonnas „Like a virgin“ wird zur exzentrischen Entschuldigung für Satines „Abgeneigtheit“ gegenüber dem reichen Investor.
Doch die wohl famoseste Musik-Einlage dürfte nicht eine der zahllosen Liebeserklärungen sein, sondern vielmehr die Einführung in den sündigen Nachtclub. Lasziv wird „Lady Marmelade“ von den Dirnen besungen – unterlegt von einem seichten Cancan-Rhythmus – entgegenwirken dem eine Gruppe von männlichen Gästen, die „Smells like teen spirit“ zum Besten geben. Eine Melange voller Gegensätze. Perfekt intoniert – und über allem thront der grandiose Jim Broadbent – der im folgenden März (2002) einen Oscar für seine Nebenrolle in „Iris“ erhielt – als exzentrischer Nachclub-Besitzer Harold Zidler. Mit einer herrlich spöttischen Stimme singt er seine Zeilen, lässt keine Zweifel daran aufkommen, dass er der bizarre Höhepunkt des Filmes ist.
Überhaupt ist Broadbent der heimliche (?) Star des „Moulin Rouges!“ – in jeder seiner Szenen spielt er sich mit seinem extravaganten Aussehen in den Vordergrund. Lässt jeden seiner Ensemble-Kollegen erblassen. Mit seinem hektischen, niemals ruhenden Spiel verleiht er der grandios-überzeichneten Figur des Harold Zidlers eine famose Ausstrahlung. Charismatisch, überkandidelt – und selbst wenn er nur eine Augenbraue bewegt. Broadbent ist DER Star des Filmes. Schlichtweg eine g-ö-t-t-l-i-c-h-e Vorstellung.
Aber nicht nur Zidlers Charakter ist eigentlich eine simple Karikatur. Alle Figuren werden derartig überspitzt dargestellt, dass diese sich in die zum Stilmittel erhobene Kitschigkeit des Filmes perfekt eingliedern. Christian ist derartig leichtgläubig und unbedarft in Sachen Liebe, dass man sich eigentlich schmerzverzerrt von dem Film abwenden möchte. Doch Ewan McGregors [„Trainspotting“ und „Star Wars – Episode 1 –3“] Spielfreude ist umwerfend. Ohne auch nur einen Moment zu zweifeln, nimmt man ihm den „Jungen vom Lande“ ab. Und dann ist da natürlich noch McGregors Stimme – und dass er durchaus ein großes Gesangstalent hat, kann er nun nach „A life less ordinary / Lebe lieber ungewöhnlich“ gänzlich untermauern. Er ertönt mit einer grandios-bassigen Stimme, die selbst vor hohen Tönen nicht kapituliert.
Erstaunlicherweise funktioniert – dank der phantastischen Bebilderung – aber auch die zu Herzen gehende Liebesgeschichte. Wenn sich herausstellt, dass Satine an der Schwindsucht leidet und die Liebe zwischen dem verarmten Dichter und dem „Sparkling Diamond“ zusätzlich erschwert wird, leidet der Betrachter mit. Er wünscht sich für die beiden herzhaft überzogenen Liebenden ein Happy-End. Ausschlaggebend hierfür sind jedoch nicht die vom Drehbuch tiefschürfend gezeichneten Figuren – vielmehr werden sie erst durch ihre brillanten Darsteller zu derartig sympathischen Charakteren, die zum Mitleiden einladen. Und so kann die „halbe Miete“ der besten Songzitat und der fürstlichen Bebilderung durch dieses Ensemble in meisterhafte Regionen erhoben werden.
Vielleicht mag man sich letztlich fragen, ob dieser hohe Qualitätswert auch ohne Nicole Kidman [Satine] in der Form ihres Lebens nur annähernd erreicht werden könnte – glücklicherweise muss man sich aber über derartige Mutmaßungen keine Gedanken machen! Die Ex-Frau von Tom Cruise spielt mit ihren Reizen, singt famos die jeweiligen Lieder, schrammt haarscharf am lächerlichen Over-Acting vorbei und lässt sich noch nicht einmal die Strapazen der Dreharbeiten (zwei gebrochene Rippen, Knie verletzt) anmerken. Eine Vorstellung, wie sie grandioser nicht sein könnte – einfach zum Verlieben!
Und so steht die Inszenierung natürlich gänzlich unter dem Scheffel der (filmischen) Boheme. Sie saugt förmlich deren Maxime Wahrheit, Schönheit, Freiheit und Liebe in sich auf. Und vor allem im Bereich der Ausstattung wird dies mehr als deutlich. Umwerfende Arbeit wurde von Catherine Martin und Angus Strathie bei den Kostümen [Oscar-honoriert!], die perlenbesetzt und voller Opulenz daherkommen, geleistet. Noch ausgefallener erscheint da nur das detailverliebte Bühnenbild [Catherine Martin und Brigitte Broch – ebenso Oscar-honoriert!]. Überall blinkt und glitzert es. Satines Gemach befindet sich in einem Elefanten, der mit überkitschigen Details wie dem herzförmigen Balkonfenster, den samtigroten Vorhängen und den vergoldeten Fensterrahmen wie eine Ausgeburt eines rosaroten Mädchentraumes erscheint. Jegliche Grenzen, die ein Filmemacher bisher in seiner Ausstattung zu haben schien, überbietet Luhrman. Er erhebt den Kitsch – wie schon erwähnt – zu einem phantastischen Stilmittel.
Aber auch der Griff in die Trickkiste ist grandios gelungen. Urplötzlich glitzern Augen auf. Oder John Leguizamos [Toulouse-Lautrec; zuvor u.a. „Spawn“, “Spun” oder „To Wong Fu, thanks for everything! Julie Newmar“] durfte nahezu die gesamte Länge des Filmes auf seinen Knien herumkriechen – um so den Effekt zu erzielen, dass Toulouse-Lautrec Beine kleiner erscheinen. Dass hierbei dank eines Blue-Screen-Verfahrens phantastische Arbeit geleistet worden ist, sollte nicht verwundern. Dass aber auch im Rahmen der Effekte ein Abdriften in die tiefsten Kitschschubladen nicht vermieden werden konnte, sollte nicht verwundern. Wer verfällt aber nicht in träumerische Schwärmerein, wenn die beiden Verliebten in einer nächtlichen Himmelslandschaft tanzen und der Mond ein kugelrundes Gesicht erhält – welches mit der Stimme von Plácido Domingo in das Gesangsgeschehen eingreift.
Letztlich sollte so nur noch schnell auf Richard Roxburgh eingegangen werden. Selbiger ist mit seinem strengen Blick und dem geschniegelten Oberlippenbart natürlich wie geschaffen für die Rolle des Duke, der mit seinem gesamten Geld versucht sich die Liebe von Satine zu erkaufen. Geradezu glanzvoll wird sein Auftreten jedoch erst wenn er mit brüchiger Stimme versucht in den Gesang der anderen Charaktere einzugreifen. Er erscheint als komplettes Gegenbild zum liebenswerten Christian und qualifiziert sich somit perfekt als klassischer „Bösewicht“.
Fazit - The greatest thing you'll ever learn is just to love, and be loved in return.
Kurz gesagt: Einfach ein absolutes Must-See! Klar, die wenigstens Musical-Feinde werden sich auch von „Moulin Rouge!“ gänzlich überzeugen lassen – schließlich werden auch hier massenhaft Emotionen mittels der eingebauten Songs vermittelt. Aber Baz Luhrmans Geniestreich lohtet auf einzigartige Weise die Grenzen der Visualisierung aus – und eine derartige Neudefinition sollte man sich nicht entgehen lassen. Zwar verliert „Moulin Rouge!“ auf einem Fernsehschirm etwas an Wirkung – doch selbst so kann diese famos-kitschige Schnittorgie [alleine die nicht einmal dreiminütige „Spectacular, spectacular“-Szene kommt mit über einhundert Schnitten daher] nicht zerstört werden. Nach der Sichtung kann man sich vor Baz Luhrmann verneigen und ihm dafür danken, dass er dem Videoclip-ästhetisierten Kino den Weg ins neue Jahrhundert ebnete!
Wer hingegen auch noch musiklastige Filme, mit einer äußerst humorvollen Liebesgeschichte verehrt, der kommt nun wirklich nicht an „Moulin Rouge!“ vorbei. Jegliche Erwartungen, die diese emotionalorientierte Zuschauergruppe an einen Film stellt, wird mit Baz Luhrmans Meisterwerk gänzlich befriedigt. Glänzend aufgelegte Schauspieler, eine blendende Choreographie, eine tränentreibende Liebesgeschichte und die wohl schönste Musical-Score, die einfach nur zum Dahinschmelzen einlädt. WHAT ELSE DO YOU WANT???
Wertung: Die Höchstwertung von 10 sündigen Punkten Internet: www.moulinrouge.de
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ein Testbericht von MichaelaB2004-12-28 09:30:21vom 28.12.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Fantastische Kostüme, schöne Musik, romantisch...Nachteile/Kritik: eigentlich nichts.
MOULIN ROUGE!
Immerhin zwei Oscars staubte der Musicalfilm in der Nacht der Stars ab:
Catherine Martin und Brigitte Broch (Beste Ausstattung) und
Catherine Martin und Angus Strathie (Beste Kostüme)
Der Film, der 2001 in unseren Kinos anlief ist wirklich einzigartig. Ein Film, der mal ganz anders ist als die anderen Filme. Ein Musicalfilm. Es wird sehr viel gesungen in dem Film (mit übersetzten Untertiteln), aber es wird auch gesprochen.
Als wir wieder aus dem Kino draußen waren, hatten wir ein Pärchen hinter uns, das sich über den Film unterhielt. Interessanterweise waren beide sehr unterschiedlicher
Meinung: die Frau meinte, das sei der schlechteste Film den sie je gesehen hatte und der Mann meinte, das sei einer der besten Filme die er je gesehen hatte. Was auch gleich zeigt: Entweder man haßt den Film oder man liebt ihn. Ich gehöre zu den letzteren. Wer ein bisschen auf Musicals steht der wird davon begeistert sein! Auch alle Freunde von uns, die den Film nach uns noch sahen waren begeistert.
Die erste halbe Stunde als ich im Kino saß dachte ich: "Oh mein Gott, wo bin ich nur gelandet?" Es war zwar ganz lustig anzuschauen, aber... naja... und je länger ich dann drin saß, umso gebannter wurde ich. Der Film faszinierte mich. Nicht nur die Handlung, auch das ganze Umfeld, die Kostüme, die Musik. Der Film erreicht einen gigantischen Höhepunkt. Ich war hinterher dermaßen hin und weg, dass ich kaum noch reden konnte. Ich bin auch noch ein zweites mal rein gegangen, und da gefiel mir dann komischerweise auch die erste halbe Stunde. Wenn man den Film mal kennt fasziniert er von der ersten Minute an.
Nun ein paar Worte zur Besetzung, die ich leider - außer Nicole Kidman und Ewan McGregor - nicht im Kopf hatte und daher abschreibe:-)
Nicole Kidman (Satine)
Ewan McGregor (Christian)
John Leguizamo (Toulouse Lautrec)
Jim Broadbent (Zidler)
Richard Roxburgh (Duke of Worcester)
Garry McDonald (Der Doktor)
Matthew Whittet (Satie)
Kerry Walker (Marie)
David Wenham (Audrey)
Kylie Minogue (Green Fairy)
Regie: Baz Luhrmann
Um was geht es in dem Film?
Es ist das Jahr 1900 und die Welt dreht sich um Paris - und alles in der Stadt der Liebe dreht sich um den berühmtesten Nachtclub der Stadt, das Moulin Rouge.
Der junge Schriftsteller Christian ist gegen den Rat seines Vaters in die Stadt gekommen um ein neues Leben zu beginnen. Durch Zufall kommt er in das Moulin Rouge, wo er, zusammen mit seinen Freunden, ein neues Theatherstück vorstellen möchte.
Von Anfang an ist er von der hübschen Kurtisane Satine fasziniert, dem Star des Moulin Rouge mit dem großen Traum von einer Karriere als Schauspielerin.
Satine soll sich dem reichen englischen Duke hingeben, um durch ihn die Finanzierung eines aufwendigen Theaterstücks im Moulin Rouge zu sichern. Doch dann verliebt sie sich in Christian, und es wird immer schwerer, den reichen Duke noch zu vertrösten. Er wird langsam ungeduldig und die beiden müssen sehr einfallsreich sein um sich immer neue Ausreden einfallen zu lassen - wird doch die ganze Zeit über das Stück geprobt und alles steht und fällt mit der Gunst des Dukes.
Sie muss eine Entscheidung treffen: zwischen ihrem Traum und der wahren Liebe, zwischen dem Moulin Rouge und Christian...
Tja, mehr will ich nicht verraten. Nur eines: Der Film erreicht einen fantastischen Höhepunkt.
Der Film hat wirklich von allem etwas. Er hat zeitweise lustige Momente, aber auch sehr romantische. Er ist spannend und prickelnd-erotisch. Er hat eine bombastische Atmosphäre und wunderschöne Kostüme (daher der Oscar). Er ist wirklich für jeden geeignet, ob Pärchen oder Freunde, außer vielleicht für kleine Kinder, die damit wahrscheinlich nicht viel anfangen können. Daher auch FSK ab 12 Jahre.
Den Film hab ich inzwischen auch auf Video und mit ihm schon manch gemütliche Abende verbracht. Viel Spaß beim Anschauen!
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ein Testbericht von Satine242004-07-09 22:35:00vom 09.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Musical mit bekannten Liedern der 90er Jahre, Nicole Kidman, Ewan McGregor...Nachteile/Kritik: Teilweise etwas zu rasante Kameraführung
Story:
Paris 1899. In der Stadt hat die Stimmung der Bohéme um sich gegriffen. Aus diesem Grund kommt auch der junge Schriftsteller Christian (Ewan McGregor) von London nach Paris. Er will ein Stück über die Liebe schreiben und ist der Meinung daß Paris hierfür der perfekte Platz ist. Im Künstlerviertel Montmartre lernt er durch Zufall eine Gruppe ebenfalls junger Künstler kennen, die ein Stück für´s Moulin Rouge schreiben. Nach einigen kleinen Spielchen ist Christan plötzlich der neue Autor von "Spectacular, spectacular".
Nach seinem ersten Glas Absinth (Kylie Minogue als Grüne Fee)
wird er ins Moulin Rouge gebracht um sich mit der schönsten Kurtisane Satine (Nicole Kidman) zu treffen. Diese hält ihn allerdings für den reichen Duke(Richard Roxbourgh), der sie zu einer berühmten Schauspielerin machen soll. Als sie die Verwechslung bemerkt ist es allerdings schon zu spät und die beiden haben sich rettungslos in einander verliebt.
So arbeitet Christian seine eigene Liebesgeschichte in sein Stück ein. Niemand weiß allerdings daß Christian und Satine hierbei ein doppeltes Spiel treiben. Zidler (Jim Broadbent) hat dem Duke, als Geldgeber, Satine als "kleine Zugabe" versprochen, wenn der dem Moulin Rouge bei der Auffühung von "Spectacular, spectacular" hilft.Natürlich bleibt die Beziehung zwischen Christian und Satine nicht verborgen und Zidler, der Besitzer des Moulin Rouge, unternimmt alles die Beiden wieder auseinader zu bringen....
Kritik:
Wenn man sich mal an die teilweise echt chaotische und hektische Kameraführung gewöht hat, ist der Film ein absoluter Hit. Die Kombination aus dem "alten Moulin Rouge" mit Can Can und Kurtisanen zusammen mit jedem bekannten Liedern aus den 90ern ist eine absolut gelungene Mischung. (z. B. The Show must go on, I will always love you, Like a Virgin...)
Gänsehautverdächtig ist die Gesangseinlage des "narkoleptischen Argentiniers" der das bekannte Lied "Roxanne" von sich gibt. Wahnsinn!!
Die Songs passen meines Erachtens immer genau in die Situation und sind, wenn nötig, etwas umgeschrieben worden.
Bis auf die letzten 20 Minuten sind auch sehr viele witzige Szenen drin, bei denen man sich teilweise echt wegschreien kann (Zidler trällert "Like a virgin"...) Die letzen 20 Minuten sind dann doch eher deprimierend (Mädels Taschentücher bereithalten") und man ist schon etwas bedrückt wenn das Licht wieder angeht.
Nicole Kidman und Ewan McGregor sind unerwartet gute Sänger, die auch die um sie gewundene Liebesgeschichte sehr gut rüber gebracht haben. Die normalerweise eher unterkühlt wirkende Mrs. Kidman spielt hier teilweise richtig emotional.
Aber nicht nur die beiden Hauptdarsteller überzeugen mit ihren schauspielerischen Leistungen, sondern auch die Darsteller Duke, Zidler und die Tänzer und Tänzerinnen des Moulin Rouge, von denen ich leider keine Namen weiß.
Alles in allem ist dies ein Film der Musicalfans begeistern wird. Man muß halt nur wissen, daß er zu 90% auf englisch ist (alle Gesangsteile eben) und daß Untertitel lesen doch auf Dauer etwas anstrengend ist.
Ich kann den Film nur weiterempfehlen, da er sich aus der Masse der üblichen Action-, Sci-Fi-, Romantik- und Liebesfilme eindeutig hervorhebt
Viel Spaß beim Ansehen!
Satine24
Ich poste meine Berichte auch unter Ciao.de unter gleichem Namen
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ein Testbericht von Kleine1252004-05-31 19:31:09vom 31.05.2004Empfehlung: ja
Hallo!
Jeder hat schon einmal von „moulin rouge“ gehört…wenn nicht von dem Film, dann wohl von dem Lied mit Christina Aguliera, Pink und Lil Kim.
Gestern abend 20.15Uhr kam er dann im Fernsehen: auf RTL-die freeTV premiere MOULIN ROUGE!
Da ich im Kino schon sehr von dem Film beeindruckt war, beschloss ich ihn mir noch einmal anzuschauen und hab dafür sogar das Pfingstfest ausfallen lassen ;)
Das Moulin Rouge
Das Moulin Rouge war um bis 1900 ein bekannter Nachtclub in Paris. Die Reichen kamen jeden abend um sich mit den Schönen zu vergnügen.
Die Handlung
Der ganze Film ist eigentlich ein Rücklick. Es beginnt mit einem Laienspieler der ein trauriges Liebeslied singt. Danach sieht man den männlichen Hauptdarsteller Ewan McGregor mit Vollbart in seinem Zimmer sitzen und an der Schreibmaschine schreibe. Er schreibt eine Geschichte über die Liebe – die er selbst erlebt hat. Gleich am Anfang wird gesagt, dass seine Liebe tot ist. Dann wird man etwa ein Jahr im Leben von Ewan McGregor, der Christian spielt, zurück versetzt. Man sieht aus dem Fenster des Schriftstellers das funkelnde Moulin Rouge. Während Christian versucht eine Geschichte zu schreiben, fällt aber plötzlich ein bewusstloser Argentinier durch die Decke. Die Bewohner des Zimmers- ein paar Revolutionäre die durch die Kunst die Welt verändern wollen- über Christian proben ein Stück und da der Argentinier bewusstlos ist, muss Christian stattdessen einspringen. Das Problem an dem Stück ist nur, dass sie keine finanziellen Mittel haben, um es auf zuführen und deswegen „Satine“ – ein Star des Moulin Rouge, gespielt von Nicole Kidman- davon überzeugen müssen. Also geht Christian am Abend mit den anderen in das berühmt Moulin Rouge und wird in eine Traumwelt versetzt – zwischen CanCan Tänzerinnen und reichen Männern. Doch plötzlich geht das Licht und die Musik aus und vom Himmel schwebt der Diamant des Moulin Rouge – Satine- die das Lied: „Diaments are the girls best friends“ singt. Christian verliebt sich sofort in sie und durch eine dumme Verwechslung treffen sie sich am Abend in dem Elefanten. Das ist ein Ort, wo Satine die Männer glücklich macht.
Doch eigentlich sollte an Stelle Christians der Duke bei Satine sein. Der Duke ist ein reicher Mann, der sehr viel für Satine bietet und das Moulin Rouge vor dem finanziellen Aus retten könnte. Nachdem also Christian bei Satine ist und das wunderschöne Lied: „Your song“ zu ihr gesungen hat, tritt auf einmal der Duke ins Zimmer, doch da Christian nicht fliehen kann, schickt ihn Satine höfflich nach Hause. Danach fällt sich mit Christian ins Bett – doch der Duke kommt wieder und will wissen, was vor sich geht. Da ergreift Satine das Wort und erklärt ihm, dass sie ein Stück proben und wie aus dem Himmel kommen auf einmal Christians neue Freunde ins Zimmer, welche gelauscht haben. Der Duke, der das Stück finanzieren soll, will natürlich den Inhalt des Stückes wissen. Die Freunde ziehen sich sofort ein Stück aus den Fingern und es folgt: „Spectacular, Spectacular“ Das Stück handelt, wie das Leben der Personen, von einem armen Spieler, der sich in eine Comtesse verliebt, welche allerdings einem reichen Scheich gehören soll. Am Ende entscheidet sie sich jedoch für die Liebe. Der Duke ist begeistert von dem Stück und somit beginnen die Proben. Zwischendurch wird sich auch Satine ihrer Liebe bewusst und trifft sich immer öfter mit Christian – das allerdings muss geheim bleiben, da sie dem Duke versprochen ist.
Nach ein paar glücklichen Proben, muss sich Satine mit dem Duke treffen, bricht aber zusammen und der Arzt stellt eine tödliche Krankheit bei ihr fest. Doch davon darf niemand etwas wissen, denn : „The show must go on!“
Nachdem der Duke allerdings ahnt, dass Christian und Satine nicht nur eine geschäftliche Beziehung hat, wird er eifersüchtig und sagt, dass Christian umgebracht wird, wenn er sich nicht von ihr fernhält. Da Satine Angst um ihren Geliebten hat, sagt sie ihm, dass sie ihn nicht mehr liebt. Doch Christian will das bewiesen haben und geht während der Premiere des Stückes zu ihr. Durch einen Patzer landet er auf der Bühne und ist mit einem Mal Schauspieler. Die beiden singen ihren song: „Come what may“ und alle versuchten Mordattacken werden geschickt ablenkt. Nachdem der Vorhang gefallen ist, sinkt Satine zusammen und stirbt. Doch bevor der Tod sie einholt, verspricht Christian ihr, die Geschichte der beiden aufzuschreiben und sie groß raus zubringen.
Nach dem Tod Satines geht das Moulin Rouge zu Grunde und Christian entschließt ein paar Monate später Satines letzten Wunsch zu erfüllen. Am Ende sieht man dann wieder den Laienspieler das Lied: „Come what may“ singen.
Die Lieder
Der Film ist wie eine Art Musical.
Es enthält das bekannte Stück :“CanCan“ aber auch Liebeslieder wie das Elephant Love Medley, Come what may und Stimmungsvolle Lieder, wie „The show must go on“ und „Spectacular, Spectacular“
Alles in Allem ein schöner und emotional ergreifender Mix von wunderschönen Stimmen!
Meine Meinung
Ich finde, der Film ist einer der schönsten Liebesfilme aller Zeiten. Dadurch, dass man schon am Anfang das Ende erfährt, könnte man den ganzen Film über heulen, aber es nimmt keineswegs die Spannung!
Es enthält sehr lustige Passagen, aber auch sehr aktuelle Phasen, wie z.B. der Kampf um das bestehen des Moulin Rouge!
Durch die Musik wird alles untermalt und wird traumhaft schön!
Auch für Leute, die nicht auf Liebesfilme stehen, empfehlenswert!!
JustOliver, 31.05.2004
Ja, hast recht. Der Film ist spitze, einer meiner absoluten Liebilngsfilme.
Fuumlr den Bericht solltest du noch etwas mehr auf die Darsteller und auf die Kamera, die ganz wichtig ist bei dem Film eingehen. Nur Inhalt ist ein bisserl zu wenig.
Gruszlig
Kater, 31.05.2004
Zuviel Handlung beschrieben und zu wenig eigene Meinung. Leider nur nuumltzlich. Was aber auch nicht schlecht ist.
ein Testbericht von Starki2004-05-26 19:15:07vom 26.05.2004Empfehlung: ja
Wer Pathos, Kitsch, Ausstattungsorgien, Musicals und hirnverschwurbelnde Kamerafahrten nicht mag - für den gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder er (oder sie) geht ins Kino und wird sich von Baz Luhrmanns endgültiger Zustandsbeschreibung des Machbaren eines Besseren belehren lassen. Oder er geht nach dem Film nach Hause, wirft auch noch das letzte Plüschtier in den Müll, meldet die Stereo-Anlage bei der GEZ ab und bekennt sich zur absoluten Askese. Es sollen auch schon Personen gesichtet worden sein, die „Moulin Rouge" einfach langweilig fanden. Nun denn - ein bisschen Schwund ist immer.
Ob
das Kino gerade auf diesen Film gewartet hat - darüber mag ich nicht streiten. Fakt ist: Was der australische Kino-Erneuer (seine Kritiker werden sagen: Kino-Vergewaltiger) hier im wahrsten Sinne des Wortes angerichtet hat, gleicht einer Frischzellenkur mit ungewissem Ausgang. Endlich schert sich mal einer nicht um die Massenkompatibilität seiner sündhaft teuren Exzesse, was sich natürlich nur mit dem Erfolg von „Romeo & Julia" im Rücken erklären lässt. Nein: Er tut das, was man in Ganoven-Kreisen mit „sein Ding durchziehen" umschreibt. Sprengt alle Grenzen, marschiert unbeirrbar auf sein Ziel zu und schaut sich dort, aber wirklich erst dort, danach um, was er da hinterlassen hat. Und wahrscheinlich ist er selbst erstaunt darüber.
Die Handlung
Mit ein paar Worten ist das Drama - denn um ein solches würde es sich handeln, ließe man das ganze Drumherum weg - umrissen: Der chronisch finanzklamme Schriftsteller Christian (Ewan McGregor) verliebt sich in den dauerhaft unterkühlten Nachtclub-Star Satine (Nicole Kidman). Auf die hat jedoch bereits der reiche Duke sein Auge geworfen. Weil Duke auch sein Geld ins „Moulin Rouge" werfen - oder besser: stecken - soll, steht die Zukunft des Ladens auf dem Spiel. Da das Drehbuch sowieso schon nach wenigen Minuten verrät, dass Satine am Ende an Tuberkulose stirbt, sei mir die Ausnahme von der Regel gestattet, nie zu verraten, wie ein Film ausgeht.
Die Optik
Denn dass der Film so ausgeht, ist ebenso wichtig wie völlig nebensächlich. Der Star sind nicht die Schauspieler, sondern die Techniker, Kameraleute und so weiter. Woher Baz Luhrmann dieses Team an Größenwahnsinnig-Genialen genommen hat, ist mir schleierhaft. Wie viele Cutter einen Herzinfarkt erlitten oder wegen chronischer Überlastung den Schneideraum verlassen mussten, bleibt ebenso im Dunkeln. In keiner Szene läuft das Zelluloid länger als zwei, drei Sekunden am Stück. Das verschafft ein völlig neues Kino-Erlebnis: Selbst in den ruhigen Dialog-Momenten ergibt sich ein dauerhafter Bewegungsfluss, beobachtet der Zuschauer die Szene eben nicht abwechselnd aus der einen oder anderen Perspektive, sondern aus mehreren Blickwinkeln gleichzeitig. Das, was sonst Kamerafahrten oder Kreisbewegungen leisteten, wird konsequent der Schnitttechnik aufgetragen.
Dass dieses Schneiden in den „schnellen" Moulin-Rouge-Szenen auf Spitzen getrieben wird, die selbst MTV-Clips vor Neid erblassen lassen, ist nur die logische Konsequenz. Sein Meisterstück ist jedoch jene Abfolge von Ereignissen, in der Satines Fast-Vergewaltigung, Christians Liebesleid sowie das Warten der Musical-Truppe auf ihren Auftritt synchron miteinander verwoben werden. Gibt man sich diesem Bilder-Rausch einmal hin, wird man staunen, wie ein Übermaß an Informationen nicht zum Overkill führt. Vielmehr entsteht ein neuer Wahrnehmungszustand, der sich ins Unterbewusste flüchtet. Die schreienden rot-violetten Plüsch-Farben und ein Paris, das wie aus dem (Alb)-Traum eines surrealistischen Malers dahingeworfen zu sein scheint, tun ihr übriges.
Die Musik
Geschmacksneutral und überwiegend antiseptisch ausgewählt, droht die Gefahr der Langeweile: Wer will schon „Like a Virgin" oder „Voulez vous couche avec moi" zum hundertsten Mal hören? Selbst wenn sich Ewan McGregor und Nicole Kidman zu nicht immer ganz sauberen, aber für Schauspieler mehr als akzeptablen Gesangseinlagen hinreißen lassen. Aber auch hier fällt der Regisseur die richtige Entscheidung: Indem er auf Bekanntes setzt, nutzt er die Assoziationen des Publikums mit diesen Titeln, um die Handlung voranzubringen. Das, was in den Songs schon x-fach erklärt wurde, muss er selbst nicht mehr erklären.
Der Effekt
Radikalität fordert ihren Preis, das mussten alle Erneuerer und Revolutionäre erfahren. Im günstigsten Fall entstand beim Verzicht auf Überliefertes etwas Neues. „Moulin Rouge" versetzt sicher dem traditionellen Erzähl-Kino nicht den Todes-Stoß - weil es mit diesem nichts mehr gemein hat. Außer der Anbetung solcher Werte wie Lebensfreude, Übermaß und Liebe gibt es keinen Inhalt. Aber wer braucht den schon?
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