Zum ersten Mal traue ich mich einen Bericht über eine CD zu schreiben.
Und zwar über mein absolutes Lieblingsalbum „Nevermind“ von Nirvana. Es ist bestimmt für viele Rockmusikfans ein Begriff, denn genau dieses Album hat die Damals noch fast unbekannte Band aus Seattle weltweit bekannt und populär gemacht, das Album erreichte schon nach ein Paar Wochen die Spitze der Charts und so ziemlich jeder kennt Songs wie „Smells like teen spirit“, der immer noch als Grungehymne gilt. Nirvana war die erste Band, die den Grunge in den Mainstream gebracht hat, für die, die es nicht wissen ist Grunge eine Mitte Achtziger in Seattle entstandene Musikrichtung, die hauptsächlich aus Punk-Rock und Metal besteht. Allerdings ist Nevermind gar nicht so „grungig“ wie es immer dargestellt wird, ich würde es sogar ein bisschen poppig nennen im Gegensatz zu ihrem ersten Album „Bleach“, wer Bleach gehört hat, der weiß was ich meine.
Nevermind schlug ein wie eine Bombe und veränderte die ganze Musikszene und machte Nirvana über Nacht zu Superstars, was im Nachhinein gesehen einer der Gründe für Kurt Cobains Selbstmord war, da er nicht mit dem Erfolg umgehen konnte, aber das ist ja eine andere Geschichte, also werde ich jetzt nicht vom Thema abweichen.
COVER
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Na ja zum Cover gibt es glaub ich nicht neues zu sagen, den wer kennt es denn nicht?
Es ist ein also ein schwimmendes Baby, das einem Dollarschein hinterher schwimmt abgebildet.
Die Idee kam Kurt und Krist, als sie eine TV-Dokumentation über Unterwassergeburt sahen.
Wegen dem, dass das Baby nackt ist, gab es damals Probleme, da manche Platteläden sich geweigert haben Nevermind zu verkaufen, da sie es als Erregung öffentlichen Ärgernisses empfanden. Was aber später geregelt wurde, da Kurt meinte, dass diejenigen, die damit ein Problem haben, selbst heimlich Pädophil wären. Noch was, der Junge heißt Spencer Eldone.
TRACKLIST
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1. Smells like teen spirit
2. In Bloom
3. Come as you are
4. Breed
5. Lithium
6. Polly
7. Territorial pissing
8. Drain you
9. Lounge act
10. Stay away
11. On a plain
12. Something in the way
ZU DEN SONGS
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Ich werde versuchen, was zu machen Songs zu schreiben, was allerdings nicht sehr leicht ist. Da es einem sehr schwer fällt den Sinn der Songs zu verstehen. Kurt Cobain selbst was es schon leid, dass er immer darauf angesprochen wurde und erklären musste worum es in seinen Songs geht, es sagte sogar mal, dass er selbst zu manchen Songs keine Erklärung wusste. Auf Nevermind waren keine Songtexte abgedruckt, was damals für rech viel Verwirrung sorgte, da viele versucht haben die Songs zu verstehen, was dazu führte, dass viele falsche Zitate aus den Songs in jeglichen Zeitschriften abgedruckt wurden. Um Klarheit zu schaffen enthielt dann die 3 Singleauskopplung „Lithium“ alle Texte zu den auf Nevermind erhaltenen Songs. Jetzt werde ich mal versuchen ein Paar Songs euch näher zu bringen. Darunter folgt immer eine kleine Textpassage falls jemandem die genaue Bedeutung des Songs interessiert.
Smells like teen spirit
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Das ist der wohl bekannteste Nirwana-Song überhaupt und auch der erste auf dem Album. Dies ist auch bei vielen Fans der erste Song überhaupt, den sie von
Nirvana gehört haben, bei mir war es auch so. Die Musik ist einfach unbeschreiblich! Ich krieg heut noch Gänsehaut, wenn ich mir den Song anhöre. Es fängt mit diesen unverwechselbaren Gitarrenriffs an, bis dann Kurts düstere aber gefühlvolle Stimme erklangt. Den ganzen Song über besteht ein Wechsel von langsam
(in Strophen) z.B. zu schnell (im Refrain). Den Song muss man einfach lieben!
Wie in vielen Kurts Songs steht der Name oft nicht mit dem Text selbst in Verbindung, wie auch hier. Denn „Teen spirit“ ist eigentlich ein Deo, was Kurt aber nicht wusste, als er eine mit Graffiti auf die Wand seines Zimmers gesprühte Botschaft entdeckte, wo stand „Kurt smells like teen spirit“, womit natürlich gemeint war, dass kurt wie das Deo riecht und nicht wörtlich, dass er nach Teenagergeist riecht. Über das Missverständnis erfuhr Kurt, als Nevermind bereits draußen war. Nevermind ist wirklich ein Superhit und eine deutlich Ansage, wodurch es in den Neunzigern zu Hymne einer ganzen Generation wurde.
Kleine Textpassage:
With the lights out, it's less dangerous
Here we are now, entertain us
I feel stupid and contagious
Here we are now entertain us
Polly
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Polly ist der 6 Song auf Nevermind und gehört zu den eher langsamsten und traurigsten Liedern von Nirvana. Denn Polly beruht auf wirklichen Ereignissen, es geht um ein Mädchen, das nach einem Konzert entführt und vergewaltigt wurde, dann jedoch zum Glück entfliehen konnte, der Song ist übrigens aus der Sicht des Täters gesungen. Und ist nicht der einzige Song in dem es um Vergewaltigung geht, es gibt auch noch „Rape me“, was allerdings nicht auf Nevermind sondern auf „In Utero“ zu finden ist.
Kleine Textpassage:
Let me clip
Your dirty wings
Let me take a ride
Don't hurt yourself
I want some help
To please myself
Lithium
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In Lithium geht es hauptsächlich um die Verbundenheit eines Menschen zu Gott und dem Glauben. Kurt selbst hat mehrmals beteuert, dass der Song in keiner Weise autobiografisch sei, da er selbst nicht gläubig war, jedoch verstehen konnte, die den Glauben brauchen. Er meinte auch, dass es da um die Familie eines Freundes aus Aberdeen geht, da sie die einzigen waren, die in einer Glaubensgemeinschaft waren, die er kannte. Der Song ist eher ruhig aufgebaut, wird aber beim „Yeah“ Geschrei im Refrain ziemlich laut.
Kleine Textpassage:
Sunday morning is everyday for all I care
And I'm not scared
Light my candles in a daze
Cause I've found god
In Bloom
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In Bloom ist der 3 Song auf Nevermind und erschien neben „Smells like teen spirit“, „Come as you are“ und „Lithium“ auch als Single. Der Song klingt sehr laut und zornig. Im Text bezieht sich Kurt auf manche Nirvanafans, die gar keine waren, sondern einfach nur Mitläufer waren.
Kleine Textpassage:
He's the one who likes all the pretty songs
And he likes to sing along
And he likes to shoot his gun
But he knows not what it means
Something in the way
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Something in the way ist der langsamste Nirvanasong überhaupt und nicht gerade typisch für ne eine Grunge Band wie Nirvana. Aber der Song ist wirklich gut, die ganze Stimmung ist irgendwie düster genau so wie Kurts Stimme. Im Song geht es um Kurt, als er eine Zeit lang als Obdachloser unter einer Brücke lebte.
Kleine Textpassage:
Underneath the bridge
The tarp has sprung a leak
And the animals I've trapped
Have all become my pets
FAZIT
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Ich kann es nur noch wiederholen, wie toll ich das Album finde. Es ist wirklich eine Meisterwerk und wurde nicht einfach so zum besten Album der letzten 20 Jahre gewählt.
Und es ist nicht nur für die Fans ein Muss, sondern auch für jeden anderen, der sich für Musik interessiert. Und das ist der einzige Nirvana-Album, bei dem ich keinen Lieblingssong auswählen kann, die sind nämlich alle super. Und ich könnte mich niemals nur für einen einzigen Song entscheiden. Ich höre das Album rauf und runter und liebe die Songs mit jedem Tag immer mehr. Es ist das einzige Album, das ich kenne, welches keine Schwachstellen oder nicht so gute Songs hat, und glaubt mit das sage ich nicht nur weil ich ein Nirvanafan bin. Es ist einfach toll und ich empfehle es wirklich jedem sich Nevermind anzuhören um sich selbst ein bild davon zu machen. Ich könnte noch weiter schwärmen, wie toll ich Nirvana und Nevermind finde, aber jetzt ist wirklich Schluss.
P.S: Falls jemand sonst noch welche Fragen bezüglich Nevermind oder überhaupt zu Nirvana oder Kurt Cobain hat kann sich bei mir im Gästebuch melden.
Selbsthilfegruppe, 18.08.2005
..dein Bericht haumltte gern noch ausfuumlhrlicher sein koumlnnen, gerade zu quotNevermindquot sollte einem einiges einfallen. Ist aber trotzdem in Ordnung, dein Bericht. Lg
Placebo26, 17.08.2005
eine wirklich super CD. Schoumlner Bericht. LG Placebo26
bhvmaster, 10.09.2005
Fuumlr mich eines der besten Alben, die es je gab!! LG
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Richtig Rocken mit Nirvana
ein Testbericht von tfmuench2010-02-27 11:03:12vom 27.02.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Nirvana...Nachteile/Kritik: Nichts
als bekennender und bekannter Fan von guter Rock- und Gitarrenmusik möchte ich euch allen heute einen weiteren Schatz meiner CD Sammlung vorstellen und zwar das Album Nevermind von Nirvana. Diese haben zwar den so genannten Grunge Musikstil begründet und auch berühmt gemacht, doch inzwischen gehört diese Musik für mich ganz klar zum Rock und dieses Album insbesondere zu den besten der letzten 20 Jahre. Ich hoffe ich kann euch daher mit meinem folgenden Bericht etwas mehr dazu sagen.
Was kostet es?
Das Album selbst erschien um Jahre 1991 und gerade deshalb ist es heutzutage oftmals auch schon im Preisbereich von 7 bis 8 Euro erhältlich, was für dieses Stück Rockgeschichte wahrlich sehr günstig ist. Was man hierbei nämlich kauft ist eine Art Meilenstein, denn dieses Album hat die Stilrichtung Grunde erst so richtig einmal gesellschaftsfähig gemacht und zudem die Band um den inzwischen verstorbenen aber unvergessenen Kurt Cobain von Jetzt auf Gleich in den Olymp der Rockgeschichte geschickt. Aufsehen erregte jedoch bei Nevermind nicht nur die Musik, sondern auch das Cover. Nirvana entschied sich hierbei nämlich zu provozieren indem ein im Wasser badendes nacktes Kind gezeigt wurde welches im Grunde genommen einem Geldschein hinterhertaucht und eine Alt der Gesellschaftskritik dieser Band darstellen sollte.
Welche Titel sind enthalten?
Wenn man natürlich einmal über ein Musikalbum schreibt, so muss man auch die darauf enthaltenen Titel mit angeben und aufführen. Auf der Scheibe Nevermind von Nirvana sind insgesamt 12 Songs enthalten, wenngleich sich ihr größter Hit mit „Smells Like Teen Spirit“ gleich an erster Stelle auf dieser CD wiederfindet. Das Album selbst bietet zwar nur eine Spieldauer von knapp 40 Minuten, doch dafür bekommt man als Zuhöhrer wirklich von Anfang bis Ende besten Grundge geboten indem kein Lied eben auslässt bzw. in der Qualität den anderen Songs besonders nachstehen würde. Hier noch einmal die Song Übersicht:
Track 1 – Smells Like Teen Spirit
Track 2 – In Bloom
Track 3 – Come As You Are
Track 4 – Breed
Track 5 – Lithium
Track 6 – Polly
Track 7 – Territorial Pissings
Track 8 – Drain You
Track 9 – Lounge Act
Track 10 – Stay Away
Track 11 – On A Plain
Track 12 – Somethine in The Way
Was gibt’s sonst noch zu sagen?
Zum Ende meines Berichts möchte ich euch allen noch etwas über die CD sagen was eben auch meine Person betrifft. Besonders Klasse finde ich, dass sich alle Songs eben nicht gleich anhören, sondern dass man als Zuhörer hierbei eben auch unterschiedliche Stimmung und Gefühle vermitteln bekommt. Während beispielsweise bei Smells Like Teen Spirit und auch bei Breed oder Stay Away so richtig Kraft und Energie zu verspüren ist sind Songs wie Polly oder aber auch Come As You Are einfach nachdenklicher und deshalb auch etwas Besonders.
Kauft euch diese Cd, denn man sollte sich die Lieder der Band Nirvana darauf auf gar keinen Fall entgehen lassen.
ein Testbericht von Stepnwolf2005-10-16 17:47:50vom 16.10.2005Empfehlung: ja
Vorteile: alles...Nachteile/Kritik: nix
_____o p e n_f i l e_3_____
GRUNGE: 1 no pl esp Am (dirt) Dreck m ... 2 Am (fam: dirty person) Drecksack m fam ... 3 no pl Mus, Fashion Grunge m
So lautet gemäß extrem dickem Pons die Erklärung der verschiedenen Übersetzungen des Wortes Grunge. Ausschlaggebend und wichtig für diesen Bericht ist einzig und allein Punkt 3, wenngleich einige Kenner der Musik eventuell auch Punkt 1 als spontanen Ausruf favorisieren könnten.
Grunge = Nirvana = Kurt Cobain = Tod = Grunge
So argumentieren wohl alle Fans der Grungeband Nirvana seit dem Tod
des Bandleaders und Sängers eben dieser!
Ich würde das nicht unterstreichen (ja, es gibt noch immer Pearl Jam!), aber so ganz unrecht haben diese Fans auch nicht. Grunge ist ebenso tot, wie Punk. Sprich, neue, frische Bands entwickeln den Musikstil weiter, ohne auf grundsätzliche und wichtige Elemente aus Grunge oder Punk zu verzichten. Und im Zuge dessen hört man natürlich auch des öfteren den Namen Nirvana, wenn die Frage nach musikalischen Vorbildern aufkommt.
Und kommt die Frage nach dem größten und besten Album der kurzen aber intensiven Grunge-Ära, fällt sicher in 9 von 10 Fällen der Name NEVERMIND. Zur Erinnerung (für alle die, die das obige Cover übersehen haben sollten): blauer Hintergrund, Baby schwimmt auf Dollarschein zu ... das dürfte als Beschreibung reichen. Und nun nochmal für alle, damit es auch der letzte versteht: NEIN, Nirvana sind nicht die mit "Smells like teen spirit" ... jedenfalls NICHT NUR! Es gibt da durchaus noch ein bißchen mehr ...
CERTAINLY THE BEST KNOWN SONGS
Da wir aber nicht umhin kommen über eben jenes Lied zu sprechen und weil es auch passender Weise an Position 1 auf dem Album steht, beginnen wir mit SMELLS LIKE TEEN SPIRIT. Und die Gitarrenakkorde zu Anfang des Songs sind mittlerweile einwandfreies Erkennungsmerkmal, mal abgesehen davon, das sie dem Lied auch die allgemeine Struktur geben. Kurts Gesang ist in den Strophen, in denen er die Nullbock-Stimmung der Jugend verarbeitet, recht angenehm und ruhig. Diese erzählerische Grundstimmung wandelt sich allerdings im wild aufbrausenden Refrain: "With the lights out it's less dangerous, here we are now, entertain us". Dave Grohls Drumspiel ist intensiv, laut und aggressiv, Kurts Gesang artet gerade auch zum Ende hin in ein Schreien aus ... als ob er sich den Frust direkt von der Seele singen muss. Ohne Zweifel hat der Song jenen Status, den er in Nirvanas Diskografie inne hat auch verdient. Und ohne Zweifel ist das ein aufweckender Opener, der nach mehr verlangt.
Was mit dem zweiten Lied auch sogleich erfüllt wird. IN BLOOM dürfte ebenfalls ziemlich bekannt sein, war meines Wissens auch ausgekoppelt. Was mich hieran besonders fasziniert (und was sich im Verlauf des Albums noch des öfteren zeigt): Dave Grohl versteht es perfekt sein Schlagzeug in allen erdenklichen Tempi, Lautstärken und vor allem einer genialen Aggressivität zu bearbeiten. Kurts Gesang ist in (für seine Verhältnisse) sehr guter verstehbarer Qualität, nicht so kreischend, wie noch beim Opener. Der Text ist ein (im Rap würde man wohl sagen) Diss auf all jene, die zwar zur Musik abfeiern, aber nicht die geringste Ahnung haben, worum es im Lied überhaupt geht: "He's the one who likes all the pretty songs and he likes to sing along and he likes to shoot his gun. But he don't know what it means." Die Songstruktur orientiert sich dabei stark am Vorgänger, soll heißen leise Strophen und lauter Refrain ... Doch das ist ja das Konzept des Albums und daher wenig verwunderlich.
Sieht man COME AS YOU ARE in Retrospektive wartet das Lied mit der wohl tragischsten Textstelle aller Nirvana-Songs auf: "And I swear that I don't have a gun, no I don't have a gun." signalisiert uns Kurt Cobain. Damals vielleicht nicht ... wenig später schon. Musikalisch ist der dritte Titel eher von der gemächlicheren Sorte. Endlich darf auch Krist Novoselic seinen Bass mehr in den Vordergrund stellen, die Gitarre ist melodischer Begleiter des vortragenden Gesangs. COME AS YOU ARE wirkt durch den dumpferen, dunkleren Klang des Bass irgendwie bedrückend, verstörend ... vielleicht sogar bedrohlich finster ... Und ist doch in jeder Sekunde spannungsgeladen. Als ob der Ausbruch (der aber nicht kommen wird) bereits kurz bevorsteht. Sehr schöner Kontrast zu den zwei vorherigen schnelleren Stücken und eine wohlverdiente Ruhe- und Erholungspause vor dem nächsten Ansturm ...
Ich weiß, das wahrscheinlich so ziemlich jeder CD-Kaufjunkie (und noch einige mehr) alle Stücke auf NEVERMIND unter meiner obigen Rubrik einstufen würden. Aber aus gegebenen Anlass überspringe ich Titel 4 und komme direkt zu LITHIUM.
Bekannt sind definitiv zwei Stellen: das laut kreischend artikulierte "Yeah" und die Textzeilen "I like it, I'm not gonna crack. I miss you, I'm not gonna crack. I love you, I'm not gonna crack. I kill you, I'm not gonna crack." ... Na, hats klick gemacht? Kennt man, nicht wahr? Kurts Darstellung eines genervten Bündels (der durch vorherige Aussagen eine schizophrene Ader nicht verbergen kann), wohl durchaus unter Mithilfe einiger Bewusstseins erweiternden Substanzen, ist bedrückend und aufrüttelnd. Die musikalische Umsetzung kehrt dabei wieder zu der in Song 1 und 2 praktizierten Art zurück: forderndes Drumming, hintergründiges Bassbrummen und vorantreibendes Gitarrenspiel. Bewährte Formel ... und bei LITHIUM wieder extrem wirksam.
THE GOOD ...
Es gibt auf NEVERMIND auch die ruhigen Minuten, zwar sehr selten, aber dafür umso intensiver.
Eine davon ist das Stück POLLY. Lyrisch scheint es eine Geschichte über die Entführung eines Mädchens zu sein, mit Gedanken aus der Sicht des Entführers (Wieso erinnert mich das jetzt an Falco? ;-)). Die Vortragsweise ist dabei der Version auf der Umplugged-Scheibe ähnlich. Soll heißen: Kurt singt in einem erzählenden Charakter unter Begleitung der Akustikgitarre. Das Drumspiel hält sich dezent und unaufdringlich im Hintergrund, was der Bass ihm gleich tut. Die Stimme erscheint durchweg recht lethargisch ... irgendwie lustlos und gelangweilt. Was entweder der musikalische Ausdruck des psychischen Zustands des lyrischen Ichs symbolisiert oder allgemein Kurt Cobains Zustand. Als ein professioneller Entertainer, der er war, nehmen wir mal ersteres an :-)
POLLY bildet den Mittelpunkt des Albums, danach folgen wieder die lauten Stücke, bis ganz am Ende, sozusagen als krönender Abschluß das wohl artfremdeste Lied folgt. Artfremd einzig durch den Einsatz eines auf diesem Album (und von dieser Band) nicht erwarteten Instrument ... dem Cello!
Schon allein dieser Umstand läßt vermuten, daß es sich bei SOMETHING IN THE WAY um ein melancholisches, bedrückendes, trauriges und verzweifeltes Stück Musik handelt. Und genau diese Adjektive treffen einwandfrei auf den Gesang zu. Der wird tief-tragend vom erwähnten Cello begleitet und nur wenig durch Gitarre und Schlagzeug gestört. Die erzählte Geschichte ist ein Rückblick auf die Zeiten ohne festem Wohnsitz ("underneath the bridge"), mit tierischen Freunden an der Seite ( "and the animals I've trapped, have all become my pets") und dem ständigen Hungergefühl im Magen ("it's ok to eat fish, cause they don't have any feelings"). 3 Minuten 48 Sekunden gelebte Vergangenheit, musikalisch einmalig umgesetzt!
... THE BAD AND THE UGLY ...
Doch kommen wir zurück zu den eigentlichen Wurzeln des Grunge. Und widmen wir unsere Aufmerksamkeit zwei der härtesten und aggressivsten Titel auf NEVERMIND.
Da wäre zum einen TERRITORIAL PISSINGS. Schon der Titel läßt nicht unbedingt einen ruhigen, gemächlichen Song vermuten. Eingeleitet durch ein von Kurt krächzend vorgetragenes Zitat aus dem Song "Lets get together" (von The Youngbloods) wechselt die Geschwindigkeit sofort ins Extreme. Dave Grohls Drumming ist wild, die Gitarre kreischt, quietscht und zerrt und der Gesang ist ein vorwiegend schreiendes Etwas. Ein sehr intensives, schnelles und mit unablässiger Power zelebriertes Stück und als Song Nummer 7 der Aufwecker und Erschrecker des vorhergehenden.
Und zum anderen STAY AWAY. Sofortiger fordernder Drumeinsatz und eine voran preschende Gitarre beginnen den Song laut und ungehalten. Ruhe und Pause sucht man hier vergebens. Es ist eine einzige treibende Flut an Instrumenteneinsatz, begleitet von einem vor allem im Refrain schreienden Kurt Cobain. Und nicht zuletzt mit einer der interessantesten Textstellen: "Stay away. God is gay." Nachdem die einen (also ich und Kevin Smith) behaupten, Gott wäre weiblich, zeigt sich nun, das Gott schwul ist. ;-) Seltsam fremd ... wie der Song.
Ähnlich aggressiv ist auch der weiter oben übersprungene 4. Titel. Was mich ja (neben den Texten) bei Nirvana am meisten fasziniert, ist immer wieder Dave Grohls Drumming, das er hier mal wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt. Seine Präsenz und ein vordergründiges Aufbegehren gegen den gesamten Rest (also Gesang und Gitarre) ist bei BREED unverkennbar und trägt maßgeblich zur Power des Liedes bei. BREED ist unter den ganzen guten Songs einer meiner Lieblinge, obwohl ich nicht so recht weiß, warum eigentlich. Kurt singt über die Jugendlichen, die mit dem Erwachsen werden beginnen in die normale Alltagsschiene zu geraten. Man geht arbeiten, sucht sich eine Frau, gründet eine Familie und wird alt ohne wirklich gelebt zu haben. Wie heißt es so schön im Text: "We can plant a house, we can build a tree." (Man beachte dabei die verdrehte Verbstellung!) Auf gut deutsch: Du sollst ein Haus bauen, einen Baum pflanzen und ein Kind zeugen. So oder so ähnlich lautet doch der Spruch. BREED ist zweifellos ein Angriff auf diese Normalität des Otto-Normal-Bürgers!
Nun aber kommen wir zu einem wahrlich und wahrhaftigem Liebeslied. Nein, keine Angst, es wird nicht ruhig und gefühlvoll, sonst würde DRAIN YOU ja auch unter der Rubrik "The Good" stehen. Und trotzdem ist DRAIN YOU ein Lovesong und kann mit einem der besten Liebeserklärungen ever aufwarten: "Chew your meat for you, pass it back and forth. In a passionate Kiss, from my mouth to yours, cause i like you." Frei übersetzt heißt es soviel, wie Kurt kaut das Fleisch für seine Geliebte vor und überreicht es ihr in Form eines leidenschaftlichen Kusses. Wenn das nicht wahre Liebe ist! :-) Daneben bietet der Song musikalisch den üblichen Sound, auch wenn das Schlagzeug hier nicht ganz so vordergründig erscheint. Dafür wartet DRAIN YOU mit einem instrumentalen Mittelteil auf, das vom Einsatz der Gitarre her leicht transzendent wirkt, um nicht zu sagen berauschend ... natürlich aber nur berauscht von Liebe ... glaubt mir, ehrlich!
Auf das Rauschen der Liebe folgt LOUNGE ACT. Das Lied ist verstörend. Scheint Kurts Gesang zu Anfang angenehm und ruhig zu sein, artet es im Verlauf wieder in ein anklagendes lautes Schreien aus. Und dieser Wechsel verstört gerade deshalb, weil er dabei die gleichen Textzeilen wiederholt, wie im leiseren Teil. Für mich wirkt es daher wie ein Versuch etwas zuerst auf die sanfte Tour beizubringen, um dann bei Mißerfolg die harte Schiene zu fahren. Beide Interpretationen werden ständig durch ein hier besser vernehmbares Bass und der sich dem Gesang anpassenden Gitarre verstärkt und unterstützt. LOUNGE ACT habe ich schon so oft gehört (wie logischerweise das komplette Album) und doch wirkt es auf mich immer wieder anders ... mitunter unverständlich ... und abwesend ... eben verstörend ... und nur selten aufklärend ... erhellend ... und einleuchtend. Trotz allem aber sehr gut!
Ähnlich seltsam, was die Lyrics betrifft ist Song 11 ON A PLAIN. Im Gegensatz zum Wortsinn von "plain" (nämlich: einfach, direkt) erscheint mir der Text ziemlich konfus und ungeordnet. Und als ob Kurt Cobain meine Ansicht untermauern will, singt er (allerdings erst ziemlich zum Ende hin) "It ist now time to make it unclear, to write off lines that don't make sense." Scheint eine Aufforderung zu sein, sich nicht näher mit dem Text zu befassen und einfach der musikalischen Umsetzung zu lauschen. Die wiederum hält sich strikt ans Schema führende Gitarre, im Hintergrund brummender Bass und vereinzelt in den Vordergrund tretendes Schlagzeug ... und dazu eben jene nicht ganz klar erscheinenden Textstellen. Aber egal, Hauptsache das lyrische Ich kommt zur Erkenntnis "I love myself better than you. I know it's wrong, so what should I do?" Zur Lösung des Problems kann ich leider nicht beitragen, denn, wie gesagt, der Textsinn ist mir nicht ganz klar.
Eines allerdings ist auf jeden Fall klar. Mit ON A PLAIN habe ich euch nunmehr alle 12 Songs auf NEVERMIND näher gebracht (mehr schlecht als recht mitunter). Doch da der letzte Titel SOMETHING IN THE WAY laut Zählwerk mehr als 20 Minuten gehen soll, muss da anscheinend noch was nachkommen.
Dann laßt uns mal gemeinsam warten ...
... AND THE HIDDEN REST OF IT
... und zwar so ziemlich genau bis das Zählwerk 13:51 Minuten anzeigt.
Dann startet der Hidden Track ENDLESS NAMELESS, der konfuses und unmelodisches Durcheinander zu sein scheint. Das Gitarrenspiel wechselt facettenreich von ruhigen, fließenden Akkorden zu unidentifizierbarem Geschrammele ohne erkennbaren Sinn. Das Schlagzeug beginnt ganz normal, passt sich aber schnell an das bizarre Spiel der Gitarre an. Kurts eingestreute (und mehr gekrächzte als gesungene) Wortfetzen sind unwichtig und gehen im Verlauf des "Liedes" unter. Dieser Verlauf zieht sich dahin bis auf knapp 7 Minuten. Angeblich entstand das Lied während der Aufnahmen zum Album und bildete dann wohl so etwas wie Frustabbau oder -bewältigung, zumindest kommt mir das so vor. Experimentell, nicht mehr!
Und damit endet NEVERMIND aber wirklich. Das Album, was zum Meilenstein des GRUNGE wurde und auch zu einem der größten und kommerziell erfolgreichsten Alben der leider nur mit kurzer Musikgeschichte versehenen Band NIRVANA.
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REMEMBERING THE UNFORGETTABLES
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Krist Novoselic, Dave Grohl und Kurt Cobain sind Nirvana ab 1991.
Den Anfang nahm die Geschichte aber schon Mitte der 1980er, als sich Kurt und Krist (durch Mithilfe von Melvins-Sänger King Buzzo) in Seattle begegnen und mit wechselnden Schlagzeugern erste Versuche in Punkrock/Metal-Musikrichtung starten. Nachdem ihr erster Drummer Aaron Burckhard 1988 die Sticks wegschmeißt, weil für ihn Nirvana nur Spaß und Kurts und Krists Engagement für die Band zu suspekt erscheint, stehen Nirvana ohne Drummer da (nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal). Über Dale Crover und Dave Foster nimmt Chad Channing den Platz am Schlagzeug ein. Mit ihm zusammen entsteht dann auch Nirvanas Erstling "Bleach" (1989).
Als Supportact für Bands wie Sonic Youth und Dinosaur Jr. wird aus dem Underground-Tipp Grunge (inklusive Holzfälleroutfit) vor allem (und zuerst) bei den Briten der neue Musikhype. Im Mai 1990 verläßt Chad Channings die Band. Wieder durch King Buzzo findet man in Dave Grohl den endlich perfekten Nachfolger und ...
... nimmt mit ihm beim Geffen Records Label "Nevermind" auf, das Album, das im September 1991 erscheint. Der darauf befindliche Song "Smells like teen spirit" wird zur Hymne einer ganzen Generation und macht Nirvana und Kurt Cobain zu "Heilsbringern" und "Sprachrohr" vieler Jugendlicher. Doch der plötzliche Ruhm und Erfolg führt zu seelischen und körperlichen Exzessen bei Leadsänger und Kopf der Band Kurt Cobain. Er flüchtet sich in eine Welt aus Drogen und lebt seine Gewaltausbrüche auch auf der Bühne aus. Seine Skandalehe mit Hole-Sängerin Courtney Love bekräftigt dieses Lebensgefühl noch. Da sich Kurt nicht in der Lage sieht neue Songs aufzunehmen, erscheint Ende 1992 eine Songzusammenstellung aus Rarities und B-Sides: "Incesticide".
Ein Jahr später folgt mit "In utero" ihr drittes Album. Nirvana gehen auf Tournee und werden von MTV für ihre Unplugged-Serie eingeladen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wußte: Das am 18. November 1993 aufgezeichnete Konzert sollte das letzte Werk zu Lebzeiten von Kurt Cobain werden. Nach dem offiziell letzten Konzert am 1. März 1994 im Münchner Terminal Eins folgt mal wieder ein Zusammenbruch (der gerüchtehalber schon ein Selbstmordversuch gewesen sein soll). Zurück in Seattle begibt sich Kurt Cobain nach einem weiteren Zusammenbruch ins Exodus Recovery Center (einer Entzugsklinik), das er aber schon zwei Tage später verließ.
Am 5. April 1994, mit einer Überdosis Heroin im Blut, erschoß sich Kurt Cobain mit einer Schrotflinte in seinem Haus in Seattle. Nirvana war tot ... der Grunge sollte nur noch wenig länger überleben ...
Krist Novoselic versucht sich nach dem Ende bei mehreren neuen Bands, hat aber nie den großen Erfolg. Im Gegensatz zu Dave Grohl, der sein Schlagzeug gegen die Gitarre und das Mikro austauscht und mit den Foo Fighters weiterhin Erfolge feiert. Im Jahre 2002 (und nach jahrelangem Gerichtsstreit zwischen Kurts Witwe Courtney Love und den beiden Ex-Mitglieder von Nirvana) veröffentlicht Geffen Records das Best Of "Nirvana" (mit einem bis dato unveröffentlichten Song: "You know you're right").
Das ist jetzt wirklich nur ein sehr kurzer Abriss der Bandgeschichte. Wer viel mehr wissen will, findet auch viel mehr im www. Einfach mal ne Runde googeln und ihr werdet fündig, ganz sicher.
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HARD FACTS
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TITEL
Nevermind
INTERPRET
Nirvana
LABEL
GeffenCompany
DATUM
1991
SONGS
(1) Smells like teen spirit
(2) In bloom
(3) Come as you are
(4) Breed
(5) Lithium
(6) Polly
(7) Territorial pissings
(8) Drain you
(9) Lounge act
(10) Stay away
(11) On a plain
(12) Something in the way
+ Hidden Track
PRODUZENT
Butch Vig und Nirvana
BAND
Kurt Cobain (Vocals, Guitars)
David Grohl (Drums, Vocals)
Chris Novoselic (Bass, Vocals)
Ich fasse mich kurz:
NIRVANAs NEVERMIND-Album ist definitiv der Höhepunkt und der Meilenstein in der kurzen Bandgeschichte. Jeder, der auch nur im entferntesten schon mal was von Grunge gehört hat, verbindet damit diese Band und dieses Album. Unbestritten ist "Smells like teen spirit" ihr bekanntester Song. Doch auf NEVERMIND ist jedes Lied für sich einzigartig. Wichtig ist nur, nicht einfach nur abzumoshen, sondern zuzuhören (wenn das auch bei Kurt Cobains Gesang manchmal sehr schwer ist). Denn seine Lyrics zeugen von hoher Kunst und mit seinem Tod gingen viele nur in seinem Kopf vorhandene Worte auf immer verloren. Aber er wollte es ja so ...
Das Album gehört zweifellos in jede gut sortierte CD-Abteilung eines jeden Musikbegeisterten dort draussen! Wer es noch nicht hat: Kaufen! Wer es hat: Mal wieder anhören!
ein Testbericht von danik2005-09-12 14:28:26vom 12.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Bericht...Nachteile/Kritik: siehe Bericht
Ich lasse mich an dieser Stelle nicht lang und breit über Nirvana als Band oder deren Entstehung aus, noch über das Cover oder das Booklet des Nevermind-Albums, sondern gehen lieber gleich ans Eingemachte - die Songs:
[DER SONG]
Der Song beginnt mit einem sauberen Gitarren-Solo, um schon nach Sekunden in einem Feuerwerk aus wütenden Drums und rotzigen Gitarren zu explodieren.
In der Strophe wird es dann plötzlich wieder leiser. Ein ruhiger, dennoch treibender Bass mit gelegentlichen Einwürfen durch die E-Gitarre und Drums, die an das Klopfen eines Herzens erinnern, untermalen Cobains Stimme,
die sanft aber eindringlich über dem Ganzen zu schweben scheint. Zum Refrain hin beginnt sich langsam die Spannung zu steigen, um sich dann wieder in einem wütenden, chaotischen Inferno aus krachenden Gitarrenakkorden und donnernden Drums zu entladen. War Cobains Stimme gerade noch ruhig, fast melodiös, so schreit er sich jetzt schier die Seele aus dem Leib. Man hat das Gefühl, dass alle Aggression und allen Frust, der sich in ihm angestaut hat, hervorbricht.
[MEINE MEINUNG]
,Smells Like Teen Spirit' ist nicht nur der erste Song des Albums, es war auch der erste Nirvana Song, den ich überhaupt je gehört habe. Eine Freundin von mir brachte mich damals darauf - und dafür bin ich ihr bis heute dankbar. Auch heute noch löst ,Smells Like Teen Spirit' bei mir chronisches Kopfnicken/Kniewippen aus. Wer hier nicht in Bewegung gerät, ist selber Schuld.
,Smells Like Teen Spirit' ist schmutzig, roh und laut - und genau das ließ es so völlig andersartig sein als alles andere, was ich bis dahin kannte.
Ich muss etwa um die vierzehn gewesen sein, als ich den Song zum ersten Mal hörte und war unzufrieden mit mir und der Welt. Ich war weder besonders hübsch noch besonders beliebt, irgendwie hatte ich das Gefühl, nirgendwo richtig reinzupassen und überall anzuecken.
Und plötzlich kam da drei Jungs daher die sagte, dass es okay ist, anders zu sein als die anderen, ja, die ihre Andersartigkeit regelrecht zelebrierten!
Versuch nicht krampfhaft zu sein wie die anderen, sei einfach du selbst. Du brauchst nicht auf jeder Welle mitzuschwimmen, bloß um bei anderen anzukommen. Pfeif auf die, die dich nicht akzeptieren können, ganz einfach weil sie dich nicht verstehen. Das war für mich die Botschaft von ,Smells Like Teen Spirit' - ob das nun so gedacht war, sei einmal dahingestellt ...
Ich fühlte mich verstanden. ,Smells Like Teen Spirit' war Nonkonformismus pur. Zu behaupten, Nirvana hätten mit ihrem Nevermind-Album die Rockmusik revolutioniert mag vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen zu sein. Bei mir jedoch hat es genau einen Nerv getroffen - vielleicht ein Grund dafür, dass es auch heute noch zu meinen absoluten Lieblingsalben zählt.
[WISSENSWERTES]
Eine recht nette Legende kreist um die Entstehung des Songtitels. Nach einer durchfeierten Nacht fand Cobain an seiner Zimmerwand folgendes Graffiti vor: ,Kurt Cobain smells like Teen Spirit'. Der Hintergrund ist eigentlich denkbar einfach. Teen Spirit heißt eine in den USA bei Mädchen sehr beliebte Deo-Marke. Eine Freundin machte sich mit diesem Spruch eigentlich nur darüber lustig, dass Cobain, der sich gerade von seiner damaligen Freundin getrennt hatte, immer noch nach deren Deo rieche. Cobain soll dies allerdings völlig missverstanden und das Graffiti so gedeutet haben, dass er den Geist der Jugend verkörpere.
Ob's nun stimmt oder nicht - wer weiß das schon? Der Gedanke jedoch ist auf jeden Fall recht amüsant.
Die Textzeile ,Here we are now, entertain us' hingegen soll der übliche Ausspruch Cobains gewesen sein, wenn er auf einer Party erschien ...
[DER SONG]
Bei ,In Bloom' kommt das Intro schon weit brachialer und weniger clean daher, als bei ,Smells Like Teen Spirit'. Röhrende Gitarren und hämmernde Drums spielen das Grundthema, dass sich wie ein roter Faden durch den ganzen Song zieht. In der Strophe wird es deutlich ruhiger und eindeutig basslastiger. Cobains Stimme klingt ruhig, fast gelangweilt. Die ersten beiden Tonfolgen sind abwärtsgerichtet, die letzten beiden streben wieder nach oben, bauen neue Spannung auf, die sich mit Beginn des Refrains in einem wütenden Trommelwirbel und dem Einsetzen der Gitarren, gepaart mit deutlich lauterer Stimme Cobains entlädt.
Das Gitarrensolo bei ,In Bloom' ist schräg, fast schon missklingend. Die Gitarre klingt verzerrt, ziemlich noisy - oder einfach gesagt: laut und dreckig.
[MEINE MEINUNG]
,In Bloom' ist der zweite Song auf dem Nevermind-Album und erschien neben ,Smells Like Teen Spirit', ,Lithium' und ,Come as you are' auch als Single. Insgesamt ist ,In Bloom' einer der ruhigeren Vertreter des Albums, jedoch ohne etwas von der, für Nirvana-Songs typischen, Energie zu einzubüßen. ,In Bloom' zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingssongs auf Nevermind, dafür ist er für mich persönlich eine Spur zu träge. Trotz der Tempiwechsel zwischen Refrain und Strophe klingt der Song für meine Ohren oft sehr träge und gelangweilt, weit weniger wütend als der Opener des Albums. Nichts desto trotz ist es ein sehr guter Song, den ich mir auch immer wieder gerne mal anhöre.
[DER SONG]
Das Intro zu ,Come As You Are' ist, wie bereits beschrieben, eingängig und melodiös. Cobains Stimme, die zu Beginn der Strophe einsetzt, hat selten harmonischer geklungen als in diesem Stück und kommt sowohl hier, als auch im Refrain, gänzlich ohne Geschrei aus. Gegen Ende hin werden die Gitarren schrammeliger, der Sound etwas schmutziger, das Gitarrensolo klingt lärmig und schrill.
[MEINE MEINUNG]
,Come As You Are' ist im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern ein eher melodiöses Stück, atmosphärisch und mit einem eingängigen, ohrwurmverdächtigen Grundthema. Cobains Stimme überrascht mit unerwartet sauberem Klang. Insgesamt ist ,Come As You Are' eines meiner Lieblingsstücke auf Nevermind.
[DER SONG]
In ,Breed' darf Drummer Dave Grohl mal so richtig die Sau rauslassen. Der Song startet mit gewaltigen Trommelwirbeln und heftig schrammelnden Gitarren. Das Tempo ist schnell, fast schon hektisch. Cobains Stimme klingt in den Strophen (falls man das so nenne möchte) ziemlich eintönig, zum Refrain hin dann wieder wesentlich enthusiastischer. Das Gitarrensolo zum Ende des Songs hin könnte kaum schriller und schmutziger sein.
[MEINE MEINUNG]
,Breed' ist einfach herrlich dreckig, temporeich und laut. Wenn dieser Song läuft, fangen meine Knie automatisch an, im Takt mitzuwippen. Der Gesang wird hier mehr in den Hintergrund gerückt, Gitarren und Drums stehen eindeutig im Vordergrund. Ein Song, wie geschaffen zum Pogen ;D. Sicherlich nicht jedermanns Sache - mir persönlich gefällt's aufgrund seiner unbändigen Power.
[DER SONG]
Deutlich langsamer als sein Vorgänger kann ,Lithium' wieder mehr durch Melodie bestechen. Das kurze Intro wird allein von der Gitarre bestritten, die das eingängige, wieder einmal sehr ohrwurmverdächtige Grundthema zum Besten gibt. Cobains Stimme in der Strophe ist ruhig, fast ein wenig träge, wird dafür im Refrain mit seinen langgezogenen "Yeahs" wieder lauter und eindringlicher. Der Mittelteil des Songs wird von einer immer wieder (zumindest in ähnlich vorkommender) Text- und Tonfolge und einem eher ruhigen Basslauf bestritten.
[MEINE MEINUNG]
,Lithium' ist einfach nur ein genialer Song - ruhiger, aber nicht zu ruhig. Cobains Stimme harmoniert perfekt mit der Musik, der Sound ist ... na ja, sehr Nirvana eben. Ich liebe ,Lithium', es gehört eindeutig zu meinen erklärten Favoriten.
[DER SONG]
Cobains Stimme gepaart mit den verhaltenen Klängen einer Akustik-Gitarre - nicht mehr, aber auch nicht weniger
[MEINE MEINUNG]
,Polly' ist einfach nur wunderschön anzuhören. Cobain klingt melancholisch, seine Stimme ist klangvoller denn je. Ich kann nur sagen, dass dieser Song einer der Gründe für mich war, mir damals das Nevermind-Album zuzulegen (da ich einige der anderen Songs schon als Maxi-Single besaß). Worum geht's textmäßig? Na ja, das ist jetzt schwierig. Allgemein fällt es mir bei den Songtexten immer schwer, denn Sinn herauszuinterpretieren. Gerüchteweise hab ich mal gehört, dass es von einer Vergewaltigung handelt - diese Angabe ist allerdings völlig ohne Gewähr.
Wie auch immer, ich sage nur: Gut - Besser - ,Polly'
[DER SONG]
,Territorial Pissings' ist wütend, energiegeladen und laut. Hier gibt jeder wirklich alles, die Gitarren schrammeln wie wild, die Drums werden massakriert und Cobain schreit sich zum Ende hin schier die Lunge aus dem Hals.
[MEINE MEINUNG]
Direkt nach ,Polly' ist ,Territorial Pissings' schon beinahe ein Kulturschock. Das Motte: Lauter, heftiger, schneller. Der Sound ist total kaputt, die Stimme zum Teil mehr pures Geschrei. Doch irgendwie ist es genau das, was den Charme von ,Territorial Pissings' ausmacht. Es ist konsequent trashy - und wer so was mag, der wird bei diesem Song ganz sicher nicht ruhig auf seinem Stuhl kleben bleiben. Eine Textzeile muss ich dann auch noch erwähnen: "Never met a wise man - if so it's a woman". Dem kann ich als Mädel nur absolut beipflichten (Autsch - bitte nicht mit Steinen werfen!)
[DER SONG]
Die Melodie von ,Drain You' ist eingängig, Cobain wechselt hier mal wieder von seiner Schrei- zur Singstimme. Gitarrenakkorde und eher gemäßigte Drums bilden hierzu den passenden Klangteppich. Doch wir wollen ja nicht zu brav sein, im Mittelteil gibt's dann noch einen Part, der dann doch nicht so wohlklingend ist. Schmutzig-schräg Gitarrenakkorde, irgendwo im Hintergrund Cobains leiernde Stimme, die sich zu einem brachialen Schrei steigert. Und dann geht's wieder weiter wie gehabt.
[MEINE MEINUNG]
Wieder ein Tempowechsel im Vergleich zum Vorgänger. ,Drain Your' ist eher ein Midtemposong, gemäßigter als die meisten anderen Stücke auf dem Album. Die Melodie gefällt mir, ist aber im Gegensatz zu seinen vielen starken Konkurrenten auf dem Album nicht hervorstechend. Stimmlich kommt Cobain für mich zumindest in ,Polly' und ,Lithium' besser weg. Der Mittelteil fällt hier natürlich völlig aus dem Rahmen und gibt dem Ganzen dann auch wieder etwas ganz Spezielles. Ich höre ,Drain You' gerne - aber zu meinen Favoriten gehört es nicht.
[DER SONG]
,Lounge Act' ist vom Klang her ein ziemlich geradliniger, einprägsamer Song. Zu Beginn eher langsam, wird es im Verlauf des Songs immer schneller und auch lauter. Cobains Stimme, zunächst eher ruhig und gleichmäßig, steigert sich zum Ende hin fast zu Geschrei. Bassgitarre und Drums sind hier im Vordergrund, die Leadgitarre ist mehr schmückendes Beiwerk.
[MEINE MEINUNG]
Zu den von mir meistgehörten Songs des Nevermind-Albums gehört ,Lounge Act' nicht. Doch jetzt, wo ich noch mal reingehört habe, frage ich mich eigentlich, warum das so ist. Es ist nicht so wütend und aggressiv wie z. B. ,Territorial Pissings' oder ,Breed', aber auch nicht so eingängig wie ,Lithium' oder gar ,Polly'. ,Lounge Act' liegt irgendwo dazwischen - ich schätze, genau das ist es, was mich früher daran so wenig begeistern konnte. Heute finde ich, es ist für sich genommen ein klasse Song, doch die Konkurrenz ist zu stark, als das er daraus herausstechen kann.
[DER SONG]
,Stay Away' wird von einem wahren Schlagzeuggewitter eingeleitet, unterstützt von einem dumpf rumorenden Bass und schrammelnden Gitarren. In der Strophe wird's dann ruhiger, Cobains Stimme erklingt, mehr sprechend als singend, abgelöst immer wieder von kurzem GitarrenNoise. Doch im Refrain geht dann wieder die Post ab, Cobain schreit, die Gitarren dröhnen, die Drums hämmern einem gegen die Schädeldecke.
[MEINE MEINUNG]
,Stay Away' ist kraftvoll und energiegeladen. Cobain brüllt "Stay Away" und das ist auch das Gefühl, dass der Song vermittelt: Bleib weg von mir, oder es könnte böse für dich enden.
[DER SONG]
Der Sound von ,On A Plain' ist im Großen und Ganzen eher routiniert. Cobains Stimme klingt harmonisch, bisweilen wird sogar zweistimmig (!) gesungen. Das Grundthema ist eingängig und bleibt im Ohr hängen (keine Angst, das tut nicht weh ;D). Zum Ende verklingen sämtliche Instrumente langsam, zurück bleibt nur ein leises Summen.
[MEINE MEINUNG]
,On A Plain' ist sicherlich ein schöner Song - aber für meinen persönlichen Geschmack klingt er vielleicht eine Spur zu glatt. Weniger aggressiv und wütend als die meisten seiner Vorgänger, ist dieses Stück (und auch Cobains Stimme) eher melodisch.
[DER SONG]
Superruhig. Zum Schluss kommt noch einmal die Akkustikgitarre zum Einsatz, bisweilen, wenn ich richtig höre, sogar Streicher. Cobains Stimme leise, beinahe nur gemurmelt klingt zunächst fast einschläfernd. Im Refrain wird's dann eine Spur lauter (aber auch wirklich nur eine Spur), dafür aber auch lebendiger. Viel tut sich da eigentlich nicht, bis ... ja, bis in Minute 13:52 (nach schier ewiger Stille) plötzlich wieder alles zum Leben erwacht. Aber das gehört an eine andere Stelle, denn dabei handelt's sich um den versteckten Bonus-Track des Albums.
[MEINE BEWERTUNG]
,Something In The Way' ist ein schönes, ruhiges Stück, wie man es von Nirvana nicht unbedingt gewöhnt ist. Zwischenzeitlich wird es dann aber doch ein bisschen langatmig - so empfinde ich das jedenfalls. Ein überraschendes Ende für ein eher lautes, lärmiges Album - doch wir haben da ja, wie erwähnt noch eine Kleinigkeit in Petto.
[DER SONG]
Heftig. Kein Song des Albums ist wohl so ... wie wollen wir's mal nennen ... experimentiv? Schrille, jaulende Gitarren, wild drauf los wetternde Drums und ein kreischender Cobain. Dann wieder kurze, schon eher melodische zehn Sekunden - und weiterschreien. So geht's dann abwechselnd weiter bis zum endgültigen Schluss.
[MEINE MEINUNG]
Irgendeine Form von Ordnung oder Konzept sucht man in diesem Bonus-Track vergebens - aber das ist wohl auch Sinn der Sache. Lärmig-schaurig-schön.
[FAZIT]
Mit Nevermind haben Nirvana zu Beginn der 90er absolut den Zeitgeist der Jugend getroffen. Eine kleine Garagenband aus Seattle, die nie damit gerechnet hatte, jemals so groß rauszukommen, wurde plötzlich über Nacht zum Star. Das allen voran Kurt Cobain mit dem unerwarteten Erfolg und dem Hype um die Band und um seine Person nicht klar kam, das ist allgemein bekannt.
Verwunderlich ist es im Grunde nicht, denn war es doch ursprünglich Ziel der drei Jungs gewesen, allem Mainstream die Kehrseite zu präsentieren. Gegen etwas anzukämpfen, nur um letztendlich selbst ein Teil davon zu werden ist nicht leicht zu verpacken - vor allem, wenn man ohnehin psychisch eher labil veranlagt ist.
Demnach ist der Erfolg der Band sowohl positiv als auch negativ zu bewerten - negativ für Kurt, positiv für mich (und viele andere).
Noch heute - und die ganze Kiste ist mittlerweile ja schon ein paar Jährchen her - zählt Nevermind noch zu meinen erklärten Lieblingsalben. Meinen Musikgeschmack hat es eindeutig mitgeprägt. Ob es nun Kult ist - nun, darüber lässt sich sicherlich streiten. Doch für mich persönlich war es eines der prägendsten Alben meiner Jugendzeit.
"Wer sich was beim Baby denkt ist schwul Pädophil" - Kurt Cobain
ein Testbericht von koebane2005-04-27 15:43:58vom 27.04.2005Empfehlung: ja
Vorteile: ALLES IST PRO!...Nachteile/Kritik: -
Zum 10-Jährigem vom Tod von Kurt Donald Cobain (1967-1994) sagte (ich glaube Markus Kavka, bin mir nicht mehr sicher) jmd. im WOM-Magazin: "Wer in einer Rockband spielt und Nevermind nicht mag, spielt in keiner Rockband". Und dem kann ich nur zustimmen!
Tracklist:
1. Smells Like Teen Spirit
2. In Bloom
3. Come as You Are
4. Breed
5. Lithium
6. Polly
7. Territorial Pissings
8. Drain You
9. Lounge Act
10.Stay Away
11.On a Plain
12.Something in the Way
Song für Song:
Mit einem defitigen Power-Akkord-Solo beginnt die Hymne der 90er: "Smells like teen spirit". Kritiker verstanden mit den Worten "Here we are now, entertain
us" die langweilige Musikszene, die sich nach dem Auftreten Nirvanas rasch veränderte!
"Smells like teen spirit" (SLTS) ist ein sehr aggressiver Song und sicherlich ein Ohrwurm. Will man Aggressionen abbauen so darf man sich bei diesem Song austoben. Nesonders gefällt mir (von dem Instrumentalischen her) die Bassline in der Strophe und die Powerakkrodfolge im Refrain. Vom Text her ist dieser Song sehr unverständlich, wie Weird Al-Yankovic in einer verarsche sang: "And I don't know, what I'm singing, what a message, I'm bringing" - trotzdem wurde es zu dem Lied der Generation - den original Text kann man sich in Kurts Tagebüchern durchlesen. Zunächst wirkt dieses Lied als "das Beste" von Nirvana, dem kann ich nur teilweise zustimmen. Es war sicherlich nur das Wichtigste!
BOOM! Nun beginnt "In Bloom", ein Lied das bei mir viele Glücksgefühle bringt. Am Anfang ein bisschen PowerAkkord Rumgespiele von Kurt, danach nur Gesang-Bass-Schlagzeug-Strophe und plötzlich ein wundervoller Refrain. Vom Text her erzählt das Lied im Refrain - wortwörtlich, nicht interpretiert, da ich sowas schwachsinnig finde - von einem Jungen der Nirvana-Lieder mag und Waffen mag und natürlich über den Frühling (wobei mir die Textstelle "Nature is a whore" - "Die Natur ist eine Hure" gefällt). Wenn man drauf achtet erkennt man die Genialität ebenfalls, nicht nur am genialen Bassspiel von Krist Novoselic und Gesang/Gitarrenspiel von Kurt Cobain, aber hier ist der "Takt" von Dave Grohl auch fantastisch - Das ganze Lied harmoniert perfekt zusammen, genial - immerhin auch Single!
Nun kommt das chilligste Lied überhaupt - Zünde dir ne Zigarette an, leg dich auf ne Wiese und schau dir den Himmel an - und höre dieses Lied. Meinermeinungnach das beruhigendste Lied auf dem ganzen Lied. Text ist wundervoll und passt total zur Melodie - ebenso die einprägsame Gitarrenmelodie - Die sehr einfach nachzuspielen ist. Doch dann - peng! - singt Kurt "No I don't have a gun" und alles ist verrückt- "Das Lied unter Drogen hören! Augen zu und nicht nachdenken- nur hören", das waren meine ersten Gedanken. Das Video zu diesem Lied ist mehr als fantastisch - Vorwiegend Blau/Violett und am Ende, ja, da hängt Kurt am Kronleuchter!
Da kommt es! "Breed". Ein sehr lauter Song und die ganze Zeit sehr lang. Dort überzeugt mich die Gitarre nicht so, ist allerdings sehr nötig. Die Bassline, die Krist spielt, ist einfach nur zu genial!
Jetzt kommt mein Evergreen, "Lithium". Der Text ist wundervoll, und das Gitarrenspiel ebenso. Das Video dazu war allerdings ähm... beschissen?
Das Lied enthält alle möglichen Gefühle: Glücksgefühle, Aggressionen und Verzweiflung. Dieses Gemisch macht's auf jeden Fall zu einem sehr guten Lied!
Das erste Akkustische Lied: "Polly". Das Lied ist auf jedenfall sehr chillig, diese Version ist jedoch nicht sooo toll, die sich auf "With the Lights out" befindeten find ich besser, das Lied ist aber trotzdem genial!
"Territorial Pissings": Geh raus und schreie! Rock'n'Roll! Dieses Lied ist mehr als genial!
"One baby to another says I'm lucky to have met you", klingt als ob damit eine Geschichte anfängt - tut sie? tut sie nicht? Das muss wohl jeder selbst wissen! Dises Lied ist sehr "pop-mäßig", leicht nachzuspielen und sehr Ohrwurmmäßig. Es gibt NICHTS dran auszusetzen (wie bei allen anderen auch, FUCK). "Drain you" ist einfach genial!
"Lounge Act" beginnt mit einer sehr schönen Bassline und die hält durch das ganze Lied. Die Gitarre wird zum Hintergrund - Der Bass ist genial! Sehr schönes Lied, ebenfalls ohne Makel!
"Stay away" ist das schlechteste Lied. vielleicht weil ich es zu oft gehört habe?
"On a plain" ist ein sehr melodisches Lied. Ohne Gesang wäre dieses Lied nicht das wahre. Niemand kann es so spielen wie Nirvana.
"Something in the way" ist das letzte Lied - und dazu akkustisch. Der Text ist sehr inspirativ, Gitarrenspiel sehr simpel und trotzdem genial. Die Stimme leise, und man muss die Boxen laut stellen.
Wenn man 15 Minuten wartet, kommt übrigens "Endless, Nameless", böse und scheiße ;P
Meine Einschätzung:
Ich liebe dieses Album!
Dort ist alles Vorhanden, was man braucht!
...
ein Testbericht von yalle312004-01-11 19:16:41vom 11.01.2004Empfehlung: ja
Vorteile: beste Scheibe der 90er...Nachteile/Kritik: nada
Es gibt hier schon ein paar Berichte über diesen Tonträger, aber ich will mal sehen, ob ich nicht noch was draufpacken kann, wenn das überhaupt möglich ist.
NIRVANA- zum Zeitpunkt der Aufnahme des Albums, bestand die Band aus Kurt Cobain, Chris Novoselic und Dave Grohl, brachten 1991 wahrscheinlich eine der bedeutendsten Platten der Rockgeschichte heraus- die populäre Zeitschrift Newsweek meinte damals sogar, NIRVANA wären die letzte große Rockband unserer Generation, und Kurt wäre der Kronprinz der Generation X( häh- was fürn X?? ).
OK, ich hab das nie so recht verstanden,
ebensowenig wie die Tatsache, das Kurt Cobain das letzte Opfer des Rockn Roll war- das ist Schwachsinn! Rockn Roll hat noch nie jemanden umgebracht, wenn irgendwas tödlich war, dann war es das Business.
Tatsache ist, das wir hier über eine der bedeutendsten Platten der 90er reden, das ist unumstritten.
Die 3 besagten Musiker fanden sich im Sommer 91 im sonnigen Kalifornien(LA) ein, um endlich die Songs aufzunehmen, die sie schon so lange live immer wieder vorgetragen hatten.
Geffen Records, ein großes Label bei dem Kurt Cobain damals unterschreiben mußte, weil SUB Pop pleite war, hatte sich damit abgefunden den kürzeren zu ziehen, und konnte Kurt den Weg nicht mehr verbauen.
Die Aufnahme des Albums dauerte nur ein paar Wochen, Andy Wallace mixte den Sound so zusammen, das es ein bisschen wie Headbang klang, aber es funktionierte, es kamen am Ende 12 Songs raus.
1. Smells like teen spirit
2. In Bloom
3. Come as you ar
4. Breed
5. Lithium
6. Polly
7. Territotial Pissings
8. Drain You
9. Lounge Art
10. Stay Away
11. On a Plain
12. Something in the way
Damit hatte Kurt endlich den Stuff aufgenommen, den er schon seit Monaten bei diversen Festivals( Reading Festival, the Year that Punk brok,) gespielt hatte. Am Ende war er heilfroh, das das Zeug endlich aufgenommen war, weil er es selbst kaum noch hören konnte!
Aber wir können es hören, und ich gebe gern mein Urteil ab.
"Teen Spirit" ist der klassische "Grunge-Rock-Song", er klingt fast so wie die Pixies, aber das merken nur die Freaks. Am Anfang ist es eher unauffällig, aber spätestens nach dem 3. mal hören reißt es Dir die Schädeldecke weg!
"In Bloom", das ist einfach ein Hit, ein Ohrwurm mit besonders prägnantem Schlagzeug!
"Come as you are"- and I sweare that I dont have a gun- wenns nur so gewesen wäre- trotzdem einer der allerstärksten Songs von NIRVANA überhaupt!
"Breed"- Punk zum abtanzen!
"Lithium"- Ach shit was haben wir diesen Song gesungen, Kurts sensible und trotzdem schmerzhafte Stimme, intersanter Akkordwechsel von langsam auf schnell und umgekehrt- ein Hit für die Ewigkeit!
Dieser Song ist unvergleichlich in jeder Beziehung.
Bei "Polly" geht es um ein gedemütigtes Mädchen, was Kurt mit erstaunlich viel Güte und Mitleid besingt. Anders schon dagegen ist "Territorial Pissings"- ein Song bei dem Kurt alle Regeln im Aufnahmestudio ignorierte(und Andy Andy Wallace zur Weißglut brachte), und seine Gitarre einfach an den Verstärker anschloss, ohne Regler, Verzerrer, oder ähnlichen Bullshit dazwischen, so wie es die Ramones in den 70ern auch gemacht haben. Genauso punkig kommt es auch rüber.
"Drain You"- ist einfach nur edel, es rockt, es geht ins Ohr- geiiil! Ich weiß noch wie damals bei MTV das erste mal dieses Video lief, Kurt mit seinen Erdbeerroten Haaren, es war einmalig!
Die übrigen Songs, "Lounge Art", "Stay away", sind gute Mucke, aber nicht unbedingt Hits.
Anders verhält es sich schon mit "On a Plain", der ohrwurmt schon eher, und hat ne schöne Melodie.
Der letzte Song bringt dann nochmal ein richtiges Highlight, weil man hören kann, wie Dave Grohl fast stirbt an seinen Drums.
Es war sehr schwer diesen Song aufzunehmen, und Wallace wußte nicht mehr was er noch machen sollte.
Am Ende wurden alle elektrischen Geräte usw. abgeschaltet, weil Kurt diesen Song nur im Flüsterton singen konnte, und alle Mikros wurden so laut wie möglich aufgedreht.
Dave Grohl schaffte es mit Mühe und Not, bis zum Ende leicht durchzuklopfen, aber ich glaube, es hat ihn fast umgebracht! Er ist einfach dazu geboren, das Schlagzeug zu malträtieren!
Im Endeffekt ist es immer eine Frage des Geschmacks, denn heute steht nicht mehr jeder auf Rockmusik, aber so wie ich das vermute, sollte man sich ein Bild machen, bevor man vorschnell urteilt- dazu sind schließlich Meinungsforen wie Yopi da!
Ach Mensch Kurt, Du und Deine Scheiß Schrotflinte!
...
ein Testbericht von Sysedit2003-10-07 13:24:47vom 07.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Ein Meisterwerk...Nachteile/Kritik: keins
Nevermind ist wohl das bekannteste Album der Band Nirvana. Die mit Inovation und einen ganz neuen Musikstil an die Spitze gekommen sind.
Meiner Meinung nach haben sie dabei sehr unter emotionen, Geld und Drogen gelitten. Curts einmalige bühnen performance wird noch unsere Kinder faszinieren. Nevermind birgt die einprägsamsten Titel, der Nirvana geschichte. Es ist aber auch lohnenswert sich die anderen Albem zu gemüt zu führen. Dabei sollte man sich auf die Musik und die Emutionen einlassen.
Ich selbst will noch ergänzen, dass man sich etwas von NirvanaMania fernhält und ganz keusch auf
Musik und Text zugeht.
Das beschert euch das Maximale Nirvana-erlebniss!
Legende oder Popularität nur durch Cobains Freitod?
ein Testbericht von Glöckner2002-12-24 01:35:32vom 24.12.2002Empfehlung: ja
Ob man Nirvana trotz ihrer jungen und (leider) sehr kurzen Geschichte als Legende bezeichnen kann ist sicherlich fragwürdig. Klar ist aber, daß sie mit ihren Platten die Musikentwicklung geprägt haben, wie kaum eine Band nach Ihnen. Leider kam das Herzstück der Band mit der Popularität nicht klar und nahm sich einige Jahre nach seinem grössten Erfolg das Leben.
Nirvana waren nicht die ersten, die sich der Grunge-Musik widmeten, da aber ihre musikalischen Vorbilder nicht annähernd ihre Popularität erreichten, kann man "Nevermind" (1991) wohl als "Mutter aller Grunge-Platten" bezeichnen (prügelt jetzt nicht
auf mich ein, ich weiss, daß Kurt Cobain den Grunge nicht erfunden hat). Der Sound ist rockig und schmutzig, aber irgendwie einfach doch genial. Es klingt als wollten sie ihre Wut und Verzweiflung aus sich herausprügeln und damit eine ganze Generation wachschreien.
Das bekannteste Stück der Platte ist zweifellos "Smells like Teen Spirit", was den Startschuß für die (ungewollte?) Popularität der Band bedeutete. Mein Lieblingsstück ist "Territorial Pissings". Aber auch Songs wie "Come as you are", "In Bloom" oder "Lithium" sorgen auf jeder Fete für Stimmung.
Mit ihren Texten wollten sie die Gesellschaft wachrütteln, und hofften wohl, diese auf neue Werte besinnen zu können. Das Cover zeigt ein Neugeborenes, das unter Wasser scheinbar eine Ein-Dollar-Note hinterherschwimmt.
"Nevermind" ist eine der bedeutendsten Platten der jüngeren Musikgeschichte und darf eigentlich in keiner gut sortierten Plattensammlung fehlen. Wer nicht auf ganz so harte Musik steht, findet eventuell keinen Gefallen daran, sollte aber dennoch mal reinhören.
...
ein Testbericht von Evil_Duke2002-10-20 21:29:07vom 20.10.2002Empfehlung: ja
Jedes mal, wenn ich Nirvana im Radio höre oder auf einem Musiksender ein Video der Band sehe, frage ich mich: "Warum? Warum hat sich Kurt D. Cobain umgebracht?". (Der Hauptteil meiner Meinung bezieht sich auf Kurt Cobain.)
Das erste mal habe ich von Nirvana gehört, als ich 13 Jahre war. Damals kannte ich nur ein Lied. "Smells like Teen Spirit". Ich finde, dass es das beste Lied überhaupt ist. Es ist 1991 auf Nevermind erschienen (die wohl bekannteste CD von Nirvana).
Die Band bestand aus Kurt Cobain (1967-1994), Dave Grohl (heute Sänger
bei den "Foo Fighters") und Butch Vig (heute Drummer bei "Garbage").
Zum Album: Diese geile Scheibe enthält 12 Songs + Bonus Track (befindet sich nach dem letzten Titel nach etwa 10min). Die Gesamtspielzeit beträgt ca. 60, echt "brutale", Minuten.
Ich würde die Musik eher dem Grunge zuordnen, als Alternative. Egal, der Sound ist einfach nur großartig. Die Songs sind voller Schmerz und Wut, aber auch gesellschaftskritisch. Diese CD war ein Vorbild für andere Bands.
Hier sind die Titel im Überblick:
1. Smells like Teen Spirit 5:00
2. In Bloom 4:14
3. Come as you are 3:39
4. Breed 3:03
5. Lithium 4:16
6. Polly 2:53
7. Territorial Pissings 2:23
8. Drain you 3:43
9. Lounge Act 2:36
10. Stay away 3:31
11. On a Plain 3:14
12. Something in the Way 3:46
Auf dem Cover ist ein schwimmendes Baby zu sehen, das nach einem Dollarschein greift. Auch sonst ist die Aufmachung sehr ansprechend. Die CD hat sich weltweit millionenfach verkauft.
Dies war der finanzielle Durchbruch für Nirvana. War das vielleicht der Grund für Kurt Cobains Selbstmord? Ich sage nein! Seine Frau Courney Love ("Die kann sterben", sage ich da nur) ist meiner Meinung nach Schuld daran. Seitdem ich einen Beitrag über Kurt Cobain (auf Arte) gesehen habe, bin ich noch mehr dieser Meinung, dass diese "Person" am Tod dieses großen Musikers schuld ist. Diese Schlampe wollte doch nur sein Geld (viele viele Millionen). Warum ich soetwas behaupten kann? Ganz einfach, kurz nach Kurts Tod hat sie wieder geheiratet und schon wieder Filme gedreht. Ich war echt geschockt nach diesem Beitrag, besonders über die vielen merkwürdigen Umstände (er lag vier (!) Tage lang tot in seiner Villa, obwohl C. Love wusste, dass er nach Hause gefahren ist).
Ach jaaa! Jetzt ist aber Schluss mit diesem traurigen Thema (das geht mir echt an die Nieren!).
Ich freue mich jetzt auf das neue Album von Nirvana, obwohl C. Love auch daran verdienen wird. Erscheint irgendwann im Herbst oder Winter.
Abschließend: Jeder wird seine gerechte Strafe bekommen, bzgl. Courtney Love
ein Testbericht von JoeSatriani2002-08-31 19:30:18vom 31.08.2002Empfehlung: ja
Hallo liebe Leser und Leserinnen !
Heute ist es also soweit, dass auch ich meine Meinung zu einem der bekanntesten Alben der Rockgeschichte niederschreibe: Nirvana's Nevermind.
~~~ Band ~~~
Die Band bestand zu dieser Zeit aus:
Kurt Cobain – Vocals, Guitar
Krist Novoselic – Bass
Dave Grohl – Drums
Wer mehr zur Band erfahren will, kann meinen Bericht „...will never be forgotten“ gerne lesen.
~~~ Vorgeschichte ~~~
Nirvana gab es natürlich auch schon vor diesem Album. Sie hatten schon ein Studioalbum mit dem Namen Bleach herausgebracht, was nicht sonderlich erfolgreich war. Mit Nevermind sollten sie jedoch den Coup
landen, über 10 Millionen Platten zu verkaufen, was später dazu führte, dass vor allem Kurt dem Druck nicht mehr stand hielt. Das Ende kennen wir wohl alle...
(Für diejenigen, die nicht wissen was ich meine, sei wieder mein Bericht über die Band empfohlen ;-))
~~~ Die Songs ~~~
1 – Smells Like Teen Spirit
Zu diesem Lied habe ich ebenfalls einen eigenen Bericht verfasst.
Es beginnt mit dem sehr bekannten Riff, welchem im Refrain immer wieder auftaucht. In der Strophe hält sich Kurt mit nur jeweils 2 Tönen zurück und konzentriert sich auf den Gesang. Im Refrain wird der Gesang etwas wütender und schreiender, was aber auch recht einprägsam ist. Nach dem zweitem Refrain spielt Kurt ein Solo, welches zwar technisch recht leicht ist, aber melodisch sehr schön und das ist ja das wichtigste. Dieses Lied ist ein absolutes Kultlied und DIE Grunge-Hymne der Neunziger. Schon alleine die riesige Bedeutung die dieses Lied hat, ist mir eine Höchstwertung wert. Es ist einfach ein Partysong, den jeder kennt.
Damit haben sie ohne jegliche Zweifel ein Stück Rockgeschichte geschrieben.
Wertung: 10/10
2 – In Bloom
Recht langsam geht das nächste Lied los. Bei In Bloom übt Kurt Kritik an Mitläufern, die bestimmte Musik nur hören um dazuzugehören. Die Strophe ist wiederum recht ruhig und der Refrain etwas härter. Allerdings singt Kurt hier melodischer und ruhiger. Sicher keine gesangliche Glanzleistung, aber es ist ja schließlich auch Grunge, was will man da erwarten?
Nach dem zweitem Refrain spielt er wieder ein Solo, welches wieder nicht wirklich schwierig ist, aber diesmal leider keine so gute Melodik besitzt. Ein Recht guter Song, welcher am nach einer gewissen Weile etwas eintönig wird. Trotzdem ist er gelungen.
Wertung: 8/10
3 – Come As You Are
Hier haben wir ein etwas ruhigeres Lied, welches fast ausschließlich Clean (=unverzerrt) gespielt ist. Die Melodie des Intros und in der Strophe ist ja auch schon wieder sehr gut und der Gesang harmoniert sehr gut mit den Instrumenten. Im Refrain ist dann doch ein wenig Verzerrung zu hören, worüber sich aber bald wieder die Grundmelodie legt. Das Solo hier ist wieder recht gut gelungen, wieder mit einfachen Mitteln. Auch der Text spielt bei diesem Lied eine große Rolle, den Grundinhalt sagt der Titel des Liedes ja schon aus.
Die Einprägsamkeit und die geniale Melodik des Liedes sind mit hier 9 Punkte wert, da Nirvana zeigen, das es auch ruhiger geht.
Wertung: 9/10
4 - Breed
Mit einer leichten Rückkopplung der Gitarre und einem verzerrten Riff geht es gleich los. Insgesamt ist Breed ein sehr gitarrenlastiges Lied. Kurt singt hier zum ersten Mal etwas aggressiver.
Auch ein Gitarrensolo bekommen wir hier wieder zu hören, welches hier leider nur durchschnittlich ist. Die Melodie ist nicht schlecht, allerdings wird auch dieses Lied aufgrund der häufigen Wiederholungen recht bald langweilig.
Wertung: 7/10
5 – Lithium
Hier haben wir einen meiner Lieblingstracks der Platte. Der Text an sich gefällt mir schon sehr und das Zusammenspiel zwischen sehr relaxter Strophe und härterem Refrain gefällt mir sehr gut. Im Refrain singt Kurt trotzdem recht melodisch und die Textzeilen:
„I like you, I'm not gonna crack
I miss you, I'm not gonna crack
I love you, I'm not gonna crack
I kill you I'm not gonna crack“
sprechen ja schon für sich. Eigentlich ein recht ausgeglichenes Lied, welches aber doch irgendwie überzeugen kann, vor allem wenn man genauer auf den Text achtet.
Wertung: 8/10
6 – Polly
Polly ist ein trauriges Lied, welches auch nur auf Akustikgitarre gespielt wird und sehr traurig von Kurt gesungen wird. Es ist ein extrem gefühlvolles Lied. Hier geht es um eine Vergewaltigung, die aus Sicht des Täters geschildert wird, und diese ernste Thematik greift die Gruppe auch dementsprechend auf. Die Melodie ist sehr einprägsam und trotz der Einfachheit und Zurückhaltung großartig. Natürlich bekommen wir hier kein Gitarrensolo zu hören, sondern nur diese gefühlvolle Ballade. Einfach ein großartiges Stück.
Wertung. 10/10
7 – Territorial Pissings
Hier hört man Wut, pure Wut. Schon bei der Verzerrung am Anfang des Liedes ist klar, was auf den Hörer zukommt. Kurt spielt hier heftig wie auf keinem anderen Lied der Platte und schreit sich die Seele aus dem Leib, was man gegen Ende des Liedes deutlich zu hören bekommt. Oft wird eigentlich nur ein Satz wiederholt, den Kurt immer wieder ins Mirko schreit. In einer recht kurzen „Strophe“ singt er kurz ruhiger, bevor er dann wieder zum Schreien ansetzt. Gegen Ende des Liedes wird der „Verschleiß“ der Stimme immer hörbarer und das ganze endet in einem Gekreische von Kurt und einem puren Draufhauen bei allen Instrumenten. Was für ein Getrash! Noch ein wenig Rückkopplung, egal, fertig!
Das mit Abstand heftigste Lied der Platte, eigentlich nur zum Abreagieren gut.
Wertung: 8/10
8 – Drain you
Melodisch geht es mit Drain you weiter. Kurt hat sich anscheinend wieder vom letzten Track erholt und singt hier sehr melodisch. Zwischendurch ist ein etwas düsterer Teil enthalten, wo sich eine Spannung aufbaut, die zur Überraschung nicht mit einem Schrei endet, sondern einem fröhlichen Riff und dem Refrain, welcher wieder sehr melodisch ist. Dieses Lied ist eines der wenigen, was musikalisch mal nicht nach Depressionen und Wut klingen.
Sehr gut !
Wertung: 9/10
9 – Lounge Act
Mit etwas Bass geht dieser Song los. Der Gesang ist zu Beginn noch recht ruhig, wird aber dann schreiender. Ich mag dieses Song weniger, es ist halt ein Durchschnittssong. Der auch recht bald zu Ende ist. Nichts wirklich besonderes.
Wertung: 6/10
10 – Stay Away
Dafür geht es hier gleich wieder besser weiter. Kurt singt hier nach dem Drumintro in der Strophe sozusagen 2 Stimmen. Der Refrain ist nicht viel mehr als ein ständig wiederholtes „Stay Away“. Dieses Lied ist wieder etwas härter, aber auch nicht überdurchschnittlich hart. Die Melodik ist recht einprägsam Das Lied endet wieder mit Drums und noch einem recht langem Brummen.
Recht gelungener Titel.
Wertung: 8/10
11 – On A Plain
... ist wiederum recht melodisch und einprägsam. Der Gesang ist normal, grungig eben.
Der Refrain und die Strophe nehmen sich hier mal nicht so viel und das Lied wirkt die ganze Zeit über sehr gleichmäßig. Ein gutes Stück, welches aber auch nichts wirklich besonderes darstellt.
Da die Melodik recht gelungen ist, kann man sich das Lied doch mehrmals anhören
Wertung: 8/10
12 – Something In The Way
In sehr ruhiges Lied, eigentlich das Outro. Recht wenig Instrumente, Kurts ruhiger und sehr emotionaler Gesang , mehr eigentlich nicht. Doch ist auch dieses Lied recht einprägsam und ist ein würdiges Ende der Platte, kommt aber nicht an Polly ran.
Wertung: 8/10
~~~ Fazit ~~~
So viele 8/10, wieso da 5 Sterne kann man sich jetzt fragen. Ganz einfach:
Nervermind schrieb Rockgeschichte und schon wegen den genialen Liedern lohnt es sich zuzugreifen, falls man es noch nicht besitzt. Mit Sicherheit sind auch einige durchschnittliche Lieder darauf, aber durchschnittlich heißt nicht immer gleich schlecht. Jedes Lied hat seinen eigenen Charakter und wirkt auf seine Art und Weise reizvoll.
Die Platte ist einfach ein Meilenstein des Grunge, den es heute kaum noch gibt.
Wenn man die Platte als Komplettes betrachtet ist sie einfach nur genial.
Einfach, aber genial !
Wer härtere Musik mag, kommt nicht dran vorbei, mal wenigstens hier reinzuhören.
In diesem Sinne...
Ciao