ein Testbericht von tishy12006-08-17 18:03:54vom 17.08.2006Empfehlung: ja
Vorteile: durchaus unterhaltsam, unübertroffener Sprecher...Nachteile/Kritik: etwas langatmig, scheint nicht so gut durchdacht
Hier nun mein erster Bericht zum Thema Hörbücher. Es handelt sich um „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ aus dem Bereich Fantasy. Ich hatte vorher nie davon gehört. Tatsächlich aber gibt es das Buch in Amerika schon eine Weile, seit 2003, und ich hielt es zuerst sogar für etwas Deutsches, aber dann hätte man es hierzulande wahrscheinlich gebührlicher gefeiert.
Autor war zu meiner Überraschung ein 15 Jähriger Junge aus der Einöde Montanas namens Christopher Paolini. Es ist das erfolgreichste Kinderbuch in der Geschichte der Verlagsgruppe Random House Audio und erfolgreicher noch als Harry Potter. Auch in Deutschland ist es das bisher erfolgreichste Kinderbuch. Grund genug einmal reinzuhören, dachte ich.
Mehr dazu:
Der Autor:
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Angefangen hat alles als er fünfzehn war. Hier begann er auf Grundlage vielen Lesens eine Geschichte zu schreiben, die ihren Verlauf in der Drachen-Trilogie Alagäsias hat. Christopher Paolini hat selbst nie eine öffentliche Schule besucht.
Zusätzliche Inspiration zum Schreiben bekam der Autor von seiner Heimat Montana, wo etwa eine Million Menschen Leben auf einer Fläche so groß wie Frankfurt. Da es nicht viel Unterhaltung gibt in dieser Region dachte er sich schreibt er ein Buch, dass auch er lesen und kaufen würde. Die umliegenden Berge Montanas wahren die Quelle für die fantasiereichen Ausschmückungen des Romans. Es erinnerte ihn immer an die reiche Welt von „Herr der Ringe“ mit endlosen Landschaften. Dabei legt er aber ebenfalls sehr großen Wert auf die Ausschmückung der Charaktere und ihre Entwicklung, die mit der Geschichte einhergehen. Die Kräuterhexe Angela, die für die Geschichte des „Eragon“ womöglich unverzichtbar ist basiert auf seiner Schwester, die ebenfalls Angela heißt.
Seine Familie war es auch, die ihn anhielt weiter zu schreiben in Momenten, in denen er bereit war aufzugeben, und das Gefühl hatte das Buch würde keinen großen Erfolg haben. Sie waren es auch, die ihn dann zu den Event brachten, um „Eragon“ publik zu machen.
Um diesen Roman breit flächig zu inszenieren holte er sich neben den Bergketten vor seinem Fenster Anregungen aus anderen Geschichten, wie J.R.R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen u.s.w., ohne die Elemente zu kopieren oder sie grob weiterzuspinnen. Trotzdem finden sich gerade aus „Der Herr der Ringe“ einige kleine Details, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen.
Nach der Fertigstellung des Buches hatte er zunächst Probleme einen Verleger für sein Werk zu finden. Da er aber so viele Stunden investiert hatte war er überzeugt, dass auch andere die Geschichte lesen sollten. Eines Abends aber, nachdem er eigenhändig versucht hatte das Buch an den Mann zu bringen, meldete sich der Verlag Random House und publizierte seine Geschichte.
Die Story:
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Bei der Jagt findet Eragon der mit seinem Onkel und dessen Sohn in einem kleinen Dorf lebt ein Ei. Er hält es für einen Stein und möchte diesen zu Geld machen, dies misslingt und so schlüpft eines nachts aus dem Ei ein kleiner Drachen, den er Saphira nennt.
Von nun an stehen die beiden in telepathischer Verbindung miteinander und kommunizieren auf diese Weise. Saphira wächst sehr schnell und muss sich aufgrund
dessen vor den Menschen verstecken. Eragons Onkel wird derweil von den Razaks, schnabelgesichtige Kuttenträger, ermordet, sodass Eragon flüchten muss.
Begleitet wird er vom Geschichtenerzähler des Dorfes namens Brohm. Dieser weist ihn in die Schwertkunst ein bringt ihm kleine Zauber bei, die Eragon durch seinen Drachen beherrscht, und erklärt ihm die Dinge ihrer Welt und des Imperiums, auf dessen Tron Galbatorix, ein abtrünniger Drachenreiter, herrscht. So reisen Beide durchs Land und erleben erste Abenteuer in denen Eragon viel lernt.
Bei der Verfolgung der Razaks, die Eragons Onkel auf dem Gewissen haben, kommt Brohm ums Leben. Er erklärt dem Jungen, dass er einst selbst ein Drachenreiter war und sein Schwert von einem der Abtrünnigen stammt. Brohm überreicht es dem Jungen als er im Sterben liegt. Bei ihnen ist Murtak der Eragon von nun an begleitet. Sie machen sich auf zu den Warden, die ihre geheime Zuflucht in einem riesigen ausgehüllten Berg haben, zusammen mit den Zwergen, und erhoffen sich Unterstützung gegen das Imperium.
Auf dem Weg dorthin folgen ihnen Urgals, riesige, gehörnte Kampfmaschienen, die vom Imperium geschickt, Eragon und den Drachen vernichten sollen. Sie fallen über die Warden her, werden aber von diesen geschlagen.
Sprecher:
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..., Andreas Fröhlich, ist einer der besten Leser, die ich je gehört habe, auch wenn es nicht viele waren. Gnadenlos verbal setzt er die sprechenden Personen in ein individuelles Licht. Spricht mit Akzenten und Dialekten. Imitiert rauhe und weiche Stimmen, hohe und tiefe Gebärden. Passt die Stimmen den Personen und Situationen an. Faktisch hat jedes Individuum eine eigene Stimme, kaum vergleichbar mit Erzählern, die einzig und allein vorlesen, ohne sich groß zu verstellen. In englischer Version, wie ich hörte, war der Leser kaum vergleichbar.
Fazit:
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Gut gelesen, fantasiereich erzählt. Auch wenn die Mühen um die Geschichten des Drachenreiters sicher bemerkenswert sind, so ist die Story doch etwas flach. Spannung kommt selten gänzlich auf, die Figuren vertiefen sich zusehends in Gesprächen und Erklärungen. Und der Protagonist, wenn auch zu Beginn seiner Odyssee erst 15, wie auch der Autor, scheint in allem unbeholfen, tolpatschig und unwissend. Man hat nicht das Gefühl das ihn Wissbegierde antreibt sondern dass er wieder und wieder auf sein Ziel gestoßen werden muss. Das macht das Zuhören zunehmend anstrengend. Mein Fall ist Fantasy eigentlich nicht, wie man raushören kann. Weil es aber so viel Stoff ist den man nicht mal eben so hören kann, und das Ganze ziemlich billig obendrein, dachte ich, „her damit“. Und hörte es täglich vor dem Einschlafen, bis es zur unabdingbaren Gewohnheit wurde.
Es gibt auch nicht wirklich viel neues, was wir aus den anderen Fantasyreihen kennen. Wie erwähnt gibt es Parallelen zu dem „Herrn der Ringe“ oder dem Drachenreiter-Zyklus von Anne McCaffrey. Dies kann man Paolini aber nicht zum Vorwurf machen, da man wohl in Hinsicht des Dagewesenen wohl nicht mehr viel neues hinzufügen kann. Man kann es nur Umschichten. Nun gut, das ist ihm gelungen, und so führt er auch gleich einige unbekannte Wesen ein, die neben den Elfen und Zwergen, die wir ja kennen, als wirkliche Bösewichte auftrumpfen. Die Urgals beispielsweise sind grauhäutige Kampfkolosse mit behörnten Köpfen und gelben Augen.
Weitreichende Landschaften gibt es zudem auch, die bis ins Detail beschrieben werden. Da hat sich Paolini wirklich Mühe gegeben.
Der Nachfolger mit dem Titel 'Der Auftrag des Ältesten' ist bereits erhältlich. Diesmal in rot. Der dritte und letzte Band der Trilogie erscheint in grüner Farbe. Ich habe beide bei Audible.de erworben, siehe Bericht, für etwa 7 € im Abo. Auf CD kostet es wesentlich mehr, ich glaub 39,99 € oder dergleichen. Und natürlich ist es auch gebunden oder als Taschenbuch längst erhältlich. Wer nicht lesen oder hören mag, kann sich den Film zum Buch noch dieses Jahr im Kino anschauen, so hab ich es jedenfalls gehört :)
Viel Spaß damit!
Hier die Daten:
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Genre: Fantasy
Autor: Christopher Paolini
Erzähler: Andreas Fröhlich
Erscheinen: Juli 2005
Herausgeber: Random House Audio, Deutschland
Dauer: ca. 21 Stunden
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feldhase, 14.12.2006
Habe das Buch gerade durchgelesen - ich fands gut, auch wenn man das Debüt merkt und einige Dinge anderen Büchern ähneln. Auch dein Bericht - sh lG vom Feldhasen
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Schönes Hörbuch: Fantasy als Megaseller
ein Testbericht von mima0072012-01-04 15:44:44vom 04.01.2012Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, actionreich, unterhaltsam, einfallsreich, poetisch, ausgezeichnet vorgelesen...Nachteile/Kritik: langatmig, hoher Preis (außer auf MP3-CD), Schwarzweißzeichnung der Charaktere
Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Er freut sich, denn vielleicht kann er den Stein gegen Essen für seine Familie eintauschen. Doch dann entschlüpft dem Stein ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt selbst... (Verlagsinfo)
Der Autor
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Christopher Paolini lebt in Paradise Valley, Montana, dem "Big Sky State". Vielleicht kann man deswegen dort so schöne Bücher schreiben. Paolinis Vorliebe für Science Fiction und Fantasy soll ihn zu "Eragon" inspiriert haben, das er mit 15 verfasste. Inzwischen ist Paolini 22 und auch der 2. Band erschienen: "Der Auftrag des Ältesten". Inzwischen ist der Roman verfilmt worden und der Autor schreibt am dritten Band seiner Drachenreitertrilogie.
Der Zyklus:
1) Das Vermächtnis der Drachenreiter
2) Der Auftrag des Ältesten
3) Die Weisheit des Feuers
4) Das Erbe der Macht
Der Sprecher
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Andreas Fröhlich wurde 1965 in Berlin geboren und mit 7 Jahren im Kinderchor des SFB als Synchronsprecher entdeckt (einen seiner frühen Einsätze hat er in "Die Herren Dracula"). Von Anfang bis Mitte der 70er sammelte er erste Hörspielerfahrungen und übernahm 1979 den Part des "Bob Andrews" in der Serie "Die drei Fragezeichen". Es folgten Arbeiten als Schauspieler für Film und Fernsehen sowie diverse Auftritte auf der Theaterbühne.
Fröhlich ist leidenschaftlicher "Hörspieler", arbeitet als Drehbuch- und Dialogautor sowie als Synchronregisseur (Jacksons "Herr der Ringe", Petersens "Troja"). Als Synchronsprecher leiht er seine Stimme u.a. John Cusack, Edward Norton und Ethan Hawke. In der deutschen Fassung von Jacksons "Herr der Ringe" sprach er die (schizophrene!) Rolle des Gollum. (Verlagsinfo)
Fröhlich liest die ungekürzte Fassung.
Handlung
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Das Land Alagaesia stöhnt unter dem Joch des grausamen Königs Galbatorix, denn er hat alle Drachenreiter, die früher für Recht, Ordnung und Frieden sorgten, getötet oder vertrieben. In einem abgelegenen Tal gibt es jedoch zwei Menschen, die Alagaesias Schicksal verändern werden.
Eragon ist etwa 15 Jahre alt, als er sich eines Tages in die Berge aufmacht, um dort Nahrung für sich, seinen Onkel Garrow und seinen Bruder Roran zu beschaffen. Er stößt auf einen großen blauen Edelstein, der sich aus dem Nichts heraus in einer Explosion vor ihm materialisiert. Eragon steckt den Stein ein, denn er hofft, ihn gegen Nahrung eintauschen zu können. Doch der Schlachter weigert sich, den Stein als Bezahlung anzunehmen. Nach einer Weile muss Eragon feststellen, dass er ein Ei gefunden hat – aus dem plötzlich ein Drachenjunges schlüpft. Aber gehören die Drachen und ihre Reiter nicht schon längst der Vergangenheit an? Hat König Galbatorix sie nicht durch seine harte Herrschaft ausgerottet?
Wenig später erfährt Eragon von Brom, dem Geschichtenerzähler seines Dorfes, dass Galbatorix drei Dracheneier in Gewahrsam habe und nur darauf warte, dass die mächtigen Kreaturen schlüpfen. Und damit nicht genug: Ein Drachenjunges schlüpft nur, wenn sein Reiter es berührt. Der Junge ist jedenfalls glücklich über seinen neuen Kameraden und zieht den Drachen liebevoll auf, allerdings im Geheimen.
Schon bald überragt der Drache seinen Herrn – was aber kein Hindernis für die entstandene Freundschaft ist. Sie verständigen sich telepathisch, mit Gedankenkraft, und das kann niemand sonst, den Eragon kennt. Er
behält es für sich. Erst als ihm Brom von den Drachenreitern erzählt, fragt Eragon seinen Drachen, ob ihm der traditionsreiche Name „Saphira“ gefallen würde – ja, denn der Drache ist eine Sie.
Flucht
Doch der Frieden währt nicht lange. Zwei rätselhafte Wesen, die Ra’zac, tauchen im Dorf auf und foltern Garrow mit einem seltsamen Gift, das Verbrennungen verursacht. Eragons Onkel stirbt wenig später im Haus der Heilerin. Als er erfährt, dass diese wilden Reiter auf der Suche nach dem Drachenei sind, schwört er ihnen Rache und will abreisen. Mitten in seinen Reisevorbereitungen überrascht ihn Brom. Dieser bietet ihm seine Hilfe an und unterweist ihn in der Kunst des Drachenreitens – schließlich war er einst selbst einer der Drachenreiter. Eragon lernt einige magische Worte der Elfensprache, mit denen er Feinde abwehren, Wunden heilen und Gegenstände bewegen kann. Doch Brom warnt ihn: Magie verbraucht Energie, so wie jede Handlung. Und wenn man eine magische Handlung vollbringen will, die über die eigenen Kräfte geht, kann man unversehens daran sterben.
Eragon lernt schnell, und sie reisen über die große Tiefebene und ans Meer. Dort hört Eragon mehr über die Varden, jene Rebellen, die in den Beor-Bergen des Südens dem König Widerstand leisten. Um zu den Varden zu gelangen, müssen sich also in den Süden. Am Ende seiner Unterweisung überreicht ihm Brom das Schwert Zarok, das von den Elfen geschmiedet wurde und einst einem Drachenreiter gehörte, dem Brom es abnahm. (Jener Drachenreiter war der Abtrünnige Morzan, der Vater von Murtagh.) Als Eragon, Brom und Saphira nach Dras-Leona ziehen, um die Ra’zac-Burg zu finden, ziehen, schließt sich ihnen der junge Krieger Murtagh an. Er habe ebenfalls eine Rechnung mit den Ra’zac zu begleichen, behauptet er.
Die Gefährten geraten bei ihrer Flucht aus Dras-Leona jedoch in einen Hinterhalt von Urgalkriegern, der Brom das Leben kostet. Saphira verzaubert den Grabhügel in puren Diamant. Kurz vor seinem Tod eröffnet er Eragon, dass er selbst einmal ein Drachenreiter war, der jedoch seinen Drachen verlor. Bevor er stirbt, nimmt Brom Eragon das Versprechen ab, Saphira mit seinem Leben zu schützen. Denn zwischen Drache und Reiter besteht eine magische Lebensbindung: Ein Reiter kann ohne seinen getöteten Drachen weiterleben, doch ein Drache muss ohne seinen gefallenen Reiter unweigerlich sterben…
Zum Trauern bleibt keine Zeit. König Galbatorix weiß inzwischen, dass es einen neuen Drachenreiter gibt, und er setzt alles daran, Eragon in seine Gewalt zu bringen. In Gil’ead wird Eragon dem Schattenzauberer Durza gefangengenommen. Doch Murtagh und Saphira gelingt es, ihn und eine verletzte Mitgefangene, die Elfenkriegerin Arya, zu befreien und auf Drachenschwingen zu entkommen.
Inzwischen ist das ganze Reich hinter ihnen her, und Eragon weiß nur noch einen Ausweg: Sie müssen durch die große Hadarac-Wüste zu den Beor-Bergen gelangen, die außerhalb der Reichsgrenzen liegen. Mühsam schleppen sie sich durch die Wüste und Arya, mit der Eragon in telepathischem Kontakt steht, droht an dem ihr vom Schattenzauberer verabreichten Gift zu sterben. Nach tagelangem Marsch erreichen sie endlich Trondjheim, die Stadt der Varden und Hauptstadt des Zwergenreiches. Arya kommt sofort in die Häuser der Heilung, doch Eragon wird zunächst einer telepathischen Prüfung unterzogen. Nur durch einen Trick, bei dem ihm Saphira hilft, kann er seine Geheimnisse vor den Prüfern verbergen. Und so kommt es, dass nicht bekannt wird, dass Murtagh der Sohn des abtrünnigen Drachenreiters Morzan ist.
EXKURS
Eragon erhält eine Audienz bei Ajihad, dem König der Varden. Ajihad erzählt ihm die Geschichte des Dracheneis. Brom hatte eines der Eier, die der König hortete, entwendet und nach Trondjheim gebracht. Daraufhin entbrannte ein Streit zwischen den Menschen und Elfen, wer den nächsten Drachenreiter stellen solle. Und so beschloss man als Kompromiss, das Ei ein Jahr lang bei den Elfen und im nächsten Jahr bei den Varden aufzubewahren. Die Elfenkriegerin Arya befand sich mit dem Ei auf dem Rückweg von Trondjheim nach Ellesméra, der Heimstatt der Elfen, als sie von Durzas Schergen angegriffen wurde. Ihr zwei Begleiter starben. Kurzerhand beförderte sie das Ei mit ihrer Magie an den einzig sicheren Ort, der ihr einfiel – in Broms Nähe, dessen Zufluchtsort sie kannte. Und so gelangte das Ei zu Eragon, und Saphira erkannte ihren Reiter…
EXKURS ENDE
Ajihad erklärt Eragon, er sei nun ihre Hoffnung, ein Symbol für Stärke und Macht und Zauberkräfte. Ajihad ermahnt den jungen Mann, sich dieser Verantwortung stets bewusst zu sein und seiner Rolle als Vorbild und Leitfigur, doch mehrere Fraktionen buhlen um Eragons Gunst und er trifft den König Zwerge.
Eines Morgens wird jedoch Alarm geschlagen. Eragons Feinde sind in die Tunnel, die zur Festung führen, gelangt: eine Heer aus Urgalmonstern, angeführt von Durza. Ein langer und harter Kampf entbrennt, in dem Eragon und Saphira alles geben müssen, was in ihnen steckt.
Mein Eindruck
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Die aktuelle Verfilmung dieses Fantasyromans unterscheidet sich ganz erheblich von diesem Handlungsabriss, und so verwundert es nicht, dass der finale Showdown zwischen Eragon/Saphira und Durza völlig anders inszeniert worden ist. Während sich im Buch Eragon und Durza im Kampf der Schwerter, Körper und Geister gegenüberstehen, findet im Film die Auseinandersetzung ausschließlich in der Luft statt. Die beiden Kontrahenten sausen durch den Vulkanschlot von Farthen Dûr, als ritten sie eine Achterbahn, und das Ergebnis ist recht spektakulär. Anschaulicher jedenfalls als eine rein geistige Auseinandersetzung, wie sie im Buch den Ausschlag gibt.
Aber auch schon vorher sieht das Drehbuch eine Menge Kürzungen und Verdichtungen des Romanstoffes vor, so dass beispielsweise die Reise in die Hafenstadt Thirm völlig ausfällt und interessante Figuren wie die Heilerin Angela und die Werkatze Solembum, die sich bei Nacht in einen Jungen verwandeln kann. Diese exotischeren Wesen machen den Reiz des Romans aus. Doch der Film muss seine Story auf hundert Minuten komprimieren, und wo grob gehobelt wird, fallen eben Späne.
Ärgern drüfte sich der Romanfreund auch über die grob vereinfachende Darstellung der Beziehung zwischen Saphira und ihrem Reiter. So ist Eragon keineswegs begierig darauf, seinen Drachen zu reiten, und als er sich beim ersten Ritt blutige Schenkel holt, ist es mit seiner Lust aufs Reiten für eine ganze Weile vorbei. Von solchen Strapazen ist im Film überhaupt nicht die Rede, sondern dort ist das Drachenreiten ein Spaß, den Kinder wie in Disneyland erleben, wenn sie Achterbahn fahren.
Und der Drache ist eine Art zu groß geratenes Kuscheltier, das alle möglichen Annehmlichkeiten bietet. Erst ganz am Schluss, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden lässt, dass sie kämpft, darf sich Saphira in eine maßgeschneiderte Rüstung werfen und die Feinde angreifen. Sie erscheint uns wie eine Freundin und mütterliche Beraterin für den jungen Eragon. Brom ist ihr männliches Gegenstück, der aus dem bäurischen Landei Eragon einen Krieger und Magier macht.
Im Buch sind diese Rollen zwar ebenso verteilt, doch Brom ist noch weitaus strenger mit Eragon, als es Jeremy Irons im Film jemals erlaubt wäre. Und Saphira zeigt im Buch häufig ihre kämpferische Seite, wenn sie beispielsweise auf Urgals losgeht. Paradebeispiel ist ihre Schlacht vor den Toren von Farthen Dûr, als Eragon, Arya und Murtagh vor einer Horde von Urgal-Verfolgern fliehen.
Die Elfen
Sehr interessant fand ich immer, wenn Eragon etwas über die Elfen erfährt. Seine Neugier entspricht der von Sam Gamdschie, der schon immer Eleben sehen wollte. Brom erzählt ihm über dieses Volk, woher es kam, was seine Fähigkeiten sind und warum es gegen die Zwerge und Drachenreiter Krieg führte. Zu Eragons Zeiten haben sich die Elfen in den hohen Norden zurückgezogen und sich hinter magischen Barrieren versteckt. Ihre Königin könnte Eragon einiges über seine Mutter Selena und seinen unbekannten Vater erzählen. In diesem Punkt unterscheidet sich Eragon von anderen Fantasyhelden: Er ist zwar als Vollwaise aufgewachsen, verdient diese Bezeichnung aber nur scheinbar, denn seine Mutter lebt wohl noch, ebenso wie sein – noch – unbekannter Vater.
Die Zwerge
Im Vulkanschlot von Farthen Dûr haben sich die Zwerge auf dem zentralen Burgberg eine schöne Stadt erbaut: Trondjheim. Das Gebirge ringsum ist mit Tunneln durchzogen, und sie können es von einer Seite bis zur anderen durch- bzw. unterqueren, ohne an die Oberfläche zu müssen. Dieses Zwergenreich entspricht dem alten Moria mit der Hauptstadt Zwergenbinge, bevor die Orks und der Balrog sie zerstörten, Jahrhunderte bevor die neun Gefährten dort eintreffen. Hrothgar, der aktuelle König Trondjheims, erzählt Eragon von vielen Schlachten, in einer Empfanghshalle, in der die Statuen von vierzig Vorgängern stehen. Das Königreich der Zwerge ist alt, etwa 8000 Jahre, und Eragon könnte hier einiges über die Kriege gegen die Elfen und Drachenreiter erfahren. Leider hat er dafür zu wenig Zeit.
Ausblick
Am Schluss erfährt Eragon mit seiner Traumsicht von einem „traurigen Weisen“, der ihn zu sich ruft. Dieser Mann lebt am Meer, wahrscheinlich unweit der Elfenhauptstadt Ellesméra. Dorthin muss sich Eragon auf den Weg machen, will er sein Schicksal erfüllen und Alagaësia von dem Tyrannen Galbatorix befreien. Diese Geschichte wird in dem Roman „Der Auftrag des Ältesten“ erzählt.
Der Sprecher
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Andreas Fröhlich ist ein wahrer Stimmkünstler. Es hat mich immer wieder verblüfft, wie es ihm gelingt, seine Stimme so flexibel anzupassen, dass es ihm gelingt, die optimale Ausdruckskraft hervorzubringen. Schon in der ersten Actionszene, Durzas Überfall auf Arya, hört man ihn zischen und kreischen. Erstaunlich, dass diese Stimme Durzas ungefähr 900 Minuten später genauso klingt wie am Anfang. Ich vermute, dass die Durza-Szenen in einem Durchgang aufgenommen und später entsprechend der Chronologie geschnitten wurden.
Bei der Darstellung der zwei Zwerge Orik und Hrothgar gelingen Fröhlich weitere gute charakterisierende Effekte. Die Zwerge, so ist stark anzunehmen, sind kleinwüchsig und leider daher unter Atemnot. Daher schnaufen und schnauben sie bei jeder Gelegenheit, spätestens aber nach jedem zweiten Atemzug. Außerdem sind ihre Stimmen die tiefsten innerhalb des gesamten Personals, wobei die von Hrothgar. Alldieweil er der König ist, noch einen Tick tiefer und knurriger klingt als Orik – Gimli bzw. John Rhys-Davis diente hierfür offensichtlich als Vorbild.
Wie schon aus dem Handlungsabriss ersichtlich ist, kommunizieren eine Reihe von Leute per Telepathie, natürlich auch Saphira. Frühlich musste sich überlegen, wie man telepathisches Sprechen vom normalen Vokalisieren unterscheidbar machen konnte und kam mit seinem Augnahmeleiter auf die Idee, diese Dialoge einfach mit Hall zu unterlegen. Der Unterschied ist technisch nicht aufwändig und der Hall verleiht der Telepathie einen Hauch Magie und Mystik, was ja auch recht passend ist. Weder Geräusche noch Musik waren dafür notwendig. Hall wird bei jedem Geist-Lesen eingesetzt, also dann, wenn die Kommunikation einseitig ist.
Der einzige Aussprachefehler, den ich als solchen bezeichnen könnte, besteht in „Alagäsia“. Wenn mich nicht alles täuscht, dann sieht das Original die Aussprache „Alaga-esia“ vor, denn auf dem „e“ befindet sich ein Trema-Zeichen: ë. Der Doppelvokal ae wird also nicht wie ä, sondern wie a-e ausgesprochen.
Die Verpackung
Die 17 CDs sind jeweils einzeln in einem Sleeve verpackt, welches mit Informationen bedruckt ist. Auf den ersten Sleeves ist die Inhaltsangabe (nicht die oben formulierte!) zu finden sowie Angaben zu Autor, Sprecher, und Ausführenden – und natürlich Werbung. Alle Cds sind einem schönen blauen Klappkarton untergebracht. Bei so viel Text ist ein Booklet natürlich überflüssig.
Unterm Strich
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Dies sind also die Geschichten, die sich fünfzehnjährige Teenager abends auf der Wohnzimmercouch zusammenfantasieren. Paolini, der in Montana nie eine Schule außer der seiner Eltern besuchte, schrieb sein erstes Buch und verkaufte es dann im Selbstvertrieb auf Märkten und dergleichen. Erst als er schon die beachtliche Stückzahl von etwa zehntausend Exemplaren abgesetzt und eine Welle von Mundpropaganda in Bewegung gesetzt hatte, schlug der New Yorker Verlag Alfred Knopf zu, der nicht unbedingt für Fantasy bekannt ist.
Knopf gehört zum Randomhouse-Medienimperium, das von Bertelsmann geleitet wird. In dieser Phase des Buchvertriebs wurde „Eragon“ zum weltweiten Phänomen. Das erklärt auch den erstaunlich geringen Preis von 19,90 Euro für die Leinenausgabe. Auch der Preis von knapp 40 Euro für ein Hörbuch aus 17 CDs ist relativ niedrig. Er ist nur durch die hohen Stückzahlen zu erklären.
Erfolgsrezept eines Tolkienjüngers
Gegen Paolinis Erfolg ist nichts einzuwenden, denn er hat sich ihn mit einem guten Fantasyroman erschrieben. Der Autor erfüllt mit seinem Buch alle Anforderungen, die man an einen Tolkienjünger nur stellen kann. Er stellt den Kampf des Guten gegen das Böse dar und lässt das Gute obsiegen – vorerst. Er entfaltet einen tief gestaffelten Hintergrund, er auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Und er bietet uns schreckliche Schurken, gegen die sich viele Anhänger des Guten verbünden müssen, so dass klar wird, worin überhaupt das Gute besteht und wie es moralisch zu rechtfertigen ist, wenn die Guten zur Waffe greifen und andere Wesen töten.
Durza entspricht in vielen Wesenszügen Saruman, der vom Glaube an das Gute abgefallen ist und nun dem Bösen dient. Doch zuerst fällt Durza / Saruman, bevor Galbatorix / Sauron zu Fall gebracht werden kann. Durzas Schergen sind Razacs und seine Verbündeten die Urgals, beide unschwer als nahe Verwandte der Orks und Uruk-hai zu erkennen. Kaum einer von ihnen wird einer Namensgebung gewürdigt. Merke: Einen Gegner, der keinen Namen hat und kein Mensch ist, kann man viel leichter töten, weil es dagegen kaum Skrupel gibt.
Diese Schwarzweißmalerei ist für mich der Hauptgrund, solche Fantasien abzulehnen. Besonders dann, wenn sich der Held von seinem getöteten Gegner abwendet, ohne mit der Wimper zu zucken. Einzige Ausnahme: Eragon nach seinem Showdown gegen Durza. Hier rehabilitiert sich der Autor in meinen Augen für seine klischeebeladene Geschichte. Aber Eragon ist natürlich noch weit davon entfernt, ein zweiter Elric zu werden. Sein Schwert Zarok mag zwar fluchbeladen sein, doch es ist keineswegs ein Seelentrinker wie Elric von Melnibonés gieriges Schwert Sturmbringer.
Das Hörbuch
Das von Andreas Fröhlich ausgezeichnet vorgetragene Hörbuch wird in einer schönen Verpackung und Aufmachung geliefert, enthält zwar kein Booklet, doch auf den Hüllen abgedruckten Texte liefern umfassende Hintergrundinformationen. Wer die knapp 40 Euro für die 17 CDs berappt, erhält also ein schönes Produkt. Doch halt: Inzwischen gibt es ja das gleiche Hörbuch auf wenigen MP3-CDs, und das ist um zehn Euro günstiger. Das Gleiche gilt für die Fortsetzung „Der Auftrag des Ältesten“.
Info: Eragon – Inheritance Book One, 2003; RandomHouseAudio, München 2005; 1200 Minuten auf 17 CDs, EU 39,50, ISBN 3-86604-015-6, als MP3-CDs erhältlich.
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ein Testbericht von hinalein2009-02-17 08:23:41vom 17.02.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Sprecher, schöne Geschichte, fesselnd, lange Spielzeit...Nachteile/Kritik: manchmal etwas langatmig
== Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter ==
Als ich meinen mp3 Player gekauft hatte gab es auch gleich einen Gutschein für ein Hörbuch meiner Wahl dazu. Um möglichst das Optimale auszuschöpfen, hatte ich mich für das Hörbuch "Eragon Teil 1" entschieden, das damals noch sehr teuer gewesen war. An mein erstes Hörbuch, seit meiner Kindheit, bin ich mit keinerlei besonderen Erwartungen rangegangen. Klar, Hörbücher boomen wohl zur Zeit, aber naja "Man kann es sich ja mal anhören". So begab es sich also, dass ich eines Nachmittags in die Welt von
Eragon eintauchte. Wie ich wieder herausgefunden habe und welche Eindrücke geblieben sind, möchte ich euch im Folgenden berichten. Viel Vergnügen. :)
Allgemeines
Titel: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Originaltitel: Eragon
Autor: Christopher Paolini
Übersetzer: Joannis Stefanidis
Sprecher: Andreas Fröhlich
Der Autor
Christopher Paolini (geb. am 17. November 1983 in Südkalifornien USA) ist der Autor der "Eragon" Fantasyreihe. Er wuchs mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester in Montana auf und hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seinen Eltern zu Hause unterrichtet. Bereits im Alter von 15 Jahren verschte er sich an einer eigenen Fantasygeschichte, die er "Eragon" nannte und eigentlich nie die Absicht hegte diese auch zu veröffentlichen. 2 Jahre arbeitete er an dem ersten Teil von "Eragon" und als er dies seinen Eltern zu Lesen gab, waren diese sehr angetan davon und produzierten es im Eigenverlag der Familie. Nach einer eigenen kleinen Promotour der Familie quer durch die USA, wo sie das Buch in Bibliotheken, Schulen oder Buchhandlungen vorstellten wurde 2002 Carl Hiaasen, ein US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller, auf "Eragon" aufmerksam. Dieser wiederum machte seinen Verleger A. Knopf auf die Geschichte aufmerksam, sodass bereits der erste Band von "Eragon" am 22. April 2004 erschien.
Momentan arbeitet der 25jährige an Band 4 (dem Abschlussband soweit ich weiß).
Werke:
April 2004 - Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (engl.: Eragon), welcher bereits verfilmt wurde
Oktober 2005 - Eragon - Der Auftrag des Ältesten (engl.: Eldest)
Oktober 2008 - Eragon - Die Weisheit des Feuers (engl.: Brisingr)
Kurzabriss ohne zuviel verraten zu wollen
Der 15jährige Junge Eragon wächst bei seinem Onkel Garrow und seinem Cousin Rohan auf. Eines Tages entdeckt er einen merkwürdigen blauen Stein, den er an sich nimmt. Eines Nachts schlüpft daraus das Drachenweibchen Saphira und Eragons Leben nimmt eine drastische Wende: Ihm ist es bestimmt das Vermächtnis der Drachenreiter anzutreten und das Land vom abtrünnigen und übermächtigen Drachenreiter Galbatorix zu befreien. Landwirtschaft und Jagd wandeln sich in Krieg und Überlebenskampf. Ist Eragon dem gewachsen?
Die Handlung Achtung Spoiler!
Eragon ist ein 15jähriger Junge, der von seinen Verwandten aufgezogen wurde, nachdem ihn seine Mutter dort abgegeben hatte. Er lebt mit seinem Onkle Garrow und seinem Cousin Rohan, der ihm wie ein Bruder ist, in einem kleinen abgelegen Dorf in der Bergregion von Alagaesia. Um über den Winter zu kommen geht Eragon des öfteren auf die Jagd im Gebirge. Eines Tages, als er sich schon fast wieder auf den Heimweg machen wollte landete etwas mit einem lauten Knall in seiner Umgebung. Mit Vorsicht pirschte er sich an die Stelle, wo das Etwas gelandet ist. Neugierig nimmt er den blauen Gegenstand, den er für einen Stein hält mit zurück in sein Dorf. Doch der vermeidliche Stein entpuppt sich schnell als Drachenei als eines Nachts daraus ein Drachenbaby schlüpft. Durch dieses Ereignis ändert sich alles für Eragon: Fremde tauchen in der Stadt auf und töten seinen Onkel, stecken den Hof in Brand und Eragon und der Drache müssen vor den Ungeheuern des bösen Königs Galbatorix fliehen. Nachdem er alles in einer Nacht verloren hat macht er sich auf die Jagd nach den Mördern seines Onkels um Rache zu nehmen. Auf seiner Reise begleitet ihn dabei nicht nur sein Drache, den er Saphira getauft hatte, sondern auch der Geschichtenerzähler Brom aus seinem Dorf, der mit der Zeit wohl doch mehr als nur ein Geschichtenerzähler zu sein scheint. Er unterweist Eragon in den Grundlagen der Magie, des Schwertkampfes und erzählt Eragon, warum der König so versessen darauf ist ihn und seinen Drachen zu finden. Seine Machtergreifung geht nämlich einher mit der damaligen Vernichtung der Drachenreiter und da Eragon und sein Drache eine neue Bedrohung für den machthungrigen König darstellen, will er sie für sich haben - lieber lebendig als tot um sie in seine Dienste zu stellen und seine Macht zu stärken. Durch die Hilfe eines Freundes von Brom, dem handeltreibenden Jeod, gelingt es Eragon und Brom die Monster namens Ra'zac, die seinen Onkel töteten ausfindig zu machen. Auf dem Weg zu den Dämonen überkommen Eragon immer wieder Träume von einer schönen jungen fremdartigen Frau, die in Gefangenschaft zu sein scheint. Eragon würde ihr gerne helfen, aber er weiß weder wie noch wo und ob dies nicht vielleicht doch nur ein Traum sei. Als Eragon und Brom ihre Reise fortsetzen werden sie von den Ra'zac gefangen genommen - wieder scheint das Böse ihnen einen Schritt voraus zu sein. Befreit werden sie von Murtagh, der sich als Sohn des Abtrünnigen Drachenreiters Morzan entpuppt. Brom wird schwer verletzt, Eragon kann die mysteriöse Frau aus ihrer Gefangenschaft retten und seine einzige Hoffnung liegt darin das Versteck der Varden zu finden, einem Bund der im Verborgenen gegen Galbatorix kämpft und die ihm helfen könnten den König mit seiner übermächtigen Streitmacht zu stürzen.
Im Versteck der Varden, der Zwergenhaupstadt Farthen Dûr angekommen, bleibt Eragon nicht viel Zeit zum verschnaufen, denn eine riesige Schlacht kündigt sich an. ....
Der Sprecher
Andreas Fröhlich (geb. am 11. Juli 1965 in West-Berlin) ist Schauspieler, Synchronsprecher, Synchronregisseur und Dialogbuchautor. Bereits im Alter von 8 Jahren hatte er seine erste Rolle als Synchronsprecher im Disneyfilm "Wo ist der Tiger" und etablierte sich schnell als Kinderstimme. So wurde er auch als Bob Andrews für das Hörspiel der Drei??? engagiert. Auch im Bereich der Kinoproduktionen ist er tätig, so spricht er beispielsweise die Stimmen von Ethan Hawke (Club der toten Dichter, Hamlet, Gattaca), John Cusack (High Fidelity, Being John Malkovich, Das Urteil, 1408) und Edward Norton (Zwielicht, Fight Club, The Score, Roter Drache, Tötet Smoochy). In der Trilogie Der Herr der Ringe übernahm er die Synchronregie und die Stimme für Gollum/Sméagol.
Im TV kennt man seine Stimme von der Figur des Jesse aus Full House oder als Craig Feldspar in Malcolm mittendrin.
In der Werbung kennt man ihn als die Standard-Stimme der Burger King Spots sowie Deichmann, Bruno Banani, Kühne, Dr. Oetker oder neuerdings auch für O2.
Meinung und Fazit
Mit dem ersten Teil der Eragon Reihe hat man echt lange seine Freude. 20 Stunden lang in die Anfänge einer schönen Fantasygeschichte eintauchen begleitet mit der Stimme von Andreas Fröhlich. Mit seiner langjährigen Erfahrung gelingt es ihm jedem Charakter eine eigene Note zu verpassen, eine eigene Stimme und die Atmosphäre der Situation anzupassen. Ein wirklich beeindruckender Sprecher! Die Figuren werden durch ihn richtig zum Leben erweckt. Auch die Geschichte ist schön gemacht. Eragon als Drachenreiter mit dem stetigen Beginn einer komplexen Geschichte. Manchmal empfand ich einige Szenen oder Dialoge oder Beschreibungen etwas überflüssig und arg streckend, aber das mindert den Hörspaß nicht. Kleine Witze, die vielleicht auch erst richtig durch den Sprecher wirken, lockern die sonst eher unheilschwangere Atmosphäre etwas auf, so dass man dem Spiel lange zuhören kann ohne müde zu werden.
Durch den recht konstanten Ton ist es auch super für unterwegs geeignet, wenn es in Bus oder Bahn mal etwas lauter ist - kein Problem.
Beeindruckend dass der Autor es im Alter von 15 Jahren geschrieben hat (dem Alter des Protagonisten übrigends) und kaum 3 Jahre älter ist als ich selbst! Wenn er so weitermacht werden wir bestimmt noch viele schöner weiterer guter Geschichten von ihm zu lesen oder zu hören bekommen.
Die Geschichte des jungen Drachenreiters ist interessant und spannend gemacht, so dass ich Fans des Genres dieses Hörbuch nur uneingeschränkt empfehlen kann. Jedenfalls ist die Geschichte für mich nicht abgedroschen oder zu viel von anderen Autoren zusammengeklaut, wie man dem jungen Autor vielleicht vorhalten möchte. Immerhin gibt es im Bereich Fantasy nun mal diverse "Standardrassen", wie beispielsweise die Elfen oder Zwerge. Das gehört für mich einfach dazu. Vielleicht fühlen sich Kinder mehr angesprochen durch diese Fantasygeschichte, doch denke ich auch einige Ältere werden es gern hören. Auf Grund der vielen Schlachten und Metzeleien würde ich es jedoch keinem Kind unter 10 Jahren zum hören geben.
Für mich gibt es an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung und 5 Sternchen!
Herzlichsten Dank für Euer Interesse, Lesungen sowie Kommentare!
ein Testbericht von kimse2006-04-21 01:02:14vom 21.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Schöne Geschichte, nicht nur für Kinder gedacht, sympatische Charaktere...Nachteile/Kritik: Spannungsbogen wird nicht immer gehalten, zwischendurch etwas öde
Während ich gerade am Computer saß und Eragon das Hörbuch hörte, dachte ich mir ich könnte ja mal wieder einen Bericht schreiben und zwar über eben genanntes Hörbuch. Nun denn versuche ich mich mal in diesem Genre.
Aufmachung:
Die insgesamt 17 CDs befinden sich in einem schönen, Platz sparenden und kleinen, aufklappbarem Karton. Vorne drauf sind Kopf und Hals eines Blauen Drachen zu sehen. Im Hintergrund erkennt man schwach noch ein Gebirge. Der Autor ist in weißen Lettern im unteren Drittel festgehalten. Darunter in Beige der Titel des Hörbuches Eragon und nochmals
etwas tiefer der Name des Vorlesers, Andreas Fröhlich, wieder in Weiß. Außerdem steht am linken unteren Rand die Anzahl der CDs (17), das Genre des Hörbuches (Fantasy) und das das Buch gelesen und nicht etwa ein Hörspiel ist.
Der gesamte Karton ist in blau gehalten außer die Rückseite. Dort ist im Hintergrund auch der Drache zu sehen, nur ist die Farbe hier eher grau, damit man den Auszug aus dem Buch und den „Klappentext“ entziffern kann. Außerdem ist hinten noch die Gesamtzeit zu finden. Sie beträgt ca. 1200 Minuten.
Die einzelnen CDs sind übrigens jeweils in Papphüllen verpackt, die ähnlich wie der Karton aussehen. Besonders schön ist, dass auf jeder CD eine kurze Einleitung in das Geschehen gegeben wird.
Etwas zum Buch und zum Autor:
Christopher Paolini kommt aus Amerika und hat mit stolzen 15 Jahren sein Buch Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter geschrieben. Das Buch ist der erste Teil einer Trilogie, von der auch schon den zweiten Teil, Eragon – Der Auftrag der Ältesten, erschienen ist. Auch diesen Teil gibt es bereits als Hörbuch zu kaufen.
Beide erschienen bei Random House Audio. In den USA gehört der erste Teil seit 2003 zu den Bestsellern und auch bei uns in Deutschland war das Buch in den Lesercharts vertreten.
Story:
Die Geschichte von Eragon ist grob gesehen eigentlich ähnlich wie viele Fantasygeschichten. Es geht um den jungen Eragon, der in einem kleinen Dorf namens Carvahall zusammen mit seinem Cousin Roran und seinem Onkel Garrow lebt.
Als Eragon im nahe gelegten Gebirge auf Jagd ist, um Nahrung für seine Familie zu besorgen fällt ihm plötzlich ein blauer Stein vor die Füße. Er nimmt ihn mit in sein Dorf und wenige Tage später platz der Stein plötzlich auf. Nun sieht sich Eragon vor einem kleinen Drachenbaby. Er versteckt es vor seiner Familie und zieht es heimlich groß. Doch eines Tages treffen zwei unheimliche Fremde, Ra’zac genannt, im Dorf ein und erkundigen sich nach dem Drachenei. Zutiefst verängstigt fliegt der Drache mit Eragon ins Gebirge und flüchtet vor dem Fremden. Schließlich schafft Eragon es den Drachen zur Rückkehr zu bewegen, doch in der Zwischenzeit haben die Ra’zac sein Zuhause dem Erdboden gleich gemacht. Seinen Onkel findet er unter Trümmern schwer verletzt. Als Garow kurz darauf stirbt schwört Eragon Rache und will aus dem Dorf fliehen.
Während er aus dem Dorf flieht, stellt sich ihm Brom, der Geschichtenerzähler, in den Weg.
Von nun an reisen sie zusammen und Eragon wird nach und nach offenbart, warum der König Galbatorix, der die Ra’zac geschickt hat, so versessen darauf ist Eragon und seinen Drachen zu finden. Galbatorix erlangte seine Macht nämlich dadurch, dass er die einst mächtigen Drachenreiter vernichtete. Eragon muss nun mit ansehen, in welch heikle politische Situation er hineinkatapultiert wurde.
Schließlich finden sie auf ihrer Flucht das Versteck der Varden, die schon seit Jahrzehnten im Verborgenen gegen Galbatorix kämpfen.
Mehr möchte ich eigentlich gar nicht verraten oder aus Versehen vorwegnehmen. Hört es euch lieber selber an.
Erzähler:
Andreas Fröhlich ließt das Buch einfach fantastisch. Er gibt jeder Figur seine individuelle Stimme und man merkt im Verlauf der Geschichte überhaupt nicht, dass nur eine einzelne Person alles spricht. Er passt Geschwindigkeit, Lautstärke und Höhen gekonnt den Gemütslagen der Figuren an. Dadurch wird die Geschichte sehr lebendig. Den einzigen, den man mit ihm vergleichen kann ist Rufus Beck, der Harry Potter seine Stimme verleiht, übrigens auch sehr empfehlenswert.
Meinung:
Wie schon zu Anfang gesagt bietet Eragon nicht viel Neues aus der Fantasywelt. Trotzdem gelingt es dem Autor den Leser in seinen Bann zu ziehen, indem er altbekannte Dinge mit einigen Neuen mischt.
Detailverliebt wird die Landschaft beschrieben und die Dialoge sind zum Teil auch sehr lustig geschrieben. Durch den tollen Lesestils von Andreas Fröhlich macht es einfach nur Spaß der Geschichte zu lauschen und mit Eragon und Brom durch die Welt Alagäsia zu reisen.
Ich denke dieses Hörbuch ist auch für Menschen geeignet, die nicht so gerne Fantasygeschichten mögen. Denn wie schon gesagt zieht der Erzähler einen durch seinen schönen Lesestil völlig in seinen Bann. Ich kann es allerdings nicht empfehlen Eragon, oder auch sämtliche andere Hörbücher, im Bett zu hören, denn allesamt haben doch einen sehr einschläfernden Einfluss. Zumindest wenn man keine andere Beschäftigung hat *gg*.
Daten:
Autor: Christopher Paolini
Erzähler: Andreas Fröhlich
CDs: 17
Genre: Fantasy
Herausgeber: Random House Audio, Deutschland
Dauer: ca. 1200 Minuten
Preis: ca. 32€ im Internet
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1-4 von 4 Testberichten über Christopher Paolini: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
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