I. Allgemeines
Bevor ich auf die Romane von James Patterson aufmerksam wurde, habe ich den Film "... denn zum Küssen sind sie da" gesehen. Irgendwer erzählte mir dann, dass es dafür eine Romanvorlage von eben diesem Autor gibt. Ich bin dann natürlich gleich mal wieder in meinem Lieblingsbuchladen und habe danach Ausschau gehalten. Sie hatten allerdings nur alle anderen Bücher der Alex-Cross-Reihe da. Angefangen habe ich dann mit "Wenn Mäuse Katzen jagen". Irgendwann bin ich dann um mein Englisch aufzupolieren auf die Originalausgaben umgestiegen. So war es auch hier. Obwohl "Pop goes the weasel" bereits auf Deutsch in der Hardcoverausgabe für 19,90 Euro erhältlich war, dachte ich mir, ich spare das Geld und kaufe die Originalausgabe für die Hälfte.
Ihr bekommt von mir zunächst eine Kurzübersicht über den Inhalt des Romans präsentiert, bevor ihr euch in dem darauf folgenden Punkt näher über den Verlauf der Geschichte und die Personen informieren könnt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, hoffe euch gefällt mein Bericht und freue mich auf eure Bewertungen und Kommentare! :)
II. Kurzinhalt
Ein neuer Fall für Alex Cross. Er ist auf der Jagd von Geoffrey Shaver, der ein tödliches Spiel durchführt.
III. Inhalt
Alex Cross ermittelt wird. Der sympathische Psychologe lebt zusammen mit seinen beiden Kindern bei seiner Großmutter, nachdem seine Frau gestorben war. Mittlerweile ist jedoch ein neues Glück in sein Leben eingekehrt: Christine. Er lehrte sie bei den Ermittlungen zu dem Tod ihres Mannes kennen.
Zusammen mit seinem Partner John ermittelt Alex im Elendsviertel Southeast Washingtons. Es wurden mehrere nackte Opfer ohne Ausweispapiere gefunden. Doch wie so oft bestimmt die Politik die Ermittlungen. Alex' Chef lässt schließlich die Nachforschungen einstellen. Doch er hat die Rechnung ohne die beiden Männer gemacht. Getrieben vom Ehrgeiz fangen sie an heimlich zu ermitteln. Und das war sie herausfinden, lässt ihnen den Atem stocken. Schließlich verschwindet Christine während eines gemeinsamen Urlaubs auf den Bahamas. Alles scheint auf ein grausames Spiel hinzuweisen.
Und der Hauptakteur ist Geoffrey Shafer.
Nach außen wirkt seine Fassade eigentlich ganz normal, es ist Angestellter der britischen Botschaft. Doch was keiner weiß ist, dass Shaver ein ganz grausames Spiel aufgezogen hat. Der ehemalige Ex-Agent spielt mit drei ehemaligen Kollegen das Spiel des Todes. Und sie töten auf die schlimmste Art und Weise. Nun hat er Christine in der Hand - und damit auch Alex? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
IV. Meine Meinung
Dies war mein erstes Buch von James Patterson, welches ich auf Englisch gelesen habe. Zu Beginn hatte ich erst leichte Probleme in seinen Schreibstil hineinzukommen. Doch das legte sich mit der Zeit. Insgesamt ist das Buch auch in der Originalsprache sehr gut zu lesen. Und ich denke, man kann es auch mit einigermaßem guten Schulenglisch schaffen.
Auch wenn die Übersetzungen zum Teil schon eine düstere Stimmung hervorrufen, finde ich, dass das im Original noch viel besser herüberkommt.
Doch nun einmal zu dem Buch an sich. Anders als in anderen Romanen wird einem hier der Täter quasi von Anfang an präsentiert. Manche mögen nun behaupten, dadurch würde man dem Leser doch die Spannung nehmen.
Aber James Patterson erreicht genau das Gegenteil und macht die Jagd nach dem Killer aus diesem Grund noch spannender und sorgt für viel mehr Gänsehaut, indem man weiß, dass Shafer nach außen hin relativ normal wirkt und in seinem Inneren das Teuflische brodelt.
Besonders während der Jagd nach Christine hielt ich ein um das andere Mal den Atem an. Zu sehr gönnte man Alex doch sein Glück, das nun droht, zerstört zu werden. Man hofft und bangt mit ihm, dass er Christine noch leben finden wird. Damit kann ich dann auch gleich einmal zu den Charakteren kommen. Wer die vorangegangenen Romane kennt, hat die Hauptfiguren, d.h. die Familie Cross, John und Christine längst kennen- und liebengelernt. Patterson entwickelt die Figuren hier geradelinig und glaubwürdig fort, so dass man immer wieder auf neue Entwicklungen gespannt ist. Hier fließen nun die Grenzen zwischen Privatem und Ermittlungen ineinander. Gerade dies macht das Buch noch mehr zu etwas besonderem in der Reihe um Alex Cross. Natürlich war schon immer sein Privatleben in die Reihe involviert, doch hier tritt es noch stärker zu Tage. Für mich in jedem Fall ein gelungener Schachzug.
Obwohl die Romane um Alex Cross in einer Serie angelegt sind, kann man sie aber getrost auch für sich alleine lesen. Natürlich wird der ein oder andere Rückgriff unternehmen. Ich habe zum Beispiel aber auch "Sonne, Mord und Sterne" noch nicht gelesen. Dort lernte Alex Christine kennen. Ich denke allerdings nicht, dass es meiner Lesefreude einen Abbruch getan hat und ich konnte der Geschichte sehr gut folgen.
Alles in allem stellt auch dieses Buch einen Page-Turner dar, der bei keinem richtigen Krimifan fehlen sollte. Ich wollte jedenfalls unbedingt wissen, wie das Buch denn nun endet und habe bis auf ein paar kleine Pause den Roman quasi in einem durchgelesen. Von mir gibt es jedenfalls fünf Sterne und eine Kaufempfehlung sowohl für die deutsche, als auch für die englische Ausgabe ;-) (wobei ich ja nun nur letzteres beurteilen kann *g*).
V. Das Buch
"Pop goes the weasel" erschien 1999 Headline Feature. Ich habe das Buch für 10,80 Euro im Buchhandel bezogen. Das Buch umfasst 500 Seiten. Bei Amazon habe ich nun eine Ausgabe für 7,40 Euro gefunden (ISBN 0446608815)
In Deutschland erschien nun im August 2003 die Taschenbuchausgabe unter dem Titel "Wer hat Angst vorm Schattenmann". Die deutsche Ausgabe ist unter der ISBN 3-404-14942-4 für 8,90 Euro zu beziehen (350 Seiten). Die Übersetzung wurde von Edda Petri vorgenommen.
VI. Der Autor
James Patterson wurde 1949 geboren. Er ist der Chef einer Werbeagentur in New York. Sein Zeitplan umfasst neben dem 12-Stunden-Arbeitstag auch jeden Tag zwei Stunden, in denen er an seinen Büchern schreibt.
(Quelle: Autoreninfo in "Morgen, Kinder, wird's was geben)
VII. Mehr von James Patterson
---- Alex-Cross-Reihe ----
1. Denn zum Küssen sind sie da
2. Morgen, Kinder, wird's was geben
3. Wenn die Mäuse Katzen jagen
4. Sonne, Mord und Sterne
5. Wer hat Angst vorm Schattenmann
6. Rosenrot mausetot
7. Stunde der Rache
8. Die Mauer des Schweigens
---- Sonstiges -----
1. Warte, warte nur ein Weilchen
2. Der Mitternachtsclub
3. Der Auftrag
4. Black Market
5. Die Toten aber wissen gar nichts
6. Wer sich umdreht oder lacht
7. Inmitten der Nacht
8. Der Tag, an dem der Wind dich trägt
9. Die Wiege des Bösen
10. Der 1. Mord
11. Black Friday
10. Tagebuch für Nikolas
11. Wenn er fällt, dann stirbt er
12. Die 2. Chance
(copyright by Laura Thoma, laurathoma @ ciao & yopi)
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Spannender, ziemlich brutaler Alex-Cross-Roman
ein Testbericht von mima0072007-07-20 16:11:07vom 20.07.2007Empfehlung: ja
Vorteile: abwechslungsreich, spannend, sehr gut charakterisiert, erfordert geringe Englischkenntnisse...Nachteile/Kritik: sehr sarkastisch, ziemlich brutal, mit ein paar Längen in der Mitte
Dies ist nach "Der Tag, an dem der Wind dich trägt" wieder mal ein Roman mit dem schwarzen Washingtoner Polizeipsychiater Dr. Alex Cross. Patterson-Fans ist er mittlerweile wegen seiner sympathischen Menschlichkeit ans Herz gewachsen, etwa in "Denn zum Küssen sind sie da" und "Im Netz der Spinne", die beide erfolgreich verfilmt wurden.
"Pop goes the weasel" ist breiter angelegt als die Vorgänger und weitaus sarkastischer und düsterer.
Unrterm Strich
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Nach einer langen Anlaufphase kommt die Handlung endlich einigermaßen in Fahrt: Mehr und mehr Details zur Identität des Wiesels kommen ans Licht. Und als der britische Geheimdienst ebenso eingreift wie die anderen Apokalypse-Spieler, scheint es für Shafer eng zu werden. Doch es dauert noch weitere 200 Seiten und mehrere Finales, bis das Buch endlich zu Ende ist.
Selten habe ich ein so sarkastisches, wenn nicht sogar zynisches Buch aus der Welt der Verbrechensbekämpfung gelesen. "Pop goes the weasel" ist zutiefst pessimistisch, was den Erfolg der herkömmlichen Methoden angeht und die Chancen auf Hoffnung, was privates Lebensglück anbelangt.
Am Schluß scheint Alex Cross mehr Glück als Verstand zu haben, als er Shafer zur Strecke bringt. Denn die Justiz hat das Gegenteil von Amtshilfe geleistet, ebenso wie die Führungsebene der Polizei. Unbekannte, ungesehene Mächte bestimmen über sein Leben und das seiner Familie. Keine schönen Aussagen über die westliche Kultur.
Der Originaltitel "Pop goes the weasel" ist übrigens wie so viele Pattersontitel einem ursprünglich englischen Kinderlied entnommen worden. Ich habe es mal in Windsor gehört.
Dies ist nach "Der Tag, an dem der Wind dich trägt" wieder mal ein Roman mit dem schwarzen Washingtoner Polizeipsychiater Dr. Alex Cross. Patterson-Fans ist er mittlerweile wegen seiner sympathischen Menschlichkeit ans Herz gewachsen, etwa in "Denn zum Küssen sind sie da" und "Im Netz der Spinne", die beide erfolgreich verfilmt wurden.