ein Testbericht von kleenerknuffi2008-04-20 15:58:14vom 20.04.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Tom Hanks und Denzel Washington in Höchstform, ergreifende und immer noch aktuelle Story...Nachteile/Kritik: Ton nur in Stereo 2 . 0, Bildqualität könnte besser sein, kein Bonusmaterial
Dass HIV/Aids trotz fast 20 jähriger Aufklärungsarbeit noch immer ein aktuelles Thema ist zeigte spätestens die im Mai 2007 veröffentlichten Zahlen über die HIV- Neuinfektionen in Deutschland aus dem Jahre 2006. Denn auch im Vorjahr stieg die Zahl der Neuinfektionen (wie bereits 2002-2005) weiter an. Ob dies nun darin liegt, dass sich immer mehr Menschen (auch aus den so genannten Risikogruppen) einem HIV- Test unterziehen oder die Krankheit von immer mehr Menschen, als geringes Risiko (Es gibt ja schließlich immer bessere Medikamente, um sie zu behandeln. Doch sollte man nicht vergessen, das sie immer noch unheilbar und letztlich tödlich ist) angesehen werden, darüber sind ist sich die Wissenschaft nicht einig.
Doch bereits 1993 schuf Regisseur Jonathan Demme mit dem Aids-Drama "Philadelphia", mit den zweifachen Oscarpreisträgern Tom Hanks und Denzel Washington in den Hauptrollen einen Film, der sich dem damals noch mehr, als heute tabuisierten Themas behutsam, emotional und doch aufrüttelnd annahm.
Gliederung
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°1) Inhalt
°2) Schauspieler und Filmcharaktere
°3) Meine Meinung und Fazit zum Film
°4) Infos zu Film und DVD
°5) Bild- und Tonindustrie
°6) Meine Meinung und Fazit zur DVD
°7) Gesamtbewertung
Der Anwalt Andrew Beckett (Tom Hanks) ist überaus erfolgreich und gerade von den Geschäftsführern der Kanzlei, für die er arbeitet, befördert worden. Doch dann entdeckt, Walter Kenton (Robert Ridgely), einer der Partner, ein Kaposi-Sarkom [eine vor allem im Zusammenhang mit AIDS auftretende Krebserkrankung] an seiner Stirn. Seine Schlussfolgerung, daraus die sich auch als richtig erweist, Andy ist homosexuell und HIV- positiv.
Kurz darauf wird Andy von seiner Kanzlei beschuldigt die Akte in einem wichtigen Fall verschlampt zu haben und dass er deshalb beinahe den Prozess verloren hätte. Kanzlei Chef Charles Wheeler (Jason Robards), der zuvor noch sein größter Förderer in der Firma war, lässt ihn fallen und er wird entlassen. Doch Andy ist sich sicher, dass seine sexuelle Neigung und Erkrankung der wahre Grund für die Kündigung sind und nicht sein angeblicher Fehler.
Er wendet sich an seinen früheren Gegner, den Anwalt Joe Miller (Denzel Washington), mit der Bitte ihn vor Gericht bei seiner Klage gegen seinen früheren Arbeitgeber zu vertreten. Zuerst weigert sich Joe Andy zu helfen, da er Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem HIV-Virus hat.
Doch schließlich entscheidet er sich doch dazu Andy zu helfen.
Schnell sorgt der Fall für Schlagzeilen in den Medien und Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung.
Wird Andy vor Gericht Recht bekommen?
°2 >>>>>>>>>>>>&g t;>>>>>>>Schauspieler und Filmcharakter<<<<<<<<<& lt;<<<<<<<<<<
TOM HANKS ist Andrew Beckett
Tom Hanks (geb. 09.07.1956 in Concord, Kalifornien, USA) spielt den Anwalt Andrew Bekett, der wegen seiner HIV- Erkrankung von seiner Kanzlei entlassen wird. Doch er gibt nicht auf und will mutig vor Gericht für sein Recht kämpfen.
Tom Hanks (Geschenkt ist noch zu teuer [1986], Scott & Huutsch [1989], Apollo 13 [1995], The green mile [1999], Terminal [1994], Der Da Vinci Code [2006]) zeigt hier eine exzellente und vollkommen überzeugende Leistung. Sein Spielen ist sehr emotional und er kann den Zuschauer mit seinem Filmcharakter mitleiden lassen. Er lässt Andrew Beckett im Laufe des Films, und dem darin fortschreitenden Krankheitsverlaufes, immer schwächer und kränker wirken. Für seine hervorragende Leistung erhielt Tom Hanks 1994 seinen ersten Oscar, als
bester Hauptdarsteller (Seinen zweiten Oscar erhielt er 1995 für seine Darstellung des Forrest Gump im gleichnamigen Film. Zudem wurde er drei weitere Male als bester Hauptdarsteller nominiert: Big [1998], Der Soldat James Ryan [1998], Verschollen [2000])
DENZEL WASHINGTON ist Joe Miller
Denzel Washington (geb. 28.12.1954 in Mount Vernon, New York, USA) spielt den Anwalt Joe Miller. Dieser hat zwar eine Abneigung gegenüber Homosexuellen. Doch weil er an die Gerechtigkeit glaubt entschließt er sich, Andy vor Gericht zu vertreten. Sein Lieblingssatz, wenn er sich von einem seiner Klienten etwas erklären lässt ist: "Erklären sie es mir, als wäre ich sechs Jahre alt".
Denzel Washington (Die Akte [1993], Crimson Tide [1995], Ausnahmezustand [1998], Dämon [1998], Der Knochenjäger [1999], Gegen jede Regel [2000], John Q [2002], Antwone Fisher [2002], Out of time [2003], Mann unter Feuer [2004], Inside Man [2006]) steht in seinem Spiel, dem von Tom Hanks in nichts nach. Anfangs zeigt der zweifache Oscargewinner (Glory [1989]- Oscar bester Nebendarsteller, Training Day [2001]- Oscar bester Hauptdarsteller/zudem: Schrei nach Freiheit [1987]- Oscarnominierung- bester Nebendarsteller, Malcom X [1992]- Oscarnominierung- bester Hauptdarsteller, Hurricane [1999] Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller)dem Zuschauer, wie sehr er Homosexuelle verachtet und nichts mit ihnen zu tun haben will. Doch er kann glaubhaft dessen wachsende Hochachtung vor Andys Mut und Kämpferwille darstellen. Und am Ende kann man spüren, dass Joe Andy wirklich mag und es ihn ganz offensichtlich schmerzt, dass dieser verstorben ist.
°3 >>>>>>>>>>>>&g t;>>>>>>>Meine Meinung und Fazit zum Film<<<<<<<<<<<&l t;<<<<<<<<
"Philadel phia" ist ein emotionales und ergreifendes Drama, das den Zuschauer zwei Stunden fesseln kann und dabei keine Längen aufweist.
"Philadelphia" greift das zum damaligen Zeit noch mehr, als in der heutigen Zeit, tabuisiertes Thema HIV/AIDS auf. Und auch heutzutage, bei einer seit Jahren wieder stetig steigenden Zahl [und dies nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch hier bei uns in Deutschland] von jährlichen Neuinfektionen, ist dieses Thema genauso brisant, wie noch vor fünfzehn Jahren. Schonungslos, offen und sehr emotional zeigt der Film das Schicksal eines Aidskranken, der nicht nur gegen seine Krankheit, sondern auch gegen seinen früheren Arbeitgeber kämpfen muss.
Denn, als seine Vorgesetzen erfahren, dass er an der Immunschwäche erkrankt ist, lassen sie ihn fallen wie eine heiße Kartoffel. Natürlich darf man nicht vergessen, dass das Wissen um die tödliche Krankheit zum damaligen Zeitpunkt noch nicht so verbreitet war, wie es dies heute ist. Und auch waren die Behandlungsmethoden und Medikamente, sowie die Lebenserwartung noch lange nicht vergleichbar, mit denen der heutigen Zeit.
Andys Anwalt Joe Miller bringt die damalige Meinung von wohl vielen Menschen im Film auf den Punkt, wenn er sagt, dass man, während die Medizin HIV/Aids erforscht, immer neue Informationen zu dem Thema erhält. Dass er Angst davor hat, dass es heute heißt, dass normaler Körperkontakt die Krankheit nicht überträgt, es in fünf Jahren aber vielleicht heißen wird, dass die Wissenschaft sich geirrt hat, dass es doch passieren kann und es dann zu spät für viele ist. Und auch wenn die Menschen heute wissen, dass dem nicht so ist, so haben doch auch in unserer Zeit viele noch immer Angst vor einer möglichen, wenn auch nicht wahrscheinlichen, Ansteckung und meiden den Kontakt mit Menschen, von denen sie wissen, dass sie an der Immunschwäche erkrankt sind.
Sehr sympathisch und offen fand ich die Familie von Andy. Sie haben seine Homosexualität genauso akzeptiert, wie sie seinen Freund Miguel (Antonio Banderas) in ihre Familie aufgenommen haben. Und sie standen Andy auch bei seiner Krankheit immer zur Seite und waren für ihn da. Etwas, das im wahren Leben leider oftmals nicht der Realität entspricht.
In "Philadelphia" zeigen die beiden Mehrfach- Oscargewinner Tom Hanks und Denzel Washington, warum sie zu Hollywoods besten Darstellern gehören. Beide können in ihrer jeweiligen Rolle überzeugen und liefern eine exzellente Arbeit ab. Vor allem Tom Hanks, dessen Rolle tiefgründiger und emotionaler ist (Mutig und kämpferisch, aber auch verletzt und am Ende seiner Kräfte. All dies meistert er mit Bravour.), kann hier zeigen, was in ihm steckt. Aber auch Denzel Washington kann den Wandel seiner Figur (Zuerst empfindet er Abneigung gegenüber Andy, weil dieser homosexuell und HIV- positiv ist, dann aber, mit der Zeit wird aus Abscheu Hochachtung und aus Hochachtung so etwas wie Freundschaft) glaubhaft darstellen. Auch die Nebendarsteller machen ihre Arbeit sehr gut. Am bekanntesten ist hier wohl Antonio Banderas, der Andys Lebensgefährte Miguel spiel. Seine Rolle ist zwar nicht sonderlich groß. Doch durch sein Spielen wirkt die Figur des Miguel vom ersten Moment an sehr sympathisch. Man nimmt ihm die Sorge um die Gesundheit und das Leben von Andy ab.
Die Musik in "Philadelphia" besteht zum größten Teil aus instrumentalen Stücken von Howard Store (Der Herr der Ringe 1+2 [2001], A History of Violence [2005]). Doch den meisten wird wohl der Bruce Springsteen Song "Streets of Philadelphia" in Erinnerung sein, der zu Beginn des Films erklingt, während die Kamera Aufnahmen von den Straßen Philadelphia zeigt. Der Rocksänger bekam für seinen Titelsong den Oscar. Und dieser passt, wie auch der Rest der Musik immer zu den jeweiligen Szenen des Films.
Der Film spielt die meiste Zeit im Gerichtsaal, dem zu Hause von Andy und Joe, sowie den Anwaltskanzleien der beiden Anwälte. Die jeweiligen Schauplätze sind gut und für den Film passend ausgesucht.
Das Drama "Philadelphia" kann ich jedem empfehlen.
°4 >>>>>>>>>>>>&g t;>>>>>>>Infos zu Film und DVD<<<<<<<<<<<< ;<<<<<<<<
Originaltitel: Philadelphia
USA. 1993
FSK: 12
Studio: Columbia/Tristar
Kapitel: 22
Preis: 7,99 - 9,99 Euro
Darsteller:
Andrew Beckett (Tom Hanks)
Joe Miller (Denzel Washington)
Charlie Wheeler (Jason Robards)
Miguel Alvarez (Antonio Banderas)
Belinda Conine (Mary Steenburgen)
Bob Seidman (Ron Vawter)
Walter Kenton (Robert Ridgely)
Lisa Miller (Lisa Summerour)
Regie:
Jonathan Demme (Das Schweigen der Lämmer [1991], Der Mancurian Kandidat [2004])
Drehbuch:
Ron Nyswaner
Produzenten:
Jonathan Demme (Teufel in blau [1995], Der Manchurian Kandidat [2004])
Edward Saxon (Teufel in blau [1995], Hannibal [2001])
Musik:
Howard Shore (Der Herr der Ringe 1+2 [2001], A History of Violence [2005])
Schnitt:
Craig McKay (Cop Land [1997], Manhatten Love Story [2002])
Kamera:
Tak Fujimoto (Signs [2002], Der Manchurian Kandidat [2004], Final Call [2004])
I. DVD- Trailer (1:20 Minuten)
Hierbei handelt es sich um einen Trailer, auf dem Werbung für das Medium DVD gemacht wird. Dabei werden verschieden Filmtitel gezeigt, die auf DVD (zur Zeit des Trailers) erhältlich sind.
Dies ist eigentlich kein Extra, sondern nur Werbung.
Uninteressant
°5 >>>>>>>>>>>>&g t;>>>>>Bild- und Tonqualität<<<<<<<<<< ;<<<<<<<<<
Die Bildqualität der DVD zum Film "Philadelphia" ist gut und scharf. Der Kontrast ist, auch in dunkleren Szenen, gut, könnte aber (bedingt durch das Alter von Film und DVD) noch etwas besser sein. Die Farbintensität ist zu keiner Zeit zu beanstanden. Beim Sehen des Films fallen keine Bildfehler auf.
Die Tonqualität der DVD zum Film "Philadelphia" ist gut und klar. Die Dialoge und die Filmmusik sind fast gleichlaut, so dass eine ständige Lautstärkenregulierung während des Sehens des Films nicht notwendig ist. Leider ist der Ton auf der deutschen Spur nur in Stereo 2.0 vorhanden. Der O-Ton ist auch in Dolby Digital 5.1 vorhanden.
°6 >>>>>>>>>>>>&g t;>>>>>>>Meine Meinung und Fazit zur DVD<<<<<<<<<<<< ;<<<<<<<<
Die DVD zum Drama "Philadelphia" verfügt über eine guten (wenn auch nicht wirklich überragenden) Bild- und Tonqualität und ist fast überall günstig zu erwerben. Doch leider befindet sich auf der Erstauflage dieses Films keinerlei Bonusmaterial (denn den Werbefilm zum Medium DVD ist nun wirklich nicht als Bonusmaterial zu werten.) Für diejenigen, die nur den Film sehen wollen und für die Bonusmaterial nicht so wichtig ist, ist diese DVD- Version ausreichend.
Es gibt aber auch noch einer 2er- DVD Special Edition, sowie eine "Focus-Edition" dieses Films. Auf beiden Versionen befindet sich einiges an Bonusmaterial. Der Preis dieser beiden Versionen liegt nur ein paar Euro über dem der "nackten" Version.
Der Film "Philadelphia" erhält von mir wegen der exzellent spielenden Hauptdarstellern Tom Hanks und Denzel Washington, den gut besetzen Nebenrollen, sowie der ergreifenden und immer noch aktuellen Story 5 von 5 Punkten.
Die DVD zum Drama "Philadelphia" erhält von mir wegen dem günstigen Preis, der aber nicht überragenden Bild- und Tonqualität, sowie dem fehlenden Bonusmaterials (Was aber wohl daher kommt, dass es sich hierbei um eine ältere DVS handelt und sich zum damaligen Zeitpunkt häufig kein oder kaum Bonusmaterial auf den DVD´ s befand) 2,5 von 5 Punkten.
Dies ergibt in der Gesamtbewertung 4 von 5 Sternen.
Den Kauf der DVD zum Film "Philadelphia" kann ich für unter 10,- Euro empfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Euch allen noch einen schönen Tag.
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HIV - schaut nicht weg, es geht uns alle an!!!
ein Testbericht von Scrat1732010-12-09 11:28:23vom 09.12.2010Empfehlung: ja
und wieder mal möchte ich euch einen weiteren tollen Film vorstellen:
Philadelphia
Dieser Film überzeugt durch seine mitreißende Handlung von einem Kampf um Gerechtigkeit und natürlich durch seine tollen Hauptdarsteller Tom Hanks und Denzel Washington.
Hauptfigur des Films ist Andrew Beckett, ein ehrgeiziger Junganwalt in einer Anwaltskanzlei in Philadelphia. Er ist sogar so gut, dass die Kanzleipartner in Erwägung ziehen, ihn zum Partner zu ernennen. Doch Andrew hat zwei Geheimnisse: er ist schwul und er hat sich mit dem HI-Virus infiziert.
Leider bricht die AIDS-Erkrankung bald darauf aus, was sich durch braune Flecken auf der Haut bemerkbar macht. Andrew kann die Flecken bald nicht mehr verbergen, da sie auch Gesicht und Hals betreffen. Kurz darauf wird Andrew wegen eines angeblichen Fehlers in einem Rechtsfall entlassen.
Doch Andrew glaubt, dass er nur wegen seiner inzwischen erkennbaren Krankheit entlassen wurde, weil die Kanzleipartner mit dieser Krankheit nicht zu tun haben wollen. Hierzu ist auch zu sagen, dass du dieser Zeit weitverbreitet geglaubt wurde, dass die Krankheit AIDS nur homosexuelle Menschen treffen kann. Dies ist also ein weiterer vermuteter Grund für seine Kündigung, sprich, dass die Kanzleipartner keinen Kontakt zu Homosexuellen haben wollen.
Andrew fühlt sich absolut ungerecht behandelt und aufs Übelste diskriminiert und möchte seinen ehemaligen Arbeitgeber wegen Diskriminierung auf Schadenersatz verklagen. Im Gegensatz zu seiner Familie, die komplett hinter ihm steht, hat Andrew große Probleme, einen Anwalt zu finden, der sich seinem Fall annehmen will. Alle sind von der Krankheit AIDS abgeschreckt und haben sogar Angst, sich nur durch die Anwesenheit von Andrew anstecken zu können.
Schließlich kann er den Anwalt Joe Miller überzeugen, auch wenn dieser anfangs immens gegen Andrew war, aufgrund seiner sexuellen Neigung und aufgrund einer möglichen Ansteckungsgefahr. Doch Joe Miller sieht zufällig, wie Andrew in einer Bibliothek wegen seiner erkennbaren Flecke ausgegrenzt und beschimpft wird und willigt ein, ihn vor Gericht zu vertreten.
Im Laufe der Prozessvorbereitungen bekommt Joe einen Eindruck von Andrews Leben als Homosexueller, aber auch als ausgestoßener HIV-Infizierter. Zudem hat auch Joe selbst mit Ablehnung zu kämpfen, da er sich Andrews Fall angenommen hat.
Da sich der Prozess ziemlich in die Länge zieht, verliert Andrew immer mehr an Stärke und muss schließlich ins Krankenhaus eingeliefert werden, da sein Organismus durch die Krankheit schon schwer angegriffen ist. Andrew wird zunehmend schwächer und ahnt, dass er das Ende des Prozesses wohl nicht mehr erleben wird.
Beim Prozess bröckelt so langsam die gemeinsame starke Mauer der Gegenseite, da manche Kanzleipartner zumindest langsam ihr Unrecht einsehen.
Kurz bevor Andrew im Krankenhaus stirbt, überbringt Joe ihm die gute Nachricht, dass er den Prozess gewonnen hat und eine hohe Schadenersatzsumme erhält.
Leider hat Andrew so lange um diese Gerechtigkeit kämpfen müssen, dass er selbst nur noch die Genugtuung der siegenden Gerechtigkeit vom Prozesserfolg hat, das Geld kommt jedoch seinen Angehörigen zugute.
Der Film „Philadelphia“ stammt aus dem Jahr 1993 und wurde unter der Regie von Jonathan Demme gedreht. Es war der erste Big-Budget Film aus Hollywood, der sich mit dem Thema AIDS und Homosexualität beschäftigt und zeigt, wie die Gesellschaft damit umgeht.
Das
Drehbuch stammt von Ron Nyswaner und die Hauptdarsteller sind:
Tom Hanks: Andrew Beckett
Denzel Washington: Joe Miller
Antonio Banderas: Miguel Wheeler (Andrews Lebensgefährte)
Mary Steenburgen: Belinda Conine
Joanne Woodward: Sarah Beckett
Jason Robards: Charles Wheeler
Das wohl bekannteste Lied aus dem Film ist der Song ”Streets of Philadelphia” von Bruce Springsteen.
Als der Film 1993 in die US-Kinos kam, gab es diverse Proteste gegen den Film, die zum Beispiel die angeblich zu positive Darstellung von Homosexuellen beanstandeten. Ein – meiner Meinung nach – unglaublicher und unfassbarer Protest oder???
Ein anderer Protest gegen den Film beanstandete, dass durch die zwei großen Themenkomplexe im Film – AIDS und Homosexualität – der Anschein entstehen würde, dass AIDS nur ein Problem unter Homosexuellen sei. Dies wurde vom Regisseur Jonathan Demme jedoch immer zurückgewiesen, denn AIDS sollte für alle Menschen ein Thema sein, nicht nur für Homosexuelle.
Tom Hanks wurde am 9. Juli 1956 in Kalifornien geboren und heißt mit vollem Namen Thomas Jeffrey Hanks. Er ist nicht nur als Schauspieler tätig, sondern auch als Filmproduzent, Regisseur und Synchronsprecher.
Inzwischen ist Tom Hanks zum zweiten Mal verheiratet und hat insgesamt 4 Kinder, zwei aus erster Ehe und zwei aus zweiter Ehe. Sein Interesse an der Schauspielerei entdeckte Tom Hanks schon zu High School Zeiten, wo er in Schauspielkursen seine ersten Erfahrungen sammelte. Nach der High School studierte er Schauspielerei und trat auch schon während des Studiums in Theaterstücken auf.
Ab 1979 erhielt er seine ersten Film- und Fernsehrollen. In den folgenden Jahren spielte er in Filmen wie „Eine Klasse für sich“ und „Scott & Huutsch“. Den großen Durchbruch schaffte er 1993 mit den zwei erfolgreichen Filmen „Philadelphia“ und „Schlaflos in Seattle“ (siehe weiterer Testbericht von mir).
Hier eine kurze Übersicht seiner – meiner Meinung nach – tollsten Filme:
1993 Schlaflos in Seattle
1993 Philadelphia
1994 Forrest Gump
1995 Apollo 13
1995 Toy Story (Synchronstimme vom Cowboy Woody)
1998 Der Soldat James Ryan
1998 E-Mail für Dich
1999 The Green Mile
2000 Cast Away – Verschollen
2002 My Big Fat Greek Wedding (Produzent)
2002 Catch Me If You Can
2004 Terminal
2004 Der Polarexpress (Synchronstimme von dem kleinen Jungen, dem Schaffner, dem Vater des Jungen, dem Weihnachtsmann, dem Landstreicher und Ebenezer Scrooge)
2006 The Da Vinci Code – Sakrileg
2007 The Simpsons – Der Film (Synchronstimme von sich selbst)
2007 Evan Allmächtig (Produzent)
2009 Illuminati
Für seine Rolle in Philadelphia erhielt Tom Hanks den Oscar als bester Hauptdarsteller. Seinen zweiten Oscar erhielt er nur ein Jahr später für seine Rolle als „Forrest Gump“.
Neben seinen zwei Oscars wurde er auch weitere Male für den Oscar nominiert, zum Beispiel als Bester Hauptdarsteller in „Cast Away“ und in „Der Soldat James Ryan“. Außerdem hat er inzwischen 4 Golden Globes erhalten, unter anderem für Philadelphia und Cast Away.
Denzel Washington
Denzel Hayes Washington, Jr. Wurde am 28. Dezember 1954 in New York geboren und ist, ebenso wie Tom Hanks, nicht nur als Schauspieler tätig, sondern auch als Regisseur und Produzent.
Ab 1981 spielte Denzel Washington die ersten kleineren Rollen in Kinofilmen und wurde bekannt durch seine sechsjährige Rolle in der Krankenhausserie „Chefarzt Dr. Westphall“. Den wirklichen Durchbruch schaffte er mit einer Rolle im Bürgerkriegsdrama “Glory“, wofür er sogar einen Oscar als bester Nebendarsteller bekam.
In den folgenden Jahren folgten weitere große Rollen, zum Beispiel in „Die Akte“ oder „Viel Lärm um nichts“. Seinen zweiten Oscar (als Bester Hauptdarsteller) erhielt Denzel Washington für seine Rolle in “Training Day“.
Zudem wurde er 1996 zum “Sexiest Man Alive“ gewählt.
Hier eine kurze Übersicht seiner – meiner Meinung nach – besten Filme:
1992 Malcolm X
1993 Viel Lärm um nichts
1993 Die Akte
1993 Philadelphia
1996 Rendezvous mit einem Engel
1998 Ausnahmezustand
1999 Der Knochenjäger
1999 Hurricane
2000 Gegen jede Regel
2001 Training Day
2006 Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit
2010 Unstoppable – Außer Kontrolle
Der Film Philadelphia hat eine Vielzahl von Auszeichnungen und Nominierungen erhalten, hier nur ein kleiner Teil davon:
Der Film hat 1994 zwei Oscars erhalten, einmal Tom Hanks als bester Hauptdarsteller und zum anderen Bruce Springsteen mit dem Besten Original Song “Streets of Philadelphia“.
Zudem wurde der Film für drei weitere Oscars nominiert, nämlich für das Beste Original-Drehbuch, für einen weiteren Original Song (Neil Young mit “Philadelphia“) und für das beste Makeup.
Neben dem Oscar erhielt Tom Hanks auch den MTV Movie Award als Bester Darsteller. Außerdem wurde der Film für den MTV Movie Award in den Kategorien Bester Film, Bestes Leinwandduo und bester Filmsong nominiert.
Der Filmsong von Bruce Springsteen wurde auch mit den Preisen Grammy Award und Golden Globe ausgezeichnet, also ein wahrer Erfolgssong.
Auch in Deutschland wurde Tom Hanks für seine Rolle ausgezeichnet und erhielt 1994 den Silbernen Bär auch der Berlinale.
Der Film bekommt von mir alle 5 Sterne, denn er war 1993 meiner Meinung nach eine seit langer Zeit erforderliche Darstellung und Beschäftigung mit dem Thema HIV.
Der Film zeigt, wie sehr ein Mensch aufgrund einer Krankheit, von der aufgrund von totaler Verleumdung keiner so recht weiß, wie sie übertragen wird, ausgeschlossen und diskriminiert wird.
Der Film ist zwar aus dem Jahr 1993, doch auch heute wissen viel zu wenig Menschen, was Aids wirklich ist, wie man sich davor schützen kann und vor allem, dass man sich davor schützen sollte, weil es noch immer eine nicht heilbare Krankheit ist.
Philadelphia sorgte damals dafür, dass über das Thema geredet wird und dass die Menschen anfangen, darüber nachzudenken. Es kann doch nicht sein, dass die Menschen einerseits nicht darüber nachdenken, eine Ansteckung mit dem Virus durch das Verwenden von Kondomen zu verhindern, andererseits aber diejenigen diskriminieren, die sich damit angesteckt haben. Absolut unverständlich!!! Denn HIV betrifft auch nicht nur Homosexuelle, wie es eine verbreitete Meinung war und teilweise immer noch ist.
Der Film ist außerdem sensationell produziert, denn Tom Hanks zeigt absolut glaubwürdig, wie die Krankheit seinen Körper nach und nach angreift und ihm zusehends die Lebensenergie nimmt. Es fängt alles mit nach außen hin scheinbar harmlosen Flecken am Körper an, doch nach und nach greift die Krankheit den Körper so sehr an, dass der Körper immer mehr abbaut. Meiner Meinung nach verkörpert Tom Hanks diese Rolle verdammt gut, denn er bringt in jeder Minute glaubhaft rüber, wie es ihm immer schlechter geht.
Mein Fazit: Ein absolut notwendiger Film und ein absolut fantastischer, aber auch trauriger und mitreißender Film. Von mir bekommt er deshalb alle 5 Sterne.
Aber schaut euch den Film am Besten einfach selbst an!!! Sonst habt ihr mal wieder echt was verpasst!
...
kilimandciao, 11.12.2010
also zur schauspielerischen Leistung von Tom Hanks kann man echt nichts schlechtes sagen, aber mich hat der Film nur dazu angeregt.....umzuschalten- echt langweilig...
Wuschel11, 28.12.2010
Am Himmel leuchten die Sterne so klar,
ich wünsch dir ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr.
Lanch999, 09.12.2010
Schöner Bericht! LG von Lanch999
Würd mich freuen wenn du bei meinen
Berichten vorbeischaust! :D
ein Testbericht von Philolive2009-02-10 01:12:36vom 10.02.2009Empfehlung: ja
Vorteile: großartiger Film...Nachteile/Kritik: nichts
Ein zurecht oscarprämierter Film aus dem Jahre 1993.Wie der Filmtitel schon sagt spielt der Film in der Stadt Philadelphia an der amerikanischen Ostküste und behandelt das Team HIV,Aids und Homosexualität.Nicht zuletzt durch die herausragende schauspielerische Leistung von Tom Hanks und der Titelmusik von Bruce Springsteen wurde dies einer der besten Kinofilme aller Zeiten.
Tom Hanks spielt den Anwalt Andrew Beckett, der sich homosexuell ist und sich mit dem HIV Virus infiziert hat.Aufgrund dieser Erkrankung wird er unter einem Vorwand von seiner Kanzlei entlassen.Mit seinem Anwalt Joe Miller, gespielt von Denzel Washington,klagt
er gegen seine Entlassung und bekommt nach einem lang andauernden Protest wenige Tage vor seinem Tod Recht.
Ein absolutes Meisterwerk, ein ergreifendes Drame über ein menschliches Schicksal. Nie zuvor wurde das Thema HIV/Aids in einem Film so angegangen und erzählt.
Wer diesen Film nicht kennt hat wirklich etwas verpasst. Der Film ist sehr realistisch erzählt und hat daher ein trauriges Ende. Dennoch eine der besten Filme der letzten 20 Jahre. Tom Hanks überzeugte wie immer mit seiner perfekten Darbietung. Wie in fast jeder Rolle die Hanks spielt nimmt man ihm die Figur zu 100% ab durch seine authentische Darstellung. Mit Denzel Washington und Antonio Banderas sind zwei weitere Hollywoodgrößen in Philadelphia vertreten.Auch die Verkörperung des Anwalts Joe Miller wird von Denzel Washinton auf hervorragende Weise gespielt. Der Film zeigt auf ergreifende Weise wie sich der Umgang mit Vorurteilen gegen Personengruppen entwickeln und verändern kann.
Einen Oscar für den Film Philadelphia bekam Tom Hanks als bester Hauptdarsteller und Brude Springsteen für seinen Soundtrack, den Song Philadelphia, der ebenfalls weltberühmt wurde.Außerdem erhielt man noch diverse Auszeichnungen bei den Golden Globes und den Grammys.
Der Kinostart in den USA wurde seinerzeit von zahlreichen christlichen Protesten begleitet, die den Film bzw. die Darstellung der Homosexualität anprangerten.
...
ein Testbericht von mrwong2005-08-31 15:55:16vom 31.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr gute Schauspielerische Leistung...Nachteile/Kritik: nix
Tietel:
Philadelphia
Handlung:
Angeblich soll er die Akte in einem wichtigem fall verschlampt haben. Doch der junge, erfolgreiche Anwalt, Andrew Beckett (Tom Hanks) kennt den wahren Grund, dass er gekündigt worden ist. Er ist homosexuell und mit dem todlichen Aids-Virus infiziert. Als die Krankheit ausbricht, lässt ihn der Kanzlei-Chef Wheeler (Jason Robards), früher sein Förderer und Freund, fallen. Andrew kann dies aber nicht akzeptieren, und er begint zu käpfen. Zusammen mit dem vermutlich einzigem Anwalt der Stadt(Denzel Wishington) verklagt er seinen ehemaligen Arbeitgeber. Wird Andrew, diese schrckliche Krnkheit überleben? Wenn, ja, gewinnt
er den Prozess? Seht selbst...
Darsteller:
Regisseur: Jonathan Demme
Danzel Washington, Tom Hanks, Jason Robards
Genre:
Spielfilmdrama
Freigabe ab 12 Jahren
Eigene Meinung:
Also, ich finde diesen Film som traurig, dass ich bald heulen musste, besonders am ende des Films. Die schauspielerische Leistung beider Hollywood-Helden ist grandios!!! Der Film ist einfach super schön, und sehr interessant. Ich kann ihn euch bloß empfehlen!!!!
Weitere Infos unter:
www.cthe.de
Dieser Bericht erscheint sowie bei Yopi(nick:mrwong), als auch bei Ciao(nick:wongman).
ein Testbericht von ThugAngel862005-07-10 15:37:11vom 10.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: -> Perfekte Schauspieler-Leistung
-> Super Titelsong
-> der Film bricht Tabus...Nachteile/Kritik: -> Kein Bonusmaterial
Der Film Philadelphia wurde 1994 mit 2Oscars ausgezeichnet!
Bester Hauptdarsteller: Tom Hanks
Bester Song: Streets of Philadelphia von Bruce Springsteen
Er bricht einfach alle Tabus. Spannend, mitreißend, brisant. Ein Hollywood-Film der unter die Haut geht.
In dem Film geht es um denn Jungen erfolgreichen Anwalt Andrew Beckett (Tom Hanks). Er soll angeblich die Akte eines wichtigen Falls verschlampt haben und wird deshalb entlassen! Aber Andrew kennt denn wahren Grund seiner Kündigung: Er ist Homosexuell und mit dem gefährlichen AIDS-Virus infiziert.
Aber Andrew kann das nicht akzeptieren und beginnt für sein Recht zu kämpfen.
Er will seinen alten Chef Wheeler (Jason Robarts) verklagen. Doch er findet wegen seiner Krankheit erst keinen Anwalt. Erst als der mutige Anwalt Joe (Denzel Washington)denn Fall übernimmt! Der Fall des Andrew Beckett sorgt schnell für schockierende Schlagzeilen.....
-> Fazit:
Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") hat mit diesem Film ein Meisterwerk geschaffen. Für jeden zu empfehlen.
-> Bildformat: 16:9
-> Lauflänge: ca.121 Minuten
-> Untertitel: Englisch, Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Isländisch
-> Kategorie: Spielfilm
-> Genre: Drama
-> Tom Hanks, Denzel Washington, Jason Robarts
-> Freigegeben ab 12Jahren
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