Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.
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Testberichte Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.

 (Taschenbuch)
4.6 von 5
Platz 46 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,60 / 5,00 4.6 von 5
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Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W. Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,60 / 5,00 4.6 von 5
von 67% aller Autoren empfohlen (2/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Schreibstil, Inhalt, günstig zu erwerben
  • nette Geschichte, witz, Preis von 6€
Nachteile/Kritik
  • nichts
  • keine Bilder, mehr Seiten hätten nicht geschadet
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Lesenswert.

ein Testbericht von 2010-02-10 23:40:42 vom 10.02.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Schreibstil, Inhalt, günstig zu erwerben...
Nachteile/Kritik: nichts
In der Uni belegte ich dieses Semester ua. auch ein Goethe-Seminar. Meine Hausarbeit in diesem befasste sich mit den "Leiden des jungen Werthers", genauergesagt mit Wertheriaden - also Werken, die sich direkt oder indirekt auf Goethes Werk beziehen - wobei ich besonderen Schwerpunkt auf Ulrich Plenzdorfs "Die neuen Leiden des jungen W." legte. Da ich mich nun einmal näher mit dem Buch beschäftigt habe, dachte ich mir, kann ich auch noch einen Testbericht darüber verfassen. Der Vergleich zu Goethes Werk ist dabei nicht zufällig; immerhin denken viele Leute, die "neuen Leiden" seien sowas wie eine "Neuauflage" des Werthers.

Einige Passagen habe ich aus meiner Hausarbeit übernommen. Das ist ja auch mein Werk - ich hoffe also, dass das klargeht ;D



Gliederung:

1. Der Autor
2. Eckdaten
3. Inhalt
4. Vergleich zu Goethes Werk
4.1. Inhaltlicher Vergleich
4.2. Formaler Vergleich
4.3. Vergleich im Bezug auf die jeweilige Entstehungsgeschichte
5. Leseprobe
6. Meine Meinung / Fazit
7. Quellen / Literatur




1. Der Autor:


"Ulrich Plenzdorf wurde als Sohn eines Maschinenbauers in Berlin-Kreuzberg geboren. Seine Eltern wurden wegen ihrer Mitgliedschaft in der KPD während der Zeit des Nationalsozialismus mehrmals inhaftiert. Von 1949 bis 1952 besuchte er die Schulfarm Scharfenberg bzw. nach seiner politisch motivierten Relegation von dort ein Internat in Himmelpfort bei Fürstenberg (Havel). 1950 zog die Familie von West- nach Ost-Berlin um, wo Plenzdorf 1954 in Lichtenberg das Abitur bestand.

In Leipzig studierte Plenzdorf anschließend Marxismus-Leninismus und Philosophie am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig, verließ die Hochschule aber ohne Abschluss. Ab 1959 besuchte er die Deutsche Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Ab 1963 arbeitete er als Szenarist und Dramaturg im DEFA-Studio Babelsberg. Parallel zu seinem Studium arbeitete Plenzdorf von 1955 bis 1958 als Bühnenarbeiter. 1958-1959 war er Soldat der Nationalen Volksarmee.

Seit 1992 war er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Im Jahr 2004 hatte er eine Gastdozentur am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig inne.

Ulrich Plenzdorf war seit 1955 verheiratet und hatte drei Kinder. Seine Frau war Redakteurin im Verlag Volk und Wissen. Er starb im Alter von 72 Jahren nach längerer Krankheit in einer Klinik bei Berlin.

Seinen Berliner Wohnsitz hatte Plenzdorf lange Jahre in der Wilhelm-Pieck-Str. (seit 1990: Torstraße) 5 im Stadtbezirk Mitte." (http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Plenzdorf)



2. Eckdaten:


- Taschenbuch: 148 Seiten
- Verlag: Suhrkamp; Auflage: Neuauflage. (11. Oktober 2008)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3518188399
- ISBN-13: 978-3518368008
- ASIN: 3518368001
- Größe und/oder Gewicht: 17,5 x 10,9 x 1 cm

Diese Angaben beziehen sich auf die aktuelle, bei amazon erhältliche Ausgabe. Diese kostet 6 Euro.



3. Inhalt:


Das Buch erzählt die Geschichte des Edgar Wibeau, der zu Beginn des Romanes bereits tot ist. Er starb am Heiligen Abend im Alter von 17 Jahren in einer Berliner Wohnlaube an den Folgen eines Unfalles. Zuvor war er aus der fiktiven Kleinstadt Mittenberg - zusammen mit seinem besten Freund Willi - nach Berlin gekommen. Letzteren zog es jedoch schon bald wieder zurück in die Heimat, worauf Edgar in besagter Wohnlaube unterkommt.
Sein Vater, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, erfährt aus der Zeitung von seinem Tod und sucht nun Weggefährten Edgars auf, um seinen Sohn im Nachhinein besser kennen zulernen.

So befragt er zum Beispiel Edgars Mutter, die ihren Sohn wie sich herausstellt jedoch nicht besonders gut kannte, zum Beispiel dachte, er hätte noch nie etwas mit einem Mädchen gehabt. An solchen Stellen meldet Edgar sich korrigierend und kritisierend aus dem Jenseits - ein Stilmittel, welches im Roman des Öfteren verwendet wird.

Weitere Stationen des Vaters sind Willi, der ihm Tonbänder zeigt, die Edgar ihm aus Berlin geschickt hat - diese enthalten Aufnahmen mit Auszügen aus "dem Werther", jedoch können beide damit nichts anfangen - und Charlie, in die Edgar sich verliebt hatte, obwohl sie mit Dieter verlobt und zu diesem Zeitpunkt bereits verheiratet ist.

Während seiner Zeit in der Laube findet Edgar eine Ausgabe des "Werthers" auf dem "Plumpsklo" (S.35) . Da er jedoch Deckel, Titel und Nachwort (das "erfahrungsgemäß [...] sowieso kein Aas liest" S.35 ) als Toilettenpapier verwendet, weiß er nicht um welches Buch oder welchen Autor es sich handelt. Dennoch merkt er, dass das Buch seine eigene Lage teilweise sehr gut beschreibt, gerade was seine Liebe zu Charlie betrifft - und auch ihren Verlobten Dieter, der ihm - genau wie es bei Werther und Albert der Fall ist - im Weg steht.

Nachdem er als Künstler keinen Erfolg verbuchen konnte nimmt er eine Arbeit als Anstreicher an. Einer seiner Arbeitskollegen erzählt immer wieder von einem Nebellosen Farbspritzgerät und Edgar macht es sich zur Aufgabe, ein solches selbst zu entwickeln. Beim ersten Versuch, das Gerät zu benutzen, erleidet er einen Stromschlag und stirbt.

Der Roman spielt in der DDR der frühen 1970er Jahre.



4. Vergleich zu Goethes Werk:


4.1. Inhaltlicher Vergleich:

Inhaltlich existieren gleichermaßen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In beiden Werken stirbt der Protagonist; bei Goethe jedoch am Ende durch Freitod, bei Plenzdorf ist er bereits zu Beginn des Buches tot und starb durch einen Unfall.

Die auffälligste Gemeinsamkeit jedoch ist wohl die unerfüllte Liebe zu Charlotte bzw. Charlie. In beiden Fällen wird diese dadurch verhindert, dass die Angebetete bereits verlobt ist. Weder Werther noch Edgar können sich mit diesem Verlobten abfinden, er ist ihnen ein Dorn im Auge und in beiden Fällen das genaue Gegenteil des jeweiligen Romanhelden.

Bei beiden Protagonisten beginnt die Geschichte mit einem Umzug - bei Werther von der Stadt auf das Land, beim Edgar umgekehrt vom Land in die Stadt. Beide zeichnen, um ihre Eindrücke zu verarbeiten, und beide Romanhelden beginnen im Verlauf des Buches eine Arbeit - Werther als Gesandter am Hof, Edgar als Anstreicher - mit der sie nicht wirklich glücklich werden.

Man sieht also, dass es viele Gemeinsamkeiten und Parallelen in den beiden Büchern gibt. Der in meinen Augen größte Unterschied besteht darin, dass in den "neuen Leiden des jungen W." Passagen aus dem "Werther" zitiert werden, bzw. das Buch als solches eine nicht unwesentliche Rolle spielt, und die Parallelen Edgars zu Werther als eher "zufällig" dargestellt werden.


4.2. Formaler Vergleich:

Der größte Unterschied besteht offensichtlich darin, dass "Die Leiden des jungen Werther" ein Briefroman ist, während die "neuen Leiden des jungen W." in das Genre des Montageromanes einzuordnen ist, da es aus Monologen, Kommentaren, Zeitungsartikeln und weiteren Erzählstilen besteht.

Dass sich die Sprache in beiden Romanen unterscheidet, ist unvermeidbar, da die Veröffentlichungen etwa 200 Jahre auseinander liegen und sich die Sprache in zwei Jahrhunderten natürlich erheblich ändert. Dennoch sind beide Werke in einer einfachen, leicht zu verstehenden Sprache geschrieben, die in beiden Fällen zeitgemäß ist. Die Protagonisten schreiben bzw. erzählen aus ihrem Inneren heraus, geben ihre Gedanken und Gefühle preis, sodass man in beiden Fällen von einer emotionalen Erzählweise sprechen kann, wobei Edgars Sprache teilweise recht derb und jugend- bzw. umgangssprachlich ist.

Als Beispiele seien an dieser Stelle zwei Zitate angeführt:

"Ich begreife manchmal nicht, wie ein anderer sie liebhaben kann, liebhaben darf, da ich sie so ganz allein, so innig, so voll liebe, nichts anders kenne noch weiß noch habe als sie!" (Goethe, Johann Wolfgang von: "Die Leiden des jungen Werther", S. 69)

"Außerdem wollte ich sie von Anfang an haben. Rumkriegen sowieso, aber auch haben. Ich weiß nicht, ob mich einer versteht, Leute." (Plenzdorf, Ulrich: "Die neuen Leiden des jungen W.", S. 49"


4.3. Vergleich im Bezug auf die jeweilige Entstehungsgeschichte:

Goethe verarbeitet in seinem Roman zu großen Teilen autobiographische Ereignisse, so zum Beispiel seine unglückliche, leidenschaftliche Liebe zu Charlotte Kestner geb. Buff, die von ihrer Seite aus leider unerfüllt blieb. Der Selbstmord des Protagonisten, Werther, ist angelehnt an den Freitod Goethes guten Freundes Karl Wilhelm Jerusalem. Dieser ähnelte dem im Buch dargestellten Tod sehr stark, teilweise existieren hier exakte Übereinstimmungen zu den überlieferten Informationen über Jerusalems Tod; Passagen aus Kestners Briefen an Goethe, in denen er den Tod beschreibt, wurden wörtlich übernommen.

In den "neuen Leiden des jungen W." lassen sich hingegen weniger autobiographische Parallelen feststellen. Die Intention Plenzdorfs bestand vielmehr darin, Gesellschaftskritik auszuüben; zu zeigen, dass gerade junge Menschen an sich glauben sollen, ihren Weg suchen sollen und nicht unbedingt mit dem Strom schwimmen müssen.

Von diesem Gesichtspunkt aus kann man also gut erkennen, dass hinter beiden Werke - obwohl sie sich ansonsten sehr ähnlich sind - völlig unterschiedliche Intentionen stehen.



5. Leseprobe:


"Bei Ed wußte man nie. Der dachte sich noch ganz andere Sachen aus. Ganze Songs zum Beispiel. Text und Melodie! Irgendein Instrument, das er nach zwei Tagen nicht spielen konnte, gab's überhaupt nicht. Oder nach einer Woche, von mir aus. Er konnte Rechenmaschinen aus Pappe baun, die funktionieren heute noch. Aber die meiste Zeit haben wir gemalt."
"Edgar hat gemalt? - Was waren das für Bilder?"
"Immer DIN A 2."
"Ich meine: was für Motive? Oder kann man welche sehen?"
"Nicht möglich. Die hatte er alle bei sich. Und "Motive" kann man nicht sagen. Wir malten durchweg abstrakt. Eins hieß Physik. Und: Chemie. Oder: Hirn eines Mathematikers. Bloß, seine Mutter war dagegen. Edgar sollte erst einen "ordentlichen" Beruf haben. Ed hatte ziemlich viel Ärger deswegen, wenn sie das interessiert. Aber am sauersten war er immer, wenn er rauskriegte, daß sie, also seine Mutter, mal wieder eine Karte von seinem Erzeuger..., ich meine: von seinem Vater..., ich meine: von Ihnen zurückgehalten hatte. Das kam hin und wieder vor. Dann war er immer ungeheuer sauer."

Das stimmt. Das stank mich immer fast gar nicht an. Schließlich gab es immer noch so was wie ein Briefgeheimnis und die Karten waren eindeutig an mich. An Herrn Edgar Wibeau, den ollen Hugenotten. Jeder Blöde hätte gemerkt, daß ich eben nichts wissen sollte über meinen Erzeuger, diesen Schlamper, der soff und der es ewig mit den Weibern hatte. Der schwarze Mann von Mittenberg. Der mit seiner Malerei, die kein Mensch verstand, was natürlich allemal an der Malerei lag.

(Plenzdorf, Ulrich: Die neuen Leiden des jungen W.: S. 20f)



6. Meine Meinung / Fazit:

Der Vergleich hat hoffentlich deutlich gemacht, dass diese Werke sich zwar ähneln und viele Gemeinsamkeiten aufweisen, dennoch gibt es einige wesentliche Unterschiede - der unterschiedliche Tod des Protagonisten gehört dazu, doch am wichtigsten ist wohl die Intention, die bei Plenzdorf eine ganz andere war als bei Goethe, der in seinem Werk hauptsächlich autobiographische Erlebnisse verarbeitet. Deshalb würde ich "Die neuen Leiden des jungen W." keinesfalls als "Neuauflage" von Goethes "Werther" bezeichnen - ich würde lediglich behaupten, Plenzdorf hat den Roman zum Vorbild oder als Inspirationsquelle verwendet.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe es bereits vor einigen Jahren das erste Mal gelesen und war von Anfang an begeistert. Sicher, das Buch ist Geschmackssache. Der Stil ist eigenwillig, teilweise derb. Und auch ob man diese "zufälligen Ähnlichkeiten" zu Goethes Werther mag oder störend bzw. unkreativ findet, ist jedem selbst überlassen. Wie gesagt, ich mochte das gern.

Durch den einfachen Stil lässt es sich sehr gut lesen und ist leicht verständlich. Und wer weiß - vielleicht ist es ja auch eine Möglichkeit, junge Leser an Goethe heranzuführen? Bei mir war es zumindest so, dass ich die "neuen Leiden" vor Goethes Werther gelesen habe, und ich dann wesentlich interessierter daran war, als wir es zum ersten Mal in der Schule gelesen haben.

Ich kann das Buch auf jeden Fall nur empfehlen! Gewiss, an einem solchen Buch scheiden sich häufig die Geister. Ich mag's, und ich finde man sollte es mal gelesen haben!



6. Quellen:

Plenzdorf, Ulrich: Die neuen Leiden des jungen W. suhrkamp Verlag: Rostock. 3. Auflage 1973
Goethe, Johann Wolfgang: Die Leiden des jungen Werther. Aufbau-Verlag: Berlin, Weimar. 1. Auflage 1982
Bernhardt, Rüdiger: Erläuterungen zu Ulrich Plenzdorf - Die neuen Leiden des jungen W. C.Bange Verlag: Hollfeld. 2. Auflage 2006
Rumpf, Michael: Lektüre - Durchblick: Johann Wolfgang Goethe, Die Leiden des jungen Werther. Mentor Verlag: München. 5. Auflage 2001
http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Plenzdorf (03.02.10)
http://www.amazon.de/Die-neuen-Leiden-j ungen-W/dp /3518368001/ref=sr_1_1 ?ie=UTF8&s=books&qid=1265215868&sr=8-1 (03.02.10)
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Kommentare
Bunny84
Bunny84, 15.05.2010
Du warst bei mir und schwubs bin ich bei dir. LG Bunny84
alicia_
alicia_, 22.03.2010
SH, werde mich über Gegenleistungen freuen, LG aus Köln
Jack100
Jack100, 19.03.2010
Danke für das Lesen meines Berichtes. Viele Grüße
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Oase0138

Die neuen Leiden des jungen Werther

ein Testbericht von 2005-06-15 18:46:31 vom 15.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: nette Geschichte, witz, Preis von 6€...
Nachteile/Kritik: keine Bilder, mehr Seiten hätten nicht geschadet
Ich bin nun mit abstand echt keine Leseratte, aber hin und wieder liest man doch mal ein Buch, auch der Schule wegen. So war es auch bei diesem Buch. Nach dem wie "Die Leiden des jungen Werther" von Goethe lesen sollte kam der etwas andere Teil von Ulrich Plenzdorf. Ich versuche euch einen guten Eindruck zu hinterlassen, denn es lohnt sich wirklich.

Vorab:
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Das Buch ist ca. 10cm in der Höhe und 6cm in der Breite. Auf der Front steht natürlich der Titel und es ist ein Bild von Plenzdorf zu sehen. Auf der Rückseite ist eine kurze Inhaltszusammenfassung die völlig sinnlos ist und ein Zitat von Marcel Reich-Ranicki über das Buch. Der Verlag ist Suhrkamp. Im Buch beginnt es mit Todesanzeigen von Freunden von Edgar Wibeau, der Hauptperson. Danach folgt das eigentliche Buch. Von Seite 9-149 geht die Story.
Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Die Schrift ist recht groß, sodass eine Seite recht schnell durchgelesen ist. Für das gesamte Buch brauch man nur knappe 4 Stunden, die sich jedoch voll und ganz lohnen. Dieses Buch spielt eine ähnliche Story jedoch an anderen Orten und in einer anderen Zeit, als wie die in von Goethe. Zur kurzen Erläuterung goethes Werkes: Es geht um einen jungen Mann, der sich in eine Frau verliebt, die jedoch verlobt ist, mit Wilhelm. Nach anfängliches Hemmungen kommen sich die beiden näher. Letzten Endes entscheidet sie die junge Dame, mit dem Namen Charlotte(Lotte), für ihren Verlobten, mit dem Werther sich auch befreundet. Damit sieht er keinen Grund mehr zu leben und erschießt sich mit der Waffe des neuen Freundes kurz vor Weihnachten. Doch wirklich nachtrauern tut ihm keiner. Soviel zu dem Werk und nun zu unserem:

Inhalt:
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Der Vater von Edgar erkundigt sich bei allen Personen im Buch und versucht so, so viel wie möglich von Edgar zu erfahren und was der Grund für seinen Tod sind. So befragt er Charly,Addy und Willi. Hier sind bereits erste Verbindungen zu erkennen. Zwischendurch und zum größten Teil erzählt Edgar diese Situationen genauer, und das mit jugendlicher Sprache, jedoch nicht wie heute. Die diesem Werk ist wie erwähnt eine ähnliche Handlung, wie in dem "Vorbuch". Der junge Edgar Wibeau, mit dem zarten Alter von 17, geht in eine Berufschule. Nach einem Zwischenfall, er lies mit Absicht eine Platte auf den Fuß seinen Vorgesetzten fallen, da dieser ihn mit Wibau ansprach, ging er in eine Laube in Berlin von seinem besten Freund Willi. Ursprünglich kommt Edgar aus Mittenberg, doch wo das genau liegt kommt nicht hervor. Jedenfalls niste er sich dort häuslich ein und zwar direkt neben einem Kindergarten mit der Erziehrin Charly. Nach einziger Zeit fällt ihr auf das jemand in der Laube wohnt und schaut mal mit ihren Kindern vorbei. Edgar mag Kinder zwar nicht, aber er kommt mit ihnen klar. Die kleinen Bewundern die Bilder von Edgar. Denn er malt gerne. Zwar sind dies blos regelrechte Bilder, aber nach Meinungen anderer haben sie potenzial. Charly ist anfangs nicht so begeistert von Eddy. Später stattet sie ihm immer mal einen Besuch ab und sie freunden sich an. Sie erzählt das ihr Freund von der Armee zurück gekommen ist und sie heiraten wollen. Dieser Satz ist ein Schlag ins Gesicht für unseren Eddy und er zieht sich zurück in seine Laube. Immer wieder macht er Tonband aufnahmen im old Werther Stil und schickt sie an Willi. Nach einigen Tagen bestattet er CHarly und deren Mann Dieter einen Besuch ab. Man merkt das Charly sich freut, aber sich neutral verhält. Auch freut es sie, dass Edgar einen Job gefunden hat, auf dem Bau. Dort stellt er sich jedoch etwas dusselig an, sodass es dort etwas Stress. Immer öfter kommt er zu Charly und sie werden dicke Freunde. Da Dieter langsam, dass Interesse ab Charly verliert und sich nicht mehr um ihnen kümmert, übernimmt diesen Teil Edgar. Nach einem gebrochen Versprechen ist Charly so wütend, dass sie mit Eddy eine Bootstour macht. In einen kleinem Boxenstopp kommen die beiden sich sehr Nah, mit anderen Worten, sie küssen sich. Plötzlich verschwindet Charly und Eddy lässt sie laufen, warum weiß es selbst nicht. In der Zeit wo er arbeitet baute Edgar eine Pumpe mit Hydraulig, 2PS Motor mit 380Volt und soweiter. Sie sollte dazu diesen die Hauswände besser zu bespritzen, mit Farbe natürlich. In seiner Laube versucht er die Pumpe in Gang zu bringen, doch bei dem Versuch sie zu aktivieren, erfassen ihn die 380Volt und er stirbt. Am Ende wird er gefunden und man trauert ihm nach.

Fazit:
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Also ich muss sagen das dieses Buch echt gut geworden ist. Die Story ist spanndend und untehaltsam. Durch Witz und Gefühl kommen das ein oder andere Schmunzeln schonmal über die Lippen. Man kann sich super in Edgars Haut versetzen und mir ihm dieses Abenteuer bestehen. Schade ist blos, dass es keine Bilder gibt im Buch und auch die Seitenanzahl etwas gering ist. So ist das Buch in 4 Stunden fertig gelesen, die sich aber lohnen. Für einen Preis von knapp 6€ in allen Buchländen und im Internet, z.B. Amazon, ist das Preis-Leistungsverhälnis optimal. Ich kann es jedem empfehlen, auch denen die nicht gerne lesen.

Eure Oase :-)
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Kommentare
plötzlichpapa
plötzlichpapa, 02.05.2005
wirklich klasse !!! Ich habe es in der Schule gelesen. Dein Bericht ist knapp, aber wirklich gut brauchbar.
kammerer86
kammerer86, 12.03.2005
Der Bericht liest sich wirklich gut. Dafuumlr gibts von mir ein quotsehr nuumltzlichquot.
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steffi_1

Der Fortschritt macht's - oder auch nicht!

ein Testbericht von 2004-05-25 17:14:38 vom 25.05.2004
Empfehlung: nein
In der Schule ging es wieder los, wir mussten eine neue Lektüre lesen und sollten darüber dann unseren Hausaufsatz schreiben, für den es Noten gab. Die Lektüre sollte etwas anspruchsvolles und interessantes sein und etwas, was Standart ist, in der 11. Klasse Gymnasium zu lesen. Also entschied unsere Lehrerin sich dafür, mit uns „Die Leiden des jungen Werther“ von Goethe zu lesen. Der Jubel war natürlich groß ....

Ich muss jedoch sagen, „Die Leiden des jungen Werther“ hat irgendetwas, auch wenn man sich dafür wirklich Zeit nehmen muss, da es sehr verwirrend geschrieben ist und die Geschichte oftmals von der Haupthandlung abweicht. Zusätzlich ist es manchmal Sprachlich schwer zu verstehen, aber wenn man etwas verstehen will, dann kriegt man das auch hin und nach kurzer Zeit ist man in „Übung“ und hat damit wohl so gut wie keine Probleme mehr.

Ganz kurz zum Inhalt von Goethes Werk:

In dem Buch geht es um einen jungen Mann, genannt Werther, welcher von Zuhause weggeht und durch die Gegend reist. In einem Ort trifft er dann auf Lotte, in welche er sich unheimlich verliebt, jedoch ist Lotte bereits verlobt und heiratet ihren Verlobten dann kurze Zeit darauf auch. Goethe liebt Lotte so sehr, dass er ungeheuer unter der gesamten Situation leidet, und so erschießt er sich dann letztendlich.

Goethe hat es geschafft, aus einer so ‚normalen’ Geschichte ein Buch zuschreiben, dass wirklich spannend geschrieben ist, und das man immer wissen will geht, wie es weiterhin abläuft.


1972 wird dann in Deutschland ein Stück uraufgeführt, welches „Die neuen Leiden des jungen W.“ heißt und von Ulrich Plenzdorf geschrieben wurde.

Die Leiden des jungen Werther – Die neuen Leiden des jungen W.

Hm, das hört sich doch irgendwie ähnlich an!

Schauen wir uns Plenzdorfs Werk an, es geht um den jungen Edgar Wibeau, welcher von daheim weggelaufen ist, weil ihm alles zu langweilig ist und er sich sein Leben anders vorstellt. Er geht mit einem Freund nach Berlin, weil er da zur Malerakademie will, dort lebt auch Edgars Vater. An der Akademie wird Edgar sowieso sein Freund allerdings nicht genommen und so kehrt sein Freund wieder zurück in seine Heimatsstadt. In Berlin lebt er in der Laube von den Eltern seines Freundes, weil er sonst keine Unterkunft hat. In der Laube findet Edgar dann eine Ausgabe von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ und fängt zu lesen an. Aus dieser Ausgabe zitiert Edgar später auch noch ein paar mal, nimmt es auf Tonband auf und schickt dieses schließlich an seinen Freund.

Neben der Laube liegt ein Kindergarten, in dem die Kindergärtnerin Charlie arbeitet.
In Charlie verliebt sich Edgar unsterblich, doch dann kehrt Charlies Freund vom Wehrdienst zurück und die beiden heiraten kurze Zeit später.

Edgar braucht schließlich eine Arbeit, denn er hat kein Geld und so bewirbt er sich bei einer Malerkolonne, die ihn aufnimmt. Dort gibt es zuerst auch einige Probleme und als Edgar dann die nicht funktionierende Farbspritze der Kolonne gezeigt wird, bekommt er die Idee, ebenfalls eine Farbspritze zu konstruieren, aber eine die wirklich funktioniert. Er klaut sich die Teile dafür überall und sammelt den Rest den er dafür braucht und baut schließlich die Spritze zusammen. Als er sie dann ausprobieren will, stirbt Edgar an einem Stormschlag, da die Voltzahl viel zu hoch war.
„Die neuen Leiden des jungen W.“ sind im Gegensatz zu Goethes „Werther“ sehr einfach geschrieben, so dass jeder das Geschehen in dem Buch verstehen kann. Es wird die sogenannte „Jugendsprache“ benutzt und Fachwörter kommen so gut wie gar nicht darin vor.
Jedoch ist das Buch ziemlich langweilig gestaltet, dass heißt es ist kein wirklicher Spannungsbogen vorhanden, oder irgendetwas, wo man sagen kann, das macht es interessant das Buch weiterhin zu lesen.
Mir ist es wirklich schwer gefallen das Buch zuende zu lesen, da es mich ehrlich gesagt auf einer gewissen Art und Weise gelangweilt hat. In dem Buch wird eine ganz alltägliche Geschichte erzählt, wie sie bei jedem vorkommen kann und die nichts außergewöhnliches ist.
Natürlich kann man sich hier leicht mit Edgar identifizieren, da der Junge dieselben Probleme hat, wie alle Jugendlichen, aber selbst dies hat mir nicht geholfen, an dem Buch irgendwas spannendes zu finden.


Das Buch besteht aus 148 Seiten und ist im Suhrkamp Verlag als Taschenbuch zu einem Preis von 6 Euro erschienen.


Der Auto ist, wie schon oben erwähnt, Ulrich Plenzdorf, welcher am 26. Oktober 1934 in Berlin geboren wurde. 1954 begann er Philosophie zu studieren, aber dieses Studium brach er nach 3 Semestern wieder ab.
Plenzdorf war auch in der Nationalen Volksarmee und begann dann ein Studium an der DDR-Filmhochschule in Babelsberg.
Neben „Die neuen Leiden des jungen W.“ schrieb er zum Beispiel noch die Romanfassung „Die Legende vom Glück ohne Ende“, das Theaterstück „Ein Tag länger als ein Leben“ oder das Fernsehstück „Vater Mutter Mörderkind“.


Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“ hat zwar zur Erscheinungszeit einen großen Erfolg in Ost- sowie in Westdeutschland gehabt, allerdings ist es meiner Meinung nach kein besonderes Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Die Zeit kann man wirklich viel besser in andere Bücher stecken, als das man sich so einen Abklatsch antut, denn mehr ist das Buch nicht.
Die Geschichte ist ganz genau die gleiche, das einzige was Plenzdorf damit gemacht hat ist, das Buch in die heutige Zeit umzuschreiben und vielleicht ein paar Namen zu ändern, aber ansonsten spielt sich das gleiche ab, wie in Goethes „Werther“, von welchem in Plenzdorfs Buch auch noch Absätze zitiert werden!

Wenn, dann sollte man sich Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ durchlesen, von dem Buch hat man um einiges mehr, als von Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“ und langweilig wird es einem da auch nicht, allerdings braucht man dafür einfach Zeit und wenn man Goethes Buch gelesen hat, kann man, wenn man unbedingt will, danach noch Plenzdorfs Buch lesen. Man sollte jedoch wirklich als erstes Goethes Buch lesen und danach erst Plenzdorfs, weil man ansonsten die Geduld nicht hat, weil man sich vielleicht denkt, man weiß sowieso was passiert und wie es endet, warum dann sich auf etwas konzentrieren, was man sowieso schon kennt.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Tris.
Tris., 25.05.2004
Noch gar nichts von gehoumlrt. Wo ich doch so ein Buumlcherwurm bin.
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