ein Testbericht von MONETIX2003-07-01 20:01:08vom 01.07.2003Empfehlung: nein
Vorteile: Gibt Energie rasch zurück...Nachteile/Kritik: zu süss, zu klebrig, schlechte Konsistenz
Der grösste Feind aller Ausdauer-Sportler ist die Auszehrung –der sogenannte Hungerast.
Nicht das ich mich zu den extremen Ausdauersportler zählen würde, aber ich muss zwangsläufig etwas für meinen Astral-Körper tun. Denn meine Frau gab mir unmissverständlich zu verstehen, dass es nicht ginge, am Tag 12 bis 14 Stunden zu arbeiten –und das überwiegend am PC, und keine Bewegung zu haben.
Soweit so gut –ich liess ein paar Tage ins Land streichen und dachte, dass sie die Angelegenheit vergessen hätte, bis sie mit einem Trainingsplan –den ein befreundeter Sportlehrer ausgearbeitet hatte- in meinem Büro erschien.
Ich konnte schon die sadistische Freude in ihren Augen sehen, als sie durch die Tür trat und wusste augenblicklich, dass meine Tage sich drastisch verändern würden.
Dies ist jetzt 4 Wochen her und seitdem werde ich bei Wind und Wetter, Sonne und Regen immer um 15.00 Uhr für eine Stunde aus dem Haus getrieben –zwecks „Erholung“ wie meine Frau meint.
Da wir mitten im Wald leben, ca. 200 Meter vom nächsten Haus am Ortsrand, waren Wald-Dauer-Läufe angesagt.
Das Mittagessen besteht aus Grünfutter und ähnlich gesunden Stoff, deshalb nehme ich auf meine Laufstrecke immer –die vom Sportlehrer empfohlenen- Power-Snacks und eine kleine Trinkflasche mit auf meinen persönlichen „Kreuzweg“.
Bevor ich jetzt auf den Power-Riegel als Produkt eingehe, noch einige allgemeine Vorbemerkungen:
Der Hungerast –dieser stechende, plötzlich auftretende Hunger. Wenn der Magen knurrt und die Beine sich wie Pudding anfühlen.
Wenn jeder Laufschritt zur Strapaze wird und gleichzeitig die gefühlte Anstrengung nach oben schiesst, dann sind die schnell verfügbaren Energiequellen des Körpers verbraucht, krampfen die Muskeln, ist der Blutzuckerspiegel im Keller.
Um diesen Zustand zu vermeiden, müssen die Energiedepots rechtzeitig aufgefüllt werden – mit Getränken und fester Nahrung.
Mittlerweile gibt es eine grosse Auswahl an bunt verpackten Riegeln, auf denen die Hersteller raschen Nachschub für die Energiespeicher versprechen.
Was muss drin sein in solch einem Power-Riegel?
Wichtigstes Bestandteil sollten Kohlenhydrate sein, da diese vom Körper am effektivsten verbrannt werden.
Am besten ist eine Mischung aus Vollkorn, Trockenfrüchten und Zucker. Es kommt aber auf die Zusammensetzung der Kohlenhydrate an. So liefern Traubenzucker und Maltodextrin mit hohem Glyx-Faktor (Glykose) rasch Energie, die jedoch schnell wieder abklingt.
Kohlenhydrate aus Trockenfrüchten und Haferbestandteilen sorgen dagegen anhaltender für Energie.
Ein guter „Leistungs-Spender“ sollte daher aus 60 % und mehr der Energie aus Kohlenhydraten bereitstellen, aber nur maximal 20 bis 25 % Fett. Der Rest sollte aus Proteinen bestehen.
Wer, wann, wieviel essen sollte, bestimmen die Intensität und Dauer der Belastung.
Dies ist bei mir ca. 60 Minuten bei einer Streckenlänge von knapp 10 Kilometern, da reicht ein Riegel. Ganz wichtig ist das Trinken bei allen Energie-Quickies: Nur so kommt der Tiger schnell wieder in den Tank.
Gut geeignet sind die Energie-Riegel bei langen Laufeinheiten oder auch als Zwischenmahlzeit auf Wandertouren, wo man auf geringes Gewicht achten muss, den der Energieanteil je 100 Gramm ist hier deutlich höher als beim „Natur-Riegel“ Banane.
Die schmeckt meiner Meinung nach zwar besser, ist aber schlechter unterzubringen und wird zerquetscht.
Für Normal-Sportler wie mich taugen die Riegel zur besseren Regeneration nach der Laufbelastung.
Kommen wir nun zum Produkt der Begierde:
POWER-BAR-PERFORMANCE
Preis: 1,99 Euro Pro Riegel , 3,07 Euro pro 100 Gramm Gewicht: 65 g Kohlenhydrate pro 100 g: 65 davon Zucker: 31 Fett pro 100 g: 3,1 Energie-Werte pro 100 g in kcal: 342
Die Verpackung klebt
meistens am Riegel fest und es ist etwas schwierig während des Laufens das Papier zu entfernen. (Das nehmen wir natürlich wieder umweltfreundlich mit nach Hause)!
Der Geschmack in meinem Falle * Banane, * Cappucino oder&nbs p;* Vanille Crisp ist extrem süss mit jeweiligem intensiven Aroma und sehr künstlich und synthetisch.
Als nächstes kommt noch das Handicap der „Wetter-Fühligkeit“ des Riegels zum tragen:
Bei kalter Witterung kann man das Teil kaum beissen und bei warmer Witterung ist es klebrig und man bekommt kaum die Zähne auseinander um es zu zerkauen.
Ich glaube wenn man nichts zu trinken dabei hätte, käme es bei warmem Wetter zu Gesichtslähmungen beim kauen dieses Energie-Riegels und man brauchte die Energie alleine schon für die Kau-Muskulatur.
Der Riegel ist zwar Kohlenhydratreich durch verschiedene Zuckerarten, hat aber trotzdem einen geringen Frucht- und Getreideanteil.
Der Riegel ist auch in folgenden Geschmacksrichtungen erhältlich –die ich aber garantiert nicht testen werde: · Wildfrucht
· Apfel-Zimt
· Rosinen-Zimt
· Malz-Nuss
· Schokolade
FAZIT
Er ist zwar geeignet um die Energie-Depots wieder aufzuladen, aber trotzdem wird er nicht mein ständiger „Lauf-Begleiter“ bleiben.
Der Riegel sorgt zwar merklich für Energie-Nachschub in der zweiten Hälfte der Laufzeit, trotzdem werde ich mich nach einem anderen Produkt umsehen, zumal der Preis von fast 2 Euro, meiner Meinung nach ziemlich übertrieben ist, deshalb werde ich dem Power-Bar-Performance hier nur 3 Punkte von 5 möglichen Punkten zugestehen.
ein Testbericht von anonymER2010-02-02 12:35:11vom 02.02.2010Empfehlung: ja
Vorteile: gibt Energie, verhindert den Hungerast, interessante Geschmacksrichtungen erhältlich...Nachteile/Kritik: Preis, zäh und süß
Auch ich gehöre zu den Zeitgenossen, die PowerBar in den Ernährungsplan aufgenommen haben. Ok, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber ich nutze diverse Powerbar-Produkte vor, während und nach sportlichen Aktivitäten. Dazu gehören Riegel, Gele und Pulver.
Hier geht es nun um den Powerbar Performance Riegel, von dem ich bereits mehrere Geschmacksrichtungen probiert habe. Aktuell sind das: Cookies N Cream und Mango Passionsfrucht. Die Sorten wechseln von Jahr zu Jahr und beinhalten auch Klassiker wie Vanille oder Schoko. Die ausgefalleneren Geschmacksrichtungen sind eben nicht jedermanns Sache.
Empfohlen wird der Riegel für die Verwendung VOR dem Sport (Powerbar kategorisiert seine Produkte in Step 1 (vorher), 2 (während) und 3 (nach dem Sport)). Ich nutze den Riegel bei längeren Einheiten aber auch häppchenweise im Stundentakt gegen den Hungerast. Ein Riegel hat dabei ca. 250 kcal und besteht vor allem aus Kohlenhydraten in Form von Zucker. Und das ist der Grund, warum viele Leute diesen Riegel nicht mögen - er ist abartig süß (und klebt wie Sau). Ich nehme ihn in Verbindung mit einigen Schlucken Wasser (oder einem anderen ungesüßten Getränk) - dann ist es gut auszuhalten. Was aber bleibt: Der Riegel ist sehr zäh und man reißt eher ein Stück ab als es abzubeißen.
Mir liegt der Riegel nicht schwer im Magen - ein Vorteil gegenüber anderer Kohlenhydratkost, die man so vor einem Ausdauertraining gern mal zu sich nimmt und erstmal zwei, drei Stunden verdauen muss. Ich habe bisher auch durchweg positive Effekte festgestellt. Wer also seine Kau- und Würgemuskulatur gut im Griff hat und vielleicht noch meinen Getränkerat berücksichtigt, wird den Powerbar-Riegel sicher zu schätzen wissen.
So ein Riegel kostet im Allgemeinen um die 2 Euro (z. B. in der Sportabteilung großer Kaufhäuser). Wer Geld sparen möchte, sollte die Augen offenhalten: Im Internet bekommt man die Riegel oft auch für 1,50 Euro, z. B. wenn das Verfallsdatum naht (die Riegel lassen sich aber noch lange nach dieser Deadline genießen). Es gibt auch Großpacks mit 18 und 30 Riegeln.
ein Testbericht von plötzlichpapa2005-05-07 21:39:34vom 07.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: erfolgreiche Zielankunft...Nachteile/Kritik: süß, zäh und schwer zu kauen
Liebe Leserinnen und Leser,
die Ausdauersportler unter euch kennen sie bestimmt. Ich schreibe über die „PowerBar-Riegel“. Genauer gesagt, übe die PowerBar „Performance“. Es gibt von PowerBar noch Produkte mit dem Namen „Harvest“ und natürlich das beliebte „PowerBar-Gel“.
Wofür sind diese Riegel?
Im Ausdauersport kommt es darauf an, dass der Körper über eine sehr lange Zeit sehr hohe Leistung bringt.
Dafür braucht er natürlich Energie. Die Energie in unserem Körper stellen bekanntermaßen die Kohlenhydrate. Aber nicht nur Energie verbraucht unser Körper während einer lang anhaltenden Anstrengung. Auch Mineralstoffe, Vitamine, Proteine und vieles
mehr.
Ich möchte euch das Ganze mal am Beispiel eines Marathonlaufes darstellen:
Um die 42,195km zu bewältigen, brauchen die Schnellsten Läufer ca. 2.05 Stunden. Ein Hobbyläufer braucht zwischen drei und sechs Stunden für diese Distanz. Ich selbst ca. vier. Während dieser langen Anstrengungen verbrennt unser Körper laufend Kohlenhydrate, solange ihm welche zur Verfügung stehen. Trotz eines gezielten Kohlenhydrataufbaus im Hinblick auf einen Marathon sind die vor dem Lauf zugeführten Kohlenhydrate spätestens nach ca. eineinhalb Stunden verbrannt.
Um dem Körper möglichst komprimiert neue Kohlenhydrate zu geben, hat die Firma PowerBar hochenergetische Riegel entwickelt, die der Sportler vor dem Sport (zur vollständigen Auffüllung seiner Kohlenhydratspeicher) oder sogar während des Sports (zur Wiederauffüllen der Speicher) entwickelt.
Die Riegel sollen uns also helfen, einen Teil der verlorenen Energie wieder zu gewinnen, damit wir z.B. im Marathon auch nach einer langen Zeit (so wie bei mir üblich) ins Ziel kommen.
Wie sehen diese Riegel aus?
Die PowerBar-Riegel sind 12,5 x 5,5 cm groß und in einer mit goldenem Grundton verzierten Verpackung luftdicht versiegelt. In großen, Roten Lettern steht die Marke PowerBar unübersehbar auf der Vorderseite. Die verschiedenen Sortenangaben sind durch verschiedene Farben gekennzeichnet. So wird „Mocha/Cappuccino“ (nein, es handelt sich um keinen Rechtschreibfehler, das steht so drauf) in Braun umrahmt, „Sesam“ mit rot oder „Vanilla Crisp“ mit blau.
Auffällig ist die Rückseite. Ich kenne kein Produkt, auf welchem soviel auf kleinstem Raum gedruckt wurde. In verschiedensten Sprachen sind die Nährwertangaben und sonstige Informationen zu finden.
Nährwerte:
Nun wird es wirklich interessant: Bei keinem, mir bekannten Produkt interessieren mich (aus nachvollziehbarem Grund) die Nährwertangaben so stark wie hier. Soll ich wirklich anfangen
Ok, aaalso:
Alle Angaben beziehen sich auf 100g (wobei ein Riegel 65g wiegt. Bitte seht es mir nach, wenn ich nicht alles umrechne).
Brennwert: 1482kj (355kcal)
Eiweiß: 15g
Kohlenhydrate (jetzt kommt´s): 65g (das bedeutet, dass 65 % des Riegels Kohlenhydrate pur sind)
Davon Zucker: 26g
Fett: 3,8g
Davon gesättigte Fettsäuren: 1,5g
Ballaststoffe: 4,6g
Natrium: 0,14g
VitaminE: 13,5g
VitaminC: 80mg
Vitamin B1: 1,0 mg
Vitamin B2: 2,2 mg
Niacin: 24mg
Vitamin B6: 2,7mg
Panthonsäure: 8mg
Calcium 400mg
Phosphor: 308mg
Eisen: 7,0mg
Magnesium: 150mg
Zink: 7,5 mg
Puuuuuuuhhhhh….. das war´s !!!
Wer stellt diese Riegel überhaupt her?
Die Firma PowerBar Europe GmbH, Edelsbergstrasse 10 in 80686 München.
Diese könnt ihr jederzeit unter der Telefonnummer 089/502007-0 oder natürlich unter www.powerbar-europe.com erreichen.
Bringen die denn auch wirklich etwas?
Also, um es vorweg zu nehmen: ICH WEISS ES NICHT GENAU.
Das ist so: Mittlerweile bin ich fünf Marathonläufe, und mehrere Halbmarathonläufe gelaufen. Bei den Marathonläufen habe ich fest in meiner Vorbereitung auf den Lauf vor jedem ca. eine Stunde vor dem Start einen Riegel gegessen. Ich erhoffte mir, dass meine Kohlenhydratspeicher absolut voll werden.
Dann, während des Marathons habe ich nach ca. eineinhalb, und dann noch mal nach ca. drei Stunden einen Riegel herunter gewürgt (wieso gewürgt?.. Ich komme später darauf zurück).
Ich bin jedes Mal ins Ziel gekommen. Ich habe jedoch niemals irgendwie einen „Energieschub“ oder etwas in die Richtung bemerkt. Wahrscheinlich kann man das aber auch nicht merken. Tatsache ist, dass ich ins Ziel kam. Ich kann euch aber nicht sagen, ob ich ohne die Riegel nicht auch angekommen wäre, oder ob ich langsamer oder müder gewesen wäre. Bisher habe ich es verpasst, einen Marathon ohne die „Hilfe von PowerBar“ zu bestreiten.
Wie schmecken denn die?
Naja….. ich bin schon froh, dass ich das Zeug nicht oft essen muss. Aber von Vorne:
Wenn man den Riegel auspackt, dann hat man eine feste, aber sehr klebrige Masse vor Augen, und bald im Mund. Leider wird diese im Mund auch nicht unbedingt flüssiger. Das Problem während des Laufens ist, dass man sehr viel an den, vorher mühsam abgebissenen Stückchen kauen muss. Man hat das Gefühl, dass man einen Kaugummi verspeisen möchte. Ich habe während meiner verzweifelten „Runterschluckversuche“ laufend einen Würgreiz, denn die von Mir probierten Riegel (Cappucino, Sesam und Vanilla Crisp) sind nicht nur sehr zäh, sondern auch noch überaus süß. Jeder Läufer, der schon einmal etwas Süßes während des Laufes gegessen hat weiß, dass dies nicht unbedingt angenehm schmeckt.
Ich kann also sagen, dass der Geschmack einfach nur süß ist, und auch die verschiedenen Geschmacksrichtungen daran nichts ändern.
Ich will aber nicht nur meckern. Mir ist schon auch bewusst, dass es auch nicht gut wäre, wenn man einen staubtrockenen Riegel essen müsste, und sich kleine Körnchen in die Luftröhre begeben, und dort zu unerwünschten Hustenanfällen führen.
Fazit:
Wie ich in meiner Überschrift schon geschrieben habe, weiß ich nicht, ob ich ohne PowerBar auch ins Ziel gekommen wäre. Das gewünschte Ergebnis (Zieleinlauf) habe ich erreicht, deshalb kann ich PowerBar schon einmal zwei Sternchen geben. Ein Sternchen bekommt PowerBar auch dafür, dass sie nicht „staubtrocken“ sind.
Eines muss ich für die extreme Zähigkeit abziehen (Lieber Hersteller, es ist sehr anstrengend, während dem Laufen einen festen Kaugummi zu kauen, zu atmen und noch den Zuschauern zu lächeln). Natürlich muss ich einen auch für die hohe Süße abziehen.
Somit verbleiben noch drei Sterne.
Da ich euch weiter oben bereits meine Erfahrungen erläutern konnte, beende ich hier auch mein Fazit.
Ach ja, wenn ihr einen Läufer seht, der hustend und röchelnd vor sich hin läuft, und in seiner Hand einen überbreiten Riegel hat, dann wisst ihr nun, was er gerade verzehrt.
ein Testbericht von jolinden2003-07-22 08:02:04vom 22.07.2003Empfehlung: ja
Vorteile: hilft immer, schmeckt manchmal...Nachteile/Kritik: nicht billig
Am Wochenende, wenn der Schneesturm oder Regenschauer mal gerade kurz nachlässt, zieht sich der Verfasser ungeduldig die Funktionsklamotte an, holt das Rad aus dem wetterfesten Unterstand, packt eine Flasche verdünnten Apfelsaft als Kraftspender in die Halterung und knüppelt durch den Landkreis, um Geist und Körper wieder zu stählen.
So nach eineinhalb Stunden (je nach Intensität) sind die ohnehin nicht besonders trainierten (geschweige denn professionell gefüllten) körpereigenen Kohlehydratspeicher geleert, der Blutzuckerspiegel sinkt. Der Autor verspürt in der Folge zunehmend Hunger und Durst, und wenn er nicht bereits seit einer halben Stunde wie
ein Windelträger am Apfelsaftfläschchen nuckeln würde, wäre er längst mit einem rapiden Leistungsabfall konfrontiert, der das eigene Tempo den sonntagsradelnden Familienausflüglern annähern würde. WIE PEINLICH!
Was also tun, wenn der stark verdünnte Apfelsaft nicht mehr genügend POWER liefert, um das Leistungsniveau für das letzte Drittel der Ausfahrt zu halten?
Die Antwort ist einfach: was gescheites ESSEN, und zwar unbedingt rechtzeitig, BEVOR der Hunger ausbricht. Hervorragend geeignet ist da ein belegtes Schwarzbrot, das enthält alle Kohlehydrate, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Vitamine, die dem Körper jetzt fehlen. Oder ein, zwei Bananen, die tun's auch. Ätsch, Industrie, es geht auch ohne Powerbar, hihi.
Warum dann trotzdem Powerbar nehmen? Was erwartet einen da überhaupt? Ich hab den ausführlichen Test für Euch gemacht (bin nebenbei auch allergisch auf Bananen):
Leseprobe:
Der Blick auf die Verpackung enthüllt uns, dass da alles drin ist, was der ausgezehrte Körper braucht: zwei Handvoll Vitamine, Aminosäuren, Mineralstoffe, leicht spaltbare (d.h. schnell verbrennende) und komplexe (also länger vorhaltende) Kohlehydrate. Je nach Geschmacksrichtung auch noch diverses anderes kleingemahlenes Zeugs, Nusskerne oder ähnliches, und fast in allen Sorten Puffreis. Brennwert so um die 220-240 kCal je Riegel.
Beißprobe:
Das ganze kleingemahlene und zusammengepampfte klebrigsüße und leichtverdauliche Zeug suggeriert von der Zusammensetzung, dass es sich um was für Zahnlose handelt. Quasihomogener Nährbrei oder ähnliches, für Sportler ab 80... Weit gefehlt, zumindestens was die Konsistenz anbelangt! Die zähe Pampe hat einen Biss wie ein Stück Schuhsohle, sozusagen wie ein Riesen-Maoam. Brechen kann man den Riegel fast nicht, aber in allen Freiheitsgraden biegen. Bereits das Abbeißen und kleinkauen ist bei der hohen Dichte eine sportliche Leistung, die geschätzt 10% der mit jedem Biss zugeführten Energie wieder verbraucht.
Und der Geschmack?
Da kann ich nur subjektiv antworten. Und ich bin hart im Nehmen, mir schmeckt z.B. auch Götterspeise, bringe Quench runter, ich hab kurz gesagt kein sensorisches Problem mit US-typischen synthetischen Vitaminen, Aromen u.ä. Und genau nach sowas schmeckt der Riegel. Wobei man die Richtung des Geschmacks folgendermaßen zur Auswahl hat:
Rosinen-Zimt (noch nicht probiert)
Cappuccino (nicht uninteressant)
Banane (ich find alles mit Bananenaroma schmeckt künstlich, so auch hier)
Apfel-Zimt (einer meiner Favoriten)
Malz-Nuss (noch nicht probiert)
Schokolade (ich brauch's nicht)
Wildfrucht (mein anderer Favorit, schön grellpink)
Vanille-Crisp (probier ich als nächstes)
Schoko-Erdnussbutter (das hört sich schon nach schierer Kraft an)
Erdnussbutter (unverfälschtes US-Original)
Der Praxistest
Nach 90 min Radfahrt kommt erwartungsgemäß der kleine Appetit, gefürchteter Vorbote brüllenden Hungers. Der Riegel wird erwartungsgeladen aus der Trikottasche rausgefingert, und während die eine Hand zitternd den Lenker des weiterhin über die Piste bretternden Rads zu halten versucht, führt die andere den in glänzende Folie verpackten Riegel Richtung keuchende Fressluke. Mit Verpackung essen wäre jetzt das einfachste, geht aber mit dem leichten Sportgebiss was man aus Gewichtsgründen dabei hat nicht so einfach. Also mit der freien Hand festhalten, mit den Zähnen aufreißen, und dabei die Straße nicht aus den Augen lassen - ein Schlagloch bei 30 km/h mit nur einer Hand am Lenker wäre jetzt unpassend. Nag-nag-nag, jetzt ist die Stunde der Wahrheit: zerfieselt sich die Verpackung dabei in mikroskopisch kleine Fetzchen, die dann umweltfeindlich in die Pampa flattern, oder kriegt man das Teil im Ganzen auf? Na, gottseidank, keine Fetzen. Also in das Freigelegte herzhaft reinbeißen und nach einigen Kauversuchen runterwürgen. Wider Erwarten kein Plombenzieher, mit 5-6 großen Bissen ist der Riegel vernichtet. (Der folgende Durst muss gestillt werden).
Der Energieeffekt
Tatsache, der sonst zu einem bestimmten Punkt erwartete Leistungsabfall zögert sich hinaus - um ca. eine halbe Stunde. Es liegt auch nichts schwer im Magen, es bleibt kein chemisch-komischer Geschmack übrig, nur eine leicht klebrige leere Verpackung zeugt pappend in der Trikottasche vom vergangenen Festmahl.
Die Gegenüberstellung
A) was spricht gegen das o.g. belegte Schwarzbrot?
1. Zu schwer zu essen (zumindestens beim Laufen oder Radfahren besser in einer Pause als während des Sports)
2. Fällt leicht auseinander, und verflüchtigt sich während des Essens dadurch eher in die Umwelt als ein in sich zusammenklebender Riegel
3. Klobiger, nimmt beim Transport mehr Platz in der Trikottasche oder sonstwo weg, zerbröselt bei mechanischer Belastung auch leichter
B) was spricht gegen den Powerbar?
1. Mehr als zwei Stück pro Tag krieg ich nicht rein, sowieso nur in wechselnder Geschmacksvariante, danach widersteht's mir irgendwie
2. Teuer, Einzelpreis von ca. 4 dm ist ca. doppelt so viel wie akzeptabel
3. Natürlichkeit nicht so einwandfrei (da gibt's alternativ den "Harvest" von Powerbar)
Fazit:
Ich empfehle den Powerbar für Ausdauersport, wenn man mit Gramm und Volumen haushalten muss. Die Geschmacksauswahl hilft ein bisschen über die zäh-ledrige Konsistenz weg. Aber für das Gebotene ist er (wie die Konkurrenzprodukte) ca. Faktor 2 zu teuer.
Übrigens hab ich jetzt so ein Energie-Gel einer anderen Firma zur Probe, 240 kCal in 40 g Gel, da bin ich mal gespannt...
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