Hallo liebe Yopi-User,
ich möchte euch einige Infos zum Buch Krabat geben.
Krabat:
Bedrohliche unheimliche Atmosphäre auf der Mühle
-in helles Licht getaucht
-in Schnee getaucht, dunkel, bedrohlich
-ein mächtiges böses Tier, das auf Beute lauert Grabesstille / tiefe Finsternis / schwarze Kammer
-rote Kerze auf Totenschädel
-Mann, bleich im Gesicht schwarzes Pflaster auf dem linken Auge
-Eiskalte Hand
Lyschko: fies, Spion für den Meister
Kubo: schweigsam
Kito: Griesgram
Andrusch: witzig, Spaßvogel
Staschko: flink, geschickt
Petar: schnitzt gerne
Hanzo: kräftig, stämmig
Juro: angeblich dumm
Michal: gutmütig, bärenstark
Tonda: ernst, nett, gelassen
Merten: gutmütig, bärenstark
Träume
-Weil der Meister im Traum vorkommt und ihm etwas sagt (der Meister kann Träume schicken).
-Es ist kursiv gedruckt.
-Es kommen Sachen vor die gar nicht stimmen (nicht real).
-Er plagt sich und ist arm dran. Er ist verkrüppelt und dürstet.
-Er erlebt ein richtig schlimmes Leben ohne Zauberkräfte und er arbeitet hart für einen Hungerlohn und er ist ein Krüppel.
-Es kann bedeuten das der Meister wütend auf Krabat ist, weil er nicht der Nachfolger vom Meister geworden ist und er ihm zeigt was für ein Leben er haben könnte wenn er nicht der Meister wird.
Träume:
-Warnung
-Vorrausdeutung, Hoffnung
-Ängstigende Vorwegnahme
-Zeigen die Macht des Meisters
-Alptraum, Angsttraum
• alle kursiv gedruckt
• Präsens = andere Erzählebene
Bedeutung des Traums „Adler des Sultans“
-der Meister will Krabat und Juro testen und auf die Probe stellen
-zeigt, dass der Meister Angst hat
-zeigt, dass der Meister überlistet werden kann
Zwischengeschichten
-Ochsenblaschke
-F eldmusik Zauberkünste werden angewandt lustige Geschichte
-Vivat Augustus Zauberkunst als großes Machtmittel (unheimlich)
-Geschichten von Pumphutt bringt Abwechslung, Meister kann besiegt werden
-Pferdehandel, zeigt was passiert wenn man dem Meister nicht gehorcht
Gelegenheit für Gesellen, Zauberkünste anzuwenden. Lustige Geschichte (Ochsenblaschke)
Hahnenkampf, zeigt dass der Meister besiegt werden kann.
= Spannung wird erhöht. Machtkampf zwischen Meister und Krabat.
Die Osternacht
Gesellen:
1. Gesellen wachen am verrufenen Ort unter freiem Himmel
2. Drudenfuß, Mal der geheimen Bruderschaft
3. Sie beugen vor Ochsenjoch
4. Backenstreich empfangen
5. Gehorsam geloben
6. Arbeiten, bis Drudenfuß abgeschwitzt
7. Festmahl
Dorfbewohner:
1. Glo ckengeläute und Gesang
2. Umzug der Mädchen
3. Holen das Osterwasser
Krabat Kantorka
1. Jahr: hört sie singen
2. Jahr: sieht sie
3. Jahr: spricht mit ihr
Magische Elemente
-Zauberbuch (Koraktor)
-Messer von Tonda
-Drudenfuß
-Zauberring
-Kleider der toten Gesellen
Der Machtkampf
Meister
-Pakt
-Zauberei
-Gebunden an Gevatter
-Abhängig vom Koraktor
-Zwang auf Gesellen
-An die Mühle gebunden
Krabat
-baut tiefe Freundschaft auf
-freiwillige Unterwerfung
-freiwillige Unterwerfung aber Widerstand
Will Mühle verlassen
Motive:
-will Macht
-will Meister besiegen
-Rache für Tonda, Michal, Merten usw.
-Liebe zur Kantorka
-Freiheit
-Beliebtheit
-Einfluss
-Rei chtum
Krabats Gedanken
Im ersten Jahr kurz vor Karfreitag:
Ich weiß nicht was nachts in der verfluchten Mühle passiert! Wie bin ich hierher gekommen, und warum? Ich hatte diesen Traum dreimal geträumt und dann war ich hier. Und dieser schwarze Mann und der tote Gang, und dem Mann seine Feder, die rote Feder. Ist das hier eine Zauberschule? Gut möglich. Wenigstens hab ich Tonda meinen Freund. Ist der Meister böse? Hoffentlich nicht.
Die Mühlengesetzte
Gesetze der schwarzen Schule
-nach Probezeit Aufnahme in Schwarzen Schule
-am Freitag wird aus dem Koraktor vorgelesen
-in der Osternacht Wachen am verrufenen Ort
-Ostersonntag Unterwerfung unter den Meister
-Aufstehen in den Neumondnächten, der Gevatter kommt
-Jede Neujahrsnacht muss ein Geselle sterben
-Neuaufnahme des Mühlenbetriebs einige Tage später. Normale Handwerksgesetze
-Der Neue bekommt die Kleider des Vorgängers
-Ausfegen der Mühlenkammer
-Nach der Lehre die Gesellenzeit Freimüllern.
Die Mühlengesetze
1. Welche Zwänge gibt es in der Mühle?
2. Welche Gesetze könnten übliche Handwerksregeln sein, welche entstammen der Schwarzen Schule?
1. Freitag: Lesung aus dem Koraktor
Sa. - Do.: Arbeiten
Ostern: Zu einem toten Platz gehen und einen Drudenfuß auf
die Stirn zeichnen und übernachten
Silvesternacht: Stirbt ein Müllerbursche
Lesung von Koraktor: in Raben verwandeln
2. Handwerksregeln: Sa.- Do.: Arbeiten
Schwarze Schule: Freitag: Lesung aus dem Koraktor.
Ostern: toten Platz gehen, Drudenfuß auf Stirn zeichnen, dort übernachten
Silvesternacht: Stirbt ein Müllerbursche
Lesung von Koraktor: in Raben verwandeln
Adler des Sultans
Krabat, der Musketier in einem blauen Waffenrock, steht zur Rechten des Herzogs von Leuchtenberg. Er betrachtet die Pferde, die man ihm zeigt. Er wählt einen weißen Rappen mit einem winzigen Mahl auf der Stirn, das von weitem wie ein Drudenfuß aussieht. „ Gebt mir den da“, verlangte Krabat. Krabat lädt seine Büchse und reitet los. Er umrundet den Paradeplatz, dann gibt er dem Rappen die Sporen und reitet auf den Herzog und dessen Gefolge zu. Und er fliegt über den Marschall und seine Männer. Bald sieht er die ersten Türken, mit ihren bunten Turbanen. Krabat hat sich mit einem Zauber belegt, der bewirkt dass keiner ihn sieht. Er sieht ein kleines Zelt das von zwanzig, bis auf die Zähne bewaffneten Türken bewacht wird. Er reitet in das Zelt und macht sich wider sichtbar, und da ist der Marschall aus Dresden. Der Feldherr trägt eine schwarze Lederklappe über dem linken Auge. Der Marschall steigt mit Krabat auf das Pferd, und sie reiten davon. „Platz da“ ruft Krabat als er aus dem Zelt reitet. Niemand wagt es sich ihnen entgegen zu stellen. Und wider steigt er in die Lüfte und schon beginnen die Türken auf sie zu feuern. Krabat fürchtet die Kugeln nicht. „Sie müssten mit etwas goldenem schießen, wenn sie uns treffen wollen“, belehre er den Meister. Das Feuer wurde eingestellt. Ein schwarzer Adler verfolgt sie. „Kehrt um“, sagt der Adler, „oder ihr seid des Todes!“ „ Schieß doch mit seinem Feuerrohr“, krächzt der Marschall in Krabats Ohr. „ Ich hab nichts Goldenes um damit zu schießen.“ Der Marschall reist einen Knopf von seinem Waffenrock ab. „Steck es in die Flinte und schieß es schon!“ Juro der Adler ist nur noch ein kleines Stück von ihnen entfernt. Krabat denkt nicht daran ihn zu töten. Er tut so als ob er den Knopf in die Büchse steckt. Dabei lässt er ihn fallen. Er schießt dem Verfolger über die Schulter hinweg. Blind wie er weiß, nur mit Pulver geladen, ohne den Goldknopf. Der Schuss kracht. Plötzlich ein gellender Todesschrei: „Kraaabaaat!“ Krabat erschrickt und lässt die Flinte fallen. Dann schlägt er die Hände vor sein Gesicht und weint. „Kraaabaaat!“ , gellt es ihm in den Ohren.
Zaubersprüche
1. Schneezauber: Ich will nicht warten Schnee auf die Saaten.
2. Hunde: Hunde kommen nun, und beißen auch fest zu.
3. Pilze: Knilze und Miltze bring mir große wilde Pilze.
4. Nebel: Reitersäbel und Müllersregel bring mir einen dichten Nebel.
Otfried Preußler
Otfried Preußler stammt aus dem Isergebierge (Sudeten).
Sein Vater war Sonderschuldirektor und die Mutter war Mittelschullehrerin. Nach Kriegsdienst (seit 1942) und Gefangenschaft war Otfried Preußler nach seinem Studium 1953 in Bayern als Lehrer tätig. Später wurde er Schriftsteller. Otfried Preußler ist verheiratet und Vater von drei Töchtern. Er gewann viele Preise.
Ich hoffe ich konnte euch das Buch näher bringen und bedanke mich für das lesen meines Berichtes.
Sang_il, 03.09.2005
Mich erinnert das Buch auch an meine Kindheit. Ich war mit einem Freund im Urlaub und deren Mutter hat uns das ganze Buch abends vorgelesen. Damals fand ich wirklich super spannend! Viele Gruumlszlige Sangil
Gemeinwesen, 11.04.2008
Im Hinblick auf meine Frage danach, ob die neue Ausgabe für knapp 40 Euro ihr Geld wert ist, ist diese ungelenk wirkende Aufzählung für mich leider gar nicht hilfreich. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
politikandi, 03.09.2005
Krabat- dieses Buch erinnert mich an meine Kindheit! Tolles Buch, toller Bericht!
Schau doch mal bei mir vorbei
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Ein ausgezeichnetes Jugendbuch über ein menschenverachtendes System und die Befreiung eines Menschen
ein Testbericht von Textorka452011-11-02 15:47:27vom 02.11.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Eine spannende und ergreifende Geschichte, die in einer absolut angemessenen Sprache geschrieben ist. ...Nachteile/Kritik: ??????
Da viele Bücher von Otfried Preußler in Blindenschrift verfügbar sind, gehören Bücher wie die drei Bände über den Räuber Hotzenplotz zu den Werken, die ich als Kind, Jugendliche und Erwachsene gelesen und vorgelesen habe. Das Buch Krabat kam mir 1979 unter die Finger. Damals war ich 13 Jahre alt und konnte sehr oft im Internat nicht einschlafen. Hätte ich es zu diesem Zeitpunkt nicht schon längst gewusst, hätte ich es durch dieses Buch erfahren, dass gute Bücher in mancher Hinsicht wie gute Freunde sind. Man kann immer wieder zu ihnen zurückkommen. Seit der ersten Lektüre sind also 32 Jahre vergangen. In dieser Zeit habe ich das spannende und ergreifende Buch mehrfach gelesen. So durfte ichg es im Februar 2002 in der Lesenacht der AchtB der Hauptschule des Bistums Essen in Essen Stoppenberg vorstellen. Und alle Schülerinnen und Schüler, die der halbstündigen Lesung zugehört habe, haben das Buch danach ganz gelesen.
Otfried Preußler und sein Werk
Otfried Preußler wurde am 20. Oktober 1923 im nordböhmischen Reichenberg geboren. Nachdem er aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, arbeitete er zunächst als Volksschullehrer in Oberbayern und verfasste Bücher wie den kleinen Wassermann oder den ersten Teil über den Räuber Hotzenplotz als Schriftsteller im Nebenberuf. Seine Kinderbücher wurden in 55 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von etwa 50 mio Exemplaren. Das Jugendbuch Krabat erschien im Jahr 1971. Wie viele andere seiner Bücher wurde auch dieses Werk, das für Leser ab zwölf Jahre geeignet ist, mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Otfried Preußler gewann mit diesem Buch im Jahr 1972 den deutschen Jugendbuchpreis. Es folgten: 1973: Europäischer Jugendbuchpreis, 1973: Notable Book of 1973 der American Library Association, 1972: Silberner Griffel von Rotterdam – holländischer Jugendbuchpreis. Und wie viele seiner Bücher wurde Krabat auch verfilmt und zwar im Jahr 2008.
Die Geschichte
Die Geschichte von Krabat spielt in der Zeit um den 30jährigen Krieg. Krabat ist 14 Jahre alt und zieht mit zwei anderen Betteljungen durch das Wendland. Ein Traum, der ihn in drei aufeinanderfolgenden Nächten heimsucht, ruft Krabat in eine Mühle. Als er diesem Ruf folgt und in die Mühle geht, begegnet er dem Müllermeister, der ihn als Lehrjungen aufnehmen will. Damit ist Krabat einverstanden. Und als ihn der Müller fragt, ob er das ANDERE auch lernen will, stimmt der Junge auch diesem Vorschlag zu, obwohl er nicht weiß, was das ANDERE wirklich ist. Schritt für Schritt wird er in das System der schwarzen Schule, die sich in dieser Mühle verbirgt und damit in ein menschenverachtendes System hineingezogen. Insgesamt muss er drei Jahre unter diesem Regime leben.
Mein Fazit
Krabat ist ein Buch über das Leben in einem menschenverachtenden System, das wie alle diese Regime Menschen langsam und unerbittlich in sich hineinzieht, um den Menschen zu zerstören. Es ist ein Buch über Machtmissbrauch und Grausamkeit aber auch über Willensstärke, Freundschaft, Liebe und die Befreung eines Menschen. Das Buch beeindruckt durch seine klare und einfache Sprache, die aber keineswegs vereinfachend ist. So arbeitet Otfried Preußler konsequent mit Sprachwiederholungen, wenn es um sich wiederholende Rituale
geht. Auch die verschiedenen Träume, die für die Geschichte in diesem Buch wichtig sind, sind klar und einfach beschrieben. Und obwohl Otfried Preußler eine einfache Sprache verwendet, wird die Spannung, die sich von der ersten bis zur letzten Seite entwickelt, hervorragendaufgebaut.
...
Eine Liebesgeschichte und die Wahl zwischen Macht und Freiheit
ein Testbericht von XXLALF2010-05-11 08:10:05vom 11.05.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Spannend, literarisch und meisterhaftes Buch...Nachteile/Kritik: Nichts
Heute bin ich auf ein Buch gestoßen, dass mein jüngster Sohn damals im Alter von 13 oder 14 Jahre drei bis viermal hintereinander las. Krabat von Otfried Preußler. Dieses Buch hatte er sich damals in der Schulbücherei ausgeliehen, und sich dann zum Geburtstag gewünscht. Da ich den Schreibstil von Otfried Preußler sehr schätze, habe ich mich selber über das Buch hergemacht und Krabat selbst gelesen. Und ich muss ehrlich zugeben, ich habe es nicht bereut.
Ich weis nicht, ob jedem der Titel bekannt ist. Deshalb möchte ich kurz die Geschichte wiedergeben.
Die
Geschichte von Krabat spielt sich in der Lausitz um das 17.Jahrhundert ab, in der Zeit, als der Kurfürst gerade Krieg gegen die Schweden führt. Unmittelbar in der Nähe von Hoyerswerda, im Koselbruch der Mühle am Schwarzem Wasser, also der Geschichte nach im wendischen. Krabat ist ein Waisenjunge und Bettelknabe, der aber im Alter von 14 Jahren in der Mühle im Koselbruch, bei einem Müller dieses Handwerk und das Handwerk der Schwarzen Kunst erlernt. Doch nicht nur er ist bei diesem Müller im Dienst, sondern noch 11 weitere, die Dank Krabats Liebe zu einem jungen Mädchen gerettet werden. So stirbt am Schluss nicht Krabat, sondern der Müller.
Krabat das Buch, ist in drei Kapitel gegliedert. Es sind die drei Jahre die Krabat in der Mühle verbringt. Dort durchschaut er Jahr für Jahr mehr, das Geheimnis, was sich dahinter versteckt, bis er dem Zauber entrinnen kann.
>>>>>> Das erste Jahr: <<<<<<
Als Krabat 14 Jahre alt ist, sterben seine Eltern an einer schweren Krankheit. Der Pastor im Dorf nimmt Krabat zu sich, aber Krabat kann sich mit den feinen Sitten der Pfarrleute nicht anfreunden, und so tut er sich mit den anderen Bettlerjungen von der Gegend Hoyerswerda zusammen, und zieht mit ihnen am Dreikönigstag von Haus zu Haus um nicht hungern zu müssen. In der Nacht träumt Krabat zum ersten Mal einen seltsamen Traum. Ihm erscheinen 11 Raben, die auf einer Stange sitzen, und Krabat bemerkt, dass ein Platz frei ist. Dann hört er Stimmen, die seinen Namen rufen, und dass er nach Schwarzkollm in die Mühle kommen soll. Krabat folgt dem Ruf, und kommt zu der Mühle, in der schon der einäugige Müllermeister auf ihn wartet. Krabat wird aufgenommen, und nimmt den Posten des 12. Müllerburschen ein. Niemand will Krabat Auskunft geben, was mit seinem Vorgänger passiert ist. Ob er selber gegangen ist, oder wo er jetzt ist. Im ersten Lehrjahr wird Krabat als Zauberlehrling in den Kreis der anderen aufgenommen. Einmal in der Woche wird aus Krabat ein Rabe, dann muss er Zaubersprüche auswendig lernen, die der Meister ihm vorspricht. An den anderen Tagen, übt er das Handwerk des Müllers aus. Doch nur in den Neumondnächten bekommt der Müller Besuch vom Herrn Gevatter mit der Hahnenfeder, der Korn zum Mahlen bringt. Krabat hat eine schwere Lehrzeit, doch zum Glück findet er einen Freund und Vorbild, den Altgesellen Tonda, der ihm als Helfer in der Not beisteht. Doch in der Silvesternacht stirbt Tonda. Alles sieht nach einem Unfall aus. Was Krabat am meisten zu denken gibt ist, dass die anderen 10 den Tod Tondas sehr gelassen hinnehmen. Von Tonda hat Krabat aber, bevor er zu Tode kam, ein Messer und einige dunkle Ahnungen erhalten.
>>>>>> Das zweite Jahr: <<<<<<
Krabat ist im ersten Jahr, um drei Jahre gealtert. Nun ist er bereits Geselle. Innerhalb kurzer Zeit, ist der Platz von Tonda schon wieder besetzt. Ein neuer Lehrling ist dem Ruf in die Mühle gefolgt. Das neue Jahr hat angefangen, und die Arbeit in der Mühle geht weiter. Da Tonda tot ist, schließt Krabat mit dem für dumm gehaltenen Juro Freundschaft. Doch Juro, wie sich es herausstellt ist nicht dumm, sondern er versteckt sich hinter einer schützenden Maske. Zur Osternacht muss Krabat mit Juro zu Bäumels Tod einem Feldkreuz, dass auf weiter Flur steht. Zusammen verbringen sie die Nacht, bis sie im Dorf, die Kirchenglocken, die die Auferstehung künden hören. Ebenso ist ein wunderschöner Gesang der Mädchen im Dorf zu hören. Krabat verliebt sich, ohne dass er das Mädchen gesehen hat in die Stimme der Vorsängerin, der Kantorka. Als das Jahr zu Ende geht, kommt wieder die, für Krabat noch immer unerklärliche Unruhe und Streitlust unter den Müllerburschen auf.
>>>>>> Das dritte Jahr: <<<<<<
Nun ist Krabat soweit, dass er die Zusammenhänge langsam durchschaut, und zu wessen Teil er geworden ist. Juro der vermeintliche Dummkopf hilft Krabat dabei. Der Müllermeister hat, wie man sagt einen Vertrag oder guten Einfluss, mit dem Herrn Gevatter mit der Hahnenfeder dem Teufel. Durch ihn bekommt er die Macht, und hat sogar politischen Einfluss am Hofe des Kurfürsten. Dafür muss er immer am Ende des Jahres einen seiner Gesellen töten, und dessen Seele dem Gevatter mit der Hahnenfeder opfern, ansonsten würde er selbst vom Gevatter geholt.
Krabat beginnt, um sich am Tod Tonda, und den anderen die vor ihm getötet wurden zu rächen, die Schwarze Kunst noch mehr als sonst zu üben und wird somit zum besten Schüler des Meisters. Nicht allein die Schwarze Kunst gibt Krabat die Kraft, vielmehr ist es die Liebe zu dem Mädchen, in dessen Gesang er sich unsterblich verliebt hat, aber ihr Name ist Krabat fremd.
Juro vertraut Krabat an, dass es nur einen Weg gibt, sich und die andern 11 zu retten. Dafür müsste aber das Mädchen das Krabat liebt, ihn beim Meister am letzten Tag des Jahres frei bitten, und anschließend eine Probe bestehen. Diese eine Probe entscheidet wer sterben muss. Krabat trifft sich nun heimlich mit dem Mädchen, aber der Meister hat ein Gespür, dass irgendetwas mit Krabat nicht stimmt. Jetzt merkt der Meister, was für eine Bedrohung auf ihn zukommt. Er versucht Krabat einzuschüchtern, indem er ihm Vergünstigungen, und sogar seinen Platz und seine Stelle als Meister anbietet. Doch Krabat will von alledem nichts wissen, die ganzen Vorlockungen lassen ihn kalt.
Als das Jahr zur Neige geht, hat Krabat die Entscheidung bereits getroffen. Krabat wählt mit dem Mädchen zusammen den Weg der Liebe. Das Mädchen kommt am letzten Tag des Jahres zur Mühle, zum Meister, und bittet ihn um die Freiheit Krabats. Der Meister stellt das Mädchen auf die Probe, sie besteht die Prüfung und somit sind Krabat und die andern 11 Gesellen frei. Zuletzt brennt die Mühle am Koselbruch ab, und mit ihr verschwinden auch die Zauberkräfte der Müllerburschen. Der Müllermeister stirbt, und somit siegt die Liebe doch noch über den dunklen Mächten.
Dieses Buch hab ich wie schon lange nicht mehr mit solch einer Spannung gelesen, dass ich sagen muss es war schwer es aus den Händen zu nehmen. Obwohl ich gewiss kein Freund der Bücher bin, in denen es sich um Zauberei handelt, wie Harry Potter usw. Aber dieses Buch ist wirklich das Lesen wert. Es ist nicht nur sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, sondern es gibt auch einen geschichtlichen, lebendigen Eindruck von dem, was im 17. Jahrhundert passiert ist. Wie es damals, als die Burschen als Lehrlinge anfingen zu arbeiten war. Und das tatsächlich Lehrjahre keine Herrenjahre waren. Das bekommt der Leser dieses Buches zu spüren.
Und können wir nicht Parallelen erkennen, wie es heute bei uns in der Arbeitswelt zugeht? Wird nicht da, wenn einer zu viel über die Geschehnisse eines Betriebes weis (wie der Hase läuft), und der Chef eine Gefahr für seine ganze Belegschaft sieht, nicht derjenige kurzer Hand entlassen, aus dem Betrieb gestrichen, nur das keine Unruhe entsteht? Und ebenso wird der frei gewordene Platz schnell wieder von einem Neuen besetzt. Dieser Müllermeister, und nur er allein entscheidet, wer kommt, und wer geht. Das gleiche gilt, es wird kein Wort mehr über den der weg ist geredet. Wie es so schön im Buch heißt: Die Toten sind tot. Vergiss sie, streich sie aus deinem Gedächtnis.
Ebenso die überaus romantische Liebe zu einem Mädchen, das man noch nie zu Gesicht bekommen hat. Allein die Stimme des Mädchens, lässt Krabat erahnen, um was für ein feinfühliges, liebes Mädchen es sich handeln muss. Ebenso hört am Anfang das Mädchen nur die Stimme von Krabat, wie er im Traum und in Gedanken zu ihr spricht. Das muss doch wirklich die wahre Liebe sein. So einfühlsam wie Otfried Preußler die Liebe in diesem Buch beschrieben hat, die tiefen und wahren Gefühle einer Liebe zueinander.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass dieses Buch Krabat nicht nur Jungendliche fesselt, sondern auch für sie gedacht ist, aber auch natürlich ganz bestimmt gerne von Erwachsenen gelesen wird. Wer möchte sich nicht auch noch als Erwachsener die Welt der Märchen und Sagen zurückversetzen?
Von diesem Buch Krabat, ist zur Zeit eine Realverfilmung in Arbeit, die 2007 in den Kinos kommen soll. Laut Wikipedia.
...
Gemeinwesen, 11.04.2008
Im Hinblick auf meine Frage danach, ob die neue Ausgabe für knapp 40 Euro ihr Geld wert ist, ist dieser Beitrag für mich leider gar nicht hilfreich. Den Inhalt des Buchs kenne ich nämlich. Beste Grüße vom Gemeinwesen.
antjeeule, 20.05.2007
Dieses Buch besitze ich auch und habe es schon öfter gelesen. Eine ganz wunderbar erzählte Geschichte! LG, Antje
hope1, 30.09.2007
Habe erst vor kurzem zum ersten Mal von diesem Buch gehört und dank dir weiß ich jetzt besser Bescheid :
ein Testbericht von Dadu22010-01-31 19:01:31vom 31.01.2010Empfehlung: nein
Vorteile: -...Nachteile/Kritik: -langweilig
-schwachsinnige Geschichte
HalliHallo.
So liebe Leser heute schreibe ich zum erstenmal ne Buchkritik.Der Vorteil daran ist, dass ich es selber gelesen habe, besser gesagt lesen musste (Schullektüre). So ich fange mal an Krabat ist eine Geschichte die über einen Junge handelt der nach einer kurzen Vorgeschichte einen Job in einer Mühle findet, die ihm Essen und Trinken bietet. Was er erst später herausfindet ist, dass die anderen Arbeiter "Zauberkräfte" haben. Natürlich hat diese Mühle auch einen Meister der Krabat am Ende ziemliche Problme bereitet. In der Mühle herrschen strikte Rituale und Regeln. Einmal
im Jahr dürfen die Arbeiter runter zum See, dort geht Krabat mit seinem besten Freund aus der Mühle hin. Am See findet Krabat seine große Liebe. In diesem einem Jahr kann Krabat sich unsichtbar für andere machen, was ihm zum Vorteil wird da er seine große Liebe von ganz Nahen sehen kann. Nachdem dieses Fest vorbei ist geht die Arbeit weiter, doch Krabat kann sich nur Auf sein Mädchen konzentrieren, acnschließen verlässt er die Mühle und spricht das Mädchen an. Das Mädchen empfindet auch Gefühle für Krabat und so entsteht eine unzerstörbare Liebe. Naja das Buch ist was für Kleinkinder oder andere. Für Teenager ist es schon ncihts mehr, da die Geschichte ziemlich schnulzig ist und nichts für Leute die Zaubern oder anderen Hokuspokus hassen. Naja am Ende der Geschichte ist es so ... ( ja mir fehlen die Worte deswegen erzähl ich jetzt alles) das Krabat gehen darf, wenn er einen speziellen Test besteht. In der zwischenzeit hat Krabat gerlernt sich in einen Raaben zu verwandeln Wie gesagt der Test wird so aussehen das die Müllersknaben/Krabat/Das Mädchen und der Meister in den Ritualraum gehen und ........ . Ihr dachtet euch wohl nicht im ernst, dass ich euch jetzt das Ende der geschichte erzähle, sonst wär es ja langweilig. Ob Krabat dann diesen Test besteht müsst ihr leider lesen.Naja ich hoffe auf konstruktieve Kritik und naja bb.
Brrr - das Buch ist richtig grußelig, insbesondere für Otfried Preußler Fans
ein Testbericht von BuffyNo12009-04-29 13:47:05vom 29.04.2009Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, gut recherchiert...Nachteile/Kritik: grußelig
Krabat – von Otfried Preußler
ïƒ Vorneweg
Ich sah zuerst den Film. Ich wurde zum Kino eingeladen und man einigte sich auf Krabat. Den Film selbst fand ich gruselig spannend und er motivierte mich, das Buch zu lesen. Obwohl das Buch die Vorlage für den Film ist, ist doch einiges anders.
ïŠ) Zum Inhalt
Zunächst erfährt man, dass Krabat aus dem Dorf Eutrich in der Oberlausitz kommt, wo seine Eltern an den Pocken gestorben sind. 1950 wurde Eutrich dem Dorf Königswartha eingemeindet.
Krabat zieht in dieser Gegend als Dreikönigs-Sänger zusammen mit zwei anderen Betteljungen durch
die Gegend. Es geht im Moment ganz gut. Die Leute sind kurz nach Weihnachten spendabel und sie finden auch immer einen Bauern, der sie für eine Nacht im Heu schlafen lässt. Zu Essen und ein Dach über dem Kopf, was will man mehr.
Da passiert etwas seltsames: Krabat sieht sich umgeben von zwölf Raben und er hört eine Stimme, die ihn zu sich ruft. Er folgt dieser Stimme und landet in der Mühle im Koselbruch bei Schwarzkollm in Ostsachsen. Er erkennt die Stimme des Müllers als diejenige, die ihn gerufen hat.
Hier wird der Leser bereits in den Bann des Buches gezogen. Der Erzählstil ist einfach und spannend. Krabat schaut durch den Spalt durch die Tür und sieht den Meister, der im nächsten Moment hinter ihm steht. Fasziniert nimmt er das Angebot des Meisters an, das Müllerhandwerk und auch „Alles andere“ zu lernen. Ich denke, dass viele so gehandelt hätten. Die Option, nicht einzuschlagen, gibt es wohl nicht. (Es wäre schon mal interessant gewesen, zu erfahren, was passiert wäre, wenn einer Nein gesagt hätte und gegangen wäre.)
Krabat ist schnell fasziniert von der schwarzen Zauberei. Er merkt bald, wie sehr sie das Leben erleichtert. Sie lässt Lasten leichter werden und Bretter wachsen. Außerdem gibt es immer reichlich zu Essen, ein richtiges Bett und gute Kleidung. Wenn da nicht nur eines wäre: Jedes Jahr wird ein Müllerbursche geopfert. Da sich alle aber an das schöne Leben gewöhnt haben, hofft jeder, dass es ihn nicht trifft.
Krabat ist hier ein wenig anders. Er fragt sich von Anfang an, wem die gebrauchten Kleider, die ihm hingelegt worden waren wohl gehört hatten. Richtig aktiv nach einem Ausweg suchte er allerdings erst, als sein zweiter Freund Michal stirbt.
Er entdeckt den Ausweg: Die Liebe zu einem Mädchen! Wird sie siegen? Lest selbst.
ïŠ Verarbeitung der Sage
Wie die Sage genau verarbeitet worden ist, kann ich nicht genau sagen, denn sie wird unterschiedlich erzählt. Auf jeden Fall gilt Krabat als Zauberer, meist als guter, der sein Handwerk in der Mühle im Koselbruch erlernt hatte. Mal besiegt er den Meister, mal entkommt er mit der Liebe eines Mädchens, mal mit der Liebe seiner Mutter, die ihn im Rabengewand erkennt.
Man sagte sich, dass Krabat durch Luft nach Dresden ritt und dabei einen Kirchturm beschädigte. In diesem Buch begleitet er seinen Meister auf einer solchen Tour.
Er soll auch sein Unwesen auf dem Wittichenauer Markt getrieben haben, wo er einen Menschen in einen Ochsen verwandelte und verkaufte. Der Mensch konnte sich zurück verwandeln und machte sich auf und davon.
Als weitere Sage wird die von Pumphutt verarbeitet, der auch als Müllergeselle und Zauberer durchs Land zog und ungerechte Müllermeister bestrafte.
ïŠ Otfried Preußler
Jahrgang 1923 und war zunächst Volksschullehrer mit Klassenstärken bis zu 52 Kindern. Hier kam ihm sein erzählerisches Talent sehr zu Gute und er begann zu Schriftstellern. Die meisten Geschichten sind Kindergeschichten u.a. der berühmte „Räuber Hotzenplotz“, der kleine Wassermann und das kleine Gespenst.
ïŠ Meine Meinung
Ist durchaus positiv. Als ich den Film sah dachte ich „Huch“, das ist ja etwas ganz anderes als das, was ich sonst von Otfried Preußler gewöhnt bin. Krabat ist alles andere als eine liebreizendes Kinderbuch und der Film ist zu Recht erst ab 12 frei gegeben. Entsprechend kann man aus dem Buch kein Kindertheater machen.
***Details***
• Broschiert: 349 Seiten
• Verlag: Dtv - großdruck (April 2008)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3423252812
• ISBN-13: 978-3423252812
• Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,8 cm
• Preis: 8,95 neu
...
ein Testbericht von Miss_Piper2005-12-08 18:44:26vom 08.12.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Spannung, leicht zu lesen, für Jugendliche und Erwachsene geeignet...Nachteile/Kritik: -
Zur Gliederung des Berichts:
1) Produktinfos
2) Der Autor
3) Inhalt
4) Kurze Leseprobe
5) Bewertung
6) Fazit
1) Produktinfos:
Der Roman erschien 1971 im Thienemann Verlag. Die gebundene Ausgabe umfasst 255 Seiten und kostet 13,90 Euro, die Taschenbuchausgabe 9,90 Euro.
ISBN-Nummer: 3522133501
Der Roman wurde u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Europäischen Jugendbuchpreis, dem Holländischen Jugendbuchpreis "Silberner Griffel" und dem Polnischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und in die Ehrenliste der amerikanischen Büchereien aufgenommen.
2) Der Autor:
Otfried Preussler zählt zu den bekanntesten Kinderbuchautoren Deutschlands. Er wurde 1923 in Böhmen geboren. Später zog er nach Oberbayern, wo er noch heute zuhause ist. Bis 1970
arbeitete er als Volkschullehrer, ehe er sich dem Schreiben widmete.
"Der kleine Wassermann" war sein erstes Kinderbuch. Es folgten zahlreiche weitere Werke, die allesamt erfolgreich wurden, u.a.: "Die kleine Hexe", "Das kleine Gespenst", "Der Räuber Hotzenplotz", "Hörbe mit dem großen Hut" und "Die Abenteuer des starken Wanja".
Für den "kleinen Wassermann" erhielt Preussler den Deutschen Kinderbuchpreis. Es folgten zahlreiche weitere Auszeichnungen, u.a. der Deutsche sowie der Europäische Jugendbuchpreis ("Krabat"), Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, Eichendorff-Literaturpreis, Konrad-Adenauer-Preis für Literatur der Deutschland-Stiftung e.V.
Viele seiner Werke wurden erfolgreich vertont bzw verfilmt.
Mehr über den Autoren erfährt man auf seiner Homepage: www.preussler.de
3) Inhalt:
Die Geschichte spielt in der Gegend um Hoyerswerda in Schlesien, Ende des 17. Jahrunderts: Der vierzehnjährige Krabat ist ein Waisenknabe. Gemeinsam mt zwei anderen Jungen zieht er nach Neujahr als Dreikönig durch die Gegend. Sie kehren auf Höfen ein, singen ihre Lieder und verdienen sich damit ihr Essen. Eines Nachts hat Krabat einen seltsamen Traum von elf Raben und einer heiseren Stimme, die ihn beschwört, zur Mühle in Schwarzkolm zu kommen. Krabat ignoriert den Traum zunächst, doch nachdem er sich in den folgenden Nächten wiederholt, folgt er dem Ruf. Obwohl ihm unterwegs geraten wird, die Mühle zu meiden, lässt er sich von seinem Vorhaben nicht abbringen.
In der abgeschiedenen Mühle empfängt ihn der Meister, ein schwarzgekleideter Mann mit Augenklappe und unheimlicher Ausstrahlung. Krabat wird als Lehrjunge aufgenommen. Außer ihm leben und arbeiten noch elf andere Jungen dort. Zum ernsten und vernünftigen Altgesell Tonda fasst Krabat rasch Vertrauen. Umso misstrauischer steht er dagegen den dürren Lyschko gegenüber, der jede Heimlichkeit dem Meister zuträgt. Außerdem gibt es da noch die beiden starken und gutmütigen Vettern Michal und Merten, der Spaßvogel Andrusch, der kräftige Hanzo, der handwerklich geschickte Petar, der wieselflinke Staschko, der ewig miesgelaunte Kito, der schweigsame Kubo und der scheinbar dumme Juro.
Nach dem Ende seiner Probezeit wird Krabat vom Lehrjungen zum Schüler befördert. Nun darf auch er am Unterricht der Schwarzen Künste teilnehmen. Krabat ist stolz auf sein neues Können - doch er spürt auch, dass über der Mühle und dem Meister ein bedrohlicher Schatten liegt. Was hast es mit den Knochensplittern auf sich, die er eines Morgens in einem Mühlgang findet? Wer ist die schwarze Gestalt mit der Kutsche, die in Neumondnächten vorfährt und die selbst der Meister fürchtet? Krabat ahnt, dass sein Lehrherr einen dunklen Pakt abgeschlossen hat, der ihr aller Leben in Gefahr bringt. Nur die Liebe einer Frau kann Krabat aus seiner Not erlösen ...
4) Leseprobe:
Krabat konnte es kaum erwarten, bis Juro die Burschen zu Tisch rief. Während die anderen in die Stube drängten, lief er zur Mehlkammer, löste den Riegel und riß die Tür auf. "Rauskommen - Mittag!" Lobosch hockte in einer Ecke, mit angewickelten Knien, den Kopf in die Hände gestützt. Als Krabat ihn anrief, schreckte er hoch; dann kam er, den Besen hinter sich herschleifend, langsam zur Tür. Er deutete mit dem Daumen über die Schulter zurück. "Ich hab´s nicht geschafft", gab er kleinlaut zu. "Da hab ich nach einer Weile aufgehört und mich hingesetzt. Ob der Meister mich aus dem Dienst jagt - was meinst du?" "Er wird keinen Grund haben", sagte Krabat. Er sprach eine Zauberformel, er zeichnete mit der linken Hand einen Drudenfuß in die Luft. Da erhob sich der Staub in der Kammer, als bliese aus allen Fugen und Ritzen der Wind hervor. Eine Rauchfahne, weiß, stob zur Tür hinaus - über Loboschs Kopf weg, dem Walde zu. Die Kammer war leergefegt, bis auf das letzte Stäubchen. Dem Jungen weiteten sich die Augen. "Wie macht man das?" Krabat blieb ihm die Antwort schuldig. "Versprich mir", sagte er, "daß du es keiner Menschenseele erzählen wirst. - Und nun laß uns ins Haus gehen, Lobosch, sonst wird uns die Suppe kalt."
5) Bewertung:
Die Macht der Liebe gegen dunkle Mächte, der Kampf zwischen Gut und Böse - das sind die bewährten Grundthemen dieses Romans, die in einen unheimlichen und märchenhaften Rahmen eingebettet werden, der für Jugendliche wie für Erwachsene reizvoll ist.
~ Sorbischer Sagenschatz ~
Die Grundlage des Krabat-Stoffes reicht in seinen Wurzeln über Jahrhunderte hinweg bis ins alte Indien zurück. Es ist die uralte Geschichte vom Kampf eines Zauberlehrlings gegen seinen Meister. Aber nicht nur das Grundthema, sondern auch die Gestalt des Lehrjungen und Zauberschülers Krabat besitzt eine lange Tradition. Der Autor Otfried Preußler begegnete Krabat das erste Mal in einem Sagenbuch mit sorbischen Volkserzählungen. Krabat ist in dieser Gegend als guter und hilfreicher Zaubermeister bekannt, um den sich viele Erzählungen ranken. Der historische Kern dieser Figur liegt in einem kroatischen Oberst, der dem Kurfürst Friedrich August I. - auch bekannt als "August der Starke" - treue Dienste leistete und wegen seiner fremden Herkunft und seiner Eigenheiten als Zauberer angesehen wurde.
~ Tradition statt Innovation ~
Die Themen sind nicht wirklich neu, aber wie so oft bei Sagen- und Märchenstoffen ist es nicht Innovation, sondern Tradition, die den Reiz ausmacht. Statt ausgefeilter Handlungsstränge beschränkt sich die Erzählung auf das Wesentliche, auf die großen alten Themen wie Liebe, das Böse, der Wert der Freundschaft und der mutige Versuch eines Jungen, sich und seine Freunde aus den dunklen Mächten zu befreien. Dabei verzichtet der Autor bewusst auf blumige Ausschmückungen, sowohl was den Stil als auch was die Handlung betrifft. "Krabat" ist kein Harry Potter, dessen Stärken im Phantasiereichtum liegen und dadurch allerdings auch stärker polarisieren. Preußlers Roman greift auf alte Sagen zurück und bewahrt ihren einfachen, für jeden zugänglichen Stil. Diese Reduziertheit überträgt sich auch auf die Geschichte, die in sehr konzenrtierter Form dargeboten wird. Es erfolgen keine ausführlichen Beschreibungen, weder der Orte noch der Figuren. Die eher auf Knappheit beschränkten Informationen lassen viel Raum für eigene Phantasie. Die Figuren und die Umgebung werden in der Vorstellung des Lesers lebendig. Bereits nach wenigen Seiten ist man gefangen in der rauhen Welt und der dichten Atmosphäre der Mühle und dem Leben ihrer Bewohner. Voller Spannung begleitet man Krabat über die Jahre hinweg auf seinem Weg vom einfachen Bettelknaben zu einem respektablen Zauberlehrling, der sich auf einen Kampf auf Leben und Tod einlässt, um sich aus den Klauen des Bösen zu befreien.
Trotz vieler märchenhafter Elemente wie dem sich wiederholenden Jahresablauf, die Alltagszaubereien, die magischen Gegenstände und die Erlösung durch die Liebe ist der Roman insgesamt weitaus differenzierter als ein gewöhnliches Märchen. Krabat ist kein austauschbarer Held, sondern eine Entwicklungsfigur, die im Verlauf dazulernt. Vor allem aber herrscht hier kein simples Schwarz-Weiß-Schema vor, das eine exakte Einteilung ermöglicht.
~ Keine Schwarz-Weiß-Charaktere ~
Mit Krabat ist dem Autoren eine Titelfigur gelungen, die sich jedem Leser sofort als Identifikationsfigur anbietet. Preußler verliert nicht viele Worte, um seinen jungen Protagonisten vorzustellen. Es ist ein Junge wie jeder andere, vorbehaltlos, neugierig und gerne bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Jeder Leser kann nachvollziehen, warum der mittellose Betteljunge dem Ruf zur Schwarzen Mühle folgt. Ebenso verständlich ist seine Neugierde, als er herausfindet, dass an diesem Ort nicht nur das Müllern, sondern auch mysteriöse andere Künste gelehrt werden. An keiner Stelle des Buches gerät man in Gefahr, den Bezug zu Krabat zu verlieren. Stattdessen hofft, fürchtet, leidet und freut man sich mit dem Jungen, der nie einen unrealistischen Helden abgibt. Krabat vereint dankenswerterweise nicht nur positive Eigenschaften in sich, sondern tritt zuweilen auch naiv oder unvernünftig auf. Die anderen Lehrjungen sind ein bunt zusammengewürfelter Burschen aller möglichen Charaktere. Dabei stechen vor allem der ruhige Tonda, sein Altgesell-Nachfolger Michal und der dumme Juro hervor, der letztlich gar nicht so dumm ist, wie es scheint. Eine weitere positive Figur ist der Pumphutt, ein freier Müllersbursche, der den Meister in einem Zauberduell besiegt und dafür Sorge trägt, dass die Burschen gut behandelt werden. Er steht im direkten Gegensatz zum Meister, der seine Macht in der Mühle auslebt, während der Pumphutt umherzieht und seine Kräfte dafür einsetzt, um den Bedürftigen zu helfen.
Mindestens ebenso interessant die die "guten" Charaktere sind die "bösen" unter ihnen, allen voran der Müllermeister und der Herr Gevatter. Preußler vermeidet eine reine Schwarz-Weiß-Malerei und trägt dadurch erheblich zum Spannungscharakter der Erzählung bei. Der Meister ist ohne Frage ein finsterer Mensch, der den Jungen Unheil bringt. Doch er kennt auch menschliche Züge wie Lob, Großzügigkeit und sogar Angst. So herrisch er in seiner Mühle gegenüber den Schülermn auftritt, so duckmäuserisch verhält er sich wiederum gegenüber dem Herrn Gevatter, vor dem er echte Furcht empfindet. Der Herr Gevatter, auch "der mit der Hahnenfeder" genannt, wird durch die Unaussprechlichkeit seines wahren Namens zu einer noch mysteriöseren Gestalt stilisiert. Ist es der Teufel, ist es der Tod? In jedem Fall geht von ihm eine unheimliche Macht aus, der sich selbst der Meister nicht zu widersetzen vermag. Auch er ist nicht einfach das personifizierte Böse, wie sich zeigt, als er den Meister für die Misshandlung eines der Lehrjungen tüchtig bestraft. Gerade diese Undurchsichtigkeit ist es, die bei seinem Auftauchen für den wohligen Grusel sorgt.
~ Finstere Handlung ~
Am Ende dieses spannenden Leseabenteuers wartet der märchenhaft gute Ausgang und die ersehnte Erlösung durch die Allmacht der Liebe, der der böse Zauber des Meisters hoffnungslos unterlegen ist. Doch bis dahin geschehen allerleih finstere Dinge, die in einem Kinderbuch keine Berechtigung haben. Spätestens mit Tondas Tod wird offensichtlich, dass "Krabat" tatsächlich ein Jugend- und Erwachsenenroman ist. Tonda ist eine melancholische, verlässliche und kluge Gestalt, zu der sowohl der Leser als auch Krabat rasch Vertrauen fassen. Sein gewaltsames Ableben hinterlässt Spuren bei Krabat, der sich ohne seinen bewunderten Freund einsamer denn je fühlt. Tonda ist nicht der letzte Tote in der Mühle, Krabat wird im späteren Verlauf noch einen weiteren Freund verlieren. Der Teufelspakt des Meisters und die jährlichen Opferungen der Jungen sind erschreckende Elemente, die allzujunge Leser überfordern und ängstigen.
Unterm Strich ist "Krabat" ein düsterer und über weite Strecken trauriger Roman. Der einfache Stil mag zwar bereits für Grundschulkinder zu bewältigen sein, doch die Thematik ist erst für Jugendliche ab etwa zwölf Jahren zu empfehlen. Durch die vielen interpretatorischen Ansätze und Diskussionspunkte über die Charaktere, über die Symbolik und den sagenhaft-historischen Hintergrund eignet sich der Roman hervorragend als Schullektüre und wird als solche auch gerne verwendet.
6) Fazit:
"Krabat" ist ein leicht geschrieber märchenhafter Roman über den alten Kampf zwischen Gut und Böse und die Erlösung durch die wunderbare Macht der Liebe. Trotz des einfachen Stils ist das Werk aufgrund der düsteren Thematik nicht für Kinder unter zwölf Jahren geeignet. Auf Jugendliche und Erwachsene dagegen wartet ein wunderbares Leseabenteuer, das perfekt in die kalte Jahreszeit passt und Recht bereits zu Lebzeiten des Autos ein Klassiker geworden ist.
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ein Testbericht von planetsab2005-08-02 20:02:28vom 02.08.2005Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, toll geschrieben, nicht zu schwer und daher ideal für jedermann...Nachteile/Kritik: nichts
~*Hi ihr Lieben!*~
Heute oute ich mich als absolute Leseratte! Ich habe mir lange überlegt, über welches Buch ich schreiben könnte und schließlich ist meine Wahl nun auf "Krabat" von Otfried Preußler gefallen. Da ich's nicht unbedingt so mit Fantasy habe, wollte ich das Buch lange Zeit trotz vieler Empfehlungen nicht lesen. Glücklicherweise habe ich es vor kurzem doch aus dem Regal gezogen und war sofort verzaubert! In meinem Bericht könnt ihr nun lesen, was so genial an diesem Werk ist und wieso es sich lohnt, sich auf diese ungewöhnliche Geschichte
einzulassen...
***INHALT***
Die Geschichte spielt zur Zeit des 30-jährigen Krieges in Sachsen. Krabat ist ein armer Betteljunge, der an Weihnachten mit zwei Freunden als heilige Könige verkleidet an Türen singt.
Eines Nachts hört Krabat im Traum eine Stimme, die immerwährend seinen Namen ruft und ihm sagt, er solle zur alten Mühle am Koselbruch in der Nähe des Dorfes Schwarzkollm kommen.
Zuerst ignoriert Krabat diesen merkwürdigen Vorfall, bis er immer häufiger wird und der Junge sich schließlich auf den Weg zur Mühle macht.
Diese kommt ihm sehr unheimlich vor, auf die Frage des Müllers ob er bei ihm das Müllerhandwerk lernen wolle, antwortet er dennoch mit "ja" und zieht in die Mühle!
Die Arbeit dort ist wahnsinnig anstrengend. In dem Jungen Tonda findet er jedoch einen Freund, der ihm immer wieder heimlich unter die Arme greift.
Doch das Leben in der Mühle besteht nicht nur aus harter Arbeit - Krabat bemerkt, dass es am Koselbruch nicht mit rechten Dingen zugeht und viele seltsame Sachen geschehen.
Nach und nach kommt er hinter die Geheimnisse der Mühle und begibt sich ohne es zu merken in Lebensgefahr.... doch nicht nur sich selbst! -auch das Mädchen, das er liebt....
Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Zauberei oder -besser gesagt- Magie. Es ist eine Mischung aus Fantasy und Märchen, so spannend und lebendig geschrieben, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann!
Preußler schafft es, keine seiner Figuren übertrieben oder aber die magischen Begebenheiten überzogen beziehungsweise lächerlich darstehen zu lassen. Daher ist das Buch auch Leuten zu empfehlen, die sonst nicht so auf fantastische Erzählungen stehen.
Was die Geschichte ebenfalls einzigartig macht, sind die vielen Rätsel, die im Laufe der Erzählung aufgebaut werden. Krabat kommt den Geheimnissen der Mühle Seite für Seite näher und verstrickt sie immer stärker in die Bedrohung. Dennoch ist es viel mehr als eine spannende Story - es ist eine zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Glaube an die eigene Kraft!
Ich bin von dem Buch absolut begeistert und habe es in kurzer Zeit verschlungen! Empfehlenswert ist es für jeden, der gerne liest... sei er nun 12 oder 99!
Krabat zieht jeden in seinen Bann, verzaubert ihn für einige Stunden und entlässt ihn mit dem Gefühl, eine fantastische abenteuerliche Reise gemacht zu haben, zurück in die Realität.
Kein Wunder also, dass das Buch viele Preise abgeräumt hat! Krabat ist viel mehr als ein Buch - es ist ein Erlebnis...
ein Testbericht von klene2004-07-04 14:51:09vom 04.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Drama, Romantik, Spannung und das alles in einem Buch...Nachteile/Kritik: -
Krabat ist ein beliebtes Kinder- und Jugendbuch von Otfried Preussler. Wir haben dieses Buch vor ein paar Jahren in der Schule gelesen und ich muss echt sagen es hat mir gefallen. Wir haben sogar einen Film darüber gedreht. Hier ein kleiner Auzug aus der Handlung das Ende wird natürlich nicht verraten!!!
Handlung:
Ein sprechender Rabe führt Krabat zu einer unheimlichen Mühle. Dort muß er als Zauberlehrling des großen Meisters schwer arbeiten und ist zusammen mit elf anderen dessen Gefangener. Sie sind die Gesellen der Mühle. Als Krabat die Kantorka kennenlernt, will sie
ihm helfen und ihn erlösen. Doch dafür muß sie ein teufliches Spiel mit dem Meister wagen.
ein Testbericht von SnowManvom 18.05.2010Empfehlung: ja
Vorteile: für Jung und alt ein Leseerlebniss, es herrscht eine Grundspannung im ganzen Buch über...Nachteile/Kritik: nichts
Krabat gehört mit zu den spannensten Büchern, die ich kenne. Das kann nicht jedes Buch behaupten. Die meisten Bücher finde ich langweilig und lege sei meistens beiseite. Docher der Roman Krabat baut schon von der ersten Seite an Spannung auf und hält sie bis zum Schluss.