Prinz Eisenherz hat in der Comic-Welt einen Status wie Superman, Batman, Tim und Struppi oder auch Asterix. Und sein Schöpfer hält Foster zeichnete bis 1971 ganze 34 Jahre Comicstrips von diesem Ritter.
1987 entschied Produzent Bernd Eichinger, die Geschichte von Prinz Eisenherz zu verfilmen.
@@@@ DARSTELLER @@@@
Stephen Moyer als Prinz Eisenherz
Katherine Heigl als Prinzessin Ilene
Thomas Kretschmann als Thagnar
Edward Fox als König Arthur
Joanna Lumley als Morgan Le Fey
Warwick Davis als Pechet
Anthony Hickox als Sir Gawain
Udo Kier als Sligon
Ron Perlman als Boltar
@@@@ FILM UND DVD-AUSSTATTUNG @@@@
Originaltitel: Prince Valiant
Deutscher Titel: Prinz Eisenherz
Land: Deutsch-englisch-irischer Spielfilm aus 1997
Produzent: Bernd Eichinger und Carsten Lorenz
Regisseur: Anthony Hickox
DVD-Erscheinung: 2001
Spielfilmlänge: 89 min
FSK: ab 12 Jahre
Bildformat: Widescreen 1:1,66
Ländercode: PAL 2
Tonformate: DD 5.1 und Dolby Surround, jeweils deutsch
Untertitel: keine
Specials: Info‘s über den Comicautoren Hal Foster
Preis: 4,99 Euro
Ton und Bild sind einwandfrei und bedürfen keinerlei Kritik. Das „Special ist mager und informiert nur in wenigen Zeilen über den Comicautoren und Erfinder von Prinz Eisenherz. Das Menü ermöglicht, die einzelnen Kapitel anzuwählen und ist unkompliziert aufgebaut.
@@@@ STORY @@@@
Prinz Eisenherz (Stephen Moyer) soll eigentlich die schöne Prinzessin Irene (Katherine Heigl) auf ihrer Rückfahrt zu ihrem Königtum vor Wegelagerern und feindlichen Stämmen Schottlands schützen.
Während dieser Wanderung weiss Prinz Eisenherz noch nicht, dass das sagenumwobene Schwert Exalibur gestohlen wurde. Dieses gehört König Artus, welcher Prinz Eisenherz auf die Reise mit der Prinzessin und deren Gefolge schickte. Und dieses Schwert bedeutet die Macht über die ganze Welt zu besitzen. In den Händen von Artus war es sicher und er mißbrauchte seine Macht nicht. Doch es sind die Wikinger aus Thule, die immer noch als Barbaren ihr Unwesen treiben und sich des Schwertes Exalibur bemächtigen. Denn unter ihnen befindet sich die Hexe Morgan Le Feys (Joanna Lumley), die aus ihrem Exil auf Rache sinnt. Sie ist die königliche und bösartige Schwester von Artus und will das Reich Camelot zu Fall bringen.
Machtgier entwickeln auch die Wikinger-Brüder Saigon (Udo Kier )und Thagnar (Ron Perlman), und aus diesem Sumpf soll Prinz Eisenherz das sagenumwobene Schwert Exalibur retten, um die Welt vor der Düsternis zu bewahren.
@@@@ EINDRÜCKE @@@@
Ritterfilme sind out, es sei denn Mel Gibson schlägt zu und legt einen „Knaller wie BRAVEHEART vor.
„Prinz Eisenherz ist deutlich weniger spektakulär und eine Art von Fantasy, die nicht durch überdurchschnittliche Effekte auffällt. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist diese Verfilmung, die mangels Geld auf dezenter ausfiel, besonders gelungen und ansprechend. Keine übertriebenen Szenerien, die unglaubwürdig wie bei Robin Hood mit Kevin Costner mehr auf Effekthascherei aus sind, belasten diesen SpielFilm. Im Gegenteil, die Verfilmung von „Prinz Eisenherz ist bodenständig.
Ohne knackende Knochen, spritzendes Blut und die Verteilung von Fleischbrocken hat ja ein Film kaum noch die Chance, im Kino zu Hit zu werden. Auch dieser Film musste wohl unter dieser „Wertewandlung sehr leiden, was die Zuschauerzahlen betrifft.
Cineastisch und schauspielerisch indes ist die Verfilmung von Bernd Eichinger ein schönes Märchen, dass mangels überflüssiger Brutalitäten auch ab 12 Jahren anzuschauen ist. Und das gefällt mir. Die Geschichte und die schauspielerische Qualität soll im Vordergrund stehen, und bitte
nicht platte Effekte !!! Danke, Bernd Eichinger, das ist bestens gelungen.
Auch die Darsteller sind mehr als erwähnenswert. Udo Kier ist in Deutschland eine feste Größe und ein talentierter Schauspieler, während Ron Perlman mit Der Name der Rose oder Am Anfang war das Feuer durch seine natürliche Häßlichkeit auffällt und doch zugleich als Mime eindrucksvoll wirkt.
Die weiteren Darsteller - auch diejenigen in Hauptrollen - haben indes nicht die Popularität, die oft Garant für Zuschauerzahlen sind. Aber schauspielerisch stehen sie den ganz Großen in nichts nach. Und vor allem Stephen Moyer als Prinz Eisenherz und noch mehr Katherine Heigl als Prinzessin Ilene wissen zu gefallen.
Die Geschichte selbst ist fein umgesetzt und weder unlogisch noch langatmig. Die bodenständige Verfilmung indes mag der Grund sein, dass dieser Film nicht zum Kassenschlager werden konnte, auch wenn die Umsetzung gelungen genannt werden darf.
Fazit: Liebhaber von Ritterfilmen werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Die Darsteller, die Ausstattung und die Szenerie sind authentisch und nicht übertrieben. Kleine Inputs à la Zeichentrick wirken überraschend und erinnern an die Comicalben zu Beginn des Films.
Spaßfaktor Preis nicht zu vergessen: den Film entdeckte ich für günstige 4,99 Euro und kann auf großartige Specials für den Preis auch gerne verzichten. Denn der Film - sei es Ton als auch Bild - ist perfekt auf DVD gepresst. Als Liebhaber dieses Genre kann ich nur voll des Lobes sein...
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Prince Valiant
ein Testbericht von Jack1002012-01-01 07:45:40vom 01.01.2012Empfehlung: ja
Vorteile: Action...Nachteile/Kritik: Wenig Spannung
"Prinz Eisenherz", im Original "Prince Valiant", basiert auf einen Comic von Hal Foster, welcher 1954 schon mit Robert Wagner in der Rolle des Prinzen verfilmt worden ist. 1997 erschien eine neue Verfilmung mit dem mir unbekannten Stephen Moyer in der Hauptrolle.
Film:
Originaltitel: Prince Valiant
Jahr: 1997
FSK: 12
Laufzeit: ca. 87 Minuten
Regie: Anthony Hickox
Darsteller: Stephen Moyer, Katherine Heigl, Ron Perlman, Thomas Kretschmann, Udo Kier
Story:
Zu Zeiten von König Arthur. Während eines Turniers dringen die Wikinger, verkleidet als Schotten, damit diese die Schuld bekommen, in Camelot ein und stehlen Excalibur. Aber zurück kommt es zu einem Streit zwischen Sligon (Udo Kier) und Thagnar (Thomas Kretschmann) und das Schwert bleibt im Boden stecken. Sie brauchen einen adeligen, um es wieder herauszuziehen, und so wird der Plan geschmiedet, einen zu entführen. Aber der Knappe Eisenherz (Stephen Moyer) gibt sich als dieser aus und kann einem Angriff der Wikinger trotzen. Doch dann wird sein Herr entführt und Eisenherz muß beweisen, was in ihm steckt, damit er endlich von den anderen ernst genommen wird und nicht mehr als Knappe angesehen wird. Aber er weiß nicht, daß er mehr ist, als er weiß, zu sein. Wird er es schaffen, den Plan der Wikinger zu vereiteln?
Darsteller:
Stephen Moyer spielte auch in "Priest" und "The Double" mit.
Katherine Heigl ist in der Serie "Greys Anatomy" und dem Film "Alarmstufe Rot 2" mit Steven Seagal zu sehen.
Ron Perlman spielte in "Outlander" und "Hellboy" mit.
Thomas Kretschmann ist in "Blade 2" und "Wanted" zu sehen.
Udo Kier spielte in "Blade" und "Melancholia" mit.
Regie:
Anthony Hickox führte auch bei "Full Eclipse" und "Jill Rips" Regie.
Meinung:
Inwieweit der Film sich an die Comicvorlage hält, kann ich nicht sagen, aber wenn man darüber nicht nachdenkt kann der Film gut unterhalten. An Action mangelt es nicht. Diese ist übersichtlich gefilmt, große Schlachtszenen sollte man aber nicht erwarten, meist sind es Schwertkämpfe in kleinen Gruppen oder einer gegen einer. Der Showdown ist nicht zu kurz geraten und kann auch überzeugen. Das Ganze wird teils auch mit Humor vermischt oder versucht, denn nicht oft gelingt der humorvolle Part, sei es in Action oder bei ruhigen Szenen, was doch etwas schade ist, sind die Ansätze dafür da, werden aber nicht richtig genutzt.
Ebenso wirkt der Film zu geradlinig, Spannung will nicht richtig aufkommen, nicht mal, als es um die Herkunft Eisenherz geht. Dies wird aber auch nur nachher kurz aufgelöst und nicht weiter darauf eingegangen. Auch sollte man sich nicht zu sehr auf die Charaktere konzentrieren, nicht jede Figur, bei der man denkt, es handele sich um eine wichtige Nebenfigur, bleibt dem Film erhalten. Einige kommen nur kurz vor, andere etwas länger, aber werden dann auch gleich gekillt, noch bevor sich der Zuschauer an diese Figur gewöhnen kann. Ein bißchen merkwürdig finde ich, daß König Arthur das große Schwert Excalibur nicht bei sich getragen hat. Es liegt im Schloss herum und wird von wenigen Wachen beaufsichtigt. Normalerweise hätte es Arthur doch nicht aus den Augen gelassen. Aber dies sei mal dahingestellt, eben eine andere Möglichkeit, die Geschichte zu erzählen, um Eisenherz ins Spiel zu bringen. Gut ist aber, daß
man zwischendurch auch ein paar Comicsequenzen zu sehen bekommt, welche ab und zu mal eingeblendet werden.
Schauspielerisch ist Stephen Moyer in der Hauptrolle ok, er gibt diese überzeugend wider. Katherine Heigl hat zum Glück keine nervige Rolle und passt sich gut in den Film ein. Ron Perlman ist in einer Nebenrolle zu sehen, wobei seine Figur ruhig mehr hätte mehr im Film sein können, kommt dessen Wichtigkeit doch auch kurz mit Eisenherz Herkunft zur Sprache, aber da tut sich leider nicht viel. Aber Ron Perlman schafft diese Nebenrolle wie jede andere auch, gut zu spielen. Thomas Kretschmann und Udo Kier sind hier die Bösewichte, wobei Kretschmann doch mehr in seine Rolle legen kann, da er mehr zu sehen ist, während Kiers Rolle etwas kleiner ist, die er aber auch gut spielt.
Die deutsche DVD ist ungeschnitten und bietet auch eine gute Synchronisation, die Stimmen passen zu den Darstellern.
"Prinz Eisenherz" ist jetzt nicht ein großes Epos geworden, aber zur Unterhaltung reicht es allemal aus. Langeweile kommt nicht auf, die Action ist auch anschaubar. Eine Empfehlung.
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