Nein, ich schreibe hier nicht über den V.S. und auch nicht über den V.S.O.P. (obwohl letzterer durchaus auch ein lecker Tröpfchen ist).
Ich möchte Euch die nächsthöhere Stufe dieses 'Fine Champagne Cognac' vorstellen: den 'Club de Remy Martin'.
Im Gegensatz zum V.S.O.P. kommt er nicht in einer runden und schwarzen, sondern in einer 8eckigen und transparenten Flasche daher, die den Blick frei gibt auf einen Cognac von dunkler Bernsteinfarbe.
Der Flasche aufgeprägt: das metallene Emblem eines Zentauren (halb Mensch/halb Pferd), welches die Werte des Cognacs verkörpern soll: Leidenschaft, Reichhaltigkeit, Engagement für die Qualität des Bodens (auf welchem die Trauben wachsen) und Achtung der traditionellen Reife.
Club de Remy Martin hat eine Reifezeit von rund 10 Jahren hinter sich.
Zum Vergleich: Der V.S.O.P. reift 7 Jahre, der X.O. reift bis zu 37 (!) Jahren.
Nimmt man den von einer verhältnismäßig schweren Metallkappe bedeckten Korken ab und lässt diesen Tropfen ins Glas ein, so entfaltet sich sofort ein milder, blumiger Duft - nicht so stark wie beim V.S.O.P., sondern dezent und schmeichelnd.
Ob im Stielglas von Remy Martin oder in einem großen runden Schwenker - ich wärme einen Cognac genau wie einen Scotch Whisky eine Weile mit der Hand an und lasse meine Nase von seinem feinen Duft verwöhnen - voller Vorfreude auf den dann folgenden süßlich-würzigen Geschmack, der an Vanille und Holz erinnert.
Während er im Gaumen und auf der Zunge noch ein Gefühl von Weichheit und Milde vermittelt, ist sein Abgang kraftvoll und heiß.
Bisher habe ich Cognac immer pur genossen. Doch inzwischen habe ich gehört, dass auch er - wie Scotch - mit einem Schuss Mineralwasser erst die Vielfalt seiner Aromen frei gibt.
Ich werde es demnächst probieren.
Club de Remy Martin (Alkoholgehalt: 40%) gibt es für 42,99 € z.B. bei
Remy Martin gibt es außerdem in diesen Qualitäten:
V.S. (very super) - ca. 22,00 €
V.S.O.P. (very superior old product) - ca. 31,00 €
X.O. (xtra old) - ca. 90,00 €
Extra - ca. 180,00 €
Lois XIII - ca. 1.000,00 €
_______________________________________________ _______
Ich danke Euch für's Lesen - und vielleicht ist ja der ein oder andere neugierig geworden auf dieses Tröpfchen :-)
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Ich bleib beim Schokofässchen vom Weihnachtsbaum
ein Testbericht von jozeil2003-02-18 22:22:03vom 18.02.2003Empfehlung: ja
Lange steht er schon in meiner kleinen Bar, irgendwann mal geschenkt bekommen und nur sehr dürftig verwendet. Die Rede is mal vom sündhaftteurem Cognac, Rémy Martin
V.S.O.P., seit 1724 in französischen Landen produziert und auf den Markt geworfen.
Wie es sich für einen noblen Tropfen gehört, is er nich durch nen ordinären Schraubverschluss abgedichtet, sondern wird von einem Korken, zur besseren Entfernung mit ner Kunststoffhaube versehen, bedeckt. Luxuriös anmutend auch die Flasche, die in dunklem Glas mit rauer Oberfläche in eine Ballonform geblasen wurde, ähnlich der Hülle von dem euch allen bekannten Baileys, und dem nicht zu übersehenden güldenen Etikett.
Schon mal beim Schnüffeln dran hob es mich aus den Socken. Angenehm traubenfruchtige und milde Schwallungen sind, mit einem Lächeln im Gesicht, wahrzunehmen. Gut rauchige Aromen aus Eichenfässern schlagen durch und der Alkohol erfüllt den Rest für ein gutes Ganzes. Dennoch aber, und das trau ich mich jetzt schon zu sagen, trifft dieses Herbeiführen von“nicht mehr Wissen was ich tu“ nicht so ganz meinen Geschmack, auch wenn ich die kleinen Fässchen vom Weihnachtsbaum immer zuallererst verschwinden lasse. Is halt aber mit Schokolade, das wird’s wohl sein.
Mindestens vier Jahre alt soll er sein, denn sonst hätte er die von Richard Hennessy erfundene Abkürzung V.S.O.P, welche für "Very Superior Old Product" steht, nicht verdient.
Nun ja, fehlt noch der Geschmack. Und da haben sich meine zuvor geäußerten Befürchtungen voll und ganz bestätigt. Is einfach nix für mich, vielleicht weil ich kein hart gesottener Trinker oder Zigarrenraucher bin. 40 % Alkohol, die, wenn auch erst nach einiger Zeit, deutlich auf der Zunge verweilen und ihre scharfe Seite auszuleben versuchen. Harziger Geschmack mit einem blumigen Touch und Vanillearomen wollen sich bemerkbar machen, doch ehe diese wirklich von meinen Nerven voll wahrgenommen werden, is er weg, brennend die Kehle runter und in den Magen, wo er jetzt einsam auf Nachschub wartet.
Weltbekannt is er ja, der Remy Martin, vielfach geliebt, doch bei mir kann er lange Warten, der Schluck im Bauch, bis er seinesgleichen trifft. Nein danke, an die für mich zu starken und unangenehmen Alkoholwerte, zu wenig von mir bevorzugten blumigen bis fruchtigen Anteilen. Aber so schmeckt er halt nun mal, guter Cognac, der, pur aus dem traditionellen großen Schwenker, nur nach Vorglühen, also vorhergehendem Besäufnis mit mir besser schmeckenden Alkoholika, was für mich ist.
Wenn es da nicht Kaffee gäbe, dann würd die Flasche heut noch fast voll im Regal verweilen. Denn so genossen, als „Mariloman“ mit einem Häubchen aus Sahne, lass ich mir das gute Tröpfchen gerne gefallen. Natürlich nur in Maßen, nicht in Massen und ganz gemütlich abends vor dem Kamin bei meinen Eltern.
Genau deshalb hab ich auch heute, fast 10 Jahre nach dem Geschenk, noch die halbe Flasche, was sich angesichts des Preises von 36 Euro auch nur ganz langsam ändern wird.
Was bei mir jedoch nie in Anbetracht kommt, ist ein neuer Trend bei den Highsociety Kids. Die mixen den teuren Tropfen doch glatt mit Cola oder RedBull, wie ich mal aus ner Sendung erfahren habe und
behaupten, dass es schmeckt.
Fazit
Schlecht ist er nicht, doch pur so rein gar nix, was mich ansprechen würde. Anders im Kaffee, denn da gibt er wirklich, sicher auch wegen des Zuckers, einen angenehmen Touch und mundet wunderbar.
Es schmeckt halt doch nich alles so, wie es vom Geruch her scheint, leider, und so bin ich froh, die Flasche nicht selber gekauft zu haben.
ein Testbericht von krawallo2002-03-16 18:43:31vom 16.03.2002Empfehlung: ja
Ich wollte wissen, was diesen Cognac so eigenartig macht, warum er so teuer ist und was damit alles anzufangen ist.
Aber ich habe bei diesem Test eindeutig herausgefunden, das ich wohl nie ein Freund von Cognac werde. Ich mag eher süßere Bitter, oder auch mal einen guten Rum, aber dieser Cognac ist nichts für den lieben Chrischi
Der bekannte französische Cognac wird seit 1724 von der gleichnamigen Firma auf den Markt gebracht. Er ist in den Qualitäten V.S., V.S.O.P. und Club de Rémy Martin zu bekommen.
Alle Rémy Martin Qualitäten
haben 40%vol Alk.
V.S.O.P. ist die Altersbezeichnung für mindestens vier Jahre gelagerten Cognac, erfunden von Richard Hennessy; die Abkürzung für "Very Superior Old Product" wird in Frankreich scherzhaft als "Versez sans oublier personne" - "Ausschenken und keinen vergessen" interpretiert
- Geruch:
Ich bin überrascht, wie fruchtig und mild dieser Cognac duftet. Ein leichtes Vanillearoma verbindet sich ausgesprochen gut mit dem leicht rauchigen Geruch der Eichenfäßer und dem deutlichem Alkoholgeruch.Sein Aroma ist wirklich sehr ausgeprägt und gefällt mit auf Anhieb sofort. Wenn dieser Cognac genauso gut schmeckt, wie er duftet, dann bin ich gewiss ein Fan von diesem REMY MARTIN.
- Geschmack:
So spannend das Aroma auch ist, so hoch die Qualität aus sein mag, so bekannt der Ruf von REMY MARTIN auch ist:
Im Mund verbreitet sich sehr schnell und unangenehm dominant der harte Alkoholanteil von 40%. Dieser Alkohol verweilt einen Moment, um so das leichte Vanillearoma und die geheimnisvolle Kräutermischung frei werden zu lassen. Ich würde nicht sagen, das es keinen eindeutigen Geschmack gibt, aber das eigentliche Geschmackserlebnis, was ich mir versprochen habe ist es wirklich nicht. Zu hart ist der Alkohol und zu fein das wirkliche Fruchtaroma.
- Preis:
Für eine 0,7 l – Flasche Remy Martin VSOP zahlt man Preise zwischen 42-48 DM . Welches in meinen Augen natürlich nicht angemessen ist, da ich wohl nie ein Freund von Cognac werde.
Dem Bekanntheitsgrad von REMY MARTIN scheint der Preis wohl angemessen, und wer Cognac mag, liegt hier sicher nicht falsch. Aber ich komm damit nicht klar.
- Zubereitungsmöglichkeiten:
Man trinkt diesen Cognac zumeist im großen Schwenker, so habe ich ihn auch probiert. Andere wiederum geben REMY MARTIN in den Kaffee, was für mich abscheulich klingt und ich mir einen Selbstversuch lieber spare. Weiß nicht, wie geht’s euch, habt ihr andere Erfahrungen gemacht?
Es gibt tatsächlich auch einen Cocktail, den man mit REMY MARTIN machen kann, was ich aber ablehne, weil mir der Preis für eine Mixzutat, die mir nicht mal schmeckt, einfach etwas zu hoch liegt.
- Fazit:
Also, ich will nicht nur Meckern - sicher hat auch dieser Cognac seine Vorteile, der Ruf ist ja schließlich nicht schlecht und auch dieser Preis muß ja von irgendwoher seine Berechtigung haben.
Aber für mich ist dieses Getränk einfach nichts.
Mir dauert die Freisetzung des Alkohols eindeutig zu lange und das Geschmackserlebnis entschädigt für die ersten Momente einfach nicht. Der Geruch ist wirklich überraschend mild und verdammt verlockend, doch zu meiner Enttäuschung hält der Duft für mich nicht das was er verspricht.
Speziell für den lieben netten Gizmo 1975 noch das Cocktailrezept:
Rémy Cup
********
4cl Remy Martin
2cl Grenadine
10cl Maracujasaft
Im Shaker auf Eiswürfel gut schütteln und in ein großes Becherglas auf Eiswürfel abgießen.
Mit Ananasstück und Minzezweig garnieren.
...