Ein uraltes Spiel, dass wohl nie eine solche Berühmtheit erfahren hat, wie in den letzten ein bis zwei Jahrhunderten.
Heute, in Zeiten von High-End-PC-Spielen, erscheint vielen Menschen Schach als nicht mehr zeitgemäß.
Um zu beantworten, warum ich der Meinung bin, dass Schach ein absolut zeitloses Spiel ist, muss gesagt werden, dass es das einzige Brettspiel ist, dessen erfolgreiche Spieler nicht nur als hochintelligent angesehen werden, sondern sogar weltberühmt werden können. Namen wie Kasparov, Karpov oder Fisher sind auch vielen Nicht-Schachspielern ein Begriff. Schach ist extrem vereitet, man denke nur daran, wieviele Menschen die Regeln dieses Spiels und - zumindest in ihren Grundzügen - auch dessen taktische Erfordernisse kennen.
Woran liegt das?
Schach bietet in jedem Spiel neue, selbst bei sich wiederholenden Eröffnungen, nach gewisser Zeit unbekannte Spielsituationen, die nur mit taktischem Geschick und logischem Verständnis erfolgreich gelöst werden können. Glück ist kein Element des Schachspiels (vom vernachlässigbaren Einfluß der Entscheidung, welcher Spieler welche Farbe erhält, abgesehen). Das unterscheidet Schach von anderen Spielen.
Schach wird weit weniger schnell langweilig, zum einen, weil man hier ständig neue Spielpartner finden kann (beispielsweise auch im Internet, oder auch per Post - ja, es gibt auch Postschachspiele).
Bei uns zuhause steht im Flur ein Schachbrett, an dem mein Vater und ich spielen. Man macht einen Zug und wenn man das nächste Mal am Brett vorbeigeht und der Gegner gezogen hat, macht man seinen nächsten Zug. Seit über einem Jahr spielen wir ständig solche Partien, es ist immer abwechslungsreich und spannend.
Noch ein Tipp: wenn ihr euch für Shach interessiert, besucht doch einfach mal einen Schachclub in eurer Nähe.
schmiddi, 25.03.2002
Wie Schach funktioniert, was fuumlr ein System dahintersteckt, usw. All das fehlt in deiner Meinung. Du redest leider nur um den heiszligen Brei herum und wuumlrdest mir, sollte ich dieses Spiel nicht kennen, wirklich kaum weiterhelfen. Daher mein ge
Anubis71, 27.02.2002
Auch wenn ein uraltes Spiel, haumltte man ruhig ein wenig mehr schreiben koumlnne. Willkommen bei Yopi!
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Das Königsspiel
ein Testbericht von Nasim182002-02-26 16:49:42vom 26.02.2002Empfehlung: ja
Das Schachspiel stammt aus dem 9. Jahrhundert und zwar aus Indien oder Persien, das weiß man nicht so genau, von Kreuzritter im Mittelalter entdeckt, verbreitete sich das Spiel über die ganze Welt und bekam viele Anhänger, bis in die heutige Zeit.
der wohl bekannteste Spieler unserer Zeit ist Garri Kasparow (ich hoffe ich habe den Namen richtig geschrieben).
Er ist Amtierender Weltmeister und ist der erste Mensch der den super Schach Computer Deep Blue (galt als Unschlagbar)bis im Jahr 1998 besiegen konnte.
Allgemein:
Die Regeln des Spiels brauchen schon ein wenig Zeit um verstanden zu werden und lassen sich auch ohne ein Schachbrett recht schwer erklären, weshalb ich hier darauf weitestgehend verzichten möchte. Eine kurze Zusammenfassung sei dennoch gegeben. Jedem Spieler stehen auf dem 8x8 Felder großen Spielfeld 16 Figuren zur Verfügung, die sich in 6 Arten einteilen, welche sich jeweils durch ihre Zugmöglichkeiten unterscheiden. Zieht eine Figur auf ein Feld, das von einer gegnerischen Figur besetzt ist, so wird diese geschlagen und vom Brett genommen. Könnte auf diese Weise der gegenerischen König in der nächsten Runde geschlagen werden, so befindet sich dieser im Schach. Der Gegner muß seinen König jetzt so schützen oder ziehen, daß dieser nicht mehr im Schach steht. Ist ihm dies nicht mehr möglich, so ist er Schachmatt und hat verloren. Soweit ist das Spiel recht einfach, wird durch die verschiedenen Zugmöglichkeiten der Figuren jedoch sehr komplex. Was ist nun so fesselnd an diesem Spiel, daß sich zwei Menschen teilweise stundenlang dabei gegenübersitzen. Als Zuschauer wird einem das ein Rätsel bleiben, da es in der Tat recht langweilig ist ein Schachspiel zu verfolgen, es sei denn natürlich man ist ein ausgesprochener Kenner des Spiels, der auch die langen Wartezeiten zwischen den Zügen in Kauf nimmt. Die wahr Faszination des Schachspiels wird einem erst wirklich bewußt, wenn man es selbst spielt. Zum einen ist das Spiel eines der Abwechslungsreichsten die es gibt. Man wird es wohl nie erleben, das gleiche Spiel zweimal zu spielen, wodurch man vor immer neuen Herausforderungen steht. Zudem ist das Schachspiel ein Kräftemessen der ganz besonderen Art. Dieses Kräftemessen spielt sich allerdings nicht körperlich sondern im Kopf ab. Damit ist nicht gesagt, daß der klügere gewinnt. Nicht einmal der bessre Schachspieler gewinnt zwangsläufig. Vielmehr spielen die Fähigkeiten sich über lange Zeit zu konzentrieren, weit in die Zukunft zu planen, den Gegner zu durchschauen und entsprechend zu reagieren eine große Rolle. So habe ich es schon erlebt, daß ein wesentlich erfahrenerer und mir überlegener Spieler gegen mich verloren hat, weil er unkonzentriert und ungeduldig wurde. Ebenso ist es auch mir schon passiert, daß ich gegen jemanden verloren habe, dem ich gerade das Spiel erklärt habe, weil ich nicht ganz bei der Sache war. Ein weiterer Reiz des Spiels besteht darin, daß man es beinahe überall und mit fast jedem spielen kann. Denn obwohl viele das Spiel für langweilig halten, so kennen doch die Meisten die Regeln. Das Schach tatsächlich als Sport bezeichnet werden kann weiß jeder, der
wenigstens einmal nicht nur zum Spaß gespielt hat, sondern hochkonzentriert vor einer Turnierpartie saß. Denn dabei kommt man wirklich ins schwitzen und wird auch körperlich beansprucht. Aber auch ein Spiel gegen Freunde macht, vor allem bei gleichstarken Gegnern, eine Menge Spaß und ist alles andere als langweilig.
Formen von Schach:
Es gibt verschieden Formen von Schach hier ein paar Möglichkeiten, wenn man zum Beispiel eine Schachuhr benutzt kann man verschiedene Zeiten festlegen in der man alle Züge führen muss.
Räuberschach: Hier wird gespielt bis einer der beiden Spieler keine Figur mehr auf dem Brett hat, dabei ist es nicht wichtig ob der König geschlagen wurde oder nicht.
Punkteschach:
Jede Figur hat einen bestimmten Punktwert,
Bauer 1 Punkt
Leichtfiguren ( Läufer, Springer ) 3 Punkte
Türme 5 Punkte
Dame 7 Punkte
König 8 Punkte
Es wird vorher eine Zeit festgelegt wie lange das Spiel dauern soll.
Wer am ende der Zeit am meisten Punkte durch das schlagen von Figuren erreicht hat gewinnt.
Meine Meinung:
Ich Persönlich finde das Schach Spiel sehr entspannend , am liebsten spiele ich gegen einen Freund oder einen Gleichstarken Gegner .
Wenn ich keinen passenden Gegner finde Spiele ich im Internet, entweder Gegen den Computer oder einen anderen User
Ach ja noch eine Anmerkung, es ist kein Problem sich Schach selbst bei zubringen, in der Bücherei findet ihr bestimmt Lehrbücher darüber.
(Habs mir auch selbst beigebracht, als ich 8 war)
Viel Spaß beim nächsten Schachspiel .....Nasim
Update:
Die Zugmöglichkeiten der einzelnen Figuren:
Der Bauer:
Er kann immer nur ein Feld nach vorne ziehen, ausser beim ersten Zug, da darf er zwei züge ziehen.
Eine andere Figur schlagen kann man mit dem Bauern nur Diagonal ein Feld nach links oder rechts.
Der Bauer kann nur nach vorne ziehen und schlagen.
Der Bauer hat noch eine besonderheit, wenn er auf die Gegnerische Grundreihe kommt kann er sich in eine beliebige Figur verwandeln, z.B. in eine Dame.
Der Läufer:
Der Läufer kann nur Diagonal über das Feld ziehen, dies aber beliebig wit, er kann alle Figuren schlagen die auf der Diagonale zu ihm stehen.
Der Springer:
Der Springer ist die einzige Figur die über eine andere Figur Springen kann, sei es die eigene oder die des Gegners, er zieht immer 2 Felder nach oben, unten, links oder rechts und dann ein Feld zur Seite weg.
Der Turm:
Der Turm kann nur gerade ziehen, das heißt nach oben, unten, links oder rechts, er kann alle Figuren schlagen die auf der Geraden zu ihm stehen.
Die Dame:
Die Dame ist die stärkste Figur auf dem Brett, sie kann sowohl Diagonal als auch Gerade ziehen und das so weit sie will.
Der König:
Der König kann lediglich ein Feld weit ziehen, aber das in alle Richtungen.
Ausserdem kann der König Rochieren, das heißt wenn er und einer der beiden Türme noch nicht bewegt wurden
und keine andere Figur dazwischen steht und kein Feld zwischen ihnen durch eine andere Figur bedroht wird, kann der König zwei Felder zum Turm hin ziehen, der Turm wird neben den König gesetzt, so das König und Turm direkt nebeneinander stehen.
Das klingt kompliziert, ihr braucht ein Schachbrett und jemand der selbst Schach spielt um es besser zu verstehen.
...
ein Testbericht von Nanooky2002-02-24 00:15:07vom 24.02.2002Empfehlung: ja
Ich spiele gerne Schach und habe es von meinem Cousin etwas beigebracht bekommen und mit einem Computerspiel habe ich es dann richtig spielen gelernt. Deshalb wundert euch nicht, aber auch Jugendliche können Schach spielen. Nachdem ich es dann meinem Vater beigebracht habe, spielen wir ab und zu gegeneinander. Bisher habe ich schätzungsweise eine Siegerquote von 90%. Liegt das daran, dass ich so gut, oder er so schlecht ist? Na ja, egal. Viele werden das Spiel wohl altmodisch finden und es eh zu schwer finden, aber wartet erst mal ab. Ich
will euch nämlich mal das „Spiel der Könige“ näher erläutern, vielleicht findet ja doch einer gefallen daran. Da man Schach genau verstehen muss, um es spielen zu könne, habe ich mir besonders viel Mühe gegeben, aber alles genau erklären kann man wohl nicht.
Gliederung:
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1.) Infos zum Spiel
2.) Der Spielaufbau
3.) Die Züge
4.) Meine Erfahrungen
5.) Meine Meinung
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1.) Infos zum Spiel:
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Schach kam ursprünglich schon im 10 Jahrhundert aus dem Orient nach Europa. Das Wort „Schach“ kommt aus dem persischen und heißt übersetzt „König“. Wenn man im Spiel seinen Gegner besiegt und den König „Schach matt“ setzt, bedeutet das „Der König ist tot“.
Spielt man es aus dem Gedächtnis, nennt man es Blindspiel. Spielt man gegen mehrere gleichzeitig nennt man es Simultanspiel oder Reihenspiel.
So viel wie ich weiß, wurde das Spiel auch unter Königen ausgetragen und somit sogar Kriege entschieden. Man einigte sich vorher, dass es keinen blutigen Kampf gibt, sondern der Krieg auf dem Brett ausgeführt wird. Die Könige eines Reiches spielten dann gegeneinander, daher heißt das Spiel auch „Das Spiel der Könige“.
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2.) Der Spielaufbau:
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Es wird auf einem Brett, das in 64 Feldern eingeteilt ist, gespielt. Das Spielfeld ist quadratisch und abwechselnd in schwarze und weiße Felder eingeteilt.
Das Schachbrett wird so zwischen die beiden Spieler gelegt, dass zur Linken unten dunkles Eckfeld liegt. Jeder Spieler besitzt zu Beginn des Spiels einen König, eine Dame, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Pferde und acht Bauern.
Sie werden wie folgt aufgestellt (jeweils aus der Sicht des Spielers ):
Weißer Spieler: 1 Reihe: Turm, Pferd, Läufer, Dame, König, Läufer, Pferd und Turm
2 Reihe: alle Bauern nebeneinander
Schwarzer Spieler: 1 Reihe: Turm, Pferd, Läufer, König, Dame, Läufer, Pferd und Turm
2 Reihe: alle Bauern nebeneinander
Wer welche Farbe hat wird ausgelost. Der weiße Spieler beginnt immer. Schlägt man eine gegnerische Figur, gelangt man also auf ein Feld mit einem gegnerischen Spielstein, so muss man ihn vom Brett nehmen. Derjenige hat gewonnen, der den König Schachmatt setzt. Das bedeutet, den König in eine solche Position zu bringen, aus der weder durch eigenes Ziehen sich retten kann. Es gibt nur dann ein Unentschieden, oder französisch gesagt Remis, wenn ein Spieler keinen Spielstein mehr setzen kann, ohne das der König durch diese Zug ins Schachmatt gerät und der Zug mit dem König diesen in eine Schachmatt-Situation bringen würde.
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3.) Die Züge:
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Jetzt erkläre ich euch mal wie die Figuren pro Zug gesetzt werden dürfen. Ihr werdet sehen, dass alle sehr brauchbar sind.
König:
ein Feld in jede beliebige Richtung
Dame:
beliebig viele leere Felder in alle Richtungen
Läufer:
beliebig viel leere Felder, aber nur diagonal
Springer:
ein Feld geradeaus, dann ein Feld diagonal oder ein Feld diagonal und dann ein Feld geradeaus
Turm:
über beliebige viele leere Felder vertikal oder horizontal
Bauer:
Beim ersten Zug darf man ihn zwei Felder ziehen, danach nur noch einen. Beim Schlagen eines gegnerischen Spielsteines geht er nur diagonal, aber nur vorwärts. Diese Figur ist also die einzige die nicht rückwärts gehen darf. Gelangt ein Bauer auf die Startlinie des Gegners, kann man den Bauen in eine Dame, einen Läufer, einen Springer oder in einen Turm umtauschen.
Wieder mal haben wir, also mein Vater und ich, uns zu einem Spiel entschlossen. Ich baue dann immer das Spielfeld auf und dann wird ausgelost wer Schwarz, bzw. Weiß bekommt. Dann geht’s los. Schon die ersten Züge können entscheidend sein. Es gibt ja so viel Varianten. Meistens überlege ich mir eine Taktik, wie ich vorgehe und das Spiel endet manchmal in einem richtigen Kampf. Ich versuche dann auch Fallen zu stellen und um so mehr ärgere ich mich, wenn mein Gegner nicht reintappt. So ein Spiel kann nach einer halben Stunde zu Ende sein oder aber auch mal schnell ein paar Stunden gehen. Ich stelle mir auch immer die Frage, ob ich erst verhaltend spielen oder doch eher aggressiv spielen soll. Dadurch, dass man ja immer wieder anders vorgehen kann, ergibt sich immer ein anderes Spiel und man kommt oft in andere Spielsituationen. Es sieht ja logischer Weise besser aus, wenn man z. B. die Dame, Türme und Läufern vom Gegner ausgeschaltet hat oder wenn nur noch dein König übrig geblieben ist. Auf jeden Fall muss man immer achtsam sein und mehrer Schritte vorausdenken. Ich mache es auch so, dass ich mich in die Situation des Gegners hineinversetze und überlege mir dann, welche Schritte ich an seiner Stelle machen würde und kann so seine Züge vordenken. Ich glaube das ist mein großer Vorteil.
Schach ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Spiel. Man muss sich aber erst zurecht finden und erlernen kann man es auch nicht von heut auf morgen. Wenn man aber die Regeln beherrscht und einen Spielpartner gefunden hat, hat man das Glück Schach spielen zu können. Man kann sich richtig in ein Spiel reinsteigern und die Zeit vergeht dann sehr schnell. Ich gebe aber zu, dass das Spiel nicht für jeden geeignet ist. Ich denke, entweder hat man Spaß dran oder man verabscheut es. Man brauch auch taktisches und logisches Geschick, sonst sieht man sehr schnell alt aus.
Wer also Interesse hat, kann es ja am Computer erlernen oder es von jemandem beibringen lassen. Ich kann nur dazu raten und du siehst ja dann, ob es dir gefällt oder nicht.
Testfuchs, 27.02.2002
Ich spiele auch seit 6 Jahren Schach im Verein. Macht echt einen Houmlllenspass... Die Regeln haumlttest Du vielleicht lieber ganz weglassen sollen, oder eben komplett auffuumlhren sollen. Schliesslich fehlen mit en passant und der Rochade sehr wicht
BjoernPeters, 24.02.2002
Hey wir kennen uns doch von Ciao.....guter Bericht
ein Testbericht von Cassiopeia812002-02-13 16:10:16vom 13.02.2002Empfehlung: ja
Hallo liebe Community,
an dieser Stelle möchte ich euch eines der wohl ältesten bekannten Gesellschaftsspiele näher bringen. Schach. Ein Denkspiel mit Pfiff, dass sich seit mehr als 15 Jahrhunderte behaupten kann.
***** Geschichte *****
Die Grundzüge des Schachs lassen sich bis zu 4000 Jahre vor Christus in Indien zurückverfolgen. Jedoch war Schach damals kein rein strategisches Figurenspiel, sondern eine Mischung aus Geschick, Denk –und Glückspiel bei den auch Würfel zum Einsatz kamen. Erst im 4. Jahrhundert kam das Schach in der Form auf, die so ähnlich ist wie wir es
heute kennen. Im 5. Jahrhundert übersprang das Schachspiel erstmals Indiens Grenzen und gelang nach Persien. Es dauerte weitere 5 Jahrhunderte, bis das Schach über Nordafrika nach Spanien und dann nach ganz Europa gelangte.
Zunächst wurde das Spiel legendlich mit ganz normalen, jedoch farblich unterschiedlichen Steinen gespielt. Die ersten bekannten handgeschnitzten Figuren in Europa wurden im 12. Jahrhundert in Skandinavien gefunden. Durch ein Lehrbuch von Alfonso el Sabio wurde 1283 das Schach erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. 1467 wurde im heutigen Niedersachsen schließlich das erste Schachturnier auf deutschen Boden durchgeführt. Ab dem 19. Jahrhundert folgte dann alles Schlag auf Schlag. Schachvereine wurden gegründet, Schachzeitungen entstanden und bereits 1866 gab es einen in W. Steinitz einen ersten inoffiziellen Schachweltmeister.
Seit 1985 schwappte das Schachspiel auch in die Schaltkreise über. Erste Schachcomputer wurden hergestellt und wurden immer aufwendiger. Die künstlichen Spieler wurden besser und besser bis man es Mitte der Neunziger Jahre dann wissen wollte. Kann ein Computer einen Menschen schlagen? Die Kontrahenten in diesem äußerst medienwirksamen Kampf von Mensch und Maschine waren schnell ausgemacht. Der damals amtierende Schachweltmeister Garry Kasparow stellte sich dem IBM „Deep blue“. Der erste Anlauf war 1994, Garry Kasparow konnte die Maschine schachmatt setzen. Eben so beim zweiten Anlauf. Beim dritten Anlauf bleibe Kasparow keine Chance mehr, Deep Blue wurde zu gut und gewann den Kampf überlegen. Das hat damals den Begriff der „künstlichen Intelligenz“ groß in Mode gebracht.
***** das Spielfeld *****
Anders wie im Mittelalter wird heute mit Figuren gespielt. Diese gibt es in vielen Farben und Variationen, jedoch sind sie beim klassischem Schachspiel schwarz und weiß. Jeder der zwei Spieler bekommt 16 Figuren, die so angeordnet sind, dass sie den größtmöglichen Abstand von der gegnerischen Fraktion haben:
Das Spielfeld ist 8 mal 8 Felder groß, was nach Adam Riese 64 Felder ergibt. Diese sind kariert angeordnet. Das klassische Spielfeld ist schwarz und weiß. Aber auch Kombinationen wie rot und schwarz oder blau und schwarz sind durchaus Gang und Gebe.
***** die Figuren und ihre Regeln *****
Bauern:
Mit 16 Einzelfiguren sind die Bauern die meistvertretenste Fraktion auf dem Spielfeld. Sie können sich in der Regel nur ein Feld nach vorne bewegen, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn der Bauer eine Figur in Gewahrsam nimmt, kann er dies nur mit einem diagonalen Zug nach vorne machen. Außerdem kann der erste Zug eines jeden Bauern zwei Felder umfassen, muß es aber nicht.
Die Bauern sind wegen ihrer eingeschränkten Bewegung in der allgemeinen Meinung nicht allzu wichtig. Dennoch kann ihnen eine entscheidende Rolle zu Teil werden. Denn wenn sie das gegnerische Spielende erreichen kann der Spieler den Bauern gegen eine beliebige Spielfigur eintauschen. Hierbei wird in der Regel die Dame erwählt.
Türme:
Die Türme können maximal 8 Felder in eine Richtung zurücklegen. Hierbei kann der Turm auf dem Feld nur rauf und hinab sowie seitwärts (also horizontal oder vertikal) bewegt werden. Ein Turm kann spielentscheidend sein.
Springer:
Die Bewegung von Springer vergleich ich immer mit einem „L“. Soll heißen, ein Springer kann zwei Felder in die eine Richtung machen und muß zugleich ein Feld in eine andere Richtung (nicht entgegengesetzt) tätigen. Das „L“ begründet sich hierbei wie gefolgt. Die 2 Felder sind der lange Strich und das eine Feld der kurze Strich.
Der Springer ist die einzige Figur, die andere Figuren auf ihrem Weg überspringen kann. Daher wohl auch der Name.
Läufer:
Der Läufer kann ohne Feldereinschränkung diagonal über das Spielfeld laufen. Um eine Schach-Situation zu provozieren sind die Läufer wie auch die Türme optimal geeignet. Sie sind daher sehr wichtig für das Spiel.
Dame:
Die Dame ist die mächtigste Figur des Spiels. Diese Figur kann sowohl vertikal und horizontal (wie auch die Türme), wie auch diagonal (wie die Läufer) ohne Feldereinschränkung durch das Spiel gelenkt werden. Da es sie nur einmal gibt, ist sie die wichtigste Figur in dem Spiel.
König:
Ohne König gibt es natürlich kein Schach. Der König entscheidet das Spiel, wenn der König in Gewahrsam genommen wird, ist die Partie durch Schach matt zu Ende. Der König kann sich in alle Richtungen bewegen, jedoch nur ein Feld je Zug. Den König gilt es zu schützen, daher wird er recht selten als Mittel zum Angriff genutzt.
***** kleine Regelkunde/Begriffskunde *****
1.
Das Ziel des Spieles besteht darin, den König in Gewahrsam zu nehmen. Dies ist der Fall, wenn der König keinen einzigen Zug mehr machen kann, ohne dass er beim nächsten Zug vom Spiel genommen wird. Das nennt man dann „Schach matt“.
2.
Droht der König im nächsten Zug zu fallen, hat jedoch noch Möglichkeiten dem durch einen Zug zu entgehen. So spricht man vom „Schach“. Der Spieler ist dazu verpflichtet, den König innerhalb eines Zuges aus dem Schach zu holen. Das geschieht meist durch die Opferung einer anderen Spielfigur.
3.
Wenn bei einer Partie deutlich wird, dass es keinen klaren Gewinner geben kann wird die Partie im beidseitigen Einverständnis der Spieler als „remis“ bewertet, zu deutsch unentschieden. Diese geschieht meistens, wenn sich die Spielfiguren auf beiden Seiten so sehr dezimiert haben, dass ein „Schach matt“ unmöglich wird. Im Schachsport wird das remis dann in Punkten gewertet. Wenn man so will wird dadurch ein Punktsieg durch einen der beiden Spieler ermittelt.
***** Schach als Sport *****
Ja! Manche scheinen es nicht für möglich zu halten, aber Schach ist ein Sport, genauer gesagt ein Denksport. In Deutschland gibt es wie in vielen anderen Ländern eine eigene Liga, in der ein deutscher Meister entwickelt wird. Derzeitiger deutscher Meister ist der Lübecker SV. Ebenso gibt es eine Schach-Weltmeisterschaft (zur Zeit der Inder Anand) und eine Schacholympiade.
Die Vorherrschaft im Schach liegt im nahen Osten, sowie in Russland und Indien, dem Mutterland des Schachs.
***** Schlussfolgerung *****
Was soll man hier schon schreiben... Schach ist ein traditionelles Denkspiel, dass jedem Teilnehmer alles abverlangt. Planung, Taktik, Strategie und einfach nur logisches Denken sid hier Grundvorrausetzung. Schach wurde nachweißlich schon 4000 Jahre vor Christus in ähnlicher Form gespielt und es gibt es noch heute. Warum? Nun, weil es immer wieder eine Herausforderung für seinen eigenen Geist ist und nie wirklich langweilig wird, da das Spielgeschehen jedes Mal ein anderes ist.
Ach ja, und keine Angst, falls ihr mit den Regeln noch nicht so klar kommt. Schach ist zwar ein Denksport, aber ich denke, jeder der sich etwas damit auseinandersetzt, kann die Regeln mühelose erlernen und immer daran denken... Es ist noch kein Schachmeister vom Himmel gefallen.
Mit freundliche Grüssen
Cassiopeia81 (13.2.2002 16:20; 1174 Worte)
...
Janet, 14.02.2002
Ich spiele oumlfters mal Dame aber Schach ist ein einmaliges Konzentrationspiel. Leider beherrsche ich das nicht, ich habe keinen der mir das beibringt. Muss wieklich ein schoumlnes Spiel sein.
PrinceofLies, 05.03.2002
ausfuumlhrlich,uumlbersichtlich,informativ.
Kurzum ein Beitrag wie ich ihn von einem alten Bekannten wie Dir erwarte.
Mein Kompliment
TheGreatMaster, 14.02.2002
Gelegentlich spiele ich auch gerne mal ne Partie. Manchmal mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Gruszlig TheGreatMaster.