ein Testbericht von Nick_Neschi2007-01-28 11:02:32vom 28.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Sharon Stone, Russel Crowe, Story, Preis,...Nachteile/Kritik: Leonardo DiCaprio, kein Bonusmaterial,
Letzte Woche bin ich beim durchstöbern von Amazon auf einen Film aufmerksam geworden. Er trägt den Titel >>> Schneller als der Tod <<< und gegen jede Gewohnheit scheint in diesem Western eine Frau die Hauptrolle zu spielen. Das hat mich neugierig gemacht und der tolle Preis der DVD hat meine Kaufentscheidung extrem beeinflusst. Also schnell bestellt das Teil – drei Tage ungeduldig gewartet – dem Postboten aus der Hand gerissen – und den DVD-Player gefüttert.
o---> Verpackung
Die DVD ist in einer gewöhnlichen DVD-Hülle untergebracht. Auf der Vorderseite ist Sharon Stone mit Cowboyhut und langem Staubmantel zu sehen. Im Hintergrund schimmert ein Portrait von Gene Hackmann durch. Auf der Rückseite sind die üblichen Infos zur DVD zu finden sowie eine sehr kurze Filmbeschreibung.
o---> Story
Schneller als der Tod – ist die Geschichte von...
John Herod, der Sheriff des Städtchens Redemption der die Bewohner der Stadt wie ein Blutegel aussaugt und tyrannisiert.
Schneller als der Tod – ist die Geschichte von...
Fee Herod, der uneheliche Sohn des Sheriff`s den alle nur „The Kid“ nennen. Er ist unglaublich schnell mit seinem Colt und er versucht sich den Respekt seines Vater`s zu verschaffen.
Schneller als der Tod – ist die Geschichte von...
Ellen, eine Lady mit Colt, Cowboyhut und Staubmantel die plötzlich zum Wettschießen auftauchte. Keiner kennt sie – keiner weiß was sie vor hat. Sie versucht den Tod ihres Vater`s zu rächen.
Schneller als der Tod – ist die Geschichte von...
Cort, einem Prediger der eine dunkle Vergangenheit hat die ihn mit dem tyrannischen Sheriff Herod verbindet. Er ist nicht ganz freiwillig in der Stadt.
Redemption ist ein kleines Nest irgendwo im Wilden Westen. Der Sheriff John Herod (Gene Hackmann) ist der Tyrann der kleinen Stadt. Er ist ein fieser aufgeblasener ehemaliger Bandit der 50 Prozent der gesamten Einnahmen der Stadt für sich beansprucht. Jedes Jahr veranstaltet er ein Schießwettbewerb in dem er natürlich der Sieger ist. So auch dieses Jahr stellen sich zahlreiche freiwillige dubiose Kerle dem Wettbewerb um die 100.000 Dollar Preisgeld zu gewinnen.
Unter ihnen ist auch der uneheliche Sohn Herod`s...ein noch unbekannter Junger Mann namens The Kid (Leonardo DiCaprio) der sich Respekt von seinem Vater erhofft. Nicht ganz freiwillig stolpert der Prediger Cort (Russel Crowe) in dieses Wettbewerb hinein. Ihn verbindet die Vergangenheit mit Herod. Die Verwunderung ist groß als eine unbekannte Lady, Ellen (Sharon Stone), zuerst Cort das Leben rettet und sich dann auf die Teilnehmerliste zum Duellwettbewerb setzen läßt. Sie raucht, sie trinkt, sie trifft – und kennt offensichtlich nur ein Ziel.
Die Regeln sind einfach – jeder kann jeden herausfordern...beim ersten Schlag der Kirchenuhr zur vollen Stunde beginnt das Duell auf der Straße. Geschossen wird so lange bis einer der Duellisten nicht mehr auf seinen Beinen stehen kann. Doch plötzlich ändert Herod die Regeln – nun wird bis zum Tod geschossen.
o---> Schauspieler
Ellen „The Lady“…..Sharon Stone
John Herod…..Gene Hackman
Prediger Cort…..Russel Crowe
Fee Herod „The Kid“.....Leonardo DiCaprio
> Sharon Stone (1958-heute)
...einige weitere Filme: „Basic Instinct“ (1991) --- „The Specialist” (1994) --- „Last Dance" (1995) --- „Gloria“ (1999) --- „Cold Creek Manor – Das Haus am Fluss“
(2003)
> Gene Hackman (1930-heute)
...einige weitere Filme: „Verschollen im Weltraum“ (1969) --- „Brennpunkt Brooklyn“ (1971) --- „Erbarmungslos“ (1992) --- „Die Firma“ (1993) --- „Absolute Power“ (1997) --- „Der Staatsfeind Nr. 1“ (1998) --- „Im Fadenkreuz – Allein gegen alle“ (2001)
> Russel Crowe (1964-heute)
...einige weitere Filme: „Insider“ (1999) --- „Gladiator“ (2000) --- „Lebenszeichen – Proof of Life“ (2000) --- „Master and Commander“ (2003)
> Leonardo DiCaprio (1974 -heute)
...einige weitere Filme: „This Boy`s Life” (1993) --- „Titanic” (1997) --- „The Beach“ (2000) --- „Gangs of New York“ (2002) --- „Aviator” (2004)
o---> DVD
Titel: Schneller als der Tod (The Quick and the Dead)
Regie: Sam Raimi
Produzent: Joshua Donen, Robert G. Tapert
Buch: Simon Moore
Kamera: Dante Spinotti
Musik: Alan Silvestri
Tonformat: Dolby Digital 5.1, Dolby Surround
Bildformat: 16:9
Laufzeit: 105min
FSK: ab 16 Jahre
Ländercode: 2
Produktion: 1995
DVD Erscheinungstermin: 2004
Der Film wurde von IndieProd in Zusammenarbeit mit Tristar Pictures produziert. Herausgeber dieser DVD ist die Columbia Tri-Star Filmgesellschaft mbhH. Auf der Rückseite der DVD-Hülle steht ein Hinweis das die DVD Kopiergeschützt ist. Man kann sie aktuell im Internet ab 7,89€ bei Amazon bestellen.
o---> Meinung
Der Film ist eine gelungene Mischung aus teilweise guten Schauspielern, viel Action und Spannung. Trotzdem ist er kein Überflieger aber alle mal sehenswert. Ich hatte am Anfang stark bezweifelt ob Sharon Stone die Rolle des unbekannten, schweigsamen Rächers – die eigentlich eine Paraderolle für Clint Eastwood wäre – wirklich überzeugend ausfüllen kann...sie kann es. Für mich spielt sie sogar ihre Rolle besser als der alte Haudegen Gene Hackmann der doch zahlreiche Jahre mehr Leinwanderfahrung in die Waagschale werfen konnte. Der pubertierende Leonardo DiCaprio ist für mich in diesem Film eine fatale Fehlbesetzung. Irgendwie schafft er es für mich nicht die Rolle des aufsässigen Jungen Mannes zu spielen. Er kommt für meinen Geschmack einfach zu kindlich rüber. An der schauspielerischen Leistung von Russel Crowe gibt es nichts auszusetzen.
Einige Sequenzen des Film erinnern doch stark an alte Westernklassiker von Sergio Leone. So könnte Ellen`s Erinnerungen an den Tod ihres Vater`s doch glatt aus dem Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ sein. Genauso die Inszenierung der Duelle auf der Straße, sie erinnern doch sehr stark an die Filme alter Tage „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Halunken“.
Das läßt mich doch zu der Erkenntnis kommen das der Regisseur des hier vorgestellten Films sich sehr mit den Streifen von Leone beschäftigt haben muß – ja er hat sich sogar von ihnen inspirieren lassen. Wer weiß, vielleicht ist Leone sogar sein berufliches Vorbild.
o---> Fazit
Ein ungewöhnlicher Western in dem eine Frau mit Colt die Hauptrolle spielt – für mich ist das Experiment gelungen. Auf der DVD ist kein Bonusmaterial vorhanden – aber angesichts des genialen Preises ist das nicht weiter tragisch und fällt bei meiner Wertung auch nicht ins Gewicht.
pointofview, 23.01.2007
Mir gefiel gerade dieser Kontrast zwischen jung diCaprio bis hin zu alternden Haudegen Hackmann und Eastwood recht gut. Ganz zu schweigen von Sharon Stone, die ja dazwischen steht. Aus meiner Sicht ein 4-5 Sterne Film, weil der Spannungsbogen immer hoc
PaterBrown, 15.01.2007
...naja, recht quothistorisch wertvollquot dürfte der Film wohl kaum sein... aber welcher Western ist das schon... Hauptsache spannend und gute Story -
Nathalie, 29.01.2007
Mir persönlich sagt der Film nicht wirklich zu, aber klasse Bericht...
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Killer, Kopfschüsse und Humor ein Neowestern
ein Testbericht von SpaceCow2004-07-09 10:23:55vom 09.07.2004Empfehlung: ja
Schwingende Saloontüren, aus denen besoffene Männer torkeln, tellergroße Sporenräder, die an Cowboystiefeln klirren. Killer mit schlechten Zähnen, die erst schießen, dann fragen, rothaarige Nutten, die ihre Kleider raffen, wenn sie die staubige Straße überqueren.
Eine Ansammlung abgenutzter Western-Klischees?
Ja schon, aber noch viel mehr. Der von allen gehaßte Bürgermeister Herod (Gene Hackman)
hat in seinem Wüstenkaff einen Wettbewerb der besonderen Art ins Leben gerufen. Einmal im
Jahr läßt er hartgesottene Revolverhelden solange aufeinander schießen, bis nur noch einer — bis jetzt immer er - übrig ist. Auch diesmal treffen sich wieder die besten Schützen des Wilden Westen. Zum ersten Mal ist eine Frau unter ihnen.
Frauen gab es natürlich schon immer im amerikanischsten aller Filmgenres. Meistens als Barfrau oder Hure mit goldenem Herzen, als Witwe, manchmal auch als Geliebte, selten mit eigenständigem Profil. Ein Meisterwerk wie "Johnny Guitar" (1954) brach zwar das gängige Machoklischee, das zur Pferdeoper gehört wie die Bohnensuppe, indem er Aggression und Gewalt nicht mehr den Herren der Schöpfung überläßt: Joan Crawford und Mercedes McCambridge tragen ihre Todfeindschaft mit Waffen aus. Doch ihr Vorbild macht keine Schule. Der Westernmythos wird auf andere Weise demontiert.
Clint Eastwood verrät in "Erbarmungslos" sein beinhartes Image, Mel Gibson in "Maverick". Aber erst "Bad Girls" läßt wieder Frauen aufs Pferd. Nur Lassoschleudern allein macht noch kein Cowgirl: Drew Barrymore und ihre Freundinnen sind mehr schön als überzeugend.
"Schneller als der Tod" ist anders - und besser. Sharon Stone spielt brillant die toughe Pistoliera, die nach Redemption gekommen ist, um sich an Herod für ein schreckliches Verbrechen zu rächen. Sie schießt sich Runde um Runde voran, und hofft, im Endkampf gegen den Bösewicht anzutreten. Cort, der Priester (Russel Crow e), und Harods unehelicher Sohn Kid (Leonardo DiCaprio) haben das gleiche lebensgefährliche Ziel.
Sam Raimi, dessen Horrorspektakel "Tanz der Teufel" in Deutschland seinerzeit beschlagnahmt wurde, drehte Hommage und Persiflage zugleich. Liebevoll zelebriert er alte Westernbilder: den Uhrturm aus "High Noon", die Galgenszene aus "Spiel mir das Lied vom Tod". Während andere Szenen getränkt sind mit schwarzem Humor. Anders wäre es auch kaum auszuhalten, wie sich größenwahnsinnige Scharfschützen gegenseitig ins Jenseits befördern.
So ist es lustig, auch wenn einem das Lachen bisweilen im Halse steckenbleibt.
ein Testbericht von filmfacts2002-03-26 10:30:14vom 26.03.2002Empfehlung: ja
Ellen (Sharon Stone) kommt in eine heruntergekommene Stadt mitten in der Wüste. Ihr erster Weg führt sie direkt in den Saloon, wo sie vom Barkeeper gleich für eine Dame des horizontalen Gewerbes gehalten wird und somit auf das Bordell auf der anderen Straßenseite hingewiesen wird. Das hat er sich aber nicht gut überlegt, denn ohne mit der Wimper zu zucken, tritt Ellen den Stuhl auf dem der Barkeeper zum Putzen eines Regales steht, weg und nimmt einen tiefen Schluck aus der dabei zu Boden gehenden Whiskyflasche.
Die Stadt wird beherrscht
von Mr. Herod (Gene Hackmann), der die Einwohner mit drakonischen Steuern belegt, die er von seinen Schergen einteriben läßt. An diesem Wochenende findet jedoch ein Schießwettbewerb statt, bei dem als Gewinn ein Preisgeld in Höhe von 100.000,-- $ winkt. An diesem Wettbewerb beteiligen sich etliche Revolvermänner und Kopfgeldjäger. Auch Ellen ist aus diesem Grund in die Stadt gekommen. Als Herod den gefesselten Priester Cort (Russel Crowe) in den Saloon schleppen läßt um ihn zu zwingen an dem Turnier teilzunehmen nimmt Ellen ihn in Schutz und so stehen nach einem kurzen Hick-Hack beide auf der Teilnehmerliste.
Am selben Abend bändelt Ellen mit dem jungen Kid (Leonardo DiCapricio) an, der sich ebenfalls hat aufstellen lassen. Am nächsten Morgen ist sie allerdings erstaunt, zu erfahren, daß Kid der angeblich Sohn Herods ist. Kid hat vor Herod bei dem Schützenfest zu schlagen um endlich die ihm gebührende Anerkennung als Sohn zu bekommen. Auch zu Cort fühlt sich Ellen hingezogen und so langsam beginnt die Sache vertrakt zu werden, denn es muß ja jeder gegen jeden antreten ...
Eine gehörige Starbesetzung und eine spannend erzählte Geschichte reichten in Deutschland wohl nicht aus, um dem Genre des Westerns Vorschub zu leisten. Da waren Drew Barrymore und Andie McDowell mit Ihrem 'Bad Girls' deutlich erfolgreicher. Unverständlich wie ich meine, den Gene Hackmann brilliiert hier als fieser Herrscher der kleinen Hinterwäldlerstadt und Leonardo DiCapricio spielte auch recht ordentlich für so einen jungen Hüpfer ;-) Was mich etwas störte (oder vielleicht doch nicht?) ist die Tatsache, daß Miss Stone es nicht lassen kann in Ihren Filmen Ihren (überaus hübschen) Körper unverhüllt zur Schau stellen zu müssen.
Ansonsten haben wir es hier mit recht ordentlicher Videoabendunterhaltung zu tun. Routiniert gemacht und unterhaltsam erzählt. Sogar mit einem richtigen Schuß Dramatik und Spannung gespikt ...
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