ein Testbericht von MOFFt2011-03-06 09:51:18vom 06.03.2011Empfehlung: ja
Vorteile: super Grip, fairer Preis, ausfallsicher...Nachteile/Kritik: etwas schwerer, nicht so leichtläufig
mit Schwalbes Nobby Nic war ich immer recht zufrieden, doch als ich den rechtzeitigen Nachkauf von Reifen etwas übersehen habe und ich kurz vor einer längeren Tour was neues drauf wollte musste ich mich nach einer Alternative umsehen, da die Nobby Nics ausverkauft waren.
Fat Albert von Schwalbe sinds dann schliesslich geworden, von denen dieser Bericht handelt.
== ALLGEMEIN ==
Schwalbe hat sich in Sachen Bereifung sicherlich einen guten Namen gemacht und dank Internetshops sind die Dinger mittlerweile auch gut leistbar. Für 2 Fat Alberts (Front + Rear) 26x2.25 Zoll habe ich 45 Euro in Summe bezahlt, ein fairer und guter Preis wie ich finde.
Wie auch bei den anderen Typen gibt es bei Fat Albert ständig Weiterentwicklungen und verschiedene Varianten. Speziell ausfallsichere (Snake-Skin) Ausführungen, die ich jedoch für übertrieben bzw. unnötig finde, die etwas leichteren und teureren Faltreifen (Preis oben für Falt) und die deutlich günstigeren, etwas schwereren Drahtreifen.
Ich habe mich bei Fat Albert für die spezielle Ausführung Front/Rear entschieden. Meist hat man eine Bezeichnung am Reifen in welche Richtung man das Profil ausrichten muss, je nachdem ob man ihn vorne oder hinten montiert. Diese speziellen Ausführungen sind eben nur für vorne oder hinten konzipiert und sind dafür vielleicht noch optimaler im Gebrauch.
== EINDRUCK / MEINUNG ==
Ich denke der Fat Albert ist mit Nobby Nic zu vergleichen, nur eben noch eine Spur kräftiger und gröber im Profil. Es gibt ihn ebenfalls in verschiedenen Breiten, ich finde die 2.25-er optimal und fahre meist mit 2.3-2.5bar Reifendruck.
Vorwiegend im Gelände, abseits von Strassen und genau hier ist der Fat Albert auch daheim. Er wird angepriesen für Tourer und Alpencross und bringt so durch seine Robustheit hohe Pannensicherheit mit und ist trotzdem noch kein fettes Downhill Monster alla Big Betty.
Die Montage geht kinderleicht von Hand. Spätestens nach dem Aufpumpen des Schlauch rutscht die Decke in die optimale Position, was man an ein paar Knackern hört. Danach sollte sie gleichmässig und rund laufen. Ansonsten eventuell noch mal Luft auslassen und den Reifen etwas per Hand durchkneten und richten.
Natürlich komme ich auch mal auf Strassen und auch hier hat man nicht das Gefühl dass man stehen bleibt im Gegensatz zu anderen Reifen. Aber er mag schon schwerer laufen als seine leichtläufigeren Brüder (Racing Ralph, Rocket Ron, ...).
Ich fahre den Fat Albert noch nicht so lange, aber bis dato hatte ich noch keine Panne. Vom Grip bin ich schwer überzeugt, einen massiven Unterschied zu Nobby Nic trau ich mir aber nicht zu behaupten. Wenn ich mit dem Teil stecken bleibe ist aber ohnehin meist eine Steigung vor die ich auch mit keinem anderen Reifen mehr schaffen würde oder so tiefer Schlamm, dass man nur mehr unnötig Kräfte verschwendet und besser schiebt oder trägt.
Fat Albert wirkt noch eine Spur robuster als Nobby Nic, wenn ihr euch aber zwischen den beiden entscheiden sollt ist das meiner Meinung nach nur mehr Geschmack- oder Preissache.
Fat Albert klingt vielleicht noch etwas cooler als Nobby Nic ;-)
So bedanke ich mich fürs Lesen und wünsche ...
good bike ... heute schon geMOFFt?
...
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Breitreifen für Mountainbiker
ein Testbericht von Thomzon2002-03-09 19:12:52vom 09.03.2002Empfehlung: ja
Heute schreibe ich mal schnell wie meine Erfahrungen mit dem Mountainbikereifen Fat Albert von der Firma Schwalbe so sind.
Ihr sucht einen Reifen, der Grip haben soll? Ihr braucht einen Reifen, mit dem ihr leicht über Schotter pflügen könnt, aber gleichzeitig noch Komfort auf der Straße habt? Der Fat Albert von Schwalbe ist da die beste Wahl für alle Freerider. Zunächst mal zu den Werten, die das Ding mit sich bringt. Der Reifen ist für 26 Zoll Laufräder gedacht und bringt eine Breite von relativ fetten 2,35 Zoll mit (daher kommt wohl auch der Name). Mit einem Gewicht von 720 Gramm ist das Teil in der Faltversion schon mal relativ schwer; wer hier auf geringes Gewicht setzt, wird enttäuscht sein. Doch Racer, die um jedes Gramm feilschen, sind auch nicht die Zielgruppe, sondern wie gesagt Freerider und Dual Racer, vielleicht auch noch Downhiller.
Die Traktion des Reifens ist wunderbar: Auf Asphalt fährt es sich bequem mit ihm, die Stollen sind dafür ziemlich gut geeignet, sind also nicht zu weich oder zu hart, auch nicht zu lang. Der Bodenabrieb ist erstaunlich gering, was dem Fahrer zu gute kommt: Er braucht einfach nicht soviel Kraft.
Auf Schotterpisten und Kieswegen rockt der Reifen wirklich: mit normalen Reifen droht man abzurutschen oder sie zittern wenn der Weg derart unbefestigt ist. Nicht so der Fat Albert, der sich eiskalt seinen Weg durch die Steine bahnt und vor nichts halt macht. Auch in Matsch ist der Reifen zu empfehlen, hier droht er auch nicht abzurutschen (durfte ich schon am eigenen Leib erfahren als ich im Herbst durch eine toll mit Laub getarnte Matschgrube geheizt bin :D).
Und das interessanteste überhaupt: ein Kumpel von mir fährt im Winter Spikereifen, so von wegen Grip. Die helfen aber nur wenn unter dem Schnee eine Eisschicht ist (oder der Schnee relativ hoch liegt). Nicht aber beim fetten Albert, mit dem konnte ich auch im Winter heizen wie ein Berserker, ohne auch nur einmal die Reifen durchdrehen zu lassen; auch das kommt von der genialen Anordnung der Stollen.
Doch nicht nur die Breite des Reifens ist zu beachten: er ist auch ziemlich hoch. Da man bei breiten Reifen weniger Bar Luftdruck im Schlauch braucht, könnte man fast schon von zusätzlicher Federwirkung reden, auch wenn sich die eher in Grenzen hält.
Man sollte vorher jedoch noch aufpassen ob das Ding überhaupt passt. Als Vorderreifen sollte es mit den gängigen Federgabeln keine Probleme geben, nur hinten könnte es kritisch werden: Der Albert ist einfach so breit, dass er in einige Rahmen nicht reinpasst. Sollte das der Fall sein, könnt ihr ihn vorne drinlassen und hinten einen BlackShark oder nen Big/King Jim, ebenfalls von Schwalbe, reinpacken. Die sind auch gut und ihr profitiert von den guten Eigenschaften beider Reifen :)
Der Preis von 30 Euro pro Reifen ist meiner Meinung nach auch noch ziemlich günstig, wenn man bedenkt dass Nokian Breitreifen zum Teil für 20 Euro mehr über den Ladentisch gehen.
Ich empfehle allen Free- und Froridern dieser Welt den FatAlbert zu kaufen. Ist der beste Reifen den ich bisher
gefahren bin.
...