Sherlock Holmes Video

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Sherlock Holmes (2009)
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Sherlock Holmes (2009)
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Testberichte Sherlock Holmes (2009)

 (DVD) Kriminalfilm
3.2 von 5
Platz 1 in der Kategorie "Kriminalfilme".
Bewertung: Kundenbewertung 3,30 / 5,00 3.2 von 5
Meinungen:
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Sherlock Holmes (2009) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,30 / 5,00 3.2 von 5
von 90% aller Autoren empfohlen (9/10).
Bewertungsverteilung:
Anspruch:  mittelmäßig
Action:  
Romantik:  mittelmäßig
Humor:  ziemlich humorvoll
Spannung:  ziemlich spannend
Altersgruppe: ab 12 Jahren
Meinung bezieht sich hauptsächlich auf:: Kino-Version
Vorteile
  • Knifflige Rätsel, schöne Atmopshäre
  • Humor, Robert Downey, Jr., Optik, Musik
  • Robert Downey Jr. und Jude Law; perfektes Popcornkino
  • rasantes Tempo, sehr viel Action
  • die idee
Nachteile/Kritik
  • Altes Spiel (manche Leute stört das)
  • Zuviel Humor, wenig Ernsthaftigkeit
  • spannungsarme Story; magere Extras
  • dünne Story, etwas an den Haaren herbeigezogene Auflösung
  • zu wenig spannugn
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Cuchulainn1981

Morde im nebligen London

ein Testbericht von 2003-04-18 16:14:09 vom 18.04.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Knifflige Rätsel, schöne Atmopshäre...
Nachteile/Kritik: Altes Spiel (manche Leute stört das)
Wer kennt sie nicht, Sherlock Holmes, der besten Detektiv der Welt, und seinen treuen Freund und Chronisten, Dr. Watson? Ende des 19. Jahrhunderts löste Sherlock Holmes unzählige Mordfälle in London, oft bringen ihn nur kleinste Hinweise auf die Fährte des Täters.
Mit diesem Spiel kann man auf den Spuren des großen Detektiv wandeln und einen grausamen Mordfall aufklären, der weiter reicht, als es anfangs den Anschein hat.

Die Handlung:
Wir befinden uns in London im Jahre 1888. Nach einer Vorstellung verlässt eine junge Schauspielerin das Theater und betritt eine dunkle Seitengasse, in der ein Mann sie erwartet. Sie kann noch einmal entsetzt schreien, bevor der Mann sich auf die stürzt und ihr mit einem Skalpell die Kehle durchschneidet.
Am nächsten Tag erhält Holmes eine Nachricht von Inspektor Lestrade von Scottland Yard. Er benötigt die Hilfe des Detektiv, denn er vermutet, dass Jack the Ripper, der grausamste Serienmörder dieser Zeit, wieder zugeschlagen hat. Lange hat er nichts von sich hören lassen, doch nun scheint er sein übliches Revier, die Londoner Stadtteile Withechapel und Spitalfield, verlassen zu haben und mordet erneut.
Holmes hat schon bald Zweifel an Lestrades Theorie. Zwar ist das Opfer zugerichtet wie der Ripper es üblicherweise tut, doch fallen Holmes einige Ungereimtheiten auf. Und schon befinden er und Dr. Watson sich in einem Fall von größerer Tragweite als sie geahnt hätten. Es geschehen weitere Morde, die alle miteinander in Beziehung zu stehen scheinen. Dieser delikate Fall führt die beiden Detektive durch ganz London an die unterschiedlichsten Schauplätze, bevor sie den oder die Täter schnappen und weitere Todesfälle verhindern können.

Grafik, Musik und Atmosphäre:
Da dieses Spiel 1993 auf dem Markt erschien, ist die Grafik nicht zu vergleichen mit der heutiger Spiele. Dennoch ist sie für die damalige Zeit sehr beeindruckend. Die Schauplätze des viktorianischen London sind wunderschön und detailliert in 256 Farben dargestellt. Die Orte und Figuren sind liebevoll gezeichnet
Untermalt wird das Geschehen von klassischer Musik, die zusammen mit der etwas veralteten Grafik eine wunderbare Atmosphäre heraufbeschwört. Man lernt das London des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts kennen. Holmes führt uns zu den verschiedensten Orten: Er ermittelt im Theater und in der Oper, befragt Verdächtige in vielen verschiedenen Geschäften und untersucht eine Leiche im Zoo von London. Er kommt an Häuser und Villen reicher und mächtiger Leute, doch sein Weg führt ihn auch in einen verrufenen Bereich der Docks.
Neben Sherlock Holmes und Dr. Watson begegnen wir anderen Figuren, die Fans der Bücher liebgewonnen haben: Mrs. Hudson, der Straßenjunge Wiggins und natürlich Inspektor Lestrade und Inspektor Gregson von Scotland Yard. In Holmes' Wohnung in der Baker Street 221B kann der Spieler Experimente am berühmten Labortisch des Meisterdetektivs durchführen, um bestimmten Objekten belastende Hinweise zu entlocken.
Für Nostalgie ist in diesem Spiel auf jeden Fall gesorgt.

Steuerung:
Man kann das Spiel komplett mit der Maus steuern. Am unteren Bildschirmrand sind die Befehle zu sehen, die man dem Detektiv erteilen kann. Der gewünschte Befehl wird angeklickt, dann der jeweilige Gegenstand oder die Person. Diese Steuerung kennt man auch aus Spielen wie den alten Monkey-Island-Teilen oder ZakMcKraken.
Natürlich hat Sherlock Holmes auch ein Inventar, in dem er alle Gegenstände, die er während seiner Emittlungen findet, ablegen kann. In das Inventar gelangt man ganz einfach durch Anklicken des Befehls „Tasche“. Dann wird das Befehlsfeld durch den Inhalt jener Tasche ersetzt.
Über den Gegenständen ist eine schmale Leiste zu sehen, in der noch einmal vier Befehle und die Pfeile stehen, um sich durch das Inventar zu klicken.
Speichern und Laden funktioniert ganz einfach über den Befehl „Dateien“. Das Befehlfeld verschwindet ebenfalls, und eine Liste der Spielstände kommt zum Vorschein. Dort kann der Spieler entweder einen Spielstand oder ein leeres Feld auswählen und dann die Befehle „Laden“oder „Sichern“ anklicken
Gesteuert wird der Meisterdetektiv, indem man einfach die Stelle anklickt, an die er gehen soll. Um Dr. Watson braucht der Spieler sich nicht zu kümmern, denn er folgt seinem Freund Holmes auf Schritt und Tritt. Einfacher kann eine Spielsteuerung fast nicht sein.

Das Tagebuch:
Dr. Watson führt ein Tagesbuch, in das er sämtliche Gespräche protokolliert. Mit Hilfe dieses Tagesbuches ist es möglich, das Gedächtnis wieder aufzufrischen und eventuell wichtige Hinweise ans Tageslicht zu fördern. Der einzige Nachteil ist, dass Dr. Watson wirklich alles mitschreibt, auch Gespräche, die eigentlich keinerlei Sinn haben. Dafür steht eine Suchfunktion zur Verfügung, mit der das Tagebuch nach einem bestimmten Text durchsucht werden kann. Es ist auch möglich, das Tagebuch auszudrucken.

Gespräche:
Gespräche beginnt man im Allgemeinen, indem man den Befehl „Rede“ aktiviert und dann die betreffende Person anklickt. Dem Spieler werden nun verschiedene Rede- und Antwortmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Antworten, die man noch nie gesagt hat, unterscheiden sich farblich von den anderen, so dass man immer genau sieht, worauf man den Gesprächspartner noch ansprechen muss.

Reisen durch London:
London war auch 1888 schon eine große Stadt, so dass unsere beiden Detektive viele verschiedene Orte besuchen können. Das Verkehrsmittel der damaligen Zeit ist eine Pferdekutsche, die Holmes und Watson jederzeit zur Verfügung steht.
Wenn Holmes einen Ort verlässt, erscheint eine Karte von London. Die Orte, die besucht werden können, sind durch kleine Symbole dargestellt. Wenn man mit dem Mauszeiger über diese Symbole fährt, erscheint am oberen Rand des Bildschirm der Name des Ortes. Durch einfaches Anklicken eines Symbols beginnt die Reise. Eine kleine Kutsche erscheint an der Stelle, wo sich Holmes und Watson befinden, und fährt dann zum Ziel.
Einige der Orte, die besucht werden können: Baker Street 221B,

Schwierigkeitsgrad:
Der Schwierigkeitsgrad ist hoch. Es ist keine leichte Aufgabe, die Täter zu überführen und zu bestrafen, denn man muss auf die kleinsten Anhaltspunkte achten. Schließlich handelt es sich bei der Spielfigur nicht um irgendeinen Detektiv, sondern um Sherlock Holmes, und dieser sollte in der Lage sein, auch Kleinigkeiten zu entdecken. Die Rätsel haben es auch in sich. Aber sie sind fair und lösbar. Auf jeden Fall ist es keine unlösbare Aufgabe, die Straßen von London ein wenig sicherer zu machen.

Das Handbuch:
Das Handbuch ist mit 28 Seiten und vielen Bildern relativ dünn, aber es sind alle benötigten Informationen gegeben, schließlich handelt es sich um kein Spiel, das von der Steuerung her sehr komplex ist. Zu jedem wichtigen Befehl gibt es ein kleines Beispiel, auch wenn es nicht immer nötig wäre.
Den Abschluss des Handbuches bilden zwei interessantes Anhänge. Der erste beschreibt Jack the Ripper und die Menschen, die die Morde unter diesem Namen möglicherweise begangen haben. Man bedenke, dass dieses Spiel entwickelt wurde, bevor Patricia Cornwell die Ripper-Fälle löste.
Der zweite Anhang beschäftigt sich mit dem Meister selbst und trägt den Titel „Sherlock Holmes: Mann oder Mythos?“

Meine Meinung:
Ich war zwölf Jahre alt, als dieses Spiel auf den Markt kam, und ich kannte den Namen Sherlock Holmes nur vom Hören. Da es sich jedoch um ein gutes Adventure handeln sollte, überredete ich meine Mutter dazu, das Spiel zu kaufen. Direkt versank ich in diesem Abenteuer aus dem viktorianischen England. Einige Tage später lieh ich mir in der Bücherei mein erstes Sherlock-Holmes-Buch "Der Hund der Baskervilles" und wurde ein großer Sherlock-Holmes-Fan. So viel zu der Meinung, dass Computerspiele Kinder vom Lesen abhalten. Mich hat das Spiel erst dazu animiert, und ich las in der Folgezeit alle Holmes-Bücher, die ich finden konnte.
Glücklicherweise habe ich es vor einigen Wochen gebraucht kaufen können. Dabei habe ich erfahren, dass das Spiel angeblich Sammlerwert hat, also nicht ganz billig zu erhalten ist wie man es normalerweise von alten Spielen erwartet.
„The lost files of Sherlock Holmes“ ist eines der besten Adventures, die ich jemals gespielt habe. Es mag altertümlich wirken, wenn man es in der heutigen Zeit spielt, aber meiner Meinung nach hat es nichts von seinem Reiz verloren. Vielleicht eher im Gegenteil, denn unglücklicherweise werden heutzutage nicht mehr viele klassische Adventurespiele entwickelt.
Ein großes Problem ist, dass sich das Spiel acht Disketten beinhaltet, und wir alle wissen ja wie zuverlässig Disketten sind. Falls ihr also eine Version von dem Spiel bekommt, sichert zuerst die Disketten ab, am besten auf CD.
Ihr müsst bedenken, dass es sich um ein DOS-Spiel handelt. Es kann also Probleme bei den modernen Windowsversionen ab Windows ME geben. Ich habe das Spiel unter Windows 98 jedoch problemlos zum Laufen bekommen.
Da das Spiel grafisch nicht mit modernen Spielen verglichen werden kann, habe ich die Bewertung unten nach den Maßstäben der Zeit, in der es entwickelt wurde, vergenen.
Ich kann dieses Spiel denjenigen nur ans Herz legen, die klassische Abenteuerspiele mögen und nichts gegen etwas veraltete Grafik haben. Der Spielspaß leidet jedenfalls meiner Meinung nach nicht darunter.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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templerthomas

Ein ganz anderer Holmes

ein Testbericht von 2011-10-23 22:13:55 vom 23.10.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: s.Bericht...
Nachteile/Kritik: s.Bericht
Nach längerer Zeit mal wieder ein Filmbericht. Diesmal um den neuesten Sherlock Holmes von Guy Ritchie. Ein Film den ich einfach im englischsprachigen Orginal ansehen wollte und dies geht in meinem Heimatland Vorarlberg (fast) immer nur über DVD´s. Zuvor habe ich ihn aber auch schon in der deutschen Version im Kino angesehen.

Daten:

Darsteller: Robert Downey Jr., Jude Law, Rachel McAdams
Regisseur(e): Guy Ritchie
Komponist: Hans Zimmer
Format: PAL, Special Edition
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Spanisch, Niederländisch, Arabisch, Portugiesisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Warner Home Video - DVD
Erscheinungstermin: 28. Mai 2010
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 128 Minuten
Die DVD hat bildlich leider Mängel, ich rate daher zum Kauf der Blu-ray
Preis: 24,99

Die DVD lohnt sich schon einzig um Holmes im englischen Orginal zu sehen. Ich habe beides gesehen und meiner Ansicht nach ist die englischsprachige Version um einige amüsanter und gelungener. Der Wortwitz kommt in der deutschen Übersetzung nicht so gut rüber. Eine vorhersehbare Handlung und wenig Authentizität hat er aber auch im Orginal.

Eigene Meinung:

Schon der Beginn von Sherlock Holmes macht klar das man es hier mit einem ganz neuen Typ des Meisterdetektivs. In der Anfangssequenz befreien Holmes (Robert Downey jr.) und Watson (Jude Law) ein Mädchen vor einem okkulten Ritualmörder. Als sie diesen Bösewicht namens Lord Blackwood (Mark Strong) fassen und er zum Tode verurteilt wird ist der Fall aber alles andere als abgeschlossen. Lord Blackwood steigt nach seiner Hinrichtung am Galgen aus seinem Grab und macht London unsicher.
Wir dürfen dann Lord Blackwoods Karriere in einer Freimaurer Loge verfolgen und zeitgleich Holmes Versuch den Fall zu klären. Dazu kommt das Watson heiraten will - was Holmes gar nicht passt - und Holmes Ex-Geliebte sowie Kleinkriminelle Irene Adler (Rachel McAdams) auftaucht.

Guy Ritchie legte hier Holmes ganz anders an als alle seine Vorgänger. Holmes schlägt auch mal zu und ist kein biederer Gentleman sondern ein genialer Querkopf der nicht nur über Grips sondern auch über Kampftechniken verfügt. Irgendwie hat mich Ritchies Holmes schwer an Dr. House erinnert. Der schlägert natürlich nicht aber Ritchies Holmes zeigt dieselbe zynische, geniale Art wie der Fernsehdoktor. Robert Downey jr. spielt den Holmes wirklich großartig und Jude Law passt überraschenderweise perfekt dazu. Die beiden Schauspieler agieren hervorragend zusammen.
Die anderen Darsteller sind hingegen farblos. Rachel McAdams spielt mal wieder einfach nur schlecht. Ich konnte ihr die clevere Trickdiebin einfach nicht abnehmen. Zudem ist sie in jeder Szene unglaubwürdig. Selbst in der Szene in der sie fast stirbt langweilt sie.
Der Gegner von Holmes ist leider recht konturlos. Mark Strong wirkt als Bösewicht eigentlich recht emotionslos, alles andere als bösartig oder gefährlich. Vor allem wenn man bedenkt das er die Welt erobern will. Sein Plan wirkt am Schluß nur noch lächerlich, vorhersehbar ist das Ende sowieso schon länger. Es gibt ein Übermaß an Schlägereien und auch recht unnötige Szenen wenn etwa Holmes bei einem Preiskampf antritt der allzu sehr an Fight Club erinnert.
Aus dem Off erfahren wir wie Holmes im Geiste eine Nahkampfeinlage überlegt und sie dann durchexerziert. Wozu eigentlich?
Dafür gibt es immer wieder amüsante Szenen wenn sich Holmes und Watson befetzen.
Hier ist Sherlock Holmes sehr gelungen, auch in der Darstellung von Holmes Behausung :-)

Jude Laws Darstellung des Watson ist großartig. Er zeigt die Emotionen dieses Charakters von Loyalität bis absoluter Genervtheit von Herrn Holmes in allen Facetten. Hut ab.
Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern passt und dies rettet schlussendlich den Film.

Im Grunde ist Sherlock Holmes einfach ein üblicher Hollywood Actionfilm der jedoch durch seine äußerst spielfreudigen Hauptdarsteller und viel Witz sehenswert wird.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
topfmops
topfmops, 17.06.2010
Und die Bettler gehen mir so etwas von auf die Nerven und am selbigen vorbei . .
austin77
austin77, 17.06.2010
du liest bei mir und ich bei dir, so macht yopi Spaß. Liebe Grüße
Manuela2205
Manuela2205, 18.06.2010
will ich mir demnächst ausleihen, im Kino hab ich ihn verpasst
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LilithIbi

„Da draußen gibt es nicht, was mein Interesse erwägen würde.“

ein Testbericht von 2010-10-18 10:06:49 vom 18.10.2010
Empfehlung: ja
Nach wie vor und immer wieder aufs Neue spricht es mich immens an, wenn bereits während der erseten filmischen Minuten ein Satz geäußert wird, der durchaus von mir hätte stammen können. Zwar dauerte es bei der neusten Verfilmung von

===Sherlock Holmes=== schon etwas länger, bis eben diese Aussage fiel ~ aber der Aspekt, dass sie von Robert Downey jr. Stammte, tröstet natürlich meilenweit hinweg. Zugegeben, mit den ganzen Geschichten rund um Sherlock Holmes oder gar nur sonstigen Detektivgeschichten konnte ich noch nie sonderlich viel anfangen. Der Grund, weswegen ich mir diese DVD unbedingt trotzdessen unbedingt ansehen wollte, lässt sich erahnen: die Hauptrolle übernahm hier, wie bereits überdeutlich angedeutet, Robert Downey jr.

Überdies sollte der Film recht locker gestrickt sein, einen ähnlichen Humor wie innerhalb des Werkes „Sleepy Hollow“ aufweisen und nicht zuletzt tatsächlich auch was für Genre-Fremde bereithalten.

Tatsächlich befindet man sich bereits in der Eingangsszene inmitten einer hektischen Darbietung:

Holmes nebst seinem Gefährten Dr. Watson (Jude Law) schaffen es, natürlich in letzter Sekunde, einen gewissen Lord Watson zu verhaften ~ und nicht zuletzt diesen inmitten eines geplanten Ritualmordes zu unterbrechen. Die junge Frau ist also gerettet, der Fall gelöst ~ und Holmes fällt erstmal in eine Art Rückzugsdepression, verbringt die Tage komplett im abgedunkelten Zimmer, immer den Gedanken an der Seite, dass Dr. Watson Pläne hegt, das gemeinsame Haus zu verlassen und seine Zukunft völlig seiner Verlobten zu widmen.
Lord Blackwood soll indessen gehängt werden, wünscht jedoch noch einmal Holmes sprechen zu dürfen. Dortig angekommen, kündigt jener Lord seiner Rückkehr an ~ nach seinem Tod, am Tag, an dem die Welt sich völlig verändern wird und nichts mehr bleibt, so wie es war.

Verkürzt ausgedrückt: im Grunde geht es hier also um '''schwarze Magie, eine Auferstehung von den Toten, mal wieder die Eroberung der Welt und allerlei bu-hu; kombiniert mit reiner Detektivarbeit und ein wenig Romantik am Rande des Geschehens.'''

In der ===Umsetzung=== besticht der Film tatsächlich vorrangig durch seine Darsteller nebst deren Wortwitz und nicht zuletzt ein paar Szenen, die streckenweise gewollt-ungewollt komisch sind. Die typische London Atmosphäre, die in ähnlicher Manier in „Sweeney Todd“ begeistert, verfehlt auch in dieser Darstellung des späten 19. Jahrhunderts nicht seine Wirkung. Die Geschichte passt so richtig in die Bebilderung, die Charaktere wurden sorgfältig kreiert und in jene Zeit hineinversetzt ~ hieran gibt es also schon mal nix zu meckern.

Flotte Sprüche, die an für sich schon deswegen witziger sind, weil sie von dem Hauptprotagonisten Holmes stammen, verfehlen oftmals nicht ihre Wirkung und bringen einen gewissen Schwung in die Geschichte; kombiniert mit dessen Patzigkeit legt sich eine ganz eigene Stimmung auf den Zuschauer, der schon allein dadurch hin und wieder vergisst, sich darüber zu mokieren, dass er stellenweise überhaupt keine Chance hat, selbst auf das ein oder andere zu kommen.

Unabstreitbar trägt es ein absolutes Faszinorum in sich, aus welchen Kleinigkeiten Holmes seine Schlüsse zieht, den Ort, an den er mit verbundenen Augen geführt wird, trotzdem bestimmen kann und wie sich nach und nach immer wieder rätselhafte Kleinigkeiten durch scheinbare Leichtigkeit aufschlüsseln lassen.

Ein Umstand, der mich offen gestanden gleichzeitig ein wenig störte ~ ich persönlich fiebere bspw. bei sog. Teenie-Horrorfilmen immer wieder gerne mit, wer den weswegen und wie der Täter gewesen sein könnte. Bei „Sherlock Holmes“ hingegen fällt dies natürlich schon vom Grund auf flach; dafür hält der Film allerdings andere Rätsel parat... nur: '''die beabsichtigte Spannung bremst sich irgendwie dadurch selbst aus, dass der Zuschauer wie gesagt eigentlich nur stumpf zugucken und sich wundern kann.'''

Nicht, dass der Film langweilig wäre, ganz und gar nicht... ein weiterer Entwicklungsstrang wurde durch die Figur der Irene Adler (Rachel McAdams), von der man bis (fast) zuletzt nicht wirklich weiß, was man über sie denken soll, hinzugefügt.

Verwirrung macht sich überdies durch ein paar Szenen breit, in der Sherlock Holmes seine Taten erst durchdenkt, diese dann entweder genauso folgen lässt oder aber man schließlich erkennt, dass es ledigliches Gedankengut bleibt. Vereinzelte Prügelszenen sind fast schon konsequenterweise zu dick aufgetragen, erinnern an eine krude Mischung von Bud Spencer- und Jackie Chan Filmen und versuchen sodann, die überspitzte Szenerie mit einem trockenen Spruch wieder wett zu machen. Das klappt allerdings dann auch ganz gut. Hin und wieder.

Offen gestanden besticht der Film meines Erachtens nach vorrangig durch die Schauspieler an sich und deren Interaktion untereinander. Man könnte Watson und Holmes stundenlang zuhören und -sehen, hegt hin und wieder fast schon die Vermutung, dass der eine heimlich in den anderen verliebt sei und findet beide einfach nur wunderbar-unbeholfen im zwischenmenschlichen miteinander, brachial-genial aufeinander abgestimmt in ihren Arbeitssituationen.

Richtig begeistern tut hier die immer wiederkehrende nebenbei-ige Betonung, dass Holmes seinen Watson eigentlich gar nicht gehen lassen will und immer wieder Gründe findet, dass dieser sich noch nicht verabschiedet. Und ja, man kann es gar nicht anders sagen: schlussendlich macht eben dies den Film überhaupt zu etwas gelungenen; wenn auch nicht überragenden.

Die Story rund um die schwarze Magie bzw. Blackwoods Zirkel '''plätschert indes eher so vor sich hin, vermag kaum zu fesseln und entpuppt sich ohnehin als zu verwinkelt.''' Dass es zu guter Letzt tatsächlich noch ein paar offene Fragen gibt, ist mir selbst erst nach mehr als 12 Stunden aufgefallen ~ eben weil die eigentliche Story fast schon zu sehr untergeht, um ohne den ganzen Sarkasmus, diversen verbal-Schlachten und einigen überspitzten Szenen kaum jemanden an den Film fesseln zu können.

Klar, ich als eine Person, die sich sonstig solcherlei Filmen entzieht hätte mich selbst arg gewundert, wenn ich nun wild entschlossen wäre, mir sofortig allerhand Holmes-Veröffentlichungen zu beschaffen. So fremd, wie mir die Figur im Detail ist, so wenig kann ich natürlich darüber sagen, wie sehr sie im Kontext zu der bisherigen Charakterisierung kredenzt wurde; und doch gehe ich schlicht und ergreifend davon aus, dass jene nicht lediglich modernisiert, sondern überdies etwas bösartiger angehaucht wurde.

'''Absolut positiv zu bewerten''' unabstreitbar, dass „Sherlock Holmes“ trotz der Spieldauer von 123Minuten keinerlei Längen aufweist. Nur in wenigen Szenen war mir danach, auf die Uhr zu schielen, was aber einzig und allein daran festzumachen ist, dass ich manchen Sinn (oder gar Unsinn?) gewissen Tuns nicht wirklich verstanden habe.
Mal völlig von dem Umstand ab, dass ich nicht einmal kapiert habe, wieso Holmes eigentlich über kurz oder lang von der Polizei verhaftet werden sollte.

===Summa summarum=== fand ich den Film zwar ganz unterhaltsam, würde ihn mir aber nicht unbedingt noch einmal ansehen wollen. Im Free-TV womöglich und von der Hoffnung beflügelt, dann noch einige Fragen beantworten zu können... und halt einfach aus dem Grunde heraus, dass ich den Hauptdarsteller sehr sehr gerne sehe und jener wie für diese Rolle gemacht zu sein scheint.

Sprüche wie _„Zumindest lassen sie sich keine Gelegenheit entgehen, sich eine Gelegenheit entgehen zu lassen“_ sowie ein paar Szenen, die einfach nur drollig sind, sind unabstreitbar das Beste an dem Gesehenen; richtige Sherlock Holmes Fans werden vermutlich enttäuscht sein und jene, die mit der Figur bis dato nicht viel anfangen konnten, hierdurch wohl auch keine werden.

Sprich: eine „mal gucken ob mans mal gucken mag“ Empfehlung sowie die mittlere Sternchenvergabe.
...
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Kommentare
Lanch999
Lanch999, 18.10.2010
Schöner Bericht! LG von Lanch999
Würd mich freuen wenn du bei meinen Berichten vorbeischaust! :D
morla
morla, 18.10.2010
einen guten wochenstart wünsch ich dir. lg. petra
Iris1979
Iris1979, 18.10.2010
Guter Bericht. Liebe Grüße Iris
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Ruquas

Watson... was haben Sie da angerichtet?!

ein Testbericht von 2010-07-09 03:28:30 vom 09.07.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Alles...
Nachteile/Kritik: Nichts
Das hier ist ein Testbericht über den Film „Sherlock Holmes“, welcher 2010 endlich in die Deutschen Kinos kam.

Die Darsteller sind unter anderem Robert Downey Jr., Jude Law, Mark Strong, Rachel McAdams, Hans Matheson, Eddie Marsan, Kelly Reilly, James Fox, William Hope, Robert Maillet und Geraldine James.


Die Handlung ist ebenso einfach wie genial und vor allem eines: Spannend:

London, 1891. Der Privatdetektiv Sherlock Holmes und sein Helfer John Watson verhindern den Mord an einer jungen Frau. Der Täter: Lord Blackwood, welcher bereits fünf weitere Mädchen ermordete. Nun soll Blackwood gehängt werden. Und es läuft auch alles wunderbar. Bis Blackwood sprichwörtlich wieder von den Toten aufersteht...


Der Film ist ab 12 Jahren geeignet, zumindest laut FSK. Man kann ihn sich aber auch schon vorher angucken. Der Film hat etwas Überlange mit 123 Minuten.


Ich bin eigentlich ein großer Sherlock Holmes Fan. Aber bisher immer nur von den Büchern. Warum? Sherlock Holmes in Fernsehen und Filmen? Er wirkte immer irgendwie... Perfekt. Und Watson? Was war aus dem Kriegsveteranen geworden, der Holmes immer treu zur Seite steht? Ein fauler, meist dicklicher und dummer Mann. Ahh jaaaa...

Demnach war ich auch sehr überrascht, als ich einen Trailer von dem neuem Sherlock Holmes Film sah. Robert Downey Jr. Ist ja nun wirklich alles, nur nicht Aalglatt. Er ist nicht so groß wie seine Vorgänger, er sieht nicht so perfekt aus wie seine Vorgänger und das beste Image hat dieser Mann ja nun auch nicht. Aber noch überraschter war ich, als ich gesehen habe, wer Watson spielt: Jude Law. Denn bei ihm kann man sich gut vorstellen, dass dies eher der Buch – Watson ist. Für mich stand klar: Ich muss diesen Film sehen und auch besitzen. Das Resultat: 2 mal auf Deutsch, zwei mal auf Englisch, jedes einzige mal im Kino. 28. Mai, DVD kam – morgens um 9:30 Uhr vor Saturn.


Dabei ist die Handlung nicht einmal so sonderlich ausschlaggebend. Klar, sie ist spannend, unterhaltsam, lustig und logisch. In meinen Augen ist dies aber einer der Filme, der von den Charakteren getragen wird. Und zwar von den neuen, besseren Charakteren.

Ich finde, Robert Downey Jr.'s Holmes ist der beste aller Zeiten. Er prügelt sich, er trinkt, es werden Drogen angedeutet, es wird gezeigt, wie gut er sich verkleiden kann. Er ist nicht wirklich unhöflich vor allem nicht zu Frauen. Sein Humor ist trocken, etwas schwarz und gut versteckt. Und dieser Holmes hat eine Eigenschaft, die, wie ich denke, kein anderer Holmes hat; Er ist am autistischsten. Dies war jetzt keine Verwechslung mit dem Wort. Authentisch. Ich meinte schon Autismus. Aber natürlich ist er auch am authentischsten.

John Watson gespielt von Jude Law ist einfach unschlagbar. Man kauft ihm ab, das er in Afghanistan war, dass er eine Menge für Holmes empfindet (ich glaube bis heute, dass da mehr als nur Freundschaft ist) und dass er für Holmes eigentlich alles machen würde. Er kommt weder plump rüber, noch dumm. Im Gegenteil, er ist ein Gentleman, der sich überall zurecht findet. John Watson ist gebildet, charmant, höflich. Aber er kann einem auch ziemlich in den Allerwertesten treten.

Die anderen Figuren sind, so weit ich das mitbekommen habe, auch ganz okay. Natürlich hätten sie authentischer sein können, aber gut. Holmes und Watson machen ja alles wieder wett.

Fazit: Der Film ist genial. Guy Ritchie hat endlich mal gezeigt, wie Sherlock Holmes wirklich war: Höflich, seltsam, nicht perfekt. Und Watson wurde auch endlich mal zu Watson und nicht zu irgendeinem vertrottelten Idioten. Ich kann den Film wirklich jedem empfehlen, ob Holmes Fan oder nicht. Man sollte ihn sich zumindestens einmal angucken, denn dieser Film ist einfach nur genial! Ich kann den zweiten Teil kaum abwarten.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
derwarentester
derwarentester, 09.07.2010
Toller Bericht! Gegenlesungen sind erwünscht, Leserunden gerne auf Anfrage. Sonnige Grüße von Alexander, dem "Warentester"!
XXLALF
XXLALF, 09.07.2010
und ein wunderschönes wochenende
catmum68
catmum68, 09.01.2011
sehr hilfreicher Bericht, LG
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Prisca

Sherlock Jones

ein Testbericht von 2010-07-03 17:27:21 vom 03.07.2010
Empfehlung: nein
Vorteile: bunt - modern - lebendig...
Nachteile/Kritik: nicht mehr der "alte" Sherlock Holmes"
Obwohl ich während der letzten Woche krank war hatte ich auch Urlaub ( blöd gelaufen :( ) und weil es viel zu heiß war um auch nur irgendetwas anstrengendes zu unternehmen habe ich die eine oder andere Stunde vor dem Fernseher verbracht. Unter anderen habe ich mir die DVD

*** SHERLOCK HOLMES ***

angesehen.

Ich bin ein Fan alter Kriminalfilme und bei Sherlock Holmes kommt wohl jeder Krimifan auf seine Kosten. Allerdings hat sich mir schon die Frage aufgedrängt, ob es diese Neuverfilmung wirklich geben musste. Ein moderner Sherlock Holmes? Konnte ich mir irgendwie nicht ganz vorstellen – andererseits hat es mich aber neugierig genug gemacht mir die DVD zuzulegen und ihn einfach mal anzusehen.

Heute möchte ich euch von meiner Erfahrungen berichten.

*** INHALT ***

Sherlock Holmes und seinem ständiger Begleiter Dr. Watson gelingt es nach abenteuerlicher Jagd in letzter Sekunde eine junge Frau aus den Fängen von Lord Blackwood zu befreien. Es ist der fünfte Ritualmord den er begehen wollte, der erste, bei dessen Ausführung er aufgehalten wird. Er kommt vor Gericht und wird zum Tode durch den Strang verurteilt.

Doch am Tage seiner Hinrichtung äußert er den Wunsch noch einmal mit Sherlock Holmes sprechen zu dürfen. Dieser hat im Moment mit anderen Problemen zu kämpfen – kein Fall in Sicht, der sein Interesse weckt und sein getreuer Watson ist im Begriff sich zu verheiraten und ihn allein zu lassen. Trotzdem macht er sich auf den Weg ins Gefängnis …

… um hier mit Häftlingen und Wächtern in Panik konfrontiert zu werden. Lord Blackwood scheint magische Kräfte zu besitzen, kann die Gedanken der Häftlinge kontrollieren, ein Wächter wälzt sich schmerzverzerrt vor seiner Zelle auf dem Boden. Und als Sherlock ihm endlich gegenübersteht wird er mit der „Wahrheit“ konfrontiert: nach meiner Hinrichtung werde ich zu den Lebenden zurückkehren und mein Werk vollenden.

Holmes glaubt nicht an Hexerei – aber als kurz nach der Beerdigung Blackwoods Grab von innen aufgebrochen und leer vorgefunden wird – und als sich merkwürdige Begebenheiten in London häufen – beginnt er doch nachzuforschen.

Ihm zur Seite – mehr oder weniger widerstrebend, denn er würde sich viel Lieber um seiner Verbote kümmern – Dr. Watson … und Irene Adler, eine Betrügerin und Schwindlerin, mit der Holmes schon einmal aneinander geraten ist. Nicht nur aneinander geraten … er fühlt sich auf unerklärliche Weise zu ihr hingezogen, ob er nun will oder nicht …

*** GEDANKEN ZUM FILM ***

Mehr möchte ich an dieser Stelle zum Film nicht verraten, schließlich sollt ich euch den Film ja noch ansehen und euch nicht langweilen, weil ihr schon den ganzen Inhalt kennt.

Die Frage stellt sich aber doch: wie hat der Film denn nun auf mich gewirkt? Hat er mir gefallen – vor allem auch in Bezug auf die klassischen Sherlock Holmes Filme?

Hm! Mein erster Eindruck. Der Film ist moderner als alle anderen bekannten Sherlock Holmes Filme. Und das hat nichts mit seiner Ausstattung zu tun. Es ist nämlich wirklich klasse gelungen, die Atmosphäre des Londons Ende des 19. Jahrhunderts einzufangen. Es ist lebendig, authentisch, bunt, laut, voller Kontraste. Wenn mir etwas an diesem Film wirklich gefallen hat ist es diese Aufmachung.

Gleiches gilt für die Personen: sie sind sehr vielschichtig, voller Leben, arm und reich, böse, verschlagen, gerissen, hübsch … Sie sind anders als man sie aus anderes Sherlock Holmes Filmen kennt. Sie sind bunter lebendiger, nicht so eindimensional gut oder böse. Das fand ich zumindest etwas gewöhnungsbedürftig. (mehr zu den Personen etwas später im Bericht)

Und dann die Story. Auch hier fallen mir wieder dieselben Adjektive ein: bunt, schnelllebig, lebendig. Nicht so düster und unheimlich wie man es von anderen Sherlock Holmes Filmen kennt. Moderner eben. Aber auch ein wenig verwirrend. Sprunghaft. Nicht immer vermag man den Schritten – und vor allen den Gedanken dieses modernen Sherlock Holmes folgen.

Manchmal war ich kurz davor aufzugeben, wenn ich so überhaupt nicht mehr wusste, worum es denn nun eigentlich wirklich ging in dieser Geschichte So viele Handlungsebenen. Nicht nur der Fall Blackwood. Der Fall Watson und seine bevorstehende Heirat Holmes Intrigen um das zu unterbinden. Das mysteriöse Auftauchen von Irene Adler – von der man nicht so genau weiß, welche Rolle genau sie nun eigentlich spielt: ist sie einfach nur „leckeres Beiwerk“ - hat sie mit dem Fall „Blackwood“ zu tun – oder gibt es da noch eine andere, dritte Geschichte.

Das Ende des Films, in dem manches klarer wird – und doch ist die Auflösung all der Rätsel beinahe zu beiläufig und schnell. Es verwundert nicht, das bereits am Ende dieses Film die Voraussetzungen für eine Fortsetzung geschaffen werden …

Alles in allem ein bunter, schneller Film. Mir persönlich etwas zu bunt, zu schnell, zu modern. Er hat nichts mehr gemein mit den alten Sherlock Holmes Geschichten die wir alle kennen und lieben. Ich habe ihn zu Ende gesehen – zum Glück, denn ich muss zugeben, die letzte halber Stunde hat mir von dem ganzen Film am besten gefallen. Vom Hocker gerissen hat mich der Film nicht.

Was mir allerdings sehr gut gefallen hat ist die Filmmusik, die sich sehr gut in den Film einfügt. Laut, bunt lebendig wenn es sein muss, dezent im Hintergrund wenn nötig. Ich muss zugeben, Filmmusik fällt mir nur sehr selten auf wenn ich einen Film sehe, in diesem Fall ist sie mir aber schon im Gedächtnis geblieben.

*** SCHAUSPIELER UND IHRE ROLLEN ***

Da gibt es einiges zu zu sagen. Zuerst muss man auf jeden Fall Robert Downey Jr. Erwähnen, der als Sherlock Holmes die Hauptrolle spielt. Eine Rolle, die es in sich hat. Eine Rolle, die den ganzen Film bestimmt. Ein Sherlock Holmes der nicht mehr der ist den wir kennen. Wo ist er geblieben der gewitzte Gentlemandetektiv mit messerscharfen Verstand? In diesem Film ist er exzentrisch, launisch, beinahe depressiv.

Um jeden Preis will er seinen Assistenten Watson an seiner Heirat hindern, denn das würde bedeuten das er seinen vertrauten Mitbewohner verliert. Er intrigiert – nicht immer ganz fair – aber erfolglos, denn Watson kennt seinen Chef, freund ??? Schwer zu sagen, die Beziehung zwischen beiden ist auf jeden Fall eine sehr enge. Einige Gerüchte reden gar von einer (angedeuteten) homosexuellen Beziehung der beiden, aber diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen. Ich denke einfach, Holmes weiß genau was er an Watson hat und er ist egoistisch genug ihn nicht gehen lassen zu wollen.

Seine Beziehung zu Irene Adler ist / war offensichtlich eine ziemlich intime, trotzdem wird auch hier mehr angedeutet als gezeigt.

Was ich so gar nicht mit Sherlock Holmes in Verbindung bringen wie ich ihn vor Augen habe ist die ungeahnte eiskalte Berechnung mit der er seine Gegner im direkten Kampf besiegt. Eiskalte Kalkulation, Abwegen und das bewusste Ausschalten seiner Gegner, selbst mit dem Wissen, das er sie auf Monate, vielleicht für immer verletzt, verkrüppelt. Skrupellos ist der einzige Begriff der mir hier einfällt – auch wenn es sich sich bei seinen Gegnern oft um Kriminelle, Verbrecher handelt – den Sherlock Holmes den ich kenne geht es um Gerechtigkeit, nicht darum seine Gegner auszuschalten.

Was übrig geblieben ist von der bekannten Person des Sherlock Holmes ist sein messerscharfer Verstand. Der funktioniert auch in diesem Film – manchmal so messerscharf das man als Zuschauer nur schwer folgen kann.

Schauspielerisch ist die Leistung von Robert Downey Jr. Sicherlich gut bis sehr gut, das kann ich nicht abstreiten – trotzdem ist mir der Sherlock Holmes den er darstellt nicht unbedingt sympathisch

Aber kommen wir jetzt zu Jude Law, der hier den Dr. Watson spielt. Ist er sonst eher der treue Begleiter von Sherlock Holmes der ihm immer und jederzeit den Rücken deckt ist er in diesem Film noch ein bisschen mehr. Er ist derjenige, der einen klaren Kopf behält, wenn Holmes mal wieder in eine seiner Launen verfällt. Er versteht es, die Vermieterin zu beschwichtigen, wenn er einen neuen Schalldämpfer ausprobieren will und dabei die Schüsse nur so durch das alte, herrschaftliche Haus dröhnen. Er ist es, der es hinnimmt, wenn Holmes zum wiederholten Male seinen Hund einschläfert, um ein neues Betäubungsmittel ausprobieren. Selbst als Holmes alles unternimmt um seine Heirat zu verhindern ist er eher ein bisschen amüsiert als wirklich verärgert – statt zu einem treffen mit seinen zukünftigen Schwiegereltern zu gehen, trägt er lieber Holmes die „vergessene“ Pistole hinter und lässt sich von ihm quer durch London jagen auf der Suche nach Lord Blackwood.

Dr. Watson ist in diesem Film eine positivere Persönlichkeit als Holmes – ob er mir deswegen wirklich sympathisch geworden ist? Eigentlich nicht – manchmal hätte ich mir gewünscht er würde nicht nur leise vor sich hingrummeln sondern einfach mal auf den Tisch hauen und Holmes allein stehen lassen. Aber natürlich wäre er nicht Watson, wenn er das tun würde.

Auch hier gilt: schauspielerisch eine überzeugende Leistung – mit der Rolle konnte ich mich trotzdem nicht ganz anfreunden.

Gefallen hat mir Rachel McAdams als Irene Adler. Vielleicht weil sie einfach ein ganz neuer Charakter ist und man nicht ständig den Vergleich zu den alten Filmen sieht. Ihre Rolle ist frisch, frech, lebendig, charmant. Leider nicht ganz so groß wie ich es mir gewünscht hätte.

Erwähnen muss man vielleicht noch Mark Strong, der den Lord Blackwood gespielt hat. Ernst, düster, ein wenig unheimlich. Er strahlt etwas Böses aus. Obwohl eigentlich der ganze Film von der Jagd nach diesem Verbrecher lebt, taucht er doch nur recht selten als Person auf – schade eigentlich – denn auch seine Rolle finde ich sehr überzeugend gespielt. Nicht sympathisch, aber glaubwürdig düster.

*** FAKTEN ZU FILM UND DVD ***

Sherlock Holmes
gedreht 2009 in England / USA
Regie: Guy Richie
DVD Veröffentlichung Deutschland: 2010

Lauflänge: 128 Minuten
FSK: 12 Jahre

Sprachen: Deutsch, Englisch (dolby digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Arabisch, Niederländisch, Spanisch
Bild: 16:9
Bild und Ton kommen sehr gut rüber, obwohl mein Fernseher nicht gerade das allerneueste Modell ist.

Extras: na ja ;(
die DVD startet mit einem Trailer zu dem Film „Invictus“ (der mir – ganz am Rande erwähnt – besser gefallen hat der Hauptfilm, ich freue mich schon drauf, mir diesen Film anzusehen)

Ansonsten gibt es noch ein Making off von ca. 13 Minuten Länge. Es nennt sich: "Der moderne Sherlock Holmes" und beschäftigt sich mit der Frage klärt wie Sherlock Holmes auf modern getrimmt wurde. Außerdem werden hier einige unterhaltsame Szenen vom Dreh eingefügt.

Mehr Extras gibt es auf dieser DVD Version leider nicht. Wer mehr möchte muss wohl zu der teureren 2-er DVD Steelbook Version greifen :( Für mich mal wieder ein klarer Fall von Geldschneiderei.

Preis:
die normale DVD Version (über die ich hier berichte): 11,95 Euro
Steelbock (2-er DVD Version): 24,99 Euro
es gibt auch zwei verschiedene Blue-ray-Versionen

*** MEIN FAZIT ***

Ich muss zugeben, mich hat diese moderne Version von Sherlock Holmes nicht überzeugt. Zwar erkannt man mit wie viel Liebe an diesem Film gearbeitet wurde – die Kulissen sind Klasse, die Musik wirklich sehr gut und die Rollen gut besetzt mit Schauspielern die ihre Sache sehr überzeugend machen.

Trotzdem bleibt es für mich eher ein etwas undurchschaubarer Actionfilm (gepaart mit leichtem Humor) als eine Detektivgeschichte rund um „unseren“ Sherlock Holmes Wer darüber hinwegsehen kann mag sich allerdings zwei Stunden lang gut unterhalten.

@ Prisca – Juli 2010
...
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Kommentare
Polarlicht1960
Polarlicht1960, 03.07.2010
FUSSBALL vorbei, dann geht es mit dem Bewerten weiter. Freu mich auf euch. LG von Larissa
g0ldfish
g0ldfish, 12.07.2010
Guter Bericht! Über Gegenlesungen würde ich mich freuen. Lieben Gruß
KaTaRaGiRl
KaTaRaGiRl, 04.07.2010
Ich würde mich sehr über Gegenlesungen freuen. glg Laura
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DukeNukem

Gelungene Neuinterpretation

ein Testbericht von 2010-06-04 08:34:33 vom 04.06.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Musik, Set - Design, Look, Robert Downey jr . , Jude Law...
Nachteile/Kritik: Die anderen Darsteller wirken blass
Letzte Woche, ich glaube am Mittwoch oder am Donnerstag, habe ich, nach langem Hin- und Her überlegen, den mutigen und entscheidenden Schritt gewagt. Ich bin am Abend ins Kino gegangen und habe mir den neuen Guy Ritchie Film „Sherlock Holmes“ angesehen.

Nach anfänglicher Skepsis diesem Streifen gegenüber, da mir einige ältere Verfilmungen geläufig sind, ganz besonders diejenigen mit Schauspieler Peter Cushing (unter Anderem „Der Hund von Baskerville), war ich aber nach dem Ansehen doch äußerst überrascht, wie gelungen dieser Film doch inszeniert wurde.
Filmschaffender Guy Ritchie, Ex-Ehemann von Madonna, hat nach „Snatch – Schweine und Diamanten“, „Bube, Dame, König, Gras“ und „Revolver“ hiermit einmal mehr bewiesen, dass er einer der coolsten Regisseure unserer heutigen Neuzeit ist und sogar schon etwas angestaubte Stoffe, wie etwa Sherlock Holmes, für die heutige, junge, Generation interessant gestalten kann.

Aber was wäre ein gut ausgewählter Regisseur ohne die richtigen Schauspieler.
Nun, die wurden ebenfalls, meiner Meinung nach, bestens gecastet mit Robert Downey jr. als den titelgebenden Detektiv und Jude Law als dessen treuen Weggefährten Dr. Watson. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern passt den gesamten Film über.
Robert Downey jr, beweist mit seiner ich glaube zweiten Hauptrolle nach seinen ganzen Drogen- und Alkoholexzessen eine exzellente, teilweise overacted, Schauspielkunst, welche er auch mit seinem Film davor, „Iron Man“, unter Beweis stellte. Man merkt bei Sherlock Holmes in jeder Szene, ganz besonders in seinem Gesicht, eine wahre Spielfreude. Er genoss, während Ansehen des gesamten Filmes für mich, sichtlich die Verkörperung einer der berühmtesten Detektive aller Zeiten. Von den anderen Kritikern, welche diese Neuinterpretation als eine Art 007 der alten Zeit betiteln möchte ich mich aber distanzieren, denn Holmes ist intelligenter und benötigt keinerlei technische Spielereien.

Was mich persönlich vor allem an dem neuen Sherlock Holmes beeindruckt hat, war seine Kombinationsgabe. Zuerst denkt man, der checkt überhaupt nichts mit (bestes Beispiel für Downeys toll eingesetzte Mimik im Film), und dann auf einmal aber PENG und er lässt jeden in seiner Gegenwart alt aussehen, denn er bemerkt sogar die winzigsten Details und kann mit deren Hilfe einen Sachverhalt darstellen und auflösen ohne irgendwelche offenen Fragen, denn er beantwortet in diesem filmischen Machwerk automatisch alle, als ob er gewusst hätte, dass noch welche kommen werden, und er kann sogar mit seiner Gabe seinen genauen Aufenthaltsort angeben, auch wenn seine Augen vielleicht verbunden sind.
Hinzu kommt, muss einfach nochmals erwähnt werden, die geniale Schauspielkunst von Robert Downey jr. und die tolle Neuinterpretation der Macher im Hintergrund, die aus Sherlock Holmes einen hypernervösen, sehr introvertierten, vom Verfolgungswahn geplagter Genius machten. Dies stellt aber für diesen Film keinen negativen Aspekte dar, nein, diese Eigenschaften der Hauptfigur passen perfekt in den Film und unterstreichen damit sogar diese, für die vielen verwöhnten Personen der Arthur Conan Doyle Bücher und vor Jahren entstandenen Verfilmungen, neue Form des Remakes bzw. Neustarts.

Wie bereits erwähnt wird der Freund von Holmes, eben Dr. Watson, von Jude Law gespielt, ebenfalls mit sichtlichem Spaß an seiner Figur. Dieser Doktor ist allerdings etwas verändert dargestellt in dieser Version als sonst. Gut, Dr. Watson hat sowohl in den Büchern als auch in den ganzen anderen Verfilmungen Sherlock Holmes schon teilweise die Show gestohlen, auch Jude Law triumphiert szenenweise gegenüber der Schauspielkunst eines Robert Downey jr., aber er war immer fasziniert vom logischen Denken seines Freundes und er würde ihm auch keineswegs dagegen sprechen, sondern höchstens eine kurze Diskussion starten. In dieser neuen Version bietet Watson Holmes ständig Paroli, schlägt ihn sogar kurz (aber auf witzig gemacht, mit super Timing). Man könnte fast meinen, dass in der Guy-Ritchie-Version sich die beiden Freunde gegenseitig dermaßen in einem Wettkampf miteinander befinden, wer denn nun der Klügere von ihnen ist (und meistens gewinnt Watson dabei *ggg*).
Leider aber auch hier ein kleines Manko zu verzeichnen.
Auf Grund der doch grenzgenialen Darbietung von Robert Downey jr. und Jude Law gehen leider die anderen Darsteller mit ihrer Kunst des Schauspiels unter, ganz besonders Rachel McAdams und Mark Strong. Obwohl dies doch zwei tolle Akteure sind, ganz besonderes letzterer, wirken sie äußerst blass gegenüber den beiden Hauptcharakteren. Schade, dass sich die anderen Darsteller vor der Kamera nicht ebenso entfalten können.

Eine Warnung an all diejenigen, die nur den Trailer, aber nicht den Film selber kennen. Dies ist mir nämlich aufgefallen.
Nur allein vom Trailer her wirkt der neue Sherlock Holmes mit Robert Downey jr. als sei er ein unsympathischer, rüpelhafter Prolet, dem ist aber nicht so. Der Trailer zeigt ein falsches Bild des kompletten Films meiner Meinung nach. Also bitte nicht Vorurteilen.
Was haben Guy Ritchie und die anderen hinter der Kamera denn alles neu gemacht, was es in den alten Verfilmungen noch nicht gegeben hat?

Zuerst einmal sei erwähnt, dass es sich hier um keinen kompletten Neuschliff einer alten und sehr prominenten Figur handelt. Sherlock Holmes darf, zwar nicht mehr so oft, aber dennoch, weiterhin Pfeife rauchen *ggg*.
Ein ganz großes Lob an die Set-Designer, denn die haben mit ihren Bauten das alte England wieder auferstehen lassen in der Zeit, in der eine ganz berühmte Bridge von London erst noch gebaut wird. Sieht auf jeden Fall sehr authentisch aus.
Auf alle Fälle sehr neu, und auch etwas gewöhnungsbedürftig zu Beginn des Films, ist der Look des Films. Guy Ritchie ist ein Benutzer von wenig Frames in einem Bild, ganz besonders bei Kampfszenen, Zeitlupe, Rückblenden und schnellen Schnitten. Gleich bei der Anfangssequenz wird gezeigt, dass dieser altbekannte Detektiv einen neuen Anstrich erhalten hat, denn diese kann man eigentlich vergleichen mit einem Abenteuer von Indiana Jones.
Ganz besonders angetan haben es mir einige Szenen, in denen sich Sherlock Holmes im Gedanken, für uns verbildlicht mit Hilfe von Über-Zeitlupe, ausdenkt, mit welchen Schlägen und Tritten, und vorhersehbaren Handlungen seines Gegners, er jemanden außer Gefecht setzen kann und sogar, wie lange die Genesung der jeweils dadurch entstandenen Brüche dauert. Anschließend wird der vorgestellte Angriff dann nochmals gezeigt, und zwar in Echtzeit mit teilweise Einsatz von wenigen Frames.
Sehr gelungen, finde ich, ist die Szene mit der gewaltigen Explosion (zu viel will ich nicht verraten), die kein einziges Mal übertrieben inszeniert wirkt, so wie auch die Sequenz mit dem Schiff und dem Anker. Die vorhin erwähnte Detonation rennt verläuft komplett in Zeitlupe.
Genial in Szene gesetzt wurden, meiner Meinung nach, die Flashbacks (Rückblenden), ganz besonders eine. Eine alte „Freundin“ von Sherlock Holmes bietet ihm einen Job an und verlässt anschließend sein Haus. Sie steigt in eine Kutsche ein und unterhält sich mit einer seltsamen Figur, welche sich nur im Schatten aufhält und man niemals zu Gesicht bekommt. Ein Penner hält die Kutsche auf und quatscht die Leute darin an. Der Penner wird verscheucht. Nach einer wettbewerbsähnlichen Diskussion zwischen Watson und Holmes, erklärt Letzterer ihm, was er alles bereits getan hat. Er hat die Frau verfolgt und sich währenddessen als Penner angezogen. Das interessante, für mich, ist allerdings die Tatsache, dass diese Rückblende länger dauert als die kurze Sequenz, in der die Frau einfach nur das Haus verlassen hat und in die Kutsche eingestiegen ist. Einfach genial.
Guy Ritchie drückt sehr gekonnt seinen Stempel auf mit seinem persönlichen Kamera-Look. Dieser ist übrigens vergleichbar mit dem von „Snatch – Schweine und Diamanten“.

Wovon ich immer noch begeistert bin, und das obwohl das Ansehen schon mehrere Tage her ist, ist die verdammte geile Musik, welche vom Spitzen-Komponisten Hans Zimmer stammt. Aber nicht nur diese ist wiederum oscarreif, sondern auch der Einsatz einer aus Irland stammenden Musik. So perfekt hineinpassende Musik hat man schon seit längerer Zeit nicht mehr gehört.
Einfach empfehlenswert dieser Film!!!
Unbedingt ansehen!!!

Fazit: Ich persönlich finde, dass es der neue Sherlock Holmes voll drauf hat und ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Teil.
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Kommentare
Janosch89
Janosch89, 04.06.2010
Klasse Bericht.
Würde mich über Gegenlesungen freuen.
XXLALF
XXLALF, 04.06.2010
ein schönes wochenende und ganz liebe grüße
Powerdiddl
Powerdiddl, 05.06.2010
Lg und noch einen sonnigen Samstag, Heidi
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Watson! Was haben Sie da angerichtet?

ein Testbericht von 2010-05-30 17:00:06 vom 30.05.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Robert Downey Jr. und Jude Law; perfektes Popcornkino...
Nachteile/Kritik: spannungsarme Story; magere Extras
Dass Hollywood so langsam die Ideen ausgehen, was das Erschaffen neuer interessanter Charaktere und Geschichten betrifft, dürfte dem geneigten Kinointeressierten schon seit einigen Jahren klar sein. Hier ein Remake, da eine Neuverfilmung, dort eine Fortsetzung. Und irgendwo liegt sicher noch ein literarischer Weltbestseller herum und wartet auf eine Verfilmung.

Ob Miss Marple, Hercule Poirot, Kurt Wallander, Robert Langdon oder Lisbeth Salander - in den letzten hundert Jahren fanden alle bedeutenden literarischen "Ermittler" bzw. "Detektive" ihren Weg auf die große Leinwand oder zumindest ins Fernsehen. Und natürlich darf auch Sherlock Holmes nicht fehlen. Aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle ist Holmes der wohl bedeutendste Detektiv der Literatur, da er mit seinen wissenschaftlichen Analysen jeden Fall bis ins kleinste Detail aufdröselte und mit diesen Methoden das Genre revolutionierte. Stets an seiner Seite: Dr. John Watson, der ihm mit Rat und manchmal auch Tat treu zur Seite stand. Auch in der heutigen technikorientierten Zeit besitzt Sherlock Holmes noch großen Einfluss auf die Medien. TV-"Ermittler" wie Adrian Monk oder Dr. Gregory House achten in ihren Fällen auf jedes noch so winzige Detail. Und diese meist verblüffenden Auflösungen machen diese Serien so erfolgreich.
Über 200 Kino- und Fernsehfilme um die britische Detektivlegende wurden bereits produziert, am bekanntesten und erfolgreichsten dürften dabei die der 30er und 40er-Jahre mit Basil Rathbone in der Hauptrolle sein. Titel wie Der Hund der Baskervilles oder Studie in Schalrachrot dürften jedem ein Begriff sein.
Die letzte filmische Umsetzung eines Holmes-Roman stammt aus dem Jahre 2002.
Bis jetzt...denn 2009 nahm sich Kultregisseur Guy Ritchie ( Bube, Dame, König, grAs Snatch ) des Stoffes an und wagte mit Robert Downey Jr. und Jude Law in den Hauptrollen das große Comeback des Kult-Detektives. Über 500 Millionen US-Dollar weltweit spielte der Film ein, der seit 28. Mai auf DVD und Blu-Ray erhältlich ist. Eine Fortsetzung für 2011 ist natürlich schon in Vorbereitung... aber nun erstmal zum ersten Teil, der DVD von Guy Ritchies Sherlock Holmes!


***ÜBERSICHT***
Originaltitel: Sherlock Holmes * USA/GB 2009 * 123 Minuten * FSK ab 12 Jahren * Regie: Guy Ritchie * Darsteller: Robert Downey Jr., Jude Law, Mark Strong, Rachel McAdams, Kelly Reilly


***DER FILM***
Wir befinden uns im Jahre 1891 in London: der Detektiv Sherlock Holmes und sein treuer Kumpan Dr. John Watson stellen den fiesen Lord Blackwood, der in einem okkulten Ritual ein junges Mädchen opfern wollte. Doch das verhindern die beiden Ermittler im letzten Augenblick, Blackwood wird festgenommen.
3 Monate später: Holmes befindet sich in einer Sinnkrise, testet lieber Narkosemittel an seinem Hund statt auf Verbrecherjagd zu gehen. Die Nachricht, dass Lord Blackwood gehängt werden soll, interessiert ihn nicht sonderlich. Trotzdem macht er sich auf ins Gefängnis, als Blackwood nach ihm verlangt. Der Bösewicht deutet Holmes an, er würde schon bald aus dem Totenreich zurückkehren und weitere Morde begehen, die einer noch größeren Sache dienlich sein werden. Holmes schenkt dem keine Beachtung und Blackwood landet am Galgen.
Während Holmes seine körperliche Fitness bei Ringkämpfen testet, scheint Lord Blackwood tatsächlich wieder auferstanden zu sein. In dessen aufgebrochenem Grab liegt die Leiche eines anderen und weitere mysteriöse Morde geschehen, bei denen die Opfer unter scheinbar übernatürlichen Umständen ums Leben kamen. Holmes wird von einem Geheimbund angeheuert, Blackwood aufzuhalten, da dieser anscheinend über magische Kräfte verfügt und damit das gesamte Empire in die Knie zwingen könnte. Der Detektiv macht sich also zusammen mit Dr. Watson auf die Suche nach dem dunklen Lord und kommt einer tödlichen Intrige auf die Spur, in die selbst höchste Regierungsmitglieder involviert sind... dass inzwischen auch Holmes' einzige Liebe - die zwielichtige Irene Adler - auftaucht, macht den Fall nicht einfacher, da auch sie ein doppeltes Spiel zu spielen scheint.


***KRITIK***
Madonnas Ex-Sklave und Regisseur Guy Ritchie, der mit Filme wie "Snatch - Schweine und Diamanten" Kultstatus erreichte und zuletzt gleichmal 3 Flops in Folge drehte, ist nach der erfolgreichen Loslösung von seiner Herrin endlich wieder zu alten Tugenden zurückgekehrt und präsentiert Sherlock Holmes mit Slow-Motion-Effekten, Explosionen und coolen Sprüchen. Schon zu Beginn stellt der klar, dass Holmes nicht mehr der elegante Gentleman-Detektiv ist. Dass zeigt sich vor allem darin, dass Holmes auch gerne mal seine Faust sprechen lässt. Zuvor jedoch analysiert er die wunden Punkte des Gegners, bevor er seinen Angriffsplan in die Tat umsetzt. Die wird mit eindrucksvollen Slow-Motion-Szenen und Holmes Off-Stimme gezeigt. Doch nicht nur bei den Kämpfen geht er systematisch vor. Holmes ist ein genialer Wissenschaftler, dem kein Detail verborgen bleibt. Deshalb kann er auch jeden noch so verzwickten Fall logisch auflösen und ist somit seiner Zeit weit voraus. Während das Fußvolk noch an finstre Magie glaubt, bemächtigen sich Blackwood und Holmes neuesten technischen Errungenschaften wie den elektrischen Strom, um ihre Umgebung in Erstaunen zu setzen.
Stets treu zur Seite steht ihm sein Partner Dr. Watson. Hierüber wurde im Voraus des Films ja viel spekuliert, ob die beiden vielleicht doch mehr füreinander empfinden als Freundschaft. Fest steht, dass Holmes im Film eine regelrechte Aversion gegenüber Watsons neuer Freundin zeigt und alles tut, um die beiden auseinander zu bringen, nur damit Watson nicht aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Auch die witzigen Dialoge zeugen von einer gewissen Zickigkeit beider, jedoch konnte ich keine weiteren homosexuellen Anspielungen erkennen. Wäre den Produzenten vielleicht auch zu gefährlich gewesen, denn homosexuelle Hauptcharaktere haben es trotz Brokeback Mountain, Fast and Furios und Co. immer noch schwer an den Kinokassen. Und das, obwohl wir doch sooo ein tolerantes Völkchen sind.

Egal, die Chemie der beiden stimmt jedenfalls. Der eine kann nicht ohne den anderen, und wenn sich Watson dann doch mal weigert, Holmes zum Tatort zu begleiten, "vergisst" dieser einfach mal seine Pistole zuhause, in ständiger Gewissheit, dass Watson sie ihm nachbringt.
Der dritte Hauptdarsteller neben Holmes und Watson ist das London der 1890er Jahre. Die Tower Bridge befindet sich noch mitten im Bau, in den dunklen Gassen tummeln sich allerlei dubioser Typen, in den Werften plagen sich irische Gastarbeiter. Die Set-Designer und Computerspezis haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet, damit das alte London absolut realistisch und authentisch wirkt. Dazu noch die passende irische Musik aus der Feder von Hans Zimmer, und die Illusion ist perfekt!
Ganz so perfekt ist jedoch nicht die Story. Trotz allerlei okkulten Ansätzen um Ritualmorde und einem alten Geheimbund kann die manchmal sehr konfuse Story nicht ganz überzeugen. Die Frage, wie und warum Lord Blackwood auferstanden ist und wie die teils übernatürlich erscheinenden Morde vonstatten gingen, bedarf allerlei wissenschaftlichen Insiderwissen, was ein Mitraten der Zuschauer leider im Keim erstickt. Zwar löst sich am Ende alles logisch auf, und ein gewisser Aha-Effekt bleibt auch nicht aus, doch ein wenig mehr Tiefgang und Anspruch hätte man schon erwarten können.
Trotz fehlendem Anspruch bleibt der Film erfreulich kurzweilig und weißt kaum Leerlauf auf. Die Actionsszenen sind ebenso abwechslungsreich und perfekt choreografiert. Grade die große Klopperei in der Mitte geht über mehrere Ebenen und findet ihr spektakuläres Ende mit einem ungewollt versenktem Schiff. Sherlock Holmes ist eben perfektes Popcornkino und hat nicht mehr viel mit der literarischen Vorlage zu tun.

In Robert Downey Jr. hat Guy Ritchie auch den perfekten Holmes der Neuzeit gefunden. Er spielt den Meisterdetektiv mit so einer coolen Lässigkeit, dass es in jeder Minute Spaß macht, ihm zuzusehen. Sympathisch, genial, kühl-analytisch und immer einen flappsigen Spruch auf den Lippen - aber auch verletzlich, risikobereit, selbstzweifelnd und leicht eifersüchtig - all diese Attribute vereint Downey Jr. in dieser einen Rolle. Und mit Jude Law ("A.I. - Künstliche Intelligenz"; "Repo Men") als Dr. Watson hat er seinen idealen Partner auf Augenhöhe. Auch Watson versucht, die Fälle auf wissenschaftlicher Basis zu lösen und steht seinem Freund mit Rat und Tat zur Seite. Nur dass Holmes ständig seine Ausziehversuche zu verhindern versucht, ist ihm ein Dorn im Auge, was dieser Freundschaft jedoch keinen Abbruch tut.
Weiterhin zu sehen ist Rachel McAdams als Diebin Irene Adler - die einzige Frau, an der Holmes jemals Gefallen fand! Kleine Flirts zwischen ihr und Holmes werden immer wieder angedeutet, doch meist dient sie nur als Stichwortgeberin. McAdams spielt solide, aber nicht herausragend. Ebenso wie Mark Strong alias Lord Blackwood. Er sieht zwar recht fies aus und die Story dreht sich um ihn, doch seine Figur bleibt dezent im Hintergrund und kann deswegen kaum eine bedrohliche Wirkung entfalten.
Guy Ritchie ist mit seiner interessanten Holmes-Interpretation eine erfolgreiche Portation ins Technologiezeitalter gelungen. Sherlock Holmes kloppt und analysiert sich durch ein fantastisch aussehendes London des langsam ausklingenden 19. Jahrhunderts. Dass das Kinopublikum kein dialoglastiges Politdrama, sondern handfeste Actionkost vorgesetzt bekommt, sollte bei den heutigen Sehgewohnheiten eigentlich jedem klar sein. Guy Ritchie verknüpft gekonnt sehenswerte Action mit einfallsreichen Morden und einer geschickten und nachvollziehbaren Auflösung. Dass die Charaktere dabei interessanter sind als die manchmal konfuse und übersinnlich angehauchte Story, ist zu verkraften, bietet der Film doch hohe tricktechnische Schauwerte und super aufgelegte Darsteller, allen voran natürlich Robert Downey Jr. Und wenn dann im Finale ein gewisser Professor Moriarty (hinlänglich bekannt als Holmes' ebenbürtiger Erzfeind) erwähnt wird, freut man sich tatsächlich mal auf eine Fortsetzung. Und die erscheint nächstes Jahr!


***DIE DVD***
Der geneigte Käufer hat die Qual der Wahl zwischen 4 verschiedenen Editionen. Die billigste ist dabei die herkömmliche Single-DVD für derzeit etwa 9Euro. Dann gibt es eine limitierte 2-DVD Special Edition im Steelbook für etwa 20Euro. Die herkömmliche Blu-Ray-Fassung gibt's für etwa 15Euro. Zu guter letzt gibt's noch eine Blu-Ray Special Edition im Steelbook für etwa 25Euro. Ich habe mich für die Billig-DVD entschieden.
Die Amary-Hülle mit fetten grünen FSK-Flatschen beinhaltet lediglich eine DVD. Booklet gibt's keins. Nach einem Blu-Ray-Trailer sowie dem Trailer zum Film "Invictus" geht's in Hauptmenü. Das ist schlicht gestaltet mit Standbild und etwas Filmmusik sowie den Menüpunkten "Film starten", "Szenenauswahl", "Der moderne Sherlock Holmes" und "Sprachauswahl". Der Film liegt in DolbyDigital 5.1. in Deutsch und Englisch vor. Untertitel gibt's ebenso in Deutsch und Englisch. Eingeteilt wurde der Film in 30 unbenannte Kapitel.
Als einziges Extra gibt's auch der Single-DVD das 13:32minütige Featurette "Der moderne Sherlock Holmes". Dieses Making-Of klärt vor allem die Fragen, wie Sherlock Holmes auf modern getrimmt wurde und zeigt eine Menge unterhaltsamer Szenen vom Dreh.
Mehr Extras gibt's bei dieser Version leider nicht. Ein paar Trailer hätte ich mir schon noch gewünscht, deshalb gibt's hier nen Punkt Abzug!


***FAZIT***
Alle Fans, die einen ordentlichen Mix aus dem Fantasythriller "Vidocq", dem Verschwörungsthriller "Illuminati", der Buddy-Komödie "Rush Hour" und dazu noch supergut aufgelegte Darsteller haben wollen, bekommen mit Sherlock Holmes genau das geboten! Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Ich vergebe 5 Sterne an den Film und 1 Punkt Abzug für die doch etwas mager ausgestattete DVD. Dennoch bekommt "Sherlock Holmes" von Guy Ritchie eine klare Kaufempfehlung!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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Kommentare
Grambo
Grambo, 30.05.2010
Sehr schöner Bericht von dir!

Ich freue mich immer über Gegenlesungen und bin auch immer bereit
für eine schnelle Leserunde. :

Liebe Grüße
Grambo
Surferboy03
Surferboy03, 30.05.2010
SH von mir! Würde mich sehr über Gegenlesungen freuen

Leserunde 16x16? Dann melde dich im GB
Bunny84
Bunny84, 30.05.2010
Klasse Bericht. Liebe Grüße aus dem Münsterland
PS: Freue mich über Gegenlesungen
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Tuvok

Filmkritik: Sherlock Holmes

ein Testbericht von 2010-05-11 22:15:42 vom 11.05.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: die idee...
Nachteile/Kritik: zu wenig spannugn
Ein bisschen Handlung muss sein:

Der geheimnisvolle Lord BLACKWOOD (Mark Strong) hat sich offenbar mit den Mächten des Bösen verbündet und kündigt mit großen Worten nichts weniger an, als das ganze Land vernichten zu wollen. Erst nimmt man ihn ja nicht wirklich ernst, aber dann rufen erschreckende Vorkommnisse nicht nur die Polizei unter dem altgedienten Inspektor LESTRADE (Eddie Marsan) auf den Plan, sondern auch den genial-exzentrischen Privatdetektiv SHERLOCK Holmes und dessen besten Freund, Dr. JOHN WATSON (Jude Law). Zunächst ist Sherlock natürlich fest davon überzeugt, dass es sich bei Lord Blackwoods Machenschaften um Humbug handelt, doch bald zweifelt er samt seinem überragenden Intellekt an dem, was er sieht – zumal die äußerst attraktive IRENE ADLER (Rachel McAdams) zusehends seine Sinne vernebelt. Und bald ist klar: Dies ist ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Fall, der nach außergewöhnlichen Methoden verlangt.

Ein bisschen über die Romanfigur:

Im Jahr 1900 meldete sich Doyle während des Burenkrieges (1899 bis 1902), in dem es um die englische Vormachtstellung in den südafrikanischen Kolonien ging, für ein Jahr freiwillig zur Armee und diente in einem Feldlazarett. Seine Erfahrungen flossen in sein Buch "The Great Boer War" ("Der Große Burenkrieg") - eine 500 Seiten starke Chronik, die wie ein Lehrbuch für eine Militärakademie aufgebaut war. Für seine Verdienste als Militärarzt wurde er 1902 von König Edward VII. zum Ritter geschlagen und erhielt den Titel "Sir". Es gab Gerüchte, König Edward - wie viele seiner Untertanen ebenfalls ein großer Sherlock Holmes-Fan - verfolgte mit dieser Ehrung auch den Zweck, Doyle zu weiteren Holmes-Geschichten zu ermuntern. 1901 war im "Strand Magazine" zwar schon die erste Episode des Romans "The Hound of the Baskervilles" ("Der Hund von Baskerville"), erschienen, aber die Fangemeinde dürstete nach mehr. Durch hohe Honorarangebote seines Verlages überzeugt, begann Doyle, allem Widerwillen zum Trotz, Holmes-Fälle nun wie am Fließband zu schreiben. Schon ein Jahr später startete mit "The Return of Sherlock Holmes" ("Die Wiederkehr Sherlock Holmes") eine weitere Serie im "Strand Magazine". Insgesamt erschienen vier Romane und 56 Kurzgeschichten des Meisterdetektivs, die in über 50 Sprachen übersetzt und als Filme, Theaterstücke und Hörspiele bearbeitet wurden. Sein Traum, als Verfasser von Sachbüchern Anerkennung zu finden, blieb ihm verwehrt. Als Sir Arthur Conan Doyle am 7. Juli 1930 starb, ging er in die Literaturgeschichte als Vater der berühmtesten und beliebtesten Detektivfigur der Welt ein: Sherlock Holmes.

Eine ganze Menge von mir und ein bisschen über den Film:

126 Min. Laufzeit, 90 Millionen US $ Budget, 209 Millionen US $ in den USA eingespielt, 515 Millionen US $ weltweit, und da wundert man sich dass ein Remake kommt? Na ja klar, bei der Melkkuh.

The Dubliners spielen ein Lied, ja super die irischen Leider.

Kurze prägnanten Worte, kurze einfühlsame Gespräche, Gedanken eines Genies, Genaue Auflistung samt Zeitlupenaufnahmen bei Schlägereien, Boxkämpfen, mit dazugehöriger Krankenakte, und darauffolgenden Leiden, ja das ist wirklich Mal was echt neues so was sah ich auch noch nicht oder hörte es.

Klingt irgendwie gut wenn Sherlock wen zusammenschlägt, Ohne Iron Man Kluft ist übrigens ROBERT Downey Jr., genauso nett, und gut aussehend, nur viel zu modern für die Rolle, aber egal, sie ist halt Mal was neues.

Sherlock nimmt sich nicht so ernst. Also der Film nicht die Rolle im Film. Der Film ist cool, sicher der coolste aller Verfilmungen, 145 gibt es bis jetzt mit den 2 neuen die noch kommen. 2 Oscarnominierungen hat der Film bekommen, 5 Preise gewann er, weitere 13 Nominierungen sind nicht positiv geworden.

Logikfehler bei einem der coolsten und intelligentesten logischsten Detektiven, ja das kann es auch geben, Tja, kein Film ist perfekt.

Sherlock ist hier James Bond, Basil Rathbohne war der beste, der so richtig Sherlock Holmes war, der dagegen ist eher ein Schläger, ein Actiontyp, typisch Guy Ritchie, kein Kultfilm aber trotzdem gut.

An sich ist der Film ja eine recht gute Actionlastige Hau Darauf Komödie im alten Bud Spencer Stil, mit einem James Bond Mix, aber genau betrachtet ja dass ganze hat mit Sherlock nicht unbedingt viel zu tun, ich denke da an die Ähnlichkeiten der Bücher von Sir Arthur Conan Doyle.

Die sind natürlich etwas anders. Sie sind nicht so modern wie die Story hier. 19. Jahrhundert, England, aber eher modern, so wie um 2010.

Was wahrscheinlich daran liegt dass der Regisseur Guy Ritchie viel mehr Wert auf Action setzt, als auf Authentizität. Ich Glaube was an dem Film fehlt ist der Fesselungsfaktor, Hier fühlt man sich wie bei einer 9 Jährigen Teenager Domina in Alaska, ich hätte mich lieber wohl gefühlt bei einer 30 Jährigen Domina im größten Swingerclub Europas. Hier wird Fesselung im Film eher zur Farce. Das einzige was eher stark fesselt ist die Zeit von 126 Filmminuten.

Was mir an dem Film eigentlich gefiel ist das schöne Alte London, dreckig, düster und trotzdem neumodisch. Zum Lächeln animierende Wortgefechte, und viel Action. Leider fehlt dem Film auch wenn ich schon dabei bin, die Tatsache dass man nie so richtig Angst um Sherlock hat, der ja immer der coole Herr der Lage ist.

Was mir auch an dem Film nicht so gut gefallen hat, er macht Sprünge, von da nach Dort und zwar schon oft gigantisch. Da ist er im Knast, dann liegt er, dann besprechen Watson und Sherlock einen Plan der mir vorkommt wie eben in einem James Bond Film oder Staatsfeind Nr. 1 Story. Aber dafür gibt es eine hübsche Rachel McAdams die 2 Männer um sich hat, ja wer wird zugeben wer sie am meisten liebt?

Ja auch blöd fand ich, Sherlock kombiniert, besser als Nick Knatterton und kommt auf alles darauf, er weiß alles und ist ein Genie. Nö Sorry, dass war zu viel des Guten oft, was aber nicht heißt dass der Film als Gesamtes Schlechter wird, nein er gefiel mir recht gut.

Eigentlich gefallen mir die Guy Ritchie Filme nicht, „Rock´n Rolla“ fand ich langweilig, „Snatch“ fand ich unnötigen Dreck, der einzige der mir gefiel war die Romantische Story „Stürmische Liebe“ und nun sein neuester Streich. Nun dieser Guy Junge schreibt ja die Drehbücher selber nur wieso hier hat er so viel Langeweile zugelassen im Film?

Was mir im Film fehlte ist die Charakterzeichnung. Sherlock ist eigentlich ein Komischer Kerl. Mal ist er intelligent, und man merket nicht so viel, Jude Law gefällt mir besser, der ist ein guter Schauspieler, nur der spielt dauernd sich selber, ein lästiges Arschloch eben dass dauernd geil ist.

Nicht dass Downey schlecht spielt aber als Iron Man passt er einfach besser. Dann ist Sherlock wieder ein Kämpfer, und man merkt nicht wie er was macht, kein Training, nur Logik, Kein Bodybuilding, dafür mehr Kraft als so manch anderer Muskelprotz. Dafür ist er schnell und auch Mal wieder witzig und spritzig, aber wie gesagt, Downey passt da meiner Meinung nach nicht so gut, dem fehlt das Aristokratische, was ein Roger Moore hat.

Die Figurenzeichnung mit Witz gepaart mit Komödie, Action und Spaß funktioniert ganz gut finde ich. Tja, Das Drehbuch zu „Sherlock Holmes“ schrieben Michael Robert Johnson und Anthony Peckham und Simon Kinberg nach einer Orginalstory von Lionel Wigram und Michael Robert Johnson. Wigram, der den Film auch produziert hat, wurde schon als Kind zum Holmes-Fan, als er die Geschichten las und Vielleicht darum sind so viele Uneinigkeiten im Film, ja wenn schon Literaturverfilmung dann bitte doch gleich vom Original.

Was mich wundert dass in dem Film Sherlock so was wie Karate kann oder was weiß ich was das ist, Na Ja der Schauspieler von Sherlock kann ja Karate oder so was. Was mir auch abging, in den Geschichten und Büchern Also, war ja Watson einer der den Krieg damals mit machte, der gefoltert wurde, der viel mit gemacht hat, doch im Film merkt man nicht viel davon, da wirkt Jude Law wie ein Gentleman Killer.

Schade eigentlich, denn aus der Rolle hätte man mehr machen können. Eigenartig fand ich, die Story ist ja etwas wirre, man sieht oft Dinge die nicht so ins 19. Jh. passen, Särge mit Schmuck Dinger drauf usw., ja egal, der Film hat arge Wendungen wieso aber erklärt Sherlock die ganzen Dinge so einfach als wäre es ein Brot backen? Das ganze wirkt manchmal viel zu einfach. Ja und Okkultismus ist auch am Anfang dabei, so hängt sich die Story auf, an einem der wie ein Satanspriester wirkt, ne Danke, das hat mir gar nicht gefallen, wirkte nicht Mal spannend, sondern eher so was wie Serien Niveau auf Pro 7, dann fängt der Film an, so richtig Actionmässig, nein da hätte man was anderes machen können.

Vielleicht für den einen oder anderen ist interessant - Greenwood, Spencer und das Ausstattungsteam brachten auch zahlreiche „Ostereier“ auf dem Set unter, die Sherlock-Holmes-Fans aus den Geschichten von Conan Doyle wiedererkennen werden, zum Beispiel den Zitronensaft, den Holmes für seine Geheimschrift verwendet, ein Diorama mit Bienenstöcken unter einer Glasglocke und einen Bereich für seine phrenologischen Studien, denn die gebildeten Stände interessierten sich damals sehr für das Studium von Schädelformen. „Es gibt in diesem Film jede Menge Hinweise auf Doyle“, sagt Robert Downey Jr. „Der ganze Film ist davon geprägt, nicht nur die Ausstattung, sondern auch das Drehbuch.“

Watsons Praxis befindet sich ebenfalls in der Baker Street und wurde als Studioset gebaut: Im Gegensatz zu Holmes’ Räumen herrscht dort Ordnung, die Arztdiplome hängen an den Wänden neben Patriziergemälden, Kerzenhaltern in Form von Schwertern, und die medizinische Ausstattung ist sauber aufgereiht.

Nicht alle Studiosets stellen Innenräume dar. Das mit Abstand größte Set war der Schauplatz der Kampfsequenz auf dem Höhepunkt des Films: die Tower Bridge. Heute zählt sie zu den Wahrzeichen von London. Den Namen erhielt sie vom Londoner Tower, der sich am nördlichen Ende der fast 250 Meter langen Brücke befindet und auch das Design der beiden 60 Meter hohen Brückenpfeiler beeinflusst hat. 1890 befand sich die Tower Bridge noch im Bau, die Stahlkonstruktion und Laufstege waren noch ganz den Elementen ausgesetzt, was der abschließenden Auseinandersetzung im Film einen faszinierenden und unberechenbaren Schauplatz verschafft.

Das Tower-Bridge-Set wurde vor einer Greenscreen errichtet, mit deren Hilfe man später durch visuelle Effekte das Panorama der Stadt und der Themse des Jahres 1890 einfügen konnte. „Mithilfe der modernen Technik können wir dem damaligen London im Film sogar eine Hauptrolle geben“, sagt Wigram. „Die Umgebung wirkt ganz real. Mit unserem hervorragenden Team haben wir hoffentlich ein historisches London geschaffen, wie es so noch nie auf der Leinwand zu sehen war.“

Oh da fällt mir ein, ich hätte gerne Johnny Depp als lustigen Sherlock Holmes gesehen. Übrigens da wir ja gerade dabei sind, ich hätte ehrlich gesagt viel mehr von einem Charakterspiel gesehen viel mehr hätte ich lieber so was wie Suspense a la Basil Rathbone und Nigel Bruce gesehen aus den 30 er und 40 er Jahren des vorigen Jahrhunderts, wo die besten Sherlocks gedreht wurden, meiner Meinung.

Am besten wie gesagt hat mir das Setting gefallen das sah so richtig 1890 aus, obwohl ich ja da noch nicht auf der Welt war. Lustig war der Film eher nur teilweise, aber es reichte für so eine Verfilmung. Übrigens der Typ der den Dredger spielte, wurde von Downey in einer Szene wirklich fast K.O. geschlagen. Siena Miller übrigens hätte auch mitspielen solle. Übrigens die Bude von Sherlock Holmes ist das gleiche Filmset wie im 5. Harry Potter Film mit dem Phönixorden gewesen.

Angeblich hätte Brad Pitt als Moriarty spielen sollen, Michael Caine als Sherlock, die Stunts wurden von den Beteiligten selber gemacht.

Was mir an dem Film so nicht gefallen hat, weil es mir gerade einfällt, als Lord Blackwood auferstanden sein soll, und Watson über Indien spricht über einen der seinen Tod vorhersagte, hätte ja Sherlock sagen müssen was das gibt es nicht. Usw. Aber dass hat er nicht. Also das hat mir gefehlt, dass Sherlock, alles so cool sieht als wäre eh alles O.K. Nie ist Sherlock echauffiert oder so richtig verwundert nein das fand ich auch nicht so gut.

Wie gesagt, ein Film der mir gefällt, aber einer der verbesserungswürdig ist. Ich hätte gerne mehr gesehen. Der Film ist nicht übel aber auch nicht perfekt, aber bis jetzt der beste von Guy Ritchie für mich. Na Ja der Film ist wie gesagt an sich nicht schlecht, ich glaube er wird vielen gefallen. Szenen wie die eine wo Sherlock fast gestorben wäre, da beim Hafen, und dann verdutzt drein schaut Na Ja die war schon übertrieben, CGI lässt grüßen und es war zu viel des Guten. Was der alles überlebt. Na Ja.

Eines hat mir wieder gut gefallen als Lord Blackwood seine Macht erneuert, dann der Orden der eine Mischung zwischen Illuminaten, Freimaurern und Satanisten zu sein scheint, irgendso eine Geheimloge, und ein bisschen Aleister Crowley Flair. Nur leider sieht der Typ aus wie ein 1980 geborener Nazi Skinhead Neuling. Mark Strong spielt ihn ja, ja er ist ein netter Schauspieler, keine Leuchte aber dennoch ganz nett, mehr aber auch nicht. Er wirkt nicht so böse wie man es sich wünscht, er hat ein Gutes Situiert Böses Auftreten, aber er ist kein Topschauspieler. Jude Law dagegen schon irgendwie, aber dafür wirkt Jude Law wie immer, er spielt eben sich immer selber, er hat oft die gleiche Mimik die er gekonnt verstellt, aber sie bleibt die gleiche, Also nix neues beim Juden.

Da ist mir Downey schon lieber nur der wirkt eher wie ein Gentlemen Kämpfer. Nun ich könnte an vielem was aussetzen, jedenfalls der Typ der da mitspielt, der 2,3 Meter Typ, keine Ahnung wer das war, aber der sieht so was von mächtig groß, meine Güte, Also wenn der zuschlägt da lebt sicher nichts mehr. Cooler Typ, keine Ahnung wie der heißt.

Übrigens in dem Film sind Waffen nur mit 6 Schüssen voll, nicht mit 60 wie in anderen Filmen. Dafür sind die Leute nicht tot obwohl sie es sein sollten, Leben obwohl sie tot sein sollten, viele könnten sterben oder Unfälle haben und sind gesund, Witze sind oft keine richtigen, CGI und Effekte, Stadt und Leute, Kostüme und alles rundherum ist gut, dafür sind die Schauspieler nicht Top, die Story nicht übel und einen Cliffhanger gibt es, der dann zu Teil 2 führt.

Ja was soll ich sagen? Mir hat der Film gefallen aber er ist nicht perfekt, nicht so schön erwartet, Ich erwarte einfach mehr von Sherlock Holmes. Was ich noch Vielleicht sagen kann, im Kino war er FSK 12, und ich finde das ist nicht richtig. Mit 12 ist man ein Kind, und Morde, Okkultismus ne dass gehört in den FSK 16 Bereich.

82,10 von 100
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Kommentare
Shirty1980
Shirty1980, 11.05.2010
Sehr schön geschrieben. Ich würde mich über eine Gegenlesung sehr freuen. Lg Shirty
hameln58
hameln58, 13.06.2010
sh, LG und einen schönen Sonntag Gina - über Gegenlesungen würde ich mich freuen
austin77
austin77, 12.05.2010
du liest bei mir und ich bei dir, so macht yopi Spaß. lg
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Dr_Ed

Der Hexer mit der Maske

ein Testbericht von 2010-03-23 22:12:25 vom 23.03.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: rasantes Tempo, sehr viel Action...
Nachteile/Kritik: dünne Story, etwas an den Haaren herbeigezogene Auflösung
Hallo Zielgruppe!
Sherlock Holmes gilt ja im Allgemeinen als zwar scharfsinnig, aber sonst eher betuhlich. So waren auch die meisten bisherigen Verfilmungen in der Regel eher behäbig inszeniert. Das lag allerdings auch daran, dass die Romanvorlage von Sir Arthur Conan Doyle actionmäßig nicht viel hergab. Das änderte sich, als Comiczeichner und Co-Produzent des Films Lionel Wigram der Figur eine Frischzellenkur verpasste und auch noch auf Action getrimmt hat. Jetzt hat Kultregisseur Guy Ritchie die Comicvorlage verfilmt. Was dabei herausgekommen ist, dazu mehr in diesem Bericht.

### DER INHALT ###

~~~ wie so oft zuerst die „Gemeinwesen löst den Fall in wenigen Minuten“ - Kurzversion ~~~

Sherlock Holmes und Dr. Watson gelingt es, den langgesuchten Schwerverbrecher Lord Blackwood dingfest zu machen. Dieser hat sich mit einigen einflußreichen Leuten in einem Zirkel zusammengetan, in dem der schwarzen Magie gehuldigt wird und der schon mehrere junge Frauen zum Opfer gefallen sind. Nachdem Blackwood vor Gericht schuldig gesprochen und zu Tode verurteilt wird, gelingt es ihm, 3 Tage nach seiner Exekution wieder aufzuerstehen und weiter zu machen. Nun ist es an Holmes und Watson, dem bösen Treiben Blackwoods Einhalt zu gebieten und dabei decken sie eine große Verschwörung auf, die sie in höchste Gefahr bringt...

~~~ und jetzt wieder die „Dr.Ed löst den Fall auf jeden Fall“ - Langversion ~~~

Sherlock Holmes (Robert Downey jr.) und seinem Gehilfen Dr. Watson (Jude Law) den langgesuchten Schwerverbrecher und mehrfachen Jungfrauenmörder Lord Blackwood (Mark Strong) dingfest zu machen. Dieser hat sich mit einigen einflußreichen Leuten in einem Zirkel zusammengetan, in dem der schwarzen Magie gehuldigt wird und der schon mehrere junge Frauen zum Opfer gefallen sind. Vor Gericht wird Blackwood schuldig gesprochen und zu Tode verurteilt. Nachdem Blackwood gehenkt wurde und Dr. Watson seinen Tod festgestellt hat, wird Blackwood begraben. Doch wundersamer Weise gelingt es ihm, nach 3 Tagen wiederaufzuerstehen.

Fortan treibt Blackwood wieder sein Unwesen und dabei hat er aus seinem Zirkel der schwarzen Magie einflußreiche Unterstützer. Ihr Plan ist kein geringerer, als die Herrschaft über England zu übernehmen. Während die Bevölkerung sich im Panikzustand befindet, versuchen Holmes und Watson, den Fall mit Logik zu lösen und machen sich auf die Suche nach Fakten zur Lösung des Falls. Allerdings gestaltet sich die Suche als schwieriger als anfänglich gedacht, da Blackwood Verbindungen bis in höchste Polizeikreise pflegt, so dass selbst der mit Holmes befreundete Inspektor Lestrade (Eddie Marsan) nicht seine schützende Hand über ihn halten kann. Außerdem hat Blackwood auch in Sachen Technik einige ausgeklügelte Mechanismen in Petto, um seine Ziele zu verwirklichen.

Auch an anderer Front haben Holmes und Watson zu kämpfen. Watson möchte sich von der Ermittlungsarbeit mit Holmes verabschieden, um mit seiner Verlobten Mary (Kelly Reilly) zusammen zu ziehen und diese anschließend heiraten. Aber auch Holmes hat sich in amourösen Verstrickungen verheddert. Die schöne Gaunerin und Trickdiebin Irene Adler (Rachel McAdams) hat ein Auge auf ihn geworfen und versucht, ihn mir ihren weiblichen Reizen zu becircen. Nebenbei ist sie auch einer der Schlüssel zur Lösung des Falles. Wie diese Lösung aussieht, erfahrt Ihr im Kino...

### MEINE MEINUNG ###

Seitdem Guy Ritchie nicht mehr mit Madonna liiert ist, scheint er nun wieder zu alter Form zurückgefunden zu haben. Was sich schon bei „RocknRolla“ angedeutet hat, findet hier seine Fortsetzung. Eine Geschichte, die vor originellen Einfällen nur so sprüht, der einst eher betulich wirkende Holmes hat auf einmal Nahkampf-Qualitäten und der mitunter trockene Wortwitz sorgt für einige humoristische Einlagen, die vorher völlig unbekannt waren. Nebenbei zeigt Richie, dass er nicht nur Geschichten erzählen kann, die im Londoner Kleinganoven-Milieu angesiedelt sind.

Andererseits muss man sagen, dass die Geschichte vom Inhalt her nicht besonders anspruchsvoll ist, da ihr Schwerpunkt weniger auf der Lösung des Falles liegt, sondern mehr auf dem ganzen Drumherum. Da gibt es jede Menge Martial-Arts-Einlagen mit Nahkämpfen aller Art in Zeitlupe und allem möglichen Kamera-Brimborium mit Schwenks und Fahrten in sämtliche Richtungen. Auch die Liebeleien von Holmes mit Irene und die von Watson mit Mary wirken eher aufgesetzt und dienen nicht wirklich dem Fortgang der Story.

Die Story selber erinnert in vielen Momenten wie einer Neuauflage der alten Edgar-Wallace-Filme. Da ist ein Erz-Schurke, der über scheinbar übersinnliche Kräfte verfügt und dessen Machenschaften nur mit dem Sammeln von Fakten und deren Zusammenfügen durch Logik beizukommen ist. Natürlich ist das Ganze nicht so bieder und betuhlich inszeniert, dass Langeweile aufkäme, dazu hat der Film zuviel Tempo und zuviel Action. Auch Spannung ist auch reichlich vorhanden. Das ist zwar den heutigen Sehgewohnheiten angepasst und macht das Ganze durchaus unterhaltsam.

Auch die Besetzung des Sherlock Holmes mit Robert Downey jr. Erscheint durchaus passend und spätestens seit „Iron man“ wissen wir ja, dass er auch als Actiondarsteller zu überzeugen vermag. Jude Law als Watson ist sicher auch eine im wahrsten Sinne des Wortes attraktive Besetzung, aber manchmal kommt er ein wenig zu kurz und ist mehr ein dekorativer Stichwortgeber. Gleiches gilt für Kelly Reilly als sein weiblicher Gegenpart. Auch sie darf nur wenig von ihrer Schauspielkunst zeigen. Für Rachel McAdams gilt ähnliches: Sie ist zwar ein dekoratives Element, aber schauspielerisch verlangt ihr die Rolle wenig ab. Etwas mehr Charisma versprüht Mark Strong als Bösewicht Lord Blackwood, aber eine wirkliche Herausforderung stelllt seine Rolle auch nicht da. Er spielt seinen Part wie alle anderen auch routiniert runter.

Insgesamt hinterlässt der Film einen eher zwiespältigen Eindruck: Einerseits wird Sherlock Holmes gründlich entstaubt, von jedweder Betuhlichkeit befreit und regelrecht zu einem Actionstar umgemodelt. Darüber hinaus hat er Humor und hört bei aller Logik hin und wieder auch mal auf seinen Bauch. Nebenbei darf auch mal so etwas wie ein Liebesleben haben und ist ähnlich schrullig wie Inspektor Columbo. Auch so etwas wie ein ansprechender Spannungsbogen ist durchaus vorhanden. Andererseits ist die Story etwas arg dünn, wirkt auch nicht immer wirklich logisch und erinnert in vielen Momenten an die alten Edgar-Wallace-Filme, ohne dabei deren Liebe zu den Figuren zu erreichen.

### FAZIT ###

Wenn man bereit ist, bei der Geschichte einige Abstriche zu machen, dann hat der Film auf jeden Fall einen hohen Unterhaltungswert, aber ich würde ihn nicht unbedingt als must-see bezeichnen. Von daher sei es jedem selber überlassen, ob er den Film im Kino oder mal auf DVD sehen will.

### ABSPANN ###

Spielfilm USA/GB 2009; 128 Min.; FSK 12

Regie: Guy Ritchie
Buch: Guy Ritchie, Mike Johnson, Lionel Wigram, Simon Kinberg, Anthony Peckham
Kamera: Philippe Rousselot
Musik: Der unvermeidliche Hans Zimmer

~ Sherlock Holmes – Robert Downey jr.
~ Dr. Watson – Jude Law
~ Lord Blackwood – Mark Strong
~ Irene Adler – Rachel McAdams
~ Mary Morstan – Kelly Reilly
~ Inspector Lestrade – Eddie Marsan
~ John Standish – William Hope
~ Sir Thomas – James Fox
~ Lord Coward – Hans Matheson
~ Dredger – Robert Maillet
~ Constable Clark – William Houston
~ Captain Philips – James A. Stephens
~ Mrs. Hudson – Geraldine James
u.v.a.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Anspruch:Anspruch von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 3,0 mittelmäßig
Action:Action von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 5,0 sehr viel
Romantik:Romantik von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 3,0 mittelmäßig
Humor:Humor von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 3,0 mittelmäßig
Spannung:Spannung von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 4,0 ziemlich spannend
Altersgruppe:ab 12 Jahren
Meinung bezieht sich hauptsächlich auf::Kino-Version
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 24.03.2010
Sherlock Holmes liegt bei uns auch noch auf der Warteliste, nur hab ich bis jetzt keine Zeit gefunden mir diesen Film in aller Ruhe anzuschauen. Bei Kriminalfilmen muss ich mir die DVD mindestens 2x anschauen. bw und ganz liebe grüße
Polarlicht1960
Polarlicht1960, 23.03.2010
Liebe Grüße zur späten Stunde von Larissa
Janne0033
Janne0033, 24.03.2010
Sehr guter Bericht LG Janne0033
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Jack100

Sherlock Holmes Neuverfilmung

ein Testbericht von 2010-02-25 14:00:11 vom 25.02.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Humor, Robert Downey, Jr., Optik, Musik...
Nachteile/Kritik: Zuviel Humor, wenig Ernsthaftigkeit
Guy Ritchie war ein erfolgreicher Regisseur. Dann heiratete er Madonna und seine Karriere war dahin, er landete einen Flop nach dem anderen. Nun ist er geschieden und versucht mit einer Neuinterpretation von Sherlock Holmes das Publikum zu erobern. Und dieses mit großem Erfolg.


Die Story:

Der Film beginnt rasant und bringt einen gleich in die Story rein. Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) und Dr. John Watson (Jude Law) stellen den Mörder Lord Blackwood (Mark Strong) als dieser versucht eine Frau zu töten. Blackwood, von dem auch gesagt wird, daß er sich der schwarzen Magie verschrieben hat, wird verurteilt und aufgehängt.
Allerdings kommen bald Zweifel über seinen Tod, denn der Gute Lord Blackwood erhebt sich aus seinem Grab und treibt weiter sein Unwesen, was Holmes stutzig werden lässt. Er nimmt die Spur zusammen mit Watson auf und kommt einer Verschwörung auf die Spur. Kann Holmes seine Gegner aufhalten?


Die Schauspieler:

Robert Downey Jr. spielt Sherlock Holmes. Downey Jr. ist auch bekannt für seine tolle schauspielerische Leistung in der Comic Verfilmung Iron Man, von der es auch bald eine Fortsetzung gibt. Außerdem war er in Tropic Thunder zu sehen, in der er einen Schauspieler spielt, der sich für seine Rolle in einen Afro Amerikaner umoperieren lässt. Leider ist Downey Jr. in Tropic Thunder noch das Beste, der Rest des Filmes ist echt schlecht.


Jude Law dürfte vielen aus Filmen wie A.I. oder Sky Captain and the world of tomorrow bekannt sein. Mehr ist mir von ihm nicht bekannt.

Die beiden sind eigentlich die bekanntesten Schauspieler im Film.


Der Regisseur:

Guy Ritchie wurde bekannt durch Snatch oder Lock, Stock and Two Smoking Barrels und fühlt sich wohl im Gangstergenre wohl. Nach seiner Heirat mit Madonna folgte ein Flop nach dem anderen, darunter auch "Swept Away" mit Madonna in der Hauptrolle. Sherlock Holmes bringt ihn wieder auf die richtige Bahn, was auch an der Scheidung von Madonna liegt.


Meinung:

Viel habe ich über die Story nicht geschrieben, gebe ich offen zu. Zuviel möchte ich allerdings auch nicht darüber schreiben. Dem einen wird es mißfallen, da er/sie gerne mehr wissen möchte, andere möchten sich die Spannung oder das Interesse an dem Film nicht verderben lassen. Kann man jetzt halten wie man will. Auf Inhaltsangaben liest man auch nicht sehr viel. Aber zurück zu meiner Meinung.

Was habe ich erwartet? Ich habe einen Film mit Action und Krimi erwartet. Was habe ich bekommen? Einen Film mit etwas Action, Krimielementen, die mehr aber erzwungen wirken, dafür aber viel Humor. Kann das gutgehen? Ja und Nein. Ich habe nicht so viel mit Sherlock Holmes gemein. Der Hund von Baskerville habe ich glaube ich mal gelesen, dieses ist aber auch schon ziemlich lange her. Achso, und einige Filme kenne ich auch. Sherlock Holmes kenne ich mehr als steifen, etwas hochnäsigen Detektiv. Der Sherlock Holmes in der neuen Verfilmung ist anders. Er trinkt, prügelt sich und ist unentschlossen, was er überhaupt will. Der Einzige, der zu ihm hält ist Dr. Watson, dieses aber auch nur noch knapp an der Schmerzgrenze. Robert Downey Jr. zeigt wieder, daß er ein toller Schauspieler ist und verkörpert Holmes mit sehr viel Humor und gewandten Fäusten. Wer Fan von dem Holmes der Romane oder der Filme ist, wird sich hier wohl wundern. Entweder man mag den Charakter oder nicht. Für mich war es hart an der Grenze. Schauspielerisch einwandfrei, aber Sherlock Holmes nervt auch oft in dem zwei Stunden langen Film, wodurch man auch verstehen kann, daß Watson ziemlich genervt ist. Ein Wunder, daß er zu Holmes hält. Dr. Watson, von Jude Law gespielt, sticht wenig hervor. In den Actionszenen ist er eigentlich nicht erwähnenswert und wird mehr durch die Wortgefechte mit Sherlock Holmes hervorgehoben. Law spielt okay, wird aber von Downey Jr. an die Wand gespielt. Die weiblichen Charaktere stechen wenig hervor, einzig Rachel McAdams als Irene Adler überzeugt mehr.

Actionmäßig gibt es nicht viel, aber doch gut im Film verteilt, daß keine Langeweile aufkommt. Größtenteils bestehen sie aus Schlägereien oder Schießereien. Meine Highlights sind die Szenen, in denen Holmes gegen einen großen französischen Bösewicht antreten muss. Besonders die Szene auf der Werft war gut gemacht, auch wenn größtenteils mit Special Effects gearbeitet worden ist. Aber ohne Special Effects geht es ja heute nicht mehr. Der Showdown ist dafür etwas enttäuschend und hätte länger und actionreicher sein können.

Was mir noch gut gefallen hat war zum einen die Musik, die perfekt und mitreißend im Film ist. Kein Wunder, Hans Zimmer ist dafür verantwortlich, der auch schon die Musik für The Rock, Broken Arrow oder Pearl Harbor schrieb. Gleich zu Anfang wird die erste Szene perfekt mit der Musik untermalt und fesselt den Zuschauer.

Optisch war Sherlock Holmes auch Klasse. Von der Kleidung, die Räume oder die Stadtbilder des früheren Londons, hat mir gut gefallen.

Zu erwähnen wären noch die vielen Wortgefechte, die es zwischen Holmes und Watson gibt und auch dafür sorgen, daß der Film nicht langweilig wird.

Was mich störte war, daß der Film zu sehr auf Humor ausgelegt war. Mir wäre mehr, ich sage mal Krimi, besser gewesen, daß man sich ernsthafter auf die Story konzentriert hätte und nicht darauf, in fast jeder Szene witzig zu sein.

Wer sich den Film anschaut, sollte sich nicht an die Romane oder früheren Filme klammern. Der neue Sherlock Holmes ist anders und spricht mehr dem heutigen Publikum an. Man kann sich damit anfreunden, wenn man sich nur auf den Film konzentriert. Ansonsten kann es enttäuschend werden. Wer lachen will oder versuchen möchte, wie Holmes zu kombinieren und sehen ob er/sie damit richtig liegt, ist bei dem Film richtig. Allerdings hoffe ich, daß bei der Fortsetzung, die natürlich schon geplant ist, der Humor reduziert wird und der Film ernsthafter wird. Aber zu empfehlen ist der Film trotzdem.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Anspruch:Anspruch von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 3,0 mittelmäßig
Action:Action von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 3,0 mittelmäßig
Romantik:Romantik von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 2,0 wenig
Humor:Humor von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 4,0 ziemlich humorvoll
Spannung:Spannung von Sherlock Holmes (2009)  (DVD)  Kriminalfilm: 4,0 ziemlich spannend
Altersgruppe:ab 12 Jahren
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Kommentare
AChristoteles
AChristoteles, 02.03.2010
Stimme dir im Großen und Ganzen zu. Man sollte den alten Holmes und diese Verfilmung trennen. Gut beschrieben, LG Chris
Dr_Ed
Dr_Ed, 23.03.2010
Auch wenn die Inhaltsangabe etwas knapp ausfällt, ist Deine Meinung dafür umso besser begründet.
cleo1
cleo1, 26.02.2010
Wieder schön geschrieben. Danke auch für das zahlreiche Lesen meiner Berichte. LG cleo1
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