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Testberichte Sinn und Sinnlichkeit

 (DVD) Drama
5.0 von 5
Platz 32 in der Kategorie "Dramen".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
Meinungen:
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Sinn und Sinnlichkeit Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • die Handlung, Umsetzung, etc
  • Die Schauspieler, die Ausstattung und die Kostüme, das wunderbare Drehbuch.
Nachteile/Kritik
  • teilweise Besetzung (siehe Bericht)
  • Absolut nichts.
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Das Suchen nach der großen Liebe

ein Testbericht von 2010-03-21 11:36:02 vom 21.03.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: die Handlung, Umsetzung, etc...
Nachteile/Kritik: teilweise Besetzung (siehe Bericht)
Hallo liebe Leser,

heute möchte ich euch gern eine DVD vorstellen, die da heißt:


>>Sinn und Sinnlichkeit<<


~~~ Wie kam ich zu diesem Film? ~~~

Ich bin ja ein großer Fan der Jane Austen Bücher. Auch das Buch „Sinn und Sinnlichkeit“ wollte ich unbedingt lesen. Aber leider hat sich das bisher noch nicht ergeben. Darum, weil ich es gar nicht erwarten konnte, wollte ich wenigstens schon mal den Film dazu sehen. Schwuppdiwupp war er in meinem Besitz und ich saß gespannt vor dem Fernseher...


~~~ Das Cover der DVD „Sinn und Sinnlichkeit“ ~~~

Das Cover der DVD ist in einem Farbton gestaltet, den ich zwischen pink, rot und lachsfarben definieren würde. Man sieht zwei Frauen und einen Herrn, allesamt in Kleidung vergangener Zeiten.


~~~ Zum Film ~~~

Sinn und Sinnlichkeit ist ein Spielfilm aus dem Jahr 1995. Die Romanvorlage ist das Buch „Verstand und Gefühl“ (Originaltitel: „Sense and Sensibility“) von Jane Austen.


Besetzung

• Emma Thompson: Elinor Dashwood
• Kate Winslet: Marianne Dashwood
• Hugh Grant: Edward Ferrars
• Alan Rickman: Colonel Christopher Brandon
• Greg Wise: John Willoughby
• Gemma Jones: Mrs. Dashwood
• Emilie François: Margaret Dashwood
• Tom Wilkinson: Mr. John Dashwood
• Harriet Walter: Fanny Dashwood, geb.Ferrars
• Robert Hardy: Sir John Middleton
• Elizabeth Spriggs: Mrs. Jennings
• Imogen Stubbs: Lucy Steele
• Imelda Staunton: Mrs. Palmer geb. Jennings
• Hugh Laurie: Mr. Thomas Palmer

~~~ Zur DVD ~~~

• Format: Dolby, PAL, Surround Sound
• Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.0), Deutsch (Dolby Digital 5.0), Englisch (Dolby Digital 5.0)
• Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
• Region: Region 2
• Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
• FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
• Studio: Sony Pictures Home Entertainment
• Produktionsjahr: 1998
• Spieldauer: 131 Minuten

Zusatzmaterial:

• Audiokommentare
• zusätzliche Szenen
• Interview
• Trailer

~~~ Die Beschreibung des Films „Sinn und Sinnlichkeit“ auf der Rückseite der DVD ~~~

Die Geschichte der zwei Dashwood-Schwestern, der vernünftigen Elinor und der ungestümen Marianne, zeigt lebendig und spannend zugleich, wie aufregend und schwierig es doch sein kann, den Mann fürs Leben zu finden. Und ihn auch zu behalten... Sinn und Sinnlichkeit nach der Romanvorlage von Jane Austen. Oscar für "Bester Film" 1995 .


~~~ Zur Handlung ~~~

Als Mr. Dashwood stirbt, werden seine Frau und seine drei Töchter Elinor, Marianne und Margaret nahezu mittellos. Sie müssen in ein sehr viel kleineres Cottage ziehen und leben nun ein recht einfaches Leben. Die Mädchen sind auf der dringenden Suche nach einem geeigneten Ehemann. Elinor hat sich über beide Ohren in den sympathischen, aber weißt über ihr stehenden Edward Ferrars verliebt. Marianne, die Romantikerin, hingegen hat sich noch niemanden ausgesucht. In ihrem neuen Zuhause lernen sie den liebenswürdigen und schon etwas reiferen Colonel Christopher Brandon kennen. Dieser entdeckt sofort Mariannes frischen und aufgeweckten Geist für sich. Doch bleiben diese Gefühle einseitig. Bei einem Spaziergang mit ihrer kleinen Schwester, stürzt Marianne unglücklich und wird von einem gutaussehenden Mann mit dem Namen Mr. John Willoughby gerettet. Sie verliebt sich sofort in ihn und erlebt eine sehr erfreuliche Zeit mit ihm. Doch als er auf einmal abreisen muss, ist sie völlig verzweifelt und hört lange Zeit nichts von ihm. Nach vielen Monaten erfahren die Dashwood-Frauen, dass ein Mr. Ferrars und auch Mr. Willoughby geheiratet haben. Für die Mädchen bricht eine Welt zusammen. Doch handelt es sich vielleicht um eine Verwechslung? Und sind nicht immer die Menschen, die liebeswertesten, die hinter einem stehen ohne dass man sie wahrnimmt?


~~~ Meine Meinung ~~~

Ich ging ja sehr gespannt an diesen Film heran und wurde wirklich nicht enttäuscht. Zu allererst spielt natürlich Alan Rickman mit und ich würde mich ja als großen Anhänger seiner Person bezeichnet. Ich war ganz hin und weg als ich ihn in der Rolle des Colonel Brandon sah, denn er hat diesen Part wirklich ausgezeichnet gespielt. Ich finde nicht besonders viele Männer können eine so sensible und dennoch starke Rolle spielen und dabei so unglaublich liebenswürdig, sympathisch und wunderbar rüber kommen. Der Mann ist wirklich einmal. Obwohl ich eigentlich auch Kate Winslet mag, fand ich sie in der Rolle nicht ganz so passend. Sie hat zwar den Charakter recht gut verkörpert, wirkte aber nicht besonders freundlich auf den Zuschauer. Außer einer weiteren Ausnahme bin ich mit der Besetzung sehr zufrieden. Hugh Grant nämlich passt, finde ich, überhaupt nicht in einen Film, der in so früher Zeit spielt. Er sieht einfach nicht aus wie ein Gentleman und hat einfach kein Gesicht, das in so einen Film passt. Er guckt zumindest in diesem Film immer sehr verschlafen und passt auch irgendwie überhaupt nicht zu Emma Thompson, die ja die Elinor Dashwood spielt.
Ansonsten kann ich an nichts meckern, denn der Film ist wirklich wahnsinnig schön. Ich liebe ja Filme aus dieser Zeit! Die Kleider sind toll, die Landschaften und natürlich auch die Personen. Man fühlt sich wunderbar hinein und hat die Charaktere größtenteils nach einer Weile richtig gern. Man möchte am liebsten mit den Mädchen weinen und dann wieder mit ihnen lachen und man vergisst alles um sich herum. Ich finde, in diesem film ist nichts so übertrieben dargestellt, sondern sehr natürlich und authentisch. Trotz der sehr langen Spieldauer wird der Film nie langweilig, im Gegenteil. Er ist zum Teil wirklich sehr spannend und man fiebert wirklich um das Wohl der Dashwood-Frauen mit. Alan Rickman als Colonel Brandon tritt erfreulich oft auf und bezaubert mit seinen tollen Schauspielkünsten. Er spielt sowohl den dezenten, nach außen hin kühlen, als auch den verzweifeltet verliebten Mann ausgezeichnet. Überhaupt zeigen alle Schauspieler großes können und ohne übertriebenes Spielen schaffen sie, genau das zu übermitteln, was sie sollen.
Ich Großen und Ganzen kann ich sagen, dass „Sinn und Sinnlichkeit“ wirklich ein super-toller Film ist, den man unbedingt sehen sollte. Die Besetzung ist im Groben toll (besonders Alan Rickman grins), die Landschaft, Gespräche, Kleidung etc. Ich bin ganz begeistert und könnte ihn mir immer wieder ansehen.


~~~ Meine Bewertung ~~~
Natürlich gebe ich dem Film 5 von 5 Sternen, auch wenn ich mit Hugh Grant nicht einverstanden war und auch Kate Winslet mir nicht so ganz zusprach. Denn das Gesamtergebnis überzeugt einfach! Ich empfehle den Film auf jeden Fall weiter. Besonders denjenigen, die schon „Stolz und Vorurteil2 toll fanden.


Vielen Dank für das Lesen und Bewerten.
Liebe Grüße

(P.S.: Leider habe ich momentan keine Fotos der DVD, da ich sie an eine Freundin verliehen haben.)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
templerthomas
templerthomas, 24.03.2010
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giselamaria
giselamaria, 05.05.2010
ja netter Film, von dir gut beschrieben :-

bitte berichtige: "aber weißt über ihr stehenden Edward Ferrars verliebt. Marianne, die Romantikerin, hingegen hat sich noc.." aber weit muss es doch heißen gell - - LG gisela
dieJury
dieJury, 22.03.2010
Du schreibst sehr schöne und intelligente Berichte, freue mich auf den nächsten und drücke fürs Abi die Daumen LG Kirk
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Minyawethiel

Sinn und Sinnlichkeit ... aufs Wunderbarste

ein Testbericht von 2009-07-19 19:28:11 vom 19.07.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: Die Schauspieler, die Ausstattung und die Kostüme, das wunderbare Drehbuch....
Nachteile/Kritik: Absolut nichts.
Moinsen an die hoffentlich wieder interessierte Leserschaft ;-)

draussen rauscht immer noch der Regen nieder und Blitz und Donner bilden den passenden Hintergrund für eine erneute Rezension zu einer DVD zu einem Jane Austen Roman.
Diesmal geht es um "Sinn und Sinnlichkeit" oder besser "Verstand und Gefühl", denn so heißt eigentlich das Buch.


Zum Inhalt:
*********

Nach dem Tode ihres Vaters werden die Damen Dashwood von ihrem Halbbruder aus dem Haus Norland Park verwiesen.
Obwohl ihr Halbbruder dem Vater auf seinem Sterbebett versprochen hat, für die Mädchen und seine Mutter zu sorgen, beschränkt sich diese Hilfe auf magere 500 Pfund im Jahr. Das reicht nicht einmal für eine anständige Mitgift für jedes der Mädchen.

Mrs. Dashwood und ihre Töchter Elinor, Marianne und Margret erwarten also die Ankunft ihres Halbbruders und seiner hochnäsigen Frau Fanny, um ihnen das Haus zu übergeben und sich selber eine neue Unterkunft zu suchen.
Während der Zeit der Suche nach einem neuen Haus trifft der älteste Bruder von Fanny ein.
Edward Ferrars entpuppt sich als ein liebenswürdiger Gentleman, der entschieden weniger Wert auf Konventionen legt als seine hochmütige und mißgünstige Schwester.
Er versteht es die jüngste Miss Dashwood aus ihrem Schneckenhaus zu locken und zwischen ihm und Elinor bahnen sich die ersten zarten Bande an.

Doch von Fanny darauf hingewiesen, das Edward seinem Stand entsprechend heiraten muss oder ansonsten von seiner Mutter enterbt werden wird, nimmt Mrs. Dashwood das Angebot ihres Vetters Sir John Middleton an ein Cottage in Barton in Devonshire zu beziehen.

So machen sich Mutter und Töchter auf den Weg in ein neues Leben.
Die praktisch orientierte Elinor findet sich in ihr Schicksal und behält ihre aufkeimenden Gefühle für Edward tief in ihrem Herzen verborgen.
Marianne hingegen ist eine schwärmerische und offenkundig romantische Natur.
Sie hält mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg und lebt sie auf dramatische Art und Weise aus.
Sie versteht ihre Schwester Elinor nicht, die nicht so offen mit ihren Gefühlen umgeht und interpretiert deren Gefühle zu Edward nur als vernunftbedingte Zuneigung.
Sie selber wünscht sich jedoch die große, leidenschaftliche Romanze.

Nach ihrer Ankunft in ihrem neuen Heim in Devonshire werden sie von Sir John und seiner Schwiegermutter Mrs. Jennings zwar herzlich willkommen geheißen, doch deren unverblümte Art und Weise trifft nicht unbedingt ihren Geschmack.
So finden sich die Damen Dashwood nach und nach in ihrem neuen Alltag zu recht.

Eines Nachmittags lernen sie dann einen Nachbarn kennen ... Colonel Brandon.
Augenblicklich entwickelt er eine Zuneigung zur jungen Marianne, die ihn jedoch für viel zu alt und gesetzt hält. Sie träumt lieber weiter von einem romantischen Helden, wie aus den Gedichten Byrons.

Und tatsächlich scheint ihr Wunsch in Form von Mr. Willoughby in Erfüllung zu gehen.
Er begegnet Marianne mitten im Regen, wo sie gestürzt ist und sich den Knöchel verstaucht hat.
Höchst galant und genau den romantischen Träumen der jungen Lady entsprechend trägt er sie auf starken Armen nach Hause.
Er entspricht genau dem Ideal von Marianne, denn er liebt wie sie die Dichtkunst und ist obendrein noch jung und ausnehmend attraktiv.

Während also Marianne im siebten Himmel schwebt, verzehrt sich Elinor innerlich nach Edward Ferrars, der entgegen eines gegebenen Versprechens noch keinen Besuch in Devonshire gemacht hat. Doch diese Gefühle lässt sie nicht nach aussen dringen. Stattdessen gibt sie ein Bild perfekter Ausgeglichenheit ab.

Marianne lebt ihren Traum mit Willoughby und bringt mit ihren unverblümten, impulsiven und offen zur Schau getragenen Gefühlen die Gesellschaft von Devonshire gehörig durcheinander.
Colonel Brandon, dessen Liebe zu Marianne stetig tiefer wird, muss dies tatenlos mitansehen und der sensible Mann verbirgt seine Gefühle ebenso gut wie Elinor die ihren.

Eines Tages dann erscheinen Mrs. Jenkins Tochter, deren Mann Mr. Palmer und die Nichte Miss Steel zu Besuch.
Wie sich zu Elinors Entsetzen herausstellt ist Miss Steel seit Jahren mit niemand anderem als Edward Ferrars heimlich verlobt.
Tief enttäuscht vergräbt sie ihre Gefühle noch tiefer in sich und leidet heimlich an ihrem Liebeskummer.

Marianne hingegen erwartet den Heiratsantrag von Mr. Willoughby, doch alles kommt anders als gedacht. Ohne weiteren Kommentar verschwindet er nach London, während für Marianne eine Welt zusammenbricht und sie im Tal der Tränen versinkt. Die Welt ist für sie ein einziges Jammertal und jeder kann und soll es auch wissen.

Als jedoch Mrs. Jenkins die beiden jungen Damen in ihr Haus nach London einlädt, schöpft Marianne erneut Hoffnung Mr. Willoughby wieder zu treffen.

In London angekommen schreibt Marianne Mr. Willoughby und wartet sehnsüchtig auf Antwort, die jedoch nicht kommt.
Auf einem Ball dann, trifft sie unverhofft auf ihn und muss erkennen, das sie aufs schmählichste von ihm getäuscht wurde.
Mr. Willoughby ist nämlich mit einer jungen Dame mit 50.000 Pfund verlobt und gibt Marianne als blosse Bekannte vom Land aus.

Zutiefst erschüttert versinkt Marianne in tiefer Trauer und in Tränen.
Daraufhin bittet Elinor Mr. Palmer und Colonel Brandon sie zurück nach Devonshire zu begleiten. Colonel Brandon unterbreitet Elinor auch den Grund für Willoughbys überstürzte Abreise aus Devonshire und den Bruch mit Marianne.
Er wurde von seiner Tante enterbt, da er ein junges Mädchen geschwängert hatte und musste nun, da völlig mittellos, Geld heiraten.

Vor ihrer Abreise trifft Elinor noch auf Mr. Edward Ferrars und unterschwellig sind tiefe Gefühle zwischen den beiden spürbar. Aufgrund seiner Verlobung mit Miss Steele wurde Edward seiner finanziellen Mittel beraubt und so teilt Elinor ihm mit, das Colonel Brandon ihm die Pfarrstelle auf seinem Land zuspricht.
So trennen sich beide in Freundschaft, obwohl sich eigentlich beide mehr wünschen.

Bei ihrer Ankunft auf Mr. Palmers Landsitz, der in unmittelbarer Nähe zu Mr. Willoughbys Anwesen liegt, macht Marianne sich auf den Weg zu eben diesem und gerät mitten in ein Gewitter.
Besorgt schickt Elinor Colonel Brandon auf die Suche nach ihr, der sie - wohlwissend wo sie zu finden sein wird - völlig durchnässt zurückbringt.

Marianne erkrankt schwer und es steht schlimmes zu befürchten. Colonel Brandon ... völlig ausser sich über den Zustand seiner Liebsten ... macht sich auf den Weg, um ihre Mutter zu holen. Bei seiner Rückkehr ist Marianne glücklicherweise über den Berg.

Während ihrer Genesung steht ihr der Colonel zur Seite und hilft ihr mit Sanfmut und Geduld über ihre Trauer hinweg und sie erkennt nach und nach seine Stärken und lernt seinen wahren Wert zu schätzen.

Mehr sei nicht verraten, denn ein wenig Spannung soll ja auch noch erhalten bleiben ;-)


Mein Fazit:
*********

Dieser Film, obwohl eine Hollywoodverfilmung, besticht durch hervorragende Schauspieler und ist eine gelungene Umsetzung des Romans.
Wie beim Lesen des Buches, wurde ich hier stellenweise zu Tränen gerührt und die Charaktere im Film entsprechen sehr gut meiner eigenen Vorstellung.

Allen voran Emma Thompson.
Ihren grössten Erfolg hatte sie wohl mit "Wiedersehen in Howards End" und "Sinn und Sinnlichkeit", doch die grossartige Schauspielerin besticht auch in Nebenrollen wie z.B. in "Tatsächlich ... Liebe"
Emman Thompson war lange mit dem Schauspieler Kenneth Brannagh verheiratet.
Seit dem Film "Sinn und Sinnlichkeit" jedoch war sie mit Greg Wise (Rolle des John Willoughby) liiert, mit dem sie nun eine gemeinsame Tochter hat und seit 2003 verheiratet ist.
Für den Film erhielt sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin und eine für das beste adaptierte Drehbuch, den sie dann auch erhielt.

Neben Emma Thompson glänzen natürlich auch Hugh Grant, der vor allem durch seine Kinokomödien bekannt wurde (Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück, Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Tatsächlich ... Liebe uvm.)
Er haucht der Figur von Edward Ferrar auf wunderbare Art Leben ein.

Ebenso wie eine wundervolle Kate Winslet ihre Marianne mit Leben füllt und uns glaubhaft ihren jugendlichen Überschwang und auch ihre Leidensfähigkeit übermittelt.
Für ihre Rolle erhielt sie verdientermaße eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin.
Einem grossen Publikum wurde sie 1997 bekannt durch den Film "Titanic".

Mein besonderes Highlight in diesem Film ist aber wieder einmal Alan Rickman, der den Colonel Brandon wunderbar zart und zurückhaltend spielt. Die Gefühlswelt dieses Mannes wird hervorragend von ihm gezeichnet und rührt mich jedesmal wieder an.
Natürlich werden ihn die meisten aus den Harry Potter Verfilmungen kennen, wo er den überaus undurchsichtigen Professor Severus Snape gibt.

Doch Alan Rickman ist neben seinen diversen Filmen (z.B. Robin Hood - König der Diebe, Dogma, Stirb langsam, Galaxy Quest, Tatsächlich ... Liebe uvm.) auch ein hervorragender Theaterschauspieler.
In diversen Aufführungen von Tschechow bis Shakespeare hat er hier sein grosses Talent immer wieder dargeboten und wurde vielfach ausgezeichnet.

[Quelle: Wikipedia]

Neben den Darstellern überzeugt mich der Film auch durch die fabelhafte Ausstattung und die Kostüme, was ich bei einer Hollywoodverfilmung nicht als selbstverständlich erachte.


Zur DVD:
*******

Es sind 3 Sprachen verfügbar: Englisch, Deutsch und Französisch, natürlich in Dolby Digital.
Ausserdem ist das Format 16:9 Widescreen und hat eine insgesamte Lauflänge von rund 131 Minuten.
Extras gibt es für meinen Geschmack leider mal wieder viel zu wenig.

Es gibt zuschaltbare Audiokommentare von Emma Thompson und Regisseur Ang Lee, ebenso wie 2 entfallene Szenen und 3 Trailer für andere Filme und die Rede von Emma Thompos bei der Golden Globe-Verleihung ... ein kleines Highlight bei den Extras und sehr amüsant.

Mir persönlich ist das entschieden zu wenig ... aber nun gut. Man kann nicht alles haben.

Der derzeitige Amazon Preis liegt bei 10,95 Euro.

Ich kann diesen Film all denjenigen empfehlen, die im tiefsten Herzen Romantiker sind oder einfach Jane Austen lieben. Auch wer auf eine gewisse Dramatik Wert legt kommt hier keinesfalls zu kurz.

Von mir daher die unbedingte Empfehlung:

DVD zulegen und gemütlich und mit Genuß zu Gemüte führen.
Ach ... und unbedingt das eine oder andere Tempotaschentuch bereit halten *g*

Fazit: Unbedingt sehenswert.
...
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Kommentare
Bunny84
Bunny84, 19.07.2009
Klasse Bericht lieben Gruß und einen schönen Abend wünscht dir Anja.
Freue mich über Gegenlesungen
rob1980
rob1980, 20.07.2009
toller bericht, freue mich auf gegenlesungen....lg rob1980
werder
werder, 19.07.2009
SH LG aus Hannover!
Freu mich immer über Gegenlesung!
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Schmachtdrama mit Heulgarantie

ein Testbericht von 2006-07-26 04:58:13 vom 26.07.2006
Empfehlung: ja
Filmkritik zu:

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SINN UND SINNLICHKEIT

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„Schmachtdrama mit Heulgarantie“


Sinn und Sinnlichkeit – das war damals ein Muss für mich!

Dies war aber nicht etwa so, weil ich generell auf viktorianische Sittenbilder stehe oder die starre Steife von Corsagen liebe, sondern schlicht und einfach, weil in der 95er Leinwandadaption des Jane Austen-Romans Alan Rickman mitspielt hat.
Mein Severus Snape als einer dieser fürchterlich stocksteifen Viktorianer? DAS musste ich sehen!

Ich ging also hin, zum DVD-Player, schob die entsprechende Disc ins Fach und schaute.
Was ich sah, zog mir dann fast die ein klein wenig feministisch angefärbten Puschen aus:

Im viktorianischen England haben die beiden Dashwood Schwestern Elinor (Emma Thompson) und Marianne (Kate Winslet) unter dem Tode ihres Vaters zu leiden. Doch ist es nicht nur der emotionale Schaden, welcher ihnen sein Dahinsiechen verursacht hat – nein, da es das Gesetz der damaligen Zeit so will, stehen die weiblichen Verbliebenen nun mittellos da.
Mitsamt ihrer alten Mutter müssen sie ihre vormalige ansehnliche Bleibe verlassen. An ihre Stelle rückt ihr erbberechtigter Halbbruder John mit seiner raffgierigen Ehefrau Fanny Ferras.
Es erbarmen sich entfernte Verwandte der Dashwood Schwestern, ihnen (sowie ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter) ein Cottage zur Verfügung zu stellen. Die Lebensumstände sind ebenso miserabel wie es der plumpe Begriff des „Cottage“ bereits zu vermitteln sucht. Das Gesellschaftsniveau der Familie Dashwood ist ganz nach unten gesaust.
Doch Elinor Dashwood hat derweil ganz andere Sorgen: Sie hat Fannys schnuckeligen Bruder Edward (Hugh Grant) kennen und lieben gelernt. Einer Bindung stehen jedoch riesige Hinderungsberge bevor, vor allem der angeschlagene soziale Status der Dashwood Frauen spricht gegen eine derartige Zusammenkunft – der Umzug in das Cottage reißt die beiden aber sowieso erst einmal auseinander.
Während Elinor also innerlich voll in ihrem Liebeskummer aufgeht, bahnt sich bei Marianne eine leidenschaftliche Romanze an: Sie lernt den smarten John Willoughby (Greg Wise) kennen und verliebt sich heftig in ihn. Dieser temperamentvolle Mann gibt ihrem wilden Herzen genau jene intensive Aufregung, die sie bisher beim anderen Geschlecht stets gesucht, aber nie gefunden hat.
Während Marianne und Willoughby ungehemmt herumturteln, leidet ein anderer: Auch der vermögende Colonel Brandon (Alan Rickman), ein Freund der Cottage-Spender, hat Interesse an Marianne – doch die will partout nichts von ihm wissen bzw. sieht ihn während ihres Schmachtens nach Willoughby gar nicht.
Der Film wäre kein Drama, wenn sich die Geschichten nun nicht dramatisch entwickeln würden:
Die Liebesgeschichte zwischen Marianne und Willoughby reißt auf sehr unrühmliche Weise auseinander, und Mariannes Leben fällt dieser Trennung fast zum Opfer.
Elinor hat derweil an einem ganz anderen Brocken zu kauen: Lucie Steele ist aufgetaucht und behauptet standhaft, seit langem die Verlobte von Edward Ferras zu sein. Elinor kann es kaum glauben. Schlimm: Fortan muss sie nicht nur stets und ständig Lucies klettende Art und Weise, sondern auch deren Romantikpläne über eine gemeinsame Zukunft mit Edward ertragen.
Manche Dinge nehmen also unweigerlich ihren Lauf und es sieht so aus, als ob keine der Dashwood Schwestern auch nur mit einem Quäntchen Glück gesegnet werden würde, zunächst sieht es zumindest so aus.

Doch werde ich hier nun keineswegs das Ende des Films ausbreiten!

Wer sich für den Ausgang des Films interessiert, der soll ruhig bei 0 beginnen und sich durch ein bildgewaltiges Drama mit dutzenden verschiedenen Kleidern und viel Sinn für Herzschmerz hindurchquälen.
Mit ‚quälen’ will ich jedoch keinesfalls auf die Qualität des Films selbst anspielen, sondern vielmehr auf die Thematik, denn:

Der Film weiß genau, was weh tut. Enttäuschte Blicke und herzzerreißende Reaktionen auf unwiderruflich Schreckliches werden minutiös in Szene gesetzt und beschweren dem Zuschauer (oder zumindest: der Zuschauerin) garantiert das ein oder andere Mitleidstränchen.

Dabei bleibt der Film absolut unkitschig. Allein die tatsächlichen Zwänge von damals bzw. das scheinbar widerstandslose Arrangieren damit führen zu den zuschauerlichen Sympathiewogen.
Kitsch gibt es also nicht. Genauso wenig wie es generell das gelebte Gefühl gibt.

Wer Küsse, Umarmungen und Liebesbeteuerungen sucht, ist bei diesem Film absolut fehl am Platz.
Auch während des dritten Anschauens frage ich mich mit Leidensmiene, warum man damals nicht einfach Dinge wie, „Herrgott noch mal, küss mich!“ oder „Verflucht, ich liebe Dich!“, brüllte, anstatt vor Anspannung und Elend fast zu zerplatzen bzw. damit die Chance auf sein Glück zu verspielen.

Jedenfalls haben die Schauspieler es wunderbar geschafft, die stocksteife Über-Vernunft der damaligen Zeit zu porträtieren:

Vor allem Emma Thompson bewegt als (hauptsächlich innerliche) Qualen leidende Elinor, die ihre Liebe gefunden hat – sie aber scheinbar niemals leben darf.
Nur nachts im Stillen, vermeintlich unerkannt, lässt sie sich gehen und beginnt zu weinen. Da möchte man gleich mitweinen.
Doch auch Kate Winslet hat es eindrucksvoll geschafft, ihrer Figur Leben einzuhauchen: Marianne ist der einzige weibliche Charakter der Story, der Liebe als wallende Emotion empfindet. Sie will nur die, ihrer Meinung nach, einzige wahre, weil bebende, Liebe leben, will keine faulen Kompromisse, verabscheut deshalb Männer, die ihrem Ideal von Temperamentsbefülltheit nicht entsprechen können – sucht nach dem einen Mann, der ihrer Wildheit die Stirn bieten kann.
Colonel Brandon kann es augenscheinlich nicht. Als recht zurückhaltenden, schüchternen Charakter stellt Alan Rickman den adretten Vermögensmann dar. Zwar fehlt es Colonel Brandon gewiss nicht an Tugendhaftigkeit und Manieren, aber wohl ein wenig an Feuer und Jugend.
Rickman hat es vollbracht, die schmachtenden Blicke Brandons als wahrhaftiges Selbstquälen darzustellen. Das Zuschauerherz leidet dementsprechend mit, wenn er traurig begehrend in Mariannes Richtung blickt und fürchtet, dass er sie verloren hat.

Ob er tatsächlich etwas verliert, wird nicht verraten. Dass er sein Herz an Marianne verloren hat, ist ja bereits bekannt. Dass ich damals getreuer Alan Rickman-Anhänger war, ist ebenfalls recht populär.

Dass ich aber von solch einem (herz)schweren Thema, wie „Sinn und Sinnlichkeit“ es mitbringt, mitgerissen werden könnte, habe ich damals nicht vermutet.
Während des Anschauens ist mir aber doch tatsächlich der Suchsinn für Alan Rickman flöten gegangen, und ich ließ meine Interessen sich stattdessen mit denen von Elinor decken.

Ja, es ist Elinor, mit der man lebhaft mitfiebert, der man nur das Beste wünscht! Natürlich ist auch Marianne impulsgepeitsches Herz von großer Wichtigkeit, aber vor allem für die verschlossene, alles in sich rein fressende, Elinor möchte man nur Gutes, möchte, dass es gut endet!

So. Dann schaut doch mal, ob es gut endet.

Ich kann euch wirklich nur empfehlen, dies zu tun.

- - -

© Eminencia / Divalein, 26.07.2006
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
Gemeinwesen
Gemeinwesen, 01.08.2006
quotAuch während des dritten Anschauens frage ich mich mit Leidensmiene, warum man damals nicht einfach Dinge wie, Herrgott noch mal, küss mich! oder Verflucht, ich liebe Dich!, brülltequot - weil man dann fürs Fluchen den Mund mit Seife ausgewasch
Lucia007
Lucia007, 23.10.2007
super! War mal neugierig, ich höre nämlich gerade die CD
Estha
Estha, 26.07.2006
klasse - wie immer :- ... lg und nen sonnigen tag susi
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__fachmann__

Romantisches Drama mit Top-Besetzung

ein Testbericht von 2003-05-06 08:46:32 vom 06.05.2003
Empfehlung: ja
In dem über zwei Stunden lange dauernden Drama Sense and Sensibility wird einem auf erschreckende Weise klar, wie sich früher das vornehme Leben in England abspielte, und woher zahlreiche vornehme Umgangsformen im heutigen England herstammen. Der taiwanesische Ressigeur Ang Lee verfilmte die Geschichte einer Familie, die aus dem noblen Elternhause ausziehen muss als das Familienoberhaupt aus dem Leben scheidet. Zu damaliger Zeit ging nämlich der gesamte Grund- und Hausbesitz einzig an den Sohn, und nicht an die ganze Familie.

Der ganze Film entwickelt sich zu einem Liebesdrama der beiden Töchter, gespielt von Emma Thompson und Kate Winslet. Nachdem der Film zwei Stunden lang an Dramatik und Leid kaum zu überbieten ist, gibt es urplötzlich doch noch ein Happy End. Emma Thompson erhielt für ihre Rolle als die älteste Tochter einen Oskar. Zum Film mit Spitzenbesetzung wird er schließlich noch durch Hugh Grant und Alan Rickman.

Trotz aller Dramatik lockt der Film doch hin und wieder ein Schmunzeln aus einem hervor, wenn man sich die vornehme englische Ausdrucksweise auf der Zunge zergehen lässt.

Ich habe den Film jetzt das dritte Mal gesehen und war erneut begeistert. Während ich die ersten beiden Male den Film wegen der Handlung angesehen habe, ging es mir beim dritten Mal mehr um die Musik. Die Filmmusik von Patrick Doyle ist nämlich von allererster Klasse. Darüber aber mehr in einer Extra-Meinung unter Soundtracks.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
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