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Allgemeines
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Bis vor kurzem war mir der Name der Newcomerin Karin Slaughter vollkommen unbekannt. Meine Wunschliste zu Weihnachten war eigentlich schon zusammengestellt, als mir meine Mutter ein Prospekt der Buchladenkette „Buchhabel“ in die Hand drückte. Ich solle doch noch ein bisschen stöbern. Eben nicht im Laden, sondern im Prospekt. Die meisten Bücher kannte ich entweder schon, da sie sich entweder auf meine Liste oder bereits in meinem Bücherregal befanden – oder sie sagten mir schlechtweg nicht zu. Dann entdeckte ich „Vergiss mein nicht“ von Karin Slaughter. Da ich mir die gebundenen Ausgaben nicht immer leisten kann, beschloss ich nach kurzer Inspektion des Inhalts das Buch auch noch auf meine Liste zu setzen. Eigentlich dachte ich, es würde sich um ihren ersten Roman handeln. Doch dann nahm die Autorin in „Vergiss mein nicht“ Bezug auf vergangene Ereignisse und schon war mir klar, dass eine Reihe nicht so anfangen konnte. Es musste also noch mehr Lesefutter von ihr erhältlich sein. Also informiere ich mich über das Internet und stieß auf „Belladonna“. So bald wie möglich wollte ich es mir zulegen. Am Fastnachtsdienstag las ich „Vergiss mein nicht aus“ und wollte mich direkt im Anschluss dem Vorgänger widmen. Doch die Bahnhofsbuchläden in Darmstadt führten das Buch nicht – und alle anderen Geschäfte waren an diesem Tag geschlossen. Also musste ich mich etwas gedulden. Als ich dann von Gips und Erkältung wieder befreit, vergangene Woche endlich wieder an der Uni war, entdeckte ich den Thriller in dem dortigen Buchladen. Die vergangenen drei Tage habe ich mit Lesen verbracht und habe das Buch vorhin beendet – mit ganz frischen Erinnerungen präsentiere ich euch also meinen Bericht…
Ob ich mit „Belladonna“ genauso viel Glück hatte wie mit „Vergiss mein nicht“ erfahrt ihr dann weiter unten. Zunächst bekommt ihr von mir eine Kurzübersicht über den Inhalt des Buches, bevor ihr euch in dem darauf folgenden Punkt ein wenig näher über diesen sowie die einzelnen Charaktere informieren könnt. Ich hoffe jedenfalls, dass euch mein Bericht gefällt und freue mich über eure Bewertungen sowie Kommentare. Und natürlich freue ich mich immer wieder hören, wie euch eventuell dieses Buch gefallen hat. Scheut euch also nicht vor Rückmeldungen.
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Kur zinhalt
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Sibyl Adams wird ermordet auf der Behindertentoilette gefunden. Ihr wurde ein Kreuz in den Bauch geschlitzt und anschließend wurde sie brutal vergewaltigt. Von dem Täter fehlt jede Spur, doch dann verschwindet ein weiteres Mädchen. Sucht ein Serienmörder Grant County heim?
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Inhalt
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Dr. Sara Linton, Kinderärztin und zudem Leichenbeschauerin in Grant County, wollte gemütlich mit ihrer Schwester Tessa in einem Bistro zu Mittag essen. Zwischendurch begibt sich Sara kurz auf die Toilette. Da sie mit dem hygienischen Zustand der übrigen Toilettenkabinen nicht zufrieden ist, möchte sie ausnahmsweise die Behindertentoilette benutzen. Dort findet sie die sterbende Sibyl Adams. Sibyl ist seit einem Unfall in ihrer Kindheit blind, schaffte es aber, sich ein eigenes Leben mit ihrer Lebensgefährtin Nan Thomas aufzubauen und unterrichtete am College. Jemand hat ihr ein Kreuz in den Unterleib geritzt und sie anschließend brutal vergewaltigt. Saras Rettungsversuche kommen zu spät. Sibyl stirbt kurze Zeit später in ihren
Armen.
Gemeinsam mit ihrem Ex-Mann, dem Polizeichef Jeffrey Tolliver, nimmt Sara geringe Zeit später eine erste Begutachtung der Leiche und des Tatortes vor. Von dem Täter fehlt jede Spur. Keiner der Gäste hat etwas gesehen. Nun wird es aber Zeit, Lena Adams, die grausame Wahrheit über ihre Schwester beizubringen. Lena, die Mitglied von Tollivers Polizeitruppe ist, ist fest entschlossen, den Mörder ihrer Schwester hinter Gittern zu bekommen. Während sie noch ein paar Untersuchungen an dem College, an dem Sibyl lehrte, anstellen, erfahren sie, dass eine Studentin verschwunden ist. Es scheint, als ob ein Serienmörder Grant County heimsucht. Kurze Zeit später taucht die verschwundene Studentin auf dem BMW von Sara auf, als diese wegen eines Notfalls im Krankenhaus ist. Sie ist schwer verletzt und steht unter Einfluss von Belladonna. Ein Gift, das man auch bei Sibyl fand. Der Mörder scheint Sara seine Opfer präsentieren zu wollen. Vor zwölf Jahren geschah etwas sehr Schreckliches in ihrem Leben. Sollen die gegenwärtigen Ereignisse etwa im Zusammenhang mit den Morden stehen?
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Meine Meinung
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Ich brauchte seltsamerweise drei Tage für das Buch – was aber bestimmt nicht daran lag, dass es nicht spannend war. Das Gegenteil ist eher der Fall. Aber ich hatte leider zuviel zu tun und war abends dann oft noch zu müde, um die Augen offen zu halten. Ich wollte in diesem Zustand die Seiten ja auch nicht überfliegen, sondern das Buch vielmehr in vollen Zügen genießen. Und das sollte man besser in richtig wachem Zustand tun. Die ersten zweihundert Seiten dreht sich das Geschehen ausschließlich um die ermordete Professorin Sibyl Adams und die Auswirkungen des Todes auf ihre Familie, nahe Angehörige und überhaupt die gesamte Stadt. Es werden Ermittlungen angestellt, dutzende Befragungen durchgeführt und letztendlich findet man doch keinen Verdächtigen. Neben dem Mord hört sich das eigentlch langweilig an? Die Schilderung vielleicht, aber nicht das, was Karin Slaughter daraus machte. Der Klappentext versprach dem Leser einen Serienmörder und von daher kann man die drohenden Ereignisse ahnen. Aber wirklich nur erahnen, denn die Grausamkeit, die hinter den Morden steckt, übersteigt doch alles Denkbare. Aber nun zunächst zurück an den Anfang des Romans. Der Roman wird schließlich nach den genannten zweihundert Seiten zu einer wahren Achterbahnfahrt des Schreckens. Wer Bücher von Tess Gerritsen und Mo Hayder gelesen hat, kann sich ausmalen, was ihn erwarten wird. Empfindliche Personen sollten von diesem Buch aber Abstand nehmen. Sehr nah gingen mir auch die Schilderungen der Kreuzigung und des Missbrauchs der Opfer. Sehr detailreich beschreibt Karin Slaughter auch diese Stellen, so wie bereits erwähnt die Kreuzung oder auch die Vorgehensweise von Sara bei medizinischen Untersuchungen. Und dabei geht es meistens sehr blutig ab. Wer damit also nicht umgehen kann, sollte sich eher für eine andere Art der Lektüre entscheiden.
Ich war zudem in der Position, bereits das zweite Buch gelesen zu haben. Das geschah eher irrtümlich, da ich wie bereits oben geschrieben, eine Anzeige davon sah. Und irrtümlich ging ich davon aus, dass es Karin Slaughter erster Roman sei. Der Irrtum stellt sich aber schon alsbald bei der Lektüre heraus. Oft genug bezieht sie sich auf den ersten Roman und dies im Hinblick vor allem auf die Figur der Lena Adams, die mit ihrem Trauma zu kämpfen hat. Geschickt macht die Autorin damit auch gewissermaßen Werbung für ihr erstes Buch. Genauso geschickt versteht sie es aber nicht zuviel von der Geschichte vorwegzunehmen. Und vor allem den Namen des Mörders nicht zu erwähnen. Dieser ist übrigens die große Überraschung gegen Ende von „Belladonna“. Man bekam nie wirklich einen Verdächtigen präsentiert, sondern alles konzentrierte sich auf die beiden ersten Opfern und die verschwundene Lena Adams sowie das Trauma aus Sara Lintons Vergangenheit. Etwa vierzig Seiten vor Ende ist dem Leser schlagartig klar, wer hinter den Entführungen, Schändungen und Morden steckt. Kein spannendes Rätselraten? Doch, das ist durchaus vorhanden. Zumal Karin Slaughter den Leser kaum zu Atem kommen lässt. Kaum ist man zu der Überzeugung gelangt, nun könnte man das Buch aus der Hand legen, geschieht wieder etwas Spannendes und vor allem Unvorhergesehenes. Ich las das Buch heute auf der Hin- und Rückfahrt nach Mainz zu Ende. Ich musste mich bei meiner Ankunft in Mainz dann wirklich zwingen, mich auf meinen Kurs zu konzentrieren und nicht etwa heimlich unter der Bank zu lesen. Aber wer eine fleißige Juristin ist, widersteht der Versuchung ;-).
Man könnte sich aber fragen, warum Karin Slaughter soviel von der Vergangenheit Saras präsentiert. Ich kann nur sagen, dass es dafür einen vernünftigen Grund gibt. Und der liegt keinesfalls nur darin, dass die Hauptfigur für den Leser interessanter erscheinen soll, sondern auch in der Lösung des Falles. Diesbezüglich müsst ihr euch aber überraschen lassen. Von mir dürft ihr keine weitergehenden Informationen im Hinblick auf das Ende des Romans erwarten. Wer zu dem Roman greifen wird, sollte sich überraschen lassen. Er soll schließlich auch der Spannung ausgesetzt werden. Das Hauptaugenmerk des Romans liegt neben den schrecklichen Verbrechen sicherlich auf der Romanfigur der Dr. Sara Linton. Neben ihr spielen noch Polizeichef Jeffrey Tolliver, mit dem sie sechs Jahre verheiratet wer, und Detective Lena Adams die größte Rolle in dem Roman. Aber auch die anderen Figuren werden mit genug Hintergrundinformationen ausgestattet, so dass sie nicht wie blutleere Marionetten durch die Gegend laufen.
Ich bin von Karin Slaughters Debütroman also über alle Maßen begeistert und kann ihn euch nur ans Herz legen. Es steht bereits jetzt fest, dass ich mir den dritten Roman in der Reihe sofort nach seinem Erscheinen zulegen werde. Und auch dann wird es heißen: „Lasst mich am besten in Ruhe, denn ich will einfach nur lesen!“. Ein kleiner Tipp am Rande – findet die Lektüre nachts statt, wäre man gut damit beraten, das Licht brennen zu lassen. Slaughter ist wirklich ein neuer Star der Thriller-Szene und kann es durchaus mit Mo Hayder und Tess Gerritsen aufnehmen. Fünf Sterne aus diesen Gründen von meiner Seite.
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Das Buch
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"Belladonna" erschien im Taschenbuchformat zum ersten Mal im September 2004 beim Rowohlt Taschenbuch Verlag. Der Roman umfasst 414 Seiten und ist unter der ISBN 3-499-23230-8 für 8,90 Euro im Handel erhältlich. Im Original erschien das Buch bereits 2001 unter dem Titel "Blindsighted". Übersetzt ins Deutsche wurde das Ganze von Teja Schwaner.
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Die Autorin
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Die Autorin Karin Slaughter wuchs in einer Kleinstadt in Georgia auf und lebt heute in Atlanta.
(Quelle: Autorinneninfo in „Vergiss mein nicht“)
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Mehr von Karin Slaughter
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1. Belladonna
2. Vergiss mein nicht
3. Das Armband (Kurzgeschichten, gemeinsame Veröffentlichung mit weiteren Autoren)
4. Dreh dich nicht um (angekündigt für März 2005)
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Alleine? Dann lies es lieber nicht
ein Testbericht von CyberQueeny2011-12-22 19:51:11vom 22.12.2011Empfehlung: ja
Ohne Vorwarnung verkrampfte sich der Körper, zuckte heftig, stürzte nach vorn und riss Sara zu Boden. Eine Blutlache breitete sich um sie beide aus, und instinktiv versuchte sie sich in den Boden zu krallen, um unter der krampfhaft zuckenden Frau hervorzukommen. (Zitat S. 19)
Dieses Zitat habe ich ausgewählt, damit ihr einen Eindruck von der zu erwartenden Brutalität bekommt. Es stammt aus dem Buch „Belladonna“ aus der Feder von Karin Slaughter. Ob in ihrem ersten Werk ebenfalls so viele Babyleichen vorkommen, wie in ihren späteren Werken, nun lest selbst.
===Buchdaten===
Autor: Karin Slaughter
Titel: Belladonna
Originaltitel: Blindsighted
Verlag: rororo
Erschienen: 2005
ISBN-10: 3499232308
ISBN-13: 9783499232305
Seiten: 413
Kosten: 8,90€
Serie: Grant County
===Autor/in===
Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia, wo sie bis heute lebt. Mit ihren »Grant County«-Thrillern um die Rechtsmedizinerin Sara Linton und den Polizeichef Jeffrey Tolliver hat sie sich in den Olymp der Thrillerautoren geschrieben. 2003 erschien ihr Debütroman »Belladonna«, der Karin Slaughter unmittelbar an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten katapultierte. Ihre Bücher sind in 30 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von 20 Millionen Exemplaren überschritten. (Zitiert von Quelle: Amazon.de)
'''Weitere Werke'''
# Vergiss mein nicht
# Gottlos
# Verstummt
===Zitierter Klappentext===
Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtspathologin, findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Dass Sybil blind und damit so gut wie wehrlos war, macht den brutalen Mord noch entsetzlicher. Das Motiv für die Tat ist völlig unklar. Als nur ein paar Tage später eine weitere junge Frau gekreuzigt aufgefunden wird, begreift Sara, dass in der bisher so friedlichen Stadt ein sadistischer Serienmörder lauert...
===Sarahs Meinung===
Obwohl „Belladonna“ der erste Roman der Grant County Reihe ist, muss ich zugeben, dass es für mich der letzte Roman ist, den ich mir nun gönne. Meine Sorge, dass ich alles schon kenne und mich langweilen würde, war genauso groß, wie die Sorge, dass mich die Autorin doch wieder schocken kann. Während ihrer späteren Romane kamen immer wieder Babyleichen vor, die mir in meiner Schwangerschaft eher negativ aufstießen.
Diesmal wird der Leser jedoch ganz an die Anfänge entführt, der Entführung von Lena Adams, den Tod ihrer Schwester, die seit Kindestagen blind war. Da meine Augen selbst nicht mehr die Besten sind, mag ich solche Leichen natürlich genauso wenig wie Babys, die hier jedoch ausnahmsweise mal nicht vorkommen.
Sara ist noch immer von Jeff, dem Chief des Countys, getrennt, als sie sich mit ihrer Schwester zum Lunch verabredet. Nach einer Diskussion mit der Mutter kommt sie zu spät. In diesem Fall auch zu spät für Sybil, denn diese wurde auf der Toilette des Lokals brutal aufgeschlitzt und kämpft um ihr Leben, während Sara nichts davon ahnt und zu spät kommt. Für Lena, die mit Jeff zusammenarbeitet, ein Schock. Wer könnte dies einer blinden Frau etwas angetan haben? Als kurze Zeit später eine zweite Frau entführt, vergewaltigt und brutal zugerichtet aufgefunden wird, ist klar, dass es hier nicht um die Neigung zu Frauen
von Sybil ging, sondern ein Serienmörder unterwegs ist. Er setzt seine Opfer unter Drogen, vergewaltigt sie und lässt sie schwerverletzt irgendwo liegen, und zwar so, dass Sara sie finden muss. Da ist es nur verständlich, dass der Verdacht auf Sara's Vergewaltiger fällt, denn dieser hat damals auch das Wort „Fotze“ benutzt. Doch bald wird klar, dass er es nicht gewesen sein kann, wodurch Sara in tödliche Gefahr gerät.
Meine Befürchtungen, dass ich diese Geschichte langweilig finden würde, wenn man spätere Bände gelesen hat, wurde schnell verworfen. Schon auf den ersten Seiten beginnt der erste Mord und auch wenn man aus späteren Werken weiß, was noch passieren wird, kannte ich den Täter nicht, sodass ich die ganze Zeit fleißig mitraten konnte.
Bei ihrem ersten Roman kommt der schockierende, blutige Stil nicht so zum Vorschein. Sie setzt zwar ebenfalls auf Details, und diese sind auch alles andere als leicht, aber es sind eher die Ahnungen, die das Beschriebene hervorruft, die dem Leser das Fürchten beibringen.
Diesmal baut sie geschickt die Thematik „Gleichgeschlechtliche Liebe“, „Hörigkeit“ und „Verlustschmerzen“ ein. Es zeigt ein krankes Bild, was ein Mann alles fühlen kann, wenn jemand stirbt, der in seinen Augen hätte gerettet werden können. Nebenbei geht sie wieder auf Missbrauch und Abtreibung ein.
Wie auch in den späteren Teilen der Reihe verwendet die Autorin einen häufigen Sprung der Perspektiven. Mal begleitet man Lena, dann ist man mit Jeff unterwegs und im nächsten Abschnitt ist es wieder Sara, die man begleitet. Wäre es mein erster Slaughter, ich hätte es sicherlich als störend empfunden, aber nach den vielen anderen Teilen, bin ich nun schon dran gewöhnt.
Die Spannung wird bei Karin Slaughter stets groß geschrieben. Während ihre späteren Werke wirklich rasant und teilweise extrem voller Action sind, ist es hier noch etwas gemütlicher. Es passiert viel, und zum Schluss hin baut sich die Spannung und der Nervenkitzel extrem auf, aber zwischendruch gibt es einige Passagen, die die Spannung wieder etwas minimieren, damit man sich einfach von den Schilderungen erholen kann. Dadurch, und auch durch die Anfänge der einzelnen Protagonisten, die man nun schon zu einem späteren Stadium kennengelernt hat, ist es etwas besonderes.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man erkennt zwar, dass es ihr erstes Werk ist und sie ihre Festigkeit und ihr Gespür vor schockierende Inhalte erst mit dem nächsten Werk erlangt, aber nichtsdestotrotz ist auch dies sehr schön zu lesen. Wer also ein Werk von ihr Lesen möchte, sollte es nicht wie ich handhaben, sondern mit diesem Buch anfangen und der Reihe nach vorgehen.
===Sarahs Fazit===
„Belladonna“ ist ein gelungener Einstieg in die Grant County Reihe. Die Idee ist zwar noch nicht so brutal und abstoßend, wie man es später kennenlernen wird, aber definitiv ein guter Start, der von mir fünf Sterne erhält.
Pro: Spannung, Protagonisten
Contra: nein
Empfehlung: Für ein Nein gibt es keinen Grund.
Miraculix1967, 23.12.2011
Schönes Wochenende und schöne Weihnachtsfeiertage wünsche ich! LG aus dem weihnachtlich glänzenden gallischen Dorf Miraculix1967
uhlig_simone@t-online.de, 23.12.2011
Ich wünsche Dir schöne Festtage, Simone
sigrid9979, 23.12.2011
Frohe Weihnachts Tage wünscht Sigrid
ein Testbericht von Lene912008-07-23 11:56:02vom 23.07.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Alles...Nachteile/Kritik: -
"... "Na toll", murmelte Sara.
Sie trocknete sich die Hände an den Hosenbeinen ab, während sie auf die Kabinen zuging. Nachdem sie den Inhalt eines Toilettenbeckens gesehen hatte, ging sie zur nächsten Kabine, der für Behinderte, und öffnete sie Tür.
"Oh", hauchte Sara und trat schnell zurück. Sie blieb erst wieder stehen, als das Wachbecken gegen die Rückseite ihrer Beine drückte. SIe griff hinter sich und stützte sich darauf. Sie hatte einen metallischen Geschmack im Mund und musste sich zwingen, konzentriert zu atmen, um nicht ohnmächitg zu werden. Sie ließ den Kopf
abrupt sinken, schloss die AUgen und zählte volle fünf Sekunden ab, bevor sie wieder aufsah.
Sybil Adams, eine Professorin am College, saß auf der Toilette. Ihr Kopf war nach hinten an die gekachelte Wand geneigt, die Augen hatte sie geschlossen. Ihre Hose war bis zu den Knöcheln hinuntergezogen, die Beine waren weit gespreizt. Sie hatte eine Stichwunde im Unterleib. Blut füllte das Toilettenbecken, zwischen ihren Beinen tropfte es auf die Bodenkacheln..."
Das war ein kurzer Auszug aus dem ersten Kapitel von "Belladonna" von Karin Slaughter, dem ersten Buch einer spannenden Reihe. So und wer das Buch noch nicht kennt, kann ja mal hier reinschauen und sich mal von mir informieren lassen! :)
Belladonna - Karin Slaughter
allgemeine Daten
Titel: Belladonna
Autor: Karin Slaughter
Seitenanzahl: 411 S.
Größe: 19 cm
Verlag: rororo
Preis: 8, 95 Euro
ISBN: 978-3-499-23230-5
Inhalt
Als Sara Linton, Kinderärztin und Gerichtsmedizinierin von Grant County, mit ihrer Schwester in einem Lokoal zu Mittag isst, findet sie auf der Toilette die verblutende Sybill Adams. Die blinde Frau hat zwei tiefe Schnitte in der Brust, die ein tödliches Kreuz bilden. Sara kann sie nicht mehr retten und die Frau stirbt.
Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer würde so etwas tun? Welches Motiv hat der Täter? Keine dieser Fragen kann sich Chief Jeffrey Tolliver beantworten. Bei der obduktion der Leiche werden jedoch seltsame Entdeckungen gemacht und nur wenige Tage später wird eine weitere junge Frau gekreuzigtr aufgefunden. Sara begreift, dass es in ihrer sonst so freidlichen Stadt einen Serienmörder gibt. Auch Lena Adams, die Zwillingsschwester der ersten Toten will den Mörder um jeden Preis finden. Doch dann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...
Die Autorin
Karin Slaughterwurde 1971 in einer kleinen Stadt in Georgia geboren und lebt heute in Atlanta. Gleich mit ihrem ertsen Roman "Belladonna" landete sie auf der Bestsellerliste. Ihre Bücher werden weltweit millionenfach verkauft.
Ihr Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Mit Liebe zum Detail beschreibt sie sehr genau die Gefühle und Taten der handelnden Personen in ihren Büchern. Sie hat genau die richtige Portion Charme, Witz, Grausamkeit und Spannung um ihre Storys zum Zerreißen spannend zu machen.
Aussehen des Buches
Das Taschenbuch was vor mir liegt hat ein dunkels Cover, die Grundfarbe ist schwarz. Als einzige Illustration sieht man die linke Gesichtshälfte eines Mädchens von der Stirn bis zur Nase. Das Gesicht ist blass und das einzig farbige daran sind die knallroten Pupillen. Der Titel des Buches, sowie zwei Zitate dazu sind in roter Schrift, AUtor und Klappentext sind in weißer Schrift gehalten.
Besonderheit bei Karin Slaughter
Die Besonderheit bei Karin Slaughter besteht darin, dass ihre Romane "Belladonna", "Vergiss mein nicht", "Dreh dich nicht um", "Schattenblume" und "Gottlos" in gewisser Weise weiterführende Bücher sind, die man jedoch auch als Einzelwerke betrachten kann. Die Personen bleiben immer die gleichen und man kann ihre Schicksale und Charaktere weiterverfolgen. In jedem Roman wird aber ein neuer krimineller Fall behandelt. Jedes Buch hat somit ein anderes Hauptthema.
Fazit
Ich liebe dieses Buch. Ich glaube ich habe es auch schon mehr als dreimal gelesen. Es ist so wahnsinnig spannend, dass man es, wenn einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Mörder ist bis zum Schluss nicht zu entdecken und ich habe ihn anfangs nicht verdächtigt, wass das Buch für mich noch umso interressanter macht. Karin Slaughter schreibt einfach wahnsinnig toll. Die Dialoge zwischen ihren Figuren lassen die Charaktere so lebendig wirken, dass man sich in alles genau hineinversetzen kann. Mit dem besonderen Charme, eine Protion Witz und gehörig viel Spannung bringt sie Bücher hervor, wie keine anderen. Sogar wenn man das Buch weggelegt hat muss man noch drüber nachgrübeln! Also wenn ihr echte Thrillerfreunde seit und vor Hichspannung nicht zurückschreckt, ist dieses Buch für euch genau das richtige! Unbedingt lesen!
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Kerreidis, 23.07.2008
Ich finde deine Meinung kommt viel zu kurz... Was gefällt dir besonders gut, was evtl. nicht so. Kann man sich gut in die Charaktäre hineinversetzen, und und und
AngelikaR, 19.01.2009
Ich kenne das Buch.Es hat mir sehr gefallen.Schade finde ich nur,dass man so schnell auf die Spur des Täters kommt.
LG
Sweeaty, 23.07.2008
schöner bericht! liebe grüße und einen schönen tag!!
ein Testbericht von Maylin2007-10-18 04:41:28vom 18.10.2007Empfehlung: ja
Vorteile: das ganze Buch, einfach super geschrieben und sehr fesselnd, klasse Autorin...Nachteile/Kritik: rein gar nichts
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
heute möchte ich Euch erstmal das letzte Buch von Karin Slaughter vorstellen, was in meinem Besitz ist. Es geht um ihr erstes Buch der Sara-Linton-Reihe.
Eckdaten zum Buch:
Titel: Belladonna
Genre: Thriller
Verlag: rororo
Autorin: Karin Slaughter
Seiten: 412
Format: Taschenbuch
Preis: 9,95 Euro neu (ich denke, gebraucht wird es das Buch auch günstiger geben)
Wie kam ich eigentlich zu Karin Slaughter
Das war eigentlich absolut dummer Zufall. Als ich mal wieder durch eine Bücherhandlung schlenderte und mir die Neuerscheinungen anschaute, viel mir ihr Buch "Dreh Dich nicht um" in die Hände. Ich nahm das Buch
mit und las es sehr schnell durch, da es wirklich gut geschrieben war. Zwischenzeitlich las ich mich etwas durchs Internet, um was es denn bei ihren anderen Büchern geht. Nach und nach sammelte ich dann ihre Werke und verschlang sie regelrecht. Und ich muss sagen, ich habe lange Zeit nicht so gute Bücher gelesen.
Karin Slaughter
Ich habe nun für Euch mal im Internet gesucht und wirklich fündig wurde ich leider nicht. Ich habe nur eine Seite gefunden, wo sie beschreibt, was sie denkt, was sie fühlt und wie sie arbeitet, wenn sie ein Buch schreibt. War ganz interessant, aber über sie selber hat man nicht viel erfahren.
Daher kann nach wie vor nur auf die Daten zurückgreifen die auch im Buch selber drin stehen.
Text im Buch:
Karin Slaughter wuchs in einer kleinen Stadt in Georgia auf und lebt heute in Atlanta. Mit "Belladonna", dies war ihr erster Roman, sicherte sie sich einen Platz der wichtigsten Thrillerautoren der USA.
Hier aber noch mal der Link, falls jemand Interesse hat, was Karin Slaughrer zum Thema Bücher schreiben zu sagen hat:
http://www.lesen-envogue.de/KarinSlaughterBi ographie.10102007.713 90.html
Sara Linton, Kinderärztin und Parthologin in Heartsdale, war mit ihrer Schwester zum Mittagessen verabredet. Wie immer kam Sara zu spät und ihre Schwester Tessa war zutiefst beleidigt. Um es wieder gut zu machen, lud Sara sie auf einen leckeren Kuchen ein.
Sie entschuldigte sich kurz von ihrer Schwester und ging auf die Toilette. Als sie den Raum betrat, hatte sie ein komisches Gefühl, als wenn noch wer im Raum wäre. Sie schaute sich um und instinktiv in die erste Kabine. Sie blieb wie erstarrt stehen und konnte nicht glauben was sie sah.
Vor ihr saß stark blutend Sybil Adams. Sara wusste das nun Eile geboten war und versuchte zu retten was zu retten war. Sybil wurde der Bauch aufgeschnitten und zwar so, dass es ein Kreuz ergab. Sybil atmete nur noch sehr schwach und Sara versuchte alles was in ihrer Macht stand um sie zu retten, aber sie kam zu spät und Sybil starb noch in Saras Armen.
Nach der Autopsie stand fest, das Sybil nicht nur aufgeschnitten wurde, sondern auch vergewaltigt wurde und das auf eine ganz brutale Weise. Sara mochte sich nicht ausmalen, was Sybil dabei empfand, das schlimmste daran war wohl, dass Sybil nicht bemerken konnte das jemand auf sie zukam, denn Sybil war blind. Auch stelle Sara fest, das Sybil unter Drogen stand, die Droge nannte sich "Belladonna*"
Saras Ex-Mann, Jeffrey Tolliver Chief in Heartsdale, nahm sofort die Ermittlungen auf und wollte dieses Schwein stellen, der Sybil so was angetan hatte. Mitten in den Ermittlungen steckte auch Lena Adams, die Zwillingsschwester von Sybil, auch sie wollte den Täter erwischen, der ihrer Schwester so brutal weh getan hatte und sie noch brutaler umgebracht hatte.
Es dauerte nicht lange und das nächste Opfer lag auf Saras Auto. Genauso zugerichtet wie Sybil, doch Sara konnte in dem Fall Julias Leben retten, Auch sie wurde brutal zugerichtet und auch vergewaltigt. Doch Julia kam mit ihren Gefühlen und ihrem Leben nicht mehr klar und nahm sich das Leben, bevor die Polizei was Nützliches von ihr erfahren konnten.
Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren und es war Eile geboten, denn sie mussten den Serientäter schnappen, bevor noch mehr Frauen ihm zum Opfer fielen. Bis Lena plötzlich verschwunden war. Tief im inneren wusste Jeffrey, dass der Serienkiller Lena hatte, wollte aber nicht dran glauben. Er setzte all seine Kraft ein um Lena zu finden, bevor die Bestie auch ihr so widerlich weh tat und sie vielleicht auch umbrachte.
Es war ein Wettlauf mit der Zeit und die Zeit war eindeutig gegen Jeffrey…
*Belladonna (Tollkirsche)
Ist ein Nachtschattengewächs. Der Name kommt durch die Erweiterung der Pupillen, was durch Alkaloide ausgelöst wird. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Mann die erweiterten Pupillen der Frau als sexuelles Interesse deutet (auch wenn er es nicht merkt). Darüber hinaus behaupten östliche Bazarhändler, dass sie anhand der Pupillen des potentiellen Käufers sehen können, für welche Ware er sich interessiert und wieviel er zu bezahlen bereit ist. Erweiterte Pupillen sind ein Indikator für Interesse, was man sehr schön auch bei Katzen sehen kann.
Quelle: http://www.drogen-aufklaerung.de/texte/sachtext/le xikon.htm
Meine Meinung
Wahnsinn… um es kurz und knapp auszudrücken *g*
Ich war echt fasziniert, wie viel Spannung die Autorin in ein Buch legen kann, vor allem wie sie es schafft, die Spannung bis zum Ende zu halten. Das können nicht viele Autoren und dafür hat sie meinen vollen Respekt. Ich habe ihre Bücher regelrecht verschlungen. Ich war schon immer eine kleine Leseratte, aber eine zeitlang hatte ich ein Händchen dafür nur Schrott zu kaufen, aber bei diesen Büchern hatte ich endlich mal wieder Lust, die Nächte durch zu lesen, egal ob ich am nächsten Tag hoch musste wegen der Arbeit.
"Belladonna" ist ihr erster Thriller gewesen, mit dem sie ihren Durchbruch schaffte und den Durchbruch hatte sie in meinen Augen auch verdient. Sie fesselt die Leser regelrecht an das Buch, an die Story.. Sie versteht es vor allem, die Geschichte so rüber zu bringen, dass man das Gefühl hat, man würde als Zuschauer direkt dabei sein und alles miterleben.
Es gab Stellen im Buch wo ich dachte, eigentlich will ich die Details ja nicht wissen, weil's dann doch etwas ekelig war, aber ich denke, das gehört zu einem guten Thriller einfach dazu. Ich bewundere die Autorin dafür, dass sie solche Geschichten schreiben kann, die durchdacht sind. Bisher habe ich keine Widersprüche gefunden in ihren Büchern oder ich war einfach zu sehr von der Geschichte ergriffen, dass ich sie nicht gesehen habe.
Jeder der Thriller liest sollte sich auf jeden Fall "Belladonna" durchlesen, denn ich kann es wirklich empfehlen und kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass andere Leser enttäuscht werden, auch wenn Geschmäcker verschieden sind.
Meine Bewertung
5 von 5 Sternen, ich würde für dieses Buch auch mehr Sterne geben, schade dass das nicht geht :-)
Folgende Bücher gehören zur Sara-Linton-Reihe
Belladonna
Vergiss mein nicht
Schattenblume
Dreh dich nicht um
Gottlos (was ich bisher noch nicht habe)
Und wer zu faul ist zum Lesen, kann sie sich auch als Hörspiel besorgen :-)
Ich hoffe, ich konnte Euch meine Begeisterung zu diesem Buch gut vermitteln und konnte Euch auch mit meinem Bericht weiter helfen. Ich bin wie immer für jede Kritik offen.
Grüße Maylin
PS: ich poste unter gleichem Namen auch auf anderen Meinungsplattformen
...
Gemeinwesen, 18.10.2007
Wahnsinns? Das ist Genitiv. Fragt sich: Wer ist dieser Herr oder diese Frau Wahnsinn? Und besitzt er oder sie wirklich nur dieses eine Buch? Grüße vom rätselnden Gemeinwesen.
Miraculix1967, 18.10.2007
Einen schönen Donnerstag aus dem gallischen Dorf! LG Miraculix1967
B_Engal, 18.10.2007
SH von mir...Hört sich gut an...lg BEngal
ein Testbericht von jansdarling20022007-03-02 19:20:27vom 02.03.2007Empfehlung: ja
Vorteile: flüssig lesbar, durchaus spannend...Nachteile/Kritik: stellenweise zu detaillierte Beschreibungen
Hallo liebe Community,
da das Wetter momentan eher zum fürchten als winterlich ist und ich es mir gerne mit einem guten Buch gemütlich mache, gibt es heute wieder etwas zum schmökern, und zwar “Belladonna“, dem 1. Band aus der Grant County Reihe von der Autorin Karin Slaughter.
Ob es mir gefallen hat, erfahrt Ihr in meinem nachfolgenden Bericht, ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.
Die Autorin
Karin Slaughter, aufgewachsen in einer kleinen Stadt in Georgia sicherte sich mit ihrem ersten Roman Belladonna einen Platz unter den wichtigsten Thrillerautoren der USA.
Heute lebt
sie Atlanta.
Weiter Werke:
Schattenblume - Dreh dich nicht um - Gottlos - Vergiss mein nicht.
Eckdaten zum Buch
Das Buch “Belladonna“ erschien 2001 unter dem Originaltitel „Blindsighted“ bei William Morrow, New York.
2004 erschien die Taschenbuchausgabe beim Rowohlt Verlag, es umfasst 411 Seiten und wurde von Teja Schwaner übersetzt.
Bezahlt habe ich 5,95 €
ISBN: 3 – 499 – 23230 – 8
Inhalt
Im kleinen Provinzörtchen Heartsdale lebt die Kinderärztin Sara Linton, doch ist Sie nicht nur als selbige tätig, übt Sie nebenbei auch die Aufgabe einer Pathologin aus, eine Tätigkeit, welcher Sie nach geht, wenn die örtliche Polizei Sie braucht.
Sara Linton findet auf der Damentoilette eines Restaurants eine junge Frau blutüberströmt. Sara ist nicht nur entsetzt sondern auch fassungslos zugleich, denn das Opfer ist die sehbehinderte Sybil Adams. Sara versucht alles Mögliche um Sybil zu retten, doch für die blinde College Professorin kommt jede Hilfe zu spät.
Da Sara das Opfer gefunden hat, lässt Sie es sich nicht nehmen, die angeordnete Obduktion vorzunehmen, denn die Spuren des grauenhaften Mordes sind makaber: zwei tiefe Schnitte in Form eines Kreuzes zieren den Bauch von Sybil.
Zudem ist es für den geübten Blick von Sara ersichtlich, dass das Opfer auf perverse Art und Weise sexuell missbraucht wurde.
Bei der Obduktion ist Sara Lintons Exmann Jeffery Tolliver – seines Zeichens Polizeichef der örtlichen Polizei – anwesend.
Sara fühlt sich bei diesem Vorkommnis an ein dunkles Erlebnis aus Ihrer Vergangenheit erinnert, daher unterstützt Sie Ihren Exmann bei den Ermittlungsarbeiten, denn nur wenige Tage später wird erneut eine junge Frau aufgefunden – ebenfalls aufs brutalste misshandelt, aber dennoch am leben.
Nicht nur Sara sondern auch Jeffery Tolliver befürchten bei der Auswertung der bisherigen Ermittlungsergebnissen und der Obduktion, dass es eine Verbindung zwischen Sybil und der jungen Frau gibt. Für Tolliver und seine Kollegen bedeutet diese viel Arbeit, denn Sie vermuten einen Serientäter, der hier sein Unwesen treibt. Denn es tauchen nach und nach kleinere Hinweise auf, die mit der dunklen Vergangenheit von Sara Linton zusammenhängen könnten, Sara schwieg bisher über den Vorfall, selbst Ihrem Ex – Mann hatte Sie nie etwas erzählt, doch die Anzeichen verdichten sich. Und Sara kann sich durchringen, den damals aufgenommen Vorfall in Form einer Akte bei Ihrem Ex – Mann zu deponieren, um Ihm darüber Kenntnis zu geben.
Um dem Täter Einhalt zu gebieten, bei seinen grausamen Schandtaten, muss etwas passieren. So stellen sich die Fragen, was religiöse Kreuze mit den grausamen Misshandlungen zu tun haben?
Und um was in aller Welt hat Belladonna damit zu tun?
Und wer schreibt einmal im Jahr pünktlich zu einem ganz bestimmten Tag eine Postkarte an Sara Linton, wo nur ein einziger Satz drauf steht, mit einer sehr aussagefähigen Bedeutung?
Dann verschwindet auch noch Lena Adams – die Schwester von Sybil, ist Sie ein weiteres Opfer??
Wer das alles erfahren möchte, der sollte sich das Buch in irgendeiner Form besorgen.
Meinung
Scheinbar habe ich momentan ein Faible, für Romane welche von Pathologen oder ähnlichen Berufsgruppen handeln.
So fiel mir dann auch der erste Band der Grant County Reihe von Karin Slaughter in die Hände. Eigentlich versprach der Klappentext eine spannende Handlung…. Spannend ist die Handlung ja auch, aber leider meint die Autorin, dass Sie gleich in Ihrem Erstlingswerk – im Gegensatz zu Ihren weiteren Werken – die ganze Bandbreite an detaillierter und grausamer Beschreibungskunst ausnutzen muss. Denn jede Art von Verletzung und Misshandlung wurde genauestens beschrieben. Es mag für den Leser durchaus dienlich sein, wenn gerade bei Kriminalfällen schon ein paar Details aufgezeigt werden, aber doch bitte nicht in dieser Art und Weise. Manch einer wird sich fragen, warum ich das Buch dann nicht einfach aus der Hand gelegt habe, ich gebe es ehrlich zu, ich war so manches Mal drauf und dran es zu tun, aber im innersten wollte ich doch wissen, wie es weiter geht.
Bei diesem Erstlingswerk von Karin Slaughter kommt es mir irgendwie vor, als ob Sie sich Gedanken über die Art der Handlung gemacht hat, damit meine ich die Thematik der Handlung bzw. in welche Richtung es gehen soll:
Einfacher Mord ohne nennenswertes Motiv – obwohl es immer ein Motiv gibt; oder ein Mord mit einem religiösen Hintergrund oder vielleicht doch eher ein Mord mit einer Liebesgeschichte Drumherum?
Ohne allzu viel von der Handlung verraten zu wollen, kann man den Mord ohne nennenswertes Motiv getrost ausschließen, bleiben aber immer noch zwei Kriterien zur Auswahl, welche K. Slaughter “versucht“ miteinander in Einklang zu bringen, man kann es auch “unter einen Hut zu bringen“ nennen, teilweise ist es Ihr auch gelungen, muss ich ja mal so zugeben, denn sonst hätte ich das Buch wohl auch nicht zu Ende gelesen, denn wenn ich eins nicht mag, dann sind das magere Konstruktionen, welche hintern und vorne keinen Sinn ergeben, und dann lege ich ein Buch gerne und dankend beiseite.
Von der Thematik her finde ich es zur aktuellen Lage etwas zu makaber und brutal, denn auch in der heutigen Zeit ist es immer wieder in den Medien: die Misshandlung junger Mädchen und Frauen, was eigentlich schon grauenvoll genug ist.
Aber da sich solche Thematiken als Lektüre momentan durchsetzen, und Sie auch gelesen werden, ich gehöre ja nun auch dazu, sollte man im Nachhinein ein wenig in sich gehen und nachdenken, ob man selber nicht vielleicht sein Scherflein dazu beitragen kann und mit offenen Augen durch die Stadt geht und sich auch helfend anbietet, wenn man das Gefühl hat, das ein Mädchen – Kinder allgemein – aber auch junge Frauen belästig wird.
Abschließende Bewertung
Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen, denn die grausamen und teil sehr detaillierten Beschreibungen sind in einem Erstlingswerk nicht unbedingt vorteilhaft.
Ich möchte noch nebenbei anmerken, dass sich “Belladonna“ nicht unbedingt als “Ins – Bett – Geh - Lektüre“ eignet.
Sweeaty, 02.03.2007
guter bericht! : dieses buch lese ich auch gerade bzw. schon seit langem, komme nur nicht viel zum lesen, habe nun aber wieder mal begonnen weiter zu lesen. vielleicht schreib ich auch irgendwann mal nen testbericht darüber, wenn ich dann irgendwann mal d
PaterBrown, 02.03.2007
...hm, Misshandlungen wird es aber mit oder ohne Literatur immer wieder geben... die menschliche Psyche ist letztendlich unergründbar...
Mondlicht1957, 27.08.2008
Sehr hilfreich Dein Bericht und liebe Grüsse von Pet
ein Testbericht von Mockingbird862006-04-14 18:59:07vom 14.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Siehe Text...Nachteile/Kritik: Siehe Text
IN KÜRZE:
Sara Linton, Kinderärztin im Krankenhaus des verschlafenen Heartsdale und bei Bedarf auch die Gerichtspathologin, findet Sybil Adams verblutend auf der Toilette eines Restaurants. Zwei tiefe Schnitte in ihrem Bauch bilden ein tödliches Kreuz. Alle Versuche, die beliebte College- Professorin zu retten, bleiben vergeblich. Bei der Autopsie muß Sara feststellen, daß Sybil auf grauenhafte Weise vergewaltigt wurde. Dass Sybil blind und damit so gut wie wehrlos war, macht den brutalen Mord noch entsetzlicher. Sara ist fassungslos...
Slaughter - zu deutsch: Schlachten, Blutbad, Gemetzel... Aber auch Nachname von Karin, US-amerikanische Autorin.
Titel ihres Debütromans: Belladonna (orig. Titel: Blindsighted). Ort der Ereignisse: Heartsdale, ein kleines Provinzstädtchen im Süden der USA.
Dort lebt und arbeitet Sara Linton. Sie ist Kinderärztin und wird bei Bedarf auch als Gerichtspathologin herangezogen. Sara ist geschieden, Ihr Ex-Mann Jeffrey Tolliver ist Chef der örtlichen Polizei.
Das erste Opfer auf der Restaurant-Toilette
Sara findet auf der Toilette eines Restaurants die sterbende Sybil Adams, Professorin am örtlichen College, allseits beliebt - und blind. Sybil wurde offensichtlich missbraucht und zusätzlich mit einer Stichwaffe sehr schwer verletzt; sie erliegt noch am Ort des Geschehens ihren furchtbaren Verletzungen. Sara muß die Autopsie vornehmen und Jeffrey die Ermittlungen nach dem Täter aufnehmen. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden - Liebesgerangel und Gefühlsquerelen inbegriffen.
Wenige Tage später nach dem Mord an Sybil wird erneut eine junge Frau aufs Brutalste misshandelt gefunden. Sara wird bei der Auswertung der Untersuchungsergebnisse der beiden Fälle immer klarer, dass zwischen den beiden Verbrechen eine Verbindung besteht. Für die Polizei, und damit hauptsächlich Jeffrey Tolliver, bedeutet dies, dass hier ein Serientäter am Werk ist. Doch wer ist dieser Mensch, der dazu in der Lage ist, so grausame Verbrechen zu begehen? Wird er sich ein weiteres Opfer suchen? Wenn ja, wieviel Zeit bleibt der Polizei ihn vorher zu stoppen? Wen hat er womöglich schon als nächstes Opfer im Visier?
Sara bekommt Hinweise, die sie dazu zwingen, sich erneut mit einem dunklen Punkt aus ihrer Vergangenheit zu beschäftigen. Selbst ihrem Ex-Mann hat sie nie etwas davon erzählt. Zu quälend war die Erinnerung daran. Doch die Anzeichen verdichten sich mehr und mehr, daß dieses Geheimnis etwas mit den aktuellen Gräultaten zu tun hat.
Karin Slaughter - nomen est omen!
Was wirklich äußergewöhnlich an diesem Buch ist, sind die bluttriefenden Einzelheiten der Verbrechen. Hier gilt für Frau Slaughter: nomen est omen! Karin Slaughter hat in ihrem Erstlingswerk bis über die Ellenbogen in der Blutschüssel gerührt und und tischt den Lesern wohl mehr Grausamkeiten auf, als viele von ihnen lesen möchten.
EIGENE MEINUNG:
Obwohl das Buch stellenweise doch sehr brutal ist, ist es ein klasse Thriller. Ich finder Karin Slaughter gelingt es besonders gut, dass der Leser eine gewisse Bindung zu den Akteuren aufbaut und deshalb möchte man auch unbedingt wissen, was als nächstes kommt.
Ich habe zuerst "Vergiss mein nicht" von Karin Slaughter gelesen (ein sehr gutes Buch!) und wollte deshalb unbedingt den ersten Teil lesen, um die Vorgeschichte zu kennen (muss man aber nicht machen.). Also ich kann dieses Buch nur jeden leidenschaftlichen Thriller-Leser empfehlen, alle empfindlichen Leute, sollten einfach einige Stellen im Buch überspringen.
DIE AUTORIN:
Karin Slaughter wuchs in einer kleinen Stadt in Georgia auf und lebt heute in Atlanta. Mit ihrem ersten Roman "Belladonna", sicherte sie sich auf Anhieb einen Platz unter den wichtigsten Thrillerautoren der USA und wird sogar von Größen des Genres wie Harlan Coben, John Connolly, George Pelecanos und sogar dem "Serialkiller-Altmeister" Thomas Harris gelobt. Freunde von Thrillern à la Mo Hayders Vogelmann werden ihren Spaß an der Sara Linton-Reihe finden. Allen anderen kann man nur einen völlig unbeeindruckbaren Magen und Nerven wie Drahtseile wünschen.
ANDERE BÜCHER DER AUTORIN:
- Vergiss mein nicht
- Dreh dich nicht um
- Schattenblume
ALLGEMEINE DATEN:
Originalausgabe erschien 2002 unter dem Titel "Blindsighted"
Deutsche Ausgabe: 2003 bei Rowohlt
Seitenanzahl: 412
ein Testbericht von Kira_Leigh2005-12-09 13:46:27vom 09.12.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Spannung...Nachteile/Kritik: Teilweise eklige Stellen
Sodale, dann ist mal der nächste Testbericht fällig :) Diesmal geht es um das Buch Belladonna von Karin Slaughter.
Sara Linton ist Kinderärztin und ist nebenberuflich noch Gerichtsmedizinerin.
Bei einem Mittagessen in einem Restaurant entdeckt Sara in der Damentoilette die grauenhaft zugerichtete, blinde Sibyl. Noch ist sie am Leben. Aber kurz nach dem sie gefunden wurde, verblutet diese und erliegt ihren Verletzungen. Die Leiche wird von Sara autopsiert.
Die Suche nach dem Mörder stellt sich zunächst als Sackgasse heraus. Doch nachdem eine weitere Frauen Leiche gefunden wird, wird den Ermittlern
(u.a. die Schwester des ersten Opfers) schnell klar, dass ein Serienkiller in der Kleinstadt Grant County sein Unwesen treibt, der es auf wehrlose Frauen abgesehen hat. Die beiden Leichen wurden öffentlich zur Schau gestellt. Ebenso ist nach dem Fund der zweiten Leiche ein religiöser Hintergrund zu erkennen. Dies ergibt sich aus der Position, in der die Leichen aufgebahrt wurden sowie gewisse Male (ein Kreuz wurde in den Bauch des ersten Opfers geschlitzt; beim zweiten Opfer wurden Male einer Kreuzigung gefunden).
Bei den Autopsien stellt sich heraus, dass den Leichen das Nervengift Belladonna gespritzt wurde, damit die Frauen sich körperlich nicht wehren können (Belladonna setzt die Bewegungen außer Kraft und betäubt die Zunge), so dass die Opfer auch nicht nach Hilfe rufen können.
Nähere Einzelheiten möchte ich jetzt nicht angeben, da sonst die Geschichte zu ausführlich beschrieben wird und das Lesen nicht mehr lohnen würde.
Meine Meinung:
Mir hat dieses Buch im großen und ganzen sehr gut gefallen. Ich habe es an 2 Tagen gelesen, so spannend war es. Teilweise fand ich es schon ziemlich widerlich (Beschreibung bei der Autopsie, was der Mörder genau mit seinem Opfer angestellt hat), dass ist absolut nichts für schwache Nerven. Ich selbst bin hart im nehmen. Aber stellenweise habe ich gedacht: Ne, also wirklich nicht, dass ist mir zu eklig. Hab dann aber doch weitergelesen, weil ich ja dann doch wissen will, wer der Mörder ist.
Am Anfang ist die Story etwas schleppend. Für meinen Geschmack auch zu ausschmückend. Es wurden viele Details beschrieben, die nicht wirklich etwas mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat (Wandfarbe des Hauses, welcher Baum an welcher Ecke steht etc.) Aber das wird dann in der Mitte und spätestens am Ende des Buches auch unwichtig :) , da dann die Spannung endlich zum Höhepunkt kommt.
Etwas nachteilig fand ich, dass sehr viele medizinische Begriffe genannt wurden, die dann hinterher nicht erklärt werden. Das heißt, man muss sich dann aus dem Zusammenhang heraussuchen, was denn jetzt gemacht wird, bzw. passiert ist. Teilweise habe ich gewisse Abschnitte auch zweimal lesen müssen, um das geschriebene zu verstehen.
Es ist nicht sofort klar, wer denn jetzt der Serienmörder ist. Mit viel Thriller/Krimi Erfahrung kann man es sich ab etwa der Hälfte des Buches denken. Nicht Krimi erfahrene wissen es dann am Ende :)
topfmops, 09.12.2005
lt. Ambrose Bierce ist 039belladonna039 im Italienischen eine 039schöne Frau039, im Englischen ein 039tödliches Gift039, soll mal einer sagen, die beiden Sprachen seien nicht miteinander verwandt.
Prisca, 10.12.2005
Das Buch fand ich auch sehr gut, jetzt habe ich den zweiten Band ungelesen bei mir liegen, den nehme ich demnächst in Angriff und freue mich schon drauf. P.
mami_online, 16.02.2006
sh .... Belladonna... die tödliche Tollkirsche... ist in dem Buch auf den Menschen bezogen gut wiedergegeben.. LG, Nicole
ein Testbericht von nikosternchen2004-11-19 10:29:23vom 19.11.2004Empfehlung: ja
Wie üblich in derartigen Romanen beginnt die Geschichte natürlich mit einer bestialisch hinterlassenen Leiche. Sybil Adams ist das Opfer, die blinde Professorin der nahegelegenen Universität wird in von Sara Linton der ansässigen Kinderärztin gefunden. Sybil sitzt breitbeinig auf einer Toilette einer Kneipe. Noch atmet sie als Sara sie entdeckt. Aber ihr grausam zugerichtete Körper verspricht nichts Gutes. Der Täter hat sie regelrecht aufgeschlitzt, zwei Schnitte bilden ein Kreuz auf ihrem Körper.
Sara ( unsere Protagonistin) ist ende dreißig und geschiedene Frau des hiesigen Polizeichefs Jeffrey Tulliver. Er hat sie betrogen
und deswegen versucht Sara ihm aus dem Weg zu gehen, aber genau dieser Fall führt die beiden wieder zusammen, da Sara neben ihrer Kinderarzt - Praxis noch in der Gerichtsmedizin tätig ist.
Eine weiter wichtige Person ist Lena, die Zwillingsschwester des Opfers. Sie ist Anfang dreißig und Polizistin. Demzufolge will sie es sich nicht nehmen lassen bei der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester mitzuhelfen.
Lena und Sybil haben eine schlimme Kindheit hinter sich. Nachdem die Eltern sehr früh verstorben sind, wuchsen sie bei ihrem Onkel Hank auf, der aber mehr an Alkohol und Drogen interessiert war als an den Mädchen. Und so kam es irgendwann zu diesem folgenschweren Unfall bei dem Sybil ihr Augenlicht verlor.
Die Ermittlungen im Fall gehen äußerst schleppend voran, bis ein paar Tage nach dem ersten Mord ein weiteres Opfer gefunden wird. Auch Julia lebt als man sie auf Saras Motorhaube findet. Die Arme nach rechts und links gestreckt und splitterfasernackt.
Nun wird die Sache kompliziert, denn scheinbar steckt ein Geheimnis aus Saras
Vergangenheit dahinter.....
Die Geschichte beginnt ziemlich fulminant, sprich, man wird in den ersten Seiten geradezu von Geschehnissen überrumpelt und muss diese nun erst mal in die richtige Reihenfolge bringen. Das bewirkt aber auch das man natürlich eine ziemliche Erwartungshaltung gegenüber des kompletten Romans hat. Daher empfindet man das darauffolgende Drittel des Buch als sehr schleppend. Die Zeit vom ersten bis zum zweiten Opfer wird etwas langatmig mit Ermittlungsarbeiten ausgedehnt um den Leser wahrscheinlich auf falsche Spuren zu locken. Nach dem zweiten Opfer bekommt die Geschichte dann aber ihren Schwung zurück und entschuldigt damit die leichte Trägheit.
Wichtig bei dieser Art Thriller ist es das ich bis knapp vor Ende nicht Wissen möchte wer der Mörder ist, nachher aber sagen kann : Ja Mensch, ist doch eigentlich logisch. Die und die und die Dinge hätten mir auffallen müssen. Hier weiß ich ehrlich gesagt nicht ob es gewollt ist das der Leser schon auf Seite 200 und ein paar zerquetschte den Tatsächlichen Mörder im Verdacht, oder vielmehr für sich selber schon enttarnt hat. Bis ziemlich zum Ende hin wird ein großes Geheimnis daraus gemacht, und noch als er das letzte Opfer entführt SOLL der Leser dem wohl noch nicht auf die Schliche gekommen sein. Dann wiederum geht alles ganz schnell und von einer Sekunde zur nächsten wird er dann als Mörder dargestellt.
Natürlich kennt man das aus diversen anderen Romanen auch, bei den GUTEN komme ich aber auch erst gegen Ende auf des Rätsels Lösung. Wie gesagt, mir ist es etwas schleierhaft ob das gewollt oder versehen war.
Ein weiterer wichtiger Kritikpunkt ist natürlich der stereotype Ablauf und die Personen. Die Geschichte wirkt etwas nach Schema F geschrieben, und könnte jetzt auf einen Schlag glaube ich 5 Bücher aufzählen wo die Geschichte erstaunlich ähnlich verläuft. Natürlich immer mit anderen Personen, an anderen Orten und das Verbrechen variiert je nach Einfallsreichtum des Autors.
Und auch die Personen sind irgendwie immer gleich. Diesmal recherchiert mal wieder eine Ärztin ( Gerichtsmedizinerin ) die natürlich geschieden ist, und natürlich von einem Polizisten. Und natürlich bedarf dies eine Sonderplatz in diesem Roman, so bekommt der Leser hautnah die Wiederzusammenführung der beiden mit. Für mich haben diese Gefühlsduseleien einen erhöhten Nervfaktor und es fällt besonders auf das AutorINNEN immer diesen hang für Dramatik in ihren Büchern meinen wiedergeben zu müssen. Vielleicht ist das auch einfach Geschmackssache ;o)
FAKTEN
KARIN SLAUGHTER/ BELLADONNA
Taschenbuch
Erschienen im Rowohlt Verlag Reinbek
September 2003
ISBN: 3-499-23230-8
8,90 €
Natürlich hat der Roman nicht nur Kritikpunkte, ganz und gar nicht. Insgesamt hab ich gerne und gebannt gelesen. Denn obwohl alles recht vorhersehbar ist hat er einen sehr guten Unterhaltungswert. Das mag an der fesselnden Schreibweise liegen, aber natürlich auch daran das man die Personen sympathisch und nett findet und aufgrund dessen schon eher zum mitfiebern geneigt ist. Unterhaltsam ist wohl der insgesamt richtige Ausdruck, denn wirkliche Höhen weist er sicherlich nicht auf. Ein Roman zum Abspannen, ein Roman für Zwischendurch. Dennoch empfehle ich ihn mit kleinen oben erwähnten Einschränkungen.