Johann-Christoph Student: Im Himmel welken keine Blumen
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Johann-Christoph Student: Im Himmel welken keine Blumen

Testberichte Johann-Christoph Student: Im Himmel welken keine Blumen

 (Taschenbuch)
5.0 von 5
Platz 21 in der Kategorie "Bücher Erziehung & Bildung Sonstiges".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
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Johann-Christoph Student: Im Himmel welken keine Blumen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
von 50% aller Autoren empfohlen (1/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • verstehen, lernen, begreifen,Wege erkennen, Hilfe finden
  • ehrlich, emotional, berührend
Nachteile/Kritik
  • sich auseinandersetzen, Tränen, Ohnmacht,
  • nichts
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margit.ludwigh@t-online.de

*Begreifen lernen - was nicht zu verstehen ist*

ein Testbericht von 2007-10-04 22:15:20 vom 04.10.2007
Empfehlung:
Vorteile: verstehen, lernen, begreifen,Wege erkennen, Hilfe finden...
Nachteile/Kritik: sich auseinandersetzen, Tränen, Ohnmacht,
*~~* Im Himmel welken keine Blumen*~~*
Kinder begegnen dem Tod

*Rebellierend und zärtlich, weise und traurig, so begegnen Kinder dem Tod und dem Leiden. Die kranken Kinder, ihre Erfahrungen und Träume, ihr Mut, ihre Angst und ihre Hoffnung, finden in diesem Buch eine Stimme. Aber es geht auch um die Erwachsenen, die sie begleiten. Ein Buch, das uns trostreiche Perspektiven aufzeigt, das helfen soll, tiefer zu verstehen, was Kinder sagen. Ein Buch von der und für die Kinder-Hospizarbeit.*

So steht es auf dem Rückband des Buches und lädt mich ein, mich auf dieses Buch einzulassen. Die vielen Fragen, die mir im Kopf herumschwirren, brauchen einen Anstoß, um nicht als Frage stehen zu bleiben. Der Anstoß zum weiter denken, zum weiter handeln, zum weiter leben. Einen Anstoß, um alles *begreifbar* zu machen, obwohl es nicht möglich ist.

Inhaltsangabe
*****************

Nun ja, hier muss ich schon streiken. Denn mit einer kurzen Inhaltsangabe zu diesem Buch ist es nicht getan. Ausgeführt auf 223 Seiten sind hier *Geschichten und Begebenheiten* aufgeführt. Jede Geschichte und jede Begebenheit oder Ausführung des Autors und seiner Mitwirkenden wäre es hier wert, als eigene Inhaltsangabe wieder gegeben zu werden, doch dies würde den Rahmen des Berichtes wirklich sprengen.
So beschränke ich mich darauf, die einzelnen Kapitel mit ihren jeweiligen Hauptpunkten aufzuführen, damit ihr einen Einblick in die Vielfalt des Buches erhaltet.
Dr. Student selber hat hier Kapitel geschrieben, aber auch andere namhafte oder weniger bekannte Autoren, gaben ihren Beitrag zu diesem Buch. So entstand ein Buch, dass in viele Bereiche Einblicke gibt und zum nachdenken anregt.

*Vorwort* Johann-Christoph Student
- Tabu “Kinder und Tod”
- zu diesem Buch

*Kinder sind Zukunft* Johann-Christoph Student
- Von Kindern leben lernen
- Kinder sind Zukunft
- Auf der Suche nach dem Sinn
- plötzlich und unerwartet
- Geschenke zum Abschied

*Mit Kindern über den Tod sprechen* Tobias Brocher
- Eigene Erfahrungen
- Kinder sind neugierig
- Zuhören lernen
- Martina auf der “Herzlinie”
- Claudia - den Tod “überspringen”
- Timo - Hoffnung auf einen Weg
- Ulli - Kinder nehmen es wörtlich
- Katrin - “no future”
- Wenn Kinder trauern
- Mit sterbenden Kindern sprechen
- Dörte - innerliches Wachstum
- Peter - Wandlung bis zur letzen Stufe
- Von Kindern lernen, was Leben wirklich heißt

*Lieber Andreas, in der Klasse ist es heute so leise* Renate Hartmann (Versuch, den plötzlichen Tod eines Mitschülers im Unterricht zu bewältigen)
- vier Briefe von Andreas Mitschülern

*Verstehen, was sterbende Kinder sagen* Elisabeth Wellendorf
- Die kleinen Tode
- Nur ganz banale Bilder
- Ausdruck für das Erleben finden
- Gesichtslosigkeit
- Übergriffe
- Ohnmacht
- Die Frage nach dem Sinn
- Hoffnung
- Himmel und Hölle
- Was ist ein Mensch?
- ERKENNEN
Gib mir die Maske,
Gib mir das Kleid
Gib mir die Hülle, damit
Wir uns heute erkennen
In dem, was Wahrheit verstellt.
Schlag mich mit Blindheit,
Nimm mir die Sprache,
Damit ich sehe,
Damit ich dir sage
Ein unbekümmertes Wort,
Taubstumm und blind,
So lass uns erwachen
In unseren verschütteten Herzen.

*Begleitung von Familien, in denen ein Kind stirbt* Helmut Hofmann
- Diagnose Leukämie
- Begegnung mit Jürgen
- Zu Hause sterben
- Widersprüchliche Gefühle
- Was Eltern brauchen
- Das Gespräch mit dem todkranken Kind
- Petras Krankheit
- Beim Sterben von Petra

*Beim Sterben von Christine* Marianne Georgiadis
- Ein gutes Gespann
- Wie eine weise alte Frau
- Der Lebensradius wird immer enger
- Die drei letzen Tage in Christines Leben
- Informationen zur Schmerztherapie ( Nachtrag des Herausgebers)

*Kinder mit AIDS* Irene Huber
- AIDS und unsere Ängste
- AIDS, die verschwiegene Krankheit
- AIDS und die Verleugnung des Sterbens
- Loslassen braucht Zeit
- AIDS und unsere Hilflosigkeit
- Im Himmel welken keine Blumen
- Das langsame Sterben an AIDS
- AIDS und die Mütter
- AIDS und die Väter
- Die große Leere danach

*Kindersterben - Kinderleben: Kinderhospize in England* Inger Hermann

*Leben bis zum Ende - auch auf der Intensivstation* Ute und Johann-Christoph Student
- Ninas Geschichte
- Trauer lässt sich nicht überspringen
- Beim Sterben auf der Intensivstation
- Fünf hilfreiche Aufgaben: ^^Kontakt der Eltern zum Sterbenden Kind fordern und fördern ^^ Eltern zum Kontakt mit dem Körper des verstorbenen Kindes auffordern ^^ Der zuständige Arzt stellt sich als “Mitmensch” zur Verfügung ^^ Keine Beruhigungsmittel verordnen, sondern Eltern ermutigen, ihre Gefühle vollständig auszudrücken ^^ Eltern zum Nachgespräch einladen ^^

*Umgang mit schweren Verlusten* Reinhard Tausch
- Individuelle Unterschiede des Reagierens und der Bewältigung bei schweren Verlusten
- Gibt es “richtige” Trauer-Reaktionen und Bewältigungsformen
- Mythen der Bewältigung von schweren Verlusten
- Konstruktive Schritte der Bewältigung
- Änderungen im Bereich der Gedanken, Vorstellungen, Bewertungen, wahrgenommen Bedeutungen
- Der Bereich der körperlich-seelischen Ent-Spannung
- Der Bereich des Verhaltens, besonders des gesundheitsförderlichen Verhaltens
- Nach der Bewältigung des Verlustes

*Mein Kind, das mir vorausging* Kirsten Hoyer (Erfahrungen über Wachsen und Reifen als Mutter in der Trauer)

*Wenn Kinder sterben* Verena Kast
- Kinder sind ein Versprechen für die Zukunft
- Der Prozess der Trauer
- Der frühe Tod von Kindern
- Die eltern des verstorbenen Kindes
- Der Schmerz der Geschwister

*Nie wieder* Heidi Barte (für Nils, der mit 7 Jahren bei einem Verkehrsunfall starb, von seiner Mutter)

*Hilfe und Selbsthilfe für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister* Mechthild Voss-Eiser
- Wenn alles gut geht……
- Wir alle können Tröster sein
- Die Rolle der Laienberater
- Trauernde brauchen nicht Therapie, sondern Beistand und Trost
- Selbsthilfe trauernder Eltern
- Der Tod eines Kindes bedeutet Krise der Familie
- Hilfreiche Unterschiede
- Die Erlaubnis zu trauern
- Den Weg nicht alleine gehen ( Hinweis an die Selbsthilfegruppe *Verwaiste Eltern*)
- Die Begleitung der Begleiter
- Die Begleitung von Gruppen *Verwaister Eltern*


*Trauer - ein “verlerntes” Gefühl?* Jorgos Canacakis
- Trauer - ein Gefühl voll Missverständnissen
- Trauer - Ein Gefühl voll Vorurteilen
- Trauer - Ein Gefühl wie eine Perle
- Trauer - ein Gefühl, das keine Krankheit ist
- Trauer- ein Gefühl, das lebensfördernd ist
- Trauer - Ein Gefühl, mit dem man früher (durch Trauerbräuche) besser umgehen konnte
- Wissenswertes über das Unwissen in der Trauer
- Bedingungen zur Ermöglichung und Unterstützung von Trauerdurchgängen
- Das aus der Notwendigkeit entstandene Trauerverhalten
- Hintergrund einer “Humanen Begleitung”
- Modellbenennung und Definition: (Zusammenfassung)
- Zur Anwendung des “Myromai-Modells”
- Die Landkarte der Trauerspuren im Körper
- Heilsame Reise und vergessene und unbekannte Trauertiefen
^^ Zu diesem Autor möchte ich noch erwähnen, dass ich ihn einmal persönlich im Laufe einer Fortbildung kennen lernen durfte, noch ehe mein Sohn verstorben war. Schon damals hinterließ er in meinem Denken deutliche Spuren. Seine Ausführungen, die leicht verständlich für jedermann ~ in jedem etwas bewegen kann, wenn er sich auf seine Gedankengänge einlässt.^^

*Ein Kind träumt von einem Stern* Charles Dickens
^^Eine Geschichte, wie sie nur Charles Dickens schreiben kann^^

*Anhang*
- Literaturangaben
- Informationen über Selbsthilfegruppen “Verwaiste Eltern” in Deutschland
- Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
- Buchhinweise mit ähnlichem Hintergrund



Eigene Meinung und Fazit
**********************
Da die Vielzahl der *Geschichten, Erlebnisse, Begebenheiten, Ausführungen* mich selber ( zu dieser Zeit) überrannt hätten, habe ich dieses Buch wirklich in Abschnitten gelesen ~ und lese noch heute darin. Was für mich viel wichtiger war, auch mich damit auseinander zu setzen ~ nachdenken ~ einiges umsetzen .
Es liest sich nicht wie ein Roman und doch ist es fesselnd für denjenigen, der sich mit dem Thema *Tod ~ Trauer ~ Gefühle ~ Hoffnung ~ Verstehen ~ Loslassen* auseinander setzen möchte, muss oder auch kann.
Je nach dem, welche *Verfassung* ich gerade hatte, konnte ich mich Themen des Buches zuwenden, die ich zu diesem Zeitpunkt *ertragen* habe. Jedes Kapitel für sich genommen, hat mich begleitet ~ so wie ich es gerade gebrauchen oder zulassen konnte.
Viele Passagen dieses Buches sind Wegweiser, andere treiben einem die Tränen in die Augen - und trotzdem war es mir so, als ob ich *~*endlich etwas tun kann*~*. Ich konnte durch dieses Buch einen Anfang starten, mich mit all dem auseinander zu setzen, was wie ein Sturzbach über mich gekommen ist.
Einige Dinge konnte und kann ich uneingeschränkt nachvollziehen, andere Dinge ~ da sagte mein Bauchgefühl einfach *Nein* dazu. Alles war und ist erlaubt in diesem Buch.
Eines hat mir dieses Buch jedoch gezeigt:
Dass viele Erwachsene oft nicht wissen, was in den Köpfen von todkranken und sterbenden Kindern vorgeht. Viele Dinge sprechen Kinder hier aus, mit denen Eltern / Erwachsene nie gerechnet hätten.
Deutlich wird in vielen Erlebnissen, die dort geschrieben wurden, dass Kinder mehr über den Tod und das *danach* nachdenken und wissen, als es uns Begleitern vielleicht lieb ist.
Eine große Hilfestellung für mich war die Erfahrung mit Trauerarbeit, mit dem Wissen *~*Wie sind diese Leute mit dem Tod eines Kindes umgegangen. Was haben sie gemacht, gefühlt. Wie haben sie weiter leben können. *~*
Auf viele meiner Fragen habe ich Antworten bekommen. Mir wurde freigestellt zu *lernen*, ich konnte *annehmen* durfte aber auch *Nein* sagen. Mir wurde dort deutlich gemacht, dass ich umgeben von Menschen, doch allein bin ~ und sein darf. Dass ich *anders* sein darf ~ und dies mit hocherhobenem Haupt.
Ich wurde in dem Buch auch ermutigt, meine Trauer, meine Gefühle, mein *anders sein* auch zu leben ~ so lange ich es brauche, langsam wieder in die Welt der *Normalen* zurück zu finden ~ ohne jedoch jemals wieder *Normal* zu sein.
°°Loslassen°° als etwas anderes zu erfahren, als es gemeinhin interpretiert wird. °Loslassen° als ein *gehen lassen*, als ein *du darfst dorthin wo du nun hin möchtest*, doch auch dieses °Loslassen° mit der Gewissheit: *du bist immer bei mir / in mir - niemand kann dich mir wegnehmen*
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Für Betroffene, aber auch für diejenigen, die sich schon im Vorfeld mit dem Thema *Kind ~ Krankheit ~ Tod* auseinandersetzen wollen bzw. müssen.
Es ist bestimmt keine leicht Kost, denn hier ist es nötig, sich auf die einzelnen Beiträge einzulassen, auch zu reflektieren und versuchen zu verstehen.
Es gibt tiefe Einblicke in die Thematik Krankheit / Tod und auch in die Thematik Trauerarbeit. Es wird geschildert, welche Möglichkeiten ich habe, dieses Thema z.B. mit Kindern, die nicht betroffen sind (Klassenkamerad) aufzuarbeiten oder anzugehen - welche Möglichkeiten ich habe, als Begleiter in der Trauer zu fungieren ~ als “Außenstehender“ mit den Bedürfnissen eines in Trauer lebenden Menschen umzugehen..
Insgesamt ein sehr lehrreiches Buch - wenn man sich darauf einlassen kann.
Fazit :
*~*sehr empfehlenswert*~*

Zum Schluss möchte ich Euch noch den “Segen der Trauernden” nicht vorenthalten, den Marie-Luise Wölfing (betroffene Mutter und Autorin) formuliert hat:

Gesegnet seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden,
der mir einmal zulächelt
und mir seine hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien die,
die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas Falsches zu sagen.

Gesegnet seinen alle,
die mir erlauben
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen
nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mich mitteilen kann,
was mich bewegt.

Gesegnet seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das,
was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen,
wie ich jetzt bin.

Gesegnet seien alle,
die mich trösten
und mir zusichern,
dass Gott mich nicht verlassen hat……..

(Seite 180 dieses Buches)


Autor
************
Dr. Johann-Christoph Student

Zur Person:
Dr. Student wurde während dem Kriegsjahr 1942 in Polen geboren, als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen studierte er 20 Jahre später unter anderem Theologie, etwas später Medizin. Sein Spezialgebiet fand er dann als Dr. med in dem Fachgebiet für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.
Er ist seit 1973 verheiratet und hat drei Kinder, von denen das erste 1980 verstarb.
In verschiedenen Einrichtungen und Fachbereichen arbeitet er , bis er im Jahre 1984 eine Arbeitsgruppe *~*zu Hause sterben*~* gründete, deren Vorsitz er 1995 übernahm.

^^Hier möchte ich eine Stelle aus der Homepage zitieren, die seine wertvolle Arbeit sinnvoller darstellt, als ich es mit meinen eigenen Worten jemals tun könnte: ^^
Zitat Anfang:
°°°°°°Diese Arbeitsgruppe hat wesentliche Pionierarbeit bei der Entwicklung und Etablierung der Hospiz- und Trauerarbeit (Palliative Care) in Deutschland sowie der Forschung auf diesem Gebiet geleistet (ausgedehnte Praxis- Forschungstätigkeit auf dem Gebiete der Sterbe- und Trauerbegleitung). Sie gehört zu den entscheidenden Entwicklungszellen der Hospizbewegung in Deutschland. Bei der Entstehung einer größeren Anzahl von Hospizen in Deutschland hat sie „Geburtshilfe“ geleistet. – Zu den Schwerpunkten der Arbeit gehörten auch Praxis- und Forschungstätigkeit in der Begleitung von Familien mit einem tödlich erkrankten Kind (Kinder-Hospiz-Arbeit). - Die Arbeitsgruppe hat außerdem (angeregt durch die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross) maßgebliche Konzepte für die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich von Sterben, Tod und Trauer entwickelt und erfolgreich erprobt.°°°°°°
Zitat Ende

Mehrere Projekte in den folgenden Jahren ~ Studienprojekte, Weiterbildungsmaßnahmen, Ehrenamt Aids-Hilfe und ambulantes Kinder-Hospitz bis hin zur Leitung des Deutschen Instituts für Palliative Care (DIfPC) [ Informations-, Beratungs- Forschungsplattform für Fachleute und Laien ~ seit 2006] , machten ihn zum Vorreiter in der Hospitzbewegung.
Wenn Bedarf an mehr Information besteht, empfehle ich hier die Website des Autors. Dort stehen unzählig viele Informationen zur Verfügung und es lohnt sich, darin herum zu stöbern. Vor allem, wenn man wissen möchte, welches Anliegen Dr. Student verfolgt. Unter anderem sind auch hier alle von ihm veröffentlichten Bücher aufgeführt, die ebenfalls sehr interessant erscheinen.

Homepage des Autors:
http://christoph-student.homepage.t-onlin e.de/44.html


Buchdaten
*************
Erschi enen im © Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 1992
Hier vorliegend habe ich die 5. neu bearbeitet Auflage
Herstellung: Freiburger Graphische Betriebe
Umschlaggestaltung und Konzeption: R*M*E München / Roland Eschlbeck, Liana Tuchel
Umschlagfoto: © Hartmut W. Schmidt - Fotografie, Freiburg

ISBN meines vorliegenden Buches: 3-451-04967-8

Die neue (druckfrische, noch nicht auslieferbare) Ausgabe hat folgende ISBN:
ISBN-10: 3451055694
ISBN-13: 978-3451055690

Bestell-Nr.: 759295 (buch24.de)

Preis:
**************
EUR 9,90


Lohnenswert, gerade bei solchen Büchern, ist das Stöbern auf Auktionsplattformen. Fast alle meine Bücher habe ich hier für 1-4 Euro ersteigern können.

Ich hoffe, dass für einige von euch mein Bericht interessant und vielleicht auch etwas hilfreich war. Das würde mich ganz besonders freuen.



Ich bedanke mich sehr herzlich für das Lesen und Bewerten meines Berichtes. Besonders freue ich mich über Kommentar und sage schon im Voraus *Herzlichen Dank*

Liebe Grüße
Margit


© malu 02.10.2007
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Puenktchen3844
Puenktchen3844, 04.10.2007
Ein sehr guter Bericht von Dir, dafür bekommst Du 5 von mir. SH. LG
Mondlicht1957
Mondlicht1957, 02.12.2007
Ein toller Bericht, aber das sagte ich ja bereits. LG Pet
Miraculix1967
Miraculix1967, 05.10.2007
Ein sehr schöner Buchbericht! SH und LG Miraculix1967
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bigmama

Botschaften betroffener Kinder

ein Testbericht von 2008-05-02 21:49:57 vom 02.05.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: ehrlich, emotional, berührend...
Nachteile/Kritik: nichts
-----Einleitung-----

Viele von euch werden es wissen, daß ich schon einmal ein Kind, was unheilbar krank war, verloren habe.
Obwohl dieses wohl schlimmste Erlebnis in meinem Leben nun schon mittlerweile 13 Jahre her ist, bin ich immer noch tief betroffen und werde für immer ein anderer Mensch sein als vor dem Tod meiner Tochter.
Was mir in der Zeit nach ihrem Tod, aber auch heute noch hilft und gut tut, ist das Lesen von Büchern, die sich mit diesen Themen beschäftigen.
So ein Buch möchte ich euch heute mal etwas näher vorstellen. Es ist nicht nur für solche Eltern gedacht, die in einer ähnlichen Situation wie ich damals stecken, sondern auch für alle Menschen, die sich mit dem Tod auseinandersetzen wollen und dieses Thema nicht als Tabu betrachten.

-----Aussehen-----

Der Einband des Buches gefällt mir sehr gut. Er ist schlicht und einfach in Weiß gestaltet worden. Auf der Vorderseite des Bildes sieht man ein selbstgemaltes Bild. Im Buch erfährt man, daß das Bild auf der Umschlagseite von der 14jährigen Christine im Frühjahr ihres Todesjahres für ihre Mutter gemalt wurde. "Das ist eine Wunschblume für dich" notierte sie auf der Rückseite.
Wer mit Zeichnungen todkranker Kinder vertraut ist, kennt sie, die kraftvollen, stilisierten Blumen - wie aus einer anderen Welt, in der Blumen nicht mehr welken müssen.
Auf der Rückseite des Einbandes ist eine kurze Zusammenfassung des Buches und ein Bild des Autors zu sehen.
Insgesamt umfasst das Buch 224 Seiten.

-----Inhalt-----

"Rebellierend und zärtlich, weise und traurig, so begegnen Kinder dem Tod und dem Leiden. Die Welt der kranken Kinder, ihre Erfahrungen und Träume, ihr Mut, ihre Angst und ihre Hoffnung, finden in diesem Buch eine Stimme. Aber es geht auch um die Erfahrungen der Erwachsenen, die sie begleiten. Ein Buch, das uns helfen soll, tiefer zu verstehen, was Kinder sagen, und das zugleich trostreiche Perspektiven zeigt." So steht es auf dem Einband. Und besser kann man den Inhalt wohl kaum beschreiben.
Dieses Buch - geschrieben von einem Fachmann und von betroffenen Eltern - öffnet Ohren und Herzen für die Botschaft der Kinder. Es zeigt aber auch dies: Das Maß unseres Lebens ist nicht die Zeit, die wir gewährt bekommen, sondern die Intensität. Erst, als ich dies begriffen habe, konnte ich mich etwas abfinden mit dem Tod meiner Tochter.
Dieses Buch durchdringt endlich mal das Schweigen, was oftmals mit dem Thema Kindertod verbunden ist. Auch fordert es gleichzeitig heraus, sich selber tiefer zu begegnen.

-----Autor-----

Der Autor ist Prof. Dr. med. Johann-Christoph Student.
Ich glaube, dieses Buch wurde deshalb so emotional und ehrlich von ihm geschrieben, weil sich der Autor so gut auskennt.
Er ist Gesamtleiter des Hospizes Stuttgart und veröffnetlichte schon sehr viel zum Thema Hospiz, Hospizbewegung, Hospizpflege.

-----Preis-----

Das kann ich leider nicht genau sagen, da ich mir dieses Buch aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Ich denke aber, es wird so um die 10 Euro kosten, da es sich um ein kleines, flexibles Büchlein handelt.
Aber egal, wie teuer das Buch ist, es lohnt sich auf jeden Fall, sich mal mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

-----Hersteller-----

Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1992
Herstellung: Freiburger Graphische Betriebe 1998
Umschlaggestaltung: Joseph Pölzelbauer
Umschlagmotiv: Christine Georgiadis
ISBN 3-451-04071-9
Ich habe die 4. Auflage vorliegen.

-----Inhaltsangaben-----

Das Buch ist in kleinen Kapiteln untergliedert.
Es fängt an mit dem Autor: Zum Geleit
Danach:
Tobias Brocher: Mit Kindern über den Tod sprechen
Renate Hartmann: Lieber Andreas, in der Klasse ist es heute so leise
(Versuch, den plötzlichen Tod eines Mitschülers im Unterricht zu bewältigen)
Elisabeth Wellendorf: Verstehen, was sterbende Kinder sagen
Helmut Hofmann: Begleitung von Familien, in denen ein Kind an Krebs stirbt
Marianne Georgiadis: Beim Sterben von Christine
Irene Huber: Kinder mit Aids
Ute Student und Johann-Christoph Student: Leben bis zum Ende - auch auf der Intensivstation
Reinhard Tausch: Umgang mit schweren Verlusten
Kirsten Hoyer: Mein Kind, das mir vorausging (Erfahrungen über Wachsen und Reifen als Mutter in der Trauer)
Verena Kast: Wenn Kinder sterben
Heidi Barte: Nie wieder (Ein Gedicht für Nils)
Mechthild Voss-Eiser: Trauer - ein "verlerntes" Gefühl?
Charles Dickens: Ein Kind träumt von einem Stern
Anhang mit Karl-Heinz Wehkamp

-----Meine Erfahrungen-----

Vielleicht denken manche von euch: Was soll ich mit so einem Buch? Es betrifft mich nicht. Und dennoch glaube ich, daß jeder dieses Büchlein lesen kann. Kinder kommen meist schon sehr früh mit dem Tod in Berührung. Ein toter Vogel auf der Straße, der Tod des geliebten Haustieres oder eine schwere Krankheit von Oma und Opa lassen die Kinder sehr früh über den Tod nachdenken. In diesem Büchlein stehen einige Beispiele, die wohl jedes Kind kennt. Damit wir Eltern die Sprache der Kinder verstehen können, bedarf es des Wissens, wie Kinder auf den Tod reagieren können. Meist nämlich ganz anders als wir Erwachsenen. Dieses Buch zeigt viele Beispiele.
Ich habe dieses Büchlein ca. 5 Jahre nach dem Tod meiner Tochter zum ersten Mal in der Hand gehalten.
Auch 5 Jahre nach ihrem Tod ging es mir unsagbar schlecht. Ich fand einfach keine Lebensfreude mehr, obwohl ich damals noch 2 Kinder hatte. Bei einer Größe von 1,70m wog ich nur noch 43kg. Ich kapselte mich von allem ab und lebte nur in meiner Trauer.
Mein damals 9-jähriger Sohn gab mir den Anstoß, doch endlich mal etwas für mich zu unternehmen. Er merkte schon lange, wie schlecht es mir ging. Ich glaube, dieses Buch war eines der ersten, die ich gelesen habe, die sich mit dem Thema Kinder und Tod befasst haben.
Und obwohl mir die vielen Geschichten Betroffener sehr weh beim Lesen getan haben, habe ich mich das erste Mal wieder gespürt und reagierte nicht mehr nur wie ein Roboter. Die Ehrlichkeit der Kinder hat mich sehr berührt. Ich lies mit Begeisterung, wie lange vor ihrem Tod die Kinder wußten, das sie sterben mussten. Auch, wenn sie nicht über den Tod gesprochen haben, konnte man viel aus ihren selbstgemalten Bildern herauslesen.
Meine Tochter war mit ihren 1 1/2 Jahren leider noch viel zu klein, um mit mir sprechen zu können. Dennoch, weiß ich jetzt viele ihrer ernsten, traurigen und weisen Blicke zu deuten. Für ihr Alter hatte sie Augen, die einem vorkamen, als hätten sie schon so viel erlebt. Alle meine anderen Kinder haben mich mit riesengroßen, staunenden Kinderaugen angesehen. Meine Kleine aber sah mich mit wissenden Augen an.
Das weiß ich aber erst jetzt.
Dieses Buch hat mich nachdenklich gemacht. Ich wußte, irgendwas lief schief bei mir. Ich fing an für meine anderen Kinder da zu sein und begab mich in psychatrische Behandlung. Außerdem ging ich endlich mal wieder aus dem Haus. Ich ging in eine Selbsthilfegruppe.
So kam ich endlich aus meiner unproduktiven Trauerphase heraus.
Ich glaube, vieles habe ich den gelesenen Erfahrungen aus diesem Buch zu verdanken.
Es ist sehr emotional und grundehrlich geschrieben. Ich habe entdeckt, daß jeder anders mit seiner Trauer umgeht. Wichtig ist nur, nicht zu schweigen und nichts zu verdrängen, denn das habe ich lange Zeit gemacht und das hat mich körperlich und psychisch krank gemacht.
Nach diesem Buch habe ich mir immer wieder Bücher ausgeliehen und gekauft, die scih mit diesem Thema befassten. Ich gehe auch heute immer noch ab und zu in meine Selbsthilfegruppe. Dabei merke ich immer, wie weit ich schon gekommen bin.
Dieses Buch ist eine große Hilfe für Eltern, denen es ähnlich geht wie mir. Aber auch für Leute, die Kinder verstehen möchten, die in so einer schwierigen Lage sind, ist es gedacht. Die Schwierigkeit liegt meist darin, daß wir uns schwer damit tun, die Sprache von sterbenden Kindern zu verstehen. Nicht, weil diese Kinder so undeutlich sprächen, sondern weil unsere Ohren so taub und unsere Herzen so hart geworden sind. Hart durch unser Leben und unser eigenes Leiden. Aber auch Angst macht uns schwerhörig. So war es bei mir. Ich hatte Angst vor der unerträglichen Gewißheit.
Dieses Buch hat mir Augen und Ohren geöffnet, auch wenn meine Tochter da schon tod war.
Dennoch hat es mir unwahrscheinlich Trost gespendet. Ich habe viel aus den Worten der Kinder gelernt und habe viel von den Erfahrungen der Eltern profitiert.
Ein wunderbares Buch also - auch bei diesem Thema.

-----Fazit-----

Ein so gefühlvolles und ehrliches Buch mit einem sehr schwierigen, aber wichtigem Thema verdient eine unbedingte Kaufempfehlung.
Ich vergebe die volle Punktzahl und bin froh, daß es dieses Buch gegeben hat. Seitdem fing ich wieder an zu leben.

Vielen Dank für eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare. LG Anett
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Music-King
Music-King, 04.05.2008
Ich selbst hab schon meine Eltern und meinen Bruder da war ich grade mal 2,5 Jahre verloren. Was mir in der Trauer hilft ist mein Glaube an ein Widersehen im Jenseits. Lieben Gruß, Roland
Sayenna
Sayenna, 03.05.2008
Das ist bestimmt eine sehr große Hilfe für Dich, und vielleicht wirst Du auch mal ein Buch über Dich und Deine Erlebnisse und Gefühle schreiben und hilfst damit anderen. LG Ela
bea1502
bea1502, 05.05.2008
tolle beschrieben... und es tut mir sehr leid für dich, dass du ein kind verloren hast... das ist ganz sicher das schlimmste, was einer mutter passieren kann!!! lg bea
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