Harald Süß: Deutsche Schreibschrift. Lehrbuch
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Testberichte Harald Süß: Deutsche Schreibschrift. Lehrbuch

 (gebundene Ausgabe)
4.2 von 5
Platz 8 in der Kategorie "Ratgeber Praktische Tipps".
Bewertung: Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.2 von 5
Meinungen:
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Harald Süß: Deutsche Schreibschrift. Lehrbuch Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,20 / 5,00 4.2 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • gutes Lehrbuch
  • interessant
Nachteile/Kritik
  • als Nachschlagewerk nicht zu gebrauchen
  • nichts
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Lucia007

Nur für Fleißige - nix für mich. :-)

ein Testbericht von 2007-05-29 19:47:55 vom 29.05.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: gutes Lehrbuch...
Nachteile/Kritik: als Nachschlagewerk nicht zu gebrauchen
Vorab: Nach Abschicken des Textes ist mir aufgefallen, dass hier "gebundene Ausgabe" steht. Ich habe die Taschenbuchausgabe, die allerdings genauso aussieht wie auf dem Bild. Ich denke mal, es ist auch dasselbe drin, nur der Preis ist wahrscheinlich anders.

Also: los gehts:


Seit Jahren schreibe ich nun erfolglos an meiner Diss und Schuld daran ist - nein nicht das gute (wahlweise schlechte) Wetter, eine Dissmigräne oder eine spezielle Archivstauballergie - sondern die Deutsche Schrift.
Ich kann sie einfach nicht lesen und stehe in den Archiven wie ein Ochs vorm Berg.
Nun habe ich mir ein Herz gefaßt und dachte: Schwieriger als die vereinfachte Ausgangsschrift, die mein Sohn gerade lernt, kann es nicht sein.
Mutig bestellte ich also:

"Deutsche Schreibschrift - lesen und schreiben lernen",

die ich im Folgenden beschreiben werde:


Fakten:
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Das Buch wurde von Harald Süß verfaßt und hat die ISBN 3-8289-2512-X. Es umfaßt 111 Seiten.
Ich habe es für 9,95 Euro, mit Porto nochmal die Hälfte drauf, also 13,90 Euro bei Weltbild online erstanden.


Aussehen
>>>>>> >>>

Das Buchist ca. DIN A 4-Blatt hoch und etwas breiter als ein DIN A 4 Blatt und hat einen weichen, aber abwaschbaren Umschlag.


Inhalt
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Das Buch beginnt mit einer Geschichte der Deutschen Schrift, in der sehr klar und verständlich die Entwicklung der Deutschen Schrift dargestellt wird.

Danach folgt ein Kapitel "Schrifttafe ln im Vergleich". Hier werden die einzelnen Schriften vorgestellt, indem die Buchstaben hintereinander weg aufgeschrieben werden.

Danach ist das Buch in "Das Lesen" und "Das Schreiben" unterteilt.

Im Bereich "Das Lesen" werden erst die Buchstaben etwas beschrieben und Hinweise für mögliche Verwechselungen beim Lesen etc. gegeben.
Dann folgen einzelne Wörter als Übungsbeispiele, dann ganze Texte in Deutscher Schrift und zum Schluß die "Übersetzung" in lateinische Schrift.

Im Bereich "Das Schreiben" werden erst die Materialien erklärt, dann die einzelnen Buchstabenschwünge erklärt und dann Beispiele dargestellt, wie man die Deutsche Schrift originell verwenden kann.
Zum Schluß gibt es noch einen Übungsteil, in dem systematisch die einzelnen Buchstabenformen vorgeschrieben sind und leere Zeilen zum Üben einladen. Am Anfang der Seite steht jeweils der Verweis, wo der entsprechende zu schreibende Buchstabe erklärt wurde.


Hilfreich oder nicht hilfreich, das ist hier die Frage....
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Zuerst wollte ich das Buch direkt wieder bei Ebay verschachern.
Denn:

- Die meisten Seiten bestehen aus Schriftproben - die habe ich in den Archiven wirklich genug - und aus leeren Linien wie in einem Erstklässlerheft - das kann man auch billiger haben.

- Die verschiedenen ABCs werden nicht geordnet hintereinander weg aufgeführt, sondern die Zeiten und die Ort, wann und an denen die jeweilige Schrift benutzt wurde, muß man erst mühselig aus dem Text rausfiltern und dann die entsprechende Tabelle weiter vorn suchen.

- Hat man das ABC dann mal gefunden, muss man erst mal Buchstaben suchen, denn nirgendwo ist eine "Auflösung", welcher deutsche Buchstabe nun welcher lateinische ist. Die Buchstaben sind einfach so kommentarlos hintereinander weg geschrieben.
Abzählen geht auch nicht, da es bei manchen Schriften verschiedene "s" oder ähnliches gibt, kann man da schnell durcheinander kommen.

Also als Nachschlagewerk im Archiv in meiner Tasche konnte ich das Buch vergessen.

Aber dann:

Nachdem ich meinen ersten Schock und Ärger überwunden hatte, habe ich mich selbst daran gemacht, die lateinischen Buchstaben neben die deutschen in die Tabellen zu schreiben. Und siehe da: Ich war gezwungen mich mit dem Stoff zu beschäftigen und konnte nach einer Weile schon ein bischen lesen.
Dann machte ich mich an die Lesebeispiele - da gings schon flüssiger.
Ich denke, jetzt kann ich es wirklich. Insofern war das Buch doch hilfreich, weil es mich gezwungen hat, mich in den Stoff reinzuknieen.
Im Kapitel "Schreiben" habe ich allerdings den Übungsteil weggelassen. Da war ich mal wieder zu faul für, weil ich den ja nicht brauche. Aber dort ist es genauso: Übung macht den Meister und genau das kann man mit dem Buch.


Fazit:
>>>>>

Nichts für Leute, die schnell einen Text übersetzen oder einen Buchstaben nachschlagen wollen, aber was Nettes für Hobbykalligraphen und Leute mit Muße, die es wirklich können wollen.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Gozo-Bernie
Gozo-Bernie, 16.06.2007
Vielleicht hilft dir das Buch jetzt wenn du diese komischen Buchstaben bei yopi entziffern musst? Gruss aus Catania - bernie Fluege derzeit extrem billig mit Tuifly
lemsi
lemsi, 29.05.2007
Ich finde deinen Bericht sehr ausführlich geschrieben und gegliedert...deswegen ein sehr hilfreich von mir...man wird sich in Zukunft wohl mal wieder lesen :-
rosewitch
rosewitch, 22.10.2007
Wir haben mit der Schule damals ein Schulmuseum besucht und da haben wir die deutsche Schreibschrift etwas gelernt. SH und LG, Diana
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Haggia

Lesen und Schreiben lernen!

ein Testbericht von 2008-07-16 22:39:26 vom 16.07.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: interessant...
Nachteile/Kritik: nichts
Ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit Ahnenforschung (Genealogie). Solange man Verwandte fragen kann und die „jüngere“ Vergangenheit erforschen kann ist, das noch relativ einfach. Aber schon bald merkt man, dass man nur noch über schriftliche Aufzeichnungen weiter kommt. Da beginnt es dann relativ kompliziert zu werden, wenn man wie ich nur die lateinische Schrift beherrscht.

Um dennoch wenigstens etwas voran zu kommen habe ich mit das Buch – Deutsche Schreibschrift – von Harald Süß angeschafft und auch das dazugehörige Übungsbuch!

„Technische Daten“
****************

Erschienen ist das Buch 2004 im Knaur Ratgeber Verlag,
Druck Appl, Wemding
ISBN 3-426-66753-3
www.knaur.de
Es kostet 10,90 Euro.

Das Buch ist vorwiegend in weiß gehalten. Es hat einen festen Einband und ist etwas kleiner als DIN-A4. Auf der vorderen Seite ist in großen Buchstaben, in roter Farbe zu lesen –Deutsche Schreibschrift- und darunter –Lesen und Schreiben lernen-. Dann beginnt eigentlich schon das lernen, denn man findet einen kleinen Ausschnitt aus der Sütterlin Schrift.

Auf der Rückseite ist abermals ein Ausschnitt in Sütterlin, ein Rezept für Vanillebrot.

Klappentext:
----------------

Beim Stöbern in alten Archiven findet man sie noch, die fremd anmutenden, gestochen geschriebenen Handschriften und Briefe. Schön sehen sie aus, doch lesen oder gar schreiben können – das ist nicht drin. Hier gibt es einen Schatz zu heben: Wenn man die alten Kurrentschriften und die deutsche Sütterlinschrift näher kennen lernt, wird man vielleicht als Familien- und Ahnenforscher tätig werden, das alte, liebevoll handgeschriebene Kochbuch nach exotischen Rezepten durchstöbern und den Sinn alter Schriftstücke und Urkunden zu entziffern trachten.

Aufbau
*******

Das Buch ist unterteilt in:

Einführung

Geschichte der deutschen Schreibschrift

Schrifttafeln im Vergleich

Erster Teil: Das Lesen
Einleitung
Hinweise und Lesehilfen
Übungsbeispiele
Leseproben aus drei Jahrhunderten
Übertragungen (Auflösungen)

Zweiter Teil: Das Schreiben
Einleitung
Das Werkzeug des Schreibers
Die Offenbacher Schrift
Die Sütterlin-Schreibweise
Die Kurrent um 1900
Anwendungsmöglichkeiten

Literaturverzeichnis


Anschriftenverzeichnis

Die Einführung zu Beginn des Buches geht auf die Bedeutung der verschiedenen Schriften, bzw. darauf ein, wie wertvoll sie auch heute noch sein können. Sie ist fast eine Art Liebeserklärung des Autors. Die Geschichte der Schreibschrift will ich hier nicht wiederholen, es geht im Großen und Ganzen in diesem Kapitel um die verschiedenen Schriftarten und in welchen Teilen Deutschlands wann, welche Schriften gebraucht wurden.

Der interessantere Teil beginnt mit den Schrifttafeln. Hier sind die verschiedenen Schriften in den Einzelnen Buchstaben aufgeführt und auch nach Jahrhunderten unterteilt, denn in den verschiedenen Zeiten änderten sich auch die Schreibstile. Auch verschiedene Buchstabenkombinationen bei dessen Schreibweise sich die Buchstaben in ihrem Aussehen ändern sind angegeben.

In dem Kapitel über das Lesen der verschiedenen Schriften sind vor Allem Hinweise über die verschiedenen Schreibweisen zu finden und kleine „Tricks“ wie man Buchstabenkombinationen auseinander halten kann, die sich ähneln. Auch die verschiedenen Schreibweisen der Buchstaben in den Wörtern findet man hier. Teilweise wurden die verschiedenen Schriften auch in den handschriftlichen Aufzeichnungen vermischt, das gilt es zu unterscheiden. Natürlich ist hier auch jede Menge Lesestoff zu finden mit dem man sich die Zeit vertreiben kann wozu auch die Leseproben in original Handschriften gehören. Damit man nicht zu frustriert ist gibt es dahinter die Auflösungen in lat. Schrift.

Das Kapitel über das Schreiben befasst sich erst mal mit den Schreibwerkzeugen um auch das entsprechende Schriftbild zu erhalten. Auch die Grundlagen, wie man sie auch heute noch in der ersten Klasse lernt sind hier noch mal nachzulesen. Es werden die verschiedenen Schreibrichtungen der einzelnen Schriften und auch die verschiedenen Schwünge und Zacken der Schriften erläutert. Macht euch mal Gedanken über Zackenform, Hakenform, Eierform, Schleifenform, Mandelform, Rollenform, Kernform Rucksackform, Fahnen, Häkchen usw. Dann geht es natürlich auch ans Üben und Beispiele, wo man diese Schriften auch heute noch einsetzten kann.

Fazit:
*****

Ich habe mir dieses Buch angeschafft, als es darum ging die ersten Urkunden in Altdeutscher Schrift zu entziffern. Das ist ja eigentlich noch nicht mal sooo schwer. Doch als ich dann in Kirchenbüchern suchen musste um bekannte Namen zu finden, war ich schnell mit meinem Latein am Ende. Allein die Zeit die man benötigt um manches zu entziffern ist enorm.

Die Erklärungen sind einfach zu verstehen und auch für Schnellleser und Überflieger ist einiges zu entdecken, bzw. wenigstens hat man immer einen Vergleich zu gerade gefundenen Aufzeichnungen zur Hand.

Auch Grußkartenhabe ich mittlerweile schon in Kurrent verschickt. Macht Spaß, wenn man weiß, dass auf das Verschicken einer Karte garantiert ein Anruf folgt.

Eine dicke Empfehlung von mir!

Grüßle
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
Leseratee
Leseratee, 17.07.2008
Lesen kann ich diese Schrift schon, aber Schreiben nicht. Interessanter Bericht. Gruss Leseratee.
Elfenfrau
Elfenfrau, 16.07.2008
Meine Mutter schrieb noch in deutscher alter Schrift, ich glaube sie heißt Sütterli. Ganz toll
Yvettte
Yvettte, 17.07.2008
Meine Großeltern haben ihre Briefe auch noch in deutscher Schrift geschrieben.
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