ein Testbericht von Trisa2006-10-11 11:39:45vom 11.10.2006Empfehlung: ja
Vorteile: unterhaltsam, informativ, beeindruckende Darstellung...Nachteile/Kritik: schlechte Synchronisation
In diesem Bericht geht es um Super Size Me von Morgan Spurlock.
Erste allgemeine Infos
Es handelt sich bei diesem Film, um eine Doku-Satire, also einer Mischung aus Dokumentation und Komödie, welche im Mai 2004 in die Kinos kam. Der Film war mehrere Wochen in den amerikanischen Top10.
Mittlerweile ist der Film auch auf DVD erhältlich, es handelt sich dabei um 2 DVD. Sie kostet aktuell 13,95€ bei amazon.
Die DVD
Das Cover ist dasselbe wie das Filmplakat und auch auf den DVD ist dasselbe Bild zu sehen: Morgan mit einer Menge Pommes im Mund und einem eindringlichem Blick. Man sieht es im Ciao-Produktbild. Auf den DVD ist er nur teilweise zu sehen, durch das Loch in der Mitte.
Auf der ersten DVD ist der Film (99 Minuten) und auf der zweiten befinden sich diverse Extras (85 Minuten Gesamtlänge).
Es gibt keine Altersbeschränkung.
In Deutschland gibt es den Film im Verleih bei PROKINO aus München.
Da wahrscheinlich niemand die DVD aufgrund dieser Dinge ansehen oder gar kaufen wird, kommen wir nun zum interessanteren Teil.
Die Entstehung des Film
Im Jahre 2002 wurde im Namen zweier Mädchen in New York Klage gegen den Fastfood-Riesen McDonalds erhoben. Eine 14jährige (mit 75 Kilo auf 147cm verteilt) und eine 19jährige (1,68m groß und 120 Kilo schwer) gaben McDonalds die Schuld an ihrem Gewicht und ihrem Gesundheitszustand, da der Konzern ihnen Essen verkauft habe, das nachweislich ungesund ist. Der Fall wurde von den Medien aufgegriffen und dementsprechend dargestellt.
Auch Morgan Spurlock, um den es in Super Size Me geht, erfuhr von der Klage und dachte erst „typisch Amerikaner“ und hielt allein den Versuch für ziemlich lächerlich. Doch je mehr er über den Fall und die Gründe der Mädchen erfuhr, umso mehr beschäftigte es ihn. Zudem begann er sich intensiver über McDonalds zu informieren.
McDonalds widersprach der Klage natürlich und u.a. wurde der Grund genannt, dass die Mädchen nicht nachweisen können, das McDonalds-Essen ungesund sei. Sollte das etwa bedeuten, dass das Essen gesund ist und zu keinerlei Beeinträchtigungen führt? Morgan wollte es herausfinden und dazu versuchen sich 30 Tage ausschließlich von dem zu ernähren, was die Speisekarte des Fastfood-Riesen zu bieten hat.
Morgan Spurlock
Die Idee zum Film stammt von Morgan Spurlock. Er ist Autor, Produzent und Regisseur in seiner eigenen Produktionsfirma. Er ist nicht nur Hauptdarsteller in der Dokumentation, sondern war auch maßgeblich an deren Entstehung beteiligt. Super Size Me ist sein erster Film. An der Kamera war ein guter Freund von ihm.
Morgan wuchs in West Virginia auf, dem drittfettesten Staat der USA. Seine Mutter allerdings sorgte für gesunde Ernährung und kochte immer selbst. Sehr selten aß Morgan außer Haus. Das wirkte sich auch auf seine Gesundheit und Kondition aus. Er ist normalgewichtig und recht sportlich.
Da Morgan selbst Amerikaner ist (mittlerweile lebt er in New York), wurde doch natürlich auch der Film gedreht. Während der Produktion wurden verschiedene Staaten bereist.
Morgan erzählt als Sprecher das meiste in der Ich-Form.
Warum gerade McDonalds?
Diese Frage stellten sich viele. Zum einem natürlich, weil die Klage gegen McDonalds ging. Außerdem sieht Morgan McDonalds, wie viele andere Menschen, als Sinnbild für Fastfood. Und es ist zudem die bekannteste, größte und einflussreichste Kette weltweit.
Trotzdem soll
der Film kein Angriff gegen McDonalds sein, sondern Morgan kritisiert vielmehr die amerikanische Lebensweise (den Lifestyle), der immer mehr auf den Rest der Welt übergreift.
Auch wenn das Hauptaugenmerk auf McDonalds gerichtet ist, geht die Dokumentation trotzdem auf viele andere Fastfood-Aspekte ein und es werden auch immer wieder andere Ketten genannt.
Super Size
Super Size bedeutet nichts anderes als Super Groß. Super Size war damals der Name des größten Menüs bei McDonalds in den USA. Es war noch um einiges größer als die uns bekannten MaxiMenüs.
Mittlerweile gehört Super Size der Vergangenheit an. McDonalds bestreitet natürlich ab, dass der Film darauf einen Einfluss hatte.
Qualität
Es ist eine Dokumentation! Das soll heißen, dass man natürlich nicht die gleichen Qualitätsmaßstäbe ansetzen kann, wie bei einem Hollywood-Streifen. Zudem betrugen die Produktionskosten lediglich etwa 65.000 $. Da der Film aus den USA stammt ist er im original auf Englisch. Es gibt zwar eine deutsche Fassung, jedoch wurde nicht alles synchronisiert. Sowohl die Synchronisation, als auch die Untertitel sind teilweise ziemlich frei übersetzt. Es empfiehlt sich auf jeden Fall bei ausreichenden Englischkenntnissen Super Size Me in der Originalsprache anzuschauen.
Bild- und Tonqualität, sowie die Kameraführung empfinde ich als gelungen.
Die Dokumentation (DVD 1)
Diese gibt es in deutsch und englisch. Wie bereits erwähnt istt der Film nur teilweise synchronisiert. Wer also keine oder sehr wenige Englischkenntnisse hat, sollte auf jeden Fall den Untertitel einschalten. Ansonsten kann man das Englisch ziemlich gut verstehen.
Im Auswahlmenü (währenddessen läuft der Super Size Song, ein satirisches Lied im rockigen Stil im Hintergrund) kann man zum einen Untertitel wählen (deutsch/englisch), alle Szenen einzeln auswählen oder eben den Film starten.
Das Menü ist recht einfach und übersichtlich gestaltet.
Der Film beginnt mit einer großen Gruppe Kinder die „Rock´n´Roll McDonalds“ singen, ein witziger Kindersong, indem PizzaHut, KFC und McDonalds besungen (und mit passenden Handbewegungen dargestellt) werden.
Dann geht es auch gleich mit Hard Facts los:
Es folgt eine Sequenz über die USA, die fetteste Nation der Welt. Fast 100.000.000 der US-Amerikaner leiden an Übergewicht oder Fettleibigkeit, der zweithäufigsten vermeidbaren Todesursache.
Das Experiment
Hauptsächlich geht es in der Dokumentation um Morgans Selbstversuch: 30 Tage McDonalds-„Diät“.
Drei Mahlzeiten täglich, jedes Gericht der Speisekarte soll mindestens einmal verspeist werden und Super Size darf er nur bestellen, wenn es ihm angeboten wird. Außerdem bewegt er sich in der Zeit nur soviel wie der durchschnittliche Amerikaner.
Vorher und während seines Versuches wird er von drei Ärzten und einer Fitness- und Ernährungsberaterin untersucht, betreut und beobachtet. Seine Freundin Alex, die sich als Veganerin mit Ernährung auskennt beobachtet ebenfalls das Experiment. Sie ist es auch, die ihn nach der Zeit mit gesundem Essen wieder aufpäppelt.
Alles beginnt „normal“. Am ersten Tag fühlt sich Morgan noch wie ein kleiner Junge der sich einen großen Traum erfüllt. Als er am zweiten Tag in den Genuss seines ersten Super Size Menüs kommt, sieht die Sache schon anders aus. Er hat Probleme, die riesige Portion aufzuessen (auch das ist eine der Regeln), schafft es nur mit Mühe und das Essen bleibt nicht lange in seinem Magen.
Die nächsten Tage verlaufen allerdings ohne Zwischenfälle, schließlich schmeckt das Essen ja eigentlich (sonst hätte McDonalds wohl kaum soviel Zulauf).
Nach 12 Tagen hat er 10% seines ursprünglichen Körpergewichtes zugenommen, da er durchschnittlich doppelt so viele Kalorien zu sich nimmt, als (??) es notwendig wäre.
Seine Freundin Alex bemerkt hingegen auch Veränderungen, sie vermutet, die gesättigten Fette behindern die Blutzufuhr in seinem Penis. Morgan fühlt sich manchmal auch ein wenig erschöpft.
Kurze Zeit später nehmen seine gesundheitlichen Beschwerden zu. Er fühlt sich erschöpft, müde, niedergeschlagen, ist äußerst launisch, ist depressiv, hat Stimmungsschwankungen und kein Sexualleben mehr. Dazu kommen Kopfschmerzen, zwischen den Mahlzeiten, die nach einem McDonalds Menü wieder verschwinden. Lt. Seinen Ärzten ist dies ein eindeutiges Zeichen von Sucht.
Seine medizinischen Werte bestätigen seinen verschlechterten Allgemeinzustand. Er hat einen erhöhten Blutdruck, seine Leberwerte sind um das 10-fache gestiegen und sein Cholesterin-Wert steigt im Laufe des Versuches von 165 auf 225. Dies deutet auf eine Fettleber hin.
Bereits nach drei Wochen raten ihm sowohl seine Ärzte, als auch seine Ernährungsberaterin, seine Mutter und seine Freundin aufzuhören. Auch Morgan ist ein wenig besorgt, möchte jedoch unbedingt weitermachen. Also schleppt er sich auch durch die letzte Woche.
Während er seine letzte große McDonalds Party feiert, stellt seine Freundin bereits seinen Speiseplan für den nächsten Wochen zusammen: nahrhaftes veganes Essen, um ihn von Zucker, Koffein und zuviel Kohlenhydraten runter zu bringen, viel Wasser und Gemüsesäfte, frisches und entschlackendes Obst/Gemüse. Trotzdem braucht er insgesamt 14 Monate um endgültig wieder sein früheres Gewicht zu bekommen und zu halten (er hat bei den letzten Kilos einige Monate mit dem Jojo-Effekt zu kämpfen).
Während des Experiments stieg sein Gewicht von 84 auf 95 Kilo und sein Körperfett erhöhte sich von 11% auf 18%. Damit hat sich sein Risiko für einen Herzinfarkt fast verdoppelt. Er hat in einem Monat soviel bei McDonalds gegessen wie man lt. Ernährungsexperten in acht Jahren dort verspeisen soll.
Es dauert etwa sechs Wochen bis sich sein allgemeiner Zustand, seine Cholesterinwerte und sein Sexualleben wieder normalisiert haben.
Infos, Hintergründe, Fakten, Interviews
Neben der Dokumentation des Versuches werden viele Fakten zur amerikanischen Lebensweise gezeigt und es wird viel über die Amerikaner, ihre Gewohnheiten und Ernährung verdeutlicht. Zudem wurden viele Interviews mit den verschiedensten Leuten geführt, teilweise spontane Befragungen auf der Straße, aber auch mit Mitarbeitern in Schulkantinen,
Jared Vogel, der mal 193 Kilo wog und nun Normalgewicht hat und auf Infoveranstaltungen seine Geschichte erzählt, wird gezeigt.
Auch versuchte Morgan immer wieder einen Interviewtermin mit einem Verantwortlichen bei McDonalds zu bekommen. Bis zur Fertigstellung des Films hat er nichts konkretes von dem Konzern gehört. Am Telefon wurde er immer wieder vertröstet, per E-Mail bekam er keine Antwort.
Gerne möchte ich an dieser Stelle noch einige Eindrücke aus den verschiedenen Sequenzen des Films geben:
Die Gewichtszunahme bei amerikanischen Kindern und Jugendlichen, die sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt hat, hat später gesundheitliche Folgen: Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Schlaganfall, Gallenblasenkrankheiten, Arthritis, Schlafstörungen, Atembeschwerden, diverse Krebsarten, Stoffwechselkrankheiten, Asthma, Fettleber, Gicht, Hormon-Abnormitäten, Eierstockzysten, Unfruchtbarkeit, Altersdiabetes. 20% der übergewichtigen Kinder haben Leberfunktionsstörungen.
Bei einer Befragung von 100 Ernährungswissenschaftlern in ganz USA meinten 95%, dass Fast Food maßgeblich an der Fettsucht-Epidemie in Amerika beteiligt ist.
Und auch ein Sprecher vieler großer Soft-Drink und Junk-Food-Hersteller räumte ein „Wir sind Teil des Problems“.
McDonalds bezeichnet Konsumenten, die mindestens einmal in der Woche dort essen, als Heavy User, super heavy User sind mindestens dreimal pro Woche dort. 72% sind Heavy User und 22% Super Heavy User.
Es wird auch immer wieder deutlich wie sehr die Fastfood-Industrie Kinder beeinflusst. 10000 Werbungen sieht ein amerikanisches Kind pro Jahr, 95% davon für Süßigkeiten, Softdrinks, Cerealien und Fastfood.
Dadurch ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Kinder ihren Präsidenten, Jesus und andere bekannte Persönlichkeiten nicht erkennen, Ronald McDonalds allen aus der TV-Werbung oder als freundlicher McDonalds Mitarbeiter bekannt ist.
Im Rahmen der Dokumentation reisten Morgan und sein Team auch zu verschiedenen Schulen, um mehr über das Essen in Schulkantinen zu erfahren. Der Billiganbieter Sondexho z.B. versorgt über 400 Schulbezirke u.a. mit Schokotörtchen, Schokoriegeln und Gatorade.
Selbst bei einer staatlichen Essenversorgung durch die Regierung werden lediglich 6 von 36 Mahlzeiten gekocht, alles andere wird abgepackt geliefert.
Dabei zeigt das Beispiel einer anderen Schule sehr deutlich, dass sich Ernährung auf die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler auswirkt. An der Schule werden so genannte Problemkinder unterricht, die oft hyperaktiv sind oder aus problematischen Elternhäusern kommen. Nach der Umstellung auf gesundes Schulessen mit frischen Nahrungsmitteln, Vollkorn und ohne Zusatzstoffe arbeiteten die Schüler viel besser mit, waren ruhiger und konzentrierter. Und es kostet dasselbe wie anderes Schulessen. Allerdings wäre eine solche Umstellung in mehreren Schulen ein riesiger Verlust für die JunkFood- und SoftDrink-Hersteller. Nicht nur durch die fehlenden Einnahmen aus den Schulen, sondern auch, weil bei Schülern oft der Grundstein für ihre spätere Ernährung gelegt wird.
Zusammenschnitt
Es werden abwechselnd verschiedene Sequenzen gezeigt. Hauptsächlich geht es natürlich um das Experiment, aber alles andere kommt auch keineswegs zu kurz. Ich finde die verschiedensten Ausschnitte sehr interessant und informativ und den Film insgesamt gut zusammen geschnitten.
Extras (DVD 2)
Auf der zweiten DVD befinden sich diverse Extras, die im Kinofilm nicht zu sehen waren. Einige möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen.
Trailer
Zwei verschiedene Trailer sind zu sehen. Einen davon könnt ihr euch auf www.super-size-me.de anschauen, deshalb verzichte ich an dieser Stelle auf eine Beschreibung.
entfernte Szenen und zusätzliche Szenen
Hier findet man einige Szenen, die nicht in der Doku zu sehen waren. Z.B. eine Sequenz über Müll: McDonalds produziert täglich soviel Müll, dass man damit das Empire State Building füllen könnte.
Auch gibt es einen Ausschnitt einer Sitzung der Anonymen Esssüchtigen (die es übrigens auch bei uns in Deutschland gibt)
Es wird ein McDonalds-Fan-Ehepaar mit ihrer Sammlung (ein kleines Museum) vorgestellt. Die beiden haben in 20 Jahren geschätzte 30.000$ für McDonalds Fanartikel ausgegeben
Weiterhin findet man hier eine Interviewsequenz mit dem vielleicht größten Big Mäc-Fan, der bereits schon im Film kurz gezeigt wurde. Allein im ersten Monat nachdem er den Big Mäc für sich entdeckte hat er 265 Stück gegessen. Insgesamt waren es etwa 19.000 Big Mäcs! Bei McDonalds machte er seiner Verlobten einen Heiratsantrag.
McDonalds Project
Dieses Project wird vorgestellt. Es ist ein Zusammenschluss von Produktdesignern und Künstlerin, die gemeinnützige und soziale Aktionen für McDonalds und andere Fast-Food-Ketten vorschlagen, z.B. Decken (für Obdachlose) aus Cheeseburger-Verpackungen, kindgerechte Regenwaldinformationen auf Happy-Meals, FastFood-Entzugspräperate oder McDonalds Kondome, die gratis an Bedürftige verteilt werden könnten.
The Smoking Fry
Ein sehr interessanter Versuch. Es bleibt allerdings die Frage offen, warum McDonalds Pommes selbst nach 10 Wochen noch nicht anfangen zu schimmeln. Jeder solle sich selbst dazu Gedanken machen. Warum schimmeln diese verdammten Dinger nicht, während sich auf anderen Pommes und Burger interessante farbenprächtige Pelzlandschaften entwickelt haben, wie es bei Lebensmitteln üblich ist?!
Dann gibt es da noch einen Shop der alles mögliche (Kuchen, Schokoriegel, usw.) frittiert, sehr interessant anzusehen.
Interviews
** Eric Schlosser
Eric Schlosser ist der Autor von Fastfood Gesellschaft, einem sehr gutem Buch, dass sich ebenfalls mit dem Thema auseinander setzt.
Leider war er in der Dokumentation gar nicht zu sehen, dafür spricht er an dieser Stelle sehr lange mit Morgan über Fastfood und dessen Bedeutung für unsere Gesellschaft. Allein über dieses Interview könnte ich einen eigenen Bericht schreiben, ich würde am liebsten das ganze Interview hier zitieren und darauf eingehen, so gut und so richtig fand ich die dort gesagten Fakten, so spannend und interessant das ganze Interview. Doch zugleich ist es auch erschreckend so direkt zu hören, wo wir uns hin entwickeln.
„Laut dem Zentrum für Seuchenprävention und –bekämpfung besteht ein typischer Hamburger aus Teilen von mehreren tausenden Tieren. Es ist widerlich tausende von Tieren im Essen zu haben.“ Das erklärt meiner Meinung nach auch, warum die Gammelfleischskandale u.ä. immer größer werden. Durch diese Massenproduktionen ist schon lange nicht mehr nachvollziehbar, was genau von welchem Tier kommt.
** Alexandra
In dem knapp sechsminütigem Interview geht Morgans Freundin nicht nur auf die Dokumentation ein und spricht darüber, wie sie den Versuch erlebt hat, sondern redet auch über ihre eigene vegane Ernährung.
** Morgan
Ein von einer Europäerin geführtes Interview mit dem Produzent und Hauptdarsteller. Ich finde daraus geht vieles hervor und es werden offene Fragen aus der Doku beantwortet.
„Wenn uns unsere Gesundheit wichtig ist, dann sollten wir auch entsprechend handeln, gesundes Essen, Bewegung, Sport, Vorbild für unsere Kinder sein“. Morgan macht sowohl hier, als auch an anderen Stellen deutlich, dass nicht nur die FastFood-Konzerne schuld sind, sondern, dass wir alle verantwortlich für unsere Ernährung und Lebensweise sind.
Er kann sich auch heute noch für Begeisterung für gute Cheeseburger begeistern, jedoch nur aus einem guten Restaurant, wo alles frisch zubereitet wird.
Motivation
Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie ich auf den Film aufmerksam wurde. Als er 2004 im Kino lief, bekam ich nichts davon mit, sonst hätte ich ihn mir auf jeden Fall bereits damals angesehen.
Während bei meiner Erziehung nicht sonderlich auf gesunde Ernährung geachtet wurde (trotzdem gab es natürlich nicht nur Fastfood), beschäftige ich mich nun mehr mit Essen, deren Herkunft, Folgen und Einfluss. Außerdem beginne ich manche Dinge kritischer zu hinterfragen und mache mir dazu meine Gedanken.
Verstärkt interessieren mich Filme, sowie auch Bücher, die sich mit solchen und ähnlichen Themen auseinander setzen, z.B. auch We feed the World oder Fastfood-Gesellschaft.
Die Dokumentation habe ich bereits mehrmals gesehen, während ich die Extras auf der DVD erst kürzlich gesehen habe.
Was bewirkt(e) der Film?
Der Film war sehr erfolgreich, vor allem, wenn man bedenkt, dass es eine Low-Budget Produktion war, es keine bekannten Schauspieler gibt und keine großen Firmen dahinter stecken. Er erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: Best Director beim Sundance Film Festival 2004 und wurde 2005 sogar für den Oscar nominiert.
McDonalds verzichtete auf ein Interview im Film und mir ist auch nicht bekannt, dass es danach ein offizielles Statement des Konzerns gab. Kurz nach Erscheinen von Super Size Me wurden allerdings die Super Size Menüs aus dem Sortiment genommen, es wird jedoch abgestritten, dass der Film darauf Einfluss gehabt habe. McDonalds bietet seitdem verstärkt Salate und Fitnessprodukte an (die keinesfalls immer gesünder und kalorienärmer sind).
Mittlerweile haben mehrere Bundesstaaten in den USA Softdrinks an Schulen verboten.
Bei wie vielen Einzelpersonen der Film etwas verändert hat, lässt sich natürlich nicht ermitteln. Aber es gibt bestimmt den einen oder anderen der zumindest für einen Moment über seine Ernährung nachgedacht hat. Auch so entsteht langsam ein Umdenken.
Denn auch wenn die Konzerne und Medien durch Kapital viel Macht und Einfluss haben, liegt es doch in der Hand jedes Einzelnen kein Geld für sie auszugeben und sich ihnen zumindest ein Stück zu entziehen.
Meinungsmache ?! (kritische Stimmen)
Ich habe so manch kritische Äußerung über Super Size Me gelesen. Nicht selten wurden die medizinischen Werte, die Fachkompetenz der Ärzte und auch die Gewichtszunahme angezweifelt. Ob das denn wirklich alles so gewesen ist?! Keiner der Kritiker hat bisher einen Gegenbeweis gebracht und z.B. im Selbstversuch andere Ergebnisse präsentiert. Für mich sehe ich keinen Grund an der Glaubwürdigkeit zu zweifeln. Die Befragungen wurden an keiner Stelle als allgemeingültig dargestellt und es wurde auch nichts vorgetäuscht, dass man alles in ganz Amerika überprüft habe. Es ist klar zu erkennen, dass es spontane Straßeninterviews waren und einzelne Meinungen. Ich empfinde es als sehr realistisch. Zumal auch längst nicht nur Dicke Konsumenten gezeigt wurden, sowohl Passanten, als auch z.B. der Big Mäc Fan waren absolut normalgewichtig.
Morgan betonte mehrmals, dass es ihm nicht nur darum ginge McDonalds zu kritisieren, sondern vielmehr wolle er auch an die Entscheidungsgewalt des Einzelnen appellieren.
Auf mich wirkt das alles sehr authentisch.
Fazit
Zwar habe ich die Inhalte der DVD sehr sachlich wiedergegeben, aber trotzdem ist dort schon meine eigene Meinung eingeflossen. Zum einen habe ich die Sequenzen ausgewählt, die ich als wichtig empfand, zum anderen ist an einigen Stellen bereits meine eigene Meinung enthalten.
Ich kann den Film ruhigen Gewissens weiterempfehlen. Er enthält manche neue Information und veranschaulicht anderes auf interessante Weise. Ein ernstes Thema wurde mit einer gehörigen Portion Humor zusammengefasst. Die Extras sind für mich mindestens genauso wichtig wie die Dokumentation und es empfiehlt sich auf jeden Fall auch dort mal reinzuschauen. Gerade das Gespräch zwischen Morgan und Eric Schlosser fand ich sehr gelungen.
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Ekelig aber genial
ein Testbericht von oeta772010-01-12 14:44:33vom 12.01.2010Empfehlung: ja
Vorteile: realistisch und gut gemacht, glaubwürdig...Nachteile/Kritik: Gefahr für immer den Hunger auf Fast Food zu verlieren!
Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass ich diesen Film gesehen habe, aber er ist mir definitiv gut im Gedächtnis geblieben. Diese Dokumentation zeigt mehr als deutlich, welche gravierenden Folgen der regelmäßige Konsum von Fast Food haben kann. Gedreht wurde diese Dokumentation in den USA, doch das Problem der starken Übergewichtigkeit ist schon längst kein rein amerikanisches mehr. Auch hier in Deutschland nimmt die Zahl der stark übergewichtigen Menschen immer mehr zu. Schuld daran ist unter anderem oder vor allen Dingen eine falsche Ernährung. Natürlich spielen auch noch andere Dinge wie zum Beispiel zu wenig Bewegung eine Rolle. Doch entgegen anderer Behauptungen der großen Fast Food Konzerne beweist diese Dokumentation eindeutig, dass es schädlich ist, sich ausschließlich von Fast Food zu ernähren.
Morgan Spurlock, ein Filmemacher aus New York hat sich in einem Selbstversuch 30 Tage lang ausschließlich von Produkten einer sehr großen Fastfood-Kette, deren Name jetzt mal unerwähnt bleiben soll, ernährt. Während der gesamten Zeit wurde er dabei von einem Arzt begleitet und regelmäßig untersucht. Spurlock hat in der relativ kurzen Zeit unglaubliche 25 Pfund zugenommen. Darüber hinaus waren seine Leberwerte und seine Blutwerte recht schnell sehr schlecht und schließlich sogar Besorgnis erregend, so dass sein Arzt ihm sogar einen vorzeitigen Abbruch des Experiments anriet.
Die Dokumentation ist ebenso spannend wie ekelhaft. Mit Grauen verfolgt man das Geschehen und sieht, was diese Ernährung mit Spurlock anrichtet. Auch wenn ich selbst durchaus gerne mal Hamburger und Pommes esse - bei dieser Dokumentation vergeht einem tatsächlich der Appetit. In unserer heutigen Gesellschaft fehlt oft die Zeit oder auch die Lust, frisch zu kochen. Wer sich diese Dokumentation jedoch in Ruhe ansieht, wird vielleicht doch mal ernsthaft darüber nachdenken, ob er nicht an seiner eigenen Ernährung etwas ändern sollte. Ab und zu mal ein Burger, Pommes oder Pizza bringen niemanden um, doch wie in diesem Film mehr als deutlich wird, sollte es bei gelegentlichen Ausnahmen bleiben.
ein Testbericht von valeria2006-03-03 09:36:15vom 03.03.2006Empfehlung: ja
MC Donalds und Co dürfte wohl jeder kennen. Dieser Film beschäftigt sich mit Mc Donalds und den Folgen. Hier kommt nun mein Bericht dazu, nachdem ich ihn für Euch gesehen habe. Doch zunächst die
Fakten
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USA 2004
Regie: Morgan Spurlock
Darsteller:
Morgan Spurlock
Daryl Isaacs
Lisa Ganjhu
Stephen Siegel
Bridget Bennett
Eric Rowley
Alexandra Jamieson
David Satcher
John Banzhaf
DVD Laufzeit:
96 Minuten
Sprache: Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Dolby, Surround Sound
Laufzeit: 96 Minuten
DVD Erscheinungstermin: 20. Januar 2005
Produktion: 2004
DVD Features:
Deleted Scenes
Zusätzliche Szenen
Trailer
Interviews mit Morgan Spurlock und Alexandra Jamieson
der Inhalt
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ist schnell beschrieben, im "Bowling for Columbine" Stil wird hier gezeigt was Fast Food mit dem Körper
tut. Der Macher des Streifens lässt sich zunächsteinmal ärztlich untersuchen. Es wird festgestellt, dass er bester körperlicher Verfassung ist, diverse Blut- und Konsitutionstests liefern hierzu objektive Maßstäbe.
Dann beginnt er mit seinem Selbstversuch: 30 Tage lang nur Mc Donalds, morgens , mittags und abends. Er muß einmal die ganze Karte essen und darf nur zu sich nehmen was es bei Mc D. gibt. Gibt es kein Wasser, trinkt er kein Wasser. Zwischendurch wird er immer wieder untersucht.
Nach der Versuchsdauer hat er sehr stark zugenommen (über 20 Pfund in nur einem Monat), sein Herzinfaktrisiko hat sich verdoppelt, seine Leberwerte sind desaströs, außerdem hat der Depressionen, kein Liebesleben mehr und ist süchtig nach Fast Food.
Die Aufmachung
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Der Film ist im Michael Moore Stil gehalten, eine Reportage in etwas wackeliger Optik, mit dem Macher als Moderator der Ereignisse und gespickt mit vielen Fakten.
Über die Qualität der Aufmachung kann man sich streiten, ich persönlich mag die Popig-lockere Aufmachung und die Art wie Fakten hier vermittelt werden. Außerdem gefällt mir, dass die Fast Food Kette hier systematisch demontiert wird.
Unter anderem werden die perfiden Werbemethoden aufgedeckt, denn Kundenbindung findet bei Mc Donalds und Co schon im Kindesalter an: Mit Kindergeburtstag bei Ronald Mc Donald.
Ich persönlich bewerte die Aufmachung mit gut, aber man muß eben jenen Stil mögen.
Meine Meinung
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Ich finde diesen Film wichtig. Dieser Film sollte Pflicht für all jene werden, die ihre Kinder schon in Fast Food Tempel zerren anstatt ihnen etwas zu kochen. Jeder Zuschauer kann hier sehr deutlich die Folgen von regelmäßigen Fastfoodkonsum sehen, am Leibe Morgan Spurlocks. Kaum eine Dokumentation hat je deutlicher gezeigt, wie schädlich literweise zuckerhaltige Getränke sein können und wie ungesund es ist sich von derart gehaltlosem Essen zu ernähren.
Natürlich ist es überspitzt ausschließlich bei Mc Donalds zu essen, dennoch gibt es, zumindest in den USA, Leute, die mehrmals in der Woche dort speisen.
Ich finde diesen Film wichtig, unterhaltsam, gut gemacht , gruselig, aufrüttelnd und schockierend. Um ehrlich zu sein hätte ich nicht gedacht, dass Fast Food derart schlimme Folgen hat, auch wenn ich noch nie wirklich begeistert davon war.
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ein Testbericht von rolandmc2005-09-15 20:09:04vom 15.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: witzig, interresant, mal was anderes,
...Nachteile/Kritik: -
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Heute ein Testbericht zu einem ganz anderem Gebiet: Der Dokumentarfilm Super Size Me mit Morgan Spurlock.
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In Super Size Me, macht Morgan Spurlock einen Selbstversuch, er ernährt sich 30 Tage lang nur von der Fast Food Kette McDonalds. Nun könnte man meinen man muss ihm im Film 30 Tage lang beim essen zuschauen, so ist es aber nicht, der Film ist witzig inszeniert und enthält viel Wissenswertes. Der Film basiert auf einer Anklage McDonalds von 2 amerikanischen Jugendlichen, die so dick sind weil sie nur bei McDonalds gegessen haben, da
fragt man sich doch wieso sind sie nicht einfach wo anders hingegangen, kein Fast Food, hätten sie sich gesund ernährt, währe so etwas wahrscheinlich nicht passiert. Morgan Spurlock ging der Frage „Warum sind Amerikaner so fett ?“ nach und fand Interessantes heraus. Wo hört die Verantwortung der Fast Food Konzerne auf und wo fängt die der Kunden an ?
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Morgan Spurlock nahm bei seinem Versuch insgesamt um 25 Pfund zu, seine Leber- und Blutwerte waren schrecklich. Man erfährt in Super Size Me etwas über Leute die jeden Tag zu McDonalds gehen, mehre Hamburger auf einmal essen, Leute die in ihrer Scheune ein ganzes McDonalds Museum haben, mit allen Möglichen Sammelfiguren und Sondersachen, das Kuchen, Mars und Twix frittiert in Fett gar nicht mal so schlecht schmecken, etwas über Fast Food an amerikanischen Schulen, wie viele tausende McDonalds es auf der Welt gibt und wie viele allein davon in Amerika sind, das man sogar ein Schamhaar im Essen finden kann und vieles, vieles mehr.
Der Film ist insgesamt sehr interessant und witzig gemacht, man überlegt sich vorher doch lieber noch einmal ob man zu McDonalds oder doch lieber in die nächste Pizzeria oder ins Restaurant geht. Super Size Me erscheint unter Paramount Pictures und erschien Ende 2004.
In der Packung sind 2 DVDs enthalten, eine Film DVD und eine Bonus Disc.
www.Super-Size-Me.de
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Filminfos:
Sprache: Englisch/Deutsch (Film-DVD), Englisch (Bonus-DVD) mit Dolby Digital Surround Sound
Untertitel: Englisch/Deutsch,
Länge: ca. 99 Minuten in Farbe
Regie/Darsteller: Morgan Spurlock, USA 2004
Ohne Alterbeschränkung, eine Soundtrack CD ist erhältlich,
Extras:
- Phil Lempert/Supermarkt Guru, Phil Lawer, Interviews,
- Don Gorske der Big Mac Experte, McDonalds Project,
- Chip Shop, Eric Schlosser der Autor von Fast Food Nation, The Smoking Fry
- Entfernte Szenen, Interviews mit Morgan Spurlock und Alexandra Jamisson,
- Trailer
<>:
Mit Super Size Me findet man einen Dokumentarfilm über einen Selbstversuch von Morgan Spurlock, er ernährt sich 30 Tage lang nur von McDonalds, dabei nimmt er 25 Pfund zu und seine Gesundheit nimmt stark ab, seine Leber- und Blutwerte verschlechtern sich dramatisch.
Super Size Me ist mit vielen interessanten Infos und vielen witzigen Zusatzinformationen angereichert, ein Film für die ganze Familie über die Liebe zu Fast Food.
...
Befar, 17.10.2005
Die Wirkung von Fast Food sind eigentlich hinreichend bekannt, aber sie einmal so direkt vorgeführt zu bekommen regt evtl. mehr zu anderem Essverhalten an, als reine Statistiken. Find ich gut und Deinen Bericht auch.
Bea_im_Netz, 16.10.2005
mutiges Experiment, sollte man an unseren Schulen zeigen übrigens auch auf Elternabenden! LG
Cicila, 12.10.2005
Erschreckend... grussel So was will ich nicht sehen..
ein Testbericht von zora842005-05-11 16:42:53vom 11.05.2005Empfehlung: ja
Vorteile: unterhaltsam, skurril, nett gemacht...Nachteile/Kritik: glaubwürdig? Ekeldarstellungen
30 Tage ausschließlich bei McDonalds essen, das ist für die meisten wohl unvorstellbar. Dass einem eine solche Idee ausgerechnet mit prall gefülltem Bauch nach einem ausladenden, nahrhaften Thanksgiving-Essen kommt, wirkt noch unwahrscheinlicher. Dass es dagegen ein Amerikaner war, der diese entwickelte und in dem Dokumentarfilm „Super Size Me“ verwirklichte, wundert nicht wirklich, schließlich sind die USA die fetteste Nation der Welt.
Herzlichen Glückwunsch, sagt da der New Yorker Morgan Spurlock, bisheriger Autor von Theaterstücken, Regisseur von Musikvideos und Entwickler des MTV-Showformates „I bet, you will“. Zu diesem verrückten Experiment inspiriert haben
ihn die sich immer mehr häufenden Klagen amerikanischer Bürger gegen Fastfood-Konzerne, die sie für ire Fettleibigkeit zur Verantwortung ziehen wollen.
Spurlock stellt nun die Frage, inwiefern diese Klagen gerechtfertigt sind und wie gesundheitsschädlich Fastfood wirklich ist.
DIE REGELN:
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Morgan Spurlock muss alle 3 Mahlzeiten des Tages – Frühstück, Mittagessen, Abendessen, sowie alle Getränke – bei Mc Donalds einnehmen. In den 30 Tagen muss jedes Gericht der Speisekarte einmal gegessen werden, natürlich muss Spurlock alles restlos verputzen.
Wenn er von der Kellnerin gefragt wird, ob er sein Menü in Super Size Größe, dann muss er und nur dann darf er auch Super Size nehmen. Die „Super Size“ Größe ist ungefähr doppelt so groß wie die deutsche Maxi-Portion, das Getränk wird in einem 2-Liter-Becher serviert.
Vor dem Experiment wird Spurlock von 3 Ärzten untersucht, die ihn auch während des Experiment betreuen: Dr. Daryl Isaacs, Ärztin für innere Medizin; Dr. Lisa Ganjhu, Ärztin für Gastroenterologie; und Dr. Stephen Siegel, Kardiologe.
Alle drei Ärzte bescheinigen Morgan vor dem Selbstversuch einen einwandfreien Gesundheitszustand, optimale Blut-, Leber-, und Cholesterinwerte und gute körperliche Fitness.
Sie sagen Spurlock voraus, er werde vermutlich etwas zunehmen, sein Cholesterin werde etwas steigen, doch dramatische Entwicklungen seien nicht zu erwarten....
DAS EXPERIMENT:
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Am letzten Abend vor dem Start des Experimentes serviert Morgans Freundin, eine besorgte Veganerin, ihm noch ein letztes Abendmahl aus viel frischem Gemüse. Mit dieser letzten Stärkung stürzt sich Morgan frohen Mutes in sein Vorhaben: 30 Tage Burger, Pommes und Coke.
Und anfangs scheint es ihm auch wirklich Spaß zu machen, fröhlich mampfend übersteht Spurlock den ersten Tag ohne besondere Vorkommnisse.
Doch schon am zweiten Tag wird es Morgan zuviel: Über ein halbe Stunde braucht er, bis er sein „Double-Quarterpounder-with-Cheese-Super-Size-Menu e“ restlos verzehrt hat, etwa zwei Minuten dauert es, bis es auf unappetitliche Weise wieder den Weg nach draußen gefunden hat.
Doch Morgan gibt nicht auf und quält sich tapfer durch weitere 28 Tage, in denen er insgesamt 25 Pfund zunimmt, über Kopfschmerzen und Atemnot klagt, in Depressionen verfällt, sein Sexleben aufgibt und dabei seinen neuen Cholesterinspiegel von 230 geflissentlich übersieht.
Einer seiner Ärzte riet ihm bereits nach 20 Tagen, das Experiment abzubrechen, so verfettet sei seine Leber, so schlecht sein Gesundheitszustand. Doch Spurlock will das Experiment beenden, auch wenn man ihm deutlich anmerkt, dass diese Sache längst auch für ihn kein Spaß mehr ist.
Doch diese Story nimmt nur einen Teil des Films ein. Spurlock liefert viele skurille Episoden, witzige Details, harte Fakten, genaue Zahlen und detaillierte Hintergrundinformation zum Thema USA und Fettleibigkeit. Wir erfahren, wie sehr die McDonalds-Werbung mit Clown, Kinderspielzeug, Spielplätzen, Happy Meals und sogar eigenen Zeichentrickserien darauf aus ist, gerade Kinder zu erreichen. Wir werden darüber informiert, dass große Fast-Food-Konzerne mittlerweile fast alle Schulkantinen beliefern, dass der Sportunterricht als Pflichtfach fast in allen Schulen abgeschafft wurde und wir sehen, wie alle 5 befragten Kinder auf Bildern zwar Ronald Mc Donald erkennen, aber keiner Jesus, den ein kleiner Junge gar für George W. Bush hält.
Wir erfahren dass Fettleibigkeit nach dem Rauchen die zweithäufigste vermeidbare
Todesursache darstellt und in Begriff ist, Platz eins zu erobern.
Wir hören, dass 37 % der Amerikaner übergewichtig sind, bei den Erwachsenen gar 2/3 der Bevölkerung, wovon 5 % ganze 100 Pfund zu schwer sind.
Wir erfahren, dass jedes dritte Kind, dass im Jahre 2000 in Amerika geboren wurde, im Laufe seines Lebens an Diabetes erkranken wird, sollte sich an den Ess- und Sportgewohnheiten nichts ändern: 60 % der Amerikaner treiben überhaupt keinen Sport.
Die 2 Liter Coke enthält 48 Löffel Zucker.
Mc Donalds unterteilt seine Stammkunden in „Heavy Users“ und „Super Heavy Users“, zweideutige Bezeichnungen, die jedoch ferner das Gewicht, als vielmehr die Häufigkeit der Besuche ausdrücken sollen. Heavy Users kommen einmal die Woche, Super Heavy Users drei bis vier mal. Einen dieser Super Heavy Users lernen wir kennen. Ein spleeniger Typ mit leichter Kohn-Lennon-Ähnlichkeit verputzt im Jahr knapp 800 Burger. Er ist so vernarrt in seinen Fastfood-Laden, dass er hier sogar seiner Freundin den Heiratsantrag machte. Na Mahlzeit!
KRITIK:
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Ironisch und (im wahrsten Sinne des Wortes) bissig reist Spurlock also durch Amerikas fetteste Bundesstaaten (an erster Stelle steht übrigens Texas), entrüstet und amüsiert sich, deckt Profit- und Machtinteressen der Konzerne auf, und entdeckt skurille Geschichten und witzige Interviewpartner in einem absolut fastfoodverrückten Land.
Ein bisschen eklig, ein bisschen satirisch, ein bisschen politisch.
Ein bisschen in Michael-Moore-Manier.
Denn vieles scheint von Filmen wie „Bowling for Columbine“ abgekupfert zu sein. Auch in „Super Size Me“ finden sich Moore-typische Zeichentrickeinblendungen, schnelle Schnitte und Fakten im Schnelldurchlauf. Auch legt Spurlock eine Michael Moore sehr ähnliche, harmlos scheinende, lauernde Arglosigkeit an den Tag, wenn er seine Interviews führt.
Irgendwie kommt einem „Super Size Me“ also doch irgendwie bekannt vor, auch wenn Spurlock ein wenig netter und umgänglicher, nicht ganz so verbissen wirkt wie Michael Moore das für gewöhnlich in seinen Filmen tut.
Spurlock legt seinen Schwerpunkt sehr auf das Thema Fettleibigkeit, ein Thema bei dem ich mich nun nicht wirklich angesprochen fühle. Wie gesundheitsgefährdend Mc Donalds aber für diejenigen sind, die trotz ausgiebigen Burger-Mampfens nicht oder bloß wenig zunehmen, wird leider gar nicht angesprochen.
Außerdem ist man bisweilen geneigt, anzuzweifeln, ob alle Darstellungen der Realität entsprechen, oder ob nicht vielleicht doch etwas übertrieben und gemogelt wurde.
Etwas unglaubwürdig wirkt zum Beispiel oben erwähnte Jesusbild-Szene, auch einige Straßeninterviews wirken übertrieben oder gar gestellt.
Vielleicht wäre es auch schöner gewesen, wenn Spurlock etwas weg vom Ekel-TV a la „I bet, you will“ gefunden hätte und sich etwas mehr mit den konsuminteressierten Machtstrukturen der Industrie dahinter beschäftigt hätte.
REAKTIONEN AUF DEN FILM:
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Nach Erscheinen des Films in Australien startete der dortige McDonalds Konzern eines Plakat-Kampagne unter der Überschrift „Seen ‚that movie’?“ – Haben Sie diesen Film gesehen?
Auf Plakaten, Internetseiten und in Tv-Spots wird gezeigt, welche von Spurlock verkündeten Tatsachen in Wirklich nicht der Wahrheit entsprechen sollen. Acht Behauptungen werden hier Punkt für Punkt widerlegt.
Außerdem weisen sie auf neue Joghurts und Salte hin – mit weniger als 10 Gramm Fett.
FAKTEN
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Regie: Morgan Spurlock
Darsteller: Morgan Spurlock
Dr. Daryl Isaacs
Dr. Lisa Ganjhu
Dr. Stephen Siegel
Bridget Bennett
Filmstart in Deutschland ist der 15.Juli 2004
(Gesehen in der Sneak Preview am 8.7.)
FAZIT:
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„Super Size Me“ anzuschauen lohnt sich sicher. Ob Moral der Geschichte greift und sich die Essgewohnheiten Millionen Amerikaner und Deutscher nun ändern, bleibt zweifelhaft. Mein Freund, der mit mir diesen Film sah und als eine Zwischenstufe zwischen Heavy und Super Heavy User bezeichnet werden dürfte (was man ihm glücklicherweise und beneidenswerterweise nicht ansieht) hat jedenfalls nicht vor, sich in Zukunft gesünder zu ernähren.
Unterhaltsam und witzig wars trotzdem, ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet zu vier.
Weiterhin guten Appetit wünscht:
Die Fastfood sowieso verabscheuende Zora
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