Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst
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Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst
Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst
Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst

Testberichte Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst

 (Taschenbuch)
4.2 von 5
Platz 31 in der Kategorie "Belletristik Romane & Erzählungen - Die".
Bewertung: Kundenbewertung 4,30 / 5,00 4.2 von 5
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Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,30 / 5,00 4.2 von 5
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Amüsant, zügig zu lesen, trotzdem niveauvoll
  • - schnell und sehr einfach zu lesen - gelungene Handlung - gute Erzähltechnik und Inszenierung
  • Unterhaltung!
  • Preis, Spannung
  • Interessant
Nachteile/Kritik
  • der Preis...8,50 Euro sind doch etwas viel
  • - hoher Preis
  • nicht so schönes Cover.
  • Liebesgeschichte langatmig
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der Currywurst / Timm, Uwe
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Elwira

Die Entdeckung der Currywurst...ein wunderschönes Buch

ein Testbericht von 2004-03-15 15:14:24 vom 15.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Amüsant, zügig zu lesen, trotzdem niveauvoll...
Nachteile/Kritik: der Preis...8,50 Euro sind doch etwas viel
Anfangs hatte ich keine Lust, dieses Buch zu lesen...wer liest schon gern Schullektüren. Letztlich musste es aber sein also hab ich mich eines Samstagnachmittags hingesetzt und die ersten Seiten gelesen...und war Sonntagabend fertig!
Das Buch ist eine Novelle von gut 180 Seiten, aufgeteilt in 7 Kapitel. Erschienen ist es im dtv Verlag und geschrieben wurde es von Uwe Timm.
Inhaltsangabe:
Der Erzähler,sein Name wird nie genannt, kommt durch Kneipenerzählungen dazu, die Entdeckung der Currywurst näher zu hinterfragen. Seiner Meinung nach wurde diese von einer Imbißbudenbesitzerin in seiner früheren Heimatstadt Hamburg erfunden. Also macht er sich auf die Suche nach ihr und findet die nun um die 80 Jahre alte Frau,einemltersheim wieder.Sie ist in der Zwischenzeit erblindet, hat aber in ihrem Leben so viel Erfahrung gesammelt, dass sie selbst blind in der Lage ist, einen Pullover mit einer Landschaft für ihren Urenkel zu stricken. Von nun an besucht der ERzähler die alte Dame siebenmal, woraus sich die sieben Kapitel ergeben.
Die Frau erzählt ihm, wie sie kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, sie war um die 40 Jahre alt, einen Ende Zwanzig jährigen Mann versteckt. Er hätte eigentlich wieder in den Krieg ziehen sollen, desertiert jedoch aus Angst vor dem Tode.
Sie erfährt von ihm von einem ausländischen Gewürz namens Curry, mehr hat er mit der Entdeckung jedoch nicht zutun. Nachdem der Krieg zu Ende ist und sich das Paar, welches in den 28 Tagen ihrer Zweisamkeit nicht verliebt, aber doch eine innige, körperliche Beziehung zueinander aufgebaut hat, streitet, verlässt er sie und geht zurück zu seiner Frau.
Kurze Zeit später taucht auch der Mann von Lena Brücker, der Hauptdarstellerin der Novelle, wieder auf. Nachdem sie jedoch von seinen wiederaufkeimenden Affären mitbekommt, wirft sie ihn kurzerhand aus der wohnung. Zeitgleich verliert sie ihren Job in einer Kantine und muss sich nun selbst durch's Leben schlagen... Und hier beginnt ihre "Karierre" als Imbißbudenbesitzerin und die Entdeckung der Currywurst...

Meiner Meinung nach ein fantastisches Buch. Es ist leicht und zügig zu lesen, beleuchtet den Alltag während und nach dem zweiten Weltkrieg, die täglichen Probleme aber auch die kleinen Freuden im Leben. Dieses Buch ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, denn es zeigt, dass man mit nichts vieles erreichen kann und dass auch die hoffnungsloseste Situation Glück in sich bergen kann.
Unbedingt lesen
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
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Daher kommt die Currywurst

ein Testbericht von 2010-11-22 15:10:35 vom 22.11.2010
Empfehlung: ja
Hallöchen!!!
Diesmal möchte ich über ein Buch schreiben, dass wir gerade im Deutschunterricht behandeln. Es heißt "Die Entdeckung der Currywurst" und wurde von Uwe Timm verfasst.

Uwe Timm wurde am 30. März 1940 in Hamburg geboren. Sein Philosophie und Germanistik Studium brachte ihn nach München und Paris. Seit 1971 lebt er als Schriftsteller in München und hat einige bekanntere Novellen und andere Bücher veröffentlicht. Ein bekanntes müsste "Rennschwein Rudi Rüssel" sein.
Zu erwerben ist die Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" im Deutschen Taschenbuch Verlag unter der ISBN 3-423-12839-9 für 8,50€. Das Buch beinhaltet 187 Seiten, die in 7 Kapiteln zusammengefasst worden sind.

Bei der Novelle wird eine Rahmen- und Binnenhandlung verfolgt. Diese werde ich euch einzeln näher beschreiben
Wie man aus dem Titel entnehmen kann, geht es hier um die Entdeckung der Currywurst. Die Rahmenhandlung spielt in den 60er Jahren.

Der Ich-Erzähler erinnert sich an seine Kindheit in Hamburg und an die vielen Currywürste, die er bei Lena Brückner am Hafen gegessen hat. Die letzte Currywurst bei ihr ist nun fast 12 Jahre her und seitdem hat nie wieder eine so hervorragende Wurst seinen Gaumen berührt. In Berlin unterhält er sich mit einen Personen, die der Meinung sind, dass die Currywurst aus Berlin kommt. Das macht den Erzähler neugierig, denn er dachte, Lena Brückner hätte diese erfunden. Er macht sich auf den Weg, um den Ursprung der Currywurst zu finden.
In Hamburg angekommen, stellt sich heraus, dass Lena Brückner im Altersheim sitzt. Er fährt sie besuchen und in einigen Tagen erfährt er die gesamte Geschichte von ihr, ihrer Würstchenbude und der Currywurst. Die Geschichte zieht sich über einen Großteil des Buches hin. Sie wird immer wieder von kleinen Unterhaltungen, Kaffepausen zwischen dem Ich-Erzähler und Lena Brückner unterbrochen.
Am Ende der Rahmenhandlung kommt der Ich-Erzähler aus den USA wieder und muss feststellen, dass Lena Brückner verstorben ist. Sie hat ihm aber den Pullover, an dem die damals schon blinde Frau gearbeitet hat, vererbt.

Nun aber zum Hauptteil des Buches, der Binnenhandlung. Die Binnenhandlung spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegen und in den ersten Tagen danach.
Lena Brückner, die zur Zeit die Leitung einer Kantine übernommen hat,will an diesem Abend ins Kino gehen. Lena selber ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre Tochter lebt woanders und ihr Mann und Sohn wurden eingezogen. An der Kasse begegnet sie dem Bootsmann, Bremer. Bremer ist auf den Weg zu seiner Truppe und hat einen kurzen Aufenthalt in Hamburg. Er hatte die gleiche Idee und so kommt es zu der Begegnung. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und beide werden in ein Gespräch verwickelt. Lena nimmt Bremer mit zu sich nach Hause und bewirtet ihn reichlich. Am Ende des Abends bietet sie ihm ein Nachtlager an. Während dieser Nacht kommt die Frage auf, ob er nicht bis zum Ende des Krieges bleiben soll. Am Morgen ist es entschieden und Bremer ein Desateur.
In den nächsten Kapiteln wird sein Versteckspiel in Lenas Wohnung beschrieben. Inzwischen ist der Krieg zu Ende, doch aus Angst allein zu sein und Bremer, der verheiratet und Vater ist, zu verlieren, verschweigt Lena alles. Das Spiel geht noch einige Zeit weiter, bis Bremer Lunte riecht und eines Nachmittages, als Lena von der Arbeit nach Hause kommt, verschwunden ist. Er hat ihr lediglich seine alte Uniform dagelassen. Ein Brief oder ähnliches findet sie trotz verzweifelter Suche nicht.
Nach nicht allzu langer Zeit klingelt es an der Tür und ihr Mann taucht wieder auf. Dieser ist noch fauler als früher und lässt sich von vorne bis hinten bedienen. Lange macht Lena das mit. Doch auch ihr wird klar, dass dies kein Leben ist und setzt ihren Mann ohne alles vor die Tür.
Sie selber hat in der Zwischenzeit ihren Job verloren und hat den Entschluss gefasst, sich selbständig zu machen. Eigentlich hatte sie eine andere Verkaufsidee, doch als sich diese nicht realisieren lässt, da die gewünschte Tauschware nicht vorhanden ist, nimmt sie den Vorschlag an und tauscht gegen Curry und Ketschup. Auf dem Heimweg stürzt sie unglücklicherweise und der Curry vermischt sich mit dem Ketschup. Das Schicksal hatte es gut mit ihr gemeint. Denn als sie dieses Gemisch probierte, stellte sie fest, was für ein herrlicher Geschmack dies sei und so entstand die Currywurst und ihre berühmte Würstchenbude am Hafen Hamburgs.

Der Autor hat die Kombination dieser beiden Geschichten sehr gut verwirklicht. Uwe Timm hat auf sehr viele unterschiedliche Stilebenen zurückgegriffen. Besonders auffallend ist, dass er im gesamten Text keine wörtliche Rede verwendet. Ansonsten nimmt er viele kurze Sätze aber auch lange Satzgefüge zur Hilfe. Alleine in den ersten Kapiteln werden häufig Elipsen verwendet.
Die verzwickte Schreibweise des Autors erschwert das Lesen der ansonsten nicht schlechten Novelle erheblich. Er verwendet Zeitsprünge, die es dem Leser nur schwer ermöglichen dem Geschehen im Buch zu folgen. In dem Satz ist man noch in die Handlung im Altersheim vertieft und schon ist man ohne Übergang in der Geschichte von Lena und Bremer. In manchen Fällen ist man verwirrt und muss nachlesen, bis man den Zeitsprung gefunden hat und ihn auch besser nachvollziehen kann. Aus den eben genannten Gründen ist das Buch meiner Meinung nach von den stilistischen Hilfsmitteln sehr anspruchsvoll. Man sollte sich Zeit nehmen, wenn man "Die Entdeckung der Currywurst" lesen sollte.
Zwar geht es im Buch auch um den zweiten Weltkrieg, aber der spielt nur eine kleine Rolle. Den Hauptteil übernimmt die Liebe zweier Menschen, die sich ohne den Krieg nie kennengelernt hätten. Die Geschichte ist zwar gut umgesetzt, aber an vielen Stellen zu langatmig. Der Anfang und das Ende sind aus meiner Sicht das Interessanteste an dieser Novelle. Im Hauptteil des Buches wird alles viel zu lang und detailliert beschrieben, so dass es für den Leser schnell langweilig wird. Man überspringt schnell mal einige Seiten und verpasst so etwas, was vielleicht wichtig gewesen wäre. Dies viel mir besonders beim gründlicheren Lesen in der Schule auf.

Da wie oben schon gesagt, das Buch unser Thema im Deutschunterricht ist, will ich das auch mal darauf beziehen. In unserer Schule wird die Novelle häufig für den Realschulabschluss als Lektüre verwendet. Meiner Meinung nach sollte man es auch nicht früher lesen, denn es wäre zu schwer zu verstehen. Für den Unterricht ist es eine angemessene Lektüre, wobei es sicherlich spannendere Bücher über das gleiche Thema, den zweiten Weltkrieg, gibt.
Wenn man sich für dieses Thema interessiert und einem die Langatmigkeit in vielen Passagen nicht stört, sollte man sich das Buch kaufen oder zumindest lesen. Vielleicht wären weniger Seiten sinnvoller gewesen.

Da mich der Stil des Autors, bis auf die oben genannten Passagen, faziniert, werde ich ihm trotzdem fünf Sterne geben und es euch somit auch empfehlen.
Man liest sich! Eure Sarah
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Kommentare
austin77
austin77, 22.11.2010
du liest bei mir und ich bei dir, so macht yopi Spaß. lg
morla
morla, 22.11.2010
einen gute wochenstart lg. petra
Lale
Lale, 22.11.2010
Allerbesten Gruß
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Magicfinger

So wurde die Currywurst entdeckt

ein Testbericht von 2007-12-02 15:04:45 vom 02.12.2007
Empfehlung: ja
Vorteile: Interessant...
Nachteile/Kritik: Liebesgeschichte langatmig
Der Autor:
========
Uwe Timm wurde am 30.03.1940 in Hamburg geboren. Nach seinem Abitur hat er in München und in Paris ein Studium über Philosophie und Germanistik belegt. Danach belege er ein Studium über Soziologie und Volkswirtschaft in München. Timm erhielt für seine zahlreichen Romane und Erzählungen verschiedene Auszeichnungen und Preise wie zum Beispiel die beiden bedeutenden italienischen Literaturpreise Premio Napoli und Premio Mondello. Weitere Werke: Heißer Sommer, Kerbels Flucht, Der Schlangenbaum, Rennschwein Rudi Rüssel, Kopfjäger, und Rot um nur mal ein paar seiner Werke zu nennen.

Inhalt:
=====
Die Entdeckung der Currywurst ist eine Novelle aus dem Jahre 1993 und handelt vom zweiten Weltkrieg. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei dem Buch um die Erzählung, wie die Hauptperson des Buches (Frau Brücker) die Currywurst entdeckt hat. Der Erzähler ist auf der Suche nach seinen Kindheitserinnerungen, die er damals in Hamburg verlebt hat und er möchte gerne den Ursprung der Currywurst ergründen. Dazu besucht er die frühere Inhaberin der Imbissbude, Frau Brücker im Altersheim um die Geschichte und die Hintergründe der Currywurst zu erfahren. Sie ist mittlerweile sehr alt und lebt im Altersheim. Im Alterheim findet er schließlich Frau Brücker und erfährt neben der Geschichte der Currywurst auch eine interessante und bewegende Geschichte:

In den letzten Kriegstagen 1945 begegnet Frau Brücker im Kino dem Marinesoldaten Hermann Bremer. Durch ein Fliegerangriff müssen beide in einen Luftschutzkeller flüchten du lernen sich dort näher kennen. Anschließend nimmt Frau Brücker den Mann zu sich mit nach Hause und es kommt wie es kommen muss zu einer wilden Liebesnacht. Der Liebe unterworfen desertiert Bremer und Frau Brücker halt den Soldaten bei sich vor der Armee versteckt. Kurze Zeit später werden die Nazis besiegt, aber Frau Brücker teilt das dem Soldaten nicht mit um so den Soldaten noch bei sich in der Wohnung zu halten. Bremer erfährt vom dem Ende der Nazis und verlässt auch die Schützende Obhut von Frau Brücker. Allein auf sich gestellt muss Frau Brücker das Leben alleine meistern und hat die Chance eine Imbissbude zu führen und wird somit stolze Besitzerin dieser. Durch einen Zufall wird dann die Currywurst entdeckt, aber mehr möchte ich hier an dieser Stelle nicht verraten, um die Spannung zu wahren.

Weitere Informationen zum Buch:
==========================
Das Buch ist im DTV Verlag erschienen und hat 186 Seiten. Die Abmessungen des Buches betragen 189mm x 121mm x 12mm. Die ISBN-NR: ISBN 3-423-12839-9 und das Buch beinhaltet insgesamt sieben Kapitel . Der Preis beträgt 8,95Euro

Fazit:
====

Bei dem Buch "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm handelt es sich um ein spannendes Buch,. Zwar muss man sich am Anfang in die Geschichte einlesen, aber am Ende kommt man nicht mehr davon los. Die Liebensgeschichte hätte man meiner Meinung nach kürzen können, aber anderen Leuten würde dies mehr gefallen. Die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Für 8,95 Euro bekommt man ein interessantes Buch.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
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Kommentare
Gemini_
Gemini_, 11.12.2007
Ich wünsche dir eine besinnliche Weihnachtszeit!!! LG
swissflyer
swissflyer, 02.12.2007
Einen wunderschönen ersten Advent wünsche ich Dir...
Katzen_Baer
Katzen_Baer, 02.12.2007
Ich wünsche dir einen wunderschönen 1. Advent!
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bembel

Die Entdeckung der Currywurst (Novelle)

ein Testbericht von 2007-11-06 18:16:04 vom 06.11.2007
Empfehlung:
Vorteile: Preis, Spannung...
Nachteile/Kritik: --
Taschenbuch
--------------------


* Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv)
* Uwe Timm - Die Entdeckung der Currywurst (Novelle)
* 11. Auflage Dezember 2006
* Umschlagbild: Ausschnitt des Gemäldes "Die rote Jacke" von Albert Aereboe
* Gedruckt auf säurefreiem, chlorfrei gebleichtem Papier
* Gedruckt in Deutschland
* Größe: 19,3 x 11,9 x 1,4 cm
* Seiten: 187
* Widmung: Für Hans Timm (1899-1958)

* ISBN-10: 3-423-12839-9
* ISBN-13: 978-3-423-12839-1

____________________________________________

Autor:
---------

* Name: Uwe Timm
* Geboren: am 30.03.1940 in Hamburg
* Ausbildung:
- Lehre als Kürscher
- Abitur
- Studium -> Philosophie & Germanistik in München & Paris
* seit 1971 freier Schriftsteller
* 1971/1972: Gründung von "Wortgruppe München"
* Mitherausgeber von: "Literarische Hefte"
* erhielt viele Preise
- z.B. ital. Literaturpreis "Premio Napoli" für sein Werk "Rot"
* Weitere Werke:
- "Heißer Sommer" (1974)
- "Morenga" (1978)
- "Kerbels Flucht" (1980)
- "Der Mann auf dem Hochrad" (1984)
- "Der Schlangenbaum" (1986)
- "Rennschwein Rudi Rüssel" (1989)
- "Kopfjäger" (1991)
- "Johannisnacht" (1996)
- "Nicht morgen, nicht gestern" (1991)
- "Rot" (2001)
usw.




Inhalt:
---------

KAPITEL 1
-------------------

>> Personen <<
( Ich-Erzähler, Lena Brücker, Tante des Ich Erzählers (oder Frau Brückers Nachbarin), Herr Zwerg (Ladenbesitzer), Bootsmann Herrmann Bremer,......)

Der Ich-Erzähler der Novelle "Die Entdeckung der Currywurst", ein junger Mann aus München, besuchte heimlich seine Tante in Hamburg, denn sie wohnte in einem gefährlichen Viertel und seine Eltern waren gegen einen Besuch. Als seine Tante bereits tot war, fuhr er dennoch jedes Jahr nach Hamburg, um bei Frau Brücker, der Besitzerin einer Hamburger Imbissbude, eine Currywurst zu essen. Jedes Jahr musste er sich von ihr anhören, dass sie die Imbissbude schließen wollte. Doch bei seinem nächsten Besuch war sie wirklich verschwunden. Der Ich-Erzähler (junge Mann) war danach viel unterwegs und kam auch an anderen Imbissbuden vorbei. Dort stritten sich die Kenner, wer denn die Currywurst erfunden hatte. Er vermutete, dass es Frau Brücker (Mitte der 40-er Jahre) war. So machte er sich ein weiteres Mal auf den Weg nach Hamburg, um die vermeintliche Erfinderin zu funden. Nachdem er feststellen musste, dass außer einem Mann, Herrn Zwerg, noch von den Leuten aus der Gegend der Brüderstraße, in der damals seine Tante wohnte, keiner übrig geblieben war, fand er Lena Brücker in einem Pflegeheim wieder. Sie war mitlerweile sehr alt und blind und strickte aber dennoch. Sie konnte sich noch gut an ihn erinnern und er fragte seine Frage, ob sie denn die Currywurst erfunden habe, aber er bekam nicht sofort die gewünschte Antwort.
Stattdessen schob Frau Brücker eine andere Geschichte, die sich im Zweiten Weltkrieg abspielte, vor. Siebenmal besuchte er sie und hörte ihr gespannt zu. Frau Brücker erzählte, dass sie beim Kinobesuch zufällig einen jungen Marinesoldaten, Hermann Bremer, kennenlente. Noch bevor der Film begann, hörte man die Luftschutzsirenen und sie liefen gemeinsam in einen Luftschutzraum. Dort wurden sie von den Leuren gemustert und er erzählte ihr von der Marine. Nach einer Stunde kam es zur Entwarnung und sie gingen, mit einer Feldplane über dem Kopf, zu ihrer Wohnung.
(...)
Der junge Mann bekam das Angebot sich länger in Lena Brückers Wohnung weiterhin aufzuhalten antstatt zurückzukehren und vllt. an der Front erschossen zu werden. Er entschied sich bei ihr zu bleiben und wurde dadurch fahnenflüchtig.
(...)




Eigene Meinung/Aufbau/...
---------------------------------------

* Das war der Beginn der Liebesgeschichte zwischen Lena Brücker und dem jungen Hermann Bremer.
Sie erzählt dem Ich-Erzähler von dieser geheimnissvollen Beziehung in der Zeit des 2. Weltkrieges.

* In insgesamt 7 Kapitel wird auf eine spannende Art und Weise von der Entdeckung der Currywurst erzählt. Die Perspektiven und Zeitsprüunge lassen die Geschichte noch interessanter wirken.
Mir persönlich gefiel das 3. & 7. Kapitel am besten.
Im 7. Kapitel erfährt man das (offene?!) Ende der Beziehung Brückers und Bremers und ein Geschenk sorgt für einen kleinen "Höhepunkt" und regt zum Nachdenken an.
Es besteht in der Geschichte anfangs kein direkter Bezug zum eigentlichen Titel und der Frage, ob sie denn nun die Erfinderin war. Das sorgt außerdem zur Spannung. Man kann sich gut in die Personen hinein versetzen und es wirkt alles bis zum Schluss "geheimnisvoll". Die Novelle verleitet an vielen Stellen zum Nachdenken, da die Geschehnisse immer noch Bezug zur Gegenwart haben.
Schön fand ich, dass der Ich-Erzähler Frau Brücker jedes Jahr besuchte, obwohl zwischen Hamburg und seinem Wohnort München viele Kilometer lagen.



Schreibstil
------------------

Der autor lässt einen jungen Mann die Geschichte einer Frau (Lena Brücker) in den 40er Jahren erzählen und schiebt immer wieder die Gegenwart ein. Dies wirkt so, als ob die Frau die Erzählerin wäre. Der Leser muss durch immer wieder eintretende Einschübe aufpassen, um welche Zeit es sich denn handelt. Es sind verknüpfte Handlungen und alles, was so zufällig erscheint, ist plötzlich mehr als das. Der Autor zählt vieles auf und beschreibt Orte sehr detailliert. Anführungszeichen verwendet er keine.
Uwe Timm verwendet außerdem einige Fremdwörter z.B.
S. 23 - Defätismus
S. 27 - Kaventsmänner
S. 28 - Flak
S. 41 - Scharmützel
S. 42 - Division
S. 46 - Deserteuer
S. 48 - krüsch
S. 67 - Spökenkieker
usw.



Andere über das Buch:
--------------------------------

* "Raffiniert erzählt". (Fritz Gesing in der Zeit)
* "Eine Liebesgeschichte von zeitgeschichtlicher Gleichniskraft" (Walter Hinck in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)
* "Das Hohelied auf ein unspektakuläres Frauenleben... Der Autor versteht es, das Geflecht menschlichter Beziehungen auszuleuchten. Sinnlichkeit, Heiterkeit, Bitternis und Trauer sind in dieser Geschichte so ineinander verwoben, daß die zum nachhaltigen Lektüreerlebnis wird." (Ursula Reinhold im Neuen Deutschland)




Faszit:
----------

"Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm ist ein spannendes Buch, in das man sich anfangs erstmal heineinlesen muss.
Es handelt vom Zweiten Weltkrieg und ist für die, die sich für diese Zeit interessieren gut geeignet und auch für die, die gerne eine geheimnissvolle Beziehungsgeschichte lesen, in der es viele Geheimnisse, Lügen usw. geht.
Es ist leicht zu lesen.
Ich habe bewusst nur das 1. Kapitel zusammengefasst, da man das Buch einfach selber lesen muss und man nicht zuviel verraten darf. :-P
Mit 8,50 € kann man für dieses Buch nichts falsch machen!



Danke im Vorraus für eure Bewertungen.
Liebe Grüße,
bembel



PS: Ich schreibe auch auf anderen Seiten mit den Namen bembel & bembel007 Berichte.
...
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Kommentare
moniseiki
moniseiki, 15.11.2007
SH--LESEN UND GELESEN WERDEN--Liebe grüße moniseiki-
MaxOscar
MaxOscar, 06.11.2007
Prima, sehr hilfreich, viele Grüße
katy50
katy50, 09.12.2007
LG und einen schönen 2. advent
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Die Entdeckung der Currywurst von Uwe Timm

ein Testbericht von 2005-06-06 22:22:23 vom 06.06.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Unterhaltung!...
Nachteile/Kritik: nicht so schönes Cover.
Warum ich das Buch gelesen habe:

Also es ist so, dass "die Entdeckung der Currywurst" ein gut zu lesendes Buch ist, in dem man einen Eindruck von Kriegsende bis Nachkriegszeit erhält. Meine Deutschlehrerin wollte unbedingt dieses Buch mit uns lesen, da in der 10.Klasse alles um den 2.Weltkrieg wichtig ist. Erst habe ich gedacht, dass es wieder so eine langweilige Schullektüre wird, aber ich wurde sehr positiv überrascht!

Zum Inhalt:

Die Hauptperson in dem Buch ist Frau Brücker, die einem jungen Mann erzählt, wie sie auf die Currywurst gekommen ist. Frau Brücker ist schon sehr alt und ist blind als der junge Mann sie im Altersheim besucht. In der Rahmenhandlung des Buches strickt Frau Brücker einen Pulli und gleichzeitig erzählt sie wie sie einen jungen hübschen Mann mit zu sich nach Hause nahm und dort verpflegte. Dieser Weggefährte hieß Herr Bremer und nahm die Stellung ihres Mannes, der sie verlassen hatte, ein. Sie mussten das streng geheim halten, weil Herr Bremer bei ihr blieb und damit fahnenflüchtig wurde. Curry spielte bei Herr Bremer eine wichtige Rolle, da es sein Lieblingsgewürz war. Eigentlich kochte Frau Brücker gar nicht gerne, doch als die Lebensmittel knapp wurden, wurde sie auf einmal kreativ und kochte dann auch sehr gerne. Am Ende der Geschichte erzählt Frau Brücker, wie sie sich selbstständig machte und die Currywurst durch Zufall "entdeckte". Als der junge Mann, der sich geduldig die Geschichte anhörte, Frau Brücker wieder besuchen möchte, ist sie verstorben, doch sie hinterlässt ihm den begleitend gestrickten Pulli.

auffällige Aspekte:

1)
Das Buch ist komplett ohne Redezeichen geschrieben und lässt teilweise eine Verwirrung beim Leser entstehen, der zwischen den Personen und Zeiten hin- und hergeworfen wird. Rahmen- und Haupthandlung verschmelzen ineinander, deshalb muss der Leser schon bei der Sache bleiben.

2)
Es gibt ab und zu sehr intime Stellen im Buch z.B.:
"Er lag da angespannt, sie spürte diese Anspannung unter seiner Haut, eine wachsahme Anspannung. Sein Glied war klein, lag ihr warm in der Hand. ..."

Das Buch kostet 8,50 EUR und ist damit 1 EUR günstiger als der Großdruck. Das Cover finde ich persönlich bei dieser Ausgabe etwas eintönig!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
smoother

Die Entdeckung der Currywurst

ein Testbericht von 2005-01-14 23:20:19 vom 14.01.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: - schnell und sehr einfach zu lesen - gelungene Handlung - gute Erzähltechnik und Inszenierung...
Nachteile/Kritik: - hoher Preis
"Das Hohelied auf ein unspektakuläres Frauenleben... Der Autor versteht es, das Geflecht menschlicher Beziehungen auszuleuchten. Sinnlichkeit, Heiterkeit, Bitternis und Trauer sind in dieser Geschichte so ineinander verworben, dass sie zum nachhaltigen Lektüreerlebnis wird."

So wurde Ursula Reinbold im "Neuen Deutschland" zitiert und umschreibt damit eine gut inszenierte Liebesgeschichte, die dann "zufällig zur Entdeckung der Currywurst führte".

Als Gymnasiast bin ich bemüht viel zu lesen. Daher habe ich die Anregung meines Deutschlehrers wahrgenommen und mir dieses Buch für stolze 8,50€ gekauft. Wie er bereits bei seiner Vorstellung des Buches erzählte, handelt es sich um eine Liebesgeschichte, spannend und sehr authentisch erzählt.

Hier nun meine kurze Inhaltsangabe:
Der Erzähler (vermutlich der Autor?) erinnert sich an seine Kindheit in Hamburg zurück: Dort aß er vor etwa 40 Jahren immer eine Currywurst, am Stand von Frau Brücker. Da es soetwas damals nirgendswo anders gab, glaubt er, Frau Brücker sei die Entdeckerin der Currywurst und macht sich zu der mittlerweile im Altenpflegeheim untergebrachten Brücker unterwegs, um ihre Geschichte zu hören, wie sie die Currywurst entdeckte:

Ende des Krieges, in der Hamburger Hafengegend: Lena Brücker, damals schon 40, nimmt einen später desertierenden Marineoffizier bei sich auf, da ihr eigener Mann gerade an der Front in Russland kämpft. Sie verliebt sich in ihm. Als Deutschland längst kapituliert hat, will sie diese Liebe künstlich verlängern und erzählt ihm, der Krieg sei noch im vollen Gange, jetzt gegen Russland.
Eines Tages jedoch, der Marineoffizier hat nur noch den Krieg im Kopf, vernachlässig Lena Brücker, rutscht es ihr heraus: "Der Krieg ist schon längst aus. Aus, verstehste? Futschikato!" - wenige Tage später ist er verschwunden.
Die Zeit bis dahin war sehr schön und romantisch aber auch sehr gefährlich: Ihr Vermieter, ein überzeugter Nationalsozialist, hat immer ihre Wohnung durchsucht, während sich der Marineoffizier in einer Abstellkammer verstecken musste.

Als nun der Marineoffizier hinfort ist, kommt auch schon ihr Mann wieder. Als sie handfeste Beweise (Enge Unterwäsche einer anderen Frau) in seinem Wäschesack findet, wirft sie ihm aus der Wohnung. Ihre Arbeit in der Lebensmittelbehörde verliert sie fast zeitgleich.

Auf der Suche nach Arbeit, gibt ihr eine Nachbarin einen Tip: Da stehe wohl ein Verkaufsstand frei.
Sie zögert kaum, kauft ihn sogleich und überlegt eifrig, was man denn verkaufen könne: Kalbswürste mit Ketchup und Kartoffelpuffer.
Die Würstchen erhält sie von einer alkoholsüchtigen Bekannten ihres Vaters, muss aber Tauschgeschäfte betreiben, um diese zu erhalten, denn Geld war damals viel weniger wert als (alki-freundliche) Waren wie echter schottischer Whiskey.
Das Pflanzenfett und den Ketchup will sie durch ein weiteres komplexes Tauschgeschäft erhalten. Allerdings bekommt sie zum Schluss kein Pflanzenfett, sondern darf sich zwischen "1 Kilo Currypowder" oder "5 Speckseiten" entscheiden. Sie nimmt das Currypulver, in Gedanken an ein Ereignis, von dem ihr der Marineoffizier erzählt hat ("Ein wenig Curry und man die Nacht wundersame Träume").

Als sie schon spät abends die ganzen erworbenen Sachen, das dunkle Treppenhaus, hoch in ihre Wohnung trägt, passiert es ihr: Mit den Gedanken bei ihrem Marineoffizier, fallen ihr 3 von 10 Ketchupflaschen und ein wenig Curry auf den Boden. Heulend, weil sie das wohl schlechteste Tauschgeschäft ihres Lebens gemacht hat und immerzu nur an ihren Marineoffizier denken muss, schmeckt sie an der braunen Soße und stellt fest, dass es mit der Kalbwurst in der Pfanne heissgemacht ein fruchtigfeuriges Erlebnis ist.




So wurde die Currywurst entdeckt. Zum Schluss gibt es noch ein Happy-End und ein traurig-schönes Ende. (Verraten tu ich diese hier nicht, denn das Ende ist wohl das Beste am ganzen Buch).


Fazit:
Ein sehr authentisch wirkendes Buch, in dem sehr viele Details zur damaligen Situation (z.B. die aufgemalten Strumpfhosen, das Einbacken von Sägespähne in Lebensmitteln, uvm.) und zur Gesellschaft geschildert werden. Jedoch hätte man meiner Meinung nach, die Liebesgeschichte etwas kürzen können und auch den stolzen Preis etwas senken können.
Mein Urteil: Lesenwert und ein nachhaltiges Lektüreerlebnis!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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WreckRin
WreckRin, 11.03.2006
toller Bericht, freu mich über Gegenlesungen Viele Grüße, Sandra
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1-6 von 6 Testberichten über Uwe Timm: Die Entdeckung der Currywurst
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