Roverandom. 3 CDs.
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Testberichte Roverandom. 3 CDs.

 (Hörbuch)
5.0 von 5
Platz 30 in der Kategorie "Hörbücher Geschichten & Reime".
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
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Roverandom. 3 CDs. Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • unterhaltsam, magisch, witzig, voller Wortspiele, ironisch, einfallsreich
  • spannend, süße Details, lustige Kommentare vom Sprecher
Nachteile/Kritik
  • wenig spannend (aber ein durchgehendes Thema ist vorhanden)
  • nichts
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mima007

Abenteuer mit Drachen, Magiern und Mondhunden

ein Testbericht von 2004-01-27 13:45:30 vom 27.01.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: unterhaltsam, magisch, witzig, voller Wortspiele, ironisch, einfallsreich ...
Nachteile/Kritik: wenig spannend (aber ein durchgehendes Thema ist vorhanden)
Vermutlich 1927 schrieb Tolkien die Geschichte eines kleinen Hundes namens Roverandom auf. Er hatte sie sich als trost für seinen Sohn Michael ausgedacht, der seinen geliebten Spielzeughund am Strand verloren hatte. Schon in diesem frühen Werk gelingt es Tolkien meisterhaft, Elemente aus Sagen und Mythen mit biografischem und literarischem Material zu verknüpfen. Es erschien 1998 in Buchform.

Der Autor
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John Ronald Reuel Tolkien wurde 1892 im südafrikanischen Bloemfontein geboren, übersiedelte aber schon zwei Jahre später nach England in die Nähe von Birmingham. Schon früh erweckte seine Mutter in ihm eine Vorliebe für Sprachen, er entwickelte eigene Sprachsysteme, so etwa zwei für Elben, eines für Zwerge und mehrere für Menschen. Sein Studium der englischen Sprache und Literatur in Oxford bestand er mit Auszeichnung. 1916/17 kämpfte er in Frankreich, wurde verwundet und lag längere Zeit im Lazarett, wo er anfing, seine Privatmythologie niederzuschreiben (gesammelt in den "Verschollenen Geschichten"). Danach ging er als Lektor und später Professor an die Uni Leeds, dem sich eine 34-jährige Laufbahn als Professor für Angelsächsisch in Oxford anschloss.

1937 erschien mit "The Hobbit" sein erster Bucherfolg, der ihn bekannt machte. Als sein Veleger eine Fortsetzung bestellte, begann Tolkien "Der Herr der Ringe" zu schreiben. Er brauchte nach drei Anläufen insgesamt zwölf Jahre dafür. Doch obwohl der 1000-Seiten-Roman 1949 fertig war, konnte er wegen Papierknappheit erst 1954 und 1955 in drei separaten Bänden erschien. Dadurch erschien der Roman als eine Trilogie, was er keineswegs ist. Nach Tolkiens Tod 1973 arbeitete sein Sohn Christopher den umfangreichen Nachlass auf. Das Ergebnis erschien 1978 unter dem Titel "The Silmarillion". Es enthält Schöpfungsmythen, Heldensagen und zahlreiche Gedichte sowie Anhänge.

Zu "Roverandom"
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Bevor Tolkien mit seiner Familie nach Oxford übersiedelte, um dort Professor für Angelsächsisch zu werden, machte er 1927 mit seiner Familie Urlaub an der Nordsee. Dabei verlor sein "Sohn Nummer zwei", Michael, am Strand einen kleinen schwarzweißen Spielzeughund namens Rover. Zum Trost dachte sich sein Vater die Geschichte von Rovers Abenteuern aus. Er fertigte allmählich fünf Fassungen davon an, denn er wollte sie ebenso wie den "Hobbit" bei Allen & Unwin publizieren. Aufgrund des großen Erfolgs des 1937 veröffentlichten "Hobbit" mußte Tolkien jedoch eine Fortsetzung schreiben, den "Herrn der Ringe". "Roverandom" geriet in Vergessenheit.

Zum Glück wurde er von den zwei Tolkien-Experten Christina Scull und Wayne G. Hammond 1998 in einer kommentierten Ausgabe veröffentlicht, die sogar die teilweise sehr schönen Zeichnungen Tolkiens zu "Roverandom" enthält. Die deutsche Übersetzung, die im Buch all diese Bestandteile umfaßt, ist sehr gelungen. Die Illustrationen sind im Hörbuch nicht abgedruckt.

Der Sprecher
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Ulrich Noethen, 1959 in München geboren, erzielte seinen Durchbruch 1997 als Harry Frommermann in Joseph Vilsmaiers Film "Comedian Harmonists". Von da ab war der vielseitige Schauspieler in bekannten Filmen wie "Gripsholm" (2000) oder "Das Sams" (2001) zu sehen. Zuletzt stand er als vater der berühmten Hexe "Bibi Blocksberg" (2002) und als Lehrer Justus in "Das fliegende Klassenzimmer" (2003) vor der Kamera. Noethe wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesfilmpreis.

FILM.DE schreibt über ihn: "Ulrich Noethen ist ein Mann der leisten Töne und feinen Nuancen, dabei aber stets ausgesprochen vielseitig."

Die Lesung ist rund 158 Minuten lang und folgt der deutschen Übersetzung des Klett-Cotta-Verlages, die Hans J. Schütz besorgte.

Handlung
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"Roverand om" ist ein amüsantes - für den literarisch Eingeweihten sogar witziges - Jugendbuch. Es erzählt von den Abenteuern, die der kleine Hund Rover, der von dem übellaunigen Zauberer Artaxerxes verwandelt wurde, auf dem Mond, auf den Meeren - er segelte bis zu den Inseln der Elben! - und beim Meervolk erlebte, wo Artaxerxes eine Stelle als Pazifisch-atlantischer Magier, kurz: PAM, angetreten hat. Natürlich lernt er auch Mondhunde und Meerhunde kennen.

Wichtiger waren aber zweifellos seine Begegnungen mit guten Zauberern: mit dem Sandkundigen Psammetos Psammetidis und dem Mann im Mond, der dort im Weißen Turm über seine Welt herrscht. Am Schluss wird alles wieder gut, wenn auch nicht für alle: Dem nachtragenden Zauberer Artaxerxes, der Rover verwandelt hatte, wird eine Lehre erteilt.

Leseprobe
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"Der Mond wurde größer und heller und die Welt unten dunkler und ferner. Schließlich hörte die Welt plötzlich auf, und Rover konnte die Sterne sehen, die aus der Dunkelheit unten ihnen heraufstrahlten. Tief unten konnte er die weiße Gischt im Mondlicht erkennen, wo Wasserfälle über den Rand der Welt fielen und geradewegs in den Raum stürzten. Ihn überkam ein höchst unbehagliches Schwindelgefühl, und er kuschelte sich in Möwes Federn und schloss die Augen für eine lange, lange Zeit. Als er sie wieder öffnete, erstreckte sich unter ihnen der Mond, eine neue weiße Welt, schimmernd wie Schnee, mit weiten freien Flächen von Mattblau und Grün, wo die hohen, spitzen Berge ihre langen Schatten auf den Boden warfen."

Der Sprecher
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Ulrich Noethen macht das phantasievolle Geschehen um den vorwitzigen kleinen Hund zu einem echten Erlebnis. Er charakterisiert auch die Figuren. Während Roverandom eine zarten, relativ hohe Stimmlage besitzt, erklingen alle drei Zauberer, die es durchaus mit Oxford-Professoren aufnehmen können, mit tiefen, autoritätsgeladenen Stimmen. Am eindrucksvollsten ist sicher der "Mann im Mond", der in seinem hohen Weißen Turm über seine ganz spezielle Welt herrscht, wie Saruman in Isengard. Aber auch Wale, Seemöwen und die diversen Mond- und Meer-Hunde, die sich mit Roverandom anfreunden, erhalten ihre eigene Stimmfärbung.

Unterm Strich
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Roverandom bezaubert zunächst durch die phantasievolle Handlung Kinder ab 6 Jahren, zieht aber durch das wahre Feuerwerk an Wortspielen und das Schicksal des Zauberers Artaxerxes auch Erwachsene in seinen Bann. Für Tolkien-Fans ist Roverandom vor allem auch wegen seines ganz speziellen Humors des weltbekannten Fantasy-Autors ein richtiger Leckerbissen.

"Roverandom" hat nur geringe Verbindungen zur restlichen Mythologie Tolkiens und ist daher für Tolkienforscher nur von begrenztem Interesse. Daran freuen können sich Kinder schon eher. Es ist eine kurzweilige Geschichte, die Tolkien zwar anfangs etwas mühsam und mit vielen Leseranreden, dann aber zunehmend flüssiger erzählt - so bieten schließlich Rovers Erlebnisse beim Meervolk und der Seeschlange pures Lese- und Hörvergnügen.

Michael Matzer (c) 2004ff

Info: Roverandom, 1998; Der Hörverlag, München 2002; 158 Minuten auf 3 CDs, EU 14,95, ISBN 3-89940-098-4
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nezzi

Nicht zum Einschlafen geeignet!

ein Testbericht von 2004-02-22 01:05:46 vom 22.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, süße Details, lustige Kommentare vom Sprecher...
Nachteile/Kritik: nichts
Vor dem Kauf des Hörspiels war ich schon ein bisschen kritisch, denn der Inhalt hörte sich für mich doch sehr nach „nur“ einem Kinderbuch an. Doch als Fan von der kleine Hobbit und natürlich auch dem Herrn der Ringe wollte ich mir diese Geschichte nicht entgehen lassen.
Anscheinend entstand das Buch als Trostgeschichte für Tolkiens Sohn, weil dieser seinen Hund verlor. Der Autor sieht das Buch als Fortsetzung zum kleinen Hobbit an, was ich aber nicht begründen oder verstehen kann.

**Allgemeine Informationen**
Lesung, 3 Cds, 158 Minuten Sprecher: Ulrich Noethen

** Inhalt**

Rover ist ein kleiner, süßer, schwarz-weißer Hund den gerade eine alte Frau gekauft hat. Er spielt am liebsten im Garten mir seinem gelben Ball. Eines Tages zerbeißt der freche Hund einem Zauberei die Hose, der ihn daraufhin zur Strafe in einen kleinen Spielzeughund verwandelt.
So beginnt für den kleinen Hund eine lange Reise. Sie beginnt in einem Spielzeugladen, wo er an eine Frau verkauft wird, die ihn für seinen kleinen Sohn erstanden hat. Der kleine Junge ist auch sofort hin und weg von dem Spielzeug und meint es sei etwas Besonderes. Einen Tag später nimmt er ihn mit zu einem Spaziergang an den Strand. Rover fühlt sich aber nicht sehr wohl bei dem Jungen und fällt aus der Tasche. Er hält sich für ganz schlau, weil er nun frei ist, doch dann fällt ihm auf, dass er sich ja gar nicht bewegen kann.
So kommt es dazu, dass er Stunden am Strand liegt, bis langsam die Flut kommt. Kurz bevor er weggespült wird, wird er von einem anderem Zauberer gerettet. Dieser kennt seine Geschichte bereits und hilft ihm von dem Jungen weg zu kommen. Er schickt ihn zu dem Mann im Mond. Dort erlebt er tolle Abenteuer mit dem Mondhund und erforscht die helle und die dunkle Seite des Mondes, dabei trifft er den kleinen Jungen aus dem Haus am Meer wieder und freundet sich mit ihm an. Das hat zur Folge, dass er zu dem kleinen Jungen zurück will doch das geht nicht weil der Zauberei der ihn verhext hat, immer noch böse auf ihn ist. Eines Tages ist es dann auch soweit, der Mann im Mond bekommt eine Nachricht das der Zauberei der ihn verhext hat, geheiratet hat und dieser vermutlich jetzt nicht mehr sauer ist. So reist Rover zur Erde zurück , doch der Zorn des Zauberers hat sich doch noch nicht gelegt und so reist Rover ins Meer, denn der Zauberer hat eine Nixe geheiratet. Er wird in deren Haushalt auch gut aufgenommen, doch der Zauberer vertröstet ihn mit der Zurückverwandlung immer wieder ums neue und so kommt es das Rover auch hier länger als beabsichtigt bleibt und diesmal mit dem Meerhund viele Abenteuer erlebt. Er sieht unter anderem auch Elbenland!
Zum Schluss bekommt Rover seine normale Größe und sein gewünschtes Zuhause.

**Meinung**
Eigentlich war ich von dem Inhalt nicht so angetan, als ich mir die Beschreibung durchgelesen hatte, doch der Sprecher kommentiert das Geschehen durch witzige Bemerkungen so gekonnt, dass man nicht selten in Lachsalven ausbricht.
Ich höre eigentlich Hörspiele immer zum einschlafen aber dazu ist dieses überhaupt nicht geeignet, denn durch die Vielfalt der liebevoll ausgestalteten Abenteuer wird dieses Hörbuch so spannend, dass man erst zufrieden ist, wenn man die jeweilige Cd oder besser noch alle drei Cds gehört hat.
Wer also noch ein bisschen kindlich verspielt ist und Tolkiens detaillierte Art zu erzählen mag, kommt an diesem Hörspiel nicht vorbei. Es ist aber überhaupt nicht mit dem Herrn der Ringe oder dem kleinen Hobbit zu vergleichen. Damit meine ich nicht, dass es schlechter ist, sondern sich nur in einer völlig anderen Ebene abspielt. Der Herr der Ringe ist viel ernster als Roverrandom. Man kann natürlich auch diese Geschichte als Parabel sehen aber es ist eben mehr ein Märchen. Natürlich ist es auch für Kinder gut geeignet.
Über den Preis von momentan 10,50 € bei amazon kann man nichts sagen für 3 Cds.
So und nun müsst ihr nur noch selbst hören, um herauszufinden, wie Rover zu Roverrandom wurde.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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