Ubisoft Rainbow Six 3 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Bedienung:
gut
Suchtfaktor:
extrem hoch
Wird langweilig:
nie
Geeignet für Spieler ab:
16 Jahre
Grafik:
gut
Sound:
gut
Schwierigkeitsgrad:
Fortgeschrittene
Vorteile
Extrem spannend, sehr guter Multiplayerteil, Top-Sprachsteuerung via Headset, saubere Grafik mit schönen Schauplätzen, herausragend gute Soundkulisse, Kameraden agieren meistens intelligent.....
Nachteile/Kritik
..... werden aber trotzdem beim kleinsten Fehler von den (übertrieben) erbarmungslosen Feinden niedergemacht, hohes Frustpotential, wenig Speichermöglichkeiten, für den Solisten etwas zu knapp (14 Missionen à 15 Minuten)
Ubisoft Rainbow Six 3 Xbox Spiel am günstigsten bei:
Wieder einmal seit ihr der Kopf der Anti-Terror Einheit, die unter dem geheimen Namen Rainbow Six gegen den Terror auf der Welt kämpf. Dabei durchquert ihr die ganze Welt. Von Brasilien über London, bis hin in die höchsten Höhen der Alpen. Somit werden auch Geiselnahmen, Bombendrohungen und Giftgasattacken zu eurem Alltag werden und euch den täglichen Gebrauch eurer Waffe lehren. Doch ihr seid wie immer nicht alleine, eure speziell ausgebildeten Teams werden euch auf Schritt und Tritt verfolgen und euch in harten Situationen zur Seite stehen.
Nachdem ihr das Spiel gestartet habt, wird euch sofort das grafisch sehr gute Menü ins Auge fallen, denn mit einem Hubschrauber im Hintergrund fängt der Spaß schon vor dem Spielen an. Außerdem wird euch beim ersten Start von Rainbow Six 3 nach einem Xbox-Live! Account gefragt, denn alles, was ihr in dem Spiel abspeichert und tötet, in die Internet-Statistik des Spiels eingetragen wird. Natürlich ist ein Xbox-Live! Account keine Pflicht, um mit eurer Anti-Terror Einheit ins Spiel einzusteigen. Auch Xbox Besitzer ohne Xbox-Live! dürfen sich als Spezialist der Elite-SWAT Einheit beweisen.
Am Anfang stehen euch verschiedene Spielstarts zur Verfügung, entweder ihr startet eine Kampagne oder ihr spielt eine eigene Mission, in der ihr die Karten benutzen könnt, die ihr im Kampagnen-Modus freigeschaltet habt. Außerdem dürft ihr euch beim Xbox-Live Service und im Grundtraining an die Waffe trauen. Außer den Spielmodi findet ihr im Hauptmenü die Optionen zum Einstellen des Profils und der Optionen. Wenn ihr es schaffen solltet, das Spiel durchzuspielen, erwartet euch im Hauptmenü das Feature ''Bonus Features'', mit dieser Funktion könnt ihr euch alle freigeschalteten Bonus-Missionen und Bonus-Maps ansehen.
Jeder Spieler, der noch niemals Rainbow Six gespielt hat, wird erst einmal mit dem Training beginnen, in dem euch die Steuerung von eurem Charakter und der Umgang mit den einzelnen Typen von Waffen und Granaten gelehrt wird. Auch die Geiselrettung und die Sicherung von Räumen wird euch in einfachen und verständlichen Schritten erklärt. Hierbei lernt ihr auch den Umgang mit der Sprachsteuerung von Rainbow Six 3, denn ihr könnt mit einem Headset, welches ihr aus dem Xbox-Live! Starterkit, im Rainbow Six 3-Headsetpaket oder separat erhaltet, euer Team steuern. Hierbei empfiehlt es sich, die Liste aller Sprachbefehle, die ihr im Handbuch des Spiels findet, gut aufzubewahren. Denn nur somit verhindert ihr, dass ihr die über 30 Befehle vergesst. Nach dem Training kann es so sein, dass aus einem Anfänger schon ein erfahrendes Mitglied einer Anti-Terror Einheit werden kann.
Nach dem absolvierten Training wird euch geraten, den Kampagnen-Modus zu starten, um eure gelernten Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dabei müsst ihr zuerst ein Profil festlegen, mit dem ihr spielen wollt. Wenn ihr noch kein Profil eingerichtet habt, könnt ihr das unter dem Menüpunkt Profile tun. Außerdem müsst ihr, bevor ihr eine Kampagne startet, den Schwierigkeitsgrad festlegen. Dabei stehen euch Rekrut, Veteran oder Elite zur Verfügung. Und dann geht es schon auf in die erste Geiselrettungsmission.
Natürlich werdet ihr hier auch Gebrauch von den meisten Waffen machen, die ihr davor eingestellt habt, denn bevor ihr eine Mission startet,
solltet ihr euch einen ausgiebigen Lageplan ansehen und euch, sowie eure Truppen ausrüsten. Dabei stehen euch von Handpistole über Maschinengewehr bis hin zu Scharfschützgewehren und Granatwerfern alles zur Verfügung, was ein Anti-Terror Team braucht. Ihr und eure Teammitglieder könnt jeweils zwei Waffen und 2-3 Arten von Granaten tragen. In jeder Mission hab ihr die Möglichkeit beliebig Waffen aus der Waffenkammer auswählen, die ihr für richtig haltet. Dem Spieler sind im Bereich Waffen keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr mit der Planung eurer Mission fertig seit, geht es auch schon ins Gefecht.
Gleich in der ersten Kampagnen-Mission kommt euch der Gebrauch eures Nachtsichtgerätes und eures Wärmesuchgerätes zu Gute, denn in einem dunklen Bergdorf kann man nie sicher sein, wo sich euer Gegner versteckt hält. Euer Team wird euch natürlich immer im Rücken stehen und euch in schwierigen Situationen helfen, doch vor tödlichen Treffern ist man niemals sicher. Wenn ihr euer Team jedoch einmal vorschickt, könnt ihr unter dem Aktionssymbol, welches zum Beispiel bei Türen oder Toren den Öffnungs- oder Sprengungsbefehl anzeigt, die Lebensenergie der einzelnen Mitglieder betrachten und somit genau wissen, wann es Zeit ist, einzugreifen. Außer der Energie könnt ihr euch über den Status eures Teams ein Bild machen, ihr wisst also immer genau, was euer Team macht. Ob es in Stellung steht, schießt oder euch folgt, alles erkennt ihr in der so genannten HUD-Leiste. Links daneben findet ihr eure HUD-Leiste, die die Energie und die aktive Waffe anzeigt. Außerdem ist es möglich in der Leiste abzulesen, wieviel Munition ihr noch besitzt und wann es Zeit ist, nachzuladen. Ihr seht auch, ob ihr steht, hockt oder kriecht. Rechts neben den beiden Statusleisten findet ihr eine kleine Karte des Einsatzortes, welche ihr auf Knopfdruck vergrößern könnt, um euch ein Bild der Räumlichkeiten zu machen.
Wenn ihr vor einer Tür steht und den Raum jedoch nicht alleine stürmen wollt, steht euch gerne euer Team zur Verfügung. Mit einem Knopfdruck stürmt es den Raum und sichert ihn. Doch das ist nicht alles, was euer speziell ausgebildetes Team auf Lager hat. Ihr könnt ihnen auf Knopfdruck zum Beispiel den Befehl „Öffnen – Splittergranate und sichern“ geben, sofort wird euer Team den Auftrag ausführen. Wenn ein Raum zwei Eingänge besitzt und ihr von beiden Seiten in dem Raum vordringen wollt, könnt ihr den so genannten Zulu-Code benutzen, der es euch ermöglicht, gleichzeitig mit eurem Team zu stürmen und den Raum zu sichern. Den Zulu-Modus könnt ihr mit den Schultertasten des Xbox-Controllers aktivieren und mit der weißen Taste auf eurem Pad auslösen. Natürlich dürft ihr die Zulu-Funktion auch mit eurer Sprache steuern.
Missionen kann und muss man auch zwischendurch einmal speichern. Dies geschieht mit einem Druck auf die Start-Taste, mit der ihr ins Pausemenü kommt. Hier könnt ihr, außer Missionen speichern und laden, auch zum Missionsanfang gehen, wichtige Optionen oder Xbox-Live! Einstellungen vornehmen. Nach jeder Mission erhaltet ihr außerdem einen genauen Bericht über eure Taten und eine Einschätzung eures Commanders.
Diesen taktischen Spaß könnt ihr euch jedoch nicht nur Offline antun, sondern auch via Xbox-Live! oder System-Link mit Freunden spielen. Dabei stehen euch die Spielmodi Coop-Mission, in der ihr mit Freunden das Spiel durchspielen könnt und Mission zu Mission durcharbeitet, Terroristenjagd, wo ihr mit euren Mitstreitern den bösen Terror in bestimmten Karten rumquält und Scharfschütze, wo jeder Spieler auf sich selbst gestellt ist und sich vor den Scharfschützen in Acht nehmen sollte. Außer diesen drei Modi stehen euch noch Überleben und Team-Überleben zur Verfügung, welche eigentlich wie ganz normale Deathmatchs aufgebaut sind. Ihr müsst einfach nur überleben, so wie es der Name des Modus schon sagt. Diese Spieltypen könnt ihr im Xbox-Live!, sowie per System-Link spielen. Hierbei funktioniert die Sprachsteuerung leider nicht. Das Headset dient nur zur Kommunikation mit Spielpartnern. Ihr habt noch kein Xbox-Live! und möchtet aber Online spielen? Daran hat Ubi Soft natürlich auch gedacht und legt ein 2 monatiges gratis Xbox-Live! Abonnement bei, welches euch 2 Monate freien Onlinespaß gewährt.
Fazit:
Rainbow Six 3 ist eine perfekte Umsetzung für die Xbox und geht mit einer wirklich guten Grafik an den Start. Die Steuerung über das Headset funktioniert ohne Probleme und auch die Spielsteuerung ist nach einigen Handgriffen gelernt. Der Online-Modus bietet viele Funktionen und auch einen Download Bereich, wo sich schon am Release von Rainbow Six 3 Contents befanden. Für mich der beste Taktik-Shooter der Xbox.
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Adrenalinschübe und Frustmomente
ein Testbericht von sinfortuna2007-03-06 11:00:39vom 06.03.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Extrem spannend, sehr guter Multiplayerteil, Top-Sprachsteuerung via Headset, saubere Grafik mit schönen Schauplätzen, herausragend gute Soundkulisse, Kameraden agieren meistens intelligent........Nachteile/Kritik: ..... werden aber trotzdem beim kleinsten Fehler von den (übertrieben) erbarmungslosen Feinden niedergemacht, hohes Frustpotential, wenig Speichermöglichkeiten, für den Solisten etwas zu knapp (14 Missionen à 15 Minuten)
Wer Taktik-Shootern etwas abgewinnen kann, der wird in den letzten Jahren früher oder später über den Namen „Rainbow Six“ gestolpert sein, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Ich für meinen Teil erinnere mich noch an die Urversion für das Nintendo 64, die durch ihren Spannungsgehalt und Tiefgang und insbesondere den Zweispielermodus begeistern konnte, aber – um ehrlich zu sein – fürchterlich aussah. Wer nur ein bisschen Wert auf eine saubere Grafik legte, wurde sicherlich von dem ihm Dargebotenen abgeschreckt. So richtig in den Quark kam die Grafikqualität auch in den anderen Fassung für die unterschiedlichen Spielsysteme der Konkurrenz nie so richtig, dies sollte sich nun aber im Fall von „Rainbow Six 3“ für die X-Box grundlegend ändern. Vorbei waren nun also die Zeiten der matschigen Texturen, undetaillierten Gebäudekomplexe und kantigen Figuren. Eines sei zu Beginn gleich gesagt: die deutsche Version von Tom Clancys Rainbow Six 3 ist geschnitten, anders wäre eine Freigabe ab 16 Jahren hierzulande offensichtlich nicht möglich gewesen. Die frisch abgemurksten Subjekte spritzen im Moment ihres Ablebens demzufolge nicht mit literweise Blut um sich, sondern sinken lediglich zu Boden und zerfallen binnen weniger Augenblicke mehr oder weniger zu Staub. Das Merkwürdige allerdings: wer im Menü des X-Box-Systems (also dem der Konsole!) auf „Englisch“ umstellt kommt in den vollen „Genuss“ dieses nicht ganz unbrutalen Spektakels.
Ubisoft verwurstete Ende des Jahres 2003 eine Romanvorlage jenes Tom Clancy, Protagonist dieses Taktikabenteuers ist der Söldner Ding Chavez. Dieser entstammt „natürlich“ einer Spezialeinheit und ist ein As in seinem Metier, versteht sich. Wieder einmal ist der Weltfrieden in Gefahr, so dass Senor Chavez plus drei Kameraden unverzüglich den Kampf gegen das Böse aufnehmen. Gegen bare Münze, versteht sich. Wir sind es von nun an, die als Führer jenes Helden-Quartetts das Kommando übernehmen, wie es von einem anständigen Taktikshooter auch nicht anders zu erwarten ist, sind intensive strategische Überlegungen an der Tagesordnung. Meter für Meter schleichen wir uns vorsichtig vorwärts, inspizieren die nähere Umgebung sehr genau und versuchen, die einzelnen Vorzüge bzw. Spezialtalente eines jeden Helden im passenden Moment zur Geltung kommen zu lassen. Wir sind es schließlich, die ausschließlich die entscheidenden Befehle erteilen, per Steuerkreuz oder via Headset wird dies gemacht, unsere Kameraden sind uns treu ergeben und stellen keine Fragen. Erfreulicherweise verhalten sich diese ziemlich intelligent, was im Bereich der Taktikshooter wahrlich nicht selbstverständlich ist und in der Vergangenheit oftmals schon sowohl für Schweiß- als auch Wutausbrüche sorgen konnte. So zum Glück nicht hier, allerdings ist der Schwierigkeitsgrad trotz unterschiedlicher Einstellungsmöglichkeiten eher im oberen Bereich anzusiedeln und ein nicht zu unterschätzendes Frustpotential wohnt dieses Game auch inne, dies will ich nicht verschweigen. Spannend, anspruchsvoll aber nicht selten frustrierend, Ihr durchlebt hier bei „Rainbow Six 3“ definitiv ein Wechselbad der Gefühle. Wer von Euch kein dickes Fell haben sollte, lässt lieber die Finger von diesem Abenteuer.
Hartgesottene Zocker erfreuen sich mit zunehmender Spieldauer an den zahlreichen unterschiedlichen Möglichkeiten, was die Vorgehensweise angeht. Ein angenehm großer spielerischer Freiraum wird uns gewährt, wobei allerdings nicht von der Hand zu weisen ist, dass
im Laufe der Zeit die erfolgsversprechende Variante sehr ähnlich verläuft. Immerhin gibt es Schleichpassagen, Flankenangriffe, das Aufsprengen mit Granaten nebst sich anschließendem Überraschungsangriff und auch der Hobby-Scharfschütze kommt hier mitunter auf seine Kosten. „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist hier zwar nicht das Motto, aber Eure Vorgehensweise sollte trotzdem gut durchdacht und von langer Hand geplant sein. Selbstverständlich kommen Waffen-Fetischisten auf ihre Kosten, das Arsenal ist dementsprechend umfangreich und lässt bezüglich der Gestaltung des Nah- und Fernkampfes praktisch keine Fragen offen. Maschinenpistole, Gewehr, Schrotflinte, Snipergerät und Granatwerfer sorgen für ordentlich Radau, doch auch die Verwendung eines Nachtsicht- und Infrarotgeräts, das Aufbrechen von Türen oder das Entschärfen tickender Bomben gehört zum Alltag unseres Quartetts.
Was die Missionen betrifft, so fällt zunächst der Story-Modus ins Auge, der vierzehn Aufträge umfasst, die sich selbstverständlich teils deutlich voneinander unterscheiden. Das Befreien von Geiseln, Infiltrieren feindlicher Gebäudekomplexe, Entwenden wichtiger Items und das bereits angesprochene Entschärfen mehrerer Bomben innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits stehen auf dem Programm. Ein Auftrag dauert in der Regel schätzungsweise zehn bis maximal zwanzig Minuten, was nicht gerade viel ist. Trotzdem erweist sich manch eine Mission als besonders haarig, die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad resultieren im Übrigen aus der Anzahl an während einer Mission zur Verfügung stehenden Speichermöglichkeiten: dreimal ist dies auf dem leichtesten Niveau möglich und nur ein einziges Mal auf der höchsten Stufe. Letzteres ist wirklich starker Tobak und ich gebe zu, dass ich mir dies nicht angetan habe. Ordentlich Frust ist hier vorprogrammiert, zumal bereits auch auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ordentlich darüber gegrübelt werden muss, wie der jeweilige Einsatz genau anzugehen ist. Etwas unrealistisch kommt es generell zuweilen rüber, dass die Feinde nahezu perfekt zu Werke gehen und uns beim kleinsten Lapsus ausknocken, sich selber dabei so gut wie nie Fehler erlauben, so dass Neulinge oder Gelegenheitsspieler – zumindest, wenn sie alleine spielen - mächtig in die Röhre schauen und das Joypad wahrscheinlich schon in der ersten oder zweiten Spielstunde genervt aus der Hand legen.
Für willkommene Abwechslung vom Solisten-Alltag sorgt der Multiplayerpart, der bei diesem Taktikshooter für die X-Box wieder einmal – wie so oft bei X-Box-Games – einen deutlichen Pluspunkt darstellt. Per Linkkabel dürfen vier Gleichgesinnte gleichzeitig ran oder Ihr tobt Euch online auf unterschiedlichen Terrains mit bis zu sechzehn Zockern aus. Survival- und Deathmatch-Modus stehen dabei ebenso auf dem Programm wie ein interessanter Missionsmodus, bei dem wir zu viert die Missionen des Story-Modus aus dem Solospielerpart in Angriff nehmen dürfen. Klar ist aber auch: wer lediglich solo spielen möchte oder kann, der wird den Spielumfang bzw. die Langzeitmotivation als eher nicht so wahnsinnig hoch empfinden wie ursprünglich gewünscht. Das ist sicher ein Nachteil, den man nicht außen vor lassen darf.
Positiv schlagen hingegen die saubere Optik und die famose Soundkulisse zu Buche. Wer sich an die älteren – mies aussehenden Versionen erinnert, wird sich verwundert (und erfreut zugleich) die Augen reiben. Hier hat sich etwas getan, kein Zweifel. Teilweise richtig toll aussehende Szenarien, sowohl im freien Gelände als auch innerhalb angenehm detailreich gezeichneter Gebäudekomplexe, schöne Licht- und Schatteneffekte, gut und angenehm weich gezeichnete Charaktere und gar nicht einmal so leblos wirkende Gesichter sorgen für eine dichte Atmosphäre. Im Übrigen wird uns ein 60-Hertz-Modus angeboten, ebenso deutsche Bildschirmtexte, ein 16:9-Breitbildformat jedoch nicht. Letztere wird aber zusätzlich ganz besonders durch den packenden Sound unterstützt, welcher durch eine Surroundanlage noch fetter zur Geltung kommt. Glasklare und zudem abwechslungsreiche Außengeräusche und eine treibende Musik halten Euren Adrenalinspiegel konstant oben. Die Spannung ist förmlich spürbar und dies ist nicht nur aufgrund eines gut ausgeklügelten Missionsdesigns der Fall, sondern nicht zuletzt auch ein Verdienst der gelungenen Präsentation.
Rainbow Six 3 ist knüppelhart, selbst auf der niedrigsten Stufe wird es zuweilen äußerst haarig. Auch wenn wir dann immerhin über drei Speichermöglichkeiten pro Einsatz verfügen, sind diese schneller aufgebraucht als es uns lieb ist, da auch nur die kleinsten Fehltritte unseres Heldenquartetts erbarmungslos von den nahezu perfekt agierenden Feinden bestraft werden. Hier wurde etwas übertrieben oder besser gesagt: mehr als nur etwas. Zumindest eine ausgewogene Schwierigkeitsstufe – nicht zuletzt, um sich erst einmal zurechtzufinden – wäre sehr wünschenswert gewesen. Die tolle Soundkulisse, saubere Sprachsteuerung per Headset und die gelungene Optik entschädigen da ein bisschen, ganz überdecken können sie die regelmäßig (und somit viel zu oft passierenden) Frustmomente aber sicherlich nicht. Die Steuerung an sich stellt uns vor keine sonderlichen Probleme, die Figuren agieren präzise und auch die Kamera macht uns nur selten einen bösen Strich durch die Rechnung. Insgesamt handelt es sich um einen bemerkenswerten Taktikshooter, der aber meines Erachtens seinerzeit mehr als nur einen Tick zu hoch eingestuft wurde, denn wir wollen schließlich nicht vergessen, dass auch der Spielumfang (zumindest) für den Solospieler nicht ganz zufrieden stellen kann. Für einen Hit reicht es daher nicht ganz, da die Langzeitmotivation nicht gerade rekordverdächtig hoch sein dürfte. Der Spannungsgehalt ist aber trotzdem wahrlich nicht ohne, keine Frage. Spielspaßwertung: 78%.
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