Ubisoft Speed Devils
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Testberichte Ubisoft Speed Devils

 Dreamcast Spiele
4.0 von 5
Platz 10 in der Kategorie "Dreamcast Spiele".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
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Ubisoft Speed Devils Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4.0 von 5
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Schöne Grafik, viele interessante Spielmodi, einfache Steuerung, Spaß alleine und zu zweit, spannende Wetten
  • Mächtig motivierender Karrieremodus, hochinteressante und anspruchsvolle Strecken, Reparaturen und Tuning ohne Ende, spannende Wetten, eben ein Hochgeschwindigkeits - Funracer
Nachteile/Kritik
  • Das Spiel kommt so langsam in die Jahre, mäßiger Sound, Fahrzeuge unterscheiden sich im Fahrverhalten praktisch nicht, unrealistisch
  • Im Zweispielermodus ruckelt es manchmal, Fahrverhalten der unterschiedlichen Fahrzeuge viel zu ähnlich, keine ernstzunehmende Simulation
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diana2105

Wetten, dass ich Deinen Wagen kriege?

ein Testbericht von 2004-11-23 09:27:56 vom 23.11.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Schöne Grafik, viele interessante Spielmodi, einfache Steuerung, Spaß alleine und zu zweit, spannende Wetten...
Nachteile/Kritik: Das Spiel kommt so langsam in die Jahre, mäßiger Sound, Fahrzeuge unterscheiden sich im Fahrverhalten praktisch nicht, unrealistisch
Wer von Euch besitzt den Sega Dreamcast? Und wer davon mag gerne Rennspiele, egal ob für groß oder klein, jung oder alt? Wer beide Fragen mit „Ja“ beantworten kann, aus dessen Sicht gibt es ganz bestimmt nur zwei Möglichkeiten: entweder er hat das Videospiel „Speed Devils“ schon oder er hat einfach nicht aufgepasst. Im zweiten Fall sollte er das auch schnell nachholen, außerdem dürfte dieses Dreamcast-Rennspiel, über welches ich Euch jetzt berichten möchte, sowieso nicht viel mehr als 15, maximal 20€ kosten. Womit sich dann eigentlich auch eine zusätzliche, eben dritte Alternative auftut: denn diejenigen von Euch, die nicht mehr so wahnsinnig viel Geld für eine Spielkonsole und die dazugehörigen Spiele ausgeben wollen, denken möglicherweise ernsthaft über den Kauf des Dreamcasts plus solcher Spiele wie eben „Speed Devils“ nach. Wie dem auch sei, dieser flotte Dreamcast-Racer hat auch nach Jahren noch seinen Reiz. Was so gut an diesem Spiel ist, versuche ich nun, deutlich zumachen, hoffentlich wird mir dies auch halbwegs gelingen. Sollten irgendwelche Fragen offen bleiben oder es zusätzliche Informationen geben, lasst es mich bitte wissen. Nun aber los.


Worum geht es hier bei diesem Spiel?

Wie schon gesagt, handelt es sich um ein Rennspiel. Dabei wird überwiegend zwischen zwei Arten von Rennspielen unterschieden, einerseits denn Rennsimulationen, die möglichst realitätsnah sein sollen und andererseits den Arcade-Rennspielen, die nicht so viel Wert auf Realismus legen, sondern einfach nur Action und zumeist ein extrem hohes Tempo verbreiten wollen, so wie bei den bekannten Spielautomaten in Spielhallen. „Speed Devils“ gehört zweifellos zu der zweiten Art, also zu den Arcade-Rennspielen. Schnallt Euch also gut an und drückt das Gaspedal fast das ganze Spiel über bis zum Anschlag durch, wer hier zu oft bremst, verliert wirklich.


Was ist der Inhalt des Spiels, gibt es verschiedene Varianten?

Ja, die gibt es. Wie bei eigentlich fast allen Rennspielen, gibt es einen Arcade-Spielmodus. In diesem versucht Ihr, möglichst gute Rundenzeiten zu erzielen beziehungsweise seid stets bemüht, Rekordzeiten für das gesamte Rennen zu fabrizieren. Natürlich werden die besten Zeiten dann abgespeichert, so dass Ihr auch in der Folgezeit Euch an Euren guten Zeiten ergötzen könnt beziehungsweise vor Freunden und Freundinnen angeben dürft. Allerdings sind hier nicht gleich von Anfang an alle Kurse anwählbar, fast alle müsst Ihr Euch erst einmal freispielen.
Sehr interessant und generell ja auch besonders wichtig ist der Mehrspielerspaß bei Rennspielen, denn nur alleine seine Runden zu drehen, ist ja auf Dauer ziemlich langweilig. Seid Ihr zu zweit kommt auch auf lange Sicht hin richtiger Spielspaß auf. In „Speed Devils“ ist der Mehrspielermodus besonders umfangreich ausgefallen: es stehen mehrere unterschiedliche und teilweise auch sehr unterhaltsame Spielmodi zur Auswahl. Zum Einen gibt es natürlich das ganz normale Duell, in welchem Ihr gegen einen menschlichen Mitspieler antretet, doch das ist noch längst nicht alles. Zusätzlich gibt es eine ganz spezielle Variante, in welcher es darum geht, einen vorher von Euch festgelegten Minimalvorsprung herauszufahren. Noch interessanter fand ich dabei den Spielmodus „Angriff und Verteidigung“, bei der Ihr abwechselnd damit beschäftigt seid, einen möglichst großen Vorsprung herauszufahren beziehungsweise den Rückstand zu verkleinern. Wie im richtigen Leben geht es unter anderem aber auch ums Geld: wie ich Euch gleich noch im Hauptmodus als Einzelspieler näher erläutern werde, könnt Ihr auch im Zweispielermodus Geld dadurch verdienen, indem Ihr möglichst rasant durch die von der Polizei aufgestellten Radarfallen braust. Außerdem gibt es in diesem Spielmodus Bonusgeld für die schnellsten Rundenzeiten, so dass Ihr nach und nach einen gar nicht einmal so geringen Haufen an Geldmünzen anhäuft, vorausgesetzt, dass Ihr entsprechend erfolgreich seid. Euer Mitspieler beziehungsweise Gegner versucht natürlich genau dasselbe, allein dieser Modus hat mir längerfristig Spaß gemacht, zumindest für ein paar Wochen. Und schließlich macht es auch heute – wenn das auch ziemlich selten vorkommt – immer wieder Laune, zu zweit um die Wette zu rasen oder einfach wieder einmal alleine mit 180 km/h durch die Radarfallen zu sausen.
Im Mittelpunkt dieses Rennspiels steht aber eindeutig der Karriere-Modus, welchen Ihr alleine bestreitet. Am Anfang bekommt Ihr einen sehr heruntergekommenen fast schon schrottreifen Wagen geschenkt, der sich kurz vor dem Auseinanderfallen zu befinden scheint. Da Ihr aber ein Auto bitter nötig habt, nehmt Ihr dieses Geschenk natürlich unverzüglich an und startet in der Meisterschaft von „Speed Devils“. Anfangen müsst Ihr dabei in der untersten und zwar der vierten Liga, wobei auch die Konkurrenz nicht gerade die allerneuesten Fahrzeuge besitzt, Ihr somit zumindest eine faire Chance habt. Ihr müsst in diesen Rennen unbedingt vordere Plätze erreichen, um entsprechende Geldprämien zu bekommen. Mit diesem frisch gewonnenen Geld könnt Ihr Euer Auto aufmotzen, bessere Ersatzteile besorgen und erlittene Schäden reparieren. Denn in den Rennen gehen die Gegner nicht gerade zimperlich mit Euch um, baut also nicht allzu viele Unfälle, ansonsten müsst Ihr Euer gesamtes sauer verdientes Geld wieder in Reparaturen investieren. Und das ist ja auf Dauer schließlich nicht Sinn der Sache. Zusätzlich verdient Ihr auch hier Extrageld durch besonders gute Rundenzeiten und das schon erwähnte Brausen durch die Radarfallen. Auf diese Art und Weise dürftet Ihr nach ein paar Stunden genügend Geld zusammen haben, um Euren Wagen entweder gehörig aufgemotzt oder Euch einen ganz neuen Wagen geleistet zu haben. Bevor Ihr Euch aber einen brandneuen Wagen leisten könnt, verbessert Ihr mühsam Schritt für Schritt Euer Fahrzeug durch die entsprechenden Teile im Hinblick auf Lenkung, Bremskraft, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit.
Insgesamt stehen, glaube ich, zwölf Wagen im Autosalon zur Auswahl, wobei fast alle Arten dabei sind, vom Jeep über den Sportwagen bis hin zur Limousine. Etwas merkwürdig ist dabei allerdings, dass Ihr die Unterschiede beim Fahren allerdings kaum merkt. Dass wir es hier nicht mit einer möglichst realistische Rennsimulation zu tun haben, merken wir spätestens nach dem dritten oder vierten Auto, denn alle fahren sich fast gleich, zudem gleiten wir mehr über den Asphalt, als dass wir rasen. Zumindest war dies mein ganz persönlicher Eindruck, ich denke, dass ich da mit meiner Meinung nicht ganz so alleine stehe. Bei den Rennkursen sieht das dann zum Glück etwas anders aus, hier wird uns deutlich mehr Abwechslung geboten. Das Streckendesign ist jeweils völlig anders und sind voll mit Überraschungen, welche urplötzlich zum Beispiel als Hindernisse auftauchen. Wer die Strecken nach und nach etwas genauer kennt und besonders studiert hat, wird öfters eine Abkürzung erkennen und dann auch benutzen, um sich kleine Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen zu können. Doch trotzdem sied Ihr auch mit sehr guten Kenntnissen noch nicht auf der sicheren Seite, denn Ihr müsst außerdem über ein hohes Maß an Geschicklichkeit und manchmal auch wirklich blitzschnelle Reaktionen verfügen. Es warten jedenfalls einige Überraschungen im Rennverlauf der Kurse auf Euch, die ich aber jetzt nicht im Einzelnen verraten möchte, lasst Euch einfach überraschen.


Was ist so besonders an Speed Devils?

Bislang scheint sich „Speed Devils“ ja nicht so wahnsinnig von anderen Spielen zu unterscheiden, das ist richtig. Auffällig war bislang ja eigentlich nur die Möglichkeit, durch das Rasen durch Radarfallen Extrageld einsammeln zu können. Doch was „Speed Devils“ aus meiner Sicht so besonders macht, sind die Wetten, welche zahlreich in diesem Rennspiel vorhanden sind und Euch einen eigenen Handlungsspielraum lassen, was meiner Meinung nach doch bei dieser Art von Videospielen doch sehr ungewöhnlich ist, mir aber richtig gut gefiel, und zwar auf Anhieb. Zwischendurch werden Euch nämlich tatsächlich riskante Wetten angeboten, in welchen Ihr sehr viel gewinnen aber auch praktisch alles wieder verlieren könnt. Zum Beispiel sollt Ihr an einer bestimmten Stelle von einer ganz speziellen Radarfalle unbedingt geknipst werden, müsst also an der Stelle eine besonders hohe Geschwindigkeit erreicht haben. Oder Ihr müsst das ganze Rennen über einen bestimmten Gegner immer auf Distanz halten, der Abstand muss immer mindestens eine vorgegeben Zeit betragen, ansonsten habt Ihr die Wette verloren. Oder Ihr fahrt einfach ein normales Rennen, in dem Ihr unter die ersten Drei unbedingt kommen müsst oder duelliert Euch direkt mit Eurem Wettpartner beziehungsweise Konkurrenten. Meistens geht es um eine bestimmte Geldsumme, wobei die Wetteinsätze natürlich variieren. Manchmal geht es aber auch um Euren Wagen beziehungsweise um den Eures Gegners. Überlegt Euch also gut, bevor Ihr die entsprechende Wette eingeht, denn es könnte der gesamte Ertrag der vorhergehenden Stunden verloren gehen, andererseits könnt Ihr natürlich besonders schnell zu einem neuen Wagen oder einem großen Geldbetrag kommen. Diese Wetten bilden somit einen sehr schönen Nebenhandlungsstrang im Spiel, genau das fand ich besonders bei „Speed Devils“. Der Hauptstrang befasst sich natürlich weiterhin mit Eurer persönlichen Karriere und speziell eben mit dem Aufstieg in die nächsthöhere Klasse, bis Ihr schließlich eines Tages in der ersten Liga beziehungsweise obersten Klasse endlich angelangt seid.


Und wie sieht es mit der Präsentation aus?

Was die Grafik angeht, so enttäuscht diese sicher nicht. Sie zeigt zwar in diesem Spiel nicht ganz, was alles mit Segas Dreamcast möglich ist, aber gut ist sie trotzdem noch. Schließlich dürfen wir ja nicht vergessen, dass von der Hardware her der Sega Dreamcast der Sony Playstation und auch dem Nintendo 64 eigentlich überlegen ist. Demzufolge sieht „Speed Devils“ für den Sega Dreamcast auch deutlich besser aus als die meisten Rennspiele für die Playstation oder auch das Nintendo 64, bis auf wenige Ausnahmen zumindest. Die Präsentation der Wagen ist gelungen, wenn auch nicht überragend. Was ich gut fand, war die Tatsache, dass die Wagen nicht mehr so kantig aussehen, sondern eben fast schon realistisch. Aber eben auch nur fast, mit heutigen Fahrzeugmodellen momentaner Rennspiel-Hits dürft Ihr das natürlich bloß nicht vergleichen. Die Farben sind dabei sehr kräftig ausgefallen, egal ob wir uns gerade mitten in der Nacht, tagsüber bei Sonnenschein, im Schnee oder in der Wüste befinden. Die gesamte Spielgrafik bleibt auch bei hohem tempo fast immer flüssig, nur im Zweispielermodus bei geteiltem Fernsehbildschirm ruckelt es manchmal auf eine etwas störende Art und Weise, ganz so schlimm ist es aber wiederum auch nicht. Deutlich muss ich allerdings sagen, dass manche Strecken mir außerordentlich gut gefielen, andere wiederum richtig langweilig aussahen, etwas dazwischen gab es kaum, zumindest aus meiner Sicht.
Auf jeden Fall behaltet Ihr alles stets im Blick, Ihr verliert ganz sicher nie den Überblick. Dies liegt vor allem an der guten Kameraperspektive aber, ehrlich gesagt, auch daran, dass sich so gut wie nie mehr als zwei Fahrzeuge gleichzeitig auf einem Bildschirmausschnitt befinden. Dies sorgt zwar für den nötigen Überblick, ist aber sicherlich etwas merkwürdig, manchmal kam ich mir während eines Rennens sogar richtig einsam vor. Ein bisschen geht das auf Kosten der Action und sorgt zumindest ab und zu für langweilige Momente beziehungsweise spielerische Längen.
Mit der Steuerung der Autos werdet Ihr im Übrigen überhaupt keine Probleme haben, was aber jedoch auch Vor- und Nachteile hat. Wie ich ja schon sagte, unterscheiden sich die Autos in diesem Punkt nicht besonders, ganz gleich ob Jeep, Limousine oder Sportflitzer. Das macht das Ganze zwar etwas leichter, wirkt aber trotzdem befremdlich und extrem unrealistisch. Das Fahrverhalten aller Fahrzeuge ist mir jedenfalls zu simpel gewesen, so einfach wollte ich es schließlich auch nicht haben, zumindest möchte ich schon ganz gerne die Unterschiede zwischen den einzelnen Wagen merken. Das sorgt übrigens auch dafür, dass sich die Höhe des Schwierigkeitsgrades in Grenzen hält, allerdings werden Anfänger trotzdem ihre liebe Müh und Not haben, dafür sorgt ja allein schon das vorhin erwähnte abwechslungsreiche Streckendesign, was Euch einiges abverlangen wird, so empfand ich es zumindest.
Die Musikstücke haben mich etwas enttäuscht, da wird uns doch ziemlich wenig geboten. Die Hintergrundmelodien sind zwar nicht schlecht, wechseln sich aber zu selten ab und reißen eigentlich nie einen so richtig mit. Auch die Soundeffekte bei den Bremsmanövern und dem Aufheulen der Motoren klingen etwas zu bieder, mehr als normaler Durchschnitt wird uns hier leider nicht geboten. Trotz allem macht die gesamte Präsentation des Spiels einen durchaus guten Eindruck auf mich, jedenfalls merkt man dem Spiel doch deutlich an, dass wir es immerhin mit einem Spiel für den Sega Dreamcast aus dem Jahr 2000 zu tun haben.


Spreche ich eine Empfehlung aus?

Ja natürlich. Nicht nur die schöne Grafik konnte mich überzeugen, denn auch die zahlreichen unterschiedlichen Spielmodi haben es mir hier bei diesem Rennspiel angetan. So begeisterte mich sowohl der Karriere-Modus als Einzelspielerin als auch die sehr gelungenen Varianten im Mehrspielermodus, die wochen- und monatelang für Unterhaltung sorgen. Da die Steuerung nicht gerade kompliziert ist, die meisten Strecken sehr schön aussehen und speziell die riskanten Wetten, auf die Ihr in diesem Spiel eingehen dürft, mich faszinierten, ist es für mich ganz klar, dass ich Euch dieses Dreamcast-Rennspiel auch heute noch durchaus empfehlen kann, was natürlich nicht zuletzt am mittlerweile attraktiven Preis liegt. Sowohl alleine als auch zu zweit wird Euch mit diesem Rennspiel hier nicht langweilig, nett anzuschauen ist es auch noch, also, worauf wartet Ihr noch? Kauft es Euch.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Art_Decay
Art_Decay, 23.11.2004
... ich fand039s eher enttaumluschend. Vor allem die Steuerung der Wagen war alles andere als perfekt. Es gibt nunmal besseres, gerade auf der Dreamcast. Schoumlne Gruumlszlige, Thomas
DarthLuda
DarthLuda, 19.10.2006
hätte gerne eine dreamcast gehabt... der bericht macht auf jeden fall lust auf039s spielen! :- --- SH!
modschegibbchen
modschegibbchen, 09.05.2005
der bericht. komme mit solchen spielen eher nicht zurecht... zu bloumld denke ich mal

lg heike
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sinfortuna

Teuflische Raser

ein Testbericht von 2005-03-18 17:26:31 vom 18.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Mächtig motivierender Karrieremodus, hochinteressante und anspruchsvolle Strecken, Reparaturen und Tuning ohne Ende, spannende Wetten, eben ein Hochgeschwindigkeits - Funracer...
Nachteile/Kritik: Im Zweispielermodus ruckelt es manchmal, Fahrverhalten der unterschiedlichen Fahrzeuge viel zu ähnlich, keine ernstzunehmende Simulation
Nun muss ich unbedingt etwas über eines meiner absoluten Lieblingsgames für den Sega Dreamcast loswerden. Schon möglich, dass nicht jeder von Euch meine Meinung teilt, doch niemand wird sagen können, dass „Speed Devils“ ein schlechtes Spiel ist, da bin ich mir doch sehr sicher. Dieses Rennspiel für den DC hat mir dermaßen gut gefallen, dass ich mir gedacht habe, dass ich Euch ein bisschen über dieses Game verklickern möchte, denn Fun bringt dieser Arcade-Racer auf jeden Fall und das nicht nur für kurze Zeit, meine Meinung.


Ein Dämpfer für Online-Zocker gleich aber vorweg, denn eine entsprechende Unterstützung gibt’s hier bei diesem Game nicht, aber die meisten von Euch dürften es ohnehin am Liebsten offline zu Hause ausprobieren, mir jedenfalls machte das nicht sonderlich viel aus, ja eigentlich gar nichts. Wie es sich für ein zünftiges Racing-Game gehört, gibt es selbstverständlich einen Arcade-Modus, in welchem Ihr Jagd auf die Bestzeiten macht und mit den dann gespeicherten Erfolgen vor Euren Freunden angeben könnt, sofern zumindest ein Fünkchen Talent in Euch stecken sollte. Dies ist aber keineswegs das Kernstück von Speed Devils, oh nein, der Schwerpunkt liegt bei diesem Dreamcast-Rennspiel ganz eindeutig bei der „Speed-Devils-Meisterschaft“, welcher eine Art Karrieremodus darstellt. Wie der Name schon verrät, geht es auf den Rennstrecken nicht gerade zimperlich zu, sensible Videospielnaturen suchen möglicherweise schon ziemlich schnell das Weite, alle „Geschwindigkeits-Teufelchen“ sind hingegen herzlichst eingeladen.


Am Anfang unserer Karriere sind wir natürlich noch ein Niemand und sind außer uns vor Freude als wir eine doch ziemlich altersschwache Karosse geschenkt bekommen. Doch da man ja einem geschenkten Gaul nicht ins Maul schauen sollte, lassen wir uns nicht lange bitten, nehmend dankend an und schwingen uns auf den Fahrersitz. Fast schon todesmutig schrieben wir uns in die unterste Rennliga ein, in welcher wir uns schon nach wenigen Augenblicken des ersten Rennens heftigem Widerstand der rücksichtslosen Fahrerkonkurrenz gegenübersehen. Um uns halbwegs behaupten zu können, ändern wir „etwas“ unseren Fahrstil und brettern selber drauflos, was das Zeug hält und scheuen auch nie davor zurück, die Konkurrenten von der Piste zu schießen. Nur die Härtesten kommen schließlich durch und da war ich jedenfalls lieber ganz vorne mit dabei.


Ein klitzekleines Problem gibt’s allerdings doch, denn ohne den entsprechenden Zaster lässt sich unsere verbeulte Karre nicht reparieren, demnach sollten wir verhältnismäßig vorsichtig zu werke gehen, soll heißen, dass wir den Gegnern möglichst viel Schaden zufügen müssen, ohne selbst besonders in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Dieser Spagat oder Drahtseilakt oder wie auch immer gelingt zwar nicht immer, aber Ihr solltet es zumindest versuchen. Die dringend benötigte Kohle bekommen wir sowohl durch entsprechend gute Ergebnisse und besonders schnell hingelegte Rundenzeiten, allerdings ist die Knete dann auch vergleichsweise schnell wieder verbraucht, zumindest am Anfang ist es doch ein sehr steiniger Weg zu einer glorreichen Rennfahrer-Karriere. Aber da wir natürlich hart im Nehmen sind und auch nicht lange rumjammern wollen, lassen wir taten sprechen und boxen uns langsam aber sicher auf unserer Karriereleiter nach oben. Wer glaubt, das wäre schon alles gewesen, was das Einkassieren der heißbegehrten Geldprämien angeht, der irrt, denn Ihr bekommt tatsächlich durch das x-fache Rasen durch Radarfallen zusätzliches Geld. Mag dies auch nicht ganz realistisch erscheinen, war’s mir doch schrecklich egal und daher ließ ich mich gerne öfters bei der örtlichen Polizeiwache blicken, um meine „wohlverdiente“ Knete für’s zu schnelle Fahren abzusahnen.


Mit stolzgeschwellter Brust suchen wir dann die nächste Werkstatt auf und lassen unser Auto bis zum es-geht-nicht-mehr tunen, deutlich sind in den nachfolgenden Rennen die entsprechenden Verbesserungen in puncto Bremskraft, Bodenhaftung, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit spürbar. Achten müssen wir leider vor dem Einbau der Tuningteile auch, dass unser Wagen tiptop in Schuss ist, so dass immer erst die Reparatur und dann das Tuning ansteht, schaut also vorher noch einmal gründlich in Eurer Geldbörse nach, ob das so auch hinhaut. Ist es wieder einmal eher mau in der Klasse, gibt es noch die Möglichkeit, seine Einkünfte durch das Abschließen von speziellen Wetten aufzubessern, mit Risikogarantie natürlich inklusive. Dies geht sogar soweit, dass Ihr Euch nicht nur an bestimmten Stellen von Radarfallen knipsen lassen sollt oder eine bestimmte Platzierung erreichen müsst, um Geld zu bekommen, sondern es steht manchmal sogar Euer gesamter Wagen auf dem Spiel. Fühlt Ihr Euch nicht fit genug oder der Aufgabe irgendwie nicht gewachsen, solltet Ihr es also besser sein lassen, aber natürlich ist das im Grunde Euer Ding.


Ziel ist es auf jeden Fall, in einer Rennsaison so viele Meisterschaftspunkte eingesammelt zu haben, dass Ihr in eine höhere Klasse aufsteigt und dies natürlich noch mal und ein weiteres Mal, bis Ihr schließlich in der höchsten Rennklasse angelangt seid. Natürlich steigen dann nicht nur die Geldprämien, sondern auch die Preise für Wagen, Tuning und Reparaturen und auch das Leistungsniveau der Konkurrenten zieht merklich an, unfair wird’s aber eigentlich nie. Irgendwann ist dann auch der Zeitpunkt gekommen, an dem Ihr Euch von Eurer heißgeliebten Karosse trennen müsst, weil diese trotz mehrfachen Tunings dann einfach nicht mehr genug hergibt, um weiterhin mithalten zu können. Dann solltet Ihr genug auf dem Sparbuch liegen haben, um Euch ein neues edles Teil zu gönnen, welches Ihr dann im weiteren Verlauf des Spiels natürlich wiederum kräftig aufmotzen dürft.


Dass es sich hier bei Speed Devils nicht um eine besonders ernstzunehmende Rennsimulation, sondern vielmehr um einen Arcade-Racer handelt, wie es möglicherweise der ein oder andere von Euch von den Spielautomaten her kennt, merkt Ihr übrigens ziemlich schnell, denn besonders realistisch kommt das Fahrverhalten der jeweiligen Wagen nicht rüber, da sich Jeep, Limousine oder Sportwagen irgendwie nicht so wahnsinnig vom Fahrgefühl her zu unterscheiden scheinen, vielmehr gleiten wir einfach so dahin. Na ja, mich hat’s nicht sonderlich gestört, etwas merkwürdig war’s aber schon, so dass ich dies nicht ganz unerwähnt lassen wollte. Hier stehen auf jeden Fall ganz eindeutig die (unrealistische) Rennaction, das Tempo und die Rangeleien im Vordergrund. Simulations-Fetischisten sollten sich dann lieber beispielsweise an andere Racer halten, dieses hier soll in erster Linie nur Fun bringen, während Ihr versucht, durch besonders rücksichtsloses Fahren zum Ziel zu gelangen.


Die Grafik ist völlig okay, hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, egal ob in der Stadt, über Land, im Schnee, durch einen Unterwassertunnel oder was weiß ich wo noch, die Hintergründe sind zwar nicht mit besonders vielen Details versehen, dafür gibt’s aber schön große Autos und nette Lichteffekte zu bewundern, ist doch aus was, wie ich finde. Grobe Grafikpatzer, ärmliche Texturen oder Pop-Ups gibt’s eigentlich nicht. Die Grafik bleibt außerdem trotz der hohen Geschwindigkeit immer schön flüssig, abgesehen von ein paar Momenten im Zweispielermodus, gefallen haben mir des Weiteren die schön verbeulten Autos, was die rasante Spielatmosphäre irgendwie noch schöner macht. Der Sound ist da eher normal, reißt niemanden vom Hocker, ist aber auch nicht deplaziert, aber da hätten dem Game ein paar dröhnende oder röhrende Motorengeräusche, quietschende Reifen und so weiter und so fort sicher ganz gut getan. Das Gedudel im Hintergrund ist mir bei den Rennen aber grundsätzlich weniger wichtig, krachende Soundeffekte hingegen schon eher. Egal, man kann eben – meistens – nicht alles haben.


Der Karrieremodus ist derart umfangreich und wirklich extrem motivierend, dass er auch nach mehreren Jahren fast nichts von seinem Reiz verloren hat. Die Jagd nach Meisterschaftspunkten, das Reparieren und Tunen des Wagens, das Kaufen neuer edler Karossen und natürlich auch der Ruhm, den es zu erwerben gibt, können phasenweise richtig süchtig machen, nicht zu vergessen die hochinteressanten Wetten, die es teilweise wirklich in sich haben bzw. bei denen öfters eine Menge auf dem Spiel steht, falls Ihr Euch das natürlich überhaupt traut. Ähneln sich die Autos vom Fahrverhalten merkwürdigerweise sehr, so sieht’s zum Glück bei den Strecken da schon ganz anders aus, welche nicht nur sehr unterschiedlich aussehen, sondern auch sehr anspruchsvoll sind. Kommt Ihr irgendwann auch mit den kurvenreichsten Strecken klar und seid fast schon meisterlich im Umgang mit Lenkung, Gas und Bremse, gibt’s ja immer noch die Konkurrenten, welche Euch nur allzu gerne auf die Nerven gehen wollen. Dass dieses Racing-Game in jede Dreamcastsammlung gehört, steht für mich somit außer Frage.
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