ein Testbericht von Yuthura2005-04-28 16:59:58vom 28.04.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Spannende,abwechslungsreiche Monsterjad
schöne Kampfanimationen
...Nachteile/Kritik: leider nur 8-10 Stunden Spielspaß
Der Spieler übernimmt in diesem Spiel die Rolle von Van Helsing und hat von nun an die Aufgabe den unterschiedlichsten Monstern und natürlich den Oberbösewicht Dracula selbst das Leben zur Hölle zu machen.
Gameplay:
Die Hauptaufgabe des Spieler wird es natürlich sein Monster zu jagen und schließlich in den *Monsterhimmel* zu befördern.
Was den einen oder anderen besonders freuen dürfte ist die Tatsache das man bei seinem Kampf gegen das Böse auf die Waffen zurück greifen darf die auch Van Helsing im Kinofilm zur Verfügung hatte!
Da wäre z.B die geniale Armbrust oder die zwei Pistolen mit denen so mancher Bösewicht im Kinofilm eine schmerzhafte Erfahrung machen durfte.
Die Kämpfe sind auch für Anfänger keine wirkliche Herausforderung.Jeder Gegner wird einzeln ins Visier genommen und
der Spieler braucht nur noch die Schusstaste zu drücken.
Dem einen oder anderen erfahrene Xbox Spieler dürfte diese Art der Monsterjagd wohl etwas zu einfach gertaen sein.
Etwas merkwürdig und unrealistisch ist es ausserdem auch das man keine der Waffen nachladen muß!
So was kennt man ebi Spielen eigentlich nur nach der Benutzung des einen oder anderen Cheats.
Im Kinofilm war das anders und ehrlich gesagt hätte es auch wirklich doof ausgehen wenn Van Helsing mit einem Armbrustbolzen unzählige Gegner gekillt hätte!
Warum das beim Spiel nicht so ist bleibt wohl für immer das Geheimnis der Spieleentwickler.
Ich finde diese Idee nicht gut da so etwas einfach unrealitisch ist und das Spiel damit auch zu einfach wird.
Spaß dürfte hingegen dabei aufkommen wie man seine Gegner um die Ecke bringen kann.
Die Angriffskombinationen sehen wirklich spektakulär aus und richten auch enormen Schaden an.
Grafik:
Da sich das Spiel an dem Kinofilm orientiert wird man viele seiner Gegner und auch den einen oder anderen Schauplatz schnell wieder erkennen.
Über mangelnde Atmosphäre kann man sich als Spieler also sicher nicht beschweren.
Besonders positiv fällt aber die schöne und abwechslungsreiche Gestaltung der einzelnen Spielabschnitte auf.
Die Entwickler haben sich wirklich viel Mühe gegeben aus dem
Kinofilm ein gutes Spiel zu machen.
Sound:
Auch da hat man ganze Arbeit geleistet.
Der Spieler wird schnell die orginal Musik aus dem Film wiedererkennen und sich praktisch wie zu hause fühlen :)
Mein Fazit:
Endlich mal hat man es geschafft aus einen guten Kinofilm ein
mindestens so gutes,spannendes und abwechslungsreiches Spiel zu machen.
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Vampir-Geschnetzeltes
ein Testbericht von sinfortuna2007-03-30 12:06:10vom 30.03.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Stimmungsvolle Soundkulisse, leichte Handhabung, unkompliziert, gruselige Atmosphäre...Nachteile/Kritik: Ohne Abwechslung, kaum Anspruch, kein Multiplayer, wenig fordernd, Grafik mit teils bösen Ruckelanfällen, viel zu kurz
Sucht man ein hervorragendes Beispiel für eine typisch seelenlose Umsetzung eines bekannten Kinovorbilds auf Spielkonsolen der letzten Jahre, so muss einem nahezu zwangsläufig – zumindest unter anderem – „van Helsing“ einfallen. Ich möchte hierbei ausdrücklich betonen, dass es sich keineswegs um ein schlechtes Videospiel handelt, welches den direkten Weg in die Mülltonne verdient hätte, nein, vielmehr ist nahezu alles, was ein Spiel ausmachen sollte, absolut durchschnittlich. So richtig übel ist eigentlich nichts, besonders toll aber auch nichts. Es gibt demzufolge keinen Grund, eine deftige Warnung auszusprechen, aber besonders ans Herz legen möchte ich Euch dieses Game, welches im Übrigen von Vivendi hergestellt und im Jahr 2004 für die Sony Playstation 2 und die Microsoft X-Box veröffentlicht wurde, auch nicht.
In diesem Soloabenteuer – der Mehrspielerspaß wurde leider einfach außen vor gelassen – befinden wir uns eindeutig im Genre der Actionspiele, hier wird fast ausschließlich gemetzelt, um quasi nichts Anderes geht es. Wir übernehmen jedenfalls den Part des Titelhelden und schlachten alles ab, was auch nur im Ansatz nach einer monströsen Kreatur aussieht. In Anlehnung an die Filmvorlage soll das Ambiente eindeutig gruselig wirken und tatsächlich kommt dies auch ganz gut rüber. Speziell der Kameraführung gebührt ein Extralob, denn an ihr liegt es ganz sicher nicht, dass dieses Game sich lediglich im Mittelfeld ansiedelt, sie ist meistens voll auf der Höhe, ist dynamisch und sorgt selten für Übersichtsprobleme. Und falls doch, so lassen sich diese in der Regel doch leicht und locker verschmerzen. Womit ich dann allerdings auch zu dem ersten Negativpunkt zu sprechen kommen muss, nämlich dem Schwierigkeitsgrad: dieser ist deutlich zu niedrig ausgefallen, in weiten Teilen des Dämonenabenteuers werden wir viel zu wenig gefordert, die Feinde sehen meistens wesentlich furchterregender und mächtiger aus, als sie es dann in Wahrheit schließlich sind. Die Jagd nach den zu erlegenden Vampiren gestaltet sich über weite Strecken eher als gemütlicher Spaziergang, so dass sich hieran praktisch sogleich der nächste negative Aspekt anschließt: die Spieldauer. Diese ist dadurch nämlich gehörig zu kurz geraten, selbst halbwegs geübte Spielernaturen sollten dieses Abenteuer innerhalb einer einstelligen Stundenanzahl gemeistert haben, schätze ich. Das ist wenig, viel zu wenig sogar und wieder einmal erweckt das Ganze den Eindruck, als sollte ziemlich mühelos mit einem großen Namen die Kasse klingeln.
Dieser Eindruck wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass der Spielverlauf an sich auch noch ziemlich lau und vor allem abwechslungsarm daherkommt. Abwechslung ist hier zweifellos nicht angesagt, vielmehr haben wir es mit einem vergleichsweise öden Zerhackstücken am Fließband zu tun. Haben wir uns erst einmal an den nicht uninteressanten dämonischen Kreaturen satt gesehen und uns an das anfangs wohlig-prickelnde Gruselambiente gewöhnt, geht es mit der Motivation steil bergab: der dritte Nachteil also. Wir ballern mit unserem Helden entweder per Pistole aus sicherer Entfernung oder beharken uns mit dem feindlichen Gesocks im Nahkampf. MG, Elektrowumme, mit Weihwasser getränkte Armbrust oder Gewehr (Elefantentöter) stehen unter anderem im Laufe der Zeit zur Verfügung, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass das Prozedere abwechslungsarm und auch anspruchslos von statten geht. Als Belohnung für das fleißige Abmurksen
der Dämonenbrut häufen wir einen ansehnlichen Vorrat an Glyphen an, dies sind Kruzifixe, welche quasi als Zahlungsmittel fungieren, um an heißbegehrte Extras zu kommen wie zum Beispiel Spezialattacken, Magiepunkte und ein Erweitern der Lebensenergieleiste.
Offensichtlich waren sich die Entwickler (zumindest im Ansatz) des viel zu drögen Spielverlaufs bewusst und wollten krampfhaft etwas daran ändern. Ob die Jump-and-Run-Einlagen (Plattformhüpfen, Schwingen über Abgründe per Enterhaken) an jenem Makel etwas ändern konnten, darf arg bezweifelt werden. Gleiches gilt im Hinblick auf die enthaltenen Rätsel, welche sehr simpel ausgefallen sind (Schlüsselsuche, Hebel- und Schalterknobeleien) und definitiv nicht den erhofften frischen Wind ins Gameplay bringen. Auch Anfänger kommen damit schnell zurecht, diese sind hier bei „van Helsing“ im Grunde die einzigen Gewinner, schätze ich. Dies verdanken diese allerdings zugegebenermaßen der ordentlichen Kamera und doch ziemlich sauberen Steuerung, welche schnell verstanden sind und eine leichte Handhabung ermöglichen.
Immerhin gefällt die Soundkulisse, welche den einzigen Aspekt darstellt, die uns unstrittig etwas Überdurchschnittliches bieten kann. Sehr stimmungsvolle und auch wirklich angenehm abwechslungsreiche Hintergrundmelodien, authentisch klingende (Digi-)Soundeffekte und eine saubere deutsche Sprachausgabe vermitteln einen guten Eindruck. Im Hinblick auf die Grafik sieht es zwar ordentlich aus, aber keineswegs hochklassig. Weder 60-Hertz-Modus noch 16:9-Breitbildformat fanden Berücksichtigung, immerhin begrüßen wir – alles Andere wäre aber auch ein echtes Ding gewesen – deutsche Bildschirmtexte. In erster Linie ist es das schaurig-düstere Szenario, welches uns gefällt, dies gepaart mit vereinzelten schönen leuchtenden Spezialeffekten geht absolut in Ordnung. Die Dämonenmonster und Vampire sehen an sich auch noch okay und stellenweise auch schön groß aus, gegen die unser Held sogar ein bisschen unauffällig wirkt. Von überaus gelungenen Animationen kann ich im Übrigen nicht sprechen, eher solide Hausmannskost, schätze ich. Die Landschaftsoptik „draußen im Freien“ gefällt, jedoch vermisse ich überaus detaillierte Texturen, Ähnliches gilt für die Texturen an den Wänden und am Boden „im Inneren“. Zu allem Überfluss nervt ein unübersehbares Ruckeln der Grafik, die mitunter sogar ziemlich heftig sind und die Spielfreude ab und an erheblich trüben. Somit ein weiterer Punkt, der für eine lieblose Umsetzung spricht und möglicherweise auch unter Zeitdruck (nicht entschuldbar!) entstanden ist.
Ganz ordentlich, sehr solide, halbwegs ansehnlich, unkompliziert: so oder so ähnlich könnte man „van Helsing“ für die X-Box beschreiben. Dass auf der X-Box wesentlich mehr drin ist bzw. sein muss, brauche ich hoffentlich nicht extra zu erwähnen. Kein Multiplayermodus, teils heftige Grafikruckler, ein abwechslungsarmer und anspruchsloser Spielverlauf, ein zu niedriger Schwierigkeitsgrad und eine deutlich zu kurze Spieldauer sind die gewichtigen Negativpunkte. Zufrieden bin ich jedenfalls nicht, über die Klinge springen lassen möchte ich dieses im Großen und Ganzen ganz brauchbares Vampirabenteuer aber auch nicht. Spielspaßwertung: 66%.
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